Ich, beide & sie - Kritik

US 2000 Laufzeit 116 Minuten, FSK 16, Komödie, Kinostart 19.10.2000

  • 6

    Wenn eine Jim Carrey Komödie ab 16 Jahren freigegeben ist, dann muss da schon etwas ganz Kurioses im Busch sein, denn mit Ausnahme von Number 23 fällt mir kein Film mit Jim Carrey in der Hauptrolle ein, der höher als ab 12 Jahren freigegeben war. Nachdem ich nun den Film gesehen habe weiß ich genau, warum ausgerechnet "Ich, Beide & Sie" ab 16 ist. Der Film ist einfach mal pervers, und wie. Vergesst Dumm und Dümmer oder Ace Ventura, die sind für den Kindergarten dagegen. Allerdings sind es auch bessere Filme, denn auch wenn Jim Carrey hier wieder seine eigensinnige Komik zum Vorschein bringt, hat der Film trotz des harten Humors kleinere Baustellen.

    Charlie ist ein freundlicher und stets zuvorkommender Polizist. Doch er erlebt eine Pleite nach der Anderen. Seine Frau betrügt ihn und verlässt ihn lieblos. Noch dazu muss er sich um die 3 Kinder kümmern, die zu allem Überfluss noch nicht mal von ihm sind. Doch Charlie schluckt einfach alles runter und redet sich die Welt schön. Eines Tages kommt es dann zur Eskalation, denn Charlie kreiert aus dem Unterbewusstsein raus eine zweite Persönlichkeit : Hank. Und der ist alles andere als freundlich. Doch mit so einer Persönlichkeitsspaltung wird das Leben für Charlie nicht gerade einfacher.

    Schauen wir doch mal was wir hier alles für "Witze" haben : Frauenfeindliche, rassistische, schwulenfeindliche, Witze über eine ernste Krankheit, Fäkalien und sexistische Witze. Ja der Film hat gehörig was auf dem Kerbholz und ich muss leider zugeben, dass der Film es maßlos übertreibt. Ich gebe zwar zu, dass auch ich an einigen Stellen gelacht habe, aber besonders im letzten Drittel haut der Film einen versauten Joke nach dem anderen raus, wodurch die eigentlich recht nette Story komplett in den Hintergrund gerät.

    Jim Carrey rettet den Film so ein bisschen, denn was er hier spielt ist schon ziemlich beeindruckend. Er schafft es sehr gut die beiden total unterschiedlichen Persönlichkeiten zu verkörpern. Allerdings muss ich gestehen, dass sein böses Ich nach einiger Zeit gewaltig nervte. Er spielt ihn zwar super, aber ihn länger als 10 Minuten zu ertragen war gut anstrengend. Die Nebendarsteller machen alle ihre Sachen gut und holen das beste heraus. Renee Zellweger ist hier erstaunlich süß und natürlich und hat zudem noch ein angenehm freches Mundwerk und sowas mag ich ja eigentlich immer. Ansonsten haben wir noch Chris Cooper als Bösewicht der ja eigentlich immer gut spielt, Richard Jenkins, der einen scheinbar sympathischen Cop verkörpert und Anthony Anderson als einen von 3 "Söhnen" von Jim Carrey.

    Fazit : Es ist irgendwie so ne Fifty-Fifty Nummer mit "Ich, Beide & Sie". Teilweise ist der Film zum brüllen komisch, andererseits konnte ich bei manchen Szenen einfach nur angewidert mit dem Kopf schütteln. Ich mag bösen und schwarzen Humor, auch wenn er da rein schlägt wo es wirklich weh tut, aber sobald es sich auf Fäkalhumor beschränkt bin ich raus, denn diesen Humor mag ich gar nicht. Bei diesem Film ist es so ein Misch-Masch aus Beidem, weswegen ich den Film schon ok finde, aber lange nicht zu Carreys besten Werken zähle, obwohl er hier gut agiert. Trotzdem wird "Ich, Beide & Sie" seine Fans haben und das ist auch gut so.

    6/10

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    • 4 .5

      Ich mag Jim Carrey sehr, aber dieser Film blieb irgendwie nicht hängen, außer als etwas befremdlich. Naja, gibt ja noch so genug andere tolle Sachen mit Jim Carrey. :)

      • 7

        Mit "Me, Myself & Irene" erzählen die Farrelly Brüder die Geschichte eines Highway Patrol Officer der sein Leben nach einer einschneidenden Tragödie nicht anders in Griff zu bekommen weiß als durch das entwickeln einer zweiten Persönlichkeit. Jim Carrey (hier bereits zum 2. Mal der "dienstbare Geist" des Regieduos Farrelly) verkörpert den harmlosen und naiv- gutmütigen Fußabtreter seines Umfelds ebenso glaubwürdig und charmant wie er den markigen Fiesling Hank als "Alter Ego" betont cool und rotzig darstellt. Als Objekt der Begierde Beider ziert Renée Zellweger den weiblichen Part und sorgt damit immerhin auch für optische Schauwerte. Dem gegenüber steht leider ein recht niedrigstufiger Humor dessen Genital- und Fäkalwitz dem leise gesellschaftskritischen Tenor des Werkes seine Glaubwürdigkeit fast gänzlich raubt.

        Fazit: Einfallsreiche Filmkomödie mit pseudomoralischem Anstrich die zwar dank einiger gut plazierter Gags und einem erfrischenden Hauptdarsteller zu unterhalten weiß, aber gut 20-30 Min. kürzer hätte sein können.

        1
        • 7

          Jim Carrey ist ein herausragender Komiker der durch seine ganze Art überzeugt. Die Story ist wirklich ein Genuss.

          • 7

            Tolle Komödie, wirklich sehr unterhaltsam, seit langemhat mich kein Film mehr zum Lachen! gebracht *_* :)

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            • 8 .5

              Herrlich lustig und so schön saudumm.

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              • 6

                Mimik und Gestik von Carrey: 10 Pts.
                Rest: 3 Pts.

                Macht 6.

                • 4

                  Hmm, irgendwie entäuscht der Film.
                  Die Grundidee ist an sich gar nicht schlecht, aber dafür ist es die Ausführung, was wohl eher am zum drehen verwendeten Script liegt, vermute ich zumindest.
                  Carrey spielt seine Rolle gut und sympathisch, aber wirkt irgendwie auch etwas fehlbesetzt. Man erwartet einfach etwas anderes bei einem Film mit Jim Carrey..

                  Zwischendurch gab es ein paar gute und lustige Szenen, allerdings nicht gerade sonderlich viele.

                  Ein paar wenige gute Lacher und Carrey's drei sympathische "Kinder" sind das einzig gute an dem Film.

                  • 7 .5

                    damals im kino haben wir uns so bepisst vor lachen (obwohl ich das ende nicht so mag)...schräger streifen!

                    • 4

                      Nachdem ich mich nach einer halben Stunde recht gut unterhalten gefühlt habe und gespannt war auf die weitere Entwicklung, kam dann der Schock.
                      Dabei wäre die Ausgangslage doch durchaus vielversprechend gewesen. Der super nette Durchschnitts-Typ, der von allen verarscht und ausgenutzt wird, entwickelt eine gespaltene Persönlichkeit und zeigt es allen mal so richtig ( Die im Film immer wieder erwähnte "Schizophrenie, ist übrigens eine völlig falsche Bezeichnung da es sich dabei um eine ganz andere Krankheit handelt. Die korrekte medizinische Bezeichnung hier wäre: Dissoziative Identitätsstörung ) - Was hätte man daraus für einen tollen Streifen machen können...
                      Nicht so hier. Der Humor rasselt so richtig tief und immer tiefer in den Keller und bleibt dann so beim vorpubertären Schmuddel-Witz hängen. Ok, wenn man einen Jim Carrey-Film schaut, erwartet man keinen kulturell hochstehenden, psychologisch tiefgreifenden cineastischen Höhenflug. Aber wenn Klamauk nur noch als Selbstzweck dient und die Spässe konstant nur noch unter der Gürtellinie stattfinden, kann man nach meinem Verständnis nicht mehr von einem gelungenen Filmprojekt sprechen.
                      Der völlig verblödete Hollywood-like Schluss ist dann gewissermassen nur noch die abschliessende Bestätigung, dass man es hier wohl mit einem der schwächsten Carrey-Filme zu tun hat, der gewissermassen nur eine Neuverfilmung von "Die Maske" darstellt ohne jedoch jemals auch nur entfernt an die Ironie und das perfekte Timing diesen Streifens heranzureichen...

                      • 6 .5

                        Jim Carrey recht witzig....
                        Äh...
                        Mehr gibt's glaub ich auch nicht zu sagen!

                        • 10

                          Mit Me, Myself & Irene haben wir einmal einen völlig an den Haaren herbeigezogenen und deswegen auch originellen Plot aus dem schöpferisch besseren Jahrzehnt der Farelly Brothers. Was beim ersten Schauen wie die Kulisse eines mainstreammäßig angelegtem amerikanischen Vorstadtdramas anmutet, hat nach häufigen Wiederholungen einen derart süßen Charme, dass man selbst gerne einmal das schöne Rhode Island bereisen möchte.
                          Wie könnte es auch anders passieren, als dass diese Region derart köstlich fromme Persönlichkeiten hervorbringt, wie Charlie Baileygates, einen Polizisten der Rhode Island State Troopers, dessen Gutmenschsein sich auf sein seelisches Gleichgewicht niederschlägt und von einer Sekunde auf die nächste völlig eskaliert, mit einem Anfall von Schizophrenie, welcher ein sexistisches, berechnendes Machomonster - Hank - in ihm entfesselt.
                          Eine gerade festgenommene, sexy New Yorkerin ist natürlich ein willkommener Anlass für Charlie, so sieht es das Department, um eine Auszeit von sich selbst zu nehmen.
                          Auf der kommenden Fahrt nach New York entwickelt sich das mit Abstand witzigste, Roadmovie der Filmgeschichte (meine Meinung).
                          Jim Grimasse Carey hat mit Me, Myself & Irene das Meisterstück seiner Karriere hingelegt. Dieses rasante, sich bis zum Duell ausweitende, Alternieren zwischen zwei vollkommen gegensätzlichen Charakteren mit dieser Abgeklärtheit, und ja, trotz aller Albernheiten, mit dieser Glaubwürdigkeit hinzulegen, ist famos, einzigartig, ja absolut brillant, hätte man neben all den Lachern die Zeit in die Tiefe seiner Kunst zu blicken.
                          Man kann behaupten, Zellweger bliebe als naive Irene blass neben Carey. Doch als Pfad in die Normalität, als fehlendes Puzzleteil in dieser Dreiecksbeziehung ist diese zuckersüße Schmollschnute einfach Teil des Gesamtkunstwerks Carey.
                          Wunderbar gefallen hat mir auch der für die Farelly Brothers charakteristische Soundtrack. Der hat einfach nur noch einmal das Gefühl verstärkt, man würde von Grund auf dem Zuschauer lediglich eine ganz banale, amerikanische Geschichte erzählen wollen.
                          Ich habe Verständnis dafür, dass manches Klientel sich von dieser Art von Humor befremdet fühlt. Das Lachen fällt vor allem dann schwer, wenn man mit sich selbst nicht im Reinen ist. Als ich ihn übrigens das erste Mal mit meiner Freundin an einem Weiberabend sah, war sie die Einzige, die sich kugelig gelacht hat, während ich mich mit hochrotem Kopf vor der stillen Jury fremdschämte. Trotzdem ist er zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme avanciert und hat durchaus Kultpotential.

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                          • 6

                            Eine recht gute und unterhaltsame Komödie in der Jim Carrey wieder mal zeigt, dass er in Komödie am Besten aufgehoben ist.

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                            • 5

                              Ein paar Lacher sind dabei, aber auch nicht wirklich kreativ gestaltet, da kann der gute Jim Carrey bei dieser Vorlage von den Farrelly-Brüder auch kaum was ausrichten.

                              • 4 .5

                                Klassischer Fall von KmbL - Komödie mit begrenzter Lustigkeit. Irgendwie zündet die Hälfte der Gags nicht wirklich, und die andere Hälfte ist nicht so lustig, dass ich mich nennenswert begeistern könnte.

                                • 3

                                  Zeitverschwendung

                                  • 6

                                    Frivoler Spaß, den man sich sicherlich nicht jeden Tag geben kann. Also man muss schon wissen, worauf man sich einlässt, und hier geht es reichlich derbe und mitunter auch recht flach zu: die freche Göre, die bleihaltige Kuh, der Officer mit dem Huhn im Arsch, Milchi Whitey, Daum ab, Kackaktion auf Nachbars Rasen - einige wirklich abgefahrene Szenen und diverse geile Sprüche. Beknackt und auch reichlich albern fand ich hingegen die Jim-Schizo-Carrey-Szene, als sich seine beiden Persönlichkeiten gegenseitig bekämpfen.
                                    Wie auch immer - niveaulose Unterhaltung im grenzdebilen Bereich, eben die Farrelly-Brothers!

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                                    • 6 .5

                                      Stellenweise sehr witzig, aber trotz der abgefahrenen Geschichte sehr konventionell umgesetzt.

                                      • 2 .5

                                        Ueber-ueber-ueber-Dosis Jim Carrey :(

                                        • 7 .5

                                          Sehr gute Komödie, besonders Carreys Kampf am Ende gegen sich selbst ist hervorragend und nur schwer zu toppen.

                                          • 7

                                            "Was zum Teufel ist los mit Dir? Stirb! Du willst es doch auch!" - "Wir haben erfahren, dass er einer preisgekrönten Kuh 6 Kugeln in den Kopf gejagt hat. Das arme Tier kann von Glück sagen, dass es noch lebt."

                                            Hab mich köstlich amüsiert :)

                                            • 7

                                              Dieser Film lebt von Jim Carrey, jeder andere Komiker hätte diesen Film vergeigt! Es ist kein Meisterwerk des Films, aber ein solider, guter Slaptstick-Film, der teilweise recht Strange und böse ist!

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                                              • 7

                                                Ich bin immer wieder erstaunt wie viele verschiedene Grimassen dieser Kerl schneiden kann!

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                                                • 6 .5

                                                  Typischer Jim Carrey. Ein durchaus amüsanter Film, der aber nicht mit andren Filmen von ihm wie Bruce Allmächtig oder Ace Ventura mithalten kann. Trotzdem ist es wieder mal erstaunlich, was dieser Mann so alles mit seiner Mimik bzw. seinen Bewegungen schafft. Besonders amüsant seine Auftritte als böser "Hank" oder auch der Kampf gegen sich selbst, welcher stark an Fight Club erinnerte. Auch sehr nett waren seine 3 Kinder. So ist Ich, beide & sie ein unterhaltsamer Film der Jim Carrey typisch mit einer flachen Story aufwartet, aber sehr viel an Slapstick bietet. Für Jim Carrey Fans ein muss für den Rest eher weniger.

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                                                  • 6 .5

                                                    Eine solide Komödie mit einem guten Jim Carrey.Am lustigsten ist der Film wenn Carrey zu Hank wird wirklich amüsant!!