Holy Lola

Holy Lola (2004), FR
Laufzeit 130 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 18.08.2005

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7.0 Kritiker
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von Bertrand Tavernier, mit Jacques Gamblin und Isabelle Carré

Das französische Ehepaar Pierre und Geraldine, das nach elf Jahren Ehe immer noch kinderlos ist und deren sehnlichster Wunsch es aber ist, ein Kind zu haben, beschließt, ein Kind zu adoptieren. Dazu begeben die beiden sich auf eine Reise nach Kambodscha. Beide ahnen nicht, was sie dort erwartet und wie sehr ihre Liebe in den kommenden Monaten auf die Probe gestellt wird. Zusammen mit anderen französischen Paaren kämpfen sie sich durch die bürokratischen Mühlen einer fremden Regierung, deren Strukturen für die beiden zunächst schwer zu durchschauen sind. Täglich begeben sie sich auf endlose Runden durch Waisenhäuser und Ämter, werden ständig hingehalten und mit Bestechungsangeboten konfrontiert. Die ständigen Behördengänge entwickeln sich zu reinen Torturen, die das Paar an den Rand der Verzweiflung bringt.

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Kritiken (2) — Film: Holy Lola

Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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7.0Sehenswert

Taverniers Anklage dieser Verhältnisse, aber nicht minder der westlichen Gleichgültigkeit, ist offensichtlich, aber nie plump. Schonungslos zeigt er den Egoismus der Europäer, er zeigt aber auch Verständnis dafür. Sein Portrait der kambodschanischen Realität ist klar und empathisch zugleich - gerade diese Konsequenz und Parteilosigkeit seines Blicks ist die Stärke von HOLY LOLA.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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7.0Sehenswert

Die Adoption von Kindern aus Dritte-Welt-Ländern durch kinderlose Ehepaare aus reichen Industrienationen ist nach wie vor ein viel diskutiertes und kontroverses Problem, das auch in Bertrand Taverniers Drama „Holy Lola“ thematisiert wird. Nach eigener Aussage ging es ihm bei diesem Projekt jedoch nicht darum, einen Thesen-Film zum Thema Adoption zu machen, sondern in erster Linie die Geschichte eines Paares zu erzählen. Den ganzen Film lang stehen Pierre und Géraldine im Zentrum der Handlung. Diese Perspektive lässt den Zuschauer von Anfang an mit den beiden Protagonisten in die fremde Welt Kambodschas eintauchen und an ihren Hoffnungen und Ängsten teilhaben...

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Kommentar — Film: Holy Lola

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annaberlin

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Bewertung7.0Sehenswert

Tavernier, der in den 1970ern schon brisante Sozialdramen drehte, wendet sich in diesem Adoptionsdrama einem momentan heiß diskutierten Thema zu: Der Adoption ovn Kindern aus Dritte-Welt-Ländern durch wohlhabende Eltern. Im Mittelpunkt steht zwar Einzelschicksal eines französischen Elternpaares, das in Kambodscha ein Baby adoptieren möchte. Zunächst noch an ihrer "Moral" festhaltend, sind sie nur allzu schnell dazu bereit, Geldforderungen nachzukommen, die beispielsweise für aidskranke Kinder geringer ausfallen. Schockierend!

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