In einer besseren Welt

Hævnen (2010), DK/SE Laufzeit 117 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 17.03.2011

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6.8
Kritiker
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7.5
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36 Kommentare
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von Susanne Bier, mit Mikael Persbrandt und Trine Dyrholm

Anton (Mikael Persbrandt) arbeitet als Arzt mehrere Monate im Jahr in einem afrikanischen Flüchtlingscamp. Zu Hause in Dänemark ist seine Ehe mit Marianne (Trine Dyrholm) so gut wie gescheitert, die beiden wollen sich scheiden lassen. Elias, der zehnjährige Sohn der beiden, ist ein echter Außenseiter, der regelmäßig von seinen Mitschülern gemobbt wird. Als der gerade zugezogene Christian Elias verteidigt, entsteht zwischen den beiden eine innige Freundschaft. Christian, der große Probleme hat, den Tod seiner Mutter zu verarbeiten, plant zusammen mit seinem neuen Freund einen folgenschweren Racheakt.

Nach ihrem mäßig erfolgreichen Hollywooddebüt Things We Lost in the Fire, inszeniert Regisseurin Susanne Bier (Open Hearts, Brothers – Zwischen Brüdern) mit In einer besseren Welt wieder einen Film in ihrem Heimatland Dänemark. Erneut versammelt sie mit Ulrich Thomsen, Mikael Persbrandt und Trine Dyrholm die erste Darstellerriege Dänemarks. Das Drehbuch für In einer bessern Welt verfasste Bier zusammen mit Anders Thomas Jensen (Flickering Lights, Adams Äpfel). Es ist die insgesamt vierte Zusammenarbeit zwischen den Ausnahmeregisseuren.

In einer besseren Welt wurde mit dem Oscar für den den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. In die deutschen Kinos kommt In einer besseren Welt am 17. März 2011.

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Kritiken (15) — Film: In einer besseren Welt

Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...

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4.5Uninteressant

Erneut verwendet Regisseurin Susanne Bier die Kluft der zwei Welten (Afrika und Europa), um ihre belehrende, beinahe an Michael Haneke gemahnende Geschichte rund um Gewalt, Macht und Sehnsüchte zu erzählen. Wie man auf Unterdrückung reagieren soll und kann, das zeigt sie uns mit überzeugenden Jung- und Altdarstellern, welche den Film über weite Teile glücklicherweise tragen können. Letztlich jedoch kann weder das wiederkehrende Büßer-Motiv mit dazugehöriger Unicef-Ästhetik, noch die nett vorgetragenen Parabeln über das größtenteils zwar ambitionierte aber gleichsam uninspirierte Konzept des Films hinwegtäuschen. Anschließend werden noch einige Häppchen zur Killerspiel-Debatte serviert sowie gefühlte zehn Parallel-Enden abgefrühstückt und fertig ist der dröge Film-Brei über klassische Scheidungsfamilien und kranke Afrikaner. Susanne, Gewalt erzeugt Gegengewalt, hat man Dir das nicht erklärt?

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CINEMAN.ch

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8.0Ausgezeichnet

Die Dänin Susanne Bier scheint einen Narren an aussereuropäischen Kontrasten gefressen zu haben. Wie schon in "Brüder" siedelt sie auch in "In a Better World" einen wichtigen Teil der Geschichte weit weg von ihrer Heimat an und schlachtet diesen Gegensatz sowohl visuell als auch handlungsmäßig konsequent aus. In den Hauptrollen präsentiert sie einen schwedischen Star, eine hinreißende Dänin und den dänischen Langweiler, der bereits den "afghanischen" Bruder mit seinem variantenarmen Spiel gab. Das Drama wurde 2011 mit dem "Auslandsoscar" ausgezeichnet.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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6.5Ganz gut

[...] Regisseurin Susanne Bier („Nach der Hochzeit“) erörtert mit einem ungewohnt braven Drehbuch von Anders Thomas Jensen („Adams Äpfel“) die möglichen Reaktionen auf Gewalt im Alltag sowie deren Ursachen und greift dabei tief in die Klischee-Kiste. Vom in der Schule gehänselten Scheidungskind und einem Messer (man denke an „So finster die Nacht“) über den Halbwaisen bis hin zum bösen Anstifter namens Internet und der klassischen Suizidversuchsszene ist alles dabei und führt zu einem glatten Ende. Dass diese Ansammlung abgedroschen erscheinender Konstrukte trotzdem einen Fluss bildet, ist dem gekonnten Handwerk und dem stark aufspielenden Ensemble zu verdanken. Am erfreulichsten ist das Wiedersehen mit einigen Stars diverser dänischer Produktionen, die den Weg in deutsche Kinos schafften. Die beiden debütierenden Jungdarsteller machen das Beste aus ihren stereotypischen Rollen. [...]

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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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9.5Herausragend

[...]Vielleicht waren es in letzter Zeit ein paar (allzu belanglose) Hollywoodfilme zu viel bei mir, aber Susanne Biers „In einer besseren Welt“ fühlt sich schwerer, gehaltvoller, konstruktiver und emotional komplexer und fordernder an, als das gesamte Filmjahr 2011, zumindest wenn man das harmlose Wohlfühlfilmchen „The King’s Speech“ oder eben das Blockbustereinheitsbreigebrülle als Maßstab hernimmt. Trotz seiner leisen erzählerischen Schwächen ist „In einer besseren Welt“ im Erlebnis überwältigend, in einzelnen Momenten vielleicht am Ende mehr, als im ganzen oder konkret in der relativ deutlichen Beantwortung seiner Fragen, dem Resultat seines Versuches, die Gewalt auf ihre Ursachen, ihr Wirken und das Durchbrechen ihres Kreislaufes zu untersuchen. Richtig ist zwar, das Bier diesem uralten, alt- und neutestamentarisch geprägtem Thema keine neuen Erkenntnisse abgewinnt und es nicht mal auf eine originelle Art bearbeitet: der einzeiligen Ursache folgt eine einzeilige Wirkung folgen einzeilige…

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Corsovilla: SchönerDenken

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8.0Ausgezeichnet

Es geht um einiges in diesem ebenso schönen wie philosophischen Film: Um Gewalt, Tod, Schuld und Trauer, Freundschaft, Verletzung und Moral. Man kann dem Film vorwerfen, dass er einiges konstruieren muss, um all das in einer Geschichte zu binden. Dennoch ist der Film um zwei Jungs, die eine Reihe falscher Entscheidungen treffen, spannend und dramatisch. Der eine Junge, Elias, leidet unter der Trennung seiner Eltern und muss ständig auf seinen Vater Anton verzichten, der als Arzt in Darfur für eine Hilfsorganisation arbeitet. Zudem wird Elias in der Schule ständig verprügelt. Ganz anders sein neuer Freund Christian – der ist schon herumgekommen in der Welt und weiß sich zu wehren – dabei hat er ein ganz anderes Problem: Seine Mutter ist an Krebs gestorben und jetzt will er am liebsten die ganze Welt dafür leiden lassen. Der Film lässt sich Zeit für die komplexen Gefühle seiner Figuren. Ein starker Film, der souverän seine ambitionierte Geschichte erzählt. Zurecht unter anderem mit dem Golden Globe und dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. (MEHR IM PODCAST)

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José Garcia: Textezumfilm

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9.0Herausragend

. „In einer besseren Welt“ behandelt dank fein geschliffener Figuren die Fragen nach Schuld und Rache, nach Gerechtigkeit und Vergebung nuancenreich und glaubwürdig.
Drehbuch und Regie gelingt es, mit Hilfe hervorragender Darsteller und der großartigen Kameraführung von Morten Søborg unterschiedliche Figuren, auf zwei Kontinenten spielende Handlungsstränge und existenzielle Themen zu einem organischen Ganzen zusammenzufügen.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Gut gespielt und kompetent gemacht, entkommt der Film dennoch nie ganz seinem intellektuellen Konstrukt, dass die Aussage immer vor die Handlung und Figuren stellt und deswegen einem streckenweise das Gefühl gibt die Regisseurin betrachte ihre Figuren mit demselben Interesse wie ein Wissenschaftler Laborratten.
Und so ganz zueinander finden beide Filmteile - die Flüchtlingscamp-Story und das Drama um die gefährliche Freundschaft der beiden Jungen - dann auch nicht, weil der Film die Parallelen stets zu deutlich aufdrängt, das eine immer auch als schulmeisterliche Reflektion des anderen zu sehen sein soll. Das schmälert nicht die schauspielerischen Leistungen, gerade Mikael Persbrandt beeindruckt durch seine ruhige Präsenz und auch Ulrich Thomsen als überforderter Vater eines kleinen unsympathischen Psychokindes (der von allen Figuren leider am Klischeehaftesten rüberkommt, in der Erklärung seines Verhaltens) weiß zu gefallen.
Ob der Oscar letztlich verdient war, ist schwer zu entscheiden, denn trotz der Stärken des Films bleibt ein wenig der Eindruck hier wurde mehr die Intention, als das Werk ausgezeichnet - was ja keine Seltenheit ist bei den Academy Awards.

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Volker Behrens: Hamburger Abendblatt Volker Behrens: Hamburger Abendblatt

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7.5Sehenswert

Das oscar-prämierte Drama von Susanne Bier mit Hauptdarsteller Mikael Persbrand In einer besseren Welt ist spannend und nachdenkenswert.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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10.0Herausragend

Wie löst man am besten Konflikte? Soll man zurückschlagen, wenn ein primitiver Hitzkopf einen bedroht, oder sich besonnen abwenden? Elias (Markus Rygaard) wehrt sich nie, wenn er in der Schule gemobbt wird. Seine Eltern wollen vermitteln, dass Gewalt Probleme nicht löst, aber helfen können sie ihm auch nicht. Seine Passivität treibt den introvertierten Jungen mehr und mehr in die Isolation, bis Christian (William Jøhnk Nielsen) in die Klasse kommt, der kürzlich seine Mutter verloren hat.
Der verteidigt den Außenseiter, prügelt den brutalen Cliquenanführer blutig, bis der gelobt, die beiden Freunde für immer in Ruhe zu lassen. Respekt erwirbt man nur, wenn man sich nichts gefallen lässt, ist Christian überzeugt. Und so erfolgreich er mit seiner Strategie ist, müssen da Elias nicht Zweifel kommen, ob sie die effizientere ist?

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Sonja Hamann

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war inzwischen drin, einfach ein supertoller film


Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio

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8.5Ausgezeichnet

Susanne Bier hat mit In einer besseren Welt den Nerv der Zeit getroffen. Mit klaren Bildern und - wie von ihren Filmen gewohnt - durchweg hervorragenden Darstellern hält sie den Zuschauer mit ganz realistischem Erzählen auf Hochspannung und bietet damit ein intensives, aufwühlendes Kinoerlebnis.

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Zoran Gojic : br-online Zoran Gojic : br-online

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8.5Ausgezeichnet

Es gibt in In einer besseren Welt so viele Bilder, die sich einbrennen, derart viele Szenen, die einem noch Tage nachgehen – kaum zu fassen, dass man sie alle in einem einzigen Film gesehen hat. [...]
Kurzum: ein packender Film, der einen völlig unaufdringlich zum Denken zwingt und nicht mehr so schnell loslässt.

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Claudia Nitsche: Radio Köln Claudia Nitsche: Radio Köln

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7.5Sehenswert

Trotz der [...] Zusammenarbeit mit dem prominenten dänischen Regisseur und Drehbuchschreiber Anders Thomas Jensen wirkt "In einer besseren Welt" im ersten und letzten Drittel wie ein Film mit Schwächen. Es sind Kleinigkeiten, die stören, und die man von der präzisen Regisseurin nicht gewohnt ist. [...] Doch es dauert nicht wirklich lange, bis man unwillkürlich sein Augenmerk auf die furchtbaren und unerwarteten Ereignisse richtet. Einmal mehr kann man sich den Fragen, die Susanne Bier aufwirft, nicht entziehen - und nimmt sie mit nach Hause.

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M. Semenowicz: Filmszene.de M. Semenowicz: Filmszene.de

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8.0Ausgezeichnet

Leider darf Ulrich Thomsen [...] hier nur wenig zeigen, leuchtet aber in seinen wenigen Szenen umso strahlender. Mehr im Gedächtnis bleibt [...] William Jøhnk Nielsen, dem man angesichts seiner Leistung hier eine große Zukunft im dänischen Film zutrauen darf. [...] In der Umsetzung fraglos gleichwertig mit Biers [...] bisherigen Filmen, erreicht "In einer besseren Welt" dennoch nicht ganz deren emotionale Resonanz und ist entsprechend zwar wirklich gut, aber eben nicht überragend.

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alviesinger: bummelkino

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5.5Geht so

„In einer besseren Welt“ ist ein zutiefst optimistischer Film von Susanne Bier. Dabei wirken die Geschehnisse anfangs sehr düster: Zwei Geschichten – im idyllischen Dänemark und in einem afrikanischen Wüstenlazarett – kreuzen sich im Verlauf des Films und greifen inhaltlich wenn auch aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt die gleichen Probleme und Fragen auf: Wer hat das Recht zu richten? Was ist gerecht und was Recht? Und welche persönlichen Entscheidungen sind mit unserem demokratisch geprägten friedlichen Wertesystem vereinbar? Bei Bier erwartet man stets kluges Kino und keinen blinden Konsum. Und auch bei „In einer besseren Welt“ will die Filmemacherin mit ihrer Parabel über Rache und Vergebung ganze Weltanschauungen crashen lassen, zuckt in letzter Instanz aber zurück. Das ist man von Bier nicht gewohnt. Das befriedigt auch nicht. Der simple Lösungsansatz wie dass ein traumatisches Erlebnis den Betroffenen von einem vorigen Trauma befreit, lenken von der großen Moralkiste ab, die Bier vorher genüsslich geöffnet hat und nun nicht mehr ordentlich zubekommt. Im letzten Drittel geht der Dänin die Luft aus, die Geschichte trudelt Richtung überzogenes Happy End. Schludrig gemacht.

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Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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3.0Schwach

[...] Es ist eine Geschichte von Missverständnissen, und deren fatalen Folgen, die die Regisseurin hier erzählen möchte, davon, dass kleine Gesten großes Unheil beschwören können, dass Rachegedanken und verletzte Empfindungen stets der Stein des Anstoßes für einen unaufhaltsamen Strudel des Misstrauens sind - ob nun auf dem Pausehof in Dänemark, oder im afrikanischen Hilfscamp am anderen Ende der Welt.

Natürlich erscheint diese Parallele zwischen der sich verdichtenden Gewaltspirale in der kleinen Vorstadt-Welt und der politischen Situation in Afrika griffig und ambitioniert, und doch ist ihre reine Existenz unnötig. Es ist kein Aufwerfen neuer, sondern ein Ausbuchstabieren bereits bekannter Aspekte und Fragestellungen, dass Bier hier betreibt; ihre Plotstränge korrelieren nur insofern miteinander, als dass sie gleiche Variablen in anderen Umgebungen ausdiskutieren.

Die Anzahl der gezeigten Moralitäten ist hoch, trotzdem oder gerade deswegen bleibt beim Publikum nach dem Abspann eigentlich nur die Frage erhalten, warum „Hævnen“ so sehr um Komplexität innerhalb seiner Erzählung bemüht ist, wenn die daraus resultierenden Schlüsse doch denkbar banal sind: Gewalt erzeugt Gegengewalt; nur Vergebung ebnet den Weg aus der Spirale des Hasses. [...]

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 17 Antworten

Janus Winter

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Ich habe keine Zeit für schlechte Filme.


Janus Winter

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Vorhersage 8. Das möchte ich nicht.



Kommentare (21) — Film: In einer besseren Welt


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based_god

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich habe etwas falsches erwartet.

Eigentlich habe ich nach dem Lesen des DVD-Umschlags mit einem Drama gerechnet, welches zeigt wie unfair die Welt ist und wie ungerecht es in Afrika zu und her geht. Der Film thematisiert diesen Aspekt aber nur am Rande. Vielmehr wird das Hauptaugenmerk auf zwei Kinder gelegt. Und der Film beginnt zu dokumentieren wie schrecklich und unberechenbar sich Kinder verhalten können. Von einsamen Kindern zu "Psychos". So schnell kanns gehen. Der Film wirkt aber zu keiner Minute plakativ und der ungewöhnliche "Werdegang" der Kinder wirkt nicht aufgesetzt und somit auch nicht unglaubwürdig. Zum Glück! Daran scheitern nämlich viele dieser Filme.

Und damit wären wir bei den Stärken dieses Werks: Die Schauspieler, ob erwachsen oder Kinder, spielen stark auf, was vor allem bei Filmen mit Kindern in Hauptrollen sehr wichtig ist. Die Spannung wird langsam aufgebaut und Identifizierungspotential ist durchaus vorhanden. Wer hat noch nie eine Dummheit gemacht um jemand anderem zu gefallen? Wer hatte noch nie Probleme mit seinen Eltern aufgrund derer Entscheidungen? Wer fühlte sich noch nie einsam?

Alles in allem ist "In einer besseren Welt" einer der grossen kleinen Filme, der durchaus als intelligentes Kino durchgehen darf und es nicht verpasst, den Zuschauer zu fesseln.

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BaltiCineManiac

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Ich weiß ja nicht, ob es in der Schweiz anders ist, aber wenn man von einem Machwerk spricht, meint mann das immer sehr negativ, denn laut Duden handelt es sich dabei um ein schlecht gemachtes, minderwertiges Werk oder Erzeugnis. Ich nehme mal an, dass du genau das nicht ausdrücken wolltest. ;)


based_god

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Dankeschön, habe es nun korrigiert. Keine Ahnung wie das hier rein gerutscht ist. Werde als nächstes über "Speed" schreiben. Nimm den Ausrutscher als Vorgeschmack ;)


loveissuicide

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wieder so ein dänisches Drama, welches qualitativ sehr weit oben anzusiedeln ist. Es ist schon erstaunlich, wie kostant gut die cinastische Ware aus dem (nicht so) hohen Norden stets ist. Hævnen kann sich zwar nicht mit den gaz großen Werken messen, ist aber dennoch eine ganz klare Empfehlung meinerseits. Es ist einerseits erfrischend, dass zur Abwechslung mal nicht alles im Unglück endet, das Ende kein Schlag ins Gesicht ist, wie so oft vorher, dadurch leidet aber ein wenig das Drama an sich. Ist aber egal, ein bisschen weniger Pathos ist ja durchaus nichts Schlechtes. Ganz zufrieden bin ich auch nicht damit, dass viele Handlungsstränge relativ vorhersehbar sind, deswegen wirken einige Stellen ein wenig klischeehaft. Aber sei's drum, Hævnen hat seine starken Momente, der Darsteller des jungen Christian spielt seine Rolle wirklich fabelhaft - kommt hier ein neuer dänischer Spitzenschauspieler? - und man bekommt viele bekannte Gesichter zu sehen.

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Punsha

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Bewertung7.0Sehenswert

Vorhang auf: Eine Gruppe afrikanischer Kinder rennt dem Arzt Anton hinterher, der sich wieder auf den Weg nach Dänemark macht. Er lächelt und winkt ihnen liebevoll, im Wissen, dass er sie nun wieder eine Zeit lang sich selbst überlassen muss. Sein Sohn und Scheidungskind Elias läuft ihm gedanklich auch nach, denn er braucht seinen Vater wesentlich öfter zu Hause und nicht nur jeden zweiten Abend am Laptop über Skype. Schulfreund Christian hingegen könnte jeden Tag väterliche Fürsorge genießen, wenn er seinen Vater denn auch ließe. Doch zu tief liegt noch der Schmerz über den Tod seiner Mutter, zu stark der Gedanke, dass sein Vater nicht genug für sie tat. Ein emotionales Netz spannt sich zwischen den Figuren, bei der jede Handlung von Bedeutung ist und tragische Ausmaße annehmen könnte. Willkommen bei Susanne Bier. Sie zeichnet jedes der im Film auftretenden Kinder als labile und stark beeinflussbare Wesen, die die Fürsorge und den Schutz der Eltern gegen eine sündhafte, hasserfüllte Welt benötigen und stellt diese immer wieder vor schwierige Entscheidungen, die trotz der thematischen Vertrautheit immer noch brisanter denn je sind und konsequent zum Nachdenken anregen. Bier zeigt wie schmal der Grat zwischen Richtig und Falsch ist, wie ungewiss es scheint, als Elternteil nun mit gutem Beispiel voranzugehen oder seine Kinder unbewusst in die falsche Bahn geleiten. Jede Tat kann wegweisend sein. Es ist schwierig eine Mutter, es ist schwierig ein Vater zu sein. Natürlich wirkt da auch die ein oder andere Szene im Drehbuch ein wenig konstruiert, aber die Tatsache, dass sich die Geschichte mithilfe der von Jung bis Alt erstklassig agierenden Darsteller zu einer zutiefst menschlichen und bodenständigen Tragödie entwickelt, lässt einen darüber absolut hinwegsehen. Susanne, liebe mich.

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Markbln

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ich liebe Susanne Bier. Ohne große Schaueffekte skizziert sie immer wieder äußerst dramatische, hochemotionale Lebensabschnitte und Augenblicke ihrer Protagonisten. Was sie aus den Schauspielern rausholt ist eine Wohltat fürs Kino.
Erneut behandelt sie hier zentrale Themen wie Schuld, Rache, Moral und Werte ziemlich intelligent, wenn auch manchmal ein wenig stereotyp. Manch einer hätte sich komplett verhoben bei der Gegenüberstellung von privaten und allgemeine Problemen. Bier nicht.
Auch der fast religiöse Tonfall verleitet die Regisseurin nicht dazu, mit dem Zeigefinger zu wedeln. Und selbst wenn sie das für den ein oder andern doch zu sehr tut, hat der Zuschauer trotz dieses Gestus' immer Luft, um sich seine eigene Meinung zu bilden.
Gut, dass uns Susanne Bier immer wieder skandinavische Stars schenkt. Ohne sie hätte ich vermutlich weder Paprika Steen noch Mads Mikkelsen noch Mikael Persbrandt so schätzen gelernt.

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I_have_seen

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Randbemerkung:
Es ist jetzt mehrere Wochen her, das ich den Film gesehen habe. Meine Erinnerung an den Film wurde heute noch mal "aufgerufen" ... und ich erinnere mich, dass der Film mich auch Tage danach noch angeregt hat über "Gewalt" nachzudenken.

Zum Film:
Susanne Bier skizziert in diesem Film sehr eindrucksvoll "die Strukturen absichtsvoller Gewalt" in einem sozial abgesicherten Kontext, in der zivilen Welt und einer sinneraubenden barbarischen Gewalt in einem nicht abgesicherten Kontext in einem Entwicklungsland. Susanne Bier zeigt uns "(junge) Männer" die eigentlich in der zivilen Welt die Möglichkeit hätten bzw. die Wahl haben ihre Konflikte friedlich und gewaltfrei zu lösen und sich (so gesehen) dagegen entscheiden "könnten". Diese Männer, entscheiden sich für die Gewalt bzw. für die Erwiderung von Gewalt. Und Sie hat es sich nicht leicht gemacht, Sie hat es gewagt und geschafft die "Gewalttäter" in ihrer generellen Menschlichkeit zu erhalten und Sie nicht, wie es allzu oft üblich ist sie der vollen Verachtungswürdigkeit des Publikums zum "fraß hingewerfen". Die Realität ist verzwickter. Die Motive für Gewalt liegen tiefer. Erziehung und Erfahrung. Auslöser bzw. das Motiv ist (hier) zum Beispiel Enttäuschung oder ein "Kennzeichen einer ebenbürtigen Selbstbehauptung, sich nicht klein machen zu lassen". Der Vater Anton lehnt Gewalt ab und will für seinen Sohn ein Vorbild sein, und beide haben dadurch enorme innere Konflikte zu bestehen, dass das "(Fremd-)Bild" ihnen nicht entgleitet und Sie den "Anschluss" zur Gesellschaft behalten. Man sieht das der alltägliche Druck für den Sohn in seiner Persönlichkeitsfindung bedrückend ist, die (hier insb.) Loyalitätsfragen für den Sohn aufwerfen. Der Film zeigt eindrucksvoll die Entwicklung und die kulturelle Beeinflussung zur Gewalt; von der Erfahrung zum Motiv und vom Entschluss (zur Prahlerei) bis zur letztlichen "Ausübung".

Mein Fazit:
Der Film hat viele Qualitäten! Aber vor allem ist er geistreich (erdacht) und spannend (nahe zu perfekt inszeniert)!

Den Film würde ich allen zum (vor-)merken weiterempfehlen!
Irgendwann werde ich mir den Film bestimmt noch mal ansehen.

[Warum dann "nur 8 Punkte" ...tja vermutlich weil der Film trotz aller Qualitäten in einem gewissen Punkt auf eine "minderjährigen" Perspektive zugeschnitten ist und von im Prinzip von einem Familiendrama erzählt. Kinder werden mit Gewalt konfrontiert, sind aber in der Regel noch nicht die "Ausführenden"... obgleich die beispielhafte Eskalation als Stilmittel durchaus noch durchgeht und auch stimmig ist. Nichtsdestotrotz leisten die Meister des Genres noch etwas mehr: Sie zeigen (häufig) einen mörderischen oder verstörenden Abschluss und die Gesellschaftskritische Analyse muss entwaffnend sein... ich sag mal: Stanley Kubrick, Clint Eastwood, Michael Haneke, Paul Thomas Anderson]

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dbeutner

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Bewertung7.5Sehenswert

Der Film wirft im Kern immer wieder die gleiche Frage auf (ich bediene mich mal bei "Sigmund": "Was tun, wenn sich einer, der stärker ist als du, komplett daneben benimmt?"), das allerdings in unterschiedlichen Konstellationen und aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Frage wird zwar nicht beantwortet, der Grundgedanke "Gewalt löst Gegengewalt aus" ist aber deutlich wahrnehmbar. Susanne Bier ging es (nach eigener Aussage) auch weniger um eine absolute Antwort als vielmehr darum, die Grenzlinie aufzuzeigen, ab der ein Mensch nicht mehr die andere Wange hin hält. Diese Grenzlinie verläuft naturgemäß sehr unterschiedlich, und diese Unterschiede wiederum haben viel mit der Gesamtsituation zu tun, in der sich ein Mensch befindet, und häufig nur sehr wenig mit der ganz konkreten Einzelsituation, aus der sich die Frage ergibt.

Das ganze klingt nach einer etwas verkrampft angegangenen "Gewaltstudie", aber dem ist nicht so. Denn: Susanne Bier kann inszenieren. Dabei schreckt sie selten davor zurück, dem Stoff noch etwas mehr Drama als es notwendig wäre aufzudrücken, und das ist sicherlich auch bei "Hævnen" ("Rache") noch potentiell am ehesten zu kritisieren. Brüche und Probleme gibt an jedem Ende, und so müssen sich die ZuschauerInnen mit einer ganzen Melange von Konflikten befassen, was nicht immer der Fokussierung auf den Kern dienlich ist; etwas weniger wäre evtl. etwas mehr gewesen.

Erzählerisch herrscht meist eine sehr bedrückende Stimmung, insbesondere die Dynamik, die sich unter den Kindern entwickelt und bei der die Erwachsenen außen vor bleiben, erinnerte mich an "Morgens um 7 ist die Welt noch in Ordnung". Die Rolle des Christian ist vom Text her nicht immer kindgerecht / authentisch, vielleicht zeigen sich hier auch Schwächen bei William Jøhnk Nielsen, das konnte ich schwer entscheiden.

Auch bei der Spielzeit von knapp zwei Stunden zeichnet sich Potential für Kürzungen ab, wobei es nie wirklich langweilig wird. Im Gegenteil wird die bedrückende Grundstimmung durch akzentuiert gesetzte Höhepunkte (Kim Bodnia zB, sehr effektiv) wirksam ausgefüllt. Zum Ende hin wird alles etwas sehr "gut", da, wo sich komplette Katastrophe abzeichnete, renkt sich alles mehr oder minder wieder ein - mir einen Schuss zu optimistisch.

Nicht ganz "oberste Bier-Liga", aber solides Drama mit Potential für anschließende Diskussionen. Darstellerisch im Übrigen alles im gewohnt grünen dänischen Bereich, mit den schon angesprochenen Zweifeln hinsichtlich der Figur des Christian.

Wer Susanne Bier sonst mag: Schauen!

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strangelet

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein sehr guter Film, dessen Fehler nur darin besteht, dass er für meinen Geschmack ein bisschen viel idealistische Sozpäd-Romantik versprüht. Das liegt aber natürlich völlig an mir und ist absolut kein objektivierbarer Vorwurf. Trotzdem frage ich mich wirklich, warum dieser spezielle Auslandsoscar nicht an "Biutiful" gegangen ist.

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nilswachter

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Das frage ich mich auch. Und vor allem, weshalb Bardem keinen Oscar gewann. Keiner war besser. Aber er hat halt schon einen kurz zuvor erhalten.


Thomas479

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Es fällt mir schwer, diesen Film zu bewerten. Eigentlich ist die Story von "In einer besseren Welt" sehr einfach und doch werden viele verschiedene Themen angesprochen. Gewalt und die daraus resultierenden Folgen stehen im Fokus und werden gekonnt verknüpft mit einer Geschichte um Familie und Freundschaft. Das hört sich nicht gerade neu an, die Umsetzung ist es aber sehr wohl.

Der Film ist hervorragend inszeniert, da stimmt einfach alles. Die schauspielerischen Leistungen sind hervorragend, vor allem der Darsteller des Christian spielt sensationell. Der Film kommt langsam und leise daher, entscheidende Szenen sind wie nebenbei eingestreut. Das ist für den Betrachter manchmal etwas ungewohnt, bleiben doch die sonst typischen Schockmomente fast gänzlich aus. Dabei wird der Zuschauer durchaus am Kragen gepackt und durchgeschüttelt, doch das passiert hier auf eine etwas andere Art und Weise. Trotz aller Einfachheit ist der Film sehr subtil.

Man muss den Film wahrscheinlich zwei- oder dreimal schauen, um alle Facetten zu sehen und verstehen. Er regt nach dem ersten Sehen auf jeden Fall zum Nachdenken an.

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Ghost Dog

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Bewertung9.0Herausragend

beeindruckend gespielt, sehr gute kameraarbeit, mitreissende geschichte

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pseudonym42

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Bewertung6.0Ganz gut

Fragwürdiger Film.
Er wurde mir von einem bekannten als anspruchsvoll, aber gut empfohlen. Hauptproblem daran: der Film ist nicht anspruchsvoll. Der Zuschauer weiß in jeder Situation was passiert und was (vermutlich) passieren wird. Die moralische Bewertung wird dem Zuschauer ebenfalls abgenommen. Dabei wirken die Situationen, die eine Moralität vermitteln sollen, allzu sehr auf diese hin konstruiert. Insgesammt erscheint der Film inhaltlich; leider wie auch schauspielerisch eher wie ein Fernsehfilm "für die ganze Familie".

Es sei aber gesagt, würden solche Filme öfters im deutschen Fernsehen laufen, wär ich dem Medium nicht ganz so abgeneigt.

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stalker

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Susanne Bier ist zurück und setzt fort, was sie begonnen, bevor sie Europa verließ, um in Hollywood ihr Glück zu suchen, was sie zum Glück nicht gefunden hatte. Dänische Schauspieler sind eben die besseren und die haben die eindringlichen Dramen Biers auch nötig, zeigen sie doch den Kern des Menschlichen, das Menschliche im Schmerz, den Menschen im Ausnahmezustand und die ihm nahen Menschen, die ihn Liebenden, die von ihm Abhängigen.
Was tun, wenn eine Liebe eine andere zerstört?
Was tun, wenn ein Fremder aus dem Krieg heimkehrt?
Was tun, wenn der stirbt, den man liebt?
Was tun, wenn ein Freund fällt, gefallen ist?
Was tun, wenn ein anderer den verletzt, den man liebt?
Susanne Bier gibt keine Antworten. Sie macht lediglich Filme. Filme, die zu den Besten der letzten 20 Jahre gehören.

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Sigrun

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Bewertung9.0Herausragend

Eine einfache Geschichte, eine einfache, deutliche Filmsprache! Sehr gutes Licht und beeindruckende Bilder. Seit "Efter brylluppet" (Nach der Hochzeit, 2006) sind Susanne Bier (Regie) und Anders Thomas Jensen (Drehbuch) mein Lieblingsduo, wenn es ums filmische Inszenieren geht. Auch in "Hævnen" (In einer besseren Welt, 2010) ziehen sie mal wieder alle Register und ich muss zugeben, dass ich während der Sichtung lange nicht vom Konzept des Films überzeugt war. Erst am Ende werden alle Fäden zusammengeführt und man bleibt angemessen fassungslos zurück.

Das dänische Wort 'Hævnen' steht für 'Rache' und ich finde den deutschsprachigen Verleihtitel ziemlich irreführend, deshalb hier noch mal kurz zusammengefasst: Der Film ist eine vielschichtige Etüde über die mannigfaltigen Verstrickungen von Rache, Schuld, Schicksalsschlägen und Gewalt. Subtil. Einfach. Klar. Ohne dabei jedoch einfache Antworten zu geben, ganz im Gegenteil.

[Spoiler] P.S. Vollends überzeugt hat mich übrigens das "The Wild Bunch"-Zitat am Ende. [Spoilerende]

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werner-holt

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Bewertung9.5Herausragend

Ich dachte zu erst das wäre ein Chick Flick (wegen der Afrikaszenen im Trailer) und hab mich von meiner Freundin reinschleppen lassen. Das war auch gut so! Einfach ein Super Film der ganz unaufgeregt und abseits der üblichen schrillen Behandlung des Themas Gewalt zeigt auf welche Arten sie entstehen kann und auf welche Arten die Leute damit umgehen.
Super Film. Ansehen!

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nilswachter

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sensibel bearbeitet Susanna Bier ein sehr heikles Thema: die Entstehung von Gewalt und wie man auf sie reagieren kann. Hält man die andere Wange hin oder schlägt man zurück? Ständig wird man dabei mit seinen eigenen Vorstellungen konfrontiert, weil man hochemotional auf das gezeigte reagiert. Die verschiedenen Figuren bieten grosses Potential zur Identifikation und man reflektiert sein eigenes Wertesystem anhand der Geschehnisse. Dies ist nicht nur äusserst spannend, sondern auch bedrückend. Susanne Bier visualisiert grosse Fragen, liefert aber selbst keine einfachen Antworten auf diese. Dies ist nicht feige oder macht den Film nicht überflüssig, wie anderer Orts behauptet wird. Es ist die richtige Art und Weise dieses Thema zu behandeln.
Dass die Handlung unterschiedlich lokalisiert ist, erweitert zugleich die Argumentation von Susanne Bier über Landesgrenzen hinaus. Weshalb genau Afrika gewählt wird, erschliesst sich dabei nicht wirklich, was dem Film jedoch nicht angelastet werden kann. Für die Konstruktion der Story in Dänemark und die damit zusammenhängenden, dargestellten familiären Probleme. sind die Szenen in Afrika relevant. Dass mit den Szenen eine politische Botschaft oder gar eine Kritik an afrikanischer Kultur intendiert gewesen sein soll, halte ich jedoch für unbegründet.
Besonders gefallen hat mir die Kamera-Arbeit, welche sich durch wunderschöne Einstellungen in Form von Landschaftsaufnahmen aber auch sensiblen Closeups auszeichnet. Die Bilder sprechen dabei immer eine eigene Sprache, welche das Geschehen sowohl unterstützt, als auch kontrastiert.
Die Schauspieler sind grösstenteils hervorragend, wobei besonders Mikael Perlsbrandt und die beiden Jungdarsteller auffallen. Ulrich Thomsen macht seinen Job gut, mehr aber auch nicht. Die anderen Darsteller sind gut bis sehr gut.
Susanne Bier beweist mit "In a better World" erneut, dass gute Filme sich nicht durch Spezialeffekte und andere Schauwerte auszeichnen, sondern durch eine gute Story, interessante Charaktere und angesprochenen Problemstellungen mit Relevanz. Dass der Film angesichts seines Themas keine Spazierfahrt ist, verwundert kaum. Man wird emotional voll mitgerissen, verspürt Wut, Schmerz, Trauer und manchmal auch Freude. Lange wirkt der Film nach und lässt einen über das Gesehene und auch die Thematik reflektieren. Die Botschaft, welche dabei vermittelt wird, mag nicht unbedingt neu sein, wird aber äusserst eindrücklich vor Augen geführt. - Achtung spoiler: das Ende des Films ist nicht kitschig, sondern bringt den Film souverän zum Abschluss. Vergebung und Versöhnung werden nicht als einzig möglicher Ausweg aus der Gewaltspirale beschwört, sondern als einen wichtigen Faktor dessen betrachtet. Dass dies christliche Werte sind, stimmt dabei nur bedingt. Auch in anderen Kulturen unterschiedlicher religiöser Prägung zählt diese Botschaft. Gewalt ist nur durch Frieden zu beenden, was mit Versöhnung oder zumindest einer Annäherung der Kontrahenten einhergeht.

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Kate Portman

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Story ist interessant.
Mir gefällt die Darstellung der Beziehung der Eltern sehr gut. Ist nicht zu aufdringlich und trotzdem süß!
Auch waren die Szenen in Afrika schön (traurig).
Sehr schönes Licht und Kameraführung. -> gutes Feeling

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Sonja Hamann

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Bewertung9.0Herausragend

der film geht mir ungemein unter die haut, habe lange nicht mehr im kino geweint

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surfpoet69

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Bewertung5.0Geht so

Persbrand und der junge sind großartig, aber es bleibt mathematisch bemüht. Eher ein tv drehbuch. Bier sei der oskar, den sie für brüder verdient hätte, dennoch gegönnt...

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alter.native

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Gegenüberstellung der "großen" Weltprobleme und der "kleinen" Familien-Weltprobleme gelingt gut und mit der aktuellen Definition des Wortes "Flugverbotszone" durch die "Starken" der "Internationalen Gemeinschaft" bekommt der Film im Großen einen zusätzlichen Zeitbezug. Da er von seiner Grundhaltung und Botschaft sehr von "political correctness" oder eben auch der "Bergpredigt" geprägt ist, muss es eine Art Happy-End geben, was nicht ganz zufrieden stellt.

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Sigmund

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Aus der Reihe 'Filme für Erwachsene und alle, die es mal werden wollen'. Schlafwandlerisch souverän beschäftigen sich Bier/Jensen hier mit der schwierigen Frage: Was tun, wenn sich einer, der stärker ist als du, komplett daneben benimmt?
Dass diese Frage allseits unter den Nägeln brennt – vom Schulhof bis zum Staatskonflikt – wird einem hier nochmal ergreifend nahegebracht. Das große Verdienst des Films ist aber meinem Empfinden nach, dass er auf diese drängende Frage keine einfache Antwort gibt, wenn überhaupt eine. Vielmehr sensibilisiert er einen für die unbequeme Wahrheit, dass mancher Konflikt unlösbar bleiben wird.
Das mag zwar nicht unbedingt erfreulich sein, dafür aber erfrischend ehrlich.

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StevieG

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Kann Sigmund nur zustimmen!


Markbln

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Diese Erwartungshaltung und das Verlangen, ein Film müsse eine "Lösung" oder eine "Antwort" bieten, habe ich nirgends so vehement erlebt wie in Deutschland. Finde ich auch eher traurig.
Der Film ist ein sehr gut gespieltes und bewegendes Familiendrama und Konventionalität und Optimismus sind was anderes als altbacken..


Ansi

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die dänische Regisseurin Susanne Bier ("Brothers – Zwischen Brüdern") beschäftigt sich im Rahmen ihres Films "In einer besseren Welt", der dieses Jahr mit dem Oscar als Bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde, mit den grundlegenden Problemen und Situationen um Freundschaft, Familie, Liebe, Hass und Frieden - insgeheim diskutiert sie so die Wünsche, Träume und Erwartungen an eine bessere Welt.

Der Film mit dem dänischen Originaltitel "Hævnen", was übersetzt soviel wie Rache bedeutet, erzählt dabei die Geschichte zweier Familien. Es wird über die Ereignisse rund um Christian, der in der Schule wegen seines Aussehens gehänselt wird und plötzlich im zugezogenen Elias einen guten Freund findet, und seinem Vater Anton, der im sudanesischen Darfur als helfender Arzt vor Ort ist und zuhause die lädierte Beziehung zu seiner Frau Marianne zu kitten versucht, berichtet.

Ob es der Verlust geliebter Personen, der Frust angesichts eigener Tatenlosigkeit oder das unstillbare Bedürfnis nach Rache beziehungsweise Gerechtigkeit ist - der Film schildert die dramatischen wie spannenden Geschichten und Schicksale, welche die Protagonisten einen. Den moralischen Fragestellungen wird die Regisseurin mit ihrem Werk allerdings nicht durch die Mentalität eines gehobenen Zeigefingers gerecht, vielmehr zeigt sie die Ereignisse, auch im gelungenen Kontrast zwischen Afrika und Dänemark, eindrücklich und trotzdem ohne aufgedrückte Wertung. Dass es sich im Prinzip um eine grundlegend christliche Wertedebatte handelt, deuten schon die Namen Elias und Christian der beiden im Fokus stehenden befreundeten Jungen an. Es stehen die Überzeugungen von Altem zu Neuem Testament auf dem Prüfstand - Auge um Auge (Elija), oder lieber auch die andere Wange hinhalten (Jesus Christus)? Der Film zeigt sich mit beiden Situationen als Reaktion auf Gewalt und Verlust nicht zufrieden, so gibt insbesondere Antons Aufeinandertreffen mit dem afrikanischen Rebellenführer Anlass zur Unterscheidung zwischen dem reinen Predigen moralischer Grundsätze und der echten Umsetzung dieser Prinzipien.

Regisseurin Susanne Bier realisiert den Film nicht nur dramaturgisch gekonnt, auch in der Komposition der Bilder beweist sie viel Talent und das nötige Fingerspitzengefühl. Sie lässt die starken Bewegtbilder für sich sprechen - teils hoch emotional und mit poetischem Anklang. Das durchaus hohe Niveau der Inszenierung zementiert sich insbesondere auch durch eine patente Schnittarbeit und bemerkenswerte Landschaftsaufnahmen in qualitativ äußerst ansprechender Weise.

Auch auf der schauspielerischen Ebene wird einiges aufgeboten. Absolut glaubwürdig und professionell agiert das gesamte Ensemble, obgleich wohl nur ein Ulrich Thomsen ("Duplicity – Gemeinsame Geheimsache") in Deutschland halbwegs bekannt sein dürfte. Merken sollte man sich allerdings auch die Namen um die Schauspieler Mikael Persbrandt ("Die Patin – Kein Weg zurück") und Trine Dyrholm ("In China essen sie Hunde"), denn aus Dänemark darf man in den nächsten Jahren sicherlich noch den ein oder anderen sehenswerten Film erwarten.
Insgesamt gesehen zeigt sich dem Zuschauer mit "In einer besseren Welt" ein stimmiges, feinfühliges und auch durchaus spannendes Drama. Regisseurin Susanne Bier zeigt eine herausragende Regieführung, das Drehbuch vom bekannten Regisseur Anders Thomas Jensen ("Dänische Delikatessen") ist exzellent, die musikalische Untermalung von Komponist Johan Söderqvist ("So finster die Nacht") ist trefflich zurückhaltend und auch die schauspielerische Komponente überzeugt auf ganzer Linie.

Für den großen Erfolg wird es in Deutschland mit sicherer Wahrscheinlichkeit nicht reichen, was selbstredend nicht an der Qualität, sondern an der teils recht fordernden Inszenierung liegt - so bleibt "In einer besseren Welt" ein Fall für das geliebte Programmkino. Die Auszeichnungen mit Oscar und GoldenGlobe sind hingegen letztlich völlig nachvollziehbar und gerne erwartet man neue Werke aus dem Land der exotischen Filme.

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Schon gewusst: Das Budget des Films "In einer besseren Welt" wird auf ungefähr dreißig Millionen Dänische Kronen, was umgerechnet in etwa 5,4 Millionen Dollar entspricht, geschätzt. Seit dem Kinostart im August des letzten Jahres konnten bereits über 6,8 Millionen US-Dollar wieder eingespielt werden.
Wie bereits erwähnt erhielt der Film in diesem Jahr den GoldenGlobe und auch den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film. Schauspielerin Trine Dyrholm wurde in Dänemark als Beste Hauptdarstellerin mit dem Robert und der Bodil ausgezeichnet.
Gedreht wurde der Film auf der drittgrößten dänischen Insel Fyn, in der Region Syddanmark, und im ostafrikanischen Land Kenia, welches direkt an den Sudan angrenzt.
Die allgemeinen Kritiken zum Film fallen sehr gut aus. Die Internetseite Rotten Tomatoes verzeichnet beispielsweise eine Bewertung von rund 75 Prozent. Die renommierte Internet Movie Database weist eine kumulierte Nutzerbewertung von überdurchschnittlichen 7,6 aus.
Regisseurin Susanne Bier und Drehbuchschreiber Anders Thomas Jensen waren bereits im Jahr 2007 mit ihrem Film "Nach der Hochzeit" für den Oscar in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film nominiert worden. Sie verloren im Wettbewerb allerdings gegen den deutschen Beitrag "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck.

Spaß: 



 
 
 
 

 

Action: 










 
 

 


 

Spannung: 












 
 
 
 

Gefühl: ***





 
 




Anspruch: *
 



 

 
 
 

Kreativität:

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dbeutner

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Auch wenn "christliche Wertedebatte" thematisch sicher nicht völlig falsch ist, sei daran erinnert, dass Susanne Bier jüdischen Glaubens ist (da man sich das Alte Testament teilt, läuft das auf keine anderen Schlüsse hinaus). Wollte es (als Atheist) nur anmerken, um einer "christlich-zentristischen" Sichtweise einen Riegel vor zu schieben. "Es gibt da noch andere..."


Ansi

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Danke für die Info, aber ich glaube nicht, dass die Gefahr einer "christlich-zentristischen" Sichtweise besteht... ;-) für mich war diese Symbolik schon damals recht offensichtlich, ganz unabhängig von der Religiosität der Regisseurin...



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