Hass

La Haine (1995), FR Laufzeit 96 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 26.10.1995

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7.2
Kritiker
26 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.9
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6114 Bewertungen
107 Kommentare
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von Mathieu Kassovitz, mit Vincent Cassel und Saïd Taghmaoui

Mit dem Drama Hass – La Haine zeigt Mathieu Kassovitz das Leben dreier Kleinganoven in den Pariser Vororten und machte Vincent Cassel zum Star.

Paris 1995. Der Hass wächst im Problembezirk Cité des Muguets. Abdel, ein junger Araber, wurde nach den Krawallen der letzten Nacht von der Polizei festgenommen und liegt jetzt schwer verletzt im Krankenhaus. Er schwebt in Lebensgefahr. In den folgenden 24 Stunden greift der Hass auch auf das Leben dreier Jugendliche über: Saïd (Saïd Taghmaoui), auch Araber, Vincent (Vincent Cassel), ein Jude und Hubert (Hubert Koundé), ein schwarzer Amateur-Boxer. Die drei jungen Männer wachen am Morgen nach den Krawallen in ihrem zerstörten Viertel auf. Überreste der Randale und Polizisten sind noch allgegenwärtig. Sie haben keinen Job, keinen Schulabschluss, keine Zukunft, aber der Hass gegen das System, das sie vergessen hat und sogar ihre Hoffnungen raubt, wird größer und größer. Die Dienstwaffe eines Polizisten, die während der Krawalle verloren ging, könnte für Selbstjustiz verwendet werden, falls Adbel an seinen Verletzungen sterben sollte…

Hintergrund & Infos zu Hass – La Haine
Hass (La Haine) ist der zweite Langfilm des Regisseurs Mathieu Kassovitz, der ebenfalls als Schauspieler bekannt ist, z.B. in der Rolle des Freundes von Amelie Audrey Tautou im Film Die fabelhafte Welt der Amélie. In Hass spielt Kassovitz eine kleine Rolle als Skinhead. Der Film könnte als ein Porträt der französischen (und sogar europäischen) Vororte der 90´er betrachtet werden, in denen Arbeitslosigkeit, Masseneinwanderung, Rassismus und mangelnde soziale Maßnahmen zusammenwirkten. Hass, in schwarzweiß gedreht, hat eine sehr originale und starke Kameraarbeit und lancierte später zum Kultfilm. Der Soundtrack von Hass bietet eine Auswahl der französischen Rap-Szene. Der bekannte DJ Cut Killer legt in einer Szene von Hass einen Remix von Edith Piafs weltberühmten Chanson „Non, je ne regrette rien“ auf. Der Spielfilm gewann 1996 den Preis für die Beste Regie beim Film Festival in Cannes. Bei der César Verleihung gewann Hass folgende Preise: Bester Schnitt, Beste Produktion und Bester Film. (LRA)

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Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Hass

SoulReaver: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

Mathieu Kassovitz führt uns mit „La Haine“ direkt in ein Problemviertel von Paris. Hier sehen sich Jugendliche als hilflose Bestandteile der Hoffnungslosigkeit, sie sind Gefangene ihrer Generation, ihrer Zeit, sie schüren Hass gegen die wohlhabenden Gesellschaftsschichten, gegen das gesamte System, die Wut gegen alles und jeden kocht immer deutlicher auf und die Perspektivlosigkeit dieser Menschen ist unausweichlich. Als Kinder von Einwanderern werden sie, wie auch ihre Eltern, dank der wirtschaftlichen Umstrukturierung zu belanglosen Randläufern. Manche versuchen die Augen vor den Tatsachen zu verschließen, in Wahrheit gibt es keinen Ausweg für diese Individuen. Im Mittelpunkt stehen Vince, Saïd und Hubert. Ein Araber, ein Jude und ein Schwarzer. Die Welt in der sie leben ist farblos, trist und ohne jeden bedeutenden Sinn. Jedem linearen Verlauf zum Trotz, begleiten wir die drei Jugendlichen durch ihren Alltag, alles ist möglich, die Gewalt ist immer gegenwärtig und wartet auf den bebenden Ausbruch. „La Haine“ glänzt mit unverfälschter Authentizität und inszenatorischer Präzision, mit Ehrlichkeit und ohne die mildernde Vermessenheit, hier Antworten oder Lösungsvorschläge auf etwas geben zu wollen, worauf es einfach keine Antwort gibt. Kassovitz dokumentiert und analysiert, anstatt zu manipulieren und zu verfälschen.

20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

FumerTue

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Doofe, spitzfindige Frage: Gibt es auch "nicht-französische" Problemviertel in Paris? :P


SoulReaver

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@JackoXL Ich höre es aber immer noch sehr gern. :D
@FumerTue Doofe, spitzfindige Antwort: Nö.


Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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4.5Uninteressant

Durch den Verlauf der Geschichte scheinbar legitimiertes Mitt-90er-Sozialarbeiter- und Zeigefingerkino -

Mathieu Kassovitz´Erkenntnis, dass es eine unsichtbare aber doch allgegenwärtige Gewaltspirale - ausgelöst durch die Eskalation eines über die Stränge schlagenden Polizeiapparates - gibt, die die Jugendlichen zuerst tyrannisiert und im weiteren Verlauf militarisiert, ist in seinen Grundzügen sicherlich nicht abzustreiten. Es ist einzig der psychologische Unterbau, der bröckelt: Unter dem Deckmantel der Prämisse "Es könnte jeder sein" wählt Kassovitz ein exemplarisches Trio aus der grauen Masse aus, vergisst dabei aber den - für solch ein Drama immanent wichtigen - Zugang zu den Figuren: Vom Geschehen unbeteiligt sieht der Zuschauer, wie sich die Monotonie und der allgemeine Weltschmerz innerhalb weniger Stunden (!) in die titelgebende Emotion des Hasses kanalisiert.
Dieser Verlauf ist so nachvollziehbar wie er platt ist, und erinnert an das von Uli Edel Jahre…

Kritik im Original 7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 7 Antworten

FumerTue

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Eine der dämlichsten Filmkritiken, die ich je gelesen habe. Klar, kann man über Geschmack streiten, aber die Unterstellungen, die dem Film hier gemacht werden, sind schlichtweg falsch.


Holden82

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Also Klischeebeladen fand ich den jetzt gar nicht bzw. kaum. Gerade und in besonderem die drei Hauptcharaktere hätte man aber überaus dumpfer und platter darstellen können als geschehen. Gerade wenn man sich die Berichterstattung über die Vororte nimmt wäre es wohl ein leichtes gewesen "Omas die Handtasche raubende, Kioske überfallene, auf jeden zufällig drauf einprügelnde Dumpfbacken" zu porträtieren, was man nicht tat und das tat dem Film wie ich finde sehr gut. Die Jungs sind jetzt natürlich keine Chorknaben aber zum Glück auch keine überzeichneten "Mega Gangstaz".



Kommentare (105) — Film: Hass


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dilan.or.5

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Bewertung5.0Geht so

Ich sehe ein, dass der Film sich mit einem wichtigen Thema auseinandersetzt, alles gut gemacht ist und trotzdem springt der Funke nicht über, bei mir. Vielleicht langweilen mich solche Stereotypen-Filme auch einfach nur noch ( ich weiß, Klischees gibt es, weil sie einen wahren Kern haben).
Trotzdem.... vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich ihn seiner Zeit auf Französisch sah und ich die Situation in Frankreich gar nicht einschätzen kann.

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Dr. Train Spotting

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich bin vielleicht kein Ghettokind, aber bestimmt haben die meisten
Mensch ne Zeit in ihrem Leben gehabt, wo es Leute mit Knarren und Drogen um sie herum gab, die eine wichtige bzw prägende Rolle gespielt haben, die auf irgendeine Weise Anziehung auf einen ausüben. Menschen, die das Leben anders in die Hand nehmen als die Eltern oder Freunde der Eltern. Eine neue Welt tut sich bei dir auf wo Dinge wie Loyalität und Ehre überlebenswichtig sind, wo du dir Respect erkämpfen musst um akzeptiert bzw toleriert zu werden.
Ich für meinen Teil konnte dieser Welt mehr oder weniger einfach entfliehen auf Grund meines mehr oder weniger gut situierten Backgrounds.
Was La Haine nun beschreibt ist das Leben von drei jungen individueen, die dieser Welt nicht entfliehen können. Die nicht verstehen können wie die Welt von Schwanzlutschern regiert werden kann, die nichts vom Leben gesehen haben, die nie irgendwas beweisen mussten, die nie Härte ihres Lebens erfahren haben, die eine Jugend ohne ständige Schlägereien, Obdachlosigkeit oder Drogenabhängigkeit duchleben mussten.
Was ich so beindruckend an La Haine finde ist einfach eine Authenzität, die ich zu hundert Prozent abkauf.
Für mich einer der besten Filme die es gibt.

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Benchmark

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

..."Dies ist die Geschichte einer Gesellschaft die fällt...."... weise Schlußworte. Wie wohl die Landung sein wird? Wir dürfen gespannt sein...

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Lorion42

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Bewertung7.5Sehenswert

Kein einfacher Film, der vor allem gegen Ende einige Längen hat. Die wirklich interessante Geschichte, die präzise Bildsprache und authentische Bildsprache gleichen dieses Manko aber größtenteils wieder aus. "Die Welt gehört uns" ist hier immer wieder auf Plakaten zu lesen. Die wahre Bedeutung dieser Worte wird uns hier so klar, wie nur selten. Das System führt uns zu Hass, Barmherzigkeit oder Genügsamkeit, doch wir sind die Akteure. Wir müssen landen, damit die Welt nicht zerbricht.

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JackFrost1312

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Bewertung9.0Herausragend

der Vince macht irgendwie voll auf mace =)))))

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autogen

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Drei Wörter die den 'Film prägen: Baise La Police

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pinkmanHIGH

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Krass gezeigter Alltag einer Gruppe von Menschen mit Geldproblemen und innerlicher Wut auf alles und jeden. Perfekt gespielt und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 10/10

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Wumz

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"La Haine" ist das Portrait einer hoffnungslosen Generation und wenn jegliche Hoffnung im Keim erstickt wird, dann tritt der Hass an diese Stelle. Ein Hass über eine nahezu ausweglose Lebenssituation, ein Hass darüber nie eine Chance gehabt zu haben, ein Hass, der für mich voll und ganz nachvollziehbar ist. Ein Leben am Rande der Gesellschaft, zusammengepfercht in großen grauen Betonklötzen, wo die Sonne niemals scheint und jede Blume vertrocknet. Das dort nur schwer etwas Positives entstehen kann, ist nicht verwunderlich. "La Haine" spiegelt genau das wieder, was mich so aufregt, was auch mich wütend macht, obwohl ich nie dort leben musste. Wenn also das nächste Mal ein Mercedes brennt werde ich applaudieren, auch wenn es nicht bedeutet, dass der Schuldige für diese ganze Scheiße jetzt sein Fett weg bekommt, sondern weil dann die gehört werden, die keine Stimme haben.

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Hooded Justice

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Stehe mit dem noch so im Zwiespalt, aber irgendwann ... irgendwann, da werde ich ihm noch eine Chance geben. Deine Ansicht ist auf jeden Fall anständig und fair. ;)


Wumz

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Hätte ich jetzt nicht erwartet, ich weiß nämlich noch wie ich mich dazu genötigt fühlte unter deinem Kommentar zu dem Film Partei für die Jungs zu ergreifen. Finde ich natürlich gut, dass du dich irgendwann nochmal mit dem Film auseinander setzten willst. =)


KonTaicho

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Bewertung0.0Hassfilm

"La Haine"

"Oh mein Gott, er hat ihm Null Punkte gegeben, er hat offensichtlich keinerlei Ahnung von der Materie Film..."

Grundsätzlich ist es sehr schwer, für mich nahezu unmöglich, einen Film zu genießen, sich mit ihm verbunden zu fühlen oder ihn schlichtweg zu mögen, wenn man gegen die Charaktere der Geschichte, vor allem die Protagonisten, eine tiefe Abneigung empfindet.
Es gibt solche Filme, jeder kennt sie, für jeden sind es andere, in denen man mit den Dargestellten einfach nicht warm wird, einfach nicht klarkommt, sich nicht mit ihnen identifizieren kann..die einem schlichtweg auf die Nerven gehen, aber man weiß nicht, warum.
So ein Film ist "La Haine" nicht. Denn er bietet massenhaft Gründe dafür, die eine Abneigung gegen diese Art von Charakteren mehr als rechtfertigen.
Ein Viertel voller zukunftsloser, perspektivloser Taugenichtse ( ja, das klingt jetzt nach einem 80 Jährigen rüstigen Rentner ), die den ganzen lieben langen Tag nichts besseres zu tun haben, als Streit zu suchen, zu pöbeln, schikanieren, sich gegenseitig fertig zu machen, zu kiffen und herumzuprollen.
Drei Produkte dieses Viertels begleitet der Zuschauer über die Spieldauer auf ihrem Weg voller "Hass", Aggression und Gewalt. Dabei skandieren sie ihre weltfremde, holhe Ideologie, die derer der Nazis in nichts nachsteht.
Nur zu oft musste ich an die hirnlosen Facebookposts idiotischer, schwanzloser Prügelrabauken denken, die sich die geistlose, mich immer wieder an "Heil Hitler" erinnernde ( Oh Gott, er hat es ausgesprochen ) Abkürzung A.C.A.B zu eigen gemacht haben.
Kurzum, man, bzw. ich, hasst tatsächlich die Protagonisten. Man hasst ihren "Charakter", man hasst ihr hirnloses Gelaber, man hasst einfach alles an ihnen.

Dies ist für mich tatsächlich ein Phänomen. Und auch ein Punkt, bei dem ich dem Regisseur größten Respekt zolle. Er bietet dem Zuschauer die Möglichkeit, "Hass" am eigenen Leib zu erleben.

Aber das ist schlichtweg schmerzhaft, auf eine unangenehme Weise, und obwohl "La Haine" in seiner Aufmachung und Wirkung weit über meiner Bewertung liegt, war es schlichtweg eine Tortur, ihn bis zu Ende zu schauen, da er eine schiere Flut an ekelerregenden Gefühlen über einen herreinbrechen lässt. Insofern hat "Hass" mir seinem Namen alle Ehre gemacht.

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John.Matrix

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auf den Punkt :)


dilan.or.5

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ich find das mal einen gutbegründeten 0 Punkte Kommentar :) ging mir ähnlich, aber vielleicht fühl ich mich durch solche Filme auch einfach beleidigt und denke mir immer so: Warum muss man immer so gnadenlos überzeichnen ? Obwohl ich die Situation in FR nicht einschätzen kann, geht mir aber bei den deutschen "Ghetto-Filmen auf den Nerv. Ich bin ja auch "normal".xD


Holden82

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Bewertung7.0Sehenswert

Französischer Film, diese Thematik, in schwarz - weiß gehalten und dann stand auch noch "Arthouse" drauf.

Da hab ich einen mehr oder weniger (eher mehr) tiefgründigen Film erwartet und diesbezüglich wurden meine Erwartungen etwas enttäuscht. Der Film kam mir irgendwie sehr amerikanisch vor. Der Film hat mich auf jeden Fall gut unterhalten, keine Frage, nur der erwartete "Tiefgang" hat mir etwas gefehlt (der kam dann noch so die letzten 20 Minuten auf).

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Zydra

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Bewertung9.0Herausragend

Tolle Charaktere, sehr schöne Bilder, gutes Tempo. Und das Beste: Kein Schwarz Weiß Geseier, sondern Mittendrin mit allen Facetten. Knaller.

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r3sortiane

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Bewertung7.0Sehenswert

"Hass" erscheint mir wie eine Mischung aus Spielfilm-Drama und Dokumentation. Vieles in diesem Werk weicht von meiner Laienerwartung eines klassischen Unterhaltungsfilms ab. Es gibt zwar eine Handlung, aber es handelt sich eigentlich mehr um ein dominantes Hintergrundwissen. Der Rest dessen, was passiert, folgt immer wieder nur spontanen Eingebungen und keinem gradlinigen Verlauf. Der Film stellt die Geschehnisse so dar, wie sie die drei Hauptdarsteller auch erleben: Unheimlich hektisch, unheimlich zerfahren, unheimlich anstrengend, stressig und temporeich. Alles was passiert, geschieht aus einer schwelenden Mischung aus latenter Anspannung und Aggression. Ständig ist eine Eskalation vorprogrammiert. Jede noch so unbedeutende Situation taugt potenziell dazu, dieses brodelnde Fass aus gefährlicher Emotion überlaufen zu lassen. Die so entstehende Authentizität dieses Gesellschaftsportraits ist meiner Meinung nach der große Trumph des Films. Daneben brilliert Vincent Cassell einmal mehr. Obwohl er auf mich anfangs ein wenig alt für seine Rolle wirkte, taucht er doch nahtlos in diese Figur und schafft es scheinbar problemlos, mit ihr zu verschmelzen. Eine wirklich eindrückliche schauspielerische Leistung.
Was mir nicht so gut gefallen hat ist die Kehrseite der Medaille. Aufgrund der beschriebenen Darstellungsform verfolgt "Hass" nicht gerade eine direkte Spannungskurve und zieht sich in seiner Handlung doch an einigen Stellen ganz schön in die Länge. Es ist nicht immer leicht, dem fahrigen, impulsiven und überstürzten Leben der Protagonisten zu folgen. Vieles scheint trivial, übertrieben, sinnlos oder einfach nur dumm. Das Ende dieses Films hingegen, ist alles andere als trivial. Es lohnt sich, dran zu bleiben.

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blue1

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

"Dies ist die Geschichte von einem Mann, der aus dem 50. Stock von einem Hochhaus fällt. Und während er fällt, wiederholt er, um sich zu beruhigen, immer wieder: 'Bis hierher lief's noch ganz gut, bis hierher lief's noch ganz gut, bis hierher lief's noch ganz gut...'. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung!"
La Hain ist wohl das schönste Stück Sozial- und Gesellschaftskritik der letzten 20 Jahre.
Überzeugende Schauspielleistungen, allen voran Cassel. Sein autogenes Training vor dem Spiegel wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Kameraarbeit und Soundtrack sind ebenfalls überdurchschnittlich, die Charaktere überzeugen auf voller Linie.

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DonChris

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Schaut man sich "La Haine" an, wird einem schon in den ersten Minuten klar, dass das kein normaler Film, sondern ein besonderer ist.
Allein die Tatsache, das Mathieu Kassovitz in seinem Werk gänzlich auf Farbe verzichtet und seinen Film auf schwarz/weiß reduziert, muss eine Entscheidung sein, die beim Betrachter etwas bestimmtes bewirken soll. Vermutlich wollte er damit die Perspektivlosigkeit und das trostlose Leben in der französischen Bronx symbolisieren. Auf jeden Fall macht allein dies, den Film zu einem Erlebnis.
Die drei Hauptdarsteller, welche durch Vincent Cassel, Saïd Taghmaoui und Hubert Koundé erstklassig verkörpert werden, stehen mit ihren Charakteren vermutlich repräsentativ für alle Jugendlichen aus diesem Viertel und könnten dabei nicht unterschiedlicher in Hautfarbe und Charakter sein.
Mich persönlich überzeugt vor allem die Art und Weise mit der die drei Protagonisten agieren. Wie sie reden und handeln wirkt zu Weilen recht leger und lustig, teilweise aber auch knackig und wütend und dann wieder so, dass es einen zum nachdenken anregt. Die Kunst, den Film dabei nicht zu einem Klischeefeuerwerk zu machen, was bei solchen Themen und Charakteren ja sehr schnell geht, meistert Kassovitz dabei mit Bravour. Daneben ist der Film durchsetzt von genialen Perspektiven und einem ebenso genialen, wie abwechlungsreichen Schnitt, dazu auch noch ein starker Soundtrack, der einfach nur exzellent zu den Bildern passt - Einfach wunderbar!

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Headless Inc.

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

!!!SPOILER!!!

Gesehen habe ich innerhalb von eineinhalb Stunden die letzten eineinhalb Tage im Leben von Vince. Erlebt habe ich seine Weltanschauung und schließlich seine Einsicht. Erlebt habe ich seine Einteilung in schwarz und weiß, gesehen habe ich einen Film in Schwarz-Weiß. Gesehen habe ich seinen unbändigen Hass auf ein System, das er zu Grunde richten will. Erlebt habe ich einen Menschen, der durch sein Verhalten nichts verbessert, sondern verschlimmert und so sich selbst zu Grabe trägt.
Sein Tag, der sich aus Kühen, Dialogen und Stress schieben zusammensetzt, wirkt phasenweise langatmig, nichtssagend und leer, aber genau das kommt bei mir als Beschreibung seines Viertels an und bringt mir die Figuren näher.
Sein Ende bahnt sich durchgehend an und auch wenn es plötzlich und zufällig daherkommt, scheint es doch unvermeidbar.
Alles in allem gefiel mir "Hass" durchaus sehr gut. Das Zusammenspiel des Films aus Form und Inhalt besticht zu Höchstreferenz, aber ich lehne mich mal nicht allzu weit aus dem Fenster und einer soliden 8,0. Warum? Das Ganze hat mich nicht völlig überzeugt, der Funke sprang nicht über oder wie man das sonst so sagt - mehr kann ich als Begründung nicht anführen... Trotzdem erkenne ich die Leistungen der Darsteller, der Kameraverantwortlichen und des Regisseurs an!
Firma Kopflos

!!!SPOILER!!!

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Tadajon

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Bewertung7.0Sehenswert

Tolle Kameraarbeit.

Mit der Thematik des Films, kann ich nicht wirklich viel anfangen, aber das keine prügelnden Väter und rumhurende Mütter und Schwestern in den Fokus gerückt wurden, war wohltuend positiv. Nüchtern und kühl kommt der Film daher, mit authentisch wirkenden Figuren, die nicht auf alles einprügeln, was ihren Weg kreuzt. Zeigt, dass die Problematik eher durch mangelnde Bildung, Ausgrenzung und der Unfähigkeit sich anzupassen besteht. Ausserhalb ihres Ghettos sind die drei hilflose Fremdkörper. Fehlende Perspektive mag ein großes Problem sein, wird aber hier nicht groß in den Vordergrund geschoben. Auch Hass konnte ich nicht wirklich erkennen, eher Wut...

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Bubbles

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"La Haine" ist die schiere Wucht, ein filmischer Schlag in die Magengrube.
Sollte wirklich jeder mal gesehen haben.

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ezemeze

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Bewertung10.0Herausragend

Meilenstein. Zudem war der Soundtrack mein rite de passage in den französischen Rap. Hab es nie bereut. " Je rap avec mon coeur et ma bouche fait sortir les mots" - Busta Flex (= Ich rappe mit meinem Herzen und mein Mund lässt die Wörter heraus)

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T-Rex

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

genialer film, mit einem super cast, sehr realistisch

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TexasTomBoe

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ich denk mir lieder zu oft.... und heute wieder... besser morgen schreiben als nie!

http://www.youtube.com/watch?v=js2_hBDi2LI

http://www.youtube.com/watch?NR=1&feature=endscreen&v=okQJPUTQMqA

na schau ma mal....

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