Into the Wild
US 2007
- Genre
- Road Movie, Familiendrama, Erwachsenwerden, Abenteuerfilm
- Inhalt
Ein behütetes Elternhaus, finanzielle Sicherheit, eine außergewöhnliche Begabung und umwerfender Charme - eigentlich ist der Anfang 20-jährige Student Christopher so etwas wie ein Vorzeige-Amerikaner mit glänzenden Zukunftsperspektiven. Doch dann… — Mehr
Ein behütetes Elternhaus, finanzielle Sicherheit, eine außergewöhnliche Begabung und umwerfender Charme - eigentlich ist der Anfang 20-jährige Student Christopher so etwas wie ein Vorzeige-Amerikaner mit glänzenden Zukunftsperspektiven. Doch dann plötzlich, von heute auf morgen, bricht er aus seiner privilegierten Existenz aus und lässt alles hinter sich. Ohne einen Cent in der Tasche trampt er quer durch die Staaten, Richtung Alaska, in die Wildnis. Unterwegs trifft er auf andere Aussteiger, die wie er am Rande der Gesellschaft leben, und spürt die menschliche Nähe, die er bei seinen Eltern (William Hurt, Marcia Gay Harden) immer vermisste. Doch vier Monate später findet das Abenteuer ein jähes Ende.
- Cast
- Emile Hirsch, Marcia Gay Harden, William Hurt, Jena Malone, Brian Dierker, Catherine Keener, Vince Vaughn — Mehr
- Regisseure
- Sean Penn
- Autor
- Sean Penn
- Laufzeit
- 148 Minuten
- Zeit
- 2000er Jahre
- Ort
- Alaska, Arizona, Atlanta, Campus, Kalifornien, Vereinigte Staaten von Amerika, Wildnis, Wüste, Zug
- Handlung
- Abenteuer, Abenteurer, Abnabelung, Abschied, Absolvent, Alternativer Lebensstil, Anhalter, Ausbruch, Barmherzigkeit, Baum, Begegnung, Beziehung, Bruder-Schwester Beziehung, Cannabis, College, Duett, Durchbrennen, Durst, Eigenwilligkeit, Einsamkeit, Elch, Eltern-Kinder-Beziehung, Familienkonflikt, Fluss, Freundschaft, Gesang, Gitarre, Grenze USA-Mexiko, Herzstillstand, Hippie, Hunger, Identität, Jagd, Kajak, Kanu, Kreditkarte, Kälte, Lebensgefahr, Lebensgefühl, Lebensmittel, Lyrik, Mensch gegen Natur, Menschliches Zusammenleben, Musikfestival, Männerfreundschaft, Natur, Natur und Umwelt, Naturverbundenheit, Neue Identität, Reise, Road Trip, Schmerz, Schmerzvoller Tod, Schulabschluss, Sehnsucht, Selbsterkenntnis, Selbstfindung, Selbstverwirklichung, Sinn des Lebens, Sterben und Tod, Streit, Suche, Tagebuch, Tagelöhner, Tod durch Erschöpfung, US-Amerikaner, Unfalltod, Universität, Vater-Sohn-Beziehung, Vergiftung, Verlieben, Verlust einer geliebten Person, Versehentlicher Tod, Vorgetäuschter Tod, Wohnmobil, Wunsch, Zugfahrt
- Stimmung
- Berührend, Traurig
Poster und Merchandise zum Film im Fanshop
Kritiker — Sehenswert 7.9
Der Film Into the Wild wurde von 26 Kritikern bewertet.
Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Sean Penn übt sich in unkritischer Heldenverehrung, bebildert wie ein GEO-Sonderheft. Doch trotz dieser Zelebration eines unabhängigen Geistes, bleibt dieser Chris letztlich doch seltsam blass, unsympathisch und kalt. Technisch und schauspielerisch ist dem glänzend besetzten Film wenig vorzuwerfen - besonders die Nebenrollen, Chris Eltern und seine Wegbekanntschaften strahlen viel Faszination aus.
Nur die Hauptfigur bleibt - und das ist die Schuld des Drehbuchs, nicht des talentierten Emile Hirsch - ein selbstgefälliger Spinner, der halbverdaute Literaturfetzen ausspuckt, einer ethnokitschigen Räucherkerzen-Gesellschaftskritk anhängt und sich im Endeffekt für niemanden außer sich selbst interessiert. Es bleibt das Geheimnis des Films, warum all die Menschen die er trifft (zuletzt der großartige Hal Holbrock) sich derartig um ihn bemühen, denn Chris selbst interessiert sich nicht wirklich für Menschen.
Er ist jemand der nichts interessantes von sich gibt,… — Mehr
Sean Penn übt sich in unkritischer Heldenverehrung, bebildert wie ein GEO-Sonderheft. Doch trotz dieser Zelebration eines unabhängigen Geistes, bleibt dieser Chris letztlich doch seltsam blass, unsympathisch und kalt. Technisch und schauspielerisch ist dem glänzend besetzten Film wenig vorzuwerfen - besonders die Nebenrollen, Chris Eltern und seine Wegbekanntschaften strahlen viel Faszination aus.
Nur die Hauptfigur bleibt - und das ist die Schuld des Drehbuchs, nicht des talentierten Emile Hirsch - ein selbstgefälliger Spinner, der halbverdaute Literaturfetzen ausspuckt, einer ethnokitschigen Räucherkerzen-Gesellschaftskritk anhängt und sich im Endeffekt für niemanden außer sich selbst interessiert. Es bleibt das Geheimnis des Films, warum all die Menschen die er trifft (zuletzt der großartige Hal Holbrock) sich derartig um ihn bemühen, denn Chris selbst interessiert sich nicht wirklich für Menschen.
Er ist jemand der nichts interessantes von sich gibt, außer irgendwelcher Kalendersprüche aus dem Greenpeace-Fotokalender. Seine oberflächliche Freundlichkeit kaschiert nur schlecht sein Desinteresse an allen um sich herum. Was ihn in die Wildnis treibt ist nicht Erfahrungshunger und Tatendrang, sondern trotzige Wehleidigkeit und unverdaute Daddy-Issues. Kein Wunder, das sich seine naive Jack-London meets Jack Keruac-Odyssee am Ende als Selbstmord auf Raten erweist, denn wenn trotzige Mittelstandsbübchen meinen sie müssten einen auf Aussteiger machen, krepieren sie eben... in the wild. Überschrift: He had it coming.
Schade um Emile Hirsch, der weniger schauspielen muss, als in endlosen Montageszenen durch die gegend stapst, Berge erklimmt, herumschwimmt und tiefsinnig in die Botanik gucken darf. Überlang und zum Schluss mit zweifelhafter pathetisch-religiöser Stilisierung verklärt Penn hier jemand zur Ikone, der gerechterweise als Kandidat für den Darwin-Award gelten müsste.
Aber immerhin: Schöne Bilder und schöner Soundtrack und Emile Hirsch nackt.
PS: Der Film hat wohl die hässlichste Titelsequenz dieseits des ZDF-Fernsehgartens. Das hätte mir Warnung sein sollen.
3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 6 Antworten
Wombat 2009/11/15 01:11:14
Bei der Titelsequenz stimme ich voll und ganz zu, die Qualität hatte mich damals auch sehr überrascht.
alanger 2009/12/20 13:32:37
"denn wenn trotzige Mittelstandsbübchen meinen sie müssten einen auf Aussteiger machen, krepieren sie eben... in the wild". grandios!
blackholebird 2010/01/01 15:48:04
da hat wohl jemand an der falschen wurzel genascht. so schlecht war er bei weitem nicht. und vor allem nicht unkritisch. die ausgemachten kritikpunkte scheinen eher projektionsfläche des kritikers und nicht des filmes.
Mr Skywalker 2010/01/26 01:55:44
Ich verstehe deine Kritik nicht ganz!? Magst du die Person an sich nicht, das Drehbuch nicht oder beides nicht?
Batzman 2010/01/26 15:17:40
Sowohl als auch. Der Film glorifiziert auf recht kitschige Weise jemanden der im Endeffekt durch eigene Blödheit umgekommen ist.
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Penn hat den Stoff unorthodox - und in Überlänge - inszeniert: Er bricht mit dramaturgischen Mustern, spielt mit Zeitebenen, arbeitet mit eingesprochenem Text - und schafft es, dass die Zuschauer dem Protagonisten nahekommen, ohne vorbehaltlos mit ihm zu sympathisieren.
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Kommentare — Ausgezeichnet 8.0
Der Film Into the Wild wurde von 2641 Mitgliedern bewertet.
Olaya 2010/02/07 20:07:17
Into the Wild- einer der besten Filme die ich bis jetzt gesehen habe.
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Streep 2010/02/05 23:32:05
Unglaublich toller Film mit einem überragenden Hauptdarsteller! Regt sehr stark zum Denken an und hat mich von Anfang bis Ende total fasziniert!
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cpt. chaos 2010/01/30 17:21:43
Bildgewaltiger Film, mit einer Story, die allerdings, obwohl sie wahr ist, einfühlsamer und überzeugender hätte erzählt werden können - hat mich nicht überzeugt.
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Der Film Into the Wild gehört zum Genre Road Movie, Familiendrama. Regie führte Sean Penn.
Big Fish - Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht


“Into the Wild” erzählt die wahre Geschichte von Christopher Johnson McCandless. Er war ein 22 jähriger Student, der gerade seinen Abschluss in Geschichte und Anthropologie gemacht hat. Nach vielen Problemen im Elternhaus und der materiellen Sucht der heutigen Gesellschaft begibt sich McCandless auf ein Abendteuer. Er reist 2 Jahre lang durch Amerika bis nach Mexiko und wieder zurück.
Link zu vollständiger Kritik (externer Link)
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