Inglourious Basterds - Kritik

US 2009 Laufzeit 154 Minuten, FSK 16, Drama, Komödie, Actionfilm, Kinostart 20.08.2009

  • 9 .5

    Es ist faszinierend!!
    Was anfänglich wie klassisches "Popcorn-Kino" aussieht, entpuppt sich im laufe des Films als Kunst, ohne dabei auf die simple Action zu verzichten.
    Dies ist vermutlich zu großen Teilen den Schauspielern zuzuschreiben.

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    • 9 .5

      Inglourious Basterds, Nr. 19 (Stand 1.7.):
      Til Schweiger ist gut in einem Film?! Whaaaat?! Richtig, denn bei Tarantino spielt nie jemand schlecht. Dieser Film bildet keine Ausnahme, das scheint an diesem Punkt jenseits jedem Zweifel. Das eigentliche Genie dieses Films, wie in den meisten Tarantinos, besteht aus der Erzählstruktur, dem Umgang mit Exposition und den Dialogen. Als Cherry on top noch herrliche und zahlreiche Goreeffekte (mit echtem Filmblut, kein CG (siehe Expandables, usw...)), und fertig ist ein weiteres Meisterwerk, in meinen Augen sein zweitbestes.
      Bemerkenswert an diesem ist, dass jedes Kapitel, also jedes Setpiece, quasi aus dem Zusammenhang gerissen werden kann und als eigener Kurzfilm funktioniert, also klappt der Film auf mehreren narrativen Ebenen. Die Szene, die dabei am meisten heraussticht, und gleichzeitig meine Lieblingsszene aus egal welchem Film darstellt, ist die in der Kellerkneipe. In mehreren Szenen dieses Films wird die Spannung auf ein Maß erhöht, dass die Atmösphäre jeden Moment implodieren könnte, aber in keiner Szene wird dieses Maß auf solche Spitzen getrieben. Dieses unverkennbare Gefühl von Timing und Charakteristik, von Leone "erfunden" und von Tarantino "perfektioniert". Zum Schwärmen!
      Noch dazu, eine Szene ohne den Oskargewinner Christoph Waltz als Col Hans Landa, einen der besten Tarantinocharaktere überhaupt.
      Für den potentiellen Zweifler an der Qualität dieses Films: (Spoiler oder whatever) Tarantino tötet Hitler! Welcher Mensch kann dieser Tat keine Empathie abgewinnen?!
      Just kidding, of course, der Film ist einfach unterhaltsam, klug zusammengesetzt und zufriedenstellend. Das sei klargestellt.

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      • 3 .5
        smartbo 28.06.2015, 18:38 Geändert 28.06.2015, 18:46

        Der Film hat mich nicht erreicht. Spannung? Null. Atmosphäre? Schlecht gemacht. Handlung? Gut gemeint, aber geht gerade so. Christoph Walz? Schlecht. Warum er einen Oscar bekommen hat, bleibt für mich ein Rätsel.
        Albern finde ich die überdrehte, auf mich ulkig wirkende Art der Darsteller zu spielen, was bei mir wie eine schlechte Komödie rüberkommt.

        Geschmacksache, meine Kragenweite ist das auf keinen Fall.

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        • 5

          Eigentlich ein guter Film ,doch als Adoption von einem anderen Film mit etwas anderer Handlung "The dirty Dozen" ein trauriger Abklatsch. Schlimm ist es nicht ein Remake ,oder eine Geschichte mit Ansätzen neu zu erzählen . Ich gab ihm anfangs 7/10 doch nachdem ich den voherigen Film gesehen habe ,meine Schweinerei der Woche , den es als so ein großer Regisseur ,nicht mal zu erwähnen das der Film adoptiert wurde ,zeigt für mich nur die Respektlosigkeit (von Tarantino)der Kunst von anderen Künstlern.

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          • 9 .5

            Auch diesen Tarantino konnte ich nun endlich sehen und wieder war ich von Anfang bis Ende an den Fernseher gefesselt! Liegt es an den unheimlich gelungenen und tollen Dialogen oder an der überdurchschnittlich großartigen schauspielerischen Leistung der Akteure oder doch am fantastischen Soundtrack? Ich denke da kann ich mich nicht wirklich entscheiden, denn wie gesagt hier stimmt einfach alles. Wo ich grade bei überdurchschnittlich guter Schauspielleistung war würde ich gerne noch meinen absoluten Favoriten kurz hervorheben und das ist kein Geringerer als der fantastische Christoph Waltz. Jedes Mal wenn er vor der Kamera stand wusste man gleich, jetzt wird es wieder spannend und unterhaltsam. Ich finde die Idee und das Thema rund um den 2. Weltkrieg in Inglourious Basterds sehr gut rüber gebracht, auch wenn das Ganze teilweise doch recht überspitzt dargestellt wurde. Sonst gibt es die typischen und recht blutigen Tarantino-Szenen, die einfach dazugehören. Aber trotz des tragischen Themas, schafft er es dennoch die genau richtige Dosis an Humor in den Film zu bringen.
            Für mich ist der Streifen ein wahres Meisterwerk im Bereich Kriegs-Drama.

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            • 8 .5
              emmanuelle.rastoldo 14.06.2015, 12:14 Geändert 14.06.2015, 12:16

              ,,Angenommen es spaziert eine Ratte in dieser Sekunde herein, wie ich rede, würden sie diese mit einem Schälchen ihrer köstlichen Milch begrüßen?"
              ,,Vermutlich nicht!"
              ,,Ganz sicher nicht. Sie mögen sie nicht. Sie wissen zwar nicht genau warum, sie wissen nur, dass sie diese als abstoßend empfinden."
              Quentin Tarantino.
              Einer der einzigen Regisseure, die es immer wieder schaffen, ein Meisterwerk herzuzaubern und das in einer Zeit, wo man glaubt, dass es so was nicht mehr geben kann.
              Wir leben alle in einer Ära von hirnlosen Actionfilmen a la Transformers, dass wir selbst nicht mehr wissen, wann wir wieder was vollkommen Neues sehen können.
              Tarantino ist anders. Und das auf eine sehr gute Art!
              Schon seit über 20 Jahren schafft er es uns immer wieder zu überraschen.
              Doch Tarantino hat einen Stil, den man nicht beschreiben kann.
              Heutzutage sind so gut wie alle Filme vorhersehbar, doch nicht bei ihm.
              All seine Filme sprühen nur vor Originalität und Kunst.
              Ich bin seit ,,Django Unchained" ein gewaltiger Fan von ihm geworden und habe seitdem immer mehr Filme von ihm gesehen.
              Und hier komme ich zu seinen Bastarden des 2. Weltkriegs!
              Es ist zwar schon eine Herausforderung, einen Film über den 2. Weltkrieg zu drehen, aber was wenn man seine eigene Version dreht, wie dieser Krieg endet.
              Klingt erst gewagt, funktioniert aber perfekt!!!
              Tarantino ist ein unglaublicher Visionär und in jeder Sekunde des Films verspürte man sein Herzblut für diesen Film: (Achtung Spoiler!)
              Schon allein für die ersten Minuten könnte ich Tarantino umarmen.
              Er ist ein Kind der guten 50er-Jahre und statt dass er direkt mit dem Film anfängt, zeigt er uns das steinalte Universal-Logo von früher und startet mit 2 Minuten von Credits untermalt mit wunderschöner Musik.
              Das erinnert einen an die guten, alten Filme, die fast schon über 50 Jahre alt sind.
              Doch wir als Zuschauer lieben einfach den klassischen 70er Jahre-Stil von Tarantino.
              Und obwohl der Film mit einem 20-minütigen Dialog anfängt zwischen dem ,,Judenjäger" Hans Landa(Riesenlob an Christopher Waltz, er spielt den psychopathischen Nazi einfach nur Weltklasse!!!) und dem französischen Bauer Monsieur LaPadite wird uns nie langweilig, im Gegenteil, in so einer simplen Dialogszene wird die Spannung bis ins Unermessliche aufgebaut und als gegen Ende dieser Szene, der Bauer zugibt, dass er Juden in seinem Haus versteckt, dreht die Musik sehr laut auf und man hat richtig Angst.
              Ich bin nicht hier wegen dummen Rumgeschieße, sondern wegen Kunst.
              Und das war diese auf jeden Fall!
              Tarantino hat das Talent aus ewigen Diskussionen wahre Kunst zu erschaffen und davon hat der Film sehr viele.
              Manche würden sagen, die Dialoge wurden viel zu langgezogen, aber wer so was sagt, hat den Film nicht verstanden.
              Tarantinos Filmstil hat eine Klasse, die man nicht beschreiben kann.
              Ähnlich wie ,,Pulp Fiction" ist dieser Film in Kapitel aufgeteilt, nur hat ,,Inglorious Basterds" einen besseren roten Faden, denn diese Kapitel sind zusammenhängend und im Vergleich zu ,,Pulp Fiction" in der richtigen Reihenfolge.
              Zwar ist mit der Erzählstil von ,,Django Unchained" lieber, doch diese Kapitelaufteilung hat einen nicht zu beschreibenden Charme.
              Der Film ist randvoll mit guten Schauspielern, wie Brad Pitt, Michael Fassbender, Christopher Waltz und selbst Til Schweiger nervt nicht, sondern spielt als Hugo Stierling seine allerbeste Rolle.
              Doch wenn man was von Tarantino erwarten sollte, dann ist es das Unerwartete, wie z.B. die Handschlagsszene aus ,,Django Unchained" oder der Klotod aus ,,Pulp Fiction".
              Doch wer hätte erwartet, dass bei der genialen Tavernen-Szene 3 unserer Hauptcharaktere sterben und dass obwohl sie einem sehr wichtig vorkamen und dass erst in der Mitte vom Film?
              Einfach so sterben 3 unserer Hauptfiguren, die uns schon sympathisch wurden.
              Man denkt sich zuerst:,,Ach, komm schon.", aber dennoch ist es genial.
              Der Film ist voller Überraschungen.
              Leider fand ich das Ende ein wenig überhastet.
              Und wie gesagt, ich LIEBE Tarantinos Stil.
              Er macht Dinge, die kein Regisseur jemals tun würde. Und ich rede hier nicht von der Kapitelaufteilung. Als uns in Kapitel 2 Hans Stieglitz vorgestellt wird, erscheint fettgedruckt auf der Leinwand in gelben Buchstaben ,,HANS STIEGLITZ" und Zack! Sieht man einen schnellen Flashback untermalt mit einer Erzählerstimme.
              Oder als Shosanna Dreyfuß auf Goebbels trifft und dieser seine Übersetzerin vorstellt, erscheint plötzlich in 5 Sekunden eine Sexszene und dann schneidet der Film wieder sofort zur Szene zurück.
              Oder wenn man eine fremde Person sieht, erscheint plötzlich der Name dieser Person mit einem Zeige-Pfeil.
              So was gibt es bei keinem Regisseur und genau das macht Tarantino so genial!
              Er hat einen vollkommen einzigartigen Filmstil!
              Der Film war für mich ein wahres Fest und ich habe ein wahres Kunstwerk erlebt!
              Doch warum keine 10 Punkte?
              Der Film ist genial, das ist keine Frage, doch mir war ,,Django Unchained" einfach lieber, da dieser einen flüssigeren Erzählstil hatte.
              Doch ich bin ganz sicher, dass meine Bewertung eines Tages besser wird.
              Denn als ich heute morgen aufwachte, wurde mir mehr denn je klar, wie gut der Film war und ich hatte eine riesige Lust, ihn noch mal zu sehen.
              Mein letztes Wort ist nicht gesprochen!
              Tarantino ist der helle Stern an einer nebligen Nacht ohne Stern!
              Hier beweist er erneut, warum er einer der besten Regisseure aller Zeiten ist!!!
              Jeder Satz in diesem Film ist ein Gedicht, jeder Ton der Musik haucht in uns Leben ein und jede Sekunde ist ein Kunstwerk.
              Ein wahres Meisterwerk, der das Genre neu definiert!
              ,,The Hateful Eight" ist schon mal vorgemerkt!
              ,,Sag deinen Nazi-Eiern auf Wiedersehen!"

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              • 8

                Quentin Tarantino ist einfach ein Gott. Der weiß sogar, wie man den untalentierten Schweiger vernünftig in Szene setzt. So wenig Text wie möglich und bevor er richtig nerven kann, einfach abknallen. Genial.

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                • 10

                  In Sachen Kriegsfilm unerreicht.

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                  • 9

                    Unglaublich!!!!
                    Schon alleine die erste Szene, Christoph Waltz unglaublich gut!!!

                    Ein glänzender Brad Pitt dazu.
                    Ne geschichtlich, mit einem hauch Abgedrehtheit erzählende Story.

                    Ein Witz hier und da, nicht zuletzt durch die italienisch Versuche von Margaaaareeete ^^

                    Allein Diane Kruger ist für mich nicht überzeugend und hätte man besser besetzen können.
                    Ansonsten, perfekt!

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                    • 10

                      So etwas darf nur ein Tarantino! Völlig unbeeindruckt lässt er seinen Streifen mit einer knapp 20 minütigen Dialog-Sequenz zwischen zwei Schauspielern beginnen – eine Szene, die noch in Jahren von zukünftigen Drehbuchautoren studiert werden wird und die auf perfekte Art und Weise den Tonus des restlichen Films anstimmt. In dem Moment wo Hans Landa - eine der wohl einvernehmendsten Gestalten, welche die Leinwand-Hölle ausgespuckt hat - aus der englischen Sprache wieder zurück ins Französische wechselt, wissen wir genau, welches Interesse Tarantino mit seinem Film verfolgt: die Charaktere mit Hilfe von verschiedenen Sprachen gewisse Rollen spielen zu lassen und uns mit reiner Kraft der Schauspielkunst gebannt an ihren Lippen kleben zu lassen.

                      'Inglourious Basterds' einer kühlen Beschreibung zu unterziehen, ist ein leidvolles, reduktives Unterfangen. Es ist ein Kriegsfilm über den Fremdenhass, den Antisemitismus, gleichzeitig aber auch die Zelebrierung des Kinos gespickt mit den Tarantino-typischen anachronistischen Einwürfen. Vor allem aber ist es feinste Unterhaltung.
                      Und hier beginnt die Schwierigkeit und eine Frage, die an den Anfang anknüpft: darf Tarantino das? Das Kapitel, welches hier aufgeschlagen wird, ist wohl eines der grausamsten und unmenschlichsten unserer Geschichtsbücher ; darf dieses Material als Sprungbrett für eine unterhaltsame Erzählung genutzt werden? Es darf einem durchaus etwas flau im Magen werden, vor allem wenn ich bedenke, dass ich 'Der Pianist' – mit dem Ansatz, die Dramatik und das persönliche Gewicht dieser Zeit einzufangen – als den wohl für mich bedeutsamsten Film meines Lebens bezeichnen würde. Dennoch bin ich davon überzeugt: Tarantino darf! Seine Kunst darf! Und vor allem: wir dürfen! Wir dürfen schuldfrei genießen – es bleibt zwar Unterhaltung, aber eben nicht bloß die unreflektierte Aufnahme und allein die oben gestellte Frage, setzt schon eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Thematik voraus, die verhindert, dass uns dieses Kapitel jemals aus dem kollektiven Gedächtnis schwinden wird.

                      Tarantino hat das Talent, mich nach dem ersten Anschauen seiner Filme verwirrt zurück zu lassen und mich dazu zu bringen, zu hinterfragen, was zur Hölle da eigentlich auf der Leinwand passiert ist. Wie immer gelingt es ihm auch hier, seinem Streifen einen eigenwilligen Regie-Stempel aufzudrücken. Allein die ikonographischen und stilvollen Kameraeinstellungen würden schon reichen, um einem das Blut in den Adern gefrieren zu lassen, diese Eleganz erspürt ihre ultimative Verschmelzung jedoch mit einer Musikuntermalung, die mit ihrer Songauswahl wie für den Film komponiert zu sein scheint. Die Kumulation all dieser Elemente findet ihren Abschluss in wohl einem der emotional befriedigendsten Enden der Kino-Geschichte, wo wir uns als Zuschauer fragen, ob selbst Tarantino mutig genug ist, um alle Regeln der vorliegenden Geschichtsbücher zu brechen. Natürlich ist er das und greift damit das Urbedürfnis des Kollektivs auf.

                      Doch das ist nicht der Kern des Films. Es ist das, was bereits Tarantinos 'Pulp Fiction' zu einem Erlebnis hat aufsteigen lassen: seine Dialogkunst.
                      Das gewitzte, treffsichere, lässige Ping-Pong-Spiel lässt sich auch hier finden, wird allerdings zusätzlich mit der Kraft verschiedener Sprachen ummantelt. Es sind Szenen der Infiltration in einem Krieg, wo die richtige Kostümierung und das Beherrschen seiner Sprache ausreicht, um den Feind zu täuschen und wo schon Aussprache und Akzente darüber entscheiden können, aber diese verdeckten Missionen gelingen oder scheitern. Tarantino kostet diese Sequenzen bis zum einem Punkt aus, an den man die Latte des Spannungsbogens nicht mehr höher setzen könnte. Sie sind das Kernstück des Films und obwohl die Laufzeit des Films mit 2 ½ Stunden durchaus beeindruckend bemessen ist, so ist die Anzahl von einzelnen Szenen doch eher gering. Tarantino weiß die Kunst des Schauspiels zu schätzen und er lässt seinem Ensemble die Weite des Raums, um ihn zu füllen. Nur so kommt am Ende eine Leistung wie die von Christoph Waltz heraus, der uns mit seinem anschmiegsamen Sprachduktus einen gewissen Charme vorspielt, nur um sich bewusst mit seinen kalten Augen zu verraten.

                      Wenn in einer 30 Minuten-langen Dialog-Sequenz jeder rhythmische Schlag messerscharf und präzise getroffen wird, weiß man, dass ein Drehbuch seinen Meister gefunden hat. 'Inglourious Basterds' ist eine Perle der Unterhaltung. Weil Tarantino es darf ; weil er es kann.

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                        moviesforlife 15.04.2015, 22:23 Geändert 15.04.2015, 22:25

                        "Es war einmal im von Nazis besetzten Frankreich..."

                        So beginnt Tarantinos Meisterwerk "Inglourious Basterds". Und was für ein Meisterwerk es ist! Hier stimmt einfach alles!
                        Und was auch bemerkenswert ist: Der Film kam bei mir bei der Zweitsichtung nochmal um einiges besser weg, als bei der Erstsichtung. Das erlebt man auch selten. Mysteriös...

                        "Inglourious Basterds" muss man einfach gesehen haben. Der Film ist einfach so...WOOOW! Das fängt schon mit der Eröffnungsszene an, die uns zuerst mit genialer Musik begrüßt und für Gänsehaut sorgt. Dann sehen wir einen brillianten Christoph Waltz als "Judenjäger" Hans Landa und hängen ihm an den Lippen, wenn er mit dem Franzosen spricht, der scheinbar Juden bei sich versteckt.
                        Hier zeigt Tarantino wieder einmal, wie sehr er sich darauf versteht, den Zuschauer trotz langer Dialoge zu fesseln!

                        Und dann geht es weiter und der Film wird immer besser und besser.
                        Es werden zwei sehr interessante Handlungsstränge parallel erzählt, die sich schließlich kreuzen. Das Ganze ist sehr gut verpackt.

                        Die Schauspieler erbringen Bestleistungen. Vor allem Brad Pitt, der eine unglaublich coole Figur verkörpert, hat mir sehr gefallen. Und Christoph Waltz ist so unglaublich perfekt als Bösewicht! Aber auch alle anderen Schauspieler machen ihre Sache sehr gut. Selbst Til Schweiger ist nicht so schlimm (definitiv sein BESTER Film!)

                        Der Soundtrack ist natürlich auch der Hammer. Wer's nicht glaubt, soll hier einfach mal reinhören:
                        https://www.youtube.com/watch?v=fve4KzlHINA

                        Trotz der Länge, wird der Film selten Langweilig. Gut, den ein-oder anderen Dialog hätte man vielleicht ein klein wenig kürzer halten können. Aber bei der Erstsichtung wird das kein Problem sein. Soll heißen: der Film ist spannend. Sehr spannend!

                        Und auch die Action ist einfach nur göttlich. Einige Szenen sind so episch...kaum in Worte zu fassen. Allein die Tavernen-Szene. <3 <3 <3
                        Und dann gibt es noch so viele weitere epische Momente. Mein Liebling ist aber immer noch (SPOILER) die Szene, als Taranino einfach mal so die Geschichte umschreibt. (SPOILER ENDE!)
                        Mann, hat mich das geflasht!
                        Das Finale ist einfach nur geil!!!

                        Und dann ist der Film nicht nur ernst, cool, spannend und episch, nein, er ist auch noch witzig. Echt witzig! Ein paar Dialoge sind einfach der Hammer und einige Szenen sind einfach so schwarzhumorig und geil! Da muss man schon druf stehen, aber ich find's zum schießen.
                        Wesentlich lustiger, als irgend so ein Til Schweiger-Steifen!

                        Und das Ende...was soll ich sagen? Bei der Erstsichtung hab ich das Ende überhaupt nicht gemocht. Nach der Zweitsichtung bin ich mir unschlüssig. Eigentlich ist das Ende perfekt. Aber irgendwie hört der Film auch, meiner Meinung nach, zu plötzlich auf. Ich weiß nicht...

                        "Inglourious Basterds" ist also genial, episch, spannend, mit einem geilen Soundtrack und einem spitzenmäßigen Cast, dazu noch geile Action und viele unvergessliche Momente. Und natürlich auch noch sehr viel Witz und geile Dialoge, aber natürlich dabei ohne die nötige Ernsthaftigkeit zu vergessen.
                        Kurz gesagt: Ein Meisterwerk!

                        Warum dann aber nicht 10 Punkte? Der Film ist schließlich perfekt?! Naja, im Gesamteindruck bleibt "Inglourious Basterds" einfach ein klein wenig hinter meinem Lieblingsfilm "Django Unchained" zurück. Da ist irgendwie der Gesamteindruck nicht ganz so befriedigend.
                        Und auch über das Ende bin ich mir noch unschlüssig.

                        Aber sonst ist "Inglourious Basterds" ein absolutes Must-See für jeden, der sich auch nur vage als Filmfan bezeichnen würde!

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                          drahdinedum 13.04.2015, 20:21 Geändert 13.04.2015, 20:21

                          Ein Hammer! Und so ehrlich will ich sein! Die deutschsprachigen Darsteller, spielen die amerikanischen Superstars teilweise an die Wand! Brühl und v.a. Waltz! Eine göttliche Performance !

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                            Einfach super dieser Film... Tarantino Forever. Der Film überzeugt mit Witz genauso wie mit ernsten Angelegenheiten. Er berührt, lässt lachen und ist schrill, absurd und komisch. Einfach genial :D

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                              Daggiolone 09.04.2015, 00:13 Geändert 10.04.2015, 00:14

                              Geschichtsbewältigung a la Tarantino ist so eine Sache, und daher habe ich in dieser Hinsicht auch nichts ernsthaftes erwartet. Hinzu kommt, dass sich die Nazithematik für das amerikanische stereotypenorientierte Denken hervorragend eignet, und schon in einigen Hollywoodproduktionen als Kulisse für das ultimative Böse herhalten musste.
                              Ich sage nicht, dass man an diese Thematik nicht auch mal etwas lockerer rangehen darf, und man sogar mal auch darüber lachen kann. Mir erschließt sich der Sinn des ganzen klischeebeladenen Films aber nicht, der zu alldem auch noch gähnend langweilig ist. Der böse Judenjäger, die metzelnden Amerikaner, denen aber verziehen werden kann, da sie ja Nazis morden, das sich liebende Pärchen, das ebenfalls nach Rache durstet, und dann wird es zum Schluß auch noch tief symbolisch, wenn Hitler & Co. im Kino ihr leben verlieren. Etwas größenwahnsinnig das ganze, und genau daran scheitert es letzten Endes auch.
                              3 Punkte für einen wirklich hervorragenden Christoph Waltz. Der Rest ist Grütze.

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                                Nach Pulp Fiction ist dies in meinen Augen Quentin Tarantinos zweites Meisterwerk. Diese 2. WK Satire ist einfach ganz großes Kino und zeigt die Fähigkeiten dieses Filmemachers außerordentlich. Geprägt wird der Film von einem hervorragenden Christoph Waltz als Hans Landa. Aber wirklich sämtliche Schauspieler in diesem Film liefern eine gute Leistung ab. Tarantino besetzte deutsche Rollen mit Deutsche, französische mit Franzosen usw. ... und was er hier aus durchschnittlichen Krimi-Darstellern rausgeholt hat ist schon beachtlich.

                                Sein volles Potential zeigt der Film erst in der OV, wo munter zwischen vier Sprachen hin und her gewechselt wird.

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                                  das Quentin nicht alle beisammen hat. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Wer während seiner Kindheit und Jugendzeit so ziemlich alle Pornos, Horror-Filme, Western und Eastern gesehen hat und dann als Drehbuchautor, dank glücklichen Verknüpfungen zu Hollywood-Produzenten, zum vielleicht kreativsten Filmemacher unserer Zeit avanciert ist.
                                  Der darf sich dann auch erlauben, seine Version von Hitler und einer jüdischen Acht-Mann-Rächer-Truppe so Fucking rhetorisch unterhaltsam und brutal grotesk rüber zu bringen.
                                  Ob er dadurch der Regie-Gott ist, das bezweifle ich, denn das ist er mit Sicherheit nicht. Denn alle seine genialen Kino-Errungenschaften sind Gewiss für das Kino gemacht. Doch zeitlos sind keines seiner Werke!! Unterhaltsam charmant krank sind sie ja, aber für die Ewigkeit ist keines seiner Filme!

                                  Mein Fazit: "Das ist doch Soldaten-Tratsch. Kein Mensch glaubt wirklich, dass der 'Bären-Jude' ein Golem ist." - "Und wenn doch? Die schlüpfen uns doch ständig durch die Finger wie Gespenster, die nach Belieben erscheinen und verschwinden können!"

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                                    Ich empfand den Film jetzt nicht als ganz so überragend, wie viele Leute ihn hier anpreisen. Natürlich, der Film hat mit seiner ungewöhnlichen Machart was, und ja, Tarantino zeigt auch ganz schön Mut, ein solches Thema so anzugehen.
                                    Letztendlich haben mich der Humor und die Dialoge nicht völlig überzeugen können; in diesen Dingen konnte mich beispielsweise Tarantinos "Django Unchained" deutlich mehr überzeugen. Ein Highlight war hier dennoch Christoph Waltz und seine wie immer hervorragende Schauspielkunst.
                                    Dennoch muss ich sagen, dass man "Inglourious Basterds" gerade wegen seiner ungewöhnlichen und provokanten Art wohl kaum als Schlecht bezeichnen könnte und er durchaus sehenswert ist.

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                                      DVDE 27.03.2015, 21:03 Geändert 27.03.2015, 21:07

                                      Anhang Bewertung:
                                      Inhalt/Story 4.5/10
                                      Schauspieler/Leistung 2.0/10
                                      Umsetzung/Atmosphäre 1.0/10

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                                        Ioosh698 24.03.2015, 19:23 Geändert 24.03.2015, 20:03

                                        " Mein Name ist Lt. Aldo Raine. Ich stelle ein Spezialkommando zusammen und dazu brauche ich 8 Soldaten. 8 jüdische, amerikanische Soldaten. "

                                        Willkommen bei Quentin Tarantinos INGLOURIOUS BASTERDS! Willkommen bei dem erneuten Beweis, das Tarantino einer der größten visionäre und mutigsten Filmemacher überhaupt ist! Warum? Ganz einfach, dieser Mann war sich nicht zu Schade, einem äußerst ernsten Thema seinen ganz eigenen Stempel aufzudrücken, ohne dabei jedoch an Professionalität einzubüßen.

                                        Vorweg: Ja, Quentin Tarantino muss hier schon ganz gewaltig Mut geschluckt haben, um diesen Film zu inszenieren und die Geschichte des zweiten Weltkrieges GEWALTIG zu verändern. Doch wenn man sich über den Inhalt des Filmes informiert, und danach sieht das Tarantino Regie führte, da müsste es doch spätestens DA ein wenig klick machen, oder nicht? Denn wenn man mit diesem Regisseur und ähnlich inszenierten Filmen sowieso eher wenig anfangen kann, sollte man doch lieber gleich die Finger davon lassen, ohne danach in Hass zu verfallen, oder?

                                        INGLOURIOUS BASTERDS ist für mich ein Meisterwerk und strotzt nur so von purer Kreativität und skurrilen sowie brillanten Einfällen, die wieder einmal bestätigen das Quentin Tarantino ein Poet des Kinos ist. Es genügt allein schon die grandiose Anfangssequenz, sprich das erste Kapitel des Filmes, in dem Hans Landa ( Christoph Waltz), ein Oberst der SS und vor allem bekannt als "Judenjäger", einen Landwirt verhört um die von diesem vermeintlich versteckten Juden zu fassen, um mit heruntergeklappter Kinnlade vor dem Bildschirm zu verweilen. SO funktioniert ein stilistischer Spannungsaufbau! Wie Tarantino seine insgesamt fünf Kapitel erzählt, diese dann nach und nach und vor allem spürbar zu einem kompakten, in sich geschlossenem ganzen vereint, und alles was vorher eventuell noch etwas verwirrend oder nicht ganz klar erschien, sinnvoll erscheint, ist schlichtweg unglaublich! Die Geschichte, in der Tarantino seine ganz eigene Version vom Ende des zweiten Weltkrieges erzählt, ist dabei von der ersten bis zur letzten Minute packend, spannend, skurril und, trotz der ja innerlich doch ernsten Thematik, verdammt komisch und witzig! Doch trotzdem, obwohl INGLOURIOUS BASTERDS für mich vordergründig eine ziemlich schwarze und eigenwillige Komödie ist, der Ernst des ganzen ist dennoch spürbar, und das war Tarantino, dessen bin ich mir sicher, auch wichtig. Klar, man könnte ihm viel vorwerfen, von Respektlosigkeit und Hass gegen Deutschland, doch in.meine Augen war solch eine filmische Botschaft nicht Tarantinos Ziel. Er baute schlicht in eine WAHRE eine wiederum FIKTIVE Geschichte ein, um alles beides letzlich zusammenzufügen. Außerdem, und das darf man ja nicht vergessen, ist INGLOURIOUS BASTERDS ein Film, und diesem Medium sind keine Grenzen gesetzt, es ist die Welt der unbegrenzten Möglichkeiten in der man, wenn man die nötige Professionalität besitzt, seinen, auch wenn sie noch so verrückt und skurril sind, Gedanken freien Lauf lassen kann!

                                        Tarantino vereint Abseits davon alles, was Quentin Tarantino eben zu Quentin Tarantino macht. Brutalität, schwarzer Humor, skurrile und kultverdächtige Charaktere, ein herausragender Soundtrack, brillante und poetische Dialoge und natürlich einen phänomenalen Cast! Ja, auch bei INGLOURIOUS BASTERDS hat Tarantino mal wieder viele große Darsteller versammelt. Von Brad Pitt ( herrlich Böse und charismatisch zugleich als Aldo Raine), Christoph Waltz, Mélanie Laurent, Eli Roth und Michael Fassbender, bis hin zu Daniel Brühl und Diane Kruger! Und wer hätte es gedacht, auch der gute alte Til zeigt eine wirklich gute Leistung und passt gut ins Ensemble der Basterds. Christoph Waltz hat sich seinen Oscar mehr als verdient und Brad Pitt als Raine ist einfach immer wieder ein Phänomen! Tarantino nimmt sich viel Zeit um seine Figuren einzuführen und verleiht diesen auch viel Charaktertiefe, was jeden der vielen Beteiligten auf seine Weise einzigartig macht. Die Dialoge sind gewohnt scharf, provozierend, tiefsinnig und oft einfach nur ein Fest für die Ohren. Neben dem starken ersten Kapitel war es vor allem jenes, welches sich in der alten französischen Taverne abspielt, das durch großartig geschriebene Zeilen eine sich immer mehr aufbauende Spannung erzeugte und insgesamt betrachtet einfach meisterlich in Szene gesetzt wurde.

                                        INGLOURIOUS BASTERDS ist wahrscheinlich Tarantinos ernstester und erwachsenster Film, denn Abseits seiner komödiantischen Oberhaut, ist dieser Streifen doch äußerst tiefsinnig. INGLOURIOUS BASTERDS ist ein kreatives Meisterstück von Quentin Tarantino, ein von vorne bis hinten in allen Ebenen perfekt aufeinander abgestimmtes Werk, welches mein Herz nach etlichen Sichtungen endgültig für sich gewinnen konnte und eine erneute Liebeserklärung Tarantinos an das Kino darstellt! Ein faszinierendens Märchen, während dem man die historische Wahrheit ausschalten muss, um sich diesem Film vollständig hingeben zu können!

                                        "Hast Du vor, Deine Uniform abzulegen?" - "Ich werde sie nicht nur ausziehen, ich werde sie verbrennen." - "Ganz schlecht! Ja..., das haben wir uns gedacht und das gefällt uns nicht. Wir mögen unsere Nazis lieber in voller Montur. Dann kann man sie nämlich ...zack... erkennen, ganz schnell." - "Außerdem wär's doch schade um die schicke Uniform. Ihr seht so schön schneidig damit aus." - "Wenn Du die Uniform nämlich ablegst, weiß keiner mehr, dass Du 'n Nazi warst. Und das haben wir nicht so gern." - "Und die ganzen Mädels... keiner zuhause wüsste, wie viel Juden Du auf'm Gewissen hast. Das wär doch schade." - "Deshalb schenke ich Dir jetzt 'was, das Du nicht ablegen kannst..."

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                                          DVDE 20.03.2015, 15:20 Geändert 20.03.2015, 15:21

                                          Mir ist bewusst, dass die nötige Ernsthaftigkeit in Tarantino-Filmen zu verlangen etwas zu hochgestochen ist, aber was uns hier geboten wird, ist meiner Meinung nach mehr als nur bloße Verharmlosung. Tatsachen werden verdreht, die Perspektive, die die 8 Juden unter dem Kommando Brad Pitts als Rächer darstellt, ist nicht bloß gewagt, sie ist schlicht und ergreifend unangebracht. Das ganze kommt relativ vulgär rüber, die Darsteller zeigen meiner Auffassung nach keine sonderlich starke Leistung, ausgenommen Waltz, dies steht außer Frage. Zu Recht wurde dessen Interpretation von Hans Landa oscarprämiert, er bringt seine Rolle sehr authentisch rüber und bildet einen gelungene Außnahme in einem sonst der Ernsthaftigkeit beraubten Weltkriegsfilm, zumal genau diese solchen Filmen die großartige Spannung verleiht, die mich als Zuschauer so packen und mich für das Thema interessieren. Auch die Atmosphäre stimmt hier einfach nicht, das ganze wirkt insgesamt viel zu lächerlich und die gewählten Drehorte passen einfach nicht in die Vorstellungen eines Weltkriegsszenarios. Sternchen Brad Pitt überzeugt in diesem Streifen gar nicht, er wirkt im Vergleich zu beispielsweise Waltz kein bisschen authentisch, es gibt eindeutig bessere Auftritte des A-Klasse Schauspielers (Bsp für eine Glanzleistung BPs zeigt der Blockbuster Herz aus Stahl von 2014)
                                          4,5 Punkte hat das ganze dennoch verdient.

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                                          • 9 .5

                                            Starbesetzung überzeugt!!!

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                                              Desmond42 08.03.2015, 08:57 Geändert 08.03.2015, 16:34

                                              StrykeOut und JohnnyvsSherlock, ich hoffe, ihr lest das hier, denn ich wollte euch nur mal sagen, ihr hattet Recht, ich habe es doch noch geschafft, nun so richtig Gefallen an Tarantino zu finden. Der Anlass dazu war jedenfalls in der Tat "Inglourious Basterds" und auch wenn ich bisher dennoch nur zwei seiner Filme richtig großartige finde, so kann ich schon sagen, dass mir sein Stil mittlerweile immer mehr zusagt.

                                              Eines meiner wenigen Probleme, die ich mit seinen Filmen noch habe, ist nach wie vor das Fehlen instrumentaler Soundtracks, doch gerade hier entpuppte sich "Inglourious Basterds" für mich als extrem positive Überraschung, wenn man bedenkt wie er tatsächlich einen eigene Titelmelodie von Ennio Morricone benutzt und mit einer alternativen Version von "Für Elise" startet. Die Anfangsszene des Films ist meiner Meinung nach sowieso eine der besten Filmszenen, die je gedreht wurden, Tarantino schafft es, aus einer viertelstündigen Diskussion zwischen den Charakteren ein dramaturgisches Meisterwerk zu erschaffen, das nicht nur vor Spannung knistert, sondern auch noch bedeutsame philosophische Inhalte in Bezug auf Fremdenhass und diverse andere Themen abhandelt. Mit Christoph Waltz ist Hans Landa ohnehin unvergleichlich perfekt besetzt und sorgt hier noch für einige brillante Szenen.

                                              Ein Kritikpunkt, den ich neulich über den Film hörte, war, dass er ein gegen Deutsche hetzender Propagandafilm wäre, was eigentlich, und normalerweise bin ich kein Freund dieses Arguments, nur daraus resultieren kann, dass man ihn nicht verstanden hat. Denn tatsächlich ist "Inglourious Basterds" das komplette Gegenteil davon. Mit Hans Landa und unwissenden Feldsoldaten erschafft er Charaktere, die zwar unter dem Hakenkreuz arbeiten, aber alle ihre komplett eigenen Hintergründe für die Handlungen haben, und zeigt somit, dass nicht alle Nazionalsozialisten automatisch grausame Judenhasser waren und dass nicht jeder Deutscher mit dieser Bewegung in Verbindung gebracht werden kann. Der Film glorifiziert auch nicht, wie grausam die Amerikaner in ihm mit ihren Feinden umgehen, um genau zu sein sind sie hier selbst ebenfalls aggressive Schwarz-Weiß-Maler, die alle Deutschen gleichermaßen als Monster abstempeln, was genauso falsch ist wie der Judenhass der Nazis. Technisch gesehen ist dieser Film mit seiner zum Zweifeln anregenden Darstellung von Rache somit überaus pazifistischer Natur.

                                              Dazu ist "Inglourious Basterds" natürlich an sehr vielen Stellen verdammt stark inszeniert und beeindruckt mit einem von Vorne bis Hinten großartigen Cast. Selbst die Nebenrollen sind teils überaus interessant besetzt, zum Beispiel mit Martin Wuttke als Adolf Hitler, dessen "NEIN, NEIN, NEIN, NEIN, NEIN!" mittlerweile wohl jedem bekannt sein dürfte, Til Schweiger, den Tarantino als Hugo Stiglitz wortwörtlich schweigen lässt, und meinem persönlichen Favoriten aus "Die Zeitmaschine", Rod Taylor (Möge er in Frieden ruhen), der selbst Fan von Tarantino ist, als Winston Churchill. Auch Tarantino selbst übernimmt natürlich wieder eine kleine Rolle, was wiederum ein Aspekt an ihm ist, den ich überaus sympathisch finde, genauso wie die Filmanspielungen, zum Beispiel als Brad Pitt, den man ja als Tyler Durden in "Fight Club" kennt, vorschlägt, einem Nazi die Eier abzuschneiden. Tarantino scheint am Set wirklich immer mit ganzem Herzen bei der Sache zu sein und auch wenn ich einige Inhalte seiner Filme manchmal etwas überflüssig finde, bewundere ich ihn dafür schon irgendwie.

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                                                Troublemaker69 07.03.2015, 20:49 Geändert 08.03.2015, 23:57

                                                Quentin Tarantino ist ein vVisionär und ein mutiger noch dazu, was besonders bei Inglourious Basterds deutlich wird, denn hier beweist er mal wieder, dass er sämtlichen Regeln, in diesem Fall auch historischen trotzt, und dabei eine Komödie zu einem äußerst kritischem Thema kreiert, dabei wirkt er jedoch nie geschmacklos, sondern bleibt stets im Rahmen, wodurch man den Streifen komplett bedenkenlos genießen kann.

                                                Es beginnt schon mit einem wahnsinnig interessanten Intro, in dem Christoph Waltz schon mal seine schauspielerischen Qualitäten unter Beweis stellt und zeigt, dass er ja doch die eine oder andere Fremdsprache drauf hat
                                                Tarantino nimmt sich viel Zeit, um die einzelnen Charaktere und vor allem auch die Basterds vorzustellen. Dabei schafft er es jeder Figur einen eigenen Charme einzuhauchen. Um authentisch zu wirken, castet er Darsteller aus dem jeweiligen Land ( Deutsche spielen Deutsche, etc.). So gibt es neben den amerikanischen Stars wie Brad Pitt auch deutschsprachige Promis wie Til Schweiger oder Daniel Brühl zu sehen. Tarantino spielt sogar mit den Nationalitäten seiner Akteure, wie beispielsweise bei Michael Fassbender(deutsch-irisch), der als deutscher auffliegt, weil der falsch nach dreik Gläsern für einen Scotch fragt.
                                                Die Dialoge sind wie immer bei diesem grandiosen Regisseur lustig und cool zugleich, auch wenn sie sich hier doch schon ziemlich von seinen üblichen unterscheiden.
                                                Es sind keine trivialen Themen, über die sich die Charaktere austauschen, sondern wichtige Wortgefechte. Bewundernswert finde ich auch, dass Tarantino den Streifen in verschiedenen Sprachen drehen ließ und den Film auch in Amerika so ausstrahlen ließ-Welcher Regisseur traut sich das schon?
                                                Den Amerikanern einfach mal den Luxus zu nehmen und sie Untertitel lesen zu lassen?
                                                Mit viel Mut ändert änderter sogar den Verlauf der Geschichte, was man dem Film aber wirklich nicht ankreiden kann, denn es ist kein Historienfilm und Tarantino nutzt seinen Freiraum und erzählt seine ganz eigene Version des Ende des Weltkrieges.

                                                Unterm Strich betrachtet ist Quentin Tarantino´s Inglourious Basterds in meinen Augen eine brillante Komödie, die Spaß bereitet, ohne dabei geschmacklos zu werden.
                                                Tarantino beweist, dass er allen Grenzen, allen Fesseln trotz und ihm egal ist, in welche Schublade man ihn steckt.
                                                Viele Regisseure machen Filme für die Zuschauer, dann gibt es wieder welche, die machen Filme für sich, wie beispielsweise Lars von Trier und dann gibt es noch so welche wie Quentin Tarantino, der Filme dem Film zu Liebe macht und solche Streifen können in meinen Augen gar nicht schlecht sein.

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                                                  scheisse...einfach mal das tausendmal durchgekaute deutsche thema lassen!
                                                  einstampfen, die scheisse!

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                                                    eien größeren scheißdreck hab ich noch nicht gesehen. Wie krank und pervers. ich schäme mich für alle, die diesen film lieben. fremdschämen tut weh.

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