Penn hat mit «Into the Wild» sein bisher reifstes Werk abgelegt, das nicht nur durch die bis auf die letzte Rolle perfekte Besetzung, sondern auch durch die übrigen Elemente restlos überzeugt und in seinen Bann zieht.
Mit großer inszenatorischer Feinfühligkeit romantisiert hier Penn nicht den Aussteiger im Kapf gegen die Wildnis, wie es der erste oberflächliche EIndruck vermuten lässt. Im Gegenteil stellt er Christopher McCandless als einen Getriebenen dar, auf der Suche nach sich selbst nach einer traumatischen Kindheit und stellt bei allen wunderschönen Bildern der Landschaft immer wieder klar heraus, wie wenig der Protagonist weiß, wer er selbst wirklich ist. Auf der verzweifelten und kompromißlosen Suche nach seiner Identität muss er bis an die Grenzen der Gesellschaft gehen - im wahrsten Sinne des Wortes.
Formal bestechen vor allem Grandiose Kameraführung und Bildästhetik. Zudem ein Spitzen-Soundtrack von Eddie Vedder (Pearl Jam)...
Ein Drama der etwas anderen Art, das sich vom Mainstream entfernt und zum Nachdenken darüber anregt, welche Dinge im Leben wirklich wichtig sind....
Es ist ein nahezu unwiderlegbares Merkmal von Überflussgesellschaften, dass sie es zulassen, und gelegentlich sogar heraufbeschwören, dass man den Ausstieg aus ihnen heroisiert - der Rebell von heute geht dazu allerdings nicht mehr in den Untergrund, sondern in den Wald. Und tatsächlich: "Into The Wild" ist ein Kind seiner Zeit, und konvertiert mit 15jähriger Verspätung McCandless' Lebensgeschichte für die große Leinwand. Wie ein Traumkonstrukt all jener, die am Wochenende, WallStreet-Journal gegen Wolfskin-Anorak tauschen, und dem Ruf der Freiheit ins deutsche Mittelgebirge folgen, zelebriert Sean Penn den rauhen Charme der Natur, und die Vorzüge des gesellschaftlichen Exodus': Wahre Erfüllung findet sein Hauptdarsteller nur im Eremiten-Dasein; sein sonstiger Weg ist gesäumt von manipulativ inszenierten Bürokraten und Shakehands mit anderen Aussteigern. Auch wenn der Film sich durch diese zeitweise…
"Du siehst aus wie ein geliebtes Kind" -
Es ist ein nahezu unwiderlegbares Merkmal von Überflussgesellschaften, dass sie es zulassen, und gelegentlich sogar heraufbeschwören, dass man den Ausstieg aus ihnen heroisiert - der Rebell von heute geht dazu allerdings nicht mehr in den Untergrund, sondern in den Wald. Und tatsächlich: "Into The Wild" ist ein Kind seiner Zeit, und konvertiert mit 15jähriger Verspätung McCandless' Lebensgeschichte für die große Leinwand.
Wie ein Traumkonstrukt all jener, die am Wochenende, WallStreet-Journal gegen Wolfskin-Anorak tauschen, und dem Ruf der Freiheit ins deutsche Mittelgebirge folgen, zelebriert Sean Penn den rauhen Charme der Natur, und die Vorzüge des gesellschaftlichen Exodus': Wahre Erfüllung findet sein Hauptdarsteller nur im Eremiten-Dasein; sein sonstiger Weg ist gesäumt von manipulativ inszenierten Bürokraten und Shakehands mit anderen Aussteigern. Auch wenn der Film sich durch diese zeitweise etwas aus der Affäre ziehen möchte: "Into The Wild" ist ein Hohelied auf den vermeintlich moralisch legitimierten Egosimus.
Es weht bisweilen ein Hauch von Hoppers "Easy Rider" durch "Into The Wild", und wie beim Standardwerk, verhagelt auch hier die fehlende Tiefe höhere Wertungsphären: So schön die Bilder an manchen Stellen für sich alleinstehend sind, so rührseelig der in seinen Klischees ertrinkende Score und die Off-Belanglosigkeiten vor sich hin tönen - ebenso wie sein zweifelhafter Held, befindet sich der Film und mit ihm sein Auditorium auf einer Odyssee ins Nirgendwo.
"Into The Wild" mäandert, und versteht seine Langatmtigkeit als breite Inszenierung; Penn bebildert eine Reise, zu der er sein Publikum zu keiner Zeit mitzunehmen vermag: Obwohl Emile Hirsch keine schlechte Performance abliefert, so versagt das Drehbuch von Beginn an dabei, irgendeine Art von Sympathie für ihn zuzulassen: Der McCandless aus dem Film (über die echte Figur sollte man an dieser Stelle nicht richten) ist der Prototyp eines unsympathischen Gutmenschen, der sich permanent in seinem moralischen Elitarismus suhlt und dessen tragisches Ende auf eigenem Verschulden, nicht auf einem möglicherweise bedauernswerten Fatalismus gründet.
Ein Vergleich, der auf den ersten Blick verschrecken mag, der sich aber aufgrund nicht unähnlicher Parameter trotzdem anbietet: Ellis' fiktive Bateman-Figur ist in ihrem Ausbruchbestreben aus dem vermeintlichen Käfig der Zivilisation stets nachvollziehbarer und zeitgleich empathiefähiger, als es Hirschs historisch verbriefter Charakter ist - angesichts der Tatsache, dass es sich bei Ersteren um einen soziopathischen Killer, bei zweiteren um einen Backpacker in den Mid-twenties handelt, darf man dies ruhig als narratives Totalversagen bezeichnen.
Aber auch fernab seines Plots ist Penns Unerfahrenheit auf dem Regiestuhl omnipräsent: Für ein Plädoyer für Ruhe, Ausgleich und Abgeschiedenheit ist "Into The Wild" erstaunlich zerfahren und undurchdacht inszeniert - visuelle Gimmicks wie SlowMotion, Splitscreens und shaky cam wollen so garnicht zum Anspruch der besinnlichen Meditation über sein Thema passen, welche der Film vorgibt zu sein.
Schlussendlich präsentiert sich "Into The Wild" als weitere Epigone vermeintlicher Aussteiger-Roadmovies, welche in schöner Beständigkeit immer mal wieder auf Zelluloid landen.
Mittelmaß, und gemessen an seinem Ruf und den eigenen Ansprüchen eine Enttäuschung, jedoch mit der Erkenntnis, dass man für verkitschte Romantisierungen und lasche Zivilisationsmüdigkeit kein Lagerfeuer und Gitarre mehr benötigt, sondern nur noch einen BluRay-Player und den passenden Flatscreen. Darauf eine Bionade...
das motiv der missgunst zieht sich als roter faden durch die durchgehend negativ konnotierte schmähschrift. hier verkommt eine filmkritik zur ideologischen hetze gegen die verfilmte idee und seine sympathisanten, etwa ersichtlich im abschlusssatz, in der hitmanski in bester polemik-manier die bionade als sinnbild für seiner meinung nach pathetische freidenker pauschalisiert. dabei manifestiert sich beim leser in ansätzen auch ein ungewollt intimes bild des menschen hinter der kritik - antizipation : sauere verbitterung verblichener träume
@ Zeddicus
Die Frage ist ja nun: Während du mit der romantisierten Freiheit auf dem Fernsehschirm sympathisierst, sitzt du vor einem Laptop, und tippst diesen Stuss.
Weil ich die Errungenschaften der Zivilisation genieße, und back-to-the-roots-Gekaspere für verklärend und nutzlos halte, sitze ich an meinem Laptop, und antworte die auf diesen Stuss.
Wer von uns beiden ist nun zufriedener mit dem status quo? :)
PS: Wer Bionade für ein Synonym für Freidenker hält, hat wohl noch nie etwas von Bionade-Biedermeier gehört...
Hmm... Was ich halt immer noch nicht ganz verstehe: Man muss doch nicht mit dem Protagonisten sympathisieren, um einen Film gut zu finden? INTO THE WILD ist doch wirklich großartig erzählt, fotografiert, gespielt und Eddie Vedders Musik unbestritten phantastisch, jedoch kam ich nach Sichtung des Filmes auch nicht direkt auf die Idee, die Wolfskinjacke auszupacken, alles aufzugeben und in den nächstbesten Wald zu wandern. Das macht den Film doch nicht schlecht. Emile Hirschs Charakter hat was ablehnend-faszinierendes.
Mit dieser Argumentation müsstest du ja auch beispielsweise TAXI DRIVER ablehnen. Na eigentlich alle Filme mit fragwürdigen, diskutablen Protagonisten. Und INTO THE WILD ist nun wirklich kein Aufruf, dem Protagonisten zu folgen, sondern ein gelungener 2-Stunden-Ausstieg von Laptop und co... :)
Naja, das führt letztendlich wieder zu der Debatte, die wir schon einmal hatten; ich finde das Abklappern der üblichen Rezeptionsparameter uninteressant; weil sie letztlich nichts über den Film verraten: Ab einem gewissen Produktionsniveau wird man immer von einer Professionalität einzelner Aspekte, teilweise sogar etwas darüber, sprechen können - aber macht es den Film in seiner Gesamtheit besser, wenn ich mich nicht mit dem Subtext/der Handlung/kurz: dem "Was" der Erzählung anfreunden kann?
Wobei ich bei INTO THE WILD die shaky-cam-Geschichte deplaziert fand', somit auch nicht wirklich ausgewogen inszeniert - aber das ist sicher Geschmackssache.
Sicherlich ist die Wortwahl und die Aufhängung meines Textes oben polemisch (aber auch klar als solche zu erkennen), aber auch fernab davon sehe ich eben doch eine gewisse unhinterfragte Verehrung der Figur, die dem Film nicht gut steht. Deshalb hinkt auch der Vergleich mit TAXI DRIVER und anderen Filmen: TAXI DRIVER lässt doch keinen Zweifel daran übrig, dass der Protagonist in seinem ganzen Handeln zutiefst a-sozial ist; letztendlich schildert der Film eine langgezogene Demontage seiner Figur.
INTO THE WILD macht das nicht; das Finale hat eher etwas von Märtyrer-Tod, als von der logischen Konsequenz seines Handelns, sprich: Bis zum Schluss bleibt die Tatsache bestehen, dass seine Flucht vor der Gesellschaft etwas notwendiges, essentielles in sich trägt, weil der Film seine Sympathien klar verteilt (Stadt = oberflächliche Eltern, Bürokratie / Land = Freiheit, Selbstfindung, Liebe [etwas woran auch die leidlich konstruierten Beziehungsprobleme des Hippie-Pärchens nichts ändern]) - und damit ist es doch tatsächlich der totale Kontrapunkt zum Fazit von Scorsese, der keinen Zweifel an der Selbstgerechtigkeit seines Protagonisten lässt.
Kurz: Ich finde schon, dass es ausreicht, einem Film, dem ich eine gewisse Fortschrittsfeindlichkeit und ein verklärtes Naturbild vorwerfe, auch mit einer Wertung knapp unterhalb der Mittelmäßigkeit anzusiedeln.
Auch wenn es off-topic ist: Daran sieht man auch die Güte von TAXI DRIVER; denn in der Tat ist es einer der wenigen Filme, der aus der klassischen Anti-Figur keinen Helden macht (etwas, woran ja viele ähnlich angelegte Revenge-Filme scheitern).
Für mich ist das halt ein Film, der um genau diesen lauen Kalenderspruch herumgezimmert wurde :)
Ich habe ja nichts gegen Emotionalität, Almodóvar, Burton oder PTA haben alle großartige, sehr berührende Filme gemacht, die letzten beiden zählen sogar zu meinen unumstrittenen Lieblingsregisseuren. Mich stört nur aufgesetzte Emotionalität; aber das ist ein Punkt, über den man sicherlich nicht streiten kann, weil ich meine Einschätzung der Sachlage auch garnicht über Gebühr verallgemeinert und objektiviert wissen möchte.
Ok, kann man so sehen. Akzeptiert. :)
Jedoch basiert INTO THE WILD auf einer wahren Geschichte, und warum diese von der Grundintention her verfälscht und weniger fortschrittsfeindlich erzählen, wenn so nunmal der Mensch McCandless funktioniert hat. Da finde ich den Vorwurf gegenüber Sean Penn ungerecht.
Bei mir überwiegt bei solchen Filme halt immer der Gesamteindruck, das "Gefühl" während des Abspanns. Und der/ das hat gestimmt.
Wollen wir nicht einfach versuchen uns in der Mitte zu treffen?
Dazu ein paar Aspekte: Emotion sollte sein, doch gleich von 'romantisiert' zu sprechen erzeugt das Gefühl einer terminologischen Felhinterpretation des romantischen Gedankenguts. Was Hitmanski eben im Vergleich zu TAXI DRIVER schrieb spricht mir derart aus der Seele, dass man es nicht besser hätte formulieren können. (Und da seien jetzt mal ALLE anderen, sonstigen Kritiken von ihm ausgeblendet - daher mein Aufruf: Lest bitte bitte jede seiner Kritiken für sich und versucht ihn nicht in eine narzisstische, immer gewollt kalte, Denkensschienen-schublade zu stecken) - denn in Bezug auf Into the wild und seiner angedeuteten Heroisierung des Protagonisten hat Hitmanski nahezu objektiv recht: Bei aller Emotion ist hier inkonsequent inszeniert worden und eben DAS stößt auch mir bei diesem Streifen auf.
Also nichts mit romantisierender Haltung, blabla, INTO THe WILD gefällt nicht etwa emotional mitfühlenden Menschen besser als kalkülisierenden, sondern vielmehr sagt es denjenigen mehr zu, die eine gewollte Träumerei (und das hat nur sehr wenig mit Romantik zu tun) der kompletten (aber nicht in seiner Konsequenz vollziehbaren) Abkapselung, Alternativierung, Abnabelung durchspielen wollen.
Ich habe das zugrunde liegende Buch nicht gelesen, insofern werde ich mich hüten, da irgendwelche großen Vergleiche anszustellen, aber angenommen der "Mensch McCandless" würde tatsächlich wie auf der Leinwand funktionieren - dann hätten wir genau jenes Dilemma, das viele "based on true story"-Filme haben: Es fehlt mir die Distanz; Memoiren zu adaptieren heißt ja nicht gleich, sich nicht auch kritisch mit der darin portraitierten Person auseianderzusetzen. Bei (Achtung sehr polemisch zur Verdeutlichung!) der Verfilmung von historischen Verbrechern übernimmt man doch auch nicht ungefragt einfach deren Denkmuster und Strukturen, sondern man setzt sich (zumindest in guten Filmen) mit ihnen kritisch auseinander; vergleichbares fehlt mir in INTO THE WILD einfach.
PS: Vollste Zustimmung zu PTA und Burton
PPS: @Alex: Word.
@Gordon Cole: Dir ist jetzt relativ schwer zu antworten. Nicht weniger deiner Frage wegen, die sich imho recht leicht mit 'Nein' beantworten lässt, als vielmehr deiner Vorverständnis geschuldeten Vorstellung von 'Träumerei' - wie gesagt, 'nur' zu träumen hat wenig mit Romantik zu tun, und ich liebe die Romantik wie keine andere Epoche, und trotzdem halte ich persönlich ÜBERHAUPT nichts von Pseudo-durchdachten-aber-als-eben-solche-verkauften-Aktionen ala selbsternannter Namensvetter Supertramp. Den Romantikern war klar, dass sie nicht IN der Welt selbst der Welt entfliehen können, sondern dass vielmehr die Flucht in der SUCHE nach der unendlichen Transzendenz zu finden ist. Und das vermiss ich so bei diesem, nennen wir ihn mal pseudoträumerischen, Filmchen. Es wird die ganze Sache nicht zu Ende GEDACHT, sondern wohl eher zu einem Ende GEBRACHT (sein Tod), was dann auch noch, wegen dem konventionell in der Welt herrschenden Vorverständnis von romantischen Gedanken, als 'voll toll', 'vorbildlich' und ja ach so 'Anti-Gesellschaftlich' (weil unzufrieden mit Gesellschaft) empfunden wird.
P.S.: Das war jetzt kein Offense, ehrlich!
// OT: GUT, denn der Beef nimmt hier manchmal zu sehr Überhand, anstatt einfach mal 3 Sätze weniger persönlich zu nehmen.
Dann nochmal zum Film: Geschenkt, dass Sean Penn diesem Menschen einen Film würdigt. Geschenkt, dass Krakauer ein Buch über ihn schrieb, der VERSUCHTE seine Erlebnisse zu rekonstruieren. Da ich grad die Spendierhosen anhabe schenke ich Sean Penn wiederum auch noch eine Message, die er wiederum dazudenkt, dazukonstruiert. Fertig ist nun das Filmkonstrukt, das noch lediglich einer Ausführung bedarf. Doch ab JETZT schenke ich nichts mehr: Mir ist das alles mit 'wahrer Begebenheit' bewusst (halte ich übrigens für Quark, denn auch ich würde mich in einer Autobiographie von meiner allerbesten Seite präsentieren, ohne das jedoch offensichtlich zu machen! - auch im Hinblick eines Ausstiegs aus der Gesellschaft würde ich versuchen mich für die Nachwelt als eine möglichst coole Heroengestalt zurückzulassen, sodass ich bei einer Rekonstruktion [sprich: Biographie] möglichst gut wegkomme). Und da liegt jetzt der springende Punkt: Es wird sich, wie Hitmanski gut bemerkte, nicht kritisch genug mit dieser Figur eines 'Aussteigers' auseinandergesetzt. Wir finden in INTO THE WILD keine Phantastik, keine Träumerei, nur auf den Bildschirm geworfene Bilder eines Pseudoalternativen, der völlig zurecht stirbt, DABEI aber eine andere sog. Message transportabel machen will. Das ist jetzt nicht auf den Mist von besagtem Chris McCandless gewachsen, sondern auf den Mist vom Regisseur. Deshalb beurteilen wir Filme anhand der bewegten Bilder und die zugehörigen, natürlich nicht zu vernachlässigenden, aber nunmal zusätzlichen Rahmenbedingungen komme erst später hinzu. Sean Penn inszeniert inkonsequent, und das hat nichts mit der (mir zudem unsympathisch vermittelten) Gestalt des Protagonisten zu tun.
(")1. Wusste ich noch nicht das Märtyrer vor ihren Abgang, flehen, weinen, schreien und nach ihrer Mutter rufen("), ich sehe du weist so vieles nicht, Hit schöner text, lass dich von diesen klemmigen ferndiagnoseTiggern aka die üblichen verdächtigen, nicht aus der ruhe bringen. alzu verkopft sind die meisten eh nicht. und wer einen film lieber mit der harnblase als mit den augen schaut ist mir suspekt.
Eine Kritik, die nur ein gut gewickeltes Bionade-Biedermeierkind wie der Herr Hitmanski, verschulden kann. Er outet sich als gutbürgerlicher Wohlstandsgenießer und verfängt sich dann auch noch in seiner Kaste mit dem Schlussatz in seiner "Kritik". Klassischer Fall von gegen den Wind pinkeln, nennt man das. Fortsetzend fragt er sich dann tatsächlich warum es neben seiner ihn ständig in sein Rektum kriechenden Fangemeinde, welche gibt, die an seinen eloquenten elitären Kritiken, welche meisten kaum ein Merkmal einer sachlichen und nützlichen Kritik aufweisen können, rummeckern und in seinen Augen nutzlose und lächerliche Kommentare schreiben. Ganz einfach Mr. Hit-Bionade-manski, wenn man sich derartig grün, derartig weit, aus derartig großen Fenstern hängt, kommt immer mal ein Vogel vorbei und kackt einem auf den Kopf. Sowas kommt von sowas und außerdem wissen wir es alle, du es brauchst ;)
Remote diagnosis accomplished!
Sobald ich meine Runde Golf (Natur pur!) abgeschlossen habe, werde ich noch einmal über die hilfreichen Lebesweisheiten meines zwei Jahre und ein paar Tage älteren Vorredners nachdenken, der sich ungeachtet der Blödsinnigkeit seiner Forderung nach sachlich-objektiven Kritiken scheinbar für ein ganz waches Kerlchen hält.
Message sent from my iPhone.
Oh schön, wieder einer der sich mit Hitmanski und seinen wortgewaltbereiten Jüngern anlegt, ich hab schon nen Rückzieher gemacht. Aber scheint hier der normale Umgangston zu sein. ;) Viel Spaß!!! ...und verbleibe objektiv, Into the Wild 10 points.
Anlegen ist nicht das richtige Wort. Ich habe durchaus Achtung für die sprachliche Fähigkeit des Herrn Hitmanskis, doch stoßen mir leider immer öfter seine verschobenen "Kritiken" auf. Sie sprudeln vor Selbstoffenbarung und seine Auseinandersetzungen mit Gegenargumenten ist als kindlich zu betrachten. Informativen Charakter, welchen eine Filmkritik besitzen sollte, haben sie eigentlich nie. Der Sinn und Zweck seines Niedergeschriebenen ist in meinen Augen damit zweifelhaft. Deswegen verfalle immer mehr in den Gedanken, dass es weniger seine Intention ist, hier Leute über Filme zu informieren, sondern es vielmehr um eine simple verbale "Ich bin toller als Du" Produktion geht. Es ist hohes Blabla mit wenig Sinn. Schaut man sich die Texte mal genauer an und schlägt zu vielen benutzten Begriffen mal nicht wikipedia, sondern ein etymologisches Wörterbuch auf und guckt mal auf die rethorischen Mittel, merkt man schnell das der große Wortschatz weniger durch ein linguistisches Fundament gestützt ist, sondern mehr ein typischer elaborierter Versuch sich durch übermäßige Fachterminologie und oft unangebrachten Neologismus von der Masse abzuheben. Am deutlichsten stechen die oft Abweichenden Meinungen in verschiedenen Rezensionen und Kommentaren raus, denn häufig greift er sich textübergreifend selber in seinen Argumentationen an. Auch die Verbissenheit und fehlenden Ironie sprechen nicht gerade dagegen.
Interessante Diskussion, leider komme ich etwas zu spät...
Das ist keine gute Rezension. Es ist vielmehr ein Kommentar zu dem nervigen Heroisieren von Gesellschaftsaussteigern. Details die den Film jedoch anders, stärker wirken lassen werden übersehen, sodass das Gefühl auftritt, dass der Film nur halbherzig verfolgt wurde, was bei einer Länge von 2,5h und einer mittelmäßigen Begeisterung keine Überraschung wäre.
Mit “Into the wild” ist es Sean Penn gelungen ein absolutes Filmhighlight der letzen Jahre zu erschaffen. Der ernste Film hat das Zeug dazu ein echter Klassiker zu werden und muss einfach von jedem, der auch nur ansatzweise Interesse am Medium Film hat gesehen haben. Wer sich dieses fesselnde Werk entgehen lässt ist selber Schuld.
“Into the Wild” erzählt die wahre Geschichte von Christopher Johnson McCandless. Er war ein 22 jähriger Student, der gerade seinen Abschluss in Geschichte und Anthropologie gemacht hat. Nach vielen Problemen im Elternhaus und der materiellen Sucht der heutigen Gesellschaft begibt sich McCandless auf ein Abendteuer. Er reist 2 Jahre lang durch Amerika bis nach Mexiko und wieder zurück.
Sean Penn übt sich in unkritischer Heldenverehrung, bebildert wie ein GEO-Sonderheft. Doch trotz dieser Zelebration eines unabhängigen Geistes, bleibt dieser Chris letztlich doch seltsam blass, unsympathisch und kalt. Technisch und schauspielerisch ist dem glänzend besetzten Film wenig vorzuwerfen - besonders die Nebenrollen, Chris Eltern und seine Wegbekanntschaften strahlen viel Faszination aus.
Nur die Hauptfigur bleibt - und das ist die Schuld des Drehbuchs, nicht des talentierten Emile Hirsch - ein selbstgefälliger Spinner, der halbverdaute Literaturfetzen ausspuckt, einer ethnokitschigen Räucherkerzen-Gesellschaftskritk anhängt und sich im Endeffekt für niemanden außer sich selbst interessiert. Es bleibt das Geheimnis des Films, warum all die Menschen die er trifft (zuletzt der großartige Hal Holbrock) sich derartig um ihn bemühen, denn Chris selbst interessiert sich nicht wirklich für Menschen.
Er ist jemand der nichts interessantes von sich gibt, außer…
Sean Penn übt sich in unkritischer Heldenverehrung, bebildert wie ein GEO-Sonderheft. Doch trotz dieser Zelebration eines unabhängigen Geistes, bleibt dieser Chris letztlich doch seltsam blass, unsympathisch und kalt. Technisch und schauspielerisch ist dem glänzend besetzten Film wenig vorzuwerfen - besonders die Nebenrollen, Chris Eltern und seine Wegbekanntschaften strahlen viel Faszination aus.
Nur die Hauptfigur bleibt - und das ist die Schuld des Drehbuchs, nicht des talentierten Emile Hirsch - ein selbstgefälliger Spinner, der halbverdaute Literaturfetzen ausspuckt, einer ethnokitschigen Räucherkerzen-Gesellschaftskritk anhängt und sich im Endeffekt für niemanden außer sich selbst interessiert. Es bleibt das Geheimnis des Films, warum all die Menschen die er trifft (zuletzt der großartige Hal Holbrock) sich derartig um ihn bemühen, denn Chris selbst interessiert sich nicht wirklich für Menschen.
Er ist jemand der nichts interessantes von sich gibt, außer irgendwelcher Kalendersprüche aus dem Greenpeace-Fotokalender. Seine oberflächliche Freundlichkeit kaschiert nur schlecht sein Desinteresse an allen um sich herum. Was ihn in die Wildnis treibt ist nicht Erfahrungshunger und Tatendrang, sondern trotzige Wehleidigkeit und unverdaute Daddy-Issues. Kein Wunder, das sich seine naive Jack-London meets Jack Keruac-Odyssee am Ende als Selbstmord auf Raten erweist, denn wenn trotzige Mittelstandsbübchen meinen sie müssten einen auf Aussteiger machen, krepieren sie eben... in the wild. Überschrift: He had it coming.
Schade um Emile Hirsch, der weniger schauspielen muss, als in endlosen Montageszenen durch die gegend stapst, Berge erklimmt, herumschwimmt und tiefsinnig in die Botanik gucken darf. Überlang und zum Schluss mit zweifelhafter pathetisch-religiöser Stilisierung verklärt Penn hier jemand zur Ikone, der gerechterweise als Kandidat für den Darwin-Award gelten müsste.
Aber immerhin: Schöne Bilder und schöner Soundtrack und Emile Hirsch nackt.
PS: Der Film hat wohl die hässlichste Titelsequenz dieseits des ZDF-Fernsehgartens. Das hätte mir Warnung sein sollen.
da hat wohl jemand an der falschen wurzel genascht. so schlecht war er bei weitem nicht. und vor allem nicht unkritisch. die ausgemachten kritikpunkte scheinen eher projektionsfläche des kritikers und nicht des filmes.
Ja, aber um seine eigene Blödheit wissend. Von der Thematik her -grade wegen deinen Einwänden- ein super Film. Dieses Desinteresse in anderen Menschen wird ihm letztendlich zum Verhängnis: Er wird kein Märtyrer seiner eigenen Ideologie, sondern wirft sie um. Trotzdem kann er mit seinem neugewonnenen Selbst- und Weltbild gegen seinen Egozentrismus nichts mehr ausrichten.
Aber ich bin beeindruckt von deinen absolut treffenden (hust) Neologismen. Ich wäre nie auf die ethnokitschige Räucherkerzen-Gesellschaftskritik gekommen, hättest du mich nicht mit der Nase darauf gestoßen.
"Der Film glorifiziert auf recht kitschige Weise jemanden der im Endeffekt durch eigene Blödheit umgekommen ist."
"...bleibt dieser Chris letztlich doch seltsam blass, unsympathisch und kalt"
Der Film glorifiziert also Chris dadurch dass er seltsam blass, unsympathisch und kalt bleibt? :-D
Der Text ist eines Filmkritikers würdig und ist gut geschrieben oder kopiert. Als Filmliebhaber kann ich nur sagen, dass diese reale Geschichte sehr gut umgesetzt wurde und mich der Film emotional tief bewegt hat!
In seiner Filmkritik hat Batzman viele meiner unausgesprochenen Gedanken in Worte gefasst.
Ich bin aber insofern auch ein schlechtes Zielpublikum für diesen Film, da ich zwar kritisch mit den Errungenschaften der Technik umgehe, es aber für mich persönlich trotzdem nichts ferneres gibt, als "zurück zur Natur".
Ich mag emotionale Filme, in diesem Film hatte ich jedoch sehnsüchtig auf den Tod von "Alexander Supertramp" gewartet, damit dieses "Drama" ein Ende findet.
Sein Tod hat mich zwar doch nocht etwas berührt, aber in keinem anderen Film hat mich der Tod der Hauptfigur so wenig getroffen, wie hier.
Wie Batzman schon sagte: "wenn trotzige Mittelstandsbübchen meinen sie müssten (fernab von ihren Mitmenschen) einen auf Aussteiger machen, krepieren sie eben... in the wild."
Dann kann es durchaus auch vorkommen, dass dies einen Teil des Publikums thematisch anödet, obwohl der Film mit schönen Landschaftsfotos aufwarten konnte. Auch nach langer Zeit den Schauspieler Hal Holbrook mal wieder zu sehen, war lohnenswert. Somit war die für diesen Film aufgewendete Zeit nicht ganz verschenkt.
hab irgendwie das gefühl das du gerne der besagte indianer wärst !oder deine liebste beziehungspartnerin an einen solchen verlohren hast,deine argumente sind zu niederträchtig zerreissend ohne wirklich vorschläge zu bringen,da fand ich den beitrag von ortega besser,denn eine karte hätte tatsächlich einiges geändert ..
Wiedereinmal eine typische Batzman-Kritik mit einer gehörigen Portion Sarkasmus, den ich als Leser besonders schätze, regt er mich doch zum schmunzeln an.
Danke dafür und weiter so, auch wenn ich die Wertung diesmal leider nicht teilen kann, fand ich diesen Film doch zumindest "sehenswert".
Sicher hätte man noch etwas mehr aus dieser Geschichte holen können, alleine schon aufgrund meiner Vermutung, dass sich beinahe jeder schon einmal gefragt hat: "was wäre wenn ich nun alles hinschmeiße" oder zumindest an einen Punkt im Leben kam, an dem einem die Gesellschaft und ihre Werte (also auch man selbst) schlicht "ankotzten" oder gar verzweifeln ließen.
Jedoch regt mich Penns Werk zum Nachdenken an, rührt teilweise ernsthaft(-> Hal Holbrock als einsamer, ängstlicher Veteran), kann mir gerade zum Ende hin das Gefühl der unendlichen Einsamkeit vermitteln und Alex schließliche Einsicht ist zwar bereits bekannt, doch trotzdem von großer Bedeutung für alle und man kann sie nicht oft genug hören, dauert es doch lange bis man es versteht.
Entweder bewundert man die Figur oder man kann mit ihr einfach nichts anfangen.
Genauso wie mit tausend anderen Sachen auf der Welt. Ein typischer Fall von dem berühmt berüchtigten Geschmack.
Batzman, ich habe bisher wirklich selten erlebt, dass eine Kritik meiner persönlichen Meinung eher entspricht als dein Verriss zu diesem Film. Solltest du manchmal daran zweifeln, ob es noch weitere Menschen gibt, denen dieses wehleidige Himmelfahrtskommando eines sturköpfigen Goldjungen schlichtweg auf die Nerven ging: Sei gewiss, es gibt sie.
Ich schließ mich dir, Batzmann, weitgehend an mit deiner Meinung. Es wird Sympathie zu einem Menschen aufgebaut, der zwar aus verständlichen Gründen sein soziales Umfeld verlässt, aber aus im Film nicht ersichtlichen Gründen auch kein neues Umfeld sucht, sondern vereinsamt und schließlich mehr oder weniger aus Unvorsichtigkeit, Gleichgültigkeit oder gar Dummheit stirbt. Filmisch ein nettes Werk, aber insgesamt ohne sinnvolle Aussage. Sehenswert, aber nicht wertvoll.
Mit Verlaub, so einen Bullshit habe ich ja lange nicht gelesen. Die sinnvolle Aussage ist dermaßen offensichtlich und präsent, dass man sie eigentlich nicht verpassen kann. "Happiness is only real when shared", schreibt McCandless in sein Buch, kurz bevor er einen einsamen Tod stirbt. Einsamkeit als Alternative, die sich jedoch als nicht gleichwertig herausstellt. Natürlich ist der Film komplexer und greift auch deutlich tiefer, aber ich will keine Romane verfassen ...
das drehbuch beruht auf ner wahren geschichte du hegel.. und die probleme der hauptperson werden klar benannt wie zb seine "daddy-issues", ob du räucherkerzen magst ode rnicht ist deine sache..
Ich muss dir voll zustimmen, auch bis jetzt konnte ich nicht so richtig mein Problem mit dem Film ausdrücken. Du scheinst da die richtigen Worte zu finden.
Ich sehe es vielleicht nicht so drastisch wie du, finde aber schon, dass der Film sehr gut in Szene gesetzt worden ist.
Deswegen von mir... 7.0.
An einigen Stellen relativ lang gezogen,
Sinneswandel sind nicht immer nachvollziehbar,
die Schwester zurückgelassen, super,
statt mit bloßen Händen dann doch in nem vergammelten Bus leben, mit Gewehr und ner 1000er Box Streichhölzern ist ja auch total naturbezogen...,
und dass er schließlich "nur" wegen der Probleme mit seinen Eltern durch die Gegend zieht, anstatt sich einer Gesellschaftsgruppe anzuschließen (weiß nicht, Emos vielleicht ;) ) finde ich wesentlich sinniger.
Trotz allem schöne Bilder und guter Soundtrack. Manchmal braucht man auch nicht mehr.
Übrigens kann mir keiner erzählen, er hätte die Kleine aus dem Hippie-Lager nicht gevögelt...
Der Film mag ja auf einer wahren Begebenheit basieren, allerdings bestenfalls lose. Wie soll man denn wissen, was der Typ erlebt hat, als er allein unterwegs war? Ich halte es so, wie es dargestellt wird, einfach für sehr realitätsfern.
Eine absolut schlechte Kritik.
Die Qualität von Chris wird sehr wohl in der ein oder anderen Szene dargestellt, genau so wie die Bedeutung des Zusammensein. Der Film kaut einem nur nicht alles vor, zumal das für den Gesamtkontext irrelevant ist.
Es geht - speziell bei den Beziehungen - eben um die Gesellschaft mit anderen, dass diese bereichernd ist; und hier gelingt es dem Film wunderbar in kürzester Zeit alle herrlichen Facetten des Zusammenseins aufzuzeigen.
Und wer der Meinung ist, dass der Film nicht kritisch ist, sollte ihn vielleicht nochmal sehen, weil der Film eigentlich nichts anderes Beinhaltet als Kritik.
Materielle Gesellschaft, Gefühlskälte, Einsamkeit.
Und über all dem, die Kritik am Leben in der Natur, die Kritik, dass es nicht das Allheilmittel sein kann. Und natürlich noch viel mehr.
Ich denke, es geht in diesem Film vor allem um Eltern, und was diese ihren Kindern antun (meistens unbewusst oder eher blind). Ein wichtiger Satz: "Irgendwann haben Chris und seine Schwester dicht gemacht." Denn der zermürbende Streit zwischen den Eltern geht an der Seele der Kinder nicht einfach so vorbei. Und es gibt viele Kinder, die ähnliches erlebt haben und sich gut mit Chris identifizieren können, die das Dichtmachen nachvollziehen können.
Aber es gibt auch viele, die eine glücklichere Kindheit hatten und keinen Bock haben, sich in Chris wirklich hineinzuversetzen. Daher wundert mich deine negative Kritik auch nicht.
Dieser Film "bewegt", aber nur wenn man sich darauf einlässt.
Argh, die verf***** Seite hat meinen Kommentar verschlungen. Na gut, dann eben nochmal in ähnlicher Form: Ob ich einen Film gut oder schlecht finde hat nichts mit meiner Lebensgeschichte zu tun (die ich dich übrigens bitte, nicht anhand einer kurzen Filmkritik zu beurteilen, das funktioniert nicht). Was mir unschlüssig erschien im Film: Dass Chris so lebensfreudig wirkt, so aktiv, kontaktfreudig und kaum depressiv oder lebensmüde, und er dann seine Talente, seine Schwester, alle Freunde, die er auf der Reise gefunden hat, und am Ende sein ganzes Leben einfach so aufgibt - ich kann mir nicht vorstellen, dass der "echte" Chris das in der Form getan hat, nicht seiner Eltern wegen und auch nicht wegen Alaska.
Jou mein Kommentar wurde auch verschluckt ^^. Jedenfalls wollte ich das Gleiche schreiben wie Dissonanz. Es gibt einfach einige Dinge, die unabhängig der Vorgeschichte des Zuschauers, einfach nicht nachzuvollziehen sind.
Naja er gibt sein Leben auch nicht einfach so auf... Ich würde eher sagen er versucht aus seinem alten Leben auszubrechen um eben nicht depressiv oder lebensmüde zu werden.
Dabei muss ich gleich wieder an die Szene denken als er sich vor einem Restaurant vorstellt er wäre gerade darin und würde im Anzug künstlich lächelnd irgendwelche Geschäftspartner begrüßen, und im nächsten Moment sofort weiß dass er wieder aus der Stadt abhauen muss, dass er es dort nicht aushalten kann.
Und ich kann das alles nachvollziehen, aber es wäre ja auch langweilig wenn jeder Mensch genau das gleiche nachvollziehen könnte. Es bestreitet ja niemand dass Chris "anders" war als die meisten Menschen, aber wieso darf man nicht lebensfreudig und aktiv sein nur weil man die aktuelle Gesellschaft nicht so akzeptieren will wie sie ist?
erstmal @dissonanz+snajper: Zugegeben, einiges in meinem vorigen Kommentar war unbedacht von mir und das tut mir leid.
Natürlich ist es für die Beurteilung eines Films egal, welche Vorgeschichte man selbst hat, da stimme ich euch zu. Es ist sch...egal. Jeder kann sich in Chris hineinversetzen, wenn er es versucht.
Aber genau das meinte ich damit, dass man sich auf die Familiensituation von Chris total einlassen sollte, denn dann kann man dem Film wirklich viel mehr abgewinnen meiner Meinung nach. z.b.: Natürlich könnte Chris -anstatt abzuhauen- seinen Eltern sagen, was er von ihren Lügen, ihren Anfeindungen, ihr mangelndes Vertrauen in ihn usw. hält, vielleicht wäre das sogar die beste Lösung, um die Familie auszusöhnen.
Aber wenn man sich nun in Chris einfühlt und denkt: Mein Gott, ich bin 22, erfahre, dass meine Eltern mich das ganze Leben angelogen haben, ich kann mich erinnern, wie sie sich immer wieder gegenseitig angeschrien haben, usw.
Also wenn ich mir das vorstelle, also mir vorstelle ich wäre Chris, dann kann ich verstehen, dass er einfach nur raus will, um endlich sein eigenes Leben zu leben - anstatt sich mit seiner Familie auseinanderzusetzen, denn das schmerzt ihn innerlich sehr (so kommt es jedenfalls für mich im Film rüber)
Und deshalb kann ich auch verstehen, dass er so lebensfroh ist, weil er endlich weiß: Jetzt lebe ich, und es ist alles wahr, keine Lügen!
Und das war jetzt alles nur meine persönliche Meinung oder meine Interpretation - und es war keine Kritik an anderen Kommentaren.
Ok, jetzt aber noch was zu deinem KOmmentar, dissonanz. Also, wenn du sagst, du glaubst nicht dass der echte Chris sein Leben (seine Schwester, seine Talente, seine guten Beziehungen, die er auf der Reise aufgebaut hat,...) einfach so aufgegeben hat oder hätte:
Also ich hab das - im Film - so verstanden, dass Chris lange nicht klar war, wie wichtig menschliche Beziehungen für ihn sind.
Aber ich dachte, als er gegen Ende des Films wieder über den Fluss wollte aber nicht konnte, da wollte er doch wieder zurück aus Alaska, eben weil er endlich verstanden hat, dass er seine Schwester, seine menschl. Bez.,usw. braucht... (oder hab ich das falsch verstanden)
Penn hat den Stoff unorthodox - und in Überlänge - inszeniert: Er bricht mit dramaturgischen Mustern, spielt mit Zeitebenen, arbeitet mit eingesprochenem Text - und schafft es, dass die Zuschauer dem Protagonisten nahekommen, ohne vorbehaltlos mit ihm zu sympathisieren.
Emile Hirsch liefert eine starke und selbstbewusste Darbietung in diesem sorgfältig inszenierten und wunderschön bebilderten Ausnahmewerk. In schwarz-weiß wäre der Film undenkbar gewesen, jedoch ist er noch viel mehr als eine ästhetische Bilderflut. Es ist schwer die Gedanken dieses Films überhaupt zu erfassen. Raum für eigene Gedanken und Interpretationen herrscht genug. Jeder muss den Film auf seine Weise auf sich wirken lassen. Es steckt einfach sehr viel in Sean Penns Buchverfilmung, doch wird es dabei weder anstrengend noch zäh. „Into the Wild“ ist ein erstklassiges Abenteuer-Drama, das man einfach mal gesehen haben sollte.
Bei der Geschichte um Christopher McCandless handelt es sich um wahre Begebenheiten. Am 18. August 1992 wurde Chris von einem Elchjäger tot in einem liegengebliebenen Bus mitten in der Wildnis gefunden. Vollkommen abgemagert und neben einem leeren Fünf-Kilo Reissack ein Jagdgewehr neben sich. Die genaue Todesursache ist bis heute nicht geklärt, der Journalist Jon Krakauer, der Chris Erlebnisse 1993 in einem Artikel im Outside Magazin und drei Jahre später in dem Roman Into the Wild verarbeitete, sieht eine Vergiftung von Pflanzensamen als Todesursache. Ebenjenen Roman las damals Schauspieler Sean Penn und wollte sich sogleich die Filmrechte an dem Stoff sichern, musste jedoch zehn Jahre lang um diese kämpfen, da sich die Familie unsicher war, ob die Geschichte ihres Sohnes in einem Film verarbeitet werden sollte. Vor wenigen Jahren gelang es Penn dann doch die McCandless’ umzustimmen und so stand seiner vierten Regiearbeit nichts mehr im Wege.
Wir alle kennen den Jever-Mann: ein vielleicht Mittvierziger schließt die Augen und lässt sich fast schwerelos rückwärts in die friesisch herben Dünen fallen. Einfach mal aussteigen. Den ganzen Alltags-Mist vergessen. All die Quälereien im Job, die miesepetrigen Menschen, die dem anderen die Butter auf dem Brot nicht gönnen, all das Streben nach materiellen Zielen, die letzten Endes nicht glücklich machen. Augen zu und weg.
Ähnlich (nur vielleicht etwas konsequenter) dachte es sich wohl auch Chris, als er begann all die Plastikkärtchen zu zerschneiden, die symbolisch für ein behütetes und abgesichertes Leben stehen - sowohl in finanzieller als auch in gesellschaftlicher Hinsicht. Um sein neues Leben als Aussteiger auch in seiner Identität zu manifestieren, hinterlässt der erfolgreiche Highschool-Absolvent nicht nur Familie und eine sichere berufliche Zukunft, sondern auch seinen bisherigen Namen und nennt sich fortan „Alexander Supertramp“.
Mit der wahren Geschichte des Aussteigers Chris McCandless zeichnete Autor Jon Krakauer so einen idealistischen Trip nach. Schauspieler, Autor und Regisseur Sean Penn verfilmte den Traum-Stoff durchaus doppelbödig: "Into the Wild" schwelgt in Naturromantik und bricht diese gleichzeitig im aufmerksamen Blick.
Der Schauspieler Sean Penn, integrer Held des amerikanischen Kinos, hat hier wieder einmal Regie geführt und nicht nur die Schönheit amerikanischer Landschaften eingefangen, sondern Partei ergriffen für einen, der endlich die alleinige Verantwortung für sich und sein Leben übernehmen will.
hm, bis zur Hälfte fand ich den Film trotz einiger schöner Aufnahmen und der tollen Musik ziemlich mistig. Warum? Schon allein weil ich dem Hauptdarsteller zu keinem Zeitpunkt abgenommen habe was er da veranstaltet. Und wieso sich überhaupt auf eine Reise der Erleuchtung und der Selbstfindung begeben, wenn man die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat und so ziemlich das arroganteste Arschloch von Mexico bis Alaska ist.
Gut das sich das Ganze schon bald als Haken herausstellt. Hier musste ich oft an BOOGIE NIGHTS denken, indem wir ja auch erst eine tolle, bunte Traumwelt präsentiert bekommen, später aber hinter die Kulissen schauen. Und Emilie Hirsch ging in Ordnung, auch wenn sein Spiel manchmal grenzwertig schien. Das Ende ist laut und hart - Sean Penn liebt es eben zu kleckern. Und obwohl mich sehr wohl einiges gestört hat, kann ich mit dem Film recht versöhnlich abschließen.
Alles in allem: In Ordnung. Dennoch: Wenn ich einem Menschen dabei zusehen möchte, wie er der Zivilisation abschwört und sich versucht in die Wildnis einzuweben, obwohl sie ihm nicht passt, schaue ich mir doch lieber Herzogs GRIZZLY MAN an. Ach ja, William Hurt ist ein Gott.
Sean Penn gelingt mit diesem Film ein kleines Meisterwerk, das so viel mehr ist, als die Geschichte eines Aussteigers. Es geht um die Entscheidung eines jungen Menschen, sich der Gesellschaft zu entsagen, weil er sie nicht verändern kann oder nicht verändern will. Der Film stellt wichtige Fragen, und tut dies auf eine bemerkenswerte Art und Weise. Der Weg des Protagonisten wird immer wieder gebrochen durch die Sicht der von ihm Verlassenen, vertreten durch seine Schwester. Abgerundet wird dies durch diese großartige Riege an Nebendarstellern wie Catherine Keener, Vince Vaughn und dem faszinierend zuzusehenden Hal Holbrook. Ein beeindruckender, bewegender Film.
Sean Penns Film über einen Aussteiger, der sich selbst und sein Glück in der Wildnis Alaskas sucht, geizt nicht mit wunderschönen Naturbildern und großartigen Schauspielern, aber auch nicht mit Pathos und Erlösungsmetaphorik.
Regisseur und Drehbuchautor Sean Penn inszenierte die wahre Geschichte des Christopher McCandless - ein junger Mann, der zu Beginn der 1990er aus seinem erzkonservativen, wohlbehüteten Zuhause ausbrach. In meditativen Bildern zeigt Penn wunderbar geschossene Naturaufnahmen und konterkariert diese andererseits mit dem Großstadtmoloch als hässliche Fratze Nordamerikas. Neben der Reise, die den jungen Wilden durch das glorifizierte Americana führt, wird in Rückblenden Christophers Vergangenheit, insbesondere das fragile Verhältnis zwischen ihm und seinen Eltern, erzählt. Trotz seiner 20 Jahre ist McCandless zu Beginn der Odyssee innerlich ein Kind, das Idealismus mit Egoismus verwechselt. Penn hält sich bei seiner ersten Wohlfühl-Arbeit mit einer Verurteilung zurück und weidet sich zu oft an der aufgesetzt wirkende Freiheitssymbolik. Diese führt den Protagonisten McCandless am Ende zwar zur Einsicht, aber sie zieht auch tragische Folgen nach sich. Leid schafft eben Erkenntnis.
In seinem bisher epischsten und warmherzigsten Film als Regisseur fängt Penn für diese ungewöhnliche Reise die ganze Pracht amerikanischer Landschaften in all ihrer Vielfalt ein. Dass er dabei nicht in verklärende Natur-Romantik verfällt, verdankt er nicht nur den berührenden und eigens von Eddie Vedder komponierten Songs, sondern auch seinem Hauptdarsteller Emile Hirsch, der sich als Aussteiger auf eine wahre Tour de Force einlässt.
Macht Spaß. Aber nur in der ersten Stunde. Denn nach ungefähr dieser habe ich mich an den schönen Landschaftsaufnahmen Amerikas stattgesehen und an der träumerischen Musik sattgehört. Wobei ich sowieso finde, dass man einen Film über die Suche nach der persönlichen Freiheit in der Wildnis direkt ohne Musikeinsatz hätte realisieren können. Außerdem verlieren die in regelmäßigen Zeitabständen Zitate schnell ihren Reiz. Positiv an diesem Dilemma ist allerdings, dass Sean Penn es schafft, den Film nicht langweilig werden zu lassen. Es fehlt nur einfach das packende Element.
Schauspielerisch ist "Into the Wild" ganz überzeugend, die Nebendarsteller passen größtenteils gut in ihren Rollen (Stewart ausgenommen), genauso wie der Haupdarsteller Emile Hirsch. Leider stellt er auch die riesengroße Schwäche des Films dar. Denn obwohl man zu Beginn und in der genannten ersten Stunde die Motive Supertramps noch nachvollziehen kann, verkommt er danach zu einem arroganten und unsymphatischen Idioten, was Symphatie oder gar Identifkation unmögich macht. Sean Penn hat aber genau auf diese Zustimmung des Zuschauers abgezielt und den sichtbaren Versuch unternommen, Alex in einem möglichst positiven Licht darstehen zu lassen. Dass am Ende genau die gegenteilige Wirkung eintritt und McCandless als arroganter Naivling daherkommt und somit die Botschaft des Films ändert, ist einfach nur schwach.
Aus filmischer und technischer Perspektive ausgezeichnet, auf inhaltlicher Ebene leider nicht mehr ausreichend.
"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will."
Abhauen. Fliehen. Seinen Traum Leben. Jo, das will jeder. Und dazu sollte auch jeder das Recht haben. Doch es ist eben nicht so einfach, wie man es sich vorstellt. Familie. Freunde. Geld. Kann man darauf verzichten? Die Wenigsten.
Penn zeigt hier, dass er auch was auf dem Regiestuhl zu bieten hat. Das Werk ist mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen, einer tollen Musik und einem gut besetzten Cast äußerst gelungen. Doch die Faszination, die der Film zu Beginn auf einen ausübt ist nur Schein. Rein subjektiv, natürlich. Bei der ersten Sichtung war ich, wie soviele andere, vollkommen begeistert und hypnotisiert von der Figur Christopher McCandless, dessen Taten mutig und inspirierend sind. Doch jeder ratinonal denkende Mensch erkennt auch, dass es reine Dummheit war. Into the Wild ist ein schöner, ruhiger und berauschender Film. Zu Beginn.
Abstufung von 10 Punkten auf 7,5 Punkte.
"Der Kern des menschlichen Wesens bildet sich aus neuen Erfahrungen."
Der Traum vom Aussteigen. Alles hinter sich lassen. Ein Leben fernab der Zivilisation, fernab jeglicher weltlicher Sorgen. Der Wunsch ein reines, ein ursprüngliches Leben zu führen.
Unendliche Weite, unglaubliche, unberührte Landschaften. Die Natur in ihrer ursprünglichen Form. Mit all ihren Urgewalten und Gefahren. Die Gefahr der Natur, die Gefahr des Lebens, die Gefahr des Scheiterns.
Christopher McCandless hat sich für diesen Weg entschieden. Eine Entscheidung, die alles veränderte. Die das Leben des Jura-Studenten aus gutem Hause komplett kontrahierte. Er hat dieses Leben gewählt, ohne Geld, ohne Materialismus, aber auch ohne wirkliche Vorbereitung. Kein leichtes Leben und doch so ungemein erfüllend.
Die Frage, ob das Leben, wie wir es leben, wirklich glücklich macht, befreit und erfüllt. Wer hat sich diese Frage nicht schon einmal gestellt? Wer hat darüber nachgedacht, wie es wäre, alles hinter sich zu lassen, neu anzufangen? Doch wer hat es wirklich getan?
„Into the Wild“ zeigt eindrucksvoll welche Folgen eine solche Entscheidung haben kann, in jeder Hinsicht. Eingefangen in tolle Bilder und untermalt mit einem großartigem Soundtrack. Besetzt mit einem Emile Hirsch, der zwar schauspielerisch nicht brilliert, aber doch für die Rolle des Christopher McCandless/Alexander Supertramp nicht passender sein könnte und einigen feinen Nebendarstellern, allen voran Jena Malone als Schwester, die hier aus dem Off durch die Geschichte führt und mit ihrer Erzählung die Melancholie der Geschichte hervorragend stärkt.
So weit, so traurig, so melancholisch, so tiefgreifend, kann Sean Penns „Into the Wild“ faszinieren und zum nachdenken anregen. Zum Nachdenken über den Weg, den McCandless gewählt hat, aber vor allem über das eigene Leben, über die eigenen Entscheidungen.
„Into the Wild“ ist nicht bloß ein Film. „Into the Wild” ist Poesie.
Es ist schon eine bemerkenswerte Entwicklung, die sich in Hollywood mit einigen wenigen Schauspielern abzeichnet: Hatten sie bereits vor der Kamera einen gewissen Status erreicht, versetzen sie nun auch mit ihrer Arbeit hinter der Kamera Zuschauer und Kritiker in Erstaunen. Über Clint Eastwood muss man keine Worte mehr verlieren und auch Denzel Washington oder Ben Affleck haben in jüngster Zeit gezeigt, wie viel Regiepotenzial in ihnen steckt. Und nun agiert auch Sean Penn, auch wenn hier bereits zum fünften Mal, als Regisseur und hofft mit „Into the Wild“ auf den grossen Wurf.
Er erzählt die Geschichte von Christoper McCandless (Emile Hirsch), basierend auf einer Reportage von Jon Krakauer. Chris ist ein 22-jähriger Student aus wohlhabender Familie, der nach dem Abschluss seines Geschichts- und Anthropologiestudium im Sommer 1990 eine zweijährige Reise durch die USA beginnt, die ihn schliesslich in die Wildnis Alaskas führt. Nachdem er sich von materiellem Besitz losgesagt und seine Ersparnisse in Höhe von 24.000 US-Dollar an eine Hilfsorganisation gespendet hat, macht er sich anfangs in seinem Auto und später zu Fuss mit einem Rucksack unter dem Pseudonym „Alexander Supertramp“ auf die Reise nach Fairbanks nahe dem nördlichen Polarkreis, um sich den Herausforderungen eines einfachen Lebens fernab der Zivilisation zu stellen.
Was sich nach einem simplen Abenteuerfilm oder Roadmovie anhört, ist in Wahrheit um einiges vielschichtiger. Die Geschichte von Chris ist eine Flucht von einem scheinbar intakten Zuhause und einer verkorksten Kindheit. Aber statt das Ganze mit viel Pathos und überdramatisch anzureichern, zieht Regisseur Penn alle Register seines Könnens und erzählt die Geschichte nicht chronologisch und linear, sondern führt verschiedene Erzählstränge zusammen. Was anfangs etwas wirr wirkt und wo es streckenweise auch die eine und andere vermeintliche Länge zu verzeichnen gibt, entwickelt sich bei zunehmender Spielzeit zu einem echten mitfühlen und mitfiebern. Auch wenn ausser beim Hauptakteur wenig oder gar kein Platz für echte Charakterzeichnungen bleibt, gibt „Into the Wild“ spätestens am Schluss mit seiner Aussagekraft sehr viel Persönlichkeit wieder. Keine Frage: dieser Film lässt niemanden unberührt, der auch nur ansatzweise etwas für Lebensgeschichten übrig hat. Sehr empfehlenswert!
Es wohnt Genuss im dunklen Waldesgrüne,
Entzücken weilt auf unbetretener Düne,
Gesellschaft ist, wo alles menschenleer,
Musik im Wellenschschlag am ewigen Meer,
Die Menschen lieb ich, die Natur noch mehr.
Zuallererst schaut man sich den Film selber an, so richtig kann man ihn nicht in eine Rezension packen.
Eine Sache ist an diesem Film aber wirklich besonders: Er ist überaus authentisch im darstellen von McChandles Leben, so sehr dass ich am Ende das Gefühl hatte, sein Leben aufgesogen zu haben, in der ganzen Pracht, mit allen schönen und auch traurigen Momenten, vor allem aber der Lebenserfahrung mit all seinen Fehlern die er gemacht hat, in erster Linie das komplette abkapseln von seiner Familie, was hier auch recht schön gezeigt wird:
...bei aller Melancholie: Ich hätte mit der Gitarrenspielerin (Kirsten Stewart) auf jeden Fall geschlafen, zumindest sah sie weit älter als 20 aus und keine 16....
unheimlich guter Film, der allerdings nur für Leute geeignet ist, die auch nachdenken wollen...zum abschalten sollte man was anderes gucken...
Der Film berührt auf eine Weise wie kaum ein Film zuvor. Tolle Bilder und bemerkenswerte schauspielerische Leistung. Es kommen echte Emotionen auf, besonders wenn man bedenkt, dass zum Schluss deutlich wird worauf es im Leben wirklich ankommt...
Was ist das bloß fürn kranker Film, alta !!! Ein dummer - hässlicher Typ läuft von seinem Leben davon, weil er es wohl nicht mehr hinbekommt, und macht einen auf Philosophen ... richtig peinlicher scheiß ... haha, wenigstens das Ende ist geil !!! daher 10P. damit ihr seht, was mit leuten wie ihm passieren !!! Also schön alle weiter arbeiten gehen und mein harz4 zahlen ;)
Dieser Film ist ein Stück Freiheit. Dieser Film ist viel mehr als einfach nur ein Film. Du vergisst den Alltag, alles um dich herum, und träumst. Man taucht ab in Natur, Verbundenheit, Einsamkeit und Nächstenliebe, in Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und letztendlich Glückseligkeit. Alex' mitreißende Erlebnisse in der Wildnis sind von der ersten bis zur letzten Sekunde unvergesslich und werden von großartigen Naturaufnahmen und einem wirklich sagenhaften Soundtrack unterstrichen. Ein fantastisch emotionales, berührendes Abenteuer von Sean Penn, mit Worten kaum zu beschreiben, man muss ihn selbst gesehen haben.
Wunderbar fotografiertes Roadmovie, das zwar keinen besonderen Spannungsbogen aufbaut, sich einfach (wie der Protagonist) treiben lässt von schönen, lustigen, traurigen, spannenden, langwierigen Momenten treiben lässt. In Verbindung Mit dem Soundtrack entsteht eine unheimlich dichte sentimentale Stimmung, die tief bewegt.
Auch wenn der Film vielleicht eine viertel Stunde zu lange dauert und ich mit der Hauptfigur nicht besonders warm wurde, ist 'Into the Wild' dennoch ein äußerst bewegender, außergwöhnlicher und letzten Endes sehr sehenswerter Film.
grandioser film,der zum nachdenken anregt.klar,es reizt schon,einfach nur mit nem rucksack durch die welt zu touren.aber irgendwann muss dann auch mal wieder schluss sein.alleine,hätte ich das sowieso nicht gemacht.
ich frage mich:wieso hat emile hirsch für seine schauspielerische leistung keinen oscar bekommen?ich finde der film hätte auch sonst mit mehr preisen überhäuft werden müssen.
Sehr verklärender biografischer Film, empfehle jedem, sich mal im Internet durchzuklicken, was das wirklich für ein Typ war. Wenn man das dann filmisch einseitig beleuchtet und mit wirklich schönen Bildern unterlegt, sagen alle "toller Kerl, so mutig, wie tragisch das Ende". Wenn man aber einfach mal seine Küchenpsychologie-Zitate einzeln anschaut und überlegt, was eigentlich dahinter steckt (so gut wie nichts, oder haben sich alle Zuschauer ab 12 keine Gedanken mehr zum Leben und dem Universum mehr gemacht? Sind da irgendwelche interessanten Erkenntnisse dabei?) dann löst sich dieses anfangs positive Bild schnell ins Nichts auf.
Ich geh dann mal in den hintersten Wald im Herbst ohne irgendwas, was zum Überleben nützlich wäre. Ihr sagt, dass ist dumm und lebensgefährlich? Ich sage "Hey aber das ist doch voll cool und rebellisch!"
Kannst den Film ja gut finden, nur ist es auf keinen Fall Blödsinn, was die Biografie angeht, findest im Internet genug dazu. Handwerklich ist der Streifen ja absolut solide usw. nur wenn man das dann hinterher rausfindet ist es einfach ziemlich enttäuschend und nimmt dem Film noch den letzten Sinn.
Und bevor es heißt, ich laber nur und würde keine Fakten liefern:
http://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_McCandless#Rezeption
Es geht bei diesem Film um einen Ausbruch aus der Gesellschaft. Ob dieser nun besonders durchdacht ist oder nicht spielt eigentlich keine Rolle. Ich weiß auch nicht ob Sean Penn so besonders viel daran lag McCandless als Helden darzustellen.
Wer sich nicht schon einmal vorgestellt hat, wie die Welt wohl wäre, ohne diese unendlichen Massen von Konsumgütern und scheinbar bei der Geburt injizierten unterschwelligen Idealen und Zielen - wer nicht schon einmal davon geträumt hat dieser Welt zu entfliehen, der kann diesen Film vermutlich nicht nachvollziehen. [SPOILER] Der Tod des Protagonisten, am Ende des Filmes ist tragisch, aber dennoch versöhnlich. Für viele muss er sinnlos wirken, für mich tut er gerade das nicht. Sein Tod ist ehrlich und roh und ich glaube, dass ihm der Tod in der Wildnis lieber war, als in einer künstlichen Welt als Zombie zu existieren.
Into the Wild - Kritik
US 2007 Laufzeit 148 Minuten, FSK 12, Road Movie, Drama, Abenteuerfilm, Kinostart 31.01.2008
Kritiken (17) — Film: Into the Wild
fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenPenn hat mit «Into the Wild» sein bisher reifstes Werk abgelegt, das nicht nur durch die bis auf die letzte Rolle perfekte Besetzung, sondern auch durch die übrigen Elemente restlos überzeugt und in seinen Bann zieht.
Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenMit großer inszenatorischer Feinfühligkeit romantisiert hier Penn nicht den Aussteiger im Kapf gegen die Wildnis, wie es der erste oberflächliche EIndruck vermuten lässt. Im Gegenteil stellt er Christopher McCandless als einen Getriebenen dar, auf der Suche nach sich selbst nach einer traumatischen Kindheit und stellt bei allen wunderschönen Bildern der Landschaft immer wieder klar heraus, wie wenig der Protagonist weiß, wer er selbst wirklich ist. Auf der verzweifelten und kompromißlosen Suche nach seiner Identität muss er bis an die Grenzen der Gesellschaft gehen - im wahrsten Sinne des Wortes.
Formal bestechen vor allem Grandiose Kameraführung und Bildästhetik. Zudem ein Spitzen-Soundtrack von Eddie Vedder (Pearl Jam)...
Ein Drama der etwas anderen Art, das sich vom Mainstream entfernt und zum Nachdenken darüber anregt, welche Dinge im Leben wirklich wichtig sind....
6 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschen"Du siehst aus wie ein geliebtes Kind" -
Es ist ein nahezu unwiderlegbares Merkmal von Überflussgesellschaften, dass sie es zulassen, und gelegentlich sogar heraufbeschwören, dass man den Ausstieg aus ihnen heroisiert - der Rebell von heute geht dazu allerdings nicht mehr in den Untergrund, sondern in den Wald. Und tatsächlich: "Into The Wild" ist ein Kind seiner Zeit, und konvertiert mit 15jähriger Verspätung McCandless' Lebensgeschichte für die große Leinwand.
Wie ein Traumkonstrukt all jener, die am Wochenende, WallStreet-Journal gegen Wolfskin-Anorak tauschen, und dem Ruf der Freiheit ins deutsche Mittelgebirge folgen, zelebriert Sean Penn den rauhen Charme der Natur, und die Vorzüge des gesellschaftlichen Exodus': Wahre Erfüllung findet sein Hauptdarsteller nur im Eremiten-Dasein; sein sonstiger Weg ist gesäumt von manipulativ inszenierten Bürokraten und Shakehands mit anderen Aussteigern. Auch wenn der Film sich durch diese zeitweise…
Kritik im Original 25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 30 Antworten
SiameseAlex 2010/12/20 18:00:14
Antwort löschenDANKE, ich hätte noch härter gerichtet.
Le Samourai 2011/01/10 14:57:05
Antwort löschen...ich glaub auch langsam echt, du kommst aus dem Mäandertal!
Hitmanski 2011/01/10 23:13:23
Antwort löschenDrei Anläufe für dieses Wortspiel erster Güte. Watt ham' wa gelacht.
Le Samourai 2011/01/11 04:29:30
Antwort löschenAuch ich habe meine hellen Momente. Schön, dass auch du anscheinend sowas wie Humor besitzt!
Hitmanski 2011/01/11 06:30:28
Antwort löschenHab' ich so ab und an schon, no panic. Dein permanentes Rumgerotze unter meinen Texten ist aber eher lachhaft, denn witzig.
Le Samourai 2011/01/11 11:18:11
Antwort löschenSorry, ich kann einfach nicht anders bei so viel geballtem Blödsinn.
Zeddicus 2011/02/04 01:55:51
Antwort löschendas motiv der missgunst zieht sich als roter faden durch die durchgehend negativ konnotierte schmähschrift. hier verkommt eine filmkritik zur ideologischen hetze gegen die verfilmte idee und seine sympathisanten, etwa ersichtlich im abschlusssatz, in der hitmanski in bester polemik-manier die bionade als sinnbild für seiner meinung nach pathetische freidenker pauschalisiert. dabei manifestiert sich beim leser in ansätzen auch ein ungewollt intimes bild des menschen hinter der kritik - antizipation : sauere verbitterung verblichener träume
Hitmanski 2011/02/04 11:31:10
Antwort löschen@ Zeddicus
Die Frage ist ja nun: Während du mit der romantisierten Freiheit auf dem Fernsehschirm sympathisierst, sitzt du vor einem Laptop, und tippst diesen Stuss.
Weil ich die Errungenschaften der Zivilisation genieße, und back-to-the-roots-Gekaspere für verklärend und nutzlos halte, sitze ich an meinem Laptop, und antworte die auf diesen Stuss.
Wer von uns beiden ist nun zufriedener mit dem status quo? :)
PS: Wer Bionade für ein Synonym für Freidenker hält, hat wohl noch nie etwas von Bionade-Biedermeier gehört...
Le Samourai 2011/02/04 12:11:24
Antwort löschenHmm... Was ich halt immer noch nicht ganz verstehe: Man muss doch nicht mit dem Protagonisten sympathisieren, um einen Film gut zu finden? INTO THE WILD ist doch wirklich großartig erzählt, fotografiert, gespielt und Eddie Vedders Musik unbestritten phantastisch, jedoch kam ich nach Sichtung des Filmes auch nicht direkt auf die Idee, die Wolfskinjacke auszupacken, alles aufzugeben und in den nächstbesten Wald zu wandern. Das macht den Film doch nicht schlecht. Emile Hirschs Charakter hat was ablehnend-faszinierendes.
Mit dieser Argumentation müsstest du ja auch beispielsweise TAXI DRIVER ablehnen. Na eigentlich alle Filme mit fragwürdigen, diskutablen Protagonisten. Und INTO THE WILD ist nun wirklich kein Aufruf, dem Protagonisten zu folgen, sondern ein gelungener 2-Stunden-Ausstieg von Laptop und co... :)
Hitmanski 2011/02/04 12:33:23
Antwort löschenNaja, das führt letztendlich wieder zu der Debatte, die wir schon einmal hatten; ich finde das Abklappern der üblichen Rezeptionsparameter uninteressant; weil sie letztlich nichts über den Film verraten: Ab einem gewissen Produktionsniveau wird man immer von einer Professionalität einzelner Aspekte, teilweise sogar etwas darüber, sprechen können - aber macht es den Film in seiner Gesamtheit besser, wenn ich mich nicht mit dem Subtext/der Handlung/kurz: dem "Was" der Erzählung anfreunden kann?
Wobei ich bei INTO THE WILD die shaky-cam-Geschichte deplaziert fand', somit auch nicht wirklich ausgewogen inszeniert - aber das ist sicher Geschmackssache.
Sicherlich ist die Wortwahl und die Aufhängung meines Textes oben polemisch (aber auch klar als solche zu erkennen), aber auch fernab davon sehe ich eben doch eine gewisse unhinterfragte Verehrung der Figur, die dem Film nicht gut steht. Deshalb hinkt auch der Vergleich mit TAXI DRIVER und anderen Filmen: TAXI DRIVER lässt doch keinen Zweifel daran übrig, dass der Protagonist in seinem ganzen Handeln zutiefst a-sozial ist; letztendlich schildert der Film eine langgezogene Demontage seiner Figur.
INTO THE WILD macht das nicht; das Finale hat eher etwas von Märtyrer-Tod, als von der logischen Konsequenz seines Handelns, sprich: Bis zum Schluss bleibt die Tatsache bestehen, dass seine Flucht vor der Gesellschaft etwas notwendiges, essentielles in sich trägt, weil der Film seine Sympathien klar verteilt (Stadt = oberflächliche Eltern, Bürokratie / Land = Freiheit, Selbstfindung, Liebe [etwas woran auch die leidlich konstruierten Beziehungsprobleme des Hippie-Pärchens nichts ändern]) - und damit ist es doch tatsächlich der totale Kontrapunkt zum Fazit von Scorsese, der keinen Zweifel an der Selbstgerechtigkeit seines Protagonisten lässt.
Kurz: Ich finde schon, dass es ausreicht, einem Film, dem ich eine gewisse Fortschrittsfeindlichkeit und ein verklärtes Naturbild vorwerfe, auch mit einer Wertung knapp unterhalb der Mittelmäßigkeit anzusiedeln.
Auch wenn es off-topic ist: Daran sieht man auch die Güte von TAXI DRIVER; denn in der Tat ist es einer der wenigen Filme, der aus der klassischen Anti-Figur keinen Helden macht (etwas, woran ja viele ähnlich angelegte Revenge-Filme scheitern).
Hitmanski 2011/02/04 12:43:31
Antwort löschenFür mich ist das halt ein Film, der um genau diesen lauen Kalenderspruch herumgezimmert wurde :)
Ich habe ja nichts gegen Emotionalität, Almodóvar, Burton oder PTA haben alle großartige, sehr berührende Filme gemacht, die letzten beiden zählen sogar zu meinen unumstrittenen Lieblingsregisseuren. Mich stört nur aufgesetzte Emotionalität; aber das ist ein Punkt, über den man sicherlich nicht streiten kann, weil ich meine Einschätzung der Sachlage auch garnicht über Gebühr verallgemeinert und objektiviert wissen möchte.
Le Samourai 2011/02/04 12:46:52
Antwort löschenOk, kann man so sehen. Akzeptiert. :)
Jedoch basiert INTO THE WILD auf einer wahren Geschichte, und warum diese von der Grundintention her verfälscht und weniger fortschrittsfeindlich erzählen, wenn so nunmal der Mensch McCandless funktioniert hat. Da finde ich den Vorwurf gegenüber Sean Penn ungerecht.
Bei mir überwiegt bei solchen Filme halt immer der Gesamteindruck, das "Gefühl" während des Abspanns. Und der/ das hat gestimmt.
Le Samourai 2011/02/04 12:51:38
Antwort löschenBurton & PTA zählen zum Besten, was Hollywood seit Jahren zu bieten hat, keine Frage.
SiameseAlex 2011/02/04 12:52:08
Antwort löschenWollen wir nicht einfach versuchen uns in der Mitte zu treffen?
Dazu ein paar Aspekte: Emotion sollte sein, doch gleich von 'romantisiert' zu sprechen erzeugt das Gefühl einer terminologischen Felhinterpretation des romantischen Gedankenguts. Was Hitmanski eben im Vergleich zu TAXI DRIVER schrieb spricht mir derart aus der Seele, dass man es nicht besser hätte formulieren können. (Und da seien jetzt mal ALLE anderen, sonstigen Kritiken von ihm ausgeblendet - daher mein Aufruf: Lest bitte bitte jede seiner Kritiken für sich und versucht ihn nicht in eine narzisstische, immer gewollt kalte, Denkensschienen-schublade zu stecken) - denn in Bezug auf Into the wild und seiner angedeuteten Heroisierung des Protagonisten hat Hitmanski nahezu objektiv recht: Bei aller Emotion ist hier inkonsequent inszeniert worden und eben DAS stößt auch mir bei diesem Streifen auf.
Also nichts mit romantisierender Haltung, blabla, INTO THe WILD gefällt nicht etwa emotional mitfühlenden Menschen besser als kalkülisierenden, sondern vielmehr sagt es denjenigen mehr zu, die eine gewollte Träumerei (und das hat nur sehr wenig mit Romantik zu tun) der kompletten (aber nicht in seiner Konsequenz vollziehbaren) Abkapselung, Alternativierung, Abnabelung durchspielen wollen.
Hitmanski 2011/02/04 13:00:45
Antwort löschenIch habe das zugrunde liegende Buch nicht gelesen, insofern werde ich mich hüten, da irgendwelche großen Vergleiche anszustellen, aber angenommen der "Mensch McCandless" würde tatsächlich wie auf der Leinwand funktionieren - dann hätten wir genau jenes Dilemma, das viele "based on true story"-Filme haben: Es fehlt mir die Distanz; Memoiren zu adaptieren heißt ja nicht gleich, sich nicht auch kritisch mit der darin portraitierten Person auseianderzusetzen. Bei (Achtung sehr polemisch zur Verdeutlichung!) der Verfilmung von historischen Verbrechern übernimmt man doch auch nicht ungefragt einfach deren Denkmuster und Strukturen, sondern man setzt sich (zumindest in guten Filmen) mit ihnen kritisch auseinander; vergleichbares fehlt mir in INTO THE WILD einfach.
PS: Vollste Zustimmung zu PTA und Burton
PPS: @Alex: Word.
SiameseAlex 2011/02/04 13:17:04
Antwort löschen@Gordon Cole: Dir ist jetzt relativ schwer zu antworten. Nicht weniger deiner Frage wegen, die sich imho recht leicht mit 'Nein' beantworten lässt, als vielmehr deiner Vorverständnis geschuldeten Vorstellung von 'Träumerei' - wie gesagt, 'nur' zu träumen hat wenig mit Romantik zu tun, und ich liebe die Romantik wie keine andere Epoche, und trotzdem halte ich persönlich ÜBERHAUPT nichts von Pseudo-durchdachten-aber-als-eben-solche-verkauften-Aktionen ala selbsternannter Namensvetter Supertramp. Den Romantikern war klar, dass sie nicht IN der Welt selbst der Welt entfliehen können, sondern dass vielmehr die Flucht in der SUCHE nach der unendlichen Transzendenz zu finden ist. Und das vermiss ich so bei diesem, nennen wir ihn mal pseudoträumerischen, Filmchen. Es wird die ganze Sache nicht zu Ende GEDACHT, sondern wohl eher zu einem Ende GEBRACHT (sein Tod), was dann auch noch, wegen dem konventionell in der Welt herrschenden Vorverständnis von romantischen Gedanken, als 'voll toll', 'vorbildlich' und ja ach so 'Anti-Gesellschaftlich' (weil unzufrieden mit Gesellschaft) empfunden wird.
P.S.: Das war jetzt kein Offense, ehrlich!
SiameseAlex 2011/02/04 13:50:17
Antwort löschen// OT: GUT, denn der Beef nimmt hier manchmal zu sehr Überhand, anstatt einfach mal 3 Sätze weniger persönlich zu nehmen.
Dann nochmal zum Film: Geschenkt, dass Sean Penn diesem Menschen einen Film würdigt. Geschenkt, dass Krakauer ein Buch über ihn schrieb, der VERSUCHTE seine Erlebnisse zu rekonstruieren. Da ich grad die Spendierhosen anhabe schenke ich Sean Penn wiederum auch noch eine Message, die er wiederum dazudenkt, dazukonstruiert. Fertig ist nun das Filmkonstrukt, das noch lediglich einer Ausführung bedarf. Doch ab JETZT schenke ich nichts mehr: Mir ist das alles mit 'wahrer Begebenheit' bewusst (halte ich übrigens für Quark, denn auch ich würde mich in einer Autobiographie von meiner allerbesten Seite präsentieren, ohne das jedoch offensichtlich zu machen! - auch im Hinblick eines Ausstiegs aus der Gesellschaft würde ich versuchen mich für die Nachwelt als eine möglichst coole Heroengestalt zurückzulassen, sodass ich bei einer Rekonstruktion [sprich: Biographie] möglichst gut wegkomme). Und da liegt jetzt der springende Punkt: Es wird sich, wie Hitmanski gut bemerkte, nicht kritisch genug mit dieser Figur eines 'Aussteigers' auseinandergesetzt. Wir finden in INTO THE WILD keine Phantastik, keine Träumerei, nur auf den Bildschirm geworfene Bilder eines Pseudoalternativen, der völlig zurecht stirbt, DABEI aber eine andere sog. Message transportabel machen will. Das ist jetzt nicht auf den Mist von besagtem Chris McCandless gewachsen, sondern auf den Mist vom Regisseur. Deshalb beurteilen wir Filme anhand der bewegten Bilder und die zugehörigen, natürlich nicht zu vernachlässigenden, aber nunmal zusätzlichen Rahmenbedingungen komme erst später hinzu. Sean Penn inszeniert inkonsequent, und das hat nichts mit der (mir zudem unsympathisch vermittelten) Gestalt des Protagonisten zu tun.
P.S.: Yay, Mainz! =)
alanger 2011/04/16 16:42:49
Antwort löschen(")1. Wusste ich noch nicht das Märtyrer vor ihren Abgang, flehen, weinen, schreien und nach ihrer Mutter rufen("), ich sehe du weist so vieles nicht, Hit schöner text, lass dich von diesen klemmigen ferndiagnoseTiggern aka die üblichen verdächtigen, nicht aus der ruhe bringen. alzu verkopft sind die meisten eh nicht. und wer einen film lieber mit der harnblase als mit den augen schaut ist mir suspekt.
Le Samourai mal außen vor ;)
Hitmanski 2011/04/16 16:50:57
Antwort löschen:)
Le Samourai 2011/04/16 20:21:58
Antwort löschenJuchuuu :)
alanger 2011/04/16 21:13:43
Antwort löschen:)
Apophis 2011/05/20 12:42:07
Antwort löschenEine Kritik, die nur ein gut gewickeltes Bionade-Biedermeierkind wie der Herr Hitmanski, verschulden kann. Er outet sich als gutbürgerlicher Wohlstandsgenießer und verfängt sich dann auch noch in seiner Kaste mit dem Schlussatz in seiner "Kritik". Klassischer Fall von gegen den Wind pinkeln, nennt man das. Fortsetzend fragt er sich dann tatsächlich warum es neben seiner ihn ständig in sein Rektum kriechenden Fangemeinde, welche gibt, die an seinen eloquenten elitären Kritiken, welche meisten kaum ein Merkmal einer sachlichen und nützlichen Kritik aufweisen können, rummeckern und in seinen Augen nutzlose und lächerliche Kommentare schreiben. Ganz einfach Mr. Hit-Bionade-manski, wenn man sich derartig grün, derartig weit, aus derartig großen Fenstern hängt, kommt immer mal ein Vogel vorbei und kackt einem auf den Kopf. Sowas kommt von sowas und außerdem wissen wir es alle, du es brauchst ;)
Remote diagnosis accomplished!
Hitmanski 2011/05/20 13:01:57
Antwort löschenSobald ich meine Runde Golf (Natur pur!) abgeschlossen habe, werde ich noch einmal über die hilfreichen Lebesweisheiten meines zwei Jahre und ein paar Tage älteren Vorredners nachdenken, der sich ungeachtet der Blödsinnigkeit seiner Forderung nach sachlich-objektiven Kritiken scheinbar für ein ganz waches Kerlchen hält.
Message sent from my iPhone.
Apophis 2011/05/20 13:16:38
Antwort löschenSchön wenn man voll ins Schwarze getroffen hat.
Melcon 2011/05/20 13:20:43
Antwort löschenOh schön, wieder einer der sich mit Hitmanski und seinen wortgewaltbereiten Jüngern anlegt, ich hab schon nen Rückzieher gemacht. Aber scheint hier der normale Umgangston zu sein. ;) Viel Spaß!!! ...und verbleibe objektiv, Into the Wild 10 points.
Apophis 2011/05/20 14:15:18
Antwort löschenAnlegen ist nicht das richtige Wort. Ich habe durchaus Achtung für die sprachliche Fähigkeit des Herrn Hitmanskis, doch stoßen mir leider immer öfter seine verschobenen "Kritiken" auf. Sie sprudeln vor Selbstoffenbarung und seine Auseinandersetzungen mit Gegenargumenten ist als kindlich zu betrachten. Informativen Charakter, welchen eine Filmkritik besitzen sollte, haben sie eigentlich nie. Der Sinn und Zweck seines Niedergeschriebenen ist in meinen Augen damit zweifelhaft. Deswegen verfalle immer mehr in den Gedanken, dass es weniger seine Intention ist, hier Leute über Filme zu informieren, sondern es vielmehr um eine simple verbale "Ich bin toller als Du" Produktion geht. Es ist hohes Blabla mit wenig Sinn. Schaut man sich die Texte mal genauer an und schlägt zu vielen benutzten Begriffen mal nicht wikipedia, sondern ein etymologisches Wörterbuch auf und guckt mal auf die rethorischen Mittel, merkt man schnell das der große Wortschatz weniger durch ein linguistisches Fundament gestützt ist, sondern mehr ein typischer elaborierter Versuch sich durch übermäßige Fachterminologie und oft unangebrachten Neologismus von der Masse abzuheben. Am deutlichsten stechen die oft Abweichenden Meinungen in verschiedenen Rezensionen und Kommentaren raus, denn häufig greift er sich textübergreifend selber in seinen Argumentationen an. Auch die Verbissenheit und fehlenden Ironie sprechen nicht gerade dagegen.
dustin30man 2011/05/25 02:33:50
Antwort löschenääääh- um welchen Film ging es nochmal?
one winged angel 2011/06/18 01:42:07
Antwort löschenHier hat jemand offensichtlich den Film nicht verstanden. Eigentlich mehr als das. Das ist das genaue Gegenteil von dem, was der Film aussagen will.
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Dom699 2011/09/09 18:28:08
Antwort löschenund warum ist fortschrittfeindlichkeit und verklärung der natürlichkeit jetzt per se schlecht?
Stammfunktion 2012/01/18 00:17:03
Antwort löschenInteressante Diskussion, leider komme ich etwas zu spät...
Das ist keine gute Rezension. Es ist vielmehr ein Kommentar zu dem nervigen Heroisieren von Gesellschaftsaussteigern. Details die den Film jedoch anders, stärker wirken lassen werden übersehen, sodass das Gefühl auftritt, dass der Film nur halbherzig verfolgt wurde, was bei einer Länge von 2,5h und einer mittelmäßigen Begeisterung keine Überraschung wäre.
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschenMit “Into the wild” ist es Sean Penn gelungen ein absolutes Filmhighlight der letzen Jahre zu erschaffen. Der ernste Film hat das Zeug dazu ein echter Klassiker zu werden und muss einfach von jedem, der auch nur ansatzweise Interesse am Medium Film hat gesehen haben. Wer sich dieses fesselnde Werk entgehen lässt ist selber Schuld.
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Evie: www.inderzange.de
Kommentar löschen“Into the Wild” erzählt die wahre Geschichte von Christopher Johnson McCandless. Er war ein 22 jähriger Student, der gerade seinen Abschluss in Geschichte und Anthropologie gemacht hat. Nach vielen Problemen im Elternhaus und der materiellen Sucht der heutigen Gesellschaft begibt sich McCandless auf ein Abendteuer. Er reist 2 Jahre lang durch Amerika bis nach Mexiko und wieder zurück.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenSean Penn übt sich in unkritischer Heldenverehrung, bebildert wie ein GEO-Sonderheft. Doch trotz dieser Zelebration eines unabhängigen Geistes, bleibt dieser Chris letztlich doch seltsam blass, unsympathisch und kalt. Technisch und schauspielerisch ist dem glänzend besetzten Film wenig vorzuwerfen - besonders die Nebenrollen, Chris Eltern und seine Wegbekanntschaften strahlen viel Faszination aus.
Nur die Hauptfigur bleibt - und das ist die Schuld des Drehbuchs, nicht des talentierten Emile Hirsch - ein selbstgefälliger Spinner, der halbverdaute Literaturfetzen ausspuckt, einer ethnokitschigen Räucherkerzen-Gesellschaftskritk anhängt und sich im Endeffekt für niemanden außer sich selbst interessiert. Es bleibt das Geheimnis des Films, warum all die Menschen die er trifft (zuletzt der großartige Hal Holbrock) sich derartig um ihn bemühen, denn Chris selbst interessiert sich nicht wirklich für Menschen.
Er ist jemand der nichts interessantes von sich gibt, außer…
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Wombat 2009/11/15 01:11:14
Antwort löschenBei der Titelsequenz stimme ich voll und ganz zu, die Qualität hatte mich damals auch sehr überrascht.
alanger 2009/12/20 13:32:37
Antwort löschen"denn wenn trotzige Mittelstandsbübchen meinen sie müssten einen auf Aussteiger machen, krepieren sie eben... in the wild". grandios!
blackholebird 2010/01/01 15:48:04
Antwort löschenda hat wohl jemand an der falschen wurzel genascht. so schlecht war er bei weitem nicht. und vor allem nicht unkritisch. die ausgemachten kritikpunkte scheinen eher projektionsfläche des kritikers und nicht des filmes.
paaaatz 2010/01/06 03:15:35
Antwort löschenDiese Kritik kommt mir "seltsam blass, unsympathisch und kalt" vor. :)
jardem 2010/01/26 01:55:44
Antwort löschenIch verstehe deine Kritik nicht ganz!? Magst du die Person an sich nicht, das Drehbuch nicht oder beides nicht?
Batzman 2010/01/26 15:17:40
Antwort löschenSowohl als auch. Der Film glorifiziert auf recht kitschige Weise jemanden der im Endeffekt durch eigene Blödheit umgekommen ist.
nitroom 2010/02/17 23:05:07
Antwort löschenJa, aber um seine eigene Blödheit wissend. Von der Thematik her -grade wegen deinen Einwänden- ein super Film. Dieses Desinteresse in anderen Menschen wird ihm letztendlich zum Verhängnis: Er wird kein Märtyrer seiner eigenen Ideologie, sondern wirft sie um. Trotzdem kann er mit seinem neugewonnenen Selbst- und Weltbild gegen seinen Egozentrismus nichts mehr ausrichten.
Aber ich bin beeindruckt von deinen absolut treffenden (hust) Neologismen. Ich wäre nie auf die ethnokitschige Räucherkerzen-Gesellschaftskritik gekommen, hättest du mich nicht mit der Nase darauf gestoßen.
StevieG 2010/04/16 11:53:04
Antwort löschen"Der Film glorifiziert auf recht kitschige Weise jemanden der im Endeffekt durch eigene Blödheit umgekommen ist."
"...bleibt dieser Chris letztlich doch seltsam blass, unsympathisch und kalt"
Der Film glorifiziert also Chris dadurch dass er seltsam blass, unsympathisch und kalt bleibt? :-D
Hauptstädter 2010/04/26 23:28:46
Antwort löschenDiese Filmkritik (Batzman) zeugt von schierer Überheblichkeit und Film-Unkenntnis. Das tut schon weh.
Kuschelfraktion 2010/05/15 13:14:45
Antwort löschenda hat jemand den Film wohl mit geschlossenen Augen gesehen. Ein Film mit einer solche Aussagekraft und Bildstärke habe ich selten gesehen.
vanHauser 2010/05/22 03:19:11
Antwort löschenDer Text ist eines Filmkritikers würdig und ist gut geschrieben oder kopiert. Als Filmliebhaber kann ich nur sagen, dass diese reale Geschichte sehr gut umgesetzt wurde und mich der Film emotional tief bewegt hat!
Iwan Goratschin 2010/06/07 14:47:12
Antwort löschenIn seiner Filmkritik hat Batzman viele meiner unausgesprochenen Gedanken in Worte gefasst.
Ich bin aber insofern auch ein schlechtes Zielpublikum für diesen Film, da ich zwar kritisch mit den Errungenschaften der Technik umgehe, es aber für mich persönlich trotzdem nichts ferneres gibt, als "zurück zur Natur".
Ich mag emotionale Filme, in diesem Film hatte ich jedoch sehnsüchtig auf den Tod von "Alexander Supertramp" gewartet, damit dieses "Drama" ein Ende findet.
Sein Tod hat mich zwar doch nocht etwas berührt, aber in keinem anderen Film hat mich der Tod der Hauptfigur so wenig getroffen, wie hier.
Wie Batzman schon sagte: "wenn trotzige Mittelstandsbübchen meinen sie müssten (fernab von ihren Mitmenschen) einen auf Aussteiger machen, krepieren sie eben... in the wild."
Dann kann es durchaus auch vorkommen, dass dies einen Teil des Publikums thematisch anödet, obwohl der Film mit schönen Landschaftsfotos aufwarten konnte. Auch nach langer Zeit den Schauspieler Hal Holbrook mal wieder zu sehen, war lohnenswert. Somit war die für diesen Film aufgewendete Zeit nicht ganz verschenkt.
theONEinsane 2010/06/09 17:42:56
Antwort löschenhab irgendwie das gefühl das du gerne der besagte indianer wärst !oder deine liebste beziehungspartnerin an einen solchen verlohren hast,deine argumente sind zu niederträchtig zerreissend ohne wirklich vorschläge zu bringen,da fand ich den beitrag von ortega besser,denn eine karte hätte tatsächlich einiges geändert ..
Maxplace 2010/06/27 20:14:35
Antwort löschenWiedereinmal eine typische Batzman-Kritik mit einer gehörigen Portion Sarkasmus, den ich als Leser besonders schätze, regt er mich doch zum schmunzeln an.
Danke dafür und weiter so, auch wenn ich die Wertung diesmal leider nicht teilen kann, fand ich diesen Film doch zumindest "sehenswert".
Sicher hätte man noch etwas mehr aus dieser Geschichte holen können, alleine schon aufgrund meiner Vermutung, dass sich beinahe jeder schon einmal gefragt hat: "was wäre wenn ich nun alles hinschmeiße" oder zumindest an einen Punkt im Leben kam, an dem einem die Gesellschaft und ihre Werte (also auch man selbst) schlicht "ankotzten" oder gar verzweifeln ließen.
Jedoch regt mich Penns Werk zum Nachdenken an, rührt teilweise ernsthaft(-> Hal Holbrock als einsamer, ängstlicher Veteran), kann mir gerade zum Ende hin das Gefühl der unendlichen Einsamkeit vermitteln und Alex schließliche Einsicht ist zwar bereits bekannt, doch trotzdem von großer Bedeutung für alle und man kann sie nicht oft genug hören, dauert es doch lange bis man es versteht.
In diesem Sinne: Für mich wichtiger Film!
jardem 2010/06/29 19:56:18
Antwort löschenEntweder bewundert man die Figur oder man kann mit ihr einfach nichts anfangen.
Genauso wie mit tausend anderen Sachen auf der Welt. Ein typischer Fall von dem berühmt berüchtigten Geschmack.
Niotq 2010/07/19 23:07:18
Antwort löschenBatzman, ich habe bisher wirklich selten erlebt, dass eine Kritik meiner persönlichen Meinung eher entspricht als dein Verriss zu diesem Film. Solltest du manchmal daran zweifeln, ob es noch weitere Menschen gibt, denen dieses wehleidige Himmelfahrtskommando eines sturköpfigen Goldjungen schlichtweg auf die Nerven ging: Sei gewiss, es gibt sie.
Niotq 2010/07/20 17:51:02
Antwort löschenAch ja, bis auf eins: Es ist mir ziemlich egal, ob ich Emile Hirsch nackt sehe oder nicht. :)
Dissonanz 2010/07/24 20:48:20
Antwort löschenIch schließ mich dir, Batzmann, weitgehend an mit deiner Meinung. Es wird Sympathie zu einem Menschen aufgebaut, der zwar aus verständlichen Gründen sein soziales Umfeld verlässt, aber aus im Film nicht ersichtlichen Gründen auch kein neues Umfeld sucht, sondern vereinsamt und schließlich mehr oder weniger aus Unvorsichtigkeit, Gleichgültigkeit oder gar Dummheit stirbt. Filmisch ein nettes Werk, aber insgesamt ohne sinnvolle Aussage. Sehenswert, aber nicht wertvoll.
TheSkeptic 2010/08/10 20:24:31
Antwort löschenMit Verlaub, so einen Bullshit habe ich ja lange nicht gelesen. Die sinnvolle Aussage ist dermaßen offensichtlich und präsent, dass man sie eigentlich nicht verpassen kann. "Happiness is only real when shared", schreibt McCandless in sein Buch, kurz bevor er einen einsamen Tod stirbt. Einsamkeit als Alternative, die sich jedoch als nicht gleichwertig herausstellt. Natürlich ist der Film komplexer und greift auch deutlich tiefer, aber ich will keine Romane verfassen ...
Buscape1988 2010/08/21 21:53:47
Antwort löschenword!
Frollain 2010/09/01 13:03:39
Antwort löschenJa, danke. Jetzt weiß ich besser, was mein Problem mit dem Film war!!
Z1ckZ4ckM4nn 2010/09/29 20:32:03
Antwort löschendas drehbuch beruht auf ner wahren geschichte du hegel.. und die probleme der hauptperson werden klar benannt wie zb seine "daddy-issues", ob du räucherkerzen magst ode rnicht ist deine sache..
Snajper 2010/09/30 20:28:01
Antwort löschenIch muss dir voll zustimmen, auch bis jetzt konnte ich nicht so richtig mein Problem mit dem Film ausdrücken. Du scheinst da die richtigen Worte zu finden.
Ich sehe es vielleicht nicht so drastisch wie du, finde aber schon, dass der Film sehr gut in Szene gesetzt worden ist.
Deswegen von mir... 7.0.
An einigen Stellen relativ lang gezogen,
Sinneswandel sind nicht immer nachvollziehbar,
die Schwester zurückgelassen, super,
statt mit bloßen Händen dann doch in nem vergammelten Bus leben, mit Gewehr und ner 1000er Box Streichhölzern ist ja auch total naturbezogen...,
und dass er schließlich "nur" wegen der Probleme mit seinen Eltern durch die Gegend zieht, anstatt sich einer Gesellschaftsgruppe anzuschließen (weiß nicht, Emos vielleicht ;) ) finde ich wesentlich sinniger.
Trotz allem schöne Bilder und guter Soundtrack. Manchmal braucht man auch nicht mehr.
Übrigens kann mir keiner erzählen, er hätte die Kleine aus dem Hippie-Lager nicht gevögelt...
Dissonanz 2010/10/01 12:43:45
Antwort löschenDer Film mag ja auf einer wahren Begebenheit basieren, allerdings bestenfalls lose. Wie soll man denn wissen, was der Typ erlebt hat, als er allein unterwegs war? Ich halte es so, wie es dargestellt wird, einfach für sehr realitätsfern.
one winged angel 2010/10/13 13:05:53
Antwort löschenEine absolut schlechte Kritik.
Die Qualität von Chris wird sehr wohl in der ein oder anderen Szene dargestellt, genau so wie die Bedeutung des Zusammensein. Der Film kaut einem nur nicht alles vor, zumal das für den Gesamtkontext irrelevant ist.
Es geht - speziell bei den Beziehungen - eben um die Gesellschaft mit anderen, dass diese bereichernd ist; und hier gelingt es dem Film wunderbar in kürzester Zeit alle herrlichen Facetten des Zusammenseins aufzuzeigen.
Und wer der Meinung ist, dass der Film nicht kritisch ist, sollte ihn vielleicht nochmal sehen, weil der Film eigentlich nichts anderes Beinhaltet als Kritik.
Materielle Gesellschaft, Gefühlskälte, Einsamkeit.
Und über all dem, die Kritik am Leben in der Natur, die Kritik, dass es nicht das Allheilmittel sein kann. Und natürlich noch viel mehr.
tscharlie 2010/10/30 20:57:00
Antwort löschenIch denke, es geht in diesem Film vor allem um Eltern, und was diese ihren Kindern antun (meistens unbewusst oder eher blind). Ein wichtiger Satz: "Irgendwann haben Chris und seine Schwester dicht gemacht." Denn der zermürbende Streit zwischen den Eltern geht an der Seele der Kinder nicht einfach so vorbei. Und es gibt viele Kinder, die ähnliches erlebt haben und sich gut mit Chris identifizieren können, die das Dichtmachen nachvollziehen können.
Aber es gibt auch viele, die eine glücklichere Kindheit hatten und keinen Bock haben, sich in Chris wirklich hineinzuversetzen. Daher wundert mich deine negative Kritik auch nicht.
Dieser Film "bewegt", aber nur wenn man sich darauf einlässt.
Dissonanz 2010/10/31 12:38:17
Antwort löschenArgh, die verf***** Seite hat meinen Kommentar verschlungen. Na gut, dann eben nochmal in ähnlicher Form: Ob ich einen Film gut oder schlecht finde hat nichts mit meiner Lebensgeschichte zu tun (die ich dich übrigens bitte, nicht anhand einer kurzen Filmkritik zu beurteilen, das funktioniert nicht). Was mir unschlüssig erschien im Film: Dass Chris so lebensfreudig wirkt, so aktiv, kontaktfreudig und kaum depressiv oder lebensmüde, und er dann seine Talente, seine Schwester, alle Freunde, die er auf der Reise gefunden hat, und am Ende sein ganzes Leben einfach so aufgibt - ich kann mir nicht vorstellen, dass der "echte" Chris das in der Form getan hat, nicht seiner Eltern wegen und auch nicht wegen Alaska.
Snajper 2010/10/31 12:42:14
Antwort löschenJou mein Kommentar wurde auch verschluckt ^^. Jedenfalls wollte ich das Gleiche schreiben wie Dissonanz. Es gibt einfach einige Dinge, die unabhängig der Vorgeschichte des Zuschauers, einfach nicht nachzuvollziehen sind.
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StevieG 2010/10/31 16:34:42
Antwort löschenNaja er gibt sein Leben auch nicht einfach so auf... Ich würde eher sagen er versucht aus seinem alten Leben auszubrechen um eben nicht depressiv oder lebensmüde zu werden.
Dabei muss ich gleich wieder an die Szene denken als er sich vor einem Restaurant vorstellt er wäre gerade darin und würde im Anzug künstlich lächelnd irgendwelche Geschäftspartner begrüßen, und im nächsten Moment sofort weiß dass er wieder aus der Stadt abhauen muss, dass er es dort nicht aushalten kann.
Und ich kann das alles nachvollziehen, aber es wäre ja auch langweilig wenn jeder Mensch genau das gleiche nachvollziehen könnte. Es bestreitet ja niemand dass Chris "anders" war als die meisten Menschen, aber wieso darf man nicht lebensfreudig und aktiv sein nur weil man die aktuelle Gesellschaft nicht so akzeptieren will wie sie ist?
tscharlie 2010/10/31 21:49:51
Antwort löschenerstmal @dissonanz+snajper: Zugegeben, einiges in meinem vorigen Kommentar war unbedacht von mir und das tut mir leid.
Natürlich ist es für die Beurteilung eines Films egal, welche Vorgeschichte man selbst hat, da stimme ich euch zu. Es ist sch...egal. Jeder kann sich in Chris hineinversetzen, wenn er es versucht.
Aber genau das meinte ich damit, dass man sich auf die Familiensituation von Chris total einlassen sollte, denn dann kann man dem Film wirklich viel mehr abgewinnen meiner Meinung nach. z.b.: Natürlich könnte Chris -anstatt abzuhauen- seinen Eltern sagen, was er von ihren Lügen, ihren Anfeindungen, ihr mangelndes Vertrauen in ihn usw. hält, vielleicht wäre das sogar die beste Lösung, um die Familie auszusöhnen.
Aber wenn man sich nun in Chris einfühlt und denkt: Mein Gott, ich bin 22, erfahre, dass meine Eltern mich das ganze Leben angelogen haben, ich kann mich erinnern, wie sie sich immer wieder gegenseitig angeschrien haben, usw.
Also wenn ich mir das vorstelle, also mir vorstelle ich wäre Chris, dann kann ich verstehen, dass er einfach nur raus will, um endlich sein eigenes Leben zu leben - anstatt sich mit seiner Familie auseinanderzusetzen, denn das schmerzt ihn innerlich sehr (so kommt es jedenfalls für mich im Film rüber)
Und deshalb kann ich auch verstehen, dass er so lebensfroh ist, weil er endlich weiß: Jetzt lebe ich, und es ist alles wahr, keine Lügen!
Und das war jetzt alles nur meine persönliche Meinung oder meine Interpretation - und es war keine Kritik an anderen Kommentaren.
Ok, jetzt aber noch was zu deinem KOmmentar, dissonanz. Also, wenn du sagst, du glaubst nicht dass der echte Chris sein Leben (seine Schwester, seine Talente, seine guten Beziehungen, die er auf der Reise aufgebaut hat,...) einfach so aufgegeben hat oder hätte:
Also ich hab das - im Film - so verstanden, dass Chris lange nicht klar war, wie wichtig menschliche Beziehungen für ihn sind.
Aber ich dachte, als er gegen Ende des Films wieder über den Fluss wollte aber nicht konnte, da wollte er doch wieder zurück aus Alaska, eben weil er endlich verstanden hat, dass er seine Schwester, seine menschl. Bez.,usw. braucht... (oder hab ich das falsch verstanden)
Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenPenn hat den Stoff unorthodox - und in Überlänge - inszeniert: Er bricht mit dramaturgischen Mustern, spielt mit Zeitebenen, arbeitet mit eingesprochenem Text - und schafft es, dass die Zuschauer dem Protagonisten nahekommen, ohne vorbehaltlos mit ihm zu sympathisieren.
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschenEmile Hirsch liefert eine starke und selbstbewusste Darbietung in diesem sorgfältig inszenierten und wunderschön bebilderten Ausnahmewerk. In schwarz-weiß wäre der Film undenkbar gewesen, jedoch ist er noch viel mehr als eine ästhetische Bilderflut. Es ist schwer die Gedanken dieses Films überhaupt zu erfassen. Raum für eigene Gedanken und Interpretationen herrscht genug. Jeder muss den Film auf seine Weise auf sich wirken lassen. Es steckt einfach sehr viel in Sean Penns Buchverfilmung, doch wird es dabei weder anstrengend noch zäh. „Into the Wild“ ist ein erstklassiges Abenteuer-Drama, das man einfach mal gesehen haben sollte.
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TheCorey: MovieMaze
Kommentar löschenBei der Geschichte um Christopher McCandless handelt es sich um wahre Begebenheiten. Am 18. August 1992 wurde Chris von einem Elchjäger tot in einem liegengebliebenen Bus mitten in der Wildnis gefunden. Vollkommen abgemagert und neben einem leeren Fünf-Kilo Reissack ein Jagdgewehr neben sich. Die genaue Todesursache ist bis heute nicht geklärt, der Journalist Jon Krakauer, der Chris Erlebnisse 1993 in einem Artikel im Outside Magazin und drei Jahre später in dem Roman Into the Wild verarbeitete, sieht eine Vergiftung von Pflanzensamen als Todesursache. Ebenjenen Roman las damals Schauspieler Sean Penn und wollte sich sogleich die Filmrechte an dem Stoff sichern, musste jedoch zehn Jahre lang um diese kämpfen, da sich die Familie unsicher war, ob die Geschichte ihres Sohnes in einem Film verarbeitet werden sollte. Vor wenigen Jahren gelang es Penn dann doch die McCandless’ umzustimmen und so stand seiner vierten Regiearbeit nichts mehr im Wege.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenWir alle kennen den Jever-Mann: ein vielleicht Mittvierziger schließt die Augen und lässt sich fast schwerelos rückwärts in die friesisch herben Dünen fallen. Einfach mal aussteigen. Den ganzen Alltags-Mist vergessen. All die Quälereien im Job, die miesepetrigen Menschen, die dem anderen die Butter auf dem Brot nicht gönnen, all das Streben nach materiellen Zielen, die letzten Endes nicht glücklich machen. Augen zu und weg.
Ähnlich (nur vielleicht etwas konsequenter) dachte es sich wohl auch Chris, als er begann all die Plastikkärtchen zu zerschneiden, die symbolisch für ein behütetes und abgesichertes Leben stehen - sowohl in finanzieller als auch in gesellschaftlicher Hinsicht. Um sein neues Leben als Aussteiger auch in seiner Identität zu manifestieren, hinterlässt der erfolgreiche Highschool-Absolvent nicht nur Familie und eine sichere berufliche Zukunft, sondern auch seinen bisherigen Namen und nennt sich fortan „Alexander Supertramp“.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenMit der wahren Geschichte des Aussteigers Chris McCandless zeichnete Autor Jon Krakauer so einen idealistischen Trip nach. Schauspieler, Autor und Regisseur Sean Penn verfilmte den Traum-Stoff durchaus doppelbödig: "Into the Wild" schwelgt in Naturromantik und bricht diese gleichzeitig im aufmerksamen Blick.
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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte
Kommentar löschenDer Schauspieler Sean Penn, integrer Held des amerikanischen Kinos, hat hier wieder einmal Regie geführt und nicht nur die Schönheit amerikanischer Landschaften eingefangen, sondern Partei ergriffen für einen, der endlich die alleinige Verantwortung für sich und sein Leben übernehmen will.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenhm, bis zur Hälfte fand ich den Film trotz einiger schöner Aufnahmen und der tollen Musik ziemlich mistig. Warum? Schon allein weil ich dem Hauptdarsteller zu keinem Zeitpunkt abgenommen habe was er da veranstaltet. Und wieso sich überhaupt auf eine Reise der Erleuchtung und der Selbstfindung begeben, wenn man die Weisheit mit dem Löffel gefressen hat und so ziemlich das arroganteste Arschloch von Mexico bis Alaska ist.
Gut das sich das Ganze schon bald als Haken herausstellt. Hier musste ich oft an BOOGIE NIGHTS denken, indem wir ja auch erst eine tolle, bunte Traumwelt präsentiert bekommen, später aber hinter die Kulissen schauen. Und Emilie Hirsch ging in Ordnung, auch wenn sein Spiel manchmal grenzwertig schien. Das Ende ist laut und hart - Sean Penn liebt es eben zu kleckern. Und obwohl mich sehr wohl einiges gestört hat, kann ich mit dem Film recht versöhnlich abschließen.
Alles in allem: In Ordnung. Dennoch: Wenn ich einem Menschen dabei zusehen möchte, wie er der Zivilisation abschwört und sich versucht in die Wildnis einzuweben, obwohl sie ihm nicht passt, schaue ich mir doch lieber Herzogs GRIZZLY MAN an. Ach ja, William Hurt ist ein Gott.
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Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschenSean Penn gelingt mit diesem Film ein kleines Meisterwerk, das so viel mehr ist, als die Geschichte eines Aussteigers. Es geht um die Entscheidung eines jungen Menschen, sich der Gesellschaft zu entsagen, weil er sie nicht verändern kann oder nicht verändern will. Der Film stellt wichtige Fragen, und tut dies auf eine bemerkenswerte Art und Weise. Der Weg des Protagonisten wird immer wieder gebrochen durch die Sicht der von ihm Verlassenen, vertreten durch seine Schwester. Abgerundet wird dies durch diese großartige Riege an Nebendarstellern wie Catherine Keener, Vince Vaughn und dem faszinierend zuzusehenden Hal Holbrook. Ein beeindruckender, bewegender Film.
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenSean Penns Film über einen Aussteiger, der sich selbst und sein Glück in der Wildnis Alaskas sucht, geizt nicht mit wunderschönen Naturbildern und großartigen Schauspielern, aber auch nicht mit Pathos und Erlösungsmetaphorik.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenRegisseur und Drehbuchautor Sean Penn inszenierte die wahre Geschichte des Christopher McCandless - ein junger Mann, der zu Beginn der 1990er aus seinem erzkonservativen, wohlbehüteten Zuhause ausbrach. In meditativen Bildern zeigt Penn wunderbar geschossene Naturaufnahmen und konterkariert diese andererseits mit dem Großstadtmoloch als hässliche Fratze Nordamerikas. Neben der Reise, die den jungen Wilden durch das glorifizierte Americana führt, wird in Rückblenden Christophers Vergangenheit, insbesondere das fragile Verhältnis zwischen ihm und seinen Eltern, erzählt. Trotz seiner 20 Jahre ist McCandless zu Beginn der Odyssee innerlich ein Kind, das Idealismus mit Egoismus verwechselt. Penn hält sich bei seiner ersten Wohlfühl-Arbeit mit einer Verurteilung zurück und weidet sich zu oft an der aufgesetzt wirkende Freiheitssymbolik. Diese führt den Protagonisten McCandless am Ende zwar zur Einsicht, aber sie zieht auch tragische Folgen nach sich. Leid schafft eben Erkenntnis.
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patrickh: unclesallys*s, Style & the ... patrickh: unclesallys*s, Style & the ...
Kommentar löschenIn seinem bisher epischsten und warmherzigsten Film als Regisseur fängt Penn für diese ungewöhnliche Reise die ganze Pracht amerikanischer Landschaften in all ihrer Vielfalt ein. Dass er dabei nicht in verklärende Natur-Romantik verfällt, verdankt er nicht nur den berührenden und eigens von Eddie Vedder komponierten Songs, sondern auch seinem Hauptdarsteller Emile Hirsch, der sich als Aussteiger auf eine wahre Tour de Force einlässt.
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Kommentare (236) — Film: Into the Wild
Kommentar schreibenTrimalchio 2012/02/10 23:12:06
Kommentar löschenMacht Spaß. Aber nur in der ersten Stunde. Denn nach ungefähr dieser habe ich mich an den schönen Landschaftsaufnahmen Amerikas stattgesehen und an der träumerischen Musik sattgehört. Wobei ich sowieso finde, dass man einen Film über die Suche nach der persönlichen Freiheit in der Wildnis direkt ohne Musikeinsatz hätte realisieren können. Außerdem verlieren die in regelmäßigen Zeitabständen Zitate schnell ihren Reiz. Positiv an diesem Dilemma ist allerdings, dass Sean Penn es schafft, den Film nicht langweilig werden zu lassen. Es fehlt nur einfach das packende Element.
Schauspielerisch ist "Into the Wild" ganz überzeugend, die Nebendarsteller passen größtenteils gut in ihren Rollen (Stewart ausgenommen), genauso wie der Haupdarsteller Emile Hirsch. Leider stellt er auch die riesengroße Schwäche des Films dar. Denn obwohl man zu Beginn und in der genannten ersten Stunde die Motive Supertramps noch nachvollziehen kann, verkommt er danach zu einem arroganten und unsymphatischen Idioten, was Symphatie oder gar Identifkation unmögich macht. Sean Penn hat aber genau auf diese Zustimmung des Zuschauers abgezielt und den sichtbaren Versuch unternommen, Alex in einem möglichst positiven Licht darstehen zu lassen. Dass am Ende genau die gegenteilige Wirkung eintritt und McCandless als arroganter Naivling daherkommt und somit die Botschaft des Films ändert, ist einfach nur schwach.
Aus filmischer und technischer Perspektive ausgezeichnet, auf inhaltlicher Ebene leider nicht mehr ausreichend.
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skinflowers 2012/02/06 05:40:27
Kommentar löschenSehr sehr schön.
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Weltenkind 2012/02/04 15:21:02
Kommentar löschen"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will."
Abhauen. Fliehen. Seinen Traum Leben. Jo, das will jeder. Und dazu sollte auch jeder das Recht haben. Doch es ist eben nicht so einfach, wie man es sich vorstellt. Familie. Freunde. Geld. Kann man darauf verzichten? Die Wenigsten.
Penn zeigt hier, dass er auch was auf dem Regiestuhl zu bieten hat. Das Werk ist mit wunderschönen Landschaftsaufnahmen, einer tollen Musik und einem gut besetzten Cast äußerst gelungen. Doch die Faszination, die der Film zu Beginn auf einen ausübt ist nur Schein. Rein subjektiv, natürlich. Bei der ersten Sichtung war ich, wie soviele andere, vollkommen begeistert und hypnotisiert von der Figur Christopher McCandless, dessen Taten mutig und inspirierend sind. Doch jeder ratinonal denkende Mensch erkennt auch, dass es reine Dummheit war. Into the Wild ist ein schöner, ruhiger und berauschender Film. Zu Beginn.
Abstufung von 10 Punkten auf 7,5 Punkte.
"Der Kern des menschlichen Wesens bildet sich aus neuen Erfahrungen."
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sleissen 2012/01/30 19:18:02
Kommentar löschenEiner der besten Filme, eveeeeeeer!!!!!!!
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Sinister Kid 2012/01/29 20:23:58
Kommentar löschenGroßartige Bilder, ein Mensch, Freiheit, Herausforderung, Grenzen und die Erkenntnis: "Happiness is only real when shared". Beeindruckender Film.
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kronenhummer 2012/01/28 21:39:40
Kommentar löschenDer Traum vom Aussteigen. Alles hinter sich lassen. Ein Leben fernab der Zivilisation, fernab jeglicher weltlicher Sorgen. Der Wunsch ein reines, ein ursprüngliches Leben zu führen.
Unendliche Weite, unglaubliche, unberührte Landschaften. Die Natur in ihrer ursprünglichen Form. Mit all ihren Urgewalten und Gefahren. Die Gefahr der Natur, die Gefahr des Lebens, die Gefahr des Scheiterns.
Christopher McCandless hat sich für diesen Weg entschieden. Eine Entscheidung, die alles veränderte. Die das Leben des Jura-Studenten aus gutem Hause komplett kontrahierte. Er hat dieses Leben gewählt, ohne Geld, ohne Materialismus, aber auch ohne wirkliche Vorbereitung. Kein leichtes Leben und doch so ungemein erfüllend.
Die Frage, ob das Leben, wie wir es leben, wirklich glücklich macht, befreit und erfüllt. Wer hat sich diese Frage nicht schon einmal gestellt? Wer hat darüber nachgedacht, wie es wäre, alles hinter sich zu lassen, neu anzufangen? Doch wer hat es wirklich getan?
„Into the Wild“ zeigt eindrucksvoll welche Folgen eine solche Entscheidung haben kann, in jeder Hinsicht. Eingefangen in tolle Bilder und untermalt mit einem großartigem Soundtrack. Besetzt mit einem Emile Hirsch, der zwar schauspielerisch nicht brilliert, aber doch für die Rolle des Christopher McCandless/Alexander Supertramp nicht passender sein könnte und einigen feinen Nebendarstellern, allen voran Jena Malone als Schwester, die hier aus dem Off durch die Geschichte führt und mit ihrer Erzählung die Melancholie der Geschichte hervorragend stärkt.
So weit, so traurig, so melancholisch, so tiefgreifend, kann Sean Penns „Into the Wild“ faszinieren und zum nachdenken anregen. Zum Nachdenken über den Weg, den McCandless gewählt hat, aber vor allem über das eigene Leben, über die eigenen Entscheidungen.
„Into the Wild“ ist nicht bloß ein Film. „Into the Wild” ist Poesie.
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quellecair 2012/01/28 11:20:27
Kommentar löschenEs ist schon eine bemerkenswerte Entwicklung, die sich in Hollywood mit einigen wenigen Schauspielern abzeichnet: Hatten sie bereits vor der Kamera einen gewissen Status erreicht, versetzen sie nun auch mit ihrer Arbeit hinter der Kamera Zuschauer und Kritiker in Erstaunen. Über Clint Eastwood muss man keine Worte mehr verlieren und auch Denzel Washington oder Ben Affleck haben in jüngster Zeit gezeigt, wie viel Regiepotenzial in ihnen steckt. Und nun agiert auch Sean Penn, auch wenn hier bereits zum fünften Mal, als Regisseur und hofft mit „Into the Wild“ auf den grossen Wurf.
Er erzählt die Geschichte von Christoper McCandless (Emile Hirsch), basierend auf einer Reportage von Jon Krakauer. Chris ist ein 22-jähriger Student aus wohlhabender Familie, der nach dem Abschluss seines Geschichts- und Anthropologiestudium im Sommer 1990 eine zweijährige Reise durch die USA beginnt, die ihn schliesslich in die Wildnis Alaskas führt. Nachdem er sich von materiellem Besitz losgesagt und seine Ersparnisse in Höhe von 24.000 US-Dollar an eine Hilfsorganisation gespendet hat, macht er sich anfangs in seinem Auto und später zu Fuss mit einem Rucksack unter dem Pseudonym „Alexander Supertramp“ auf die Reise nach Fairbanks nahe dem nördlichen Polarkreis, um sich den Herausforderungen eines einfachen Lebens fernab der Zivilisation zu stellen.
Was sich nach einem simplen Abenteuerfilm oder Roadmovie anhört, ist in Wahrheit um einiges vielschichtiger. Die Geschichte von Chris ist eine Flucht von einem scheinbar intakten Zuhause und einer verkorksten Kindheit. Aber statt das Ganze mit viel Pathos und überdramatisch anzureichern, zieht Regisseur Penn alle Register seines Könnens und erzählt die Geschichte nicht chronologisch und linear, sondern führt verschiedene Erzählstränge zusammen. Was anfangs etwas wirr wirkt und wo es streckenweise auch die eine und andere vermeintliche Länge zu verzeichnen gibt, entwickelt sich bei zunehmender Spielzeit zu einem echten mitfühlen und mitfiebern. Auch wenn ausser beim Hauptakteur wenig oder gar kein Platz für echte Charakterzeichnungen bleibt, gibt „Into the Wild“ spätestens am Schluss mit seiner Aussagekraft sehr viel Persönlichkeit wieder. Keine Frage: dieser Film lässt niemanden unberührt, der auch nur ansatzweise etwas für Lebensgeschichten übrig hat. Sehr empfehlenswert!
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Eins Zwo Drei 2012/01/28 03:09:38
Kommentar löschenEin Film wie ein Buch. Gelesen und erlebt.
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Tautou 2012/01/27 23:57:22
Kommentar löschenEs wohnt Genuss im dunklen Waldesgrüne,
Entzücken weilt auf unbetretener Düne,
Gesellschaft ist, wo alles menschenleer,
Musik im Wellenschschlag am ewigen Meer,
Die Menschen lieb ich, die Natur noch mehr.
- Lord Byron
- - - - - -
Danke Sean Penn.
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Stammfunktion 2012/01/17 23:27:58
Kommentar löschenZuallererst schaut man sich den Film selber an, so richtig kann man ihn nicht in eine Rezension packen.
Eine Sache ist an diesem Film aber wirklich besonders: Er ist überaus authentisch im darstellen von McChandles Leben, so sehr dass ich am Ende das Gefühl hatte, sein Leben aufgesogen zu haben, in der ganzen Pracht, mit allen schönen und auch traurigen Momenten, vor allem aber der Lebenserfahrung mit all seinen Fehlern die er gemacht hat, in erster Linie das komplette abkapseln von seiner Familie, was hier auch recht schön gezeigt wird:
http://www.youtube.com/watch?v=kSejFqPPbQA&feature=related
...bei aller Melancholie: Ich hätte mit der Gitarrenspielerin (Kirsten Stewart) auf jeden Fall geschlafen, zumindest sah sie weit älter als 20 aus und keine 16....
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Maskotzchen 2012/01/16 07:23:37
Kommentar löschenWaaaaahnsinnsfilm, meine erste 10 bei der 670. Bewertung! Mehr brauch ich dazu nicht sagen :) !
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Greenwich05 2012/01/09 23:03:08
Kommentar löschenunheimlich guter Film, der allerdings nur für Leute geeignet ist, die auch nachdenken wollen...zum abschalten sollte man was anderes gucken...
Der Film berührt auf eine Weise wie kaum ein Film zuvor. Tolle Bilder und bemerkenswerte schauspielerische Leistung. Es kommen echte Emotionen auf, besonders wenn man bedenkt, dass zum Schluss deutlich wird worauf es im Leben wirklich ankommt...
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Wadschikan 2012/01/09 14:21:40
Kommentar löschenWas ist das bloß fürn kranker Film, alta !!! Ein dummer - hässlicher Typ läuft von seinem Leben davon, weil er es wohl nicht mehr hinbekommt, und macht einen auf Philosophen ... richtig peinlicher scheiß ... haha, wenigstens das Ende ist geil !!! daher 10P. damit ihr seht, was mit leuten wie ihm passieren !!! Also schön alle weiter arbeiten gehen und mein harz4 zahlen ;)
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siXer 2012/01/20 15:05:49
Antwort löschenman gut das du den film anscheind zu 0% verstanden hast!
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Eins Zwo Drei 2012/01/28 03:08:19
Antwort löschenStupide.
Zwiebo 2012/02/01 23:38:51
Antwort löschenhmm... Der Film wird mir mit 8,5 vorgeschlagen... Aber wenn Wadschikan ihm 10 points gibt?!?! Dann kann der ja nur schlecht sein... :D
OneGod 2012/01/08 00:09:05
Kommentar löschen"Glück ist nur echt, wenn man es teilt !"
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Gizmo91 2012/01/07 18:48:41
Kommentar löschenEiner der schönsten Filme die ich je gesehen habe!
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Glücksritter 2011/12/16 22:45:06
Kommentar löschenDieser Film ist ein Stück Freiheit. Dieser Film ist viel mehr als einfach nur ein Film. Du vergisst den Alltag, alles um dich herum, und träumst. Man taucht ab in Natur, Verbundenheit, Einsamkeit und Nächstenliebe, in Unabhängigkeit, Selbstständigkeit und letztendlich Glückseligkeit. Alex' mitreißende Erlebnisse in der Wildnis sind von der ersten bis zur letzten Sekunde unvergesslich und werden von großartigen Naturaufnahmen und einem wirklich sagenhaften Soundtrack unterstrichen. Ein fantastisch emotionales, berührendes Abenteuer von Sean Penn, mit Worten kaum zu beschreiben, man muss ihn selbst gesehen haben.
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Mister Orange 2011/12/11 23:50:17
Kommentar löschen"Der Kern des menschlichen Wesens besteht aus neuen Erfahrungen."
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moviereporter 2011/12/11 16:51:56
Kommentar löschenWunderbar fotografiertes Roadmovie, das zwar keinen besonderen Spannungsbogen aufbaut, sich einfach (wie der Protagonist) treiben lässt von schönen, lustigen, traurigen, spannenden, langwierigen Momenten treiben lässt. In Verbindung Mit dem Soundtrack entsteht eine unheimlich dichte sentimentale Stimmung, die tief bewegt.
Auch wenn der Film vielleicht eine viertel Stunde zu lange dauert und ich mit der Hauptfigur nicht besonders warm wurde, ist 'Into the Wild' dennoch ein äußerst bewegender, außergwöhnlicher und letzten Endes sehr sehenswerter Film.
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hautecouture 2011/12/10 17:02:22
Kommentar löschengrandioser film,der zum nachdenken anregt.klar,es reizt schon,einfach nur mit nem rucksack durch die welt zu touren.aber irgendwann muss dann auch mal wieder schluss sein.alleine,hätte ich das sowieso nicht gemacht.
ich frage mich:wieso hat emile hirsch für seine schauspielerische leistung keinen oscar bekommen?ich finde der film hätte auch sonst mit mehr preisen überhäuft werden müssen.
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Donnos 2011/12/09 15:41:41
Kommentar löschenSehr verklärender biografischer Film, empfehle jedem, sich mal im Internet durchzuklicken, was das wirklich für ein Typ war. Wenn man das dann filmisch einseitig beleuchtet und mit wirklich schönen Bildern unterlegt, sagen alle "toller Kerl, so mutig, wie tragisch das Ende". Wenn man aber einfach mal seine Küchenpsychologie-Zitate einzeln anschaut und überlegt, was eigentlich dahinter steckt (so gut wie nichts, oder haben sich alle Zuschauer ab 12 keine Gedanken mehr zum Leben und dem Universum mehr gemacht? Sind da irgendwelche interessanten Erkenntnisse dabei?) dann löst sich dieses anfangs positive Bild schnell ins Nichts auf.
Ich geh dann mal in den hintersten Wald im Herbst ohne irgendwas, was zum Überleben nützlich wäre. Ihr sagt, dass ist dumm und lebensgefährlich? Ich sage "Hey aber das ist doch voll cool und rebellisch!"
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Lifty 2011/12/16 20:00:26
Antwort löschenSehr nützliche Bewertung ganz ohne Blödsinn..... NICHT!
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Donnos 2011/12/16 20:14:42
Antwort löschenKannst den Film ja gut finden, nur ist es auf keinen Fall Blödsinn, was die Biografie angeht, findest im Internet genug dazu. Handwerklich ist der Streifen ja absolut solide usw. nur wenn man das dann hinterher rausfindet ist es einfach ziemlich enttäuschend und nimmt dem Film noch den letzten Sinn.
Und bevor es heißt, ich laber nur und würde keine Fakten liefern:
http://de.wikipedia.org/wiki/Christopher_McCandless#Rezeption
Schönen Abend.
pearlEX 2012/01/31 14:01:29
Antwort löschenEs geht bei diesem Film um einen Ausbruch aus der Gesellschaft. Ob dieser nun besonders durchdacht ist oder nicht spielt eigentlich keine Rolle. Ich weiß auch nicht ob Sean Penn so besonders viel daran lag McCandless als Helden darzustellen.
Wer sich nicht schon einmal vorgestellt hat, wie die Welt wohl wäre, ohne diese unendlichen Massen von Konsumgütern und scheinbar bei der Geburt injizierten unterschwelligen Idealen und Zielen - wer nicht schon einmal davon geträumt hat dieser Welt zu entfliehen, der kann diesen Film vermutlich nicht nachvollziehen. [SPOILER] Der Tod des Protagonisten, am Ende des Filmes ist tragisch, aber dennoch versöhnlich. Für viele muss er sinnlos wirken, für mich tut er gerade das nicht. Sein Tod ist ehrlich und roh und ich glaube, dass ihm der Tod in der Wildnis lieber war, als in einer künstlichen Welt als Zombie zu existieren.
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