Inglourious Basterds - Kritik

US 2009 Laufzeit 154 Minuten, FSK 16, Historienfilm, Komödie, Actionfilm, Drama, Kinostart 20.08.2009

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Kritiken (34) — Film: Inglourious Basterds

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.0Ausgezeichnet

Tarantinos pulpig-pfiffiger, leicht zerfaserter Geschichtsgag mit gezwungenem, aber gekonntem Authentizitätsfaschismus: Eine Weltkriegsfarce und ein Weltkriegsspaß, eine Weltkriegsschmonzette und eine Weltkriegsserviette, auf der in märchenhafter Elegie brutal-pointierte Episoden aus dem Leben überschwänglicher Monologapologeten serviert werden. Die Sprache ist gefährlicher als die Tat, der hochhackige Schuh gefährlicher als das Laufen in ihm, Schweiger ist ungefährlich, wenn er schweigt. Und Waltz walzt alles nieder – selbst den österreichischen Apfelstrudel. Appel an die Nazis: Ihr könnt die ganze Welt besiegen, allein, an der Macht den Kinos kommt ihr nicht vorbei! Dem HEILer Tarantino sei Dank.

38 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 6 Antworten

Andy Dufresne

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Kurz und knackig:Sehr schön!


Timo K.

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Danke euch.^^


evants.com: eventsandtrends.com

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9.0Herausragend

Man durfte auf „Inglourious Basterds“ gespannt sein, zumal es ungewöhnlich ist, dass ein Regisseur wie Tarantino in Deutschland dreht und für seinen Film Schauspieler wie Til Schweiger und Daniel Brühl verpflichtet. Das Konzept geht auf: Das insgesamt konsequente Festhalten an Darstellern aus Amerika, Frankreich und Deutschland wirkt sehr stimmig und passend. „Inglourious Basterds“ ist in fünf Kapitel aufgeteilt, wobei im fünften die Fäden zusammenlaufen und alles auf den Showdown hinausläuft. [...] Wer sich auf „Inglourious Basterds“ und somit auf unkonventionelles Kino einlässt, bekommt zweieinhalb Stunden wunderbar groteske Unterhaltung à la Tarantino geboten.

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beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

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9.0Herausragend

Fast 160 Minuten dauert das Spiel, und keine davon ist vergeudet. Wer einen actiongeladenen Film erwartet, wird enttäuscht, wer ein vor Zitaten und Hommagen übersprudelndes Kammerstück sucht, ist hier genau richtig. Stellenweise hat man sogar das Gefühl, der Film sei speziell an uns Deutsche gerichtet, entdeckt man doch an jeder Ecke bekannte Gesichter und kann sich über Details wie Winnetou oder “Ich wollt ich wär ein Huhn” freuen, mit denen ein Amerikaner so gar nichts anfangen kann.

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Mr.Winchester

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150min sind vergoldet°!


peter-noster: Mostly Movies

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8.5Ausgezeichnet

Tarantino lässt die Leinwand nicht nur sprichwörtlich brennen. Doch nicht nur in seinen lauten Szenen können die “Basterds” punktenn. Die ersten 20 Minuten, die nur ein Gespräch enthalten, gehören zu den spannendsten des ganzen Jahres. Das schöne daran: Wie sonst gerne bei Tarantino existiert der Dialog nicht nur zum Selbstzweck, sondern führt zu einer überraschenden Auflösung. Christoph Waltz wird nicht ohne Grund allerorts für seine differenzierte Darstellung des Fieslings Hans Landa gelobt und darf sich so über späten internationalen Ruhm freuen. Er ist so stark, daß die “Basterds” im Vergleich überraschend den uninteressanteren Teil des Films ausmachen. Als Cineast gefiel mich natürlich auch die Kinobesitzerin in ihrem Widerstandskampf, der – wie eingangs schon erwähnt – zu einem der besten Bilder des Films führt.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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9.5Herausragend

Manch Kritiker hatte das Regiegenie im unfertigen "Death Proof" schon vor die Wand fahren sehen; einer der größten Filmemacher seiner Zeit ausgeblutet in blinder Zitierwut und Gewaltorgien. Und was macht Quentin Tarantino? Zieht mit den "Inglourious Basterds", der erklärten Anti-"Walküre", in den Zweiten Weltkrieg und vollführt einen dialoggewaltigen Befreiungsschlag.

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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage

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7.0Sehenswert

[...] Die Figurenzeichnung ist äußerst plastisch - Während Bösewicht Hans Landa dabei noch halbwegs real wirkt, ist Basterds-Anführer Aldo Raine (Bratt Pitt) schon fast wie eine Comicfigur überzeichnet, was aber durchaus gewollt ist. Laut Tarantino ist Inglorious Basterds ein Spaghetti-Western im Zweiter Weltkriegs-Setting, was den Film sehr treffend charakterisiert. [...]

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Nahtigall

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Das ist Typisch. Pitt wirkt wie eine Comicfigur, QT sagt. Das gehört so und alles ist gut. Klasse, Tarantino scheißt auf die Strasse und Ihr stellt euch das in die Vitrine


Enk

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Ach Gott, Tarantino hat auch schon viel Durchschnitt produziert. Und Basterds ist zwar gelungen, aber auch nicht gerade sein Meisterwerk


Stryke: inderzange.de

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9.0Herausragend

Ein brillianter Film vom Altmeister, der wie schon “Pulp Fiction” vor ihm durch seine Dialoge, seinen Charme und Witz noch lange in den Köpfen der Zuschauer herumwuseln und öfters zurückdenken lassen wird. Schwachpunkte sind einzig und allein einige verzeihbare Längen, die aber wenig ins Gewicht fallen. Alles in allem war das ein Bingo ähh .. ich meinte: “Bingo, Quentin!”.

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Nahtigall

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Letzlich sind meine Kommentare auch ein wenig dadurch genährt, das ich den Hype um Tarantino nicht nachvollziehen kann.


Hippiekiller

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Man sollte dennoch auf dem Teppich bleiben und manche Dinge neutral anpacken!


Hausmeister: Nerdtalk.de

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9.0Herausragend

[...] Fazit: kommt selten vor, dass man im Kino sitzt und das Gefühl hat, einen zukünftigen Klassiker gesehen zu haben. „Inglorious Basterds“ ist ganz großes Kino und sicherlich ein Film, der auch bei der dritten Sichtung noch fesseln und Neues bieten kann.

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Ines Walk: Filmpublizistin seit 1998

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9.0Herausragend

Habe mich von Tarantino überraschen lassen. Bin keiner seiner Fans, aber die Basterds überzeugen durch die Story und die Umkehrung der Historie ... erstaunlicher Weise auch durch die deutschen Schauspieler. August Diehl - brillant als schneidiger SS-Scherge, Til Schweiger - gut, weil er nicht sprechen muss, Sylvester Groth usw. Nur Diane Kruger ist unglaublich schlecht.

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Replicant

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Wann war Diane Krüger jemals gut?


thedirector

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IB war für mich definitiv das Highlight von 2009! Ganz grosses Kino!


Corsovilla: SchönerDenken

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9.0Herausragend

“Bastarde” gehört zu den Filmen, die man gesehen haben muss. Ein Brett von einem Film, sehr intensiv, oft sehr klug, unglaublich besetzt – bisher Tarantinos bester Film. Tarantinos Kino ist immer auch ein Kino über DAS KINO und folgerichtig konzentriert sich das Geschehen in “Inglourious Basterds” immer mehr in einem Kinosaal. Hier finden die Guten Zuflucht und Liebe, hier dringen die Bösen ein, hier wird applaudiert, gemordet, hingerichtet. SPOILER. Und am Ende ist es nicht eine Kirche voller Juden, sondern ein Kino voller Nazis, das in Flammen aufgeht. Und wenn das Gesicht einer Jüdin über den verbrennenden Nazis auf den Rauch projeziert wird wie das Antlitz einer Rachegöttin, dann muss man zugeben: Das konnte nur Tarantino auf die Leinwand bringen. Respekt. [mehr im Podcast]

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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...

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10.0Herausragend

VORSICHT: KOMMENTAR MIT SPOILER!! --------

[...]„Once upon a time in nazi-occupied France“ - Ja „es war einmal“ und Tarantino hat im Gespräch mit dem SPIEGEL auch zu Protokoll gegeben, dass er kein Problem damit hat, wenn sein neuer Film als eben diese märchenhafte und kontrafaktische Fiktion, die der Historie diametral gegenübersteht, aufgefasst und interpretiert wird. Und so ist die Geschichte die er in „Inglourious Basterds“ erzählen möchte, eine Wunschphantasie die ebenso naiv wie verständlich ist: Die Kraft der Imagination – in diesem Fall das Kino – siegt über das Böse, siegt dort wo die Realität versagt hat. Und es stimmt schon: Wenn Tarantino am Ende von „Inglourious Basterds“ das Kino, also quasi sein Heiligtum, sein ganz persönlicher Tempel, in Flammen aufgehen lässt und der versammelten Nazi-Entourage um Hitler, Goebbels und Göring die Lichter ausbläst, dann ist das nicht nur ein gewaltiges Opfer eines an seine Existenz glaubendes Märchens, sondern auch das dezidierte Verlangen eines sich durch sich selbst befreiendes Kinos, das die Aufforderung zur Unterhaltung, die Spaß machen und nicht belehren soll, in sich trägt. In dem kleinen französischen Kino brennen nämlich nicht zuvorderst der historische Hitler oder der historische Goebbels, gehen nicht die historischen Embleme, Standarten und Symbole des nationalsozialistischen Terrorregimes in Flammen auf, sondern das oftmals verzerrte Bild des Dritten Reichs, das die Filmgeschichte in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht und kultiviert hat.[...]

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fkfilmkritik

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Danke für die Warnung ;)


Kubrick_obscura: CinemaForever

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8.0Ausgezeichnet

Der Film hat erhebliche Schwächen, aber auch erhebliche Stärken, zu denen ich später kommen werde.
Handwerklich ist IB vielleicht Tarantinos schlechtester Film.
Das liegt nicht am Konzept, der Idee ein Kriegsepos anhand von dramaturgisch losgelösten, überlebensgroßen und dennoch intimen Dialogszenen zu erzählen. Das gehört eindeutig zu den Stärken. Auch die Dialoge sind berauschend.

Was mich stört ist Diane Krüger. Das mag kleinlich klingen, aber bei dem großen Talent was Tarantino eigentlich hat, darf so etwas nicht vorkommen. Gerade weil Krügers Rolle ziemlich wichtig ist. Zum einen hat man da Christoph Waltz (über den schon alles gesagt wurde) und auf der anderen Seite diese anerkannte Schauspielerin unter GZSZ-Niveau. Sie schafft es beinah ein ganzes Kapitel des Films kaputt zu machen. Das geht nicht. Da darf man auch nicht einfach so drüber hinweg sehen, nicht bei Tarantino.
Und dabei sind die anderen Darsteller so gut, vorallem die Deutschen, inklusive…



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Kubrick_obscura

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Du wirst es bereuen...


phoenix409

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Klasse geschrieben!


Khitos: Kälte Reich

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7.0Sehenswert

[...]Inglourious Basterds ist bei weitem einer der gewagtesten Filme dieses Jahres und spricht ein dunkles Kapitel der Geschichte an, wuschelt dessen fiktive Haare und gibt ihm einen kleinen Klaps auf die Backe. Oder doch eher einen Schlag ins Gesicht. Das Wort ,,Meisterwerk” werde ich – wie viele andere es schon getan haben – sicherlich nicht verwenden, dafür gibt der Film für mich zu wenig her. Das heißt aber nicht, dass Inglorious Basterds nicht gut war, er war sogar sehr gut. Wäre Aldo Raine real, würde er den Film lieben, seine hundert Nazi-Skalps hätte er sicher.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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7.0Sehenswert

So kann „Inglourious Basterds” durchaus packen und unterhalten. Nicht zuletzt durch exzellente Schauspieler. Hier zahlt es sich auch aus, dass die amerikanische Produktion mit viel deutschen und auch staatlichen Produktionsmitteln unterstützt wurde. Das deutsche Publikum bekommt etwas für seine Steuereuros: Til Schweiger schweigt oder tobt stereotypisch. Diane Krüger als Filmdiva Bridget von Hammersmark chargiert wieder zu übertrieben und wirkt eher peinlich als passend. Viel besser treten Daniel Brühl als naiver Kriegs- und Kinoheld Zoller sowie August Diehl als äußerst scharf denkender Gestapomann auf. Tatort-Kommissar Christoph Waltz spielt den Nazi-Offizier Hans Landa großartig verschlagen und spleenig. Er hat tatsächlich eine größere Show als Brad Pitt. Ein bitterer Beigeschmack bleibt allerdings bei all der Kriegs-Unterhaltung: Tarantino erzählt völlig ohne moralische Bedenken. Seine Nazijäger agieren ebenso menschenverachtend wie die Nazis. So was passiert einem wahrscheinlich, der nur in Schwarz-Weiß-Kategorien sieht.

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sushi25: movie-fan.de

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8.0Ausgezeichnet

Christoph Waltz ist genial als "Jew-Hunter" Hans Landa. Dass ich aus einem Tarantino-Film komme und mir denke, dass ich gerne mehr zu den übrigen Charakteren erfahren hätte, ist einerseits eine positive Überraschung, zeigt aber auch die Schwäche des Episodenaufbaus und der Dramaturgie.

Die Basterds hatten bedeutend mehr "Roten Faden" als Kill Bill und sind definitiv einen Kinobesuch wert.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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9.5Herausragend

Tarantino ist bekannt als Cineast und Filmemacher. Und in Basters - mit dem Fokus auf Shosannas Kino und einem gewaltigen Film-im-Film, der eindringlich seinen Höhepunkt findet - übt er sowohl seine Obsession mit Rache, als auch seine Faszination mit Filmen aus. Das Ergebnis ist blutig und glorreich.

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Xander8112: Xanders Blog

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7.0Sehenswert

[...]
Inglourious Basterds ist aber trotz allem gut. Der stimmungsvolle Einstieg und die auch im weiteren Verlauf durchaus vorhandenen sehr guten Szenen trösten ohne weiteres über die (ebenfalls durchaus vorhandenen) Schwächen hinweg. Sicherlich, die lange Laufzeit ist auch wieder ausschweifenden Dialogen geschuldet. Doch wirken diese in dem Film nicht fehl am Platze, stören nicht und lassen den Zuschauer auch nicht gelangweilt im Kinosessel einschlafen. Im Endeffekt also: Ein durchaus guckbarer, guter Film.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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6.0Ganz gut

Eine Menge brillanter Momente und effektiver Szenen, stehen ebensovielen Längen gegenüber und dem bekannten Tarantino-Problem, das schon in Death Proof sehr deutlich wurde: Die fehlende Disziplin und Entwicklung in Dramaturgie und Storyführung und die absolute Leere die hinter den Bildern steht.

Die Unterteilung in Kapitel kaschiert mehr schlecht als recht, dass der Film nach einer grandios-finsteren Eröffnungsszene, in der Christoph Waltz einen der wohl faszinierensten Bösewichte der jüngeren Filmngeschichte entwirft, relativ ziellos in sich geschlossenen Szenen aneinanderreiht, die nie eine in sich zwingend geschlossenen Handlung ergeben und von höchst durchwachsener Qualität sind.

Großartiger Wortwitz wechselt sich mit klamaukiger Sitcom-Dramaturgie ab, die einen sich bisweilen in der Hardcore-Version von "Hogans Heroes" wähnen lässt. Und immer wieder auch Langeweile und Szenen die weitergehen, wenn sie eigentlich ihr Zeit schon mehr als ausgespielt haben.

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RaekOne

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Hier muss ich dir doch ausnahmsweise in allen Belangen zustimmen.


nilswachter

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"Das kann als Befreiungsschlag angesehen werden zur endgültigen Entdämonisierung der Nazizeit oder bubihafte Allmachtsphantasie eines Wolfenstein-Spielers mit Italofilmbackground - die Wahrheit liegt wohl in der Mitte." - Grossartig!


Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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9.0Herausragend

Wenn es das Wort gibt, will ich es hier verwenden: Grenzgeil. In jeder Hinsicht. Übertraf meine Erwartungen bei weitem, nicht nur weil Tarantino der erste Regisseur ist, der erkannt hat wie man Schweiger wirken lassen kann: Wenn er die Fresse hält. Für meinen Geschmack zitiert er sich zwar ein paar mal zu viel selbst, bleibt aber ein grandioser Film. Und mein Gott: Was für ein Hauptdarsteller.

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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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10.0Herausragend

Es gibt eine Szene in Inglourious Basterds, die zwar nur den Bruchteil einer Sekunde dauert, aber doch so stellvertretend für den ganzen Film ist: Dr. Joseph Goebbels nimmt seine französische Dolmetscherin von hinten und hat dabei großen Spaß. Diese kurze Einstellung, diese wenigen Frames repräsentieren dabei wiederum nur einen Bruchteil seines lachhaften Charakters. Stellt man einmal allein diese Szene in Kontrast zur Darstellung Goebbels in Oliver Hirschbiegels Der Untergang, dann bemerkt man schnell, dass der wahre Wahnwitz nicht Tarantinos Film entspringt, sondern dem teutonischen Machwerk aus der Schmiede Bernd Eichingers. Man denke nur an die Gebrechlichkeit eines Goebbels in Der Untergang, das Pathos, die Verklärung, die ihn, seine Frau, ja seine ganze Familie umnebelt, um bei dramatischer Terminologie zu bleiben, denn nichts anderes als eine theatralische Inszenierung ist Der Untergang und seine Geschichtsverfälschung doch am Ende. Das gleiche gilt natürlich auch für den Führer selbst, der hier statt den schmeichelhaften Charmeur den Reichsführer gibt, für den das alles nur ein großes Indianer-und-Cowboy-Spiel ist, von dem er eigentlich keine Ahnung hat, aber er sitzt eben ganz oben, da ist das nicht weiter wild.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

[...] Ist das Setting noch so tarantino-untypisch – die charakteristische Handschrift des Regisseurs macht sich immer wieder klar bemerkbar, sei es in Form von Schrifteinblendungen, gewissen Kameraeinstellungen, Schnitten, der Konzentration auf Aspekte, die andere Regisseure außer Acht lassen würden oder natürlich der Musikauswahl. Manche dieser Komponenten lassen letztendlich selbst in diesem Film das erwähnte 60er/70er-Jahre-Flair aufblitzen, was nicht zuletzt daran liegen mag, dass Tarantino einst darüber nachdachte, die Geschichte als (Italo-) Western zu inszenieren. Der vertraut wirkende und vielseitige Soundtrack wirkt in dem nicht so vertraut wirkenden Setting etwas unstimmig. Doch Tarantino wäre nicht Tarantino, hätte er diese musikalische Varianz nicht beabsichtigt. [...]

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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/

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10.0Herausragend

[...]Fünf Kapitel, ein Film. "Inglourious Basterds" ist in jedem seiner Teile und als Gesamtstück ein Meisterwerk. So simpel die Story zunächst anmutet, so vielschichtig setzt Tarantino sie besonders über die Charaktere um, auf verwinkelte Erzählmanöver verzichtet er gänzlich und hat sie dank der ausgefeilten Leistungen seines Ensembles auch nicht nötig. Christoph Waltz ragt zwar heraus mit seiner aufsehenerregenden Performance, auf der Stufe unter ihm tummelt sich aber ebenfalls geballte Klasse, aus der nicht mal die zuvor als potenzielle Störfaktoren ausgemachten Schweiger und Diane Kruger herausfallen. Bei letzterer kann man sich zwar nicht ganz sicher sein, was da schauspielerisch tatsächlich gewollt oder einfach nur nicht besser gekonnt ist, aber wirklich schlecht spielt sie nicht. Handwerklich ist der Film in allen Bereichen bestens gelungen, sei es die Ausstattung, Robert Richardsons mal beinahe intime, dann wieder elegante und schwungvolle Kameraführung, oder die standesgemäß passgenaue Songauswahl.[...]

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wicky2

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moin,
auch wenn du aus meiner sicht einwenig zu sehr auf die handlung eingegangen bist und dein text daher einige längen hat, habe ich doch selten eine so treffende und auch handwerklich saubere kritik gelesen. ich ziehe meinen hut. ; )


ChristiansFoyer

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Danke schön. Ist eine sehr handlungsorientierte Kritik geworden, das stimmt, aber die Kapitelstruktur und die zwei aufeinander zulaufenden Handlungsstränge lassen sich, würde ich zumindest sagen, so schlüssiger beurteilen, als das ganze auf die Gesamtheit des Films zu verallgemeinern ;)


J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...

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6.5Ganz gut

Längst nicht die Nazi-Trash-Granate auf die ich gehofft habe, aber schon recht amüsant. Die in Babelsberg gedrehten Studioszenen sehen zum Teil so unschön clean aus wie die Lindenstrasse. Dennoch macht der Film von Meisterdieb Tarantino Lust sich mal wieder einen echten Italo-Western oder gar den bösen "Ilsa - She Wolf of the SS" zu Gemüte zu führen.

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Matthias Dell: Der Freitag Matthias Dell: Der Freitag

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5.0Geht so

Inglourious Basterds scheitert am Gros seiner Darsteller, die in ZDF-Fernsehfilmen ihre Bestimmung finden könnten. Er leidet aber auch unter seinen, für Tarantinos Verhältnisse, wenig originellen Dialogen, dem unterkomplexen Plot und seiner Konzeption: Dass Tarantinos Kino die Wirklichkeit bezwingt, die es entwirft, ist mittlerweile eine eben so tautologische Aussage wie die, das Steven Spielbergs Kino nach einem Vater sucht, den es nicht hat. In Inglourious Basterds wird dieser Zug von Tarantinos Kino mit einer Deutlichkeit inszeniert, die den Betrachter verstimmt, wenn ausgerechnet ein englischer Filmkritiker, der deutsches Kino liebt, ein Attentat auf Hitler in einem Kino plant.

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-elviZ-

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Endlich einer der sich traut den Film nach objektiven Gesichtspunkten zu bewerten! "ZDF-Fernsehfilmen ihre Bestimmung finden könnten" - Wunderbar...!


J4KOB

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kann zwar so ganz und gar nich mit der bewertung übereinstimmen, bin aber auch der meinung, dass die Qualität der Dialoge nur noch vereinzelt an das durchgängige Niveau von Pulp Fiction heranreicht.


HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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7.5Sehenswert

Der Name Tarantino mag seit "Pulp Fiction" für Gewaltexzesse stehen, doch im Grunde wird bei ihm zu 80 Prozent gequasselt und höchstens zu 20 Prozent massakriert. Das ist auch hier der Fall. In den "Basterds" hebt er die Bedeutung der Sprache auf ein neues Niveau. Sie entscheidet auch darüber, wie viel Vergnügen man hat, und deshalb ist vom Besuch der deutsch durchsynchronisierten Fassung abzuraten. [...] Nun wandert der Beleg auf Zelluloid um die Welt: In Babelsberg entstehen Filme auf höchstem technischem Niveau. Ein Waltz vermag einem Pitt die Schau zu stehlen. Und dann vollbringt Pater Quentin natürlich die größte Exorzismusleistung: Er schafft es endlich, diesen Hitler auf andere Weise als durch Selbstmord zum Teufel zu schicken. Fantasie bringt Befreiung.

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Griselda

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Ich konnte leider nicht dem Link folgen und die ganze Bewertung lesen, aber was ich hier bei Moviepilot von Ihnen lese, war bei weitem am witzigsten. Das betrifft z.B. die Erwähnung von Babelsberg bzw. der Auswirkungen auf die Filmindustrie.
Ich glaube als Fan, Möglichkeiten wie diese sind nicht gut für einen wie Q.T.
"Pater Quentin" [...] fand ich auch einen schönen Ausdruck/Nachsatz mit erheiternder Nebenbedeutung, auch wenn der wohl von den meisten nicht mehr (im Zusammenhang) verstanden wird.


Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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8.5Ausgezeichnet

"Inglourious Basterds" ist ein Rächerfilm. Und einer der ersten, wenn nicht der erste überhaupt, der diesen in anderen Genres wie Western und Thriller leidlich bekannte Topos auf den Kriegsfilm überträgt. Umso überraschender aber, dass Tarantinos größtes Stilmittel dabei eben nicht die exemplarische Darstellung von Gewalt ist (auch wenn das Skalpieren und das Einritzen von Hakenkreuzen auf Soldatenstirne durchaus drastisch ins Bild gerückt wird), sondern der - gleichfalls messerscharfe - Dialog. [...] Er müsste damit eigentlich als Dramatiker entdeckt werden, den man spielend auch auf die Bühne bringen könnte. Denn die spannendsten, abgründigsten Szenen sind hier eigentlich immer jene, an denen zwei Menschen am Tisch sitzen und reden: etwa die grandiose, ganze 20 Minuten dauernde Verhörszene gleich zu Beginn.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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7.5Sehenswert

Das Argument, das man gegen Tarantino (hier und grundsätzlich) machen kann, wäre und ist ja auch, dass er intellektuell und moralisch und sonstwie über die Adoleszenz nie hinausgelangt ist. Dass die Wünsche, die er in seinen Filmen inszeniert, Nerd-Fantasien sind. Dass man auf erwachsenere Weise über Schuld, Rache, Gewalt und Geschichte nachdenken kann, als er das hier und überhaupt tut. Schon das ist eine sehr zweischneidige Angelegenheit, weil Tarantino in seinen besseren Momenten adoleszente Fantasien, wie wir alle sie kennen und haben - bewusst oder nicht - gerade in ihrer äußersten Ambivalenz und Zweischneidigkeit vorführt. Mit Mendelsohn müsste man aber sagen: Der Nerd in mir ist ein Nazi. Und das scheint mir dann doch in einer Weise übertrieben, dass es schon keine Übertreibung mehr ist, sondern gefährlicher Blödsinn.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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4.5Uninteressant

«Inglourious Basterds» ist ein hohler Selbstjustiz-Kriegsfilm mit Überlängen, der aber immerhin kurzweiliger ist als andere Plauder-Werke von Tarantino.

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TheDrPepperPower

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Wie kann man als "Kritiker" für einen offensichtlich zumindest relevanten und wichtigen Film nur ein paar dumme Zeilen hinrotzen? Das kannst du dir auch gleich schenken.


Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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4.0Uninteressant

Um unter all den Euphorikern mal eine Gegenstimme zu erheben: Tarantino und dieser Film sind völlig überschätzt. Okay, einige kammerspielartige, maliziöse Szenen sind seitens der Schauspieler hervorragend gespielt. Der Film ist spannend, man langweilt sich nicht. Waltz, Diehl, Brühl, Pitt, Schweiger, sie spielen alle erstklassig, aber ehrlich gesagt auch die Typen, als die man sie schon mehrfach gesehen hat. Ansonsten haarsträubend-geschmacklose Trash- und unappetitliche niveaulose Gewaltszenen und somit ärgerliche Qualitätsbrüche. Außerdem ist die Synchronisation in einigen französisch gesprochenen Szenen miserabel. Und was die Karikaturen einiger Nazis angeht, da wächst der Film kaum über das niedrige Niveau der Schmonzette "Mein Führer" mit Helge Schneider hinaus. Mit solchen Albernheiten an Hitler "Rache" nehmen und Geschichte verfälschen: Das ist mitnichten genial, sondern kindisch!

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Jörg von Grass

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Hallo liebe Kirsten! Schön das wir mal wieder einer Meinung sind! Liebe Grüße, Jörg


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8.0Ausgezeichnet

Ein eigenwilliger, grellbunter Kriegsfilm in fünf Akten, der unter Rückgriff aufs Genrekino die Paradoxien des Historienfilms souverän unterläuft. In der für Quentin Tarantino typischen Mischung aus Autorenkino und B-Movie wird dabei die Geschichte des Zweiten Weltkriegs mit den Mitteln des Kinos entscheidend umgeschrieben. Virtuosität und burleske Theatralik halten sich beim Versuch, den Zweiten Weltkrieg als popkulturelles Spiegelkabinett zu etablieren, ungefähr die Waage.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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9.0Herausragend

Er kam nach Berlin und Babelsberg, fühlte sich anscheinend pudelwohl und drehte einen seiner konzentriertesten und gelungensten Filme seit Jahren. Ein Sieg auf ganzer Linie kann Kultregisseur Quentin Tarantino mit seinem neuen Werk „Inglourious Basterds“ verbuchen. Mit Brad Pitt in einer Beinahe-Hauptrolle und deutschem Schauspielpersonal wie Til Schweiger, August Diehl und Daniel Brühl ist dieses Action-Märchen zudem prominent besetzt. Doch in Erinnerung bleiben sie alle weit weniger als Christoph Walz, der als vordergründig liebenswürdiger Gentleman-Oberst mit leider allzu hinterhältigen Absichten mit einer lockeren Souveränität seine Kollegen an die Wand spielt - und nicht umsonst dafür in Cannes als bester Darsteller ausgezeichnet wurde.
Als berüchtigter Judenjäger Hans Landa ist er damit beauftragt, auch im von den Deutschen besetzten Frankreich die Judenfrage ebenso wie im Reich zu lösen. Im französischen Hinterland operieren unter dem Kommando von Aldo Raine (Brad Pitt)…

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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8.5Ausgezeichnet

Doch das Ausagieren von Sehnsüchten mittels Gewalt spielt in Inglourious Basterds keineswegs die bedeutendste Rolle. Wo Death Proof eine Hymne auf die Bewegung war, handelt der neue Film zuallererst von Sprache. Tarantino hat darauf insistiert, über einen möglichst bunt gemischten Cast zu verfügen. Das Sprachwirrwarr bietet nun nicht nur Grundlage für einige der besten Gags des Films. Mit dem SS-Oberst Hans Landa, den der Österreicher Christoph Waltz als genießerischen Sadisten spielt, der seine Opfer mit Worten narkotisiert, ist auch die zentrale (Bösewicht-)Figur ein Sprachvirtuose.
[...]
Bei Tarantino heißt die zentrale Aktion, die mit herrlicher Verzögerungstaktik verwirklicht wird, dann auch nicht umsonst "Operation Kino" : Geschichte wird hier endlich wieder zum Möglichkeitsraum - und alle Möglichkeiten kommen für einen entscheidenden Augenblick lang in einem Lichtspielhaus in Paris zum explosiven Stillstand.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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8.0Ausgezeichnet

Wir sehen hier einem Mann zu, der das Kino liebt. Er liebt nicht uns, sein Publikum. Ihm ist es egal, daß die Leute - besonders in seinem Heimatland - scharenweise aus einem Film rennen werden, in dem sie dazu gezwungen sind, Untertitel zu lesen, und das einen Großteil des Films lang. Hinter all dem Irrsinn, den Tarantino ausstrahlt, hinter dem bescheuerten Image, das er nach draußen trägt und dem Quatsch, den er erzählt, steckt ein Filmemacher, der noch großen Respekt vor dem Medium hat.

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filmbaum

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"Inglourious Basterds" auf Platz 1 der amerikanischen Box-Office-Wertung vom Wochenende, bisheriges Einspiel bereits ca. 40 Millionen. Soviel zum Thema rausrennen aus einem untertitelten Film...


Julio Sacchi

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Na ist doch schön. Nur wird der Film mit Ach und Krach die 100 vollmachen und ist damit nun auch wieder nicht der Superknaller, den sich die Weinsteins davon erhofften.


Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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3.0Schwach

Mit seinem neuen Film "Inglorious Basterds", der zu großen Teilen in Deutschland gedreht wurde, schreibt Quentin Tarantino das erste Mal "historische" Geschichte und bringt ein krudes Racheepos auf die Leinwand. Tarantino wagt sich an ein schwieriges Thema, das er mit großen, vor allem deutschen Stars inszeniert. Doch was im Endeffekt dabei herauskam ist nicht wirklich bemerkenswert, außer einer grandiosen schauspielerischen Leistung von Christoph Walz, der auf dem Festival in Cannes mit Recht die Goldene Palme als bester Darsteller erhielt. Ansonsten jede Menge heiße Luft, viel sich hinziehendes Geschwafel und ein groteskes...

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Jörg von Grass

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Blöd ist nur, wenn man sich jeden Film von Ihm aus beruflichen Gründen "antun" muss. Und ich finde das seine Filme alle recht unterschiedlich sind. "Pulp Fiction" und "Jackie Brown" genauso wie "Reservoir Dogs" sind großartig! Die Laberei bei den letzten beiden Filmen ist allerdings wirklich aufgeblasen und anstrengend. Bei "Death Proof" konnte man das ja noch mit der europäischen Version entschuldigen, der man gegenüber der amerikanischen "Grindhouse"-Version mehr als eine halbe Stunde Gelaber zugefügt hatte. Bei "Inglourious Basterds" gibt es keine Entschuldigung!


Krähe

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Dann trifft der Herr Tarantino halt nicht dein Geschmack und das ist ja auch ok. Würde ich auch als anstrengend empfinden wenn ich mir aus beruflichen Gründen dann solche Film anschauen muss.



Kommentare (587) — Film: Inglourious Basterds


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divisi

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Bewertung7.0Sehenswert

Eine Sache mag ich an Tarantino-Filmen nicht: Sie bekommen keine eigene Filmmusik. Tarantino ist inzwischen dermaßen erfolgreich sich einen Komponisten leisten zu können, dem er sogar künstlerische Freiheiten erlaubt. Die heutige Filmlandschaft könnte diesbezüglich mehr Mut brauchen.

Inglourious Basterds ist eigentlich ein recht guter Film, der mich aber nicht sonderlich berührte. Ich kann aber verstehen, wenn er für manche Leute als Lieblingsfilm gewertet wird - allein die Darsteller sind klasse.

Kann der Waltz eigentlich wirklich vier Sprachen fließend sprechen?

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Filmkenner77

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Kann er und genau deshalb war er als deutschsprachiger Schauspieler der Wunschkandidat von Tarentino. Erst sollte ja Leonardo Dicaprio Landa spielen, der ja auch ein wenig deutsch spricht.


divisi

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Interessante Info, danke.


Trygan

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Bewertung6.5Ganz gut

Bis auf den extrem geilen opener mit ch. waltz geht der film irgendwie komplett an mir vorbei ... alles zu übersteigert ohne dabei gut zu sein ....
ich weiß wie viel leute den film mögen und denen sei es auch gegönnt, aber mich trifft er irgendwie nicht .... wenn nicht die schauspielerischen einzelleistunge so gut wären hätte ich mit 5,0 gewertet und das wäre bei filmen die ich im kino gesehen habe die unterste grenze ...

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(VINCENTVEGA)

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Bewertung9.0Herausragend

"Once upon a time Nazi occupied France..."

Wuchtige, aber auch präzise inszenierte Weltkriegsballade. Tarantino bedient sich mal wieder jeglicher Stilmittel. Die Musik ist wie immer fantastisch, am Anfang des 5ten Kapitels mit "Cat People" von David Bowie, geil. Die Dialoge sind lässig und lang, die Kamera ist ruhig und erinnert an den Italowestern, die Basterds stellen passend dazu die perfekten Antihelden. Diese angführt von Brad Pitt, der wahrscheinlich jede Rolle dieser Welt authentisch rüberbringt. Til Schweiger als messerschwingender, schweigsamer, Nazimordender Hugo Stieglitz an seinem Karrierehöhepunkt und Michael Fassbender auf dem Wege dorthin.

"Uhh das ist ein Bingo."
"Sagt man das so, das ist ein Bingo?"
"Einfach nur Bingo."
"Bingooo!"

Was für eine Figur ist Tarantino und Christoph Waltz denn da gelungen.
Perfektion.
Die Betonungen der einzelnen Wörter. Die herausragende Mimik und Gestik.
Noch einer der wahrscheinlich seinen Karrierehöhepunkt erreicht hat, aber was für einer.
Das ist Blockbuster-Kino wie ich es mir vorstelle, mit Niveau, tolles Drehbuch, großartige Darsteller.

"Das ist Sergeant Donnie Donnowitz, sein Spitzname ist wahrscheinlich geläufiger, der Bäärenjude! Wenn du von Aldo "dem Apachen" gehört hast, dann bestimmt auch vom "Bärenjuden."
"Ich hörte vom Bärenjuden."
"Was denn?"
"Der Mann schlägt deutsche Soldaten mit einem Prügel."
"Er zerschmettert Ihnen die Birne mit einem Baseballschläger, so sieht´s aus."

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whitywhite

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wiedermal ein äußerst gelungener Film von Tarantino, den ich wahrscheinlich mit 8 bewertet hätte, wenn da nicht Christoph Waltz wäre, der seine Rolle einfach grandios gespielt hat. Er ist definitiv der Grund warum es Inglourious Basterds auf meine Lieblingsfilmliste schafft.

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wolfmother

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein äußert gelungener, witziger und vorallem unterhaltender Film der Tarantinos Signatur zu erkennen lässt. Sicherlich kein Familienfilm und noch weniger ein Aufklärungsfilm.Manche werden sicherlich den Kopf darüber schütteln, andere widerum sich köstlich amüsieren, vorallem diejenigen unter uns die Tarantinofans sind. Das Inglourious Basterds meiner Meinung nach sehenswert ist liegt nicht zuletzt an der hervorragenden Besetzung mit Christoph Waltz, Daniel Brühl und Brad Pitt.Vorallem Waltz interpretiert seine Rolle überaus authentisch und zieht mit seinen Charm auch den Zuschauer in seinen Bann.
Leider versteh ich nicht, was ein gewisser Til Schweiger und eine gewisse Diane Krüger im Film verloren haben.Meiner Meinung nach sind diese völlig deplatziert und tragen negativ zum Film bei.
Von mir gibts 8 von 10 Punkten.Einziger Kritikpunkt sind wie bereits erwähnt Krüger und Schweiger.

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LadyDeWinter

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Schwarzhumorig, bitterböse, blutig - selbst nach mehrmaligem Schauen ist der Film immer noch ein Highlight. Christoph Waltz ist die perfekte Besetzung für Hans Landa - nie habe ich ihn so überzeugend spielen sehen.
Nur, was Til Schweiger in diesem Film zu suchen hatte, ist mir immer noch ein Rätsel.

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LadyDeWinter

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Verquere Logik ... und eigentlich ein Oxymoron, da "Til Schweiger" und "Film aufwerten" sich definitiv widersprechen! :)


TheAvenger68

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Ich finde es aufregend wenn du solche Sachen sagst :-)


natedb

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Bewertung9.0Herausragend

(Spoiler, auch zu "Django Unchained")
Was hat "Inglourios Basterds" nicht, was "Django Unchained" haben soll? Ach ja! Stimmt - er hat keine Längen! Nicht, dass ich "Django Unchained" nicht mögen würde, allerdings war mir das lange, intellektuelle und recht sinnlose Gefasel dort teilweise einfach etwas zu langweilig und sogar nervig. "Django Unchained" hätte sein perfektes Ende nach dem Tod von Calvin Candie und Dr. King Schultz gehabt, aber nein, es ging noch weiter...
Eine Schwäche wie diese hat "Inglourios Basterds" nicht und die Dialoge, auch hier wunderbar, wie man es von Quentin erwarten darf, geraten hier nie zum reinen Selbstzweck.
Der Film bietet einige wirklich sehr, sehr starke Szenen, die Beste möglicherweise direkt zu Anfang: Hans Landas Verhör des Farmers La Patide - eine mitreißende Sequenz, fabelhaft geschrieben, voller Suspense und mit einem diabolischen Christoph Waltz, der in diesem Film zweifellos die beste Performance seines Lebens gab. Ja, Dr. King Schultz war auch ganz toll, aber der liebe Zahnarzt muss gegenüber dem teuflisch gewieften Judenjäger leider kürzer treten, sorry.
"Inglourios Basterds" ist pure Provokation, denn Mr. T scheißt auf die Historie und dreht alles wie er es will. Er lässt die hohen Nazi-Tiere, Adolf eingeschlossen, von einer jüdischen Kino-Betreiberin in einen Saal pferchen und alle miteinander untergehen. Zusätzlich wird Hitler auch noch der verrückte Kopf zerschossen...
Unterlegt von Morriccone bis David Bowie erschafft Quentin Tarantino einprägsame, extrem starke Sequenzen, mit ansehnlichen Schauspielern in Top-Form. Bemerkenswert ist auch Diane Kruger als Bridget von Hammersmarck, sowie die vielen deutschen Mimen die ihren Weg ins Tarantino-Universum fanden. Sogar der von allen ach so verhasste Til Schweiger ist dabei, was gar nicht mal schlimm ist, da er im gesamten Film nur zwei Sätze von sich gibt und ansonsten nur grimmig dreinschaut.
Ich persönlich ziehe diesen Film "Django Unchained" vor. "Inglourios Basterds" wirkt insgesamt weniger selbstverliebt auf mich, ist von der Länge her perfekt abgestimmt, Soundtrack und Bilder sind ein Fest für Aug und Ohr und das Drehbuch ist gewitzt, intelligent - herausgekommen ist ein manchmal charmantes, oft sehr brutales, teilweise ziemlich dramatisches, witziges und einzigartiges "Märchen", so will ich es mal nennen.

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cinram

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Ist natürlich Geschmack, aber ich finde, der geht echt nicht über Mittelmaß hinaus! Ich bin damals vorwiegend rein, um eine geile Verwandlung Nastassias, in ein Katzenmonster zu sehen, aber auch das ist nur sehr bescheiden gelungen (so gut, wie kaum was zu sehen)!

Ich glaub, dem Regisseur Paul Schrader kam es mehr auf erotische Aspekte, als auf Spannung, oder etwa Grusel an...!


natedb

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Naja, ich hab den Film noch aufgenommen. Vielleicht seh ich ihn mir irgendwann mal an wenn nichts besseres läuft. Aber mit soetwas wie dem, was du beschreibst, hatte ich schon gerechnet...


herrmann.jemine

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Bewertung9.0Herausragend

epochal erzählt, vielleicht an manchen stellen etwas zu lang und detailliert. ein riesen haufen an geilen charakteren und ne menge handlungsstränge, allesamt für sich allein gesehen klasse bis sensationell. unterm strich stört mich die gesamtlänge aber doch zu sehr für eine absolute topwertung.

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Cellmorbasg

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Bewertung9.0Herausragend

*enthält kleine Spoiler*
Der Film beginnt mit einer Episode in der die Spannung und die Angst zum greifen sind. Ein perfektes Stück Kino in dem alles konzentriert ist, was diesen Film so gut macht. Da ist zum einen der sprachliche Genuss für die Ohren. Die verschiedenen Sprachen geben den Dialogen ganz eigene Facetten und umgekehrt. Die Sprache ist auch ein wichtiger Teil der Figur Hans Landa. Er ist der einzige der alle vier im Film gesprochenen Sprachen beherrscht. Seine Überlegenheit drückt sich aber auch in der Lieblichkeit aus mit der er nicht nur das dafür prädestinierte Französisch, sondern auch das Deutsche erklingen lässt. Es ist Teil seiner angenehmen Erscheinung die umso mehr, von der ersten Sekunde an, seine Grausamkeit hervortreten lässt. Sein innerstes verbirgt sich hinter einer Fassade, nicht nur für die Feinde, auch für die Freunde. Denn die Skrupellosigkeit Hans Landas macht vor ideologischen Grenzen nicht halt. So ist es kein Wunder, dass die schöne Maske fällt, als Aldo Raine ihm die Möglichkeit nehmen wird sie fortan aufrechtzuerhalten.
Die Dialoge mit dem dominierenden Hans Landa sind aber nicht das Ende der Köstlichkeiten. Auch die eher neckischen Sprachduelle zwischen Shosanna und Fredrick Zoller zeigen eine Anspannung, die auf eine Explosion bloß wartet. Und als man kaum noch damit rechnet, folgt kurz darauf ein Filmtod in schauriger Schönheit. Er ist Teil des in Episode fünf sich auflösendem Handlungsgeflechts. Davor leistet sich der Film jedoch einen weiteren Höhepunkt in der Taverne, denn wie so oft in diesem Film ist die Sprache auch hier handlungstreibend. Sprachfeuerwerke deren Kunstfertigkeit Freude bereiten, die jedoch auch eine emotionale Dichte erzeugen, weil man nie weiß wann sie von verbaler Gefährlichkeit in körperliche Gewalt umschlagen.

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Andy the X

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Schöner Kommentar.
Jedes Mal wenn ich den Film sehe, bedauere ich, dass ich weder Französisch noch Italenisch spreche. Ich glaube, dann würde mir der Film noch besser gefallen als er es ohnehin schon tut.


Cellmorbasg

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Wobei ich diesmal festgestellt habe als ich mit den Untertiteln nicht mitkam, dass ich den Film gut genug kannte um mal einfach ein paar Zeilen auszulassen. Die verschiedenen Sprachen nur zu hören finde ich schon zauberhaft. Mit dem Verstehen hat es leider im Französischen auch nach fünf Jahren Schulunterricht nicht geklappt.


TheFahil

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Bewertung9.0Herausragend

Wiedereinmal ein super Tarantino Film. Vorallem Christopher Waltz in seiner Rolle als Hans Lada ist genial! Wer Tarantino mag, muss diesen Film unbedingt noch schauen.

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skradan

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Bewertung5.0Geht so

Teils amüsant, teilweise großartig, teils langweilig. Ich hatte mir mehr erhofft, bekam jedoch nur eine überspitzte Variante des typischen US-WWII-Schrotts, den es haufenweise in den Regalen gibt. Warum gerade Eli Roth, dem ich schauspielerisches Können absolut abspreche, eine Rolle bekommen hat, ist mir schleierhaft.

Christoph Waltz hat sich mit dem Film ein Denkmal gesetzt; Tarantino - so leid es mir tut - jedoch nicht.

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Donzaffi

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Wieso steht hier eigentlich nicht das es ein Remake ist ?

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movie.max

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Weil es die Handlung des 'OriginalsÄ nicht aufgreift, sondern nur ein paar Huldigungen hervorbringt.


Donzaffi

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Tut Krieg der Welten auch nicht und es wird uns als Buchverfilmung verkauft, die Liste lässt sich noch sehr lange fortführen.
Man könnte es ja zumindest mal mit einem Satz erwähnen


TheNumber

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Bewertung9.0Herausragend

super geil. quentin tarantinos drehbuch ist wieder mal grandios, tolle dialoge mit super intensiver dramaturgie. natürlich muss man ihn auch für den charakter hans landa, der von christoph waltz überragend verkörpert wird. nur die nazi-jäger haben mir nicht soo gut gefallen wie der rest, auch wenn ich brad pitt in der rolle ganz gut fand. richtig guter film, muss man gesehen haben!

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NotTooOldForThisShit

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Bewertung7.5Sehenswert

Mit Sicherheit ein guter Tarantino, kann jedoch mit dem Trio Reservoir Dogs, Pulp Ficiton und Jackie Brown nicht mithalten. Wer meint dass die Dialoge und Musik in Inglorious Bastards hervorragend sind, hat bei den ersten drei Filmen wohl nicht richtig hingehört. Einige stellen ziehen sich etwas in die Länge und wären meiner Meinung nach nicht notwendig gewesen. Am überzeugendsten ist der Anfang mit Waltz, denn dort sieht man den Inhalt eines genialen Drehbuchs glänzen, jedoch nimmt der Glanz schnell wieder ab. Im Grunde ein guter Film, jedoch machen ein paar Nazikiller und viel Blut noch keinen Tarantino Film aus wie man sie normalerweise von ihm kennt.

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NotTooOldForThisShit

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Genau, also da fand ich Django schon unterhaltsamer. Ganz zu schweigen von dem glänzenden Soundtrack


Freakwood

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Der Soundtrack bei Django ist meiner Meinung nach überragend - da kommt Inglourious Basterds nicht hinterher. Habe hier die selbe Punktzahl vergeben. Der Film entlockt zwar das eine oder andere "Woho" aber das sind definitiv keine neun oder gar zehn von zehn Punkte..


Draza

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Bewertung9.0Herausragend

Gehört zu Tarantino`s top 5 nach Pulp Fiction und Kill Bill 1 + 2. Christoph Waltz.... Grandios gespielt

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JonnyvsSherlock

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Bewertung9.0Herausragend

Ja, Herr Tarantino, jetzt haben sie mich. Warum? Darum:
Der Film hat einen Einstieg, der Seinesgleichen sucht. Erst wird man von wunderbarer Musik eingelullt, um anschliessend dem genialen Dialog beim Milchbauern lauschen zu dürfen. Der grandiose Christoph Waltz überzeugt sofort mit seiner Perfomance des S.S Offiziers Hans Landa. Der Beginn macht wirklich Lust auf den Film. Die Kapitelaufteilung passt hervorragend zum Gesamtwerk. Die teils sehr explizite Gewalt zieht sich nicht wirklich durch den Film, sondern wird nur in ein paar bestimmten Szenen dargestellt. Diese haben es dafür aber richtig in sich. Die Dialoge bleiben Tarantino-typisch vom Anfang bis zum Ende genial. An den Schauspielern kann man auch nicht meckern. Sie spielen allesamt sehr gut. Allen voran natürlich Christoph Waltz. Brad Pitt gibt (in einer untypischen Rolle) auch eine tolle Leistung ab. Sogar Til Schweiger spielt recht passabel. Der Schnitt und die Kamera machen richtig Spaß und die manchmal ins Bild geschriebenen Namen sind ein netter Effekt. Die Musik ist stehts passend und mitreissend. Der Eindruck direkt nachdem Film ist schier überwältigend. Jedoch fehlt mir noch etwas. Der letzte Schritt zur Perfektion sozusagen. Ausserdem fand ich einige Szenen etwas zu blutrünstig.( An einer Stelle sogar unnötig)

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JamesMoriarty

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Bewertung10.0Herausragend

Leider kam dieser Film in die Kinos, als mein Filmgeschmack und ich noch in ganz anderen Ecken unterwegs waren. Besonders jetzt, wo mich Django im Kino umgehauen hat (im O-Ton wohlgemerkt), bereue ich es zutiefst, dieses Meiterwerk nicht auf der großen Leinwand gesehen zu haben.
Über die großartige Leistung unseres Lieblingsöstereichers ist wohl schon genug gesagt worden und das der ganze Film, bishin zum explosiven Finale, grandios ist, muss auch nicht mehr erwähnt werden.
Was mir aber an Tarantinos Werken besonders gefällt, ist die Konsequenz mit der er an den Stoff geht. Seine Helden sterben genauso sang und klanglos wie es die Bösen tun. Keine pathetischen Sterbeszenen, ein Schuss, viel Blut und gut. Die Guten sterben eben auch.
Das Gleiche macht er auch mit den Sprachenn in seinem Film. Ich habe mal gehört, die Amerikaner hassen Untertitel, was der Grund dafür ist, dass sie alle guten europäischen Filme nachdrehen. Tarantino ist das zum Glück herzlich egal. Da sprechen die Franzosen französisch, die Deutschen deutsch und die Amerikaner Englisch. (Oder in Landas Fall englisch, französisch, deutsch und italienisch).

Alles in allem kann man nur sagen: Egal was er macht, Tarantino hat es einfach drauf!

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ArasAhmad

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Einer meiner lieblings Tarantino Film.

Es hat einfach alles was man von einem Tarantino Film erwartet, eine gute Story, noch bessere Dialoge und dazwischen viel zeit zum nachdenken. Besonders Christoph Waltz
als Hans Landa gefällt mir hier sehr gut, Brad Pitt in der Rolle als Aldo Raine ist authentisch und visuelle sehr gut dargestellt worden. Mit unseren deutschen Schauspielern die in diesem Meisterstück von Tarantion mitwirken durften, brauchen wir uns auch nicht zu verstecken. Sowohl Diane Kruger als Bridget Von Hammersmark als auch Til Schweiger als Hugo Stiglitz ( wobei er maximal 4 sätze hatte).

Das Tarantinos Streifen mit guten Dialogen gefühlt sind wissen wir, aber das wir hier auf so starke Dialoge treffen hätte ich nicht gedacht. Nach nun mehr als 7 Filmen die ich von Tarantino gesehen habe, gefällt mir eines besser als das andere.

8,5 von 10 Wertungspunkten sind hier vollkommen gerechtfertigt.

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Chad

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Django ist ja noch in aller Munde. Sowohl dort als auch hier nimmt sich Quentin Tarantino einer ernsten Sache an. Allerdings unterhält Inglourious Basterds kurzweiliger, besitzt etliche Höhepunkte mit oftmals unerwartenden Konsequenzen.
Vll liegt's an der in Europa weniger beachteten Sklaventhematik, doch mit welchem 'Witz' die NS-Zeit hier durch den Kakao gezogen wird, amüsiert einfach besser.

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MrKatsumi

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Bewertung9.0Herausragend

Eben das erste mal im Kino gesehen, OmU, und wieder vollends befriedigt worden.

Allerdings musste ich mich doch etwas über den Altersdurchschnitt im Kino wundern, da habe ich beim groben überfliegen ÜBERWIEGEND 40+ gesehen bis hin zu 70+, SERIOUSLY!
Die haben sicher was anderes erwartet. Naja zumindest bei dem Regisseur hätte man es sich ja denken können.

Der Wechsel zwischen den ganzen Sprachen ist super gelungen und es macht einfach Spaß zuzuhören. Und wenn man französisch kann sogar noch ein bisschen mehr.

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