Hochburg der Sünden
Hochburg der Sünden (2008), DE Laufzeit 79 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Kinostart 11.03.2010
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von Thomas Lauterbach,
Aysel ist gläubige Muslima und lebt seit vielen Jahren ein wohl behütetes Leben als Hausfrau und Mutter in der schwäbischen Provinz. Als sie erfährt, dass am Stuttgarter Staatstheater türkische Laiendarstellerinnen für die Tragödie “Medea” gesucht werden, sieht sie die Chance ihrer Langeweile zu entfliehen und bewirbt sich. Was sich am Anfang nach ein wenig Abwechslung anhört, stellt Aysels Weltbild bald auf eine harte Probe. Der Regisseur Volker Lösch will die Narrenfreiheit des Theaters nutzen, um in die teils sehr verschlossene Welt der muslimischen Frauen vorzudringen. Während der Entstehung des Stücks wird Aysel so mit den tragischen Lebensgeschichten anderer muslimischer Frauen konfrontiert, die sie bisher nur von Hörensagen kannte. Als einzige Kopftuchträgerin muss sie ihre Werte und ihren Lebensstil gegenüber moderneren Türkinnen verteidigen. Zerrissen zwischen der Sehnsucht nach Freiheit und der eigenen Tradition, gerät Aysel in einen Glaubenskonflikt und wird gezwungen, ihr eigenes Leben zu hinterfragen. Aysel beginnt zu kämpfen, gegen Klischees, gegen die “Sittenlosigkeit” am Theater und zuletzt gegen sich selbst.
Aysel ist gläubige Muslima und lebt seit vielen Jahren ein wohl behütetes Leben als Hausfrau und Mutter in der schwäbischen Provinz. Als sie erfährt, dass am Stuttgarter Staatstheater türkische Laiendarstellerinnen für die Tragödie “Medea” gesucht werden, sieht sie die Chance ihrer Langeweile zu entfliehen und bewirbt sich. Was sich am Anfang nach ein wenig Abwechslung anhört, stellt Aysel’s Weltbild bald auf eine harte Probe.
Der Regisseur Volker Lösch will die Narrenfreiheit des Theaters nutzen, um in die teils sehr verschlossene Welt der muslimischen Frauen vorzudringen. Während der Entstehung des Stücks wird Aysel so mit den tragischen Lebensgeschichten anderer muslimischer Frauen konfrontiert, die sie bisher nur von Hörensagen kannte.
Als einzige Kopftuchträgerin muss sie ihre Werte und ihren Lebensstil gegenüber moderneren Türkinnen verteidigen. Zerrissen zwischen der Sehnsucht nach Freiheit und der eigenen Tradition, gerät Aysel in einen Glaubenskonflikt und wird gezwungen, ihr eigenes Leben zu hinterfragen. Aysel beginnt zu kämpfen, gegen Klischees, gegen die “Sittenlosigkeit” am Theater und zuletzt gegen sich selbst.
Mit Material von Mindjazz Pictures
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Cast & Crew
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Thomas Lauterbach
Regie
Schauspieler
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Thomas Lauterbach
-
Thomas Lauterbach
- Genre
- Dokumentarfilm
- Handlung
- Alternativer Lebensstil, Deutsch-Türkisches Zusammenleben, Emanzipation, Lebenskrise, Moslem, Muslimin
- Stimmung
- Eigenwillig, Geistreich
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Hochburg der Sünden
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Kritiken (1) — Film: Hochburg der Sünden
Josef Lederle: http://film-dienst.kim-info... Josef Lederle: http://film-dienst.kim-info...
Kommentar löschenAysel steht bei der Premiere zwar auf der Bühne, doch damit endet die Dokumentation. Das ist nicht nur deshalb unbefriedigend, weil der aufklärerische Diskurs hier beispielhaft in die fundamentalistische Reaktion zu münden scheint, sondern mehr noch wegen der großen Farbigkeit und Plastizität, mit der zuvor ein nuanciertes Fresko deutsch-türkischen (Frauen-)Lebens ausgebreitet wurde. Die Teilhabe an den Gesprächen und Erfahrungen der Protagonisten gerät dadurch in beträchtliche Schieflage, weil sie den Eindruck einer gewissen Konzeptionslosigkeit nährt, die vom Gang der Ereignisse überrollt wurde. Doch selbst als filmischer Torso berührt der Blick hinter den Vorhang, weil er plastische Einblicke in die eigenwillige Genese einer Inszenierung gewährt und dabei eine Handvoll türkischer Immigrantinnen ablichtet, deren Verwurzelung in der neuen Heimat am besten an der Perfektion abzulesen ist, mit der sie schwäbisch parlieren.
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