Wolken über Conakry
Il va pleuvoir sur Conakry (2007), GN/FR Laufzeit 97 Minuten, Drama
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von Cheick Fantamady Camara, mit Alexandre Ogou und Balla Moussa Keita
Bangali alias BB arbeitet als Karikaturist für eine progressive Zeitung in der Hauptstadt Conakry. Mit einer satirischen Zeichnung beschuldigt der junge Journalist BB die Regierung, das Volk manipuliert zu haben, um Wählerstimmen zu erkaufen. Was ist passiert? Nach Wochen der Trockenheit ist die Stimmung in der Stadt auf dem Tiefpunkt und das Wasser wird langsam knapp. Über die Imame ruft die Regierung das Volk zum Regentanz und Wettergebet auf; prompt fällt Regen, nicht zu knapp, und es ist natürlich ein Verdienst Gottes – und der vorausschauenden Regierung, die “vergessen” hat, zu erwähnen, dass sie die Wettergebete ausgerechnet für den Tag “in Auftrag” gegeben hat, für den der Wetterbericht Regen vorhergesagt hatte. Mit seinen Enthüllungen verdirbt es sich BB nicht nur mit dem Establishment, sondern vor allem auch mit seinem Vater, der selbst ein einflussreicher Imam ist. BBs älterer Bruder soll einmal in seine Fußstapfen treten. Doch dem kommt der Traum des Vaters in die Quere: Die Ahnen weisen Vater Karamo an, ausgerechnet den westlich orientierten BB zu seinem Nachfolger zu ernennen und nach Saudi-Arabien auf die Koranschule zu schicken. BB jedoch hat ganz andere Pläne. Er ist mit der Web-Designerin Kesso zusammen und möchte sie heiraten. Als sie unverheiratet schwanger wird, ist der Skandal perfekt.
Cast & Crew
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Cheick Fantamady Camara
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Alexandre Ogou
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Balla Moussa Keita
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Fifi-Dalla Kouyate
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Kadé Seck
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Aicha Konate
Regie
Schauspieler
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Cheick Fantamady Camara
- Genre
- Familiendrama, Coming of Age-Film
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Guinea
- Handlung
- Karikaturist, Moderne Gesellschaft, Schwangerschaft, Tradition, Vater-Sohn-Beziehung
- Mitmachen
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Kommentare
Kommentar schreiben8martin 2010/06/17 19:13:32
Kommentar löschenEine Alltagsgeschichte aus Guinea, die uns Europäern über weite Strecken vertraut vorkommt, weil es sich um allgemein menschliche Probleme handelt, wie Liebe, ungewollte Schwangerschaft, berufliche Schwierigkeiten eines Karikaturisten etc. aber wir sind in Afrika in einem vom Islam bestimmten Land und da werden manche Dinge völlig anders gehandhabt. Aber dass die neue Zeit auch hier nicht aufzuhalten ist, sieht man am Trick, erfolgreich um Regen zu beten oder am Verlust des absoluten Autoritätsanspruchs des Vaters als Familienoberhaupt und das auch noch, obwohl er ein Imam ist. Es gelingt ihm zwar noch, das neugeborene ’Kind der Sünde’ zu töten, aber an den Reaktionen des sozialen Umfeldes merkt man doch, dass es Unrecht ist. Insofern ist der Film für die Einheimischen richtungsweisend mit einem aufklärend-anklagenden Ansatz. Uns Europäern gewährt er einen Einblick in eine exotische Welt, die im Umbruch ist.
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annaberlin 2008/10/20 17:58:30
Kommentar löschenDer guinesische Eröffnungsfilm des Berliner Filmfestivals African Screens wartete mit einer heiteren Mischung aus brisanten, modernen Themen aus der afrikanischen Gesellschaft auf, die unterhaltsam verpackt wurden. Lacher sind garantiert in Wolken über Conakry, jedoch auch ernste Momente. Cheick Fantamady Camaras Film eignet sich hervorragend zum Einstieg ins neue afrikanische Kino, was für viele wohl einen Erstkontakt bedeutet.
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