Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 - Kritik

US 2010 Laufzeit 146 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Fantasyfilm, Kinostart 18.11.2010

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Kritiken (34) — Film: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1

_Garfield: Blogbusters

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4.0Uninteressant

Der Ansatz dieses semi-finalen Potter-Films ist sicher nicht unoriginell, ordentlich inszeniert sowieso und mit Blick auf die alljährlichen Kino-Charts in seiner strikten Ausrichtung auf ein entschleunigtes Figurenspiel auch durchaus mutig. Dennoch, so richtig warm werde ich weder mit dem Spiel der drei Protagonisten – die den prinzipiell spannenden, primär auf die Dreiecksbeziehung fokussierten „Camping-Part" des Films einfach nicht tragen können - , noch den oberplatten Faschismus-Analogien (vom gezwungenen Weasley-Humor ganz zu schweigen). Immerhin Dobby's Auftritte, mitsamt seines rührenden Abgangs, haben mich dann doch gepackt und ganz kurz geschüttelt. Für eine Filmreihe solchen Ausmaßes – und als Teil der Potter-Generation sage ich das nur sehr ungern - ist es trotzdem zu wenig, wenn die Figuren selbst nach sieben Kinoausflügen kaum tragfähig und die Schicksale in diesem künstlich aufgeplusterten Budenzauber einem herzlich egal sind. Dabei wollte Cuarón doch...

5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 9 Antworten

Punsha

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Hart. Aber grundsätzlich Zustimmung. Der nächste Teil ist jedenfalls nicht besser. Spar dir deine Zeit.


_Garfield

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Hab ich schon im Kino gesehen, genauso wie den hier.


Rochus Wolff: freier Journalist

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7.0Sehenswert

Die Schmerzen des Erwachsenwerdens nehmen viel Raum ein – natürlich ist die ganze Potter-Saga ein einziger Coming-of-Age-Roman, aber dieser Film fokussiert das noch einmal wie in einem Brennglas. Dazwischen gibt es schön inszenierte Action und eine großartige Animationssequenz von Ben Hibon.

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Stefan_R.: Mann beisst Film

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8.0Ausgezeichnet

Harry Potter ist erwachsen geworden. Teil 1 des großen Finales präsentiert sich als düsterer Fantasy-Thriller, der spätestens jetzt überhaupt nichts mehr mit einer Kinderbuchverfilmung zu tun hat. Die nunmehr deutlich vorherrschenden Faktoren Angst, Verzweiflung und Trauer lassen „HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES - TEIL 1“ dabei vielleicht nicht zum besten, wohl aber zum atmosphärischsten Film der Reihe reifen, dem die Ausführlichkeit, mit der die unheilvolle Geschichte ohne Hast erzählt wird, mehr als nur gut zu Gesicht steht. Wenn die Verantwortlichen dies alles weiter im Hinterkopf behalten und die Fehler aus der Verfilmung zum Halbblutprinzen vermeiden, steht uns im Sommer ohne Frage ein Endspiel par excellence ins Haus. Die Zeit wird's zeigen...

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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8.0Ausgezeichnet

«Harry Potter and the Deathly Hallows Part 1» ist ein gelungener, intensiver Auftakt zum letzten Abenteuer des Zauberlehrlings.

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Christian Alt: NEGATIV

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[...] Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 bleibt ein guter Film – ein Film, der allerdings auf einen wesentlich größeren Film verweist, der noch nicht zu sehen war. Erst die Sichtung der beiden Teile im Zusammenhang wird hier die Antwort liefern können. Der Einstieg in ein erwachseneres Harry Potter-Universum ist aber schon einmal geschafft – und das war eine große Leistung.

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Christian Alt

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Natürlich wird der noch mal gezeigt. Dann aber in 3D, damit Warner noch mal kassiert.


nick-pulina

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Hoffendlich, also in 3D ist das alles bestimmt noch beeindruckender als ohnehin schon.


Bandrix: City of Cinema

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7.5Sehenswert

*Kleinere SPOILER enthalten*
Es braucht schon etwas Mut, sich gegen eine Mehrheit zu stellen. Die Gefahr, dass man hoffnungslos fertiggemacht wird ist nun einmal sehr hoch. Besonders dann, wenn es um „Twilight“, „Herr der Ringe“, „Star Wars“ oder aber „Harry Potter“ geht. Denn, das muss gesagt werden, viele Fans sind eindeutig etwas zu engagiert. Wobei ich mich dabei natürlich nicht ausschließe.
Auch mich haben die Bücher 10 Jahre lang begleitet.
Auch ich fieberte jedem neuen Teil der Pottersaga entgegen, Film als auch Buch.
Auch ich bin also mit Harry Potter aufgewachsen.
Schon allein diese Tatsachen machen klar, dass ich viel mehr in diese Fantasywelt involviert bin, als jemand, der die Bücher nicht gelesen hat und Harry Potter nur aus den Filmen kennt.
Keiner kann mir erzählen, er würde die gesamte Tragweite der Story nur anhand der Filme erkennen. Es ist leider so. Wer die Bücher nicht gelesen hat, dem fehlt bestimmt die Hälfte an Vorwissen. Sowieso ist es völlig sinnlos mit Teil 7.1 zu beginnen, da einfach viel zu viel Hintergrundinfo fehlt und man so keine Ahnung von bestimmten Charakterentwicklungen hat. Sorry, Fabel. ;)
Denn unsereins (also Harry Potter – Fans) treffen die Schicksale der Charakter eben umso härter. So ist allein der Satz: „ Mad – Eye ist tot!“ ein Schlag in die Magengrube. Einer der interessantesten und schillernsten Figuren im Potteruniversum einfach ausgelöscht, weg, von der einen Sekunde auf die andere. Ähnlich geht es weiter. So sorgen schon aufgezählte Namen von Vermissten während einer Radiosendung für ein unbehagliches Gefühl, denn viele davon kennt man aus den vorherigen Teilen. Der Film wird immer depressiver und ist noch düsterer als Teil 5 und der Totalausfall Teil 6. Hier und da lässt Yates einen Funken Humor zu, der keinesfalls fehl am Platze wirkt. So ist Georges Kommentar auf dem Sofa mit einem abgerissenen Ohr nicht komplett daneben, sondern spiegelt einfach seinen Charakter wieder. Das wird sogar in den vorherigen Filmen gut rübergebracht.
Am Besten ist der Film auf jeden Fall die erste halbe Stunde, in dem er ein Actionfeuerwerk entfacht, das sich gewaschen hat. Mein Herz raste, was nicht viele Filme mehr schaffen. Die Effekte fügen sich nahtlos in die Welt ein und sind, bis auf Dobby, klasse animiert.
Einer der Wehmutstropfen ist auf jeden Fall, dass das hervorragende Schauspielensemble zu wenig zur Geltung kommt. Als Filmfan ist es ja beinahe eine Folter zu sehen, wie Bill Nighy in gerade mal zwei Szenen verheizt wird, wobei er mit seinem Monolog zu Beginn des Filmes eine Aura ausstrahlt, die beinahe für Gänsehaut sorgt. Auch sonst sind die besten Szenen (wie immer in den Potterfilmen)die der Nebencharaktere. Die Treffen der Todesser sind darstellerisch auf höchstem Niveau und genauso gut geschrieben. Da hätten wir Ralph Fiennes, Alan Rickman, Jason Isaacs und natürlich Helena Bonham Carter, die zum Glück alle ein paar Szenen bekommen um zu glänzen.
Ich will es ja nicht verleugnen: „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1“ hat seine Längen. Ohne jeden Zweifel. So ist die Luft während der Campingausflüge ziemlich raus. Denn leider ist Daniel Radcliffe ein wirklich grottenschlechter Schauspieler. Nur die letzten fünf Minuten präsentiert er uns mal mehr als zwei, drei Gesichtsausdrücke. Den Rest der Zeit stolpert er mit einem Gesicht durch den Film. Da sind Rupert Grint und vor allem Emma Watson die weitaus talentierteren. Doch Gott sei Dank durchbrechen immer wieder Momente voller Action und Spannung Radcliffes Versuche ernsthaft zu schauspielern und man ist wieder voll dabei. Negativ ist auch, dass die Musik komplett ausgetauscht wurde. Nichts, aber auch wirklich gar nichts vom Soundtrack bleibt in Erinnerung. Das ist wirklich schade, denn Williams hatte hier ein neuerliches Meisterwerk geschaffen. Wobei ich auch nicht sagen will, dass der jetzige Score schlecht ist. Aber auf ein und demselben Niveau ist er nun mal nicht. Erwähnenswert ist noch die Nähe zum Buch, was nur die ersten beiden Teile geschafft haben.
So entspinnt sich ein größtenteils mitreißendes Zwischenspiel, das unaufhörlich auf das große Ziel zuschießt.
Doch dann, als Voldemort endlich das Werkzeug in die Finger bekommt um Potter zu vernichten, ist das Ganze auch schon wieder vorbei.
Und der Harry Potter – Fan in mir stöhnt auf, ob der Aussicht auf all die liebgewonnenen Charaktere die noch sterben werden und all die Opfer die noch gebracht werden müssen, bis das Gute endlich triumphiert.
Denn eines ist klar: Das hier, das war nur die Aufwärmphase für das große Finale. Ach was freue ich mich drauf!

PS: In 2D natürlich.

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Kingpin77

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Sehr schöne ausführliche Kritik, kann mich als Harry Potter-Veteran größtenteils anschließen.

Allerdings finde ich Radcliffes Leistung in dem Film keinesfalls "grottenschlecht". Vielmehr scheint mir, dass er sich vom ersten bis zum jetzigen Film beachtlich entwickelt hat. Seine Reaktionen auf die ihn umgebenden Katastrophen kommen bei mir absolut authentisch rüber. Aber am meisten habe ich eindeutig Emmas Spiel genossen.


TheJoker

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Radcliffe spielt eindeutig am schlechtesten von allen anwesenden Charakteren, wobei ich die Leistung auch nicht als "grottenschlecht" bezeichnen würde. In Teil 3 gabs mal so nen kurzen Ausflug nach oben in der Schauspielkunst. War aber wohl nur ne Eintagsfliege....;-)


CineKie: CineKie.de

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6.0Ganz gut

[...]Wie die meisten seiner Vorgänger krankt auch “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1” an einer Geschichte, die viel zu wenig zu erzählen hat. Und gibt es doch mal etwas zu erzählen, geschieht dies beiläufig in ein oder zwei Nebensätzen. Düstere Aspekte wie die Verfolgung unreiner Zauberer und tragische Erlebnisse wie der Verlust treuer Mitstreiter werden kurz erwähnt und dann beiseite gewischt. Statt näher auf interessante Ereignisse wie z.B. die Übernahme des Zaubereiministeriums durch Voldemorts Helfer einzugehen, verliert der Film sich in zähen und quälend langen Dialogen, welche die Geschichte in keiner Weise vorantreiben.[...]

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Dr. Borstel

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7.5Sehenswert

Die Entscheidung, J.K. Rowlings letzten Band in gleich zwei Filmen zu verarbeiten, wurde von den Verantwortlichen sicher nicht aus kreativen Gründen getroffen, sondern eher des Profits wegen. Dass in diesem Fall beide Seiten etwas davon haben, erweist sich als Glücksfall, denn wenn etwas bisher die Verfilmung der Bücher um den Zauberlehrling Harry Potter erschwert hat, dann war es deren enormer Umfang und damit verbunden das Problem, allzu viel Stoff in eine allzu kurze Laufzeit zu pressen. Dabei blieben oftmals wichtige Details oder liebenswerte Nebenfiguren auf der Strecke, was gerade die letzten beiden Filme, die unter der Regie von David Yates entstanden, zu einer herben Enttäuschung machten. Der bisher mangelnden Kontinuität wegen war es dennoch zu begrüßen, dass auch der letzte Band in die Hände Yates’ gelegt wurde, und überraschenderweise hat der Brite seine Chance genutzt.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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7.0Sehenswert

Alles hat ein Ende nur Harry Potter hat zwei.

Eins vorweg, ich war nie großer Anhänger des Potterversums. Die Bücher haben mich nicht gereizt und die meisten Verfilmungen rund um die wandelnde Blitznarbe fand ich, mit Ausnahme des tollen dritten Teils, nett bis belanglos. Aber auch ich wurde, ohne es wirklich zu merken, potterfiziert. Das ist mir gestern Abend klar geworden, als ich aus dem Popcorntempel meines Vertrauens kam und mich freute im kommenden Sommer zu erfahren, wie die Geschichte rund um Harry Potter, Hermine und diesen rothaarigen Typen ausgeht.

Dabei war ich anfänglich sehr skeptisch. Regisseur David Yates hat sich, wie ich finde, mit seinen letzten Potter-Filmen nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Aber diesmal gelang es Yates die Geschichte gut und vor allem atmosphärisch gut zu erzählen. Ja, der siebte Potter ist düster, ja er ist gruselig und verweigert den Zuschauern größere Hoffnung. Es passte aber einfach. Es fühlte sich rund an und besaß mit der Erzählung des Märchens der drei Heiligtümer des Todes den amtlichen Beweis, wie gut klassische Märchen auch heute noch funktionieren können.

Leider hatte der erste Teil des Finales auch mit deutlichen Schwächen zu kämpfen. Die größte sind aber nicht die langatmigen Stellen oder unüberzeugende Darstellungen sondern fehlende Empathie für einige Figuren. Da ich die Bücher nicht kannte, waren mir viele Figuren nur aus den Filmen bekannt. Die tauchten dort vielleicht in einem Teil groß auf und waren dann komplett verschwunden oder durften als filmische Protzerei mal in anderen Abenteuern durch Bild laufen. So können die Macher zwar vorweisen wie viele tolle Darsteller und Figuren doch in ihren Romanverfilmungen mitspielen, doch Empathie zu den Figuren als Zuschauer aufzubauen ist schwierig. Und so wundert es mich nicht, dass mir die Opfer, die es im ersten Teil des Finales zu beklagen gab, ziemlich schnuppe waren. Hier rächt es sich endgültig, dass man mit der Verfilmung bereits begonnen hatte bevor das Ende feststand.

Aber genug gemeckert. Trotz Schwächen ist „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1“ wirklich schöne, phantasievolle Unterhaltung. Regisseur Yates und Drehbuchautor Steve Kloves haben es geschafft den elfjährigen Knirps mit der Brille endgültig durch die Pubertät zu lotsen. Chris Columbus brave und mutlose Nacherzähl-Welt der beiden ersten Teile hat hier endgültig ausgedient. Stattdessen wagt sich die Reihe nun erstmals richtig offensiv an historische und gesellschaftliche Parallelen heran. Oder um es anders auszudrücken, ein gutes Synonym für die Todesser wäre „Zauber-Nazis“.

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stuforcedyou

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Denke ich auch. Eine Folge "Popstars" oder "Frauentausch" verdirbt mehr wohlerzogene, artige Kinder als ein düsterer Harry Potter.


Hypnohouse

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Schöne Kritik. Amüsant finde ich auch dein Synonym für die Todesser. Den ganzen Film über, aber auch damals als ich die Bücher gelesen habe, hatte ich den selben Gedanken. Auf jeden Fall musste ich schmunzeln. :)


Moviesteve: Online

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9.0Herausragend

Bis auf wenige Kleinigkeiten habe ich an dem Film rein gar nichts auszusetzen. Kapitel 7.1 ist eine logische Weiterentwicklung in Handlung, Stimmung und Machart. Das hohe Niveau der Reihe wird dabei gehalten, manchmal auch übertroffen. Wer also die bisherigen Teile mochte, sollte auch an diesem Gefallen finden.

Geboten wird ein düsteres Fantasy-Abenteuer, ein äußerst erwachsenes Märchen, das sich auf sehr ansprechende Weise sowohl mit mikrosoziologischen Fragen (Freundschaft, Jugendliebe, "teen angst") als auch gesamtgesellschaftlichen Themen (Terrorangst, Überwachungsstaat, Progrome) auseinandersetzt.

Obwohl ich die Vorlage nicht gelesen habe, hatte ich nie das Gefühl, daß mir wichtige Zusammenhänge fehlen würden, obgleich immer wieder Andeutungen aufblitzen, daß es hier und da noch mehr zu erfahren und zu erleben gebe.
Hin und wieder wirkt die Story etwas sehr kompliziert und man fragt sich, warum immer wieder vom Hauptziel abgewichen und auf anstrengende Umwege ausgewichen wird. Das könnte natürlich am fehlenden Hintergrundwissen liegen, stört aber letzten Endes nicht wirklich. Allerdings glaube ich, daß es sehr, sehr hilfreich war, die vorangegangenen Verfilmungen noch einmal angeschaut zu haben.

Die Inszenierung ist solide, wie man es aus den bisherigen Beiträgen von David Yates gewohnt ist. Lediglich die Action wird an manchen Stellen leider mal wieder unnötig verwackelt, was den Unterhaltungswert etwas schmälert - "nah bei der Sache" und "mitten im Geschehen" hin oder her. Ob wir diese Regie-Marotte, die derzeit Neulinge wie gestandene Filmemacher gleichsam betrifft, wohl jemals wieder loswerden?
Die nötige Dramatik kommt trotzdem rüber, tragische Ereignisse wirken nun noch stärker als in allen anderen Teilen, wozu auch der wieder prägnanter gewordene Soundtrack beiträgt.
Für die Story wird sich ausreichend Zeit genommen, nichts wirkt überhastet, vielleicht im Ansatz manchmal sogar etwas zu ausführlich. Insgesamt verging die Laufzeit aber recht schnell, ohne spürbare Längen.

Was der Film nicht bietet, ist lustige Vorweihnachtszauberei und schöne Magie.

Stattdessen gibt es psychische und physische Gewalt, Grusel, Abgründe und deprimierende Entwicklungen, weshalb ich die Freigabe ab 12 Jahren auch leicht bedenklich finde (es fehlt wieder mal eine Zwischenstufe "ab 14").

Letztlich hat der Film nur ein echtes Problem und das ist der unbefriedigende Abschluß, wie man ihn auch von "Das Imperium schlägt zurück" und "Die zwei Türme" kennt. Es fehlt der dramaturgische Höhepunkt, es gibt kein rundes Ende, mitten im Geschehen wird man allein zurück gelassen - was hier noch etwas stärker als Manko zu sehen ist als bei den beiden Vorgängerkapiteln und den genannten anderen Film-Beispielen, weil das Buch an dieser Stelle eigentlich keine Zweiteilung vorsieht, es also wirklich keinerlei Entspannungspunkt gibt.

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xHelloKittyx

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Bei uns in Österreich gibt es einige Filme, die ab 14 sind, Harry Potter 7 ist aber trotzdem ab 12 (was ich nicht gut finde).


AASFRESSER

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Ich auch nicht, 14 ist mehr als früh genug... Mein Sohn ist ein echter Angehöriger der Potter-Generation (16,5 Jahre), meine Tochter ist 2 - ich werde es dann wohl tatsächlich so handhaben, dass sie Jahr für Jahr mit den drei Hauptfiguren mitwachsen kann... bin selbst gespannt, wie das gelingt...


Xander8112: Xanders Blog

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7.0Sehenswert

[...]
Mit schönen Landschaftsaufnahmen, einer düsteren Endzeitatmosphäre, erneut einer Emma Watson mit sichtlicher Spielfreude (was man von Radcliffe nur bedingt behaupten kann, von seinen darstellerischen Fähigkeiten mal ganz abgesehen) und einem passenden Score kann der Film seine Punkte sammeln. Inszenatorisch weicht er nicht großartig von den beiden vorherigen Filmen ab, auch wenn das Ganze noch etwas düsterer und gruseliger geworden ist, doch inhaltlich hat man erkannt, dass es so nicht weiterging. Wie man sich aus der Sackgasse herausmanövriert hat, in die man selber mit Vollgas gefahren ist, ist gut gelöst und sollte Kenner der Vorlage halbwegs zufriedenstellen, denn alle anderen sind selber Schuld, wenn sie erst so spät mit einsteigen. Ganz ehrlich also, und damit hätte ich nicht mehr gerechnet: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes hat Spaß gemacht. Es ist nicht mehr der Kinderfilm wie vielleicht noch die ersten beiden, ist gibt keinen Hogwarts-Unterricht über die Pflege magischer Geschöpfe, es herrscht Krieg in Britannien – und der ist überraschenderweise sehr unterhaltsam.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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6.5Ganz gut

Obwohl ich alle Filme der Reihe gesehen hatte, gab es Momente, in denen ich keine Ahnung hatte, worüber die Figuren reden. Tatsächlich muss es Hermine manchmal sogar Harry erklären. Meine Ahnungslosigkeit hat mich jedoch nicht gestört, da es in diesem Film eher auf Stimmungen und Charaktere ankommt, als in den Vorgängern, und Schlüsselszenen scheinen alarmierend oft außerhalb des Bildschirms statt zu finden.

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Roger Moore: Orlando Sentinel Roger Moore: Orlando Sentinel

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8.0Ausgezeichnet

Abwechselnd ernst und lustig ist Harry Potter 7 der beste Film der Reihe. Ein "Das Imperium schlägt zurück" für diese Zauberer in ihrer zauberhaften Welt. Und die Effekte? Die sind so spezial, dass man sie gar nicht sieht.

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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7.0Sehenswert

Obwohl Harry Potter 7 mittendrin aufhört, brachte er genug packende Spannung und emotionale Tiefe auf, um seine Figuren und die Fans in eine zweite Runde zu schicken.

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Amy Biancolli: San Francisco Chronicle Amy Biancolli: San Francisco Chronicle

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5.5Geht so

Was herauskommt ist ein Film, der gleichzeitig gehetzt und zu lang wirkt: Harry Potter 7 hätte mehr Voldemort gut getan und weniger Camping-Ausflugs-Szenen, besonders jene süße aber unnötige Szene, in welcher Harry sich mit Hermine zu Nick Cave im Engtanz übt.

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Elmar Krekeler: Die Welt Elmar Krekeler: Die Welt

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3.0Schwach

Die Geschichte hatte schon in ihrer gedruckten Form einen durchaus begrenzten Charme. Auf der Leinwand ist sie wie das Zelten, sterbenslangweilig.
Dabei hätte der unbehauste Held an sich eine schöne Idee sein können. Und in manchen Momenten meint man zu sehen, dass David Yates das ähnlich gesehen hat.
[...] Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 ist nichts anderes als die Verlängerung der Verwertungskette ins kommende Jahr hinein.

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Dalia

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Habe den Film gerade gesehen und: so schlimm ist seine Kritik nicht einmal. Die erste Hälfte des Buches wird meistens gezeltet aufgrund der Fluchtsituation. Da man ja meinte, man müsste ein Buch entzwei reißen, hat man daher nun in 7.1 die meiste Zeit das Zelt. In 7.2 werden wir dann alle von Action erschlagen, die in 7.1 einfach die meiste Zeit fehlt. Und man kann es ja nicht mal arg kritisieren, ich meine: in jedem normalen Buch kommt das Beste zum Schluss! Der Cut hat Schuld und aus einem (eigentlich) sehr guten Film etwas halbes, unfertiges gemacht.


fabel

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"Da menschelt es auf einmal sehr in diesem Unfilm des Jahres. "

Und wie untalentiert da auch gemenschelt wurde....gruselig!


Peter von Becker: Der Tagesspiegel Peter von Becker: Der Tagesspiegel

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6.5Ganz gut

Regisseur David Yates setzt plötzlich auf epische Breite und langen Atem. So, als kündeten auch schon stille Blicke, Wolken und Winde von einer Welt der wachsenden Bedrohung, in der Voldemort ein Nazi-ähnliches Rassen-Terrorregiment errichtet hat über die Zauberer und jene als „Schlammblüter“ verfolgten Mischlinge aus Magiern und Muggels.
[...] Ansonsten aber triumphiert hier nicht die Brillanz, sondern die Banalität des Bösen. Und der Kampf der Guten bildet auch in der epischen Breitwandversion nur die schiere Oberfläche des Romans ab. Es fehlt in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 an Aktion.

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ingix

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die aktion kommt im zweiten teil dann in form massiver zauberstabfuchtelei...


Thomas Klingenmaier: Stuttgarter Zeitung Thomas Klingenmaier: Stuttgarter Zeitung

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7.0Sehenswert

Wenn man aber nicht zu tadelbereit auf die Fehler schaut, [...] dann kann man staunen. Staunen über den Mut der Filmemacher, so unablässig Verrat, Täuschung und Missverständnissen anzuhäufen, die Ruheräume und die heitere Erholung zu verweigern und diese Welt mit einer Paranoia aufzuladen, als wolle die Potter-Serie uns die allerschlimmste Seite des Erwachsenwerdens in Erinnerung rufen.
[...] "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1" geht davon aus, dass sein Publikum es nachvollziehen kann, dass die Welt wie ein großer Klumpen aus Ungerechtigkeit, Gemeinheit und Gewalt wirkt.

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I.Reicher: der Standard I.Reicher: der Standard

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6.5Ganz gut

Das Problem von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 1 besteht in erster Linie darin, dass das große Finale vorbereitet werden muss, aber nicht vollzogen werden kann. Das widerspricht den Gepflogenheiten des klassischen Industriekinos, der Konvention erzählerischer Geschlossenheit, an die sich die millionenschweren Potter-Unternehmungen ansonsten zu halten haben. Einziger Ausweg ist ein lupenreiner Cliffhanger.

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Thomas Kramar: Die Presse Thomas Kramar: Die Presse

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8.5Ausgezeichnet

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 ist, wie es sich für einen guten Adoleszenzfilm gehört, die Geschichte einer Wanderschaft. Regisseur David Yates, seit dem fünften Teil aktiv, zeigt abermals sein Gefühl für die Poesie von Schnee und Laub, Sand und Klippen, Bergen und Ebenen. [...] Er erlaubt seinem Film auch große Ruhe, fast Bedächtigkeit in solchen Momenten – und verstärkt damit den Kontrast zu den aberwitzig schnellen, lauten, grellen, wilden Szenen, in denen Lord Voldemorts Todesser und ihre Mitläufer angreifen.

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David Kleingers: Spiegel Online David Kleingers: Spiegel Online

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5.5Geht so

Geschwindigkeit mag vielleicht keine Hexerei sein, doch der kaum in Fahrt kommenden Schnitzeljagd nach den titelgebenden Heiligtümern hätte ein wenig mehr Tempo nicht geschadet. Wohlmeinende Harry Potter-Jünger können dieses betuliche Erzählen gern episch nennen, der gemeine Filmfreund wird es schlicht langatmig finden. Kommt das Geschehen dann endlich halbwegs in Gang, ist es auch schon vorbei.

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skaila

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Wenn man an einem Film Kritik übt, sollte man zuerst die Handlung vollständig verstanden haben. So wäre es doch hilfreich, zu wissen, dass der Film nicht von der Schnitzeljagd nach den Heiligtümern, sondern aus dem 6. Film bereits bekannten Horkruxen handelt.
Außerdem hat der Film die Langatmigkeit des Buches durchaus übernommen, dennoch besser verarbeitet und mit unvergleichlicher Symbolik (potter-typisch) erwartungsgemäß umgesetzt. Trotz fehlender Handlungsstränge aus dem Buch wurde die Stimmung gut aufgenommen und widergespiegelt. Im Großen und Ganzen ein gelungener Film, der der Reihe durchaus würdig ist.


sushi25: movie-fan.de

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4.5Uninteressant

Yates vergibt hier die Möglichkeit, einen furiosen Auftakt für das Ende der Saga zu liefern. Viele lang erwartete Szenen aus der Buchvorlage wurden nicht umgesetzt oder ohne Not umgeändert. Für die inhaltlich schwache Umsetzung ist der Film zudem zu lang, was ihn nicht besser macht.

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Hitmanski: It's just a film, cereality...

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4.5Uninteressant

Gute und schlechte Zeiten im Blair-Witch-Forest -

Viel wurde gemunkelt über den Abschluss der Potter-Reihe: Warner Bros. manövrierte zwischen zweiter und dritter Ebene hin und her, und über allem schwebte doch immer die Frage danach, unter welchen Gesichtspunkten eine Splittung des Finales auf zwei Filme wirklich notwendig sei: Natürlich ist es nahezu grotesk, ein Franchise, wie jenes um die Rowling-Romane, mit dem Vorwurf der Kommerzialisierung zu konfrontieren; beinahe ebenso grotesk ist es angesichts von "Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I" allerdings, dass David Yates in Pressekonferenzen behauptet, er müsste zwei Überlängefilme in Anspruch nehmen, um seinen narrativen Spannungsbogen ausformulieren zu können.
Denn der größte Vorwurf, dem man dem ersten Teil des Final-Romanes machen kann, soviel sei schon vorangestellt, ist die Tatsache, dass es der erste Potter-Film ist, der massiv mit Spannungsarmut und Langeweile zu kämpfen hat, und den pawlowschen Blick in Richtung Uhr mehr als einmal evoziert.

Als Yates die Regie für die letzten vier Teile der Saga übernahm, brach er mit einigen Konventionen, die seine wechselnden Vorgänger auf dem Regiestuhl aufgestellt haben, sorgte gleichzeitig aber auch für eine gewisse Stringenz zwischen den einzelnen Teilen, und hatte so die Möglichkeit, das etwas zerfahrene Zauberuniversum auszuformulieren und weiterzubilden - angesichts der zunehmenden Komplexität des Ursprungsstoffes auch eine notwendige und begrüßenswerte Entscheidung.
Mit dem ersten Teil der "Deathly Hallows" bricht der Regisseur nun abermals mit den Konventionen der Reihe, diesmal aber auch mit der obigen Stringenz innerhalb seines eigenen Schaffens: Vorbei die Zeit der großen Gesten und der Faszination für die Zauberwelt - "Part I" tritt auf der Stelle und zwar gehörig, und fokusiert sich ausgerechnet auf die Schwachpunkte, die sich wie eine rote Linie durch die gesamte Potter-Reihe ziehen.

Keiner der vielen Regisseure, die sich an dem Mythos "Harry Potter" versuchten, hat wirklich Wert auf die Charakterzeichnung gelegt, am allerwenigsten Yates, der dazu die meiste Zeit gehabt hätte: Besonders die Charaktere von Grint und Watson verkamen zu bloßen Stichwortgebern, die man eher beiläufig und lieblos mit einem Coming-of-age-Schmonzetten-Background versehen hat. Selbst Daniel Radcliffe als Titelheld, blieb spätestens seit "Prisoner of Azkaban" im status quo verhaftet, und im Großen und Ganzen darauf beschränkt, weinerlich oder blöde grinsend in die Kamera zu schauen.

All diese Kritikpunkte sind alt, wurden in den Vorgängern aber weitestgehend durch flotte Inszenierung und den hochkarätigen Nebencast kompensiert - und in der Tat, seine besten Momente hat auch "Deathly Hallows" dann, wenn Fiennes, Bonham Carter und Rickman ihre etwas einfallslosen Auftritte absolvieren, und schmerzhaft aufzeigen, wieviel ein Schauspieler mit Präsenz auch aus einer mickrigen Screentime herausholen kann.

Die meiste Zeit aber, und das ist im Hinblick auf die oben genannte Kritik stellenweise wirklich ärgerlich, zentriert sich das Geschehen auf das Freunde-Trio und ihren Campingtrip in Richtung Weltrettung. An diesen Stellen wären Charaktere und nicht zuletzt Charakterschauspieler von Nöten, um nicht in die Belanglosigkeit abzurutschen - und genau daran hakt es: Sowohl die inszenatorische Aufbereitung der Konflikte innerhalb der Clique, als auch ihre Darstellung durch den Cast bewegen sich auf dem Niveau einer mittelmäßigen Telenovela; eine Bindung an die einzelnen Figuren und ihr Schicksal wird vorausgesetzt, aber eigentlich nie wirklich begründet.

Überhaupt beansprucht der Film jenen good-will, den man schon den Vorgängern entgegenbringen musste, über Gebühr, denn wirklich rund ist er zu keiner Zeit: Die oftmals in anderen Kritiken heraufbeschworene Düsternis ist selten wirklich greifbar, an vielen Stellen fehlt einfach der homogene Tonfall, um sie glaubhaft zu machen: Jene Verzweiflung, die omnipräsent sein soll, opfert Yates wie auch schon im Vorgänger kleineren und größeren Beziehungskisten und infantilen Späßchen. Das Motto des Zusammenhalts in allen Ehren, aber wenn selbst die Beerdigung des Hauselfs zur kitschigen Postkarte verkommt, und der halbtote Weasley auf dem Sofa noch einen lockeren Spruch reißen darf, dann muss man sich den Vorwurf gefallen lassen, zu zielgruppengerecht zu inszenieren.

Ab und an, und leider viel zu selten, blitzt dann tatsächlich so etwas wie Kreativität auf, und die Idee, die Deathly Hallows-Sage als Comicstrip zu inszenieren ist ein netter Einfall, war angesichts der - mit platten Staatsfaschismus-Metaphern zugekleisterten - Szenerie im Ministerium und dem schamlosen Paraphrasieren von Jacksons "Lord of the rings" aber auch bitter nötig, um überhaupt noch einen Platz im (unteren) Mittelfeld zu ergattern.

Kurzum: "Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I" erzählt wenig, braucht dafür aber unendliche Zeit, und wäre - sollte der zweite Teil das Ruder nicht gehörig rumreißen - ein unwürdiger Abschluss für die Serie.

Kritik im Original 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 20 Antworten

Hitmanski

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Danke!


movie.critic

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Es scheint doch noch Kritiker zu geben, die Ahnung haben von guten und schlechten Filmen!
Vielen Dank!


Filmering: Filmering.at

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7.0Sehenswert

Die Harry Potter Reihe ist spätestens mit diesem Teil erwachsen geworden. So düster wie im siebenten Film ging es nie zur Sache und auch das Fehlen einer sicheren Rückzugsmöglichkeit und die völlige Isolierung der drei Hauptfiguren wirkt sich auf die Stimmung aus. Vor allem aber ist es schön, dass Regisseur David Yates (der bisher schwächste Harry Potter Regisseur) mit diesem Teil zum ersten Mal einige wirklich tolle Einfälle hat. Besonders die Infiltration des Zaubereiministeriums und die animierte Erzählung der Geschichte der Heiligtümer des Todes ist sehr gelungen. Etwas schade ist aber, dass Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 eine lange Vorbereitung auf ein Finale ist, auf das man sich nun gedulden muss.

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Jörg Taszman: Deutschlandradio Jörg Taszman: Deutschlandradio

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8.5Ausgezeichnet

Mit großer epischer Kraft und fast grimmiger Konsequenz hat David Yates im vorletzten Film der Harry Potter Saga den Ton verändert. Aus den Kindern sind junge Erwachsene geworden, die um ihr Überleben kämpfen. Eifersucht und Missgunst ersetzen die verspielten, amourösen Verquickungen und Verrat lauert überall. Gerade wer die Bücher nicht kennt, wird überrascht sein. Filmisch ist es auch dank der vorzüglichen Kameraarbeit, der suggestiven Filmmusik von Alexandre Desplat und der wie immer vorzüglichen, britischen Darstellerriege ein großer Wurf. Für Kinder unter 12 Jahren ist der Film wirklich nur bedingt geeignet und birgt Alptraumgefahren.

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Gregor Wossilus : BR Gregor Wossilus : BR

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9.0Herausragend

Die Entscheidung des Studios, den siebten und letzten Band der Romanreihe in zwei überlangen Spielfilmen und so ohne große inhaltliche Kürzungen zu produzieren, erweist sich als Segen. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1" ist neben Teil 3, "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" der beste Film der Serie. Denn erstmals hat eine Harry-Potter-Erzählung im Kino ausreichend Raum zum Atmen, kann der Film tiefer in die Gefühlswelt seiner Protagonisten eintauchen. Das heißt nicht, dass "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1" kein typisches Blockbusterpotenzial erkennen lässt: Schon wenige Minuten nach Filmstart punktet Regisseur David Yates mit einer durch Tempo und Effekte sensationellen Fluchtsequenz. Doch in der zweiten Hälfte drosselt der Regisseur merklich das Tempo, lässt die Kamera mannigfaltige Naturpanoramen einfangen, setzt auf leise Töne. Umso wirkungsvoller sind dann die Actionszenen, in den Harry & Co. immer wieder Voldemorts Verfolgern entfliehen müssen. Was auf den ersten Blick im zweiten Teil manchen Zuschauern vielleicht langatmig vorkommen mag, entpuppt sich als genau das richtige Tempo für ein wirklich episches Finale.
Das Schauspielerensemble meistert seine Aufgabe hervorragend, die Spezialeffekte sind auf höchstem Niveau. Für die stets richtige Balance aus Gefühl, Drama und Action sorgt zudem die angenehm zurückhaltende Filmmusik von Alexandre Desplat. Wenn man "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1" etwas vorwerfen kann, dann, dass Yates hier ganz und gar darauf setzt, dass man die Romane oder zumindest die Filme gut kennt. Wer nicht mehr genau weiß, wie der sechste Teil "Harry Potter und der Halbblutprinz" ausging, ist zu Beginn von "Heiligtümer des Todes" etwas verloren. Kompensiert wird das allerdings durch grandios inszeniertes Unterhaltungskino.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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8.0Ausgezeichnet

Während des Sehens dieses Films fällt einem eins sofort auf: Merkte man allen bisherigen Potter-Abenteuern an, dass sie Mühe hatten, die jeweils vielen hundert Seiten der Buchvorlage auf die Leinwand zu bringen und deshalb immer ein wenig gehetzt wirkten, ist hier das Gegenteil der Fall. Noch nie ging es in einem Film der Reihe so entspannt zu, wurde sich so viel Zeit genommen für das Innenleben der Figuren und ihrer Konflikte miteinander. So haben hier auch die drei Hauptdarsteller erstmals die Möglichkeit, etwas mehr von ihrem Können zu zeigen.
Und mit dem Heranwachsen der Protagonisten werden auch die Filme immer erwachsener und verlieren viel vom Zauberhaft-Magischen, das die früheren Werke noch auszeichnete. Aus dem einst so strahlenden und unbekümmerten Harry Potter ist ein grüblerischer und auch schon mal schlecht gelaunter Nachwuchszauberer geworden. Und auch auf Quidditch-Turniere oder ähnlich kindliche Vergnügungen wartet man hier vergeblich, der Ernst des Lebens hat nun endgültig Einzug ins Potter-Universum erhalten.
Damit einhergeht, dass der Grundton des aktuellen Films extrem düster ist und dies auf eine durchaus real erscheinende, bedrückende Weise. Das von den bösen Kräften um Lord Voldemort kontrollierte Zauberministerium wird zu einem üblen Behördenmoloch stilisiert, der die Angst vor den Muggels unter den Zauberern schürt und Jagd auf Andersdenkende macht. Dass es sich dabei um die Anfänge eines bedrohlichen, faschistischen Regimes handelt, ist von der propagierten Ideologie bis hin zu den schwarzen Uniformen der Polizeichargen mehr als offensichtlich. So zählt dieses von David Yates, der bereits für zwei der vorangegangenen Verfilmungen verantwortlich zeichnete, inszenierte Potter-Abenteuer zweifelsfrei zu den bisher stärksten und ruhigsten, zugleich für kleinere Kinder am wenigsten geeignete.

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stuforcedyou

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Pssst ... David Yates, nicht Peter.


Dirk Lüneberg

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Danke, schon geändert.


José Garcia: Textezumfilm

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7.5Sehenswert

Technisch bietet „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Teil 1“ den neuesten Stand der Spezialeffekte. Deutlich wird dies etwa bei den Actionszenen, vor allem aber bei den schnell geschnittenen, hochauflösenden Bildern der Verfolgungsjagd im Wald, die in ihrer Ausführung vergleichbaren Sequenzen in „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ sehr ähneln. Der Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass für die Musik dieser zwei Spielfilme derselbe Komponist verantwortlich zeichnet: Alexandre Desplat. Zur düsteren Anmutung von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Teil 1“ trägt in besonderem Maße freilich auch das bis in die kleinsten Details geschliffene Produktionsdesign von Stuart Craig bei. Die Filmemacher bieten indes in vielen ruhigen Momenten einen Kontrapunkt zu den Actionsequenzen. Die Kamera von Eduardo Serra zeigt nicht nur immer wieder Emma Watsons hübsches Gesicht in Großaufnahme. Sie fängt darüber hinaus etliche Totalen etwa einer „postapokalyptischen“ Landschaft ein, die an die Kamerafahrten von „Der Herr der Ringe“ erinnern. Zu den stillen Augenblicken gehört insbesondere auch Harrys Besuch auf dem Friedhof, wo er beim Grab seiner Eltern innehält.

Es sind diese Augenblicke, die den Zuschauer an den Ursprung Harry Potters erinnern: Dank der Liebe seiner Eltern wurde er vom Tod verschont. Er wurde auserwählt, den Dunklen Lord zu besiegen. Dafür ist Harry vor allem auf die Hilfe und die Freundschaft von Ron und Hermine angewiesen. Dass der Kampf zwischen Gut und Böse mit Liebe und Loyalität, aber auch mit der Überwindung von Versuchungen einhergeht, macht „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Teil 1“ in einer Schlüsselszene mit Ron Weasley als Protagonist deutlich. Damit bleibt auch der vorletzte „Harry Potter“-Film den Themen treu, die alle Harry-Potter-Romane und -Filme kennzeichnen.

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F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de

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6.0Ganz gut

In direkter Verbindung mit dem zweiten Teil, also als ausschweifende Einleitung eines schlussendlich fünfstündigen Mammutwerks, wird sich "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" vielleicht noch als effektvoll und gelungen erweisen, als für sich stehendes Filmerlebnis bleibt er aber schlicht unbefriedigend. Und fühlt sich drum am Ende eben nach nichts mehr an als einer billigen Masche, seinem Publikum noch ein bisschen mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.

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Oskarius

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Natürlich liegt das Wort "Geldmacherei" bei einer derartigen Zweiteilung nicht fern. Jedoch muss man auch bedenken, was aus dem Film geworden wäre, hätte man die ganze Geschichte in einen Film gepackt. Womöglich ein Drehbuch, dass so voller Geschehnisse ist, dass man beim Verlassen des Kinosaals das Gefühl hat, als hätte man sich drei oder mehr Filme angesehen und doch nur noch Bruchstücke jedes einzelnen im Kopf....a la Spiderman 3? Also mir persönlich ist da die Harry Potter 7-Lösung um einiges lieber, und ich freue mich schon sehr, mir beide Teile hintereinander anzusehen........denn ich hoffe sehr(und gehe davon aus), dass dies beim Release des zweiten Teils im Kino möglich sein wird.


D. Maurer: Outnow.ch D. Maurer: Outnow.ch

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6.5Ganz gut

Durch die zeitbedingte Möglichkeit, alles ein bisschen ausführlicher zu erzählen, wird Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 zum etwas zähen Start ins grosse Finale. Wenn man bedenkt, was noch alles passieren sollte, dürfte die Fortsetzung ein Actionknaller erster Güte werden. Hier werden die Weichen gestellt und vor allem im Mittelteil die Langsamkeit zelebriert. Ist gut, aber hätte Potenzial für etwas viel Grösseres gehabt.

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Rouven: www.cineclub.de

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9.5Herausragend

Obwohl man vermuten könnte, ausschließlich Profitgier und der Versuch, die Pottermania möglichst lange aufrecht zu erhalten, ständen hinter der Entscheidung, das letzte Buch in zwei Teilen zu verfilmen, kann man das Ergebnis nur loben. Denn dadurch, dass kein neuer Regisseur am Stil herumexperimentieren musste und vor allem dass weniger Details aus dem Buch aus Zeitdruck ausgelassen werden mussten, kommt der Potter-Fan voll auf seine Kosten. Allerdings auch nur dieser, denn für Einsteiger in das Harry-Potter-Universum ergeben sich Lücken im Zusammenhang, die der Film nicht aufarbeitet.

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TheCorey: MovieMaze

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5.5Geht so

Als („glaubwürdiges“) abenteuerreiches Road-Movie überzeugt "Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I" durch die fehlende Laufzeit nur bedingt. Letztlich ist Yates' dritter Potter-Film zu gehetzt, voller Anschlussfehler und am Ende Opfer seiner Vorgänger (hätte Rowling von vorneherein zumindest Drehbuchautor Steve Kloves aber auch die Regisseure über den finalen Bandes informiert, wären eventuell viele Mängel vermeidbar und Manches einfacher gewesen). Im Nachhinein hat sich die Entscheidung, den siebten Roman in zwei Filme aufzuteilen, wohl wieder mal nur für Produzent David Hayman und die Warner gelohnt, denn obschon für den 600 Seiten starken Roman rund fünf Stunden Laufzeit zur Verfügung standen, scheitert zumindest "Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I" an denselben Dingen, die auch die meisten seiner Vorgänger ausmachten.

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goodspeed: ANIch

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6.5Ganz gut

Im Grunde hatten die Fans im Vorfeld zu "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" allen Grund zur Freude. Warner ließ nicht nur verlautbaren, dass J.K. Rowlings letztes Kapitel der Pottersaga in zwei Filme unterteilt wird, um dem Finale möglichst gerecht zu werden, sie kündigten auch an, dass der Film doch nicht entgegen vorheriger Planungen in 3D konvertiert werde. Aber so schön das alles auch klang, eine gewisse Skepsis machte sich breit...

..die jedoch innerhalb der ersten Minuten nach Filmbeginn bereits vergessen war. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1“ macht nahtlos dort weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hatte. Das erste Drittel bietet den intensivsten und beklemmendsten Spannungsbogen des ganzen Franchise. Eine verlorene Endzeitstimmung, die es in sich hat, mit einer allgegenwärtigen spürbaren Bedrohung und Düsternis. Die drei Hauptdarsteller entwickelten sich nun endgültig zu ernstzunehmenden Schauspielern und vor allem Emma Watson bietet schauspielerische Glanzpunkte, die einem im Gedächtnis bleiben. Der Score von Alexandre Desplat erzeugt einen sehr dichten Klangteppich, aber klingt leider zu keiner Zeit nach einem echten Harry Potter Soundtrack. "Der Goldene Kompass", "Der seltsame Fall des Benjamin Button" oder „Der bunte Schleier“, Desplats Harry Potter-Partitur erinnert an vieles, aber die originalen Themen von John Williams müssen mit der Lupe gesucht werden.

Doch das Tragische an der ganzen Sache ist, dass die anfängliche Skepsis recht behalten sollte und in der zweiten Hälfte umso stärker zuschlug. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" wird durch seine Beschneidung in zwei Teile daran gehindert, ein hervorragender Film sein zu können. Seine Spannungskurve...

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goodspeed

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Bingo


Sonse

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Gute Nachrichten! Dann habe ich ja Hoffnung!
Lieben Dank! :)


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Nichts ist mehr geblieben vom zuckersüssen und quietschbunten ersten Teil, mit dem Chris Columbus damals einen nicht gerade gelungenen Aufschlag präsentierte. Potter ist tatsächlich erwachsen geworden und in diesem Auftakt zum Finale ist die Welt grimmiger als je zuvor.

Gegen die Tödlichen Heiligtümer wirken selbst skandinavische Depressionsdramen wie fluffiges Wohlfühlkino. Der Film stapelt - getreu dem Buch, dessen Stimmung er sehr gut einfängt - Unglück auf Unglück, Tod auf Streit und Verderbnis auf Leid. Das ist gut gemacht und angesichts der zweifelosen Längen die Band 7 mit seinen "Harry Potter Camping Diarys"-Seiten hat auch gut gelöst, lässt aber notgedrungen den Spaß und eine gewisse magische Leichtigkeit vermissen, was den sehr langen Film nicht eben zu einem beschwingten Kinoabend werden lässt.

Es wird blutig, düster, brutal und stellenweise auch sexuell überraschend deutlich - ohne einen echten Lichtblick - denn gemäß dem alten Spruch "Es muss erst schlimmer werden, ehe es gut wird" ist dieser halbe Film ein Musterbeispiel in Verzweiflung und Leid, in dem ein erschöpfter Tanz von Harry und Hermione schon den Gipfel des Positiven darstellt.

Hier rächt sich auch ein wenig die Entscheidung das Buch in zwei Teile zu spalten - denn so bleibt dem Zuschauer die Erlösung versagt, wenn sich im Finale die Dinge dann doch zum Guten wenden. Teil 1 bricht ab, wenn die Lage am traurigsten ist und schickt die Zuschauer mit einem Schlag in die Magengrube zurück in den düsteren November - das mag nicht jedermanns Sache sein.

Technisch und handwerklich ist der Film wie seine Vorgänger natürlich gut gemacht und überrascht auch bei den Hauptdarstellern durch eine gewisse Reife. Radcliff wird wohl nie überragend sein, aber er ist hier besser als in allen Vorgängern. Grint und Watson bekommen endlich auch mal mehr dramatische Szenen und dürfen sich freispielen, was ihnen überraschend gut gelingt und den Verdacht bestätigt, das sie schon immer besser waren als sie zeigen durften.

Und für einen Blockbusterfilm ist es bei aller Kritik auch ungewöhnlich wie viel an Story und Komplexität, an Härte und Dialog den Zuschauern zugetraut wird. In Zeiten in denen sonst hirnlose Popcornorgien und platte Westernfabeln in modischem 3D-Kleidchen die Kassen füllen, ist der wohltuend klassisch inszenierte Potter - der zum Glück NICHT nachträglich plastiniert wurde - ein Kuriosum und eine wohltuende Ausnahme. Was nicht zuletzt der Vorlage zu danken ist - denn ohne die Bücher hätten sicher dutzende von Script-Doctoren und Marketing-Wichsern solange an den Filmen herumgeschraubt, bis alles in einer einzigen Effektorgie aus Explosionen und Pups- und Tittenwitzen untergeht.

Für die ganz kleinen Potter-Fans mag der Film deswegen ein bißchen schwer verdaulich sein, aber Grimms Märchen waren ja auch nie was für Zartbesaitete.

Ich freu mich aufs Finale... das dann auch wieder ein bißchen hoffnungsvoller werden dürfte - hoffentlich dann auch in glorious 2D!

Kritik im Original 24 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 10 Antworten

Brentano

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Ben Becker?


Nahtigall

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Boria Becker



Kommentare (298) — Film: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1


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emmanuelle.rastoldo

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Bewertung9.0Herausragend

Mein Lieblingsteil der Reihe!!! Verblüfft war ich wie gut sie sich dieses mal ans Buch halten. Alles, wirklich alles hat mich im Kino überzeugt! Der Film nimmt sich Zeit und hat sehr viele Highlights und wahnsinnige Actionszenen für den Zuschauer da. Der Film ist ziemlich düster, sogar fast zu düster. Es gibt kein spaßiges Quidditch mehr, nettes Zauberstabgefuchtel, sondern den bittersten Ernst, den man sehen kann! Das sieht man schon am Anfang. Der Film hat auch eine ziemliche Gruselszene, wo sie Bathilda Bagshot besuchen und die Schlange erscheint °-°! Es wird zwar nach dem unglaublichen Einbruch ins Ministerium ein paar öde Szenen, aber was solls: Buchverfilmung, man muss sich an alles halten! Man spürt die Zweiteilung, da das Ende kein richtiges Ende ist, dafür aber ziemlich traurig. Ein wahres Highlight der Reihe, atemberaubend!

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vladvanhelsing

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Bewertung7.0Sehenswert

Ich mag den "Road-Movie" Abweichler des Franchise! Ja, ein schöner Film!

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howartwollowitz

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Bewertung7.5Sehenswert

Schöner Film.
Aber für ein "Vor-Finale" einfach zu schwach.

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TheEighthHorcrux

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

So ziemlich der buchtreueste Film der Franchise. Gut gemacht, alle Stationen haargenau, wie ich sie im Kopf hatte, mit vielen kreativen Geistesblitzen des Regisseurs, allen voran die mit hübschen Animationen untermalte Geschichte von den Heiligtümern des Todes.
Das Ende, ab der Gefangennahme und Ankunft in Malfoy Manor, ist grandios.
Die Filmmusik ist auch schön.
Dad Einzige, was ich zu bemängeln habe, ist, dass der Film doch etwas wie ein Lückenfüller wirkt und somit teilweise etwas langweilig ist; dies ergibt sich natürlichetweise aus der Teilung des Buches.
Ich hätte fast vorgeschlagen, den 7. teil als Ganzes zu vefilmen (wenn man die ganzen unnötigen Actionszenen von7.2 gestrichen hätte, wäre der Film insgesamt maximal 3,5 Stunden lang - kaum länger als Herr der Ringe ;) - was zu einem furiosen Finale geführt hätte.
Dafür hätte man ruhig den Feuerkelch auf 2 Film aufteilen können.
Naja, was solls...

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Holger Kurz

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Bewertung9.0Herausragend

kommt vast ans buch ran

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hno-16

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser Teil kam nicht ansatzweise an das Niveau des Vorgängers heran! Vielleicht ist es
das Hermine und Harry, mehr als die Hälfte des Films ohne Ron, der ja eigentlich ihr Freund ist auf Horkruxsuche gehen. Doch manche waren ein bisschen langwirrig. Er kann nicht das Niveau der Vorgänger nicht halten. Er ist "nur" ausgezeichnet. Im Gegensatz zu den anderen Harry Potter Film ist dieser hier ein bisschen sonderbar. Trotzdem noch ein sehr starker Film der das große Finale im letzten und besten Teil vorbreitet und Bellatrix ist herausragend dargestellt!

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filmmanic1991

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Bewertung9.0Herausragend

sehr guter Vorgeschmack auf das dicke Ende!!

Harry Potter 7/1 hat mich überzeugt. Die Handlung und die Übereinstimmung mit dem Buch ist spannend und passt!! Außerdem muss ich ein großes Lob an die Darsteller aussprechen: Harry Potter ist kein leichter Stoff!!! Die Filmmusik von Alexandre Desplat ist absolut in Ordnung. Einziges Mako: Daniel Radcliffes Schauspiel hat mir in Harry Potter und der Orden des Phönix besser gefallen!!! Fazit: Perkekte Romanverfilmung freu mich schon auf Teil 2!!!

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KaiGueMo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Leider hat der siebte Teil meinen Geschmack nicht ganz getroffen. Eigentlich hat nur die Tasche von Hermine den Film davor bewahrt, aus meiner Bewertung zu fallen und weniger als acht Punkte zu bekommen, schade :(

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hno-16

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Sehe ich ähnlich, guck mein Kommentar an!


SBS

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Bewertung9.0Herausragend

Harry, Ron und Hermine sind nun quer durch Grossbritannien auf der Jagd nach den Horkruxen. Während dieser Zeit sind nur sie alleine die einzige Hoffnung gegen Voldemort, denn dieser hat nun die Kontrolle über das Zauberministerium und führt Mithilfe mehrerer Gefolgschaften eine Diktatur. Doch insgeheim sucht er einen mächtigen Zauberstab, mit welchem er Harry Potter umbringen kann…
Rowlings vorerst letzter Potter Roman erschien 2007. Man dachte sich, dass man diesen Roman in zwei Teile verfilmen sollte, was ich für eine gute Idee halte. David Yates übernahm wieder die Regie und wurde erneut von Steven Kloves als Drehbuchautor unterstützt. Yates präsentiert einen Roadmovie, indem er den Fokus so stark wie noch nie zuvor auf das Trio legt, was ihm hier hervorragend gelingt. Yates bringt uns auch die “drittes-Reich-ähnliche“ Schilderung von Rowling super rüber. Doch kommen mir die Campszenen manchmal etwas zu lange geraten vor. Bei den Darstellern wirkt vor allem das zentrale Trio, welches nun trotz Rückschlägen und Streitereien zusammenhalten muss, klasse. Neben ihnen fallen mir Bill Nighy als der Zauberminister und Helena Bonham Carter als Bellatrix Lestrange toll auf. Alexandre Desplat ersetzte Nicholas Hooper bei der Musik. Desplat begeistert mich gleich zu Beginn mit den beiden epischen Stücken “Oblivate“ und “Snape to Malfoy Manor“ und auch im Verlauf des Filmes fallen mir immer wieder tolle Lieder auf. Wenn man die Musik hört, denkt man an die Szene und so auch an das Bild. Hier gibt es Mengen an schönen Landschaftsaufnahmen und natürlich auch düstere Effekte und Setaufnahmen.
Also ist “Heiligtümer des Todes Teil 1“ ein cooler Roadmovie, indem wir viel Neues auf eine überaus spannende Weise erfahren.

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doenef

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Bewertung6.0Ganz gut

Fragwürdig, wieso dieser Film die FSK 12 erhalten hat, da der obligatorisch perfekt inszenierte siebte Teil der Harry Potter-Saga nicht unbedingt für Jugendliche oder gar Kinder geeignet scheint, zudem erscheint der Film doch arg lang

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lennardB.

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Bewertung9.0Herausragend

unglaublich spannend.

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MemoriAria11

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Bewertung7.0Sehenswert

Schöne Umsetzung des 7. Buches ... gehöre zu denen, die es super finden dass das Buch in zwei geteilt wurde.

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wertikaner

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Bewertung6.0Ganz gut

Sehr sehr lange Einleitung für das Finale gönnen sich Hier die Drehbuchschreiber , war ganz okay bis mittelmäßig spannend. Ich bin aber auch mittlerweile kein Fan mehr davon eine Geschichte in Scheiben serviert zu bekommen. Das mindert wohl meine Wertung.

Besonders nicht wenn der erste Part nur rein aus Flucht und Suche besteht und der "Auserwählte" rein gar nichts auf die Reihe kriegt dann verfliegen 2,5 Stunden nur mäßig. Die Typische Falle des "Bösen" Freunde gegeneinander auszuspielen sieht man auch schon von weiten kommen und überrascht einen nicht. Wirklich Positiv ist mir nur die Geschichte in der Geschichte mit den "Heiligtümern des Todes" und den drei Brüdern in Erinnerung geblieben das war sehr originell und hatte ich in der Form noch nicht gesehen.Die "SE" waren gut was man bei dem Budget aber auch erwarten konnte aber auch nichts was einen jetzt vom Hocker gerissen hätte.

Könnte sein dass die Wertung noch steigt wenn man das Gesamtbild mit Teil zwei kombinieren kann.

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gandalfdergraue

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Bewertung9.0Herausragend

Nicht ganz so gut wie erwartet aber trotzdem noch super. Manchmal eine etwas langwierige Handlung, die erst zum Schluss wirklich richtig spannend wird.

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lok

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Bewertung5.5Geht so

Ganz ok, spannend

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Troublemaker69

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Vorletzte Potter-Teil hat mir dann doch wieder so richtig gefallen. Die Atmposphäre ist klasse, die Spannung ist gut und die Story ist unglaublich packend.
Für alle Potter Fans natürlich sowieso ein Muss, aber auch für alle anderen sehr empfehlenswert, da in diesem Teil endlich wieder ein wenig mehr passiert.
Der Film hätte von mir eine höhere Bewertung bekommen, hätte man ihn nicht in zwei Teile gesplittet, denn so fand ich das Ende hier doch recht unbefriedigend.

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Amazing

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die Heiligtümer des Todes sowohl 1 als auch 2 sind für mich die mit Abstand besten Harry Potter Filme überhaupt und noch dazu auch die düstersten und spannensten.

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Dendos

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Bewertung9.0Herausragend

Und endlich wieder ein mehr als überzeugender Teil. Harry Potters erste Hälfte des Finales ist erfreulicherweise wieder nahe an der Buchvorlage und der mit Abstand Düsterste von allen. Die Schreckensherrschaft von Lord Voldemort erreicht ihren Höhepunkt, sowie das Ministerium und verleiht dem Film die nötige Härte. Und damit meine ich, dass es nicht gerade erfreulich ist, wenn im Radio unzählige Todesopfer benannt werden, während das Trio durch verlassene Landschaften geht und sie eigentlich gar nicht wissen, was sie genau als Nächstes tun müssen. Und auch eine gefolterte auf dem Boden liegende und schreiende Hermine lässt dies hier keinesfalls als ein Film für Kinder durchgehen. Außerdem ahnt man nach dem sehr emotionale Anfang, wie es im weiteren Verlaufe des Films weitergehen wird. Nicht mal eine Hochzeit lässt einen Funken von Freude versprühen, nirgendwo sind die Drei sicher und sind andauernd auf der Flucht.
Ab und zu schleichen sich mal vereinzelt Längen ein, die aber verkraftbar sind. Die Spannung hält sich überwiegend die gesamte Lauflänge und entlädt sich in einem wirklich traurigen Ende.
Sehr gut.

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DoctorWho

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Bewertung4.5Uninteressant

Man hat hier das Gefühl die Schauspieler und eigentlich alles würde nur darauf warten, dass endlich der 2. und damit letzte Teil anfängt.
Hier ist irgendwie nichts ganzes und nichts halbes dran.

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Chev-Chelios

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Bewertung9.0Herausragend

Ich war mir sehr lange nicht schlüssig, ob ich mir den siebten Film der Potter-Reihe überhaupt anschauen soll. Nachdem Harry Potter und der Orden des Phönix schon qualitativ nachgelassen hatte und Harry Potter und der Halbblutprinz in meinen Augen eine ziemliche Enttäuschung war, wollte ich mir die restlichen Verfilmungen eigentlich sparen. Da der Film jedoch überwiegend gute Kritiken bekommen hat, habe ich ihn mir nun doch noch angeschaut. Ich muss sagen, ich bin dieses Mal nicht enttäuscht worden und mir hat der Film gut gefallen, er ist sogar einer der besten Potter Filme. Das lag sicher auch daran, das für die Verfilmung des letzten Buches zwei Teile geplant wurden und somit ausgiebiger und detaillierter auf die Geschichte eingegangen werden konnte. So wurde zum Beispiel die Eroberung des Horkrux im Ministerium sehr gut umgesetzt und auch ansonsten wurde nichts ausgelassen. Der gesamte Film wird beherrscht von einer überaus düsteren und bedrohlichen Grundstimmung, die allgegenwärtig die Macht und Bedrohung durch Voldemort spüren lässt. So war während grossteilen des Films aus dem Off das Radio zu hören, in dem die Namen der von Voldemort getöteten Zauberer verlesen werden. Die Potter-Reihe hat in Form und Inhalt endgültig das Genre des Kinderfilms verlassen. Insgesamt wurde gut auf den im zweiten Teil anstehenden Finalen Kampf zwischen Harry und Voldemort hingearbeitet. Der Film ist sicherlich kein Actionreißer und auch keine Komödie, aber es gibt hin und wieder etwas zu lachen und es gibt auch spannende Actionszenen. Die Kameraführung und den Schnitt, kann man sicherlich als gelungen betrachten. Als die Drei unmittelbar vor ihrer Gefangennahme durch die Kopfgeldjägern flüchteten, war mir der Schnitt allerdings ein wenig zu verwegen. Da ging alles so fix, das man eigentlich nichts mehr erkennen konnte. Das ist aber auch schon die einzige Einschränkung die ich habe. Der erste Teil des Films ist wirklich ein gelungener Auftakt zur Verfilmung des letzten Buches der Potter-Reihe.

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