Der Film lebt weniger von seinem unspektakulären Kriminalfall als von dem grandiosen Zusammen- bzw. Gegenspiel zwischen Tibbs und Gillespie. Dabei geht es auch immer mehr weniger darum, eine geordnete Ermittlung darzustellen, als vielmehr die weißen Polizisten, die Rassisten vorzuführen. Denn die schleppen einen Verdächtigen nach dem anderen an, nur, damit Tibbs diese wenig später mit kühler Kombinationsgabe entlasten kann. Somit ist “In der Hitze der Nacht” weniger ein Krimi, als ein Porträt des Rassismus in den Vereinigten Staaten, ein Monument gegen Rassenhass, denn überlegen sind nicht die weißen Polterer, sondern die überlegten Gutmütigen – unabhängig von ihrer Rasse oder Herkunft. Reicht das für einen abendfüllenden Spielfilm? Ja.
“Now listen, hear me good mama. Please. Don't make me have to send you to jail... There's white time in jail and there's colored time in jail. The worst kind of time you can do is colored time.”
Mit fünf Oscars und drei Golden Globes ausgezeichnet, war ‚In der Hitze der Nacht’ 1968 einer der beliebtesten Filme auf Preisverleihungen. Verdient hat der Film diese große Aufmerksamkeit meiner Meinung nach nicht. Das hat folgende Gründe. Die an sich interessante Geschichte wird spätestens nach den ersten 30 Minuten zäh wie Kaugummi. Die Idee, Krimi mit Rassismusstudie zu kombinieren und dafür eine Südstaaten-Kleinstadt als Schauplatz zu wählen, scheint anfangs gar nicht schlecht. Die Schwierigkeiten einer solchen Kombination sind allerdings schnell klar. Die soziale Kritik bleibt zu oberflächlich, ist daher nur bedingt effektiv und schockierend, und der Krimi fällt schnell auf das Niveau einer ‚Tatort‘-Folge ab.
Dennoch hat ‚In der Hitze der Nacht‘ einige positive Aspekte zu bieten. Dazu zählt das großartige Zusammen- bzw. Gegenspiel der beiden Hauptakteure, ein paar wenige sehr spannende Szenen, der gelungene Soundtrack und die hervorragende Kameraarbeit.
Als „sehenswert“ ist der Film also ohne Bedenken zu empfehlen, jedoch kann ich, aufgrund der großartigen Storyidee, nicht darüber hinwegsehen, dass der Film eine riesige Enttäuschung ist. Es hätte sehr viel mehr aus der Geschichte gemacht werden können. Mehr Tempo, mehr Tiefgang, und vor allem mehr Ungewissheit hätten dem Film sehr gut getan.
Ich finde, der Film kommt bei dir zu schlecht weg. Dass die soziale Kritik oberflächlich sei, kann ich gar nicht nachvollziehen. Das Thema Rassismus wird sehr differenziert behandelt anhand zweier sehr ambivalenter Charaktere (eben nicht "schwarz-weiß"), die noch dazu hervorragend gespielt sind. Dass es eben nicht um die Lösung eines Kriminalfalls geht, sondern um die Atmosphäre einer Gesellschaft (Südstaaten) im Umbruch, ist die Stärke dieses besonderen Films.
@all: Ihr tut ja alle so, als ob ich mich null mit dem zeitgenössischen Geschehen auseinandergesetzt hätte. Habe ich: Geschichte ist einer meiner Lieblingssubjects, dazu gehört natürlich auch die amerikanische Geschichte, inklusive solcher Themen. Habe schon sehr viel dazu gelesen, auch einiges gesehen, und selbst zur damaligen Zeit betrachtet, mag der Film vielleicht etwas besonderes gewesen sein, das ändert für mich nicht, dass er keine neuen Facetten aufzuzeigen vermag, geschweige denn mich zu schockieren, er bleibt meiner Meinung nach einfach zu oberflächlich. Wenn ihr das anders seht, ok. ;)
Außerde meinte ich mit mehr Tempo nicht, dass er mehr Effekte bzw. Action vertragen würde, ganz im Gegenteil, das brauche ich gar nicht, sondern einfach mehr Tempo im Sinne von weniger Langatmigkeit. Denn hat mich ab und zu schon eine Überwindung gekostet, nicht nebenbei was anderes zu machen. ;)
Rod Steiger überzeugt in seiner Rolle als rassistischer Provinzbulle, ebenso wie Sidney Poitier als Mordermittlungsspezialist Virgil Tibbs, welcher nicht minder verbohrt und dickköpfig daherkommt.
Man rauft sich aber schließlich trotz aller Widrigkeiten zusammen, überwindet die eigene Engstirnigkeit und fertig ist eine nette Botschaft, die für die damalige Zeit sicherlich etwas Besonderes dargestellt haben dürfte.
Ohne Frage auch heute noch zeitgemäß.
Dennoch hat die Story ihre unübersehbaren Schwächen - für all diejenigen, die in der Lage sind den Handlungsstrang - nämlich die Aufklärung des Mordfalls - auszublenden, mag dieser Film womöglich zurecht ein Meisterwerk sein.
Aber für mich ist "Duplo" nun einmal nicht die längste Praline der Welt...
SCHANDE ÜBER MICH!!!!
Nach der nunmehr erfolgten zweiten Sichtung, muss ich meine Bewertung korrigieren und meinem Kommentar hinzufügen: Man sollte einen solchen Film nicht sehen, wenn die Müdigkeit im Anmarsch ist, denn dieser starke Beitrag gegen den Rassismus lebt von den genialen Dialogwechseln zwischen Steiger und Poitier.
Ich freue mich schon auf den nächsten Anlauf, da hier noch Luft nach oben vorhanden ist!
Das war das also. Kriminalfilm gemischt mit Rassismusstudie, sehenswert, wenn auch mit ein ein paar Längen. In jedem Fall hat mich Sydney Poitier als farbiger Detektiv Virgil Tibbs sehr überzeugt, er hatte nicht nur den Durchblick, bekam allerdings auch gehörig viel Rassismus ab – und das nicht nur von der normalen Stadtbevölkerung. War natürlich der zentrale Punkt, er hat trotz vieler Rückschläge nicht aufgegeben, guter Mann. Der Fall war jetzt nichts Außergewöhnliches, die Auflösung recht laff, aber so von der Optik und Besetzung her ein interessanter Film, den man ruhig gesehen haben kann.
Nicht der Mordfall spielt hier die tragende Rolle, sondern viel mehr der Rassismus. „In der Hitze der Nacht“ ist der etwas andere Krimifilm, der mit Sicherheit ein großartiges Produkt des „New Hollywood“ der 60er ist. Gekonnt wird die Thematik Rassenhass mit den bekannten Kriminal-Filmelementen zusammengeschweißt, ohne dass einer der beiden Teile wirklich darunter leiden muss. Sidney Poitier erbringt hier eine hervorragende Leistung, die diesen Klassiker nochmals aufwertet. Und was den Titel des Streifens angeht, so merkt man über die 110 Minuten Lauflänge förmlich die Hitze, die sich in dieser Kleinstadt breit macht.
Der Film hat sich seine 5 Oscars auf jeden Fall verdient.
Der Film ordnet den Mordfall fast schon etwas unter um rassistische Themen anzusprechen. Der Mord dient eher als Aufhänger für die Begegnung von Tibbs (Sidney Poitier) und Gillespie (Rod Steiger). So, wird dann der Fokus dann auch etwas mehr auf die Auseinandersetzungen mit Gillespie selbst oder anderen teils rassistischen Bürgern gelegt. Hier merkt man dem Film allerdings sein Alter an. Denn so "platt" würde man heute nicht mehr an dieses Thema rangehen. Ansonsten unterhält der Film ganz gut und kommt auch immer wieder auf den Mordfall zurück ohne ihn im Sand verlaufen zu lassen.
Ganz ordentlich und damals wahrscheinlich ein Klasse Film. Wirkt heute allerdings aufgrund der etwas platten Herangehensweise des Themas etwas altbacken.
Absoluter Klassiker, der mit Sidney Poitier und Rod Steiger erstklassig besetzt wurde. Für die damalige Zeit war das Thema Rassismus in einen Film durchaus gewagt. Beindruckend ist, wie selbstbewusst Poitier den Cop, der von der Bevölkerung, aber auch von den eigenen Kollegen misstrauisch beäugt wird, gibt.
Norman Jewison inszeniert hier mit einer Virtuosität, die dem heutigen Durchschnittskinogänger sicher als übertriebene Stille erscheinen wird, ein detektivisches Sozialdrama, das sich um Rassismus, aber auch die klischeehaft südstaatentypische Skepsis gegenüber Fremden allgemein (und Yankees im besonderen) dreht. Der Löwenanteil der Handlung zeichnet die Entwicklung des Gegeneinanders von Ermittler Tibbs und Sheriff Gillespie hin zu einer von Respekt getragenen Partnerschaft nach. Diese läuft nicht ohne Rückschläge ab und gerade das macht einen Großteil des Reizes aus, den dieser Film auch 40 Jahre nach seiner Premiere besitzt. Ebensoviel Faszination besitzt der pure Kulturschock, mit dem großstädtische Ermittlungsmethoden auf die Dorfbullen wirken. Was diesen Film aber zu einer wirklichen Perle macht ist nichts von alledem, es ist nicht mal, die Tatsache, dass ein Afroamerikaner zur damaligen Zeit die Hauptrolle in einem Film über Rassismus spielt...Nein, der Kern dieses Klassikers ist das Spiel von Poitier und Steiger (hierfür zurecht mit dem Oscar belohnt!), die eines der beeindruckendsten Duos wider Willen darstellen seit "Flucht in Ketten". Jewison läßt keinen seiner beiden Protagonisten makellos und unhinterfragt stehen, sondern als wirkliche Menschen mit Vorurteilen, Ängsten und Schwächen und das macht den ganzen Film zu einem wahren Erlebnis und einem echten Klassiker.
Eine nie gesehen dichte, rassistische Hillbilly-Südstaaten-Atmosphäre ist die eigentliche Hauptperson in diesem hervorragenden Thriller. „To Kill a Mockingbird“ trifft auf „Blood Simple“. Irgendwie ein bisschen Lynchesk. Auf jeden Fall atmosphärisch. Spannend. Und großartig gespielt und inszeniert. Hal Ashby hat übrigens den Schnitt verantwortet.
Der Beginn fühlt sich an wie bei Hitchcock. Man wird mitgenommen auf eine atmosphärisch äusserst dichte Streifenpolizisten-Patrouille und landet am Ende dieser Fahrt bei einer Leiche. "Wer für diese Tat verantwortlich ist?" ist jetzt natürlich die Frage.
Recht zügig hat man einen Verdächtigen gefunden, der als Schwarzer natürlich gleich doppelt ins Bild passt. Seine Vernehmung stellt sich jedoch ebenso schnell als Fehler heraus. Mit dieser Szene bringt uns "In der Hitze der Nacht" schließlich dem zweiten Thema nahe, das uns über diesen Film begleiten wird: Der Rassismus.
Rassenhass ist ein wichtiges Thema, das sowohl in der Vergangenheit als auch der Gegenwart, im Kino aufgearbeitet wurde bzw. wird. Die Kunst hierbei liegt darin nicht zu sehr mit der Moralkeule zu schwingen, weil zu viel gewollter Schock und übermässige Betroffenheit ziemlich schnell auch mal in Lächerlichkeit endet (L.A. Crash).
Vielleicht ist es das was diesen Streifen hier so besonders macht. Der Rassismus ist Teil dieses Films, löst die Mördersuche irgendwann fast als Hauptthematik ab, wirkt aber niemals aufdringlich oder gar gewollt, und teilweise schwingt da auch eine ganze Menge Humor mit. Ebenfalls interessant das man Sidney Poitier's Charakter nicht gänzlich in die Opfer-Rolle zwängt, und man damit nicht nur die Vorurteile der Weissen behandelt.
Einzig die Auflösung der Mordes bleibt vielleicht ein bisschen hinter den Erwartungen zurück. Jedoch wird man von diesem Film mit seinem durchweg grossartigen Cast, sehr passender musikalischer Untermalung und dem nicht zuletzt glänzenden Drehbuch bis dorthin hervorragend unterhalten.
In Tansania werden heute Albinos geschlachtet von den - oops, sagt man zu den demoskopisch überlegen dunkleren Tansanianern, die das Andersartige metzeln, jetzt Grabower und Schwarze?! Rassismus im Kino ist oft und zurecht ein hartes Drama; hier, in der "Hitze der Nacht", ist es nie aufringlich heiß oder schwül. Wie der Frühling, wie ein Tauwetter, ist dieser gerissene Film im Gewand eines Südstaatenkrimis. Denn Mr. Tibbs kommt ins Kaff.
Lee Grant glänzt als Witwe, die eine rassistische und längst im verdienten Elend versumpfte Kleinstadt sich selbst überlassen wird, wenn nicht der Afroamerikaner Mr.Tibbs die Ermittlungen im Mord an ihrem Mann übernehmen wird. Lee Grants Rolle ist dann auch unter all den Weißen die einzige Ausnahme in diesem Tümpel aus Rassisten. Dass die Industriellen-Witwe, von deren Bleiben oder Gehen Gedeih und Verderb des Südstaatennestes abhängt, die Fäden ziehen darf, bietet Sidney Poitier und Rod Steiger ein Duell, bei dem es letztlich egal bleibt, wer der Mörder ist. Und dass neben Poitier, Steiger, Grant und dem begnadeten Warren Oates der Cast bis in die letzte Reihe exzellent ist, hebt das Vergnügen enorm.
Die Verhöhnung der Rassisten ist unentwegt eine enorm amüsante Katharsis, denn Norman Jewisons Meilenstein des Kinos ist durchweg eine erquickliche Ohrfeige in die feisten Gesichter der ehemaligen Sklavenhalter. Da darf unentwegt maliziös laut gelacht und noch mehr gekichert werden.
Dass der Mörder am Ende quasi aus dem Hut gezaubert wird und dazu akrobatisch verrenkt von einem menschlichen Fragezeichen gespielt wird, spielt ja kaum eine Rolle, denn ein Fragezeichen als McGuffin, das fiel selbt Hitch nicht ein. Es sei denn, der Interpret der Rolle hat tatsächlich eine seltene Biegung der Wirbelsäule. Müssen wir jetzt unsere Aussitz-Kanzlerin unentwegt halbbucklig attributieren, weil Barack Obama korrekterweise nicht schwarz sondern halbschwarz ist?
Und was, wenn eine Stadt wie Dessau, in der fette weiße Weiber sagen dürfen "dass der Neger abends auf die Straße geht und dann totgeschlagen wird, da isser doch selbst schuld", eine Industriellen-Witwe wie Lee Grant hätte?! Es gibt da noch weitaus mehr Orte hierzulande, die dem Südstaatenkaff Sparta erschreckend gleichen.
Bis in die allerkleinsten Rollen sehr gut besetzt. Das übliche over-acting von Herrn Steiger ist hier gut eingesetzt und wird in den Szenen wo die beiden sich einen ansaufen auch sehr schön gebrochen. Warren Oates schlicht brilliant. Norman Jewison hat seine Truppe gut im Griff. Und dieser Soundtrack !
Der Film arbeitet schön mit den typischen amerikanischen Klischees (z.B. der kaumgummikauende Polizist) und stellt so sehr anschaulich die Lächerlichkeit der Diskriminierung von Schwarzen dar, da Virgil trotz seiner Hautfarbe der einzig kompetente Ermittler zu sein scheint.
Seiner Zeit sicher ein mutiger Film, der selbst heutzutage noch überzeugen kann. Leider fällt der Schluss etwas unspektakulär aus, ansonsten aber sehenswert.
Ein farbiger Polizist hilft widerwillig einem weissen Cop in den Südstaaten, bei Ermittlungen in einem Mord. Beide Hauptfiguren haben Vorurteile gegeneinander, aber irgendwie gelingt es ihnen sich zusammen zu raufen.
Rod Steiger spielt den rassistisch angehauchten Polizisten einfach herausragend. Während Sidney Poitier meiner Meinung nach nur recht solide agiert. Seine Rolle hätte noch Luft nach oben gehabt, denn er hat mehr auf dem Kasten.
Die Handlung ist eigentlich Nebensache, vielmehr lebt der Film von dem Duell zwischen Steiger und Poitier. Aber auch die Atmosphäre des Südens wird gut rübergebracht, auch die geniale Musik von Quincy Jones trägt ihren Teil dazu bei.
Herausgekommen ist ein fesselnder Krimi, der sich einem einprägt.
DER Film zum Thema Rassismus, mit weltklasse Besetzung!
Habe lange nicht mehr so einen atmosphärisch knisternden Streifen gesehen.
Das sich angiftende Duo Poitier/Steiger, spielt einfach nur genial und intensiv.
Grade die eingefahren Vorurteile vor einander sind Klasse in Szene gesetzt und wirklich klug eingearbeitet.
Sidney Poitier liefert hier die eindeutig beste Leitung seines Lebens ab. abgesehen von der Rolle in "Flucht in Ketten" spielte er nie genialer!
Auch Rod Steiger passt perfekt in die Rolle des rassistisch angehauchten Dorfoberbullen.
Grade die Konfrontationsdialoge zwischen Poitier und Steiger sind grandios und sprühen vor Intensität.
Generell darf man auch nicht vergessen, das der Film seiner zeit etwas voraus war und es in Amerika immernoch festgefahrene Vorurteile gegen Fabige gegeben hatte.
Die Kaaraführung ist mir bei diesem Film besonders ins Auge gestochen, viele neoistische Einstellungen peppten hier die Geschehnisse nochmals auf.
Auch der Soundtrack kann sich wirklich sehen lassen.
Ich dachte im letzten drittel des Films schon, ich hätte den Clou entdeckt und es wäre vorhersehbar, aber die Story ist komplexer, als man auf den zweiten Blick sehen kann.
Ich hatte recht hohe Erwartungen an diesen alten Klassiker und wurde trotzdem noch von der Wucht des Films überrollt.
"Du plusterst dich hier ja ganz schön auf Virgil!....Virgil, dass ist doch kein Name für einen Niggerburschen aus Philadelphia, wie nennen die dich denn da oben, hä?!-DIE NENNEN MICH MR.TIPPS!!!"
Ein wirklich guter Film mit einem intelligenten und spannenden Drehbuch. Sidney Poitier und Rod Steiger spielen den restlichen Cast an die Wand. Doch man sieht dem Film sein Alter an. Kamera und Timing sind ziemlich altbacken... so entstehen leider doch ein paar Längen. Für Leute die vom modernen Kino verwöhnt sind, kann der Film schonmal langweilig werden. Wer nichts gegen das Kino der 60er und 70er hat, sollte sich den Film aber in jedem Fall ansehen.
Atmosphärische und hochspannende Mörderjagd mit Rassismus-Thema gewürzt. Exzellent besetzt, insbesondere natürlich die beiden Protagonisten; Sidney Poitier als Virgil Tibbs, ein Polizist der Mordkomission, selbstsicher, sehr gut in seinem Job, aber genau so mit Vorurteilen vollgeladen wie der Polizeichef Gillespie, gespielt von einem sehr gut aufgelegten Rod Steiger. Macht Spaß den beiden zuzuschauen und erstaunlich, dass hier nicht nur die Vorurteile des rassistischen, weißen Mannes thematisiert werden, sondern auch die des stolzen, schwarzen Mannes. Nebenbei hat das Drehbuch auch noch die ein oder andere Finte anzubieten und der Score ist u.a. mit ein paar Ray Charles Songs wunderbar und sehr stimmig.
In der Hitze der Nacht - Kritik
US 1967 Laufzeit 109 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Kriminalfilm, Kinostart 22.03.1968
Kritiken (1) — Film: In der Hitze der Nacht
Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de
Kommentar löschenDer Film lebt weniger von seinem unspektakulären Kriminalfall als von dem grandiosen Zusammen- bzw. Gegenspiel zwischen Tibbs und Gillespie. Dabei geht es auch immer mehr weniger darum, eine geordnete Ermittlung darzustellen, als vielmehr die weißen Polizisten, die Rassisten vorzuführen. Denn die schleppen einen Verdächtigen nach dem anderen an, nur, damit Tibbs diese wenig später mit kühler Kombinationsgabe entlasten kann. Somit ist “In der Hitze der Nacht” weniger ein Krimi, als ein Porträt des Rassismus in den Vereinigten Staaten, ein Monument gegen Rassenhass, denn überlegen sind nicht die weißen Polterer, sondern die überlegten Gutmütigen – unabhängig von ihrer Rasse oder Herkunft. Reicht das für einen abendfüllenden Spielfilm? Ja.
Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Kommentare (20) — Film: In der Hitze der Nacht
Kommentar schreibenCanis Majoris 2011/12/14 23:55:29
Kommentar löschenAlleine das Titellied von Ray Charles ist schon ein Grund, sich den Film anzuschauen.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Oceanic6 2011/07/13 11:08:57
Kommentar löschen“Now listen, hear me good mama. Please. Don't make me have to send you to jail... There's white time in jail and there's colored time in jail. The worst kind of time you can do is colored time.”
Mit fünf Oscars und drei Golden Globes ausgezeichnet, war ‚In der Hitze der Nacht’ 1968 einer der beliebtesten Filme auf Preisverleihungen. Verdient hat der Film diese große Aufmerksamkeit meiner Meinung nach nicht. Das hat folgende Gründe. Die an sich interessante Geschichte wird spätestens nach den ersten 30 Minuten zäh wie Kaugummi. Die Idee, Krimi mit Rassismusstudie zu kombinieren und dafür eine Südstaaten-Kleinstadt als Schauplatz zu wählen, scheint anfangs gar nicht schlecht. Die Schwierigkeiten einer solchen Kombination sind allerdings schnell klar. Die soziale Kritik bleibt zu oberflächlich, ist daher nur bedingt effektiv und schockierend, und der Krimi fällt schnell auf das Niveau einer ‚Tatort‘-Folge ab.
Dennoch hat ‚In der Hitze der Nacht‘ einige positive Aspekte zu bieten. Dazu zählt das großartige Zusammen- bzw. Gegenspiel der beiden Hauptakteure, ein paar wenige sehr spannende Szenen, der gelungene Soundtrack und die hervorragende Kameraarbeit.
Als „sehenswert“ ist der Film also ohne Bedenken zu empfehlen, jedoch kann ich, aufgrund der großartigen Storyidee, nicht darüber hinwegsehen, dass der Film eine riesige Enttäuschung ist. Es hätte sehr viel mehr aus der Geschichte gemacht werden können. Mehr Tempo, mehr Tiefgang, und vor allem mehr Ungewissheit hätten dem Film sehr gut getan.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
Ripley1 2011/07/13 11:30:27
Antwort löschenIch finde, der Film kommt bei dir zu schlecht weg. Dass die soziale Kritik oberflächlich sei, kann ich gar nicht nachvollziehen. Das Thema Rassismus wird sehr differenziert behandelt anhand zweier sehr ambivalenter Charaktere (eben nicht "schwarz-weiß"), die noch dazu hervorragend gespielt sind. Dass es eben nicht um die Lösung eines Kriminalfalls geht, sondern um die Atmosphäre einer Gesellschaft (Südstaaten) im Umbruch, ist die Stärke dieses besonderen Films.
Alle 3 Antworten zeigen
Oceanic6 2011/07/13 15:27:40
Antwort löschen@all: Ihr tut ja alle so, als ob ich mich null mit dem zeitgenössischen Geschehen auseinandergesetzt hätte. Habe ich: Geschichte ist einer meiner Lieblingssubjects, dazu gehört natürlich auch die amerikanische Geschichte, inklusive solcher Themen. Habe schon sehr viel dazu gelesen, auch einiges gesehen, und selbst zur damaligen Zeit betrachtet, mag der Film vielleicht etwas besonderes gewesen sein, das ändert für mich nicht, dass er keine neuen Facetten aufzuzeigen vermag, geschweige denn mich zu schockieren, er bleibt meiner Meinung nach einfach zu oberflächlich. Wenn ihr das anders seht, ok. ;)
Außerde meinte ich mit mehr Tempo nicht, dass er mehr Effekte bzw. Action vertragen würde, ganz im Gegenteil, das brauche ich gar nicht, sondern einfach mehr Tempo im Sinne von weniger Langatmigkeit. Denn hat mich ab und zu schon eine Überwindung gekostet, nicht nebenbei was anderes zu machen. ;)
der cineast 2011/07/13 20:40:41
Antwort löschenDas reinschalten war auch immer schon zäh. Den Satz: und der Krimi fällt schnell auf das Niveau einer ‚Tatort‘-Folge ab..überlese ich mal.
cpt. chaos 2011/04/05 23:43:23
Kommentar löschenRod Steiger überzeugt in seiner Rolle als rassistischer Provinzbulle, ebenso wie Sidney Poitier als Mordermittlungsspezialist Virgil Tibbs, welcher nicht minder verbohrt und dickköpfig daherkommt.
Man rauft sich aber schließlich trotz aller Widrigkeiten zusammen, überwindet die eigene Engstirnigkeit und fertig ist eine nette Botschaft, die für die damalige Zeit sicherlich etwas Besonderes dargestellt haben dürfte.
Ohne Frage auch heute noch zeitgemäß.
Dennoch hat die Story ihre unübersehbaren Schwächen - für all diejenigen, die in der Lage sind den Handlungsstrang - nämlich die Aufklärung des Mordfalls - auszublenden, mag dieser Film womöglich zurecht ein Meisterwerk sein.
Aber für mich ist "Duplo" nun einmal nicht die längste Praline der Welt...
SCHANDE ÜBER MICH!!!!
Nach der nunmehr erfolgten zweiten Sichtung, muss ich meine Bewertung korrigieren und meinem Kommentar hinzufügen: Man sollte einen solchen Film nicht sehen, wenn die Müdigkeit im Anmarsch ist, denn dieser starke Beitrag gegen den Rassismus lebt von den genialen Dialogwechseln zwischen Steiger und Poitier.
Ich freue mich schon auf den nächsten Anlauf, da hier noch Luft nach oben vorhanden ist!
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Weltensegler 2011/04/04 22:21:59
Kommentar löschenDas war das also. Kriminalfilm gemischt mit Rassismusstudie, sehenswert, wenn auch mit ein ein paar Längen. In jedem Fall hat mich Sydney Poitier als farbiger Detektiv Virgil Tibbs sehr überzeugt, er hatte nicht nur den Durchblick, bekam allerdings auch gehörig viel Rassismus ab – und das nicht nur von der normalen Stadtbevölkerung. War natürlich der zentrale Punkt, er hat trotz vieler Rückschläge nicht aufgegeben, guter Mann. Der Fall war jetzt nichts Außergewöhnliches, die Auflösung recht laff, aber so von der Optik und Besetzung her ein interessanter Film, den man ruhig gesehen haben kann.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Spielberg_Fan 2011/03/28 19:01:02
Kommentar löschenNicht der Mordfall spielt hier die tragende Rolle, sondern viel mehr der Rassismus. „In der Hitze der Nacht“ ist der etwas andere Krimifilm, der mit Sicherheit ein großartiges Produkt des „New Hollywood“ der 60er ist. Gekonnt wird die Thematik Rassenhass mit den bekannten Kriminal-Filmelementen zusammengeschweißt, ohne dass einer der beiden Teile wirklich darunter leiden muss. Sidney Poitier erbringt hier eine hervorragende Leistung, die diesen Klassiker nochmals aufwertet. Und was den Titel des Streifens angeht, so merkt man über die 110 Minuten Lauflänge förmlich die Hitze, die sich in dieser Kleinstadt breit macht.
Der Film hat sich seine 5 Oscars auf jeden Fall verdient.
1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Tyler.Fincher 2011/01/23 18:16:20
Kommentar löschenDer Film ordnet den Mordfall fast schon etwas unter um rassistische Themen anzusprechen. Der Mord dient eher als Aufhänger für die Begegnung von Tibbs (Sidney Poitier) und Gillespie (Rod Steiger). So, wird dann der Fokus dann auch etwas mehr auf die Auseinandersetzungen mit Gillespie selbst oder anderen teils rassistischen Bürgern gelegt. Hier merkt man dem Film allerdings sein Alter an. Denn so "platt" würde man heute nicht mehr an dieses Thema rangehen. Ansonsten unterhält der Film ganz gut und kommt auch immer wieder auf den Mordfall zurück ohne ihn im Sand verlaufen zu lassen.
Ganz ordentlich und damals wahrscheinlich ein Klasse Film. Wirkt heute allerdings aufgrund der etwas platten Herangehensweise des Themas etwas altbacken.
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Oskar Gleit 2010/11/06 11:51:43
Kommentar löschenDer Beginn einer hervorragenden Krimiserie, die leider nur dann und wann im Nachtprogramm der ARD wiederholt wird.
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Filmkenner77 2010/09/28 19:10:27
Kommentar löschenAbsoluter Klassiker, der mit Sidney Poitier und Rod Steiger erstklassig besetzt wurde. Für die damalige Zeit war das Thema Rassismus in einen Film durchaus gewagt. Beindruckend ist, wie selbstbewusst Poitier den Cop, der von der Bevölkerung, aber auch von den eigenen Kollegen misstrauisch beäugt wird, gibt.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
doctorgonzo 2010/02/16 22:38:46
Kommentar löschenNorman Jewison inszeniert hier mit einer Virtuosität, die dem heutigen Durchschnittskinogänger sicher als übertriebene Stille erscheinen wird, ein detektivisches Sozialdrama, das sich um Rassismus, aber auch die klischeehaft südstaatentypische Skepsis gegenüber Fremden allgemein (und Yankees im besonderen) dreht. Der Löwenanteil der Handlung zeichnet die Entwicklung des Gegeneinanders von Ermittler Tibbs und Sheriff Gillespie hin zu einer von Respekt getragenen Partnerschaft nach. Diese läuft nicht ohne Rückschläge ab und gerade das macht einen Großteil des Reizes aus, den dieser Film auch 40 Jahre nach seiner Premiere besitzt. Ebensoviel Faszination besitzt der pure Kulturschock, mit dem großstädtische Ermittlungsmethoden auf die Dorfbullen wirken. Was diesen Film aber zu einer wirklichen Perle macht ist nichts von alledem, es ist nicht mal, die Tatsache, dass ein Afroamerikaner zur damaligen Zeit die Hauptrolle in einem Film über Rassismus spielt...Nein, der Kern dieses Klassikers ist das Spiel von Poitier und Steiger (hierfür zurecht mit dem Oscar belohnt!), die eines der beeindruckendsten Duos wider Willen darstellen seit "Flucht in Ketten". Jewison läßt keinen seiner beiden Protagonisten makellos und unhinterfragt stehen, sondern als wirkliche Menschen mit Vorurteilen, Ängsten und Schwächen und das macht den ganzen Film zu einem wahren Erlebnis und einem echten Klassiker.
5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten
willy50 2011/02/19 07:40:37
Antwort löschenPlus Warren Oates in seiner besten Rolle !
Tobias 2010/02/10 21:43:14
Kommentar löschenEine nie gesehen dichte, rassistische Hillbilly-Südstaaten-Atmosphäre ist die eigentliche Hauptperson in diesem hervorragenden Thriller. „To Kill a Mockingbird“ trifft auf „Blood Simple“. Irgendwie ein bisschen Lynchesk. Auf jeden Fall atmosphärisch. Spannend. Und großartig gespielt und inszeniert. Hal Ashby hat übrigens den Schnitt verantwortet.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
cannibal83 2010/01/23 12:50:52
Kommentar löschenDer Beginn fühlt sich an wie bei Hitchcock. Man wird mitgenommen auf eine atmosphärisch äusserst dichte Streifenpolizisten-Patrouille und landet am Ende dieser Fahrt bei einer Leiche. "Wer für diese Tat verantwortlich ist?" ist jetzt natürlich die Frage.
Recht zügig hat man einen Verdächtigen gefunden, der als Schwarzer natürlich gleich doppelt ins Bild passt. Seine Vernehmung stellt sich jedoch ebenso schnell als Fehler heraus. Mit dieser Szene bringt uns "In der Hitze der Nacht" schließlich dem zweiten Thema nahe, das uns über diesen Film begleiten wird: Der Rassismus.
Rassenhass ist ein wichtiges Thema, das sowohl in der Vergangenheit als auch der Gegenwart, im Kino aufgearbeitet wurde bzw. wird. Die Kunst hierbei liegt darin nicht zu sehr mit der Moralkeule zu schwingen, weil zu viel gewollter Schock und übermässige Betroffenheit ziemlich schnell auch mal in Lächerlichkeit endet (L.A. Crash).
Vielleicht ist es das was diesen Streifen hier so besonders macht. Der Rassismus ist Teil dieses Films, löst die Mördersuche irgendwann fast als Hauptthematik ab, wirkt aber niemals aufdringlich oder gar gewollt, und teilweise schwingt da auch eine ganze Menge Humor mit. Ebenfalls interessant das man Sidney Poitier's Charakter nicht gänzlich in die Opfer-Rolle zwängt, und man damit nicht nur die Vorurteile der Weissen behandelt.
Einzig die Auflösung der Mordes bleibt vielleicht ein bisschen hinter den Erwartungen zurück. Jedoch wird man von diesem Film mit seinem durchweg grossartigen Cast, sehr passender musikalischer Untermalung und dem nicht zuletzt glänzenden Drehbuch bis dorthin hervorragend unterhalten.
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Darbon 2010/01/23 01:45:44
Kommentar löschenIn Tansania werden heute Albinos geschlachtet von den - oops, sagt man zu den demoskopisch überlegen dunkleren Tansanianern, die das Andersartige metzeln, jetzt Grabower und Schwarze?! Rassismus im Kino ist oft und zurecht ein hartes Drama; hier, in der "Hitze der Nacht", ist es nie aufringlich heiß oder schwül. Wie der Frühling, wie ein Tauwetter, ist dieser gerissene Film im Gewand eines Südstaatenkrimis. Denn Mr. Tibbs kommt ins Kaff.
Lee Grant glänzt als Witwe, die eine rassistische und längst im verdienten Elend versumpfte Kleinstadt sich selbst überlassen wird, wenn nicht der Afroamerikaner Mr.Tibbs die Ermittlungen im Mord an ihrem Mann übernehmen wird. Lee Grants Rolle ist dann auch unter all den Weißen die einzige Ausnahme in diesem Tümpel aus Rassisten. Dass die Industriellen-Witwe, von deren Bleiben oder Gehen Gedeih und Verderb des Südstaatennestes abhängt, die Fäden ziehen darf, bietet Sidney Poitier und Rod Steiger ein Duell, bei dem es letztlich egal bleibt, wer der Mörder ist. Und dass neben Poitier, Steiger, Grant und dem begnadeten Warren Oates der Cast bis in die letzte Reihe exzellent ist, hebt das Vergnügen enorm.
Die Verhöhnung der Rassisten ist unentwegt eine enorm amüsante Katharsis, denn Norman Jewisons Meilenstein des Kinos ist durchweg eine erquickliche Ohrfeige in die feisten Gesichter der ehemaligen Sklavenhalter. Da darf unentwegt maliziös laut gelacht und noch mehr gekichert werden.
Dass der Mörder am Ende quasi aus dem Hut gezaubert wird und dazu akrobatisch verrenkt von einem menschlichen Fragezeichen gespielt wird, spielt ja kaum eine Rolle, denn ein Fragezeichen als McGuffin, das fiel selbt Hitch nicht ein. Es sei denn, der Interpret der Rolle hat tatsächlich eine seltene Biegung der Wirbelsäule. Müssen wir jetzt unsere Aussitz-Kanzlerin unentwegt halbbucklig attributieren, weil Barack Obama korrekterweise nicht schwarz sondern halbschwarz ist?
Und was, wenn eine Stadt wie Dessau, in der fette weiße Weiber sagen dürfen "dass der Neger abends auf die Straße geht und dann totgeschlagen wird, da isser doch selbst schuld", eine Industriellen-Witwe wie Lee Grant hätte?! Es gibt da noch weitaus mehr Orte hierzulande, die dem Südstaatenkaff Sparta erschreckend gleichen.
7 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
patcharisma 2010/01/23 02:13:13
Antwort löschenGroovy! Der Darbon vergibt eine 10! Also, wenn das keine Werbung für den Film ist, weiss ich auch nicht mehr weiter! *smile* & thank you dearly!!
Rezerwat 2009/12/26 22:23:19
Kommentar löschenBis Heute ein MEISTERWERK !!!
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willy50 2009/10/30 06:47:27
Kommentar löschenBis in die allerkleinsten Rollen sehr gut besetzt. Das übliche over-acting von Herrn Steiger ist hier gut eingesetzt und wird in den Szenen wo die beiden sich einen ansaufen auch sehr schön gebrochen. Warren Oates schlicht brilliant. Norman Jewison hat seine Truppe gut im Griff. Und dieser Soundtrack !
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Acry 2009/07/07 01:02:30
Kommentar löschenDer Film arbeitet schön mit den typischen amerikanischen Klischees (z.B. der kaumgummikauende Polizist) und stellt so sehr anschaulich die Lächerlichkeit der Diskriminierung von Schwarzen dar, da Virgil trotz seiner Hautfarbe der einzig kompetente Ermittler zu sein scheint.
Seiner Zeit sicher ein mutiger Film, der selbst heutzutage noch überzeugen kann. Leider fällt der Schluss etwas unspektakulär aus, ansonsten aber sehenswert.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
Blonder 2009/05/08 19:39:23
Kommentar löschenEin farbiger Polizist hilft widerwillig einem weissen Cop in den Südstaaten, bei Ermittlungen in einem Mord. Beide Hauptfiguren haben Vorurteile gegeneinander, aber irgendwie gelingt es ihnen sich zusammen zu raufen.
Rod Steiger spielt den rassistisch angehauchten Polizisten einfach herausragend. Während Sidney Poitier meiner Meinung nach nur recht solide agiert. Seine Rolle hätte noch Luft nach oben gehabt, denn er hat mehr auf dem Kasten.
Die Handlung ist eigentlich Nebensache, vielmehr lebt der Film von dem Duell zwischen Steiger und Poitier. Aber auch die Atmosphäre des Südens wird gut rübergebracht, auch die geniale Musik von Quincy Jones trägt ihren Teil dazu bei.
Herausgekommen ist ein fesselnder Krimi, der sich einem einprägt.
Kommentar gefällt mir Antworten
JimiHendrix 2009/04/24 00:28:21
Kommentar löschenDER Film zum Thema Rassismus, mit weltklasse Besetzung!
Habe lange nicht mehr so einen atmosphärisch knisternden Streifen gesehen.
Das sich angiftende Duo Poitier/Steiger, spielt einfach nur genial und intensiv.
Grade die eingefahren Vorurteile vor einander sind Klasse in Szene gesetzt und wirklich klug eingearbeitet.
Sidney Poitier liefert hier die eindeutig beste Leitung seines Lebens ab. abgesehen von der Rolle in "Flucht in Ketten" spielte er nie genialer!
Auch Rod Steiger passt perfekt in die Rolle des rassistisch angehauchten Dorfoberbullen.
Grade die Konfrontationsdialoge zwischen Poitier und Steiger sind grandios und sprühen vor Intensität.
Generell darf man auch nicht vergessen, das der Film seiner zeit etwas voraus war und es in Amerika immernoch festgefahrene Vorurteile gegen Fabige gegeben hatte.
Die Kaaraführung ist mir bei diesem Film besonders ins Auge gestochen, viele neoistische Einstellungen peppten hier die Geschehnisse nochmals auf.
Auch der Soundtrack kann sich wirklich sehen lassen.
Ich dachte im letzten drittel des Films schon, ich hätte den Clou entdeckt und es wäre vorhersehbar, aber die Story ist komplexer, als man auf den zweiten Blick sehen kann.
Ich hatte recht hohe Erwartungen an diesen alten Klassiker und wurde trotzdem noch von der Wucht des Films überrollt.
"Du plusterst dich hier ja ganz schön auf Virgil!....Virgil, dass ist doch kein Name für einen Niggerburschen aus Philadelphia, wie nennen die dich denn da oben, hä?!-DIE NENNEN MICH MR.TIPPS!!!"
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Lorion42 2009/03/26 13:42:05
Kommentar löschenEin wirklich guter Film mit einem intelligenten und spannenden Drehbuch. Sidney Poitier und Rod Steiger spielen den restlichen Cast an die Wand. Doch man sieht dem Film sein Alter an. Kamera und Timing sind ziemlich altbacken... so entstehen leider doch ein paar Längen. Für Leute die vom modernen Kino verwöhnt sind, kann der Film schonmal langweilig werden. Wer nichts gegen das Kino der 60er und 70er hat, sollte sich den Film aber in jedem Fall ansehen.
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Trevedas 2009/03/25 20:41:01
Kommentar löschenAtmosphärische und hochspannende Mörderjagd mit Rassismus-Thema gewürzt. Exzellent besetzt, insbesondere natürlich die beiden Protagonisten; Sidney Poitier als Virgil Tibbs, ein Polizist der Mordkomission, selbstsicher, sehr gut in seinem Job, aber genau so mit Vorurteilen vollgeladen wie der Polizeichef Gillespie, gespielt von einem sehr gut aufgelegten Rod Steiger. Macht Spaß den beiden zuzuschauen und erstaunlich, dass hier nicht nur die Vorurteile des rassistischen, weißen Mannes thematisiert werden, sondern auch die des stolzen, schwarzen Mannes. Nebenbei hat das Drehbuch auch noch die ein oder andere Finte anzubieten und der Score ist u.a. mit ein paar Ray Charles Songs wunderbar und sehr stimmig.
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Zuri 2008/01/19 23:28:20
Kommentar löschenSidney Poitier in seiner Paraderolle!
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