Henri 4

Henri 4 (2009), CZ/FR/DE
Laufzeit 154 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Kinostart 04.03.2010

2.8 Kritiker
4 Bewertungen
Skala 0 bis 10
3.5 Community
76 Bewertungen
14 Kommentare
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von Jo Baier, mit Julien Boisselier und Joachim Król

Frankreich 1563. Protestanten und Katholiken kämpfen im Namen des Glaubens um Land und Macht. An der Spitze der Protestanten rüstet Henri von Navarra gegen Paris, gegen die Katholiken, gegen die mächtige Rivalin seiner Mutter: Katharina de Medici, Königin von Frankreich. Sie bietet ihm die Hand ihrer Tochter Margot – als Zeichen der Versöhnung – die Hochzeit endet in einem Blutbad. Henri überlebt die Bartholomäusnacht. Er wird im Louvre wie ein Gefangener gehalten, nach vier Jahren gelingt ihm die Flucht. Fünf Mal wechselt er seinen Glauben, er kämpft und taktiert. Er will das Feld nicht denen überlassen, die kein Gewissen haben und keine Menschlichkeit. Auf seinem Weg zum Thron wird er zu einem Monarchen, der sich als einer der ersten einen wahren Humanisten nennen darf.

Inhalt

Frankreich im 16. Jahrhundert. Der mächtigste Staat Europas wird von einem Glaubenskrieg zerrissen: Auf der einen Seite kämpft die Mehrheit der Katholiken, vertreten durch den Königshof in Paris. Auf der anderen Seite stehen die Protestanten, die man hier Hugenotten nennt. Zunächst sind sie nur eine kleine Minderheit, bald aber bekommen sie Zulauf von allen, die mit der Regierung in
Paris unzufrieden sind. Dort herrscht Katharina de Medici. Sie will den Thron mit aller Macht für ihre drei Söhne sichern.

Doch im Süden Frankreichs, im kleinen Königreich Navarra, wächst ihr ein Gegner heran, von dem sie noch nichts ahnt: der Hugenotte Henri, Prinz von Navarra. Auf vielen Schlachtfeldern reift er zum jungen Mann, aber er akzeptiert nicht länger, dass der blutige Krieg gegen seine Landsleute Gottes Wille sein soll.

Überraschend trifft seine Mutter Jeanne d’Albret im Heerlager ein und überbringt einen Brief aus Paris: Katharina de Medici wünscht Henris Hochzeit mit ihrer Tochter Margot – zwischen Hugenotten und Katholiken soll endlich Frieden geschlossen werden. Jeanne drängt ihren Sohn, das Angebot anzunehmen. Katharinas Söhne…


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Kritiken (4) — Film: Henri 4

Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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6.5Ganz gut

Die Kinofassung verfügt mit 155 Minuten auch schon über eine imposante Länge, in der Jo Baier gekonnt sein Historienepos entfaltet. Geprägt von den Katastrophen, die fanatischer und intoleranter Glauben sowie der Krieg hervorrufen, entwickelt sich Henri zum Humanisten. Dabei bemüht sich Jo Baier, hehre Botschaft und profanen Unterhaltungsanspruch miteinander zu verbinden. Ein Anspruch, der in den rauen Schlachtszenen besser umgesetzt wird als in den zu schwülstig geratenen Liebesszenen.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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3.0Schwach

In erster Linie erzählt Baier Henris Leben als das eines Wollüstlings, der immer wieder mit neuen Frauen im Bett gezeigt wird. Diesen Szenen und den wohlgeformten Brüsten der Darstellerinnen widmet die geschmäcklerische Kamera besondere Aufmerksamkeit – da hätte manches besser ins bayerische Lederhosenkino der 1970er-Jahre gepasst als zu diesem Stoff! Der Rest ist Beziehungsdrama und Familienklamotte, wobei man nie genau weiß, wie viel Absicht ist und was den Machern einfach unterlief. Wie das Drehbuch wirkt auch die Inszenierung wie eine Kapitulation vor dem Sujet: Kaum eine Totale, Landschaften und Bauten bleiben wie die Kostüme ohne Textur, die meisten Darsteller

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Ula Brunner: fluter Ula Brunner: fluter

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0.0Hassfilm

Allerdings geht Regisseur Jo Baier so ausgesucht mit den Fakten um, dass man sich zwischen Kunstblut und nacktem Fleisch fragt, worin denn nun die eigentliche historische Leistung des Königs bestand, der von den Franzosen doch immerhin den Beinamen "Le bon roi" erhielt. Dialoge und Dramaturgie sind auch keine große Hilfe, die Figurenzeichnungen strotzen von peinlichen Klischees, dass selbst das beste Ensemble nichts mehr retten könnte. So gesehen ist "Henri 4" dann doch mehr als nur ein typischer Amphibienfilm. Denn er ist nicht nur lang und langweilig. Er ist auch noch so richtig schlecht.

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Tim Geyer: critic.de

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Für seinen Historienfilm in Überlänge versammelt Jo Baier ein hochkarätiges Schauspielerensemble um sich und arbeitet mit der renommierten Produzentin Regina Ziegler zusammen. Was viel versprechend klingt, scheitert leider grandios.
Selten lagen Potenzial und Realität eines Films so weit auseinander wie bei Henri 4. Hier gelingt das Kunststück, irritierend konsequent nahezu alle Rollen falsch zu besetzen.

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Kommentare (10) — Film: Henri 4

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Schlegel

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Bewertung0.0Hassfilm

Geld schießt keine Tore. Das Desaster sind nämlich die Darsteller. Da wird theatert und gestemmt bis der Arzt kommt (Noethen, Hoger) oder einfach desorientiert herumberlinert (die Hölle auf Erden: Andreas Schmidt). Seltene Lichtblicke: Striesow mal wieder und Armelle Deutsch. Die Wurzel allen Übels sind natürlich das beschissene Buch und diverse Castingentscheidungen, dennoch bleibt "Henri 4" vor allem ein schlagender Beweis für die Schauspielerwüste Deutschland. Abgefilmt wurden die Knattermimen in biederen Halbnahen. Klar, der Camp soll ja noch im Fernsehen laufen.

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Kris

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Bewertung3.0Schwach

Während auf den Straßen der Glaubenskrieg tobt, toben im Palast verrückte, verhurte, versoffene Könige und solche, die es werden wollen, durch sämtliche Betten. Dann gibt es noch nette Gemetzel mit Blutfontänen. Komisch, dass das Ganze so viel langweiliger ist, als es sich anhört...

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alanger

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hört sich eigentlich gut an:


Kris

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Ja, das mein ich ja. Da sollte man doch denken, dass kaum was schiefgehen kann. Ist aber trotzdem langweilig...


Scytheman

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Bewertung2.0Ärgerlich

historienfilm?
nein!
porno/sexfilm?
ja.
das einzige, was in diesem film dargestellt wird, ist das sexleben im 16. jahrhundert und ein bisschen glaubenkriegchen (die betonung liegt allerdings auf einem bisschen), der jedoch historisch absolut falsch dargestellt ist und realitätsferner ist, als alles, was ich bisher in diesem zusammenhang jemals gesehen habe
eigentlich 0 punkte, für die netten mädels gibt es allerdings 2 anstandspunkte, mehr ist trotzdem nicht drin

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Darbon

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Bewertung1.0Ärgerlich

Ach was war die "Reine Margot" vom Chéreau doch toll. Zu diesem Blut-und Titten-Epos auf Degeto-Niveau ist nix Gutes zu sagen, doch eine Frage, die dann zumindest den Bombast des Films erklärt, bleibt:
Weshalb heißt der aufgeblasene Murks wider die Vorlage von Heinrich Mann deutschdoof henri-vier statt allgemein verständlich henri-quatre? Zumal doch der olle Werbefritze für Henri-VI-Käse, Muckibudenheld Henry Maske, nicht mal am Rande auftaucht. Jetzt muss der Schutzmann kommen und die Titelgeber Mores lehren. :-D

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alanger

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eigentlich sollte das ganze ja 'henry 4.0' heißen.


Injecter

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Bewertung0.0Hassfilm

Dieser Film verdient einfach gar nichts. Zuvor habe ich noch nie eine Sneak verlassen, doch nach über einer Stunde waren die unfassbar grottigen Dialoge und die unglaubliche Länge des Films einfach nicht mehr zu ertragen.

Wer die schlechtesten Dialoge (in Wirklichkeit nur teilweise, aber deutlich spürbarer) deutscher Filmkunst erleben will, dem sei dieser Film an's Herz gelegt. An alle anderen: Großen Bogen machen. GANZ GROß!

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berlinalekenner

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Bittere Geschichte: Die Berlinale wollte den Film erst gar nicht haben, weil er qualitativ einfach zu schlecht ist. Dann hat tatsächlich das Kanzleramt Druck auf die Berlinale ausgeübt, die den Film dann mit Zähneknirschen ins Programm aufgenommen hat, aber so weit weg vom Potsdamer Platz wie möglich... Und wer war sich tatsächlich nicht zu blöd bei der Premiere letzte Woche aufzutauchen, Ziegler Freundin Angela Merkel...

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berlinalekenner

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davon gehe ich aus... ;-)


gugelhupf

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eine solche unterstellung wage ich nicht...


FutureInstitute

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Bewertung3.0Schwach

many good historical films the last year(s), but this here not really fascinating

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albiedo

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Bewertung3.0Schwach

Fürs TV ist es ein netter Zweiteiler, Amphibienfilm sei Dank. Fürs Kinos eher sperrig, trotz hochkarätigem Cast.

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vote_for_pedro

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Bewertung1.0Ärgerlich

Sachen gibt's: "Regina Ziegler produziert einen Kinofilm." Das ist so als würde Dieter Bohlen einen Gast-Kommentar in der "Emma" schreiben.

Die böse Vorahnung wurde dann auch bestätigt. Der Film bewegt sich in allen Belangen auf TV-Niveau. Die Dramaturgie und Dialoge zeichnen von einer Schlichtheit, wie man sie von Ziegler-Degeto-Müll gewohnt ist.

Man tut so als würde es die hohe Meßlatte, die "Die Bartholomäusnacht" einst gesetzt hat, gar nicht geben und hofft, dass der Zuschauer den Film nie gesehen hat. Es gibt keine einzige imposante Szene fürs Auge, was bei diesem Stoff schon eine ziemliche Leistung ist - es wirkt einfach alles nur unsäglich billig. Man fragt sich was an diesem überlangen, vergessenswerten Film 19 Millionen Euro gekostet hat. Dass man sich im Abspann mit Heinrich Mann auf einen beruft, der sich nicht mehr wehren kann, ist Zynismus pur.

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Schlegel

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Wofür gibts eigentlich den 1 Punkt?


vote_for_pedro

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dass man ein geradezu beängstigend perfektes paradebeispiel gefunden hat, was hochkonzentriert gebündelt aufzeigt, was so alles falsch läuft in der deutschen filmlandschaft...ein wichtiger lehrfilm quasi...


chriskaps

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Bewertung3.0Schwach

Wenn man 5 Koproduzenten, fast die gesamten 3. Programme, sowie etliche Länderförderungen braucht um einen Film zu produzieren, sollte man es vielleicht lieber lassen, denn man muss zu viele Geldgeber zufriedenstellen, die alle ein Wörtchen mitreden wollen. Wie stellen die Franzosen eigentlich ihre Historienfilme auf die Beine? Um beim Thema zu bleiben lieber "La Reine Margot" anschauen.

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