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Hitchcock

Hitchcock (2012), US Laufzeit 98 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 14.03.2013


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6.1
Kritiker
36 Bewertungen
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6.8
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1711 Bewertungen
121 Kommentare
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von Sacha Gervasi, mit Anthony Hopkins und Helen Mirren

Der Film Hitchcock mit Anthony Hopkins in der Titelrolle widmet sich dem weltberühmten Regisseur und stellt hier die Dreharbeiten zu Psycho in den Vordergrund.

Man glaubt gemeinhin, dass die Realisierung von Psycho allein die Sache vom als Mastermnind angesehenen Alfred Hitchcock war. Hitchcock wirft nun ein anderes Licht auf Entstehungsgeschichte des Klassikers. Im Fokus steht die Geschichte des Ehepaars Alfred Hitchcock (Anthony Hopkins) und Alma Reville (Helen Mirren), deren Beziehung während des Drehs zu ‘Psycho’ auf die Probe gestellt wird.

Hitchcock fühlt sich gegen Ende der 1950er Jahre dem zunehmenden Konkurrenzdruck anderer Filmschaffender ausgesetzt. Sein Stil wird kopiert, sein geplantes Projekt mit Audrey Hepburn wird abgesagt und die Studios wehren sich gegen die Adaption des Romans Psycho. Trotzdem beginnt Hitchcock mit der Planung des Films und engagiert die damals noch recht unbekannte Schauspielerin Janet Leigh (Scarlett Johansson), die auf Hitchcock einen starken Eindruck macht.

Hintergrund & Infos zu Hitchcock
Man hätte sicher erwarten können, dass das Studio, das 1960 den für damalige Verhältnisse als Schocker empfundenen Psycho veröffentlichte, auch Hitchcock verleihen würde, in dem die Entstehungsgeschichte von Psycho eine elementare Bedeutung hat. Doch stattdessen erwarb sich Fox Searchlight letztlich die Rechte an der Verfilmung des Buches Alfred Hitchcock and the Making of Psycho (geschrieben von Stephen Rebello).
Vorlage für das Buch lieferte der wahre Fall des in Wisconsin sein Unwesen treibende psychopathische Killer Ed Gein, der als Norman Bates in die Popkultur einging. In Psycho von Anthony Perkins ikonographisch dargestellt, wird Perkins in Hitchcock nun von James D’Arcy (Cloud Atlas – Alles ist verbunden) verkörpert. Jessica Biel kam hingegen die Ehre zu, Vera Miles (Der schwarze Falke) zu spielen.

Der vormalig hauptsächlich als Drehbuchautor tätige Sacha Gervasi gab seinen Einstand als Regisseur mit der Rock-Dokumentation Anvil! Die Geschichte einer Freundschaft. Hitchcock ist sein Debüt im Realfilmbereich. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Hitchcock
Genre
Biopic, Drama
Zeit
1950er Jahre, 1959
Ort
Hollywood
Handlung
Aufnahme, Auto, Blondine, Dreharbeiten, Ehe, Ehefrau, Ehemann, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Film, Film im Film, Film und Kino, Filmemachen, Filmemacher, Filmgeschichte, Filmindustrie, Filmset, Filmstudio, Halluzination, Hund, Kamera, Kino, Kreativität, Krähe, Regisseur, Rente, Roman, Schauspielerin, Strand, Strandhaus, Swimming Pool, Witz
Verleiher
Twentieth Century Fox of Germany GmbH
Produktionsfirma
Cold Spring Pictures, Fox Searchlight Pictures, The Montecito Picture Company, The Montecito Picture Company

Kritiken (31) — Film: Hitchcock

StormXPadme: fandom observer StormXPadme: fandom observer

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7.0Sehenswert

Hinter den Kulissen von Spannung keine Spur

Die Handlung von Hitchcock lässt sich bedauerlicherweise leicht im hinlänglich bekannten Trailer zusammenfassen. Als Biographie einer Hollywood-Größe, der mit denselben charakterlichen Schwierigkeiten wie sehr viele Künstler zu kämpfen hat, funktioniert der Film erzählerisch unterhaltsam aber wenig aufregend.

Unzufrieden mit allem, was Hollywood ihm nach seinem Erfolg mit Der unsichtbare Dritte bietet sucht Alfred Hitchcock (Anthony Hopkins) nach seinem nächsten Projekt. Seine Faszination von dem Roman Psycho stößt bei seinen Geldgebern auf so wenig Gegenliebe, dass er eine Hypothek auf sein Haus aufnehmen muss, um den Film zu finanzieren. Seine Ehe mit der für ihre Zeit sehr modernen, eigenständigen Alma Reville leidet unter dem Druck des nötigen Erfolgs. Auch die Mitwirkenden, vor allem die Hauptdarstellerin Janet Leigh, bekommen die Exzentrik eines Genies hinter der Kamera zu spüren, das vielleicht mehr als jeder andere vom Aufbau eines Meisterwerks aber kaum etwas von Menschen versteht.

xxx

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Oceanic6: CinemaForever

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3.0Schwach

Nach der eisernen Lady bleiben wir leider auch 2013 nicht von einem rotzfrechen Biopic verschont. Rotzfrech, weil "Hitchcock" genauso viel mit dem Master of Suspense zu tun hat wie jemand, der an Fasching als ebensolcher kostümiert herumstolziert. Als ob das noch nicht schlimm genug wäre, wird man mit harmlosen Witzchen bombardiert, die nur jemand auf diese Weise in einen Film einstreuen kann, der sich nie auch nur ansatzweise tiefer mit einem Hitchcock-Film, in diesem Fall "Psycho", auseinandergesetzt hat. In diesem Moment kann ich dann einfach nur froh sein, dass es zum Glück "Stoker" dieses Jahr in die Kinos geschafft hat, der einem gekonnt vorführt, wie man Hitchcock wirklich in Ehren hält. In "Hitchcock" hingegen wird unter Subtilität anscheinend verstanden, dass es lustig ist, wenn Hitchcock durch ein Loch einer Frau beim umziehen zuschauen oder Alma Reville einen depressiven Moment nutzen darf, um sich beim Schwimmen auszutoben. Ansonsten schwimmt Regisseur Gervasi psychologisch dermaßen gekonnt an der Oberfläche, dass ich mir nur den Kopf darüber zerbrechen kann, wie so jemand überhaupt die Erlaubnis dazu bekommen hat, sich am Meister zu vergreifen, denn weniger Ahnung von der Materie kann man schlichtweg nicht haben.

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Arthur A.: www.filmfutter.com

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7.0Sehenswert

Bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt, bietet Hitchcock interessante Einblicke in die Entstehung von Psycho, verrät aber wenig über den Meister hinter dem Film.

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Kubrick_obscura: CinemaForever, arte

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1.0Ärgerlich

Es war schon lange an der Zeit für einen Spielfilm über Hitchcock. Dass dann gleich zwei Filme so schnell das Licht der Welt erblickten, freut den Cineasten doch umso mehr. Zum einen der wunderbare HBO-Film "The Girl" über Hitchcocks obsessive Beziehung zu Tippi Hedren und nun die Kinoversion "Hitchcock" von Newcomer Sasha Gervasi über die (angeblich) schwierigen Dreharbeiten von "Psycho" mit einem Star-Ensemble zum Augenreiben. Hat die schier lange Wartezeit auf ein Hitch-BioPic dazu geführt, dass nun alle Stars der Welt auf einmal in "Hitchcock" mitspielen wollten? An der Qualität des Drehbuchs mag es wohl nicht gelegen haben.

Gegen die zahlreichen Neudichtungen, Screwball-Alma und Auslassungen habe ich eigentlich nichts. Sie sind fester Bestandteil des BioPic-Genres und ohnehin nötige Werkzeuge der Fiktion. Hitchcock selbst, der wie kein anderer den künstlerischen Schöpfungsprozess und die Abkehr von der Realität zelebrierte, hätte Gefallen an der Fiktionalisierung seiner Geschichte gefunden. Nur leider sind alle Änderungen spürbare Amputationen, die nur darauf abzielen den Film formattauglicher, konsumierbarer und seichter zu machen. Gervasis Film zeigt zu keiner Sekunde Interesse daran hinter Hitchcocks medial gewachsene Fassade zu blicken. Absolut schwachsinnig für einen Regisseur, der wie kein anderer von der Kraft des Verborgenen fasziniert war, eben auch weil er selbst viele Leichen im Keller hatte, was ja u.a. "The Girl" erzählt. Anthony Hopkins' Hitchcock-Abziehbild watschelt meistens durch den Film, macht ein paar Späßchen, streitet sich mit seiner Frau und dreht nebenbei mal so einen Film. Die eigentlich Schöpfung von "Psycho" wird außen vor gelassen, denn Hitchcocks Genie lag ja bekanntlich nicht in der Arbeit am Set, sondern in der Vorproduktion, die es aber laut dem Film gar nicht gegeben hat.

Die ganze Eifersuchtsgeschichte um Alma und Hitch ist so abgegriffen und dämlich, dass ich kaum glauben konnte, dass sie das Herzstück des Films ist. Umso bescheuerter sind die surrealen Begegnungen zwischen Hitch und Ed Gein (die reale Inspiration für die Bates-Figur in Blochs Roman). Sie erzählen praktisch nichts und sind bloßer verspielter Selbstzweck. Hitch hatte nie Interesse am realen Ed Gein. Ihn interessierte, was dahinter steckte, dessen fiktionale Kraft, nicht die Wirklichkeit.

All das passt letztendlich hervorragend in diesen Film, der ohnehin nichts verstanden hat, der so tut als hätte er noch nie die DVD-Hülle eines Hitchcockfilms von innen gesehen. Alles was "Hitchcock" macht, ist oberflächlichtes Recycling bekannter Hitchcockismen, das Abklappern staubiger Anekdoten (gerne im verfälschenden Kontext) und die lächerlichen Versuche seine Filme zu vertiefen (Anthony Perkins mag am liebsten "Rope" und "Strangers on a train" *facepalm*). Leider kann man "Hitchcock" noch nicht mal als Einführung in sein Kino missverstehen. Der Film taugt zu nichts, trotz großer Namen vor und hinter der Kamera, allen voran Jeff Cronenweth, der eindringlich zeigt, dass er ohne David Fincher gerade einmal den Auslöseknopf an der Kamera findet. Mit Bildern wird hier nichts erzählt (Wir sind ja nicht in einem Hitchcock-Film!). Das übernehmen die simplen Dialoge für die Popcorn-mampfende Meute im Kino. Da darf dann auch mal gerne darüber gelacht werden, dass Hitch durch ein Loch in der Wand in die Frauenumkleide luschert, weil das Norman Bates ja auch in "Psycho" so macht. Nur da ist es ein voyeuristischer Gewaltakt. Hier ist ein Joke, so wie alles in "Hitchcock". Am Ende sagt Hopkins zu Johansson, die Janet Leigh spielt: "Ich bin gar nicht so ein Monster." Und alle lachen! "The Girl" erzählt eine ganz andere, tiefergehende, bessere Geschichte, leider nur im Fernsehen.

Für's Kino gilt der Rat: Alles an "Hitchcock" ist das Gegenteil von Hitchcock!

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Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ... Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ...

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7.0Sehenswert

Wenn sich aus Hitchcock etwas lernen lässt, dann: Wie schön es sein kann, wenn einmal nicht das „wahre Gesicht“ einer Person und einer Geschichte gezeigt wird, sondern nur so getan wird als ob. Schließlich ist das die Domäne des Kinos, das So-tun-als-ob. [...] Fast wünscht man sich, die Autoren hätten den Film Mrs. Hitchcock genannt. Denn das Gravitationszentrum der Handlung bildet Alma Reville, Koautorin, Produzentin und Mitverschwörerin des Meisters in allen Belangen.

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Christian Schröder: Der Tagesspiegel Christian Schröder: Der Tagesspiegel

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6.5Ganz gut

Hitchcock hatte Abgründe. [...] Doch Sacha Gervasi belässt es in seinem ersten Spielfilm lieber beim Anekdotischen als sich genauer mit derlei Anklagen zu befassen. Er zeigt Hitchcock exakt so, wie ihn die Zuschauer seiner Fernsehsendung „Alfred Hitchcock presents“ kennen: als knorriges Genie. [...]

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David Kleingers: Spiegel Online David Kleingers: Spiegel Online

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1.0Ärgerlich

Da wird Psychologie zur Geisterbahnfahrt - so stellen sich Menschen ohne Ideen wohl Kreativität vor. [...] Indem er in seiner Stumpfheit alles verneint, wofür die formale Radikalität seines Protagonisten stand, bringt "Hitchcock" die schlimmste Ausprägung von Opas Kino auf die Leinwand zurück. [...]

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Thomas Winkler: fluter Thomas Winkler: fluter

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9.5Herausragend

So unterhaltsam Hitchcock ist, so großartig die Schauspieler, so geschliffen die Dialoge, so wundervoll der britische Humor: Den überlebensgroßen Mythos, den der große Manipulator Hitchcock einst selbst geschaffen hat und hinter dem er bis heute, auch 33 Jahre nach seinem Tod, immer noch verschwindet, den dekonstruiert auch dieser Film nicht.

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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

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8.0Ausgezeichnet

Keine Ahnung, was die Filmhistoriker zu Hitchcock sagen werden, aber die Hommage ist humorig, andeutungsreich und unterhaltsam. Sehr nett, wie Hopkins die Gestik, Körperhaltung und auch Hitchcocks Sprache mit diesem Ziegenlachen imitiert, obwohl er selbst immer wieder aus der Maske hervorbricht.

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Patrick Seyboth: epd-film Patrick Seyboth: epd-film

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9.0Herausragend

Getragen wird Hitchcock von einem famosen Ensemble, allen voran die Allzweckwaffe Anthony Hopkins [...]. Subtiler sind die vielfältigen visuellen Metamorphosen des Voyeurismusmotivs – es ist ein Film voller »peepholes«, ganz wie die Werke des Porträtierten. [...] Abseits von Platitüden wie »Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau« spiegelt der Film, was Charles Chaplin in seinem Nachruf auf Reville schrieb: »Der ›Hitchcock Touch‹ hatte vier Hände, und zwei davon gehörten Alma.«

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Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio

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8.5Ausgezeichnet

Dieser "Hitchcock" ist also weniger ein Biopic, als eine scharfsinnige, perfekt besetzte Beziehungskomödie, die genug thematische Relevanz und natürlich vergnügliche Dialoge hat.

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Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de Dimitrios Athanassiou: moviemaze.de

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6.5Ganz gut

Hitchcock ist unterm Strich vielmehr "Hitchcock-Light"; ein komödiantischer Abstecher in das Leben und das Schaffen des großen Regisseurs. Mag sogar sein, dass er sich mitunter vorwerfen lassen muss, im Grunde weder Fisch noch Fleisch zu sein; wobei er höchst erhellende Einblicke hinter die Kulissen des Filmschaffens gewährt. Die Hommage ist jedoch nicht von der Hand zu weisen. Was das angeht, spricht auch die visuelle Umsetzung eine deutliche Sprache. Stets erinnern Kameraarbeit wie die gewählten Perspektiven an den Stil des Filmgenies.

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F. Kummert: BR F. Kummert: BR

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9.0Herausragend

Das starke Hauptdarsteller-Paar Hopkins und Mirren und schön besetzte Nebenrollen machen den Film zum großen Vergnügen, sogar mit ein wenig "Suspense".

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José Garcia: Textezumfilm

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6.0Ganz gut

Zwar zeigt „Hitchcock“ die Vorbereitungen auf den Dreh und insbesondere die Auswahl der Schauspieler Anthony Perkins, der Norman Bates spielen soll, Vera Miles und vor allem Janet Leigh . Dass die berühmte Duschszene aus „Psycho“ auch in Gervasis Film einen besonderen Platz einnimmt, versteht sich von selbst. „Hitchcock“ legt allerdings Wert darauf, bei den Dreharbeiten einen Wiedererkennungseffekt in den Hitchcock-Kennern unter den Zuschauern zu erzielen. Beispielsweise wird das Drehen einer Szene mit einer Rückprojektion gezeigt. Für den Fortgang der Handlung von Gervasis Film ist dies zwar unerheblich. Es eröffnet aber die Möglichkeit, ein von Alfred Hitchcock immer wieder eingesetztes Verfahren zu verdeutlichen, bei dem die Schauspieler vor einer großen teiltransparenten Bildwand etwa in einem unbewegten Auto sitzen, auf die von hinten das bewegte Bild der vorbeiziehenden Landschaft projiziert und dadurch Bewegung vorgespiegelt wird. Auch ein Satz, der in „Hitchcock“ Alma Reville spricht („Regen Sie sich nicht auf. Es ist nur ein alberner Film“) verweist auf den berühmten Ausspruch, den Alfred Hitchcock bei den Dreharbeiten zu „Sklavin des Herzens“ (1949) zu Ingrid Bergman gesagt haben soll: „Ingrid, es ist nur ein Film“.

Handelt „Hitchcock“ vordergründig von den Dreharbeiten zu „Psycho“, so ist das eigentliche Thema von Gervasis Film die Beziehung zwischen Alfred Hitchcock und seiner Ehefrau Alma Reville. Weil die besten Einfälle zum Film von ihr stammen und „Psycho“ außerdem den letzten Schliff im Schneideraum von Alma erhält („Vier Hände waren beim sogenannten Hitchcock-Touch im Spiel, und zwei davon gehörten Alma“, so Filmkritiker Charles Champlin) nimmt sich Sacha Gervasis Film als eine regelrechte Hommage an Alma Reville aus. Dass Helen Mirrens Leinwandpräsenz selbst das herausragende Spiel Anthony Hopkins’ übertrifft, passt denn auch ins Bild.

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Annekatrin Liebisch: Radio Köln Annekatrin Liebisch: Radio Köln

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6.0Ganz gut

Porträt, Beziehungsstudie, Making Of? Ganz entschlossen wirkt Hitchcock nicht.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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8.0Ausgezeichnet

Hitchcock ist perfekt dramatisiert, und die Schauspieler befinden sich alle in Oscar-Nähe.

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Edward Nigma: CinemaForever

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6.0Ganz gut

[...] „Hitchcock“ ist ein Film für Hitchcock-Einsteiger, die sich dem Mythos des legendären Filmemachers langsam annähern wollen. Hier wird unterhaltsames Hitchcock-Party-Wissen (Bsp: „Psycho“ war der erste Film, in dem man eine Toilettenspülung zu sehen und zu hören bekam) mit einem Einblick in Hitchcocks zwiespältiges Privatleben gekreuzt. Immerhin Hitchcocks Kampf gegen Zensurbehörden und profitorientierte Studiobosse wird in Sacha Gervasis Hitchcock-Biografie angemessen honoriert. [...]

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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7.0Sehenswert

Das Gesamtbild, das Hitchcock hinterlässt, erweist sich am Ende dann leider als ähnlich unsauber wie die Maske im Gesicht von Anthony Hopkins - was wirklich sehr schade ist für einen Film, der so toll anfängt und zu einem magischen Zeitreise-Vergnügen ins Hollywood der späten 50er Jahre hätte werden können. Aber dafür ist der Film einfach zu unentschlossen und zerfranst zu sehr [...].

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Oliver Kaever: Programmkino Oliver Kaever: Programmkino

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7.5Sehenswert

Die üppige Scarlett Johansson wirkt als ätherische Janet Leigh etwas unglücklich besetzt. Das tut aber dem Spaß keinen Abbruch, gleichsam hinter die Kulissen der Produktion eines der einflussreichsten Filme der Geschichte zu schauen.

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Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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3.0Schwach

Im berühmtesten Filmgespräch aller Zeiten stellte François Truffaut dem Master of Suspense die alles entscheidende Frage: "Mr. Hitchcock, wie haben Sie das gemacht?". Wenn man nun diesem Film glauben darf, dann würde die Antwort darauf wohl lauten: Nun ja, irgendwie halt. Was offenbar als heitere Filmkomödie gedacht war, ist vor allem die Denunzierung eines Großmeisters – und eine Ansammlung von Unwahrheiten. [...]

Kritik im Original 32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 18 Antworten

notsch

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Is halt nur nen Film...so schlimm war er nicht.
Ich glaube Hitchcock hätte ihm was abgewinnen können...zumindest punktuell.
Und das ist bei der Bewertung auch zu berücksichtigen.


nilswachter

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Triffst den nagel auf den Kopf, Vega!


Alle Kritiken (31)


Kommentare (90) — Film: Hitchcock


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Codebreaker

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Bewertung6.0Ganz gut

Psycho - einer der wohl besten, einflussreichsten, wichtigsten und revolutionärsten Filme der Filmgeschichte.
Alfred Hitchcock - ein Regisseur den JEDER kennt, ob nun besonders interessierter und ambitionierter Filmfan oder Gelegenheitsfilmgucker.
Beides zusammen ist Thema des Filmes "Hitchcock".

Besonders groß war die Vorfreude auf den Streifen nicht, ich meine, generell ist ein Film über Filmemacher schon wahnsinnig interessant, ebenso hat es ein Alfred Hitchcock mehr als verdient, dass man einen Film über ihn dreht, aber irgendwie war die Angst eben groß, dass man doch nicht ganz so viel draus machen wird.

Ich persönlich kenne bisher, leider, nur Psycho von ihm, mehr noch nicht. Aber ich meine gerade dieser Film gilt ja als eines DER Meisterwerke Hitchcocks und um genau diesen geht es auch in dem Film hier.

So richtig konnte mich "Hitchcock" dann eben auch nicht wirklich überzeugen. Irgendwie merkte ich die ganze Zeit mehr, dass der Film eher der großen Masse gefallen will, dass er unterhalten will, dass er eben eine typische Rom/Com - Geschichte erzählen will, als, dass er sich wirklich ernsthaft mit der Materie auseinandersetzt.

Nicht falsch verstehen: das gelingt schon recht ordentlich. Man wird unterhalten, der Film ist kurzweilig, er liefert auch diverse Infos und Hintergrundfakten, die man aber teilweise, denke ich, schon kennt. Der Charakter Alfred Hitchcock und die Beziehung zu seiner Frau wird ebenfalls interessant eingefangen, aber so richtig umgehauen hat mich der Film im Großen und Ganzen dann eben nicht. Da hätte sicherlich noch mehr drin sein können, die Thematik hätte noch intensiver und tiefgründiger beleuchtet werden können und eben die Beziehungsstory hätte kürzer gehalten werden können.

Schauspielerisch ist das natürlich trotzdem ziemlich gut gewesen: Hopkins spielt Hitchcock klasse, Mirren ebenso auf hohem Niveau und dann haben wir noch viele andere bekannte Schauspieler in kleineren Rollen wie bspw. Scarlett Johansson oder Jessica Biel.

Anfang und Ende waren dann übrigens richtig richtig cool!

Alles in allem ein Film, der sicherlich recht unterhaltsam war und gewisse Informationen lieferte, aber sicherlich nicht zu den großen Biopics zählen wird. Kann man gesehen haben, leider fehlt für mich aber das, was ihn zu einem "Must see" macht und das ist dann doch etwas schade, da es eben um DEN Alfred Hitchcock geht.

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hno-16

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Bewertung9.5Herausragend

Was für ein cooler Film. Selten eine in Spielfilm gestzte Reportage über das mysteriöse, besondere, kreative, subtile und fragile Leben von Alfred Hitchcock. Ein Film über Psycho, der größte Hitchcock-Film und der größte Film der Filmgeschichte. Die fragile und hier sehr spezialgelagerte Darstellung von Alfred Hitchcock wirft Fragen auf? Eine ist zum Beispiel lebte er
wirklich so? Oder war es die Hassliebe des Showgeschäft? Die hoch umstrittene Produktion von Psycho wurde schön und realistisch mit sehr viel Witz und Humor dargestellt. Ein Anthony Hopkins wie in fast jedem seiner Filme in absoluter Höchstform! Perfekte Schauspieler‚ die überzeugen die aus eigener Hand völlig kreativ dargestellt und wie oft alles völlig abfragil auf die Bühne bringen!

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Kill_Diether

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schauspieler gut, Dialoge gut, Story gut. Soweit alles gut und sehr interessant, vor allem für die, welche die Person Hitchcock kennen lernen möchten. Ein genialer Künstler seines Fachs, mit allen Facetten des exzentrischen. Am Ende bricht die Besessenheit aus dem sonst so kontrolliert wirkenden Hitchcock in einer Szene heraus: Sir Anthony Hopkins macht das so großartig virtuos wie kein zweiter.

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cruzha

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hitchcock profitiert massiv vom charmanten Spiel der beiden Hauptdarsteller. Mirren und Hopkins machen das einfach großartig, mit Süffisanz und Augenzwinkern verleihen sie dem Geschehen eine passend komödiantische Note. Besonderes Lob an Kostüm und speziell Maske - großartige Arbeit! Die Darsteller sehen ihren Vorbildern verblüffend ähnlich, auch sonst wurde viel auf Authentizität geachtet. Dazu der tolle Score von Danny Elfman. Eine sehr runde Sache - da fällt noch nicht mal die olle Johansson groß negativ auf.

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MaceWindu1998

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Bewertung7.5Sehenswert

Toller Film!
Sehr interessanter Einblick in die Dreharbeiten und alles rund um Psycho. Hat mir sehr gut gefallen, die Schauspieler waren alle toll!
Schau ich mir sehr gerne nochmal an!

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Hagen Hagen

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine Menge hervorragender Darsteller und gut geschriebene Dialoge sind die Hauptbestandteile eines Films, der sich schön weggucken lässt. Klar ist der Alma-Seitensprung-Strang völlig überflüssig, aber der Rest macht Spaß.

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Cinemen

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film war ganz in Ordnung.
Leider fehlen Heute solche Größen wie Alfie !!!
Das Cast ist Ordentlich. Die Story Solide aber auch ein wenig Langatmig an den Zuschauer gebracht.
Kann man sich Anschauen hatte mir aber mehr Erwartet.

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Moviegod

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Bewertung7.0Sehenswert

Während der Produktion noch als großer Oscarkandidat gehandelt, stellte sich nach der Veröffentlichung Ernüchterung ein. So ging es mir auch, als ich den Film zum ersten Mal sah. Einen Blick hinter die schon beinah legendäre Produktion eines der wohl bekanntesten Filme aller Zeiten zu werfen, schien mir als Idee für einen Film unglaublich spannend. Doch der nun fertige Film zeigt meiner Meinung nach etwas zu wenig davon. Man bekommt zwar einen guten Eindruck von den Problemen, mit denen Hitchcock beim Dreh zu kämpfen hatte, doch es wird zwischendurch zu viel von seiner Ehe gezeigt. Und das nimmt immer wieder das Tempo und den Unterhaltungswert aus der Geschichte. Hopkins ist wie immer genial und sieht durch eine super Maske dem guten Alfred auch recht ähnlich. Aber auch die anderen Darsteller sind gut und kommen ihren realen Vorbildern optisch sehr nahe. Eine Biopic, die keineswegs schlecht ist. Aber man hätte einiges mehr daraus machen können.

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung7.5Sehenswert

Der einflussreichste Filmemacher des vergangenen Jahrhunderts, Alfred Hitchcock (Anthony Hopkins), steckt mitten in den Vorbereitungen zu seinem späteren Meisterwerk "Psycho" mit Janet Leigh (Scarlett Johansson), Vera Miles (Jessica Biel) und Anthony Perkins (James D'Arcy). Ihm zur Seite steht seine Ehefrau und Partnerin Alma Reville (Helen Mirren), die nicht jede Entscheidung ihres Mannes befürwortet, ihn aber dennoch vollends unterstützt. Die Filmbranche ist skeptisch gegenüber dem neuen Projekt und versagt die Finanzierung. Der inzwischen 60-jährige Filmemacher wird von einigen Produzenten für zu alt und sein Projekt für nicht gut genug gehalten. Hitchcock ist jedoch dermaßen überzeugt von dem Drehbuch, dass er selbst für die Kosten der Produktion aufkommen möchte.

Hitchcock ist keine Biographie des Master Of Suspence, aber das war auch nicht My Week With Marilyn und trotzdem war das ein Volltreffer.
Anthony Hopkins verkörpert Alfred Hitchcock in einer grandiosen Performance. Helen Mirren als Hitchcocks Ehefrau Alma, steht dem brillianten Schauspiel Hopkins aber in Nichts nach. Der Film ist bis in die Nebenrollen top besetzt, aber keiner kommt gegen die beiden in Hochform auflaufenden Allstars an. Die Anspielung auf seinen nächsten großen Abräumer die Vögel am Ende des Films, ist sensationell. Soundtracktechnisch holt der Film die 60ziger wieder ins Boot.
Nach My Week With Marilyn, ist Hitchcock eine weitere Verneigung für einen großen Weltstar vergangener Tage. 7,5/10

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brigerbaerger

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Bewertung7.0Sehenswert

Was mich etwas enttäuscht hat: "Hitchcock" behandelt nur seine Schaffens-/Leidenszeit während der Entsehtung von "Psycho". Der Film zeigt, warum Hitch den Film machen wollte und was er und seine Frau dabei riskierten. Das restliche Leben des "Master of Suspense" bleibt aussen vor. Wer jetzt eine Art Making of von "Psycho" erwartet, wird auch wieder enttäuscht sein, denn "Hitchcock" beleuchtet vor allem die Beziehung zwischen Alfred und seiner Frau Alma. Warum trotzdem ein "Sehenswert"? Der Cast ist einfach grossartig, hier natürlich allen voran Anthony Hopkins als Alfred Hitchcock. Man hat ganz klar nicht versucht Hopkins in Hitchcock zu verwandeln, sondern man sieht Hopkins, der Alfred Hitchcock spielt. Sicher haben die Maskenbildner rund um KNB Effects einen grossartigen Job gemacht, aber es ist die ganze Gestik und die Stimme von Hopkins, die mich immer wieder an Alfred Hitchcock erinnerten. Leider fand ich hier Helen Mirren eher blass. Vielleicht hängt das auch mit den sonst so starken Frauenrollen zusammen in der ich sie halt kenne. Vielleicht aber auch mit der tatsächlichen Zurückhaltung von Hitch's Ehefrau Alma - ich kann es nicht beurteilen. Sehr gut gefallen hat mir Tony Collette als Hitchcocks Sekretärin, die leider etwas wenig Screentime hat, wenn sie aber zu sehen ist, musste ich doch immer wieder über den Umgang mit ihrem "Chef" schmunzeln. Hinzu kommt, dass man neben der bezaubernden Scarlett Johansson die nicht minder ansprechende Jessica Biel bewundern kann. Wer Hitch mag, der wird mit Sicherheit seine Freude an diesem Film haben und sollte ihn meiner Meinung nach auch gesehen haben.

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Weltenkind

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Bewertung3.0Schwach

[...] Regisseur Sacha Gervasi behandelt in seinem Spielfilmdebüt „Hitchcock“ nur einen entscheidenden Lebensabschnitt und suggeriert damit den Eindruck, dass sich an diesen (im Kontext) weniger relevanten Ereignissen das gesamte Schaffen von Hitchcock definieren lasse. Es wird zu keiner Zeit ein Rückbezug zu vergangenen Filmen geschaffen und niemals beachtet der Film einen weiteren (für das Leben von Hitchcock) wichtigen Aspekt, um ein klares Bild über diesen Ausnahmeregisseur zu machen. Zwar kann man den Film in diesem Punkt zugute halten, sich im vollkommenen Bewusstsein nur auf die Dreharbeiten des Films „Psycho“ zu beschränken, dies mindert aber nicht den Eindruck, dass es sich hierbei um ein halbfertiges Produkt handelt ohne jegliche Relevanz zu seiner Titelfigur.
Um sich den Halbwahrheiten noch weiter zu beugen, legt Gervasi seinen Blickpunkt nicht auf das filmische Schaffen von Hitchcock, sondern übergeht jegliche historische Korrektheit, in dem er den von Anthony Hopkins gespielten Hitchcock eine äußerst melodramatische Liebesgeschichte zu seiner Frau Alma Reville andichtet. Reville (Helen Mirren, erstaunlich blass), eher bekannt als Ruhepol hinter Alfred Hitchcock, verkommt zu einer launischen und aufmerksamkeitsheischenden Frau, die sich zwingend aus dem Schatten ihres Ehemannes lösen will. Es scheint fast so als bange Regisseur Gervais darum sich emanzipatorisch zu weit der heutigen Darstellung zu entfernen und damit etwaigen Zuschauern auf den Schlips zu treten. Mut zum Kino sieht anders aus. [...]

http://www.cereality.net/kritik/hitchcock-06144

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Oliver0403

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Bewertung7.5Sehenswert

Meine ersten Worte gehen an den Fil "Psycho". Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie damals das Kinoplakat aussah...
Not even the Queen is allowed to join the showing" stand glaube ich auf dem Poster. Und was hat Sir Alfred Joseph Hitchcock mit dem Film geschaffen? Ein Jahrhundertmeisterwerk und obendrein die Mutter aller Schlitzerfilme. Und es ist eine absolute Schande, dass es weltweit immer noch KEINE EINZIGE offizielle unzensierte Fassung zu kaufen gibt.
Dann zum Film selber. Ich finde, dass bereits bei der Besetzung alles richtig gemacht wurde. Wer sonst, wenn nicht Sir Anthony Hopkins selbst könnte den Meister der Suspence verkörpern? Und wie er sich hier ins Zeug legt, verdient höchste Anerkennung.

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markus.rittner

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Entstehungsgeschichte zu Psycho und der kleine Einblick in Hitchcock´s Leben hat mir sehr gut gefallen, die Darstellerriege ist genial allen voran natürlich Hellen/Hopkins. Das Gestenspiel und die Bewegungen von Hopkins sind legendär. James D'Arcy sieht Antiny Perkins so änlich, das ist unglaublich. Vom Blick hinter die Kulissen und den Sets hätte ich gerne mehr Einstellungen gesehen, das Hollywood der 60ger war sehr gut in Szene gesetzt auch ein paar Szenen zum schmuzeln hat es gegeben! Die Laufzeit von 98 Minuten vergehen wie im Flug und sind meiner Meinung für dieses Thema fast zu kurz, hier wär wesentlich mehr drin gewesen, Schade, ich hätte gern noch mehr gesehen!

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JoeKramer

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Anthony Hopkins und Helen Mirren spielen großartig. Ein Film den kein Hitchcock Fan verpassen sollte!

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doctorgonzo

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein dicker Mann mit einer Schwäche für Blondinen.

Erstmal nicht so sehr außergewöhnlich. Es ist eher der voluminöse Herr , der so außergewöhnlich war und ist. Der "Master of Suspense", der olle Alfred, der Schreimeister, der Unvergleichliche und wohl auch der Unerreichbare.

Leider ist der Könner schon seit 1980 im unwiderruflichen Ruhestand und dementsprechend gehen Schockmomente im Kino nun viel zu oft im Sinne von "Was soll denn der Scheiß?" oder haben mit den Preisen zu tun.

Das heißt aber nicht, dass man der Persönlichkeit selbst nicht doch wieder etwas Leben einhauchen kann, wenn schon die Filme nicht mehr sind, was sie mal waren.

Gesagt, getan. Sacha Gervasi, bisher nur durch Dokus aufgefallen, widmet sich also dem großen Regisseur und den Schwierigkeiten im Zuge der Entstehung des unendlich bekannten "Psycho".

Wenn das Ehepaar Hitchcock dann durch Anthony Hopkins und Helen Mirren verkörpert wird, geht natürlich auch das "oho" gen unendlich.

Die beiden als Alfred H. und Alma Reville scheinen (nicht zuletzt durch Akkordarbeit der Make-Up "Artists") wie gemacht für diese Rolle. Wenn sich das alte Pärchen auf herrliche Weise angrantelt, möchte man sie direkt für bergeweise hanebüchene Werbespots anheuern. Von Arzneikürbisdrogen über Partnertauschbörsen für "den Herbst des Lebens" bis hin zu diversen kulinarischen Spezialitäten, alles wäre vorstellbar.

Kurzum, die beiden machen nicht nur Spaß, sie verzaubern.

Manchmal ist die Erzählweise irgendwo zwischen bizarr und drückend öde, aber da helfen dann immer wieder die schwungvoll eingestreuten Gags. Wie Hitch, der sich über den Kühlschrank hermacht. Wie von einem anderen Planeten anmutende Diskussionen, ob man eine Toilettenspülung im Film nutzen darf. Oder Alma beim Bademodenkauf.

Tolle Bilder, stellenweise geniale Einfälle, wie die Zwischenszenen mit Ed Gein und ein rundum traumhafter Cast machen diesen Film zu mehr als einem guten Film.

Sie sorgen für ein echtes Erlebnis. Gerade der oft als Bösewicht typisierte Michael Wincott ist in der Rolle des Ed Gein eine absolute Offenbarung. Aber auch alle anderen Darsteller, ob nun Kurtwood Smith, Ralph "Daniel San" Macchio, James Darcy als Anthony Perkins, oder Johansson und Biel als "Hitchcocks Blondinen" (wobei ich gerne zugebe, dass das Grace Kelly Foto aus der Zeit von "Rear Window" nochmal ein Stück ansehnlicher ist).

Paul Shackman spielt Hitchcocks Haus- und Hofkomponisten Bernard Herrmann, tritt aber nur kurz auf. Dafür tritt Danny Elfman vollkommen legitim in die Fußstapfen dieses Herren, ist er doch selbst schon allein für seine Burton Scores legendär. Auch hier spielt er wieder alle Tonleitern seiner großen Klasse rauf und runter und gibt dem Film nochmal einen Extraschub Esprit.

Ganz sicher kein akkurat biographisches Werk, aber ein umwerfend besetztes Unterhaltungskino, das nicht nur toll gespielt wird, sondern auch einen gewissen Einblick in Mechanismen des Filmeschaffens gibt.

Die Entstehung eines ganz großen Klassikers, klasse inszeniert. Und nicht nur deshalb sehenswert, weil es heute kaum mehr annähernd ähnliche Filmemacher gibt, von ähnlichen Filmen ganz zu schweigen.

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Sven - Friedrich Wiese

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Super Kommi!!!


spanky

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Bewertung4.5Uninteressant

Mit der Besetzung hätte man etwas großes machen können, aber man beschränkt sich mehr auf Oberflächlichkeiten. So nah Hopkins an Hitch auch heranreichen mag, der Film mit seiner platten Seifenopern-Episode, die er sich hier aus diesem Leben herauspickt, wird dem Oeuvre des Meisters einfach nicht gerecht, geschweige denn, dem Menschen Hitchcock.

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In_Ex_Fan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Spoiler bla, bla...

Hitchcock stand beim release nicht wirklich auf meinem Plan. Ich wusste das es den Film gab und worum es geht. Doch da ich mir bisher nichts aus dem "Master of Suspense" gemacht habe, blieb der Film ungesehen.

Hitchcock erzählt, wie die meisten sicherlich schon wissen, (nicht ganz wahrheitsgemäß) von den Ereignissen im Zeitraum der Dreharbeiten zu dem Klassiker Psycho.

Wie bereits erwähnt, war das Interesse an Hitchcock, sowohl dem Regisseur als auch dem Film, nie wirklich vorhanden. Doch da ich mich entschlossen habe hier und da mal einen Film zu schauen, der eigentlich nicht in mein "Kinomuster" passt, kam mir Hitchcock ganz gelegen. Anthony Hopkins war für diese Entscheidung ausschlaggebend.

Hitchcock ist wider aller Erwartungen ein unterhaltsames und kurzweiliges Werk geworden. Die Story ist unterhaltsam und bietet keinen Platz für Längen. Das Gefühlsleben Hitchcocks wird bildlich mit dem Killer Ed Gein dargestellt, indem sich "Hitch" und Gein unterhalten. Dies mag vielleicht auf den ein oder anderen unpassend wirken doch ich finde diesen Aspekt recht interessant. Hier wird ein fiktiver Dialog genutzt um dem Publikum Gedanken zu offenbaren.
Für Hitchcock-Neulinge bietet der Film außerdem ein paar Infos über den Regisseur selbst. Seine Obsession für seine Hauptdarstellerinnen wird beispielsweise ebenso erwähnt, wie seine Vorliebe für gemeine Scherze. Ich hätte gern etwas über seine berühmten Cameos gesehen aber man kann nun mal nicht alles haben. ;)

Anthony Hopkins ist in der Rolle des Meisterregisseurs großartig, was auch sonst? Hopkins ist ein Meister seines Fachs, dessen Fähigkeiten viele seiner Kollegen mit einem ganzen Leben voller Schauspielunterricht nicht erreichen können.

Hellen Mirren als Hitchcocks Frau Alma Reville liefert zusammen mit Hopkins die beste Performance des Films ab. Der Film wird von den beiden getragen und das ist überdeutlich.

Ach ja, die gute Scarlett. Sie hat ihre Fans und ihre Gegner. Ich zähle mich eher als Fan. Sowohl von der Schauspielerin als auch der Frau. :)
Sie hat zwar nicht wirklich viel im Film zu tun, doch ich seh sie immer wieder gern.

Der restliche Cast macht einen anständigen Job, keiner fällt negativ auf oder brilliert unerwartet.

Hitchcock ist natürlich kein Film, der nur so vor Effekten überquillt aber die Arbeit die an Hopkins Kostüm geleistet wurde ist bemerkenswert. Man erkennt zwar immer wer hinter der Maske steckt, doch in der ein oder anderen Szene, wenn man Hopkins von der Seite oder ähnliches sah, hatte ich das Gefühl tatsächlich die echte Person zu sehen.

Mein Fazit zu Hitchcock: Unterhaltsames "Biopic" das (zumindest bei mir) am Ende doch Interesse an seinen Werken weckt. Und wenn man dies aus dem Film mitnimmt ist es das ansehen allein schon wert, oder?

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Thomas Hetzel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Also das war doch mal ein Film, der wirklich mal ein paar Oscars verdient hat.
"Hitchcock" ist echt super gelungen: Allein die Musik ist grandios, klar war ja auch von Danny Elfmann, der schon mit seinen "Batman Score" für mich zumindest, Filmgeschichte geschrieben hat.
Ich weiß nicht wie die Macher es hinbekommen haben, aber Anthonny Hopkins sieht tatsächlich genauso aus wie die Filmlegende Alfred Hitchcock. Er ist kaum wieder zu erkennen. Meiner Meinung nach hätte Hopkins den Oscar diesmal vielmehr verdient gehabt, als das x-te Mal Daniel Day Lewis.
Aber auch James D´Arcy sah ja mal haargenauso aus wie Anthonny Perkins, schade, dass er im Film nur so kurz kam, hätte ihn gern öfters gesehen.
Einziger Wermutstropfen war mal wieder Scarlett Johansson. Also ich weiß wirklich nicht was an dieser Frau so toll sein soll.
Aber ansonsten unterhielt "Hitchcock" mit tollen Sprüchen, großartigen Schauspielern (insbesondere Hopkins) und einem würdigen Soundtrack.

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Baumkopf Holzfaust

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*zustimm* toller Film, toller Anthony Hopkins, supertolle Hellen Mirren, großartige Nebendarsteller - vor allem Anthony Perkins ist gut getroffen. Scarlett - ach ja, so schlimm war sie auch net.


MorganBlackwood

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Bewertung9.0Herausragend

Ich überspringe mal den Teil mit dem Inhalt des Films und komme direkt zu meiner Meinung, diesmal etwas kurz:

Ich finde, dass der Film schön anzusehen ist. Die Darsteller sind hervorragend gewählt, besonders Scarlett Johansson gefällt mir in der Rolle gut.

Der Soundtrack (gleich erkannt) ist von Danny Elfman und untermalt alles hervorragend.

Eine Sache stört mich jedoch:

Anthony Hopkins stellt Hitchcock zwar sehr gut dar, aber die Mundbewegungen sind durch das doch etwas aufwendigere Kostüm eher unglücklich.

Dazu muss ich sagen, dass ich den Film nur einmal auf deutsch im Kino gesehen habe. Ob es mit O-Ton anders ist, kann ich daher nicht sagen, das ist aber auch wirklich die einzige Kritik :-)

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CuchillaPitimini

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Bewertung6.5Ganz gut

Die Filmbiografie beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit Alfred Hitchcock (1899-1980), einem der erfolgreichsten und einflussreichsten Regisseure des letzten Jahrhunderts. Um genau zu sein dreht sich der Film um die Schaffensphase von Hitchcocks wohl bekanntesten Werk "Psycho". Er wirft einen interessanten Blick auf Hitchcocks Arbeit, auf die Filmszene der 50er/60er Jahre, aber auch auf Hitchcocks Privatleben mit seiner geliebten Frau Alma. Mehr ist es aber insgesamt nicht: Interessant, ganz gut.

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