Ich sehe den Mann deiner Träume - Kritik

ES/US 2010 Laufzeit 99 Minuten, FSK 0, Komödie, Drama, Kinostart 02.12.2010

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Kritiken (26) — Film: Ich sehe den Mann deiner Träume

Candide: Film-Rezensionen.de

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6.5Ganz gut

Wahrlich nicht Woodys bester Streifen. "Ich sehe den Mann deiner Träume" präsentiert sich nämlich nur als nette Seifenoper mit Stil für Zwischendurch, die allerdings kaum Leute erreichen wird die bisher schon nicht viel mit Woody Allens (neuzeitlichen) Filmen anzufangen wussten.

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Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de

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3.0Schwach

Auch ein schlechter Woody-Allen-Film ist ein guter Kinofilm, heißt es! Das kann ich nicht unterschreiben. (...) Dieses jüngste Werk des New Yorkers ist für mich eine große Enttäuschung. Eine lieblose Charakterzeichnung, hysterische Darsteller, die an allem verzweifeln, auch an ihrer lieblosen Rolle und vor allem ein Drehbuch, das wahrscheinlich um die bekannten Darsteller herum konzipiert wurde und nicht umgekehrt. Mann, ist das ein Flop. Kann passieren, Mr. Allen!

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Sigmund

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Soll das ein Witz sein? Warum sollte Woody Allen ein Drehbuch "um die bekannten Darsteller herum konzipieren"? Als einer der größten lebenden Künstler braucht der Mann nur mit dem Finger zu schnippen um so ziemlich jeden ernsthaften Schauspieler der Welt zu bekommen. Der kann sich ganz auf seine Geschichten konzentrieren. Und die erzählt er auf eine so selbstverständliche und natürliche Art, dass so mancher ihre virtuose Struktur, ihre vollendeten Dialoge und ihre ironische Schicksalhaftigkeit gar nicht mitbekommt.


Christian von mehrfilm.de

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O-Ton von Woody Allen aus dem Presseheft: "Ich wollte unbedingt einen Film mit der großartigen Naomie Watts und dem großartigen Josh Brolin machen. Und ich hatte schon lange die Idee eines erfolglosen Schriftstellers im Kopf, der alles unternimmt, um seiner erfolgreichen und schönen Frau zu gefallen."


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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4.0Uninteressant

[...] Diesen Erzählungen begegnet Allen mit seiner bekannten Routine. Doch tatsächlich mögen uns seine Figuren fremd bleiben. Vermutlich deshalb, weil man sie schon aus anderen Filmen kennt. [...]

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Mr Vincent Vega: Kino-Zeit, Perlentaucher, D...

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5.0Geht so

Mit Good Old Woody ist’s immer nett oder absolut unerträglich. Mal amüsieren die hübschen Geschichtchen für Bildungsbürger, die milden Dialogfetzchen und das gekonnte Jonglieren mit leichtem Witz und Figuren vom Reißbrett. Mal nerven die gestrigen Altmännerposen, der quirlig verkleidete Sexismus und die endlosen Laber-Rhabarber-Schleifen. Ein schmaler Grat. Aber Europa liegt wieder einmal zu Woodys Gunsten vor: In London hat’s noch immer was Frisches, das übliche Beziehungstheater des Stadtneurotikers. Alles ist gewohnt gewitzt und das ungewohnt gewitzt. Gute Besetzung, wie so oft. Jeder zeigt, was er kann, und hier können alle was. Also nett. Der Film macht Spaß, er amüsiert, er ist leichte Kost und so weiter. Heitere Comedy im besten Sinne, ein lockeres Geschäft, für Weinkenner ein Muss. Und tatsächlich ziemlich komisch, auch wenn’s um nix geht. Ich habe mich wunderbar unterhalten und den Film jetzt schon wieder vergessen – perfekt.

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Heavy_Metal

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ich fand ihn kaum witzig, und weil das fehlte wirkte er ziemlich bitter, was ich wiederum gut fand.


Mr Vincent Vega

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Ja, bitter war er auch etwas. Sind aber viele Allens. Bitter, heiter, frivol, das ganze Latte-macchiato-Programm halt. :)


Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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4.0Uninteressant

Eine doofe Blondine, eine ältliches Muttchen, das der Esoterikscharlatanerie erliegt, ein Schriftsteller in der Krise, der die Nachbarin umwirbt: Dies alles ist nicht wirklich originell und ziemlich abgenutzt, der Humor somit auch absehbar. An den Geist und Witz von Woody Allens früheren Filmen reicht dieser mitnichten heran. Schade.

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A. Resch

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7.0Sehenswert

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass Woody Allen durchaus noch in der Lage ist, in Maßen Neues auszuprobieren, und dass sein neues Werk zu seinen besseren zählt - sofern man den Blick nur auf jene Filme richtet, die er in jüngerer Zeit, seit den Neunziger Jahren gedreht hat.

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Christiane Peitz: Der Tagesspiegel Christiane Peitz: Der Tagesspiegel

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7.5Sehenswert

Ich sehe den Mann deiner Träume lehrt zweierlei. Bei Allen machen sich erstens sämtliche Stars gern zum Affen, und man schaut ihnen gern dabei zu. [...] Zweitens hüte man sich vor Allens albernen Scherzen. Der ganze Spaß mündet am Ende in echte Bösartigkeiten.

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I.Reicher: der Standard I.Reicher: der Standard

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7.5Sehenswert

Ein Off-Erzähler führt die Personen ein, er hält den Überblick und die Überleitungen bereit. Den Figuren wird damit ein Teil der Profilierungs- und Erzählarbeit abgenommen. Sie wirken dementsprechend stereotyp - und die Darsteller stellenweise etwas unterbeschäftigt. Zumindest in der ersten Hälfte des Films. Dann allerdings ändert sich die Gangart rapide, vermeintliche Harmloses bekommt scharfe Kanten: Wie der nunmehr 75-jährige Autor und Regisseur die Geschichte zügig zuspitzt - und zwar auf jeder Ebene -, in welche ausweglosen Konflikte er seine Geschöpfe nahezu ausnahmslos verstrickt, das ist unbedingt sehenswert. Einen böseren Woody Allen hat es lange nicht gegeben.

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S. Rybkowski: Filmszene.de S. Rybkowski: Filmszene.de

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4.0Uninteressant

Was Allen in seinen vorherigen London-Filmen noch gelang, nämlich [...] jene Verbindung von Drama und Komödie, will in seinem Neuesten nicht gelingen. Zu unausgegoren und farblos bleiben die Figuren, zu trivial die Geschichte, die er mit ihnen erzählen will. Auch wenn Allen hier Mittelschicht und Bildungsbürgertum in den Fokus rückt, bleibt der fade Beigeschmack, dass es sich hier dennoch um Luxusprobleme der Elite handelt, zu denen man einfach keine emotionale Beziehung herstellen kann und die nicht etwa humoristisch, sondern vielmehr lächerlich anmaßen.

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Carsten Happe: Schnitt Carsten Happe: Schnitt

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6.5Ganz gut

Leider zu selten gibt Allen seinem namhaften Ensemble die Gelegenheit, sich aus der starren Dramaturgie freizuspielen. Die stärksten Szenen sind dann auch die energischen Wortgefechte zwischen Gemma Jones' Helena, ihrer Tochter Sally, verkörpert von Naomi Watts, und Josh Brolins Roy, die mit wackliger Handkamera das fragile Beziehungsgeflecht torpedieren, bis jeder von ihnen sein Heil in einer Affäre sucht.

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Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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7.0Sehenswert

In den Augen des Regisseurs sind die Dramen des Lebens [...] nur Schall, Wahn und viel Lärm um nichts. Wie der Regisseur jedoch dieses mit Pessimismen angereicherte Nichts dem Publikum unterjubelt, ist trotz aller künstlerischer Bequemlichkeit auch hier so amüsant wie eh und je.

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Chr. Buß: Spiegel Online Chr. Buß: Spiegel Online

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8.0Ausgezeichnet

Mit Ich sehe den Mann deiner Träume hat der New Yorker Regisseur nun zu einer gewissen Balance zurückgefunden. Zugegeben, ein zweites Match Point, jenes späte Meisterwerk aus dem Jahr 2005 über Glück und Gier, ist dieser souverän hingeworfene Film nicht geworden. Aber die Beiläufigkeit, mit der er hier große Metaphysik als Abfolge kleiner Pointen präsentiert, erinnert gelegentlich trotzdem an seine besten Tage.

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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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5.5Geht so

Die randalierenden Figuren in Allens neuestem Film versuchen verzweifelt, ihrem Leben mehr Sinn zu verleihen, als es für sie geben kann. Sie verfolgen lauter dubiose Ziele wie Erfolg, Geld und Liebe. Sie puzzeln, verletzen und produzieren Fehler, von denen jeder das Ende bedeuten kann.
Der Morgen nach der Party? Bald, sagt Regissseur Allen, "wird jeder, der auf der Erde gemeinsam mit ihnen gelebt hat, nicht mehr da sein, und nach 100 Jahren wird es kompett andere Menschen auf der Erde geben".
In vielen Jahren sei die Sonne vermutlich ausgebrannt und die Erde verschwunden. Ein paar Jahre drauf sei dann das komplette Universum weg. Auf die Frage, wieso man da noch Filme machen solle, sagt Allen: "Es lenkt ab."
Welch’ hoffnungsfrohe Kunst.

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Christoph Egger: Neue Zürcher Zeitung Christoph Egger: Neue Zürcher Zeitung

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7.0Sehenswert

Die Exposition ist mit ihren schwerelosen Rückblenden und leichthändig hingetupften Akzenten, mit ihrem leichtfüssigen Geplänkel und Getändel eine magistrale Demonstration von Allens Inszenierungskunst. Doch das Komische erhält etwas Mechanisches, zunehmend dominiert das Bittere, ohne doch Züge des Tragischen annehmen zu wollen.

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H.-U. Pönack: Deutschlandradio H.-U. Pönack: Deutschlandradio

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8.0Ausgezeichnet

Typisch und doch wieder wunderbar ansprechend - dieser bekannte listige, komische, tragische, bissige Woody Allen-Kosmos. Man liebt sich "falsch", man liebt sich vielleicht, entwickelt Ideen, Hoffnungen, Glauben, jetzt endlich in den "richtigen Lebenslauf" zu geraten. Pustekuchen. Oder auch nicht.
Das wird fein-locker, keck-doppelbödig, fein nuanciert und pointiert erzählt - mit sehr viel Wort-Performance. Und stimmiger, stimmungsvoller Verbal-Atmosphäre. Der neue Allen ist eine burleske Spott- und Charme-Show. Mit viel persönlichem Widererkennungspotenzial. Und schmeckt wie ein alter feuriger Wein, der gut über bzw. in die Jahre gekommen ist.
Es menschelt reichlich seelen-tiefsinnig-pur bei, mit und in dieser köstlichen neuen Woody-Allen-Spaß-Farce à la : "Neulich sagte jemand zu mir, dass ich in den Herzen meiner Landsleute weiterleben werde. Ich will aber in meinem Appartement weiterleben!"

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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7.5Sehenswert

In dem Welt-Theater, durch das Drehbuch-Gott Woody Allen seine Helden und Heldinnen irren lässt, machen zwangsläufig alle eine recht lächerliche Figur. Am meisten in diesem Fall Anthony Hopkins. Herrlich, wie sich der Edel-Mime hier zum Deppen macht – auch wenn er mit seiner Figur natürlich alle Klischees bedient: Ein alter Mann, der seinen dritten Frühling mit einer knackigen, reichlich unterbelichteten Blondine erlebt – nicht ahnend, dass diese selbst verordnete Verjüngungskur ihn schnell noch älter aussehen lässt… [...]
Sämtliche Figuren verbergen hier ihre Heimlich- und Peinlichkeiten: Schriftsteller Josh Brolin seine Inspirationslosigkeit, Film-Ehefrau Naomi Watts die Teenager-hafte Schwärmerei für ihren Kunst-Galeristen. Man lügt sich ins Gesicht oder in die Tasche. Nichts, was man nicht schon aus Dutzenden von Allen-Filmen kennen würde, aber wieder mit einer so großen Freude am Irrsinn zusammen gesponnen und von den erlesenen Schauspielern so launig präsentiert, dass man gar nicht anders kann als schmunzeln.
Ja, Woody Allen erzählt immer wieder das Gleiche, aber immer wieder amüsant!

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José Garcia: Textezumfilm

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4.5Uninteressant

Es gab eine Zeit, in der Woody Allens Filme schon allein wegen ihrer visuellen Kraft Wiedererkennungscharakter besaßen. Dies hing im Wesentlichen damit zusammen, dass der New Yorker Regisseur über einen langen Zeitraum hinweg mit demselben Kameramann zusammenarbeitete: Von 1977 bis 1985 fotografierte ausschließlich Gordon Willis seine Filme. In den Filmen, die Woody Allen von 1986 bis 1998 drehte, führte Carlo di Palma elfmal, Sven Nykist – der inzwischen verstorbene Haus-Kameramann von Ingmar Bergman – viermal die Kamera. Seitdem arbeitet der Altmeister mit wechselnden „directors of photography“ zusammen. In „Ich sehe den Mann deiner Träume“ übernimmt diese Aufgabe Vilmos Zsigmond, der bereits in Woody Allens „Melinda und Melinda“ (2004) und „Cassandras Traum“ (2007) mitgewirkt hatte. Die von Zsigmond bevorzugten satten Farben kontrastieren derart mit den entsättigten Bildern eines Carlo di Palma und vor allem eines Sven Nykist, dass auf der Bildebene wenig von der Allen-typischen Anmutung aus seiner wohl besten Schaffensperiode übrig bleibt. Demgegenüber mischt Woody Allen, was das Drehbuch an sich betrifft, Zutaten aus seinen früheren Filmen einfach neu. Über die bereits angesprochene deutliche Ähnlichkeit Alfies mit Jack aus „Ehemänner und Ehefrauen“ hinaus verwendet der Regisseur in seinem neuen Film einen ebenfalls Woody-Allen-eigenen Topos: Roy steht für den Möchtegern-Künstler, dem jedoch das Talent dazu fehlt.

Dass der New Yorker Regisseur in der Lage ist, aus einem altbekannten Sujet etwas Neues zu schaffen, stellte er zuletzt mit „Match Point“ (2005) unter Beweis, der ja wie eine Neuauflage von „Verbrechen und andere Kleinigkeiten“ (1989) wirkte. Vielleicht liegt dies an den tiefgründigen moralischen Fragen, die in beiden Spielfilmen behandelt wurden. Demgegenüber zeichnet sich sein jetziger Film durch die absolute Abwesenheit solcher Fragestellungen aus: Die Figuren von „Ich sehe den Mann deiner Träume“ scheinen von einem unwiderstehlichen Drang getrieben zu sein, das Glück ausgerechnet in dem zu suchen, was sie gerade nicht (mehr) besitzen, wobei moralische Kategorien etwa eheliche Treue gar keine Rolle spielen. Die Irrungen und Wirrungen auf der Suche nach Liebesglück führen zu der desillusionierenden Feststellung, dass dieses nie zu erreichen ist. Sobald jemand das Objekt der Begierde erreicht hat, erlebt er eine Enttäuschung. Er sehnt sich nach dem, was er gerade aufgegeben hat. Und damit beginnt das Ganze von vorne, so dass die Figuren von „Ich sehe den Mann deiner Träume“ einem leeren Wahn nachjagen. Der Zynismus stellt sich als eigentliches Sujet von „Ich sehe den Mann deiner Träume“ heraus.

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Joe Morgenstern: Wall Street Journal Joe Morgenstern: Wall Street Journal

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6.5Ganz gut

Ich sehe den Mann deiner Träume zeigt auf schrecklich berührende und gleichzeitig unterhaltsame und lehrreiche Weise, wie ein jeder darum kämpft glücklich zu sein und warum es ausgerechnet den verrücktesten Leuten gelingt.

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Michael O'Sullivan: Washington Post Michael O'Sullivan: Washington Post

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3.0Schwach

Ich sehe den Mann deiner Träume ist vollgepackt mit Leuten, die in einer unglücklichen Beziehung feststecken, gerade eine solche beenden oder aber beginnen. Der Film ist verbissen und teilweise unglaubwürdig, wenn auch nicht über die gesamte Dauer hinweg. Es ist eine intellektuelle und romantische Komödie, der die Lacher allerdings völlig fehlen.

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alviesinger: bummelkino

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7.0Sehenswert

Woody war wieder in London. Woody hat eine Tragikomödie über zwischenmenschliche Probleme in der Londoner Oberschicht verfasst und abgedreht: Untreue, der zweite Frühling, Leidenschaft, Betrug und Begierde eben. Der Geist im Kampf gegen das willensschwache Fleisch. Ja, schon klar. Wie seit fünf Jahren üblich sind bei Allen die Orte und Figuren austauschbar. Hauptsache Großstadt, ein Stück Bourgeoisie und den abgegriffenen Freud neben dem Nietzsche im voll gestopften Buchregal stehen haben. Da ist endgültig die Luft raus, denkt man. Doch irgendwie schafft es Woody diesmal seinen Figuren wieder mehr Leben und damit Glaubwürdigkeit zu verschaffen. Der forcierte Realismus hilft, trotzdem kann sich Allen einige deplatzierte Albernheiten nicht verkneifen. Woodys aktuelles Werk ist nichts Bahnbrechendes. Das dürfte auch niemand mehr ernsthaft erwarten. Denn nach „Hannah und ihre Schwestern“ kam eigentlich nichts Neues mehr von ihm, sondern stets Variationen seines Könnens. „Ich sehe den Mann deiner Träume“ ist ein solider Allen, der den erbärmlichen „Whatever Works“-Ausrutscher fast wieder vergessen macht aber auch lange nicht die Klasse ähnlich gestrickter Ensemble-Werke wie „Ehemänner und Ehefrauen“ oder „Verbrechen und andere Kleinigkeiten“ erreicht. Und während des Abspanns denkt man, der Allen, der kann es ja doch noch und freut sich. Für ihn und das eigene Fanboy-Dasein.

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Fatzenbolt

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Whatever Works ist doch mal ein wenig anderst. Allein schon, dass er seine Rolle nicht selbst ausfüllt.


alviesinger

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Dass "Whatever Works" aus dem üblichen Allen-Werk heraus fällt, finde ich überhaupt nicht. Dieser Oberschichten-Klamauk bedient sich aus altbekannten Werken und basiert ja selbst auf einem über dreißig Jahre alten Skript, dass Allen nun leider doch noch verfilmen musste. Und dass der klassische Loser-Ekel-aber-auch-Witty-Woody-Charakter in diesem Fall von Larry David gespielt wird ist ja nun auch keine Seltenheit im seinem Gesamtschaffenswerk - siehe "Celebrity" mit Kenneth Brannagh, "Bullets over Broadway" mit John Cusack oder "Melinda & Melinda" mit Will Ferrell als Woody-Ersatz.


Dieter Oßwald: programmkino.de Dieter Oßwald: programmkino.de

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8.5Ausgezeichnet

Marionettenspieler Allen hält die Fäden seiner Figuren samt ihrer Marotten geschickt in der Hand. Reichlich gelungene Situationskomik, geschliffene Dialoge sowie ein gewohnt famoses Ensemble sorgen für köstliches Kinovergnügen: „Ich sehe den Film deiner Träume“…

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Kirk Honeycutt: Hollywood Reporter

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5.0Geht so

Ich sehe den Mann deiner Träume endet in dem Moment, als die Schwierigkeiten einsetzen, was einen doch darüber wundern lässt, inwiefern Allen wirklich an den kleinen Melodramen inmitten dieser Komödie interessiert ist.

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Scott Tobias: The Onion (A.V. Club) Scott Tobias: The Onion (A.V. Club)

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4.0Uninteressant

Wie die schlechtesten seiner späten Filme, recyclet auch Ich sehe den Mann deiner Träume die typischen Figuren aus Allens früheren Arbeiten, ohne neue Gründe dafür zu schaffen, sie erneut ins Leben zu rufen. So bleiben sie gestrandet, sieben Figuren auf der Suche nach einem Autor.

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Keith Uhlich: Time Out New York Keith Uhlich: Time Out New York

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8.0Ausgezeichnet

Ich sehen den Mann deiner Träume, dieser Liebesbrief an den Sensenmann und seinen geheimen Zeitplan ist eine erfrischende Ergänzung zu einem wechselhaften, wenn auch unentbehrlichen Oeuvre.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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5.0Geht so

Woody Allens 41. Spielfilm ist einfach nicht so lustig, charmant oder originell, wie man sich erhoffen würde, wenn man sein Genie und die hochkarätige Besetzung berücksichtigt. Ich sehe den Mann deiner Träume ist ein Aufguss von altbekanntem Allen-Material – eheliche Unzufriedenheit und außereheliche Lust – der unbedeutend und nur sporadisch amüsant geraten ist.

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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5.0Geht so

Zum großen Teil kämpft sich in Ich sehe den Mann meiner Träume jeder irgendwie durch, im besten Fall mit durchwachsenem Erfolg. Das Publikum eingenommen.

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Kommentare (46) — Film: Ich sehe den Mann deiner Träume


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dannydiaz

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich mag den Film immer mehr. Beim ersten Mal ausgemacht, beim zweiten Mal war er ganz nett und mittlerweile hatte ich Lust auf ein drittes Mal. Ich find ihn auch sehr lustig und und er wird immer lustiger.
Auch vom Stil her großartig. Wesentlich zeitloser als die Blue Jasmin Dauerreklame. Frieda Pinto als die "Dame in rot". Der Regen als Symbol für Neuanfang. Traumcast in einem herlichen Woody Allen Best-off MashUp.

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Markbln

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Bewertung4.0Uninteressant

Wieder einer der schlimmen Aussetzer von Woody Allen, in denen er zeigt, dass zwar alle mit ihm spielen wollen. Die Story tut auch eigentlich nicht weh und man könnte sich bequem und saturiert zurücklehnen und bei ICH SEHE DEN MANN MEINER TRÄUME 2-3 mal schmunzeln über reanimierte Gags und aufgewärmte allensche Figuren. Warum sich aber die Frauen um Rollen mit derart doofen Nuttenklischees, hysterischen Galeristinnen oder esoverwirrte abgelegte Gatinnen reißen, die es bei Allen schon dutzendmal witziger zu sehen gab, deutet nicht auf besonders großes Emanzipationspotenzial beim weiblichen Personal. Aber die Männer sind nicht viel besser dran. Die Sorgen und Probleme aller Protagonisten werden völlig trivialisiert, die ständige Klarinettendudelei bagatellisiert alles zu einem fröhlichen So-ist-das-Leben-Trallala. Selten habe ich aber derart doofe Frauengestalten im amerikanischen Autorenkino der 2000er gesehen wie in diesem laschen Altherrenwichs von Woody Allen.

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Nemoflow

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Bewertung6.0Ganz gut

Sehr durchschnittliches Werk von Allen...das dennoch eine atemberaubende magische Szene enthält (Banderas und N. Watts im Auto, kurz vorm Kuss) und mit Lucy Punch als Charmaine, die positive Überraschung des Films ist.

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brainchild

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Bewertung7.0Sehenswert

Lange Takes, tolle Performances, bittersüße Pointen — manchmal braucht ein guter Woody gar nicht mehr :)

"Sometimes the illusions work better than the medicine."

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mattxl

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Bewertung7.0Sehenswert

Stravinsky hat einmal über Vivaldi gelästert, dieser habe nur ein einziges Konzert komponiert - aber dieses eine 500 mal.

Ich denke, das lässt sich auch - ohne jede Lästerei! - auf Woody Allen übertragen. Eigentlich macht er serielle Kunst - und liefert alljährlich Variationen des Immergleichen ab. Viele Instrumente stehen ihm dabei nicht zur Verfügung: Das Personal der Filme lässt sich auf 4-5 Grundtypen reduzieren. Die Themen (Vergänglichkeit des Lebens/der Liebe, Sinnsuche durch Religion oder Esoterik, die Zufälligkeiten des Glücks, Sexualität und Alter, das Distinktionsgehabe von High Society und Kunstwelt) sind zwar allumfassend - aber eben doch auch sehr wiederkennbar reduziert.

Ein Erzähler ist Allen für mich definitiv nicht. Dazu verschwindet die eigentliche Story zu sehr im unendlichen Geplapper der Protagonisten. Dazu muss er zuoft auf die Stimme aus dem Off zurückgreifen - für mich immer ein Zeichen, das jetzt etwas ganz schnell berichtet werden muss, weil die Zeit sonst knapp wird: Da werden Ehen dann schon mal im Sekundentakt geschieden oder neu geschlossen.

Die wenigen Instrumente, die er beherrscht, beherrscht er allerdings virtuos. Ich sehe es nach wie vor - fast immer - wieder gern, dieses Immergleiche. Der Allensche Kosmos ist mir irgendwie vertraut, man fühlt sich "heimisch". (Allen-Fans sind allerdings, glaube ich, stimmungsanfällig: Manchmal nervt dieses ständige Vernissagen-Galeristen-Gequatsche, diese Tolstoi-Sartre-Kierkegaard-Bildungshuberei allerdings auch kollossal. Vielleicht erklärt diese Stimmungsanfälligkeit auch, warum die Fans sich so uneins sind bei der Bewertung der Filme ...)

Alle Allen-typischen Themen finden sich auch in "Ich sehe den Mann ..." wieder. In meiner persönlichen Allen-Skala würde er irgendwo im Mittelfeld landen. Vielleicht fehlen die großen "Kracher" ein wenig - wobei ich Gemma Jones und Lucy Punch schon sehr lustig fand. Leichtfüßiges Unterhaltungskino, das es schafft, an sich unendlich Tragisches amüsant zurechtzubiegen. Das muss man erst einmal - jedes Jahr aufs Neue! - hinbekommen.

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brainchild

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Sehr, sehr akkurate Beschreibung, seh ich exakt genau so :)


Aldo_Valletti

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Bewertung2.0Ärgerlich

Der schlechteste Allen Film den ich bisher gesehen habe, soger schlechter als Scoop. Hatte kürzlich wieder Sleeper gesehen, der mich in meinem Urteile bestätigte. Leider schwankt die Qualität der Allen Filme seit Ende der Neunziger extrem.

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Deepflight

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film enthält eine einfache Message, die sich auch so ähnlich in anderen Woody A. Filmen wiederfindet. Der Traummann/Die Traumfrau bleibt so lange begehrenswert wie wir ihn dort belassen. Diesen Gedankengang finde ich filmisch gut umgesetzt. Natürlich sind die Charaktere maßlos überzeichnet, was mir aber sehr gut gefällt und witzig rüberkommt. Der FIlm mag vielleicht schlechter für die meisten Woody A. Fans sein, bei mir hat er gut funktioniert

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jacker

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Bewertung6.0Ganz gut

Woody dreht in Europa und das gefällt mir meistens: Schöne Kulisse, oft interessante Schauspielvertreter und eben ein besonderer Flair (Woody-Flair gibts nicht nur in NY)!

"You will meet a tall dark stranger", der Film mit dem leicht eingängigen Titel, weißt auch genau diese Charakteristiken auf - er ist durch seine sonnendurchfluteten Londoner Straßen einfach schön anzusehen, Josh Brolin und Naomi Watts spielen stark (der Rest auch) und Woody-Feeling kommt natürlich aufgrund der Dialog-lastigen, viel in den eigenen 4 Wänden angesiedelten Inszenierung ebenfalls auf.

Aber der Biss fehlt.
Wo sonst durch die Oberfläche (die hier trotz Ehekrise des Paares und mentaler Instabilität der Mutter ziemlich glatt ist) beißender Zynismus/Sarkasmus durchscheint, wartet man hier vergeblich auf den 'krassen' Moment, das Lachen was einem plötzlich im Halse stecken bleibt und auf ein bisschen extremere Lenkung der gefühlsmäßigen Rezeption durch den Herren mit der dicken schwarzen Brille.

Macht trotzdem überwiegend Spaß (ich tippe aber eher für Allen-Fans) zuzuschauen, aber Allen schien wohl ziemlich mit sich im Reinen als er dieses Skript verfasst hat.

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Punsha

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Bewertung4.0Uninteressant

Auch wenn mich dieses leise Gefühl bereits in seinen Vorgängern beschlich, wirkt "You Will Meet a Tall Dark Stranger" lediglich wie eine Übergangsarbeit, einzig und allein aus dem Grund geschafffen, weil es für Woody Allen seit nunmehr dreißig Jahren fast schon Tradition ist, in jedem Jahr einen Film abzuliefern. Aber wo beispielsweise "Scoop" mit Herz & Humor, "Cassandras Dream" hingegen mit großer Tragik punkten konnte, ist Allens drittletzter Film der Gipfel der Belanglosigkeit und stellt trotz des wie immer prominenten und gut aufgelegten Casts erneut weder stilistisch noch inhaltlich eine Bereicherung Allens Œuvre dar.
Kurzum: Was für ne Schlaftablette...

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Punsha

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@Mark: Absolut nachvollziehbar die beiden nicht zu mögen. Der Woody macht heutzutage sowieso nur noch leichte Nachmittagskost zu Kaffee und Kuchen über die man nicht weiter nachdenken muss. Aber ich mag nun mal Kaffee und Kuchen.


Markbln

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Ich muss dir nun voll und ganz zustimmen, Punsha. und auch ich mag lieber K&K bzw. doch einen first flush Darjeeling.


Donnos

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Bewertung5.5Geht so

Im Gegensatz zu meinem Vorredner ist bei fast gleicher Bewertung doch ein großer Unterschied bei mir zu finden:
Ich fand Midnight in Paris herrlich leichtfüßig, interessant und unterhaltsam, auch wenn mich das Ende ("Ach ich lass mich kurz scheiden und beginne ein neues Leben") und die total simple Moral des Films "denken, dass es früher besser war, ist verklärende Wahrnehmung" - ÜBERRASCHUNG- damals schwer genervt hat. Da war viel mehr drin - trotzdem ein guter Streifen.
Aber dieser Film hat mich am Ende echt wütend gemacht. Ein von einem ca. 20jährigen, unmotivierten Erzähler geschilderter Episodenfilm ohne jegliche Handlungsrichtung, der einfach so vor sich hinplätschert und die zahlreichen Verbindungen zwischen den einzelnen Charakteren völlig außer Acht lässt, je nach Szene. Den Eltern von Sally ist (SPOILER!) zB. die Scheidung scheinbar völlig egal, auch den sich Scheidenen selbst sind Flirtaktivitäten außerhalb der Beziehung von sich selbst oder auch ihrem Partner ganz egal. Josh Brolins Charakter ist zudem ja mal völlig widerlich, wird aber konsequent als grundsätzlich sympathische Figur aufrecht erhalten. Am Ende weiß man dann quasi nicht mehr als vorher, alle Fragen bleiben offen, nichts wird mal unter den Figuren geklärt (außer der völlig unpassende Wutausbruch Sallys gegenüber ihrer Mutter) und dann ist einfach Schluss. Hallo?

Einfach mal drauflosschreiben und schnell verfilmen, damit man ja in seinem Rhythmus bleibt mit einem Film pro Jahr - sowas kommt wohl dabei raus. Wie schon bei Midnight in Paris also wieder einmal viel Potenzial einfach so hergeschenkt. Schade. Manche Dialoge waren echt gelungen.

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Moe

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Bewertung5.0Geht so

Woody Allen war bis Midnight in Paris für mich abseits meiner Wahrnehmung. Ja, sowas ist schon heftig, ich verstehe es selber nicht. Gänzlich unbekannt war er für mich nicht, ich wohne ja nicht hinter dem Mond.
Aber nachdem ich Midnight in Paris gesehen habe, habe ich mir den hier angeschaut.
Positiv für Allen, er hat sich gesteigert. Negativ für mich, ich hatte mit mehr gerechnet.
Der Cast ist gut, keine Frage, aber irgendwie berührte mich das Ganze nicht sonderlich.
Hier und da kam was Gutes zum Vorschein, die Mutter mit dem ganzen Hokus Pokus, die lockerte schon ordentlich auf.
Doch insgesamt blieb der Film einfach blass.

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Joeyjoejoe17

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein schöner Film mit tollem Drehbuch, dem es aber an Witz und Herz fehlt, sodass die namhaften Schauspieler für nicht mehr als nur nette und größtenteils kurzweilge Unterhaltung sorgen können. Einer der schwächeren jüngeren Filme von Woody Allen, ganz klar, aber dank des wunderbaren Scores und der schönen Geschichte eine ganz gute Liebeskomödie mit etlichen Verwirrungen.

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Sigmund

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Dass die Mehrheit seiner Zuschauer YOU'LL MEET... für einen der schwächeren Allen-Filme hält, ist wohl eine Tatsache. Aber bekanntlich treibt die Mehrheit oft seltsame Blüten!
Ich steh total auf den Film.


Joeyjoejoe17

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Diesmal geh ich d'accord mit der Masse, aber 6 Punkte bedeuten ja keinen schlechten Film.
Mir hat halt das gewisse etwas und der Biss in der Inszenierung gefehlt, unterhalten hat er mich aber.


cannibal83

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

London scheint ein guter Ort für Woody Allen zu sein. Sein letztes Meisterwerk "Match Point" spielte schon in der europäischen Metropole, und mit "Ich sehe den Mann deiner Träume" liefert der Altmeister mal wieder einen ausgezeichneten Streifen ab.

Nein, Allen macht auch hier nichts anders als in vielen seiner letzten Filme. Seine Charaktere trinken Rotwein, rennen in die Oper, erleben Männer-Phantasien und werden mal zum Schlechten - und mal zum Guten vom Schicksal berührt.

Dennoch fühlt sich in "Ich sehe den Mann deiner Träume" alles homogener und runder an als man es aus einigen der Woody Allen - Werke ab 2000 kennt. Allen gelingt es hier seine Figuren besser zu zeichnen als zuletzt, der Film wirkt realistischer, was auch daran liegt das überirdische Themen, wie z.B. aus "Im Bann des Jade Skorpions" oder "Scoop" bekannt, diesmal nur eine untergeordnete Rolle spielen. Der harmonische Cast um Banderas, Brolin, Pinto und Watts tut sein übrigens.

Somit finde ich das erneut ein neuerer Allen-Film etwas unterbewertet wird. Natürlich muss man sich den Vorwurf gefallen lassen, das hier mal wieder nur alter Wein in neuen Schläuchen präsentiert wird. Doch nur weil dieser Film in dem Kosmos Allen's betrachtet keine Innovationen bietet, so bleibt er in der gesamten Film-Welt dennoch einzigartig. Lockere - jedoch trotzdem zu gewissen Grad tiefsinnige, Komödien mit immer überzeugenden Dialogen und 1a Darstellern, gibt's halt nur von Woody Allen. Und das lässt seine Filme, zumindest in meinen Augen, immer wieder vergleichsweise frisch wirken.

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Le Samourai

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Signed! Genau so gings mir auch, absolut unterbewertet! Vor allem wenn man sieht, was sonst so an modernen Beziehungskomödien vorhanden ist...


Sigmund

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Absolut, da unterschreibe ich euch gleich beide. Unfassbar, wie schlecht diese filmische Perle hier großteils wegkommt.


Benjamin Barker

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Bewertung7.0Sehenswert

"Do you see how ironic and wonderful life is?"

Jeder Regisseur hat Gewohnheiten, daran gibt es nichts zu leugnen. Aber warum sollte man das auch? Natürlich, "You Will Meet a Tall Dark Stranger" unterscheidet sich nicht radikal von Allens anderen Werken. Aber da man das ja bereits von ihm kennt, darf niemand sagen, er wäre böswillig getäuscht worden.

Ich persönlich finde es eher bemerkenswert, wie er immer wieder aufs neue den quasi gleichen Film dreht, ohne dabei auch nur Ansätze von Abnutzungserscheinungen aufkommen zu lassen. Seine Figuren sind immer wieder erfrischend, ihre Verwicklungen immer wieder interessant zu beobachten. Man braucht hier bei der Fülle der Figuren zwar ein bischen Zeit, um 100%ig reinzufinden, doch dann verfolgt man das bunte Treiben mit wachsendem Interesse.

Und hinter der luftig-leichten Inszenierung verbirgt sich, wie immer bei Allen, ein bitterböser Kern, der hier gerade im letzten Drittel nach und nach zum Vorschein kommt. In diesem Teil werden alle Figuren für ihr Verhalten zur Rechenschaft gezogen, mit meistens nicht immer ganz positivem Ausgang. Dort gipfelt dann auch der pointierte Dialog-Humor, der den Film durchgehend ausmacht, in mehreren Höhepunkten. Gerade Naomi Watts, die mich hier positiv überrascht hat, darf noch 2 Mal ganz groß aufspielen, zum einen im Abschlussgespräch mit ihrem Boss (in welchem beide königlich aneinander vorbeireden) und zum anderen beim Wutausbruch bei ihrer Mutter. Dort scheint wieder der typische Allen-Humor durch und brachte mich wiederholt zu herzhaftem Lachen.

Wenn Woody ruft, kommen sie alle. Das war schon immer so und auch hier vereint er wieder ein beispielloses Staraufgebot. Banderas, Brolin, Hopkins, Jones, Pinto und Watts. Ein Cast zum "Mit der Zunge schnalzen", die alle in ihren Rollen glänzen. Abgesehen von Lucy Punch, die mir so sehr auf den Geist gegangen ist, wie lange kein Filmcharakter (oder auch echter Mensch) mehr. Natürlich gehört das zu ihrer Rolle, doch ich befürchte, dass sie eher wirklich so ist, als so eine gute Schauspielerin.

Lansam aber sicher werde ich wohl Woody-Allen-Fanboy. Jedenfalls freue ich mich auf seine weiteren Werke - auch wenn ich weiß, dass sie das Rad wohl nicht neu erfinden werden. But...

"..sometimes the illusions work better than the medicine."

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veseria

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Bewertung5.0Geht so

Leider sehr durchschnittlich. Nichts neues, keine Höhepunkte, hauptsächlich langweilige, flache Charaktere. Ledigliche einige Male scheinen lustige, unterhaltsame Wehrmutsstropfen aus den Charakteren und Situationen hervor die allerdings den Film nicht retten können. Schade bei dem Cast.

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Sonse

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Bewertung5.0Geht so

Woodys Vorletzter ist ihm etwas unvollkommen und lustlos vom Fließband gefallen. Jedem anderen würde man den leider recht langweiligen "You Will Greet a Small Shark Danger" um die Ohren hauen, aber hey, selbst ein misslungener Allen kann meist noch sehenswert sein und zumindest ich bin froh, dass er in seinem Alter noch fleißig weiter dreht.

Diesmal fehlt es mächtig an Witz, nur Gemma Jones' "He left me for another woman… a deceased one. They're often the stiffest competition" rang mir als Echo alter Allen-Wisecracks als einziges einen Lacher ab. Der Rest ist ein Sammelsurium gewohnter Themen vom Beziehungsringelpiez (mehrheitlich ohne Anfassen), über Altherrenfantastereien hin zur Bedeutungslosigkeit des Lebens.

Die in Macbeth-Bezügen verpackte ironische, fatalistische Botschaft des Films ist sowohl hoch moralisch als auch deprimierend. Nur so und in Verbindung zu Allens Gesamtwerk, kann man "You Will Meet A Tall Dark Stranger" etwas abgewinnen, sonst regiert ein Gefühl der Belanglosigkeit.

Ich gestehe, mir den Film vor allem aufgrund seiner Old Vic-Connection angesehen zu haben. Das Theater muss hier kurz als "Oper" herhalten und kürzlich habe ich Gemma Jones' als Queen Margaret in "Richard III" auf eben jener Bühne gesehen. In Woodys Film ist sie diejenige, die mir aus dem Ensemble positiv in Erinnerung bleiben wird.

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Le Samourai

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein für mich unverständlicherweise etwas unterbewerteter Woody. Gewohnt bissig und subtil zynisch zeichnet er einmal mehr das Bild der neurotischen, unzufriedenen, leicht pessimistischen Großstädter. Auf seiner Europaexkursion ist zum bereits vierten Mal London Schauplatz seines ironischen Ensemblestückes. Gewohnt souverän führt Woody seine Schäfchen - u.a. Naomi Watts, Anthony Hopkins, Antonio Banderas, John Brolin - durch die Irrungen und Wirrungen des zwischenmenschlichen Zusammenlebens.
Klar, auch in seinem bereits 41. Film erfindet Woody das Rad nicht neu und seine Themen bleiben die alten, jedoch liefert er auch hier wieder überdurchschnittlich intelligente, auf jeden Fall sehenswerte Komödienkost ab.

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Dachsman

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Bewertung6.0Ganz gut

Alles sehr fluffig, recht amüsant. Gute gespielt, keine Frage. Locker-leichte Unterhaltung.
Das kann aber auch nur bedingt verschleiern, dass sich Woody Allen (in meiner Wahrnehmung) seit jetzt bald 6 Jahren vollkommen um die eigene Achse dreht. Britische Mittel- oder Oberschicht, intellektuell, jung gut aussehend und deren Probleme. Die bewährte Rezeptur funktioniert mal mehr (Match Point) mal weniger (Vicky Cristina Barcelona) gut und den Vorwurf der "verfilmten Altherrenphantasie" muss sich Herr Allen einfach gefallen lassen.
So ist auch "You'll meet a tall dark stranger" gelungen, aber irgendwie auch herzlich egal. Kurz gekaut, schnell verdaut und [für immer] vergessen (um mal die Berliner Schnauze zu Wort kommen zu lassen). Die titelgebende Vorhersage, die Wahrsagerin und Gemma Jones ist dabei Comedy, dafür aber auch recht lustig, auch wenn das ganze eher Sitcom-Charme versprüht, wobei man hier wohl davon ausgehen kann, dass der Charakter als Comic-Relief angelegt ist. Was man von der Posse, in die sich Anthony Hopkins reinstürzen muss (leider!) nicht behaupten kann. Das hätte, wenn überhaupt, wirklich höchstens als reine Karrikatur funktioniert. Der Rest ist recht egal, wie oben geschrieben, Dienst nach Vorschrift. Das ist nicht schlecht, aber eben auch nicht sonderlich aufregend.
Schließen wir diese kleine Review mit einem heiteren Spaß:
Tja, Herr Allen, da sind sie momentan wohl nur der zweitbeste Woody im Filmgeschäft. Ha, ha, ha...

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Der Franzose

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich sehe den ersten Flop nach dem grandiösen Match Point !

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Mr. Pink

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Bewertung6.5Ganz gut

Anthony Hopkins als Alfie Shebritch hat mir sehr gut gefallen und macht den Film ziemlich sehenswert. Ansonsten ganz nett, aber auch nichts für die Ewigkeit...

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