Heavenly Creatures - Himmlische Kreaturen

Heavenly Creatures (1994), NZ/GB
Laufzeit 100 Minuten, FSK 16, Drama, Fantasyfilm, Kinostart 12.01.1995

7.7 Kritiker
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von Peter Jackson, mit Kate Winslet und Melanie Lynskey

In den 50er Jahren lernen sich die beiden Mädchen Pauline Parker und Juliet Hulme kennen. Sie entwickeln eine ungewöhnlich starke Freundschaft, und flüchten sich in eine selbstgeschaffene Fantasiewelt. Dabei entfremden sie sich soweit von der Realität, dass sie sogar vor Mordplänen nicht zurückschrecken.

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Kommentare (27) — Film: Heavenly Creatures - Himmlische Kreaturen

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J!GS4W

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Bewertung9.0Herausragend

Peter Jackson ist ein Meister seines Faches und zwar nicht erst seit der Verfilmung der Bücher J.R.R. Tolkiens. Einer der wunderbaren Beweise ist "Heavenly Creatures", mit welchem der mollige Neuseeländer sicher jeden überrascht haben dürfte, der seine vorangegangenen Filme kennt. Vom Splatter verabschiedet, entführt uns Peter Jackson zurück in unsere Jugend. Teils abgedreht, aber unheimlich toll gespielt von Kate Winslet und Melanie Lynskey, dürfen wir die sinnliche Beziehung der beiden Mädchen erleben. Als Außenseiter ihrer Generation flüchten sich beide in eine traumhafte selbst erschaffene Welt und in ihre Liebe und Freundschaft zu einander. Der Fantasy-Abschnitt des Filmes nimmt hierbei aber nie überhand, sondern ist stiller Begleiter. Man kann sich in die Gefühlslage der beiden Protagonisten so einfach hineinversetzen, dass man sich an seine eigene Kindheit lebhaft erinnert fühlt. Dies ist sicher die größte Stärke des Filmes, da dieser von der ungleichen Beziehung lebt und dies, man kann es kaum in Worte fassen, unkonventionell und neu, aber trotzdem bekannt darstellt. Hier zeigt sich das Zauberhändchen von Peter Jackson, der sich stets viel Zeit für seine Figuren nimmt und es schafft sie zum Leben zu erwecken. Der wahre Kern dahinter macht den Film dann natürlich noch interessanter, da die Mischung aus Thriller, Coming of Age und Fantasy genauestens abgemischt zu sein scheint. Ich selbst habe schon kurz nach dem Ansehen das Gefühl den Film noch desöfteren anzusehen um noch mehr Kleinigkeiten zu entdecken. Denn neben Peter Jacksons Cameo als Obdachlosen oder Orson Welles als Geist, denke ich, dass ich sicher noch mehr zu entdecken habe.

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J!GS4W

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Frühstück, Zweites Frühstück, Mittagessen, Vier Uhr Tee, Abendessen, Nachtmahl ;) :D


J!GS4W

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Den 11 Uhr Imbiss habe ich natürlich noch vergessen :-O


Mr. Pink

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

So ganz wendet sich Peter Jackson nach seinen Splatter-Orgien zwar nicht von der Gewalt ab, ein solch poetisch romantisches Drama wie "Heavenly Creatures" hätte man dem Regisseur von "Braindead" aber vermutlich trotzdem nicht zugetraut. Denn im Gegensatz zu seinen vorherigen Filmen präsentiert sich dieser Streifen kein bisschen übertrieben, überzogen oder leicht amüsant verrückt, sondern ist sehr ruhig, bodenständig und behält sogar in den Fantasysequenzen noch einen ordentlichen Schuss Realismus.

Dennoch ist "Heavenly Creatures" kein durch und durch wohltuender Film. Der Streifen ist eingängig und vor allem sehr eindringlich und stellt für mich, gerade aufgrund seines Realismus und dem Horror, der besonders auf der psychischen Ebene wirkt, sogar Jacksons härtesten, unangenehmsten, unbequemsten und mit Abstand brutalsten Film dar, auch wenn die wirklich explizite Gewalt auf ein Minimum reduziert ist. "Heavenly Creatures" baut eine wunderschöne, helle, bezaubernde Atmosphäre auf, erzählt dann aber eine leidvolle, herzzerreißende Geschichte voller Melancholie und Trauer. Die beiden Mädchen, als Außenseiter verschrien, finden einander, schließen Freundschaft, finden Liebe und Trost, Glück und Zufriedenheit, wenn sie zusammen sind. Dann wird ihre himmlische Verbindung gnadenlos zerstört, von der Welt ausgeschlossen und von niemandem verstanden, werden sie auf brutale Weise auseinander gerissen, sodass sie, um zusammen sein zu können, am Ende bis ans Äußerste gehen.

Diese tragische Geschichte ist umso entsetzlicher, da sie auf einem realen Mordfall basiert und die Tatsache, dass beinahe am genauen Ort des Verbrechens gefilmt wurde, macht den Film umso gruseliger und erschreckender. Zeitgleich übt das Werk dadurch aber auch eine unglaubliche Faszination aus und zeigt außerdem, dass Peter Jackson ein sehr gründlicher Regisseur ist, der sich, egal was er tut, immer umfassend und sorgfältig mit seiner Arbeit beschäftigt.

Dass der Mann ein Meister seines Fachs ist, zeigt sich auch in der generellen Gestaltung des Films. Makellos, leicht und locker wechseln sich düstere, dramatische Stellen mit den beschwingten Fantasiewelten der beiden Mädchen ab, während nebenbei bis zum packenden Ende hin kontinuierlich nervenaufreibende Spannung aufgebaut wird, und es zwischendurch ab und zu sogar humorvolle Einschübe zu bewundern gibt. Aus all diesen unterschiedlichen Komponenten macht Peter Jackson ein homogenes Ganzes, und schafft es mühelos, sie zu einer stimmigen Einheit verschmelzen zu lassen.

Meine beiden Lieblingsschauspielerinnen machen ihren Job hervorragend, auch wenn Kate Winslets Performance an manchen Stellen ein wenig geschwollen, etwas sehr theatralisch wirkt, was aber wie ich finde letzten Endes kein besonders großes Problem darstellt, da diese Art doch ausgezeichnet zu ihrer Rolle passt. Melanie Lynskey spielt in ihrem Debüt sogar gleich eine ihrer besten, weil schwierigsten und komplexesten Rollen.

"Heavenly Creatures" ist ein wunderschönes Märchen, das aber zugleich extrem traurig, sehr nachdenklich und überaus grauenvoll daherkommt. Paradiesisch und überwältigend, schmerzhaft, bitter und verstörend. Sehr schwere Kost, aber dennoch äußerst sehenswert, die Geschichte zwischen unbeschwertem Frohsinn und tiefgreifendem seelischem Schmerz berührt, geht nah und ist außerordentlich fesselnd, weshalb der Streifen für mich zweifellos ein echtes Meisterwerk und vielleicht sogar PJs bester Film ist.

"'Tis indeed a miracle, one must feel, that two such heavenly creatures are real. Hatred burning bright in the brown eyes with enemies for fuel, icy scorn glitters in the grey eyes, contemptuous and cruel. Why are men such fools, they will not realize the wisdom that is hidden behind those strange eyes, and these wonderful people are you and I."

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hoffman587

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Mir sagt der was. Leider auch nicht gesehen, sollte ich dann auch auch mal tun, denn auf jeden Fall überzeugender Kommentar. :)


Mr. Pink

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Vielen Dank! Und nur zu, du wirst es nicht bereuen! :)


kronenhummer

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

„Heavenly Creatures“ ist kein leichter Film. Ein Film über die Macht der Freundschaft und der Liebe und dessen, was eine solche enge Beziehung erreichen – aber auch erzeugen – kann. Ein Film, der diese Macht mit seiner vollen Wucht präsentiert.

Während Kate Winslet diesen Film über weite Strecken dominiert und so den Grundstein ihrer Hollywood-Karriere legt, ist Melanie Lynskey mal wieder die Frau für die etwas eigenwilligen Charaktere. Die Freundschaft zweier Mädchen, die beide ganz eigen sind und nicht so recht in die Welt passen wollen, die sie umgibt.

Im ständigen Spagat zwischen der grausamen, traurigen oder auch hoffnungsvollen, aber doch veränderlichen und harten Realität und der selbst gespinnten, wundervollen Phantasie zeigt sich auch der schwierige Spagat zwischen Kindheit und Erwachsenwerden, bei dem dann die Rolle Lynskeys im Vordergrund steht.

Aber man dem Zuschauer wird auch immer deutlicher, dass all das nicht so bleiben wird und die kleinen Tragödien nicht die einzigen Tragödien ihres Lebens bleiben werden.
Peter Jackson lässt Realität und Phantasie im fortwährenden Kampf der beiden Mädchen um ihre Freundschaft immer mehr verschwimmen und zeigt so beeindruckende Bilder, die teilweise schön, aber doch hauptsächlich verdammt nachdenklich sind. Die letzten Minuten führen zu einem beinahe zwangsläufigen Ende, das in der Sache und der Darstellung unheimlich beeindruckt und so definitiv im Gedächtnis bleibt.

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JohnnyKee

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True, true!


custin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

SPOILER
Für mich die bewegendste Mordszene der Filmgeschichte. Mir zieht sich jetzt noch alles zusammen wenn ich an daran denke.

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sleepy_dinosaur

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich bin überwältigt von dem Schauspiel, dass sich mir hier dargeboten hat. HEAVENLY CREATURES ist ein Film, dessen Bilder sich ganz tief ins Gedächtnis des Betrachters setzen und die man so schnell nicht vergisst. Die schauspielerischen Leistungen von Lynskey und Winslet sind überragend. Ihre intensive Freundschaft - im Film - übermitteln sie dem Zuschauer auf eine ganz bestimmte Weise. Eine Freundschaft, die so stark ist, dass die beiden "himmlischen Kreaturen" ihre eigene Fantasie verbildlichen können. Dabei entstehen wunderbare Leinwandbilder, die man zuvor wohl kaum so gesehen hat. Das Ende ist allerdings schockierend inszeniert und wird mich heute Abend auch nicht mehr loslassen. Entstanden ist ein Meisterwerk, dass Elemente aus Horror & Fantasy mit einer wunderbaren Idylle vereint. Großartig!

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spanky

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Bewertung7.5Sehenswert

Dem zauberhaft schrägen Gören-Duo Winslet & Lynskey ist die atmosphärische Dichte dieses Films am meisten zu verdanken. Peter Jacksons spinnerte Art, die Parallelwelt der beiden einzufangen, erinnert mich leider nur störend und ermüdend an sein "Bad Taste". Am Ende überwiegt aber das Gefühl, einen spannenden Blick in eine Episode Freundschaft gesehen zu haben, Mädchenbande im Stile von "Hanni & Nanni", nur mit Sex und Gewalt.

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der cineast

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Das überwiegende Gefühl bei dir, kam bei mir nicht.^^


Kadaverkomplex

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Beweis für Peter Jacksons Regisseurkünste auch abseits der "Herr der Ringe"-Trilogie.
Wunderbare Charaktere gespielt von absolut überzeugenden Jungschauspielern - dabei besonders eindringlich Kate Winslet, die in so jungen Jahren solch eine, für mich, überraschend herausragende Leistung abliefert.
Eine mit schönen Dialogen bestückte, faszinierende und zugleich verstörende Story mit einem schockierenden Ende - raus aus der erfundenen Fantasiewelt, hart und brutal zurück in die bittere Realität. Unvergesslich.

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JohnnyKee

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

„We have decided how said it is for others that they cannot appreciate our genius“

Schreie zerreißen die Stille in einem Waldweg, zwei blutüberströmte Mädchen rennen den Weg entlang, die Kamera folgt ihnen, bis sie an einem Haus ankommen und eine überraschte Frau anschreien mit den Worten „She‘s terribly hurt, please help us“

So beginnt der Film Heavenly Creatures, das erste Meisterwerk von Peter Jackson.
Der Film spielt im Neuseeland der 50er Jahre.
Die eher schüchterne Einzelgängerin Pauline Parker freundet sich mit der neu in der Schule eingetroffenen Juliet Hulme an und die beiden sind sofort Feuer und Flamme.
Die beiden Mädchen mit ungeheurer Vorstellungskraft und Ideen gehen eine stärkere Bindung ein als deren Eltern recht ist.
Aus Angst und Sorge der Eltern sollen sie bald darauf getrennt werden.
Die Mädchen sind entsetzt und sehen die Schuldige des Vorhabens in Paulines Mutter.
Ein tiefer Hass entwickelt sich im Inneren der Beiden gegen Misses Parker...

Peter Jackson drehte den Film nach einem wahren Ereignis, dem Parker/Hulme Mord.
Die Hauptrollen besetzte er mit der damals noch unbekannten Kate Winslet als Juliet Hulme und Melanie Lynskey als Pauline Parker.
Die Darstellungen der beiden raubt dem Zuschauer den Atem.
Die Präsenz und das Gespür für die richtige Portion Dramatik der beiden ist grandios.
Das die beiden kaum mit Preisen überhäuft wurden ist für mich ein Rätsel.
Wenigstens wurde das grandiose Drehbuch von Jackson mit einer Oscarnominierung bedacht.
Die restliche Schauspielerriege, außer Sarah Peirse als Honora Parker, bleibt im Vergleich zu den zwei grandiosen Hauptdarstellerinnen blass.
Das ganze wird von der Musik von Mario Lanza (der im Film eine doch große Rolle spielt) perfekt untermalt.
Die Kostüme und Ausstattung sind Angesichts des relativ geringen Budgets sehr gut gelungen. Man denkt man lebt regelrecht im Neuseeland der 50er Jahre !
Peter Jackson hat es geschafft eine Film zu kreieren der von seinen zwei Darstellerinnen lebt, mit denen man mitfiebert und deren Verhalten Gesprächsstoff für viele Diskussionen bietet.
Den die Mädchen haben eine blühende Fantasie, träumen regelrecht von einer anderen Welt in der sie leben, Zuflucht finden vom Schrecklichen Alltag und die von den Ideen und Geschichten der Mädchen lebt und sich nährt.
Für die Meinung der anderen über deren Geschichten haben die beiden nur Spot übrig.
Da niemand sonst an sie glaubt entwickeln die beiden eine kräftige Zuneigung füreinander, eine richtige Liebe, die aber laut der echten Hulme eine Lüge sei.
Sie sollen nur Freunde gewesen sein. Wie auch immer.
Im Glauben der Mädchen das Mister Hulme an sie glaubt und mit deren Zuneigung einverstanden ist, nimmt das Unheil seinen Lauf.
Aber die Mädchen erkennen nicht wer der eigentliche Übeltäter war.
Der Vater von Juliet war der Auslöser der ganzen Tragödie, er war derjenige der die beiden trennen wollte, hetzte die Eltern von Pauline gegen die Freundschaft der Beiden auf. Und so kommen die Mädchen zu einem Entschluss.
Das aber der Entschluss der Mädchen so eiskalt und unbarmherzig ausfallen würde hätte niemand für möglich gehalten. Sie müssen Paulines Mutter aus dem Weg schaffen.
Das unausweichliche Ende ist rohe Gewalt, so wahr, so erschütternd, so ergreifend und man fragt sich die ganze Zeit „Warum?“.
Was muss in den zwei Mädchen nur vorgegangen sein das sie bloß zu so einem Entschluss gekommen sind. Wir werden es wohl nie so richtig erfahren.
Heavenly Creatures gehört zu der Sorte Film die einen ohne rettenden Anker und verzweifelt zurücklassen.
Und am Ende ist es dennoch so das das Mitleid nicht nur den Mädchen sondern auch der Mutter gebührt.

Heavenly Creatures ist ein Film mit dem man sich noch nachhaltig beschäftigt.
Die Bilder bleiben lange im Gedächtnis und wollen auch einfach nicht verschwinden.
Der Film hat mich schockiert, dennoch liebe ich ihn und schwelge manchmal für ein paar Minuten in Gedanken.
Nur um versuchen zu verstehen was solche zwei himmlische Kreaturen dazu gebracht hat ein solches Verbrechen zu begehen...

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der cineast

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Schön. :)


JohnnyKee

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Danke ^^


ChandlerC

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Bewertung4.5Uninteressant

Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber ich bin mit diesem Film einfach nicht warm geworden. An sich ist die Story zwar nachvollziehbar und auch die Beziehung der beiden Mädchen zueinander, in ihren besonderen Lebenssituationen. Ganz uninteressant ist es dabei auch nicht, wie weit sie immer wieder ihre Phantasien und Träume erschaffen.
Doch leider fand ich beide von der Darstellung nie sympathisch, auf Dauer sogar nur nervig. Überhaupt, wie es zwischen ihnen durch ging. Wenn sie dann mal wieder anfingen zu weinen oder zu brüllen, ne, irgendwann war es einfach zu viel. Auch mehrere Chancen die ich ihm gegeben habe (und bei denen ich ihn jedes mal ganz gesehen habe), haben mich nicht großartig weiter überzeugt.
Mag für andere interessant sein, aber ich muss ihn nicht nochmal sehen.

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eXonic

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine beste Freundin oder einen besten Freund zu haben, der/dem man alles erzählen kann und mit der/dem man über alles reden kann, ist schon etwas ganz besonderes. Ja, sogar imaginäre Phantasiewelten aufzubauen ist möglich, wenn man sich vom Umfeld einmal wieder unterdrückt vorkommt und seinen Mitmenschen nicht verstanden wird. Juliet und Pauline flüchten mit fortlaufender Spielzeit des Films immer mehr in ihr "Viertes Reich", denn das normale Leben wird immer schwieriger. Ihnen wird nachgesagt, lesbisch zu sein, Juliet soll bald wegziehen und das Verhältnis mit den Eltern spitzt sich zu.

Wie weit eine einfache Freundschaft zweier Mädchen, die eigentlich nicht so recht zusammenpassen, gehen kann, zeigt Heavenly Creatures eindrucksvoll, ist teilweise aber auch etwas übertrieben dargestellt. Manchmal ist das wilde herumgehüpfte, die vielen Umarmungen und Freudenschreien, wenn auch immer die beiden sich treffen, einfach zu viel des Guten. Vor allem Kate Winslet schrammt stellenweise haarscharf am Overacting vorbei.

Der Zuschauer wird durch den kompletten Film von einem seltsam unangenehmen Gefühl getragen. Durch die Szene ganz am Anfang, als die Freundinnen mit blutverschmierten Gesicht gezeigt werden, weiß man schon, dass am Ende etwas schreckliches passieren wird, was alles toppen wird, was man sich vorher nur erdenken kann. Zwischen den vielen idyllischen Bildern ist es erstmal unvorstellbar, was bald auf einen zukommen wird, doch mit fortlaufender Spielzeit wird dies immer ersichtlicher und man fängt an zu hoffen, dass das alles noch durch eine finale Wendung umgekehrt wird.

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kinogaengerin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Es ist wahrhaftig ein Wunder, dass es zwei solch himmlische Geschöpfe auf Erden gibt. Zwei Augenpaare, so verschieden, geheimnisvoll und unergründlich. Hass brennt in braunen Augen, heiß und lodernd. Eisiger Zorn glitzernd in den Grauen, unbarmherzig und verächtlich. Warum nur sind die Menschen solche Narren, dass sie nicht die Weisheit erkennen, die hinter diesen Augen verborgen ist?!" Für 'Der Herr der Ringe' hat Peter Jackson zwar die schöneren Landschaften in Neuseeland entdeckt, jedoch ist 'Heavenly Creatures' mindestens genauso bedrückend und eine eindeutig zu schwer verdauliche Kost für den Abend. Eine Freundschaft, die keine Grenzen kennt und ein Ende, dass sich ins Gedächtnis einbrennt sorgen für ein denkreiches Filmerlebnis, welches dennoch einige Längen mit sich bringt.

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mikkean

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Ein echt starkes Drama, das dem Verbrechen und seiner Vor-Geschichte wirklich Platz einräumt. Wäre mal wieder an der Zeit, diesen Film erneut zu sehen.


BibbelDiBubb

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@ kinogaengerin: Und das andere Mädchen ist 'Rose' aus 'Titanic' ;)


BibbelDiBubb

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Heavenly Creatures ist nicht einfach ein Film - es ist ein bunter, ein atemberaubender, ein erschreckender Bilderrausch, voller Poesie, voller Gefühl. Zuweilen glaubt man, sich in einem Traum zu befinden, und tatsächlich liegt man damit oft gar nicht so falsch, weil sich das ganze Leben der jungen Protagonistinnen bald schon nur noch auf eine von Knetfiguren und Mario Lanza bevölkerte Traumwelt konzentriert, eine Traumwelt, in der sie sich ernst genommen und verstanden fühlen, in der sie über ihr eigenes Leben gebieten können - was ihnen in der realen Welt nicht möglich ist. Niemand dringt mehr in diese Traumwelt und somit auch nicht mehr zu Juliette und Pauline vor, die für ihre Freundschaft buchstäblich über Leichen gehen.

Zwei Mädchen, ein Traum und ein entsetzliches Verbrechen. Die Kaltblütigkeit der beiden Freundinnen treibt einem so manches Mal eine Gänsehaut über den Rücken, und es ist beim besten Willen unmöglich, Sympathie für die beiden aufzubringen. Obwohl sie beide glauben, Herrinnen ihrer Schicksale zu sein, sind sie doch nur zwei Kinder, um die sich das Leben wie ein Karussel dreht, auf dem sie jedoch nie selber reiten können. Schneller und schneller kreist das Lebenskarussel um sie, bis die Konturen verschwimmen, bis sie in einem Meer aus Schatten und Farben gefangen sind, aus dem es kein Entkommen gibt.

"Heavenly Creatures" bietet atemberaubende Momente: Die Szene, in der die beiden Mädchen in Unterwäsche durch den Wald tanzen und Mario Lanza singen, oder Paulines Traum von der auf einem Balkon singenden Juliette am Morgen des Mordes. Und so wandelt der Film vor sich hin, von einem Traum zum nächsten, bis die Realität die beiden Freundinnen schließlich wieder mit grausamer Gewalt einholt. Ein Film, den man gesehen haben muss. Ein Film, der einem den Atem stocken lässt vor Entsetzen, der einen kompromisslos bis zum Ende zwingt, hinzusehen, und der einen mit dem Abspann schließlich leer und ausgelaugt zurücklässt.

"Ein Mann hatte zwei wunderschöne Töchter. Es waren zwei pflichtbewusste Töchter, und niemand weiß, und niemand ahnt, wie schön es ist, wenn eine Hand die andere streichelt. Und nie werden die Menschen begreifen, dass zwei Genies einander fanden. Es ist wirklich kaum zu glauben, dass es zwei so Himmlische Geschöpfe wie uns gibt. Zwei Augenpaare, so verschieden - Hass brennt in braunen Augen, heiß und lodernd, eisiger Zorn in den grauen, kalt und vernichtend. Warum nur sind die Menschen solche Narren, dass sie nicht die Weisheit erkennen, die hinter diesen Augen verborgen ist? Und diese himmlischen Geschöpfe sind wir - du und ich."

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Marie Krolock

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Bewertung9.0Herausragend

Ein wunderbarer Film - ein grausiger Film.
Zwei Mädchen, die so in ihrer besonderen Freundschaft aufgehen, dass sie den Unmut ihrer 50er Jahre Mitmenschen auf sich ziehen, die nur noch in einer mit Mario Lanza Liedern beschallten Phantasiewelt wirklich glücklich sein können und die aus ihrer realen Misere nur einen Ausweg sehen.

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Marie Krolock

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Wirklich. Ich kann gar nicht glauben, dass er auch Sachen wie Braindead gemacht hat. Das nennt man wohl vielseitige Interessen :)


Marie Krolock

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ja, ist er.


Lars.D

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein einmaliger Film, der Peter Jacksons unglaubliches Talent gerade in den Szenen zum Ende hin brillant unter Beweis stellt.
Großartig, zwischenzeitlich jedoch nicht gut genug von den noch unerfahrenen Hauptdarstellerinnen gespielt - daher 'nur' 8 Punkte.

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Weatherwax

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Bewertung7.0Sehenswert

Einfach toll - zwei Mädchen in den 50er Jahren in einer für sie ausweglosen Situation. Und Peter Jacksons Vorliebe für Grusel und Splatter kommt auch in dem "schönen" Setting durch.

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Tyler__Durden

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sprachlos.

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cannibal83

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Bewertung7.0Sehenswert

Sicherlich bemerkt man in "Heavenly Creatures" teilweise auch mal eine Länge, doch das unglaublich tolle - aber auch grauenvolle Ende, entschädigt den Zuschauer für seine Geduld. Die Fantasy-Sequenzen zeigen Jacksons Begabung für Effekte und liebevolle Inszenierung, was ihm später ja noch von Nutzen sein sollte.

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Iwan Goratschin

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wird am 10.08.2009 um 00.25 Uhr im Fernsehen gesendet.
Kann ich nur empfehlen.
Nach einer wahren Begebenheit.
Bei einer der beiden Hauptpersonen handelt es sich in der Realität meines Wissens um die heute als Schriftstellerin bekannte "Anne Perry"

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Beejay

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Bewertung7.5Sehenswert

Viele denken, "Titanic" sei Kate Winslets erste große Rolle gewesen und Peter Jackson hätte vor seiner Ringtrilogie nur Kultschocker gemacht.

Zu unrecht! Jacksons Erzählung einer auf wahren Begebenheiten basierenden Geschichte brilliert mit einer tollen Kate Winslet, die hier im Gegensatz zu ihrer Rolle in James Camerons überdimensionierten Schiffbruchs zu wahrer Größe aufläuft.

Auch Melanie Lynskey zeigt ihr zu Unrecht viel zu selten genutztes Talent!

Die Geschehnisse um Paulines und Juliets Liebe, um ihre Flucht in Fantasiewelten und um die grauenvolle Tat, zu der ihr Wahn sie letztendlich treibt, verstört und fasziniert zugleich.

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Muffin Man

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Bewertung5.5Geht so

Es wird viel geschrien. Viel gelacht. Viel geheult. Viel genervt. Und von Mario Lanza hab ich nun auch genug.

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patcharisma

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Find den Film auch hoffnungslos überschätzt.


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