Intimacy
Intimacy (2001), FR Laufzeit 119 Minuten, FSK 16, Erotikfilm, Drama, Kinostart 07.06.2001
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von Patrice Chéreau, mit Kerry Fox und Timothy Spall
Sie kommt jeden Mittwoch um dieselbe Zeit in sein Haus, nur für ein paar Stunden ungestümen Sex. Danach verschwindet sie genauso rasch, wie sie gekommen war. Erst als die geheimnisvolle Fremde einmal nicht zum gewohnten Zeitpunkt bei ihm erscheint, bemerkt der Londoner Barkeeper Jay, der vor nicht allzu langer Zeit Frau und Kinder um seiner Freiheit willen verlassen hat, welche Bedeutung ihre scheinbar nur auf Sex gegründete Beziehung für sein Leben gewonnen hat. Er kennt nicht einmal ihren Namen, doch nun beginnt er, sich für ihr Leben zu interessieren und stellt ihr heimlich nach.
Cast & Crew
-
Patrice Chéreau
-
Kerry Fox
-
Timothy Spall
-
Mark Rylance
-
Alastair Galbraith
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Marianne Faithfull
-
Philippe Calvario
Regie
Schauspieler
-
Susannah Harker
-
Joe Prospero
-
Rebecca R. Palmer
-
Anne-Louise Trividic
-
Hanif Kureishi
-
Patrice Chéreau
- Genre
- Erotikfilm, Drama
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- London
- Handlung
- Affäre, Art House-Film, Barmann, Ehebruch, Hotelzimmer, Identität, Mann-Frau-Beziehung, Oralsex, Penis, Schauspieler, Sex, Sexspiele, Sexuelle Begierde, Sexuelle Identität, Sexuelle Obsession, Stalker, Untreue, Verfolgung, Verheirateter Liebhaber
- Stimmung
- Ernst, Sexy, Traurig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Intimacy
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Kritiken (1) — Film: Intimacy
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Kommentar löschenEine Film-Offenbarung ist "Intimacy" nicht. Stilistisch wirkt Chéreaus Perspektive wie ein - manchmal kluger, manchmal etwas unentschieden planloser - Kompromiss zwischen den drei Stiltendenzen des Weltkinos: der subjektiv-wirren Handkamera der Dogma-Gruppe, dem durch hochkomplexe Schnitt-Techniken und Story-Verschachtelung dominierten Kino à la Soderbergh und der mehr oder weniger klassisch-linearen Erzählweise der anderen. Eine Großaufnahme reiht sich an die nächste, als ob die Kamera die Hände ersetzen könnte, als ob durch Nähe irgend etwas zu begreifen wäre.
Kritik im Original 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (11) — Film: Intimacy
Kommentar schreiben8martin 2011/07/02 14:46:52
Kommentar löschenDie sehr freizügigen Sex-Szenen (6 an der Zahl!) sind nur die halbe Miete. Sie kommen aber an die Darstellungsweise von Nagisha Oshima durchaus heran, der sich ja bekanntlich ’Im Reich der Sinne’ tummelte. Die Dreiecksgeschichte spielt sich darüber hinaus noch auf zwei weiteren Ebenen ab: im Ehe- und Berufsleben der beiden Wilden Jay und Claire. In Gesprächen mit Freunden oder zwischen Ehemann (überzeugend Tim Spall) und Lover (Mark Rylance) versucht jeder, etwas über den anderen herauszufinden, glaubt einen angeblichen Wissensvorsprung einholen zu müssen. Fragt sich, was weiß der andere über mich, dass ich noch nicht kenne? Da geht es echt philosophisch zu, wenn behauptet wird ’Reden zerstört alles, Schweigen schützt’.
Es ist anscheinend unwichtig, wie sich Jay und Claire (Kerry Fox) trafen. Ebenso unbedeutend ist die Frage ’Und wie wird es weitergehen?’ Klar ist, es gibt keine gemeinsame Zukunft für die beiden. Sie genossen schweigend den Augenblick, schwelgten vorübergehend im Hier und Jetzt, frönten ihrer animalischen Gier. Doch das ist vorbei! Für Claire ist es das Ende der Lust. Die hatte sich über Jahre aufgestaut. Doch für Jay geht der Weg von der Lust zum Frust. Er kann sie nicht festhalten, obwohl er das am liebsten möchte. Derbe Kost, die vielleicht eine neue Sichtweise auf den Sex bewirken kann.
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Jack_Torrance 2011/07/05 10:14:43
Antwort löschenSchön geschrieben !
Filmkenner77 2010/08/17 13:34:17
Kommentar löschenMit gewagten Sexszenen gespicktes Drama, das leider ein wenig langweilt.
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statist 2010/08/08 23:44:09
Kommentar löschenNatürlich - ein Film zum Glücklichfühlen, Lachen und Lustig sein ist das natürlich nicht. Jemand hat geschrieben, dass er keinen Humor hat. Das stimmt nicht ganz. Wenn Jay zum zweiten Mal in dem ominösen Pub auftaucht und, natürlich mit Hintergedanken, versucht, den Mann von Claire zu instrumentieren - oder vielleicht, versucht heraus zu finden, wie aggresiv er ist - dann ist das durchaus komisch. Aber sicher: Man lacht ein bitteres Lachen. Nachdem ich "Intimacy" jetzt ein zweites Mal innerhalb von einer Woche gesehen habe, muss ich sagen: Beim zweiten Mal ist er etwas weniger bitter. Man erkennt, was eigentlich schief gelaufen ist. Einmal, in der Mitte des Films, gibt es einen kurzen Moment, in dem die Figuren scheinbar ganz frei von Komplexen und Schuld sich begegenen könnten - wenn sie sich nur sehen könnten. Leider aber spielen sie - wie während der ganzen Story - ein gegenseitiges Versteckspiel - auch auf der Straße. Der Oberwitz des Films ist: Trotz - oder gerade wegen des Titels - gibt es die ganze Zeit keine wirkliche Intimität. Die anonymen Treffen sind für die beiden - nicht für den Zuschauer, der allerdings auch kein Voyeur ist - sehr lustvoll. Aber beide wissen nicht, was da noch in ihren Herzen heranwächst. Sie wollen es auch nicht benennen. Oder doch? Jay möchte mehr, und kann doch nicht aus seiner Rolle, alles sofort so konkret wie möglich umzusetzen - daran wäre er schon einmal fast zerbrochen. Damals flüchtete er. Jetzt sieht er die große Chance gekommen - dieses Mal muss es funktionieren. Blöd, dass das für Claire anscheinend nicht so eindeutig ist. Bei ihr geht es auch um mehr: Um ihre Selbstdefinition als Frau und Schauspielerin. Sie ist zutiefst depremiert - verständlich, wenn die einzigen Auftritte auf einer Mini-Bühne neben den Toiletten eines Pubs stattfinden. Ihr Selbsthaß geht so weit, dass sie es nicht ertragen kann, zwei Mitglieder ihres Theaterkurses leidenschaftlich eine Liebesszene spielen zu sehen. Nocheinmal zu den zum Teil expliziten Sexszenen: Der Kunstgriff von Chereau liegt darin, dass diese nichts Erotisches haben - für uns als Aussenstehende, sehr wohl aber für das Paar. Sie machen uns nicht zu Voyeuren, sondern zu Zuschauern - das ist ein großer Unterschied.
Alle Schauspieler (incl. des kleinen Jungen) vollbringen Höchstleistungen. Besonders erwähnt sei die unglaubliche Szene, in der Andy, nachdem er die Wahrheit erfahren hat, in der Bar aufkreuzt. Timothy Spall spielt einen Mann, der auch nicht weiß, wie er diesem Konkurrent gegenüber treten soll - und jede Provokation wegwischt. Dennoch bleibt er bestimmend - großartig! Dieser Schauspieler kann mehr als der blöde Onkel von Harry Potter zu sein!
Ein depressiver, harter Film, der uns dazu ermutigen soll, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen, und offene Signale zu senden - auch auf die Gefahr hin, missverstanden zu werden. Diese Botschaft ist gerade deswegen so stark, weil das die Figuren im Film erst zum Schluss schaffen. Doch da ist es zu spät - beide können sich von ihren Rollen nicht befreien.
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maggimoviestar 2010/02/18 12:28:27
Kommentar löschenAbsolute Zeitvergeudung
nicht ästhetisch nicht erotisch einfach nix!!! Ohne Tiefgang, kein Humor!
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alanger 2009/10/12 20:09:10
Kommentar löschenwenig erotik, viel ärgernis.
wem da einer abgeht, der mag auch metallspäne lutschen.
2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Fulsome. 2009/10/12 22:06:57
Antwort löschenwtf?! :D
Schlegel 2009/10/14 13:00:00
Antwort löschenOoch! Komm schon. Hat doch nen Bären gekriegt.
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alanger 2009/10/14 13:06:07
Antwort löschen*g*, ich verkneif mir jetzt die sich aufdrängende anspielung.
statist 2010/08/08 23:51:42
Antwort löschenDas ist ja der Witz bei dem Film - und das ist bewusst so gemacht: Fü den Zuschauer soll das kein Voyeurs-Film sein, sondern die Figuren entdecken ihre Gefühle füreinander. Der Titel führt viele Leute in die Irre.
Thekla 2009/10/12 19:25:31
Kommentar löschenDas ist keine Pornografie. Dafür sind sich diese zwei Menschen, auch ohne sich zu kennen, viel zu nah, viel zu vertraut. Vor allem in ihren Vorstellungen, die sie sich von einander machen. Enormer Film über eine Gesellschaft in der sich die Menschen immer weniger kennen und zwei Individuen die sich ohne Worte finden.
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stalker 2009/02/25 14:43:30
Kommentar löschenAua. Solche Menschen gehören erst mal therapiert. Anstrengend und unsymphatisch.
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anami 2008/02/28 00:22:25
Kommentar löschenPornographie als Stil-Mittel einzusetzen, um die Einsamkeit des Individuums darzustellen ist sicher nicht neu, aber definitiv sehenswert in diesem Film.
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benniberlin 2008/01/22 22:00:42
Kommentar löschenDie unangenehme Eigendynamik verdrängter Sehsüchte. Mit "Intimität" hat das nicht unbedingt zu tun, denn genau die fehlt. Und darum gehts.
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statist 2010/08/08 23:52:40
Antwort löschenEndlich hat's mal einer erkannt! Danke!
LB_FAN86 2007/08/06 21:43:34
Kommentar löschenBis auf pikante Sexszenen hat dieser Film absolut gar nichts zu bieten. Sehr schwach.
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dAShEIKO 2007/06/28 17:17:23
Kommentar löschenPornografische Szenen machen noch keinen guten erotischen Film
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