Entweder ist Tarantino ein Regisseur der einfach nicht in der Lage ist, seine makaberen Szenen und Ideen mit Spannung zu versehen oder er klaut sich die besten Filmszenen aus nicht so bekannten, unterschlagenen Werken zusammen und reanimiert diese Szenen zumindest Perfekt für seine elegant wirkenden Filme, um das Kino-Publikum von Heute damit zu beeindrucken. Was für ein Künstler?
In diesem Fall vor allem aus dem italienischen mit "Inglorious Bastards - Das Original" aka "Ein Haufen verwegener Hunde". Sicher nicht 1:1 übernommen, wenn dann sind es nur wenige Szenen, denn den Rest hat Quentin Tarantino wieder einmal mit nichts sagenden und sehr langweiligen Szenen gefüllt.
Das liegt vermutlich daran, dass Tarantino ein Remake gemacht hat, also kaum verwunderlich. Kann sich wohl jeder selbst zusammenreimen. Du sprichst allerdings von mehreren Werken.
Inglorious Bastards wurde weder als Remake, noch als Neuverfilmung ausgegeben, es ist genau so einfallslos wie z.B. Paul Anderson sein vermeidlich einzig guter Film Event Horizon aka Dark Side of the Moon.
Zu andere Filme, mal das Video:
http://vimeo.com/19469447
Tarantino schaut sich viele Szenen ab und macht sie New Hollywood kompatibel. Er ist der Master Men of New Recycling Blockbustermovie schlecht hin. Schön glatt gebürstet und auch noch als Independent Verkauft. Ich bevorzuge die ehrlichen und nicht so pompösen Originale. ;)
Es ist ein Remake, wie man an der moviepilot Seite des Films erkennen kann. Beleg: http://www.moviepilot.de/movies/ein-haufen-verwegener-hunde-inglorious-bastards
Man durfte auf „Inglourious Basterds“ gespannt sein, zumal es ungewöhnlich ist, dass ein Regisseur wie Tarantino in Deutschland dreht und für seinen Film Schauspieler wie Til Schweiger und Daniel Brühl verpflichtet. Das Konzept geht auf: Das insgesamt konsequente Festhalten an Darstellern aus Amerika, Frankreich und Deutschland wirkt sehr stimmig und passend. „Inglourious Basterds“ ist in fünf Kapitel aufgeteilt, wobei im fünften die Fäden zusammenlaufen und alles auf den Showdown hinausläuft. [...] Wer sich auf „Inglourious Basterds“ und somit auf unkonventionelles Kino einlässt, bekommt zweieinhalb Stunden wunderbar groteske Unterhaltung à la Tarantino geboten.
Fast 160 Minuten dauert das Spiel, und keine davon ist vergeudet. Wer einen actiongeladenen Film erwartet, wird enttäuscht, wer ein vor Zitaten und Hommagen übersprudelndes Kammerstück sucht, ist hier genau richtig. Stellenweise hat man sogar das Gefühl, der Film sei speziell an uns Deutsche gerichtet, entdeckt man doch an jeder Ecke bekannte Gesichter und kann sich über Details wie Winnetou oder “Ich wollt ich wär ein Huhn” freuen, mit denen ein Amerikaner so gar nichts anfangen kann.
Tarantino lässt die Leinwand nicht nur sprichwörtlich brennen. Doch nicht nur in seinen lauten Szenen können die “Basterds” punktenn. Die ersten 20 Minuten, die nur ein Gespräch enthalten, gehören zu den spannendsten des ganzen Jahres. Das schöne daran: Wie sonst gerne bei Tarantino existiert der Dialog nicht nur zum Selbstzweck, sondern führt zu einer überraschenden Auflösung. Christoph Waltz wird nicht ohne Grund allerorts für seine differenzierte Darstellung des Fieslings Hans Landa gelobt und darf sich so über späten internationalen Ruhm freuen. Er ist so stark, daß die “Basterds” im Vergleich überraschend den uninteressanteren Teil des Films ausmachen. Als Cineast gefiel mich natürlich auch die Kinobesitzerin in ihrem Widerstandskampf, der – wie eingangs schon erwähnt – zu einem der besten Bilder des Films führt.
Manch Kritiker hatte das Regiegenie im unfertigen "Death Proof" schon vor die Wand fahren sehen; einer der größten Filmemacher seiner Zeit ausgeblutet in blinder Zitierwut und Gewaltorgien. Und was macht Quentin Tarantino? Zieht mit den "Inglourious Basterds", der erklärten Anti-"Walküre", in den Zweiten Weltkrieg und vollführt einen dialoggewaltigen Befreiungsschlag.
[...] Die Figurenzeichnung ist äußerst plastisch - Während Bösewicht Hans Landa dabei noch halbwegs real wirkt, ist Basterds-Anführer Aldo Raine (Bratt Pitt) schon fast wie eine Comicfigur überzeichnet, was aber durchaus gewollt ist. Laut Tarantino ist Inglorious Basterds ein Spaghetti-Western im Zweiter Weltkriegs-Setting, was den Film sehr treffend charakterisiert. [...]
Das ist Typisch. Pitt wirkt wie eine Comicfigur, QT sagt. Das gehört so und alles ist gut. Klasse, Tarantino scheißt auf die Strasse und Ihr stellt euch das in die Vitrine
Ein brillianter Film vom Altmeister, der wie schon “Pulp Fiction” vor ihm durch seine Dialoge, seinen Charme und Witz noch lange in den Köpfen der Zuschauer herumwuseln und öfters zurückdenken lassen wird. Schwachpunkte sind einzig und allein einige verzeihbare Längen, die aber wenig ins Gewicht fallen. Alles in allem war das ein Bingo ähh .. ich meinte: “Bingo, Quentin!”.
Dann dreh bessere Filme Nahtigall. Wohl auch einer von denen die alles schlecht reden, wenn andere was gut finden. Ich frag mich nur immer was solche dilettantischen Aussagen sollen.
Dieser Film ist gut, aber Filme sind definitiv geschmacksache.
[...] Fazit: kommt selten vor, dass man im Kino sitzt und das Gefühl hat, einen zukünftigen Klassiker gesehen zu haben. „Inglorious Basterds“ ist ganz großes Kino und sicherlich ein Film, der auch bei der dritten Sichtung noch fesseln und Neues bieten kann.
Habe mich von Tarantino überraschen lassen. Bin keiner seiner Fans, aber die Basterds überzeugen durch die Story und die Umkehrung der Historie ... erstaunlicher Weise auch durch die deutschen Schauspieler. August Diehl - brillant als schneidiger SS-Scherge, Til Schweiger - gut, weil er nicht sprechen muss, Sylvester Groth usw. Nur Diane Kruger ist unglaublich schlecht.
Umkehrung der Historie? Super, vielen Dank, daß Du mir schonmal die Spannung aus dem Film genommen hast. Und so eine Kritik erscheint dann an prominenter Stelle bei den Filminfos...
"Umkehrung der Historie" verrät doch fast gar nichts. Dass der Film sich nicht an die Geschichte hält, steht doch in so ziemlich jeder Kritik. Also, geh zurück in deine Ecke, Querulant. Oder genieß einfach den Film, ich verspreche dir, dass die Spannung trotzdem nicht ausbleiben wird. :)
“Bastarde” gehört zu den Filmen, die man gesehen haben muss. Ein Brett von einem Film, sehr intensiv, oft sehr klug, unglaublich besetzt – bisher Tarantinos bester Film. Tarantinos Kino ist immer auch ein Kino über DAS KINO und folgerichtig konzentriert sich das Geschehen in “Inglourious Basterds” immer mehr in einem Kinosaal. Hier finden die Guten Zuflucht und Liebe, hier dringen die Bösen ein, hier wird applaudiert, gemordet, hingerichtet. SPOILER. Und am Ende ist es nicht eine Kirche voller Juden, sondern ein Kino voller Nazis, das in Flammen aufgeht. Und wenn das Gesicht einer Jüdin über den verbrennenden Nazis auf den Rauch projeziert wird wie das Antlitz einer Rachegöttin, dann muss man zugeben: Das konnte nur Tarantino auf die Leinwand bringen. Respekt. [mehr im Podcast]
[...]„Once upon a time in nazi-occupied France“ - Ja „es war einmal“ und Tarantino hat im Gespräch mit dem SPIEGEL auch zu Protokoll gegeben, dass er kein Problem damit hat, wenn sein neuer Film als eben diese märchenhafte und kontrafaktische Fiktion, die der Historie diametral gegenübersteht, aufgefasst und interpretiert wird. Und so ist die Geschichte die er in „Inglourious Basterds“ erzählen möchte, eine Wunschphantasie die ebenso naiv wie verständlich ist: Die Kraft der Imagination – in diesem Fall das Kino – siegt über das Böse, siegt dort wo die Realität versagt hat. Und es stimmt schon: Wenn Tarantino am Ende von „Inglourious Basterds“ das Kino, also quasi sein Heiligtum, sein ganz persönlicher Tempel, in Flammen aufgehen lässt und der versammelten Nazi-Entourage um Hitler, Goebbels und Göring die Lichter ausbläst, dann ist das nicht nur ein gewaltiges Opfer eines an seine Existenz glaubendes Märchens, sondern auch das dezidierte Verlangen eines sich durch sich selbst befreiendes Kinos, das die Aufforderung zur Unterhaltung, die Spaß machen und nicht belehren soll, in sich trägt. In dem kleinen französischen Kino brennen nämlich nicht zuvorderst der historische Hitler oder der historische Goebbels, gehen nicht die historischen Embleme, Standarten und Symbole des nationalsozialistischen Terrorregimes in Flammen auf, sondern das oftmals verzerrte Bild des Dritten Reichs, das die Filmgeschichte in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht und kultiviert hat.[...]
[...]Inglourious Basterds ist bei weitem einer der gewagtesten Filme dieses Jahres und spricht ein dunkles Kapitel der Geschichte an, wuschelt dessen fiktive Haare und gibt ihm einen kleinen Klaps auf die Backe. Oder doch eher einen Schlag ins Gesicht. Das Wort ,,Meisterwerk” werde ich – wie viele andere es schon getan haben – sicherlich nicht verwenden, dafür gibt der Film für mich zu wenig her. Das heißt aber nicht, dass Inglorious Basterds nicht gut war, er war sogar sehr gut. Wäre Aldo Raine real, würde er den Film lieben, seine hundert Nazi-Skalps hätte er sicher.
So kann „Inglourious Basterds” durchaus packen und unterhalten. Nicht zuletzt durch exzellente Schauspieler. Hier zahlt es sich auch aus, dass die amerikanische Produktion mit viel deutschen und auch staatlichen Produktionsmitteln unterstützt wurde. Das deutsche Publikum bekommt etwas für seine Steuereuros: Til Schweiger schweigt oder tobt stereotypisch. Diane Krüger als Filmdiva Bridget von Hammersmark chargiert wieder zu übertrieben und wirkt eher peinlich als passend. Viel besser treten Daniel Brühl als naiver Kriegs- und Kinoheld Zoller sowie August Diehl als äußerst scharf denkender Gestapomann auf. Tatort-Kommissar Christoph Waltz spielt den Nazi-Offizier Hans Landa großartig verschlagen und spleenig. Er hat tatsächlich eine größere Show als Brad Pitt. Ein bitterer Beigeschmack bleibt allerdings bei all der Kriegs-Unterhaltung: Tarantino erzählt völlig ohne moralische Bedenken. Seine Nazijäger agieren ebenso menschenverachtend wie die Nazis. So was passiert einem wahrscheinlich, der nur in Schwarz-Weiß-Kategorien sieht.
Christoph Waltz ist genial als "Jew-Hunter" Hans Landa. Dass ich aus einem Tarantino-Film komme und mir denke, dass ich gerne mehr zu den übrigen Charakteren erfahren hätte, ist einerseits eine positive Überraschung, zeigt aber auch die Schwäche des Episodenaufbaus und der Dramaturgie.
Die Basterds hatten bedeutend mehr "Roten Faden" als Kill Bill und sind definitiv einen Kinobesuch wert.
Tarantino ist bekannt als Cineast und Filmemacher. Und in Basters - mit dem Fokus auf Shosannas Kino und einem gewaltigen Film-im-Film, der eindringlich seinen Höhepunkt findet - übt er sowohl seine Obsession mit Rache, als auch seine Faszination mit Filmen aus. Das Ergebnis ist blutig und glorreich.
[...]
Inglourious Basterds ist aber trotz allem gut. Der stimmungsvolle Einstieg und die auch im weiteren Verlauf durchaus vorhandenen sehr guten Szenen trösten ohne weiteres über die (ebenfalls durchaus vorhandenen) Schwächen hinweg. Sicherlich, die lange Laufzeit ist auch wieder ausschweifenden Dialogen geschuldet. Doch wirken diese in dem Film nicht fehl am Platze, stören nicht und lassen den Zuschauer auch nicht gelangweilt im Kinosessel einschlafen. Im Endeffekt also: Ein durchaus guckbarer, guter Film.
Eine Menge brillanter Momente und effektiver Szenen, stehen ebensovielen Längen gegenüber und dem bekannten Tarantino-Problem, das schon in Death Proof sehr deutlich wurde: Die fehlende Disziplin und Entwicklung in Dramaturgie und Storyführung und die absolute Leere die hinter den Bildern steht.
Die Unterteilung in Kapitel kaschiert mehr schlecht als recht, dass der Film nach einer grandios-finsteren Eröffnungsszene, in der Christoph Waltz einen der wohl faszinierensten Bösewichte der jüngeren Filmngeschichte entwirft, relativ ziellos in sich geschlossenen Szenen aneinanderreiht, die nie eine in sich zwingend geschlossenen Handlung ergeben und von höchst durchwachsener Qualität sind.
Großartiger Wortwitz wechselt sich mit klamaukiger Sitcom-Dramaturgie ab, die einen sich bisweilen in der Hardcore-Version von "Hogans Heroes" wähnen lässt. Und immer wieder auch Langeweile und Szenen die weitergehen, wenn sie eigentlich ihr Zeit schon mehr als ausgespielt…
Eine Menge brillanter Momente und effektiver Szenen, stehen ebensovielen Längen gegenüber und dem bekannten Tarantino-Problem, das schon in Death Proof sehr deutlich wurde: Die fehlende Disziplin und Entwicklung in Dramaturgie und Storyführung und die absolute Leere die hinter den Bildern steht.
Die Unterteilung in Kapitel kaschiert mehr schlecht als recht, dass der Film nach einer grandios-finsteren Eröffnungsszene, in der Christoph Waltz einen der wohl faszinierensten Bösewichte der jüngeren Filmngeschichte entwirft, relativ ziellos in sich geschlossenen Szenen aneinanderreiht, die nie eine in sich zwingend geschlossenen Handlung ergeben und von höchst durchwachsener Qualität sind.
Großartiger Wortwitz wechselt sich mit klamaukiger Sitcom-Dramaturgie ab, die einen sich bisweilen in der Hardcore-Version von "Hogans Heroes" wähnen lässt. Und immer wieder auch Langeweile und Szenen die weitergehen, wenn sie eigentlich ihr Zeit schon mehr als ausgespielt haben.
Das nie ein Gefühl des Krieges, von Weite, von Stadt oder Landschaft aufkommt, das man sich bisweilen in den nach Sets aussehenden Sets gefangen fühlt, mag Absicht sein, macht den Film aber auch kleiner als er sein müsste.
Dazu kommt die übliche Haltungslosigkeit Tarantinos, der Nazis als Zitat eines zitierten Zitats einsetzt. Eine bloße Reflektion, einer Karikatur einer Vereinfachung. Es ist die beabsichtigte völlige Bagatelisierung der Popikonographie des dritten Reiches, die die Nazis und Hitler weit aus dem Bereich der bequemen Bösewichte hollywoodscher Prägung, ins reine Abstraktum, als Formfleisch der reinen Leere von Tarantinos Versatzwelt führt. In Tarantinos Universum wird alles beliebige Pose, Nazis und Juden und Holocaust werden aufgelöst in einem ebenso mutigen, wie banalen Brei aus Imponiergehabe, Chuzpe und Ahnungslosigkeit.
Das kann als Befreiungsschlag angesehen werden zur endgültigen Entdämonisierung der Nazizeit oder bubihafte Allmachtsphantasie eines Wolfenstein-Spielers mit Italofilmbackground - die Wahrheit liegt wohl in der Mitte.
Inglorious Basterds gucken ist in seinen besten Momenten so gut wie Reservoir Dogs und in den schlimmsten wie Death Proof und Kill Bill 2 zusammen. Und wie immer ein bißchen auch wie eine Tüte Marshmellows auffressen, was zu Anfang sehr lecker wirkt, bringt einen am Ende mit flauem Gefühl zum Würgen.
Wenn es das Wort gibt, will ich es hier verwenden: Grenzgeil. In jeder Hinsicht. Übertraf meine Erwartungen bei weitem, nicht nur weil Tarantino der erste Regisseur ist, der erkannt hat wie man Schweiger wirken lassen kann: Wenn er die Fresse hält. Für meinen Geschmack zitiert er sich zwar ein paar mal zu viel selbst, bleibt aber ein grandioser Film. Und mein Gott: Was für ein Hauptdarsteller.
Es gibt eine Szene in Inglourious Basterds, die zwar nur den Bruchteil einer Sekunde dauert, aber doch so stellvertretend für den ganzen Film ist: Dr. Joseph Goebbels nimmt seine französische Dolmetscherin von hinten und hat dabei großen Spaß. Diese kurze Einstellung, diese wenigen Frames repräsentieren dabei wiederum nur einen Bruchteil seines lachhaften Charakters. Stellt man einmal allein diese Szene in Kontrast zur Darstellung Goebbels in Oliver Hirschbiegels Der Untergang, dann bemerkt man schnell, dass der wahre Wahnwitz nicht Tarantinos Film entspringt, sondern dem teutonischen Machwerk aus der Schmiede Bernd Eichingers. Man denke nur an die Gebrechlichkeit eines Goebbels in Der Untergang, das Pathos, die Verklärung, die ihn, seine Frau, ja seine ganze Familie umnebelt, um bei dramatischer Terminologie zu bleiben, denn nichts anderes als eine theatralische Inszenierung ist Der Untergang und seine Geschichtsverfälschung doch am Ende. Das gleiche gilt natürlich auch für den Führer selbst, der hier statt den schmeichelhaften Charmeur den Reichsführer gibt, für den das alles nur ein großes Indianer-und-Cowboy-Spiel ist, von dem er eigentlich keine Ahnung hat, aber er sitzt eben ganz oben, da ist das nicht weiter wild.
[...] Ist das Setting noch so tarantino-untypisch – die charakteristische Handschrift des Regisseurs macht sich immer wieder klar bemerkbar, sei es in Form von Schrifteinblendungen, gewissen Kameraeinstellungen, Schnitten, der Konzentration auf Aspekte, die andere Regisseure außer Acht lassen würden oder natürlich der Musikauswahl. Manche dieser Komponenten lassen letztendlich selbst in diesem Film das erwähnte 60er/70er-Jahre-Flair aufblitzen, was nicht zuletzt daran liegen mag, dass Tarantino einst darüber nachdachte, die Geschichte als (Italo-) Western zu inszenieren. Der vertraut wirkende und vielseitige Soundtrack wirkt in dem nicht so vertraut wirkenden Setting etwas unstimmig. Doch Tarantino wäre nicht Tarantino, hätte er diese musikalische Varianz nicht beabsichtigt. [...]
[...]Fünf Kapitel, ein Film. "Inglourious Basterds" ist in jedem seiner Teile und als Gesamtstück ein Meisterwerk. So simpel die Story zunächst anmutet, so vielschichtig setzt Tarantino sie besonders über die Charaktere um, auf verwinkelte Erzählmanöver verzichtet er gänzlich und hat sie dank der ausgefeilten Leistungen seines Ensembles auch nicht nötig. Christoph Waltz ragt zwar heraus mit seiner aufsehenerregenden Performance, auf der Stufe unter ihm tummelt sich aber ebenfalls geballte Klasse, aus der nicht mal die zuvor als potenzielle Störfaktoren ausgemachten Schweiger und Diane Kruger herausfallen. Bei letzterer kann man sich zwar nicht ganz sicher sein, was da schauspielerisch tatsächlich gewollt oder einfach nur nicht besser gekonnt ist, aber wirklich schlecht spielt sie nicht. Handwerklich ist der Film in allen Bereichen bestens gelungen, sei es die Ausstattung, Robert Richardsons mal beinahe intime, dann wieder elegante und schwungvolle Kameraführung, oder die standesgemäß passgenaue Songauswahl.[...]
moin,
auch wenn du aus meiner sicht einwenig zu sehr auf die handlung eingegangen bist und dein text daher einige längen hat, habe ich doch selten eine so treffende und auch handwerklich saubere kritik gelesen. ich ziehe meinen hut. ; )
Danke schön. Ist eine sehr handlungsorientierte Kritik geworden, das stimmt, aber die Kapitelstruktur und die zwei aufeinander zulaufenden Handlungsstränge lassen sich, würde ich zumindest sagen, so schlüssiger beurteilen, als das ganze auf die Gesamtheit des Films zu verallgemeinern ;)
Längst nicht die Nazi-Trash-Granate auf die ich gehofft habe, aber schon recht amüsant. Die in Babelsberg gedrehten Studioszenen sehen zum Teil so unschön clean aus wie die Lindenstrasse. Dennoch macht der Film von Meisterdieb Tarantino Lust sich mal wieder einen echten Italo-Western oder gar den bösen "Ilsa - She Wolf of the SS" zu Gemüte zu führen.
Inglourious Basterds scheitert am Gros seiner Darsteller, die in ZDF-Fernsehfilmen ihre Bestimmung finden könnten. Er leidet aber auch unter seinen, für Tarantinos Verhältnisse, wenig originellen Dialogen, dem unterkomplexen Plot und seiner Konzeption: Dass Tarantinos Kino die Wirklichkeit bezwingt, die es entwirft, ist mittlerweile eine eben so tautologische Aussage wie die, das Steven Spielbergs Kino nach einem Vater sucht, den es nicht hat. In Inglourious Basterds wird dieser Zug von Tarantinos Kino mit einer Deutlichkeit inszeniert, die den Betrachter verstimmt, wenn ausgerechnet ein englischer Filmkritiker, der deutsches Kino liebt, ein Attentat auf Hitler in einem Kino plant.
kann zwar so ganz und gar nich mit der bewertung übereinstimmen, bin aber auch der meinung, dass die Qualität der Dialoge nur noch vereinzelt an das durchgängige Niveau von Pulp Fiction heranreicht.
Der Name Tarantino mag seit "Pulp Fiction" für Gewaltexzesse stehen, doch im Grunde wird bei ihm zu 80 Prozent gequasselt und höchstens zu 20 Prozent massakriert. Das ist auch hier der Fall. In den "Basterds" hebt er die Bedeutung der Sprache auf ein neues Niveau. Sie entscheidet auch darüber, wie viel Vergnügen man hat, und deshalb ist vom Besuch der deutsch durchsynchronisierten Fassung abzuraten. [...] Nun wandert der Beleg auf Zelluloid um die Welt: In Babelsberg entstehen Filme auf höchstem technischem Niveau. Ein Waltz vermag einem Pitt die Schau zu stehlen. Und dann vollbringt Pater Quentin natürlich die größte Exorzismusleistung: Er schafft es endlich, diesen Hitler auf andere Weise als durch Selbstmord zum Teufel zu schicken. Fantasie bringt Befreiung.
Ich konnte leider nicht dem Link folgen und die ganze Bewertung lesen, aber was ich hier bei Moviepilot von Ihnen lese, war bei weitem am witzigsten. Das betrifft z.B. die Erwähnung von Babelsberg bzw. der Auswirkungen auf die Filmindustrie.
Ich glaube als Fan, Möglichkeiten wie diese sind nicht gut für einen wie Q.T.
"Pater Quentin" [...] fand ich auch einen schönen Ausdruck/Nachsatz mit erheiternder Nebenbedeutung, auch wenn der wohl von den meisten nicht mehr (im Zusammenhang) verstanden wird.
"Inglourious Basterds" ist ein Rächerfilm. Und einer der ersten, wenn nicht der erste überhaupt, der diesen in anderen Genres wie Western und Thriller leidlich bekannte Topos auf den Kriegsfilm überträgt. Umso überraschender aber, dass Tarantinos größtes Stilmittel dabei eben nicht die exemplarische Darstellung von Gewalt ist (auch wenn das Skalpieren und das Einritzen von Hakenkreuzen auf Soldatenstirne durchaus drastisch ins Bild gerückt wird), sondern der - gleichfalls messerscharfe - Dialog. [...] Er müsste damit eigentlich als Dramatiker entdeckt werden, den man spielend auch auf die Bühne bringen könnte. Denn die spannendsten, abgründigsten Szenen sind hier eigentlich immer jene, an denen zwei Menschen am Tisch sitzen und reden: etwa die grandiose, ganze 20 Minuten dauernde Verhörszene gleich zu Beginn.
Das Argument, das man gegen Tarantino (hier und grundsätzlich) machen kann, wäre und ist ja auch, dass er intellektuell und moralisch und sonstwie über die Adoleszenz nie hinausgelangt ist. Dass die Wünsche, die er in seinen Filmen inszeniert, Nerd-Fantasien sind. Dass man auf erwachsenere Weise über Schuld, Rache, Gewalt und Geschichte nachdenken kann, als er das hier und überhaupt tut. Schon das ist eine sehr zweischneidige Angelegenheit, weil Tarantino in seinen besseren Momenten adoleszente Fantasien, wie wir alle sie kennen und haben - bewusst oder nicht - gerade in ihrer äußersten Ambivalenz und Zweischneidigkeit vorführt. Mit Mendelsohn müsste man aber sagen: Der Nerd in mir ist ein Nazi. Und das scheint mir dann doch in einer Weise übertrieben, dass es schon keine Übertreibung mehr ist, sondern gefährlicher Blödsinn.
«Inglourious Basterds» ist ein hohler Selbstjustiz-Kriegsfilm mit Überlängen, der aber immerhin kurzweiliger ist als andere Plauder-Werke von Tarantino.
Um unter all den Euphorikern mal eine Gegenstimme zu erheben: Tarantino und dieser Film sind völlig überschätzt. Okay, einige kammerspielartige, maliziöse Szenen sind seitens der Schauspieler hervorragend gespielt. Der Film ist spannend, man langweilt sich nicht. Waltz, Diehl, Brühl, Pitt, Schweiger, sie spielen alle erstklassig, aber ehrlich gesagt auch die Typen, als die man sie schon mehrfach gesehen hat. Ansonsten haarsträubend-geschmacklose Trash- und unappetitliche niveaulose Gewaltszenen und somit ärgerliche Qualitätsbrüche. Außerdem ist die Synchronisation in einigen französisch gesprochenen Szenen miserabel. Und was die Karikaturen einiger Nazis angeht, da wächst der Film kaum über das niedrige Niveau der Schmonzette "Mein Führer" mit Helge Schneider hinaus. Mit solchen Albernheiten an Hitler "Rache" nehmen und Geschichte verfälschen: Das ist mitnichten genial, sondern kindisch!
Ich kann verstehen das du den Film als zu gewaltätig erlebt hast. Aber bitte kritisiere nicht die Synchronisation, denn die hat nichts zu tun mit den Leuten die den Film ursprünglich gemacht haben. Ich versteh' eh nicht warum er synchronisiert wurde. So viele Sprachen und alles für die Katz. Mahlzeit!
Ein eigenwilliger, grellbunter Kriegsfilm in fünf Akten, der unter Rückgriff aufs Genrekino die Paradoxien des Historienfilms souverän unterläuft. In der für Quentin Tarantino typischen Mischung aus Autorenkino und B-Movie wird dabei die Geschichte des Zweiten Weltkriegs mit den Mitteln des Kinos entscheidend umgeschrieben. Virtuosität und burleske Theatralik halten sich beim Versuch, den Zweiten Weltkrieg als popkulturelles Spiegelkabinett zu etablieren, ungefähr die Waage.
Er kam nach Berlin und Babelsberg, fühlte sich anscheinend pudelwohl und drehte einen seiner konzentriertesten und gelungensten Filme seit Jahren. Ein Sieg auf ganzer Linie kann Kultregisseur Quentin Tarantino mit seinem neuen Werk „Inglourious Basterds“ verbuchen. Mit Brad Pitt in einer Beinahe-Hauptrolle und deutschem Schauspielpersonal wie Til Schweiger, August Diehl und Daniel Brühl ist dieses Action-Märchen zudem prominent besetzt. Doch in Erinnerung bleiben sie alle weit weniger als Christoph Walz, der als vordergründig liebenswürdiger Gentleman-Oberst mit leider allzu hinterhältigen Absichten mit einer lockeren Souveränität seine Kollegen an die Wand spielt - und nicht umsonst dafür in Cannes als bester Darsteller ausgezeichnet wurde. Als berüchtigter Judenjäger Hans Landa ist er damit beauftragt, auch im von den Deutschen besetzten Frankreich die Judenfrage ebenso wie im Reich zu lösen. Im französischen Hinterland operieren unter dem Kommando von Aldo Raine…
Er kam nach Berlin und Babelsberg, fühlte sich anscheinend pudelwohl und drehte einen seiner konzentriertesten und gelungensten Filme seit Jahren. Ein Sieg auf ganzer Linie kann Kultregisseur Quentin Tarantino mit seinem neuen Werk „Inglourious Basterds“ verbuchen. Mit Brad Pitt in einer Beinahe-Hauptrolle und deutschem Schauspielpersonal wie Til Schweiger, August Diehl und Daniel Brühl ist dieses Action-Märchen zudem prominent besetzt. Doch in Erinnerung bleiben sie alle weit weniger als Christoph Walz, der als vordergründig liebenswürdiger Gentleman-Oberst mit leider allzu hinterhältigen Absichten mit einer lockeren Souveränität seine Kollegen an die Wand spielt - und nicht umsonst dafür in Cannes als bester Darsteller ausgezeichnet wurde.
Als berüchtigter Judenjäger Hans Landa ist er damit beauftragt, auch im von den Deutschen besetzten Frankreich die Judenfrage ebenso wie im Reich zu lösen. Im französischen Hinterland operieren unter dem Kommando von Aldo Raine (Brad Pitt) auch die Basterds, eine Gruppe jüdischer US-Soldaten, die in Guerilla-Manier Nazis jagen und für die Gnade ein Fremdwort ist. Die kennt auch die jüdische Kinobesitzerin Shosanna Dreyfuss (Mélanie Laurent) nicht, der einst die Flucht vor dem schrecklichen Landa gelang. Während einer Filmpremiere in ihrem Pariser Kino will sie darum sich und die gesamte deutsche Führungselite in die Luft jagen.
In Kapitel unterteilt, führt Tarantino die einzelnen Figuren und Handlungsstränge zum finalen Showdown geschickt zusammen. Ein wenig Geduld muss man bei diesem zweieinhalbstündigen Werk jedoch aufbringen. Denn schließlich handelt es sich hier um einen echten Tarantino, bei dem neben der Action auch die scharfzüngigen und zum Teil brüllend komischen Dialoggefechte nie zu kurz kommen. Und natürlich zitiert sich der Regisseur auch wieder fleißig durch die Filmgeschichte, ohne es jedoch zu übertreiben und die Handlung dabei aus den Augen zu verlieren. Eine stilsichere und unverhohlene Hommage an die (Spreng)kraft des Kinos liefert der Eklektiker unter den Regisseuren hier ab, manchmal ein wenig blutig, manchmal ein wenig brutal, aber immer von einem augenzwinkernden Humor durchzogen – Kinospaß pur!
Doch das Ausagieren von Sehnsüchten mittels Gewalt spielt in Inglourious Basterds keineswegs die bedeutendste Rolle. Wo Death Proof eine Hymne auf die Bewegung war, handelt der neue Film zuallererst von Sprache. Tarantino hat darauf insistiert, über einen möglichst bunt gemischten Cast zu verfügen. Das Sprachwirrwarr bietet nun nicht nur Grundlage für einige der besten Gags des Films. Mit dem SS-Oberst Hans Landa, den der Österreicher Christoph Waltz als genießerischen Sadisten spielt, der seine Opfer mit Worten narkotisiert, ist auch die zentrale (Bösewicht-)Figur ein Sprachvirtuose.
[...]
Bei Tarantino heißt die zentrale Aktion, die mit herrlicher Verzögerungstaktik verwirklicht wird, dann auch nicht umsonst "Operation Kino" : Geschichte wird hier endlich wieder zum Möglichkeitsraum - und alle Möglichkeiten kommen für einen entscheidenden Augenblick lang in einem Lichtspielhaus in Paris zum explosiven Stillstand.
Wir sehen hier einem Mann zu, der das Kino liebt. Er liebt nicht uns, sein Publikum. Ihm ist es egal, daß die Leute - besonders in seinem Heimatland - scharenweise aus einem Film rennen werden, in dem sie dazu gezwungen sind, Untertitel zu lesen, und das einen Großteil des Films lang. Hinter all dem Irrsinn, den Tarantino ausstrahlt, hinter dem bescheuerten Image, das er nach draußen trägt und dem Quatsch, den er erzählt, steckt ein Filmemacher, der noch großen Respekt vor dem Medium hat.
"Inglourious Basterds" auf Platz 1 der amerikanischen Box-Office-Wertung vom Wochenende, bisheriges Einspiel bereits ca. 40 Millionen. Soviel zum Thema rausrennen aus einem untertitelten Film...
Na ist doch schön. Nur wird der Film mit Ach und Krach die 100 vollmachen und ist damit nun auch wieder nicht der Superknaller, den sich die Weinsteins davon erhofften.
Mit seinem neuen Film "Inglorious Basterds", der zu großen Teilen in Deutschland gedreht wurde, schreibt Quentin Tarantino das erste Mal "historische" Geschichte und bringt ein krudes Racheepos auf die Leinwand. Tarantino wagt sich an ein schwieriges Thema, das er mit großen, vor allem deutschen Stars inszeniert. Doch was im Endeffekt dabei herauskam ist nicht wirklich bemerkenswert, außer einer grandiosen schauspielerischen Leistung von Christoph Walz, der auf dem Festival in Cannes mit Recht die Goldene Palme als bester Darsteller erhielt. Ansonsten jede Menge heiße Luft, viel sich hinziehendes Geschwafel und ein groteskes...
...und ich hatte mir gerade nach der gurke "death proof" soviel von ihm erhofft. werde ihn mir aber trdm mal zu gemüte führen, vielleicht seh das nicht ganz so kritisch wie du;).
Klar sollte jeder ins Kino gehen un´d sich seine eigene Meinung bilden. Wie ich in der Pressevorführung gesehen habe, werden bei Tarantino-Filmen ja sowieso andere maßstäbe angesetzt, als bei anderen Filmen und dabei mache ich nicht mit. Also: selber schauen, Meinung bilden und ab geht die Diskussion! Bin gespannt! ;-)
"Stellenweise erinnern die Dialoge (die von Tom Tykwer aus dem Englischen übersetzt wurden!) an den belanglosen "Girls-Talk" aus der europäischen Langversion von "Death Proof - Todsicher", der schon einen Tiefpunkt im Schaffen von Tarantino markierte, aber "Inglorious Basterds" untertrifft diesen noch um einiges."
Besonders diese Stelle bereitet mir Skepsis, was "Inglorious Basterds" angeht. Aber auch ich werde mir eine eigene Meinung bilden.
Gerade die Dialoge sind es doch, die Tarantinos Werke auszeichnen! Sie machen seine Filme so einzigartig! Ich gehe ins Kino um unterhalten zu werden und das schafft Tarantino immer wieder! Ich freue mich auf diesen Film, wie auf keinen anderen in diesem Jahr!
Waltz ist großartig!!! Aber das war er auch schon bevor Herr Tarantino ihn für sich entdeckt hat. Wenn man nun aber Herr Waltz von Inglourious Basterds abzieht - was bleibt dann??? Deutscher "Girls Talk" wie bei "Death Proof".
Bis auf Death Proof habe ich alle Tarantino-Filme zuhause(Original) - Aber auch in diesem Fall bin absolut deiner Meinung. Ich saß größtenteils gelangweilt im Kinosessel und hab mich über die 7 Euro geärgert die ich dafür zahlen musste.
Blöd ist nur, wenn man sich jeden Film von Ihm aus beruflichen Gründen "antun" muss. Und ich finde das seine Filme alle recht unterschiedlich sind. "Pulp Fiction" und "Jackie Brown" genauso wie "Reservoir Dogs" sind großartig! Die Laberei bei den letzten beiden Filmen ist allerdings wirklich aufgeblasen und anstrengend. Bei "Death Proof" konnte man das ja noch mit der europäischen Version entschuldigen, der man gegenüber der amerikanischen "Grindhouse"-Version mehr als eine halbe Stunde Gelaber zugefügt hatte. Bei "Inglourious Basterds" gibt es keine Entschuldigung!
Dann trifft der Herr Tarantino halt nicht dein Geschmack und das ist ja auch ok. Würde ich auch als anstrengend empfinden wenn ich mir aus beruflichen Gründen dann solche Film anschauen muss.
Tarantino schwächelt. Er erzählt ein politisch korrektes Nazi-Märchen. Die Bösen sterben, hurra! Etikettenschwindel betreibt er auch noch: Man sollte den Film The Revenge of Dreyfuss nennen. Das wäre eindeutig passender. Einige schöne Szenen sind dabei, keine Frage - ist ja auch nicht so, dass es der Tarantino überhaupt nicht mehr könnte. Die Handlung ist mainstreamig geradlinig, die Figuren in weiten Teilen austauschbar - Brad Pitt enttäuscht wohl am meisten. Landau wird großartig gespielt, ist aber letztendlich schlecht geschrieben worden. Ein solcher Windhund wäre am Ende nicht so strunzdoof gewesen. Und nein, ich finde es weder besonders einfallsreich, lustig noch schockierend, wenn man einen Film über Nazis macht.
5 Kino Besuche war mir dieses Meisterwerk wert.
Und jeder einzelne war ein Genuss.Die Musik,die Dialoge,die Kamera und allen vorran Christoph Walz haben jedes mal aufs neue absolut unterhalten.
Was den Film für mich so besonders macht ist dass jemand wie Tarantino nach Deutschland kommt und mit überwiegend Deutschen Schauspielern einen Film dreht.Ich glaube die meisten anderen wären einfach in Hollywood geblieben und hätten mit Einheimischen
den Film gemacht.
Nicht aber Q.T,ihm war es wichtig das Deutsche von Deutschen,Engländer von Engländern,Amerikaner von Amerikanern und Franzosen von Franzosen gespielt werden um das ganze so Authentisch wie möglich aussehen zu lassen.
Deswegen hat der Film auch etwas ganz besonderes wenn man ihn sich mit der Original Tonspur anschaut.
Jeder der ihn auf DVD/Blu Ray besitzt und dies noch nicht getan hat sollte es unbedingt nachholen.
Einfach ein klasse Tarantino, so wie ich ihn liebe.Christopher Waltz hatte dafür wirklich einen Oscar verdient.
Und zudem Till Schweiger in seiner besten Rolle: Sagt drei Sätze und wird schlussendlich erschossen. :D
Mir geht es nahezu genau so wie meinen Vorrednern. Ich bin ein absoluter Tarrantino-Fan, aber Inglourious Basterds ist einfach nur schwach. Gebe dem Film eine 6.5, weil Christoph Waltz und Daniel Brühl eine wirklich gute Leistung abliefern. Der Film im Ganzen ist aber nicht zu empfehlen, wenn man etwas à la Pulp Fiction, Kill Bill oder Death Proof erwartet.
"Also, meine Aufgabe sieht vor, dass ich meinen Männern befehle, in Ihr Haus zu kommen, und es aufs Gründlichste zu durchsuchen, bevor ich offiziell den Namen Ihrer Familie von der Liste streiche. Und wenn es irgendwelche Unregelmäßigkeiten gibt - seien Sie versichert, dass es so kommt - es sei denn, Sie hätten mir irgendetwas zu sagen, womit eine Haussuchung hinfällig wird. Außerdem darf ich hinzufügen, dass jede Information, die mir die Erfüllung meiner Pflicht erleichtert, nicht mit einer Strafe belegt wird. Ganz im Gegenteil sogar, sie wird zu einer Belohnung führen. Und und diese Belohnung äußert sich darin, dass Ihre Familie durch das deutsche Militär, solange wie wir Ihr Land besetzt haben werden, nicht mehr belästigt wird. Sie halten Staatsfeinde bei sich versteckt, nicht wahr?" -
"Ja." - "Sie verstecken sie unter den Fussbodendielen, nicht wahr?" - "Ja." - "Deuten Sie auf die Stelle, wo das Versteck liegt." "Da während unseres Gesprächs keine Unruhe zu vernehmen war, nehme ich an, die verstehen kein Deutsch." - "Nein." - "Ich rede jetzt wieder Französisch und Sie werden meiner Maskerade folgen, ist das klar?" - "Ja." - "Monsieur LaPadite, ich danke Ihnen für die Milch und für Ihre Gastfreundschaft. Damit wären wir dann wohl am Ende."
Quentin Taratino ist als Filmbesessener/liebhaber/verrückter schon eine Klasse für sich... Stets versteht er es, trotz seiner erstmal absurd anmutenden Geschichten, den Betrachter dank einzigartiger Szenarien und Figuren ins Geschehen miteinzubeziehen / trotz eines diskutablen Hangs zum (ausgelebten) Gewaltfetisch stets sogenannte "magische", filmische Momente en masse aus dem Handgelenk zu kreieren, welche vielen Filmschaffenden aus der Branche auch nach Jahren der Berufstätigkeit in der Branche nicht mal im Ansatz gelingen möchten. Und auch "Inglourious Basterds" bildet in Punkto dieser Qualitäten da keine Ausnahme. Als Allegorie auf die Bild- und Erzählgewalt bzw. die Illusions/Manipulationsmacht/Ohnmacht des Kinos braucht sich "Inglourious Basterds" auch vor so Ausnahmewerken des Meisterregisseurs wie "Pulp Fiction" nicht zu verstecken... Ja, Quentin Tarantino liebt das Kino..
"We love making movies..." "Operation Kino kann gestartet werden."
Und diese Liebe lässt er uns Deutsche vor allem mit seiner Kriegssatire/Groteske "Inglourious Basterds" spüren, die richtig Spaß macht und allen depressiven, erstzunehmenden und nachdenklich / schlechtfühlend machenden (Anti)kriegsfilmbeiträgen der Filmgeschichte mit samt ihren hammerharten Botschaften derart in den Allerwertesten tritt, bis die grobe Moralkeule mal so richtig schön ausgedient hat. Denn wir Deutsche gehören aktuell zu einer Generation, welche an den Geschenissen des zweiten Weltkrieges / des letzten Jahrhunderts keinerlei Schuld trägt, aber dennoch mit der Vergangenheit tief verwurzelt ist, welche sich des öfteren bei Rückbesinnung an diese derart schlecht fühlt, so das es unmöglich erscheint, sich an dieser nicht die sprichwörtlichen Zähne auszubeißen...Und "Inglourious Basterds" offenbart sich daher als Wink mit dem Zaunpfahl, wie man mit der Vergangenheit umgehen kann, um im Kollektiv über seine entsprechenden, immer noch existenten Schuldgefühle dank der Verbrechen der Vergangenheit hinwegzukommen...Quentin Taratino verdreht als Regisseur nicht die Historie, sondern beruft sich mit seinem spannendem, actionreichen und witzigem Climax, wenn Onkel Adolf (O-Ton: Brad Pitt) "abgehalftert" wird, auf rein wissenschaftliche Erkenntnisse der Historie von Experten, welche bis heute nicht eindeutig belegt sind...
"Befehl an alle in Frankreich stationierten deutschen Soldaten: Der jüdisch Entartete, bekannt als Bärenjude, ist von jetzt an nie mehr als Bärenjude zu bezeichnen." - "Ja, mein Führer!" -
Der schlimmste (Massen)Mörder der Menschheitsgeschichte wurde ganz eindeutig erschossen und verbrannt, wie das geschah, tja, dafür gibt es bis heute keine eindeutigen Beweise, bis heute gehen die "Historiker" fleißig der Vergangenheit auf den Grund...Und was gibt es schöneres (wenn "Inglourious Basterds" sich legitim der Wissenschaft entzieht) aks mit dem Gedanken zu spielen, das Onkel Adolf (in den vorherigen Kapiteln schon zur spaßigen Karikatur degradiert) in Wahrheit in einem Kino erschossen und verbrannt wurde, er also das bekam, was er in Wahrheit verdient hat, anstatt sich wie man bis heute annimt, feige davongestohlen hat? Inglourious Basterds tut auf eine bestimmte Art und Weise dem Betrachter richtig gut und kommt auf positive Art rotzfrech/unverschämt und so charmant daher, das man selbst am Ende des gesehenem Beifall klatscht, wenn sich Christoph Waltz in seiner Rolle und als Methapher auf die teilweise noch immer ungesühnte Schuld des dritten Reiches mit schleimig zynischer Art und Weise nicht davonstehlen kann, so wie es halt bei vielen Individuen (Alt Nazis) in der Vergangenheit der Fall gewesen ist...
"Sie wollen beweisen, dass sie aus Fleisch und Blut sind? Dann bringen Sie sie mir! Ich werde sie nackt an ihren Füßen am Eiffelturm aufhängen! Und ihre Leichen in die Kanalisation werfen lassen, dass die Ratten von Paris sich an ihnen mästen!"
Das "absolute Böse" in Form personifizierter Form des technisierten ermordens und eines deutsch-bürokratischen, tatsächlichen mal existenten Alptaums kann sich am Ende von "Inglourious Basterds" nicht mehr in der hintersten, dunklen Ecke eines anderen Kontinents verstecken, vor sich dahinvegitieren, wird gebrandmarkt und wird exploitationmäßig/ in Form einer liebevollen Hommage an die 70er Jahre "Trash" Kriegsschinken und des Italo-Western Genres zum einen der Lächerlichkeit preisgegeben...Aber damit ist es ja noch nicht getan: denn als Gegenpart werden Brad Pitt und Konsorten satirereif zum Abschuss freigegeben, wenn sie als naive, nur dem Job verpflichtete amerikanische Haudruffs (mal mit mehr, mal mit weniger Verstand) charakterisiert werden, welche lieber erst die Deutschen skalpieren, den Baseballschläger schwingen, schießen und sich ebenso von ihrem blindem Hass leiten lassen, anstatt über ihr Tun und Handeln (ihr morden) ab und zu mal nachzudenken, welches sie im Gegenzug auch nicht besser erscheinen lässt...
"Teddy Fucking Williams haut ihn aus der Hütte raus! Der ganze Fenway Park ist aufgesprungen für Teddy Fuckin' Ballgame! Er hat ihn rausgepfeffert bis auf die Lansdown Street!" -
Mit "Inglourious Basterds" seziert Quentin Taratino die Vorstellung des Betrachters vom unsäglichen, "wahren" Bösen, welches immer noch per Neurose in den Köpfen heumspukt, tradiert das bis heute jüdische Trauma, ausgelöst duch das Böse, in den Bereich des filmisch ansehbaren, wenn zu einem späteren Zeitpunkt Hans Landa persönlich und Shosanna Dreyfus aufeinander treffen, dieses Treffen dramatisch per "Herzschlag" Score unterlegt wird und eine erstmal angesprochene neurotische, aber auch spätere, erlösende Note spendiert bekommt. Ebenso reduziert Quentin Tarantion im weiteren Verlauf das wahre Böse auf seine wahre, eigentlich lächerliche Größe, stilisiert es aber nicht komplett zur Karikatur, sondern demonstriert trotz des clownesken Antlitz ab und dessen Gefährlichkeit, dekonstruiert den über viele Dekaden enstandenen amerikanischen Helden/ Befreier Mythos und zieht in genüsslicher Art und Weise das klischeehafte, inszenatorische, uniforme, allgegenwärtige, deutsche (als auch amerikanische) blinde Soldatengehorsam, (welche auch von den Schauspielern August Diehl und Til Schweiger ab und an auf die Spitze getrieben werden), also alle Beteiligten des Krieges, wie auch die bisherigen, filmischen Kriegsammenmärchen des Genres satirereif durch den Kakao, hinterlässt aber wie angesprochen dem Betrachter stets dabei ein gutes Gefühl.
"Sag deinen Eiern gute Nacht." -
Nichts destotrotz erweist sich "Inglourious Basterds" als nicht gänzlich frei von Schwächen. Und zwar deswegen, weil ab und die Erzählung in den letzteren der 5 Kapitel ein klein wenig zu breit getreten wird und sich geringere schauspielerische Defizite bemerkbar machen (siehe Diane Kruger und Daniel Brühl), welche aber durch die erstklassige Schauspielleistung von Christoph Waltz wieder wettgemacht werden. Aber auch der restliche Cast, unter anderem Michael Fassbender, Mélanie Laurent und Brad Pitt, glänzt mit guten Leistungen. Brad Pitt z.B. erschafft mit Lt. Aldo Raine eine satirereife Figur des merikanisch-zynischen überspitzten "Uncle Sam" Hoch- und Heldenmutes, welche dank ihres breiten Kiefers und unzureichendem Italienisch ("Si) wohl in Erinnerung bleiben wird. Spaß macht ebenso der Auftritt Sylvester Groth als Propagandaminister Josef Goebbels, welcher gleich auf mehreren (satirischen) und manchmal, man muß es leider sagen, krankhaften Ebenen die technisierte, unternehmerische, bürokratische und auch körperlich immer präsente Unterdrückermentalität des dritten Reiches wiederspiegelt, wenn die eigene, anwesende Dolmetscherin als "Leibeigene" solange sexuell durchgezogen und erniedrigt wird, bis diese zum Heimchen am Tisch (eventuell sogar noch mehr) und zur reinen Satzgeberin degradiert wird...Das reaktionäre und antiquitierte, geistige Menschen/Geschlechterbild des ehemaligen dritten Reiches, inklusive des kultivierten, feinen Benehmens, wird überspitzt vorgeführt, bis es schließlich als krankhafte Ideologie / Idiotie entlarvt und mit Hohn und Spott übergossen wird.
"Das sind doch alles Nachkommen von Sklaven, die es Amerika überhaupt möglich machen, sportlich zu konkurrieren. Amerikanisches Olympia-Gold lässt sich mit Negerschweiss aufwiegen, hahahaha..."
Zu guter letzt sorgen die eingefangenen, breiten Panoramabilder für die entsprechende, passende und ab und an dreckige Atmosphäre (wie schon in "Kill Bill")
Fazit: Ja, "Inglourious Basterds" erweist sich als Meisterwerk, wenn auch nur als kleines. Das tut dem Spaß aber keinen Abbruch. Quentin Tarantino inszenierte einen seiner besten Filme, welcher jetzt schon etwas total kultiges an sich hat. "Inglourious Basterds" verliert seinen Reiz auch nach mehrfacher Sichtung nicht...Etwas mittlerweile sehr seltenes im "Zirkus" Hollywoods.
Einfach nur eine verlogene Verdrehung der Tatsachen. So hätten sich die Amis es sich vll gewünscht.
Das ist nicht das was mich am meisten stört. Sondern der vor coolness triefende,schier unbesiegbare Amerikaner, und der Deutsche der erst mal schlecht ist.
Dann noch voller Stolz den Skalp als Andenken mitnehmen : nein danke.
Der film wurde nur deshalb so hoch gefeiert hier bei uns, weil jedes negative, bzw. Richtigstellende,Wort sofort ins falsche und Rassistische gedreht werden würde.
Nein danke auf diese Art von extrem aufgeblasenen Heldenpathos verzichte ich gerne! Eine Komödie aus den Greueltaten ,durch komplette Realitätsverdrehung zu zaubern, finde ich sowieso geschmackloss und mehr als nur überflüssig. Tarantino hat einfach nur als Kind nicht die Brust gekriegt - das spielt sich in fast all seinen Filmen wider...
Ich mag Brad Pitt finde es aber einfach nur traurig dass er sich auf so einen niveulosen Mist einlässt. Der einzigste der wirklich überzeugt ist Waltz der ein hervorragender Schauspieler ist.Halben Punkt dafür.
Fazit : Wie bei den meisten Tarantino Filmen ein völlig zu Unrecht gehypeder Schrott!
Ich allerdings auch. Und man sollte durchaus sehen können, dass dieser Film vollkommen fiktiv ist und keineswegs die Realität darstellen soll! Also ganz eindeutig ein...naja...unangebrachter Kommentar..
Mir geht es um diesen übertriebenen amerikanischen Pathos! Eine fiktive Fabel der Bezug nimmt auch reale historische Ereignisse! Ich habe nichts gegen Parodien die das NS-Regime auf die Schippe nehmen, im Gegenteil,aber Angesicht der Tatsache dass es eben zu Ernst und zu brutal in dem Film zu geht ,ist es eben keine reine Komödie und somit ein auf die Leinwand übertragenes Wunschdenken über den gnadenlos Sieg der Amerikaner gegen das damalige Deutschland. MICH als Patriot (oh jaaa das werden die meisten gleich wieder falsch auffassen...) nervt das tierisch. Ich will hier keinesfalls (!!) die Greueltaten aus dieser Zeit gut heißen , aber es ärgert mich einfach (als Deutscher(ich bin kein Nazi,Rechter oder sonst irgenwas aus der Ecke)) dass der Amerikaner , eben genau in diesem Film, wieder gnadenlos über den verstockten naiven Deutschen triumphiert! Das ist einfach nur sowas von unnötig! Ich hab mich jedenfalls nur drüber geärgert und war definitv nicht er einzigste.
Dieses ständige "dumm-hin-gestelle" geht mir einfach zu weit und für mich bleibt das ganze ein zu Film gebrachter Masterplan von Tarantino der , es würde mich kaum wundern, wahrscheinlich historisch genau so (unwissend) im Bilde ist wie sein Machwerk!
Hast du gut gemacht kriegst ein Keks...
Junge du hast Sorgen... Ich weiß zwar nicht was deiner Auffassung nach noch falsch war, aber wenn du dich an einem aus dem Ärmel geschütteltem Text aufgeilen kannst, weil vll etwas mit der Rechtschreibung (?) oder dem Satzbau nicht nach DIN Norm war dann hast mein Beileid :D und bist auf alle Fälle auf der falschen Seite.
Probiers mal bei "Klugscheisser-mag-keiner.de"
Ich würde mal erst einmal lernen Sachlich zu bleiben und sich dann ein Urteil zu erlauben. Und außerdem ist das alles kein Grund ausfallend zu werden, aber manche können sich wohl auch hier nicht beherrschen.
Danke Manaan für Deinen Einwurf. Genauso ist es nämlich.
@Tatanka: Ich bin kein Korinthenkacker, aber bei manchen Sätzen geht mir einfach der Hut hoch. Ich mag halt die Deutsche Sprache. Und wenn dir, dem anscheinend "Deutsch" so am Herzen liegt wie du sagst, dann sollte man der Deutschen Sprache doch auch textlich ein wenig Aufmerksamkeit schenken?
Zum Film:
Wär dir lieber die Nazis hätten gewonnen, nur damit der böse Ami (so in etwa hast du dich ausgedrückt) nicht hätte triumphieren dürfen? Irgendwie haut das mit deiner Kritik so gar nicht hin... Der Deutsche wird in dem Film doch gar nicht als der Volldepp (ok Hitler vielleicht) dargestellt, so wie in den meisten anderen 0815 Kriegsfilmen über den zweiten Weltkrieg. Und das sehe ich nicht nur so.
Ich würde gerne mal ein paar Sätze der Kritik (hier auf Moviepilot) von Mr. Pink (http://www.moviepilot.de/users/mr-pink-2) hier dazu zitieren... (die hatte mir nämlich ganz gut gefallen!!):
Zitatausschnitt Mr.Pink:
"Die Deutschen sind nicht einfach nur die Bösen und die Amerikaner keine Helden. Die Nazis werden als nuancierte, höfliche Kavaliere gezeigt, die intelligent sind und sich problemlos mehrsprachig verständigen, während die Basterds ein brutaler Haufen ungehobelter, ungebildeter, gewalttätiger, brutaler, respektloser Kerle sind, die ihrem Namen alle Ehre machen. Dadurch liegen die Sympathien des Zuschauers natürlich ganz klar auf der Seite der Deutschen. Das soll selbstverständlich nicht heißen, dass Nazis cool und Hitlers Taten eigentlich gar nicht so schlimm sind, keinesfalls, aber dieser Ansatz ist mir trotzdem um einiges lieber als der hundertste Film, der meint, mir erklären zu müssen, dass Nazis böse sind...."
Meinst du dein Satzbau haut hier hin..?In deinem Kommentar über mir? Bitte mach dich nicht lächerlich und pranger meine Grammatik an obwohl du selbst Fehler einbaust!
Aber ich hab auch gar keine Lust mit dir weiter über Orthographie zu diskuttieren, geschweige denn mir von dir Rechtschreibfehler anmahnen zu lassen!
Ich schreibe hier eine Film-Kritik und verwende dazu leider Gottes nicht die Korrekturtaste in Word. Es ist mir schnurz ob andere Fehler , welche ja oftmals simple Tippfehler sind, einbauen oder ich selbst das tue. Wir sind hier auf moviepilot nicht bei einem Grammatikrodeo!
Du hast ja wirklich Sorgen. Wenn dir da "der Hut hoch geht" dann bist vll ein wenig zu sensibel.
Es war meine Ansicht des Filmes und fertig! Wir können hier gerne weiter sachlich über den Film reden aber du machst dich hier echt zum Obst wenn du im Bezug auf etwaige Rechtschreib-/Tippfehler den Dicken raushängen lässt.
In diesem Sinne...
Höhö.
"Und wenn dir, dem anscheinend "Deutsch" so am Herzen liegt wie du sagst, dann sollte man der Deutschen Sprache doch auch textlich ein wenig Aufmerksamkeit schenken?"
@BlackEaster : ....oh ratterratter jetzt hab ich's ;D
@ countcount : "trollen" ?Komm zurück ins wahre Leben. Oder du weihst mich Unwissenden ein was das bedeuten soll. Steh nicht so auf das Gelaber...
...also bei mir isset noch drin blackeaster.
Aber falls doch...haste recht. Wollte in dem kleinen Wortgefecht doch keinem auf den Schlips treten mööönsch... :)
Inglourious Basterds bleibt für mich persönlich etwas kontrovers. Auf gerade zu naive Weise werden der Geschichtsverlauf verdreht und die Opferrollen verkehrt. Die Basterds verkörpern hier keinesfalls gerechte Krieger. Ihre Methoden sind psychopathisch und der Hass auf Nazis verkommt stellenweise zum fadenscheinigen Grund um den Spaß am Töten zu legitimieren. Es wären wirklich gute Schauspieler nötig gewesen um diese Ambivalenz nicht zum moralischen Desaster verkommen zu lassen. Allerdings liefert Brad Pitt im Gegensatz zu anderen Schauspielern, Christoph Waltz und August Diehl als SS Sturmbannführer allen voran, eine jämmerliche Leistung ab und Til Schweiger spielt nunmal auf gewohntem Niveau. Große Sympathieträger bleiben damit die Nazis (der Soldat mit dem Eisernen Kreuz, Wilhelm, Hans Landa). An anderer Stelle werden die Nazis dadurch in die Opferrolle gedrängt, dass bei der Filmpremiere wahllos in die panische Menge geschossen wird, während der ganze Saal ohnehin schon in Flammen aufgeht. Oder an der Stelle als Landas Adjutant Herman am Schluss ohne Grund erschossen wird.
Weshalb also diese Wertung?
Die meisten Schauspieler, abgesehen von den eben genannten Ausnahmen, liefern Glanzleistungen ab. Daniel Brühl und Mélanie Laurent beispielsweise ergänzen sich großartig. Die Musikauswahl für den Soundtrack ist in alter Tarantino-Manier wieder durch und durch gelungen. Manche Szenen sind so spannungsgeladen, dass man das Gefühl hat man könnte die Luft durchschneiden (gleich die erste Szene und Kellerbar). Auch rein optisch lässt Inglourious Basterds nichts zu wünschen übrig. Natürlich unterhält der Film auch durch die eine oder andere Gewalteinlage, was aber eher Nebensache ist. Dieser Film ist zwar nicht Tarantinos bestes Werk, aber mit Sicherheit auch nicht das schlechteste.
Onkel Quentin verändert die Geschichte, beendet den Krieg und besiegt Onkel Adolf. "Inglourious Basterds" ist dennoch weniger ein Film über den Krieg, denn vielmehr ein Film über das Filmemachen. Ein Film über die Macht der Imagination über alles Böse, ein Film über die Macht der bewegten Bilder, ein Film über die Macht des Kinos.
Und wenn Lt. Aldo Raine am Ende von "Inglourious Basterds" seine Arbeit begutachtet und sich mit dem abschließenden Satz des Films an seinen Kollegen Utivich wendet, könnte man glatt denken, Quentin Tarantino höchstpersönlich spräche durch ihn zu seinem Publikum. Denn auch wenn "Pulp Fiction" nach wie vor mein Lieblingsfilm bleibt, so steht "Inglourious Basterds" dem doch in kaum etwas nach, und ist für mich tatsächlich ein absolutes Meisterwerk.
"Inglourious Basterds" ist ein typischer Tarantino, und doch sehr untypisch. Es geht zwar irgendwie um Gangster, mit denen sich der werte Herr ja bekanntlich hervorragend auskennt, mit dem Genre des Kriegsfilms hat sich Tarantino jedoch an einer Stilrichtung versucht, mit der er sich bisher noch nicht beschäftigt hat. Aber eigentlich ist sein Streifen auch kein wirklicher Kriegsfilm, sondern eher seine Version eines Kriegsfilms. "Inglourious Basterds" ist genau genommen nämlich ein klassischer Spaghetti-Western, der den Krieg einfach nur als Szenario nutzt. Dass Tarantino nach "Kill Bill" und diesem Werk jetzt übrigens endlich einen richtigen Western dreht, ist eigentlich nur konsequent.
Aber wie auch immer, "Inglourious Basterds" ist meiner Meinung nach einfach perfekt. Jedes Bild, jeder Ton, jede Zeile stimmt und jede Sekunde ist ein wahrer Hochgenuss für alle Sinne.
Zuallererst hat mir vor allem das grundsätzliche Setting sehr gefallen. Obwohl "Inglourious Basterds" letztendlich natürlich in Tarantinos fiktivem Universum spielt und am Ende ein "Was wäre, wenn...?"-Szenario auffährt, so ist die Handlung doch trotzdem im Zweiten Weltkrieg angesiedelt. Zum Zweiten Weltkrieg gibt es natürlich schon unzählige Filme, aber dieser hier ist eben anders. Anders als das Gros dieser Filme, nimmt sich "Inglourious Basterds" des Themas sehr humorvoll an, ohne dabei jedoch eine reine Parodie oder Satire zu sein. Trotz aller Überzogenheit und Übertriebenheit behält der Film nämlich stets einen angemessenen Schuss Realismus.
Die Figuren werden dementsprechend ebenfalls genreuntypisch und äußerst ungewöhnlich dargestellt. Die Deutschen sind nicht einfach nur die Bösen und die Amerikaner keine Helden. Die Nazis werden als nuancierte, höfliche Kavaliere gezeigt, die intelligent sind und sich problemlos mehrsprachig verständigen, während die Basterds ein brutaler Haufen ungehobelter, ungebildeter, gewalttätiger, brutaler, respektloser Kerle sind, die ihrem Namen alle Ehre machen. Dadurch liegen die Sympathien des Zuschauers natürlich ganz klar auf der Seite der Deutschen. Das soll selbstverständlich nicht heißen, dass Nazis cool und Hitlers Taten eigentlich gar nicht so schlimm sind, keinesfalls, aber dieser Ansatz ist mir trotzdem um einiges lieber als der hundertste Film, der meint, mir erklären zu müssen, dass Nazis böse sind.
Die Schauspieler, von den Hauptdarstellern bis hin zum letzten Statisten, machen ihren Job dabei allesamt hervorragend. Ob nun Christoph Waltz, der alle vier der im Film gesprochenen Sprachen fließend beherrscht und durch sein subtiles Spiel einen der charmantesten Fieslinge aller Zeiten auf die Leinwand bringt, Brad Pitt, der hier zwar nicht ganz groß aufspielen kann, dafür aber einfach eine coole Rolle hat und mit seinem abgefahrenen, übertriebenen Akzent mitverantwortlich für die witzigste Szene des Films ist, oder der gute Til, der sich vor allem im Schweigen übt und daher ebenfalls zu gefallen weiß, jeder der Darsteller ist perfekt besetzt.
Vielleicht ist er einfach ein Naturtalent, vielleicht kann er sich auf Grund seines Glaubens einfach gut in seine Rolle versetzen, aber aus welchem Grund auch immer, auch der im Bereich des Schauspiels eher unerfahrene Eli Roth spielt ausdrucksstark und authentisch, Michael Fassbender und August Diehl sind einfach grandios und stellen für mich neben Christoph Waltz ganz klar das Highlight des Films dar und sogar Diane Kruger gefällt mir. Zugegeben, beim ersten Ansehen hat sie schon ein wenig genervt, aber je öfter ich mir den Film zu Gemüte führe, desto mehr wird mir klar, dass ihre übertriebene, nervige Art nicht auf fehlendes Talent zurückzuführen ist, sondern dass das Ganze wahrscheinlich einfach so gewollt ist. Eine schlechte (oder sagen wir mal, eine nicht besonders gute, inzwischen wird sie, wie ich finde, immer besser) Schauspielerin spielt eine schlechte Schauspielerin. Passt.
Das Finale der Geschichte zwischen der hinreißenden Mélanie Laurent und dem so stark wie noch nie aufspielendem Daniel Brühl ist herzzerreißend und erzeugt echtes Gänsehaut-Feeling. und das, obwohl die letzte Szene der beiden ohne große Worte daherkommt. Obwohl an dieser Stelle nicht viel gesagt wird, verlässt sich Tarantino ansonsten voll und ganz auf sein Talent im Bereich des Schreibens und kommt mit perfekt pointierten Dialogen daher. Wieder einmal ist es sagenhaft, wie er es schafft, Atmosphäre zu erzeugen und Spannung aufzubauen, einzig und allein unter Zuhilfenahme von Sprache, wie zum Beispiel in der sensationellen Szene in der Kellerbar. Nachdem sich Sturmbannführer Hellstrom zu den Saboteuren an den Tisch gesetzt hat, fühlt sich die Situation für diese langsam, aber sicher sehr unbehaglich an und ihre Lage spitzt sich zu. Und auch, wenn sich alles letztendlich in einer kurzen, aber knackigen Actionsequenz entlädt, lebt die Szenerie bis dorthin ausschließlich von den Gesprächen der handelnden Figuren. Keine Musik. Keine ausgefallene Kameraführung. Nicht besonders viel Handlung. Nur Dialog. Grandios.
Den ausgiebigen Dialogen steht Action gegenüber, die, wie bereits erwähnt, immer sehr kurz gehalten ist, sich aber dennoch bestens ins Gesamtbild einfügt. Die härteren Szenen passen gut in den Kontext, kommen aber immer schnell auf den Punkt und halten sich insgesamt betrachtet eher zurück. Aber obwohl es eigentlich nur eine Handvoll Gewaltszenen gibt, bleiben diese trotzdem gut im Gedächtnis, weil man sich, wenn es dann zur Sache geht, kein bisschen zurückhält. Die Gewalt ist schonungslos, brutal und sehr explizit, gleichzeitig aber soweit comichaft überzogen, dass das Zusehen dennoch nicht wehtut.
Die Story ist spannend, abwechslungsreich und trotz der langen Laufzeit extrem kurzweilig, es gibt laute, aufregende Momente, die ruhigen, bewegenden, aber mindestens genauso eingängigen Augenblicken gegenüber stehen. Die Figuren sind einzigartig, die Inszenierung ist absolut sehenswert und zu guter Letzt ist es neben der Message und diesem stimmigen Gesamtbild auch der herausragende Soundtrack, welcher die Stimmung in jedem Moment perfekt rüberbringt, der "Inglourious Basterds" für mich so unwiderstehlich macht. Ein Meisterwerk! Ganz großes Kino, im wahrsten Sinne des Wortes!
"Well, if this is it old boy, I hope you don't mind if I go out speaking the King's."
"oder der gute Til, der sich vor allem im Schweigen übt und daher ebenfalls zu gefallen weiß,", der Part über die Krüger, der Part über Roth - super, super Text, wird Zeit, den auch endlich mal wieder zu sehen.
Stark!²
Sehr treffend geschrieben. Ich habe mir im übrigen (da deine Kritik mir so gut gefallen hat) erlaubt einen kleinen Textausschnitt Deines Kommentares (natürlich als Zitat gekennzeichnet) unter der Userkritik von "-={(TATANKA)}=-" zu verwenden. Ich hoffe das war ok so? Danke und Grüße CountCount ;)
Hey, countcount! Vielen Dank! Und das ist natürlich kein Problem. Solange das Zitat ordentlich gekennzeichnet ist, werde ich dir deinen Doktortitel nicht wegnehmen. ;)
Tarantino ist für mich ein inside joke, den fast jeder außer mir zu verstehen scheint. Ich sehe hier nur eine unterdurchschnittlich erzählte Story mit durchweg beknackten Dialogen, für die jeder unbekannte Regisseur als debil verspottet werden würde. Gut, so ungewöhnlich ist das bei Tarantino nicht und ich begrüße sogar die Art, wie er sich wie ein kleines Kind seine eigene Welt baut und sich nicht um tatsächliche Gegebenheiten schert, aber hier schafft er es nicht, mangelndes Feingefühl mit Stil und spürbarer Passion in Bezug auf das, was er da tut, wieder wettzumachen. Übrig bleibt... naja, kompletter Schwachsinn. Irgendwann ziehen selbst in Zeitlupe durch die Luft fliegende Zigaretten nicht mehr.
Die 0,5 Punkte gibt es allein für Christoph Waltz, den für mich einzigen Lichtblick.
Ich habe zwar 7 Punkte vergeben, kann das hier aber deutlich besser verstehen als die ganzen 10 Punkte-Kommentare. Eigentlich ist fast jede Szene ohne Christoph Waltz eine einzige Katastrophe.
Ich mag an diesem Film, wie übrigens auch an jedem anderen Tarantino, die längeren Dialogszenen. Inhaltlich sind die zwar oft aufreizend banal, aber auf der Subebene geht einiges. Außerdem sind diese Klopper meistens von einer dermaßen kristallinen Klarheit und Logikschärfe, dass der Schweinchen-Schlau-Pegel fast schon Alarm schlägt – was ich in handwerklicher Hinsicht als großen Genuss empfinde angesichts der sonst so üblichen Schwafel-Schwammigkeit.
Ohne diese Highlights hätte ich den Film sehr schwach gefunden – mit ihnen ist er mir 6.5 Punkte wert.
Falsche Sichtverhältnisse. :P Im Kino, mit unzähligen Mongos, die bei der Baseballschläger-Szene gejubelt und geklscht und gelacht haben, und dann die Szene im Kino, wenn die Nazis jubeln und klaschen und lachen, danach hätte es mehr als 0.5 gegeben, da bin ich mir sicher. "IB" wirkt durch die Rezeption durch den beschränkten Teil der Menschheit am besten - und wehe, einer sagt, dass Quentin das nicht so vorhatte. Der Mann WEISS, was Kino machen kann. Und in "IB" macht er das Maximale draus.
Schau ihn dir bitte mal nach einer Weile und mit dem Wissen noch mal an. Da steckt weitaus mehr drin als überlange Dialogszenen und Gewalt, das ist - wirklich - großes, subversives Kino mit einer Aussage, die heute aktueller ist denn je. Für mich Tarantinos wirkliches Meisterwerk.
es ist und bleibt meiner meinung nach ein polarisierendes werk, für die einen ein meisterwerk für die anderen (mich mit eingeschlossen) eine übertriebenes Filmchen, große Grütze ist und versucht ein Kunstwerk zu sein
Außer Christoph Waltz sticht für mich niemand aus dem cast hervor, der eine höhere Bewertung rechtfertigen würde.
Klar könnte ich mir die Birne zudröhnen, einen Kinosaal mieten, ein paar Penner von der Straße einladen und mir das ganze einfach nochmal geben, und vielleicht gäbe es dann ein paar Punkte mehr, aber bitte habt Nachsicht, wenn es mir dieses Experiment nicht wert ist und akzeptiert für den Moment einfach die Tatsache, dass es auch mal eine abweichende Meinung geben kann.
@ sikkmeidack: Diane Kruger ist übrigens meines Erachtens wirklich nicht soo schlecht - sie ist enfach zu überzeugend als eine schlechte Schauspielerin. Also weniger eine doch noch gute Darstellerin, aber eine perfekte Besetzung. ;)
@ Jenny von T: So meinte ich das auch nicht. ^^ Aber es gibt eben solche Penner und es gibt auch solche, die aus dem Kino kommen und "Ach, SO ist Hilter also gestorbe, wusste ich ja gar nicht! :O" (und ich meine nicht den iNet-Gag, sondern eine tatsächliche Erfahrung eines sehr guten Freundes von mir nach der Premiere).
Was abweichende Meinungen angeht, so bin ich der letzte, der damit ein Problem hat :D nur wenn ich das Gefühl habe, dass es mehr an der Erwartungshaltung als am Film selbst gescheitert ist (wie es mir auch dauernd passiert), dann versuche ich gerne, das zu relativieren. Siehe es bitte nicht als "Boah ey, du hast ja GAR NICHTS verstanden!", sondern eher als "Njoa, geht, aber vielleicht klappt es ja mit dieser Einstellung besser?" Es ist meistens weitaus besser, einen Film zu mögen, als ihn zu hassen.
Und wir sind ja noch jung, da kann sich eh alles noch ändern. ;) Vielleicht hasse ich ja den Film in ein-zwei Dekaden, wer weiß...
Meinungen sollte man bekanntlich respektieren, aber bei solch einem Kommentar muss ich mich fragen, hast du die Botschaft dieses Filmes verstanden und vergessen diese zu bewerten oder hast du dich bewusst nur auf die Bewertung der Präsentation beschrängt?
Alleine das Inhaltliche ist weitaus mehr als 0.5 Punkte wert.
Ich behaupte nicht, dass du diesen Film mögen musst, aber dennoch fehlt mir der Weitblick bei dir, bzw bei diesem Kommentar...
Jack55555: Ja, tatsächlich kann ich nicht ausschließen, etwas an diesem Film nicht verstanden zu haben; mein grundsätzliches Problem mit Tarantino deute ich ja bereits im ersten Satz an. Dennoch aber habe ich doch ein Anrecht auf eine Meinung, nicht wahr? Die gefühlten Abermillionen dieser Community, denen der... "Weitblick" für MEINE Lieblingsfilme fehlt, nehme ich letztendlich ja auch irgendwo hin. Daneben ist meine Kritik an dem Film wohl immer noch ein wenig substantiierter dargelegt als dein Vorwurf an mich, der eben doch so ein bisschen verlassen im Raume steht.
Und nicht zuletzt geben mir ja immerhin 8 andere Leute (ohne Weitblick) hier recht, wenn ich das richtig sehe.
@Jack55555: Ich liebe Tarantino Filme genauso auch "Inglourious Basterds", aber um eine Botschaft geht es sicher nicht. Wenn man auf eine Botschaft achtet, sind 0.5 Punkte noch sehr großzügig, die Botschaft ist nämlich ncht die intelligenteste, wenn überhaupt eine vorhanden ist.
@Jenny: Was ich an seinen Filmen liebe ist die Machart und oolnes. Meist ist auch der Cast hervorragend. Kann deine Meinung aber absolut nachvollziehen.:)
"was viele denken"? Ich war mir zunächst eigentlich sicher, mit meinem Kommentar in ein Wespennest zu stechen und bin ehrlich gesagt nun doch überrascht darüber, wie viele mir offenbar zustimmen. Übrigens danke dafür, nun habe ich so ein wenig den Glauben an die Menschheit zurückgewonnen. <3
Ich kann es drehen und wenden, wie ich will, Tarantino ist für mich (je nach Film) 10 bis bestenfalls 30% Inhalt und 70% bis 90% optische Herumspielerei - RTL in slow motion. Ich schaue aber nunmal lieber ARTE.
:D Vollkommen richtig.
...und somit schließe auch ich mein Tarantino Kapitel ab...
Oh und bist definitiv nicht allein mit deInem Statement. Es gibt meiner Erfahrung nach bei diesem Film nur 2 Sparten : man hasst oder liebt ihn. Ich gehöre zu ersteren :)
Diese "man hasst oder liebt ihn"-Sache, die ich über alle mögliche Filme lese, auch wenn sie nur auf ganz bestimmte wirklich zutrifft (The Tree of life) wird schonmal durch mich widerlegt. Ich mag Inglourious Basterds, aber eigentlich nur, weil sämtliche Szenen mit Christoph Waltz, insbesondere die beiden Dialogszenen in Kapitel 1 und 3, absolut genial sind. Der Rest ist ziemlicher Unsinn.
dann mache ich an der stelle den anfang für die beantwortung der frage von swissroland: tarantino setzt das mittel der musik so perfekt ein in dem film, die schauspieler blühen auf (was christoph waltz da anstellt, das ist im prinzip die geilste rolle ever, wenn ich das mal so sagen darf), tarantino vermischt action mit komödie so gekonnt, er begreift einfach, was einen film ausmachen soll (und zwar UNTERHALTUNG), die dialoge sind so verdammt gelungen. ich meine, ich bitte dich, tarantino muss man lieben.
Ich lieb ja den QT auch, aber mit dem film kann ich im gegensatz zu 90% der leutz nix anfangen.
Die geschichte schwankt zwischen genial, und kindisch. Zudem ein klischee nach dem andern. Ich hab mich echt auf den film gefreut, aber für mich war das ein grosser reinfall. Super war nur der Walz, dass war grandios und der sound war, wenn ich das richtig in erinnerung hab, auch recht ansprechend. Aber sonst ......
Vielleicht zieh ich mir den iwan noch einmal rein;)
zugegeben ist der film ziemlich antideutsch, wenn man bedenkt, dass es primär um die tötung von deutschen geht. das könnte einigen deutschen mitbürgern etwas weniger gefallen.
der film ist nicht antideutsch. Wer sind denn die richtigen Arschlöcher? Das sind die Basterds, allen voran Aldo Raine, der rücksichtslos Leute foltert, Sachen zerstört oder Verträge missachtet (!). Die Basterds sind die karrikierten Bündel an Vorurteilen, die die Amerikaner gegenüber den Deutschen haben.
...was von seiten der Basterds mit stolz geschwellter Brust und bewährter Coolness auch bis zum Schluss der Lachplatte durchgezogen wird! Ganz armes Filmchen...
Ich war so begeistert von dem Film als ich ihn im Kino sah.
Alle Schauspieler bringen eine großartige Leistung. Besonders natürlich Christoph Walz, aber auch Brad Pitt, Eli Roth, Michael Fassbender, Daniel Brühl und Melanie Laurent etc.
Nach Death Proof war ich ein wenig enttäuscht von Quentin Tarantino, aber mit Inglourious Basterds hat er wirklich alles wieder rausgeholt.
Man hat beinahe bei jedem Tarantino Film die Garantie, dass dieser ein absoluter Top Film wird. Inglourious Basterds ist absolut unterhaltsam und rundum so gut wie perfekt.
Allein schon die erste Szene im Bauernhaus verdient 10 Punkte. Diese Szene ist an Spannung kaum zu überbieten. Tarantino zeigt uns eine neue Ansicht des zweiten Weltkrieges. Diese Ansicht ist trotz vieler Logikfehler gelungen. Viele Szenen bleiben in Erinnerung. Einige finden diesen Film langweilig, für mich ist er ein typischer Tarantino mit unvergleichlichen Dialogen/ Charakteren.
Spoiler!!
Eine Szene muss ich noch hervorheben. Die Szene im Keller mit anschliessendem Showdown, alls der Nazi sich erhob und der ganze Schwindel aufzufliegen drohte, da hörte man keinen Mucks im Kino. Hohe Schule Quentin!
Spoiler Ende!!!
Über Christoph Waltz muss eigentlich nichts gesagt werden, der Oscar war hochverdient. Wie er das "Böse" darstellt, hat man selten so gut/beindruckend/angsteinflössend gesehen. Einfach nur genial wie er vom Gentleman zum Killer wird und das alles in ein paar Sekunden. Der restliche Cast macht seine Sache ordentlich. Von Brad Pitt hätte man mehr erwarten können genauso wie von Diane Krüger. Till Schweiger war leider unnötig. Herrvorheben muss man noch Daniel Brühl und Melanie Laurent.
Fazit: Inglourious Basterds ist ein typischer Tarantino, brutal, dialogreich, spannend oder mit einem Wort: Genial.
Inglourious Basterds - Kritik
US 2009 Laufzeit 154 Minuten, FSK 16, Drama, Actionfilm, Komödie, Historienfilm, Kinostart 20.08.2009
Kritiken (33) — Film: Inglourious Basterds
Ephigenia: Nightmare-Horrormovies.de
Kommentar löschenEntweder ist Tarantino ein Regisseur der einfach nicht in der Lage ist, seine makaberen Szenen und Ideen mit Spannung zu versehen oder er klaut sich die besten Filmszenen aus nicht so bekannten, unterschlagenen Werken zusammen und reanimiert diese Szenen zumindest Perfekt für seine elegant wirkenden Filme, um das Kino-Publikum von Heute damit zu beeindrucken. Was für ein Künstler?
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Weltenkind 2012/02/05 20:27:02
Antwort löschen"[...] oder er klaut sich die besten Filmszenen aus nicht so bekannten, unterschlagenen Werken zusammen [...]" - Wie zum Beispiel?
Ephigenia 2012/02/05 22:31:57
Antwort löschenIn diesem Fall vor allem aus dem italienischen mit "Inglorious Bastards - Das Original" aka "Ein Haufen verwegener Hunde". Sicher nicht 1:1 übernommen, wenn dann sind es nur wenige Szenen, denn den Rest hat Quentin Tarantino wieder einmal mit nichts sagenden und sehr langweiligen Szenen gefüllt.
Weltenkind 2012/02/05 22:59:20
Antwort löschenDas liegt vermutlich daran, dass Tarantino ein Remake gemacht hat, also kaum verwunderlich. Kann sich wohl jeder selbst zusammenreimen. Du sprichst allerdings von mehreren Werken.
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Ephigenia 2012/02/06 01:27:19
Antwort löschenInglorious Bastards wurde weder als Remake, noch als Neuverfilmung ausgegeben, es ist genau so einfallslos wie z.B. Paul Anderson sein vermeidlich einzig guter Film Event Horizon aka Dark Side of the Moon.
Zu andere Filme, mal das Video:
http://vimeo.com/19469447
Tarantino schaut sich viele Szenen ab und macht sie New Hollywood kompatibel. Er ist der Master Men of New Recycling Blockbustermovie schlecht hin. Schön glatt gebürstet und auch noch als Independent Verkauft. Ich bevorzuge die ehrlichen und nicht so pompösen Originale. ;)
Weltenkind 2012/02/06 09:55:44
Antwort löschenEs ist ein Remake, wie man an der moviepilot Seite des Films erkennen kann. Beleg: http://www.moviepilot.de/movies/ein-haufen-verwegener-hunde-inglorious-bastards
Letzter Satz in der Beschreibung.
evants.com: eventsandtrends.com
Kommentar löschenMan durfte auf „Inglourious Basterds“ gespannt sein, zumal es ungewöhnlich ist, dass ein Regisseur wie Tarantino in Deutschland dreht und für seinen Film Schauspieler wie Til Schweiger und Daniel Brühl verpflichtet. Das Konzept geht auf: Das insgesamt konsequente Festhalten an Darstellern aus Amerika, Frankreich und Deutschland wirkt sehr stimmig und passend. „Inglourious Basterds“ ist in fünf Kapitel aufgeteilt, wobei im fünften die Fäden zusammenlaufen und alles auf den Showdown hinausläuft. [...] Wer sich auf „Inglourious Basterds“ und somit auf unkonventionelles Kino einlässt, bekommt zweieinhalb Stunden wunderbar groteske Unterhaltung à la Tarantino geboten.
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beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/
Kommentar löschenFast 160 Minuten dauert das Spiel, und keine davon ist vergeudet. Wer einen actiongeladenen Film erwartet, wird enttäuscht, wer ein vor Zitaten und Hommagen übersprudelndes Kammerstück sucht, ist hier genau richtig. Stellenweise hat man sogar das Gefühl, der Film sei speziell an uns Deutsche gerichtet, entdeckt man doch an jeder Ecke bekannte Gesichter und kann sich über Details wie Winnetou oder “Ich wollt ich wär ein Huhn” freuen, mit denen ein Amerikaner so gar nichts anfangen kann.
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Mr.Winchester 2010/09/25 22:09:57
Antwort löschen150min sind vergoldet°!
peter-noster: Mostly Movies
Kommentar löschenTarantino lässt die Leinwand nicht nur sprichwörtlich brennen. Doch nicht nur in seinen lauten Szenen können die “Basterds” punktenn. Die ersten 20 Minuten, die nur ein Gespräch enthalten, gehören zu den spannendsten des ganzen Jahres. Das schöne daran: Wie sonst gerne bei Tarantino existiert der Dialog nicht nur zum Selbstzweck, sondern führt zu einer überraschenden Auflösung. Christoph Waltz wird nicht ohne Grund allerorts für seine differenzierte Darstellung des Fieslings Hans Landa gelobt und darf sich so über späten internationalen Ruhm freuen. Er ist so stark, daß die “Basterds” im Vergleich überraschend den uninteressanteren Teil des Films ausmachen. Als Cineast gefiel mich natürlich auch die Kinobesitzerin in ihrem Widerstandskampf, der – wie eingangs schon erwähnt – zu einem der besten Bilder des Films führt.
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenManch Kritiker hatte das Regiegenie im unfertigen "Death Proof" schon vor die Wand fahren sehen; einer der größten Filmemacher seiner Zeit ausgeblutet in blinder Zitierwut und Gewaltorgien. Und was macht Quentin Tarantino? Zieht mit den "Inglourious Basterds", der erklärten Anti-"Walküre", in den Zweiten Weltkrieg und vollführt einen dialoggewaltigen Befreiungsschlag.
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Enk: Mental Savage Enk: Mental Savage
Kommentar löschen[...] Die Figurenzeichnung ist äußerst plastisch - Während Bösewicht Hans Landa dabei noch halbwegs real wirkt, ist Basterds-Anführer Aldo Raine (Bratt Pitt) schon fast wie eine Comicfigur überzeichnet, was aber durchaus gewollt ist. Laut Tarantino ist Inglorious Basterds ein Spaghetti-Western im Zweiter Weltkriegs-Setting, was den Film sehr treffend charakterisiert. [...]
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Nahtigall 2010/02/06 04:04:19
Antwort löschenDas ist Typisch. Pitt wirkt wie eine Comicfigur, QT sagt. Das gehört so und alles ist gut. Klasse, Tarantino scheißt auf die Strasse und Ihr stellt euch das in die Vitrine
Enk 2010/02/06 13:03:37
Antwort löschenAch Gott, Tarantino hat auch schon viel Durchschnitt produziert. Und Basterds ist zwar gelungen, aber auch nicht gerade sein Meisterwerk
Stryke: inderzange.de
Kommentar löschenEin brillianter Film vom Altmeister, der wie schon “Pulp Fiction” vor ihm durch seine Dialoge, seinen Charme und Witz noch lange in den Köpfen der Zuschauer herumwuseln und öfters zurückdenken lassen wird. Schwachpunkte sind einzig und allein einige verzeihbare Längen, die aber wenig ins Gewicht fallen. Alles in allem war das ein Bingo ähh .. ich meinte: “Bingo, Quentin!”.
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Nahtigall 2010/02/06 04:05:25
Antwort löschenAltmeister? Eher gescheiterte hackfresse mit einem hang zur selbstüberschätzung.
Hippiekiller 2010/02/09 15:30:07
Antwort löschenDann dreh bessere Filme Nahtigall. Wohl auch einer von denen die alles schlecht reden, wenn andere was gut finden. Ich frag mich nur immer was solche dilettantischen Aussagen sollen.
Dieser Film ist gut, aber Filme sind definitiv geschmacksache.
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Nahtigall 2010/02/09 15:38:05
Antwort löschenLetzlich sind meine Kommentare auch ein wenig dadurch genährt, das ich den Hype um Tarantino nicht nachvollziehen kann.
Hippiekiller 2010/02/09 15:40:01
Antwort löschenMan sollte dennoch auf dem Teppich bleiben und manche Dinge neutral anpacken!
Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen[...] Fazit: kommt selten vor, dass man im Kino sitzt und das Gefühl hat, einen zukünftigen Klassiker gesehen zu haben. „Inglorious Basterds“ ist ganz großes Kino und sicherlich ein Film, der auch bei der dritten Sichtung noch fesseln und Neues bieten kann.
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Ines Walk: Filmpublizistin seit 1998
Kommentar löschenHabe mich von Tarantino überraschen lassen. Bin keiner seiner Fans, aber die Basterds überzeugen durch die Story und die Umkehrung der Historie ... erstaunlicher Weise auch durch die deutschen Schauspieler. August Diehl - brillant als schneidiger SS-Scherge, Til Schweiger - gut, weil er nicht sprechen muss, Sylvester Groth usw. Nur Diane Kruger ist unglaublich schlecht.
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dasJot 2009/10/14 23:44:03
Antwort löschenUmkehrung der Historie? Super, vielen Dank, daß Du mir schonmal die Spannung aus dem Film genommen hast. Und so eine Kritik erscheint dann an prominenter Stelle bei den Filminfos...
moepmoep 2009/10/15 17:13:09
Antwort löschen"Umkehrung der Historie" verrät doch fast gar nichts. Dass der Film sich nicht an die Geschichte hält, steht doch in so ziemlich jeder Kritik. Also, geh zurück in deine Ecke, Querulant. Oder genieß einfach den Film, ich verspreche dir, dass die Spannung trotzdem nicht ausbleiben wird. :)
greenkeeper 2009/10/16 19:56:57
Antwort löschen>> Nur Diane Kruger ist unglaublich schlecht.<<
* Spoiler an* Für diese Leistung wird sie dann ja auch im Film ordentlich gewürgt. ;) *Spoiler aus *
Ich fand sie egentlich wie alle Schauspieler IN DIESEM FILM ziemlich gut
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Replicant 2009/10/23 23:30:48
Antwort löschenWann war Diane Krüger jemals gut?
thedirector 2009/12/16 17:40:48
Antwort löschenIB war für mich definitiv das Highlight von 2009! Ganz grosses Kino!
Corsovilla: SchönerDenken
Kommentar löschen“Bastarde” gehört zu den Filmen, die man gesehen haben muss. Ein Brett von einem Film, sehr intensiv, oft sehr klug, unglaublich besetzt – bisher Tarantinos bester Film. Tarantinos Kino ist immer auch ein Kino über DAS KINO und folgerichtig konzentriert sich das Geschehen in “Inglourious Basterds” immer mehr in einem Kinosaal. Hier finden die Guten Zuflucht und Liebe, hier dringen die Bösen ein, hier wird applaudiert, gemordet, hingerichtet. SPOILER. Und am Ende ist es nicht eine Kirche voller Juden, sondern ein Kino voller Nazis, das in Flammen aufgeht. Und wenn das Gesicht einer Jüdin über den verbrennenden Nazis auf den Rauch projeziert wird wie das Antlitz einer Rachegöttin, dann muss man zugeben: Das konnte nur Tarantino auf die Leinwand bringen. Respekt. [mehr im Podcast]
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Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschenVORSICHT: KOMMENTAR MIT SPOILER!! --------
[...]„Once upon a time in nazi-occupied France“ - Ja „es war einmal“ und Tarantino hat im Gespräch mit dem SPIEGEL auch zu Protokoll gegeben, dass er kein Problem damit hat, wenn sein neuer Film als eben diese märchenhafte und kontrafaktische Fiktion, die der Historie diametral gegenübersteht, aufgefasst und interpretiert wird. Und so ist die Geschichte die er in „Inglourious Basterds“ erzählen möchte, eine Wunschphantasie die ebenso naiv wie verständlich ist: Die Kraft der Imagination – in diesem Fall das Kino – siegt über das Böse, siegt dort wo die Realität versagt hat. Und es stimmt schon: Wenn Tarantino am Ende von „Inglourious Basterds“ das Kino, also quasi sein Heiligtum, sein ganz persönlicher Tempel, in Flammen aufgehen lässt und der versammelten Nazi-Entourage um Hitler, Goebbels und Göring die Lichter ausbläst, dann ist das nicht nur ein gewaltiges Opfer eines an seine Existenz glaubendes Märchens, sondern auch das dezidierte Verlangen eines sich durch sich selbst befreiendes Kinos, das die Aufforderung zur Unterhaltung, die Spaß machen und nicht belehren soll, in sich trägt. In dem kleinen französischen Kino brennen nämlich nicht zuvorderst der historische Hitler oder der historische Goebbels, gehen nicht die historischen Embleme, Standarten und Symbole des nationalsozialistischen Terrorregimes in Flammen auf, sondern das oftmals verzerrte Bild des Dritten Reichs, das die Filmgeschichte in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht und kultiviert hat.[...]
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fkfilmkritik 2010/11/05 15:00:03
Antwort löschenDanke für die Warnung ;)
Khitos: Kälte Reich
Kommentar löschen[...]Inglourious Basterds ist bei weitem einer der gewagtesten Filme dieses Jahres und spricht ein dunkles Kapitel der Geschichte an, wuschelt dessen fiktive Haare und gibt ihm einen kleinen Klaps auf die Backe. Oder doch eher einen Schlag ins Gesicht. Das Wort ,,Meisterwerk” werde ich – wie viele andere es schon getan haben – sicherlich nicht verwenden, dafür gibt der Film für mich zu wenig her. Das heißt aber nicht, dass Inglorious Basterds nicht gut war, er war sogar sehr gut. Wäre Aldo Raine real, würde er den Film lieben, seine hundert Nazi-Skalps hätte er sicher.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenSo kann „Inglourious Basterds” durchaus packen und unterhalten. Nicht zuletzt durch exzellente Schauspieler. Hier zahlt es sich auch aus, dass die amerikanische Produktion mit viel deutschen und auch staatlichen Produktionsmitteln unterstützt wurde. Das deutsche Publikum bekommt etwas für seine Steuereuros: Til Schweiger schweigt oder tobt stereotypisch. Diane Krüger als Filmdiva Bridget von Hammersmark chargiert wieder zu übertrieben und wirkt eher peinlich als passend. Viel besser treten Daniel Brühl als naiver Kriegs- und Kinoheld Zoller sowie August Diehl als äußerst scharf denkender Gestapomann auf. Tatort-Kommissar Christoph Waltz spielt den Nazi-Offizier Hans Landa großartig verschlagen und spleenig. Er hat tatsächlich eine größere Show als Brad Pitt. Ein bitterer Beigeschmack bleibt allerdings bei all der Kriegs-Unterhaltung: Tarantino erzählt völlig ohne moralische Bedenken. Seine Nazijäger agieren ebenso menschenverachtend wie die Nazis. So was passiert einem wahrscheinlich, der nur in Schwarz-Weiß-Kategorien sieht.
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenChristoph Waltz ist genial als "Jew-Hunter" Hans Landa. Dass ich aus einem Tarantino-Film komme und mir denke, dass ich gerne mehr zu den übrigen Charakteren erfahren hätte, ist einerseits eine positive Überraschung, zeigt aber auch die Schwäche des Episodenaufbaus und der Dramaturgie.
Die Basterds hatten bedeutend mehr "Roten Faden" als Kill Bill und sind definitiv einen Kinobesuch wert.
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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today
Kommentar löschenTarantino ist bekannt als Cineast und Filmemacher. Und in Basters - mit dem Fokus auf Shosannas Kino und einem gewaltigen Film-im-Film, der eindringlich seinen Höhepunkt findet - übt er sowohl seine Obsession mit Rache, als auch seine Faszination mit Filmen aus. Das Ergebnis ist blutig und glorreich.
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Xander8112: at the movies
Kommentar löschen[...]
Inglourious Basterds ist aber trotz allem gut. Der stimmungsvolle Einstieg und die auch im weiteren Verlauf durchaus vorhandenen sehr guten Szenen trösten ohne weiteres über die (ebenfalls durchaus vorhandenen) Schwächen hinweg. Sicherlich, die lange Laufzeit ist auch wieder ausschweifenden Dialogen geschuldet. Doch wirken diese in dem Film nicht fehl am Platze, stören nicht und lassen den Zuschauer auch nicht gelangweilt im Kinosessel einschlafen. Im Endeffekt also: Ein durchaus guckbarer, guter Film.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenEine Menge brillanter Momente und effektiver Szenen, stehen ebensovielen Längen gegenüber und dem bekannten Tarantino-Problem, das schon in Death Proof sehr deutlich wurde: Die fehlende Disziplin und Entwicklung in Dramaturgie und Storyführung und die absolute Leere die hinter den Bildern steht.
Die Unterteilung in Kapitel kaschiert mehr schlecht als recht, dass der Film nach einer grandios-finsteren Eröffnungsszene, in der Christoph Waltz einen der wohl faszinierensten Bösewichte der jüngeren Filmngeschichte entwirft, relativ ziellos in sich geschlossenen Szenen aneinanderreiht, die nie eine in sich zwingend geschlossenen Handlung ergeben und von höchst durchwachsener Qualität sind.
Großartiger Wortwitz wechselt sich mit klamaukiger Sitcom-Dramaturgie ab, die einen sich bisweilen in der Hardcore-Version von "Hogans Heroes" wähnen lässt. Und immer wieder auch Langeweile und Szenen die weitergehen, wenn sie eigentlich ihr Zeit schon mehr als ausgespielt…
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Bandrix 2009/08/25 01:22:33
Antwort löschenAch komm Kill Bill 2 ist doch nicht so schlimm wie Death Proof ;)
yoda 2009/08/26 07:54:44
Antwort löschendem kann ich nur zustimmen
pxl 2009/08/29 12:39:38
Antwort löschenKETZER!!!
jardem 2009/12/20 12:17:19
Antwort löschenin kill bill 2 haben mich die längen nie gestört aber allem anderen kann ich nur zustimmen
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der cineast 2010/11/05 01:17:53
Antwort löschenKill Bill 2 ist einfach brilliante Unterhaltung und hat nichts mit dem Death Proof Fiasko zu tun wie es einige nennen!
RaekOne 2011/03/10 19:13:47
Antwort löschenHier muss ich dir doch ausnahmsweise in allen Belangen zustimmen.
Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenWenn es das Wort gibt, will ich es hier verwenden: Grenzgeil. In jeder Hinsicht. Übertraf meine Erwartungen bei weitem, nicht nur weil Tarantino der erste Regisseur ist, der erkannt hat wie man Schweiger wirken lassen kann: Wenn er die Fresse hält. Für meinen Geschmack zitiert er sich zwar ein paar mal zu viel selbst, bleibt aber ein grandioser Film. Und mein Gott: Was für ein Hauptdarsteller.
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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...
Kommentar löschenEs gibt eine Szene in Inglourious Basterds, die zwar nur den Bruchteil einer Sekunde dauert, aber doch so stellvertretend für den ganzen Film ist: Dr. Joseph Goebbels nimmt seine französische Dolmetscherin von hinten und hat dabei großen Spaß. Diese kurze Einstellung, diese wenigen Frames repräsentieren dabei wiederum nur einen Bruchteil seines lachhaften Charakters. Stellt man einmal allein diese Szene in Kontrast zur Darstellung Goebbels in Oliver Hirschbiegels Der Untergang, dann bemerkt man schnell, dass der wahre Wahnwitz nicht Tarantinos Film entspringt, sondern dem teutonischen Machwerk aus der Schmiede Bernd Eichingers. Man denke nur an die Gebrechlichkeit eines Goebbels in Der Untergang, das Pathos, die Verklärung, die ihn, seine Frau, ja seine ganze Familie umnebelt, um bei dramatischer Terminologie zu bleiben, denn nichts anderes als eine theatralische Inszenierung ist Der Untergang und seine Geschichtsverfälschung doch am Ende. Das gleiche gilt natürlich auch für den Führer selbst, der hier statt den schmeichelhaften Charmeur den Reichsführer gibt, für den das alles nur ein großes Indianer-und-Cowboy-Spiel ist, von dem er eigentlich keine Ahnung hat, aber er sitzt eben ganz oben, da ist das nicht weiter wild.
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Ist das Setting noch so tarantino-untypisch – die charakteristische Handschrift des Regisseurs macht sich immer wieder klar bemerkbar, sei es in Form von Schrifteinblendungen, gewissen Kameraeinstellungen, Schnitten, der Konzentration auf Aspekte, die andere Regisseure außer Acht lassen würden oder natürlich der Musikauswahl. Manche dieser Komponenten lassen letztendlich selbst in diesem Film das erwähnte 60er/70er-Jahre-Flair aufblitzen, was nicht zuletzt daran liegen mag, dass Tarantino einst darüber nachdachte, die Geschichte als (Italo-) Western zu inszenieren. Der vertraut wirkende und vielseitige Soundtrack wirkt in dem nicht so vertraut wirkenden Setting etwas unstimmig. Doch Tarantino wäre nicht Tarantino, hätte er diese musikalische Varianz nicht beabsichtigt. [...]
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Fünf Kapitel, ein Film. "Inglourious Basterds" ist in jedem seiner Teile und als Gesamtstück ein Meisterwerk. So simpel die Story zunächst anmutet, so vielschichtig setzt Tarantino sie besonders über die Charaktere um, auf verwinkelte Erzählmanöver verzichtet er gänzlich und hat sie dank der ausgefeilten Leistungen seines Ensembles auch nicht nötig. Christoph Waltz ragt zwar heraus mit seiner aufsehenerregenden Performance, auf der Stufe unter ihm tummelt sich aber ebenfalls geballte Klasse, aus der nicht mal die zuvor als potenzielle Störfaktoren ausgemachten Schweiger und Diane Kruger herausfallen. Bei letzterer kann man sich zwar nicht ganz sicher sein, was da schauspielerisch tatsächlich gewollt oder einfach nur nicht besser gekonnt ist, aber wirklich schlecht spielt sie nicht. Handwerklich ist der Film in allen Bereichen bestens gelungen, sei es die Ausstattung, Robert Richardsons mal beinahe intime, dann wieder elegante und schwungvolle Kameraführung, oder die standesgemäß passgenaue Songauswahl.[...]
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wicky2 2009/08/21 00:57:59
Antwort löschenmoin,
auch wenn du aus meiner sicht einwenig zu sehr auf die handlung eingegangen bist und dein text daher einige längen hat, habe ich doch selten eine so treffende und auch handwerklich saubere kritik gelesen. ich ziehe meinen hut. ; )
ChristiansFoyer 2009/08/21 01:08:09
Antwort löschenDanke schön. Ist eine sehr handlungsorientierte Kritik geworden, das stimmt, aber die Kapitelstruktur und die zwei aufeinander zulaufenden Handlungsstränge lassen sich, würde ich zumindest sagen, so schlüssiger beurteilen, als das ganze auf die Gesamtheit des Films zu verallgemeinern ;)
J. Buttgereit: epd-Film, TIP Berlin, ray, ...
Kommentar löschenLängst nicht die Nazi-Trash-Granate auf die ich gehofft habe, aber schon recht amüsant. Die in Babelsberg gedrehten Studioszenen sehen zum Teil so unschön clean aus wie die Lindenstrasse. Dennoch macht der Film von Meisterdieb Tarantino Lust sich mal wieder einen echten Italo-Western oder gar den bösen "Ilsa - She Wolf of the SS" zu Gemüte zu führen.
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Matthias Dell: Der Freitag Matthias Dell: Der Freitag
Kommentar löschenInglourious Basterds scheitert am Gros seiner Darsteller, die in ZDF-Fernsehfilmen ihre Bestimmung finden könnten. Er leidet aber auch unter seinen, für Tarantinos Verhältnisse, wenig originellen Dialogen, dem unterkomplexen Plot und seiner Konzeption: Dass Tarantinos Kino die Wirklichkeit bezwingt, die es entwirft, ist mittlerweile eine eben so tautologische Aussage wie die, das Steven Spielbergs Kino nach einem Vater sucht, den es nicht hat. In Inglourious Basterds wird dieser Zug von Tarantinos Kino mit einer Deutlichkeit inszeniert, die den Betrachter verstimmt, wenn ausgerechnet ein englischer Filmkritiker, der deutsches Kino liebt, ein Attentat auf Hitler in einem Kino plant.
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-elviZ- 2011/02/05 22:22:45
Antwort löschenEndlich einer der sich traut den Film nach objektiven Gesichtspunkten zu bewerten! "ZDF-Fernsehfilmen ihre Bestimmung finden könnten" - Wunderbar...!
J4KOB 2011/06/01 19:49:03
Antwort löschenkann zwar so ganz und gar nich mit der bewertung übereinstimmen, bin aber auch der meinung, dass die Qualität der Dialoge nur noch vereinzelt an das durchgängige Niveau von Pulp Fiction heranreicht.
HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenDer Name Tarantino mag seit "Pulp Fiction" für Gewaltexzesse stehen, doch im Grunde wird bei ihm zu 80 Prozent gequasselt und höchstens zu 20 Prozent massakriert. Das ist auch hier der Fall. In den "Basterds" hebt er die Bedeutung der Sprache auf ein neues Niveau. Sie entscheidet auch darüber, wie viel Vergnügen man hat, und deshalb ist vom Besuch der deutsch durchsynchronisierten Fassung abzuraten. [...] Nun wandert der Beleg auf Zelluloid um die Welt: In Babelsberg entstehen Filme auf höchstem technischem Niveau. Ein Waltz vermag einem Pitt die Schau zu stehlen. Und dann vollbringt Pater Quentin natürlich die größte Exorzismusleistung: Er schafft es endlich, diesen Hitler auf andere Weise als durch Selbstmord zum Teufel zu schicken. Fantasie bringt Befreiung.
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Griselda 2010/01/22 01:30:44
Antwort löschenIch konnte leider nicht dem Link folgen und die ganze Bewertung lesen, aber was ich hier bei Moviepilot von Ihnen lese, war bei weitem am witzigsten. Das betrifft z.B. die Erwähnung von Babelsberg bzw. der Auswirkungen auf die Filmindustrie.
Ich glaube als Fan, Möglichkeiten wie diese sind nicht gut für einen wie Q.T.
"Pater Quentin" [...] fand ich auch einen schönen Ausdruck/Nachsatz mit erheiternder Nebenbedeutung, auch wenn der wohl von den meisten nicht mehr (im Zusammenhang) verstanden wird.
Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschen"Inglourious Basterds" ist ein Rächerfilm. Und einer der ersten, wenn nicht der erste überhaupt, der diesen in anderen Genres wie Western und Thriller leidlich bekannte Topos auf den Kriegsfilm überträgt. Umso überraschender aber, dass Tarantinos größtes Stilmittel dabei eben nicht die exemplarische Darstellung von Gewalt ist (auch wenn das Skalpieren und das Einritzen von Hakenkreuzen auf Soldatenstirne durchaus drastisch ins Bild gerückt wird), sondern der - gleichfalls messerscharfe - Dialog. [...] Er müsste damit eigentlich als Dramatiker entdeckt werden, den man spielend auch auf die Bühne bringen könnte. Denn die spannendsten, abgründigsten Szenen sind hier eigentlich immer jene, an denen zwei Menschen am Tisch sitzen und reden: etwa die grandiose, ganze 20 Minuten dauernde Verhörszene gleich zu Beginn.
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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film
Kommentar löschenDas Argument, das man gegen Tarantino (hier und grundsätzlich) machen kann, wäre und ist ja auch, dass er intellektuell und moralisch und sonstwie über die Adoleszenz nie hinausgelangt ist. Dass die Wünsche, die er in seinen Filmen inszeniert, Nerd-Fantasien sind. Dass man auf erwachsenere Weise über Schuld, Rache, Gewalt und Geschichte nachdenken kann, als er das hier und überhaupt tut. Schon das ist eine sehr zweischneidige Angelegenheit, weil Tarantino in seinen besseren Momenten adoleszente Fantasien, wie wir alle sie kennen und haben - bewusst oder nicht - gerade in ihrer äußersten Ambivalenz und Zweischneidigkeit vorführt. Mit Mendelsohn müsste man aber sagen: Der Nerd in mir ist ein Nazi. Und das scheint mir dann doch in einer Weise übertrieben, dass es schon keine Übertreibung mehr ist, sondern gefährlicher Blödsinn.
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alanger 2009/10/12 01:06:11
Antwort löschen"...Das Argument, das man gegen Tarantino (hier und grundsätzlich) machen kann,)" macht nix.
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschen«Inglourious Basterds» ist ein hohler Selbstjustiz-Kriegsfilm mit Überlängen, der aber immerhin kurzweiliger ist als andere Plauder-Werke von Tarantino.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenUm unter all den Euphorikern mal eine Gegenstimme zu erheben: Tarantino und dieser Film sind völlig überschätzt. Okay, einige kammerspielartige, maliziöse Szenen sind seitens der Schauspieler hervorragend gespielt. Der Film ist spannend, man langweilt sich nicht. Waltz, Diehl, Brühl, Pitt, Schweiger, sie spielen alle erstklassig, aber ehrlich gesagt auch die Typen, als die man sie schon mehrfach gesehen hat. Ansonsten haarsträubend-geschmacklose Trash- und unappetitliche niveaulose Gewaltszenen und somit ärgerliche Qualitätsbrüche. Außerdem ist die Synchronisation in einigen französisch gesprochenen Szenen miserabel. Und was die Karikaturen einiger Nazis angeht, da wächst der Film kaum über das niedrige Niveau der Schmonzette "Mein Führer" mit Helge Schneider hinaus. Mit solchen Albernheiten an Hitler "Rache" nehmen und Geschichte verfälschen: Das ist mitnichten genial, sondern kindisch!
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Jörg von Grass 2009/09/28 17:24:00
Antwort löschenHallo liebe Kirsten! Schön das wir mal wieder einer Meinung sind! Liebe Grüße, Jörg
BlueSquirrel 2009/12/28 16:27:14
Antwort löschenIch kann verstehen das du den Film als zu gewaltätig erlebt hast. Aber bitte kritisiere nicht die Synchronisation, denn die hat nichts zu tun mit den Leuten die den Film ursprünglich gemacht haben. Ich versteh' eh nicht warum er synchronisiert wurde. So viele Sprachen und alles für die Katz. Mahlzeit!
Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenEin eigenwilliger, grellbunter Kriegsfilm in fünf Akten, der unter Rückgriff aufs Genrekino die Paradoxien des Historienfilms souverän unterläuft. In der für Quentin Tarantino typischen Mischung aus Autorenkino und B-Movie wird dabei die Geschichte des Zweiten Weltkriegs mit den Mitteln des Kinos entscheidend umgeschrieben. Virtuosität und burleske Theatralik halten sich beim Versuch, den Zweiten Weltkrieg als popkulturelles Spiegelkabinett zu etablieren, ungefähr die Waage.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenEr kam nach Berlin und Babelsberg, fühlte sich anscheinend pudelwohl und drehte einen seiner konzentriertesten und gelungensten Filme seit Jahren. Ein Sieg auf ganzer Linie kann Kultregisseur Quentin Tarantino mit seinem neuen Werk „Inglourious Basterds“ verbuchen. Mit Brad Pitt in einer Beinahe-Hauptrolle und deutschem Schauspielpersonal wie Til Schweiger, August Diehl und Daniel Brühl ist dieses Action-Märchen zudem prominent besetzt. Doch in Erinnerung bleiben sie alle weit weniger als Christoph Walz, der als vordergründig liebenswürdiger Gentleman-Oberst mit leider allzu hinterhältigen Absichten mit einer lockeren Souveränität seine Kollegen an die Wand spielt - und nicht umsonst dafür in Cannes als bester Darsteller ausgezeichnet wurde.
Als berüchtigter Judenjäger Hans Landa ist er damit beauftragt, auch im von den Deutschen besetzten Frankreich die Judenfrage ebenso wie im Reich zu lösen. Im französischen Hinterland operieren unter dem Kommando von Aldo Raine…
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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard
Kommentar löschenDoch das Ausagieren von Sehnsüchten mittels Gewalt spielt in Inglourious Basterds keineswegs die bedeutendste Rolle. Wo Death Proof eine Hymne auf die Bewegung war, handelt der neue Film zuallererst von Sprache. Tarantino hat darauf insistiert, über einen möglichst bunt gemischten Cast zu verfügen. Das Sprachwirrwarr bietet nun nicht nur Grundlage für einige der besten Gags des Films. Mit dem SS-Oberst Hans Landa, den der Österreicher Christoph Waltz als genießerischen Sadisten spielt, der seine Opfer mit Worten narkotisiert, ist auch die zentrale (Bösewicht-)Figur ein Sprachvirtuose.
[...]
Bei Tarantino heißt die zentrale Aktion, die mit herrlicher Verzögerungstaktik verwirklicht wird, dann auch nicht umsonst "Operation Kino" : Geschichte wird hier endlich wieder zum Möglichkeitsraum - und alle Möglichkeiten kommen für einen entscheidenden Augenblick lang in einem Lichtspielhaus in Paris zum explosiven Stillstand.
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Julio Sacchi: Das Manifest
Kommentar löschenWir sehen hier einem Mann zu, der das Kino liebt. Er liebt nicht uns, sein Publikum. Ihm ist es egal, daß die Leute - besonders in seinem Heimatland - scharenweise aus einem Film rennen werden, in dem sie dazu gezwungen sind, Untertitel zu lesen, und das einen Großteil des Films lang. Hinter all dem Irrsinn, den Tarantino ausstrahlt, hinter dem bescheuerten Image, das er nach draußen trägt und dem Quatsch, den er erzählt, steckt ein Filmemacher, der noch großen Respekt vor dem Medium hat.
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J. Buttgereit 2009/08/09 08:18:23
Antwort löschenTolle Kritik. Genau so isses.
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filmbaum 2009/08/24 16:30:48
Antwort löschen"Inglourious Basterds" auf Platz 1 der amerikanischen Box-Office-Wertung vom Wochenende, bisheriges Einspiel bereits ca. 40 Millionen. Soviel zum Thema rausrennen aus einem untertitelten Film...
Julio Sacchi 2009/08/25 13:08:45
Antwort löschenNa ist doch schön. Nur wird der Film mit Ach und Krach die 100 vollmachen und ist damit nun auch wieder nicht der Superknaller, den sich die Weinsteins davon erhofften.
Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...
Kommentar löschenMit seinem neuen Film "Inglorious Basterds", der zu großen Teilen in Deutschland gedreht wurde, schreibt Quentin Tarantino das erste Mal "historische" Geschichte und bringt ein krudes Racheepos auf die Leinwand. Tarantino wagt sich an ein schwieriges Thema, das er mit großen, vor allem deutschen Stars inszeniert. Doch was im Endeffekt dabei herauskam ist nicht wirklich bemerkenswert, außer einer grandiosen schauspielerischen Leistung von Christoph Walz, der auf dem Festival in Cannes mit Recht die Goldene Palme als bester Darsteller erhielt. Ansonsten jede Menge heiße Luft, viel sich hinziehendes Geschwafel und ein groteskes...
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Fulsome. 2009/07/29 20:13:31
Antwort löschen...und ich hatte mir gerade nach der gurke "death proof" soviel von ihm erhofft. werde ihn mir aber trdm mal zu gemüte führen, vielleicht seh das nicht ganz so kritisch wie du;).
Jörg von Grass 2009/07/30 10:01:25
Antwort löschenKlar sollte jeder ins Kino gehen un´d sich seine eigene Meinung bilden. Wie ich in der Pressevorführung gesehen habe, werden bei Tarantino-Filmen ja sowieso andere maßstäbe angesetzt, als bei anderen Filmen und dabei mache ich nicht mit. Also: selber schauen, Meinung bilden und ab geht die Diskussion! Bin gespannt! ;-)
cannibal83 2009/07/30 10:57:52
Antwort löschen"Stellenweise erinnern die Dialoge (die von Tom Tykwer aus dem Englischen übersetzt wurden!) an den belanglosen "Girls-Talk" aus der europäischen Langversion von "Death Proof - Todsicher", der schon einen Tiefpunkt im Schaffen von Tarantino markierte, aber "Inglorious Basterds" untertrifft diesen noch um einiges."
Besonders diese Stelle bereitet mir Skepsis, was "Inglorious Basterds" angeht. Aber auch ich werde mir eine eigene Meinung bilden.
Timo82 2009/08/17 09:17:45
Antwort löschenGerade die Dialoge sind es doch, die Tarantinos Werke auszeichnen! Sie machen seine Filme so einzigartig! Ich gehe ins Kino um unterhalten zu werden und das schafft Tarantino immer wieder! Ich freue mich auf diesen Film, wie auf keinen anderen in diesem Jahr!
aggrotainment 2009/08/20 20:21:01
Antwort löschenjawohl. erstklassige Unterhaltung in allen Waltz Szenen, wenn man auf Tarantino steht.
Jörg von Grass 2009/09/04 23:16:57
Antwort löschenWaltz ist großartig!!! Aber das war er auch schon bevor Herr Tarantino ihn für sich entdeckt hat. Wenn man nun aber Herr Waltz von Inglourious Basterds abzieht - was bleibt dann??? Deutscher "Girls Talk" wie bei "Death Proof".
Jimmie Dean 2009/09/12 01:21:44
Antwort löschenBis auf Death Proof habe ich alle Tarantino-Filme zuhause(Original) - Aber auch in diesem Fall bin absolut deiner Meinung. Ich saß größtenteils gelangweilt im Kinosessel und hab mich über die 7 Euro geärgert die ich dafür zahlen musste.
Krähe 2009/09/26 09:41:33
Antwort löschenDie Dialoge in seinen Filmen sind doch das Beste und das in JEDEM Film.
Krähe 2009/09/26 09:45:29
Antwort löschenMittlerweile kennt man doch seine Art des Filme machen und müsste eigentlich wissen was ein erwartet wenn man sich ein Tarantino antut!!!
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Jörg von Grass 2009/09/28 17:20:46
Antwort löschenBlöd ist nur, wenn man sich jeden Film von Ihm aus beruflichen Gründen "antun" muss. Und ich finde das seine Filme alle recht unterschiedlich sind. "Pulp Fiction" und "Jackie Brown" genauso wie "Reservoir Dogs" sind großartig! Die Laberei bei den letzten beiden Filmen ist allerdings wirklich aufgeblasen und anstrengend. Bei "Death Proof" konnte man das ja noch mit der europäischen Version entschuldigen, der man gegenüber der amerikanischen "Grindhouse"-Version mehr als eine halbe Stunde Gelaber zugefügt hatte. Bei "Inglourious Basterds" gibt es keine Entschuldigung!
Krähe 2009/11/18 20:00:55
Antwort löschenDann trifft der Herr Tarantino halt nicht dein Geschmack und das ist ja auch ok. Würde ich auch als anstrengend empfinden wenn ich mir aus beruflichen Gründen dann solche Film anschauen muss.
Kommentare (482) — Film: Inglourious Basterds
Kommentar schreibenruf mich an 2012/02/06 23:34:14
Kommentar löschenTarantino schwächelt. Er erzählt ein politisch korrektes Nazi-Märchen. Die Bösen sterben, hurra! Etikettenschwindel betreibt er auch noch: Man sollte den Film The Revenge of Dreyfuss nennen. Das wäre eindeutig passender. Einige schöne Szenen sind dabei, keine Frage - ist ja auch nicht so, dass es der Tarantino überhaupt nicht mehr könnte. Die Handlung ist mainstreamig geradlinig, die Figuren in weiten Teilen austauschbar - Brad Pitt enttäuscht wohl am meisten. Landau wird großartig gespielt, ist aber letztendlich schlecht geschrieben worden. Ein solcher Windhund wäre am Ende nicht so strunzdoof gewesen. Und nein, ich finde es weder besonders einfallsreich, lustig noch schockierend, wenn man einen Film über Nazis macht.
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Royal mit Käse 83 2012/02/04 13:28:21
Kommentar löschen5 Kino Besuche war mir dieses Meisterwerk wert.
Und jeder einzelne war ein Genuss.Die Musik,die Dialoge,die Kamera und allen vorran Christoph Walz haben jedes mal aufs neue absolut unterhalten.
Was den Film für mich so besonders macht ist dass jemand wie Tarantino nach Deutschland kommt und mit überwiegend Deutschen Schauspielern einen Film dreht.Ich glaube die meisten anderen wären einfach in Hollywood geblieben und hätten mit Einheimischen
den Film gemacht.
Nicht aber Q.T,ihm war es wichtig das Deutsche von Deutschen,Engländer von Engländern,Amerikaner von Amerikanern und Franzosen von Franzosen gespielt werden um das ganze so Authentisch wie möglich aussehen zu lassen.
Deswegen hat der Film auch etwas ganz besonderes wenn man ihn sich mit der Original Tonspur anschaut.
Jeder der ihn auf DVD/Blu Ray besitzt und dies noch nicht getan hat sollte es unbedingt nachholen.
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Drumhead92 2012/01/31 12:49:17
Kommentar löschenEinfach ein klasse Tarantino, so wie ich ihn liebe.Christopher Waltz hatte dafür wirklich einen Oscar verdient.
Und zudem Till Schweiger in seiner besten Rolle: Sagt drei Sätze und wird schlussendlich erschossen. :D
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Maxsson 2012/01/29 12:52:18
Kommentar löschenMir geht es nahezu genau so wie meinen Vorrednern. Ich bin ein absoluter Tarrantino-Fan, aber Inglourious Basterds ist einfach nur schwach. Gebe dem Film eine 6.5, weil Christoph Waltz und Daniel Brühl eine wirklich gute Leistung abliefern. Der Film im Ganzen ist aber nicht zu empfehlen, wenn man etwas à la Pulp Fiction, Kill Bill oder Death Proof erwartet.
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BlackEaster 2012/01/27 17:01:22
Kommentar löschen10 Punkte hat Waltz verdient, und der Film eigentlich gar keine.
Pubertär und einfach belanglos.
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C_C 2012/01/30 01:08:52
Antwort löschenerwartete nix anderes,habe mich deshalb bis heute geweigert, diesen Film zu schauen.
Bodie45 2012/01/17 23:24:50
Kommentar löschenDazu braucht es keinen Kommentar!! Man liebt Tarantino..oder man haßt ihn!!!
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blockbusterandmore 2012/01/11 20:50:35
Kommentar löschen"Also, meine Aufgabe sieht vor, dass ich meinen Männern befehle, in Ihr Haus zu kommen, und es aufs Gründlichste zu durchsuchen, bevor ich offiziell den Namen Ihrer Familie von der Liste streiche. Und wenn es irgendwelche Unregelmäßigkeiten gibt - seien Sie versichert, dass es so kommt - es sei denn, Sie hätten mir irgendetwas zu sagen, womit eine Haussuchung hinfällig wird. Außerdem darf ich hinzufügen, dass jede Information, die mir die Erfüllung meiner Pflicht erleichtert, nicht mit einer Strafe belegt wird. Ganz im Gegenteil sogar, sie wird zu einer Belohnung führen. Und und diese Belohnung äußert sich darin, dass Ihre Familie durch das deutsche Militär, solange wie wir Ihr Land besetzt haben werden, nicht mehr belästigt wird. Sie halten Staatsfeinde bei sich versteckt, nicht wahr?" -
"Ja." - "Sie verstecken sie unter den Fussbodendielen, nicht wahr?" - "Ja." - "Deuten Sie auf die Stelle, wo das Versteck liegt." "Da während unseres Gesprächs keine Unruhe zu vernehmen war, nehme ich an, die verstehen kein Deutsch." - "Nein." - "Ich rede jetzt wieder Französisch und Sie werden meiner Maskerade folgen, ist das klar?" - "Ja." - "Monsieur LaPadite, ich danke Ihnen für die Milch und für Ihre Gastfreundschaft. Damit wären wir dann wohl am Ende."
Quentin Taratino ist als Filmbesessener/liebhaber/verrückter schon eine Klasse für sich... Stets versteht er es, trotz seiner erstmal absurd anmutenden Geschichten, den Betrachter dank einzigartiger Szenarien und Figuren ins Geschehen miteinzubeziehen / trotz eines diskutablen Hangs zum (ausgelebten) Gewaltfetisch stets sogenannte "magische", filmische Momente en masse aus dem Handgelenk zu kreieren, welche vielen Filmschaffenden aus der Branche auch nach Jahren der Berufstätigkeit in der Branche nicht mal im Ansatz gelingen möchten. Und auch "Inglourious Basterds" bildet in Punkto dieser Qualitäten da keine Ausnahme. Als Allegorie auf die Bild- und Erzählgewalt bzw. die Illusions/Manipulationsmacht/Ohnmacht des Kinos braucht sich "Inglourious Basterds" auch vor so Ausnahmewerken des Meisterregisseurs wie "Pulp Fiction" nicht zu verstecken... Ja, Quentin Tarantino liebt das Kino..
"We love making movies..." "Operation Kino kann gestartet werden."
Und diese Liebe lässt er uns Deutsche vor allem mit seiner Kriegssatire/Groteske "Inglourious Basterds" spüren, die richtig Spaß macht und allen depressiven, erstzunehmenden und nachdenklich / schlechtfühlend machenden (Anti)kriegsfilmbeiträgen der Filmgeschichte mit samt ihren hammerharten Botschaften derart in den Allerwertesten tritt, bis die grobe Moralkeule mal so richtig schön ausgedient hat. Denn wir Deutsche gehören aktuell zu einer Generation, welche an den Geschenissen des zweiten Weltkrieges / des letzten Jahrhunderts keinerlei Schuld trägt, aber dennoch mit der Vergangenheit tief verwurzelt ist, welche sich des öfteren bei Rückbesinnung an diese derart schlecht fühlt, so das es unmöglich erscheint, sich an dieser nicht die sprichwörtlichen Zähne auszubeißen...Und "Inglourious Basterds" offenbart sich daher als Wink mit dem Zaunpfahl, wie man mit der Vergangenheit umgehen kann, um im Kollektiv über seine entsprechenden, immer noch existenten Schuldgefühle dank der Verbrechen der Vergangenheit hinwegzukommen...Quentin Taratino verdreht als Regisseur nicht die Historie, sondern beruft sich mit seinem spannendem, actionreichen und witzigem Climax, wenn Onkel Adolf (O-Ton: Brad Pitt) "abgehalftert" wird, auf rein wissenschaftliche Erkenntnisse der Historie von Experten, welche bis heute nicht eindeutig belegt sind...
"Befehl an alle in Frankreich stationierten deutschen Soldaten: Der jüdisch Entartete, bekannt als Bärenjude, ist von jetzt an nie mehr als Bärenjude zu bezeichnen." - "Ja, mein Führer!" -
Der schlimmste (Massen)Mörder der Menschheitsgeschichte wurde ganz eindeutig erschossen und verbrannt, wie das geschah, tja, dafür gibt es bis heute keine eindeutigen Beweise, bis heute gehen die "Historiker" fleißig der Vergangenheit auf den Grund...Und was gibt es schöneres (wenn "Inglourious Basterds" sich legitim der Wissenschaft entzieht) aks mit dem Gedanken zu spielen, das Onkel Adolf (in den vorherigen Kapiteln schon zur spaßigen Karikatur degradiert) in Wahrheit in einem Kino erschossen und verbrannt wurde, er also das bekam, was er in Wahrheit verdient hat, anstatt sich wie man bis heute annimt, feige davongestohlen hat? Inglourious Basterds tut auf eine bestimmte Art und Weise dem Betrachter richtig gut und kommt auf positive Art rotzfrech/unverschämt und so charmant daher, das man selbst am Ende des gesehenem Beifall klatscht, wenn sich Christoph Waltz in seiner Rolle und als Methapher auf die teilweise noch immer ungesühnte Schuld des dritten Reiches mit schleimig zynischer Art und Weise nicht davonstehlen kann, so wie es halt bei vielen Individuen (Alt Nazis) in der Vergangenheit der Fall gewesen ist...
"Sie wollen beweisen, dass sie aus Fleisch und Blut sind? Dann bringen Sie sie mir! Ich werde sie nackt an ihren Füßen am Eiffelturm aufhängen! Und ihre Leichen in die Kanalisation werfen lassen, dass die Ratten von Paris sich an ihnen mästen!"
Das "absolute Böse" in Form personifizierter Form des technisierten ermordens und eines deutsch-bürokratischen, tatsächlichen mal existenten Alptaums kann sich am Ende von "Inglourious Basterds" nicht mehr in der hintersten, dunklen Ecke eines anderen Kontinents verstecken, vor sich dahinvegitieren, wird gebrandmarkt und wird exploitationmäßig/ in Form einer liebevollen Hommage an die 70er Jahre "Trash" Kriegsschinken und des Italo-Western Genres zum einen der Lächerlichkeit preisgegeben...Aber damit ist es ja noch nicht getan: denn als Gegenpart werden Brad Pitt und Konsorten satirereif zum Abschuss freigegeben, wenn sie als naive, nur dem Job verpflichtete amerikanische Haudruffs (mal mit mehr, mal mit weniger Verstand) charakterisiert werden, welche lieber erst die Deutschen skalpieren, den Baseballschläger schwingen, schießen und sich ebenso von ihrem blindem Hass leiten lassen, anstatt über ihr Tun und Handeln (ihr morden) ab und zu mal nachzudenken, welches sie im Gegenzug auch nicht besser erscheinen lässt...
"Teddy Fucking Williams haut ihn aus der Hütte raus! Der ganze Fenway Park ist aufgesprungen für Teddy Fuckin' Ballgame! Er hat ihn rausgepfeffert bis auf die Lansdown Street!" -
Mit "Inglourious Basterds" seziert Quentin Taratino die Vorstellung des Betrachters vom unsäglichen, "wahren" Bösen, welches immer noch per Neurose in den Köpfen heumspukt, tradiert das bis heute jüdische Trauma, ausgelöst duch das Böse, in den Bereich des filmisch ansehbaren, wenn zu einem späteren Zeitpunkt Hans Landa persönlich und Shosanna Dreyfus aufeinander treffen, dieses Treffen dramatisch per "Herzschlag" Score unterlegt wird und eine erstmal angesprochene neurotische, aber auch spätere, erlösende Note spendiert bekommt. Ebenso reduziert Quentin Tarantion im weiteren Verlauf das wahre Böse auf seine wahre, eigentlich lächerliche Größe, stilisiert es aber nicht komplett zur Karikatur, sondern demonstriert trotz des clownesken Antlitz ab und dessen Gefährlichkeit, dekonstruiert den über viele Dekaden enstandenen amerikanischen Helden/ Befreier Mythos und zieht in genüsslicher Art und Weise das klischeehafte, inszenatorische, uniforme, allgegenwärtige, deutsche (als auch amerikanische) blinde Soldatengehorsam, (welche auch von den Schauspielern August Diehl und Til Schweiger ab und an auf die Spitze getrieben werden), also alle Beteiligten des Krieges, wie auch die bisherigen, filmischen Kriegsammenmärchen des Genres satirereif durch den Kakao, hinterlässt aber wie angesprochen dem Betrachter stets dabei ein gutes Gefühl.
"Sag deinen Eiern gute Nacht." -
Nichts destotrotz erweist sich "Inglourious Basterds" als nicht gänzlich frei von Schwächen. Und zwar deswegen, weil ab und die Erzählung in den letzteren der 5 Kapitel ein klein wenig zu breit getreten wird und sich geringere schauspielerische Defizite bemerkbar machen (siehe Diane Kruger und Daniel Brühl), welche aber durch die erstklassige Schauspielleistung von Christoph Waltz wieder wettgemacht werden. Aber auch der restliche Cast, unter anderem Michael Fassbender, Mélanie Laurent und Brad Pitt, glänzt mit guten Leistungen. Brad Pitt z.B. erschafft mit Lt. Aldo Raine eine satirereife Figur des merikanisch-zynischen überspitzten "Uncle Sam" Hoch- und Heldenmutes, welche dank ihres breiten Kiefers und unzureichendem Italienisch ("Si) wohl in Erinnerung bleiben wird. Spaß macht ebenso der Auftritt Sylvester Groth als Propagandaminister Josef Goebbels, welcher gleich auf mehreren (satirischen) und manchmal, man muß es leider sagen, krankhaften Ebenen die technisierte, unternehmerische, bürokratische und auch körperlich immer präsente Unterdrückermentalität des dritten Reiches wiederspiegelt, wenn die eigene, anwesende Dolmetscherin als "Leibeigene" solange sexuell durchgezogen und erniedrigt wird, bis diese zum Heimchen am Tisch (eventuell sogar noch mehr) und zur reinen Satzgeberin degradiert wird...Das reaktionäre und antiquitierte, geistige Menschen/Geschlechterbild des ehemaligen dritten Reiches, inklusive des kultivierten, feinen Benehmens, wird überspitzt vorgeführt, bis es schließlich als krankhafte Ideologie / Idiotie entlarvt und mit Hohn und Spott übergossen wird.
"Das sind doch alles Nachkommen von Sklaven, die es Amerika überhaupt möglich machen, sportlich zu konkurrieren. Amerikanisches Olympia-Gold lässt sich mit Negerschweiss aufwiegen, hahahaha..."
Zu guter letzt sorgen die eingefangenen, breiten Panoramabilder für die entsprechende, passende und ab und an dreckige Atmosphäre (wie schon in "Kill Bill")
Fazit: Ja, "Inglourious Basterds" erweist sich als Meisterwerk, wenn auch nur als kleines. Das tut dem Spaß aber keinen Abbruch. Quentin Tarantino inszenierte einen seiner besten Filme, welcher jetzt schon etwas total kultiges an sich hat. "Inglourious Basterds" verliert seinen Reiz auch nach mehrfacher Sichtung nicht...Etwas mittlerweile sehr seltenes im "Zirkus" Hollywoods.
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BlackEaster 2012/01/27 16:56:07
Antwort löschentl;dr.
Kiddoy 2012/01/11 01:32:10
Kommentar löschenIch bin ein totala Tarantino Fan, aber Inglourious Basterds war echt enttäuschend :(
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-={(TATANKA)}=- 2012/01/03 16:34:14
Kommentar löschenEinfach nur eine verlogene Verdrehung der Tatsachen. So hätten sich die Amis es sich vll gewünscht.
Das ist nicht das was mich am meisten stört. Sondern der vor coolness triefende,schier unbesiegbare Amerikaner, und der Deutsche der erst mal schlecht ist.
Dann noch voller Stolz den Skalp als Andenken mitnehmen : nein danke.
Der film wurde nur deshalb so hoch gefeiert hier bei uns, weil jedes negative, bzw. Richtigstellende,Wort sofort ins falsche und Rassistische gedreht werden würde.
Nein danke auf diese Art von extrem aufgeblasenen Heldenpathos verzichte ich gerne! Eine Komödie aus den Greueltaten ,durch komplette Realitätsverdrehung zu zaubern, finde ich sowieso geschmackloss und mehr als nur überflüssig. Tarantino hat einfach nur als Kind nicht die Brust gekriegt - das spielt sich in fast all seinen Filmen wider...
Ich mag Brad Pitt finde es aber einfach nur traurig dass er sich auf so einen niveulosen Mist einlässt. Der einzigste der wirklich überzeugt ist Waltz der ein hervorragender Schauspieler ist.Halben Punkt dafür.
Fazit : Wie bei den meisten Tarantino Filmen ein völlig zu Unrecht gehypeder Schrott!
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Jenny von T 2012/01/03 17:06:18
Antwort löschenPENG! Auf den Punkt getroffen.
-={(TATANKA)}=- 2012/01/03 17:25:26
Antwort löschenIch seh schon in Bezug auf diesen Film verstehen wir uns ;)
Jenny von T 2012/01/03 17:40:04
Antwort löschenDefinitiv. :-D
countcount 2012/01/03 20:16:07
Antwort löschenVerdrehung von Tatsachen?? Das ist eine erfundene und ausgedachte Handlung..
Harrigan 2012/01/08 20:29:31
Antwort löschen:D In dem Punkt muss ich countcount zustimmen.
Manaan 2012/01/09 20:05:41
Antwort löschenIch allerdings auch. Und man sollte durchaus sehen können, dass dieser Film vollkommen fiktiv ist und keineswegs die Realität darstellen soll! Also ganz eindeutig ein...naja...unangebrachter Kommentar..
-={(TATANKA)}=- 2012/01/09 23:11:11
Antwort löschenMir geht es um diesen übertriebenen amerikanischen Pathos! Eine fiktive Fabel der Bezug nimmt auch reale historische Ereignisse! Ich habe nichts gegen Parodien die das NS-Regime auf die Schippe nehmen, im Gegenteil,aber Angesicht der Tatsache dass es eben zu Ernst und zu brutal in dem Film zu geht ,ist es eben keine reine Komödie und somit ein auf die Leinwand übertragenes Wunschdenken über den gnadenlos Sieg der Amerikaner gegen das damalige Deutschland. MICH als Patriot (oh jaaa das werden die meisten gleich wieder falsch auffassen...) nervt das tierisch. Ich will hier keinesfalls (!!) die Greueltaten aus dieser Zeit gut heißen , aber es ärgert mich einfach (als Deutscher(ich bin kein Nazi,Rechter oder sonst irgenwas aus der Ecke)) dass der Amerikaner , eben genau in diesem Film, wieder gnadenlos über den verstockten naiven Deutschen triumphiert! Das ist einfach nur sowas von unnötig! Ich hab mich jedenfalls nur drüber geärgert und war definitv nicht er einzigste.
Dieses ständige "dumm-hin-gestelle" geht mir einfach zu weit und für mich bleibt das ganze ein zu Film gebrachter Masterplan von Tarantino der , es würde mich kaum wundern, wahrscheinlich historisch genau so (unwissend) im Bilde ist wie sein Machwerk!
J4KOB 2012/01/09 23:42:32
Antwort löschenWieso hätten die Amis sich das so gewünscht?
Die haben ziemlich profitiert, ich glaub die sind ganz zufrieden damit wies gelaufen is...
countcount 2012/01/10 00:02:54
Antwort löschen@tatanka: Zum Thema Deutsch...
Es heißt "einzige" nicht einzigste..
-={(TATANKA)}=- 2012/01/10 00:20:12
Antwort löschenHast du gut gemacht kriegst ein Keks...
Junge du hast Sorgen... Ich weiß zwar nicht was deiner Auffassung nach noch falsch war, aber wenn du dich an einem aus dem Ärmel geschütteltem Text aufgeilen kannst, weil vll etwas mit der Rechtschreibung (?) oder dem Satzbau nicht nach DIN Norm war dann hast mein Beileid :D und bist auf alle Fälle auf der falschen Seite.
Probiers mal bei "Klugscheisser-mag-keiner.de"
-={(TATANKA)}=- 2012/01/10 00:22:07
Antwort löschenOh ich hab im selben Satz sogar das "D" vor dem "er" vergessen! Asche auf mein Haupt ...
Manaan 2012/01/10 10:40:58
Antwort löschenIch würde mal erst einmal lernen Sachlich zu bleiben und sich dann ein Urteil zu erlauben. Und außerdem ist das alles kein Grund ausfallend zu werden, aber manche können sich wohl auch hier nicht beherrschen.
countcount 2012/01/10 18:42:03
Antwort löschenDanke Manaan für Deinen Einwurf. Genauso ist es nämlich.
@Tatanka: Ich bin kein Korinthenkacker, aber bei manchen Sätzen geht mir einfach der Hut hoch. Ich mag halt die Deutsche Sprache. Und wenn dir, dem anscheinend "Deutsch" so am Herzen liegt wie du sagst, dann sollte man der Deutschen Sprache doch auch textlich ein wenig Aufmerksamkeit schenken?
Zum Film:
Wär dir lieber die Nazis hätten gewonnen, nur damit der böse Ami (so in etwa hast du dich ausgedrückt) nicht hätte triumphieren dürfen? Irgendwie haut das mit deiner Kritik so gar nicht hin... Der Deutsche wird in dem Film doch gar nicht als der Volldepp (ok Hitler vielleicht) dargestellt, so wie in den meisten anderen 0815 Kriegsfilmen über den zweiten Weltkrieg. Und das sehe ich nicht nur so.
Ich würde gerne mal ein paar Sätze der Kritik (hier auf Moviepilot) von Mr. Pink (http://www.moviepilot.de/users/mr-pink-2) hier dazu zitieren... (die hatte mir nämlich ganz gut gefallen!!):
Zitatausschnitt Mr.Pink:
"Die Deutschen sind nicht einfach nur die Bösen und die Amerikaner keine Helden. Die Nazis werden als nuancierte, höfliche Kavaliere gezeigt, die intelligent sind und sich problemlos mehrsprachig verständigen, während die Basterds ein brutaler Haufen ungehobelter, ungebildeter, gewalttätiger, brutaler, respektloser Kerle sind, die ihrem Namen alle Ehre machen. Dadurch liegen die Sympathien des Zuschauers natürlich ganz klar auf der Seite der Deutschen. Das soll selbstverständlich nicht heißen, dass Nazis cool und Hitlers Taten eigentlich gar nicht so schlimm sind, keinesfalls, aber dieser Ansatz ist mir trotzdem um einiges lieber als der hundertste Film, der meint, mir erklären zu müssen, dass Nazis böse sind...."
-={(TATANKA)}=- 2012/01/10 20:22:35
Antwort löschenMeinst du dein Satzbau haut hier hin..?In deinem Kommentar über mir? Bitte mach dich nicht lächerlich und pranger meine Grammatik an obwohl du selbst Fehler einbaust!
Aber ich hab auch gar keine Lust mit dir weiter über Orthographie zu diskuttieren, geschweige denn mir von dir Rechtschreibfehler anmahnen zu lassen!
Ich schreibe hier eine Film-Kritik und verwende dazu leider Gottes nicht die Korrekturtaste in Word. Es ist mir schnurz ob andere Fehler , welche ja oftmals simple Tippfehler sind, einbauen oder ich selbst das tue. Wir sind hier auf moviepilot nicht bei einem Grammatikrodeo!
Du hast ja wirklich Sorgen. Wenn dir da "der Hut hoch geht" dann bist vll ein wenig zu sensibel.
Es war meine Ansicht des Filmes und fertig! Wir können hier gerne weiter sachlich über den Film reden aber du machst dich hier echt zum Obst wenn du im Bezug auf etwaige Rechtschreib-/Tippfehler den Dicken raushängen lässt.
In diesem Sinne...
Manaan 2012/01/10 20:25:18
Antwort löschenIch stimme countcount mehr als zu!
-={(TATANKA)}=- 2012/01/10 20:51:10
Antwort löschenUnd kannst du deine "Aussage" mit einem richtigen Satz begründen?
BlackEaster 2012/01/27 16:59:26
Antwort löschenHöhö.
"Und wenn dir, dem anscheinend "Deutsch" so am Herzen liegt wie du sagst, dann sollte man der Deutschen Sprache doch auch textlich ein wenig Aufmerksamkeit schenken?"
...I can count to potato!
-={(TATANKA)}=- 2012/01/27 17:57:48
Antwort löschen...?
BlackEaster 2012/01/27 20:01:06
Antwort löschencountcount hat's anscheinend nicht so mit den sinnvollen Sätzen.
-={(TATANKA)}=- 2012/01/27 20:23:07
Antwort löschen@BlackEaster : ....oh ratterratter jetzt hab ich's ;D
@ countcount : "trollen" ?Komm zurück ins wahre Leben. Oder du weihst mich Unwissenden ein was das bedeuten soll. Steh nicht so auf das Gelaber...
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BlackEaster 2012/01/27 20:46:46
Antwort löschenHast du, countcount, jetzt erns'haft deinen Kommentar wieder gelöscht?
Jesses, wie zartbesaitet.
-={(TATANKA)}=- 2012/01/27 21:01:59
Antwort löschen...also bei mir isset noch drin blackeaster.
Aber falls doch...haste recht. Wollte in dem kleinen Wortgefecht doch keinem auf den Schlips treten mööönsch... :)
Azazil 2012/01/02 22:03:30
Kommentar löschen***Enthält Spoiler***
Inglourious Basterds bleibt für mich persönlich etwas kontrovers. Auf gerade zu naive Weise werden der Geschichtsverlauf verdreht und die Opferrollen verkehrt. Die Basterds verkörpern hier keinesfalls gerechte Krieger. Ihre Methoden sind psychopathisch und der Hass auf Nazis verkommt stellenweise zum fadenscheinigen Grund um den Spaß am Töten zu legitimieren. Es wären wirklich gute Schauspieler nötig gewesen um diese Ambivalenz nicht zum moralischen Desaster verkommen zu lassen. Allerdings liefert Brad Pitt im Gegensatz zu anderen Schauspielern, Christoph Waltz und August Diehl als SS Sturmbannführer allen voran, eine jämmerliche Leistung ab und Til Schweiger spielt nunmal auf gewohntem Niveau. Große Sympathieträger bleiben damit die Nazis (der Soldat mit dem Eisernen Kreuz, Wilhelm, Hans Landa). An anderer Stelle werden die Nazis dadurch in die Opferrolle gedrängt, dass bei der Filmpremiere wahllos in die panische Menge geschossen wird, während der ganze Saal ohnehin schon in Flammen aufgeht. Oder an der Stelle als Landas Adjutant Herman am Schluss ohne Grund erschossen wird.
Weshalb also diese Wertung?
Die meisten Schauspieler, abgesehen von den eben genannten Ausnahmen, liefern Glanzleistungen ab. Daniel Brühl und Mélanie Laurent beispielsweise ergänzen sich großartig. Die Musikauswahl für den Soundtrack ist in alter Tarantino-Manier wieder durch und durch gelungen. Manche Szenen sind so spannungsgeladen, dass man das Gefühl hat man könnte die Luft durchschneiden (gleich die erste Szene und Kellerbar). Auch rein optisch lässt Inglourious Basterds nichts zu wünschen übrig. Natürlich unterhält der Film auch durch die eine oder andere Gewalteinlage, was aber eher Nebensache ist. Dieser Film ist zwar nicht Tarantinos bestes Werk, aber mit Sicherheit auch nicht das schlechteste.
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Hanno Jones 2011/12/24 06:45:14
Kommentar löschendas einzig blöde an dem film ist, dass es tarantino schwerfallen wird, ihn nochmal zu toppen ...
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Mr. Pink 2011/12/19 18:00:19
Kommentar löschenOnkel Quentin verändert die Geschichte, beendet den Krieg und besiegt Onkel Adolf. "Inglourious Basterds" ist dennoch weniger ein Film über den Krieg, denn vielmehr ein Film über das Filmemachen. Ein Film über die Macht der Imagination über alles Böse, ein Film über die Macht der bewegten Bilder, ein Film über die Macht des Kinos.
Und wenn Lt. Aldo Raine am Ende von "Inglourious Basterds" seine Arbeit begutachtet und sich mit dem abschließenden Satz des Films an seinen Kollegen Utivich wendet, könnte man glatt denken, Quentin Tarantino höchstpersönlich spräche durch ihn zu seinem Publikum. Denn auch wenn "Pulp Fiction" nach wie vor mein Lieblingsfilm bleibt, so steht "Inglourious Basterds" dem doch in kaum etwas nach, und ist für mich tatsächlich ein absolutes Meisterwerk.
"Inglourious Basterds" ist ein typischer Tarantino, und doch sehr untypisch. Es geht zwar irgendwie um Gangster, mit denen sich der werte Herr ja bekanntlich hervorragend auskennt, mit dem Genre des Kriegsfilms hat sich Tarantino jedoch an einer Stilrichtung versucht, mit der er sich bisher noch nicht beschäftigt hat. Aber eigentlich ist sein Streifen auch kein wirklicher Kriegsfilm, sondern eher seine Version eines Kriegsfilms. "Inglourious Basterds" ist genau genommen nämlich ein klassischer Spaghetti-Western, der den Krieg einfach nur als Szenario nutzt. Dass Tarantino nach "Kill Bill" und diesem Werk jetzt übrigens endlich einen richtigen Western dreht, ist eigentlich nur konsequent.
Aber wie auch immer, "Inglourious Basterds" ist meiner Meinung nach einfach perfekt. Jedes Bild, jeder Ton, jede Zeile stimmt und jede Sekunde ist ein wahrer Hochgenuss für alle Sinne.
Zuallererst hat mir vor allem das grundsätzliche Setting sehr gefallen. Obwohl "Inglourious Basterds" letztendlich natürlich in Tarantinos fiktivem Universum spielt und am Ende ein "Was wäre, wenn...?"-Szenario auffährt, so ist die Handlung doch trotzdem im Zweiten Weltkrieg angesiedelt. Zum Zweiten Weltkrieg gibt es natürlich schon unzählige Filme, aber dieser hier ist eben anders. Anders als das Gros dieser Filme, nimmt sich "Inglourious Basterds" des Themas sehr humorvoll an, ohne dabei jedoch eine reine Parodie oder Satire zu sein. Trotz aller Überzogenheit und Übertriebenheit behält der Film nämlich stets einen angemessenen Schuss Realismus.
Die Figuren werden dementsprechend ebenfalls genreuntypisch und äußerst ungewöhnlich dargestellt. Die Deutschen sind nicht einfach nur die Bösen und die Amerikaner keine Helden. Die Nazis werden als nuancierte, höfliche Kavaliere gezeigt, die intelligent sind und sich problemlos mehrsprachig verständigen, während die Basterds ein brutaler Haufen ungehobelter, ungebildeter, gewalttätiger, brutaler, respektloser Kerle sind, die ihrem Namen alle Ehre machen. Dadurch liegen die Sympathien des Zuschauers natürlich ganz klar auf der Seite der Deutschen. Das soll selbstverständlich nicht heißen, dass Nazis cool und Hitlers Taten eigentlich gar nicht so schlimm sind, keinesfalls, aber dieser Ansatz ist mir trotzdem um einiges lieber als der hundertste Film, der meint, mir erklären zu müssen, dass Nazis böse sind.
Die Schauspieler, von den Hauptdarstellern bis hin zum letzten Statisten, machen ihren Job dabei allesamt hervorragend. Ob nun Christoph Waltz, der alle vier der im Film gesprochenen Sprachen fließend beherrscht und durch sein subtiles Spiel einen der charmantesten Fieslinge aller Zeiten auf die Leinwand bringt, Brad Pitt, der hier zwar nicht ganz groß aufspielen kann, dafür aber einfach eine coole Rolle hat und mit seinem abgefahrenen, übertriebenen Akzent mitverantwortlich für die witzigste Szene des Films ist, oder der gute Til, der sich vor allem im Schweigen übt und daher ebenfalls zu gefallen weiß, jeder der Darsteller ist perfekt besetzt.
Vielleicht ist er einfach ein Naturtalent, vielleicht kann er sich auf Grund seines Glaubens einfach gut in seine Rolle versetzen, aber aus welchem Grund auch immer, auch der im Bereich des Schauspiels eher unerfahrene Eli Roth spielt ausdrucksstark und authentisch, Michael Fassbender und August Diehl sind einfach grandios und stellen für mich neben Christoph Waltz ganz klar das Highlight des Films dar und sogar Diane Kruger gefällt mir. Zugegeben, beim ersten Ansehen hat sie schon ein wenig genervt, aber je öfter ich mir den Film zu Gemüte führe, desto mehr wird mir klar, dass ihre übertriebene, nervige Art nicht auf fehlendes Talent zurückzuführen ist, sondern dass das Ganze wahrscheinlich einfach so gewollt ist. Eine schlechte (oder sagen wir mal, eine nicht besonders gute, inzwischen wird sie, wie ich finde, immer besser) Schauspielerin spielt eine schlechte Schauspielerin. Passt.
Das Finale der Geschichte zwischen der hinreißenden Mélanie Laurent und dem so stark wie noch nie aufspielendem Daniel Brühl ist herzzerreißend und erzeugt echtes Gänsehaut-Feeling. und das, obwohl die letzte Szene der beiden ohne große Worte daherkommt. Obwohl an dieser Stelle nicht viel gesagt wird, verlässt sich Tarantino ansonsten voll und ganz auf sein Talent im Bereich des Schreibens und kommt mit perfekt pointierten Dialogen daher. Wieder einmal ist es sagenhaft, wie er es schafft, Atmosphäre zu erzeugen und Spannung aufzubauen, einzig und allein unter Zuhilfenahme von Sprache, wie zum Beispiel in der sensationellen Szene in der Kellerbar. Nachdem sich Sturmbannführer Hellstrom zu den Saboteuren an den Tisch gesetzt hat, fühlt sich die Situation für diese langsam, aber sicher sehr unbehaglich an und ihre Lage spitzt sich zu. Und auch, wenn sich alles letztendlich in einer kurzen, aber knackigen Actionsequenz entlädt, lebt die Szenerie bis dorthin ausschließlich von den Gesprächen der handelnden Figuren. Keine Musik. Keine ausgefallene Kameraführung. Nicht besonders viel Handlung. Nur Dialog. Grandios.
Den ausgiebigen Dialogen steht Action gegenüber, die, wie bereits erwähnt, immer sehr kurz gehalten ist, sich aber dennoch bestens ins Gesamtbild einfügt. Die härteren Szenen passen gut in den Kontext, kommen aber immer schnell auf den Punkt und halten sich insgesamt betrachtet eher zurück. Aber obwohl es eigentlich nur eine Handvoll Gewaltszenen gibt, bleiben diese trotzdem gut im Gedächtnis, weil man sich, wenn es dann zur Sache geht, kein bisschen zurückhält. Die Gewalt ist schonungslos, brutal und sehr explizit, gleichzeitig aber soweit comichaft überzogen, dass das Zusehen dennoch nicht wehtut.
Die Story ist spannend, abwechslungsreich und trotz der langen Laufzeit extrem kurzweilig, es gibt laute, aufregende Momente, die ruhigen, bewegenden, aber mindestens genauso eingängigen Augenblicken gegenüber stehen. Die Figuren sind einzigartig, die Inszenierung ist absolut sehenswert und zu guter Letzt ist es neben der Message und diesem stimmigen Gesamtbild auch der herausragende Soundtrack, welcher die Stimmung in jedem Moment perfekt rüberbringt, der "Inglourious Basterds" für mich so unwiderstehlich macht. Ein Meisterwerk! Ganz großes Kino, im wahrsten Sinne des Wortes!
"Well, if this is it old boy, I hope you don't mind if I go out speaking the King's."
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Joeyjoejoe17 2011/12/19 18:09:19
Antwort löschenKann ich voll und ganz unterschreiben.
Stark!
fabel 2011/12/19 18:23:49
Antwort löschen"oder der gute Til, der sich vor allem im Schweigen übt und daher ebenfalls zu gefallen weiß,", der Part über die Krüger, der Part über Roth - super, super Text, wird Zeit, den auch endlich mal wieder zu sehen.
Stark!²
knorkefighter 2011/12/19 18:42:39
Antwort löschenSeh ich ganz genauso!
Hat sehr viele besondere Szenen, die im Kopf bleiben, finde ich...die ich jetzt spoilervermeidungsmäßig natürlich nicht aufzähle ;)
Mr. Pink 2011/12/19 22:53:22
Antwort löschen@Joey: Danke!
@fabel: Vielen Dank & nur zu! :)
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countcount 2012/01/10 18:50:25
Antwort löschenSehr treffend geschrieben. Ich habe mir im übrigen (da deine Kritik mir so gut gefallen hat) erlaubt einen kleinen Textausschnitt Deines Kommentares (natürlich als Zitat gekennzeichnet) unter der Userkritik von "-={(TATANKA)}=-" zu verwenden. Ich hoffe das war ok so? Danke und Grüße CountCount ;)
Mr. Pink 2012/01/12 00:13:35
Antwort löschenHey, countcount! Vielen Dank! Und das ist natürlich kein Problem. Solange das Zitat ordentlich gekennzeichnet ist, werde ich dir deinen Doktortitel nicht wegnehmen. ;)
Jenny von T 2011/12/16 20:31:34
Kommentar löschenTarantino ist für mich ein inside joke, den fast jeder außer mir zu verstehen scheint. Ich sehe hier nur eine unterdurchschnittlich erzählte Story mit durchweg beknackten Dialogen, für die jeder unbekannte Regisseur als debil verspottet werden würde. Gut, so ungewöhnlich ist das bei Tarantino nicht und ich begrüße sogar die Art, wie er sich wie ein kleines Kind seine eigene Welt baut und sich nicht um tatsächliche Gegebenheiten schert, aber hier schafft er es nicht, mangelndes Feingefühl mit Stil und spürbarer Passion in Bezug auf das, was er da tut, wieder wettzumachen. Übrig bleibt... naja, kompletter Schwachsinn. Irgendwann ziehen selbst in Zeitlupe durch die Luft fliegende Zigaretten nicht mehr.
Die 0,5 Punkte gibt es allein für Christoph Waltz, den für mich einzigen Lichtblick.
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Florian Albrecht 2011/12/16 20:52:45
Antwort löschenendlich versteht mich jemand *hand reich*
Jenny von T 2011/12/16 20:58:06
Antwort löschen*Hand schüttel*
Florian Albrecht 2011/12/16 20:59:51
Antwort löschenyeah
seniorem 2011/12/16 21:06:11
Antwort löschenheul
Ichundso 2011/12/16 21:13:59
Antwort löschenIch habe zwar 7 Punkte vergeben, kann das hier aber deutlich besser verstehen als die ganzen 10 Punkte-Kommentare. Eigentlich ist fast jede Szene ohne Christoph Waltz eine einzige Katastrophe.
Jenny von T 2011/12/16 21:36:12
Antwort löschen:-) Danke!
Sigmund 2011/12/17 03:25:57
Antwort löschenIch mag an diesem Film, wie übrigens auch an jedem anderen Tarantino, die längeren Dialogszenen. Inhaltlich sind die zwar oft aufreizend banal, aber auf der Subebene geht einiges. Außerdem sind diese Klopper meistens von einer dermaßen kristallinen Klarheit und Logikschärfe, dass der Schweinchen-Schlau-Pegel fast schon Alarm schlägt – was ich in handwerklicher Hinsicht als großen Genuss empfinde angesichts der sonst so üblichen Schwafel-Schwammigkeit.
Ohne diese Highlights hätte ich den Film sehr schwach gefunden – mit ihnen ist er mir 6.5 Punkte wert.
BigDi 2011/12/17 11:19:24
Antwort löschenFalsche Sichtverhältnisse. :P Im Kino, mit unzähligen Mongos, die bei der Baseballschläger-Szene gejubelt und geklscht und gelacht haben, und dann die Szene im Kino, wenn die Nazis jubeln und klaschen und lachen, danach hätte es mehr als 0.5 gegeben, da bin ich mir sicher. "IB" wirkt durch die Rezeption durch den beschränkten Teil der Menschheit am besten - und wehe, einer sagt, dass Quentin das nicht so vorhatte. Der Mann WEISS, was Kino machen kann. Und in "IB" macht er das Maximale draus.
Schau ihn dir bitte mal nach einer Weile und mit dem Wissen noch mal an. Da steckt weitaus mehr drin als überlange Dialogszenen und Gewalt, das ist - wirklich - großes, subversives Kino mit einer Aussage, die heute aktueller ist denn je. Für mich Tarantinos wirkliches Meisterwerk.
Florian Albrecht 2011/12/17 11:22:57
Antwort löschenes ist und bleibt meiner meinung nach ein polarisierendes werk, für die einen ein meisterwerk für die anderen (mich mit eingeschlossen) eine übertriebenes Filmchen, große Grütze ist und versucht ein Kunstwerk zu sein
Jenny von T 2011/12/17 14:07:32
Antwort löschenAußer Christoph Waltz sticht für mich niemand aus dem cast hervor, der eine höhere Bewertung rechtfertigen würde.
Klar könnte ich mir die Birne zudröhnen, einen Kinosaal mieten, ein paar Penner von der Straße einladen und mir das ganze einfach nochmal geben, und vielleicht gäbe es dann ein paar Punkte mehr, aber bitte habt Nachsicht, wenn es mir dieses Experiment nicht wert ist und akzeptiert für den Moment einfach die Tatsache, dass es auch mal eine abweichende Meinung geben kann.
BigDi 2011/12/18 10:32:56
Antwort löschen@ sikkmeidack: Diane Kruger ist übrigens meines Erachtens wirklich nicht soo schlecht - sie ist enfach zu überzeugend als eine schlechte Schauspielerin. Also weniger eine doch noch gute Darstellerin, aber eine perfekte Besetzung. ;)
@ Jenny von T: So meinte ich das auch nicht. ^^ Aber es gibt eben solche Penner und es gibt auch solche, die aus dem Kino kommen und "Ach, SO ist Hilter also gestorbe, wusste ich ja gar nicht! :O" (und ich meine nicht den iNet-Gag, sondern eine tatsächliche Erfahrung eines sehr guten Freundes von mir nach der Premiere).
Was abweichende Meinungen angeht, so bin ich der letzte, der damit ein Problem hat :D nur wenn ich das Gefühl habe, dass es mehr an der Erwartungshaltung als am Film selbst gescheitert ist (wie es mir auch dauernd passiert), dann versuche ich gerne, das zu relativieren. Siehe es bitte nicht als "Boah ey, du hast ja GAR NICHTS verstanden!", sondern eher als "Njoa, geht, aber vielleicht klappt es ja mit dieser Einstellung besser?" Es ist meistens weitaus besser, einen Film zu mögen, als ihn zu hassen.
Und wir sind ja noch jung, da kann sich eh alles noch ändern. ;) Vielleicht hasse ich ja den Film in ein-zwei Dekaden, wer weiß...
JohnWayne44 2011/12/27 20:03:23
Antwort löschen@Jenny von T: 10/10
Jack55555 2011/12/29 18:23:07
Antwort löschenMeinungen sollte man bekanntlich respektieren, aber bei solch einem Kommentar muss ich mich fragen, hast du die Botschaft dieses Filmes verstanden und vergessen diese zu bewerten oder hast du dich bewusst nur auf die Bewertung der Präsentation beschrängt?
Alleine das Inhaltliche ist weitaus mehr als 0.5 Punkte wert.
Ich behaupte nicht, dass du diesen Film mögen musst, aber dennoch fehlt mir der Weitblick bei dir, bzw bei diesem Kommentar...
JohnWayne44 2011/12/29 19:43:29
Antwort löschenAch ja die "Botschaft" des Films.
ALLE Deutschen sind Nazis und müssen möglichst brutal umgebracht werden.
Jenny von T 2011/12/29 19:58:53
Antwort löschenJack55555: Ja, tatsächlich kann ich nicht ausschließen, etwas an diesem Film nicht verstanden zu haben; mein grundsätzliches Problem mit Tarantino deute ich ja bereits im ersten Satz an. Dennoch aber habe ich doch ein Anrecht auf eine Meinung, nicht wahr? Die gefühlten Abermillionen dieser Community, denen der... "Weitblick" für MEINE Lieblingsfilme fehlt, nehme ich letztendlich ja auch irgendwo hin. Daneben ist meine Kritik an dem Film wohl immer noch ein wenig substantiierter dargelegt als dein Vorwurf an mich, der eben doch so ein bisschen verlassen im Raume steht.
Und nicht zuletzt geben mir ja immerhin 8 andere Leute (ohne Weitblick) hier recht, wenn ich das richtig sehe.
geheimer333 2012/01/01 17:36:50
Antwort löschen@Jack55555: Ich liebe Tarantino Filme genauso auch "Inglourious Basterds", aber um eine Botschaft geht es sicher nicht. Wenn man auf eine Botschaft achtet, sind 0.5 Punkte noch sehr großzügig, die Botschaft ist nämlich ncht die intelligenteste, wenn überhaupt eine vorhanden ist.
@Jenny: Was ich an seinen Filmen liebe ist die Machart und oolnes. Meist ist auch der Cast hervorragend. Kann deine Meinung aber absolut nachvollziehen.:)
-={(TATANKA)}=- 2012/01/03 16:36:39
Antwort löschen@Jenny v T :Danke Danke! Endlich schreibt mal einer/eine was viele denken! Zurück auf den Boden der Tatsachen...! :P
Jenny von T 2012/01/03 17:04:18
Antwort löschen"was viele denken"? Ich war mir zunächst eigentlich sicher, mit meinem Kommentar in ein Wespennest zu stechen und bin ehrlich gesagt nun doch überrascht darüber, wie viele mir offenbar zustimmen. Übrigens danke dafür, nun habe ich so ein wenig den Glauben an die Menschheit zurückgewonnen. <3
Ich kann es drehen und wenden, wie ich will, Tarantino ist für mich (je nach Film) 10 bis bestenfalls 30% Inhalt und 70% bis 90% optische Herumspielerei - RTL in slow motion. Ich schaue aber nunmal lieber ARTE.
-={(TATANKA)}=- 2012/01/03 17:23:20
Antwort löschen:D Vollkommen richtig.
...und somit schließe auch ich mein Tarantino Kapitel ab...
Oh und bist definitiv nicht allein mit deInem Statement. Es gibt meiner Erfahrung nach bei diesem Film nur 2 Sparten : man hasst oder liebt ihn. Ich gehöre zu ersteren :)
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Ichundso 2012/01/03 18:15:27
Antwort löschenDiese "man hasst oder liebt ihn"-Sache, die ich über alle mögliche Filme lese, auch wenn sie nur auf ganz bestimmte wirklich zutrifft (The Tree of life) wird schonmal durch mich widerlegt. Ich mag Inglourious Basterds, aber eigentlich nur, weil sämtliche Szenen mit Christoph Waltz, insbesondere die beiden Dialogszenen in Kapitel 1 und 3, absolut genial sind. Der Rest ist ziemlicher Unsinn.
Le Samourai 2012/01/07 01:42:56
Antwort löschenBigDi hat Recht, mit allem was er sagt! ;)
maxderzweite 2011/12/13 17:43:16
Kommentar löschenEin sehr guter Film, der je länger man über ihn nachdenkt immer besser wird!
Meiner Meinung Tarentinos Meisterwerk...bis jetzt.
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G0DsTylA 2011/12/11 14:45:01
Kommentar löschenGenial einfach genial..!
Inglourious Basterds I LOVE YOU
10.0 von mir für dieses Meisterwerk
Mfg G0DsTylA
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swissroland 2011/12/11 19:40:41
Antwort löschengenial? was is genau genial?
momopipi 2011/12/11 21:56:31
Antwort löschendann mache ich an der stelle den anfang für die beantwortung der frage von swissroland: tarantino setzt das mittel der musik so perfekt ein in dem film, die schauspieler blühen auf (was christoph waltz da anstellt, das ist im prinzip die geilste rolle ever, wenn ich das mal so sagen darf), tarantino vermischt action mit komödie so gekonnt, er begreift einfach, was einen film ausmachen soll (und zwar UNTERHALTUNG), die dialoge sind so verdammt gelungen. ich meine, ich bitte dich, tarantino muss man lieben.
swissroland 2011/12/11 22:18:04
Antwort löschenIch lieb ja den QT auch, aber mit dem film kann ich im gegensatz zu 90% der leutz nix anfangen.
Die geschichte schwankt zwischen genial, und kindisch. Zudem ein klischee nach dem andern. Ich hab mich echt auf den film gefreut, aber für mich war das ein grosser reinfall. Super war nur der Walz, dass war grandios und der sound war, wenn ich das richtig in erinnerung hab, auch recht ansprechend. Aber sonst ......
Vielleicht zieh ich mir den iwan noch einmal rein;)
momopipi 2011/12/11 23:23:15
Antwort löschenzugegeben ist der film ziemlich antideutsch, wenn man bedenkt, dass es primär um die tötung von deutschen geht. das könnte einigen deutschen mitbürgern etwas weniger gefallen.
J4KOB 2011/12/12 18:14:32
Antwort löschender film ist nicht antideutsch. Wer sind denn die richtigen Arschlöcher? Das sind die Basterds, allen voran Aldo Raine, der rücksichtslos Leute foltert, Sachen zerstört oder Verträge missachtet (!). Die Basterds sind die karrikierten Bündel an Vorurteilen, die die Amerikaner gegenüber den Deutschen haben.
-={(TATANKA)}=- 2012/01/03 16:39:00
Antwort löschen...was von seiten der Basterds mit stolz geschwellter Brust und bewährter Coolness auch bis zum Schluss der Lachplatte durchgezogen wird! Ganz armes Filmchen...
countcount 2012/01/09 21:07:23
Antwort löschenihr schreibt hier ziemlichen Müll, kann das sein? Sorry
swissroland 2012/01/09 21:29:56
Antwort löschenwenn du das als super expertin sagst, wirds wohl so sein ;)
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-={(TATANKA)}=- 2012/01/09 21:30:58
Antwort löschenWenn du nicht über Filme reden/diskutieren willst, dann wechsel das Forum oder halt dich doch einfach raus. Hier kann jeder seine Meinung kund tun.
swissroland 2012/01/09 21:34:31
Antwort löschenHey das echt mal ein wirklich geiler kommentar! So genau ist das. Solcher mist nervt echt nur!
Buddz 2011/12/07 10:37:09
Kommentar löschenIch war so begeistert von dem Film als ich ihn im Kino sah.
Alle Schauspieler bringen eine großartige Leistung. Besonders natürlich Christoph Walz, aber auch Brad Pitt, Eli Roth, Michael Fassbender, Daniel Brühl und Melanie Laurent etc.
Nach Death Proof war ich ein wenig enttäuscht von Quentin Tarantino, aber mit Inglourious Basterds hat er wirklich alles wieder rausgeholt.
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Audreyfan 2011/11/30 15:21:52
Kommentar löschenDieser Film setzt perfekt das um, was man schwarzen Humor nennt.
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MissingNo 2011/11/27 12:07:39
Kommentar löschenMan hat beinahe bei jedem Tarantino Film die Garantie, dass dieser ein absoluter Top Film wird. Inglourious Basterds ist absolut unterhaltsam und rundum so gut wie perfekt.
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sam_ace_rothstein 2011/11/23 09:21:53
Kommentar löschenAllein schon die erste Szene im Bauernhaus verdient 10 Punkte. Diese Szene ist an Spannung kaum zu überbieten. Tarantino zeigt uns eine neue Ansicht des zweiten Weltkrieges. Diese Ansicht ist trotz vieler Logikfehler gelungen. Viele Szenen bleiben in Erinnerung. Einige finden diesen Film langweilig, für mich ist er ein typischer Tarantino mit unvergleichlichen Dialogen/ Charakteren.
Spoiler!!
Eine Szene muss ich noch hervorheben. Die Szene im Keller mit anschliessendem Showdown, alls der Nazi sich erhob und der ganze Schwindel aufzufliegen drohte, da hörte man keinen Mucks im Kino. Hohe Schule Quentin!
Spoiler Ende!!!
Über Christoph Waltz muss eigentlich nichts gesagt werden, der Oscar war hochverdient. Wie er das "Böse" darstellt, hat man selten so gut/beindruckend/angsteinflössend gesehen. Einfach nur genial wie er vom Gentleman zum Killer wird und das alles in ein paar Sekunden. Der restliche Cast macht seine Sache ordentlich. Von Brad Pitt hätte man mehr erwarten können genauso wie von Diane Krüger. Till Schweiger war leider unnötig. Herrvorheben muss man noch Daniel Brühl und Melanie Laurent.
Fazit: Inglourious Basterds ist ein typischer Tarantino, brutal, dialogreich, spannend oder mit einem Wort: Genial.
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doctorgonzo 2011/11/23 13:21:01
Antwort löschenHey Sam. Der Oscar ist trotzdem ein geschützter Begriff und immer mit ohne k.
sam_ace_rothstein 2011/11/23 14:07:57
Antwort löschenHey Doctorgonzo. Danke für die Info, wurde geändert ;) gruss Ace
Zak 2011/11/19 23:51:00
Kommentar löschenein Grossartiger Film. So verarbeitet man Geschichte
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