Filmplakat von Hilde Hilde

DE 2009 — Kritik

Kritiker — Geht so 5.8

Der Film Hilde wurde von 11 Kritikern bewertet.

Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

5.5Geht so

Was in der Summe von „Hilde“ bleibt, ist ein ohne jeden Zweifel unterhaltsamer Film, doch ist er dies aus den falschen Gründen. Er ist einfach viel zu wenig Hilde, sondern viel mehr Heike. Der Zuschauer wird sich an der Darstellung von Heike Makatsch als Hilde erfreuen, und weniger an der Abbildung des Lebens von Hildegard Knef. Mit anderen Worten: Letztlich sollte man sich den Film wegen der formidablen Performance von Heike Makatsch ansehen, nicht weil es eine Verfilmung des Lebens von Hildegard Knef ist, denn dieses bleibt einem seltsam fremd – Und dies kann wohl kaum im Sinne des Erfinders gewesen sein.

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Julio Sacchi: Das Manifest

4.0Uninteressant

Zum Ende mag Kai Wessel noch nicht einmal auf das Uralt-Klischee vom zerschmissenen Schminkspiegel verzichten, bevor er Heike Makatsch endlich das mit Textzitaten bedeutungsschwanger durch den Film leitende Immergrün "Für mich soll's rote Rosen regnen" darbieten läßt. Ja, Heike Makatsch singt alle Songs selbst, und nicht nur das ist beeindruckend: Sie, die wir schon längst als eine unserer talentiersten und natürlichsten Schauspielerinnen begreifen sollten (und eben nicht die Laras und Gedecks dieses Landes), überzeugt nicht nur stimmlich und äußerlich als erstaunlich verinnerlichte Knef, sondern bemüht sich um das, was dieser Film partout nicht leisten will: Wandlung, Entwicklung, Tragik und Tiefe. Doch leider ist diese Glanzleistung - die Kritik am zweifelhaften "Berlinern" will ich mal weglassen - gefangen in einem weiteren Stück Konfektionskino aus Deutschland, das langweilig inszeniert, orchestriert und letztlich auch produziert ist. Das hat Heike Makatsch nicht verdient, und das hat vor allem Hildegard Knef nicht verdient.

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G. Jekubzik: Filmtabs

7.5Sehenswert

Die Makatsch verkörpert den umstrittenen deutschen Star in Gestik, Mimik und sogar ansatzweise mit rauchiger Stimme. Sie schafft es, das Abarbeiten von biografischen Lebensstationen und -wenden mit Leben zu füllen. Denn eigentlich ist die Knef-Karriere ja bekannt, doch dank Makatsch durchleidet man die Qualen einer fragilen Person, die sich nach außen hin sehr rau geben musste.

Grimme-Preisträger Kai Wessel („Die Flucht“) erzählt das beeindruckende Leben der beeindruckenden Frau mit starken Momenten als Nazi-Liebling und im Überlebenskampf zu Kriegsende. Die Karriere von „Die Mörder sind unter uns“ über die vermeintliche Skandal-Produktion „Die Sünderin“ bis zu ihrer Karriere als Sängerin hat zwar Längen, auch nervt die Musik fast durchgängig, doch man folgt dem Auf und Ab dieses Lebens mit Interesse und gerne.

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José Garcia: Textezumfilm

5.0Geht so

Als Rahmenhandlung verwendet das Drehbuch das Konzert, das die Wandlung von der Schauspielerin zur Sängerin markiert: Im Jahre 1966 kehrt Hildegard Knef (Heike Makatsch) zusammen mit ihrem zweiten Ehemann David Cameron (Dan Stevens) nach Deutschland zurück, um in der Berliner Philharmonie aufzutreten. Es ist das erste nichtklassische Konzert, das im ehrwürdigen Haus stattfindet, und es soll ein großer Triumph für die Knef werden, bei dem sie von zweitausend Zuschauern umjubelt wird. Aber zunächst zeigt der Film, wie sich die Schauspielerin und Sängerin in der Garderobe entspannt und ihr Leben Revue passieren lässt – ein üblicher dramaturgischer Kunstgriff in einer Filmbiografie.

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Kirsten Liese: BR Online, Kinofenster, Dar...

7.5Sehenswert

Eigentlich spielt sie gar nicht, sie ist Hildegard Knef mit Leib und Seele, sieht ihr zum Verwechseln ähnlich, imitiert ihre Stimme perfekt, imponiert mit frechem Auftreten, Schlagfertigkeit und Berliner Schnauze. Sogar bei den Liedern kommt man ins Grübeln: Wer singt denn nun - Hilde oder Heike?

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

6.0Ganz gut

Dass Heike Makatsch die Hildegard Knef unbedingt spielen wollte und sich auch kräftig bemüht, der Figur in all ihrer Komplexität gerecht zu werden, ist nicht zu übersehen. Und genau hier liegt das Problem: Eben jene Mühe, mit der die Makatsch an ihre Arbeit gegangen ist, merkt man ihr leider an. Die tiefe Stimme, das Berlinern, die freche und burschikose Art der Knef, das alles versucht sie möglichst perfekt zu imitieren. Doch weder wird dies konsequent durchgehalten, noch kommt sie dem Original so wirklich näher. Man sieht stattdessen immer nur Heike Makatsch, wie sie krampfhaft versucht, Hildegard Knef zu sein. Nur in den Momenten, in denen sie einfach spielt und sich wenig um das übergroße Vorbild schert, blüht sie auf der Leinwand auf. Dass man dieses Biopic, in dem das bewegte Leben der Hildegard Knef von Mitte der 1940er bis Mitte der 1960er erzählt wird, nicht als wirklich gelungen bezeichnen möchte, liegt jedoch nicht allein an Frau Makatsch. Auch Regisseur Kai Wessel schafft es nicht, die Faszination der Knef dem Zuschauer begreiflich zu machen. Nur in Ansätzen erkennt man, was diese Frau zu ihrer Zeit so besonders gemacht hat, ansonsten verstrickt sich Wessel im Kleinklein aus grauem Nachkriegsalltag, Beziehungskrisen, Mutter-Tochter-Gesprächen und Geldproblemen. Den großen Auftritt gönnt TV-Profi Wessel dem gefeierten Weltstar Knef fast nie, vom Glamour, der sie umgab, und von ihrem faszinierenden Wesen bekommt man als Zuschauer nur eine vage Ahnung. Verglichen mit anderen Filmbiografien bleibt diese daher seltsam blass und am Objekt ihrer Betrachtung vorbeiinszeniert.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

7.5Sehenswert

Hildegard Knef ist eine Ikone der deutschen Unterhaltung. Über Jahrzehnte schaffte sie es zu faszinieren und mit immer neuen Facetten ihres Könnens das Publikum zu begeistern. Das Leben dieser Lichtgestalt der Nachkriegsgeschichte ein Biopic zu widmen, kann man als großes Wagnis bezeichnen. Grimme-Preisträger Kai Wessel ("Die Flucht", "Leben wäre schön", "Martha Jellneck") hat sich jedenfalls...

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

5.0Geht so

Vielleicht ist Heike Makatsch ja auch deshalb so nervös, weil sie im Grunde ahnt, dass "Hilde" kein ganz großer Film geworden ist. Und dass sie jetzt (wie Hilde bei der "Sünderin") alle Kritik abbekommt. "Wenn du mit der Kunst verheiratet bist", auch so ein Satz, den Heike als Hilde im Film zu sagen hat, "hast du die Kritik zur Schwiegermutter." Deshalb klingt es fast wie eine Entschuldigung, dass sie "ihr Bestes" gegeben habe und "mehr nicht tun" könne. Dabei ist das doch wahrlich nicht wenig: gegen eine Ikone anzuspielen. Wie Katja Flint, die es wagte, "Marlene" zu spielen. Und wie Jessica Schwarz und Yvonne Catterfeld, die uns beide noch dieses Jahr mit ihrer jeweiligen "Romy" ins Haus stehen.

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Kommentare — Ganz gut 6.0

Der Film Hilde wurde von 112 Mitgliedern bewertet.

Sesemi

Bewertung7.0Sehenswert

Heike Makatsch überzeugt als "Hilde" in jeder einzelnen Szene, besonders aber beeindruckt ihr Gesang, der trotz seiner erstaunlichen Nähe zum Vorbild beileibe kein lebloser Abklatsch ist.
Gelobt werden sollte auch die Tatsache, dass der Film die Brüche und Widersprüche im Leben der Knef zeigt, ohne zu moralisieren; dem Zuschauer wird hier wohltuenderweise ein eigenes Urteil zugetraut.
Einzig die seichte Hintergrundmusik nervt zuweilen.

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spanky

Bewertung7.5Sehenswert

Die Makatsch ist so unerreicht nah an der Knef, wie es ihre Zwillingsschwester nicht sein könnte. Selbst gesanglich ist sie ihr doppelgägerisch verbunden. Es hätte keine bessere Wahl für die Rolle geben können. Sie macht dieses gelungene Biopic erst möglich.

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Hucklberry

Bewertung8.0Ausgezeichnet

Makatsch ist Hilde toll. Wenn der Film auch seine längen hatte so fand ich ihn doch sehr interessant und unterhaltend.
Man ist hin und her gerissen diese Frau in den Arm zu nehmen oder sie in den Arsch zu treten. Makatsch spielt sie einfach sehr glaubwürdig das man denken könnte sie ist die Knef.

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contessa

Bewertung7.0Sehenswert

Ich war selbst dabei....War in der Entourage von "HILDE".
Die Dreharbeiten waren einfach "KLASSE"..

In Memoriam an Monica Bleibtreu...

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VoodooChild09

ist denn jetzt der film dank der "tollen" dreharbeiten sehenswert ???


contessa

Ich möchte sagen, es lohnt sich..


friechen

Bewertung5.5Geht so

leider zeigt der film ja nur den aufstieg von hildegard knef und ich muss zugeben, dass heike makatsch zwar toll spielt, der film aber dennoch nicht ganz überzeugt. mir fehlten vor allen dingen die übergänge, es waren immer nur einzelne szenen, die zusammengesetzt einen film ergeben sollten, was meiner meinung nach nicht ganz funktioniert hat. trotzdem lohnt es sich, schon allein wegen heike makatsch, den film zu sehen, obwohl ich es ziemlich wahrscheinlich keine zweites mal tun werde.

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AndreaP.

Bewertung5.0Geht so

Ein nettes Filmachen, was man sehen kann, aber sicher nicht sehen muss. Er zieht sich ziemlich in die Länge (was nicht nur an der Überlänge liegt)und als er dann zum Punkt kommt -ihre Gesangskarriere- ist er auch zu Ende! Heike Makatsch ist hier mal ganz anders, als man sie sonst als Schauspielerin kennt...

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geros

Bewertung5.0Geht so

Gestern war Deutschlandpremiere von Hilde. Frau Makatsch saß nur wenige Meter von mir entfernt und blickte mit großen Augen durch die Lichtburg. Sie hat sich ins Zeug gelegt.

Der Film jedoch überzeugt nicht. Es ist erstaunlich, wie man einen derartigen Stoff so unglücklich umsetzen kann. Für mich ist nicht nachvollziehbar, was die Knef ausgemacht hat.

Vieles zieht sich unnötig in die Länge, Nebenfiguren bleiben blass. Trotz der Filmlänge kommen viele Aspekte zu kurz und ich hatte den Eindruck, dass ständig Lücken auftauchen.

Was ist da nur schief gelaufen?

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schalli

Bewertung5.0Geht so

Leider leider alles andere als der große Wurf der es mit der tollen Heike Makatsch in der Hauptrolle hätte werden können. HILDE krankt daran, dass die Knef hier nicht so gezeigt wird, wie wir sie heutzutage in Erinnerung haben. Der Film beruht auf ihren Memoiren "Der geschenkte Gaul", die sie Ende der 60er Jahre verfasst hat. Aus heutiger Sicht fehlen daher ganz wesentliche Elemente, die den Mythos Hildegard Knef eigentlich ausmachen - das Hadern mit der eigenen Berühmtheit, der eigenen Schönheit, dem Altern an sich und die damit verbundenen Parallelen zu einer anderen Ikone - Marlene Dietrich. Letztlich werden sich die Parallelen zu Marlene wohl leider darauf beschränken, dass jenes Biopic damals in den 90ern ebenfalls schlechter ausfiel als erhofft und im Kino floppte.

Auch die Rolle der Musik kommt bei HILDE viel zu kurz, denn der Film endet genau dann, wenn Hildes Gesangskarriere erst so richtig in Fahrt kommt. Schade. Hätte gern ein besseres Porträt dieser wunderbaren Künstlerin gesehen.

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mucstevve

Bewertung8.0Ausgezeichnet

ich habe diesen Film am Donnerstag hier in München im Arri gesehen und mus sagen " WOW " -- tolle Darstellung von Heike Makkatsch - schöne gesungen ( Heike hat ca. 12 Monate Gesangsunterricht genommen ) und meine Kollegin ( welche Hildegard Knef auch sehr gut persönlich kennt ) meint, in manchen Kameraperspektiven hätte sie gedacht, dass es Hildegard Knef ist. Trotz mancher Längen und der Unvollständigkeit ( der Film hört kurz vor dem dritten Ehemann und Ihren ganzen OP´s etc. auf ) kann ich diesen Film wirklich jedem empfehlen der mit ihrer Geschichte nicht ganz so vertraut ist wie ich es auch nicht war.

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