Human Nature - Die Krone der Schöpfung

Human Nature (2001), FR/US Laufzeit 96 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 10.06.2004

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8 Kommentare
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von Michel Gondry, mit Tim Robbins und Rhys Ifany

Die menschliche Evolution manifestiert sich in Human Nature in drei Figuren. Mutter Natur hat sich einen grausamen Scherz mit Lila (Patricia Arquette) erlaubt: Vom Scheitel bis zur Sohle ist sie mit einem überaus dichten Haarwuchs überzogen, der ihr ein normales Leben unmöglich macht. Resigniert kehrt sie der Gesellschaft den Rücken und zieht sich in die Wildnis zurück: Nachdem sie mit einem Bestseller über ihre Erfahrungen berühmt wird, kehrt sie in die Zivilisation zurück. Sie verliebt sich ausgerechnet in den verklemmten Wissenschaftler Nathan (Tim Robbins), der Mäusen Tischmanieren antrainiert. Gemeinsam stoßen sie bei einer Wanderung auf den verwilderten Puff (Rhys Ifans), der von seinem Vater wie ein Affe aufgezogen wurde. Mit Hilfe seiner koketten französischen Assistentin Gabrielle (Miranda Otto) will Nathan an Puff ein zivilisatorisches Exempel statuieren. Aber er hat nicht mit dem Schrei der Wildnis gerechnet – und löst eine groteske Abfolge von immer bizarreren Ereignissen aus, die für alle Beteiligten schwerwiegende Konsequenzen haben.

Hintergrund & Infos zu Human Nature
Der deutsche Verleih benötigte zwei Jahre , um den Film in deutschen Kinosälen zu zeigen.
Viele der Waldszenen ähneln dem von Michel Gondry gedrehten Björk-Musikvideo zum Song Human Behaviour. Eigentlich sollte Spike Jonze die Regie des Films führen, er schlug aber an seiner Stelle Gondry vor.

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Cast & Crew


Kommentare (8) — Film: Human Nature - Die Krone der Schöpfung


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moviee

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Bewertung7.0Sehenswert

Herrliche Satire mit weltklasse Charakteren. Lila, die behaart-pelzige Hauptcharakterin. Nathan, der von-den-Haaren-geschockte-und-gleich-eine-Affäre-beginnende Ehemann. Und Puff, der Urwaldbewohner, der mich irgendwie an DJ David Guetta erinnert tragen den Film auf ihre ganz eigene und besondere Art und Weise. Aber auch Peter "Station Agent" Dinklage mit Knarre muss hier auch nochmal erwähnt werden. Unterm Strich eine klasse Satire.

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hoffman587

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Bewertung7.0Sehenswert

Human Nature - Die Krone der Schöpfung

So das war nun, Michel Gondrys erstes Werk, dass auch für den Heimgebrauch geeignet war bzw. sein erster wirklicher Spielfilm. Wäre an sich nichts besonderes für mich, jedenfalls von der Erwartungshaltung her, doch was dann doch das Interesse ausmachte, war wohl dann noch der Aspekt, dass Charlie Kaufman das Drehbuch zum Ganzen schrieb. Und bei starken Werken wie "Vergiss mein nicht" weckte das natürlich bei mir Interesse. Verständlich, doch leider kommt "Human Nature" aus dem Jahre 2001 nicht an den zweiten Erfolg der Beiden heran.

Die Story an sich mag immerhin auch recht interessant sein, mit ein wenig Zivilisationskritik bzw.Gesellschaftskritik, sehr grotesk mit viel Potenzial: Der Wissenschaftler Nathan und seine pelzig veranlagte Freundin Lila begegnen bei einer Wanderung im Wald dem Affenmenschen Puff. Nathan kommt auf die Idee den Tarzan-Verschnitt zu kultivieren was Folgen hat und auch ihre Existenz verändern wird.

Dazu mischt man noch einen recht prominenten Cast, angeführt von einem erstklassigen Tim Robbins als (ich weiß nicht wie es sagen soll, ohne gleich vulgär zu werden, ach was solls) kurzschwänziger Wissenschaftler Nathan, der von einigen Neurosen in Bezug auf die Manieren gezeichnet ist. Robbins passt wieder perfekt in seine Figur und neben ihm erbringt auch Patricia Arquette eine recht ansehnliche Leistung als Nina. Glanzpunkt bleibt hier aber dann doch eindeutig Ryhs Ifans, der es doch tatsächlich schafft seine schräge Rolle des Affenmenschen Puff, glaubwürdig zu präsentieren.

Gondrys Regie mag bei weitem auch nicht das sein, was sie bei "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" war, ich muss zugeben da war ich wie auch beim Drehbuch etwas enttäuschend, aber trotzdem gut, denn er lässt seine Werk zwischen einer kleinen, drolligen Freakshow und einer wirklich schrägen Groteske bzw. Komödie. Teilweise wirkte das auf mich etwas überdreht und chaotisch, aber gerade das passt zum Film. Auf jeden Fall originell und flott erzählt, durchaus kurzweilig. Aber hier dennoch stark bemüht.
Eine saubere Kameraführung, die Bilder haben Stil, insgesamt sehr schön gefilmt, auf einer dabei recht ansprechenden Ebene in Bezug auf die Thematik des Werkes und deren teilweise naturverbundene Ader an einigen Stellen.

Und nun noch ein wenig Charlie Kaufman-Vergötterung zum Ende hin, vielleicht nicht gerade sein bestes Drehbuch, doch immer noch exzellent, denn auch hier tummeln sich wieder die mehr als originellen Ideen, mit teilweise recht unglaublich schrägen Gestalten, vollkommen absurd, aber irgendwie doch wieder herrlich eigenwillig. Kaufmann nimmt sich hierbei wieder alle Freiheiten und stellt die Welt wie wir sie kennen auf den Kopf oder besser gesagt setzt dem Ganzen die Krone auf. Zudem noch intelligente und sehr schön geschriebene Dialoge. Einziges Problem nur, dass es nie wirklich tiefgründig wird, ob einfach so auf den Film bezogen oder anderweitig. Amüsant bleibt das Werk trotzdem irgendwie.

Zum Schluss bleibt dann nur noch zu sagen, dass "Human Nature" in seinen Verhältnissen für mich durchaus gelungen, doch leider enttäuschte es auch mich irgendwie, viel Potenzial wurde verschenkt und am Ende wirkte der Aufbau für mich stellenweise zu chaotisch (vielleicht Absicht?), da hätte man doch noch ein klein wenig mehr rausholen können, doch es bleibt immer noch sehenswert.

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Claudia :)

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Bewertung7.0Sehenswert

Abgedrehter Film, der mir mit 3 tollen Schauspielern, Patricia Arquette & Tim Robbins & Rhys Ifans, viel Unterhaltung brachte.
Lustig und dennoch kritisch behandelt der Film die 'Human Nature' (treffender Titel)
und am Ende kommt dann diese absolut überflüssige Erklärung... nunja.
Der Film ist natürlich dennoch auf jeden Fall sehenswert.

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maslobojew

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Bewertung7.0Sehenswert

Um meine Sammlung mit Filmen zu komplettieren, die auf einem Drehbuch von Charlie Kaufmann basieren, habe ich mir den hier auch noch reingetan - und wurde nicht enttäuscht.
Ein über weite Strecken recht skurriler Streifen, besonders die Erregungszustände von Puff (präzise: Rhyn Ifans), die Elektroschockmethode zur Konditionierung durch Dr. Nathan Bronfman (unaufgeregt: Tim Robbins) und was daraus im Zusammenspiel wird, fand ich ziemlich lustig.
Einen tieferen Sinn habe ich bei all dem für mich jetzt nicht erschließen können - aber was soll's?!

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AverageJoe

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Bewertung7.0Sehenswert

Eine zusammenfassende Erklärung der Aussage am Ende eines Kaufman-Drehbuches? Was war denn hier los?
Leider noch dazu völlig überflüssig, weil ohnehin offensichtlich. Damit hinterlässt es bedauerlicherweise einen fahlen Nachgeschmack weil es den größten und gelungensten Witz des ganzen ein wenig trübt: Die gesamte (Ab)Handlung über Zivilisation, Prinzipientreue und Sex, die den Originaltitel durchaus rechtfertigt.
Ansonsten halten sich Humor und Skurrillität gemessen an den Erwartungen eher in Grenzen. Klingt schlimmer als es ist, dennoch absolut sehenswert!

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Trevedas

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Witzige, bizarre und vor allem absolut abgedrehte Komödie. Um auf sowas erstmal zu kommen, muss man schon nicht mehr alle Tassen im Schrank haben. Ein Glück, dass Gondry und Kaufmann tatsächlich nicht mehr klar bei Verstand zu sein scheinen. Wirklich grandioser Film.

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dbeutner

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film ist nett, kommt aber nicht an andere Kaufman/Gondry-Werke heran, weder von Regie noch vom Drehbuch. Mäuse, denen Tischmanieren über Elektroschocks beigebracht werden, sind schmunzel-nett, aber insgesamt zieht sich die Komik doch etwas kaugummartig hin. Ein paar Lacher in der Mitte, eine überflüssige Detail-Erklärung "was wollte uns der Autor damit sagen" gegen Ende - nicht schlecht alles, aber auch nicht wirklich überzeugend.

Naja, in späteren Jahren haben beide Macher deutlich zugelegt, jeder fängt mal klein an ;-)

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ElGuapo

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Bewertung6.5Ganz gut

Lustig und kurios.

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