House of Boys

House of Boys (2009), DE/LU
Laufzeit 118 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 02.12.2010

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5.7 Kritiker
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von Jean-Claude Schlim, mit Layke Anderson und Benjamin Northover

Nachdem Frank in den 80er Jahren sein Coming-Out hat, entflieht er dem Luxemburger Kleinstadtleben und strandet im House of Boys in Amsterdam. In dem Männerstripclub und Cabaret kann er sich im Kreise von farbenfrohen und schillernden Gestalten voll ausleben und verliebt sich in seinen Zimmergenossen Jake. Sein Schicksal nimmt in House of Boys eine dramatische Wende, als er, nach einer intensiven Nacht mit Jake erfährt, dass bei Jake AIDS diagnostiziert wurde. Es beginnt ein verzweifelter Kampf gegen eine übermächtige Krankheit.

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Kritiken (6) — Film: House of Boys

Angelika Nguyen: der Freitag Angelika Nguyen: der Freitag

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6.5Ganz gut

Bei aller Ungelenkheit der Regie, der umständlichen, manchmal gar betulichen Erzählweise hat House of Boys dennoch Charme. Das liegt vor allem an seinen Schauspielern. Schlims Film gefällt vor allem durch das, was er nicht ist: So fehlt dem Film jede Attitüde einer Gib-Aids-keine-Chance-Kampagne. Aus der Binnenperspektive der Angesteckten kreiert er eher ein Grundgefühl von Trauer und Solidarität.

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Susanne Sitzler: fluter Susanne Sitzler: fluter

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4.0Uninteressant

"House of Boys" [taugt] weder als schwules Liebesdrama noch als Aufklärungsfilm, einfach weil man zu wenig mitfühlt. Allenfalls sehenswert bleiben Udo Kier in einer Nebenrolle als "Madame", dem Besitzer des titelgebenden Clubs, sowie Stephen Fry als behandelnder Arzt [...].

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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5.0Geht so

Immerhin kann der Film bei einigem Negativen, das er auch aufweist, in seinem letzten Teil vielleicht dazu beitragen, dass der Leichtsinn, der bei manchen gegenüber der tödlichen Krankheit noch herrscht, aufgegeben wird. Das ist umso notwendiger und dringender, als der Nachspann sachlich berichtet, wie viele Millionen Menschen mit Aids infiziert sind und wie viele Tausende, ja Hunderttausende jährlich daran sterben.

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Gabrielle Seil: RTL.lu Gabrielle Seil: RTL.lu

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6.5Ganz gut

Schade [...], dass der Film – wegen ein paar gewagter Sexszenen – erst für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben sein wird und somit an einem wesentlichen Teil des Zielpublikums vorbeischliddert. Wäre strenger geschnitten geworden, hätte die fiktive Geschichte nicht nur zugänglicher gemacht, sondern zudem gestrafft werden können. Alles in allem, und trotz der Schwächen im Erzählstrang, ist Jean-Claude Schlim mit House of Boys ein lobenswerter Tabubruch gelungen.

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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

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7.0Sehenswert

Trotz mancher Schwächen ist das Regiedebüt des Luxemburgers Jean-Claude Schlim eine willkommene Abwechslung. Zwar taucht auch seine Anfang/ Mitte der 80er Jahre spielende Geschichte tief in die schwule Subkultur ab, in der es von grellen Figuren, campigen, überkandidelten Transvestiten und Musicaleinlagen nur so wimmelt, doch „House of Boys“ verkommt nie zur Klischee überfrachteten Parodie.

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Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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5.5Geht so

Während die Tanz- und Singszenen und das kommunenähnliche Zusammenleben schwungvoll inszeniert sind, überträgt sich der Rhythmus nicht auf die Spielhandlung. Die Liebesgeschichte zwischen Frank und Jake transportiert sich nicht so recht und wird etwas zerfasert im Bemühen, die anderen Stränge, Charaktere, Rückblenden zu erzählen. Es gibt einige leicht irreführende, fast pornografische Szenen; die Dialoge sind mitunter simpel. Insgesamt führt das zu Längen.

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