Happy Burnout - Kritik

Happy Burnout

DE · 2017 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 6 · Komödie · Kinostart
Du
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    EchoOnline 04.05.2017, 12:45 Geändert 04.05.2017, 12:46

    War [Das Leben ist nichts für Feiglinge] noch ein Beispiel für eigensinnige, intelligente und originelle Kino-Unterhaltung, passt sich Happy Burnout fast schon nahtlos in die austauschbaren 08/15-Konzepte ein, die die meisten deutschen Komödien so öde erscheinen lassen. [Dirk Henninger]

    • 1

      Es klingt erstmal interessant: Wotan Wilke Möhring leidet unter Burnout und geht in eine Rehaklinik, Anke Engelke spielt die Therapeutin.
      Leider fühlt sich im Film aber alles falsch an.
      Die Drehbuchschreiber haben keine Ahnung, wie es in Rehakliniken, auf Arbeitsämtern oder in Gruppentherapien zugeht. Hatten wohl keine Lust, gründlich zu recherchieren.
      Schlecht, schlecht, schlecht. Enttäuschend.
      Warum gibt irgendjemand so einem schelchten Drehbuch Geld, um daraus einen Film zu machen???
      Man hätte soo viel aus dem Stoff und den Schauspielern machen können...

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      • 5
        Framolf 29.04.2017, 00:49 Geändert 29.04.2017, 00:50

        Durch und durch mittelmäßige Komödie mit einem gut aufgelegten Wotan Wilke Möhring, die leider nur an der Oberfläche kratzt. Immerhin etwas besser als so manch andere Ausgeburt der deutschen Filmförderung, aber gewohnt risikoarm. Wenigstens spielen die üblichen Garanten für schlechte Unterhaltung nicht mit...

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        • 6

          Erkaus mit leichter Hand inszenierte Komödie offenbart zwischen Skurrilität und schrägem Witz manche Wahrheit um Lebensangst und Daseinsflucht – und appelliert, ohne allzu tief zu loten, sehr sympathisch an mehr Verständnis, vor allem an mehr Mit- und Selbstwertgefühl. [Horst Peter Koll]

          • 6

            Insgesamt ergibt sich somit ein netter, sympathischer Film, der sich aber nicht wirklich traut die konventionellen Pfade der deutschen Kino-Komödie zu verlassen oder zumindest mal eine etwas gewagtere Abzweigung zu nehmen. [Volker Robrahn]

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              Die übersichtliche Versuchsanordnung geht mit der Power eines gemäßigten Abendprogramms im Öftechtlichen TV ans Werk. [Günter H. Jekubzik]

              • 5

                Die zunächst locker-turbulente Satire, die auf politische Korrektheiten pfeift, wird am Ende zur familienfreundlichen Wohlfühlkomödie weichgespült. Kein deutsches Einer flog übers Kuckucksnest, sondern die Schwarzwaldklinik für Punks. [Krischan Koch]

                • 5

                  Happy Burnout entpuppt sich nach beschwingtem Beginn aber als ziemlich oberflächliche Gag-Parade mit wenig gelungenen Anleihen an Einer flog über das Kuckucksnest. [Andreas Fischer]

                  • 5

                    Letzte Woche gesneakt. Harz-4 fliegt von Hamburg ins Kuckucksnest. Nicht gerade mitreißend, aber wenigstens bleiben uns größere Peinlichkeiten erspart, was auch die Freigabe ab 6 Jahren erklärt.

                    • 2

                      [...] Happy Burnout [bleibt] ohne Courage, ohne Dringlichkeit und vor allem ohne einen echten Plan. Der gesamte Film wirkt von seiner Tonalität total zerfasert [...]

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                      • 5

                        Schade, schade, schade! Mehr kann ich dazu gar nicht sagen.
                        Als ich vergangene Woche das erste Mal in einer Sneak-Preview war hatte ich mich eigentlich sehr gefreut, hatte mich gefragt, was da wohl auf mich warten würde.

                        Als dann der Titel "Happy Burnout" erschien war ich gespannt, da ich von dem Streifen bisher nur den Trailer kannte und somit ohne jegliche Erwartung an den Film herantreten konnte.
                        Die Grundidee, einen komplett entspannten dafür aber beruflich eben auch nicht eingespannten Protagonisten auf eine Gruppe überarbeiteter Charaktere treffen zu lassen, ist per se wie ich finde keine schlechte.
                        Der Film beleuchtet dann im Laufe der Spielzeit die Hintergründe einzelner Fälle, lässt ideologische Standpunkte kollidieren, jedoch ohne jemals einen Ansatz zu finden.
                        Weder wird die immer schneller werdende Gesellschaft kritisiert, noch wird der Fall "Burnout" facettenreich betrachtet.
                        Am Ende bleibt nur ein Protagonist, der in der Lage wäre, etwas zu schaffen, es jedoch aus Faulheit nicht einsieht und damit auch noch durchkommt.
                        Die Entwicklung, die er durchmacht wird für mich leider gar nicht deutlich, am Ende ist er immer noch derselbe Typ nur mit einer sich nicht aufbauenden Romanze und einer Art Eigenbestimmung. Der Weg dorthin wird leider nicht beleuchtet.
                        Stattdessen versucht "Happy Burnout" möglichst lustig zu sein, bleibt dabei meiner Auffassung nach jedoch zu brav, wodurch er nie wirklich bissig wird, wodurch er nur in den wenigsten Fällen so richtig lustig wird, wie ich finde.
                        Inhaltlich fasst man die Charaktere mit Samthandschuhen an und schafft nur einzelne melodramatische Schicksale aufgetischt.

                        Happy Burnout ist einfach zu konsumieren, er eckt nicht an, er kritisiert nicht, er tut nicht weh.
                        Und genau das ist meiner Meinung nach gleichzeitig das Hauptproblem und auch der Grund, warum er nicht eine niedrigere Wertung von mir erhält.
                        Auf der einen Seite hat man zwar nicht den Eindruck, in einen Diskurs zu gelangen oder prächtig unterhalten zu werden, auf der anderen Seite wird der Film auch nie geschmacklos oder unangenehm.

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                        • 4

                          Um weiterhin Hartz IV beziehen zu können, lässt ein »Sozialschmarotzer« seinen angeblichen Burn-out in einer Klinik therapieren. Unentschlossen zwischen Komödie und Drama pendelnde »Kuckucksnest«-Variation. [Frank Schnelle]

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                            Melcon 22.04.2017, 11:26 Geändert 22.04.2017, 13:57

                            Da sollte mir eigentlich schon wieder das Kotzen kommen, aber irgendwie lohnt sich selbst das nicht mehr. Deutsches Assi Kino beschäftigt sich mit zwei Dingen, die geradezu ein Spiegelbild der Gleichgültigkeit in unserer Gesellschaft sind. Armut und Entkräftung verpackt in den Begriffen wie Hartzer und Burn-out. Klar, anstatt diese Themen mal richtig anzugehen bekommt das dumme deutsche Schaf mal wieder einer dieser unsäglich platten Komödien geliefert. Wenn ich in diesem Land irgendwas mit Film, Tv, Musik oder sonstige Medien zu tun hätte, ich würde mich in Grund und Boden schämen daran teilzuhaben. Gerade deswegen bin ich wohl auch nicht dabei.

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                            • 3

                              Gesehenen in der Sneak. Deutsche Filme sind und bleiben schlecht!

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                              • 6 .5

                                Der Ansatz, den Leistungsdruck der modernen Gesellschaft und das damit verbundene Phänomen Burnout in einem leichten Unterhaltungsfilm zu behandeln, ist nicht unbedingt schlecht. [...] Einige lustige Szenen und der gut aufgelegte Wotan Wilke Möhring, [...], lassen die erzählerische Fadheit verschmerzen. [Christian Horn]

                                • 2

                                  Deutsche Komödien tun sich äußerst schwer. Woran liegt es? Man hat eine Idee. Geht damit einige Zeit schwanger und entschließt sich dann, daraus ein Drehbuch für einen Film zu machen. So geschehen wohl auch mit diesem Stoff.
                                  Er nennt sich Fussel (Wotan Wilke Möhring), ein Name übriggeblieben aus seiner Schulzeit. Doch seit dieser Zeit hat er einige Stationen in seinem Leben durchlebt. Alt-Punker, Systemverweigerer, Frauenheld und Lebenskünstler.
                                  Der Arbeit und auch sonst irgendwelche Nutzbringende Tätigkeit gekonnt aus dem Wege gegangen. Aus Überzeugung. Er ist bei seiner Arbeitsagentur der älteste und längste Harzer.
                                  Dank seinem Charme hat er die Sachbearbeiterin Frau Linde (Victoria Trauttmansdorff) bisher gekonnt um den Finger gewickelt und mit Erfolg jede Arbeitssuche vermieden.
                                  Doch eines Tages wird es ernst. Eine Revision im Arbeitsamt lässt beide aktiv werden. Ein Arbeitsunfähigkeitsattest bescheinigt ihm – BURNOUT! Folge, sofortige Einweisung in eine Klinik und Beginn einer stationären Therapie.
                                  Plötzlich findet sich der Chaot, zwischen echten Ausgebrannten und anderen Gestrandeten, wieder. Doch Fussel mit seiner unorthodoxen Art, fängt an den Klinikalltag gehörig aufzumischen und bringt frischen Wind in die Klinik.
                                  Auch die Psychologin Alexandra (Anke Engelke) kann sich dem nicht entziehen. Auch die übrigen Insassen leben spürbar auf. Doch je länger Fussel`s Aufenthalt dauert, desto mehr denkt er auch über sein Leben nach. Wird die Therapie ein Erfolg?
                                  Eine Geschichte nahe am täglichen Leben, vom Ansatz gut gemeint, aber in Wirklichkeit einfach schlecht umgesetzt. Der Regisseur Andre Erkau kann sich nicht entscheiden. Komödie oder Drama?
                                  Aus diesem Stoff hätte man mehr machen können, was der Beginn des Films auch zeigt. Leider zerfließt er später in Banalitäten.
                                  103 Minuten – leider in den Sand gesetzt.