Hotel New Hampshire

The Hotel New Hampshire (1984), CA/US/GB
Laufzeit 105 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 22.02.1985

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6.5 Kritiker
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von Tony Richardson, mit Rob Lowe und Jodie Foster

Die Geschichte einer Familie über drei Jahrzehnte: nachdem das Hotel der Berrys in Amerika nicht so läuft wie erwartet, versuchen sie es in Europa. Aber auch dort sind sie nicht zufrieden, denn das Hotel, das sie übernommen haben, wird von den Einheimischen auch als Bordell benutzt. Erst der dritte Versuch, wieder in Amerika, wird für die Familie zu dem, was sie sich immer erträumt hatten.


Cast & Crew


Kommentare (6) — Film: Hotel New Hampshire

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hoffman587

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Bewertung7.0Sehenswert

The Hotel New Hampshire

"Hotel New Hampshire" ist eine schräge, unterhaltsame, spaßige, tragische und rührende Tragikkomödie von Tony Richardson aus dem Jahre 1984 nach dem gleichnamigen Roman von John Irving.

Die Handlung wurde im Grunde recht einfach gestaltet, wird epochenweise erzählt, aber wurde sehr liebevoll ausgearbeitet und weckt Interesse: Für Win Berry erfüllt sich ein langersehnter Traum als er mit seiner Familie in eine alte Schule in Neuengland zieht und daraus dann das Hotel New Hampshire macht. Doch der Erfolg bleibt aus. Trotzdem bietet sich bald eine zweite Möglichkeit in Wien, doch dort leben aber auch sehr seltsamwirkende Figuren und Wins Kinder entdecken währenddessen sich selbst und so auch neue Seiten an sich.

Der Cast an sich erstmal super und die meisten Stars standen hier noch am Anfang ihrer mehr oder weniger guten Karriere, da gäbe es einmal einen exzellenten Beau Bridges als Herr des Hauses Win Berry, dann einen gut spielenden Rob Lowe als Sohn John Berry, der in seine Schwester Franny verliebt ist, die nebenbei noch großartig von Jodie Foster gespielt wird. Neben ihnen überzeugen natürlich noch Paul McCrane, Matthew Modine, Amanda Plummer und Nastassja Kinski.

Die Regie wurde routiniert gehandhabt, zwar tauchen immer wieder kleine Makel und Mängel auf, aber schlussendlich schafft sie es doch die Geschichte schön turbulent zu erzählen.
Die Kameraarbeit geht an sich auch in Ordnung, auch wenn ich hier besonders bemerken möchte, dass die Bilder doch schon ein wenig angestaubt auf mich wirkten.

Dazu kommen noch liebenswerte, skurrile, aber auch ernstzunehmende Charaktere, mit denen schon mitfühlen kann und so auch größtenteils ihre Hintergründe verstehen kann.
Des weiteren wurden die Dialoge ausgezeichnet geschrieben, sie sind durchaus bissig, auch sehr skurril, jedenfalls das ein oder andere Mal und außerdem wurden sie noch mit ein paar vulgären Wörtern verziert, sodass teilweise auch etwas Zeitkritik geäußert wird.
Seinen Reiz gewinnt der Film durch seine recht netten, skurrilen und schrägen Einfälle, die wirklich was besonderes sind und sich so beim Film ein gewisser Charme entwickelt. Auch wenn einige Ideen vielleicht zu originell sind, aber das ist ja eh Geschmackssache, ich fand sie jedenfalls sehr abwechslungsreich und erheiternd, selbstverständlich bemerkt man auch die ernsten Untertöne des Ganzen.

Natürlich sollte man dann auch nicht die tragischen und dramatischen Seiten des Ganzen vergessen, die aber stets skurril verpackt werden, sodass sie doch nie diesen aller Weltsklischees verfallen und so entwickelt der Film doch eine hervorragende Balance zwischen Tragik und Humor.
Es entstehen aber auch, wer hätte es anders gedacht, einige Längen, obwohl der Gesamteindruck dadurch nur sehr gering geschmälert wird und ein weiter negativer Aspekt wäre noch, dass das Buch eigentlich nur teilweise angerissen wird, sodass immer wieder kleine Holpersteine auf dem Weg liegen, aber ich denke das kann man verzeihen, da das Buch wahrscheinlich sehr schwer in einen einzigen Film zu pressen ist.

Damit kann man schlussendlich nur sagen, dass "Hotel New Hampshire" eine bärenstarke und eine sehenswerte, tragisch-skurrile Familiensaga ist, die selbstverständlich nicht an den Roman heran kommt, aber immerhin ist diese Verfilmung auf jeden Fall gelungen.

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hoffman587

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@Alfred:Die ist schon lange alle:)
@Joe Gillis: Dann hat also doch jemand bemerkt und danke:)
@ElMagico: Teilweise schon, aber ich bin eben ein guter Samariter:)
@Timo: Eigentlich nichts deutlich erkennbares.


Andy Dufresne

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Garp find ich auch den gelungensten Irving,allein schon wegen Close und vor allem wegen John Lithgow als Roberta Muldoon....
Vielleicht sehen das viele anders,aber Gottes Werk und Teufels Beitrag ist auch kein schlechter Film (Bei allen Filmen sollte man die Vorlage vergessen (die ist bei Irving einfach immer zu komplex und zu vielseitig um sie komplett kongenial einfangen zu können))Wenn man die Romane nicht kennen würde,würden aus guten gleich sehr gute Filme,denk ich...Gibt auf jeden Fall Tausende von schlechteren Romanadaptionen,man denke nur an Stephen King...


kronenhummer

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Bewertung6.0Ganz gut

Was für ein schräger Film… Ich kenne das zu Grunde liegende Buch nicht, der Film der hieraus entstanden ist, ist jedoch ein ganz spezieller. „Hotel New Hampshire“ verbindet viele kleine Geschichten aus der großen Lebensgeschichte der im Zentrum stehenden Familie miteinander, ohne dabei jedoch die einzelnen Geschichten ausführlich auszubilden. Wenn man eine langjährige Familiengeschichte in 105 Minuten versucht zu bringen, so wirkt dieses mitunter leider wie ein Schnelldurchlauf – wenn dann einzelne Szenen sogar im Schnelldurchlauf gedreht werden, wird dieser Eindruck - vermutlich unfreiwillig – noch gestützt.

„Hotel New Hampshire“ begann eigenartig, jedoch für mich vielversprechend. So konnte mich der Wechsel zwischen leichten Szenen und Lebenserfahrungen und tiefsinnigen oder auch sehr harten Aspekten des Lebens anfangs absolut überzeugen. Vor allem die Handlung um die beiden älteren Geschwister war überzeugend. Gleiches galt durchweg für die schauspielerischen Leistungen, allen voran einmal mehr Jodie Foster.

Doch auch wenn ich eigenartige und vielschichtige, als seltsam empfundene Filme grundsätzlich sehr schätze – dieser wirkte mir dabei zu gewollt und aneinandergereiht. Unpassende Bordellgeschichten, echte Bären, falsche Bären, die Einbindung der Ortswechsel, die Familiengeschichten, Terroristen – viele Pfade, mitunter amüsant, mitunter seltsam, aber insgesamt doch etwas viel.

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kronenhummer

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Hey, danke für die Info. Das Potential hat man gesehen, auch wenn ich nach dem Film jetzt nicht unbedingt den großen Drang verspüre das Buch zu lesen. Schade, hier hätten also 20-30 Minuten mehr dem Film wirklich gut tun können...


Andy Dufresne

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Wahrscheinlich eher 80-90 min,das Buch ist sehr ausladend.Einiges aus dem Buch hat auch seinen Weg garnicht in den Film gefunden,kann gut sein das es deshalb so "vielpfadig",zum Teil unlogisch,nicht zu Ende erzählt erscheint.Das Buch ist extrem gut,fesselnd von Anfang an (hab es glaub schon 3 mal gelesen) und bestens geeignet als Irving-Einstieg ("Garp und wie er die Welt sah",Top Buch,Top Film und bei "Gottes Werk und Teufels Beitrag" ist es ebenso.Super Kurzgeschichten gibt es auch von ihm).Falls Du gern mal ein phantasievolles Buch,das trotz allem immer in der Realität angesiedelt ist und einen guten Schuß Verrücktheit enthält,lesen willst:Sag ja zu "Hotel New Hampshire",lohnt sich :)


8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Regisseur und Drehbuchautor Tony Richardson hat sich aus der prallen Vorlage von John Irving geeignetes Material herausgesucht und einen im Großen und Ganzen recht passablen Film daraus gemacht. Die darin zur Verfügung stehende Auswahl ist riesig: eine Vergewaltigung wird gerächt, es gibt erste Liebeserfahrungen (hetero- und homoerotische) und auch eine sonderbare Defloration ist dabei. Wir sehen bombenwerfende Terroristen, die ’Radikale’ heissen, einen pupsenden Hund, jede Menge skurrile Figuren und einen literarischen Erfolg, der Wohlstand bringt. Dabei geht es Schlag auf Schlag. Gags werden gleichermaßen gefolgt von Slapstickeinlagen und Schockern. Es gibt Katastrophen, menschliche Dramen und viel Situationskomik. Die Dialoge sind unheimlich frech, aber es gibt dazwischen auch besinnliche Szenen, die anrührend sind. Alles in Allem eine abwechslungsreiche Vielfalt von Ereignissen. Die Jungstars von damals(1984) sind heute Filmgrößen von Hollywood (Foster, Lowe, Bridges, Kinski, Modine u.a.). Richardson schlägt uns für eine gewisse Zeit in den Bann seiner temporeichen Story. Doch dann geht ihm in der zweiten Hälfte die Luft aus. Das Ende zieht sich hin, Szene wird an Szene gereiht, man sehnt den Abspann herbei, denn es ist alles gesagt. Und als Rückversicherung erfahren wir am Ende dass ’das Leben ein Märchen’ sei.
Kann man, muss man aber nicht…

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Roger Murtaugh

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Bewertung9.0Herausragend

Mein absolutes Lieblingsbuch von John Irving verfilmt mit der jungen Jodie Foster. Wie die meisten Literaturverfilmungen leidet auch diese Umsetzung an der Straffung der Handlung und am mangelnden Tiefgang der Charaktere. Aber dennoch ist dies eine der gelungeneren Romanverfilmungen und ist mit Darstellern wie Rob Lowe, Nastassja Kinski oder Beau Bridges glänzend besetzt.
Daher hebt sich dieser Film auch aus der Masse der halbgaren Literaturverfilmungen wohltuend ab und ist absolut sehenswert. Dennoch empfehle ich die Lektüre der gleichnamigen Romanvorlage - am besten natürlich noch bevor man sich die Verfilmung anschaut...

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brocklanders

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Bewertung7.5Sehenswert

Unglaublich was Irving da alles in seinem Buch veranstaltet: Ein echter Bär, ein falscher Bär, Geschwisterliebe, Vergewaltigung, Terroristen in Wien, ausgestopfter Hund, Torte im Hotel Sacher... so was kann man eigentlich nicht verfilmen. Wurde aber dennoch gemacht. Und es war wirklich nicht schlecht. Kann das Buch nicht ersetzten – aber Lust darauf machen.

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holgerd

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ist schon eine Weile her, dass ich den geguckt habe. Aber die Charaktere waren einfach so abgefahren, dass ich heute noch das Grinsen kriege. Beispielsweise gibt da eine Frau, die den Tick hat ständig im Bärenkostum rumzulaufen (ja, ist wirklich lustig). Und Jodie Foster war ja so jung damals!

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