Dr. Hannibal Lecters Elitarismus zum Gegenstand eines über zwei Stunden langen Spielfilms zu machen, lässt bis zuletzt den Gedanken einer herunter geratterten Auftragsarbeit aufkommen, die sich sichtlich wohl fühlt, die Grenzen zwischen Groteske und Klamauk, Lächerlich- wie Unglaubwürdigkeit bis zur Selbstparodie förmlich auszuradieren. Die (ohnehin nicht weltumspannende) Vorlage mit ihren prachtvollen Schauwertbeschreibungen kommt der auf Schauwerte reduzierten Filmsprache Ridley Scotts dabei gelegen, Hannibals kultivierte Allüren in sinnfrohe Opulenz auszuschmücken, dessen klassische Hintergrundchoräle den mystisch-barocken Europaprunk nur veredeln. Was dem dick aufgetragenen Pomp vollkommen abgeht, das ist eine fesselnde Geschichte, das ist die Doppelbödigkeit derselben, das ist Begehren und das ist Psychologie des Vorgängers, dieses nun einmal psychologischen Essays über das Begehren, das ist stattdessen ein Film mit aufdringlichem Geschmack, der an seiner eigenen Koketterie…
Dr. Hannibal Lecters Elitarismus zum Gegenstand eines über zwei Stunden langen Spielfilms zu machen, lässt bis zuletzt den Gedanken einer herunter geratterten Auftragsarbeit aufkommen, die sich sichtlich wohl fühlt, die Grenzen zwischen Groteske und Klamauk, Lächerlich- wie Unglaubwürdigkeit bis zur Selbstparodie förmlich auszuradieren. Die (ohnehin nicht weltumspannende) Vorlage mit ihren prachtvollen Schauwertbeschreibungen kommt der auf Schauwerte reduzierten Filmsprache Ridley Scotts dabei gelegen, Hannibals kultivierte Allüren in sinnfrohe Opulenz auszuschmücken, dessen klassische Hintergrundchoräle den mystisch-barocken Europaprunk nur veredeln. Was dem dick aufgetragenen Pomp vollkommen abgeht, das ist eine fesselnde Geschichte, das ist die Doppelbödigkeit derselben, das ist Begehren und das ist Psychologie des Vorgängers, dieses nun einmal psychologischen Essays über das Begehren, das ist stattdessen ein Film mit aufdringlichem Geschmack, der an seiner eigenen Koketterie für alle Mitmenschen zur Belästigung wird. Das ist lahm, zahm, zäh, das ist, ja, enttäuschend. Von Set zu Set hastend, von Gegner zu Gegner polternd, die Hannibal traurigerweise eh nichts anhaben können, interessiert Scott einzig und allein entstellte Kreaturen und deren Blutrache der Rache willen im Ekelmatsch des Selbstzweckes. Er scheint nicht verstanden zu haben, dass das Gezeigte nie eine Stärke dieser Reihe war, die Stärke war das Gezeigte nicht zu zeigen. Ein Stück weit wird Anthony Hopkins' sardonisch grinsender Hannibal sowieso entzaubert, indem er so lange über Kunst sinniert, bis sich der Zuschauer Inspector Rinaldo Pazzi (Giancarlo Giannini) anzuschließen droht – langsam, aber sicher die Augen schließen, um den Trash endlich zu überschlafen. Gary Oldman darf derweil als malträtierter Comicantagonist zwar weniger in Vollkörpermontur für die Kamera posieren, allein seine sabbernden Blicke perverser, erregender Lust reichen aus, verstörender denn je zu wirken (selbst unter tonnenweise Make Up ist der Mann unübertroffen!), während der Foster-Ersatz nebst Ray Liotta (von Belang ist lediglich sein Hirn, obgleich die Rolle darauf schließen lässt, dass er keins haben dürfte) umso gründlicher danebengeht. Julianne Moore spielt einen waschechten Kotzbrocken an Weib, ihre Charakterwandlung vom erfolgreichen, verletzlichen Bauerntrampel zur erfolglosen, rotzfrechen Göre durch, angeblich, zehn Jahre FBI verstellt ebenso schauderhaft wie ärgerlich jene ursprünglich angedachte Parabel von der Schönen und dem Biest. Schön ist die Frau nämlich weiß Gott nicht. Unabhängig davon, dass man Starling eigentlich am liebsten eine ins Maul hauen möchte. Ergo spitzt sich Scotts Diashow also trivial zu: Kriegt sie ihn? Oder kriegt er sie? Hürde: fette Killerschweine, die zugleich das eine und das andere verhindern sollen. Das war's, zu wenig, um Interesse vorzugaukeln. Der unverzeihliche Denkfehler Ridley Scotts liegt darin begraben, Hannibals unwiderstehlichen Hunger nach Fleisch und Genuss allzu wortwörtlich genommen zu haben. Das bringt ihm entgegen der Romanvorlage einen makabren Schlussgag. Aber nicht viel mehr.
Das Ausmaß, in dem Giannini erlaubt wird, den Film zu „stehlen“, wird einem bewusst, wenn die ihm folgenden eigentlichen „Höhepunkte“ mit solider Berechenbarkeit abgespult werden. Jawohl, Hannibal serviert cannibal cuisine; jawohl, Hannibal gerät in Gefahr, selbst kannibalisiert zu werden; und schließlich, jawohl, Ridley Scott findet einen verträglichen Mittelweg zwischen der blutrünstigen Erwartung des Publikums und dessen Unwillen, sich tatsächlich den Magen umstülpen zu lassen.
Banales Sequel, mit hanebüchener Story, das einen der fanszinierensten Bösewichte eher entzaubert . Lecter funktioniert nicht in freier Wildbahn, sein Mysterium liegt in der Vorstellung, die sofort zerstört wird, wenn man sieht was er wirklich macht. Und der Plot mit den Killerschweinen ist mehr als dämlich.
Durchaus mag die Story fesseln und gut gesetzte Höhepunkte haben. Auch scheinen die Rollen gut besetzt, wenn man davon absieht, dass man Jodie Foster als Agentin erwarten und wünschen würde.
Es scheint, dass mit der geschichtlichen Distanz der Handlung und der Darsteller zum "Schweigen der Lämmer" die Charaktere genauso gealtert sind und dass ihnen damit die Kraft fehlt, an den Leistungen der Vergangenheit anzuknüpfen.
Aber da ist noch mehr. Irgendetwas schwingt in der gesamten Dauer des Films mit. Es fällt schwer, es zu beschreiben.
Atemlose Spannung ist es nicht.
Vorhersehbarkeit auch nicht. Zumindest nicht bis zum Ende des Films, aber bis zur übernächsten Szene schon eher.
Langeweile ist es auch nicht. Noch nicht.
Einfallslosigkeit wäre zu hart.
Leidenschaftslosigkeit klingt schön. Einigen wir uns darauf.
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARGH
leider hat die transkription der vorlage diesmal nicht so gut funktioniert, allerdings ändert sich im film die handlung genug, im vergleich zum roman, dass man ihn getrost für eine eigenständige interpretation halten kann. trotzdem dr lectors charakterentwicklung mitzuverfolgen ist im höchsten maße unterhaltsam. ein einziger großer makel ist das ende. so verdirbt der zuschnitt auf den amerikanischen standartvollpfosten, doch etwas den spaß an doktor lectors katz und maus spiel. hier ist der roman eindeutig die bessere wahl - nein ich werde heir kein wirklich gutes ende verraten- tata
"Zu gern würde ich mit Ihnen noch plaudern, aber ich habe ein Festessen mit einem alten Freund. Auf Wiedersehen!"
So verabschiedete er sich damals, Dr. Hannibal Lecter, Universalgenie und gewöhnungsbedürftiger Gourmet.
Prost Mahlzeit.
Und so gingen im wahren Leben und in der Geschichte zehn Jahre ins Land, bis sich der Zuschauer wieder mit dem Mythos Anthony Hopkins, äh Hannibal Lecter konfrontiert sah.
Der gute Dottore hat sich mit einem gesunden Maß Eigeninitiative sowas wie eine neue Existenz im schönen Florenz aufgebaut.
FBI Agentin Starling hat es da schon etwas schwerer: der Ruhm verblasst, von einem aufdringlichen Verehrer entnervt, die interne Revision am Hacken und dann kommt auch noch Post vom guten alten Hanni. Das ruft auch den einzigen Überlebenden von Lecters "Spiel mit dem Essen" Leidenschaften auf den Plan, den durch die Spielereien arg entstellten Richie Rich Kollegen Mason Verger. Der möchte nämlich auf jeden Fall Rache und war zwischenzeitlich überhaupt nicht untätig, sondern hat sich einen recht kreativen Plan einfallen lassen, um den netten Doc richtig leiden zu lassen, wenn er ihn denn in die vom Morphium zittrigen Finger bekommt. Der für seinen Teil sieht sich mit dem florentiner Cop Pazzi konfrontiert, der ihm auf die Schliche kommt und die Kohle der von Verger ausgesetzten Belohnung durchaus brauchen kann, um seine Frau bei Laune zu halten, oder sie abzusetzen, das ist ja nebensächlich.
Diese recht einfache Geschichte, die schon im Buch den einen oder anderen Hänger hat, wird im Film durch die unharmonische, mitunter holprige, Erzählweise noch weiter verhackstückt.
Richten sollen es wieder mal die Darsteller:
Der Personenkult um Lecter geht weiter und da man ihm nun die Freiheit gegeben hat, kann Hopkins das Spiel mit dem Bösen noch wilder treiben. Es ist nicht so sehr das, was er zu Beginn tut, als das Wissen des Zuschauers um das, was Lecter vorher angestellt hat, das die bedrohliche Aura generiert, wenn Hopkins mit kokett angeschrägtem Hut durch das fröhliche Florenz flaniert. Und genau das scheint Hopkins zu wissen und reizt es perfekt aus. Die fehlende Distanz des Sicherheitsglases aus "Das Schweigen der Lämmer" läßt den bösen Bonvivant nur noch abgründiger wirken. Einmal mehr eine große Leistung.
Julianne Moore eliminiert durch ihre Anwesenheit den Punkt, der mir den Genuß "Das Schweigern der Lämmer" auf ewig enorm einschränken wird, Jodie Foster. Moore wirkt menschlich UND fachlich glaubhaft. Nicht wie ein überfordertes Kind. Zudem gefällt sie mir einfach bedeutend besser.
Ray Liotta ist der größte Schwachpunkt des vorzufindenden Mikrokosmos. Statt nervig, arrogant und aufdringlich gegenüber Starling wirkt er öde, hilflos und fehlbesetzt als FBI Agent. Nichts erinnert an seine früheren Glanzleistungen. Auch seine gelungene letzte Szene ändert daran nichts.
Positive "Neuentdeckung", zumindest auf einer derartigen cineastischen Resonanzebene ist Giancarlo Giannini. Als Verkörperung des italienischen Bullen mit leichten Lebemannallüren überzeugt er restlos, zudem nimmt man ihm wirklich ab, dass er die Bedrohlichkeit des Hannibal Lecter schon recht früh spürt und die ansatzweisen Psychoduelle zwischen den beiden gehören zu den Highlights des Films.
Unter seiner mit einigem Aufwand gestalteten Maske kann Gary Oldman trotz markanter Unkenntlichkeit beeindrucken. Als von Rache beseelter Mason Verger ist er durchgängig glaubhaft und dank seiner Stimmarbeit wäre er auch ausreichend Grund, sich das Ganze mal im O-Ton zu gönnen, da wir es ja jüngst von Synchron- und Originalversionen hatten.
Als Geheimtip könnte man Zeljko Ivanek bezeichnen, der die Rolle des Leibarztes, Haussklaven & emotionalen Sandsacks für Verger toll meistert.
Zusätzlich sucht Regisseur Scott in bester Bondmanier tolle Schauplätze (Biltmore Estate ist mal eine echte Referenz in Sachen repräsentativer Landsitz) aus und macht handwerklich auch viel richtig.
Schnitte, Score, alles wie es sein sollte.
Die Diskussion über die Gewaltszenen ist für mich vollkommen redundant, weil sie erstens stilvoll realisiert worden sind und nicht Ekel um des Ekels Willen und zweitens eine Harris Geschichte eben von Natur aus wenig mit der Welt der Biene Maja gemeinsam hat.
Ein ordentlicher, ein solider Thriller mit gelungenen Horrorelementen, der seine starken Momente aber mehr dann hat, wenn er eben nicht unbedingt direkt die Gewalt zeigt. Das Ende halte ich gar für etwas gelungener, weil zynischer, als im Buch.
Das alles ändert jedoch nur wenig daran, dass ich auf diesen Film genausowenig explizit gewartet habe wie auf "Das Schweigen der Lämmer" oder daran, dass mein Favorit in Sachen Harris Verfilmung weiterhin "Blutmond" bleibt.
Wie so oft, gilt auch in diesem Fall - hier aber besonders und dick unterstrichen: Das Buch ist um Welten besser - vor allem, wenn man das Ende berücksichtigt.
Nach den teilweise vernichtenden Kritiken war ich überrascht, dass der Film doch gar nicht ganz so schlecht ist.
Es gibt ein paar bizarre und extremst brutale Szenen, die man nicht so schnell vergisst.
Insgesamt reicht der Film natürlich in keinster Weise an Das Schweigen der Lämmer heran, aber Ridley Scott hat einen soliden, extrem brutalen Thriller geschaffen, den man sich durchaus mal anschauen kann(einen starken Magen vorrausgesetzt).
Hat zwar ein paar Längen und nicht den Anspruch des Originals, ist aber meiner Meinung nach die einzige, halbwegs gelungene und sehenswerte Fortsetzung bisher.
Der Anfang des Films ist durchaus tragbar aber das Ende ist nur noch absitlich wiederlich und zieht sich unglaublich. Der Einzige der überzeugt ist der gute alte Anthonie. Dieser Fil versucht durch nicht durch Qualität sondern durch Quantität der Mordszenen zu überzeugen. Bis auf Hopkins Müll und das Matrix 2-3 der Vorgänger.
Ich hätte mir eigentlich mehr erwartet.
Leider muss ich zugeben, dass mich der Film ziemlich gelangweilt hat.
Außerdem ist der Streifen arg vorhersehbar, was die Spannung dann ganz abtötet.
Einzig die Hirn-OP Szene fand ich gut. Ziemlich widerlich, aber gut...
Den Film fand ich ganz gut, aber leider nicht unbedingt sehenswert, für Menschen denen schnell schlecht wird, da schon einige hart an der Grenze zu sehende Szenen mit dabei waren.
kommt nicht an "das schweigen der lämmer" ran, aber anthony hopinks spielt die rolle wieder echt klasse und auch julianne moore war gut. man hätte definitiv eine schlechtere nachfolgerin für jodie foster besetzen können.
Der Vorgänger „Das Schweigen der Lämmer“ gilt gemeinhin (und das auch zu Recht) als einer der besten Psycho-Thriller aller Zeiten. Davon zeugen allein die Auszeichnungen des Films mit den 5 wichtigsten Oscars. Da der Film so erfolgreich war, war klar dass irgendwann eine Fortsetzung folgen müsste. Diese lies (vor allem wegen der Schreibfaulheit des Vorlagen-Autors Thomas Harris) mit gut 10 Jahren dann eh ungewöhnlich lange auf sich warten.
Dass ein Nachfolger es bei der Kritik schwer haben würde, war aufgrund der Voraussetzungen eigentlich klar. Die Vorzeichen waren mit der Absage von „Lämmer“-Regisseur Jonathan Demme und Starling-Darstellerin Jodie Foster auch schon mal alles andere als gut. Zum Teil wurde oder wird der Film aber dermaßen verrissen, wie es ihm meiner Meinung nach nicht zusteht.
Der Film funktioniert ganz anders als „Das Schweigen der Lämmer“. Und natürlich erreicht er dessen herausragende Qualität auch in keiner Weise. Das Psycho-Duell Starling/Lecter (das „Das Schweigen der Lämmer“ vor allem so faszinierend machte) findet hier nicht statt. Der Fokus liegt noch viel stärker auf Lecter als beim Vorgänger. Und Anthony Hopkins ist in dieser Rolle einfach brillant, so macht es auch bei „Hannibal“ ein Vergnügen, ihm zuzusehen. Diese kultivierte, charmante Person, aus der dann plötzlich eiskalt ein psychopathischer, kannibalischer Killer ausbricht, ist einfach eine faszinierende Leinwandgestalt.
Am besten funktioniert der Film in den Szenen, welche in Florenz spielen. Die grandiose Kulisse dieser Stadt, zusammen mit hervorragender Musikuntermalung schaffen eine sensationelle Atmosphäre. Auch die Handlungsabläufe um das frühere Lecter-Opfer Mason Verger (gespielt von einem nicht zu erkennenden Gary Oldman), welcher Rache für seine Verstümmelung nehmen will, sind meiner Meinung nach recht gut geraten. Ein wenig fällt der Film nach der Rückkehr Lecters in die USA ab. Auch der Schluss (abgeändert zum wirklich unmöglichen des Buches „Hannibal“) ist nicht ganz überzeugend.
Zu den Darstellern kann man nur gutes sagen. Hopkins als Lecter ist bereits ausreichend beschrieben. Aber auch die weiteren Darsteller (u.a. Ray Liotta) machen ihre Sache sehr gut. Eine Umbesetzung von Rollen bei Fortsetzungen sind ja immer so eine Sache. Und am liebsten hätte man natürlich Jodie Foster wieder in ihrer Oscar-Rolle gesehen. Aber wenn es schon eine andere sein musste, war Julianne Moore keine schlechte Wahl.
Abschließend: Natürlich kein „Das Schweigen der Lämmer“, aber besser als sein Ruf.
Tjaja....selbst ein begnadeter Regisseur wie "Ridley Scott" durchschritt während seiner langen Schafenszeit das berüchtigte Tal der Einfallslosigkeit & des abgrundtiefen Ekels.
Das bewieß er allen Kinobesuchern dieses Planeten als er in den Jahren 2000 & 2001 Filme wie "Gladiator" und auch diesen unterirdisch grotesken Bullshit namens "Hannibal" auf die Menschheit losließ.
Der große "Anthony Hopkins" vermag es zu keinem Zeitpunkt seine Darstellung des Dr.Lecter an das Niveau zu führen welches er in "Das Schweigen der Lämmer" geradezu perfekt zu verkörpern verstand.
Was "Julian Moore" angeht..............naja lassen wir das,ihre Rolle ist ohnehin vollkommen belanglos.
Fehlt nur noch diese unbeschreiblich peinliche Narbenbacke Mason Verger welche von "Gary Oldman" dargestellt wird ?
Das was er hier abliefert ist sowas von furchtbar das es einem nicht mal Spaß bereitet sich darüber lustig zu machen.
Von diesem Film kann ich mit Fug & Recht behaupten das bei mir bereits nach wenigen Minuten Kopfschmerzsymptome eingesetzt haben während ich ihn vor Jahren angesehen habe.
Das war auch bisher der einzige Film wo ich im Kino nach der Vorstellung mein Geld zurückverlangte.
Fazit :Es gibt immer wieder ganz bestimmte Filme deren Entstehung hätte verhindert werden müssen,die nichts interessantes anzubieten haben,vollkommen unnütz sind und dessen Existenz sich bei noch so genauer Betrachtung einfach nicht erklären läßt......hier haben wie so einen.
"HANNIBAL" kann man schlicht & ergreifend vergessen !!!
Irgendwie sieht schon der Trailer ziemlich mau aus. Ich muss zustimmen, dass Hannibal Lecter weit weniger Reiz ausübt, wenn er außerhalb seines Gefängnisses umher tingelt. Es wäre weitaus besser gewesen, den Zuschauer selbst überlegen zu lassen, was der verrückte Menschenfresser so treibt. Außerdem hält mich schon die Umbesetzung der weiblichen Hauptrolle davon ab den Film wirklich gucken zu wollen. Julianne Moore ist ja ganz okay, aber irgendwie hat sie für mich nicht das, was Jodie Foster vermittelt hat.
Um es gleich zu sagen: "Hannibal" kommt nie wirklich an seinen Vorgänger "Das Schweigen der Lämmer" heran.
Wieso?
Zum einen fehlt einfach Jodie Foster. Auch wenn Julianne Moore eine fantastische Schauspielerin ist, will man nicht so wirklich mit ihr mitziehen.
Zum zweiten wäre es die Freiheit, in der sich Hannibal Lecter nun befindet. Machte in "Das Schweigen der Lämmer" noch der Umstand, dass Lecter durch die Käfigtüren hinaus alles manipulieren konnte, einen großen Anteil an Atmosphäre aus, fällt das hier nun weg. Stattdessen lebt er frei und sorgenlos.
Nichtsdestotrotz ist Anthony Hopkins mal wieder furchterregend. Im einen Moment ist er noch normal und freundlich, nur um im nächsten Moment sein Gesicht zu einer Fratze zu verwandeln und dem Biest in ihm Vortritt zu lassen. In diesen Momenten ist er, vom Angstfaktor her, gleichzusetzen mit Jack Nicholsons "Here is Johnnieeeeee!". Unglaublich angsteinflößend.
Die Storyentwicklung in Florenz passt zwar zu Lecters Charakter, nicht aber zum Rest des Filmes. Das ergibt am Ende kein rundes Ganzes, sondern wirkt eher wie zwei komplett verschiedene Filme.
Allerdings schafft Ridley Scott es dennoch hier und da Spannung zu erzeugen. Anthony Hopkins sei Dank.
Auch die eine oder andere makabre Szene hat ihren Weg hierher gefunden, so beispielsweise die ziemlich deftige Dinnerszene.
Alles in allem also trotz der Längen ein sehenswertes Erlebnis, dass man auch ruhig öfter anschauen kann. Ungekürzt zudem ziemlich unappetitlich.
@Bandrix: Schöner Kommentar. Die Sache mit Foster und Moore habe ich auch so empfunden. Der gleiche Charakter, aber eine andere Darstellerin, das funktioniert nie!
@filmschauer: Die Szene fällt mir immer gleich ins Gedächtnis wenn ich den Namen "Hannibal" höre und gleich danach, das mit den Schweinen :§
@filmschauer: Ja, auch wenn jemand den Film an sich nicht mag. Diese Szene bleibt im Gedächtnis.
@frenzy: Danke. :) Und ja, das ist doch sehr irritierend.
@LokisSon: Oller Nörgler. ;)
Ich muss ganz ehrlich sagen dass ich von diesem Thriller nicht grad beeindruckt bin, aber an manchen Stellen hab ich mir gedacht: Das ist doch lustig! Aber ein Thiller darf nicht so lustig sein sonst ist es kommedy! :-)
Mein liebster Hannibal Lecter Film! Vielleicht, weil es mein erster Lecter Film war, aber dennoch würde ich sagen, dass "Hannibal" eine Meisterleistung Ridley Scotts ist. Selten war ich so extrem gebannt von einem Film. Das erste Mal, Hannibal Lecter zu erleben war einfach schockierend, faszinierend und überwältigend. Eine Oper des Grauens! Anthony Hopkins in der Rolle seines Lebens mit einem kalten, fesselnden und unvergesslichen Blick, der einem oft das Blut in den Adern gefieren lässt. Hopkins macht seine Sache mehr als großartig. Julianne Moore war eher durchschnittlich. Keine Leistung wie von Foster in "Das Schweigen der Lämmer", aber zeigt die nötigen Emotionen gegenüber Lecter. Gary Oldman als Mason Verger war unheimlich interessant. War gar nicht zu erkennen, aber hat durch Stimme seiner Rolle starke Glaubwürdigkeit verliehen unter dem Make-Up und ihr einen tollen Charakter gegeben. Entstellt, hilflos, von Rache zerfressen und eine klitzekleinen Prise Wahnsinn. Ein intelligenter Gegenspieler Lecters, der Lecter um jeden Preis leiden sehen will.
Ein weiteres Schauspieljuwel ist Giancarlo Giannini als Rinaldo Pazzi. Fantastisher Schaupieler, der es total drauf hat! Mit ihm verbleiben mir die spannendsten Szenen. Wenn er und Lecter aufeinander treffen, ist Spannung vorprogrammiert. Er weiß über Lecter bescheid. Er und der Zuschauer sind somit in der selben Zwickmühle. Beide Parteien wissen, wer der Gegenspieler ist. Und der Zuschauer weiß, Lecter kann jeder Zeit umspringen. Vom intelligenten, höflichen Museumskurator zum eiskalten Mörder. Ridley Scott erzeugt höllisch knisternde und unsägliche Spannung den ganzen Film über, die besonders durch Hans Zimmers Score super erzeugt wird. Charakterzeichnung wird hier sehr groß geschrieben. Allesamt interessante Figuren.
Jeder Charakter kocht sein eigenes Süppchen und verfolgt eigene Ziele: Rache (Verger), Geld (Pazzi), Arbeit und Ehrgeiz (Starling), Drang nach Freiheit und Action, bzw. perfide Psychospielchen (Lecter). Jeder steht mal kurz vorm Ziel, doch das Ziel erreichen tut nicht jeder...
Das Ende ist äußerst gelungen. Finde ich persönlich besser, als das im Roman. Gefallen mir aber beide. Die Szene im Flugzeug mit dem kleinen Jungen war eine super und hannibaltypische Idee. Wow! Da dreht sich einem echt der Magen um. (Zweideutig).
"Hannibal" ist ein an den Nerven zerrender Psycho-Thriller, voller genialer Charaktere (Wer Lecter hiermit kennenlernt wird total geflasht sein), mit höchst spannenden Momenten, und unvergesslichen Bildern. Ridley Scott hat Hannibal Glanz verliehen.
Jonathan Demme, Ridley Scott, Brett Ratner, ich preise euch alle für eure Hannibal Lecter Verfilmungen. Und Anthony Hopkins ganz besonders für seine Darstellung als einer der furchteinflössendsten Killer überhaupt.
Manche Filme sollte man eben nicht noch einmal schauen, denn 'Hannibal' hatte ich deutlich besser in Erinnerung. Natürlich hat Anthony Hopkins mehr Freiraum um sich zu entfalten, aber Jodie Foster mit Julianne Moore zu ersetzen versalzt einem das Katz-und-Maus Spiel dann doch gehörig. Sie wirkt zwar sehr bemüht, ist aber zugleich streckenweise einfach unerträglich und dann auch noch dieses Kleid zum Schluss... Aber zurück zum Film: Das hin und her zwischen Opfer, Hannibal in Florenz und einer vor Sehnsucht zergehenden Clarice nervt mit der Zeit. Und als sie dann endlich zueinander finden, könnte man beinahe laut loslachen, denn es erscheint einem doch etwas lächerlich, wenn die liebe Clarice in den Schweinestall stürzt. Zum Glück wurde hier ein anderes Ende als im Buch gewählt, sonst würde die Bewertung doch deutlich unter dem Durchschnitt liegen: "Tata, Hannibal."
Was gab es denn an dem Kleid auszusetzen? ;)
PS: Die Bücher sind, verglichen mit den Filmen, wirklich um einiges schlechter. Habe "Roter Drache" gelesen und mich gequält. Danach habe ich es noch mit "Das Schweigen der Lämmer" versucht und nach der Hälfte aufgegeben...
Na sagen wir mal so: Das Kleid ist toll, aber an ihr sieht es eben nicht so besonders aus. ;) Mit der Meinung zu den Büchern bist du nicht alleine, denn die habe ich schon öfters gehört. Mittlerweile will ich die auch gar nicht mehr lesen...
Auch wenn ich allein da stehe, aber für mich der beste der Reihe! Wahrscheinlich weil mir Jodie Foster etwas auf den Keks geht. Und Hopkins hat hier mehr Screentime. Toller Film!!!
nicht so gut wie das schweigen der lämmer oder der rote drache. aber man sieht antony hopkins alias dr hannibal lecter endlich mal richtig in action, was mir die handlung als psychopathen-fan versüßte...
Hannibal - Kritik
US 2001 Laufzeit 135 Minuten, FSK 18, Thriller, Kriminalfilm, Kinostart 15.02.2001
Kritiken (4) — Film: Hannibal
Timo K.: Blockbuster Entertainment
Kommentar löschenDr. Hannibal Lecters Elitarismus zum Gegenstand eines über zwei Stunden langen Spielfilms zu machen, lässt bis zuletzt den Gedanken einer herunter geratterten Auftragsarbeit aufkommen, die sich sichtlich wohl fühlt, die Grenzen zwischen Groteske und Klamauk, Lächerlich- wie Unglaubwürdigkeit bis zur Selbstparodie förmlich auszuradieren. Die (ohnehin nicht weltumspannende) Vorlage mit ihren prachtvollen Schauwertbeschreibungen kommt der auf Schauwerte reduzierten Filmsprache Ridley Scotts dabei gelegen, Hannibals kultivierte Allüren in sinnfrohe Opulenz auszuschmücken, dessen klassische Hintergrundchoräle den mystisch-barocken Europaprunk nur veredeln. Was dem dick aufgetragenen Pomp vollkommen abgeht, das ist eine fesselnde Geschichte, das ist die Doppelbödigkeit derselben, das ist Begehren und das ist Psychologie des Vorgängers, dieses nun einmal psychologischen Essays über das Begehren, das ist stattdessen ein Film mit aufdringlichem Geschmack, der an seiner eigenen Koketterie…
20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Oceanic6 2011/10/28 16:30:08
Antwort löschenMeine Meinung, ganz großer Mist der Film. Schön geschrieben! ;)
Timo K. 2011/10/28 16:39:53
Antwort löschenDanke dir. :)
Alle 4 Antworten zeigen
Pablo.CH 2011/12/13 15:45:21
Antwort löschenRedest du immer so???Schön geschrieben aber das überschreitet zum Teil meinen Wortschatz..Ich fand den Film ähmm GUT
Pablo.CH 2011/12/13 15:45:33
Antwort löschenRedest du immer so???Schön geschrieben aber das überschreitet zum Teil meinen Wortschatz..Ich fand den Film ähmm GUT
HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDas Ausmaß, in dem Giannini erlaubt wird, den Film zu „stehlen“, wird einem bewusst, wenn die ihm folgenden eigentlichen „Höhepunkte“ mit solider Berechenbarkeit abgespult werden. Jawohl, Hannibal serviert cannibal cuisine; jawohl, Hannibal gerät in Gefahr, selbst kannibalisiert zu werden; und schließlich, jawohl, Ridley Scott findet einen verträglichen Mittelweg zwischen der blutrünstigen Erwartung des Publikums und dessen Unwillen, sich tatsächlich den Magen umstülpen zu lassen.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenBanales Sequel, mit hanebüchener Story, das einen der fanszinierensten Bösewichte eher entzaubert . Lecter funktioniert nicht in freier Wildbahn, sein Mysterium liegt in der Vorstellung, die sofort zerstört wird, wenn man sieht was er wirklich macht. Und der Plot mit den Killerschweinen ist mehr als dämlich.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenSicko-Comedy bei der man die Dollarzeichen in den Augen der Produzenten erahnen kann.
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Kommentare (73) — Film: Hannibal
Kommentar schreibensmartyx 2011/11/29 23:05:39
Kommentar löschenDurchaus mag die Story fesseln und gut gesetzte Höhepunkte haben. Auch scheinen die Rollen gut besetzt, wenn man davon absieht, dass man Jodie Foster als Agentin erwarten und wünschen würde.
Es scheint, dass mit der geschichtlichen Distanz der Handlung und der Darsteller zum "Schweigen der Lämmer" die Charaktere genauso gealtert sind und dass ihnen damit die Kraft fehlt, an den Leistungen der Vergangenheit anzuknüpfen.
Aber da ist noch mehr. Irgendetwas schwingt in der gesamten Dauer des Films mit. Es fällt schwer, es zu beschreiben.
Atemlose Spannung ist es nicht.
Vorhersehbarkeit auch nicht. Zumindest nicht bis zum Ende des Films, aber bis zur übernächsten Szene schon eher.
Langeweile ist es auch nicht. Noch nicht.
Einfallslosigkeit wäre zu hart.
Leidenschaftslosigkeit klingt schön. Einigen wir uns darauf.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
FilmFreeza 2011/11/30 06:57:14
Antwort löschenvorgemerkt ;) .. ich will jetzt endlich wissen was ich zu diesem film sage :D
smartyx 2011/11/30 07:47:24
Antwort löschenIch bin gespannt...
el saalo 2011/11/05 20:14:48
Kommentar löschenAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARGH
leider hat die transkription der vorlage diesmal nicht so gut funktioniert, allerdings ändert sich im film die handlung genug, im vergleich zum roman, dass man ihn getrost für eine eigenständige interpretation halten kann. trotzdem dr lectors charakterentwicklung mitzuverfolgen ist im höchsten maße unterhaltsam. ein einziger großer makel ist das ende. so verdirbt der zuschnitt auf den amerikanischen standartvollpfosten, doch etwas den spaß an doktor lectors katz und maus spiel. hier ist der roman eindeutig die bessere wahl - nein ich werde heir kein wirklich gutes ende verraten- tata
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
doctorgonzo 2011/09/28 15:45:44
Kommentar löschen"Zu gern würde ich mit Ihnen noch plaudern, aber ich habe ein Festessen mit einem alten Freund. Auf Wiedersehen!"
So verabschiedete er sich damals, Dr. Hannibal Lecter, Universalgenie und gewöhnungsbedürftiger Gourmet.
Prost Mahlzeit.
Und so gingen im wahren Leben und in der Geschichte zehn Jahre ins Land, bis sich der Zuschauer wieder mit dem Mythos Anthony Hopkins, äh Hannibal Lecter konfrontiert sah.
Der gute Dottore hat sich mit einem gesunden Maß Eigeninitiative sowas wie eine neue Existenz im schönen Florenz aufgebaut.
FBI Agentin Starling hat es da schon etwas schwerer: der Ruhm verblasst, von einem aufdringlichen Verehrer entnervt, die interne Revision am Hacken und dann kommt auch noch Post vom guten alten Hanni. Das ruft auch den einzigen Überlebenden von Lecters "Spiel mit dem Essen" Leidenschaften auf den Plan, den durch die Spielereien arg entstellten Richie Rich Kollegen Mason Verger. Der möchte nämlich auf jeden Fall Rache und war zwischenzeitlich überhaupt nicht untätig, sondern hat sich einen recht kreativen Plan einfallen lassen, um den netten Doc richtig leiden zu lassen, wenn er ihn denn in die vom Morphium zittrigen Finger bekommt. Der für seinen Teil sieht sich mit dem florentiner Cop Pazzi konfrontiert, der ihm auf die Schliche kommt und die Kohle der von Verger ausgesetzten Belohnung durchaus brauchen kann, um seine Frau bei Laune zu halten, oder sie abzusetzen, das ist ja nebensächlich.
Diese recht einfache Geschichte, die schon im Buch den einen oder anderen Hänger hat, wird im Film durch die unharmonische, mitunter holprige, Erzählweise noch weiter verhackstückt.
Richten sollen es wieder mal die Darsteller:
Der Personenkult um Lecter geht weiter und da man ihm nun die Freiheit gegeben hat, kann Hopkins das Spiel mit dem Bösen noch wilder treiben. Es ist nicht so sehr das, was er zu Beginn tut, als das Wissen des Zuschauers um das, was Lecter vorher angestellt hat, das die bedrohliche Aura generiert, wenn Hopkins mit kokett angeschrägtem Hut durch das fröhliche Florenz flaniert. Und genau das scheint Hopkins zu wissen und reizt es perfekt aus. Die fehlende Distanz des Sicherheitsglases aus "Das Schweigen der Lämmer" läßt den bösen Bonvivant nur noch abgründiger wirken. Einmal mehr eine große Leistung.
Julianne Moore eliminiert durch ihre Anwesenheit den Punkt, der mir den Genuß "Das Schweigern der Lämmer" auf ewig enorm einschränken wird, Jodie Foster. Moore wirkt menschlich UND fachlich glaubhaft. Nicht wie ein überfordertes Kind. Zudem gefällt sie mir einfach bedeutend besser.
Ray Liotta ist der größte Schwachpunkt des vorzufindenden Mikrokosmos. Statt nervig, arrogant und aufdringlich gegenüber Starling wirkt er öde, hilflos und fehlbesetzt als FBI Agent. Nichts erinnert an seine früheren Glanzleistungen. Auch seine gelungene letzte Szene ändert daran nichts.
Positive "Neuentdeckung", zumindest auf einer derartigen cineastischen Resonanzebene ist Giancarlo Giannini. Als Verkörperung des italienischen Bullen mit leichten Lebemannallüren überzeugt er restlos, zudem nimmt man ihm wirklich ab, dass er die Bedrohlichkeit des Hannibal Lecter schon recht früh spürt und die ansatzweisen Psychoduelle zwischen den beiden gehören zu den Highlights des Films.
Unter seiner mit einigem Aufwand gestalteten Maske kann Gary Oldman trotz markanter Unkenntlichkeit beeindrucken. Als von Rache beseelter Mason Verger ist er durchgängig glaubhaft und dank seiner Stimmarbeit wäre er auch ausreichend Grund, sich das Ganze mal im O-Ton zu gönnen, da wir es ja jüngst von Synchron- und Originalversionen hatten.
Als Geheimtip könnte man Zeljko Ivanek bezeichnen, der die Rolle des Leibarztes, Haussklaven & emotionalen Sandsacks für Verger toll meistert.
Zusätzlich sucht Regisseur Scott in bester Bondmanier tolle Schauplätze (Biltmore Estate ist mal eine echte Referenz in Sachen repräsentativer Landsitz) aus und macht handwerklich auch viel richtig.
Schnitte, Score, alles wie es sein sollte.
Die Diskussion über die Gewaltszenen ist für mich vollkommen redundant, weil sie erstens stilvoll realisiert worden sind und nicht Ekel um des Ekels Willen und zweitens eine Harris Geschichte eben von Natur aus wenig mit der Welt der Biene Maja gemeinsam hat.
Ein ordentlicher, ein solider Thriller mit gelungenen Horrorelementen, der seine starken Momente aber mehr dann hat, wenn er eben nicht unbedingt direkt die Gewalt zeigt. Das Ende halte ich gar für etwas gelungener, weil zynischer, als im Buch.
Das alles ändert jedoch nur wenig daran, dass ich auf diesen Film genausowenig explizit gewartet habe wie auf "Das Schweigen der Lämmer" oder daran, dass mein Favorit in Sachen Harris Verfilmung weiterhin "Blutmond" bleibt.
15 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten
duffy 2011/09/28 15:50:50
Antwort löschenGeht mir auch so, was Blutmond angeht.
chs88 2011/09/28 17:48:46
Antwort löschenIch hab Blutmond immer noch nicht gesehen, ich glaub den bestell ich jetzt mal schnell.
doctorgonzo 2011/09/28 18:00:02
Antwort löschenLohnt sich, wie ich finde. Die reifste und subtilste Verfilmung.
duffy 2011/09/28 18:01:11
Antwort löschenUnd verglichen mit der Neuauflage mit dem besseren Ende.
doctorgonzo 2011/09/28 18:02:50
Antwort löschenDas sowieso.
chs88 2011/09/28 18:04:25
Antwort löschenKann es sein, das der auch unter dem Titel Manhunter erschienen ist?
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doctorgonzo 2011/09/28 18:06:21
Antwort löschenjap.
chs88 2011/09/28 18:07:18
Antwort löschenGut, dann hab ich den Richtigen bestellt. :)
ewigkeit 2011/09/10 16:05:26
Kommentar löschenWie so oft, gilt auch in diesem Fall - hier aber besonders und dick unterstrichen: Das Buch ist um Welten besser - vor allem, wenn man das Ende berücksichtigt.
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lieber_tee 2011/09/10 16:26:25
Antwort löschenDas Buch ist noch mehr als der Film eine Katastrophe.
morlock 2011/09/06 12:27:05
Kommentar löschenNach den teilweise vernichtenden Kritiken war ich überrascht, dass der Film doch gar nicht ganz so schlecht ist.
Es gibt ein paar bizarre und extremst brutale Szenen, die man nicht so schnell vergisst.
Insgesamt reicht der Film natürlich in keinster Weise an Das Schweigen der Lämmer heran, aber Ridley Scott hat einen soliden, extrem brutalen Thriller geschaffen, den man sich durchaus mal anschauen kann(einen starken Magen vorrausgesetzt).
Hat zwar ein paar Längen und nicht den Anspruch des Originals, ist aber meiner Meinung nach die einzige, halbwegs gelungene und sehenswerte Fortsetzung bisher.
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Nicolas Schäfer 2011/08/20 01:46:31
Kommentar löschenDer Anfang des Films ist durchaus tragbar aber das Ende ist nur noch absitlich wiederlich und zieht sich unglaublich. Der Einzige der überzeugt ist der gute alte Anthonie. Dieser Fil versucht durch nicht durch Qualität sondern durch Quantität der Mordszenen zu überzeugen. Bis auf Hopkins Müll und das Matrix 2-3 der Vorgänger.
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Jack55555 2011/08/07 17:28:40
Kommentar löschenIch hätte mir eigentlich mehr erwartet.
Leider muss ich zugeben, dass mich der Film ziemlich gelangweilt hat.
Außerdem ist der Streifen arg vorhersehbar, was die Spannung dann ganz abtötet.
Einzig die Hirn-OP Szene fand ich gut. Ziemlich widerlich, aber gut...
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agynessa 2011/08/04 20:47:22
Kommentar löschenDen Film fand ich ganz gut, aber leider nicht unbedingt sehenswert, für Menschen denen schnell schlecht wird, da schon einige hart an der Grenze zu sehende Szenen mit dabei waren.
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gunner123 2011/06/27 17:58:26
Kommentar löschenBesser als Teil 1!!!
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seven 2011/07/31 14:31:01
Antwort löschenWohl kaum.
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geheimer333 2011/08/10 02:48:59
Antwort löschen^^
Nicolas Schäfer 2011/08/20 01:48:51
Antwort löschenEine Frage: Biste Betrunken oder Breit?
Magnolia 2011/06/18 17:42:24
Kommentar löschenkommt nicht an "das schweigen der lämmer" ran, aber anthony hopinks spielt die rolle wieder echt klasse und auch julianne moore war gut. man hätte definitiv eine schlechtere nachfolgerin für jodie foster besetzen können.
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michebavaria1986 2011/06/17 10:10:52
Kommentar löschenDer Vorgänger „Das Schweigen der Lämmer“ gilt gemeinhin (und das auch zu Recht) als einer der besten Psycho-Thriller aller Zeiten. Davon zeugen allein die Auszeichnungen des Films mit den 5 wichtigsten Oscars. Da der Film so erfolgreich war, war klar dass irgendwann eine Fortsetzung folgen müsste. Diese lies (vor allem wegen der Schreibfaulheit des Vorlagen-Autors Thomas Harris) mit gut 10 Jahren dann eh ungewöhnlich lange auf sich warten.
Dass ein Nachfolger es bei der Kritik schwer haben würde, war aufgrund der Voraussetzungen eigentlich klar. Die Vorzeichen waren mit der Absage von „Lämmer“-Regisseur Jonathan Demme und Starling-Darstellerin Jodie Foster auch schon mal alles andere als gut. Zum Teil wurde oder wird der Film aber dermaßen verrissen, wie es ihm meiner Meinung nach nicht zusteht.
Der Film funktioniert ganz anders als „Das Schweigen der Lämmer“. Und natürlich erreicht er dessen herausragende Qualität auch in keiner Weise. Das Psycho-Duell Starling/Lecter (das „Das Schweigen der Lämmer“ vor allem so faszinierend machte) findet hier nicht statt. Der Fokus liegt noch viel stärker auf Lecter als beim Vorgänger. Und Anthony Hopkins ist in dieser Rolle einfach brillant, so macht es auch bei „Hannibal“ ein Vergnügen, ihm zuzusehen. Diese kultivierte, charmante Person, aus der dann plötzlich eiskalt ein psychopathischer, kannibalischer Killer ausbricht, ist einfach eine faszinierende Leinwandgestalt.
Am besten funktioniert der Film in den Szenen, welche in Florenz spielen. Die grandiose Kulisse dieser Stadt, zusammen mit hervorragender Musikuntermalung schaffen eine sensationelle Atmosphäre. Auch die Handlungsabläufe um das frühere Lecter-Opfer Mason Verger (gespielt von einem nicht zu erkennenden Gary Oldman), welcher Rache für seine Verstümmelung nehmen will, sind meiner Meinung nach recht gut geraten. Ein wenig fällt der Film nach der Rückkehr Lecters in die USA ab. Auch der Schluss (abgeändert zum wirklich unmöglichen des Buches „Hannibal“) ist nicht ganz überzeugend.
Zu den Darstellern kann man nur gutes sagen. Hopkins als Lecter ist bereits ausreichend beschrieben. Aber auch die weiteren Darsteller (u.a. Ray Liotta) machen ihre Sache sehr gut. Eine Umbesetzung von Rollen bei Fortsetzungen sind ja immer so eine Sache. Und am liebsten hätte man natürlich Jodie Foster wieder in ihrer Oscar-Rolle gesehen. Aber wenn es schon eine andere sein musste, war Julianne Moore keine schlechte Wahl.
Abschließend: Natürlich kein „Das Schweigen der Lämmer“, aber besser als sein Ruf.
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Laura Eissenberger 2011/05/29 20:52:35
Kommentar löschenOch. Wie gemein: Der coolste Psychopath meiner Jugend für ein paar Dollar entzaubert.
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Strikerth 2011/06/09 18:23:44
Antwort löschenOhja Ohja... wahre Worte
Nicolas Schäfer 2011/08/20 01:52:26
Antwort löschenEin unwürdiger abgang für Hopkins als Leckter Hannibal Rising machts zwar nich wieder gut aber da hab ich keine würckkrämpfe.
FrankB2B 2011/05/23 21:52:23
Kommentar löschenTjaja....selbst ein begnadeter Regisseur wie "Ridley Scott" durchschritt während seiner langen Schafenszeit das berüchtigte Tal der Einfallslosigkeit & des abgrundtiefen Ekels.
Das bewieß er allen Kinobesuchern dieses Planeten als er in den Jahren 2000 & 2001 Filme wie "Gladiator" und auch diesen unterirdisch grotesken Bullshit namens "Hannibal" auf die Menschheit losließ.
Der große "Anthony Hopkins" vermag es zu keinem Zeitpunkt seine Darstellung des Dr.Lecter an das Niveau zu führen welches er in "Das Schweigen der Lämmer" geradezu perfekt zu verkörpern verstand.
Was "Julian Moore" angeht..............naja lassen wir das,ihre Rolle ist ohnehin vollkommen belanglos.
Fehlt nur noch diese unbeschreiblich peinliche Narbenbacke Mason Verger welche von "Gary Oldman" dargestellt wird ?
Das was er hier abliefert ist sowas von furchtbar das es einem nicht mal Spaß bereitet sich darüber lustig zu machen.
Von diesem Film kann ich mit Fug & Recht behaupten das bei mir bereits nach wenigen Minuten Kopfschmerzsymptome eingesetzt haben während ich ihn vor Jahren angesehen habe.
Das war auch bisher der einzige Film wo ich im Kino nach der Vorstellung mein Geld zurückverlangte.
Fazit :Es gibt immer wieder ganz bestimmte Filme deren Entstehung hätte verhindert werden müssen,die nichts interessantes anzubieten haben,vollkommen unnütz sind und dessen Existenz sich bei noch so genauer Betrachtung einfach nicht erklären läßt......hier haben wie so einen.
"HANNIBAL" kann man schlicht & ergreifend vergessen !!!
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standec 2011/12/15 01:29:21
Antwort löschenHast du es denn auch zurückbekommen, das Geld an der Kasse?
FrankB2B 2011/12/21 09:34:14
Antwort löschenLeider nicht aber es gab wenigstens eine kostenlose Cola : ) ......wahrscheinlich weil wir so laut rumgemault haben.
KokoBanana 2011/05/07 12:15:54
Kommentar löschenIrgendwie sieht schon der Trailer ziemlich mau aus. Ich muss zustimmen, dass Hannibal Lecter weit weniger Reiz ausübt, wenn er außerhalb seines Gefängnisses umher tingelt. Es wäre weitaus besser gewesen, den Zuschauer selbst überlegen zu lassen, was der verrückte Menschenfresser so treibt. Außerdem hält mich schon die Umbesetzung der weiblichen Hauptrolle davon ab den Film wirklich gucken zu wollen. Julianne Moore ist ja ganz okay, aber irgendwie hat sie für mich nicht das, was Jodie Foster vermittelt hat.
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Bandrix 2011/05/05 18:39:58
Kommentar löschenUm es gleich zu sagen: "Hannibal" kommt nie wirklich an seinen Vorgänger "Das Schweigen der Lämmer" heran.
Wieso?
Zum einen fehlt einfach Jodie Foster. Auch wenn Julianne Moore eine fantastische Schauspielerin ist, will man nicht so wirklich mit ihr mitziehen.
Zum zweiten wäre es die Freiheit, in der sich Hannibal Lecter nun befindet. Machte in "Das Schweigen der Lämmer" noch der Umstand, dass Lecter durch die Käfigtüren hinaus alles manipulieren konnte, einen großen Anteil an Atmosphäre aus, fällt das hier nun weg. Stattdessen lebt er frei und sorgenlos.
Nichtsdestotrotz ist Anthony Hopkins mal wieder furchterregend. Im einen Moment ist er noch normal und freundlich, nur um im nächsten Moment sein Gesicht zu einer Fratze zu verwandeln und dem Biest in ihm Vortritt zu lassen. In diesen Momenten ist er, vom Angstfaktor her, gleichzusetzen mit Jack Nicholsons "Here is Johnnieeeeee!". Unglaublich angsteinflößend.
Die Storyentwicklung in Florenz passt zwar zu Lecters Charakter, nicht aber zum Rest des Filmes. Das ergibt am Ende kein rundes Ganzes, sondern wirkt eher wie zwei komplett verschiedene Filme.
Allerdings schafft Ridley Scott es dennoch hier und da Spannung zu erzeugen. Anthony Hopkins sei Dank.
Auch die eine oder andere makabre Szene hat ihren Weg hierher gefunden, so beispielsweise die ziemlich deftige Dinnerszene.
Alles in allem also trotz der Längen ein sehenswertes Erlebnis, dass man auch ruhig öfter anschauen kann. Ungekürzt zudem ziemlich unappetitlich.
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filmschauer 2011/05/05 19:19:37
Antwort löschenDie besagte Szene am Ende fand ich auch sehr eindringlich und bleibt für mich unabhängig vom Rest des Films unvergessen.
*frenzy_punk<3 2011/05/05 22:59:45
Antwort löschen@Bandrix: Schöner Kommentar. Die Sache mit Foster und Moore habe ich auch so empfunden. Der gleiche Charakter, aber eine andere Darstellerin, das funktioniert nie!
@filmschauer: Die Szene fällt mir immer gleich ins Gedächtnis wenn ich den Namen "Hannibal" höre und gleich danach, das mit den Schweinen :§
LokisSon 2011/05/06 14:31:07
Antwort löschenDu bist zu gnädig ;-)
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Bandrix 2011/05/10 21:51:37
Antwort löschen@filmschauer: Ja, auch wenn jemand den Film an sich nicht mag. Diese Szene bleibt im Gedächtnis.
@frenzy: Danke. :) Und ja, das ist doch sehr irritierend.
@LokisSon: Oller Nörgler. ;)
*frenzy_punk<3 2011/05/10 23:09:16
Antwort löschenMeine ich doch ;)
mctomate 2011/05/05 12:02:23
Kommentar löschenIch muss ganz ehrlich sagen dass ich von diesem Thriller nicht grad beeindruckt bin, aber an manchen Stellen hab ich mir gedacht: Das ist doch lustig! Aber ein Thiller darf nicht so lustig sein sonst ist es kommedy! :-)
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J-Ross 2011/04/28 21:28:31
Kommentar löschenMein liebster Hannibal Lecter Film! Vielleicht, weil es mein erster Lecter Film war, aber dennoch würde ich sagen, dass "Hannibal" eine Meisterleistung Ridley Scotts ist. Selten war ich so extrem gebannt von einem Film. Das erste Mal, Hannibal Lecter zu erleben war einfach schockierend, faszinierend und überwältigend. Eine Oper des Grauens! Anthony Hopkins in der Rolle seines Lebens mit einem kalten, fesselnden und unvergesslichen Blick, der einem oft das Blut in den Adern gefieren lässt. Hopkins macht seine Sache mehr als großartig. Julianne Moore war eher durchschnittlich. Keine Leistung wie von Foster in "Das Schweigen der Lämmer", aber zeigt die nötigen Emotionen gegenüber Lecter. Gary Oldman als Mason Verger war unheimlich interessant. War gar nicht zu erkennen, aber hat durch Stimme seiner Rolle starke Glaubwürdigkeit verliehen unter dem Make-Up und ihr einen tollen Charakter gegeben. Entstellt, hilflos, von Rache zerfressen und eine klitzekleinen Prise Wahnsinn. Ein intelligenter Gegenspieler Lecters, der Lecter um jeden Preis leiden sehen will.
Ein weiteres Schauspieljuwel ist Giancarlo Giannini als Rinaldo Pazzi. Fantastisher Schaupieler, der es total drauf hat! Mit ihm verbleiben mir die spannendsten Szenen. Wenn er und Lecter aufeinander treffen, ist Spannung vorprogrammiert. Er weiß über Lecter bescheid. Er und der Zuschauer sind somit in der selben Zwickmühle. Beide Parteien wissen, wer der Gegenspieler ist. Und der Zuschauer weiß, Lecter kann jeder Zeit umspringen. Vom intelligenten, höflichen Museumskurator zum eiskalten Mörder. Ridley Scott erzeugt höllisch knisternde und unsägliche Spannung den ganzen Film über, die besonders durch Hans Zimmers Score super erzeugt wird. Charakterzeichnung wird hier sehr groß geschrieben. Allesamt interessante Figuren.
Jeder Charakter kocht sein eigenes Süppchen und verfolgt eigene Ziele: Rache (Verger), Geld (Pazzi), Arbeit und Ehrgeiz (Starling), Drang nach Freiheit und Action, bzw. perfide Psychospielchen (Lecter). Jeder steht mal kurz vorm Ziel, doch das Ziel erreichen tut nicht jeder...
Das Ende ist äußerst gelungen. Finde ich persönlich besser, als das im Roman. Gefallen mir aber beide. Die Szene im Flugzeug mit dem kleinen Jungen war eine super und hannibaltypische Idee. Wow! Da dreht sich einem echt der Magen um. (Zweideutig).
"Hannibal" ist ein an den Nerven zerrender Psycho-Thriller, voller genialer Charaktere (Wer Lecter hiermit kennenlernt wird total geflasht sein), mit höchst spannenden Momenten, und unvergesslichen Bildern. Ridley Scott hat Hannibal Glanz verliehen.
Jonathan Demme, Ridley Scott, Brett Ratner, ich preise euch alle für eure Hannibal Lecter Verfilmungen. Und Anthony Hopkins ganz besonders für seine Darstellung als einer der furchteinflössendsten Killer überhaupt.
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kinogaengerin 2011/03/24 23:13:42
Kommentar löschenManche Filme sollte man eben nicht noch einmal schauen, denn 'Hannibal' hatte ich deutlich besser in Erinnerung. Natürlich hat Anthony Hopkins mehr Freiraum um sich zu entfalten, aber Jodie Foster mit Julianne Moore zu ersetzen versalzt einem das Katz-und-Maus Spiel dann doch gehörig. Sie wirkt zwar sehr bemüht, ist aber zugleich streckenweise einfach unerträglich und dann auch noch dieses Kleid zum Schluss... Aber zurück zum Film: Das hin und her zwischen Opfer, Hannibal in Florenz und einer vor Sehnsucht zergehenden Clarice nervt mit der Zeit. Und als sie dann endlich zueinander finden, könnte man beinahe laut loslachen, denn es erscheint einem doch etwas lächerlich, wenn die liebe Clarice in den Schweinestall stürzt. Zum Glück wurde hier ein anderes Ende als im Buch gewählt, sonst würde die Bewertung doch deutlich unter dem Durchschnitt liegen: "Tata, Hannibal."
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Bandrix 2011/03/25 13:50:34
Antwort löschenWas gab es denn an dem Kleid auszusetzen? ;)
PS: Die Bücher sind, verglichen mit den Filmen, wirklich um einiges schlechter. Habe "Roter Drache" gelesen und mich gequält. Danach habe ich es noch mit "Das Schweigen der Lämmer" versucht und nach der Hälfte aufgegeben...
kinogaengerin 2011/03/25 20:39:01
Antwort löschenNa sagen wir mal so: Das Kleid ist toll, aber an ihr sieht es eben nicht so besonders aus. ;) Mit der Meinung zu den Büchern bist du nicht alleine, denn die habe ich schon öfters gehört. Mittlerweile will ich die auch gar nicht mehr lesen...
george.taylor 2011/03/14 18:03:32
Kommentar löschenAuch wenn ich allein da stehe, aber für mich der beste der Reihe! Wahrscheinlich weil mir Jodie Foster etwas auf den Keks geht. Und Hopkins hat hier mehr Screentime. Toller Film!!!
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kahaujiko 2011/03/11 23:32:18
Kommentar löschennicht so gut wie das schweigen der lämmer oder der rote drache. aber man sieht antony hopkins alias dr hannibal lecter endlich mal richtig in action, was mir die handlung als psychopathen-fan versüßte...
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