Hinter der Tür

Hinter der Tür (2012), DE/HU Laufzeit 97 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 05.04.2012

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6.0
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von István Szabó, mit Helen Mirren und Martina Gedeck

Hinter der Tür befindet sich ein dunkles Geheimnis, vor der Tür hingegen entwickelt sich unter der Regie von István Szabó eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Martina Gedeck und Helen Mirren.

Sie geben ein ungewöhnliches Paar ab: die Schriftstellerin Magda (Martina Gedeck) und ihre Putzhilfe Emerenc (Helen Mirren). Und trotz der Launenhaftigkeit Emerencs bildet sich eine Freundschaft zwischen den beiden grundverschiedenen Frauen heraus. Aber der Vertraulichkeit sind Grenzen gesetzt; Emerenc verwehrt Magda einen Blick hinter die Tür zu ihrem eigenen Leben. Welch dunkles Geheimnis hat sie zu verbergen?

Hintergrund & Infos zu Hinter der Tür
Hinter der Tür (OT: The Door), inszeniert von István Szabó, basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Magda Szabó. Das von Martina Gedeck (Die Wand) und Helen Mirren (Die Queen) intensiv gespielte und international produzierte Drama wurde auf dem Internationalen Filmfestival von Moskau für den Goldenen St. Georg nominiert. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler

Kritiken (8) — Film: Hinter der Tür

Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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4.5Uninteressant

Insgesamt muss man Hinter der Tür den einen oder anderen tragisch-komischen, zuweilen auch schrägen, kleinen Höhepunkt zugestehen. Um cineastisch rundherum zu überzeugen, langt dies allein aber noch lange nicht.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Rentieren tut sich Hinter der Tür insbesondere wegen der beiden Schauspielerinnen, die ihn tragen: Helen Mirren, eine Ikone des britischen Films und hier zur perfekten Personifizierung der Emerenz aufgeblüht, sowie Martina Gedeck als Magda: maßvoll, überzeugend und angenehm. Beide sind sehenswert.

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Cristina Moles Kaupp: fluter Cristina Moles Kaupp: fluter

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6.5Ganz gut

Hinter der Tür [...] feiert in epischen Bildern und mit penibler Ausstattung die Unterschiede zwischen alter und neuer Zeit, den Klassen und den verschiedenen Möglichkeiten der Realitätswahrnehmung.

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Lars Tuncay: Filmtabs, Intro Lars Tuncay: Filmtabs, Intro

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6.0Ganz gut

Visuell eher Fernsehniveau [...] lohnen aber unterm Strich die beiden Darstellerinnen von Hinter der Tür den Kinogang.

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Christiane Peitz: Der Tagesspiegel Christiane Peitz: Der Tagesspiegel

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8.0Ausgezeichnet

Hinter der Tür lebt vom nostalgischen Flair des bürgerlich geprägten, humanistischen Mitteleuropa. Mehr noch als Martina Gedeck bringt Helen Mirren dabei den Mut zur Sprödheit auf, zur ungeschminkten Darstellung einer Misantrophin, einer vom Verlustschmerz gezeichneten Existenz.

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José Garcia: Textezumfilm

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7.0Sehenswert

Obwohl die eigentlich klassische Inszenierung und die ruhig-statischen Bilder von Kameramann Elemér Ragályi in den Rückblenden eine bläuliche, allzu melodramatische Färbung erhalten, obwohl die Klaviermusik manchmal die Handlung dahinplätschern lässt und sich das Ende allzu sehr in die Länge zieht, überzeugt „Hinter der Tür“ insbesondere durch das ausdrucksstarke Spiel der zwei Hauptdarstellerinnen. „Film bedeutet für mich Großaufnahmen“, führt dazu Regisseur István Szabó aus. „Wir können erleben, wie ein Gedanke Film wird und wie aus Liebe in zwei Sekunden Eifersucht entsteht.“ Kameramann Ragályi setzt dies in Bilder um, in denen die Schauspielerinnen Martina Gedeck und vor allem Helen Mirren ihr Können unter Beweis stellen. Elemér Ragályi: Helen Mirren „ist total frei vor der Kamera. Ganz gerade, ohne Eitelkeit. Sie braucht niemanden, der um sie herumschwirrt und sie mit technischen Details versorgt.“

„Hinter der Tür“ stellt nicht nur zwei verschiedene gesellschaftliche Schichten gegenüber, was Emerenc mit den Worten zusammenfasst: „Es gibt zwei Arten von Menschen auf der Welt. Die, die fegen, und die, die fegen lassen. Jesus hat gefegt“. Darüber hinaus prallen in Szabós Film ebenso zwei grundverschiedene Anschauungen aufeinander: Im Gegensatz zur gläubigen Magda, die in die Kirche geht, ist Emerenc allerdings nicht religiös im herkömmlichen Sinn, sondern besitzt einen diffusen „Glauben“ an die Natur.

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Christina Freko: Radio Köln Christina Freko: Radio Köln

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7.0Sehenswert

Ohne die herausragende schauspielerische Leistung von Gedeck und Mirren würde Hinter der Tür zu einem zwar pittoresk inszenierten, jedoch sehr zähen, stillen Drama verkommen.

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Alexandra Wach: film-dienst.de Alexandra Wach: film-dienst.de

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7.0Sehenswert

Szabó gelingt es, den Psychothriller-Aspekt dieser in ein Wechselbad der Gefühle mündenden Begegnung in aller Ambivalenz auszuspielen.

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Kommentare (4) — Film: Hinter der Tür


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BaltiCineManiac

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Bewertung5.5Geht so

Dass ein straffes Schnittkonzept nicht immer und bei jedem Film sinnvoll ist, zeigt der ungarische Regisseur István Szabó mit seinem jüngsten Werk, mit dem er eine vielversprechende Geschichte und den Aufeinanderprall zweier sehr interessanter Charaktere so ziemlich gegen die Wand fährt.

Der fertige Streifen wirkt auf weiten Strecken in seinem erzählerischen Fortgang und seiner undurchdachten Inszenierung absolut gehetzt, die Handlung einzelner Szenen wird fix durchexerziert, ohne das dem Geschehen Raum zum Atmen und den Protagonisten Zeit zum Ausarbeiten ihrer diffizilen zwischenmenschlichen Beziehungen eingeräumt wird, die Szenenübergänge kommen zu schnell und sind furchtbar abgehackt. Die expressionistisch-surrealen Traum-Rückerinnerungs-Sequenzen hätten das großartige Herzstück des Films sein können, werden aber ebenfalls nur sekundenlang angerissen, tragen weder etwas zur Charakterzeichnung der Haushälterin noch zur Aufdeckung der/ihrer Vergangenheit bei. Dabei wäre wohl für das breite Zuschauerverständnis etwas mehr vermitteltes Wissen um die geschichtspolitischen Zustände des Landes zur gegenwärtigen Filmhandlung in den 1960er Jahren, aber auch zur recht düsteren ungarischen Historie davor essenziell gewesen, da doch der Seelenzustand der Hauptfiguren davon immens beeinflusst scheint. Nicht in jedem Fall sind solche Erklärungen sinnvoll und zwingend im Zuge einer Filminszenierung, aber hier wird dann doch zu viel nur wage angedeutet.

Während Martina Gedeck die ganze Zeit mit sauertöpfischer Mine durch die Kulissen stapft (anderen sei es hier überlassen, zu beurteilen, ob das gutes Schauspiel ist), liefert Dame Helen Mirren erneut eine großartige Performance ab und lässt diese so faszinierende, gebrochene, rätselhafte Person der Emerenc nicht auch noch fallen. Allerdings hilft das der Romanverfilmung in ihrer spröden Gesamtheit auch nicht mehr auf die Sprünge. Vorschlag an Filmemacher Szabó: Beim nächsten Dreh den Abgabetermin ignorieren oder was ihm auch sonst immer im Nacken saß, etwas wagen, anstatt den Streifen schnell, konventionell und auf TV-Film-Niveau herunterzubrechen! Schade drum ...

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8martin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die schauspielerische Qualität der beiden Kontrahentinnen Martina Gedeck (Magda) und Helen Mirren (Emerenc) ist unbestritten hoch. Sie liefern sich ein Psychoduell auf höchstem Niveau, und auf Augenhöhe. Dabei könnten die beiden Frauen unterschiedlicher nicht sein. Magda, eine intellektuelle Schriftstellerin, noch relativ jung und liberal, Emerenc ihre alte Zugehfrau von Enttäuschungen verbittert, von Gram gebeugt bockig, mürrisch und verschlossen. Sie nennt Magda “Herrin“, ihren Ehemann Tibor “ Gebieter“.
Andererseits sind sie sich in mancher Hinsicht sogar irgendwie ähnlich. Magda ist feminin, eher weich und offen. Ihr Intellekt ist die scharfe Kante, mit der sie sich gegen ihre Umwelt durchsetzt. Emerenc scheint nur äußerlich zu Stein erstarrt, feuert ihre kurzen Antworten wie Gewehrsalven ab. Ihr Weltbild ist klar sozialistisch geprägt, ihre Weiblichkeit hat sie tief vergraben. Nur ganz selten lässt sie sie durchschimmern. Und sie hütet ein Geheimnis ‘hinter ihrer Tür. Das ist wichtig für die Spannung. Erst eine körperliche Schwäche zwingt Emerenc es zu lüften.
Soweit kann man Szabo folgen. Doch dann geht es unter dem Aspekt Atheismus und Christentum in philosophisch abseitsgelegene Gefilde: ‘Ich töte meine Freunde, weil ich sie liebe bzw. ich helfe meinen Freunden nicht, wenn ich sie rette.‘ Am Ende überschattet ein theatralischer Symbolismus die Szene: ein orkanartiger Regenguss ebbt ab, nachdem Magda die tote Emerenc um Verzeihung gebeten hat. Bis auf diesen kleinen finalen Schlenker ein grandioses Kammerspiel, hervorragend in Szene gesetzt.

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Janus Winter

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vorgemerkt

Und was ist nun hinter der Tür? ^^

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8martin

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Musste halt den Film anschauen. Dann weißt du's


Janus Winter

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Scheint sich nicht zu lohnen...


A-Wax

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Großartiges Darsteller-Kino mit zwei absolut überzeugenden Hauptdarstellerinnen. Sowohl Helen Mirren als auch Martina Gedeck können in diesem Drama über eine vom Schicksal gebeutelte Frau die auf ihre ganz eigene Weise mit ihrem Schicksal fertig wird, überzeugen.

Die Story weiß zwar zu gefallen, allerdings wird der Film ganz eindeutig von den zwei Protagonistinnen getragen und lebt von deren Spiel.

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