Idiots and Angels
Idiots and Angels (2008), US Laufzeit 78 Minuten, Komödie, Animationsfilm
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von Bill Plympton,
Ein Arschloch mit Flügeln steht im Mittelpunkt des neuen Werks vom Enfant Terrible des Animationsfilms, Bill Plympton. Der Protagonist ist ein wirklich übler Zeitgenosse, ein gewalttätiger, rücksichtsloser Waffenhändler, der die meiste Zeit in einer verrauchten Kneipe vor einem Whiskyglas abhängt – Charles Bukowski hätte seine Freude an ihm gehabt. Ausgerechnet diesem egoistischen Dreckskerl wachsen eines Tages Engelsflügel auf dem Rücken. Seine blutigen Versuche, die störenden Dinger mit der Kettensäge abzusäbeln, scheitern – hartnäckig wachsen sie wieder nach. Und beginnen bald, ein Eigenleben zu entwickeln, das im krassen Gegensatz zu seinem Wesen steht.
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Kommentare (4) — Film: Idiots and Angels
Kommentar schreibenFulsome. 2010/07/31 12:54:48
Kommentar löschenSehr zu empfehlen - lief erst vor ein paar Tagen auf Arte oder 3Sat.
Denke, ich werde ihn mir, wenn ich nochmals auf ihn stoßen sollte, erneut ansehen & staunen :)
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Acry 2010/07/29 16:28:06
Kommentar löschenEin sehr experimenteller und ungewöhnlicher Zeichentrickfilm, der entsprechend der Laune des Protagonisten eher in grau gehalten ist.
"Idiots and Angels" besinnt sich in den Zeiten der großen Technik und Effekte eher auf Bilder, Stimmungen und Handlungen, denn der ganze Film kommt ohne ein einziges Wort aus. Dies ist zwar gerade am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, da man doch gewohnt ist, alle wichtigen Infos zur Story durch eine Stimme zu erfahren, aber schon bald merkt man, dass man die Handlung auch ganz ohne Worte versteht.
Ich finde den Film durchaus sehenswert und besonders für solche empfehlenswert, die sich für unkonventionelle, andersartige Filme interessieren und die entsprechend Geduld und Neugier mitbringen.
Allerdings muss man schon feststellen, dass aufgrund der Wortlosigkeit aller Figuren, die Geschichte nicht wirklich umfangreich oder spannend sein kann und sich ihr Inhalt somit eher in Grenzen hält.
Andererseits ist der Film gerade durch diese Tatsache relativ anspruchsvoll, da man stets genau aufpassen muss, wer wie handelt, wie die Stimmung ist und was genau einem die minimalistischen Bilder zeigen, um die Geschichte zu erfassen.
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JimiHendrix 2010/07/28 02:55:49
Kommentar löschenEin in Surrealismus und Düsternis getauchter Animationsfilm, der sich dem ewig interessanten Thema von Gut und Böse auf eine interessante Art und Weise nähert.
Ich versäumte es mir diesen Film beim Fantasy Filmfest 2009 anzusehen und so packte ich heute die Chance am Schopfe und führte mir dieses ungewöhnlich anmutende Werk, aus der Regiehand von Bill Plympton bei 3Sat zu Gemüte.
Es hatten sich über das Jahr hinweg schon die ein oder anderen Erwartungen an diesen Film bei mir eingeschlichen, die dieses Werk aber weitgehend erfüllen konnte.
Mir gefiehl auf Anhieb die Widerwärtigkeit und die Bosheit des Hauptcharakters. Er pöbelte und echauffierte sich über allerhand und auch die Frauenwelt bekam einen Hieb Machogehabe vor den Latz geknallt.
Der Animationsstil gefiehl mir ebenfalls außerordentlich gut, da er grobstrichig und farblos gehalten, genial das Innenleben des antimenschlich dahin lebenden Protagonisten wiederspiegelt. Das filmisch vordergründiges Manko der Dialogfreiheit entpuppte sich als halbgenialer Schachzug des Regisseurs, den so kamen die gezeigten Bilder mit Unterstützung von passendem Sound erheblich intensiver rüber. So konzentrierte man sich voll und ganz auf die Bilder, die allein stehend schon genug Aussagekraft besaßen.
Ich fühlte mich teilweise an Filme von David Lynch erinntert, die auch mit visuellen Ungewöhnlickeiten, sowie einem ausgeprägten Hang zur Dachdenklichkeit und Interpretationsspielräumen provozierten.
Auch die Filmmusik steuerte einen erheblichen Teil zur künstlerischen Atmosphäre bei, indem man oft zart klassische Stücke zu bedeutenden Szenen einfügte.
Letzten Endes ist dies jedoch ein absoluter Nieschenfilm, der wahrscheinlich nur kommerzabgekoppelten Cineasten empfohlen werden sollte, für alle anderen gilt es diesen ruhigen und redefreien Streifen bis zum Ende zu ertragen.
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mikkean 2010/06/03 15:19:01
Kommentar löschenHut ab Herr Plympton!!! Der Meister des skurrilen Alternative-Zeichentricks hat mit Idiots and Angels ein weiteres Juwel geschaffen. Wesentlich düsterer im Ton, gnadenlos reduzierter im Dialoggehalt als sonst, braucht es schon etwas Eingewöhnungszeit. Wer sich dem Figuren und dem Setting aber anfreunden kann, wird hier wahrlich belohnt.
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JimiHendrix 2010/07/21 00:23:21
Antwort löschenwie bist du an den film gekommen, wenn ich mal ganz frech fragen darf?
lyogen 2010/07/29 22:51:57
Antwort löschenLohnt sich immer wieder die dritten Programme auf Filmkostbarkeiten zu checken!
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Fulsome. 2010/07/31 12:55:07
Antwort löschenRichtig! :) War 3sat oder Arte
mikkean 2010/07/31 22:50:37
Antwort löschen@JimiHendrix: Habe ihn letztes Jahr beim Fantasy Filmfest gesehen, da liefen auch schon Plymptons "Hair High" und "Mutant Aliens"