Inception - Kritik

US 2010 Laufzeit 148 Minuten, FSK 12, Actionfilm, Science Fiction-Film, Thriller, Kinostart 29.07.2010

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Kritiken (60) — Film: Inception

Der Witte: CEREALITY, Die Drei Muschel...

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9.5Herausragend

http://youtu.be/IWfHusv091U

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DrAsokan: Filmstarts DrAsokan: Filmstarts

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5.0Geht so

Was mit Inception aber vorliegt, ist ein handwerklich makelloses, elegant und stilvoll gestaltetes Event-Movie, dessen bildgewaltigen Momente traumwandlerischer Schwerelosigkeit (Arthurs paradoxe Kampfakrobatik im sich drehenden Hotelkorridor) und optischer Tricks (die Straßen von Paris beugen sich im wahrsten Sinne des Wortes vor Adrianes Vorstellungskraft), unnachgiebig angetrieben von Hans Zimmers gewohnt majestätischer, dynamisch-rasanter und dabei doch romantisch-berührender Musik, allein schon das Kinoticket wert sind. Trotz einiger Längen, vor allem im actionlastigen letzten Drittel, kann sich der Film nach seinen ersten, rasant zwischen Realität und Traum, und zwischen Traum und Traum wechselnden Minuten bis zu seinem cleveren Schluss der Aufmerksamkeit seiner Zuschauer sicher sein. Was ihn allerdings davon abhält, der Film zu sein, für den er sich hält und als den ihn seine nicht wenigen Bewunderer momentan zelebrieren, ist – ironischerweise – seine mangelnde Imagination und Substanz. Die doch sehr abgedroschenen Traumatas des Protagonisten Cobb (die Schuldgefühle über den Tod seiner Frau, gespielt von der schön mysteriösen Marion Cotillard, erinnern uns zu sehr an Memento, Solaris, 2002, und an den anderen DiCaprio-spielt-einen-Besessenen-Streifen des Jahres, Shutter Island) und seines Opfers Fischer, Jr. (die ödipalen Schuldgefühle gegenüber seinem verstorbenen Vater, gegeben vom sträflich unterforderten Pete Postlethwaite) sind ebenso wenig interessant wie die enttäuschend farblosen Mitglieder von Cobbs Heist-Team, die allesamt sehr gut besetzt sind, aber nur wenig zu tun haben.

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 1 Antworten

snoutspout

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Ich fand auch, dass der Film Längen hatte, und insbesondere das "actionlastige letzte Drittel" nicht überzeugen konnte. Mir wären da fast die Augen zugefallen.


sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de sebastian.hallmann.77: Review-Corner.de

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9.0Herausragend

[...] Nolan versteht sich wieder einmal geschickt darauf, einen Spannungsbogen aufzubauen und auch permanent auf einem guten Niveau zu halten. Gerade zu Anfang gelingt es ihm auch oft noch, den Zuschauer im unklaren darüber zu lassen, in welcher Traumebene sich seine Protagonisten nun derzeit bewegen. Spätestens zur Hälfte jedoch wird durch stilistisch absolut unterschiedliche Settings und Stilmittel klar definiert, wo man sich derzeit befindet. Was manch einer als Manko sehen mag, ist für mich persönlich aber ein durchaus gutes Mittel, um den Film nicht zu undurchsichtig werden zu lassen. Hätte der Regisseur auf diesen Kniff verzichtet, wäre Inception wahrscheinlich wirklich zu dem Hirnfick geworden, als der er durch manche Berichte dargestellt wird. So jedoch hat man zu keiner Zeit den Eindruck, völlig allein gelassen vor der Leinwand zu sitzen und sich mühsam an der Handlung entlang hangeln zu müssen, wird aber auch nicht mit zu seichter Kost schnell und billig abgespeist. Neben dieser interessanten Idee setzt Nolan wie gehabt auch auf Action, die sich mit betont ruhigen Passagen abwechselt. Es ist also kein Effektoverflow zu befürchten, auch wenn die Schnitte in den knalligen Passagen gewohnt schnell und (teilweise schon zu) hektisch gesetzt wurden. [...]

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Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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9.0Herausragend

Zweieinhalb Stunden, die noch nie so schnell vergangen sind. Ein Feuerwerk von visueller Magie, und ausgeklügelten Plotstrukturen, die sich dem Zuseher – wie es sich in nervenaufreibend gutem Kino gehört – nur nach und nach erschließen. Wenn die Protagonisten in die diversen Levels des Unterbewusstseins eindringen, ziehen sie das Publikum mit sich.

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Oceanic6: CinemaForever

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6.0Ganz gut

[...] Interessante Ansätze en masse, die jedoch in nichts Besseres münden, als die anhaltende Wiederholung der immer selben Erklärung: "Unterbewusstsein." Was ist Unterbewusstsein? Wie sehr ist unser Leben davon abhängig? Sehr oft bekommt der Zuschauer dieses Wort zu hören. Ein weiterer Beweis dafür, dass Nolan seinen eigenen Stoff nicht wirklich verstanden hat, ist, dass er für die Geschichte so gut wie zu keinem Zeitpunkt die richtigen Bilder zu finden scheint. Viele tun das mit der einfachen Erläuterung ab, alle Charaktere und die Welt seien Teile von Cobs Träumen. Nein, nein, nein, das ist zu einfach. Selbst wenn es so wäre, sollte sich jeder Mal einen Lynch anschauen, dort werden Träume wirklich zu Emotionen, Hölle und Grauen. !Etwas empfinden!... ist das Schlagwort, und dabei verliert sich 'Inception' in seiner eigenen Arroganz. Nolan glaubt, an der Oberfläche zu kratzen wäre ausreichend. [...]

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Oceanic6

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Vielen Dank euch allen! ;)
@Punsha: Ganz genau, 'Inception' ist halt doch noch besser als der Käse wie 'Transformers', daher halte ich Bewertungen unter 4 Punkte für etwas übertrieben. Aber jedem das Seine.^^


michael.roedlach

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@Oceanic6 tolle Kritik!


C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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6.0Ganz gut

Man hätte es eigentlich erwarten können, zumal DiCaprio gleich zu Beginn darauf hinweist, dass jeder Traum wie Wirklichkeit scheint. Aber man lässt sich dann doch von den vielen Sprüngen zwischen den Realitätsebenen verwirren, mitnehmen und ist dann am Ende zutiefst enttäuscht, dass es sich doch wieder nur um einen Film ohne jeglichen Tiefgang handelt, der aber immerhin durch einen intelligenten Aufbau glänzt. Fazit: Inception unterhält, aber mehr auch nicht.

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Robinson Nittke

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:D


The Pain

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die sprünge zwischen den träumen und nicht die handlung dahinter haben ihn verwirrt.


Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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9.5Herausragend

Auch als man vom eigentlichen Film noch gar nichts wusste, ließ doch die Konstellation an Können und Talent einen außergewöhnlichen Film erwarten. Mit Christopher Nolan als Regisseur und Produzent, vor der Kamera erstklassige Schauspieler wie Leonardo DiCaprio, Ken Watanabe und Ellen Page (um an dieser Stelle nur ein paar zu nennen) und als akustischer Leckerbissen Hans Zimmer der sich wie immer für die Musik verantwortlich zeigt - da kann einfach nichts schief gehen - und ja der Film erfüllt sämtliche Erwartungen.

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Mr.Film: City of Cinema

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9.0Herausragend

„Du wartest auf einen Zug, ein Zug der dich weit weg bringen wird. Du weißt wohin der Zug dich hoffentlich bringen wird, aber du weißt es nicht sicher, aber das ist dir nicht wichtig, weil ihr zusammen sein werdet.“
"Inception" ist ein Film den man so noch nie gesehen hat, einfach Unterhaltung auf höchstem Niveau. Man folgt Dom Cobb(Leonardo Di Caprio) in sein tiefstes Inneres, man wird mit ihm zusammen seine Psyche erforschen.
Christoper Nolan nimmt sich viel Zeit um den Zuschauer zu erklären das eine Idee ganze Städte hervorbringen kann, das man instande ist eine Welt nach eigenen Regeln zu entwerfen. Wenn man das versteht, ist man noch faszinierter und der Film kommt einem noch unberechenbarer vor.
Die Idee von einem Traum der in einem Traum ist der wiederum in einem weiteren Traum spielt. Unglaublich. Und auch unglaublich umgesetzt.
Es werden einem unglaubliche Bilder geliefert, Bilder die man in Mainstreamfilmen niemals sehen würde. Die Zeitlupenszenen sind perfekt inszeniert und man genießt jedes einzelne Slow-Motion-Bild.
Neben den grandiosen Special-Effects kann man jedoch auch von einem perfekten Cast sprechen: Di Caprio hat mich schon in "Shutter Island" oder "Catch me if you can" sehr überzeugt, doch hier ist er noch einmal eine Klasse besser, ebenbürtig sind ihm Ken Watanabe und Joseph-Gordon Levitt, vorallem Levitt hat mir sehr gefallen, er hat wirklich Talent und weiß dies auch zu nutzen. Man darf auch hoffen das man Tom Hardy bald wieder bewundern darf, er hat viel Potenzial wie man hier schon sehen konnte. Aber auch die Frauen sollte man nicht vergessen, Marion Cotillard und Ellen Page kann man in jeglicher Hinsicht toll finden, hübsche und fantastische Schauspielerinnen.
Neben der ganzen exzellent gemachten Action und den ausgezeichneten phisolophischen Dialogen hat "Inception" auch eine emotionale Facette, Cobb muss noch immer etwas mit seiner Frau klären, etwas das er sehr lange verdrängt hat. Er kann es entweder schaffen sich endgültig von ihr zu trennen oder er wird für immer verloren sein. Verloren in seiner eigenen, unrealistischen Welt. Auch spielen Cobb`s Kinder eine große Rolle, er will alles tun damit er sie wieder in seine Arme schließen kann, jeder Mensch mit ein wenig Herz wird mit ihm mitfiebern.
Fazit: "Inception" ist ein von spannung gefüllter, visionärer Psychothriller, der wegen seinem außergewöhnlichem und komplexen Thema zum Nachdenken anregt.
Man kann Christopher Nolan für dieses Meisterwerk nur bewundern.
„Wir sollten keine Angst davor haben von Größerem zu träumen, Darling!“

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hoffman587

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Isolation: Pass da lieber gut auf, denn wenn es um Alien(außer du magst ihn nicht) oder Michael Bay, dann wird es mit Mr Film interessant.
Mr.Film: Ich vergesse nie;)


Mr.Film

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Danke Iso :)
Jaja Hoffman, meine Meinung zu Alien wird sich auch nicht ändern und Bay ist auch nicht der Teufel als der er dargestellt wird :)


fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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9.5Herausragend

«Inception» ist ein intensives Erlebnis, das sich auf mindestens ebenso vielen Ebenen geniessen lässt, wie von den Figuren im Film durchforscht werden.

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draco2111

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Nicht gleich persönlich werden...


KingKoitus

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Mister, Mister...du musst den Film ja nicht mögen, aber wer ihn für "doof" hält, für den heißt es wohl intellektuell "von der Vega".


Mr Vincent Vega: Kino-Zeit, Perlentaucher, D...

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3.0Schwach

Die ersten Minuten: Bräsige Dröhnmucke von Hansi Hinterzimmer, dann spielende Kinder in Zeitlupe, dann ein am Meer gestrandeter Leonardo DiCaprio mit Schlaf in den Augen. Ob’s hier wohl um etwas total faszinierend Merkwürdiges gehen mag? Zum Beispiel Traum- und damit Identitätsfragen? Wow! Christopher Nolan, Meister des Subtilen. Philosophie wird mit Dauergeballer angereichert, Träume werden auf die denkbar fantasieloseste Art ausbuchstabiert und sind sowieso nur Zerstörung statt Kreation, vor Tiefgründigkeit flüchtet sich "Inception" mit schwergewichtiger Planlos-Action, Knalleffekten und nichts sagender Geschwätzigkeit. Und das Unterbewusstsein ist ein Fahrstuhl – doofer geht’s nimmer. Eine einzige Chose und in seiner sklavischen Erzählverliebtheit eigentlich überhaupt keiner Rede wert. Das Bemerkenswerte aber an diesem künstlich verschachtelten und unnötig aufgeblasenen Film, der letztlich nur eine uralte Fragestellung zweieinhalb Stunden lang zu Tode verschnörkelt, ist seine Fähigkeit, eine bildgewaltige Architektur aus reinem Nichts zu erschaffen und mit ihr ein Popcorn mampfendes Massenpublikum so zu begeistern, dass selbst noch der hinterletzte Vollhorst den Abspann in dem Glauben runterrasseln sieht, etwas außergewöhnlich Komplexes und Unbegreifliches gesehen zu haben. Das hat auch bei mir zumindest soweit funktioniert, als ich mich wider besseres Wissen nicht gelangweilt habe (Inception?), obwohl dieser Film bestenfalls die gestutzte gedankliche Schmalspurversion von David Cronenbergs "eXistenZ" ist. Inhaltloses Posing, reine Hülle, Kino fürs Ego. Bäh.

121 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 321 Antworten

Kubrick_obscura

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<3 der cineast <3


dopodynamite

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Die letzten 20 Minuten köstlich amüsiert und das soll jetzt alles vorbei sein?! Ohne mich! Christopher Nolan ist der beste Regisseur aller Zeiten!
*grabbing popcorn*


Dietmar Kesten: Filmmag.de

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5.0Geht so

[...] Mit Sicherheit wird der Film überschätzt. Nolans Kunststück hat natürlich nichts mit der Realität zu tun. Und schon gar nichts mit einer Analyse von Träumen. Dass Nolan dann der Action in „Inception“ einen breiten Rahmen einräumt, sind dann eher Hinweise darauf, dass der Schein trügt und dass der schöne Schein obsiegt. [...]

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Norriz

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@ocin1000
damit meine ich, dass der Film im ersten Anlauf, meiner Meinung nach, unnötig kompliziert wirkt, obwohl bei näherer Betrachtung die dadurch implizierte Tiefe nicht annähernd erreicht wird (man könnte die Story wahscheinlich locker in ein paar Sätzen zusammenfassen). Einfach ausgedrückt wird hier ein recht simpler Plot in ein aufwändiges Kostüm gesteckt, das meine ich mit "mangelhaft konstruiert". Die Fassade wird wichtiger genommen als der Inhalt. Das passt nicht zusammen, da wird man zwangsläufig entäuscht. Die Inszenierung von Inception wiederum finde ich gelungen. Als Beispiel, wie man mit dem Thema "Traum" besser umgehen kann, erwähne ich mal "Mullholland Drive" von Lynch. Der erschlägt einen auch (wie alle Filme Lynchs) mit einer Handlung, die sich einem nicht sofort erschließt, die aber eine solche Tiefe hat, das man auch beim zweiten und dritten Mal noch neue Facetten in der Geschichte entdeckt. "Inception" dagegen schau ich mir wenn, dann nur der Inszenierung wegen nochmal an.


Bigburgy

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Keiner der selbst schonmal einen Klartraum hatte gibt für diesen Film eine 5, den nur wer schonmal luizid geträumt hat, weis wie "real" dieser Film ist, bis auf die Tatsache, dass sie fremde Träume besuchen, ist alles real und wirklich perfekt umgesetzt.


Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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9.0Herausragend

Insgesamt ist Christopher Nolan der bislang beste Film des Jahres gelungen, was allerdings – ohne „Inception“ abqualifizieren zu wollen – weniger dem Film an sich, sondern dem in der Summe doch bislang recht schwachen Kinojahr zu verdanken ist. Nimmt sich Nolan zu Beginn angenehm viel Zeit um Welt und Figuren zu erklären, entspinnt sich in der Folge ein über weite Strecken packender Film, der in einzelnen Momenten eine geradezu atemberaubende Dynamik entfaltet, die Nolan allerdings nicht über die gesamte Spielzeit aufrechtzuerhalten vermag. Gerade in dem „Schnee-Level“ macht sich die weitestgehend kreativarme Umsetzung der jeweiligen Traumwelt negativ bemerkbar, ohne freilich zu einem Totalausfall zu werden Letztlich ist dies jedoch eine durchaus passende Analogie auf den gesamten Film an sich. Es ist bei Weitem nicht alles Gold was glänzt, doch wann immer es sich bei „Inception“ nicht um Gold handelt, ist es zumindest Silber. Dass dies weitaus mehr ist, als das mittlerweile fast nur noch Blech und Schrott produzierende Blockbusterkino Hollywoods für gewöhnlich hinbekommt, steht außer Frage. Gleichwohl täte man gut daran, sich in Erinnerung zu rufen, dass Nolans Streben nach intelligenter Unterhaltung sicherlich kein Grund für einen solch explodierenden Sturm der Euphorie ist, wie ihn der Feuilleton zum Kinostart dieses auch so ausgezeichneten Films entfesselt hat

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Teezy123

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Da muss das Kinojahr aber wirklich schwach gewesen sein.....


Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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10.0Lieblingsfilm

Christopher Nolan ist mit “Inception” erneut das Kunststück gelungen ein Meisterwerk zu produzieren. Mit imposanten Bildern, einer packenden Geschichte und einer guten Besetzung ist “Inception” bis jetzt der Film des Jahres und der Film, den man keinesfalls im Kino verpassen darf. Perfekt gelingt es Nolan anspruchsvolles Blockbusterkino zu erschaffen, dass den Zuschauer zum mitdenken animiert ihn aber nie überfordert. “Inception” ist das “The Matrix” des neuen Jahrtausends!

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Xander8112: Xanders Blog

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7.0Sehenswert

[...]
Inception, der Nolans Bedingung war, um Batman 3 zu realisieren, schafft es tatsächlich, auf eigenen Beinen zu stehen, Blockbuster-Kino mit ein wenig Nachdenken zu verbinden und dabei auch für ein breites Publikum viel zu bieten.

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Dr. Borstel

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3.5Schwach

INCEPTION mag vielleicht komplex sein, seine angebliche Intelligenz suggeriert er aber bloß. Eine philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema Traum und Realität geschieht kaum, wenn überhaupt; statt eines Neuauflage der MATRIX nutzt Nolan seine phantastischen Auswüche für nicht mehr (und nicht weniger) als eine futuristische Version von OCEAN’S ELEVEN: Ein Heist-Movie in Gestalt eines Science-Fiction-Reißers, der optisch zu einhundert Prozent überzeugt, inhaltlich jedoch keineswegs so perfekt ist, wie die verträumten Kritiken und auch der Film selbst uns das glauben machen wollen. [...]

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Norriz

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hast du den Film nochmal gesehen, oder warum fällt er nun krass von 8 auf 3,5 Punkte ab ? Verliert Inception beim erneuten Sehen noch mehr von seiner (angeblichen) Faszination? Oder fallen die doch eher langweiligen und aufdringlichen Actionsequenzen noch negativer ins Gewicht, da man die simple Story nun schon komplett durchschaut hat?
Sollte man dann nicht bei jedem Film mit einer endgültigen Wertung bis zur zweiten Sichtung warten?

Ich für meinen Teil behalte Inception lieber als einen soldiden Mittelmaß-Thriller in Erninnerung, als ihn nochmal zu sehen und schließlich mit leeren Händen dazustehen...


SchorschDiego

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"statt eines Neuauflage der MATRIX nutzt Nolan seine phantastischen Auswüche für nicht mehr (und nicht weniger) als eine futuristische Version von OCEAN’S ELEVEN"

Genau so ist es. Und das schafft Nolan zu 100%. Ich bin davon überzeugt, dass Nolan nicht mehr wollte. Genau deswegen ist Inception auch gut gemacht.


J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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9.0Herausragend

Amtlich. DARK KNIGHT war aber noch besser!

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ninajune

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finde ihn unglaublich gut!! ich war wie geflasht als der film zuende war. am liebsten sofort nochmal!

leo ist für mich in die riege der ganz grossen gerutscht schauspielertechnisch.er wird besser und interessanter mit dem alter.endlich hat er das image des bubis verloren!


fkfilmkritik

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Inception ist besser nein The Dark Knight ist besser blah blah blah.
Sind doch Beide vol geil und meine absoluten Lieblingsfilme.


beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

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10.0Herausragend

[...] Zu jeder Zeit merkt man dem Film das begnadete Können Nolans an, der neben der Regie auch das Drehbuch schrieb und als Produzent fungierte. Die Einführung der Charaktere, das spielerische Erklären des Ausgangszustands, alles greift perfekt ineinander. Ohne lange theoretische Erklärungen der komplexen Zusammenhänge zwischen Traum und Realität nimmt der Film sofort an Fahrt auf und lässt den Zuschauer fast bis zum Ende überraschend im Klaren. Obwohl die Story sich stellenweise über mehrere Traumebenen gleichzeitig ausbreitet, philosophische, ethische und psychologische Fragen aufwirft, findet sie immer wieder Zeit für atemberaubende Action und markige Sprüche, die Anspruch und Mainstream gekonnt miteinander verbinden. [...]

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, Moviebre...

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10.0Herausragend

Der britische Regisseur Christopher Nolan hat eine steile Karriere hingelegt. Sein Debütfilm, der Schwarzweiß-Thriller „Following“, entstand noch in seiner Heimat und wurde ausschließlich am Wochenende gedreht. Es folgten der komplizierte wie faszinierende Film „Memento“, der Alaska-Krimi „Insomnia“ und das Illusionistenduell „Prestige“. Dazwischen inszenierte Nolan noch „Batman Begins“, dem dann 2009 die fulminante Fortsetzung „The Dark Knight“ folgte. Wer sich die Œuvre von Nolan genauer betrachtet, sieht, dass „Inception“ eine logische wie konsequente Weiterführung seines Könnens ist, denn momentan gelingt es niemanden sonst Popcorn und Hintersinn technisch und erzählerisch so sensationell zu vereinen wie Christopher Nolan.

Nolans „Inception“ ist im Grunde ein Heist-Movie. Ein Film über Gauner und ihren großen Coup. Ein immer wieder gern gesehenes Motiv, das meist damit beginnt, dass der Dieb oder die Diebesbande an einem Projekt scheitern und nun versuchen müssen, ein noch größeres Ding über die Bühne zu bringen. „Inception“ hält sich an dieses Muster und dennoch wirkt der Film neu und anders, denn immerhin werden hier keine Casinos oder Banken ausgeraubt, sondern die Ideen eines Menschen und zwar direkt aus seinen Träumen. Die Diebe kommen also geradewegs durch die offen gelassene Tür des Unterbewusstseins.

Natürlich sind Träume keine verschlossenen Häuser, in die ohne weiteres eingebrochen werden kann. Im Film ist es ein ominöser Koffer, der im inneren die Gerätschaft hat, um sich in den Kopf des schlafenden Opfers einzuschleusen. Hier erfordert „Inception“ vom Zuschauer ein gewisses Maß von Akzeptanz, denn wie genau der Koffer funktioniert, wird nicht erklärt. Gut so, schließlich ist der Film schon komplex genug. Jedes weitere Detail mehr und „Inception“ wäre aus allen Nähten geplatzt. Dies soll aber nicht heißen, dass er zu voll gestopft ist. Nein, er besitzt genau das richtige Format. Eine bemerkenswerte Leistung.

Bemerkenswert, wenn nicht sogar phantastisch ist so einiges bei „Inception“. Nolan und sein Team beweisen, dass sich tricktechnische Perfektion und anspruchsvolle Erzählung nicht ausschließen müssen. Die Kombination aus beidem macht den Film so unerhört sehenswert, denn während bei anderen Blockbustern schnell und einfach die wichtigsten Dinge gezeigt, erklärt oder von Anfang an ausgeschlossen werden, lässt „Inception“ den Zuschauer lange Zeit im Dunkeln hinsichtlich einiger wichtiger Facetten der Geschichte. Erst nach und nach wird das Mosaik freigelegt. So gelingt es dem Film mühelos auch als Thriller zu überzeugen, ohne seinen thematischen Kern aus dem Fokus zu verlieren.

Hinter all dem perfekt funktionierenden und harmonierenden Entertainment steckt auch ein Film mit dem prägnanten Charakter des Arthouse-Kinos, der den Verstand des Zuschauers auf eine Reise durchs Unbekannte schickt. Es gibt einige Filme die solch eine Reise anbieten: „Lost Highway“ von David Lynch, „Donnie Darko“ von Richard Kelly oder „Videodrome“ von David Cronenberg. „Inception“ ist jedoch der einzige, der auch als groß angelegtes Unterhaltungskino funktioniert. Damit dieses Kino im Gedächtnis haften bleibt und zu einem Erlebnis wird, nutzt „Inception“ erstklassige Montagen und virtuos komponierte Bilder, die einmal komplett jenseits der Realität und ein anderes Mal direkt aus einem James-Bond-Film entsprungen zu sein scheinen. All dies unterlegt mit dem dröhnenden und brummenden Score des Komponisten Hans Zimmer. Im Gesamtbild betrachtet, ergibt dies alles ein imposantes und eindringliches Filmereignis, das Actionfans genauso ansprechen sollte, wie Freunde des verquerten Gedanken. Dabei sollte eines aber nicht vergessen werden: „Inception“ will im Endeffekt nicht wirklich zum nachdenken anregen, er will vielmehr unterhalten und dies tut er in superber Qualität.

Auch Freunde des ehemaligen Teenie-Schwarms Leonardo DiCaprio dürfen sich freuen. Er spielt den Traumdieb Dom Cobb (in „Following“ heißt eine der Hauptfiguren übrigens auch Cobb und ist Einbrecher, ein netter Verweis) überzeugend und verzichtet darauf, den gebrochen Helden ganzzeitig raushängen zu lassen. An seiner Seite Ellen Page („Juno“), Ken Watanebe („Last Samurai“), Dileep Rao („Avatar“) und Tom Hardy („RocknRolla“). Allesamt begnadete Darsteller, denen der Film klare und, zugegeben sehr berechenbare, Rollen zuteilt. Aber in dieser klaren Linie steckt auch ein großer Gewinn, denn wegen der komplexen Handlung und Regularien des Dreamsharings würden differenzierte Figuren neben Held Cobb den Film nur aufhalten und ausbremsen. Außerdem machen alle Darsteller das Beste aus ihrer Rolle. Die französische Oscargewinnerin Marion Cortillard („La vien en rose“) sorgt als Ehefrau von Cobb darüber hinaus für einige subtile, teils verstörende Spannungsmomente. Eine besondere Erwähnung soll noch Joseph Gordon-Levitt erhalten, der als stilistischer, treuer Sidekick sehr sympathisch, aber gleichzeitig auch sehr professionell dargestellt wird und sich so perfekt in das Team einfügt. Auch Regisseur Nolan scheint von Gordon-Levitt überzeugt zu sein. Er soll im neuen Batman (Drehstart April 2011) den Schurken The Riddler spielen.

Nolans Traumthriller gehört zweifelsohne zu den Highlights des Kinojahres 2010. Der Erfolg des Films zeigt, dass es heutzutage auch Filme gibt, die Kritiker und Zuschauer überzeugen können und weder auf einem Erfolgsroman, noch auf einem Comic oder auf einer TV-Serie beruhen. „Inception“ ist originär. Selbstverständlich gab es schon früher Filme, die sich mit dem Thema Traum und Realität oder dem Eindringen in die Welt des Verstandes und der Gedanken auseinandersetzten, so etwa der Horrorklassiker „Nightmare on Elm Street“, das früher kultisch verehrte Actionspektakel „The Matrix“ oder die schräge Romanze „Vergiss mein nicht“. Wie auch „Inception“ sind dies Filme, die mit ihrer Originalität zu beeindrucken wussten. In Zeiten, in denen Hollywood das Gefühl hat, mehr Fortsetzungen, Remakes und Reboots serviert zu bekommen, als neue Geschichten, wirkt „Inception“ so noch stärker wie ein cineastischer Befreiungsschlag, der seinen finanziellen Erfolg absolut verdient hat.

„Inception“ verfügt über eine enorme Anziehungskraft. Die ersten Teaser und Trailer waren bei so manchem verkorksten Kinofilm der eigentliche Höhepunkt. Auch wenn die letzten Promos online, im Kino oder im TV einiges zu viel gezeigt und verraten haben, gibt es keine einzige Sekunde im Film, in der der Zuschauer nicht gespannt und konzentriert auf die Leinwand starrt und sich hier und da verwundert die Augen reibt. Sei es wegen der enormen Schauwerte, die so sicherlich nur auf einer großen Kinoleinwand zur Geltung kommen, oder weil es der Film schafft, mit einer emotionalen Wucht, hervorgerufen durch die Geschichte und die Leistung der Darsteller, die tricktechnischen Szenen zu parieren. Wie bereits erwähnt, Christopher Nolan weiß, wie er die Kräfte des Kinos bündeln kann.

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Dolly Zoom

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Ich finde die Verweise durchaus sinnvoll. Natürlich schließen sich Vergleiche mit Inception aus dem vom Filmsüchtigen genannten Grund aus, doch du ziehst ja auch keinen, stuforcedyou, sondern wirfst die Frage auf, ob Nolans (womöglich höher zu bewertende) Leistung nicht eben darin bestand, die sogenannte "Reise durchs Unbekannte" als großes Unterhaltungskino zu inszenieren.


wernerbremen

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mir gefällt dein satz: "jedes weiter detail und der film wäre aus allen nähten geplatzt" ich find genau das ist er :) ich hätts nicht besser beschreiben können


the gaffer: the-gaffer.de

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4.0Uninteressant

Ob man im Nachhinein gern das Geld für die Kinokarte ausgegeben hat, wird nicht unwesentlich davon abhängen, wie man zu den anderen Filmen des Regisseurs steht. Das eigentlich Traurige ist nun, dass “Inception” in Bezug auf die Fähigkeiten seines Machers keinerlei Neuigkeiten bereithält.

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Hitmanski: It's just a film, Reihe Sie...

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4.5Uninteressant

OhOhOh, wenn man sich hier so umsieht, dann fühlt man schon eine gewisse geistige Seelenverwandschaft mit Ronald Reagen aufkeimen - man ist umgeben von Roten...

Es wäre natürlich billig und ungerechtfertigt, wenn man einem Produkt den Hype vorwerfen würde, der es umweht - trotz alledem beeinflusst eine solche Omnipräsenz das eigene Sehverhalten und die Wertung dessen was man sieht. Ich wäre niemand, der „Inception“ wegen des Hypes als solches schlecht findet, aber ich gebe zu, es wurden bei mir - sowohl bewusst als auch unbewusst - Erwartungen geweckt, denen er nicht standhalten kann.

Das liegt nicht etwa an der Geschichte oder den Winkelzügen, denen sich Nolan hingibt. Bezüglich dessen habe ich genau das bekommen, was ich erwartet habe: Eine in sich logische Konstruktion, die für den geneigten Zuschauer genügend Ansätze zur weiteren Interpretation und Deutung beinhaltet, aber nicht gerade vor Kreativität platzt. „Inception“ ist bei aufmerksamer Betrachtung in jedem Moment logisch - aber besonders intelligent oder kreativ ist er dabei noch lange nicht, da helfen auch ein paar bedeutungsschwere Kreiseldreher nicht. Sicherlich, man kann über vieles spekulieren, und ich bin überzeugt es gibt freundliche Menschen hier, die mir besondere Deutungen vorstellen werden - aber in Essenz ist der Grundplot nichts weiter als „Oceans Eleven“ mit negativen Vorzeichen und einem Hauch „Matrix“. Sicherlich, das Ende ist der Hinweis mit dem Vorschlaghammer, das Internet mit Theorien zu überfluten - aber es wirkt seltsam unpassend, hat Nolan sich bis zu diesem Schlusspunkt doch ständig dazu berufen gefühlt, dem Zuschauer alles haarklein zu erläutern und/oder deutlich unsubtil vorzusetzen. Damit man mich nicht falsch versteht: Mir persönlich macht das nichts aus, aber ob es wahrhaft so komplex ist, wie manche vielleicht erwarten, wage ich in Frage zu stellen.

Das wirkliche Problem von „Inception“ ist aber nicht die Handlung, sondern vielmehr die Tatsache, dass Nolan diese nur als Aufhänger für überlange Actionsequenzen missbraucht. Diese erinnern zum Teil frappierend an schonmal Dagewesenes, von James Bond bis hin zu „Matrix“, sind vorallem aber das ermüdende Zugeständnis an das einnahmenträchtige Popcornpublikum. Der Verweis, solch eine rasante Abfahrt inklusive Granatwerfer-Biathlon sei doch nunmal ein "typischer Traum" ist doch recht einfach und passt so garnicht in die sonstige durchkalkulierte und unpersönliche Traumarchitektur. Natürlich, es gibt formell nichts zu beklagen an der Explosionsfront, technisch ist das alles einwandfrei - aber es berührt mich zu keinem Zeitpunkt. Da wären zum einen die Träume selber, die eindeutig die Handschrift Nolans tragen - nämlich die eines kalkulierenden Technokraten. Es ist diese klinische Perfektion, die akribische Planung der ganzen Traumwelt, die jeglichen emotionalen Zugang zu ihr verbaut - ein paar lieblose Physik- und Schwerkraftsspielreien ist das Maximum an Möglichkeiten im nolan´schen Kosmos. Dieses Konzept der Sterilität mag bei „The Dark Knight“ funktioniert haben, aber nicht hier, wo der Dreh- und Angelpunkt doch letztendlich die Fantasie und das Unterbewusstsein sind. Die surrealen Einschübe kommen da ähnlich galant um die Ecke, wie der Güterzug, der sie darstellen soll.
Zum anderen sind es die Akteure, die sich innerhalb des Traumkonstrukts bewegen: Es gibt keinen emotionale Bindung zu ihnen; genau wie die Traumwelten begegnen sie einem seltsam kalt, distanziert und trotz (langweiligem und pathetischen) Liebesgedöns komplett asexuell. Durch dieses Defizit bei den Figuren kommt es auch dazu, dass sich keinerlei wirkliche Dramatik entwickelt: Da kann der Score noch so laut rumdonnern und noch soviel Kameratrickerei auf dem Schirm zu sehen sein - solange mir die Figuren herzlich egal sind, solange stellt sich auch kein Gefühl des Mitfieberns ein, zumal es bei DiCaprio reichlich Parallelen zu seiner - auch nicht gerade vor Kreativität strotzenden - Rolle in Scorseses „Shutter Island“ gibt.

Ich habe lange überlegt, welche Punktzahl denn „Inception“ nun schlussendlich angemessen ist: Zum einen mag der Film für Leute mit überdurchschnittlichen Hang zur Interpretation vielleicht die eine oder andere Ebene offenbaren, über die er glücklich ist und die höhere Wertungssphären rechtfertigt. Wer dieser Vorliebe jedoch nicht frönt (was herzlich wenig mit dem Verständnis des Films als solches zu tun hat - nur um diesem Vorwurf vorzubeugen), der bekommt klinisch-perfektes Actionkino neuerer Bauart. Für zweitere Gattung gilt: Man kann sich „Inception“ ansehen, aber ich wüsste wirklich nicht, was einem fehlen würde, wenn man es nicht täte.

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Hitmanski

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Joa, nochmal auf DVD gesehen, hat den Film nicht besser gemacht...


Hirnfrost

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Der Vergleich mit Ronald hat mich echt zum lachen gebracht.
Ich mag dich.


Sm0K1ngGnu

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8.5Ausgezeichnet

Für einen Traum sieht man leider zu wenig surreales (auch wenn erklärt wird, warum das so ist). Netter Heist-Action-Movie, wird aber dem Hype nicht gerecht, mit Sicherheit nicht Nolans bestes Werk (und sicher nicht der drittbeste Film aller Zeit, wie IMDb-User uns glauben lassen wollen).

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ocin1000

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Warum zu wenig surreales? Spiele mit der Schwerkraft, sich formende Brücken, eine ganze stadt klappt zusammen... Ich finde das genügt, denn im Traum ist meist nicht sehr viel merkwürdig...:)


SgoTscH

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Stimmt, für den Trailer hats gereicht. :)


CineKie: CineKie.de

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7.0Sehenswert

Inhaltlich interessante und optisch ansprechende Mischung aus Heist, Action, Science-Fiction und Drama mit mehreren kleinen bis mittelgroßen Schönheitsfehlern, die keineswegs so intelligent ist, wie vielerorts berichtet wird.

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sathya bernhard

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die idee ist phantastisch, die ausführung des skriptes ist nicht ganz in meinem rahmen der erfüllung, da viel zu viel gewalt bei diesem sensiblen thema gewählt wurde...auch die ebene der träume aus geistiger sicht wurde nicht ganz berücksichtigt, da träume doch für jeden von uns lebensaufarbeitende themen bietet, verbindungen zu sich und dem höheren selbst schaft usw.


Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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9.0Herausragend

Hat mir großen Spaß bereitet und gehört mit Sicherheit zu den tollsten Kinomomenten des Jahres. An sich bastelt Nolan wie schon in PRESTIGE eine sauber ausgearbeitete Welt und erklärt sie uns Stück für Stück. Und verdammt, er macht das so unglaublich toll. Blatt für Blatt, Ebene für Ebene, Genre für Genre. Rundum stimmig bis auf minimalste (!) Kleinigkeiten. Wobei mich dennoch interessieren würde was Satoshi Kon mit diesen Mitteln für einen Film geschaffen hätte. Da ist definitiv noch (etwas) Luft nach oben..

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Bandrix: City of Cinema

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8.5Ausgezeichnet

Samstag.
Datum: 31.7.2010
Uhrzeit: 7:30
Ring-Ring-Ring.
Mein Wecker klingelt. Noch völlig benebelt tasten meine Finger in seine Richtung. Hauen kurz drauf und er verstummt. Langsam werde ich klar im Kopf und mein erster Gedanke: INCEPTION!
Heute ist der Tag, an dem ich ihn endlich sehen werde. Der Film, der hunderte Höchstwertungen hervorbringt, der Film, der in den Himmel gelobt wird und Rekordeinnahmen einfährt. Heute abend werde ich den angeblichen Film des Jahres im Kino sehen. Wenn man den Kritikern Glauben schenken darf.
Inzwischen ist es zehn Uhr und ich beginne das zu tun, was frischgebackene 18- Jährige eben so tun. Richtig, ein Auto suchen und hoffentlich auch kaufen. Um 11 Uhr werde ich tatsächlich fündig, der jetzige Halter muss nur noch den Fahrzeugbrief finden.
Doch ein Gedanke nistet sich in meinem Gehirn ein und hämmert gegen meine Schläfen: INCEPTION!
Mir wird bewusst, was ich doch für ein großer Freak sein muss, wenn ein Kinofilm mehr Glückshormone auslöst, als der Kauf eines Wagens.
Noch dazu habe ich am Sonntag meinen ersten Arbeitstag. Das Leben kann manchmal so schön sein. Aber ein Gedanke beherrscht mein Schaffen immer noch: INCEPTION!
Endlich abends, 19:50.
Die Lichter verdunkeln sich und der Vorhang geht auf. Im größten Saal meines Kinos fängt Hans Zimmers Musik in meine Ohren zu wummern. Aber ist das positiv? Nein, ganz und gar nicht. Der Score nervt und das über die gesamte Laufzeit von stolzen 148 Minuten.
Dann die Story an sich. Wo war das denn bitte tiefgründig, wo so intellektuell? Die Geschichte zieht sich wie Kaugummi. Spannung kommt selten auf!
Christopher Nolan präsentiert uns eine Zeitlupenaktion nach der anderen und vergisst dabei wahre Action zu zeigen. Die Spezialeffekte sind, wenn sie denn aus dem Rechner stammen, erschreckend unrealistisch und fade. Von den Dialogen ganz zu schweigen.
Die Schauspieler versagen allesamt. Leonardo Di Caprio spielt so schlecht wie ewig nicht mehr und Joseph Gordon Lewitt gehört zurück in die Versenkung aus der er gekrochen ist. Ellen Page und Marion Cottilard, zwei meiner Lieblingsschauspielerinnen, überzeugen gar nicht. Sie agieren hölzern und ziehen den gesamten Film nach unten. Michael Caine wird sowieso gnadenlos verheizt und Ken Watanabe weiß nicht genau ob er gut oder böse ist. Cillian Murphy, endlich mal wieder in einer großen Rolle zu sehen bleibt blass.
Zudem noch das offene Ende, das mir wirklich den letzten Nerv raubt.
Christopher Nolan ist vom Wunderkind zum Sorgenkind geworden. Ein tiefer Fall.

Ring-Ring-Ring.
Datum: Sonntag, den 1.8.2010
Uhrzeit: 7:30
Schreiend wache ich auf. Schweißgebadet fege ich meinen Wecker vom Tisch und springe auf. Was ist Wahrheit? Ist „Inception“ wirklich so mies, oder war das nur ein Alptraum? Was ist Realität und was Fiktion? War das real? Oder eben nur ein böser Traum?
Unentschlossen blicke ich in den Spiegel und da fällt es mir wieder ein.
„Inception“ war keinesfalls mies, er war, im Gegenteil, richtig gut. Nur leider ist er nicht das Meisterwerk geworden, das ich erwartet hatte. Doch kann das auch damit zusammenhängen, dass Nolan einfach konstant sehr gute Filme abliefert und seine Messlatte einfach schon sehr hoch liegt.
Alle oben genannten Punkte entsprechen nicht der Wahrheit. Besonders Ellen Page und Marion Cotillard hat mein Alptraum zu Unrecht runtergezogen. Im Gegenteil, sie spielen fantastisch. Vor allem Cotillard ist derart fantastisch, sie überzeugt jede Sekunde. Manchmal sind meine Gedanken während ihren Szenen ein bisschen abgeschweift…
Der Score ist natürlich wieder ne Wucht, zwar nicht ganz so spannend wie bei „The Dark Night“, aber immer noch erste Klasse. Leonardo DiCaprio spielt natürlich wieder mal groß auf. Cillian Murphy ist auch erstaunlich lange zu sehen, eine freudige Überraschung. Die Story ist erstaunlich geradlinig, da ist man ein bisschen unter den Möglichkeiten geblieben. Außerdem haben wohl alle, die den Film als pseudophilosophisch beschreiben, den Film offensichtlich nicht verstanden. „Inception“ ist nun mal kein hirnloser Blockbuster, das Köpfchen muss auch immer mitziehen. Der Rest kann sich ruhig zum zehnten Mal „Transformers 2“ anschauen. Das offene Ende finde ich auch klasse, da es für jeden Zuschauer anders aussieht. Im Großen und Ganzen ist der Film sehr gut durchdacht. Mir ist nur ein kleiner Logikfehler aufgefallen, keine große Sache. Visuell eindeutig einzigartig, mit wirklich originellen Actionszenen und einem hohen Spannungsgehalt.

Bin ich froh, dass der Alptraum ein Alptraum geblieben ist…

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Claudia :)

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@Bandrix: Ja das mit dem Tressor wäre sicherlich viel einfacher gewesen und irgendwie fällt mir das jetzt auch gerade erst auf, dass ich da wohl auch nicht ganz auf der Höhe war... :D


Bandrix

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@fabel: Haha, danke dir! :D
@Claudia: Jep, man muss da halt jede Sekunde aufpassen! Sind wir halt einfach nicht mehr gewöhnt heutzutage! ;)


Arakune: Das Manifest, CinemaForever...

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6.0Ganz gut

Träume - unsere ganz eigene Welt. Nacht für Nacht betreten wir sie, ob wir uns nun danach daran erinnern oder nicht. Im Schlaf bestehen wir unsere größten Abenteuer, sind die coolsten Typen und können sein, wer wir sein wollen (oder wie unser Unterbewusstsein es wohl eher will). Denn mit Träumen verarbeitet es die Geschehnisse des Tages oder teilt uns wichtige Dinge mithilfe bedeutungsschwangerer Symbole mit, die wir eigentlich schon verdrängt hatten. Der Traum ist im Prinzip unsere ganz eigene "Matrix". Eine Welt, nur für uns geschaffen, in der unsere Kreativität keine Grenzen kennt, die so real wie die Realität selbst erscheint. Erst, wenn wir aufwachen, merken wir, dass irgendetwas nicht stimmte, dass irgendetwas komisch war in dieser doch auf den ersten Blick so wirklich erscheinenden Welt...
Ähnlich verhält es sich auch mit dem neuesten Christopher Nolan-Film INCEPTION. JAMES BOND trifft auf ein Charlie Kaufman-Drehbuch, trifft auf MATRIX, trifft auf OCEAN'S ELEVEN, sagt man sich da nach einer Weile, passt es doch fast wie die Faust auf's Auge. Aber trotz dieser scheinbar unkombinierbaren Fülle an Genre-Klassikern verliert INCEPTION zu keiner Zeit seine Originalität, was den charmanten Nebenfiguren und Schauspielern, den grandios-verschachtelten Erzählebenen, der opulenten Action und den optisch beeindruckenden, der Physik strotzenden Schauplätzen zu verdanken ist. Am meisten aber wohl trägt das Thema selbst dazu bei, dass dieser Film ein Meisterwerk an filmischer Unterhaltungskunst ist: Die Möglichkeit, in Träume anderer einzubrechen, ihnen Informationen aus den Gedanken zu stehlen, gar eigene Informationen/Ideen in ihr Gedankengut einzupflanzen oder einfach nur gemeinsam durch den Traum zu wandeln und die Umwelt mithilfe der Vorstellungskraft zu manipulieren (dem Dream-Sharing).
Dabei werden dank spektakulärer Action, dynamisch-schnellen Schnitten, genialen Zeitlupen-Aufnahmen und einer Story, so einfach und doch so komplex, dass es unzählige Interpretationsmöglichkeiten gibt und umfangreiche Analysen möglich sind, sowohl Action-Fanatiker als auch Freunde intellektuellerer Streifen erstklassig bedient. Die perfekte Gratwanderung zwischen Mainstream und Anspruch, zwischen purer Unterhaltung und nahezu existenzieller Fragen, die INCEPTION aufwirft.
Und dabei stimmt alles: Vom genialen industriell angehauchten Hans Zimmer-Score, der sogar mich - als jemand, der nicht unbedingt der größte Fan seiner Filmmusik ist - begeistern konnte, über das regietechnisch nahezu fehlerlose Zusammenspiel von Bild und Sounddesign, das heutzutage ihresgleichen sucht und dabei Augen und Ohren verwöhnt und bis zum audiovisuellen Orgasmus bringt, wie es sonst kaum ein zweiter Film schafft, bishin zur üppigen Bombast-Action, die einem ein paar geistige Verschnaufpausen von den vielen Informationen bietet, welche einem in INCEPTION nähergebracht werden. Aber von Verschnaufpausen kann hier eigentlich keine Rede sein, denn die Story fährt annähernd immer mit 180 Sachen von einem spektakulären Schauplatz zum nächsten und hielt meinen Puls dadurch konstant auf 120 Bpm, ließ mich den ganzen Körper permament vor Aufregung anspannen, ließ mich alles um mich herum vergessen und bescherte mir damit die spannendsten und unterhaltsamsten 148 (Film-)Minuten meines Lebens. 148 Minuten, die mir rückblickend wie kurze 80 vorkamen.
Und auch jetzt, nach der zweiten Sichtung innerhalb von drei Tagen, wurde mein Eindruck und die damit einhergehende Faszination für diesen Film und seiner Idee nicht geschmälert, im Gegenteil: Auch, wenn beispielsweise die vielen Actionszenen nun negativer ins Gewicht fielen als beim ersten Mal, so habe ich beim zweiten Mal im Gegensatz dazu noch viel mehr kleine Details entdecken können an diesem köstlichen cineastischen Glückskeks und damit noch nicht einmal ansatzweise alle gefunden, die in INCEPTION versteckt sind, was mich den Film noch mehr mögen lässt, als ich es ohnehin schon tue. Selbst, als ich das Ende schon kannte, raste mein Herz in der finalen Szene, hoffend, dass ich doch noch etwas daran ändern könnte und in diesem Moment völlig vergessend, wie nochmal der Ausgang der Geschichte war. Ich war von einem Film noch nie so stark fasziniert, wurde noch nie so zu Reflexion getrieben und überdies brachte er mich sogar schon dazu, mich über das luzide Träumen zu informieren, um es vielleicht auch irgendwann einmal zu erlernen. Ein Filmerlebnis, an das ich noch lange zurückdenken werde.
Und an alle INCEPTION-Verreißer, die dem Film zu viel effekthascherische Action, zu große Rationalität bei der Darstellung der Traumwelt oder mangelnde Tiefe der Nebencharaktere (aufgrund der fehlenden Vorgeschichten) und was-weiß-ich-noch-alles ankreiden wollen: Ihr müsst stets bedenken, dass dieser Film nie hochintellektuelles Arthouse-Kino für Philosophie-Fetischisten sein will - er ist schlicht ein anspruchsvollerer, hochunterhaltsamer Mainstream-Blockbuster, in den man viel hineininterpretieren kann, aber nicht muss. Na klar, hat der Film hier und da Schwächen und ist beiweitem nicht perfekt. Darüber kann ich aber getrost hinwegsehen, wenn ich nur an diese grandiose, durchweg spannende Kino-Unterhaltung denke und die Gedanken, die er meinem Gehirn zu entlocken scheint.

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SiameseAlex

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Wouh! Jetzt erst gelesen und wirklich KEINE der bestimmt 100 Kritiken, die ich mir bisher angetan habe, spricht mir DERART aus dem Unterbewusstsein wie dein Text!
Danke, kann ich mir mein angedachtes Review jetzt nämlich getrost sparen. ; ) Denn du bist einer der wenigen, der es endlich mal schafft den bewusst empfundenen Hype um den ganzen Film miteinzubeziehen und trotzdem nicht davor zurückzuziehen, nur um ihn deshalb abzuwerten und so womöglich 'individueller' zu wirken. Viel trauriger ist es nämlich das eigene Kinoerlebnis dadurch zu schmälern, indem man sich die Laune von Menschen vermiesen lässt, deren Charakter zu gerne exzeptioneller als der vieler anderer wäre, dies aber aufgrund der von wiederum Anderen eingeleiteten Inzeptionen im Grunde genommen gar nicht möglich ist. Pseudo-Anti-Haltung olé!


mikkean

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Lang, aber voller Aussagekraft. Gibt es eigentlich jemanden, der an "Inception" etwas auszusetzen hat?


Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ... Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ...

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8.5Ausgezeichnet

Der große Reiz von Christopher Nolans Film Inception besteht tatsächlich darin, dass er das im Grunde doch dröge Hadern um den Sinn des Träumens als atemlose Action auf die Leinwand bringt. Statt mühsamer Ableitungen aus dem Alltagstrott der Psyche und ihrer dürren Versprachlichungsformeln gibt es hier das volle Jahrmarktprogramm: waghalsige Verfolgungsjagden, trickreiche Schießereien, einstürzende Fassaden, geflutete Städte, Bergbesteigungen, Tauchaktionen und Kampfszenen im Zustand der Schwerelosigkeit. Während der Zuschauer – und darin liegt nun eben das besondere Vergnügen an diesem Film – sich unentwegt in der Kunst der Hermeneutik versucht, also dem Ganzen einen Sinn ablesen will. Der „Suspense“ dabei ist ein anderer als der klassische, wenn man um die Explosion einer heimlich gelegten Bombe fürchtet. Die Fragen, die sich der Zuschauer in Inception wieder und wieder beantworten muss, sind beunruhigender und grundsätzlicher: Sehen wir einen Traum- oder einen Wachzustand – oder träumt hier nur jemand, dass er aufwacht? In welcher Traum-im-Traum-Ebene befinden wir uns, beziehungsweise: in wessen Unterbewusstsein? Und wichtiger noch: Was hat das alles zu bedeuten?

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McMercy

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Also die Frage in welcher Traumebene wir uns befinden stellt sich doch imho in diesem Film gar nicht. Alle Träume sind klar voneinander getrennt, allein schon die Wahl der unterschiedlichen Locations lässt da gar keinen Zweifel aufkommen. Auch die zeitliche Abfolge ist abgesehen vom Flash Forward zu Beginn des Film völlig chronologisch. Allein zum Schluß wirft der Regisseur durch den Kreisel nochmal die Frage auf ist der Traum zu Ende oder dauert er noch an. In dieser Beziehung sind Filme wie Total Recall wesentlich verschachtelter gemacht und auch spannender. Ich finde nach Memento hätte man von Nolan mehr erwarten können.


HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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9.0Herausragend

Inmitten einer Welle von Sommer-Blockbustern, die mit einem Fingerhut Intelligenz und der Aufmerksamkeitsspanne eines Dreijährigen auskommen, wirkt "Inception" wie ein Schock. Das neue, 160 Millionen Dollar teure Werk des "Dark Knight"-Regisseurs Christopher Nolan ist keine Comic-Verfilmung, beruht auf keinem Bestseller und trägt keine Fortsetzungsziffer hinter dem Titel. Der Film ist geradezu beunruhigend vorbildlos und einzigartig. [...]
Nolans handwerkliche Leistung ist enorm. In den meisten Blockbustern hat man das Gefühl, dass Charaktere und Handlung hinter den Spezialeffekten nur dritte Geigen spielen. Nolans Fabel ist derart originär, dass sie die Effekte mühelos in Zaum hält - und das will etwas heißen bei deren Güte.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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8.0Ausgezeichnet

Fraglos ist dieser Film ein souverän entworfener und niemals langweiliger Abenteuerspielplatz mit architektonisch gelungenen Blickachsen, Wandelgängen und Bauten in Bauten. Bei näherer Betrachtung aber erweist sich "Inception" vor allem als eines: eine gewaltig verschachtelte Aufräumfantasie, die den Helden vom traumatisierten zum handlungsfähigen Mann wiederherstellt.

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Corsovilla: SchönerDenken

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10.0Lieblingsfilm

Ja, “Inception” – der Film über einen Traumdieb, der sich seinen eigenen Albträumen stellen muss – ist ein großer Wurf, Großes Kino für das 21. Jahrhundert: klug, schön, aufregend, wirkungsmächtig, ungewöhnlich, einfallsreich, elegant aufgebaut, liebevoll im Detail, handwerklich brillant. Es fällt schwer, nicht euphorisch in Superlativen zu schwelgen: Für den phantastischen Film ist “Inception” ein Meilenstein wie “2001″ und “Blade Runner”. (Mehr im Podcast)

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Thomas Klingenmaier: Stuttgarter Zeitung Thomas Klingenmaier: Stuttgarter Zeitung

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9.0Herausragend

Das Seltsame an "Inception" ist, dass er ganz anders aussieht als jener Kunstthriller, der sich aus Nolans Prämisse fast schon von selbst entwickeln könnte. Dies ist kein Vexierspiel suggestiver und surrealer Traumgebilde, die im vage Symbolischen, im hypnotisch Rätselhaften, im ominös und klugheitssummend Andeutungsreichen bleiben. Dies ist ein Rabatzfilm erster Güte, dessen diverse Traumebenen aussehen wie verdichtetes Actionkino, wie ein unzensiertes Ballerspiel, wie ein schikanöser Karambolagerennparcours. [...]
Noch seltsamer ist, dass "Inception" dabei nicht hohl und oberflächlich wirkt, sondern beunruhigend. Wenn hier das Unterbewusstsein intelligenter Menschen aus Versatzstücken des Aggressionskinos besteht, dann werden dem Kinogänger seine Freuden als Einfalltor des Bösen schaurig gemacht. "Inception" setzt Grenzverletzung, Manipulation, Fremdbestimmung mit Filmbildern gleich. Nolan vergnügt uns mit Tempo, Bildwitz, Kniffligkeit und flüstert uns zugleich zu, die schönen Bilder seien Teil einer Gleichschaltung unseres innersten Wesens.
Das Seltsamste aber ist, dass dieser Hollywood ins Zwielicht ziehende, ein wenig Mitdenken fordernde Film in einer Zeit feigster Produktionsentscheidungen und dümmster Versuche, Blockbuster zu planen, finanziert wurde. Nolan durfte 160Millionen Dollar auf ein Projekt verwenden, das Studiomanager eigentlich in Panik verfallen, nach Nachdrehs, Umschnitten und Versimpelung schreien lassen müsste. Aber sie wussten ja gar nicht, in was sie sich einmischen sollten. Nolan hat seinen Film weitgehend abgeschirmt gedreht, über Plot und Stil lag der Mantel der Geheimhaltung. - Ob wir "Inception" etwa nur geträumt haben?

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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7.0Sehenswert

Inception ist wie eine Traum-im-Traum-Anordnung gebaut, ein Film ohne eindeutigen Beginn und mit äußerst ambivalentem Ende - eine Mise en abyme, die wie ein Computerspiel fortlaufend ihre Ebenen wechselt. Christopher Nolan, der britisch-amerikanische Tüftler unter den Hollywoodregisseuren, hat sich schon immer für solche narrativen Verwirrspiele begeistert (und demgegenüber psychologische Motivationen vernachlässigt).
Mit dem neuen Projekt, seinem seit dem Debüt Following ersten allein verfassten Drehbuch, wuchsen die Ambitionen besonders rasant in die Höhe. Das Resultat ist ein maßloser Film, der mitunter zu viel auf einmal will, aber gemessen an den kreativ engen Begrenzungen vergleichbarer US-Produktionen (über 200 Mio. Dollar Budget) über visuelle Sensationen verfügt, die Raum- und Zeitachsen auf schwindelerregende Weise durcheinanderwirbeln.
Die amphibische Qualität von Inception ist aber nicht nur produktionsbedingt - ein Blockbuster, der Autorenschaft beansprucht -, sondern tritt auch im Inneren als Spannung auf, wenn der Film zugleich Actionfilm, Spionagethriller und Drama eines traumatisierten Helden sein will, der mit den eigenen Phantomen einen Kampf austrägt. Vor allem letzterer Aspekt erinnert durch den gemeinsamen Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio an Martin Scorseses Shutter Island, dem die Verquickung persönlicher und kollektiver Traumata allerdings überzeugender gelang. [...]
Was allerdings bei all dem souverän exekutierten Traumsurfing in den Hintergrund rückt, ist der soziopolitische Widerhall des Films, ein gesellschaftliches Außen, mit dem er noch in Verbindung träte. Der melodramatische Teil der Erzählung ist auf individuelle psychische Dispositionen zurückgeschraubt, auf Archetypen, die in ihrer Funktionalität letztlich recht eindimensional bleiben. Der Traum im Traum im Traum bleibt ein verschlossener Bau, aus dem keine Idee in die Freiheit führt.

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Werner Busch

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8.5Ausgezeichnet

Was wäre Inception noch, wenn man ihm [...] die Verschachtelung der Realitätsebenen, nehmen würde? Wenn der Diebstahl in einem einfachen, materiell hergestellten Setup [...] stattfinden würde? Der Film müßte ohne die zuvor erwähnten, einzigartig-fantastischen Bildwelten auskommen, wäre aber wohl immer noch ein ziemlich spannender und in jedem Fall unterhaltsamer Heist-Movie mit einem schönen Cast [...]. Das ist Inception nicht. Seine erzählerischen Strukturspielereien machen ihn zusammen mit seinen imposanten Bildern und deren virtuoser Montage zu dem großen Film, der er ist.

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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10.0Herausragend

[...]Es ist wirrköpfiges Zeug, das einem nach der Sichtung von „Inception“ durch den Schädel schießt. Kaum mehr als der Versuch, auch nur einen Bruchteil des Gesehenen, des Erlebten in annähernd passende Worte, in die Bedeutung aneinandergereihter Buchstaben zu pressen, während einem die unter dem letzten geschriebenen Wort weiße Seite entgegenblickt und man weiß, dass es einem nicht gelingen wird, nicht gelingen kann. Das erste Lied, das einem nach der Sichtung aus dem Radio entgegenschallt? Passenderweise Nenas „Nur geträumt“, »Ich hab' heute nichts versäumt, Denn ich hab' nur von dir geträumt«. Ist das so, waren das zweieinhalb Stunden in einem Traum, dessen einziger Existenzbeweis hinterher nun eine eingerisse Kinokarte ist? Aber nein, denn dafür hat sich dieser Film viel zu intensiv ins Gedächtnis eingenistet[...]Ja, „Inception“ ist wirklich so groß. Und davon nicht nur geträumt zu haben, sondern diese Größe tatsächlich erlebt zu haben, dieser Vollendung eines Gedankens in vollem Bewusstsein beigewohnt zu haben, genau dafür ist Kino gemacht. Alles andere ist nur ein Traum...[...]

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Was dem Film fehlt ist Drive und wirkliche Spannung, was vor allem an den extrem blassen Charakteren liegt, von denen keiner eine echte eigentliche Persönlichkeit hat, die über das hinausgeht was die allesamt sehr talentierten Darsteller ihnen mitgeben können. Ellen Page ist Ursel Exposition und eigentlich nur als Ausrede dafür vorhanden die ellenlangen Erklärungen im Film unterzubringen, die den Streifen im ersten Akt dominieren. Wie weiland Joachim Blublath führen die Figuren sie in die Mechanik des Traumes ein, inkl Risiken und Nebenwirkungen.

Das Trauma von DiCaprios Dominic wird weidlich ausgespielt, bis auch dem letzten Zuschauer klar ist, wie die weitere Handlung verlaufen wird. Es wird erklärt, erklärt und noch mehr erklärt, ohne das wirklich etwas passiert und – was schlimmer ist, ohne das die Figuren ein Eigenleben entwickeln. Das der ganze Heist an einer Aufgabe hängt, die etwa halb so involvierend ist wie die Einführung einer neuen Cola mit Rühreigeschmack, macht es auch nicht eben leichter wirklich mitzuzittern.

(...)

Nolan ist ein Kopfmensch, ein Trickser, dessen Traumwelt den aseptischen Charme einer Tabellenkalkulation hat und der wie schon in früheren Filmen deutlich wurde, für echte Menschen, Figurenentwicklung und Gefühle die über die Behauptung derselben hinausgehen, wenig Sinn hat. Das Unterbewusstsein sympolisiert er als Fahrstuhl, bei dem die dunkelsten Erinnerungen natürlich im Basement zu finden sind. Wir wissen nichts über die Figuren als Menschen, jenseits ihrer Funktionen und des plakativen Traumas von DiCaprio. (...)

Zum Glück gewinnt Inception an Fahrt, wenn die Expositionsmarathons erstmal überstanden sind und der eigentliche Heist losgeht. (...)

Die wirklich spannenden Ideen, die Nolan in den Raum wirft, das Konzept der Idee als Virus, die weitreichenden Konsequenzen des Traumdiebstals, der Abhängigkeit von der Traumwelt und der Inception werden nichtmal oberflächlich angekratzt und weichen durchschnittlichen Actionmomenten und Schießereien, die wir schon oft und besser erlebt haben.
(...)

Unterm Strich bleibt ein toll besetzter Film, mit einigen sehr schönen Momenten, grandiosen Tricks, der im Endeffekt viel Lärm um recht wenig Substanz macht und insgesamt als einer der freud- und phantasie und humorloseren Einträge ins Genre des Traumfilms zählen darf. Angesichts des traurigen bisherigen Kinojahrs, welches außer Sequels, Remakes und Adaptionen nicht viel zu bieten hatte, ist Nolan mit diesem Film neben Toy Story 3 aber dennoch einer der großen Lichtblicke, was zugegeben aber auch nicht so schwer ist.

Achja: Die Musik von Hans Zimmer nervt, da sie den ganzen Film in zwei Modi durschrammelt, ominöses Blubbern und dramatisches Hornpupsen mit Verstärkung.

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Nahtigall

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ein echter Batzman eben. Was Ellen Page angeht zeigt deine Kritik richtige Ansätze. Allerdings fehlt es dem Film nicht an Spannung und an Substanz hatte der Film mehr zu bieten als (fast) alles was in den letzten 2 Jahren in die Kino`s kam. Jedenfalls in einen Film verpackt der auch zu unterhalten weiss.

Achja: Die Musik. Die ist genial wie immer auf den Punkt gebracht. Sie verstärkt die surreale Atmosphäre ohne zu dominant zu sein. Hans Zimmer eben, ein Garant für die besten Score`s und Soundtracks


countcount

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Guter Kommentar, Batz.


Flibbo: Wie ist der Film?

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9.0Herausragend

[...] Die Schnitte in den Szenen setzen früh ein, damit keine unnötigen Sekunden vergeudet werden. Dass die Laufzeit dennoch fast zweieinhalb Stunden beträgt, zeigt, wie viel „Inception“ zu erzählen hat. Dabei bleibt kaum Zeit, einen Blick auf die Armbanduhr zu werfen. „Inception“ ist ein breiter Gigant – nicht langgezogen, sondern voller Informationen, eingebettet in einen vorbildlichen Spannungsbogen und viele Action-Szenarien. Nolans Drehbuch spielt so gekonnt mit Zeit- und Handlungsebenen, dass es diese beiden Begriffe praktisch neu definiert. [...]

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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse

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5.5Geht so

Als aktuelle Blockbuster-Action ist es wohl ein monumentaler Entwurf mit einer Reihe virtuoser technischer Kabinettstückerln und einer Rästelknacker-Konstruktion, die zumindest im Umfang Nolans bisherige Zeit- und Strukturspielereien wie Memento weit hinter sich lässt. Ein Film über Ideen ist es trotzdem nicht wirklich. Genauer gesagt: Inception entfaltet sich zwar als Ideenfilm, aber die Konzepte sind haltlos überbestimmt und oft am Rande der Banalität. Es handelt sich sozusagen um den Granatwerfer unter den Traumfabrik-Sommerfilmen. [...]
Nolan müht sich unnötig, die ohnehin offensichtliche Analogie zwischen Traum und Kino (und insbesondere Inception) zu betonen. Aber das bleibt ein vorgeschobenes Konzept: bezeichnend, dass immer der schwammige Begriff Unterbewusstes für Freuds Unbewusstes benutzt wird. Das Traum-oder-Wirklichkeit-Händeringen beeindruckt auch deshalb so wenig, weil die Visionen letztlich mehr mit Game-Design und Level-Bauplänen zu tun haben: Es ist der Stoff, aus dem die Computerspiele sind.

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blubberei

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da geb ich dir recht


Schlegel

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"Game-Design" und "Level-Baupläne" finde ich aber sehr treffend. Bei einem Film über Träume ist das schon ein bisschen traurig.


Frank Olbert: Kölner Stadtanzeiger Frank Olbert: Kölner Stadtanzeiger

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5.5Geht so

Traum und Wirklichkeit, Schein und Sein - sich mit dem Verhältnis beider zueinander zu beschäftigen, hat eine lange Tradition. Es ist Gegenstand idealistischer Philosophie, romantischer Spekulation, es durchzieht das Werk Freuds und Kafkas und reicht bis zu Drogenexperimenten und Bewusstseinserweiterung. Nolan tippt diesen Resonanzboden allenfalls an, wenn er seine Darsteller durch verschachtelte Räume irren und schwerelos schweben lässt oder das Bewusstsein als Aufzug darstellt, welcher seine Helden auf verschiedenen Etagen des Unbewussten entlässt.
Schlimmer aber ist, dass er die einzelnen Teile von „Inception“ nicht zusammenbringt. Der Film bleibt eine einzige Ansammlung von Fragmenten, die nicht sonderlich tiefgründig sind.
In der Tiefphase des Schlafes kommt es zu einem Phänomen, das Rapid Eye Movement heißt, einer hektischen Bewegung der Augen. Dafür sorgt Nolan zweifellos, wenn wieder einmal ein ganzer Trupp Verfolger auf Cobb und die Seinen schießt. Der Rest des Films verlockt kaum, in diesem Traum zu verharren.

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ReubenCogburn

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In der Tiefschlaf-Phase träumt man nicht.


Filmromantikerin

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1. Von Tiefschlaf-Phase schreibt er ja auch nichts. So wie ich es verstehe, war er nur etwas ungeschickt in der Wortwahl und meint damit, dass der REM-Schlaf in einer späten, d. h. tiefen Phase eintritt.
2. "Träume werden in allen Phasen des Schlafes (Einschlafen, Aufwachen, REM-Schlaf und NREM-Schlaf) erlebt..." (Wikipedia) Allerdings können wir uns normalerweise nur an die Träume in der REM-Phase erinnern. ;)


Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung Sascha Rettig: Tip, fluter, Netzeitung

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8.0Ausgezeichnet

Als monumentale Konstruktionsarbeit mit perfekten Effekten fordert "Inception" heraus – und so auch die gesamte Aufmerksamkeit beim Zusehen. Wahrscheinlich ist das mehr, als jeder andere Actionblockbuster dieses Jahres leisten wird, und dafür kann man ihn bewundern. Eine nachhaltige emotionale oder philosophisch stimulierende Bewegung bleibt nach dem zweieinhalbstündigen Traummanöver allerdings aus.

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Sophie Albers: stern.de Sophie Albers: stern.de

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9.5Herausragend

Genau genommen ist "Inception" ein klassischer Raubzug-Thriller wie schon "Ocean's Eleven" oder "The Italian Job" - der Plan, das Team, die Ausführung. Doch hier kommt der erste Geniestreich Nolans: Eine völlig neue Geschichte zu erfinden, scheint heute fast unmöglich. Also hat er für das Bekannte völlig neue Bedingungen geschaffen und es so zu etwas Neuem gemacht: nicht stehlen, sondern etwas dalassen. Kein supergesicherter Tresor, sondern das Unterbewusstsein, in dem alles möglich ist.
Ja, der Vergleich mit "Matrix" liegt auf der Hand. [...]
Aber hier kommt der zweite Geniestreich Nolans. Der 39-jährige Brite hat die andere Richtung eingeschlagen und ist damit ganz nah dran am Zuschauer: Nolan braucht keine neue Welt und keine neuen Wesen. Er nimmt, was wir kennen, und bohrt es auf.
Jeder Mensch träumt, und wohl jeder Mensch hat sich schon einmal gefragt, woher wir eigentlich wissen, was Traum und was Wirklichkeit ist. Zu diesem Thema einen mainstreamtauglichen Blockbuster zu drehen, ist Nolans dritter Geniestreich: Wer möchte, kann "Inception" nämlich als Actionfilm sehen, dessen Helden sich wie in einem Computerspiel durch verschiedene Ebenen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden kämpfen.

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Evie: www.inderzange.de

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10.0Lieblingsfilm

David Fincher oder Martin Scorsese haben es zu ihrer Zeit vor gemacht, sie erschufen Klassiker wie “Sieben”, “Fight Club” oder “Casino” und “Taxi Driver” und wurden damit zu den angesehensten Männern in Hollywood. Doch zur heutigen Zeit zählt nur ein Name und der ist Christopher Nolan, für mich hatte Nolan bis jetzt noch keinen schlechten oder gar mittelmäßigen Film abgeliefert, nein er lieferte eigentlich nur hochkarätige Filme ab, doch jetzt mit seinem neusten Werk schießt er den Vogel ab. Meisterwerk wäre noch etwas untertrieben und würde dem Film absolut nicht gerecht werden.

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NewZooYorker

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boah absolut treffende kritik ^^


Broda

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Heute zählt nur noch ein Name, und dass ist der von Nolan? Völliger quatsch ;)


Christian Schröder: Der Tagesspiegel Christian Schröder: Der Tagesspiegel

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8.5Ausgezeichnet

Der britische Regisseur Christopher Nolan gilt mit seinen 39 Jahren als neuer Kino-Wundermann, man handelt ihn bereits als legitimen Nachfolger von Orson Welles und Kubrick. [...] Nolan versteht das Kino buchstäblich als Traumfabrik. Seinem Mut, bislang noch nie gesehene Bilder zu erfinden, ist es zu verdanken, dass „Inception“ ein großer Film geworden ist.

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sushi25: movie-fan.de

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9.0Herausragend

Wer die Gedankenkonstrukte aus Matrix, 13th floor, Blade Runner (Ist das was ich erlebe real? Ist meine Erinnerung real?) mag, wird Inception lieben. Auch sonst ist Inception für seine Länge durchgehend packend und kurzweilig. Den Film in das SciFi-Gerne einzustufen, finde ich etwas gewagt, da Inception in der Gegenwart spielt und dabei fast zeitlos ist- und ohne klassische SciFi-Elemente daher kommt. Es ist jedenfalls einer der Filme, die man gesehen haben muss.

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sushi25

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Dann lasst es mich versöhnlich so sagen: wer mit einer Einordnung ins SciFi-Gerne Laserpistolen und Lichtschwerter erwartet: das gibt es bei Inception nicht. Das was der Film an "SciFi"-Elementen hergibt, zeigt der Trailer.


sushi25

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Entscheidend ist aus meiner Sicht, dass kein Zuschauer überrascht ist, wenn er einen Film sieht. Mit den ganzen Klarstellungen dürfte es jetzt hoffentlich klar sein.


Fricki76: Asianfilmweb.de

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10.0Herausragend

Christopher Nolan errang mit "Memento" meine Aufmerksamkeit, mit "The Dark Knight" meine Bewunderung - mit "Inception" ist er zu meinem neuen Lieblingsregisseur geworden. Der Film erinnert zwar formal als auch inhaltlich an viele Filme, inklusive moderner Klassiker wie "Matrix" - aber das tut meiner Verehrung keinen Abbruch. Bei diesem Film fällt mir schlicht nichts ein, was man kritisieren könnte, er spielt in jedem Bereich in der allerhöchsten Liga: Drehbuch? Genial! Erzählform: Verschachtelt-Genial! Darsteller: Beeindruckend! Musik: Bedrohlich, packend - genial. Die visuelle Umsetzung zuletzt ist ohnehin Nolans große Stärke. Verständlich, daß er hier seinen größten Trumpf ausspielt. Der Film bietet Bilder (und Ideen), die man SO schlicht noch nicht gesehen hat. Ich verneige mich vor einem Großmeister des Kinos und bin überzeugt, daß "Inception" ein neuer Klassiker des Kinos ist. Das ist umso wohltuender, als daß uns Hollywood für gewöhnlich mit banaler Einheitskost versorgt. Aber keine Sorge: "Inception" ist ein 4-Gänge-Menü, nachdem ihr cineastischer Appetit und Sinn für Genuss eine ganze Weile gesättigt sein dürfte!!!

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ffilmesimon

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Klingt gut, kanns kaum Erwarten


servo80

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Oh ja


Andreas Borcholte: Spiegel Online Andreas Borcholte: Spiegel Online

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8.0Ausgezeichnet

Batman-Regisseur Christopher Nolan stellt in seinem clever verschachtelten Thriller "Inception" die Frage nach der Echtheit der Realität. Eine bildstarke Hommage an die Illusionsmacht des Kinos, die ganz ohne 3-D-Mätzchen fasziniert.

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José Garcia: Textezumfilm

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9.0Herausragend

Dass „Inception“ visuell und dramaturgisch immer wieder an etliche Filme erinnert, spricht in keinster Weise gegen seine Originalität. Denn Regisseur Christopher Nolan verknüpft all diese Elemente auf höchst eigenwillige Art und Weise miteinander, so dass das Ergebnis absolut eingeständig ist. Auf der formalen Ebene führt dieser Eklektizismus freilich dazu, dass „Inception“ trotz seiner brillanten Optik weniger stilbildend wirkt als etwa „Matrix“.Ähnlich „Matrix“ stellt in „Inception“ die Action lediglich eine Außenseite dar, hinter der tiefgreifende Fragen angesprochen werden. Über das durchaus von Siegmund Freud beeinflusste Verhältnis zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen dem Bewussten und dem Unterbewusstsein hinaus handelt Nolans Film von Trauer und Schuld. Insofern bleibt sich Regisseur Christopher Nolan treu, der sowohl „Batman Begins“ (2005) als auch „The Dark Knight“ (2008) als „Läuterungsplot“ angelegt hatte, bei dem die Hauptaussage lautet: Die eigentlichen Kämpfe werden im Inneren eines jeden ausgefochten.

Wenn auf der Leinwand „The End“ erscheint und das Licht im Kinosaal wieder eingeschaltet wird, würde sich der Zuschauer am liebsten den ganzen Film wieder von vorne anschauen, so komplex die Handlung, so viele Details sind an ihm vorübergegangen, ohne dass er sie alle wahrnehmen konnte – kein geringes Lob für einen zweieinhalbstündigen Spielfilm, der überdies höchste Konzentration abverlangt.

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Filmering: Filmering.at

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10.0Herausragend

Inception ist nicht nur ein heißer Anwärter auf den Titel Film des Jahres, der Film ist bereits jetzt ein Klassiker, ein großes Ausrufezeichen in der farblosen Blockbusterwelt und ein Meisterwerk, wie man es nur selten zu sehen bekommt. Christopher Nolan ist der Messias des Hollywood-Kinos und schafft was seit Matrix niemandem in dieser Form gelungen ist: Er erzählt eine intelligente Geschichte mit philosophischem Subtext und Interpretationsmöglichkeiten, die es schafft die Intelligenz des Arthousekinos mit der visuellen Brillanz und dem Unterhaltungswert eines Hollywood-Blockbusters zu kombinieren. Das Ergebnis ist schlicht ein unfassbarer Bastard von einem Film, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

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LuGr: MovieMaze / multimania u.a.

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8.5Ausgezeichnet

"Inception" ist ein spannungsgeladener, visionärer Psychothriller, der trotz oder wegen seiner abstrakten und komplexen Thematik zum Nachdenken anregt. Zweifellos eine ziemlich reife Idee.

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Björn Lahrmann: Das Manifest

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6.5Ganz gut

Wie noch jede Regiearbeit Nolans ist INCEPTION in erster Linie ein spektakulärer Werkstattbericht aus der Traumfabrik, der gerade, weil er gegen die Grenzen des technisch und kreativ Machbaren strebt, vor allem eines zeigt: dass immer noch mehr geht.

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Christian Alt: NEGATIV

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8.0Ausgezeichnet

Alles in allem ist Inception ein fantastischer Film – und das im doppelten Wortsinn. Der ungeheuren Fantasie Nolans und seinen 170 Millionen Dollar Budget scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Nie langweilig, nie zu philosophisch, nie zu actiongeladen. Inception ist der bisher beste Film des Jahres und die Chancen stehen gut, dass er es bleibt.

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alviesinger: bummelkino

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8.5Ausgezeichnet

Believe the hype: Das Storydesign des neuen Nolan-Thrillers ist gewohnt komplex und fesselnd. Dass der britische Filmemacher und Autor dabei erneut auf Vielschichtigkeit setzt und dafür in der Figurenzeichnung nur die Oberfläche berührt, dürfte rückblickend und aufgrund seiner ausufernden Filmwelten nichts Neues sein. „Inception“ will nur intelligent unterhalten. Nolan verzettelt sich deshalb glücklicherweise nicht in pseudo-tieftrabendes Philosophengeschwätz. Er verheddert sich manchmal jedoch im gnadenlosen Countdown-Runterzählen. Ständig rinnt die Zeit, platzt ein Plan oder taucht die Tante in jenem Traum des einen oder anderen Typen auf. So viele What If-Momente gab es in einem Film schon lange nicht mehr. Im Grunde genommen ist das aber nur ein verdammt vorbildlicher Spannungsaufbau, der von Hans Zimmer wahrlich dröhnendem und den Kinoboden erzittern lassenden Soundtrack meisterhaft unterstützt wird. Wie schon öfters gesehen zieht der eigentliche Con-Artist namens Nolan die Kinogänger an ihrer Nase durch sein doppebödiges Labyrinth und verpasst den freudig erregten Fans am Ende eine eigene Inception. Und hier unterscheidet sich der Kampf der Traumdiebe vom artverwandten Vorgängermeisterstück „The Prestige“: Wo im dramatischen Zauberer-Duell dem Zuschauer alles haarklein erläutert wurde, verzichtet Nolan diesmal bei essenziellen Puzzleteilen auf die passende Platzierung. Die Folge: Im Internet brodeln die Theorien. Nolan hat es also wieder geschafft: „Inception“ ist der perfekte Unterhaltungsfilm, der aufgrund seiner komplexen Geschichte genügend Streitpotenzial für Fanboys und kritische Nörgler bietet. Die Gespräche nach dem Kinobesuch und die wehleidigen Überzeugungsversuche der beiden Lager werden in den kommenden Wochen sicherlich genauso unterhaltsam sein wie dieser gnadenlos spannende Blockbuster.

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Rochus Wolff: freier Journalist

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9.0Herausragend

'Inception', der neue Film von Christopher Nolan, ist ein großartiger Abenteuerfilm, ein Heistmovie in Räumen mit irrealer Architektur, ein kleines Meisterstück der Spannungsdramaturgie und Actionmontage. Kein Streifen ohne Fehl und Tadel, und natürlich kann eine Kritik vor deren größten nicht zurückweichen – geht man aber zu sehr auf die Details ein, erinnert das rasch ans Zählen einzelner fauler Rosinen in dem enormen Kuchen, der ein kleines cinematographisches Schlaraffenland umgibt.

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fabel

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das mit den Rosinen ist hervorragend. ;)


Ann Hornaday: The Washington Post

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8.5Ausgezeichnet

Inception ist dieser seltene Film, der auf einer oberflächlichen Ebene genauso genossen werden kann, wie auf weiteren tieferen, ein Meisterwerk, das auf unheimliche Weise die bewusstseinsverändernde Reise imitiert, die sein Protagonist durchlebt.

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Kenneth Turan: Los Angeles Times Kenneth Turan: Los Angeles Times

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9.0Herausragend

Willkommen in der Welt von Inception, geschrieben und inszeniert vom meisterhaften Christopher Nolan, ein unglaublich aufregender Science Fiction Thriller, der so verstörend ist, wie er sich anhört. Dies ist populäre Unterhaltung, die einen mit einem derart intensiven und nervenaufreibenden k.o.-Schlag trifft, dass ihr euch Sorgen machen werdet, ob es ungefährlich ist, nachts die Augen zu schließen.
[…]
Das Vergnügen bei Inception ist nicht, dass Nolan, wie es im Chanson heißt, nichts bereut, sondern dass er nichts vergessen hat und virtuos das Beste aus traditionellem und modernem Filmemachen zusammenbringt. Wenn ihr nach intelligenter und nervenaufreibender Unterhaltung sucht – so sieht sie aus.

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M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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7.5Sehenswert

Ich hätte mir Inception noch bizarrer, abgedrehter gewünscht. Aber obwohl Pages Figur den Namen von Ariadne, der Herrin des Labyrinths in der griechischen Mythologie, trägt, ist der Film gänzlich Nolans eigenes Labyrinth und es ist erfreulich einen Sommerfilm zu erleben mit so großen visuellen Ambitionen und mit nichts weniger im Sinn als (wie Shakespeare sagte) einen Traum ohne Boden (a dream that hath no bottom).

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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

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6.0Ganz gut

Und obwohl es viel zu sehen gibt in Inception, fehlt es darin doch an einer wirklichen Vision. Nolans Vorstellung des Geistes ist zu buchstäblich, zu logisch, zu Regel-gebunden, um die volle Ladung an Wahnsinn zu erlauben – das Risiko echter Verwirrung, von Delirium und unsagbarer Vieldeutigkeit – die das Thema erfordert. Das Unbewusste, wie Freud (und Hitchcock und viele andere großartige Filmemacher) wusste, ist ein zutiefst unbändiger Ort, ein Labyrinth unzulässiger Wünsche, verschlüsselter Geheimnisse, Witze und Ängste. Wenn Nolan diesen Ort nicht ganz erreichen kann, dann vielleicht, weil der Zugang versperrt ist durch eben dieses Medium, das er mit so viel Können einsetzt.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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10.0Lieblingsfilm

Filme scheinen heutzutage meist aus der Recycling-Tonne zu kommen: Fortsetzungen, Remakes, Franchises. Inception dagegen macht es sich nicht einfach. Er ist durch und durch originell, aus neuem Stoff geschneidert, dabei aber durchstrukturiert mit den Grundlagen eines Actionfilms, so dass er scheinbar mehr Sinn ergibt, als es (womöglich) der Fall ist. Ich war immer der Überzeugung, dass es in Memento eine Lücke gibt: Wie kann sich ein Mann, der sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat, daran erinnern, dass er sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat? Vielleicht gibt es auch in Inception eine solche Lücke, aber ich kann sie nicht finden. Christopher Nolan hat Batman neu erfunden. Dieses Mal erfindet er zwar Nichts neu. Aber viele Regisseure werden versuchen, Inception zu recyceln. Ich denke, als Nolan dieses Labyrinth verließ, hat er den Plan weggeworfen.

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jedi37

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absolut


DerDude_

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in Memento gibt es keine lücke .
REMEMBER SAMMY JENKINS !


Anne Thompson: Thompson on Hollywood

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10.0Herausragend

Der Film fesselt den Zuschauer an den Sitz und lässt ihn mit Konzentration erwarten, was als nächstes passieren wird. Ansonsten wäre es auch schwer, der Handlung zu folgen. Aufgebaut wie ein verworrenes Labyrinth, führt "Inception" den Zuschauer durch miteinander verknüpfte Traumwelten. […] "Inception" funktioniert als Metapher für den kreativen Prozess des Filmemachens.

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Fred Topel: Can Magazine

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7.5Sehenswert

Darauf haben wir also gewartet. "Inception" war das größte Geheimnis des Jahres und jetzt können wir endlich sehen, worum sich der ganze Hype gedreht hat. Wie sich herausstellt, ist es einfach nur ein guter Genre-Film. Die größte Überraschung ist also, dass es keine Überraschung gibt. Es ist einfach ein Film, der seine Geschichte erzählt und nicht gleich die besten Szenen verraten hat.

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Nev Pierce: Empire Magazine Nev Pierce: Empire Magazine

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10.0Herausragend

Matrix trifft Synecdoche, New York – oder wie ein James Bond-Film von Charlie Kaufmann. [...] Inception ist eine aussagekräftige Verfolgungsjagd in einem Sommer voll belangloser Unterhaltung. Mit donnernder Action, die den Gesetzen der Physik trotzt, herzzerreißenden Emotionen und einer erstaunlichen Performance von Leonardo DiCaprio, liefert Christopher Nolan wieder einmal etwas Originelles: Willkommen in einem unentdeckten Land.

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Snake Charmer

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"Matrix trifft Synecdoche, New York – oder wie ein James Bond-Film von Charlie Kaufmann." -> Irgendwie ist dieser Satz oberflächlicher Quatsch. Erinnert an Kritiken aus der "Cinema", in denen auch desöfteren solche komische Vergleiche gezogen werden, die wohl "smart" wirken sollen.


Kirk Honeycutt: Hollywood Reporter

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9.0Herausragend

Eine teuflisch komplizierte, höllisch unterhaltsame Sci-Fi-Reise durch eine Traumlandschaft, die einfach nur überwältigend ist. […] Inception katapultiert Nolan nicht nur an die Spitze der Sci-Fi-All-Stars, sondern sollte auch zu einem der besten Filme dieses Sommers werden. […] Es ist schwer vorstellbar, dass dieser Film kein weltweiter Hit wird. [...] Manchmal hat Originalität ihren Preis: Am Ende des Films könnte sich der Zuschauer völlig erschöpft fühlen.

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Kommentare (1031) — Film: Inception


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lennart.biegert

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Bewertung10.0Herausragend

Ein meisterwerk der Menschichen Psychologie. Die einzelnen Storryabläufe sind zwar sehr Komplex, aber zu verstehen wenn man gut aufpasst.

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dcsuperherofan

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ich weiss nicht was die alle gegen diesen Film haben.entweder haben die die story nicht gerafft oder die haben einen an der klatsche ich finde diesen film grßartig er ist die perfekte mischung aus blockbuster und denkkino.

P.S christopher Nolan ist der beste regisseur der welt

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schaaf

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Bewertung6.0Ganz gut

Even Science Fiction should make sense!

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Epic1000

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer der besten Filme die ich kenne

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Willis

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Bewertung9.5Herausragend

Inception ist eine tiefgehende Auseinandersetzung zu einem ganz besonderen Thema: Wie weit schaffen wir es, die Gedanken anderer zu lenken, zu beeinflussen oder gar zu beherrschen. In diesem Film geht es scheinbar nur um einen simplen Raubzug, doch der Hintergrund eröffnet sich dem Zuseher erst im Laufe der Geschichte. Die Bilder sind atmosphärisch dicht und auch optisch überragend. Ich spielte sogar kurz mit dem Gedanken, den Film nicht fertig anzusehen, da ich aufgrund der düsteren Bilder fürchtete, dass mich das Ende gar nicht erfreuen würde. Doch die Qualität des Films ist zu stark, man kann sich nicht losreißen und man sich auch Gedanken zu diesem Thema machen, wenn der Film schon längst vorbei ist. Christopher Nolan hat ein Meisterwerk geschaffen und ich weiß nicht, ob Leonardo diCaprio einem anderen Film noch überzeugender sein kann. Toll, dass es solche Filme gibt!

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A-vienna

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Bewertung10.0Herausragend

Filmorgassmus Pur !!

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dertyp

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Bewertung3.0Schwach

Überbewertet! Logikfehler ohne Ende! Nervendes Ehefrauthema!
Potenzial ohne Ende, Super Cast und dann in Sand gesetzt "Like a Nolan"!

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