Im Reich der Sinne

Ai no corrida (1976), JP/FR
Laufzeit 110 Minuten, FSK 18, Erotikfilm, Drama, Kinostart 27.01.1978

6.2 Kritiker
11 Bewertungen
Skala 0 bis 10
6.3 Community
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von Nagisa Ôshima, mit Tatsuya Fuji und Eiko Matsuda

Nagasi Oshimas bekanntestes Werk, das auf einem realen Ereignis aus dem Jahr 1936 basiert, löste bei der Aufführung auf der Berlinale 1977 einen Skandal auf: der Film wurde als “harte Pornographie” beschlagnahmt. Im Jahr darauf wurde er allerdings ungekürzt für die Kinos freigegeben und darüber hinaus von der Filmbewertungsstelle mit dem Prädikat “besonders wertvoll” ausgezeichnet. Bis heute gilt der Film als eines der radikalsten Werke der Filmgeschichte, das Sexualität und Obsession bis ins Detail auslotet. Sada arbeitet als Dienerin und Prostituierte in Tokus Geisha-Haus, um so die Schulden ihres Ehemanns zu bezahlen. Es ist das Jahr 1936, die japanische Bevölkerung bereitet sich auf den Ausbruch des zweiten Weltkriegs vor und die alten Bräuche und Traditionen beginnen langsam zu zerfallen – auch die Dienste der Geishas sind nicht mehr so gefragt. Eines Tages begegnet Sada dem Ehemann von Toku, der Besitzerin des Geisha-Hauses und verliebt sich in ihn. Kichizô, Tokus Mann, fühlt sich ebenfalls von Sada angezogen. Die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre, die zunehmend obsessiver wird. Sada droht damit, Kichizô zu töten, sollte er noch einmal mit seiner Frau schlafen; Kichizô ist eifersüchtig auf die zahlende Kundschaft der Geliebten. Er beschließt, sie zu heiraten, denn nur so können sie sich wirklich gegenseitig besitzen. Von nun an wird die Außenwelt immer unwichtiger, bedingungslos geben sie sich einander hin und lassen die Grenzen von Konventionen und Tabus dabei hinter sich – Sexualität ist die einzige Form der Kommunikation, die zwischen den beiden möglich ist. Nur Schmerz kann ihre Lust und Ekstase noch steigern, die endgültige Vereinigung ist schließlich nur noch im Tod möglich. Mit seinem Einverständnis erwürgt Sada Kichizô während des Liebesakts und schneidet ihm sein Geschlechtsteil ab.

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Kritiken (1) — Film: Im Reich der Sinne

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.0Ausgezeichnet

Ehemaliger Skandalfilm, dessen Radikalität auch heute noch beeindruckt.

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Kommentare (21) — Film: Im Reich der Sinne

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dustyOn3

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Bewertung0.0Hassfilm

Man, die Geishas hatten früher ja wirklich alle Hände voll zu tun. Auch wenn der Film auf einer wahren Begebenheit beruht und als DER japanische Filmskandal gilt, werde ich aus dem Wikipedia-Artikel bezüglich Abe Sada deutlich schlauer, als aus diesem Schund. Ganz nebenbei bemerkt fand ich die Szene mit den kleinen Kindern auch schon deutlich über der Grenze.

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Malick

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Bewertung4.5Uninteressant

Bevor ich den Film komplett gesehen habe, bin ich nur kurz beim Zappen (ich glaube es war arte) darauf gestoßen und habe mich gewundert warum plötzlich Asia-Hardcore-Szenen im TV erlaubt sind. "Das ist Kunst"... ahhh, ok, dachte ich mir, man kennt das Heuchlertum auf der Welt ja zu genüge.

Skandalös find ich das ganze nicht. Skandalös finde ich eher, dass man heutzutage noch über Skandal sprechen kann, wenn man über diesen Film redet.
(Ich verweise nebenbei auf den skandalträchtigen Film "Deep Throat" und die Doku dazu - "Inside Deep Throat".)

Völlig überbewertete Pseudo-Kunst, die niemals so populär geworden wäre, wenn der ein oder andere Ständer entfernt worden wäre.

Allerdings mag ich Leute, die sich mit Heuchlern, Konservativen und Fundamentalisten anlegen - und daher gibt es ein paar Gnadenpunkte.

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La Bardot

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ein in Cineastenkreisen gefeiertes Erotik-Drama, das in vielen Ländern verboten wurde. Am besten macht man sich selbst davon ein Bild.

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Sakura

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Bewertung7.0Sehenswert

Zugegeben, es ist ein ziemlich kranker Film, aber auf seine Art und Weise. Dennoch finde ich durch die Geschichte seiner Entstehung, ist dieser Film auf alle Fälle ästhetischer und besitzt mehr Tiefe als ein 0815-Porno. Er ist schokierend und bizarr, trotzdem ein Film den man wenigstens einmal gesehen haben muss, insbesondere weil es auf eine wahre Begebenheit beruht und man sieht, wie die sexuelle Bessenheit Menschen zu solchen Taten treibt. Es ist und bleibt eben ein Skandalfilm.

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Cinematic

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film hatt bis heute nichts von seiner Faszination und Provokation verloren und das obwohl der Film schon über 30 Jahre alt ist..
In meinen Augen ein großes Stück Filmkunst aus Japan!! Auch heute noch!!!

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Filmkenner77

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Bewertung5.5Geht so

Erotisches, provokantes Drama, das aber letztlich inhaltsleer bleibt.

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Scipio

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Absolut sehenswert !

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Glamypunk

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ganz harte Kost, aber mutig und konsequent.

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janissl

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Bewertung5.0Geht so

Wenn sexuelle Obsession das Thema ist, muss ein Film vielleicht mit expliziten Bildern arbeiten dürfen, auch wenn er kein Porno sein will. Und so schafft es "Im reich der Sinne" tatsächlich auf visueller Ebene immer wieder zu beeindrucken, aber das wars dann auch schon.
Der Skandal verkommt auch hier, wie so oft in der Geschichte des Films, zum reinen Selbstzweck und am Ende hätte ich lieber etwas mehr über die Motivation der Protagonisten erfahren, anstatt ihnen ununterbrochen beim Sex zuzusehen.
Aber die Nummer mit dem Ei werde ich wohl so schnell nicht vergessen, wer denkt sich denn sowas aus!?!?

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Schlegel

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Ich fand den Film ganz in Ordnung. Das mit dem Ei auch.


Scipio

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Eine der besten Szenen!


Jade

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein Grund mehr den kleinen Taschenvibrator mal wieder aus der Nachttischschublade zu kramen...

7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 4 Antworten

Jade

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bzzzzzzzz uzzzzzz bzzzzzz brizzzzzellll* - Klappt ! : )


CapitanKnaecke

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provokanter Kommentar :D


ellen_ripley

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

ein ästhetisch anspruchsvoll inszenierter porno, bei dem ich es den figuren abnehme, dass sie es gerne miteinander tun.

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dae-su

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein Film, der durch seine explizite Darstellung noch heute schockiert und beeindruckt. Trotzdem wird "Reich der Sinne" - wie so oft in solchen Fällen - meiner Meinung nach zu sehr auf die sexuelle Darstellung reduziert und so skandalisiert.
Denn was nicht übersehen werden darf, ist die Ästhetik, ist die Inszenierung. Schnörkellos, distanziert, fast kalt setzt Nagisa Ôshima die Geschichte in Szene. Er beobachtet - kommentiert nicht, wertet nicht. Ohne wegzusehen stellt er den Verlauf dieser obsessiven (Liebes?)Beziehung dar, die unaufhaltsam auf die Katastrophe zusteuert. Hart und trocken fühlt sich der Film an. Der minimalistische "Soundtrack" verstärkt diese Haltung.

Nichts für jedermann, nichts für jeden Tag, aber auch nichts zum wegsehen. Sehenswert.

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Tyler__Durden

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit Skandal filmen ist es ja immer so der Fall das der Skandal den Eigentlichen Film oftmals überschattet und ein Schlechtes Licht auf in wirft (so passiert bei z.B. Texas Chainsaw Massaccre oder Pasolinis 120 Tage von Sodom). Ai no corrida ist dort auch keine Ausnahme, als Porno wird er oftmals abgetan. Ein Porno ist es aber nicht, hier geht es nicht darum dem Feuerwehrmann Auslauf zu gewähren, der Film zeigt auf eine Nicht voyeristische Art den Akt in Expliziten Bildern. Eine wahre Geschichte, fast schon ein Dokument über zwei Menschen dessen Liebe sich nur durch ihr Sexuelles Verlangen definierte.

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8martin

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Bewertung7.5Sehenswert

Was in den 70er Jahren als Porno galt, der verboten wurde, schockiert uns vielleicht heute immer noch wegen der gewagten Kameraeinstellungen im Genitalbereich. Doch jetzt fokussieren wir unsere Aufmerksamkeit mehr auf das intellektuelle Konstrukt von Nagisa Oshima. Er beschreibt die Entwicklung einer sexuellen Obsession. Die Schreie der Lust werden immer mehr von den Schreien der Schmerzen überdeckt. Gewalttätigkeit kommt hinzu. Logischerweise kann dann die letzte und höchste Lust erst bei gleichzeitig eintretendem Tod empfunden werden. Die Frage, die man sich dabei allerdings stellen kann, ist die: Überwiegt nicht der natürliche Überlebenswille des Menschen gegenüber dem Wunsch nach ultimativem Lustgewinn. Oshima gibt eine fürchterlich blutrünstige Antwort, obwohl er sie kurz davor noch durch einen Verfremdungseffekt abmildert. Egal, was man von dem gewagten Kunstwerk hält, unbestritten sind seine optischen Qualitäten.

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guggenheim

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Bewertung6.0Ganz gut

Vielleicht ein Kompromiss: Kunstporno

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Fulsome.

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Bewertung4.0Uninteressant

Will mehr als er bekommt.

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Shield

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Einer der wenigen wirklichen Erotikfilme. Keine verharmloste darstellung mit Weichzeichnungen und hirniger Musik und auch kein Porno(Bloße Darstellung von Geschlechtsteilen und erniedrigung der Frau).
Un auch der Bereich Drama wird voll ausgespielt. Man muss halt nur den ganzen Film sehen und nicht nur zu den Sexszenen vorspulen!

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rkuehne

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Bewertung4.5Uninteressant

Die Frage Kunstwerk oder Porno konnte ich recht klar beantworten.... ich hab den künstlerichen Ansatz nicht wirklich finden können und so eigentlich nur einen Porno gesehen, aber dass es ein Skandalfilm war, kann man sich heut immer noch vorstellen, eigentlich sind einige Szenen im deutschen Fernsehen, und da lief er auch, auch heute noch ein Skandal.

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alanger

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Bewertung9.0Herausragend

愛のコリーダ愛の
"Im Reich der Spinne"
http://de.wikipedia.org/wiki/Spinne

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gemini1973

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Bewertung6.5Ganz gut

Ein Kunstwerk oder ein Porno? Das bleibt dem Zuschauer selbst überlassen. In jedem Fall ist der Film ein Skandalfilm.

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