Herbstgold
Herbstgold (2010), AT/DE Laufzeit 94 Minuten, FSK 0, Sportfilm, Dokumentarfilm, Drama, Kinostart 08.07.2010
8 Bewertungen
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35 Bewertungen
13 Kommentare
Keine
von Jan Tenhaven,
Frei nach dem Motto “Kopfstand statt Ruhestand” wollen Ilse, Alfred, Jirí und Gabre auch über 80-jährig noch hoch hinaus. Alfred, der 100-jährige Diskuswerfer aus Wien, Jirí, der 82-jährige Hochspringer aus Tschechien, Ilse, die 85-jährige Kugelstoßerin aus Kiel und Herbert (93) aus Stockholm – als Lebensmittelpunkt verbindet sie alle der Sport. Oder besser: der Leistungssport. Ihr großes Ziel: die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im finnischen Lahti, der Olymp des Seniorensports. Beim Hochsprung, Diskuswerfen und Kugelstoßen laufen sie zur Hochform auf und fürchten weder Tod noch Teufel bei dem Versuch, das Siegertreppchen zu erklimmen. Mit Schicksalsergebenheit aber auch mit Trotz nehmen sie den Kampf gegen den eigenen Körper auf, gegen die Zeit und vor allem gegen die Konkurrenz!
Mehr Bilder (5) und Videos (2) zu Herbstgold
Cast & Crew
-
Jan Tenhaven
Regie
Schauspieler
-
Jan Tenhaven
- Genre
- Sportfilm, Dokumentarfilm, Biopic
- Zeit
- 2009, Gegenwart
- Ort
- Finnland, Kiel, Tschechien, Wien
- Handlung
- Aerobic, Diskuswerfen, Gymnastik, Hochsprung, Hohes Alter, Kugelstossen, Leichtathletik, Weltmeisterschaft
- Stimmung
- Berührend, Gutgelaunt, Witzig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Herbstgold
Trailer zum Film Herbstgold
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- Herbstgold: critic.de
- Herbstgold: film-zeit.de



















Kritiken (8) — Film: Herbstgold
Silvia Hallensleben: EPD-Film, Der Tagesspiegel Silvia Hallensleben: EPD-Film, Der Tagesspiegel
Kommentar löschen„Herbstgold“ präsentiert anrührende und skurrile Momente des vergeblichen Aufwands, zeigt aber auch, wie perfekt sich die im Dokumentarfilm mittlerweile übliche personalisierte Spannungsdramaturgie den Idealen der individualisierten Konkurrenzgesellschaft anpasst: „Im nächsten Jahr bin ich ein bisschen besser“ sagt der 92-jährige Liedtke. Vielleicht wäre Tanztee keine schlechte Alternative. Oder gemeinsames Fussballspielen wie bei dem schon vor der Fußball-Weltmeisterschaft aktiven südafrikanischen FC Vakhegula (FC Großmutter), in dem alte Frauen lustvoll und spielerisch Körper und Geist trainieren.
Mit seinem altersbegleitenden Vorzeige-Optimismus fügt sich „Herbstgold“ freundlich in die florierende Landschaft des Senioren-Feel-Good-Kinos. Wahrscheinlich ist auch der Film über den FC Vakhegula längst in der Mache.
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Christine Dériaz: Schnitt Christine Dériaz: Schnitt
Kommentar löschenEin Dokumentarfilm über Leistungssportler jenseits der 85! Das klingt nicht nur spannend, das ergibt auch einen sehr guten, interessanten, aber vor allem sehr lustigen Film, bei dem aber keineswegs über die Sportopas und -omas gelacht wird. Die fünf Sportler aus fünf Ländern werden nicht nur beim Training, sondern auch im Alltag begleitet, dabei sprechen sie offen sowohl über Verletzungsgefahren beim Trainieren wie auch über Sex im Alter, und zwar keineswegs in Form von »das war einmal«. Es gibt stille, feine Momente in diesem Film und starke, emotionale bis zum Finale, den Weltmeisterschaften in Finnland, wo sich die Anstrengungen des Trainings in Metall, tunlichst in goldenes verwandeln sollen.
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Thomas Winker: fluter Thomas Winker: fluter
Kommentar löschenHerbstgold zeigt (...) eine Hand voll so sympathischer wie ehrgeiziger Menschen, die sich erfolgreich gegen das Altern stemmen, aber dann doch von den Jahren eingeholt werden. Das birgt einige Tragik, aber auch immer wieder eine Komik, vor allem aber ein Ausmaß an altersmilder Lebensweisheit, wie sie kaum ein Spielfilm zustande bringen könnte. [...] Aber "Herbstgold" erzählt noch viel mehr als die übliche Heldengeschichte zwischen Sieg und Niederlage, sondern entwirft zudem ein Porträt der modernen Leistungsgesellschaft, in der sich alte Menschen einen Platz erkämpfen müssen. Dass sie dies mit Erfolg tun, macht "Herbstgold" zum rührendsten und aufbauendsten Film, den der Sport seit langem geschrieben hat.
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Tamar Noort: Schnitt Tamar Noort: Schnitt
Kommentar löschenDer Sport gerät so für diese fünf Menschen zu einer höchst privaten Angelegenheit – ihnen dabei zuschauen zu dürfen, ist durchaus als Privileg zu verstehen. Jan Tenhaven hat dieses Privileg gespürt und genutzt: Der Film rückt seinen Protagonisten buchstäblich nah auf die Pelle. Jiris Frau cremt seinen altersbefleckten Rücken ein und schüttelt zwar den Kopf, aber daß sie nach 50 Jahren ihren Mann nicht mehr umstimmen wird, weiß sie genau. In diesen intimen Momenten zeigt der Film einen Alterungsprozeß, der voller Würde ist – er zeigt Menschen, die nicht mit aller Macht jung, sondern um jeden Preis lebendig sein wollen, bis sie die Erde verlassen.
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Norbert Raffelsiefen: Programmkino.de Norbert Raffelsiefen: Programmkino.de
Kommentar löschenRegisseur Jan Tenhaven hat die fünf Seniorensportler bei ihren Vorbereitungen für Lathi 2009 begleitet. Einen Film über Sport wollte er machen, herausgekommen ist dabei ein faszinierender Blick auf eine Gesellschaft im Wandel. Wie schon in Andreas Dresens Erotikdrama „Wolke 9“ oder dem begeisternden Chorfilm „Young at Heart“ von Stephen Walker zeigt auch „Herbstgold“, dass immer mehr alte Menschen auch als Senioren ihre Lust am Leben nicht aufgeben, sondern mit einer beherzten „Jetzt-erst-recht-Haltung“ allen Widrigkeiten trotzen. [...] Tenhavens Hommage an die agilen Alten ist nicht zuletzt auch ein beherzter Appell, sein Leben in jeder Situation mit Witz und Willenskraft zu meistern.
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Jessica Düster: Kölner Stadtanzeiger Jessica Düster: Kölner Stadtanzeiger
Kommentar löschenDie Inszenierung ist - dem Thema angemessen - alte Schule, mit klassisch montierten, parallelen Erzählsträngen, einer Mischung aus Interviews und Elementen der Reportage sowie der Steigerung zu einem großen Finale hin. Was Tenhavens ersten Kinodokumentarfilm nach 15 Jahren Erfahrung im Bereich der Fernsehdokumentation besonders macht, sind seine Protagonisten und das respektvolle, bewegende und immer wieder auch witzige Aufblättern ihrer Biografien.
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Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschenDass der Film trotz einiger Längen im Mittelteil über weite Strecken fasziniert, liegt vor allem daran, dass Tenhaven seinen Senioren größtenteils das Feld überlässt. Vor allem diese Menschen sind es, die den herzlichen und lebensbejahenden Charakter des Films ausmachen. Rein statistisch gesehen schon mit einem Bein im Grab, gehen sie mit ihrem Alter so selbstbewusst um wie mit ihrem Körper. So leidet und lacht man mit ihnen, verliert ein wenig die Furcht vor dem Altern und bekommt fast Lust, nach dem Kinobesuch direkt mal wieder ein wenig Sport zu treiben.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenHier wird das landläufige Bild von Betagten, die zum Seniorentanz, zur Seniorenaerobik oder Yoga Gruppen 60 + gehen, revidiert. Wenn man alt ist, ist man nicht automatisch unbrauchbar wie oft unterstellt wird. Das was die Fünf leisten, muss ihnen ein junger Mensch erst mal nachmachen. Vor allem ist es sehr begrüßenswert, dass nun dieser Film endlich einmal nachholt, was die Medien weitgehend versäumen: Wer ist schon im Bilde, dass alle zwei Jahre eine Senioren-Weltmeisterschaft in Leichtathletik ausgetragen wird? Die Weltöffentlichkeit hat davon kaum Notiz genommen, was schwer verständlich ist. Lange genug hat es gedauert, bis die Paralympics behinderter Athleten in den Medien angekommen sind, die Seniorenweltmeisterschaft wartet noch darauf.
Endlich wird Rentnern eine Plattform geboten. Obwohl wir der demografischen Entwicklung nach immer älter werden, haben Senioren gerade in unserer Gesellschaft seltsamerweise keine Lobby: Gibt es eine noch so kleine Rentenerhöhung, geht gleich ein Riesenaufschrei durch die Gesellschaft...
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Kommentare (5) — Film: Herbstgold
Kommentar schreibensyrbal 2012/03/27 12:06:16
Kommentar löschenmit dem rollator zum wettkampf... ein faszinierender film über menschen, die sich noch lange nicht aufgegeben haben. selten war ich bei siegerehrungen so gerührt. wunderbar!
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marek-2 2010/11/25 14:09:32
Kommentar löschenSo liebevoll das Wort "Seniorenweltmeisterschaft" auch klingt - man sollte sie auf keinen Fall unterschätzen! Weder die Veranstaltung, noch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ich war selber sehr überrascht und ein wenig geärgert darüber, dass Menschen, die man im Medium Film kaum anders als alt, schwach und krank zu sehen bekommt mit über 80 noch Sachen schaffen, zu denen mir jetzt fast nicht mehr die Kraft reicht. Immens motivierend und schön gestaltet. Kann ich mir gut als Antidepressions-Film vorstellen. Die Darsteller und Darstellerinnen reden frei über sich selbst, ohne das der Filmemacher ihre Erzählungen steuern würde. Das kann oft schief gehen, ist bei Herbstgold aber sicher nicht der Fall.
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alter.native 2010/07/15 23:58:19
Kommentar löschenAlte sind ja seit einiger Zeit nicht mehr so selten im Kino, ob sie nun singen, tanzen, Sex haben oder Sport treiben. Will heißen, es gibt ganz offensichtlich auch ein erzählenswertes Leben über 80 (für die, die soweit kommen!) . . . . und was für eins! Selbst 100-Jährige haben noch Elan! Das alles ist mit viel Emphatie in wunderschöne Bilder gegossen und geschnitten, wo selbst noch der Abspann eine Studie für sich ist. Die Porträtierten selber sind einfach tolle Typen!
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baumelf 2010/07/13 09:39:34
Kommentar löschenEin positiver Film über das Alter, bei dem kein Moment lang ein "ach-wie-süß"-Gefühl einsetzt. Im Gegenteil: Die Sportopas und -omas motivieren, selbst mal wieder die Turnschuhe zu schnüren. Respekt!
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dae-su 2010/07/12 17:15:25
Kommentar löschenLebensbejahend, liebevoll, liebenswert. Und sehr sehenswert.
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