Holocaust: The Story of the Family Weiss
Holocaust (1978), US Laufzeit 175 Minuten, Drama, Historienfilm
2 Bewertungen
Skala 0 bis 10
35 Bewertungen
4 Kommentare
Keine
mit Tom Bell und Joseph Bottoms
Holocaust ist eine vierteilige NBC-Miniserie aus dem Jahr 1978 mit namhaften Darstellern, die eine Quote von etwa 50 Prozent erreichte und ebenso kontrovers aufgenommen wie gefeiert wurde. Darin wird der Holocaust aus der Sicht einer deutsch-jüdischen Familie parallel zum Aufstieg eines deutschen SS-Offiziers erzählt.
Cast & Crew
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Tom Bell
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Adolf Eichmann
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Joseph Bottoms
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rudi Weiss
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James Woods
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Karl Weiss
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Meryl Streep
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Inga Helms Weiss
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Rosemary Harris
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Berta Palitz Weiss
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Tovah Feldshuh
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Helena Slomova
Schauspieler
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Marius Goring
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Heinrich Palitz
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Tony Haygarth
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Heinz Muller
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Michael Moriarty
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Erik Dorf
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Robert Stephens
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Uncle Kurt Dorf
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Sam Wanamaker
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Moses Weiss
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Ian Holm
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Heinrich Himmler
- Genre
- Drama, Historienfilm
- Zeit
- Zweiter Weltkrieg
- Handlung
- Adolf Hitler, Gaskammer, Heinrich Himmler, Holocaust, Schutzstaffel (SS), Waffen-SS
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Filmdetails Holocaust: The Story of the Family Weiss
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- Holocaust: The Story of the Family Weiss: critic.de

















Kritiken (1) — Film: Holocaust: The Story of the Family Weiss
Ulrich Behrens
Kommentar löschen"Holocaust" zeigt, so paradox das klingen mag, den nicht judenfeindlichen Antisemitismus eines Erik Dorf und eines Heydrich. Besonders deutlich wird dies in einem Gespräch zwischen Dorf und Heydrich gegen Ende des ersten Teils der Serie, das am Schluss (der vollständigen Besprechung dieses Films) wiedergegeben wird. Gerade dieses – erfundene (!) – Gespräch nähert sich in erstaunlicherweise einer These des Sozialwissenschaftlers Götz Aly: Der NS-Antisemitismus nutzte zwar den traditionellen Judenhass zur Mobilisierung des Völkermords. Der eigentliche Grund dieses Genozids aber war die Schaffung von Raum im Osten für die NS-Politik durch Vernichtung vor allem massenhafter armer Bevölkerungsschichten in Polen und darüber hinaus. Antisemitismus war Teil einer großraumorientierten "Bevölkerungspolitik" zur Lösung des Problems der "Überbevölkerung". Dieses "Über" war bei den Technokraten des Genozids, die kaum einmal wirklich antisemitisch…
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
patcharisma 2010/02/28 00:40:09
Antwort löschenCooles Essay - die Kurzfassung steht bei mir unten. xD
Kommentare (3) — Film: Holocaust: The Story of the Family Weiss
Kommentar schreibenMarie Krolock 2010/07/20 20:54:02
Kommentar löschenDa der Kommentar von patcharisma schon sehr viel sagt, konzentriere ich mich auf mein persönliches Sehgefühl und den Film ansich.
Vor einigen Jahren habe ich mir den Mehrteiler „Holocaust – The Story of the Family Weiss“ zum ersten Mal angesehen. Ich weiß noch, wie beeindruckt ich von diesem Film war, wie er mich berührt hat und wie oft mir die Tränen in den Augen standen – doch vieles hatte ich auch vergessen. Durch Zufall habe ich diesen Mehrteiler in meiner Stammbibliothek gefunden und gleich ausgeliehen. Nun habe ich dieses mehrstündige Werk erneut gesehen und die Gefühle vom ersten Mal waren wieder da.
Im zweiten Teil fällt eine Bemerkung, die mich erschaudern lässt und der mir während dieses Filmes immer wieder ins Gedächtnis kommt. Rudi Weiss beobachtet eine Massenhinrichtung und sagt: „Niemand wird glauben, was hier passiert. Lüge! wird man sagen. Weil Menschen so was mit Menschen nicht machen“. So ist es - man kann nicht glauben, was man sieht! Welche Unmenschlichkeiten, welche Abscheulichkeiten man zu sehen bekommt.
Die jüdische Arztfamilie Weiss aus Berlin steht im Mittelpunkt der Geschichte und anhand ihres Schicksals werden die Gräueltaten des Holocaust gezeigt. Josef und Berta sind ein liebendes Ehepaar; ihre Liebe zueinander und zu ihren drei Kindern ist durch den ganzen Film spürbar, ihr Zusammenhalt und die lang anhaltende Zuversicht, dass am Ende alles gut wird, gibt ihnen fast durchgehend unfassbare Kraft. Die Terrorherrschaft der Nazis treibt sie auseinander und lässt jedes Familienmitglied seinen eigenen furchtbaren Weg gehen.
Eine zweite Geschichte wird anhand des jungen deutschen Juristen Erik Dorf erzählt, ein zu Beginn herzlicher Mensch, der seine Frau und Kinder sehr liebt und alles für sie tun würde. Die Arbeitslosigkeit und seine ehrgeizige Frau drängen ihn in die Politik, obwohl er sich nicht im Geringsten dafür interessiert. Innerhalb weniger Jahre wird er zu einem führenden Mitglied der Partei und rechte Hand von Heydrich, plant Massentötungen und ist verantwortlich für die „korrekte Bezeichnung“ der Untaten wie „Umsiedlung“ statt Hinrichtung. Während Erik Dorf immer wieder mit sich hadert, ob er das Richtige tut, ist seine Frau bis zum Ende von „seiner Aufgabe“ überzeugt.
Die Geschichte spielt nicht nur in Berlin, sondern führt Opfer wie Täter ins osteuropäische Ausland, wie Russland und Polen. Hier wird auch auf die Widerstandskämpfe einiger Juden, denen sich auch Rudi irgendwann anschließt, eingegangen.
Obwohl die Hauptfiguren wie die Familie Weiss und die Dorfs fiktive Figuren sind, ändert es nichts an der Eindringlichkeit und Glaubwürdigkeit ihrer Darstellung. Sämtliche Schauspieler spielen überzeugend gut.
Diesen Mehrteiler als "Lieblingsfilm" zu bewerten, ist ein wenig merkwürdig, aber da er bis zum Ende, nach ca. 8 Stunden, nichts an Spannung, Emotionalität und Dramatik verliert, verdient er die Höchstwertung.
bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten
patcharisma 2010/07/20 23:57:48
Antwort löschenChapeau, Marie!
Marie Krolock 2010/07/21 00:04:32
Antwort löschenDanke!
mikkean 2010/07/26 15:58:53
Antwort löschenStarkes Stück Fernsehgeschichte. Ambitioniert und sollte auf jeden Fall von jedem mal gesehen werden.
Marie Krolock 2010/07/26 16:02:51
Antwort löschenIch kann ihn, wie man lesen kann, nur empfehlen!
Alle 6 Antworten zeigen
cinram 2012/05/01 17:55:06
Antwort löschenIch wollte eigentlich einen eigenen Bericht schreiben, aber Dein Kommentar hat mir eigentlich fast alle Wörter aus dem Mund genommen!
Schön, daß Du auch die Darsteller erwähnt hast! Eine eindrucksvolle, überzeugende Riege, darunter die junge, brillante Merryl Streep und "Milchgesicht" Michael Moriaty, der den Sturmbannführer Erik Dorf erschreckend, bzw. genial spielt, um nur zwei zu nennen, hinterläßt einen bleibenden Eindruck, den (fast) niemand kalt läßt!
Die Bewertung "Lieblingsfilm" wähle ich für diese Serie auch für mich!
Dafür ist die Skala ja da!
Marie Krolock 2012/05/01 21:39:18
Antwort löschenDanke! :)
filmbaum 2009/07/19 22:57:42
Kommentar löschenFinde es etwas schwierig den Film hier zu bewerten. Er hat tatsächlich die Wahrnehmung einer historischen Schuld ins öffentliche Bewusstsein gerückt, die zum Zeitpunkt der Erstausstrahlung hierzulande fast komplett verdrängt worden war. Nicht nur erfuhren die Jugendlichen via "Holocaust" das, was ihre Eltern ihnen meist gar nicht oder nur in vagen Andeutungen erzählt hatten. Auch die Erwachsenen fühlten sich auf einmal beim kollektiven Vergessen ertappt und beim vielleicht erstmaligen "Mit-Fühlen" mit den Opfern. Daher war der Zeitpunkt und auch die Wahl der Mittel dieses Films seinerzeit richtig und wichtig. Eine kollektive Schocktherapie als Anstoß für Wissen und Gewissen.
Insofern ist "Holocaust" ein Meilenstein der Fernsehgeschichte.
Mitte der neunziger Jahre lief eine Wiederholung (glaube auf Tele 5). Ich sah "Holocaust" nun zum zweiten Mal und fand ihn wenig überzeugend, seicht und oberflächlich konstruiert. Mich erstaunte geradezu das Missverhältnis zwischen der mittelmäßigen Inszenierung und der Massivität ihrer Wirkung bei der Erstausstrahlung. Offensichtlich hatte die Nation ihre Schuld seinerzeit gründlich verdrängt und umso emotionaler reagiert, als sie mit ihr auf diese Weise konfrontiert wurde.
Insofern ist "Holocaust" der richtige Pfeil zur richtigen Zeit - gewesen. Zeitlos ist der Film aufgrund seiner kolportagehaften Machart für mich heute nicht. Nicht mehr.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
patcharisma 2009/07/20 01:46:17
Antwort löschenIch finde den Film eben gar nicht kolportagehaft oder gar veraltet, ich hatte ihn ohne auf Wiederholungen angewiesen zu sein, als VHS behalten und immer wieder mal geschaut, auch mit jüngeren Freunden, die den "Original-Schock" nie erlebten. Ich finde ihn nach 30 Jahren immer noch sehr straight inszeniert, geradlinig spannend & auch dadurch dramatisch. "Gefühlsdusselei" würde ich eher "Schindler's Liste" vorwerfen, den ich aber auch nicht schlecht finde. Egal, Hauptsache ist ja irgendwie, dass das Thema ein Thema bleibt. Hoffe melden sich noch ein paar Leute mit ihrer Meinung zu Wort...
patcharisma 2009/07/19 04:30:33
Kommentar löschen"Holocaust - Die Geschichte der Familie Weiss" (USA 1978) ist der 4-teilige TV-Klassiker mit Meryl Streep u.v.a., der Jahrhundert-Geschichte schrieb! Dieses Werk gehört in vielerlei Hinsicht zu den beeindruckendsten und kontroversesten Geschichten, die jemals Celluloid spannte. Hiermit wurde das Tabu, das man ewig verdrängt hatte, nicht nur gebrochen, sondern erstmals schonungslos niedergewälzt.
ARD und ZDF zeigten den Film bei Erscheinen 1978 erst gar nicht, da sogar CSU-Minister Franz Josef Strauss persönlich ein Veto einlegte, dass die Mini-Serie nicht auf auf den Hauptkanälen gesendet werden konnte. Mit dem Hintergrund des damaligen deutschen Herbst' befürchtete man eine erneute Staatsrevolte, auch darum weil verschiedene damalige Staatsdiener immer noch Beamtenpöstchen inne hatten. So kam der Mehrteiler zuerst auf den dritten Programmen zu späterer Sendezeit (im Januar 1979), doch das tat dem Erfolg keinen Abbruch: Der plausibel erzählte Spielfilm fegte die Strassen leer!
Bis anhin war das Thema "systematische Judenermordung" kein Thema im Geschichtsunterricht und kaum im Bewusstsein der Bevölkerung. Dieser Film sollte das schlagartig ändern und schlug seinerzeit wie eine Bombe ein. Sogar der Begriff "Holocaust" ist heute nur wegen dieses Film-Events ein gängiger geworden (vorhin hiess es halbkonsequent "Völkermord"). Danach kam das Thema plätzlich in etlichen Diskussionsrunden ("Talkshows" gab es damals noch nicht) mit all der Garde sich als "hochstehend gescheit & intellektuell" empfindenden Intellektuellen (die Erklärungsbedarf manifestierten) und Magazine wie Spiegel & Stern berichteten Wochen darüber. Das deutschsprachige Europa war kollektiv geschockt; irgendwann musste die ARD auf gesellschaftlichen Druck hin den Film zur Primetime senden und alle, die es verpasst hatten, konnten es nachholen: Der geniale Film hatte 45% Quote im Ganzen (also die Hälfte aller im Besitz eines TV-Gerätes sahen im Minimum eine Folge daraus!)
Der Film zeigte das Grauen nicht anhand von nackten Zahlen der Ermordeten, sondern machte das Verbrechen anhand einer Familie plausibel, die man sofort ins Herz schloss. Jedes Todesschicksal wurde einzeln erzählt und das in einer dramatischen Wucht, die den Leuten schlaflose Nächte bereitete. Es als 4-teilige, 415-minütige Mini-Serie zu drehen, war ein weiterer Genialgriff: Man musste dran bleiben und konnte den Film nicht nach einer Nacht aus dem Gedächtnis verdrängen.
Gerade den Faktor, für den es immer kritisiert wurde, es sei zu "Hollywood-like" und zu "Soap"-mässig geraten, war schlussendlich das grosse Plus, denn der äusserst spannend und packend inszenierten Geschichte konnte sich keiner entziehen. Ja, man empfand echt Gefühle für all die Protagonisten - störte es darum all die Intellektuellen und hoch dotierten Professoren? Zuletzt waren auch auch die grandiosen Dialoge beklemmend: Z.B. Heydrich's grosse Kultiviertheit kommt hier zum Ausdruck (beängstigend top gespielt von David Warner). Nach 30 Jahren hat der Film noch kein Gramm Staub angesetzt, besticht durch seine geradlinige Unprätentiösheit auch mit den sehr brutalen Szenen darin. Den etwaigen Gefühlsanspruch, dem man im Vergleich "Schindler's Liste" durchaus auch vorwerfen könnte, wird hier vielleicht kritisiert aber niemand, der für schonungslose Aufklärung steht, muss das in beiden Fällen tun. Mitreissend sind beide Filme, "Holocaust" ist einfach viel direkter, krasser und komplett unverklärt. Top-Synchro von Bavaria (dagegen fällt das Original deutlich ab). "Holocaust" gehört heutzutage noch immer in jedes Klassenzimmer!
Mit Meryl Streep in ihrer zweiten Rolle, James Woods, dem tollen Jungen Jeremy Levy als rebellischer Aaron (der heute Quantum-Physik-Professor in Philadelphia ist), David Warner ("Das Omen"), Rosemary Harris ("Before the devil know you're dead"), Tovah Feldshue ("Lady from the water") und vorallem dem jungen & grossartigen Michael Moriarty ("Woman wanted", von und mit Kiefer Sutherland), der seine Rolle als aufsteigender Nazi Erik Dorf so plausibel inszenierte, dass es ihm glatt die Schauspielkarriere kostete und vielen weiteren (Theater-)Grössen, natürlich von allen ganz supperb gespielt.
PS: So eben ist die 4er-DVD von der Firma "Polyband.de" erschienen, die in den 90ern schon eine VHS-Video-Box davon machten. Ergebnis: Verpackung top, Rest leider Flop: Weder restauriertes Bild, noch Buch oder Bonus, gibt es, der ja in Überzahl vorhanden wäre, inkl. alternatives US-Ende. Schandhafter Job, aber immerhin gibt es das endlich mal. Das ist nämlich der Film, den niemand jemals vergisst!
bedenklich? 10 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten
Bradbury 2009/11/22 01:57:40
Antwort löschenEine kleine Empfehlung am Rande: "Babij Jar - Das vergessene Verbrechen". lg
patcharisma 2009/11/22 15:58:36
Antwort löschenHey danke! Hab davon schon gehört, es jedoch nie gesehen..