Indien

(1993), AT
Laufzeit 90 Minuten, FSK 6, Komödie, Kinostart 26.01.1995

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8.0 Kritiker
4 Bewertungen
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von Paul Harather, mit Josef Hader und Alfred Dorfer

Heinzi Bösel (Josef Hader) und Kurt Fellner (Alfred Dorfer) sind so unterschiedlich, wie zwei Männer nur sein können. Bösel kippt gern schon morgens das erste Bierchen und schweigt sich ansonsten aus, im Gegensatz dazu redet Fellner fast ununterbrochen und versucht durch sein Wissen zu beeindrucken. Gemeinsam sind die beiden im Namen des österreichischen Fremdenverkehrsamtes in Niederösterreich unterwegs, um dort Hotels und Gasthäuser zu überprüfen. Doch auch hier werden die Unterschiede der beiden Männer deutlich – Bösel drückt gern mal ein Auge zu, wenn er entsprechende Gegenleistungen bekommt, Fellner hingegen arbeitet äußerst akkurat. Auf einer ihrer Reisen bemerken Fellner und Bösel jedoch Gemeinsamkeiten und die beiden unterschiedlichen Männer freunden sich langsam an.

Die Tragikomödie Indien von Regisseur Paul Harather basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von 1991, wurde für die filmische Fassung jedoch um einige Stellen gekürzt. Indien erzielte zwar nicht nur positive Kritiken, gewann jedoch etliche Filmpreise, unter anderem beim Filmfestival Max-Ophüls-Preis den Regiepreis für Paul Harather sowie den Publikumspreis. Zudem bekam Indien den Österreichischen Filmpreis 1994. Für die Hauptdarsteller Josef Hader und Alfred Dorfer wurde Indien zum großen Durchbruch, der sie schlagartig im deutschsprachigen Raum bekannt machte. (GP)

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Kritiken (1) — Film: Indien

alviesinger: bummelkino

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7.5Sehenswert

Schnoddrige Tragikomödie mit klarem Trennungsstrich über Freundschaft und Toleranz: In der ersten Hälfte witzeln Hader und Dorfer sich gallig auf einem Roadtrip durch die Ödnis Österreichs. Leider verkommt die tragische zweite Hälfte zu einem theatralischen, wenn auch schwarzhumorigen, Trauerstück, das vielleicht auf der Bühne funktionieren mag, im Kino jedoch Schwung und Mitgefühl missen lässt.

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Kommentare (7) — Film: Indien

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stefan!!!

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Absolut genial!!! Lieblingsfilm!!
Immer wieder sehr gern gesehen!!

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muje2525

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Bewertung7.5Sehenswert

"weil du nichts verstehts, und das ist schön"
welch wunderschöner satz...

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ed.wibeau

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einfach eine der schönsten österreichischen Komödien. Punkt.

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försterin

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Bewertung10.0Herausragend

Das ist mein absoluter Lieblingsfilm, er begleitet mich jetzt schon seit ich ihn das erste Mal im Kino gesehen habe - und das ist auch schon 17 Jahre her.

Je öfter man ihn sieht, desto besser wird er und ich entdecke heute noch so kleine Feinheiten die mich sehr freuen und amüsieren (wo in Österreich gibt es Ölbohrförderstationen - oder was auch immer das ist?! - jedes Mal frage ich mich das und will nachforschen und vergesse es dann wieder und das seit 17 Jahren *lach*).

Gerade das unperfekte, schnoddrige macht den menschlichen Faktor aus.

Hat für mich absoluten Kultstatus wie Rocky Horror P-Show oder Pulp Fiction etc...

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Bradbury

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Im Wiener Becken wurde/wird Öl gefördert. ;)


dbeutner

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Bewertung7.0Sehenswert

Josef Hader in einer frühen Rolle zeigt damit einmal mehr - gerade vor dem Hintergrund der jüngeren Filme mit ihm - welch Potential in ihm steckt. Den Brenner erkennt man nicht in Ansatz in seiner Figur, die eher fettleibig ist und durch Toupet, Brille und Bart völlig entstellt :-) (der Direktor der Grundschule meiner Tochter sieht übrigens exakt so aus :-)). Aber trocken wie immer! Und Alfred Dorfer als Partner steht ihm kaum nach.

Leider leider ist das Österreichisch für mich als eher norddeutsch geschultes Ohr über Strecken nicht verständlich; die Untertitelung ist mehr als mager (für einzelne Worte gibt es untertitelte Erklärungen). So kam sicherlich einiges von dem vorhandenen weiteren Witz nicht über meine Ohrgrenze hinaus. Insofern mag meine Wertung etwas ungerecht sein - aber wenn man in kompletten Szenen max. 30% versteht, dann nervt das mit der Zeit durchaus nicht unerheblich.

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doctorgonzo

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Bewertung9.0Herausragend

Meisterstück des schwarzen Humors, mit zwei großartigen Hauptdarstellern. Zeigt sehr anschaulich, dass Deutschland in Sachen Humor vom südlichen Nachbarn durchaus nochwas lernen kann. Dorfer und Hader glänzen als herrliches Gespann, wo wir in Deutschland nur Erkan&Stefan haben...

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Keoma

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die erste Hälfte des Films ist vor allem von dem bösen Humor durchzogen für den die Österreicher so bekannt sind aber schon hier gibt es kurze Szenen von tiefer Menschlichkeit und Intensität (z.B. wenn Bösel unter Tränen von seiner gescheiterten Ehe erzählt).

Aber die zweite Hälfte ist es, die den Film aus dem Gros des Betroffenheitskinos hervortreten lässt. Während andere Werke beim Thema "Krebs" voll auf die Betroffenheitsdrüse drücken, wird dies in "Indien" durch eine spezielle Art von Galgenhumor ersetzt. Fellners 'was solls, wenigstens bin ich nicht blind'-Atitüde bietet durchaus noch Anflüge bittersten Humors. Nur einmal wird es aus ihm rausplatzen, wird er völlig verzweifelt zusammenbrechen und seinen Freund fragen, warum denn nicht ER krank sei und sterben müsse.

Am Ende hatte ich dann doch Tränen in den Augen, der Tod ist nunmal nicht so romantisch wie einen das Kino gerne weissmachen will. Anstelle der Kirchenorgel, die man sich immer wünschte, gibt es nur ein Mini-Keyboard, der letzte Tag im Wald findet auf dem Krankenhausparkplatz statt. Das Leben ist unfair, voller Verbitterung, zerplatzter Träume und dann stirbt man. Aber vielleicht findet man den Freund fürs Leben.

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