In guten Händen

Hysteria (2011), DE/FR/GB/LU FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 22.12.2011

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6.9
Kritiker
15 Bewertungen
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6.9
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402 Bewertungen
29 Kommentare
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von Tanya Wexler, mit Maggie Gyllenhaal und Hugh Dancy

In guten Händen möchte sich jeder wissen, der an einer Krankheit leidet. Der londoner Arzt Dr. Robert Dalrymple (Jonathan Pryce) und sein Assistent Mortimer Granville (Hugh Dancy) behandeln diese Krankheit, indem sie per Fingermassage bei ihren Patientinnen einen Orgasmus auslösen. Diese Therapie ist bei den gelangweilten und reichen Frauen sehr…beliebt…doch bei der wachsenden Anzahl der Patientinnen auch belastend für die Muskeln und Gelenke. Bald gefährden Handkrämpfe den Erfolg der Praxis und damit auch die Verlobung Mortimers mit Dr. Dalrymples Tochter Emily (Felicity Jones). Die Lösung scheint einfach: Dank der neu entdeckten Elektrizität entwickelt Mortimers Jugendfreund Lord Edmund (Rupert Everett) einen elektronischen Massagestab, der unter dem Namen Vibrator schnell auch seinen Weg aus den staubigen Arztpraxen hinein in die Schlafzimmer gefunden hat.

Hintergrund & Infos zu In guten Händen
Der Film basiert auf einer Wahren Geschichte, denn tatsächlich glaubte die Medizin seit der Antike, dass die Hysterie eine exklusiv weibliche Krankheit sei. Hysterie kommt aus dem Griechischen und bedeutet Uterus, da man annahm, dass dieser beginne im Körper herumzuwandern und sich im Gehirn festzubeißen, wenn er nicht genug von Sperma beschäftigt wird. Behandelt wurde Hysterie, indem der Uterus durch Klemmen und Operationen am Wandern gehindert wurde.

Der therapeutische Einsatz von Vibratoren währte allerdings nicht lange, denn mit den Entdeckungen der Psychoanalyse wurde der Medizin bewusst, dass der Uterus völlig unschuldig ist und der regelmäßige Orgasmus dank Vibrator zwar schön aber nicht heilsam ist. Der wahre Schuldige lauert in der Psyche der Menschen (auch Männder können betroffen sein), da die Symptome, die damals als Hysterie galten, heute als psychische Bewältigungsstrategien betrachtet werden, bei der vor allem die aufmerksamkeitserregende Wirkung auf die Umwelt wichtig für die Therapie ist. Die medizinische Diagnose Hysterie gibt es jedoch seit den 1050er Jahren nicht mehr. (ST)

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Cast & Crew


Kritiken (10) — Film: In guten Händen

ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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6.5Ganz gut

[...]Den Inhalt von „Hysteria“ zu formulieren hat etwas von einer Runde des Gesellschaftsspiels Tabu. Beschreibe Tanya Wexlers Film, ohne die folgenden Begriffe zu verwenden:
- geil
- ungef…t
- sexuelles Verlangen
- fingern
- (weiblicher) Orgasmus
Im Groben handelt „Hysteria“ genau davon: geile, ungef…te Frauen wenden sich mit ihrem sexuellen Verlangen an einen Doktor und lassen sich so lange fingern, bis sie zum Orgasmus kommen. Im viktorianischen England des 19. Jahrhunderts wäre das so formuliert nicht bloß ein Tabu, sondern vielmehr eine Undenkbarkeit: wo die Ejakulation des Mannes der Fortpflanzung dient, hätte ein vergleichbarer Lusthöhepunkt der Frau doch gar keinen wirklichen Zweck! Ergo gibt es ihn nicht. Für die Doktoren Dalrymple und Granville hat es somit auch nichts sexuelles, wenn sie den Frauen ihr rein medizinisches Vermögen zu Nutze machen, um sie von ihren Ausbrüchen der Hysterie zu kurieren. Sie behandeln ein schweres Leiden und…





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goodspeed: ANIch / UFA / KultHt.de / O...

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8.0Ausgezeichnet

Der Film darf als koketter Appell an den Feminismus und der sexuellen Selbstbestimmung verstanden werden, bleibt aber dafür letztendlich hinter seinen Möglichkeiten. Stattdessen macht er aus einer (wirklich...) wahren Geschichte einen süffigen, höchst vergnüglichen aber letztendlich harmlosen Blick durch das Schlüsselloch der damaligen Prüderie.

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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6.0Ganz gut

Hugh Dancy aber agiert als naiver Intimmasseur derart stocksteif, dass man der selbstbewussten Charlotte nur Granvilles prickelnde Erfindung, aber nicht die Liebe dieses Langweilers wünscht.

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Hannelore Heider: Deutschland Radio Hannelore Heider: Deutschland Radio

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7.5Sehenswert

In guten Händen ist eine britische Komödie, die mit bestem englischen Humor und einem exzellenten Ensemble ausgestattet, höchstes Amüsement, lehrreiche Unterrichtung und prächtigen Augenschmaus bietet.

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Walli Müller: br-online, NDR Walli Müller: br-online, NDR

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8.0Ausgezeichnet

Die verklemmte Begrifflichkeit ("Krampfanfall" statt Orgasmus und "Massage" statt Masturbation) ist ebenso zum Piepen wie die Ignoranz dem Offensichtlichen gegenüber.

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Michael Kohler: www.filmdienst.de

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8.0Ausgezeichnet

Glaubt man zunächst, „In guten Händen“ mache sich über eine windige Frühform der Psychotherapie lustig, zeigt sich bald, dass es um Größeres geht: Im Abspann zieht die vielgestaltige Erfolgsgeschichte einer elektrischen Erfindung am wissend lächelnden Publikum vorbei.

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alviesinger: bummelkino

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7.5Sehenswert

Ein Orgasmus im viktorianischen England! Eine vornehme Lady, die von ihrem Frauenarzt zum Höhepunkt gefingert wird! Ein junger Doktor, der vom stundenlangen Fisting eine Krampfstarre hat! Gewagt. Hinzu kommt die Erfindung des Vibrators inklusive Austestens des kleinen Lümmels. Auweia! Das klingt grobschlächtig, es klingt nach Brachialhumor für’s Hausfrauen-Kaffeekränzchen mit großzügigem Baileys-Einsatz. Glücklicherweise haben die Autoren Jonah Lisa Dyer, Stephen Dyer und Howard Gensler dem Holzhammer entsagt. Sie überraschen mit leisem Humor. Diese sympathische Liebesgeschichte ist gelungenes Wohlfühlkino, das trotz des pikanten Themas sehr charmant und mit intelligentem Witz den geneigten Kinogänger zu überzeugen weiß. Als Bonbon gibt es ein Wiedersehen mit dem ewigen Gentleman/Verführer Rupert Everett. Und Maggie Gyllenhaal ist wie immer eine Augenweide. „In guten Händen“ macht demnach seinem Namen alle Ehre.

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Thomas Engel: programmkino.de Thomas Engel: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Gemacht ist das gut: die durchgehend schöne, epocheschildernde Atmosphäre, der versteckte Witz, die beachtliche Arbeit der Darsteller.

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Thomas Hutter : Outnow.ch Thomas Hutter : Outnow.ch

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6.0Ganz gut

Regisseurin Tanja Wexler spinnt aus diesem ernsten Hintergrund eine vergnügliche, wenn auch harmlose und oberflächliche Geschichte, bei welcher neben der Geschichte der Hysterie auch noch eine Prise weiterer Themen wie Klassenunterschiede, Frauenbewegung oder Erfindungsreichtum einbezogen werden. Damit überlädt Wexler jedoch die eigentlich locker-leichte Ausgangslage, welche durchaus zu einigen Schmunzlern und Lachern über die damaligen Gepflogenheiten einlädt.

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HerrLehmann: Das Manifest

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5.0Geht so

In guten Händen oder, so der Originaltitel, Hysteria ist eine britische Komödie über die Erfindung des Vibrators (zunächst als medizinisches Gerät gegen die erfundene „Frauenkrankheit“ Hysterie) um 1880 durch den jungen Arzt Mortimer Granville (Hugh Dancy) und seine Liebe zu Charlotte (Maggie Gyllenhall), der Tochter seines Arbeitgebers, die sich für Frauenrechte einsetzt und ein Armenhaus leitet – und in Mortimer einen verloren geglaubten Idealismus aufs Neue weckt.
Aus seiner netten Prämisse macht In guten Händen leider so gar nichts. Der Film erzählt zwei Geschichten, die im Grunde nebeneinander herlaufen und nie so recht zusammenfinden wollen: Der Hauptplot um Mortimer Granville ist dabei eher belanglos und verblasst neben der weitaus interessanteren Geschichte um Maggie Gyllenhalls Figur. Die Liebesgeschichte der beiden kommt lange nicht so richtig in Gang, um dann am Ende in Minuten von „Wir finden uns ja doch ganz nett.“ zu „Willst du mich heiraten?“ zu springen.
Das beinahe an Adam Sandler-Filme erinnernde Konsens-Ende (Gerichtsverhandlung und so), dessen implizierte Aussage im Grunde „Ach, diese Emanzen sind doch alle nur untervögelt.“ lautet, nimmt dem Film dann auch die letzten Sympathie-Punkte und trotz den (zumindest in den ersten 30 Minuten) teils durchaus zündenden Gags und Maggie Gyllenhalls Charme ist In guten Händen insgesamt leider nicht einmal harmlos-unterhaltsam, sondern bestenfalls langweilig und schlimmstenfalls ärgerlich.

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Co-Pilot

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Ich bin entsetzt. Nicht über den Film sondern darüber, dass es scheinbar immer wieder Menschen gibt, die selbst an den lustigsten und herzlichsten Filmen etwas auszusetzen finden und dann 5,0 (!) Punkte vergeben... :(

Was mich interessiert, für was für Filme vergibst Du dann mal 9,0/10,0 Punkte???



Kommentare (19) — Film: In guten Händen


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Mr. Pink

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Bewertung7.0Sehenswert

"Hysteria" vereint einen gut ausgestatteten Kostümfilm, eine hervorragend abgestimmte Komödie und eine kleine Geschichtsstunde zur Erfindung des Vibrators unter einem Dach. Nicht immer 100% historisch akkurat, dafür 100% hysterisch heiter und unglaublich lustig. Der Blick auf das ausgehende 19. Jahrhundert, vor allem in Hinsicht auf Politik und Medizin, wurde charmant umgesetzt und ist sehr empfehlenswert.

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J.R.K.

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Bewertung7.5Sehenswert

Maggie Gyllenhaal als Power-Frau der damaligen Zeit voraus, passt wie die Faust aufs Auge ! Und wie sie den perplexen Dr. Mortimer Granville ständig mit ihren "modernen" Ansichten verblüfft und in Verlegenheit bringt, ist wirklich kurzweilig anzusehen. Unglaublich das vor 120 Jahren die Medizin, an solch heilbare "Krämpfe" ;) gegen Hysterie glaubte. Den Frauen kanns egal sein, denn sie wurden ja bereitwillig "geheilt".

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Co-Pilot

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

In guten Händen... Ich sollte jetzt eine ellenlange Kritik hinterlassen über all das gesehene, postiv gesehene :) Ich beschränke mich aber auf eine einzige Aussage "Was für eine tolle Unterhaltung in den vergangenen knapp 100min(!)"

Ein Feuerwerk an Lachern, aber auch mit etwas sinnigem Hintergrund beeindruckte mich "In guten Händen" wie es ein Film seit langem nicht mehr geschafft hat. Das viktorianische England liebe ich sowieso wie kaum eine andere Epoche :)

In Charlotte habe ich obendrein viele Characterzüge meiner eigenen Freundin wiedererkannt :() Wir hatten hier beide sehr viel Spaß beim Film - und auch noch danach ;)

Endlich weiss man mal wie der Vibbi seinen Weg in unsere Schlafzimmer (und noch woanders hin) gefunden hat :) Bounspunkt für den Abspann ;)

Fazit:

Wie jeder Movie startete auch In guten Händen bei mir mit 5,0 neutralen Punkten. Up´s & Down´s ergeben dann meine Endbewertung. In guten Händen geht mit liebenswerten, witzigen & hinreissenden 8,0 Punkten in the books.
*must see-Film*

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J.R.K.

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Ich musste ja schon bei der Filmbeschreibung schmunzeln. Muss ich mir mal anschauen, wenn ihr das so gut benotet. Soso, früher war das also noch echte Handarbeit... ;)


J.R.K.

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Werft doch auch mal einen Blick auf "Miss Potter" ist von der Zeit/Story (emanz.Frau) ähnlich gelagert, allerdings nicht "schlüpfrig" dafür süss, etwas kitschig aber mit einer herzzerreißenden, tragischen Liebes-/Erfolgsgeschichte die in ihrer Zeit auch etwas voraus war.


ThomasWzS

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einfach köstlich.
Das Leben selbst lieferte diese Steilvorlage für einen grandiosen Film.
Tanya Wexler macht alles richtig ... zurücklehnen und geniessen ...
und mal wieder Chopin hören :)

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oktoberskind

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Bewertung9.0Herausragend

Vermeiden würde ich es, diesem Film wahrhaft tiefsinnige Attribute zusprechen zu wollen. Dafür erscheint mir die Geschichte doch etwas zu flach, die Charaktere zu idealisiert und die ganzen Drehungen und Wendungen doch etwas zu einfach.
Aber in meinen Augen ist dieser Film mit einer erfrischenden Leichtigkeit bestückt, mit Unbeschwertheit; unverkampft versucht er nicht die große Moralkeule zu schwingen, sondern erzählt mit versöhnlichen Bildern und Dialogen einfach eine wundervolle Geschichte, humoristisch gespickt, mit verhältnismäßig modernen Menschenbildern.

Man mag davon halten, was man will. Auch wenn die Begebenheiten wahr sind, ist es schwer vorstellbar, dass diese Entwicklungen so kritik- und reibungslos ihren Lauf fanden, wie es hier dargestellt wird. Das wird denjenigen stören, der hier nach einem schweren Sozialdrama sucht, der reißerische Geschichten über die Entwicklungen in der Medizin und den Frauenrechtler finden will. Das ist einfach nicht der Fall.

Mir gefällt gerade diese Eigenschaft besonders gut. In meinen Augen ist das ein wundervoller Feelgoodfilm, der die düstere viktorianische Epoche mit ihren prüden Ansichten etwas heller gestaltet. Der einmal so endet, wie man es sich wünschen würde, weil man niemanden leiden sehen will. Wer härteren Tobak zum Thema Hysterie sucht, der wird zB. bei der dunklen Begierde besser aufgehoben sein.

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stuforcedyou

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Bewertung5.0Geht so

Nette (wahre) Geschichte, die ohne falsche Scham und mit einer gute Prise Witz zu Werke geht. Aber ach, die Hauptfiguren (vor allem Maggie Gyllenhaal) sind so tolle Über-Gutmenschen, dass sie so symapthisch sind, wie einst in der Schule die Streber, in der ersten Reihe. Die einen verpetzt haben, wenn man mal wieder mit dem Stuhl gekippelt hat oder mit seinem Nachbar heimlich unterm Tisch Karten spielte.

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Co-Pilot

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Tja - aber auch solche Menschen gibt es halt im Leben. Darum den Film mit 5,0 abzuservieren finde ich absolut unangebracht.


Teo

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Film ist zwar ganz unterhaltsam, die große Sexualisierung von allem und jedem wirkte auf mich aber zu konstruiert. Die vermittelte Botschaft scheint ebenfalls nur Fassade zu sein. In der Auflösung des Films ist von Emanzipation keine Spur obwohl diese immer wieder oberflächlich thematisiert wird.
Für nette Unterhaltung taugt der Film ganz gut, aber leider nicht für mehr.

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JuliaSophie

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich hätte nicht erwartet, dass die Erfindung des Vibrators so amüsant war. Aber das ist sie, zumindest in dem Film "In guten Händen" (Originaltitel: "Hysteria"). Und da er wirklich auf einer wahren Begebenheit beruht (wie extra betont wurde), wird es wohl auch genauso lustig gewesen sein.

Die romantische Seite des Films ist natürlich mal wieder völlig absehbar. Da dieser Teil aber nicht im Mittelpunkt steht, finde ich das nicht schlimm.

Die Schauspieler im Film finde ich gut, aber nicht herrausragend. Felicity Jones, die die andere Tochter des Arztes spielt, erscheint mir in gewissen Passagen etwas unglaubwürdig. Maggie Gyllenhaal sticht dafür umso mehr heraus. Ihre Darbietung einer Frau, die zu dem steht, was sie denkt ist wirklich stark.

Fazit: Der Film sehr unterhaltsam ist und die Geschichte des Vibrators tatsächlich erzählenswert ist.

http://ich-liebe-filme.blogspot.de/2012/08/in-guten-handen.html

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gibtsnet

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Bewertung9.5Herausragend

super Film und interessanter geschichtlicher Hintergrund! Nur traurig, dass so mancher mit seinem Wissensstand nicht viel weiter ist, als die Leute in dem Film ;-)

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Jeremy111

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein wunderbarer, leiser Film, der durch clevere Dialoge besticht. Es wird mit den Werten im Wandel der Zeit und mit schönen Bildern gespielt. Kein Meisterwerk aber dennoch sehr kurzweilig.

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DorisDay

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Bewertung7.0Sehenswert

Die Story an sich ist schon interessant: Die Erfindung des Vibrators, ein junger Arzt, der moderne Medizin voranbringen will und deshalb überall aneckt und eine quirlige Frau, die sich für arme Leute engagiert. - alles im späten 19. Jahrhundert.
Alles schön und gut, doch dieser Film ist mehr. Er hat mich durchgehend unterhalten (und das ist nicht einfach).
Die 'hysterischen' Frauen sind einfach nur toll. Obwohl 'toll' kein tolles Adjektiv ist, aber in diesem Fall schien es mir irgendwie angebracht.
Maggie Gyllenhaal hat mir in ihrer Rolle der Charlotte besonders gut gefallen. Sie brachte die aufbrausende Art einer selbstlosen Traumtänzerin gut rüber. Aber vielleicht lag es nur daran, dass ich sie so schön finde.
Felicity Jones war mir hingegen unsympathisch, weil zimperlich. Okay, das ist zwar ihre Rolle, aber ich fand es zu übertrieben. Dieser Film übertreibt gerne, was ich bei den ganzen anderen Rollen aber garnicht mal so schlimm finde.
Alles in einem ist der Film eines: Sehenswert.

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Mr. K R I T I K

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Hmmmmmm.... soll ich ihn ansehen, oder soll ich nicht.... Jedenfalls: Fein fein, diese Rezension.


Donnos

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Bewertung5.5Geht so

für diesen film ist wohl der Ausdruck "ganz nett" erfunden worden...die Hintergrundthematik um Sexualität und Emanzipation ist sicher ganz spannend, aber der Film verliert doch sehr schnell seinen Esprit.
mir persönlich war er zu vorhersehbar, gestreckt und - irgendwie ja paradox - viel zu bieder.

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Co-Pilot

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Was hast du erwartet? Es handelt sich doch um eine wahre Begebenheit? Dann stimmt dich die reale Vergangenheit eher negativ - nicht der Film.
Wenn er jetzt die Gewichtung verlagert hätte, kämen wieder andere an und sagen "Das war aber nicht so wie damals, ich dachte es basiert auf wahren Begebenheiten!?"

Eigentlich solltest du dann eine 8,0 für die Realitätstreue vergeben - nicht eine 5,5 weil dir die Vergangenheit nicht passt :(


zenows

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr unterhaltsam, als Weihnachtsfilm mit der ganzen Familie zu empfehlen ;-)

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Bandrix

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Bewertung7.0Sehenswert

Gesneaked.
„In guten Händen“ ist nicht unbedingt das, was man von einem historischen Film erwarten würde.
Hier geht es nicht um die Liebe im Adel oder um Kriege vorzugsweise zwischen Engländern und Franzosen.
Nein, hierbei handelt es sich um die wahre Geschichte über die Erfindung des Vibrators. Wirklich.
Der junge Arzt Mortimer Granville behandelt Frauen auf seine ganz eigene Weise. Als aber der Erfolg und damit der Krampf in seiner Hand zu groß werden, muss er umdenken. Ein Gerät tritt auf die Bildfläche und verändert die Geschichte auf immer und ewig....
Regisseurin Tanya Wexler packt das Thema mit der nötigen Selbstironie an. Die Dialoge sind überspitzt, die Szenen absurd und die Schauspieler wunderbar aufgelegt.
Die Zeit wird sehr akkurat dargestellt. Die moderne Medizin steckt noch in ihren Kinderschuhen, Hygiene scheint ein Fremdwort zu sein und fortschrittliches Denken wird mit Argussaugen beobachtet. Ganz nebenbei befindet sich ganz Europa im Umschwung, die Frauen sind auf dem Vormarsch. Auch die Demokratie erhält langsam aber sicher einen höheren Stellenwert.
All das vereint dieser Film in Einem und das ohne auch nur entfernt zu langweilen oder zu überladen zu wirken. Hier und da mag sich vielleicht eine Länge einschleichen, dank dem überaus sympathischen Cast gibt es hierbei aber wenig Abstriche.
Hugh Dancy macht als Hauptfigur eine gute Figur, wobei ganz klar sein Jugendfreund Rupert Everett als Lord Edmund die meisten Lacher einfahren kann. Am meisten Profil hat jedoch eine Frau. Maggie Gyllenhall weiß von der ersten Sekunde an den Zuschauer zu verzaubern. Sie hat eine solch sympathische Ausstrahlung, dass jede Szene mit ihr zum Genuss wird. Nebenbei gesagt, sieht sie in schwarzen Kleidern einfach umwerfend aus.
„In guten Händen“ ist somit nette Unterhaltung, ohne das nett einen faden Beigeschmack innehat. Er birgt einfach immer eine gewisse Komik und ist, trotz seines beträchtlich großen komödiantischen Anteils, ein gelungener Blick auf die damalige (politische) Zeit.

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LMSMDK

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Bewertung9.0Herausragend

Es ist wohl ein wirklich passender Film für eine Sneak. Ich war In guten Händen, den ganzen Film über und habe mich prächtig amüsiert.

Er ist witzig, geschichtlich, spannungstechnisch nicht so dolle, aber er ist durchweg unterhaltsam, was man dem Film nicht zugetraut hätte. Die Schauspieler wirken super und machen ihre Sache sehr gut. Es gab jedoch spannende Einblicke in die Welt von damals.

Von daher gibt es für diesen Film glatte 9.0 Punkte und ein All-Time-Favourite-Bonus.

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Obolos

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein wenig überrascht saß ich schon vor einigen Wochen in der Sneak und konnte dann doch zufrieden wieder nach Hause gehen! :)
Die damalige Situation, dass Frauen generell einfach nicht für voll genommen werden, finde ich sehr gut in diesem Film geschildert und trotz allem nimmt sich dem Leid der Frau ein Mann an, sehr gut! ;)
Für mich eine sehr gelungene Komödie, die nur ein wenig darunter zu leiden hat, dass Maggie Gyllenhaal eine etwas zu forsche Revolutionärin spielt, die (zwar gut gespielt, aber) vom Charakter her einfach etwas zu stark wirkt und dem Frauenbild zu krass entgegenwirkt, das in diesem Film dargestellt werden soll.
Ansonsten umgibt sich der Hauptdarsteller (abgesehen eben von Maggie Gyllenhaal) aber mit unglaublich unaufgeklärten, starrsinnigen und stumpfen Charakteren, dass man einfach nicht ernst bleiben kann!
Und der Abspann ist ein Sitzenbleiben mit Sicherheit wert! ;)

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Joeyjoejoe17

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Bewertung7.0Sehenswert

Wer den Joe kennt, weiß vielleicht, dass er seit einigen Monaten es pflegt, entweder Mittwoch nachts oder Donnerstags frühs einen Kommentar zu einem Film abzugeben, der noch gar nicht in den Kinos läuft. Wer den Joe kennt, weiß, dass er ein leidenschaftlicher Sneak-Gänger ist. Wer den Joe mag, wird sich freuen, dass er seine Mitkinogänger nach der zeitgleich zur Sneak laufenden Vorpremiere zum neuen Mission Impossible überreden konnte, in die Spätvorstellung der Sneak zu gehen. So hatte er das Glück, diesen unglaublich lustigen Film über die Entstehungsgeschichte des Vibrators zu sehen, und die, die den Joe mögen, das Glück, von ihm eine Empfehlung zu diesem Film zu bekommen.

Der Streifen bietet ein gutes Storytelling, eine gelungene Darstellung der politischen Konflikte zu dieser Zeit, herrlich skurrilen Humor, tolle Kostüme, authentische Sets, gute Darsteller und ein Abspann, den es mal wirklich lohnt zu schauen - all das machen aus diesem Film die perfekte Abendunterhaltung. Ich konnte mich mit meinen Mitsneakern prächtig amüsieren, gerade über die damalige Kurzsichtigkeit was die weibliche Lust angeht.

Wer eine gute Komödie sehen will, kommt auf kurz oder lang nicht an diesem Film vorbei.

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Thurgood

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unterhaltsam, charmant und humorvoll. "Hysteria" nimmt uns mit auf eine Zeitreise zurück ins viktorianische England des 19. Jahrhundert und ist vollgepackt mit historisch brisanten Themen wie: Klassenunterschiede, Frauenbewegung und natürlich die Erfindung des Vibrators.

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ThePatrician

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Es gab zurecht tosenden Applaus in der Sneak!

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