Howl - Das Geheul

Howl (2010), US
Laufzeit 84 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 06.01.2011

6.4 Kritiker
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Skala 0 bis 10
6.8 Community
185 Bewertungen
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Howl - Das Geheul
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von Rob Epstein und Jeffrey Friedman, mit James Franco und Mary-Louise Parker

Er gilt als einer der Begründer und wichtigster Vertreter der Beat-Generation: Allen Ginsberg.
1955 schrieb er Howl, ein Gedicht, das derart intensiv und ungewöhnlich Ausdruck seiner kritischen Auseinandersetzung mit der Eltern-Generation verlieh, dass es konservative Kräfte auf den Plan rief, die Howl als obszöne Literatur verschrien. 1957 kam es dann zu einem Beispiel gebenden Gerichtsprozess, in dessen Verlauf Allen Ginsberg und die anderen Angeklagten von diesem Vorwurf freigesprochen wurden. Howl – Das Geheul verfilmt in experimentierfreudiger Weise das junge Leben des Allen Ginsberg (James Franco), die Entstehungsgeschichte vom skandalträchtigen Howl und den Gerichtsprozess. Das Biopic bindet in die Spielszenen auch Archivbilder ein. Howl – Das Geheul stellt ebenfalls den Versuch dar, die literarische Gattung der Lyrik, hier dargestellt im Gedicht, mit den Mitteln des Films zu verbinden.

Den meisten Zuschauern dürfte Hauptdarsteller James Franco bisher höchstens als bester Freund Peter Parkers (Tobey Maguire) und späterer Widersacher Spider-Mans ein Begriff sein. Tatsächlich aber hat sich James Franco in den letzten Jahren als vielseitiger Darsteller gemausert und ist in verschiedenen Genres zuhause: Sei es in Komödien wie Ananas Express oder Your Highness – Schwerter, Joints und scharfe Bräute oder in Dramen wie Milk oder 127 Hours. Rob Epstein, einer der beiden Regisseure, hatte sich bisher einen Namen durch Dokumentarfilme gemacht, so zum Beispiel auch über Harvey Milk in The Times of Harvey Milk. (EM)

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Kritiken (11) — Film: Howl - Das Geheul

Stefanie Zobl: Fluter Stefanie Zobl: Fluter

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7.5Sehenswert

Es ist nachzuvollziehen, was Epstein und Friedman mit diesem Genremix bezwecken wollten – summa summarum ist es aber etwas zu viel, zu überladen. "Howl" ist durchgehend ein so starker und sinnlicher Text, dass er eine solche massive Bebilderung nicht bräuchte. [...] Letztendlich geht die Rechnung der Filmemacher aber doch auf: Die Mischung der verschiedenen Stilelemente fügt sich zu einem einheitlichen Ganzen zusammen, das ergibt sozusagen einen ähnlich positiven Verlauf wie bei der Gerichtsverhandlung gegen das Gedicht.

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Britta Schmeis: Stern Britta Schmeis: Stern

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8.5Ausgezeichnet

Man muss sich auf diesen Film, der im Wettbewerb der Berlinale 2010 lief, einlassen. Insbesondere die animierten Szenen erfordern ein wenig Vorstellungskraft und Sinn für Skurriles. Auch rudimentäre Kenntnisse über die Beat Generation sind durchaus hilfreich. Dann aber ist diese wunderbare Hommage an den scheuen Allen Ginsberg eine wunderbare Mischung aus Biografie und Werkadaption, die zu einer Hymne auf die Freiheit des Wortes und des Individuums verschmilzt.

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Sven von Reden: taz Sven von Reden: taz

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6.5Ganz gut

Ein Vergleich seiner "Howl"-Version mit den Bebilderungsversuchen von Laien auf Youtube zeigt sehr schön, dass er in weiten Teilen der Gefahr einer einfach verdoppelnden Illustration entgeht. Er versucht, einen eigenen Rhythmus der Bilder zu finden, der zwar nie allzu weit von Ginsbergs Stakkato-Poesie wegführt, aber Lücken lässt, synkopiert (Bebilderungen werden vor- oder nachgezogen) und eigene Metaphern und Metonymien einsetzt. [...]
Die Addition der interpretierenden Erzählstränge führt allerdings dazu, dass "Howl" bisweilen mehr wie Unterrichtsmaterial für einen Oberstufen-Englischkurs wirkt als wie ein Kinofilm. Aber letztlich übersteht Ginsbergs Gedicht die hermeneutische Attacke von allen Seiten recht gut - ein Beleg für seine literarische Qualität. Auch nach 90-minütiger didaktischer Zurichtung sind weder alle Geheimnisse gelöst noch hat es seinen unwiderstehlichen Drive eingebüßt.

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Volker Behrens: Hamburger Abendblatt Volker Behrens: Hamburger Abendblatt

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6.5Ganz gut

Die Regisseure Rob Epstein und Jeffrey Friedman [...] erzählen ihren komplizierten Stoff auf unterschiedlichen Ebenen und versuchen so, ein filmisches Äquivalent zur verbalen Virtuosität des Textes zu finden. Ein weiterer Erzählstrang zeigt Passagen des Gedichts, die der Künstler Eric Drooker in überbordende Animationen umgesetzt hat.

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Claudia Nitsche: Radio Köln Claudia Nitsche: Radio Köln

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7.5Sehenswert

Neben der theoretischen Aufarbeitung und der pointierten Vorstellung des Autoren [Allen Ginsberg] spielt auch das Gedicht selbst eine Hauptrolle. Und mit welch wundervollem Kostüm. Die Sätze von "Howl" wurden in einem surrealen Comic zum Leben erweckt, auf leichte, unbekümmerte Art schweben Gedanken durch die Luft, wandeln sich zu Skeletten oder brennenden Körpern, vermengen sich zu einem verträumten Videoclip, der einen roten Faden bildet und gleichermaßen zeigt, wie absurd es ist, Literatur zu bewerten.

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Harald Steinwender : BR Harald Steinwender : BR

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5.5Geht so

Die ambitioniert angelegte und mit guten Schauspielern besetzte Mischung aus Gerichtsdrama, Experimentalfilm und Dokudrama wirkt meist so brav, so politisch korrekt und pädagogisch wertvoll, dass man die Ecken und Kanten der literarischen Vorlage schmerzlich vermisst. [...] Der Film "Howl – Das Geheul" dagegen kommt ästhetisch wie eine gut inszenierte, aber konventionelle US-Fernsehproduktion daher. Das ist gemessen an der Qualität gegenwärtiger US-Serienproduktionen wie "Mad Men", aus der mit Jon Hamm auch einer der Hauptdarsteller stammt, zwar kein gravierender Einwand. Aber für das Kino und das spannende Sujet ist dies doch etwas zu wenig.

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J. Bauer: Schnitt J. Bauer: Schnitt

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7.0Sehenswert

Der Film entgleitet [...] leider in eine furchtbar animierte »Howl«-Welt, deren ästhetisches Vorbild William Blakes Malereien zu sein scheinen. Doch die Animationen sind glatteste Disney-Oberfläche und auch die Vertonung hat wenig mit der Jazzpoetik gemein. Doch Howl überlebt diese Verseichtung. Das [...] spricht für den Rest des Films.

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Detlef Kuhlbrodt: Die Zeit Detlef Kuhlbrodt: Die Zeit

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6.0Ganz gut

Rob Epsteins und Jeffrey Friedmans Film Howl mit James Franco in der Rolle von Allen Ginsberg ist eine vielschichtige Annäherung, die irgendwie verspätet wirkt und versucht, ihre Verspätung durch, nun ja, Akkuratesse einzuholen. Wenn man Originalaufnahmen von Allen Ginsberg hört und sie mit dem Vortrag von James Franco vergleicht, kann man Franco dafür rühmen, dass er der Intonation von Ginsberg tatsächlich sehr nahekommt.
[...]
Letztlich ist Allen Ginsbergs Gedicht Howl ja eine Totenfeier [...] und Beschwörung augenblicksbezogener Ekstasen, die zum Mitmachen und Proselytentum aufforderten. Und weil das alles schon so lange her ist, hat dieser Film, der versucht, die damalige Begeisterung mitzuteilen, und uns noch einmal zum Mitmachen auffordern möchte, auch etwas Vergebliches.

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Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Zahlreiche Erzählebenen verweben Rob Epstein und Jeffrey Friedmans [...] geschickt zu einem pulsierenden Organismus. Den beiden amerikanischen Dokumentarfilmern gelingt mit ihrer ambitionierten, fiktionalisierten Dokumentation des Gedichts, seiner Entstehung und Rezeption fast selbst die hymnische Verteidigung dieser radikalen Lyrik. [...] Gerichtsdrama, Zeitporträt, Gedichtinterpretation, Biopic und eine scharfsinnige Reflexion über die Freiheit der Kunst – der cineastische Genremix der beiden amerikanischen Dokumentarfilmer bezieht seinen Reiz genau aus dieser Kombination.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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3.0Schwach

. Quellenfetischismus, Geschichtsdummheit. In jeder Sekunde des Vorspanns der TV-Serie Mad Men steckt mehr Intelligenz und Stilgefühl als in diesen Sequenzen. [...] Wo Mad Men zum überzeugenden Zeitbild wird durch wunderbar tarierte Unterdeutlichkeit, da schreit Howl heraus, was eh keinen interessiert. Wär’s nicht so traurig, müsste man lachen, dass der ganze dumme Literatur-muss-erlebt-sein-Quatsch, auf dem der Film reitet, justament dieser Tage in Feuilletons Urstände feiert.

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Chuchaqui: Critic.de

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7.0Sehenswert

Eine wunderschöne Film-Collage. Vielleicht etwas zu voll und manchmal zu hastig erzählt, aber die vier Film-Ebenen entfalten alle ihren eigenen Reiz und werden zu einer starken Hommage an die Beat Generation. Die Animationen sind mutig, aber voll visueller Ideen und machen Spaß.

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noir

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bin gespannt



Kommentare (16) — Film: Howl - Das Geheul

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Hetarene

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Film der ungeteilte Aufmerksamkeit fordert und das nicht nur notwendigerweise, sofern der auch Zuschauer bemüht ist mehr als nur die Rahmenhandlung mitzunehmen. Fortlaufend von Animationssequenzen, Interviewschnipseln, frühzeitlichen Poetry Slam Unterfangen und gutachterlichen Attestierungen gebrochen, verschafft Howl einen guten Eindruck über die Beat-Generation und ihren Erwehrungen gegen konversative Gemüter. Honi soit qui mal y pense!

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DameOhneName

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Bewertung6.0Ganz gut

Nachdem ich lange gezögert habe, mir diesen Film anzusehen, weiß ich nun, zu Recht!
Schade, dass bei solch großartigem, poetischen Stoff nicht wirklich viel rüber kommt. Die Zeichentricksequenzen sind bestenfalls ärgerlich und mir fehlt eindeutig Musik, die doch so extrem inspirierend für die Beat-Poeten war!
Im großen und ganze bin ich enttäuscht, nur James Franco kann das Ganze ein wenig retten.
Doch es gilt einmal wieder. Lieber lesen statt sehen!

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RoosterCogburn

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Bewertung5.0Geht so

Toller Cast und ein wirklich sehenswerter James Franco.
Leider hapert es, für mich, ganz erheblich mit der Inszenierung und der Struktur der Erzählweise. Grundsätzlich denke ich, hätte mir ein Biopic des Allen Ginsberg mehr zugesagt, als eine Enstehungsgeschichte des Gedichtes "Howl". Persönlich haben mich diese willkürlichen Zeitsprünge irretiert. Dann muss man auch mit der Interpretation des Gedichtes klar kommen (zu sehen im Animationsbereich des Filmes). Das man aufgrund eines fiktiven Interviews versucht, an den Dichter heran zukommen finde ich grundsätzlich eine gute Wahl. Beim Film lassen die Fragen und Aussagen allerdings gar keine Nähe zu. Das hätte man besser lösen können. Es bleibt alles viel zu oberflächlich. Auf der anderen Seite stehen dann noch die Erlebnisse vor Gericht. Die leider wie amerikanisches Court-TV wirken. Nur die privaten Momente von Ginsberg geben mir beim zusehen das Gefühl, das tatsächlich Zeitaufnahmen eingefangen worden sind. Ein Großteil des Filmes ist zu distanziert, zu leblos erzählt und bleibt zu oberflächlich. Von dem häufig (gerade von Kritikern benannten) "großen, poetischen Film" habe ich hier nichts bemerkt.
Handwerklich interessant in Szene gesetzt. Weil die genannten Erzählweisen immer wieder einander abwechseln und übergreifen. Aber experimentelles Kino, heisst nicht gleich gutes Kino.

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Jaliju

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Bewertung9.0Herausragend

"...who let themselves be fucked in the ass by saintly motorcyclists, and screamed with joy!"
Und sowas obszönes gucke ich auch noch an Heiligabend. ;) Zum Glück lebe ich nicht mehr in den 50ern!
"Howl" ist ein sehr außergewöhnlicher gewagter Film, ganz anders als erwartet. "Howl" ist kein linear erzähltes Biopic über den Dichter Allen Ginsberg, sondern eine sehr experimentelle, vielleicht auch für viele anstrengende Darstellung seines gleichnamigen berühmten Werkes. Der Film setzt sich zusammen aus einem Gerichtsprozess, einem Interview, Schwarz-Weiss Sequenzen und aus expressiven bunten und wirren Animationen. Die sind zwar stilistisch nicht perfekt und hätten manchmal mehr Struktur vertragen können, aber dennoch sind es sehr ausdrucksstarke Bilder, die nicht nur langweilig das Gedicht wiedergeben, sondern eine eigene Interpretation des Werkes "Howl" darbieten. Und gerade weil die filmische Umsetzung so unkonventionell wie das Werk zu seiner Zeit ist, finde ich es großartig! James Franco ist mir ziemlich unsymphatisch, aber schauspielern kann er definitiv und es ist bestimmt keine leichte Rolle, wenn das Drehbuch größtenteils aus der Dichtung Ginsbergs besteht.
Falls sich jemand "Howl" anschauen möchte, dann aber unbedingt in Originalsprache, denn das Gedicht zeichnet sich mehr durch die Stimmung und den Klang der Wörter als durch den Inhalt aus und wenn man die deutsche Version schaut, macht es einfach keinen Sinn mehr. Das wär so, als würde man sich die Doors mit deutscher Synchro anhören oder Kurt Schwitters Gedichte auf Englisch lesen.

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LunaticPrincess

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Bewertung5.5Geht so

Ich mag die Idee, Ginsberg und vorrangig seinem bekanntesten und autobiografischem Gedicht einen ganzen Film zu widmen und dieses mithilfe von Animationen darzustellen (zu interpretieren), aber letztlich bleibt "Howl" sehr oberflächlich.

Man erfährt im Grunde nur, dass Ginsberg, Kerouac und die anderen Beatniks Buddies waren, Ginsberg offen homosexuell und ein Drogenfreund war und deswegen wie seine ihm viel bedeutende Mutter in die Klapsmühle eingeliefert wurde.
In der traf er Carl Solomon, dem er später "Howl" widmet ("I saw the best minds of my generation destroyed by madness..."), das eine ähnliche Schreibweise aufweist, wie Walt Whitmans Gedichte und irgendwann lernt Ginsberg Peter Orlovsky kennen und sie verbringen den Rest ihres Lebens miteinander.

Wer wirklich was über Ginsberg lernen möchte, ist mit einer Biografie wohl besser bedient.

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carsten-merz

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein klasse Film, jedoch haben mir die Animationen ein wenig den "Genuss" genommen.
Originalaufnahmen Ginsbergs hätten wahrscheinlich auch gut gepasst.
Aber wahrscheinlich ist das einfach der Lauf der Zeit! - dazu kommt die Schwierigkeit, Allens Wörter zu visualisieren...

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LunaticPrincess

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"Aber wahrscheinlich ist das einfach der Lauf der Zeit! - dazu kommt die Schwierigkeit, Allens Wörter zu visualisieren"

Also ich finde, die Animationen haben die Worte gut realisiert. :-)


stuforcedyou

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine Liebesgeschichte zu einem anderen Menschen sowie zur Lyrik, wird in "Howl" erzählt. Zwar konzentriert sich der Film mehr auf das titelgebende Skandalgedicht von Allen Ginsberg, aber am besten und einnehmendsten ist der Film immer dann, wenn er versucht Ginsberg als ganzen Menschen zu erfassen. Als Menschen der liebt und leidet, der zweifelt und träumt, und nicht bloß als poetischen Querdenker der Beat-Generation.
Angereicht wird "Howl" von einem bemerkenswerten Cast, sowie absurd-eindringlichen Trickfilmsequenzen, die den Film vielleicht künstlerisch aufwerten, ihn in seiner Erzählung aber doch eher behindern.

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spanky

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Bewertung5.0Geht so

Es geht wohl mehr um das Gedicht "Howl" im speziellen als um Allen Ginsberg allgemein, wobei ein Biopic sicher spannender gewesen wäre. Die Illustrationen der einzelnen Gedichtpassagen zwischen den halbdokumentarischen Realsequenzen stören aufgrund ihrer Stilferne, denn in den 50er Jahren hätten sie definitiv anders (abstrakter!) ausgesehen. Und sie schwingen inhaltlich den Holzhammer, indem sie die Bilder des Gedichts zu getreu wiedergeben und so versuchen, zu erklären bzw. deuten. Im übrigen ist der an Milchbubi Franco angeklebte Flusenbart mehr als peinlich.

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SchnabelPower

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film war toll. Und ideal für solche, die sich schon immer mit der Frage „Was will uns der Dichter eigentlich damit sagen?“ gequält haben. Denn im dargestellten Gerichtsprozess über die Daseinsberechtigung des Gedichtes „Howl“ wird erklärt: „Man kann Lyrik nicht in Prosa übersetzen. Deshalb ist es ja Lyrik.“ Daher ist die Frage nach der Aussage von vorneherein obsolet, denk ich mir, und hätte jetzt gerne meinen Literaturprofessor neben mir, der mich in der Prüfung zu moderner US-amerikanischer Lyrik so in die Pfanne gehauen hat.
Was mich wirklich verstörte, war die Tatsache, dass es diese Gerichtsverhandlung über das Gedicht „Howl“ von Allen Ginsberg wirklich gegeben hat! Im Land der Freiheit und Demokratie wird darüber vor Gericht verhandelt, ob eine bestimmte Wortwahl zum Ausdruck eines bestimmten Gedankens wirklich notwendig ist. Mit der Taktik werden die USA nie zum Land der Dichter und Denker aufsteigen. Aber Stopp. Mir fällt da ein deutsches „Kulturgut“ ein, das selbst ich ursprünglich dafür kritisiert hatte, nur aus brutal ausgekotzten, widerwärtigen Obszönitäten zu bestehen: „Feuchtgebiete“. In „Howl“ wird gesagt, der Autor verwendet das Vokabular, das in seiner Welt verwendet wird, das zu seinen Protagonisten passt. Nein, davon gibt es keine „light-Version“. Denn die Sprache an sich, die Wortwahl, IST „Howl“, ist der Schrei. Marianne Moore war vermutlich schockiert. Ihre große Schaffensperiode war zwar bereits vorbei, jedoch war sie noch immer mit der Revision ihres Schützlings Elizabeth Bishop beschäftigt, aus deren Werken sie Wörter wie „water closet“ aus Sittlichkeitsgründen strich. Und unsereiner ist nicht viel besser, wenn er sich über Charlotte Roche empört und der Meinung ist, man könnte auch ganz liebevolle Wörter dafür finden, um zu beschreiben, wie sich jemand vor dem Analsex einen Duschkopf in den Hintern einführt.
Meine Kritik setzt deshalb an einem ganz anderen Punkt an. Im Gegensatz zu „Standard Operating Procedure“, dessen pseudo-dokumentarischer Anspruch mich auf der Berlinale 2008 in den Wahnsinn getrieben hatte, stellt sich „Howl“ wenigstens als Fiktion dar. Es ist mir jedoch völlig schleierhaft, wieso keine originalen Tonaufnahmen verwendet werden. Es gibt verschiedene Episoden, die sich immer wieder abwechseln und sich auch durch den Stil unterscheiden: die Gerichtsverhandlung in Spielfilmästhetik, eine animierte, psychedelische Animation des Gedichtes, eine Lesung in pseudo-Originalmaterial-Manier, schwarz-weiß Rückblicke und ein erzwungen auf realistisch getrimmtes Interview, das mit Tonband aufgezeichnet wird. Wieso zum Teufel, wenn es doch eine solche Tonaufnahme gibt, wird diese nicht als Voice-Over eingespielt? Wieso ist im gesamten Film, zumindest nicht für mich merklich, NIE Ginsbergs echte Stimme zu hören? Die Beat Generation und Ginsbergs Lyrik leben vom performativen Element, vom lebhaften Vortrag. Warum hört man dann nicht Ginsbergs Stimme?
Unterm Strich trotz allem sehr sehenswert.

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pfeffer

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Bewertung4.5Uninteressant

Die Person Allen Ginsberg zu portraitieren, seinen literarischen Status nachzeichnen zu wollen und einen fundierten Einblick in sein Werk und seine Schreibpraxis zu leisten: das ist eine schwierige Aufgabe.

Es verwundert daher kaum, dass Friedman und Eppstein sich dieser Herausforderung mittels einer mehrgleisigen Herangehensweise stellen. So ist dieser Film Biopic, Gerichtsdrama und der Versuch einer (animierten) Illustration des Gedichtes "Howl". Dumm nur, dass keiner der Handlungsstränge wirklich zu überzeugen weiß. Franco bleibt etwas blass und das Gerichtsdrama ist ein ebensolches. Was noch zu verkraften wäre, wären da nicht die Animationen. Die nämlich sind im besten Falle unfreiwillig komisch, meistens allerdings einfach nur platt illustrativ und unpassend.

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neongelbgruen

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Bewertung5.5Geht so

Ein brillanter James Franco in einem Film, mit dem ich leider rein gar nichts anfangen konnte.

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Sonse

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Bewertung6.0Ganz gut

"Holy! Holy! Holy!" Moly.
Allen Ginsbergs berühmtes Gedicht "Howl" ist Gegenstand des gleichnamigen Films von Jeffrey Friedman und Rob Epstein. Sein Text, vor Publikum von Ginsberg (James Franco) vorgetragen und mittels Animationen illustriert, ein unveröffentlichtes Time-Interview mit Ginsberg, indem ein paar biografische Daten vermittelt werden, sowie Highlights der Gerichtsverhandlung von 1957, in dem der Verleger des Gedichts für die Obszönität von "Howl" vor Gericht gestellt wurde, bilden die drei Ebenen, auf denen der Film erzählt.

Leider funktioniert nichts davon vollständig und so bleibt "Howl" schlicht "gut gemeint". Die Animationen haben mir nicht gefallen und die beiden anderen Stränge blieben zu sehr an der Oberfläche. Am interessantesten ist der Abschnitt vor Gericht, in dem "literarischer Wert" verhandelt wird - außerordentlich stark besetzt mit David Strathairn und Jon Hamm als Ankläger und Verteidiger (die ich genau andersrum gecastet hätte...), sowie Jeff Daniels, Mary-Louise Parker und Alessandro Nivola als Experten und Bob Balaban als Richter. Hiervon hätte ich mir viel mehr zu sehen gewünscht, doch nach ein paar Soundbites, schneidet der Film immer direkt wieder weg.

Was bleibt ist ein schönes Gedicht und ein nur mittelprächtiger Film.

8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

J!GS4W

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Howl ist schon von vorne herein unheimlich starker Text, der einen Einblick in das Leben der Menschen und des Status Quo zeigt. Status Quo daher, da er auch nach Jahren noch immer aktuell ist und nicht zu erkennen ist aus welcher Zeit er denn stammt. Es findet sich zwar in Howl die Kritik an der Welt, ihrer schrecklichen Seite, aber andererseits auch die Verehrung Alan Ginsberg's gegenüber der Welt wie sie ist. Unheimlich stark sind ebenso die Äußerungen in Bezug auf den Krieg und Homosexualität, da Ginsberg hier wunderbar mit Worten spielt um einen bestimmten Eindruck auf Leser oder Hörer zu machen. Hier leistet auch der Film sehr starke Stücke, da die Interview Sequenzen, sowie die animierten Szenen noch einmal dem Verständnis dienen, bzw. einiges deutlicher machen als man es vielleicht ohnehin schon gedacht hätte. Der Film appelliert zudem an die Meinungsfreiheit und die Toleranz und wirkt dabei trotzdem aufgrund der Fülle an Themen nicht überfüllt. Alles in allem ein unheimlich starker Film, nicht zuletzt aufgrund des starken Gedichtes, sondern auch aufgrund der gesamten Umsetzung und Erläuterung, sowie Hintergrundinformationen und eines fabelhaften James Franco, der hier als Dichter voll und ganz aufgeht.

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NeleBe

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Bewertung2.0Ärgerlich

Die einzelnen Sequenzen sind in Abstufungen unerträglich. Nur James Franco spielt so gut, dass selbst er unerträglich wird.

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Benni-THE-KING

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Bewertung6.0Ganz gut

Die Zeichentrick Abschnitte fand ich nicht besonders gelungen. Da hätte man das Gedicht irgendwie anders verfilmen sollen.
Ansonsten aber ein ziemlich gelungener Film. Vor allem die Gerichtsszenen waren sehr intressant. Davon hätte man mehr zeigen sollen.

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Schoebelator

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Zeichentrick-mässigen Zwischensequenzen empfand ich als nervend.
Ansonsten sehr schön und überzeugende Schauspieler
Inhaltlich hat es mich grinsend an Frank Zappa und seine Diskussionen mit überzogenen Moralaposteln bzw. Gerichten erinnert! :-]

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