Hass - Kritik

FR 1995
Laufzeit 96 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 26.10.1995

Kritiken (1) — Film: Hass

Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...

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4.5Uninteressant

Durch den Verlauf der Geschichte scheinbar legitimiertes Mitt-90er-Sozialarbeiter- und Zeigefingerkino -

Mathieu Kassovitz´Erkenntnis, dass es eine unsichtbare aber doch allgegenwärtige Gewaltspirale - ausgelöst durch die Eskalation eines über die Stränge schlagenden Polizeiapparates - gibt, die die Jugendlichen zuerst tyrannisiert und im weiteren Verlauf militarisiert, ist in seinen Grundzügen sicherlich nicht abzustreiten. Es ist einzig der psychologische Unterbau, der bröckelt: Unter dem Deckmantel der Prämisse "Es könnte jeder sein" wählt Kassovitz ein exemplarisches Trio aus der grauen Masse aus, vergisst dabei aber den - für solch ein Drama immanent wichtigen - Zugang zu den Figuren: Vom Geschehen unbeteiligt sieht der Zuschauer, wie sich die Monotonie und der allgemeine Weltschmerz innerhalb weniger Stunden (!) in die titelgebende Emotion des Hasses kanalisiert.
Dieser Verlauf ist so nachvollziehbar wie er platt ist, und erinnert an das von Uli…

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

tapedogg

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klischeebeladen? was passiert gerade in England?! genau das was der Film beschreibt!


FumerTue

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Eine der dämlichsten Filmkritiken, die ich je gelesen habe. Klar, kann man über Geschmack streiten, aber die Unterstellungen, die dem Film hier gemacht werden, sind schlichtweg falsch.



Kommentare (84) — Film: Hass

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MikeC.

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Bewertung9.0Herausragend

Ein toller Film mit sehr passender Besetzung und ganz eigenem Flair. Sollte man unbedingt gesehen haben.

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vicvega

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

grandioses Stück Sozialkritik, welches immer noch nicht an Aktualität verliert!
tolle Charaktere, tolle Musik und die düstere schwarz-weiß Atmosphäre fesselte mich umso mehr. Alles stimmt--> Glatte 10!

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DonMunich

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein zeitkritischer Film der die Probleme der Jugendlichen aufzeigt. Der Staat kümmert sich nicht um sie, sie werden künstlich dumm gehalten und genau so verhalten sie sich. Sie schlittern von einer Dummheit in die andere. Waffen sind "cool", aber sie sind sich nicht bewusst was Waffen im Endeffekt alles mit einem Menschen anstellen.

Der Film zieht sich stellenweise an manchen Stellen und ich hätte mir ein wenig mehr Dramatik gewünscht. Im Großen und Ganzen ist es ein guter Film mit guten jungen Schauspielern.

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Tom Blues

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Bewertung9.0Herausragend

So realistisch, dass man nach 10 Minuten glaubt einen Dokumentarfilm zu sehen. Das erschreckende ist, dass sich an den Lebensumstaenden der franzoesischen Unterschicht Jugend in den letzten 16 Jahren scheinbar nichts geaendert hat.

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FumerTue

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Endlich bin ich mal wieder krank. Den ganzen Tag nur im Bett liegen, nichts zu tun haben, mal keinem Zeitstress bei der wenigen verbleibenden Freizeit, ausgesetzt sein. Mal wieder in aller Ruhe Filme anschauen und im Bett liegen. Schon ewig war ich nicht mehr krank zu Hause, zuletzt war ich im Januar wegen meinem Blinddarm im Krankenhaus, davor auch schon ewig nicht mehr. Im Krankenhaus war ich dann auf das Fernsehprogramm angewiesen. So durfte ich zum Beispiel in irgendeiner schlechten Komödie so einem Ostküsten-Mädel dabei zuschauen, wie sie im Gewinnspiel ein Treffen mit ihrem Lieblings-Hollywood-Schönling gewinnt und der sich dann in sie verliebt und so... Naja, ich weiß nicht mehr wie der Film hieß, aber im Anschluss lief im ZDF Bruce Willis in Hostage. Was man sich nicht alles merkt.
Auf jeden Fall war ich jetzt mal wieder krank, und gestern hab ich mir schon "Sieben Jahre in Tibet" und "Amores Perros", den besseren Magnolia (wobei Magnolia ja auch nicht schlecht ist!), angeschaut, also einen mittelmäßigen Film mit Brad Pitt und gutem Soundtrack und einen nahezu perfekten Film, wo nicht nur der Soundtrack gut ist.
Heute waren Serien dran und "La Haine". Für den O-Ton sah ich mich noch nicht gewappnet, da ich mit französischem Vorstadt-Slang durchaus nicht sehr vertraut bin.
"Hass" ist wirklich erschütternd! So perfekt inszeniert und auch das Drehbuch und die Handlung, das stimmt einfach alles.
"Dies ist die Geschichte einer Gesellschaft, die fällt. Und während sie fällt, sagt sie immer wieder, um sich zu beruhigen: Bis hierher lief's noch ganz gut. Bis hierher lief's noch ganz gut. Bis hierher lief's noch ganz gut. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung."
Das Leben im Banlieue von Paris ist nicht schön, vor allem nicht als Immigrant. Der Jude Vinz, der Schwarze Hubert und der Araber Saïd ziehen jeden Tag durch die Straßen ihres Viertels, wissen nicht, was sie tun sollen. Langeweile. Banlieue.
Dann wird ihr Freund Abdel bei einer Routinekontrolle von einem Polizisten angeschossen, liegt im Koma. Krawalle infolgedessen. Ein Polizist verliert seinen Revolver. Vinz findet ihn. Jetzt ziehen sie mit der Kanone durchs Banlieue und durch Paris und die Lage eskaliert immer mehr, die Polizeigewalt, aber auch die Aggression, der Hass der Jungs, besonders der Hass Vinz'. Irgendetwas wollen sie alle ändern, jeder auf seine Weise. Das zeigt uns Mathieu Kassovitz mit eindrucksvollen Bildern, einwandfreien Schauspielern und grandiosen Kamerafahrten. Gleichzeitig punktet der Film mit ganz normalen alltäglichen Dialogen unter Jugendlichen, das macht ihn so authentisch. Ganz normaler Smalltalk und so. Stellenweise auch recht lustig! ;) http://www.youtube.com/watch?v=v90F_A4j2SI
------SPOILER------
Am Ende des Filmes wieder ein Schuss. Hat wohl wieder ein Polizist geschossen? Geht der Fall immer weiter runter, im Teufelskreislauf? Wie lange soll das noch gehen? Bis hierher lief's noch ganz gut. Bis hierher....
-------/SPOILER-------
Auch gelungen ist es, weder die Polizei als die ganz Bösen darzustellen, noch die Banlieusards. So wird gezeigt, dass es einzelne Polizisten sind, die rassistisch denken und handeln, dass es einzelne Polizisten sind, die eben nicht ihrer eigentlichen Aufgabe, nämlich für RECHT und für Ordnung zu sorgen und die Menschen zu schützen, nachgehen, dass es einzelne Polizisten sind, wegen denen man gerne voreilig Parolen wie "ACAB" oder "Nique la Police" (Nein, "nique" ist kein liebes Wort ;) ) loslässt und gerne mal aufs Kollektiv der Polizei als rassistische Schlägertypen schimpft.
So wird gezeigt, dass es einzelne im Banlieue sind, die kriminell sind, wegen denen gerne auf alle Einwohner der Banlieues und auf alle "Ausländer" geschimpft.
Und genau diese Botschaft ist wichtig, denn sowohl in Frankreich, als auch in Deutschland haben wir noch heute Vorurteile, täglich hört man wen auf "die Türken" schimpfen, regt genau so auf, wie wenn man andere hört, die auf "die Bullen" schimpfen. Und beides ist falsch. Klar, es gibt ne Menge Scheißbullen und ne Menge Scheißtürken. Aber deshalb sind nicht ALLE Polizisten oder ALLE Immigranten scheiße und das gilt es endlich zu verstehen!
Diese Botschaft vermittelt Mathieu Kassovitz, der vielen aus Amélies fabelhafter Welt bekannt sein sollte, indem er zum einen "harmlose" Polizisten zeigt, die nur ihrer Pflicht nachgehen, die Strafzettel schreiben oder gar Leute beschützen, wie den Freund der Clique im Krankenhaus, zum anderen rassistische Scheißbullen.
Und auch die Vorstadtjungs drehen teilweise komplett durch, teilweise und meist sind sie ganz sympathische Jungs - die nur leider keine Perspektive haben.
"Ich muss abhauen, Maman. Ich muss einfach von hier abhauen", sagt Hubert zu seiner Mutter. "Aber klar... Und wenn du an 'nem Markt vorbeikommst, bringst du mir nen Salat mit!"
Aus dem Banlieue lässt es sich nicht so leicht entfliehen. Am Ende des Falles kommt immer die Landung, man kann wenn man fällt nicht mehr nach oben, dem Fall entfliehen. Du kommst aus dem Banlieue nicht raus. Heute kein Happy End. Nicht in diesem Film. Nicht hier.

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VisitorQ

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Bewertung5.5Geht so

Not my cup of tea. Sorry. Aber das Ende war schön.

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ElMagico

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Alles war schön...nicht nur das Ende :)


dustyOn3

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Sí, Magico.


BlueSquirrel

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Bewertung5.0Geht so

...habe ich lange erfolgreich vor mich hin geschoben. Das Genre ist eh uninteressant geworden, aber LA HAINE ist noch ganz in Ordnung. Immerhin besser als die us-amerikanischen Vorreiter, die so alles andere als nüchtern sind. Zum Film: Chanteloup-les-Vignes ist wohl eine miese Gegend usw.

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ogkush

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Das ist DER Film wenn es um das Leben Jugendlicher in Problembezirken geht. Kein Stück überzogen oder unglaubwürdig. Jeder der sich für das Thema interessiert sollte unbedingt reinschauen. Definitiv einer meiner Lieblingsfilme, würde 15 Punkte geben wenn es möglich wäre.

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ogkush

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oh und unbedingt im Original (mit Untertiteln) ansehen, die Synchro ist auch hier wiedermal ziemlich dürftig


Lu Ca

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ogkush geeeeaaaaah


HerrSpitt

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Bewertung10.0Herausragend

Mein absoluter Lieblingsfilm.
Auch wenn ich Leute hasse, die sagen "ööhh man muss sich HIMYM auf Englisch reinziehen, nur dann ist das cool", muss ich bei diesem Film wirklich zugeben, dass er auf Französisch tausendmal besser ist.
Doch auch auf Deutsch sind die Bilder eindrucksvoll, das SchwarzWeiß passt perfekt zum Film, viele tolle Sprüche und Szenen... Das Leben in den Banlieues kommt in keinem anderen Film so gut und glaubwürdig wieder, dieser Film hat Vincent Cassel zu meinem Lieblingsschauspieler gemacht... Und beim ganzen Drama des Films ist er dennoch witzig. Bester Film der Welt..

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SpiceWeasel

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... zieh dir mal HIMYM auf Englisch rein das is echt cooler! ;-)

sonst volle Zustimmung, vielleicht nicht der "beste" aber einer von "den besten"!


HerrSpitt

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ja, ich schaus mir sogar teilweise auf englisch an, hab mich jedoch so sehr an barneys deutsche stimme gewöhnt, die möcht ich einfach nicht missen, da sie wie die faust aufs auge passt.


based_god

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Bewertung9.0Herausragend

Ein Film, wie ne Faust ins Gesicht.

Ich würde mich nicht als Fan des französischen Films bezeichnen. Mir gefallen zwar viele Werke, ebenso viele würde ich jedoch niemals anschauen. "La Haine" gehört sicher nicht zu der Liste, denn der Titel ist hier Programm.

Man begleitet drei Jungs, unterschiedlicher könnten sie kaum sein durch einen Tag im Banlieue, welcher sich als schicksalshaft herausstellen wird. Nach Krawallen liegt ein Freund der besagten drei im Sterben und eine gefundene Dienstwaffe kommt da gerade gelegen um Rache zu üben. Zuerst jedoch führt das Schicksal die drei Jungs durch Paris und zeigt die Stadt von ihrer schmutzigen Seite.

Der Film, komplett in Schwarz/Weiss gedreht, ist ein Meisterstück des französischen Film und spielte einige Preise, darunter der Regiepreis in Cannes, ein.

Unbedingt ansehen!! O-Ton ist zu empfehlen...

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ash-williams

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Bewertung7.0Sehenswert

La Haine ist sozialkritisches Kino, dass vorallem durch die authentischen Jungdarsteller überzeugen kann und das Leben in den Banlieus zeigt. Der Film spielt an einem Tag nach Unruhen und zeigt ausschnitthaft die Handlungen von drei Jugendlichen, hier liegt gleichzeitig die stärke und schwäche des Films. Auf der einen Seite sieht man recht glaubwürdig, wie sich drei Jugendliche durchs Leben schlagen und von einer Aktion zur nächsten trotten, was den trostlosen und perspektivlosen Alltag der Jugendlichen sehr gut beschreibt. Gleichzeitig führt diese Planlosigkeit dazu, dass der Zuschauer sehr auf die Folter gespannt wird und einen roten Faden vermisst. Besonders zu loben ist das Ende des Films, was zwar irgendwie ersichtlich war, aber trotzdem konsequent den Film zuende denkt. Ein interessanter Film, der wenn wir nicht aufpassen jeder Zeit auch in Deutschland aktuell werden kann. Etwas zu obszön für meinen Geschmack, aber so redet die Jugend nun mal.

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horstkevin

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Film von '95 der heute mehr denn je passt. Da es sich hier um ein Sozialdrama handelt, muss man die Längen trotz eines kurzen Films wohl in Kauf nehmen. Der Spannungsbogen, wenn man ihn denn überhaupt so nennen will, dehnt sich extremst, aber es ist ja auch kein Thriller. Schauspielerisch überzeugen die drei Protagonisten vollkommen und man kauft ihnen sehr wohl ihr Leben in einem Problembezirk ab, wobei die Missstände durchaus mehr hätten beleuchtet werden können, wenn nicht so gar müssen. Dennoch ein gelungener Film der mit seiner Problematik vermutlich niemals altern wird.

"Wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung"

Danke.

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Digit

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Würde ich fast genau so unterschreiben!


Shorty06

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Bewertung10.0Herausragend

La Haine von Mathieu Kassovitz
Aus aktuellem Anlass nochmal gesehen. Und was soll man sagen? Passender denn je. Ein absolutes Meisterwerk. Kassovitz portraitiert die pariser Vorstadtjugend in den 90ern. Geplagt von Verbrechen, ignoriert von Politikern, belächelt vom städtischen Bildungsbürgertum und getriezt von der Staatsgewalt. Geleitet von blindem Hass.
Die Perspektivlosigkeit entlädt sich in mehreren Tagen andauernden Ausschreitungen als 1993 ein 16-jähriger bei einem Polizeiverhör, angekettet an einen Heizungskörper, mit einem Schuss in die Schläfe getötet wird. Reale Aufnahmen der Straßenkämpfe stimmen uns in den Film ein, der 24 Stunden im Leben dreier Jungendlicher zeigt.
Kassovitz begleitet die drei Freunde Said, Vinz und Hubert durch die Tristesse der Banlieu. Ziellos wirren sie am Tag nach den Unruhen umher. Sie wissen scheinbar nicht wohin, und nicht was sie tun sollen. Perfekt eingefangen in schwarz-weißen Bildern fühlen wir quasi mit unseren drei Protagonisten mit. Mal erzürnt und ungestüm wie Vinz, mal ruhig und nachdenklich wie Hubert, mal locker und mit loser Zunge wie Said. Doch es schwebt immer etwas bedrückendes mit. Etwas was nicht leicht in Worte zu fassen ist. Ein weiteres Unglück scheint sich anzubahnen. Denn "bis hierhin lief es noch ganz gut, bis hierhin lief es noch ganz gut, bis hierhin lief es noch ganz gut." Doch was zählt ist nicht der Fall, sondern die Landung.
Ganz eindeutig beeinflusst von Spike Lee's "Do the right thing" gelingt Kassovitz ein beeindruckendes, weil echtes Gesellschaftsportrait, das kritisiert und verstört. Dabei schwankt der Film in seinem sehr szenisch verlaufendem Ablauf mal heiter, mal lehrreich, mal äußerst metaphorisch. Die Szene in der Kunstgallerie hat mir in ihrem starken Kontrast zwischen Haute-Socialité und Straßen-Charisma einfach nur ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Ich habe mich an meinen Freundeskreis, welcher ebenfalls sehr differenziert ist, erinnert gefühlt.Machos mit großen Klappen inmitten gut situierter Bildungsbürger. Der Toiletten-Monolog des alten Mannes ist wohl eine der größten Szenen die das europäische Kino jemals hervorgebracht hat. So vielschichtig und in ihrer Gelassenheit so emotional. Da blieb selbst den drei Protagonisten die Sprache weg. "Warum hat er uns das erzählt?".
Es fällt sehr schwer mit den drei Jungs zu sympathisieren, sind sie doch einfach nicht zu bändigen. Sie wirken ignorant und scheren sich nicht um Regeln. Sie sind, vorallem Vinz, tickende Zeitbomben. Doch im Grunde fehlt es ihnen nur an einer klaren Richtung, einer leitenden Hand, an die sie sich wenden können.
Es wäre sehr naiv anzunehmen, dass es derartige Probleme nur in Pariser Vorstädten oder New Yorker Ghettos gäbe. London lehrt uns das. Und auch bei uns ist Integration ein längst vergessenes, oder verdrängtes, Hobby geworden. "Es war am Anfang cool, doch dann schwanden schnell die Glücksgefühle, denn neben hohle-Phrasen-dreschen kamen auch die Rütli-Schulen. Die Kids die störten, sie haben nicht ins Konzept gepasst. Wenn du 100 Gramm Integration versprichst, aber nur 15 Gramm
Integration vertickst, fühlen sie sich gelinkt und machen halt in Paris Vorstädte platt."
Großes Kino. "Baise la Police".

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Sigmund

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Feiner Text! Und wirklich: höchst aktuell.


Shorty06

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Ich danke.


Sie&Er

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Bewertung6.5Ganz gut

Ich will jetzt nicht sagen, dass der Film schlecht ist. Es hätte jedoch ruhig mehr passieren können, denn der Streifen zieht sich teilweise sehr in die Länge. Ich finde diesen Film sehr überbewertet, ich habe zumindest schon viel bessere Filme gesehen! Dennoch ist die schauspielerische Leistung von Vincent Cassel sehr gut. Was ich sehr krass fand, war das Ende...eine schockierende Szene, wie sie im Buche stehen! Nichtsdestotrotz lohnt es sich auf jeden Fall den Film einmal gesehen zu haben.

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DJHobocop

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Bewertung5.5Geht so

Habe schon vieles über diesen Film gehört und hab mich bemüht den Film zu mögen.
Hat aber nicht geklappt. Ich bin hin und hergerissen, denn eigentlich wird die Bewertung von 5,5 dem Wesen des Films nicht ganz gerecht, denn er ist - meiner Meinung nach - visuell sehr ansprechend und schön gemacht und auch die Handlung des Films ist im Kern und in der Grundidee ja ansprechend und interessant, aber die filmische Umsetzung des ganzen hat mir nicht gefallen.
Das richtige Wort für den Film ist eigentlich "anstrengend", denn die jeder "Dialog" besteht entweder da raus, dass eine Person durch die Gegend schreit, drei Personen wild durcheinander reden, oder drei Personen wild durcheinander reden und durch die Gegend schreien. Mag das ja vielleicht die Realität widerspiegeln, fand ich es anstrengend und im Endeffekt auch nervig.
Das - unter anderem - hat mir den Film dann doch verdorben, was eigentlich schade ist, denn, wie gesagt, hat mir der Film visuell und was den Plot angeht sehr gut gefallen, ebenso wie das grandiose Ende.

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FilmFuzzi

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film ist einfach nur Klasse.
Er hat alles was ein perfektes Dokudrama braucht:
1. Ansprechende Thematik

2. Unbekannte Darsteller (das kommt besser rüber als wenn so ein Weltstar wie Brad Pit dort rumhampelt =D )

3. Sinnvolle Dialoge

4. Harten Realismus

Der Film sprach mich gerade so an, nicht weil er auf Typisch Hollywood gemacht ist (mit Happyend und alle lieben sich und so weiter) sondern weil er so realistisch und untypisch ist das man sich als Zuschauer denkt, das man mitten im Geschehen steht.

Die Story ist einfach zu erklären ohne all zu viel zu verraten:
Es geht um drei gerade erst Volljährig gewordenen Ausländer in Paris.
Der Film gibt dem Zuschauer einen tiefen Einblick in das Leben dieser 3 Jungen Männer.
Ein Zusätzlicher Pluspunkt Für diesen Film ist das er in Schwarz Weiß gedreht worden ist.
Das war eine super Idee den Film in Schwarz Weiß zu drehen, weil das sagen soll das man sich nur auf die Personen konzentrieren soll und nicht auf den Hintergrund.
Dieser Film ist ein absolutes MUSS für Filmfans mit geschmack.
=) Ich freue mich auch über Kommentare =)

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hoffman587

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Ja, hat aber nichts damit zu tun, denn ein Dokudrama ist eine einfache Doku, mit Erzähler, der etwas mit Spielfilmszenen dokumentiert.


FilmFuzzi

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Wenn du meinst du Genie ^^


seniorem

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Film wie ein Faustschlag und heute aktueller den je, mit einem heftigen Ende nach dem man erst mal einige Minuten zum verdauen braucht. Grandios

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Bastian Köhler

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Grandioser zeitloser Film! Obwohl der Film schon fast 15 Jahre alt ist, ist er dennoch immer noch aktuelle und weist viele Parallelen zur aktuellen Situation in den Banlieues auf!
Der Film ist eher dokumentarisch zu sehen, da es keine wirkliche Story gibt und sich die ganzen 98 Minuten über einen Tag im Leben der Darsteller drehen! Besonders zu erwähnen währe noch, dass der Film in schwarz-weiß verfilmt wurde und so perfekt den Inhalt widerspiegelt.
Zurecht eines der besten Sozialdramen und einer der besten französischen Filme überhaupt!

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Magnolia

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

tolle besetzung, vor allem vincent cassel hat mir gefallen.

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Roxy Brown

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Bewertung10.0Herausragend

La Haine ist ein besonderer Film.
"I once had a friend called Grunwalski. We were sent to Siberia together. When you go to a Siberian work camp, you travel in a cattle car. You roll across icy steppes for days, without seeing a soul. You huddle to keep warm. But it’s hard to relieve yourself, to take a shit, you can’t do it on the train, and the only time the train stops is to take on water for the locomotive. But Grunwalski was shy, even when we bathed together, he got upset. I used to kid him about it. So, the train stops and everyone jumps out to shit on the tracks. I teased Grunwalski so much, that he went off on his own. The train starts moving, so everyone jumps on, but it waits for nobody. Grunwalski had a problem: he’d gone behind a bush, and was still shitting. So I see him come out from behind the bush, holding up his pants with his hands. He tries to catch up. I hold out my hand, but each time he reaches for it he lets go of his pants and they drop to his ankles. He pulls them up, starts running again, but they fall back down, when he reaches for me.
“Then what happened?”
Nothing. Grunwalksi… froze to death. Good day. "

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