Indochine

Indochine (1992), FR
Laufzeit 158 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 14.05.1992

admin edit edit group memberships sweep cache
- Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.5 Community
39 Bewertungen
6 Kommentare
Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
noch nicht bewertet

von Régis Wargnier, mit Catherine Deneuve und Vincent Perez

Französisch-Indochina im Jahr 1930: Mit strenger Hand leitet Eliane Devries die väterliche Kautschukplantage. Eliane war noch nie in Frankreich. Sie wuchs ohne Liebe auf, und der einzige Mensch, dem sie sich verbunden fühlt, ist die 16-jährige Waise Camille, eine ehemalige Prinzessin, die Eliane adoptiert hat. Die beiden jungen Frauen sind so unzertrennlich wie Schwestern. Elianes und Camilles Leben wird durch die Ankunft des jungen Marineoffiziers Jean-Baptiste Le Guen in Saigon auf den Kopf gestellt: Beide Frauen verlieben sich in ihn. Unterdessen keimen in der einheimischen Bevölkerung nationalistische Bestrebungen auf. Unter dem Schutz des Sicherheitschefs Guy Asselin übersteht Eliane die ersten Anschläge, die sich gegen die französische Kolonialmacht und ihre Plantage richten. Sie entfernt sich von Jean-Baptiste, doch Camille, die inzwischen gegen ihren Willen mit ihrem Cousin Tanh verheiratet wurde, liebt ihn noch immer. Camille entflieht der Welt der Kolonialherren und durchquert das Land in Richtung Norden. Auf ihrer Flucht sieht sie das Leid ihres unterdrückten Volkes. In der Halong-Bucht trifft sie Jean-Baptiste wieder, der hierher strafversetzt wurde. Das Schicksal der Liebenden ändert sich radikal, als Camille einen Soldaten tötet und untertauchen muss. Aus Camille wird die legendäre “rote Prinzessin”.

HandlungEliane (Catherine Deneuve) ist Kolonialbesitzerin in der Nähe von Saigon. Nachdem die Eltern der kleinen Camille (Linh Dan Pham) verstorben sind, adoptiert sie das Mädchen und erfüllt für sie fortan eine Mutterrolle, die ihr bisher versagt geblieben war. Zusammen mit ihrem Großvater (Henri Marteau) und Eliane wächst Camille fortan auf der Kautschukfarm der Familie zu einer bildschönen jungen Frau heran. Eliane ist eine starke Frau, die zahlreiche Affären hat. So auch mit dem jungen Offizier Jean-Baptiste (Vincent Perez). Die Beziehung scheitert allerdings, als Elianes Vater einen Keil zwischen die beiden treibt.

  • Indochine - Bild 6429943
  • Indochine - Bild 6429971

Mehr Bilder (3) und Videos (0) zu Indochine


Cast & Crew


Kommentare (6) — Film: Indochine

Kommentar schreiben
Sortierung

Brigittes Helm

Kommentar löschen
Bewertung4.5Uninteressant

Kolonialfilm können die Briten einfach besser. Hier fehlten Dialogwitz und Humor. Zudem war die weibliche Hauptrolle meiner Meinung nach extrem fehlbesetzt. Man mag der Deneuve ja vieles abkaufen, nur keine melodramatische Leidenschaft;-). Alles war um sie herum drapiert, sie trug tolle Couture und blieb auch im Opiumrausch ganz Dame:-), irgendwie war sie einfach für den Job in diesem faden Film überqualifiziert. Dieser Perez ist ja ein öder Vogel, kaum vorstellbar, dass gleich zwei Frauen ihm verfallen. Auch so waren sämtliche Mitspieler der Diva mehr als schwach und der Film zog sich und zog sich und zog sich. Dazu der ewige Monsun. Irgendwann habe ich abgeschaltet.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sonse

Kommentar löschen
Bewertung5.5Geht so

Schmachtfetzen über eine Familie während der untergehenden Kolonialherrschaft Frankreichs in Vietnam, der zwar schön anzusehen ist, aber allzu sehr unter einer äußerst konventionellen (wenig originelle Dramaturgie + furchtbar literarisch-artifizielle Dialoge) und behäbigen Inszenierung (gepaart mit Überlänge) leidet. Da helfen auch Deneuve und Perez nicht viel.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Miss Sophie

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Superlangweilig.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

8martin

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

Es ist ein breit angelegtes Epos, das in der Endphase der Kolonialherrschaft der Franzosen in Vietnam angesiedelt ist. Man sieht das Lotterleben der herrschenden Kaste mit allem was dazugehört: z. B. Bootswetten und Opiumhöhlen.
Vor diesem Hintergrund spielt sich ein Familiedrama ab, dessen Ausgangspunkt die Liebe von Mutter und Adoptivtochter zum selben Mann ist. Die omnipresente Catherine Deneuve spielt die zentrale Figur als emanzipierte Frau, die mit echten Gefühlen zu kämpfen hat: der Liebe zu einem Mann und der Liebe zu ihrer Tochter. Obwohl die politische Lage eine wichtige Rolle spielt, bleiben die Ereignisse im Hintergrund, sie haben nur marginale Bedeutung. Es ist vielmehr von Interesse, wie sich die Franzosen mit dem Abschied von einstiger Größe abfinden. Wenn es im Ausland nicht klappt, kann man ja immer noch zurück nach Frankreich – und genau da treffen sich die beiden Handlungsstränge: die Heimgekehrten und die die von nun an in Vietnam Verantwortung übernehmen.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

maslobojew

Kommentar löschen
Bewertung4.0Uninteressant

Seltsame Dramaturgie, sagte mir inhaltlich nicht viel.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

annaberlin

Kommentar löschen
Bewertung6.5Ganz gut

Schwülstiger, langweiliger, pathetischer Schinken, der den Kolonialblick der Franzosen wiedergibt. Trotzdem wegen der Deneuve sehenswert.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Kommentar schreiben