Die Schmerzen des Erwachsenwerdens nehmen viel Raum ein – natürlich ist die ganze Potter-Saga ein einziger Coming-of-Age-Roman, aber dieser Film fokussiert das noch einmal wie in einem Brennglas. Dazwischen gibt es schön inszenierte Action und eine großartige Animationssequenz von Ben Hibon.
Harry Potter ist erwachsen geworden. Teil 1 des großen Finales präsentiert sich als düsterer Fantasy-Thriller, der spätestens jetzt überhaupt nichts mehr mit einer Kinderbuchverfilmung zu tun hat. Die nunmehr deutlich vorherrschenden Faktoren Angst, Verzweiflung und Trauer lassen „HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES - TEIL 1“ dabei vielleicht nicht zum besten, wohl aber zum atmosphärischsten Film der Reihe reifen, dem die Ausführlichkeit, mit der die unheilvolle Geschichte ohne Hast erzählt wird, mehr als nur gut zu Gesicht steht. Wenn die Verantwortlichen dies alles weiter im Hinterkopf behalten und die Fehler aus der Verfilmung zum Halbblutprinzen vermeiden, steht uns im Sommer ohne Frage ein Endspiel par excellence ins Haus. Die Zeit wird's zeigen...
[...] Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 bleibt ein guter Film – ein Film, der allerdings auf einen wesentlich größeren Film verweist, der noch nicht zu sehen war. Erst die Sichtung der beiden Teile im Zusammenhang wird hier die Antwort liefern können. Der Einstieg in ein erwachseneres Harry Potter-Universum ist aber schon einmal geschafft – und das war eine große Leistung.
[...]Wie die meisten seiner Vorgänger krankt auch “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1” an einer Geschichte, die viel zu wenig zu erzählen hat. Und gibt es doch mal etwas zu erzählen, geschieht dies beiläufig in ein oder zwei Nebensätzen. Düstere Aspekte wie die Verfolgung unreiner Zauberer und tragische Erlebnisse wie der Verlust treuer Mitstreiter werden kurz erwähnt und dann beiseite gewischt. Statt näher auf interessante Ereignisse wie z.B. die Übernahme des Zaubereiministeriums durch Voldemorts Helfer einzugehen, verliert der Film sich in zähen und quälend langen Dialogen, welche die Geschichte in keiner Weise vorantreiben.[...]
Die Entscheidung, J.K. Rowlings letzten Band in gleich zwei Filmen zu verarbeiten, wurde von den Verantwortlichen sicher nicht aus kreativen Gründen getroffen, sondern eher des Profits wegen. Dass in diesem Fall beide Seiten etwas davon haben, erweist sich als Glücksfall, denn wenn etwas bisher die Verfilmung der Bücher um den Zauberlehrling Harry Potter erschwert hat, dann war es deren enormer Umfang und damit verbunden das Problem, allzu viel Stoff in eine allzu kurze Laufzeit zu pressen. Dabei blieben oftmals wichtige Details oder liebenswerte Nebenfiguren auf der Strecke, was gerade die letzten beiden Filme, die unter der Regie von David Yates entstanden, zu einer herben Enttäuschung machten. Der bisher mangelnden Kontinuität wegen war es dennoch zu begrüßen, dass auch der letzte Band in die Hände Yates’ gelegt wurde, und überraschenderweise hat der Brite seine Chance genutzt.
Bis auf wenige Kleinigkeiten habe ich an dem Film rein gar nichts auszusetzen. Kapitel 7.1 ist eine logische Weiterentwicklung in Handlung, Stimmung und Machart. Das hohe Niveau der Reihe wird dabei gehalten, manchmal auch übertroffen. Wer also die bisherigen Teile mochte, sollte auch an diesem Gefallen finden.
Geboten wird ein düsteres Fantasy-Abenteuer, ein äußerst erwachsenes Märchen, das sich auf sehr ansprechende Weise sowohl mit mikrosoziologischen Fragen (Freundschaft, Jugendliebe, "teen angst") als auch gesamtgesellschaftlichen Themen (Terrorangst, Überwachungsstaat, Progrome) auseinandersetzt.
Obwohl ich die Vorlage nicht gelesen habe, hatte ich nie das Gefühl, daß mir wichtige Zusammenhänge fehlen würden, obgleich immer wieder Andeutungen aufblitzen, daß es hier und da noch mehr zu erfahren und zu erleben gebe. Hin und wieder wirkt die Story etwas sehr kompliziert und man fragt sich, warum immer wieder vom Hauptziel abgewichen und auf…
Bis auf wenige Kleinigkeiten habe ich an dem Film rein gar nichts auszusetzen. Kapitel 7.1 ist eine logische Weiterentwicklung in Handlung, Stimmung und Machart. Das hohe Niveau der Reihe wird dabei gehalten, manchmal auch übertroffen. Wer also die bisherigen Teile mochte, sollte auch an diesem Gefallen finden.
Geboten wird ein düsteres Fantasy-Abenteuer, ein äußerst erwachsenes Märchen, das sich auf sehr ansprechende Weise sowohl mit mikrosoziologischen Fragen (Freundschaft, Jugendliebe, "teen angst") als auch gesamtgesellschaftlichen Themen (Terrorangst, Überwachungsstaat, Progrome) auseinandersetzt.
Obwohl ich die Vorlage nicht gelesen habe, hatte ich nie das Gefühl, daß mir wichtige Zusammenhänge fehlen würden, obgleich immer wieder Andeutungen aufblitzen, daß es hier und da noch mehr zu erfahren und zu erleben gebe.
Hin und wieder wirkt die Story etwas sehr kompliziert und man fragt sich, warum immer wieder vom Hauptziel abgewichen und auf anstrengende Umwege ausgewichen wird. Das könnte natürlich am fehlenden Hintergrundwissen liegen, stört aber letzten Endes nicht wirklich. Allerdings glaube ich, daß es sehr, sehr hilfreich war, die vorangegangenen Verfilmungen noch einmal angeschaut zu haben.
Die Inszenierung ist solide, wie man es aus den bisherigen Beiträgen von David Yates gewohnt ist. Lediglich die Action wird an manchen Stellen leider mal wieder unnötig verwackelt, was den Unterhaltungswert etwas schmälert - "nah bei der Sache" und "mitten im Geschehen" hin oder her. Ob wir diese Regie-Marotte, die derzeit Neulinge wie gestandene Filmemacher gleichsam betrifft, wohl jemals wieder loswerden?
Die nötige Dramatik kommt trotzdem rüber, tragische Ereignisse wirken nun noch stärker als in allen anderen Teilen, wozu auch der wieder prägnanter gewordene Soundtrack beiträgt.
Für die Story wird sich ausreichend Zeit genommen, nichts wirkt überhastet, vielleicht im Ansatz manchmal sogar etwas zu ausführlich. Insgesamt verging die Laufzeit aber recht schnell, ohne spürbare Längen.
Was der Film nicht bietet, ist lustige Vorweihnachtszauberei und schöne Magie.
Stattdessen gibt es psychische und physische Gewalt, Grusel, Abgründe und deprimierende Entwicklungen, weshalb ich die Freigabe ab 12 Jahren auch leicht bedenklich finde (es fehlt wieder mal eine Zwischenstufe "ab 14").
Letztlich hat der Film nur ein echtes Problem und das ist der unbefriedigende Abschluß, wie man ihn auch von "Das Imperium schlägt zurück" und "Die zwei Türme" kennt. Es fehlt der dramaturgische Höhepunkt, es gibt kein rundes Ende, mitten im Geschehen wird man allein zurück gelassen - was hier noch etwas stärker als Manko zu sehen ist als bei den beiden Vorgängerkapiteln und den genannten anderen Film-Beispielen, weil das Buch an dieser Stelle eigentlich keine Zweiteilung vorsieht, es also wirklich keinerlei Entspannungspunkt gibt.
Die Zwischenstufe mit der FSK14 hab ich auch schon immer versucht, herbeizuschwören. Es ist hier ja nicht nur so, dass der Film ab Zwölf ist, sondern dass auch Kinder ab sechs Jahren den Film ansehen dürfen, solange ein Elternteil dabei ist. Mama oder Papa hin oder her - für mich wäre der Film in dem Alter sicher nichts gewesen!
Volle Zustimmung. Bei den 12-Jährigen kann man sich ja noch drüber streiten, aber für 6- bis 10-Jährige ist dieser Film definitiv nicht geeignet.
Aber für kommende Elterngenerationen stellt sich ohnehin die große Frage, wie sie mit dem Potter-Franchise umgehen sollen:
Schenkt man seinen Kindern beginnend mit dem 11. Lebensjahr dann jährlich nur einen Band (oder die jeweilige DVD/Blu-ray), sodass der Sohn oder die Tochter langsam mit der Geschichte (bzw. den Hauptfiguren) mitwachsen kann? So ginge man zumindest sicher, dass sie bei Teil 7 dann auch die nötige geistige Reife mitbringen, um das Erzählte zu verarbeiten.
Oder gibt man bis dahin dem Drängeln der Kids doch längst nach und lässt sie sofort alles lesen/sehen, auch auf die Gefahr hin, dass sie sich Gruseln und die psychologischen Dimensionen der Story noch gar nicht richtig erfassen können?
Ich auch nicht, 14 ist mehr als früh genug... Mein Sohn ist ein echter Angehöriger der Potter-Generation (16,5 Jahre), meine Tochter ist 2 - ich werde es dann wohl tatsächlich so handhaben, dass sie Jahr für Jahr mit den drei Hauptfiguren mitwachsen kann... bin selbst gespannt, wie das gelingt...
[...]Viel passiert nicht in diesem ersten Teil des Harry Potter Finales. Im Grunde ist der ganze Film Setup für den zweiten Teil, der deutlich mehr Action enthalten dürfte als dieser. Es ist in erster Linie die beeindruckend dichte Atmosphäre, die Harry Potter 7.1 über seine Laufzeit von deutlich über 2 Stunden trägt: Wie schon in den Büchern scheint auch im Film erst in Teil 7 die Grenze zwischen Zauberern und Muggel durchbrochen. Band 6 bereitet zwar bereits darauf vor, doch erst jetzt findet der Großteil der Handlung außerhalb Hogwarts statt - Harry und co. agieren nicht mehr in einer abgeschotteten Welt der Zauberei, sondern im modernen England. Die Bedrohung durch Voldemort wirkt so realer, unmittelbarer, und in der Tat ist der Gedanke, dass die drei Protagonisten jederzeit Voldemorts Schergen in die Hände fallen können, in jedem Moment zu spüren. Dieses Unwohlsein, das der Film beim Zuschauer erzeugt, ist die große Stärke des Films. Einige Szenen, bestes Beispiel wohl eine längere Sequenz im Ministry of Magic, die in ihrem Pendeln zwischen Absurdität und der deutlichsten Darstellung von Voldemorts totalitärem System beinahe an Brazil erinnert, sind so intensiv, dass man für einen Moment auch die (schon in der Buchvorlage) mäandernde, ziellose Handlung vergisst.[...]
[...]
Mit schönen Landschaftsaufnahmen, einer düsteren Endzeitatmosphäre, erneut einer Emma Watson mit sichtlicher Spielfreude (was man von Radcliffe nur bedingt behaupten kann, von seinen darstellerischen Fähigkeiten mal ganz abgesehen) und einem passenden Score kann der Film seine Punkte sammeln. Inszenatorisch weicht er nicht großartig von den beiden vorherigen Filmen ab, auch wenn das Ganze noch etwas düsterer und gruseliger geworden ist, doch inhaltlich hat man erkannt, dass es so nicht weiterging. Wie man sich aus der Sackgasse herausmanövriert hat, in die man selber mit Vollgas gefahren ist, ist gut gelöst und sollte Kenner der Vorlage halbwegs zufriedenstellen, denn alle anderen sind selber Schuld, wenn sie erst so spät mit einsteigen. Ganz ehrlich also, und damit hätte ich nicht mehr gerechnet: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes hat Spaß gemacht. Es ist nicht mehr der Kinderfilm wie vielleicht noch die ersten beiden, ist gibt keinen Hogwarts-Unterricht über die Pflege magischer Geschöpfe, es herrscht Krieg in Britannien – und der ist überraschenderweise sehr unterhaltsam.
Obwohl ich alle Filme der Reihe gesehen hatte, gab es Momente, in denen ich keine Ahnung hatte, worüber die Figuren reden. Tatsächlich muss es Hermine manchmal sogar Harry erklären. Meine Ahnungslosigkeit hat mich jedoch nicht gestört, da es in diesem Film eher auf Stimmungen und Charaktere ankommt, als in den Vorgängern, und Schlüsselszenen scheinen alarmierend oft außerhalb des Bildschirms statt zu finden.
Abwechselnd ernst und lustig ist Harry Potter 7 der beste Film der Reihe. Ein "Das Imperium schlägt zurück" für diese Zauberer in ihrer zauberhaften Welt. Und die Effekte? Die sind so spezial, dass man sie gar nicht sieht.
Obwohl Harry Potter 7 mittendrin aufhört, brachte er genug packende Spannung und emotionale Tiefe auf, um seine Figuren und die Fans in eine zweite Runde zu schicken.
Was herauskommt ist ein Film, der gleichzeitig gehetzt und zu lang wirkt: Harry Potter 7 hätte mehr Voldemort gut getan und weniger Camping-Ausflugs-Szenen, besonders jene süße aber unnötige Szene, in welcher Harry sich mit Hermine zu Nick Cave im Engtanz übt.
Die Geschichte hatte schon in ihrer gedruckten Form einen durchaus begrenzten Charme. Auf der Leinwand ist sie wie das Zelten, sterbenslangweilig.
Dabei hätte der unbehauste Held an sich eine schöne Idee sein können. Und in manchen Momenten meint man zu sehen, dass David Yates das ähnlich gesehen hat.
[...] Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 ist nichts anderes als die Verlängerung der Verwertungskette ins kommende Jahr hinein.
Jetzt muss ich die Kritik von Herrn Krekeler auch noch hier lesen. Die Welt sollte nächstes Mal jemanden schicken, der die vorherigen Filme gesehen und nicht die Serie allgemein hasst. Beziehungsweise, er kann sie ruhig hassen, sollte das aber verdammt noch mal nicht jeden durch seine Kritik spüren lassen...
Habe den Film gerade gesehen und: so schlimm ist seine Kritik nicht einmal. Die erste Hälfte des Buches wird meistens gezeltet aufgrund der Fluchtsituation. Da man ja meinte, man müsste ein Buch entzwei reißen, hat man daher nun in 7.1 die meiste Zeit das Zelt. In 7.2 werden wir dann alle von Action erschlagen, die in 7.1 einfach die meiste Zeit fehlt. Und man kann es ja nicht mal arg kritisieren, ich meine: in jedem normalen Buch kommt das Beste zum Schluss! Der Cut hat Schuld und aus einem (eigentlich) sehr guten Film etwas halbes, unfertiges gemacht.
Ich verstehe auch seine Kritikpunkte, nichtsdestotrotz ist die Kritik überzogen und es ist zu vermuten, dass der Autor die anderen Filme größtenteils nicht gesehen hat. Wie man die Campingszenen als langatmig beschreiben kann, erschließt sich mir nicht wirklich. Aber das härteste an der Kritik ist, Rowling habe die talentierte Emma Watson "ausgerechnet in die Arme des bedauernswert untalentierten Rupert Grint geschrieben". Hätte die Frau das Buch nur wegen der Schauspieler umschreiben sollen? Mal ganz davon abgesehen, dass Rupert Grint noch immer talentierter ist als ein gewisser Daniel Radcliffe.
Regisseur David Yates setzt plötzlich auf epische Breite und langen Atem. So, als kündeten auch schon stille Blicke, Wolken und Winde von einer Welt der wachsenden Bedrohung, in der Voldemort ein Nazi-ähnliches Rassen-Terrorregiment errichtet hat über die Zauberer und jene als „Schlammblüter“ verfolgten Mischlinge aus Magiern und Muggels.
[...] Ansonsten aber triumphiert hier nicht die Brillanz, sondern die Banalität des Bösen. Und der Kampf der Guten bildet auch in der epischen Breitwandversion nur die schiere Oberfläche des Romans ab. Es fehlt in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 an Aktion.
Wenn man aber nicht zu tadelbereit auf die Fehler schaut, [...] dann kann man staunen. Staunen über den Mut der Filmemacher, so unablässig Verrat, Täuschung und Missverständnissen anzuhäufen, die Ruheräume und die heitere Erholung zu verweigern und diese Welt mit einer Paranoia aufzuladen, als wolle die Potter-Serie uns die allerschlimmste Seite des Erwachsenwerdens in Erinnerung rufen.
[...] "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1" geht davon aus, dass sein Publikum es nachvollziehen kann, dass die Welt wie ein großer Klumpen aus Ungerechtigkeit, Gemeinheit und Gewalt wirkt.
Das Problem von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 1 besteht in erster Linie darin, dass das große Finale vorbereitet werden muss, aber nicht vollzogen werden kann. Das widerspricht den Gepflogenheiten des klassischen Industriekinos, der Konvention erzählerischer Geschlossenheit, an die sich die millionenschweren Potter-Unternehmungen ansonsten zu halten haben. Einziger Ausweg ist ein lupenreiner Cliffhanger.
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 ist, wie es sich für einen guten Adoleszenzfilm gehört, die Geschichte einer Wanderschaft. Regisseur David Yates, seit dem fünften Teil aktiv, zeigt abermals sein Gefühl für die Poesie von Schnee und Laub, Sand und Klippen, Bergen und Ebenen. [...] Er erlaubt seinem Film auch große Ruhe, fast Bedächtigkeit in solchen Momenten – und verstärkt damit den Kontrast zu den aberwitzig schnellen, lauten, grellen, wilden Szenen, in denen Lord Voldemorts Todesser und ihre Mitläufer angreifen.
Geschwindigkeit mag vielleicht keine Hexerei sein, doch der kaum in Fahrt kommenden Schnitzeljagd nach den titelgebenden Heiligtümern hätte ein wenig mehr Tempo nicht geschadet. Wohlmeinende Harry Potter-Jünger können dieses betuliche Erzählen gern episch nennen, der gemeine Filmfreund wird es schlicht langatmig finden. Kommt das Geschehen dann endlich halbwegs in Gang, ist es auch schon vorbei.
Wenn man an einem Film Kritik übt, sollte man zuerst die Handlung vollständig verstanden haben. So wäre es doch hilfreich, zu wissen, dass der Film nicht von der Schnitzeljagd nach den Heiligtümern, sondern aus dem 6. Film bereits bekannten Horkruxen handelt.
Außerdem hat der Film die Langatmigkeit des Buches durchaus übernommen, dennoch besser verarbeitet und mit unvergleichlicher Symbolik (potter-typisch) erwartungsgemäß umgesetzt. Trotz fehlender Handlungsstränge aus dem Buch wurde die Stimmung gut aufgenommen und widergespiegelt. Im Großen und Ganzen ein gelungener Film, der der Reihe durchaus würdig ist.
Yates vergibt hier die Möglichkeit, einen furiosen Auftakt für das Ende der Saga zu liefern. Viele lang erwartete Szenen aus der Buchvorlage wurden nicht umgesetzt oder ohne Not umgeändert. Für die inhaltlich schwache Umsetzung ist der Film zudem zu lang, was ihn nicht besser macht.
Viel wurde gemunkelt über den Abschluss der Potter-Reihe: Warner Bros. manövrierte zwischen zweiter und dritter Ebene hin und her, und über allem schwebte doch immer die Frage danach, unter welchen Gesichtspunkten eine Splittung des Finales auf zwei Filme wirklich notwendig sei: Natürlich ist es nahezu grotesk, ein Franchise, wie jenes um die Rowling-Romane, mit dem Vorwurf der Kommerzialisierung zu konfrontieren; beinahe ebenso grotesk ist es angesichts von "Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I" allerdings, dass David Yates in Pressekonferenzen behauptet, er müsste zwei Überlängefilme in Anspruch nehmen, um seinen narrativen Spannungsbogen ausformulieren zu können. Denn der größte Vorwurf, dem man dem ersten Teil des Final-Romanes machen kann, soviel sei schon vorangestellt, ist die Tatsache, dass es der erste Potter-Film ist, der massiv mit Spannungsarmut und Langeweile zu kämpfen hat, und…
Gute und schlechte Zeiten im Blair-Witch-Forest -
Viel wurde gemunkelt über den Abschluss der Potter-Reihe: Warner Bros. manövrierte zwischen zweiter und dritter Ebene hin und her, und über allem schwebte doch immer die Frage danach, unter welchen Gesichtspunkten eine Splittung des Finales auf zwei Filme wirklich notwendig sei: Natürlich ist es nahezu grotesk, ein Franchise, wie jenes um die Rowling-Romane, mit dem Vorwurf der Kommerzialisierung zu konfrontieren; beinahe ebenso grotesk ist es angesichts von "Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I" allerdings, dass David Yates in Pressekonferenzen behauptet, er müsste zwei Überlängefilme in Anspruch nehmen, um seinen narrativen Spannungsbogen ausformulieren zu können.
Denn der größte Vorwurf, dem man dem ersten Teil des Final-Romanes machen kann, soviel sei schon vorangestellt, ist die Tatsache, dass es der erste Potter-Film ist, der massiv mit Spannungsarmut und Langeweile zu kämpfen hat, und den pawlowschen Blick in Richtung Uhr mehr als einmal evoziert.
Als Yates die Regie für die letzten vier Teile der Saga übernahm, brach er mit einigen Konventionen, die seine wechselnden Vorgänger auf dem Regiestuhl aufgestellt haben, sorgte gleichzeitig aber auch für eine gewisse Stringenz zwischen den einzelnen Teilen, und hatte so die Möglichkeit, das etwas zerfahrene Zauberuniversum auszuformulieren und weiterzubilden - angesichts der zunehmenden Komplexität des Ursprungsstoffes auch eine notwendige und begrüßenswerte Entscheidung.
Mit dem ersten Teil der "Deathly Hallows" bricht der Regisseur nun abermals mit den Konventionen der Reihe, diesmal aber auch mit der obigen Stringenz innerhalb seines eigenen Schaffens: Vorbei die Zeit der großen Gesten und der Faszination für die Zauberwelt - "Part I" tritt auf der Stelle und zwar gehörig, und fokusiert sich ausgerechnet auf die Schwachpunkte, die sich wie eine rote Linie durch die gesamte Potter-Reihe ziehen.
Keiner der vielen Regisseure, die sich an dem Mythos "Harry Potter" versuchten, hat wirklich Wert auf die Charakterzeichnung gelegt, am allerwenigsten Yates, der dazu die meiste Zeit gehabt hätte: Besonders die Charaktere von Grint und Watson verkamen zu bloßen Stichwortgebern, die man eher beiläufig und lieblos mit einem Coming-of-age-Schmonzetten-Background versehen hat. Selbst Daniel Radcliffe als Titelheld, blieb spätestens seit "Prisoner of Azkaban" im status quo verhaftet, und im Großen und Ganzen darauf beschränkt, weinerlich oder blöde grinsend in die Kamera zu schauen.
All diese Kritikpunkte sind alt, wurden in den Vorgängern aber weitestgehend durch flotte Inszenierung und den hochkarätigen Nebencast kompensiert - und in der Tat, seine besten Momente hat auch "Deathly Hallows" dann, wenn Fiennes, Bonham Carter und Rickman ihre etwas einfallslosen Auftritte absolvieren, und schmerzhaft aufzeigen, wieviel ein Schauspieler mit Präsenz auch aus einer mickrigen Screentime herausholen kann.
Die meiste Zeit aber, und das ist im Hinblick auf die oben genannte Kritik stellenweise wirklich ärgerlich, zentriert sich das Geschehen auf das Freunde-Trio und ihren Campingtrip in Richtung Weltrettung. An diesen Stellen wären Charaktere und nicht zuletzt Charakterschauspieler von Nöten, um nicht in die Belanglosigkeit abzurutschen - und genau daran hakt es: Sowohl die inszenatorische Aufbereitung der Konflikte innerhalb der Clique, als auch ihre Darstellung durch den Cast bewegen sich auf dem Niveau einer mittelmäßigen Telenovela; eine Bindung an die einzelnen Figuren und ihr Schicksal wird vorausgesetzt, aber eigentlich nie wirklich begründet.
Überhaupt beansprucht der Film jenen good-will, den man schon den Vorgängern entgegenbringen musste, über Gebühr, denn wirklich rund ist er zu keiner Zeit: Die oftmals in anderen Kritiken heraufbeschworene Düsternis ist selten wirklich greifbar, an vielen Stellen fehlt einfach der homogene Tonfall, um sie glaubhaft zu machen: Jene Verzweiflung, die omnipräsent sein soll, opfert Yates wie auch schon im Vorgänger kleineren und größeren Beziehungskisten und infantilen Späßchen. Das Motto des Zusammenhalts in allen Ehren, aber wenn selbst die Beerdigung des Hauselfs zur kitschigen Postkarte verkommt, und der halbtote Weasley auf dem Sofa noch einen lockeren Spruch reißen darf, dann muss man sich den Vorwurf gefallen lassen, zu zielgruppengerecht zu inszenieren.
Ab und an, und leider viel zu selten, blitzt dann tatsächlich so etwas wie Kreativität auf, und die Idee, die Deathly Hallows-Sage als Comicstrip zu inszenieren ist ein netter Einfall, war angesichts der - mit platten Staatsfaschismus-Metaphern zugekleisterten - Szenerie im Ministerium und dem schamlosen Paraphrasieren von Jacksons "Lord of the rings" aber auch bitter nötig, um überhaupt noch einen Platz im (unteren) Mittelfeld zu ergattern.
Kurzum: "Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I" erzählt wenig, braucht dafür aber unendliche Zeit, und wäre - sollte der zweite Teil das Ruder nicht gehörig rumreißen - ein unwürdiger Abschluss für die Serie.
Ich hab die Bücher gelesen, ist aber schon einige Zeit her.
Nunja, ich fand die Campingpassagen auch in den Büchern schon ermüdend; da waren sie aber insgesamt logischer nachzuvollziehen, weil die Figuren besser gezeichnet waren - an dieser Stelle versagt der Film nahezu vollständig.
Hab auch schon oft gehört, dass man ihn die 2 1/2 Stunden anmerkt und er viele Längen hätte.
Aber ich denke wenn man die Bücher gelesen hat sollte man einen Blick riskieren.
Wird bestimmt unterhaltsam :)
Freu mich auf den FILM!!
Wird bestimt gut
by the Way schön geschrieben :)
Komisch finde ich das so viel langeweile aufkommen soll, den das Buch hat so viel zu erzählen naja zumindest im zweiten Teil des Buches.
Die Sachen die im zweiten Teil geschehen sind so spannend und gut geschrieben, dass selbst Uwe Boll daraus etwas machen könnte, also können alle Hater wohl noch ein wenig auf dem Abschluss hoffen.
@Hitmanski: Sorry, in gewissen Sachen mag die Meinung unterschiedlich sein, aber das Gefühl, dass du die Bücher gelesen hast, habe ich nicht, vielleicht überflogen?! Soll jetzt nicht böse gemeint sein, aber gerade solche Szenen, wie die wo George halbtot seine Witze reißt, fand ich im Buch schon toll und daher super, dass sie übernommen wurden. Alles in allem war ich sehr angetan von dem Film, vieles kann leider nur mit dem Buch verstanden werden, aber fast alles, was gesagt werden musste, wurde hervorragend übernommen. Meine Meinung! :) Kritik und Bewertung folgen noch, allerdings erst in Verbindung mit Teil 2! Gruß
Das Problem ist doch folgendes: Im Buch haben die Charaktere insgesamt ein Vielfaches mehr an Background, so dass solche Szenen auch ganz anders wirken. Im Film hingegen taucht George - genau wie unzählige andere Figuren - für ein paar Minuten auf, lässt seinen Spruch los, und ist dann für den Rest des Films verschwunden. Es gibt keinerlei Dramatik o.ä., die Szene ist im Kontext des Films einfach unpassend und belanglos.
Dass es manche Plotstränge gibt, die man ohne Lektüre nur schwer nachvollziehen kann, ist noch nicht einmal mein Hauptkritikpunkt, ähnliches galt ja auch schon für die Vorgänger - mein Problem ist, dass "Deathly Hallows" als Film zu keiner Teit wirklich funktioniert, und auch wenn man den Vergleich mit dem Buch nicht bemüht, einfach unteres Mittelmaß ist.
Ja und Tinas Mutter machte Stress, weil ihre Tochter nicht pünktlich um 22.45 Uhr daheim war und dann hat die Mutter auch noch angerufen und dann haben sich die Mädchen über den Arschärger aufgeregt, der Tina blühen wird.
Übrigens waren das nicht die einzigen netten Groupies. Könnte noch viel mehr aufzählen, da merkt man mal wieder wieso ich Kino so verabscheue.
Achja, der Film ist nicht erwähnenswert. Das wird der erste und auch letzte Harry Potter sein. Also nächstes Mal sag ich auf jeden Fall NEIN !
Ich hab mich auf alles eingestellt, nur auf sowas langweiliges war ich dann auch nicht vorbereitet. Es hat alles das gefehlt was ich mir erhofft habe. Einfach alles.
Einfach nur langweilig und irgendwie passierte auch nicht wirklich was. Zum Glück ist Tina passiert...^^
Ja, wäre besser gewesen denk ich mal. Aber interessanter wäre es auch nicht geworden und eine Story hat sich mir auch nicht wirklich erschließen können. Die haben die Dingens da gesucht und ja, das wars dann auch irgendwie wieder und gegen Ende wurde dann auf einmal von diesen Dings auf diese mysteriösen Heiligen Tümer umgeschwenkt. Wie gesagt, wers braucht. :D
Ja, die hat mir echt Leid getan. Wie kann man mit 13 (vielleicht sogar noch jünger :D) auch um viertel vor 11 noch nicht daheim sein ? :D
Achja, gehen eigentlich diese Harry Groupies immer so ab ?
Bei einigen Szenen hab ich nur die Augen verdreht, wegen ihrer Anteilnahme. Der Humor wird mir auch auf immer und ewig verschlossen bleiben. Gelacht wurde viel, nur nicht wenns lustig war.
So. Nun aber gut gewesen. Entweder es folgt morgen noch etwas schriftliches, zumindestens eine mutige Punktezahl wird folgen:
2,5=Ärgerlich. Mehr möchte und kann ich leider nicht geben. Da warst du noch viel zu gnädig. Dieser Blick zur Uhr wurde gegen Ende wirklich immer mehr. Hätte am liebsten geschlafen.
So, nun reichts aber wirklich.
Nur noch einmal ein dickes :ARME TINA. :(
Ich kenn' jetzt persönlich auch nicht soviele Harry-Groupies, als dass ich mir da ein Urteil erlauben dürfte - aber da es im Kinofoyer wieder diverse Jungs und Mädels mit dämlichen Zauber-Spitzhut gab, gehe ich davon aus: Ja, die sind alle so freakig drauf :D
Lachen mussten wir schon öfter, vorallem, wenn der gruselig überforderte Ron auftauchte...
Die ein/zwei Kommentare, die das Dilemma auf den Punkt bringen, lassen sich momentan nicht anklicken. It's a kind of magic. Also eben hier: Meine vollste Zustimmung, Hitmanski.
Die Harry Potter Reihe ist spätestens mit diesem Teil erwachsen geworden. So düster wie im siebenten Film ging es nie zur Sache und auch das Fehlen einer sicheren Rückzugsmöglichkeit und die völlige Isolierung der drei Hauptfiguren wirkt sich auf die Stimmung aus. Vor allem aber ist es schön, dass Regisseur David Yates (der bisher schwächste Harry Potter Regisseur) mit diesem Teil zum ersten Mal einige wirklich tolle Einfälle hat. Besonders die Infiltration des Zaubereiministeriums und die animierte Erzählung der Geschichte der Heiligtümer des Todes ist sehr gelungen. Etwas schade ist aber, dass Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 eine lange Vorbereitung auf ein Finale ist, auf das man sich nun gedulden muss.
Mit großer epischer Kraft und fast grimmiger Konsequenz hat David Yates im vorletzten Film der Harry Potter Saga den Ton verändert. Aus den Kindern sind junge Erwachsene geworden, die um ihr Überleben kämpfen. Eifersucht und Missgunst ersetzen die verspielten, amourösen Verquickungen und Verrat lauert überall. Gerade wer die Bücher nicht kennt, wird überrascht sein. Filmisch ist es auch dank der vorzüglichen Kameraarbeit, der suggestiven Filmmusik von Alexandre Desplat und der wie immer vorzüglichen, britischen Darstellerriege ein großer Wurf. Für Kinder unter 12 Jahren ist der Film wirklich nur bedingt geeignet und birgt Alptraumgefahren.
Die Entscheidung des Studios, den siebten und letzten Band der Romanreihe in zwei überlangen Spielfilmen und so ohne große inhaltliche Kürzungen zu produzieren, erweist sich als Segen. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1" ist neben Teil 3, "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" der beste Film der Serie. Denn erstmals hat eine Harry-Potter-Erzählung im Kino ausreichend Raum zum Atmen, kann der Film tiefer in die Gefühlswelt seiner Protagonisten eintauchen. Das heißt nicht, dass "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1" kein typisches Blockbusterpotenzial erkennen lässt: Schon wenige Minuten nach Filmstart punktet Regisseur David Yates mit einer durch Tempo und Effekte sensationellen Fluchtsequenz. Doch in der zweiten Hälfte drosselt der Regisseur merklich das Tempo, lässt die Kamera mannigfaltige Naturpanoramen einfangen, setzt auf leise Töne. Umso wirkungsvoller sind dann die Actionszenen, in den Harry & Co. immer wieder Voldemorts Verfolgern entfliehen müssen. Was auf den ersten Blick im zweiten Teil manchen Zuschauern vielleicht langatmig vorkommen mag, entpuppt sich als genau das richtige Tempo für ein wirklich episches Finale.
Das Schauspielerensemble meistert seine Aufgabe hervorragend, die Spezialeffekte sind auf höchstem Niveau. Für die stets richtige Balance aus Gefühl, Drama und Action sorgt zudem die angenehm zurückhaltende Filmmusik von Alexandre Desplat. Wenn man "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1" etwas vorwerfen kann, dann, dass Yates hier ganz und gar darauf setzt, dass man die Romane oder zumindest die Filme gut kennt. Wer nicht mehr genau weiß, wie der sechste Teil "Harry Potter und der Halbblutprinz" ausging, ist zu Beginn von "Heiligtümer des Todes" etwas verloren. Kompensiert wird das allerdings durch grandios inszeniertes Unterhaltungskino.
Während des Sehens dieses Films fällt einem eins sofort auf: Merkte man allen bisherigen Potter-Abenteuern an, dass sie Mühe hatten, die jeweils vielen hundert Seiten der Buchvorlage auf die Leinwand zu bringen und deshalb immer ein wenig gehetzt wirkten, ist hier das Gegenteil der Fall. Noch nie ging es in einem Film der Reihe so entspannt zu, wurde sich so viel Zeit genommen für das Innenleben der Figuren und ihrer Konflikte miteinander. So haben hier auch die drei Hauptdarsteller erstmals die Möglichkeit, etwas mehr von ihrem Können zu zeigen.
Und mit dem Heranwachsen der Protagonisten werden auch die Filme immer erwachsener und verlieren viel vom Zauberhaft-Magischen, das die früheren Werke noch auszeichnete. Aus dem einst so strahlenden und unbekümmerten Harry Potter ist ein grüblerischer und auch schon mal schlecht gelaunter Nachwuchszauberer geworden. Und auch auf Quidditch-Turniere oder ähnlich kindliche Vergnügungen wartet man hier vergeblich, der Ernst des Lebens hat nun endgültig Einzug ins Potter-Universum erhalten.
Damit einhergeht, dass der Grundton des aktuellen Films extrem düster ist und dies auf eine durchaus real erscheinende, bedrückende Weise. Das von den bösen Kräften um Lord Voldemort kontrollierte Zauberministerium wird zu einem üblen Behördenmoloch stilisiert, der die Angst vor den Muggels unter den Zauberern schürt und Jagd auf Andersdenkende macht. Dass es sich dabei um die Anfänge eines bedrohlichen, faschistischen Regimes handelt, ist von der propagierten Ideologie bis hin zu den schwarzen Uniformen der Polizeichargen mehr als offensichtlich. So zählt dieses von David Yates, der bereits für zwei der vorangegangenen Verfilmungen verantwortlich zeichnete, inszenierte Potter-Abenteuer zweifelsfrei zu den bisher stärksten und ruhigsten, zugleich für kleinere Kinder am wenigsten geeignete.
Technisch bietet „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Teil 1“ den neuesten Stand der Spezialeffekte. Deutlich wird dies etwa bei den Actionszenen, vor allem aber bei den schnell geschnittenen, hochauflösenden Bildern der Verfolgungsjagd im Wald, die in ihrer Ausführung vergleichbaren Sequenzen in „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ sehr ähneln. Der Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass für die Musik dieser zwei Spielfilme derselbe Komponist verantwortlich zeichnet: Alexandre Desplat. Zur düsteren Anmutung von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Teil 1“ trägt in besonderem Maße freilich auch das bis in die kleinsten Details geschliffene Produktionsdesign von Stuart Craig bei. Die Filmemacher bieten indes in vielen ruhigen Momenten einen Kontrapunkt zu den Actionsequenzen. Die Kamera von Eduardo Serra zeigt nicht nur immer wieder Emma Watsons hübsches Gesicht in Großaufnahme. Sie fängt darüber hinaus etliche Totalen etwa einer „postapokalyptischen“ Landschaft ein, die an die Kamerafahrten von „Der Herr der Ringe“ erinnern. Zu den stillen Augenblicken gehört insbesondere auch Harrys Besuch auf dem Friedhof, wo er beim Grab seiner Eltern innehält.
Es sind diese Augenblicke, die den Zuschauer an den Ursprung Harry Potters erinnern: Dank der Liebe seiner Eltern wurde er vom Tod verschont. Er wurde auserwählt, den Dunklen Lord zu besiegen. Dafür ist Harry vor allem auf die Hilfe und die Freundschaft von Ron und Hermine angewiesen. Dass der Kampf zwischen Gut und Böse mit Liebe und Loyalität, aber auch mit der Überwindung von Versuchungen einhergeht, macht „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Teil 1“ in einer Schlüsselszene mit Ron Weasley als Protagonist deutlich. Damit bleibt auch der vorletzte „Harry Potter“-Film den Themen treu, die alle Harry-Potter-Romane und -Filme kennzeichnen.
In direkter Verbindung mit dem zweiten Teil, also als ausschweifende Einleitung eines schlussendlich fünfstündigen Mammutwerks, wird sich "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" vielleicht noch als effektvoll und gelungen erweisen, als für sich stehendes Filmerlebnis bleibt er aber schlicht unbefriedigend. Und fühlt sich drum am Ende eben nach nichts mehr an als einer billigen Masche, seinem Publikum noch ein bisschen mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.
Natürlich liegt das Wort "Geldmacherei" bei einer derartigen Zweiteilung nicht fern. Jedoch muss man auch bedenken, was aus dem Film geworden wäre, hätte man die ganze Geschichte in einen Film gepackt. Womöglich ein Drehbuch, dass so voller Geschehnisse ist, dass man beim Verlassen des Kinosaals das Gefühl hat, als hätte man sich drei oder mehr Filme angesehen und doch nur noch Bruchstücke jedes einzelnen im Kopf....a la Spiderman 3? Also mir persönlich ist da die Harry Potter 7-Lösung um einiges lieber, und ich freue mich schon sehr, mir beide Teile hintereinander anzusehen........denn ich hoffe sehr(und gehe davon aus), dass dies beim Release des zweiten Teils im Kino möglich sein wird.
Durch die zeitbedingte Möglichkeit, alles ein bisschen ausführlicher zu erzählen, wird Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 zum etwas zähen Start ins grosse Finale. Wenn man bedenkt, was noch alles passieren sollte, dürfte die Fortsetzung ein Actionknaller erster Güte werden. Hier werden die Weichen gestellt und vor allem im Mittelteil die Langsamkeit zelebriert. Ist gut, aber hätte Potenzial für etwas viel Grösseres gehabt.
Obwohl man vermuten könnte, ausschließlich Profitgier und der Versuch, die Pottermania möglichst lange aufrecht zu erhalten, ständen hinter der Entscheidung, das letzte Buch in zwei Teilen zu verfilmen, kann man das Ergebnis nur loben. Denn dadurch, dass kein neuer Regisseur am Stil herumexperimentieren musste und vor allem dass weniger Details aus dem Buch aus Zeitdruck ausgelassen werden mussten, kommt der Potter-Fan voll auf seine Kosten. Allerdings auch nur dieser, denn für Einsteiger in das Harry-Potter-Universum ergeben sich Lücken im Zusammenhang, die der Film nicht aufarbeitet.
Als („glaubwürdiges“) abenteuerreiches Road-Movie überzeugt "Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I" durch die fehlende Laufzeit nur bedingt. Letztlich ist Yates' dritter Potter-Film zu gehetzt, voller Anschlussfehler und am Ende Opfer seiner Vorgänger (hätte Rowling von vorneherein zumindest Drehbuchautor Steve Kloves aber auch die Regisseure über den finalen Bandes informiert, wären eventuell viele Mängel vermeidbar und Manches einfacher gewesen). Im Nachhinein hat sich die Entscheidung, den siebten Roman in zwei Filme aufzuteilen, wohl wieder mal nur für Produzent David Hayman und die Warner gelohnt, denn obschon für den 600 Seiten starken Roman rund fünf Stunden Laufzeit zur Verfügung standen, scheitert zumindest "Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I" an denselben Dingen, die auch die meisten seiner Vorgänger ausmachten.
Im Grunde hatten die Fans im Vorfeld zu "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" allen Grund zur Freude. Warner ließ nicht nur verlautbaren, dass J.K. Rowlings letztes Kapitel der Pottersaga in zwei Filme unterteilt wird, um dem Finale möglichst gerecht zu werden, sie kündigten auch an, dass der Film doch nicht entgegen vorheriger Planungen in 3D konvertiert werde. Aber so schön das alles auch klang, eine gewisse Skepsis machte sich breit...
..die jedoch innerhalb der ersten Minuten nach Filmbeginn bereits vergessen war. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1“ macht nahtlos dort weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hatte. Das erste Drittel bietet den intensivsten und beklemmendsten Spannungsbogen des ganzen Franchise. Eine verlorene Endzeitstimmung, die es in sich hat, mit einer allgegenwärtigen spürbaren Bedrohung und Düsternis. Die drei Hauptdarsteller entwickelten sich nun endgültig zu ernstzunehmenden Schauspielern und vor allem Emma Watson bietet schauspielerische Glanzpunkte, die einem im Gedächtnis bleiben. Der Score von Alexandre Desplat erzeugt einen sehr dichten Klangteppich, aber klingt leider zu keiner Zeit nach einem echten Harry Potter Soundtrack. "Der Goldene Kompass", "Der seltsame Fall des Benjamin Button" oder „Der bunte Schleier“, Desplats Harry Potter-Partitur erinnert an vieles, aber die originalen Themen von John Williams müssen mit der Lupe gesucht werden.
Doch das Tragische an der ganzen Sache ist, dass die anfängliche Skepsis recht behalten sollte und in der zweiten Hälfte umso stärker zuschlug. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" wird durch seine Beschneidung in zwei Teile daran gehindert, ein hervorragender Film sein zu können. Seine Spannungskurve...
*Spoiler*-Frage:
Was mich am meisten interessiert: Wo haben sie den Schnitt gemacht, also an welcher Stelle endet Teil 1? Ich hätte nach Dobbys Ableben die Schere angesetzt...
Nichts ist mehr geblieben vom zuckersüssen und quietschbunten ersten Teil, mit dem Chris Columbus damals einen nicht gerade gelungenen Aufschlag präsentierte. Potter ist tatsächlich erwachsen geworden und in diesem Auftakt zum Finale ist die Welt grimmiger als je zuvor.
Gegen die Tödlichen Heiligtümer wirken selbst skandinavische Depressionsdramen wie fluffiges Wohlfühlkino. Der Film stapelt - getreu dem Buch, dessen Stimmung er sehr gut einfängt - Unglück auf Unglück, Tod auf Streit und Verderbnis auf Leid. Das ist gut gemacht und angesichts der zweifelosen Längen die Band 7 mit seinen "Harry Potter Camping Diarys"-Seiten hat auch gut gelöst, lässt aber notgedrungen den Spaß und eine gewisse magische Leichtigkeit vermissen, was den sehr langen Film nicht eben zu einem beschwingten Kinoabend werden lässt.
Es wird blutig, düster, brutal und stellenweise auch sexuell überraschend deutlich - ohne einen echten Lichtblick - denn gemäß dem alten Spruch…
Nichts ist mehr geblieben vom zuckersüssen und quietschbunten ersten Teil, mit dem Chris Columbus damals einen nicht gerade gelungenen Aufschlag präsentierte. Potter ist tatsächlich erwachsen geworden und in diesem Auftakt zum Finale ist die Welt grimmiger als je zuvor.
Gegen die Tödlichen Heiligtümer wirken selbst skandinavische Depressionsdramen wie fluffiges Wohlfühlkino. Der Film stapelt - getreu dem Buch, dessen Stimmung er sehr gut einfängt - Unglück auf Unglück, Tod auf Streit und Verderbnis auf Leid. Das ist gut gemacht und angesichts der zweifelosen Längen die Band 7 mit seinen "Harry Potter Camping Diarys"-Seiten hat auch gut gelöst, lässt aber notgedrungen den Spaß und eine gewisse magische Leichtigkeit vermissen, was den sehr langen Film nicht eben zu einem beschwingten Kinoabend werden lässt.
Es wird blutig, düster, brutal und stellenweise auch sexuell überraschend deutlich - ohne einen echten Lichtblick - denn gemäß dem alten Spruch "Es muss erst schlimmer werden, ehe es gut wird" ist dieser halbe Film ein Musterbeispiel in Verzweiflung und Leid, in dem ein erschöpfter Tanz von Harry und Hermione schon den Gipfel des Positiven darstellt.
Hier rächt sich auch ein wenig die Entscheidung das Buch in zwei Teile zu spalten - denn so bleibt dem Zuschauer die Erlösung versagt, wenn sich im Finale die Dinge dann doch zum Guten wenden. Teil 1 bricht ab, wenn die Lage am traurigsten ist und schickt die Zuschauer mit einem Schlag in die Magengrube zurück in den düsteren November - das mag nicht jedermanns Sache sein.
Technisch und handwerklich ist der Film wie seine Vorgänger natürlich gut gemacht und überrascht auch bei den Hauptdarstellern durch eine gewisse Reife. Radcliff wird wohl nie überragend sein, aber er ist hier besser als in allen Vorgängern. Grint und Watson bekommen endlich auch mal mehr dramatische Szenen und dürfen sich freispielen, was ihnen überraschend gut gelingt und den Verdacht bestätigt, das sie schon immer besser waren als sie zeigen durften.
Und für einen Blockbusterfilm ist es bei aller Kritik auch ungewöhnlich wie viel an Story und Komplexität, an Härte und Dialog den Zuschauern zugetraut wird. In Zeiten in denen sonst hirnlose Popcornorgien und platte Westernfabeln in modischem 3D-Kleidchen die Kassen füllen, ist der wohltuend klassisch inszenierte Potter - der zum Glück NICHT nachträglich plastiniert wurde - ein Kuriosum und eine wohltuende Ausnahme. Was nicht zuletzt der Vorlage zu danken ist - denn ohne die Bücher hätten sicher dutzende von Script-Doctoren und Marketing-Wichsern solange an den Filmen herumgeschraubt, bis alles in einer einzigen Effektorgie aus Explosionen und Pups- und Tittenwitzen untergeht.
Für die ganz kleinen Potter-Fans mag der Film deswegen ein bißchen schwer verdaulich sein, aber Grimms Märchen waren ja auch nie was für Zartbesaitete.
Ich freu mich aufs Finale... das dann auch wieder ein bißchen hoffnungsvoller werden dürfte - hoffentlich dann auch in glorious 2D!
Schön geschrieben, wie immer, aber die Düsternis, die du da proklamierst, habe ich trotz intensiven Suchen nicht wirklich entdecken können - vielmehr zelebriert der Film doch ständig das Licht am Ende des Tunnels. Es gibt im Vergleich zu den Vorgängerfilmen, die auch nicht gerade in rabenschwarz gemalt waren, wenige dunkle und bedrohliche Szenen, und selbst diese werden permanent durch die darauffolgende Szene abgeschwächt.
Gerade die Hoffnungslosigkeit, die im Buch wegen ihrer Länge und Omnipräsenz an den Freunden (und nicht zuletzt an den Nerven der Leser) zu nagen begann, verkommt im Film doch nur zu einer kitschigen Nummernrevue aus Glitzerpostermotiven und Coming-of-age...
Seltsam, seltsam: Der erste Potter-Film, bei dem wir konträre Ansichten haben :D
Gute Kritik. Aber du mit einem liegst du VÖLLIG FALSCH. Chris Columbus hat die Potter Reihe sehr gut und dem Ziel-Publikum entsprechend eröffnet. Sein Aufschlag hatte "Serv and Volley" Qualität wie von B.Becker.
"für einen Blockbusterfilm ist es bei aller Kritik auch ungewöhnlich wie viel an Story und Komplexität, an Härte und Dialog den Zuschauern zugetraut wird."
toll.
wenn du jetzt noch andeutest wo?
ich kenn die geschnittenen szenen und extras der dvd noch nicht.
oder ...ahh, als easteregg^^
Kommentare (244)
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Film: HP 7: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1
Man kann Harry Potter lieben oder hassen... Eigentlich sollte man es nur lieben.
Aber für diese Anzahl von genialen Schauspielern kann man die Filme nur verehren.
Dann fehlt einem der Blick fürs Wesentliche und Existenzielle. So schlecht die Jungschauspieler zu Beginn auch waren, die britische Schauspielerelite, die sich in diesen Filmen immer wieder die Klinke in die Hand gibt, ist ein Genuss.
Nö, sie haben sich deutlich verbessert und zum Schluss habe ich auch jedem einzelnen seine Rolle abgenommen.
So schlecht wie du über das Franchise redest, hast du anscheinend auch nicht die Bücher gelesen, und hören wirst du es sicherlich auch nicht das erste Mal, aber die Bücher sind einfach besser, wie bei so vielen anderen Verfilmungen auch.
Es bleibt halt die gleiche, krude Grundidee von Kindern, die mit Zauberstäben rumfuchteln. Da muss ich nicht die Bücher kennen, um das uncool zu finden.
So schwach die Story auch scheinen mag, im Gesamten und in den Büchern, ist es faszinierend und magisch. Hört sich billig an, aber es ist so. Verstehen kann man deine Missgunst und Abneigung auch, scheinst ein störrischer Kauz zu sein, wenn mir diese Aussage gestattet ist.
Harry Potter 7.1
Wollte man den Film unter einem Schlagwort zusammenfassen, müsste es wohl "Hoffnungslosigkeit" lauten. Diese wird hier geradezu zelebriert. In jedem Film, der den immerwährenden Kampf zwischen Gut und Böse thematisiert, gibt es den einen Moment vor dem Finalkampf, in dem das Böse übermächtig ist und die Helden kurz vor dem Nichts stehen. Das ist in "Star Wars" der Moment, als der Imperator Luke offenbart, dass alles genauso geplant war und warum die Rebellen keine Chance haben. In "Herr der Ringe" ist es der Moment, als die Gefährten vom vermeintlichen Tod Frodos erfahren.
Diese Momente sind immer besonders atmosphärisch aufgeladen, wenn keiner weiß, wie es jetzt weiter gehen sollen. Bei "Harry Potter" wird diesem Moment der Aussichtslosigkeit nun ein ganzer Film gewidmet.
Schon der Auftakt ist in dieser Hinsicht überaus gelungen: Die Dursleys steigen ins Auto und verlassen die Harry-Potter-Welt für immer, Ron blickt gedankenverloren in eine finstere Zukunft und, noch melancholischer, Hermine löscht sich aus den Erinnerungen ihrer Eltern. Was für ein Start ins letzte Abenteuer!
Dabei beginnt die Reise gar nicht so erfolglos. Der packende Einbruch ins Ministerium (sehr schön, dass Dolores Umbridge wieder mit dabei ist. Hätte nicht gedacht, dass die noch mal auftaucht) bringt dem Trio einen weiteren der so dringend benötigten Horkruxe ein. Doch da es immer wieder aufgespürt wird, bleibt nur die Flucht in die Wildnis. Die Campingszenen sind sehr gut inszeniert, wenn Harry, Ron und Hermine durch die Wälder ziehen, während aus dem Off all die Namen genannt werden. Dadurch wird auch gut vermittelt, wie lang und zäh die Reise für die drei ist. Die Stimmung wird gut vermittelt, dass sie weder wissen, wo sie suchen sollen noch wie sie die Horkruxe vernichten sollen. In diesem Zusammenhang ist auch die Tanzszene passend, die ein bisschen Ablenkung in dieser ganzen Hoffnungslosigkeit ausdrücken soll. Man bedenke, dass auch Ron gerade die Gruppe verlassen hat und Harry Hermine etwas aufmuntern will. Da bin ich froh, dass das nicht durch die üblichen Filmfloskeln geschieht (wie etwa das arg strapazierte "Es wird alles wieder gut werden!").
Optisches Highlight schließlich ist ganz klar das als Schattenspiel umgesetzte Märchen.
Gerade die ausgewogene Mischung aus Action und ruhigen Passagen macht diesen Film für mich besser, als den actionreicheren zweiten Teil.
Für einen Kinoabend oder einer guten Sitzung vor dem Fernseher ist der Film wirklich gut gemacht. Im Gegensatz zu den vorherigen sechs Teilen fesselt er ebenfalls mit seiner düsteren und bedrohlichen Stimmung die in einemanderen Teil kaum so wieder zu finden ist. Für mich ist der Film absolut empfehlenswert für alle Harry-Potter-Fans.
Und da hocken sie im Wald in ihrem Zelt. Und hocken im Wald in ihrem Zelt. Und hocken. Und hocken. Und ho..... zzzzzzzz.
Richtig aufregend wirds nur in den letzten Minuten. Ansonsten begreift man nach und nach, das all die anderen in den Vorgängerfilmen eigentlich fast liebevoll eingeführten Nebenfiguren komplett in die Tonne geworfen wurden und es hier nur noch um die drei Nachwuchszauberer geht, die sich ihrem Gegner entgegenstellen. Klassischer Actionfilmstoff. Aber präsentiert wie eine Packung Valium.
Allerdings, mein persönliches Highlight: Das Märchen von den drei Brüdern ist in einem absolut großartigen Trickfilmstil inszeniert worden. Die paar Minuten fand ich stärker als den kompletten Realfilm.
This is the end. My only friend, the end. Der Klassiker von The Doors passt hier wie die Faust aufs Auge, den die Gemütslage ist die gleiche. Ich war wohl etwas voreilig die Düsternis des Halbblutprinzen so an zu preisen. Im Vergleich hier zu war das noch gar nichts. Das hier ist purer Fatalismus. Die Massenflucht die zu Beginn angetreten wird, setzt den Ton der bis zum Ende alles bestimmt. Kein Platz mehr für Humor oder neue Zaubergimmicks und das muss auch nicht mehr sein. Der Abschluss einer Reihe sollte nicht nur in seinen letzten Minuten zeigen, dass es jetzt um alles geht und das tut man hier auch nicht. SHIT GETS REAL! Lieb gewonnene Nebenfiguren verabschieden sich und der Druck auf die Protagonisten wird immer stärker. Womit wir beim, sagen wir mal, kontroversesten Teil des Films wären. Der Campingausflug. Für viele zu langweilig, zu eintönig und zu sehr Füller als echter Bestandteil der Story. Für mich der Fokus auf genau das, worum es geht. Ich räume ein, das es insgesamt vielleicht doch zu lang war. Aber es ist doch häufig so, das die meisten mehrteiligen Filmreihen einfach neue Charaktere ins Spiel schmeißen, die die Hauptfiguren ein wenig ins abseits drängen, weil man nicht mehr so viele Ideen für sie hat. Bei einem bereits siebten Teil einen Großteil der Zeit nur mit den Hauptfiguren zu verbringen und mit niemandem sonst ist von daher schon eine echte Rarität. Zumal es hier genug Zündstoff innerhalb des Trios gibt. Natürlich erinnert das Szenario mit dem Wandern durch die Felder und dem Horkrux Medaillon, das sich negativ auf die Stimmung auswirkt, stark an eine gewisse andere Fantasy Saga (Ich glaube sie hieß Herr der Ketten oder Herr der Bälle oder so ähnlich). Aber es verstärkt den Eindruck der Aussichtslosigkeit, der Ernsthaftigkeit, die die Reihe ja seit dem dritten Teil so anstrebt, aber nicht immer erreichte. Die Nerven liegen blank. Die Moral ist am Boden. Der Streit zwischen Ron und Harry kommt da auch sehr natürlich daher und ist kein erzwungener Plotpoint um noch mehr Drama zu erzeugen. Der Cliffhanger mit Dumbledores Grabschändung ist ein guter Schlusspunkt um die Spannung aufrecht zu erhalten und nun bin ich gespannt ob die Reihe so abtritt wie es sich gehört. Mit einem großen Knall. Auf zu den zweiten Heiligtümern des Todes.
Woow. Was war das für ein Beginn.
Eine dermasen bewegende Szene wie die, als Hermine ihre Eltern mit dem Gedächtniszauber belegt und Sie von den Bildern ihrer Eltern verschwindet, sieht man selten. Schon hier war ich den Tränen nahe. Aber man hat gar keine Zeit, daran hängen zu bleiben, denn zu Beginn wird es auch sofort turbulent.
Die Fluch Harrys ist wahnsinnig stark inszeniert. Klasse Start.
Leider kann der Film das Level nicht halten, was aber auch nicht Sinn der Sache ist, da man sich die Action für Teil 2 aufhebt.
In diesem Film wird die Spannung weiter auf den Höhepunkt getrieben.
Alles wird auf den historischen Moment gerichtet, an dem Harry dem dunklen Lord gegenüber steht.
Auf dem Weg dorthin, hat man aber dennoch zahlreiche Abenteuer eingebaut, wie zum Beispiel das Eindringen in das Ministerium um nur eins davon zu nennen.
Ohne fremde Hilfe irren die drei in der Weltgeschichte herum. Und wenn ich irren sage, dann mein ich das auch so, denn ohne Anhaltspunkte oder Hilfsmittel ist das Zerstören der Horkruxe kein leichtes Unterfangen wie man hier deutlich gezeigt wird.
Das zerrt natürlich nicht nur an den Kräften, sondern auch an der Freundschaft und so kommt es zu unschönen Szenen zwischen Ron und Harry.
Das 3-er Gespann ist auch hier wieder in Höchstform, wie immer .
Neben den tragischen Ereignissen zu Beginn, gibt es auch am Ende tragische Szenen, die mich zu Tränen gerührt haben.
Auch in diesem Film zeigt David Yates wieder, dass er sein Handwerk perfekt beherrscht und auch zu innovativen Methoden greift.
Gerade die Geschichte der drei Brüder, ist grandios dargestellt und ist mal so ganz anders, als man sich es hätte vorstellen können, was aber nicht weiter schlimm ist, eher im Gegenteil.
Auch die Darstellung des Horkruxes ist genial gemacht, da dies ja besonderst schwer zu verfilmen ist und man nicht genau wusste, wie Mr. Yates mit dieser Aufgabe umgehen wird.
Wir haben jetzt 5:03 Uhr, die Müdigkeit nimmt langsam zu und die Anzahl meiner Red-Bull-Dosen langsam aber sicher ab.
Dennoch schaue ich jetz gespannt das große Finale, wo diese geniale Reihe ihren krönenden Abschluss finden wird. :)
Habe die Bücher noch nicht gelesen und nur die ersten beiden Filme gesehen. Konnte deshalb der Handlung kaum folgen. Hat mir trotzdem sehr gefallen. Die düstere Stimmung ohne echten Lichtblick ist beeindruckend und die Nebendarsteller sind alle großartig. Vom Heldentrio kann aber nur Grint überzeugen. Watson ist süß aber wirkt irgendwie unecht und Radcliffe...nun ja.
Schade, mit abstand der schlechteste Teil! Wirklich enttäuschend. Es hätte ein tolles "Vorfinale" werden können, doch leider ist der eigentliche gruselschocker- zum Schnulzenteil geworden!
Schade...
Es hätte das erste Kapitel eines furiosen Finales werden können.
Doch leider dümpelt Harry Potter "7.1" ziemlich belanglos daher, und wirft für diejenigen, die das Buch nicht gelesen haben, mehr Fragen auf als sie zu beantworten.
Es werden viele Brücken in vergangene Filme geschlagen und machen den Film somit unbrauchbar für Quereinsteiger, obwohl ich bezweifle das jemand erst zum Schluss auf die Idee kommt mal rein zu gucken.
Insgesamt kommt dieser Potter zwar schnell in Fahrt doch der Wind in den Segeln verliert sich schnell in einer Reise, von der der Zuschauer (meiner Meinung nach) fast nie erfährt warum gerade jenes Ziel gewählt wird.
Mag sein das der Film dichter am Buch ist dennje, doch nun ist dem Film ebenso viel Künstlerische Freiheit genommen.
Auch wenn er im Buch/Film eine wichtige Rolle gespielt hat, empfand ich Dobby recht deplatziert, da er lediglich einen Auftritt im 2. Teil hatte (Sollte ich mich irren bitte ich um Korrektur).
Dies ist nicht der einzige Charakter bei dem ich dieses gefühl hatte.
Insgesamt wirkt der Film wie ein Showlaufen (fast) aller Charaktere die es gab.
Alles in allem hinterlässt Harry Potter einen faden eindruck... Sehr schade, vor allem fürs Finale
Definitiv der beste Harry Potter. Warum? Weil sich die Macher spürbar Zeit gelassen haben diesen Film herzustellen. Er hat lang gezogene Wanderszenen durch tolle Landschaften (die höchstwahrscheinlich alle am PC erstellt wurden, aber das ist mir ehrlich gesagt schnuppe, hauptsache es sieht gut aus), viel Dialog und sehr wenig Action und die Charakterzeichnung von Harry, Ron und Hermine wird von Szene zu Szene besser. Klar vermag der Film aufgrund des Settings nur eher wenig Spannung aufzubauen, aber es gibt schon ein paar Szenen die einen erschrecken lassen. Toll fand ich dass die drei Hauptpersonen größtenteils auch die einzigen des Films sind. Klar gibt es auch andere Szenen aber größenteils sind wir nur mit den Dreien durch die Einöde unterwegs. Der Film lebt von seiner großartigen Atmosphäre, den überdurchschnittlichen Darstellerischen Leistungen und den guten emotionalen Dialogen - nicht von der Action. Deshalb finde ich den Film so gut, und würde sagen dass es der beste Harry Potter ist.
Harry Potter ist kein Märchen!
Es gibt tatsächlich an der Spitze der Weltwirtschaft & Weltpolitik ausgebildete Hexenmeister und Satanisten mit magischen Fähigkeiten die sich mit anderen hochrangigen luziferischen Familien um einem großen Tisch versammeln. Ein Beispiel: Die Collins Familie, welches ihren Namen auf Todd umänderte weil sie viel Aufsehen erregten.(Die Collins sollen sogar noch mächtiger sein als die Rothschilds und die Rockefellers)
Die Todesser beeinflussen das Ministerium = Die Illuminaten sind/beeinflussen die Politik.
Es gibt reine Zauberer und Schlammblüter = es gibt das adlige luziferische Blut welches immer einflussreiche und berühmte Persönlichkeiten hervorbringt. Und keiner kann jemals ganz oben sein wenn er nicht das adlige, illuminierte, luziferische Blut hat.
Lord Voldemort nimmt Gestalt an = der Antichrist hat Gestalt angenommen. (Und lebt in London in einem abgelenem Dorf wo er von den Illuminati ausgebildet wird.)
Wenn das Gute siegt, siegt eigentlich der weiße männliche Luzifer über den schwarzen weiblichen Satan. Wie in jedem Film liegt das komplette Schachbrett auf der Dunklen Seite der Macht. Die Menschen merken es kaum aber wenn sie sich der weißen Seite annehmen, entwickeln sie Selbstjustiz und herausragende Egozentrik. Es geht wirklich nur um Macht. Für Schwache Parasiten gibt kein Platz. Die Energie ZB: Die Schulregeln brechen um die Welt zu retten. Das wird raffiniert verpackt denn man muss die universelle Bedrohung irgendwie ausschalten, deswegen wird Regelbruch sogar eine Wohltat. Denn sie ketten den Helden ein. Versteht IHR???...ne wahrscheinlich nicht...aber ich hoffe dass ihr es versteht. Irgednwann mal. Ich will euch nicht hetzen.
Jau wenn Steven Spielberg (der auswerwählte Illuminaten Regisseur, gehört einem exklusiven Ritterorden an) die Filme gedreht hätte wären sie besser geworden. Ursprünglich sollte Steven Spielberg Harry Potter auch verfilmen.
Tatsächlich der erste Potter-Film,der der Buchvorlage durchaus gerecht wird. Die "Roadmovie" und "Auf der Flucht" Elemente erzeugen eine passende,düstere Stimmung und liefern nebenbei auch klasse Landschaftsaufnahme. Daniel Radcliffe ist mir bei dieser Episode im Übrigen erstmalig nicht negativ aufgefallen! Watson und Grint beweisen erneut,dass sie gute Besetzungen sind.
Die Buchvorlage des "Finale" bzw. die erste Hälfte - war für mich eines der schwächeren Bücher - Teil 1-5 habe ich damals total abgefeiert und wurde filmisch zumindest in Teil 1 und 2 maßlos enttäuscht. Insofern ist es doch ganz nett,dass sich zum Ende der Saga alles auf einem passabelen Level von 7.5/10 einpendelt. Womöglich ist Teil 2 dann sogar besser verfilmt? Bald bin ich schlauer!
„Niemand außer mir tötet Harry Potter!“
Mit HP 7.1 ist Potter definitiv erwachsen geworden. Nicht nur die Charaktere und ihre Darsteller, sondern auch die filmische Umsetzung ist dementsprechend gesetzt, stimmungsvoll und düster geraten. Schon mit dem Beginn wird dieses sehr schnell deutlich.
Mit Teil 7 kann sich ein Film – oder besser können sich zwei Filme – das erste Mal die Zeit für die Geschichte nehmen die auch die Buchvorlage hat. Die finanziellen Hintergründe dessen sollen hier nicht diskutiert werden, bieten aber Chance und Risiko zugleich. Der siebte Teil lässt der Story die Zeit sich zu entwickeln, Zeit viele kleine Handlungen, die alle mehr oder weniger bedeutsam für das große Ganze sind, zu erzählen. Zeit Atmosphäre zu schaffen und die Geschichte wirklich nachhaltig zu entwickeln. Aber auch Zeit für eine gewisse Langatmigkeit, die mitunter spürbar ist.
Teil 7 ist auch ein Film der Abschiede. Nicht nur einmal müssen die Protagonisten sich von wichtigen Personen ihres Lebens, ob geliebt oder nicht, verabschieden. Diese Abschiede prägen das stimmungsvolle Bild dieses Filmes.
Aber gleichzeitig wird in Teil 7.1 überdeutlich, dass es eben nur ein „halber Film“ ist, ein Film, der das große Ende nur vorbereitet. Vieles beginnt, aber nichts endet. Das Interesse auf die Umsetzung des Endes ist aber definitiv geweckt.
Interessant zu sehen, dass David Yates es doch auf die Reihe bringt, einen mittelguten Harry Potter zu inszenieren. Das hätte ich, hätte ihm wohl keiner nach der Enttäuschung HP5 und der mittelschweren Katastrophe HP6 zugetraut. Aber man wird doch gern, vor allem wenn man so großer Harry Potter-Fan ist wie ich, positiv überrascht. Was hat sich positiv geändert? Nun, ich denke, der größte Vorteil ist einfach, dass die Autoren durch die Zweiteilung mehr in den Film packen können, als dies in den vorherigen Filmen der Fall war. Heiligtümer des Todes ist auch mit Abstand der düsterste aller Potter-Filme. Das wird schon am Anfang klar (den ich sehr gelungen finde). Als Hermine die Gedächtnisse Ihrer Eltern löscht, ist dies doch ziemlich ergreifend. Ansonsten hat sich soviel eigentlich nicht geändert, bis darauf, dass sich Yates ziemlich nah an die Buchvorlage hält. Er ist sicher nicht zu einem besseren Regisseur geworden, jedoch hat er mehr Platz, um seine Geschichte zu erzählen. Bei den Darstellern blieb auch alles beim Alten: Radcliff spielt seinen Harry solide, ist allerdings in den emotionalen Szenen meiner Meinung nach überfordert. Ron haut auch in den noch so traurigen Momenten seine One-Liner raus und Hermine ist Ihren beiden Kollegen hofnungslos überlegen. Die Nebendarsteller sind wie bekannt wahnsinnig gut besetzt, nur leider tauchen Sie hier zu selten auf. Alan Rickman als Snape ist einfach unglaublich gut und ich hätte ihn gern öfter gesehen. Voldemort allerdings bekommt jede Menge Einsatzzeit und versprüht seinen unheimlichen Charme so oft er kann.
Noch ein Wort zum Score: Auf jeden Fall gut und passend, vor allem zu Beginn weiß er zu gefallen. Reicht jedoch bei allem guten Willen in keinster Weise an den großartigen vorherigen Score ran. Für mich aber kein Entscheidender Kritikpunkt, da der jetzige Score auch ziemlich gelungen ist!
Fazit: Der Beste HP des David Yates ist wie erwartet die Ruhe vor dem Sturm. Teil 1 (größtenteils ein Road-Movie) bereitet langsam auf den bevorstehenden Kampf Gut gegen Böse vor und ist dabei größtenteils ziemlich überzeugend gelungen. Die Entscheidung, den Film in zwei Hälften zu teilen rechtfertigt sich bereits jetzt, der Zeitpunkt für die Teilung ist perfekt gewählt. Nach langer Zeit der Enttäuschung also endlich mal wieder eine erfreuliche Nachricht für alle Potter-Fans, die nun wahrscheinlich ungeduldig dem großen Finale entgegenfiebern.
Womöglich fehlte mir ein wenig der notwendige Bezug, da ich nicht die Bücher gelesen habe, obwohl das bei den vorherigen Teilen nicht weiter problematisch war.
In diesem Fall konnte ich allerdings keine rechte Bindung zu der Geschichte herstellen und musste mitunter sogar die weiße Flagge hissen, um mir den Film von meiner Filmpartnerin erklären zu lassen, die mich dann auch fortan an die Hand nahm und mir tapfer weitere Nachfragen verzieh.
Handwerklich natürlich gut gemacht, aber trotzdessen für mich der schwächste HP-Teil, was aber vermutlich u.a. meinem fehlenden HP-Grundwissen geschuldet ist.
Die Dunkelheit vermag vieles. Sie lässt die Welt in einem anderen Licht dastehen, sie beeinflusst das Gemüt der Menschen und verbreitet Angst und Schrecken. Es gibt nur wenige Menschen die sich ihr stellen. Sie sind loyale Soldaten denen nichts bleibt außer dem Verlust geliebter Menschen, unverdiente Qualen und die Zerstörung des letzten Fünkchens Vertrauen. Sie sind allein.
Total weggeblasen. Total begeistert ließ mich dieser Teil der Reihe zurück. Als langweiliger Ableger verspottet, empfinde ich ihn als Geschenk das Hoffnung schenkt und zeigt das auch heutige Blockbuster einen unfassbar anspruchsvollen Handlungsverlauf und eine faszinierende Atmosphäre, die einem Lynch-Film gleichkommt (ja, ihr habt richtig gehört!), ganz ohne übertriebene und überladene Explosionen kreieren können. Denn es neigt sich nun alles dem Ende zu. Die Welt wird düsterer, brutaler, ernster und vor allem kurzlebiger. Schöne Momente, wie ein Tanz, vergehen so schnell wie sie gekommen sind. Was zurückbleibt ist Dunkelheit, Ratlosigkeit und Verzweiflung. Reisen an die verschiedensten Orte um dem Bösen zu entkommen. Denn Harry und seine Freunde sind nirgendwo mehr sicher. Ein schwieriges Unterfangen das deren Leben kosten könnte. Schmerzen müssen in Kauf genommen, Verluste hingenommen und die Grausamkeit erduldet werden. Denn die Hauptdarsteller sind erwachsen geworden, müssen nun Verantwortung übernehmen und klug handeln. Den jeder unüberlegte Schritt und jede einfältige Tätigkeit, können Leben kosten und die Zukunft für immer zerstören. Gnadenlos wird hier über Menschen gerichtet, sterben wie die Fliegen, die Bedrohung ist stets zugegen. Hier stimmt einfach alles! Perfektes Timing verwandelt den Film zu einem atemberaubenden Erlebnis, das zwischen den Genres, mit Bravour, umherspringt ohne sich jemals Schaden zuzufügen. Mal komisch aber nicht übertrieben, mal komplett schonungslos und deprimierend, mal gefühlvoll und für einen Moment die Schönheit der magischen Welt genießen ehe alles wieder ins brutale Chaos stürzt. Dieser Potter ist wieder ein echter Potter und nicht nur innovativer sondern auch wegweißend. Ein Wegweißer für alle Film die genauso unterhalten und mit vorzüglichen Effekten, als auch mit anspruchsvollen und emotionalen Momenten punkten wollen. Etwas komplett neues aus altbewährten Zutaten. Der erste Teil des letzten Spektakels ist ein Film wie aus dem Märchenbuch. Zu fantastisch um wahr zu sein.
OHNE DUMBLEDORE!!!!!! YAAY!
Die Szene in Malfoys Haus war natürlich die beste. Bellatrix Lestrange ist soooo cool! Warum ist sie nur ein Nebencharakter, warum nur? Ich hasse dich J.K. Rowling!
HP 7: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 - Kritik
US 2010 Laufzeit 146 Minuten, FSK 12, Fantasyfilm, Abenteuerfilm, Kinostart 18.11.2010
Kritiken (32) — Film: HP 7: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1
Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenDie Schmerzen des Erwachsenwerdens nehmen viel Raum ein – natürlich ist die ganze Potter-Saga ein einziger Coming-of-Age-Roman, aber dieser Film fokussiert das noch einmal wie in einem Brennglas. Dazwischen gibt es schön inszenierte Action und eine großartige Animationssequenz von Ben Hibon.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Stefan_R.: Mann beisst Film
Kommentar löschenHarry Potter ist erwachsen geworden. Teil 1 des großen Finales präsentiert sich als düsterer Fantasy-Thriller, der spätestens jetzt überhaupt nichts mehr mit einer Kinderbuchverfilmung zu tun hat. Die nunmehr deutlich vorherrschenden Faktoren Angst, Verzweiflung und Trauer lassen „HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES - TEIL 1“ dabei vielleicht nicht zum besten, wohl aber zum atmosphärischsten Film der Reihe reifen, dem die Ausführlichkeit, mit der die unheilvolle Geschichte ohne Hast erzählt wird, mehr als nur gut zu Gesicht steht. Wenn die Verantwortlichen dies alles weiter im Hinterkopf behalten und die Fehler aus der Verfilmung zum Halbblutprinzen vermeiden, steht uns im Sommer ohne Frage ein Endspiel par excellence ins Haus. Die Zeit wird's zeigen...
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Harry Potter and the Deathly Hallows Part 1» ist ein gelungener, intensiver Auftakt zum letzten Abenteuer des Zauberlehrlings.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Christian Alt: NEGATIV
Kommentar löschen[...] Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 bleibt ein guter Film – ein Film, der allerdings auf einen wesentlich größeren Film verweist, der noch nicht zu sehen war. Erst die Sichtung der beiden Teile im Zusammenhang wird hier die Antwort liefern können. Der Einstieg in ein erwachseneres Harry Potter-Universum ist aber schon einmal geschafft – und das war eine große Leistung.
Kritik im Original 6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten
Eiri 2010/12/06 12:37:58
Antwort löschenDas ist GANZ genau meine Meinung.
buddy my dog♥ 2010/12/06 21:38:18
Antwort löschender film ist einfach klasse
ItsMeMatze 2010/12/08 01:30:44
Antwort löschenIch bin auch deiner Meinung hoffentlich wir im Sommer vor dem 2 Teil nochmal der 1 gezeigt
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Christian Alt 2010/12/08 12:17:52
Antwort löschenNatürlich wird der noch mal gezeigt. Dann aber in 3D, damit Warner noch mal kassiert.
nick-pulina 2010/12/21 18:07:21
Antwort löschenHoffendlich, also in 3D ist das alles bestimmt noch beeindruckender als ohnehin schon.
CineKie: CineKie.de
Kommentar löschen[...]Wie die meisten seiner Vorgänger krankt auch “Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1” an einer Geschichte, die viel zu wenig zu erzählen hat. Und gibt es doch mal etwas zu erzählen, geschieht dies beiläufig in ein oder zwei Nebensätzen. Düstere Aspekte wie die Verfolgung unreiner Zauberer und tragische Erlebnisse wie der Verlust treuer Mitstreiter werden kurz erwähnt und dann beiseite gewischt. Statt näher auf interessante Ereignisse wie z.B. die Übernahme des Zaubereiministeriums durch Voldemorts Helfer einzugehen, verliert der Film sich in zähen und quälend langen Dialogen, welche die Geschichte in keiner Weise vorantreiben.[...]
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Dr. Borstel: Of Bastards And Dwarves
Kommentar löschenDie Entscheidung, J.K. Rowlings letzten Band in gleich zwei Filmen zu verarbeiten, wurde von den Verantwortlichen sicher nicht aus kreativen Gründen getroffen, sondern eher des Profits wegen. Dass in diesem Fall beide Seiten etwas davon haben, erweist sich als Glücksfall, denn wenn etwas bisher die Verfilmung der Bücher um den Zauberlehrling Harry Potter erschwert hat, dann war es deren enormer Umfang und damit verbunden das Problem, allzu viel Stoff in eine allzu kurze Laufzeit zu pressen. Dabei blieben oftmals wichtige Details oder liebenswerte Nebenfiguren auf der Strecke, was gerade die letzten beiden Filme, die unter der Regie von David Yates entstanden, zu einer herben Enttäuschung machten. Der bisher mangelnden Kontinuität wegen war es dennoch zu begrüßen, dass auch der letzte Band in die Hände Yates’ gelegt wurde, und überraschenderweise hat der Brite seine Chance genutzt.
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Moviesteve: Podcast
Kommentar löschenBis auf wenige Kleinigkeiten habe ich an dem Film rein gar nichts auszusetzen. Kapitel 7.1 ist eine logische Weiterentwicklung in Handlung, Stimmung und Machart. Das hohe Niveau der Reihe wird dabei gehalten, manchmal auch übertroffen. Wer also die bisherigen Teile mochte, sollte auch an diesem Gefallen finden.
Geboten wird ein düsteres Fantasy-Abenteuer, ein äußerst erwachsenes Märchen, das sich auf sehr ansprechende Weise sowohl mit mikrosoziologischen Fragen (Freundschaft, Jugendliebe, "teen angst") als auch gesamtgesellschaftlichen Themen (Terrorangst, Überwachungsstaat, Progrome) auseinandersetzt.
Obwohl ich die Vorlage nicht gelesen habe, hatte ich nie das Gefühl, daß mir wichtige Zusammenhänge fehlen würden, obgleich immer wieder Andeutungen aufblitzen, daß es hier und da noch mehr zu erfahren und zu erleben gebe.
Hin und wieder wirkt die Story etwas sehr kompliziert und man fragt sich, warum immer wieder vom Hauptziel abgewichen und auf…
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Maylea 2010/11/22 23:05:46
Antwort löschenWirklich eine super Kritik! :)
Die Zwischenstufe mit der FSK14 hab ich auch schon immer versucht, herbeizuschwören. Es ist hier ja nicht nur so, dass der Film ab Zwölf ist, sondern dass auch Kinder ab sechs Jahren den Film ansehen dürfen, solange ein Elternteil dabei ist. Mama oder Papa hin oder her - für mich wäre der Film in dem Alter sicher nichts gewesen!
Moviesteve 2010/11/23 09:17:44
Antwort löschenVolle Zustimmung. Bei den 12-Jährigen kann man sich ja noch drüber streiten, aber für 6- bis 10-Jährige ist dieser Film definitiv nicht geeignet.
Aber für kommende Elterngenerationen stellt sich ohnehin die große Frage, wie sie mit dem Potter-Franchise umgehen sollen:
Schenkt man seinen Kindern beginnend mit dem 11. Lebensjahr dann jährlich nur einen Band (oder die jeweilige DVD/Blu-ray), sodass der Sohn oder die Tochter langsam mit der Geschichte (bzw. den Hauptfiguren) mitwachsen kann? So ginge man zumindest sicher, dass sie bei Teil 7 dann auch die nötige geistige Reife mitbringen, um das Erzählte zu verarbeiten.
Oder gibt man bis dahin dem Drängeln der Kids doch längst nach und lässt sie sofort alles lesen/sehen, auch auf die Gefahr hin, dass sie sich Gruseln und die psychologischen Dimensionen der Story noch gar nicht richtig erfassen können?
PS: Danke auch für das Lob meiner Kritik! :)
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xHelloKittyx 2010/11/26 22:16:49
Antwort löschenBei uns in Österreich gibt es einige Filme, die ab 14 sind, Harry Potter 7 ist aber trotzdem ab 12 (was ich nicht gut finde).
AASFRESSER 2010/12/25 19:27:19
Antwort löschenIch auch nicht, 14 ist mehr als früh genug... Mein Sohn ist ein echter Angehöriger der Potter-Generation (16,5 Jahre), meine Tochter ist 2 - ich werde es dann wohl tatsächlich so handhaben, dass sie Jahr für Jahr mit den drei Hauptfiguren mitwachsen kann... bin selbst gespannt, wie das gelingt...
HerrLehmann: Das Manifest
Kommentar löschen[...]Viel passiert nicht in diesem ersten Teil des Harry Potter Finales. Im Grunde ist der ganze Film Setup für den zweiten Teil, der deutlich mehr Action enthalten dürfte als dieser. Es ist in erster Linie die beeindruckend dichte Atmosphäre, die Harry Potter 7.1 über seine Laufzeit von deutlich über 2 Stunden trägt: Wie schon in den Büchern scheint auch im Film erst in Teil 7 die Grenze zwischen Zauberern und Muggel durchbrochen. Band 6 bereitet zwar bereits darauf vor, doch erst jetzt findet der Großteil der Handlung außerhalb Hogwarts statt - Harry und co. agieren nicht mehr in einer abgeschotteten Welt der Zauberei, sondern im modernen England. Die Bedrohung durch Voldemort wirkt so realer, unmittelbarer, und in der Tat ist der Gedanke, dass die drei Protagonisten jederzeit Voldemorts Schergen in die Hände fallen können, in jedem Moment zu spüren. Dieses Unwohlsein, das der Film beim Zuschauer erzeugt, ist die große Stärke des Films. Einige Szenen, bestes Beispiel wohl eine längere Sequenz im Ministry of Magic, die in ihrem Pendeln zwischen Absurdität und der deutlichsten Darstellung von Voldemorts totalitärem System beinahe an Brazil erinnert, sind so intensiv, dass man für einen Moment auch die (schon in der Buchvorlage) mäandernde, ziellose Handlung vergisst.[...]
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Xander8112: at the movies
Kommentar löschen[...]
Mit schönen Landschaftsaufnahmen, einer düsteren Endzeitatmosphäre, erneut einer Emma Watson mit sichtlicher Spielfreude (was man von Radcliffe nur bedingt behaupten kann, von seinen darstellerischen Fähigkeiten mal ganz abgesehen) und einem passenden Score kann der Film seine Punkte sammeln. Inszenatorisch weicht er nicht großartig von den beiden vorherigen Filmen ab, auch wenn das Ganze noch etwas düsterer und gruseliger geworden ist, doch inhaltlich hat man erkannt, dass es so nicht weiterging. Wie man sich aus der Sackgasse herausmanövriert hat, in die man selber mit Vollgas gefahren ist, ist gut gelöst und sollte Kenner der Vorlage halbwegs zufriedenstellen, denn alle anderen sind selber Schuld, wenn sie erst so spät mit einsteigen. Ganz ehrlich also, und damit hätte ich nicht mehr gerechnet: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes hat Spaß gemacht. Es ist nicht mehr der Kinderfilm wie vielleicht noch die ersten beiden, ist gibt keinen Hogwarts-Unterricht über die Pflege magischer Geschöpfe, es herrscht Krieg in Britannien – und der ist überraschenderweise sehr unterhaltsam.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenObwohl ich alle Filme der Reihe gesehen hatte, gab es Momente, in denen ich keine Ahnung hatte, worüber die Figuren reden. Tatsächlich muss es Hermine manchmal sogar Harry erklären. Meine Ahnungslosigkeit hat mich jedoch nicht gestört, da es in diesem Film eher auf Stimmungen und Charaktere ankommt, als in den Vorgängern, und Schlüsselszenen scheinen alarmierend oft außerhalb des Bildschirms statt zu finden.
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Roger Moore: Orlando Sentinel Roger Moore: Orlando Sentinel
Kommentar löschenAbwechselnd ernst und lustig ist Harry Potter 7 der beste Film der Reihe. Ein "Das Imperium schlägt zurück" für diese Zauberer in ihrer zauberhaften Welt. Und die Effekte? Die sind so spezial, dass man sie gar nicht sieht.
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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times
Kommentar löschenObwohl Harry Potter 7 mittendrin aufhört, brachte er genug packende Spannung und emotionale Tiefe auf, um seine Figuren und die Fans in eine zweite Runde zu schicken.
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Amy Biancolli: San Francisco Chronicle Amy Biancolli: San Francisco Chronicle
Kommentar löschenWas herauskommt ist ein Film, der gleichzeitig gehetzt und zu lang wirkt: Harry Potter 7 hätte mehr Voldemort gut getan und weniger Camping-Ausflugs-Szenen, besonders jene süße aber unnötige Szene, in welcher Harry sich mit Hermine zu Nick Cave im Engtanz übt.
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Elmar Krekeler: Die Welt Elmar Krekeler: Die Welt
Kommentar löschenDie Geschichte hatte schon in ihrer gedruckten Form einen durchaus begrenzten Charme. Auf der Leinwand ist sie wie das Zelten, sterbenslangweilig.
Dabei hätte der unbehauste Held an sich eine schöne Idee sein können. Und in manchen Momenten meint man zu sehen, dass David Yates das ähnlich gesehen hat.
[...] Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 ist nichts anderes als die Verlängerung der Verwertungskette ins kommende Jahr hinein.
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TimKneisel 2010/11/18 20:26:48
Antwort löschenJetzt muss ich die Kritik von Herrn Krekeler auch noch hier lesen. Die Welt sollte nächstes Mal jemanden schicken, der die vorherigen Filme gesehen und nicht die Serie allgemein hasst. Beziehungsweise, er kann sie ruhig hassen, sollte das aber verdammt noch mal nicht jeden durch seine Kritik spüren lassen...
Dalia 2010/11/19 01:08:31
Antwort löschenHabe den Film gerade gesehen und: so schlimm ist seine Kritik nicht einmal. Die erste Hälfte des Buches wird meistens gezeltet aufgrund der Fluchtsituation. Da man ja meinte, man müsste ein Buch entzwei reißen, hat man daher nun in 7.1 die meiste Zeit das Zelt. In 7.2 werden wir dann alle von Action erschlagen, die in 7.1 einfach die meiste Zeit fehlt. Und man kann es ja nicht mal arg kritisieren, ich meine: in jedem normalen Buch kommt das Beste zum Schluss! Der Cut hat Schuld und aus einem (eigentlich) sehr guten Film etwas halbes, unfertiges gemacht.
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TimKneisel 2010/11/19 17:17:48
Antwort löschenIch verstehe auch seine Kritikpunkte, nichtsdestotrotz ist die Kritik überzogen und es ist zu vermuten, dass der Autor die anderen Filme größtenteils nicht gesehen hat. Wie man die Campingszenen als langatmig beschreiben kann, erschließt sich mir nicht wirklich. Aber das härteste an der Kritik ist, Rowling habe die talentierte Emma Watson "ausgerechnet in die Arme des bedauernswert untalentierten Rupert Grint geschrieben". Hätte die Frau das Buch nur wegen der Schauspieler umschreiben sollen? Mal ganz davon abgesehen, dass Rupert Grint noch immer talentierter ist als ein gewisser Daniel Radcliffe.
fabel 2010/11/19 23:50:02
Antwort löschen"Da menschelt es auf einmal sehr in diesem Unfilm des Jahres. "
Und wie untalentiert da auch gemenschelt wurde....gruselig!
Peter von Becker: Der Tagesspiegel Peter von Becker: Der Tagesspiegel
Kommentar löschenRegisseur David Yates setzt plötzlich auf epische Breite und langen Atem. So, als kündeten auch schon stille Blicke, Wolken und Winde von einer Welt der wachsenden Bedrohung, in der Voldemort ein Nazi-ähnliches Rassen-Terrorregiment errichtet hat über die Zauberer und jene als „Schlammblüter“ verfolgten Mischlinge aus Magiern und Muggels.
[...] Ansonsten aber triumphiert hier nicht die Brillanz, sondern die Banalität des Bösen. Und der Kampf der Guten bildet auch in der epischen Breitwandversion nur die schiere Oberfläche des Romans ab. Es fehlt in Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 an Aktion.
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ingix 2010/11/18 13:33:00
Antwort löschendie aktion kommt im zweiten teil dann in form massiver zauberstabfuchtelei...
Thomas Klingenmaier: Stuttgarter Zeitung Thomas Klingenmaier: Stuttgarter Zeitung
Kommentar löschenWenn man aber nicht zu tadelbereit auf die Fehler schaut, [...] dann kann man staunen. Staunen über den Mut der Filmemacher, so unablässig Verrat, Täuschung und Missverständnissen anzuhäufen, die Ruheräume und die heitere Erholung zu verweigern und diese Welt mit einer Paranoia aufzuladen, als wolle die Potter-Serie uns die allerschlimmste Seite des Erwachsenwerdens in Erinnerung rufen.
[...] "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes: Teil 1" geht davon aus, dass sein Publikum es nachvollziehen kann, dass die Welt wie ein großer Klumpen aus Ungerechtigkeit, Gemeinheit und Gewalt wirkt.
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I.Reicher: der Standard I.Reicher: der Standard
Kommentar löschenDas Problem von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Teil 1 besteht in erster Linie darin, dass das große Finale vorbereitet werden muss, aber nicht vollzogen werden kann. Das widerspricht den Gepflogenheiten des klassischen Industriekinos, der Konvention erzählerischer Geschlossenheit, an die sich die millionenschweren Potter-Unternehmungen ansonsten zu halten haben. Einziger Ausweg ist ein lupenreiner Cliffhanger.
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Thomas Kramar: Die Presse Thomas Kramar: Die Presse
Kommentar löschenHarry Potter und die Heiligtümer des Todes 1 ist, wie es sich für einen guten Adoleszenzfilm gehört, die Geschichte einer Wanderschaft. Regisseur David Yates, seit dem fünften Teil aktiv, zeigt abermals sein Gefühl für die Poesie von Schnee und Laub, Sand und Klippen, Bergen und Ebenen. [...] Er erlaubt seinem Film auch große Ruhe, fast Bedächtigkeit in solchen Momenten – und verstärkt damit den Kontrast zu den aberwitzig schnellen, lauten, grellen, wilden Szenen, in denen Lord Voldemorts Todesser und ihre Mitläufer angreifen.
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David Kleingers: Der Spiegel David Kleingers: Der Spiegel
Kommentar löschenGeschwindigkeit mag vielleicht keine Hexerei sein, doch der kaum in Fahrt kommenden Schnitzeljagd nach den titelgebenden Heiligtümern hätte ein wenig mehr Tempo nicht geschadet. Wohlmeinende Harry Potter-Jünger können dieses betuliche Erzählen gern episch nennen, der gemeine Filmfreund wird es schlicht langatmig finden. Kommt das Geschehen dann endlich halbwegs in Gang, ist es auch schon vorbei.
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skaila 2010/11/18 11:14:13
Antwort löschenWenn man an einem Film Kritik übt, sollte man zuerst die Handlung vollständig verstanden haben. So wäre es doch hilfreich, zu wissen, dass der Film nicht von der Schnitzeljagd nach den Heiligtümern, sondern aus dem 6. Film bereits bekannten Horkruxen handelt.
Außerdem hat der Film die Langatmigkeit des Buches durchaus übernommen, dennoch besser verarbeitet und mit unvergleichlicher Symbolik (potter-typisch) erwartungsgemäß umgesetzt. Trotz fehlender Handlungsstränge aus dem Buch wurde die Stimmung gut aufgenommen und widergespiegelt. Im Großen und Ganzen ein gelungener Film, der der Reihe durchaus würdig ist.
sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenYates vergibt hier die Möglichkeit, einen furiosen Auftakt für das Ende der Saga zu liefern. Viele lang erwartete Szenen aus der Buchvorlage wurden nicht umgesetzt oder ohne Not umgeändert. Für die inhaltlich schwache Umsetzung ist der Film zudem zu lang, was ihn nicht besser macht.
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Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschenGute und schlechte Zeiten im Blair-Witch-Forest -
Viel wurde gemunkelt über den Abschluss der Potter-Reihe: Warner Bros. manövrierte zwischen zweiter und dritter Ebene hin und her, und über allem schwebte doch immer die Frage danach, unter welchen Gesichtspunkten eine Splittung des Finales auf zwei Filme wirklich notwendig sei: Natürlich ist es nahezu grotesk, ein Franchise, wie jenes um die Rowling-Romane, mit dem Vorwurf der Kommerzialisierung zu konfrontieren; beinahe ebenso grotesk ist es angesichts von "Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I" allerdings, dass David Yates in Pressekonferenzen behauptet, er müsste zwei Überlängefilme in Anspruch nehmen, um seinen narrativen Spannungsbogen ausformulieren zu können.
Denn der größte Vorwurf, dem man dem ersten Teil des Final-Romanes machen kann, soviel sei schon vorangestellt, ist die Tatsache, dass es der erste Potter-Film ist, der massiv mit Spannungsarmut und Langeweile zu kämpfen hat, und…
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fkfilmkritik 2010/11/17 22:09:00
Antwort löschenHast du alle Bücher gelesen ?
Ich schon bin mal gespannt wie der sich so an die Vorlage hält.
Nach deinen Angaben, nicht so.
Hitmanski 2010/11/17 22:15:03
Antwort löschenIch hab die Bücher gelesen, ist aber schon einige Zeit her.
Nunja, ich fand die Campingpassagen auch in den Büchern schon ermüdend; da waren sie aber insgesamt logischer nachzuvollziehen, weil die Figuren besser gezeichnet waren - an dieser Stelle versagt der Film nahezu vollständig.
fkfilmkritik 2010/11/17 22:23:38
Antwort löschenHab auch schon oft gehört, dass man ihn die 2 1/2 Stunden anmerkt und er viele Längen hätte.
Aber ich denke wenn man die Bücher gelesen hat sollte man einen Blick riskieren.
Wird bestimmt unterhaltsam :)
fabel 2010/11/17 22:53:09
Antwort löschenYeah. Jetzt hab ich was, um zu sagen:"Hört mal Jungs, aber ich bleib lieber daheim."
Dankeschön, Hitmanski. Ich sah mein Ende schon kommen. :)
Hitmanski 2010/11/17 23:00:03
Antwort löschenMan hilft wo man kann ;)
Muss man wirklich nicht gesehen haben, schon garnicht, wenn man die Vorgänger nicht kennt.
der cineast 2010/11/17 23:16:41
Antwort löschenFreu mich auf den FILM!!
Wird bestimt gut
by the Way schön geschrieben :)
Komisch finde ich das so viel langeweile aufkommen soll, den das Buch hat so viel zu erzählen naja zumindest im zweiten Teil des Buches.
Die Sachen die im zweiten Teil geschehen sind so spannend und gut geschrieben, dass selbst Uwe Boll daraus etwas machen könnte, also können alle Hater wohl noch ein wenig auf dem Abschluss hoffen.
Oceanic6 2010/11/18 01:45:05
Antwort löschen@Hitmanski: Sorry, in gewissen Sachen mag die Meinung unterschiedlich sein, aber das Gefühl, dass du die Bücher gelesen hast, habe ich nicht, vielleicht überflogen?! Soll jetzt nicht böse gemeint sein, aber gerade solche Szenen, wie die wo George halbtot seine Witze reißt, fand ich im Buch schon toll und daher super, dass sie übernommen wurden. Alles in allem war ich sehr angetan von dem Film, vieles kann leider nur mit dem Buch verstanden werden, aber fast alles, was gesagt werden musste, wurde hervorragend übernommen. Meine Meinung! :) Kritik und Bewertung folgen noch, allerdings erst in Verbindung mit Teil 2! Gruß
Hitmanski 2010/11/18 10:22:01
Antwort löschenDas Problem ist doch folgendes: Im Buch haben die Charaktere insgesamt ein Vielfaches mehr an Background, so dass solche Szenen auch ganz anders wirken. Im Film hingegen taucht George - genau wie unzählige andere Figuren - für ein paar Minuten auf, lässt seinen Spruch los, und ist dann für den Rest des Films verschwunden. Es gibt keinerlei Dramatik o.ä., die Szene ist im Kontext des Films einfach unpassend und belanglos.
Dass es manche Plotstränge gibt, die man ohne Lektüre nur schwer nachvollziehen kann, ist noch nicht einmal mein Hauptkritikpunkt, ähnliches galt ja auch schon für die Vorgänger - mein Problem ist, dass "Deathly Hallows" als Film zu keiner Teit wirklich funktioniert, und auch wenn man den Vergleich mit dem Buch nicht bemüht, einfach unteres Mittelmaß ist.
fabel 2010/11/19 23:44:43
Antwort löschenJetzt weis ich auch, warum du es so bewertet hast....
Hitmanski 2010/11/19 23:45:43
Antwort löschenOh, da kam wohl gerade einer aus dem Kino ;)
fabel 2010/11/19 23:55:55
Antwort löschenJa und Tinas Mutter machte Stress, weil ihre Tochter nicht pünktlich um 22.45 Uhr daheim war und dann hat die Mutter auch noch angerufen und dann haben sich die Mädchen über den Arschärger aufgeregt, der Tina blühen wird.
Übrigens waren das nicht die einzigen netten Groupies. Könnte noch viel mehr aufzählen, da merkt man mal wieder wieso ich Kino so verabscheue.
Achja, der Film ist nicht erwähnenswert. Das wird der erste und auch letzte Harry Potter sein. Also nächstes Mal sag ich auf jeden Fall NEIN !
Ich hab mich auf alles eingestellt, nur auf sowas langweiliges war ich dann auch nicht vorbereitet. Es hat alles das gefehlt was ich mir erhofft habe. Einfach alles.
Einfach nur langweilig und irgendwie passierte auch nicht wirklich was. Zum Glück ist Tina passiert...^^
Hitmanski 2010/11/19 23:58:57
Antwort löschenIch sag' ja: Englische OV-Fassung :)
Arme Tina^^
fabel 2010/11/20 00:07:22
Antwort löschenJa, wäre besser gewesen denk ich mal. Aber interessanter wäre es auch nicht geworden und eine Story hat sich mir auch nicht wirklich erschließen können. Die haben die Dingens da gesucht und ja, das wars dann auch irgendwie wieder und gegen Ende wurde dann auf einmal von diesen Dings auf diese mysteriösen Heiligen Tümer umgeschwenkt. Wie gesagt, wers braucht. :D
Ja, die hat mir echt Leid getan. Wie kann man mit 13 (vielleicht sogar noch jünger :D) auch um viertel vor 11 noch nicht daheim sein ? :D
Achja, gehen eigentlich diese Harry Groupies immer so ab ?
Bei einigen Szenen hab ich nur die Augen verdreht, wegen ihrer Anteilnahme. Der Humor wird mir auch auf immer und ewig verschlossen bleiben. Gelacht wurde viel, nur nicht wenns lustig war.
So. Nun aber gut gewesen. Entweder es folgt morgen noch etwas schriftliches, zumindestens eine mutige Punktezahl wird folgen:
2,5=Ärgerlich. Mehr möchte und kann ich leider nicht geben. Da warst du noch viel zu gnädig. Dieser Blick zur Uhr wurde gegen Ende wirklich immer mehr. Hätte am liebsten geschlafen.
So, nun reichts aber wirklich.
Nur noch einmal ein dickes :ARME TINA. :(
Hitmanski 2010/11/20 01:06:32
Antwort löschenIch kenn' jetzt persönlich auch nicht soviele Harry-Groupies, als dass ich mir da ein Urteil erlauben dürfte - aber da es im Kinofoyer wieder diverse Jungs und Mädels mit dämlichen Zauber-Spitzhut gab, gehe ich davon aus: Ja, die sind alle so freakig drauf :D
Lachen mussten wir schon öfter, vorallem, wenn der gruselig überforderte Ron auftauchte...
der cineast 2010/11/21 22:42:08
Antwort löschenManno man.....Harry 7 Hater unter sich...
wers braucht..:P
fabel 2010/11/22 21:54:26
Antwort löschenNeidisch ? :D
der cineast 2010/11/22 23:55:54
Antwort löschenNee ganz und gar nicht :P
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Bradbury 2011/04/04 16:05:36
Antwort löschenDie ein/zwei Kommentare, die das Dilemma auf den Punkt bringen, lassen sich momentan nicht anklicken. It's a kind of magic. Also eben hier: Meine vollste Zustimmung, Hitmanski.
Hitmanski 2011/04/04 16:49:32
Antwort löschenDanke!
Filmering: Filmering.at
Kommentar löschenDie Harry Potter Reihe ist spätestens mit diesem Teil erwachsen geworden. So düster wie im siebenten Film ging es nie zur Sache und auch das Fehlen einer sicheren Rückzugsmöglichkeit und die völlige Isolierung der drei Hauptfiguren wirkt sich auf die Stimmung aus. Vor allem aber ist es schön, dass Regisseur David Yates (der bisher schwächste Harry Potter Regisseur) mit diesem Teil zum ersten Mal einige wirklich tolle Einfälle hat. Besonders die Infiltration des Zaubereiministeriums und die animierte Erzählung der Geschichte der Heiligtümer des Todes ist sehr gelungen. Etwas schade ist aber, dass Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 eine lange Vorbereitung auf ein Finale ist, auf das man sich nun gedulden muss.
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Jörg Taszman: Deutschlandradio Jörg Taszman: Deutschlandradio
Kommentar löschenMit großer epischer Kraft und fast grimmiger Konsequenz hat David Yates im vorletzten Film der Harry Potter Saga den Ton verändert. Aus den Kindern sind junge Erwachsene geworden, die um ihr Überleben kämpfen. Eifersucht und Missgunst ersetzen die verspielten, amourösen Verquickungen und Verrat lauert überall. Gerade wer die Bücher nicht kennt, wird überrascht sein. Filmisch ist es auch dank der vorzüglichen Kameraarbeit, der suggestiven Filmmusik von Alexandre Desplat und der wie immer vorzüglichen, britischen Darstellerriege ein großer Wurf. Für Kinder unter 12 Jahren ist der Film wirklich nur bedingt geeignet und birgt Alptraumgefahren.
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Gregor Wossilus : BR Gregor Wossilus : BR
Kommentar löschenDie Entscheidung des Studios, den siebten und letzten Band der Romanreihe in zwei überlangen Spielfilmen und so ohne große inhaltliche Kürzungen zu produzieren, erweist sich als Segen. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1" ist neben Teil 3, "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" der beste Film der Serie. Denn erstmals hat eine Harry-Potter-Erzählung im Kino ausreichend Raum zum Atmen, kann der Film tiefer in die Gefühlswelt seiner Protagonisten eintauchen. Das heißt nicht, dass "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1" kein typisches Blockbusterpotenzial erkennen lässt: Schon wenige Minuten nach Filmstart punktet Regisseur David Yates mit einer durch Tempo und Effekte sensationellen Fluchtsequenz. Doch in der zweiten Hälfte drosselt der Regisseur merklich das Tempo, lässt die Kamera mannigfaltige Naturpanoramen einfangen, setzt auf leise Töne. Umso wirkungsvoller sind dann die Actionszenen, in den Harry & Co. immer wieder Voldemorts Verfolgern entfliehen müssen. Was auf den ersten Blick im zweiten Teil manchen Zuschauern vielleicht langatmig vorkommen mag, entpuppt sich als genau das richtige Tempo für ein wirklich episches Finale.
Das Schauspielerensemble meistert seine Aufgabe hervorragend, die Spezialeffekte sind auf höchstem Niveau. Für die stets richtige Balance aus Gefühl, Drama und Action sorgt zudem die angenehm zurückhaltende Filmmusik von Alexandre Desplat. Wenn man "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1" etwas vorwerfen kann, dann, dass Yates hier ganz und gar darauf setzt, dass man die Romane oder zumindest die Filme gut kennt. Wer nicht mehr genau weiß, wie der sechste Teil "Harry Potter und der Halbblutprinz" ausging, ist zu Beginn von "Heiligtümer des Todes" etwas verloren. Kompensiert wird das allerdings durch grandios inszeniertes Unterhaltungskino.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenWährend des Sehens dieses Films fällt einem eins sofort auf: Merkte man allen bisherigen Potter-Abenteuern an, dass sie Mühe hatten, die jeweils vielen hundert Seiten der Buchvorlage auf die Leinwand zu bringen und deshalb immer ein wenig gehetzt wirkten, ist hier das Gegenteil der Fall. Noch nie ging es in einem Film der Reihe so entspannt zu, wurde sich so viel Zeit genommen für das Innenleben der Figuren und ihrer Konflikte miteinander. So haben hier auch die drei Hauptdarsteller erstmals die Möglichkeit, etwas mehr von ihrem Können zu zeigen.
Und mit dem Heranwachsen der Protagonisten werden auch die Filme immer erwachsener und verlieren viel vom Zauberhaft-Magischen, das die früheren Werke noch auszeichnete. Aus dem einst so strahlenden und unbekümmerten Harry Potter ist ein grüblerischer und auch schon mal schlecht gelaunter Nachwuchszauberer geworden. Und auch auf Quidditch-Turniere oder ähnlich kindliche Vergnügungen wartet man hier vergeblich, der Ernst des Lebens hat nun endgültig Einzug ins Potter-Universum erhalten.
Damit einhergeht, dass der Grundton des aktuellen Films extrem düster ist und dies auf eine durchaus real erscheinende, bedrückende Weise. Das von den bösen Kräften um Lord Voldemort kontrollierte Zauberministerium wird zu einem üblen Behördenmoloch stilisiert, der die Angst vor den Muggels unter den Zauberern schürt und Jagd auf Andersdenkende macht. Dass es sich dabei um die Anfänge eines bedrohlichen, faschistischen Regimes handelt, ist von der propagierten Ideologie bis hin zu den schwarzen Uniformen der Polizeichargen mehr als offensichtlich. So zählt dieses von David Yates, der bereits für zwei der vorangegangenen Verfilmungen verantwortlich zeichnete, inszenierte Potter-Abenteuer zweifelsfrei zu den bisher stärksten und ruhigsten, zugleich für kleinere Kinder am wenigsten geeignete.
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stuforcedyou 2010/11/17 11:36:49
Antwort löschenPssst ... David Yates, nicht Peter.
Dirk Lüneberg 2010/11/17 11:51:01
Antwort löschenDanke, schon geändert.
José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenTechnisch bietet „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Teil 1“ den neuesten Stand der Spezialeffekte. Deutlich wird dies etwa bei den Actionszenen, vor allem aber bei den schnell geschnittenen, hochauflösenden Bildern der Verfolgungsjagd im Wald, die in ihrer Ausführung vergleichbaren Sequenzen in „New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde“ sehr ähneln. Der Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass für die Musik dieser zwei Spielfilme derselbe Komponist verantwortlich zeichnet: Alexandre Desplat. Zur düsteren Anmutung von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Teil 1“ trägt in besonderem Maße freilich auch das bis in die kleinsten Details geschliffene Produktionsdesign von Stuart Craig bei. Die Filmemacher bieten indes in vielen ruhigen Momenten einen Kontrapunkt zu den Actionsequenzen. Die Kamera von Eduardo Serra zeigt nicht nur immer wieder Emma Watsons hübsches Gesicht in Großaufnahme. Sie fängt darüber hinaus etliche Totalen etwa einer „postapokalyptischen“ Landschaft ein, die an die Kamerafahrten von „Der Herr der Ringe“ erinnern. Zu den stillen Augenblicken gehört insbesondere auch Harrys Besuch auf dem Friedhof, wo er beim Grab seiner Eltern innehält.
Es sind diese Augenblicke, die den Zuschauer an den Ursprung Harry Potters erinnern: Dank der Liebe seiner Eltern wurde er vom Tod verschont. Er wurde auserwählt, den Dunklen Lord zu besiegen. Dafür ist Harry vor allem auf die Hilfe und die Freundschaft von Ron und Hermine angewiesen. Dass der Kampf zwischen Gut und Böse mit Liebe und Loyalität, aber auch mit der Überwindung von Versuchungen einhergeht, macht „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Teil 1“ in einer Schlüsselszene mit Ron Weasley als Protagonist deutlich. Damit bleibt auch der vorletzte „Harry Potter“-Film den Themen treu, die alle Harry-Potter-Romane und -Filme kennzeichnen.
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F.-M. Helmke: Filmszene.de F.-M. Helmke: Filmszene.de
Kommentar löschenIn direkter Verbindung mit dem zweiten Teil, also als ausschweifende Einleitung eines schlussendlich fünfstündigen Mammutwerks, wird sich "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" vielleicht noch als effektvoll und gelungen erweisen, als für sich stehendes Filmerlebnis bleibt er aber schlicht unbefriedigend. Und fühlt sich drum am Ende eben nach nichts mehr an als einer billigen Masche, seinem Publikum noch ein bisschen mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.
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Oskarius 2010/11/16 12:33:40
Antwort löschenNatürlich liegt das Wort "Geldmacherei" bei einer derartigen Zweiteilung nicht fern. Jedoch muss man auch bedenken, was aus dem Film geworden wäre, hätte man die ganze Geschichte in einen Film gepackt. Womöglich ein Drehbuch, dass so voller Geschehnisse ist, dass man beim Verlassen des Kinosaals das Gefühl hat, als hätte man sich drei oder mehr Filme angesehen und doch nur noch Bruchstücke jedes einzelnen im Kopf....a la Spiderman 3? Also mir persönlich ist da die Harry Potter 7-Lösung um einiges lieber, und ich freue mich schon sehr, mir beide Teile hintereinander anzusehen........denn ich hoffe sehr(und gehe davon aus), dass dies beim Release des zweiten Teils im Kino möglich sein wird.
D. Maurer: Outnow.ch D. Maurer: Outnow.ch
Kommentar löschenDurch die zeitbedingte Möglichkeit, alles ein bisschen ausführlicher zu erzählen, wird Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1 zum etwas zähen Start ins grosse Finale. Wenn man bedenkt, was noch alles passieren sollte, dürfte die Fortsetzung ein Actionknaller erster Güte werden. Hier werden die Weichen gestellt und vor allem im Mittelteil die Langsamkeit zelebriert. Ist gut, aber hätte Potenzial für etwas viel Grösseres gehabt.
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Rouven: www.cineclub.de
Kommentar löschenObwohl man vermuten könnte, ausschließlich Profitgier und der Versuch, die Pottermania möglichst lange aufrecht zu erhalten, ständen hinter der Entscheidung, das letzte Buch in zwei Teilen zu verfilmen, kann man das Ergebnis nur loben. Denn dadurch, dass kein neuer Regisseur am Stil herumexperimentieren musste und vor allem dass weniger Details aus dem Buch aus Zeitdruck ausgelassen werden mussten, kommt der Potter-Fan voll auf seine Kosten. Allerdings auch nur dieser, denn für Einsteiger in das Harry-Potter-Universum ergeben sich Lücken im Zusammenhang, die der Film nicht aufarbeitet.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenAls („glaubwürdiges“) abenteuerreiches Road-Movie überzeugt "Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I" durch die fehlende Laufzeit nur bedingt. Letztlich ist Yates' dritter Potter-Film zu gehetzt, voller Anschlussfehler und am Ende Opfer seiner Vorgänger (hätte Rowling von vorneherein zumindest Drehbuchautor Steve Kloves aber auch die Regisseure über den finalen Bandes informiert, wären eventuell viele Mängel vermeidbar und Manches einfacher gewesen). Im Nachhinein hat sich die Entscheidung, den siebten Roman in zwei Filme aufzuteilen, wohl wieder mal nur für Produzent David Hayman und die Warner gelohnt, denn obschon für den 600 Seiten starken Roman rund fünf Stunden Laufzeit zur Verfügung standen, scheitert zumindest "Harry Potter and the Deathly Hallows: Part I" an denselben Dingen, die auch die meisten seiner Vorgänger ausmachten.
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goodspeed: KultHit.de / O L O s B L O G
Kommentar löschenIm Grunde hatten die Fans im Vorfeld zu "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" allen Grund zur Freude. Warner ließ nicht nur verlautbaren, dass J.K. Rowlings letztes Kapitel der Pottersaga in zwei Filme unterteilt wird, um dem Finale möglichst gerecht zu werden, sie kündigten auch an, dass der Film doch nicht entgegen vorheriger Planungen in 3D konvertiert werde. Aber so schön das alles auch klang, eine gewisse Skepsis machte sich breit...
..die jedoch innerhalb der ersten Minuten nach Filmbeginn bereits vergessen war. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1“ macht nahtlos dort weiter, wo sein Vorgänger aufgehört hatte. Das erste Drittel bietet den intensivsten und beklemmendsten Spannungsbogen des ganzen Franchise. Eine verlorene Endzeitstimmung, die es in sich hat, mit einer allgegenwärtigen spürbaren Bedrohung und Düsternis. Die drei Hauptdarsteller entwickelten sich nun endgültig zu ernstzunehmenden Schauspielern und vor allem Emma Watson bietet schauspielerische Glanzpunkte, die einem im Gedächtnis bleiben. Der Score von Alexandre Desplat erzeugt einen sehr dichten Klangteppich, aber klingt leider zu keiner Zeit nach einem echten Harry Potter Soundtrack. "Der Goldene Kompass", "Der seltsame Fall des Benjamin Button" oder „Der bunte Schleier“, Desplats Harry Potter-Partitur erinnert an vieles, aber die originalen Themen von John Williams müssen mit der Lupe gesucht werden.
Doch das Tragische an der ganzen Sache ist, dass die anfängliche Skepsis recht behalten sollte und in der zweiten Hälfte umso stärker zuschlug. "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" wird durch seine Beschneidung in zwei Teile daran gehindert, ein hervorragender Film sein zu können. Seine Spannungskurve...
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Sonse 2010/11/14 14:57:15
Antwort löschen*Spoiler*-Frage:
Was mich am meisten interessiert: Wo haben sie den Schnitt gemacht, also an welcher Stelle endet Teil 1? Ich hätte nach Dobbys Ableben die Schere angesetzt...
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goodspeed 2010/11/14 17:38:55
Antwort löschenBingo
Sonse 2010/11/15 17:36:48
Antwort löschenGute Nachrichten! Dann habe ich ja Hoffnung!
Lieben Dank! :)
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenNichts ist mehr geblieben vom zuckersüssen und quietschbunten ersten Teil, mit dem Chris Columbus damals einen nicht gerade gelungenen Aufschlag präsentierte. Potter ist tatsächlich erwachsen geworden und in diesem Auftakt zum Finale ist die Welt grimmiger als je zuvor.
Gegen die Tödlichen Heiligtümer wirken selbst skandinavische Depressionsdramen wie fluffiges Wohlfühlkino. Der Film stapelt - getreu dem Buch, dessen Stimmung er sehr gut einfängt - Unglück auf Unglück, Tod auf Streit und Verderbnis auf Leid. Das ist gut gemacht und angesichts der zweifelosen Längen die Band 7 mit seinen "Harry Potter Camping Diarys"-Seiten hat auch gut gelöst, lässt aber notgedrungen den Spaß und eine gewisse magische Leichtigkeit vermissen, was den sehr langen Film nicht eben zu einem beschwingten Kinoabend werden lässt.
Es wird blutig, düster, brutal und stellenweise auch sexuell überraschend deutlich - ohne einen echten Lichtblick - denn gemäß dem alten Spruch…
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Brennegan 2010/11/13 16:16:44
Antwort löschenNun habe ich gar keine Chance mehr, mit meiner Freundin nicht ins Kino zu gehen ... danke, echt toll ;)
raycluster 2010/11/13 19:50:20
Antwort löschenOhja das klingt klasse. Sowas wollte ich schon von dem zweiten Teil lesen... Freu mich schon tierisch auf den Film =)
der cineast 2010/11/13 23:32:48
Antwort löschenMoviemaze gibt 54 Prozent und Batz findets gut. Ich vertraue mal Batzi!!
Hitmanski 2010/11/17 22:58:51
Antwort löschenSchön geschrieben, wie immer, aber die Düsternis, die du da proklamierst, habe ich trotz intensiven Suchen nicht wirklich entdecken können - vielmehr zelebriert der Film doch ständig das Licht am Ende des Tunnels. Es gibt im Vergleich zu den Vorgängerfilmen, die auch nicht gerade in rabenschwarz gemalt waren, wenige dunkle und bedrohliche Szenen, und selbst diese werden permanent durch die darauffolgende Szene abgeschwächt.
Gerade die Hoffnungslosigkeit, die im Buch wegen ihrer Länge und Omnipräsenz an den Freunden (und nicht zuletzt an den Nerven der Leser) zu nagen begann, verkommt im Film doch nur zu einer kitschigen Nummernrevue aus Glitzerpostermotiven und Coming-of-age...
Seltsam, seltsam: Der erste Potter-Film, bei dem wir konträre Ansichten haben :D
windstille89 2010/11/18 21:03:02
Antwort löschenoO.. wieso schreibst du dann so nen Artikel der 7 Gründe dagegen Proklamiert? Musstes nen Dummen geben und du fandest das geil?
Batzman 2010/11/18 23:05:29
Antwort löschenBei den ironischen "7 Gründe Artikeln gibt es immer einen Pro und einen Contra..." - und ich überlass den doch nicht jemand der Potter nicht mag ;)
Lea<33 2010/11/20 17:19:16
Antwort löschenschön geschrieben :)
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Nahtigall 2010/12/05 03:14:20
Antwort löschenGute Kritik. Aber du mit einem liegst du VÖLLIG FALSCH. Chris Columbus hat die Potter Reihe sehr gut und dem Ziel-Publikum entsprechend eröffnet. Sein Aufschlag hatte "Serv and Volley" Qualität wie von B.Becker.
alanger 2010/12/28 21:53:46
Antwort löschen"für einen Blockbusterfilm ist es bei aller Kritik auch ungewöhnlich wie viel an Story und Komplexität, an Härte und Dialog den Zuschauern zugetraut wird."
toll.
wenn du jetzt noch andeutest wo?
ich kenn die geschnittenen szenen und extras der dvd noch nicht.
oder ...ahh, als easteregg^^
Kommentare (244) — Film: HP 7: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1
Kommentar schreibenWeltenkind 2012/02/09 16:47:22
Kommentar löschenMan kann Harry Potter lieben oder hassen... Eigentlich sollte man es nur lieben.
Aber für diese Anzahl von genialen Schauspielern kann man die Filme nur verehren.
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duffy 2012/02/09 19:06:06
Antwort löschenOch, die Kids sorgten schon ganz gut dafür, daß man die guten Schauspieler vergisst und man Potter ruhigen Gewissens hassen kann.
Weltenkind 2012/02/10 00:01:09
Antwort löschenDann fehlt einem der Blick fürs Wesentliche und Existenzielle. So schlecht die Jungschauspieler zu Beginn auch waren, die britische Schauspielerelite, die sich in diesen Filmen immer wieder die Klinke in die Hand gibt, ist ein Genuss.
duffy 2012/02/10 11:43:58
Antwort löschenDie waren die ganze Reihe über schlecht. Genau das war das Problem der Reihe. Neben der beknackten Story.
Weltenkind 2012/02/10 11:53:26
Antwort löschenNö, sie haben sich deutlich verbessert und zum Schluss habe ich auch jedem einzelnen seine Rolle abgenommen.
So schlecht wie du über das Franchise redest, hast du anscheinend auch nicht die Bücher gelesen, und hören wirst du es sicherlich auch nicht das erste Mal, aber die Bücher sind einfach besser, wie bei so vielen anderen Verfilmungen auch.
duffy 2012/02/10 11:56:41
Antwort löschenEs spielt absolut keine Rolle wie supi die Bücher angeblich sein sollen, hier geht es um die bescheuerte Filmreihe. ;)
Weltenkind 2012/02/10 11:59:24
Antwort löschenDie auf den Büchern beruht. Meine Absicht ist keine andere, als dir klar zumachen, dass die Story in den Büchern besser behandelt wird.
duffy 2012/02/10 12:04:59
Antwort löschenEs bleibt halt die gleiche, krude Grundidee von Kindern, die mit Zauberstäben rumfuchteln. Da muss ich nicht die Bücher kennen, um das uncool zu finden.
Weltenkind 2012/02/10 12:09:59
Antwort löschenSo schwach die Story auch scheinen mag, im Gesamten und in den Büchern, ist es faszinierend und magisch. Hört sich billig an, aber es ist so. Verstehen kann man deine Missgunst und Abneigung auch, scheinst ein störrischer Kauz zu sein, wenn mir diese Aussage gestattet ist.
duffy 2012/02/10 12:13:44
Antwort löschenIch bin halt Realist und habe meine Kindheit mir cooleren Sachen verbracht als mit albernen Kinderbüchern. ;)
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Weltenkind 2012/02/10 12:15:47
Antwort löschenMit der Lindenstraße?
duffy 2012/02/10 12:16:57
Antwort löschenDas auch, ja.
skinflowers 2012/02/06 05:26:23
Kommentar löschenIrgendwie hab ich bei diesen Filmen den Anschluss verpasst...
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L-viz 2012/01/09 23:00:58
Kommentar löschenHarry Potter 7.1
Wollte man den Film unter einem Schlagwort zusammenfassen, müsste es wohl "Hoffnungslosigkeit" lauten. Diese wird hier geradezu zelebriert. In jedem Film, der den immerwährenden Kampf zwischen Gut und Böse thematisiert, gibt es den einen Moment vor dem Finalkampf, in dem das Böse übermächtig ist und die Helden kurz vor dem Nichts stehen. Das ist in "Star Wars" der Moment, als der Imperator Luke offenbart, dass alles genauso geplant war und warum die Rebellen keine Chance haben. In "Herr der Ringe" ist es der Moment, als die Gefährten vom vermeintlichen Tod Frodos erfahren.
Diese Momente sind immer besonders atmosphärisch aufgeladen, wenn keiner weiß, wie es jetzt weiter gehen sollen. Bei "Harry Potter" wird diesem Moment der Aussichtslosigkeit nun ein ganzer Film gewidmet.
Schon der Auftakt ist in dieser Hinsicht überaus gelungen: Die Dursleys steigen ins Auto und verlassen die Harry-Potter-Welt für immer, Ron blickt gedankenverloren in eine finstere Zukunft und, noch melancholischer, Hermine löscht sich aus den Erinnerungen ihrer Eltern. Was für ein Start ins letzte Abenteuer!
Dabei beginnt die Reise gar nicht so erfolglos. Der packende Einbruch ins Ministerium (sehr schön, dass Dolores Umbridge wieder mit dabei ist. Hätte nicht gedacht, dass die noch mal auftaucht) bringt dem Trio einen weiteren der so dringend benötigten Horkruxe ein. Doch da es immer wieder aufgespürt wird, bleibt nur die Flucht in die Wildnis. Die Campingszenen sind sehr gut inszeniert, wenn Harry, Ron und Hermine durch die Wälder ziehen, während aus dem Off all die Namen genannt werden. Dadurch wird auch gut vermittelt, wie lang und zäh die Reise für die drei ist. Die Stimmung wird gut vermittelt, dass sie weder wissen, wo sie suchen sollen noch wie sie die Horkruxe vernichten sollen. In diesem Zusammenhang ist auch die Tanzszene passend, die ein bisschen Ablenkung in dieser ganzen Hoffnungslosigkeit ausdrücken soll. Man bedenke, dass auch Ron gerade die Gruppe verlassen hat und Harry Hermine etwas aufmuntern will. Da bin ich froh, dass das nicht durch die üblichen Filmfloskeln geschieht (wie etwa das arg strapazierte "Es wird alles wieder gut werden!").
Optisches Highlight schließlich ist ganz klar das als Schattenspiel umgesetzte Märchen.
Gerade die ausgewogene Mischung aus Action und ruhigen Passagen macht diesen Film für mich besser, als den actionreicheren zweiten Teil.
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ElmStreet84 2012/01/08 13:40:23
Kommentar löschenFür einen Kinoabend oder einer guten Sitzung vor dem Fernseher ist der Film wirklich gut gemacht. Im Gegensatz zu den vorherigen sechs Teilen fesselt er ebenfalls mit seiner düsteren und bedrohlichen Stimmung die in einemanderen Teil kaum so wieder zu finden ist. Für mich ist der Film absolut empfehlenswert für alle Harry-Potter-Fans.
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cruzha 2012/01/02 08:07:44
Kommentar löschenUnd da hocken sie im Wald in ihrem Zelt. Und hocken im Wald in ihrem Zelt. Und hocken. Und hocken. Und ho..... zzzzzzzz.
Richtig aufregend wirds nur in den letzten Minuten. Ansonsten begreift man nach und nach, das all die anderen in den Vorgängerfilmen eigentlich fast liebevoll eingeführten Nebenfiguren komplett in die Tonne geworfen wurden und es hier nur noch um die drei Nachwuchszauberer geht, die sich ihrem Gegner entgegenstellen. Klassischer Actionfilmstoff. Aber präsentiert wie eine Packung Valium.
Allerdings, mein persönliches Highlight: Das Märchen von den drei Brüdern ist in einem absolut großartigen Trickfilmstil inszeniert worden. Die paar Minuten fand ich stärker als den kompletten Realfilm.
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Slevin Kalebra 2011/12/31 13:00:04
Kommentar löschenThis is the end. My only friend, the end. Der Klassiker von The Doors passt hier wie die Faust aufs Auge, den die Gemütslage ist die gleiche. Ich war wohl etwas voreilig die Düsternis des Halbblutprinzen so an zu preisen. Im Vergleich hier zu war das noch gar nichts. Das hier ist purer Fatalismus. Die Massenflucht die zu Beginn angetreten wird, setzt den Ton der bis zum Ende alles bestimmt. Kein Platz mehr für Humor oder neue Zaubergimmicks und das muss auch nicht mehr sein. Der Abschluss einer Reihe sollte nicht nur in seinen letzten Minuten zeigen, dass es jetzt um alles geht und das tut man hier auch nicht. SHIT GETS REAL! Lieb gewonnene Nebenfiguren verabschieden sich und der Druck auf die Protagonisten wird immer stärker. Womit wir beim, sagen wir mal, kontroversesten Teil des Films wären. Der Campingausflug. Für viele zu langweilig, zu eintönig und zu sehr Füller als echter Bestandteil der Story. Für mich der Fokus auf genau das, worum es geht. Ich räume ein, das es insgesamt vielleicht doch zu lang war. Aber es ist doch häufig so, das die meisten mehrteiligen Filmreihen einfach neue Charaktere ins Spiel schmeißen, die die Hauptfiguren ein wenig ins abseits drängen, weil man nicht mehr so viele Ideen für sie hat. Bei einem bereits siebten Teil einen Großteil der Zeit nur mit den Hauptfiguren zu verbringen und mit niemandem sonst ist von daher schon eine echte Rarität. Zumal es hier genug Zündstoff innerhalb des Trios gibt. Natürlich erinnert das Szenario mit dem Wandern durch die Felder und dem Horkrux Medaillon, das sich negativ auf die Stimmung auswirkt, stark an eine gewisse andere Fantasy Saga (Ich glaube sie hieß Herr der Ketten oder Herr der Bälle oder so ähnlich). Aber es verstärkt den Eindruck der Aussichtslosigkeit, der Ernsthaftigkeit, die die Reihe ja seit dem dritten Teil so anstrebt, aber nicht immer erreichte. Die Nerven liegen blank. Die Moral ist am Boden. Der Streit zwischen Ron und Harry kommt da auch sehr natürlich daher und ist kein erzwungener Plotpoint um noch mehr Drama zu erzeugen. Der Cliffhanger mit Dumbledores Grabschändung ist ein guter Schlusspunkt um die Spannung aufrecht zu erhalten und nun bin ich gespannt ob die Reihe so abtritt wie es sich gehört. Mit einem großen Knall. Auf zu den zweiten Heiligtümern des Todes.
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FilmFreeza 2011/12/31 05:05:17
Kommentar löschenTeil 7/8
Heiligtümer des Todes .. Teil 1
Woow. Was war das für ein Beginn.
Eine dermasen bewegende Szene wie die, als Hermine ihre Eltern mit dem Gedächtniszauber belegt und Sie von den Bildern ihrer Eltern verschwindet, sieht man selten. Schon hier war ich den Tränen nahe. Aber man hat gar keine Zeit, daran hängen zu bleiben, denn zu Beginn wird es auch sofort turbulent.
Die Fluch Harrys ist wahnsinnig stark inszeniert. Klasse Start.
Leider kann der Film das Level nicht halten, was aber auch nicht Sinn der Sache ist, da man sich die Action für Teil 2 aufhebt.
In diesem Film wird die Spannung weiter auf den Höhepunkt getrieben.
Alles wird auf den historischen Moment gerichtet, an dem Harry dem dunklen Lord gegenüber steht.
Auf dem Weg dorthin, hat man aber dennoch zahlreiche Abenteuer eingebaut, wie zum Beispiel das Eindringen in das Ministerium um nur eins davon zu nennen.
Ohne fremde Hilfe irren die drei in der Weltgeschichte herum. Und wenn ich irren sage, dann mein ich das auch so, denn ohne Anhaltspunkte oder Hilfsmittel ist das Zerstören der Horkruxe kein leichtes Unterfangen wie man hier deutlich gezeigt wird.
Das zerrt natürlich nicht nur an den Kräften, sondern auch an der Freundschaft und so kommt es zu unschönen Szenen zwischen Ron und Harry.
Das 3-er Gespann ist auch hier wieder in Höchstform, wie immer .
Neben den tragischen Ereignissen zu Beginn, gibt es auch am Ende tragische Szenen, die mich zu Tränen gerührt haben.
Auch in diesem Film zeigt David Yates wieder, dass er sein Handwerk perfekt beherrscht und auch zu innovativen Methoden greift.
Gerade die Geschichte der drei Brüder, ist grandios dargestellt und ist mal so ganz anders, als man sich es hätte vorstellen können, was aber nicht weiter schlimm ist, eher im Gegenteil.
Auch die Darstellung des Horkruxes ist genial gemacht, da dies ja besonderst schwer zu verfilmen ist und man nicht genau wusste, wie Mr. Yates mit dieser Aufgabe umgehen wird.
Wir haben jetzt 5:03 Uhr, die Müdigkeit nimmt langsam zu und die Anzahl meiner Red-Bull-Dosen langsam aber sicher ab.
Dennoch schaue ich jetz gespannt das große Finale, wo diese geniale Reihe ihren krönenden Abschluss finden wird. :)
P.S. JERRY <3
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Hagen Hagen 2011/12/26 12:33:58
Kommentar löschenHabe die Bücher noch nicht gelesen und nur die ersten beiden Filme gesehen. Konnte deshalb der Handlung kaum folgen. Hat mir trotzdem sehr gefallen. Die düstere Stimmung ohne echten Lichtblick ist beeindruckend und die Nebendarsteller sind alle großartig. Vom Heldentrio kann aber nur Grint überzeugen. Watson ist süß aber wirkt irgendwie unecht und Radcliffe...nun ja.
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Hanno Jones 2011/12/26 13:24:28
Antwort löschenweder die bücher gelesen, noch die filme gesehen?^^
unbedingt nachholen ... das ist ja fehlende allgemeinbildung :D
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Hagen Hagen 2011/12/26 22:07:16
Antwort löschenIch hab ja extra geschrieben "noch nicht" :-)
Hanno Jones 2011/12/27 00:50:10
Antwort löschentut mir leid, hab ich überlesen^^
also dann nichts wie ran ... über neujahr und silvester ist genug zeit :P
Mervit 2011/12/25 23:01:02
Kommentar löschenSchade, mit abstand der schlechteste Teil! Wirklich enttäuschend. Es hätte ein tolles "Vorfinale" werden können, doch leider ist der eigentliche gruselschocker- zum Schnulzenteil geworden!
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In_Ex_Fan 2011/12/19 11:58:41
Kommentar löschenSchade...
Es hätte das erste Kapitel eines furiosen Finales werden können.
Doch leider dümpelt Harry Potter "7.1" ziemlich belanglos daher, und wirft für diejenigen, die das Buch nicht gelesen haben, mehr Fragen auf als sie zu beantworten.
Es werden viele Brücken in vergangene Filme geschlagen und machen den Film somit unbrauchbar für Quereinsteiger, obwohl ich bezweifle das jemand erst zum Schluss auf die Idee kommt mal rein zu gucken.
Insgesamt kommt dieser Potter zwar schnell in Fahrt doch der Wind in den Segeln verliert sich schnell in einer Reise, von der der Zuschauer (meiner Meinung nach) fast nie erfährt warum gerade jenes Ziel gewählt wird.
Mag sein das der Film dichter am Buch ist dennje, doch nun ist dem Film ebenso viel Künstlerische Freiheit genommen.
Auch wenn er im Buch/Film eine wichtige Rolle gespielt hat, empfand ich Dobby recht deplatziert, da er lediglich einen Auftritt im 2. Teil hatte (Sollte ich mich irren bitte ich um Korrektur).
Dies ist nicht der einzige Charakter bei dem ich dieses gefühl hatte.
Insgesamt wirkt der Film wie ein Showlaufen (fast) aller Charaktere die es gab.
Alles in allem hinterlässt Harry Potter einen faden eindruck... Sehr schade, vor allem fürs Finale
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HxC_Moe 2011/12/18 10:44:20
Kommentar löschenDefinitiv der beste Harry Potter. Warum? Weil sich die Macher spürbar Zeit gelassen haben diesen Film herzustellen. Er hat lang gezogene Wanderszenen durch tolle Landschaften (die höchstwahrscheinlich alle am PC erstellt wurden, aber das ist mir ehrlich gesagt schnuppe, hauptsache es sieht gut aus), viel Dialog und sehr wenig Action und die Charakterzeichnung von Harry, Ron und Hermine wird von Szene zu Szene besser. Klar vermag der Film aufgrund des Settings nur eher wenig Spannung aufzubauen, aber es gibt schon ein paar Szenen die einen erschrecken lassen. Toll fand ich dass die drei Hauptpersonen größtenteils auch die einzigen des Films sind. Klar gibt es auch andere Szenen aber größenteils sind wir nur mit den Dreien durch die Einöde unterwegs. Der Film lebt von seiner großartigen Atmosphäre, den überdurchschnittlichen Darstellerischen Leistungen und den guten emotionalen Dialogen - nicht von der Action. Deshalb finde ich den Film so gut, und würde sagen dass es der beste Harry Potter ist.
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NWO@Movie 2011/12/16 01:51:23
Kommentar löschenHarry Potter ist kein Märchen!
Es gibt tatsächlich an der Spitze der Weltwirtschaft & Weltpolitik ausgebildete Hexenmeister und Satanisten mit magischen Fähigkeiten die sich mit anderen hochrangigen luziferischen Familien um einem großen Tisch versammeln. Ein Beispiel: Die Collins Familie, welches ihren Namen auf Todd umänderte weil sie viel Aufsehen erregten.(Die Collins sollen sogar noch mächtiger sein als die Rothschilds und die Rockefellers)
Die Todesser beeinflussen das Ministerium = Die Illuminaten sind/beeinflussen die Politik.
Es gibt reine Zauberer und Schlammblüter = es gibt das adlige luziferische Blut welches immer einflussreiche und berühmte Persönlichkeiten hervorbringt. Und keiner kann jemals ganz oben sein wenn er nicht das adlige, illuminierte, luziferische Blut hat.
Lord Voldemort nimmt Gestalt an = der Antichrist hat Gestalt angenommen. (Und lebt in London in einem abgelenem Dorf wo er von den Illuminati ausgebildet wird.)
Wenn das Gute siegt, siegt eigentlich der weiße männliche Luzifer über den schwarzen weiblichen Satan. Wie in jedem Film liegt das komplette Schachbrett auf der Dunklen Seite der Macht. Die Menschen merken es kaum aber wenn sie sich der weißen Seite annehmen, entwickeln sie Selbstjustiz und herausragende Egozentrik. Es geht wirklich nur um Macht. Für Schwache Parasiten gibt kein Platz. Die Energie ZB: Die Schulregeln brechen um die Welt zu retten. Das wird raffiniert verpackt denn man muss die universelle Bedrohung irgendwie ausschalten, deswegen wird Regelbruch sogar eine Wohltat. Denn sie ketten den Helden ein. Versteht IHR???...ne wahrscheinlich nicht...aber ich hoffe dass ihr es versteht. Irgednwann mal. Ich will euch nicht hetzen.
Jau wenn Steven Spielberg (der auswerwählte Illuminaten Regisseur, gehört einem exklusiven Ritterorden an) die Filme gedreht hätte wären sie besser geworden. Ursprünglich sollte Steven Spielberg Harry Potter auch verfilmen.
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kristallrainer 2011/12/14 23:38:40
Kommentar löschenTatsächlich der erste Potter-Film,der der Buchvorlage durchaus gerecht wird. Die "Roadmovie" und "Auf der Flucht" Elemente erzeugen eine passende,düstere Stimmung und liefern nebenbei auch klasse Landschaftsaufnahme. Daniel Radcliffe ist mir bei dieser Episode im Übrigen erstmalig nicht negativ aufgefallen! Watson und Grint beweisen erneut,dass sie gute Besetzungen sind.
Die Buchvorlage des "Finale" bzw. die erste Hälfte - war für mich eines der schwächeren Bücher - Teil 1-5 habe ich damals total abgefeiert und wurde filmisch zumindest in Teil 1 und 2 maßlos enttäuscht. Insofern ist es doch ganz nett,dass sich zum Ende der Saga alles auf einem passabelen Level von 7.5/10 einpendelt. Womöglich ist Teil 2 dann sogar besser verfilmt? Bald bin ich schlauer!
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ubetterluvdathoe 2011/12/11 16:07:47
Kommentar löschenich LIIIIIIIIIIIIIIIIIIIEBE die Harry Potter Filme !!!!!!!!!!!
außer die ersten beiden weil die sind langsam echt langweilig
Super Film !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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kronenhummer 2011/12/03 21:22:45
Kommentar löschen„Niemand außer mir tötet Harry Potter!“
Mit HP 7.1 ist Potter definitiv erwachsen geworden. Nicht nur die Charaktere und ihre Darsteller, sondern auch die filmische Umsetzung ist dementsprechend gesetzt, stimmungsvoll und düster geraten. Schon mit dem Beginn wird dieses sehr schnell deutlich.
Mit Teil 7 kann sich ein Film – oder besser können sich zwei Filme – das erste Mal die Zeit für die Geschichte nehmen die auch die Buchvorlage hat. Die finanziellen Hintergründe dessen sollen hier nicht diskutiert werden, bieten aber Chance und Risiko zugleich. Der siebte Teil lässt der Story die Zeit sich zu entwickeln, Zeit viele kleine Handlungen, die alle mehr oder weniger bedeutsam für das große Ganze sind, zu erzählen. Zeit Atmosphäre zu schaffen und die Geschichte wirklich nachhaltig zu entwickeln. Aber auch Zeit für eine gewisse Langatmigkeit, die mitunter spürbar ist.
Teil 7 ist auch ein Film der Abschiede. Nicht nur einmal müssen die Protagonisten sich von wichtigen Personen ihres Lebens, ob geliebt oder nicht, verabschieden. Diese Abschiede prägen das stimmungsvolle Bild dieses Filmes.
Aber gleichzeitig wird in Teil 7.1 überdeutlich, dass es eben nur ein „halber Film“ ist, ein Film, der das große Ende nur vorbereitet. Vieles beginnt, aber nichts endet. Das Interesse auf die Umsetzung des Endes ist aber definitiv geweckt.
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Audreyfan 2011/11/30 15:29:13
Kommentar löschenAuch wenn Teil 2 ein bisschen besser ist, hat dieser Film eine glatte 10/10 verdient :)
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TheJoker 2011/11/29 20:17:01
Kommentar löschenInteressant zu sehen, dass David Yates es doch auf die Reihe bringt, einen mittelguten Harry Potter zu inszenieren. Das hätte ich, hätte ihm wohl keiner nach der Enttäuschung HP5 und der mittelschweren Katastrophe HP6 zugetraut. Aber man wird doch gern, vor allem wenn man so großer Harry Potter-Fan ist wie ich, positiv überrascht. Was hat sich positiv geändert? Nun, ich denke, der größte Vorteil ist einfach, dass die Autoren durch die Zweiteilung mehr in den Film packen können, als dies in den vorherigen Filmen der Fall war. Heiligtümer des Todes ist auch mit Abstand der düsterste aller Potter-Filme. Das wird schon am Anfang klar (den ich sehr gelungen finde). Als Hermine die Gedächtnisse Ihrer Eltern löscht, ist dies doch ziemlich ergreifend. Ansonsten hat sich soviel eigentlich nicht geändert, bis darauf, dass sich Yates ziemlich nah an die Buchvorlage hält. Er ist sicher nicht zu einem besseren Regisseur geworden, jedoch hat er mehr Platz, um seine Geschichte zu erzählen. Bei den Darstellern blieb auch alles beim Alten: Radcliff spielt seinen Harry solide, ist allerdings in den emotionalen Szenen meiner Meinung nach überfordert. Ron haut auch in den noch so traurigen Momenten seine One-Liner raus und Hermine ist Ihren beiden Kollegen hofnungslos überlegen. Die Nebendarsteller sind wie bekannt wahnsinnig gut besetzt, nur leider tauchen Sie hier zu selten auf. Alan Rickman als Snape ist einfach unglaublich gut und ich hätte ihn gern öfter gesehen. Voldemort allerdings bekommt jede Menge Einsatzzeit und versprüht seinen unheimlichen Charme so oft er kann.
Noch ein Wort zum Score: Auf jeden Fall gut und passend, vor allem zu Beginn weiß er zu gefallen. Reicht jedoch bei allem guten Willen in keinster Weise an den großartigen vorherigen Score ran. Für mich aber kein Entscheidender Kritikpunkt, da der jetzige Score auch ziemlich gelungen ist!
Fazit: Der Beste HP des David Yates ist wie erwartet die Ruhe vor dem Sturm. Teil 1 (größtenteils ein Road-Movie) bereitet langsam auf den bevorstehenden Kampf Gut gegen Böse vor und ist dabei größtenteils ziemlich überzeugend gelungen. Die Entscheidung, den Film in zwei Hälften zu teilen rechtfertigt sich bereits jetzt, der Zeitpunkt für die Teilung ist perfekt gewählt. Nach langer Zeit der Enttäuschung also endlich mal wieder eine erfreuliche Nachricht für alle Potter-Fans, die nun wahrscheinlich ungeduldig dem großen Finale entgegenfiebern.
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cpt. chaos 2011/11/26 16:53:38
Kommentar löschenWomöglich fehlte mir ein wenig der notwendige Bezug, da ich nicht die Bücher gelesen habe, obwohl das bei den vorherigen Teilen nicht weiter problematisch war.
In diesem Fall konnte ich allerdings keine rechte Bindung zu der Geschichte herstellen und musste mitunter sogar die weiße Flagge hissen, um mir den Film von meiner Filmpartnerin erklären zu lassen, die mich dann auch fortan an die Hand nahm und mir tapfer weitere Nachfragen verzieh.
Handwerklich natürlich gut gemacht, aber trotzdessen für mich der schwächste HP-Teil, was aber vermutlich u.a. meinem fehlenden HP-Grundwissen geschuldet ist.
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horro 2011/11/26 17:07:32
Antwort löschenDa ging es uns wohl wirklich ziemlich ähnlich ... sehe leider keine Wertung, wie steht der bei dir?
cpt. chaos 2011/11/27 11:14:07
Antwort löschenNun ist meine Bewertung bei MP auch angekommen... ;o)
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horro 2011/11/27 11:21:30
Antwort löschenOkay, recht hart aber ich kanns nachvollziehen :)
cpt. chaos 2011/11/27 12:05:40
Antwort löschenHart und erbarmungslos... ;o)))
JohnnyKee 2011/11/20 17:06:34
Kommentar löschen„Niemand außer mir tötet Harry Potter!“
Die Dunkelheit vermag vieles. Sie lässt die Welt in einem anderen Licht dastehen, sie beeinflusst das Gemüt der Menschen und verbreitet Angst und Schrecken. Es gibt nur wenige Menschen die sich ihr stellen. Sie sind loyale Soldaten denen nichts bleibt außer dem Verlust geliebter Menschen, unverdiente Qualen und die Zerstörung des letzten Fünkchens Vertrauen. Sie sind allein.
Total weggeblasen. Total begeistert ließ mich dieser Teil der Reihe zurück. Als langweiliger Ableger verspottet, empfinde ich ihn als Geschenk das Hoffnung schenkt und zeigt das auch heutige Blockbuster einen unfassbar anspruchsvollen Handlungsverlauf und eine faszinierende Atmosphäre, die einem Lynch-Film gleichkommt (ja, ihr habt richtig gehört!), ganz ohne übertriebene und überladene Explosionen kreieren können. Denn es neigt sich nun alles dem Ende zu. Die Welt wird düsterer, brutaler, ernster und vor allem kurzlebiger. Schöne Momente, wie ein Tanz, vergehen so schnell wie sie gekommen sind. Was zurückbleibt ist Dunkelheit, Ratlosigkeit und Verzweiflung. Reisen an die verschiedensten Orte um dem Bösen zu entkommen. Denn Harry und seine Freunde sind nirgendwo mehr sicher. Ein schwieriges Unterfangen das deren Leben kosten könnte. Schmerzen müssen in Kauf genommen, Verluste hingenommen und die Grausamkeit erduldet werden. Denn die Hauptdarsteller sind erwachsen geworden, müssen nun Verantwortung übernehmen und klug handeln. Den jeder unüberlegte Schritt und jede einfältige Tätigkeit, können Leben kosten und die Zukunft für immer zerstören. Gnadenlos wird hier über Menschen gerichtet, sterben wie die Fliegen, die Bedrohung ist stets zugegen. Hier stimmt einfach alles! Perfektes Timing verwandelt den Film zu einem atemberaubenden Erlebnis, das zwischen den Genres, mit Bravour, umherspringt ohne sich jemals Schaden zuzufügen. Mal komisch aber nicht übertrieben, mal komplett schonungslos und deprimierend, mal gefühlvoll und für einen Moment die Schönheit der magischen Welt genießen ehe alles wieder ins brutale Chaos stürzt. Dieser Potter ist wieder ein echter Potter und nicht nur innovativer sondern auch wegweißend. Ein Wegweißer für alle Film die genauso unterhalten und mit vorzüglichen Effekten, als auch mit anspruchsvollen und emotionalen Momenten punkten wollen. Etwas komplett neues aus altbewährten Zutaten. Der erste Teil des letzten Spektakels ist ein Film wie aus dem Märchenbuch. Zu fantastisch um wahr zu sein.
„Ich habe dein Herz gesehen. Und es gehört mir!“
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<3<3 2011/11/18 15:49:58
Kommentar löschenOHNE DUMBLEDORE!!!!!! YAAY!
Die Szene in Malfoys Haus war natürlich die beste. Bellatrix Lestrange ist soooo cool! Warum ist sie nur ein Nebencharakter, warum nur? Ich hasse dich J.K. Rowling!
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