James Bond 007 - Casino Royale - Kritik

GB 2006 Laufzeit 145 Minuten, FSK 12, Actionfilm, Thriller, Kinostart 23.11.2006

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Kritiken (23) — Film: James Bond 007 - Casino Royale

blockbusterandmore: BlockbusterAndMore, Enterta...

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10.0Lieblingsfilm

Als eines der erfolgreichsten Franchises der Filmgeschichte gilt bis heute das "James Bond" Franchise, welches sich gerade durch das Erfinden früherer Markenzeichen wie den obligatorischen, bewaffneten Autos, dem geschüttelten Martini, der berühmten Gunbarrel Sequenz oder dem klassischen John-Barry-Score sich ins Gedächtnis des Betrachters gebrannt hat. James Bond wurde im Wandel der Zeit ständig neu erfunden.

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Timo K.: Blockbuster Entertainment

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7.0Sehenswert

Unleserlich viel ist über "Casino Royale" geschrieben wurden, darüber, dass mit Einzug Daniel Craigs gleichzeitig das animalisch Ungestüme und das draufgängerisch Rustikale seit Sean Connery und Timothy Dalton ein Comeback feiere, darüber dass dieses Comeback insbesondere eine seit Jahrzehnten in beständiger Regelmäßigkeit durchgewrungene und sukzessive debilere Filmreihe genauso entschlacke wie vielschichtiger den heutigen globalen Herausforderungen verzahne. Und "Casino Royale" ist, aller Liebe zu Connery, Moore und Dalton zum Trotz, jener Bond-Film, der die glitzernste Oberfläche poliert, unter der sich aber auch unwiderlegbar ein inhaltsreiches Pensum an Kraft, Tiefenschärfe und Gerissenheit verbirgt. So narrativ ausgeklügelt, so pathetisch Bond an die Entmystifizierung herangeführt wird, so folgerichtig, so gewandt geschrieben ist sein tragischer Werdegang zur mystischen Doppelnull, der ihn auf schmerzhafte Weise an seine existenzielle Verletzlichkeit erinnert, bis die Doppelnull mit einer Sieben ergänzt wird und Bond von nun an leibhaftig Bond sein darf. Artistisch im körperlichen Action-Szenenaufbau, erzählt "Casino Royale" in seinen meisten körperlosen Augenblicken eine heißblütige Kammerspielgeburtsprozedur ausschließlich über Gesichter, über verschwitzte, über verschmitzte, über die Gesichter mit Leberflecken, Abnormitäten und jenen, die undurchdringbar scheinen, über die grinsenden Gesichter und die lächelnden, lauernden, blutigen. Wenn sich ein Gesicht auf das andere lautlos konzentriert, dann ist das ein beunruhigender Ausdruck von Poesie.

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Timo K.

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Angesichts des neuen Bond-Films in den Kinos ziehe ich aus aktuellem Anlass meine Kommentare zu den jeweiligen Craig-Bonds vor, passt zeitlich auch besser. Nach SKYFALL geht es gewohnt weiter mit MOONRAKER.


Medienjournal: Medienjournal-Blog.de

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7.5Sehenswert

[...] Zunächst einmal muss festgehalten werden, dass Daniel Craig als James Bond wirklich grandios ist! Entfernt er sich zwar von sämtlichen Gepflogenheiten des distinguierten Geheimagenten von einst, definiert er durch sein intensives Spiel eine Figur, die nicht nur deutlich näher an Ian Flemings ursprünglicher Vorstellung von Bond liegt, sondern die auch und gerade wegen ihres Zynismus, dem unangepassten und auf Krawall gebürstetem Verhalten, der scheinbaren Skrupellosigkeit und der barschen Art einen Charakter darstellt, der deutlichen Schattenwurf hat und nicht so eindimensional und frei von Makel daherkommt. Durch Craigs ambivalente Darstellung und den gänzlich neuen Ansatz bei der Gestaltung des Agenten besitzt Bond nun auch eine innere Zerrissenheit und eine undurchsichtige, doch deutlich düsterere Vergangenheit spendiert, die in Casino Royale teilweise und nach und nach aufgearbeitet wird. [...]

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Andreas Stadler: http://darkagent.blogsit.net

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8.0Ausgezeichnet

Er wirkt ein wenig brutaler als früher und auch wenn die Explosionen etwas spärlich gesät sind, kommt die Action nicht zu kurz. Nichts desto trotz kommt vom ersten Moment an Bond-Stimmung auf.

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Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail

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9.0Herausragend

Bond-Filme wurden in ununterbrochener Folge immer mehr von den Bond-Gadgets dominiert und immer weniger von der Persönlichkeit James Bond. Casino Royale führt uns da zurück zum ursprünglichen Bond.
[...]

Daniel Craig ist möglicherweise der beste und ernsthafteste Schauspieler, der je für 007 auserkoren wurde, und Casino Royale zeigt ihn in seiner vollen Bandbreite. Außerdem ist er der robusteste und maskulinste Schauspieler seit Russell Crowe als Maximus in "Gladiator". Die zahlreichen Aufnahmen seines Torsos und seinen durchbohrenden blauen Augen machen, so vermute ich, viele im weiblichen Publikum verdammt glücklich.

Und er entwickelt den Charakter sehr talentiert. [...] Sehr oft rennt und springt Craig selbst - in der Tat innerhalb einer halben Stunde mehr als Roger Moore es in all seinen Auftritten zusammen hinbekommen hat.

Es gibt ein wirkliches Problem in Teilen des Films, eine Vorsätzlichkeit in der Vorgehensweise, die von Martin Campbell getroffen wurde, der den ersten Brosnan-Bond, Goldeneye, inszenierte. Viele der Actionsequenzen passieren bevor wir überhaupt darüber bescheid wissen, wen Bond gerade verfolgt oder mit wem er sich gerade auseinandersetzt. Generell ist M (Judi Lench) dafür verantwortlich, uns nach den Geschehnissen die entsprechende Erklärung zu liefern.
[...]

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Bond, James Bond

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Was ist denn das für ein Kriterium für einen guten Film?
Craig rennt mehr als Moore???
Bond muss nicht rennen. Das ist ja mal so was von stillos :-P


Checker0815

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Bond ist doch gerade der technisierte, komische Agent, der sich selbst immer ein bisschen auf die Schippe nimmt - sozusagen Actionfilm und Parodie auf einen Actionfilm in einem, das macht Bond doch aus!
Jetzt kommt so ein ernsthafter, verbissener Craig daher und macht mit seiner "Persölichkeit" meines Erachtens nach alles bondige kaputt - auch wenn der Film unzweifelhaft gut ist, aber eben kein Bond...


Fricki76: Asianfilmweb.de

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8.5Ausgezeichnet

James Bond, der Geheimagent ihrer Majestät ist ein Phänomen und hält etliche Rekorde. Etliche Filme der Reihe kann man ohne Zweifel als ein Stück Kinogeschichte bezeichnen, auch wenn andere Teile eher schwach waren. Im inzwischen 21. (!) Teil der populären Reihe wird mit Daniel Craig ein neuer Hauptdarsteller eingeführt.

Doch man hat der Filmreihe nicht nur einen neuen und im Vorfeld sehr kontrovers diskutierten Hauptdarsteller verpasst, sondern gleich eine Generalüberarbeitung unterzogen. Gleich zu Beginn der erste Stilbruch: Keine „Gunbarrel-Sequenz“, die erste Szene ist in Schwarz-Weiß und der James Bond Kenner ist erst einmal etwas verstört. Sie zeigt in einem Rückblick wie sich unser Held seine Sporen als Doppelnull-Agent verdient, denn „Casino Royale“ ist die chronologisch erste Geschichte um den Britischen Agenten mit der Lizenz zu Töten. Was man in den folgenden knapp zweieinhalb Stunden an allen Ecken und Enden merken wird, wenn man sich mit den Filmen auskennt. Doch das ist nicht als Kritik gemeint, im Gegenteil, der „neue alte“ Bond ist menschlicher, verletzlicher und dennoch härter als je zuvor.

Doch eins nach dem anderen. Der Privatbankier Le Chiffre (Mads Mikkelsen) spekuliert mit dem Geld internationaler Terroristen an der Börse und unterstützt diese so. Doch bei seinem letzten Coup kommt ihm James Bond (Daniel Craig) in die Wege: Der vereitelte Anschlag auf einen Flugzeugprototypen verhindert dass die entsprechenden Aktien an Kurs verlieren – und Le Chiffre verliert auf einen Schlag 100 Millionen. Seine Kunden gehören allerdings nicht zu jener Sorte Klientel, die für solche Unzulänglichkeiten Verständnis haben und so steht im das Wasser buchstäblich bis zum Hals. Er lädt zu einem exklusiven Pokerspieler im Casino Royale in Montenegro, wo er mit dem Gewinn seine Gläubiger auszahlen will. Doch der MI 6 schleust seinen besten Pokerspieler ein, um Le Chiffre seinerseits im Spiel das Geld abzujagen und ihn so unter Druck zu setzen. Den Einsatz von läppischen 15 Millionen liefert das Schatzamt ihrer Majestät, einschliesslich der zuständigen Beamtin Vesper Lynd (Eva Green), die ein Auge auf Bond und eines auf das Geld haben soll. Nach einem turbulenten Start ins Turnier, bei dem Bond zu unterliegen scheint, wendet sich das Blatt buchstäblich zu seinen Gunsten. Doch das kann Le Chiffre nicht akzeptieren, denn seine Häscher warten schon auf ihr Geld...

Ich bin wirklich überrascht, auch wenn es ein Stück weit zu erwarten war, dass der neue Bond anders sein wird. Ich bin nicht nur überrascht, ich bin sogar begeistert, denn auch der 21. Bond ist unverkennbar James Bond, und doch so neu und an vielen Stellen anders, dass es eine wahre Freude ist, die spannende Geschichte mit etlichen Twists auf der Leinwand zu verfolgen. Besonders beeindruckt hat mich die Tiefe der Charakterzeichung, die von Craig hervorragend gespielt wird. Man erfährt, wie Bond zu dem Mann wurde, den wir aus 20 Filmen schon zu kennen scheinen, und das auf äußerst interessante Art und Weise. Seine Vorliebe für Smokings, Wodka Martinis und Aston Martins Luxuskarossen. In diesem Zusammenhang fasziniert vor allem die Tatsache, dass Bond Fehler macht und sich erst im Laufe des Films entwickelt. Zwar weiß man immer noch, dass Held am Ende siegen wird, aber seine Siege sind hart und blutig errungen und haben den bitteren Beigeschmack des Verlustes. Doch daneben bietet der neue Bond all das, wofür wir ihn lieben: Coolness, Action, spektakuläre Stunts der Extraklasse und natürlich die obligatorischen Bond-Girls. Ich stimme mit jeder Menge internationaler Kritik überein: Dies ist zweifellos der beste Bond seit langem, der lediglich an zum Teil etwas hölzernen Liebeszenen leidet und auch 20 Minuten kürzer hätte sein dürfen. Trotzdem: Wer gegen Härte und Blut keine Allergie hat, sollte sich diesen hervorragenden Action-Thriller ansehen. Er ist nicht nur für Bond-Fans empfehlenswert.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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6.0Ganz gut

Die Neueinführung von 007 ist bis kurz vor Schluss wie aus einem Guss, spannend und flüssig inszeniert und die Wortgefechte zwischen Bond und Lynd sind ein wahrer Genuss. Nach zwei Stunden hat sich die Spannung dann aber erschöpft; die letzten 30 Minuten wirken aufgesetzt.

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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10.0Herausragend

[...]Der Film kommt ohne CGI-Einlagen und Gimmik-Firlefanz aus. In einigen Momenten, wie zum Beispiel der Körperwelten-Szene und dem Poker-Duell, ist er klassisches Spionage-Suspense-Kino. Die Action-Einlagen sind aufwendig, aber ausgewogen, präzise und bodenständig. In seiner Gewaltdarstellung geht "Casino Royale" dabei weiter als sämtliche Vorgänger, ohne dabei in Selbstzweckhaftigkeit zu verfallen. Bezüglich der körperlich-martialischen Duelle lassen sich sicher Parallelen zur "Bourne"-Trilogie ziehen, doch der gewisse glamouröse Tick der Bond-Welt lässt das Ganze nicht zur visuellen Kopie werden. Auch bietet der Film mehr Ruhemomente und mehr Dialog. Hierbei offenbart sich, dass man sich nicht nur auf Craigs Physis verlassen kann. Besonders im Zusammenspiel mit der ebenbürtigen Eva Green stellt er Bonds innere Konflikte beinahe greifbar dar und verleiht dem Agenten Ihrer Majestät damit Tiefe und Identität. Sein Portrait ist roh, ungeschliffen und damit wird er nicht bloß zum Erfüllungsgehilfen einer austauschbaren Effekte-Orgie. Craig ist die pulsierende Seele des Films, die durch die brilliante Inszenierung wie eine Urgewalt tobt.[...]'Arm yourself because no one else here will save you' heißt es im Titelsong von Chris Cornell, 'You know my name'. Und dem bleiben Film und Hauptdarsteller treu, bewaffnen sich mit dem Bestmöglichen und retten so die Bond-Reihe vor dem Abrutschen in bedeutungsloses Effekt-Kino. Eine Rettung, die bei einem Einspielergebnis von über 594 Millionen mehr als gelungen ist.[...]

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Flibbo: Wie ist der Film?

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8.0Ausgezeichnet

[...] Dank durchweg mehrdimensionalen Hauptcharakteren, der handgemachten Action und dem besonders rauen Grundton ist „Casino Royale“ der eindrucksvollste Bond seit langem. Die Neuinterpretation des weltberühmten Agenten ist mehr als gelungen. Und spätestens als ganz zum Schluss der Satz kommt, der nicht fehlen darf, ist man überzeugt. – „Mein Name ist Bond, James Bond.“

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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders

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8.5Ausgezeichnet

James Bond ist wieder da und das Einspielergebnis gibt den Machern Recht. Weg von den übertriebenen High-Tech-Spielereien hin zu einem Bodenständigeren Bond war das Motto und es hat funktioniert. Daniel Craig als 007 ist sehenswert.

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Xander8112: Xanders Blog

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7.0Sehenswert

Das, ist er also, der (jetzt schon nicht mehr ganz so) neue Bond, der Nachfolger von “Stirb an einem anderen Tag”. Obwohl - Nachfolger? Viel hat dieser Film mit seinen Vorgängern nicht mehr gemein.

Schon die Eingangssequenz zeigt, wo die Reise hingeht: Schwarz-Weiß, düster, brutal und kompromisslos wird Bonds zweiter Mord gezeigt, der ihn in den Doppel-Null-Status befördert. Und so geht es weiter: Nach den Credits folgt eine atemberaubende Verfolgungsjagd über eine Baustelle, am Ende wird dann gleich eine halbe Botschaft in Schutt und Asche gelegt. Dann lässt es der Film für kurze Zeit etwas ruhiger angehen, man muss ja auch erfahren, worum es geht.

“Wie konnte dieser Bond sich nur so dumm anstellen. Ich gebe ihm Doppel-Null Status, und er feiert es indem er eine Botschaft zusammenschießt!”

Also es geht darum, wer von wem Geld bekommt. Das ist alles. Da will niemand die Weltherrschaft. Der Böse kämpft nicht gegen Bond, weil dieser ihm bei seinen bösen Plänen im Weg steht, sondern nur, um seinen eigenen Arsch zu retten. Und wie könnte man Konflikte besser lösen als mit einer Runde Poker? Also schon mal erste Bondmerkmal, welches wegrationalisiert wurde. Dann war Bond immer ein Macho, vögelte alles was nicht bei drei auf den Bäumen war. Das ist vielleicht nicht unbedingt politisch korrekt, gehörte aber dazu (Stichwort “Bond-Girl”). Aber hier ist Bond gleich verlobt, dementsprechend monogam und ja soo verliebt, Kitschszenen kurz vor Schluss inklusive. Eigentlich gibt es aber noch mehr Szenen, die so wenig James Bond sind wie George Clooney Batman. Doch all das ist ja schon bekannt und wahrscheinlich auch gewollt, Bond sollte ja zurück zu den Wurzeln, quasi ein Reboot.

Im Grunde ist “Casino Royal” ein neuzeitlicher Actionfilm, dessen Protagonist zufällig so heißt wie ein Agent in 20 Filmen zuvor. Diesen Part macht er aber gut, erinnert teilweise auch stark an die Bourne-Filme, hat aber teilweise Längen und Belangloses zu bieten. Die “Bewertung” ist also eine Mischung aus Bond-Film (6/10) und Action-Film (8/10). Wer wissen möchte, wies ausgeht: “Ein Quantum Trost” spielt zwei Minuten nach der letzten Szene aus “Casino Royal”.

http://xander81.wordpress.com/2008/10/05/kritik-james-bond-007-casino-royal/

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Khitos: Kälte Reich

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5.0Geht so

Ich war nie so richtig ein Bond-Fan. Das kommt vielleicht daher, dass ich dieses Franchise in From von Pierce Brosnan kennengelernt habe. Die Filme, die ich mit ihm gesehen habe, sind mir nicht lange in Erinnerung geblieben, so kann ich auch eigentlich nichts über diese sagen. Vor zwei Jahren ( ist es wirklich schon so lange her? ) habe ich dann Casino Royale gesehen. Brosnan hat den Raum verlassen, Craig hat ihn betreten. Und wie er ihn betreten hat! Die Welt schrie und rannte vor seinen blonden Haaren. Quark, ich übertreibe. Ich habe keinen Plan wie die Welt auf ihn reagierte, war mir auch egal. Ich kann mich nur erinnern, dass ich Casino Royale nicht wirklich mochte. Jetzt hab ich ihn nochmal geguckt und muss dasselbe bedauerlicherweise wieder durchmachen.

In Casino Royale muss Bond…Ich hab keine Ahnung was Bond muss und was nicht. Man merkt, dass ich wahrlich kein Bond-Fan bin. Ich kenn seine Vorgeschichte bzw. Hintergrundgeschichte nicht, deshalb kann ich nichts zum Franchise ansich schreiben. Aus diesem Grund habe ich diesen Aspekt einfach außer Acht gelassen und mir die unglaublich langen 144 Minuten so angetan.
‘Angetan’ ist sogar das richtige Wort, da ich ab und an wirklich kämpfen musste nicht gleich die Stopptaste zu drücken. Nicht nur, dass es ein Bond-Film ist, eher gibt es in dem Film manche Längen und ich hätte mir sehnlichst gewünscht man hätte den Film doch bitte 20 oder 30 Minuten kürzer gestaltet. Manch einer wird wahrscheinlich die Pokerpartie als langweilig bezeichnen, ich find sie hingegen recht amüsant, besonders im Hinblick auf den letzten Pott - so unglaublich unrealistisch, aber egal.

Ich glaube wirklich, dass mir nur ein paar wenige Sequenzen gefielen. 1.Die Anfangscredits, die sehr schön und kunstvoll aussehen und mit einem tollen Lied begleitet werden. 2.Die Verfolgungsjagd in Madagascar. Anscheinend springt jeder auf den Parcour-Zug. Und auch wenn mir diese Verfolgungsjagd - so wie auch vieles andere - immens lange vorkam, ist sie doch sehr beeindruckend gewesen. 3.Die paar Momente, in denen ich Eva Green mochte. Manchmal konnte sie mich in ihren Bann ziehen, die meiste Zeit aber wirkte sie wie immer: Wie auf Drogen. Hier komme ich dann auch zu den Szenen, die unfreiwillig komisch sind. Zum Beispiel die Folterszene, in der Le Chiffre, der übrigens doch ganz gut von Mads Mikkelsen gespielt wird, Bond die Eier zerstört. Eigentlich schmerzhaft, aber durch die Reaktion Bonds ( Er macht Witze und lacht! ) nochmals komisch angehaucht. Insgesamt verhält sich Bond sehr verspielt, was zum einen - in meinen Augen - nicht zu Bond passt und zum anderen eigentlich überhaupt nicht witzig ist. In der Szene im Hotel als sich Vesper ( Green ) mit Bond über ihre Abendgarderobe unterhält musste ich schon stutzen.

Um endlich zum Ende zu kommen: Craig ist okey als Bond, jedoch besitzt er neben seinem gequälten Gesichtsausruck lediglich nur noch einen weiteren. Es gibt einige Sachen, die mir gefallen haben, die aber keineswegs ausreichen den Film unbedingt gesehen zu haben. Genau wie Star Wars oder Indiana Jones, so kann ich mit James Bond auch sehr wenig mit anfangen. Ich werde mir sicherlich noch das Quantum Trost ansehen, vielleicht bekehrt mich dieser ja endlich. Glaube ich aber nicht.

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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten

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9.0Herausragend

Dass "Casino Royale" im letzten Drittel einbricht, wird angesichts der Vorzüge des Films fast nebensächlich. Die Pokerszene im Casino, als ungute Vorahnung vorgespiegelt in Gunther von Hagens Körperwelten-Ausstellung, will einfach nicht enden, und die Auflösung muss im Dialog erzählt werden - denn in der Schluss-Sequenz, in der ein venezianischer Palazzo in den Fluten der Lagune versinkt, steckt eigentlich ein ganzer weiterer Film.

Dass der Abschluss der Bondwerdung trotzdem gelingt, liegt an einem einzigen Satz. Wenn Daniel Craig sich am Ende als "Bond, James Bond" vorstellt, wird eindrucksvoll klar: Das war ja erst der Anfang.

Der Film ist trotz expliziter Gewalt ab 12 Jahren freigegeben, mit einem Elternteil sogar ab 6 - aus unserer Sicht unverantwortlich.

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Perry Simm

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8.0Ausgezeichnet

"Casino Royale" ist die Summe einer Menge richtiger Entscheidungen und insgesamt wahrscheinlich der beste Bond-Film, den ich bis jetzt gesehen habe. Grundsolide Unterhaltung mit Stil, Schauwerten, einem markanten Hauptdarsteller und ohne große Ausrutscher. Und sowieso besser als die bizarr-groteske "Casino Royale"-Verfilmung von 1967.

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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin

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2.5Ärgerlich

Ein neuer Bond und alles bleibt wie gehabt. Die Filme setzen keine Standards mehr wie zu ihren besten Zeiten, sondern hecheln den Trends hinterher. Sah man sich im "Matrix"-Zeitalter sogar genötigt Autos unsichtbar werden zu lassen, um auch noch den unsinnigsten Technik-Schnickschnack zu feiern, begnügt man sich im neuen Bond lediglich mit dem ausgiebigen Ablichten von Handy-Displays.

Alles soll diesmal eine Nummer härter, ehrlicher und authentischer sein, denn mittlerweile schwebt der große Schatten von Jason Bourne über dem Agenten-Film-Genre und selbst Ethan Hunt hat in seine dritte Mission spritziger erledigt, als Daniel Craig in seinem Debüt.
Dabei macht er einen ordentlichen Job! Er transportiert eine Menge Steve McQueen-Charisma, trotzdem degradiert ihn das Skript lediglich zu einem Schläger im Auftrag ihrer Majestät. Bond wirkt über zu weite Strecken wie ein mies gelaunter Hooligan, dessen neue Rüpelhaftigkeit im sattsam bekannten Postkarten-Ambiente eines Bond-Films noch deplazierter wirkt. Da scheut man sich auch nicht Bikini-Chicks auf Schimmeln einen Sandstrand entlang reiten zu lassen, während Jason Bourne in den grauen Kulissen Moskaus oder Berlins auf der Suche nach der eigenen Identität ist. Wo Bournes Radikalität nachvollziehbar und im Rahmen bleibt, wird Craigs Bond reichlich ungeschickt zum Badboy ausgebaut, der sich selbst in mancher Szene auch noch für den Dümmsten erklären muss. Das scheint sich auch auf sein Liebesleben mit Eva Green auszuwirken, denn eine ähnlich gestelzte Romanze ist mir zuletzt nur zwischen Anakin und Amidala untergekommen...

Ausgerechnet in der Folter-Szene wird James mal wirklich so tough, wie er sonst behauptet. Da platziert er einen prima Oneliner und man hat für ein paar Sekunden den Verdacht, dass Bond ausnahmsweise mal nicht Herr der Lage und tatsächlich verzweifelt ist. Das alleine macht natürlich keinen spannenden Film und Regisseur Campell unternimmt auch keine weiteren Anstalten. Die Eröffnung ist noch recht flott inszeniert. Ich meine sogar ein Augenzwinkern auf den "Goldeneye"-Staudamm-Blödsinn erkannt zu haben, mit dem sich Brosnan und der gleiche Regisseur vorstellten. Der Rest ist höchstens als ausreichend zu bezeichnen. Wie in allen Filmen zuvor üblich rennt der Bond-Darsteller gerne mal durch ein Sperrfeuer von Knallkörpern - irgendwann findet man dafür auch noch eine neue Einstellung. Vielleicht sogar im TV bei Serien wie "Autobahnpolizei Cobra 11". Die könnten bereits zeigen, wie man Auto-Stunts besser inszeniert...

"Casino Royale" sei durchaus dafür gewürdigt, im Rahmen seiner Möglichkeiten neue Wege zu beschreiten. Aber anscheinend kann man an der Bond-Figur nur herumdoktern, den Agenten-Film wird er jedenfalls nicht mehr neu erfinden...

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Hausmeister: Nerdtalk.de

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8.0Ausgezeichnet

Trotz Überlänge verging die Zeit wie im Fluge, der Film hatte keine Längen, sondern konnte mich die ganze Zeit über gut unterhalten. James Bond ist nicht mehr genau der Bond, den wir bis Brosnan gekannt haben, aber ich gehöre zu denjenigen, die das gar nicht mal so schlimm finden. Ein wenig frischer Wind hat dem Charakter ganz gut getan. Auch wenn Clive Owen nach wie vor die bessere Bond-Besetzung gewesen wäre, hat der Herr Craig seinen Job wesentlich besser gemacht als es all die Kritiker prophezeit haben.

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Evie: www.inderzange.de

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8.5Ausgezeichnet

Wirklich ein super Bondfilm, nach all den verkorksten Pierce Brosnan dingern...
Der Anfang des Filmes war echt genial, jedoch flacht er zum Ende hin immer mehr ab und es wurden auch zu viele Twists eingebaut. Dennoch gut zu sehen das Bond wieder oben auf ist und ich freu mich schon auf den nächsten!

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C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)

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6.5Ganz gut

Sicher ist die Story eher platt, aber was will man von einem 00-Film erwarten. Und es war eben an der Zeit, Bond neu zu erfinden, um die Reihe als Kassenschlager weiterzuführen. Der radikale Wechsel tut etwas weh, aber lieber ein Ende mit Schrecken... Und am besten geht es, indem man das Alte parodiert, so antwortet Craig beispielsweise auf die berühmte Martini Frage kess: 'Sehe ich so aus, als ob mich das interessiert!?' Nur eines ist unverständlich, wieso Q beerdigt wurde, obwohl der Übergang zu Cleese doch so gut geklappt hat?

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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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8.0Ausgezeichnet

Das Töten von Menschen ist für [James Bond] kein Spaß, sondern Schwerstarbeit. Wenn er getroffen wird, tut es richtig weh. Mehr Glaubwürdigkeit verleiht auch der insgesamt modernere, reduzierte Look des Films, der sich um Glamour so wenig schert wie der neue Bond um seinen Martini.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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8.0Ausgezeichnet

Analog zur Philosophie des umstrittenen Leichenfledderers, Nerven, Skelette, Muskeln freizulegen, um "innere Gesichtszüge" aufzudecken, wird hier ein Filmmythos von allen Gimmicks enthäutet, um den wahren Bond zu erkennen. [...] "Casino Royale" ist also weit mehr als eine Frischzellenkur. Es ist ein radikaler Neubeginn. Der beste Bond seit Jahren.

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Thomax: Saarbrücker Zeitung Thomax: Saarbrücker Zeitung

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8.0Ausgezeichnet

Bin von dem neuen Bond begeistert.
Endlich muss der berühmte Agent auch mal so richtig körperlich schuften und schwitzen.
Die Action-Szenen sind Spitze, Craig überzeugt in allen Lagen.

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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...

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1.5Ärgerlich

Die Welt war ihm, so scheint's, noch nicht genug: 42 Millionen Dollar Gage soll Vorzeige-Bond Pierce Brosnan gefordert haben - zuviel für die Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson. Entzogen ward ihm die Lizenz zum Töten. Und wer war da in Folge nicht alles für die Rolle des Doppelnull-Agenten im Gespräch: Hugh Jackman, Ewan McGregor, Colin Farrell, Eric Bana und Clive Owen. Doch der eine wollte nicht, der nächste durfte nicht und als sich abzeichnete, wer da in Brosnans Fußstapfen tritt, war die Aufregung ebenso hell wie dessen Haar. Nicht ohne Grund. "Dekonstruktion" ist das traurige Credo, unter dem "Casino Royale" in unsere Kinos kommt. Und mit ihm der Hauch des Todes.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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2.0Ärgerlich

Als 08/15-Actionfilm vielleicht passabel. Als Bondfilm ein ärgerlicher Totalausfall. Verzweifelt versucht man die Figur zu einem Jack Bauer-Abklatsch zu machen und beraubt sie damit ihrer Identität. Was als "neue Härte" gefeiert wird macht Bond zu einer austauschbaren, zynischen Actionfigur die vielleicht in die Zeit passt, letztlich aber hochgrad vergessenswerte Abenteuer erlebt. Die Actionszenen erinnern fatal an TV-Dutzendware und werden zum Finale hin immer langweiliger. Eine Doppel-Null in jeder Hinsicht.

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Jek-Hyde

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Einspruch! :)



Kommentare (269) — Film: James Bond 007 - Casino Royale


Sortierung

vladvanhelsing

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Überragend! Der zweite, überflüssige Showdown drückt die Stimmung zwar spürbar, kann aber die glorreiche Rückkehr der Doppelnull nicht ernsthaft gefährden!

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Clamio

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Bewertung6.0Ganz gut

Nunja ganz Ok - konnte mich aber nicht sonderlich vom Hocker reißen.

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dopodynamite

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die kaum an Spannung zu überbietende Verfolgungsjagd am Anfang, das grandiose Schauspiel der Akteure, der unnachahmliche Charme von Daniel Craig, die fulminanten Actionsequenzen, die herrlich anzusehende Beziehung zwischen Bond und Lynd im Stile einer Screwball Komödie, das gerade heutzutage aktuelle Konstrukt mit einem scheinbaren Bösewicht, welcher dem Zweck von noch durchtriebeneren Bösewichten im Hintergrund als Marionette fungiert, liefert den besten Bond aller Zeiten. Sorry Sean, sorry Roger, aber Daniel Craig IST "Bond, James Bond" !

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MemoriAria11

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

War vor dem Film sehr zwiegespalten wie sich Daniel Craig als James Bond schlagen würde ... war sehr begeistert von diesem Film und fand auch Eva Greens Vesper toll ...

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oliver.reichlin

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Bewertung10.0Herausragend

Für mich der beste Bond überhaupt. "Geschüttelt oder gerührt?" "Seh ich so aus, als ob mich das interessiert?"
Kaltschnäuzig, hart und supercool kommt Craig in Casino Royal daher. Wenn man sich von alten Klischees entfernen und auf etwas Neues einlassen kann wird man hier reichlich belohnt. Ich liebe den Streifen.

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Samweis_Gamdschie

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr sehenswerter Bond-Film. Das Intro ist wirklich perfekt. Der Rest des Filmes gefällt mir ebenfalls. Spannend bis zum Ende.
Craigs erster Auftritt ist sehr gut gelungen !!!

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erbe64

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Bewertung9.0Herausragend

Nach den bis auf "Goldeneye" eher unsäglichen Brosnan-Kapriolen war "Casino Royale" für mich nicht weniger als ein Paukenschlag. Endlich wieder das richtige Maß an Bodenhaftung! Endlich ein glaubwürdiger Hauptdarsteller ohne Fönfrisur, auch wenn er blond ist! "Casino Royale" kann sich mit seinen besten Vogängern, also mit Connery I bis IV sowie "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" messen, bietet mit Eva Green eines der zwei, drei appetitlichsten Bondgirls ever (meinetwegen, Geschmackssache) und mit Mads Mikkelsen den besten Bond-Fiesling seit langem, auch wenn dieser heute, also knapp zehn Jahre später optisch noch besser in die Rolle passen würde. Athmosphärisch ist "Skyfall" noch besser, dafür hat "Casino Royale" die stringentere Handlung.

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TheBruceWayne

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Bewertung4.0Uninteressant

Ich war eigentlich noch nie ein besonders großer Bondfan, da ich die gesamte Spionage Thematik kaum mag. So empfinde ich Roger Moore (in seiner Rolle als Bond) als lächerlich bzw. unglaubwürdig und Sean Connery mag ich sowieso nur im Alter. Dennoch die alten, wenn man so möchte, die "wahren" Bondfilme, waren noch etwas komplett anderes. Ja, auch hier fanden sich zum Teil höchst reaktionäre Inhalte, Bond der "Held", welcher eine südamerikanische Revolution verhindert (wie können sie nur !!!) und jede Frau, egal welcher Moral ins Bett dirigiert.

Aber irgendwie war das ja noch alles so comichaft überdreht, also mit Schurken, welche die Weltherrschaft an sich reißen wollten, noch unrealistisch aufgrund der futuristischen Gadgets, hatte auch seinen ganz eigenen (britischen) Charme und war im Grunde auch seiner Zeit geschuldet (Kalter Krieg). Bond war halt ein harmloser Spaß und auch Kult.

Abgesehen davon ist auch die Vorlage harmlos, im Grunde nur "konservative" Männerträumereien. Davon ist heute leider nichts mehr zu spüren. Mit Daniel Craig holte man sich nun einen ein Bondupdtate und auch sonst hat sich vieles verändert. Die Handlung ist realistisch und glaubwürdig, und Bond ist nun nicht mehr der Gentlemanspion der britischen Krone, sondern ein eiskalter berechnender Profi, ein Instrument wirtschaftler Interessensbedienung des internationalen Kapitals um Absatzmärkte zu gewinnen/festigen.

Und da liegt der Haken. Solcherlei Filme sind für mich menschlich wie ideologisch zutiefst fragwürdig. Ich würde Bondverfilmungen nie als Propagandafilme bezeichnen, denn das wäre vllt etwas gewagt, aber diese reaktionäre, durchaus rechte Grundhaltung empfinde ich als ekelhaft. Auch wenn hier Bond als eiskalter Killer präsentiert wird (mit der Lizenz zum Töten, die er sich noch "verdienen" muss der "Gute"), ist er am Ende des Films doch trotzdem der Gute, und der Otto Normalo Deutsche fiebert mit und ist auch auf der Seite dieses Helden, wenn er in "Not" gerät.

Sorry, aber das ist meiner Meinung nicht nur total dümmlich und naiv, sondern auch irgendwie reaktionär und irgendwie politisch ziemlich rechts, denn jeder, der nur halbwegs was im Kopf hat, weiß dass Gestalten wie dieser Bond real für die Ermordung/Vertreibung von Leuten wie Patrice Lumumba, Thomas Sankara, Mossadeq oder Salvadore Allende und anderer unliebsamer Gegenspieler der westlichen Herrschaftsstaaten zuständig waren und noch sind. Da ist eine Verherrlichung total daneben. Also realpolitisch eiskalte Interessen bedienen und somit vor allem in der Dritten Welt ein Instrument des Terrors sind. Ich ertappte mich mehrmals dabei, dass ich sogar auf der Seite der "Bösen" war, obwohl diese nur graduell "besser" sind. Aber derlei Filme sind hier in Deutschland halt beliebt, vor allem wenn sie eben nicht von den USA handeln, da ist Deutschland dann oft ein Opfer der bösen Amerikaner (eine sehr luxuriöse Opferrolle, wie ich finde) und Geheimdienste abseits des Mossads und der CIA sowieso nicht sooo wichtig im eigenen Denken.

Der Rechte hier in Deutschland schimpft halt gerne über die USA, über Propaganda in Argo (er ist natürlich auch ekelhaft aber), über Militärverherrlichungsstreifen wie "Lone Survivor", über christliche Fime sowieso, und auch gern über Israel (Das Übel der WELT in deren Augen HILFE !!!!) und tut dies auch gerne in pseudokritischen Kommentaren hier in MP kund, aber wer das tut, soll auch bitte konsequent und ehrlich sein, und dies auch bei Bond etc. machen, vor allem wenn dieser so vordergründig "realistisch" rüberkommt. Ich persönlich finde das nicht nur bedenklich und gefährlich wenn jmd neben mir im Kino Craig beim Abmurksen zujubelt und feiert, sondern auch im höchsten Maße verlogen und ekelhaft. Wir leben auch in einer Ideologie und merken es nicht. So am Ende war es nur wenig zum eigentlichen Film, aber mich stört das halt..

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TheBruceWayne

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Das ist ja auch gut :) Nur ich kann nicht verstehen wie man den Bond auch als "Mensch" (also in den neuen Filmen) abfeiern kann. Ist ja wirklich eine Glorifizierung, die hier stattfindet statt einer Reportage/doku über einen "Verbrecher". Die alten waren nur "Comicverfilmungen". Deine Einstellung zu den alten Bonds teile ich. Ich mag die auch halt wie gesagt zeitprägend da wegen dem Kalten Krieg und irgendwie waren die Russen ja auch die "Bösen"...


TheBruceWayne

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Verurteilen tue ich auch wirklich nur die ganz neuen mit Craig...


Jaeger47

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Bewertung10.0Herausragend

Es gab ja einige Kritik an der Wahl von Craig als Nachfolger von Brosnan, aber so im Nachhinein ist die Rechnung voll aufgegangen (Nanu, sind das wirklich schon 10 Jahre seit dem Kinostart? Huch!).

Mit Craig wird Bond nach Jahren extremer high-tech Spielsachen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Hier gibt es keine in der Schuhspitze versteckten Messer oder Laser in der Armbanduhr - Bond lässt die Fäuste fliegen und riskiert schon nach der ersten Action-Szene lieber einen diplomatischen Vorfall, als das er einen Flüchtenden Bombenleger entkommen lässt. Der Mi6 verfolgt die Spur und stößt auf den Terror-Investor LeChiffre. Ihn zu stoppen wäre für den Geheimdienst ein großer Erfolg und so wird Bond darauf angesetzt, sich in ein Pokerspiel einzuschleusen, dessen Gewinn LeChiffre für seine Machenschaften benötigt. Die Action insgesamt im Film ist brilliant in Szene gesetzt. Bond muss einiges einstecken, dafür bleiben die Szene sehr viel mehr in Erinnerung - auch wenn man bei der Stelle mit dem Stuhl im Keller wünscht, es wäre nicht so. Autsch. Es gibt aber auch wieder jede Menge Spannung vor allem beim Pokerspiel, das zum Katz und Maus Duell zwischen Bond und LeChiffre wird. Wie üblich dürfen die tollen Handlungsorte auch nicht fehlen.

Eine gelungener Neustart für die Filmreihe!

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hsv-rossi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Daniel Craig verkörpert in dem Film zum ersten Mal den Geheimagenten und ist somit der sechste Bond-Darsteller der offiziellen Filmreihe.
Für mich ein sehr gelungener Bond mit vielen Action - Szenen,besonders die Anfangssequenz hat es in sich.

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heiko.buschhaus

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der oft als schlechtester Bond-Darsteller aller Zeiten kritisierte Daniel Craig fängt seine Bond-Karriere mit einem der besten Bond-Filme aller Zeiten an: dem Ur-Bondfilm! Der Film ist extrem behände inszeniert, verzichtet zum großen Glück im Gegensatz zu seinem Vorgänger gänzlich auf (schlechte) CGI-Effekte und beweist meiner Ansicht nach sehr deutlich, dass Craig ein fabelhafter Bond-Darsteller ist. Eva Green ist das seit langem wohl wirklich bezaubernste Bond-Girl und Mads Mikkelsen kann man wohl als Le Shiffre gerne zu den charismatischsten Bond-Gegnern zählen. Zudem ist der Film konsequent und die Actionszenen geradezu congenial! Wirklich, einer der fünf besten Bondfilme aller Zeiten!

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Gerry1974

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Bewertung2.0Ärgerlich

Na ja,es gibt deutlich bessere Bond Filme,dieser gehört zu den schlechteren,ich verstehe auch den ganzen Hype um den Film nicht.

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corinna.freiburg

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Cast ist gut, die Ausstattung überzeugt, es macht an allen Ecken Peng, Bumm und Knall... James Bond ist definitiv in der Neuzeit angekommen... und doch war ich enttäuscht und bin es irgendwo immer noch. Ja, ich weiß, das Totschlagargument "Der einzig wahre Bond ist Sean Connery" ist auch schon ziemlich abgedroschen und ich will nur am Rande damit hantieren.
Schauen wir uns doch mal die ganzen vielen Bondfilme an, angefangen bei Dr. No. Connery ist hier nur bedingt sympathischer als es Craig in Casino Royale ist. Beide sind sie relativ gefühlskalt und zynisch, Craig vielleicht sogar ne Schüppe mehr als Connery, und beide werfen hier nicht gerade mit Sprüchen um sich, wie es in späteren Bonds der Fall sein sollte. Der einzige, der das eventuell noch toppen könnte (ja, ich weiß, die waren beide auch nicht so toll) sind die Bonds mit Timothy Dalton Ende der 80er Jahre. Darum ist Craig als Bond schon in diesem Film nicht unbedingt schlecht, aber definitiv ausbaufähig (als erstes sollten wir mal diese "Ich hab Recht und ihr geht mir alle am Arsch vorbei"- Attitüde einstellen, bitte).
Wie eingangs gesagt, ich war ziemlich enttäuscht nach diesem Bond, aber nach einer Weile hab ich auch verstanden, daß wir uns erstmal wieder der Figur selbst annähern wollten, wie sie einmal geschrieben wurde. Was man bei den Connery-Bonds alles machen musste, damit es richtig passt, wußte man auch erst ab Goldfinger (noch immer einer meiner liebsten Bonds). Mit den Craig-Bonds finde ich es ähnlich... erst Skyfall hat sich für mich wieder wie ein richtiger Bond angefühlt. Daher lasse ich diesen nochmal mit nem blauen Auge davon kommen.
Zur Not kann er sich ja selbst mit nem kleinen Defi wieder beleben...

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mannypenny

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Bewertung3.0Schwach

Als ich damals CASINO ROYAL im Kino sah, dachte ich der Tiefpunkt des Unternehmens BOND sei erreicht. Selbst DIE ANOTHER DAY (Unfug mit unsichtbarem Wagen, Grauenhafter Madonna Titelsong) wurde unterboten. Okay CASINO ROYAL ist Ernsthaft und kein lächerlicher Unfug. Aber geht es noch langweiler, uninspirierter? Wirklich nicht?
HOLLA DIE WALDFEE, da kommt dann doch tatsächlich QUANTUM OF SOLACE um die Ecke und lehrt uns: Wenn du denkst tiefer gehts nicht mehr, kommt von irgendwo QoS daher.
Bondfilme zeichneten sich früher durch eine gewisse Art der unverwechselbarkeit aus. Sah man einen Trailer, oder einen Filmausschnitt im TV war jedem klar um was es sich handelt. Wenn man heute an Filmen wie zb CASINO ROYAL das Etikett BOND entfernt und meinetwegen Bourne oder was auch immer einfügt, würde es vermutlich kein Mensch merken. Dutzendware wie sie jeden Monat die Multiplexe überschwemmt.
Ob ein HARRY SALTZMAN oder ALBERT R. BROCCOLI heute damit zufrieden wären wage ich zu bezweifeln. Aber wer weiss das schon.
Positiv ist: Mit SKYFALL ging es immerhin wieder etwas nach oben, was aber nicht allzuviel zu sagen hat. Ein Schüler der lachend nach Hause kommt und freudestrahlend seinen Eltern verkündet dass er sich in Mathe von Note 6 auf Note 5 verbessert hat, freut sich seiner weiterentwicklung auch.
P.S.: Wenn ich CASINO ROYAL höre denke ich zuerst an die geniale 67er Persiflage mit PETER SELLERS ,DAVID NIVEN, ORSON WELLES, URSULA ANDRESS und WOODY ALLEN.
Der läuft im Londoner Filmmuseum an der Southbank in dauerschleife.
Aber das ist eine andere Geschichte.......

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Jason Bourne

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Super Kommentar.


Big T.

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein guter Film!
So könnte und muss eigentlich größtenteils ein neuer Stirb Langsam Teil aussehen. Nur blöd dass das hier unter dem Namen James Bond lief.
Das ist ja mal ein richtig massiver Stilbruch oder gar ein Wechsel?

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vanilla

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den hatte der James aber auch nötig.....


Spearman

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Bewertung6.0Ganz gut

(Spoilerwarnung) Filme, die schlecht ausgehen, mag ich meistens nicht. Ansonsten ist das ein ganz netter Actionfilm. Mit Daniel hat allerdings eine neue Zeit begonnen. Das mehr leichte Gefühl vieler früherer James Bond-Filme ist dahin. Das empfinde ich eher als bedauerlich. Normale Action-Filme gibt es genug. Ich hätte lieber meinen alten James Bond zurück.

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Mit diesem Bondfilm startet die Reihe neu: Nachdem sich James Bond (Daniel Craig) durch zwei Auftragsmorde seinen Status des Doppelnull-Agenten verdient hat, setzt ihn der MI6 auf LeChiffre (Mads Mikkelsen) an, einen besessenen und genialen Pokerspieler, der in Montenegro im Titel gebenden "Casino Royale" Geld für terroristische Aktivitäten gewinnen muss, weil es ihm sonst selbst an den Kragen gehen wird. Bonds Auftrag: LeChiffre beim Spiel besiegen, um ihn unter Druck setzen zu können. Als Quasi-Babysitterin für Bond und das ihm zur Verfügung gestellte Spielgeld in Millionenhöhe wird ihm – zunächst sehr zu seinem Missfallen – die attraktive Vesper Lynd (Eva Green) zur Seite gestellt. Man mag sich nicht besonders, auch wenn eine unterschwellige Spannung zwischen den beiden herrscht. Doch sie raufen sich zusammen und werden von ihren Gegnern heftig unter Beschuss genommen. Nur unter Überwindung erheblicher Widerstände gelingt es Bond immer wieder, zur rechten Zeit den Weg an den Spieltisch zurück zu finden...

Für mich ist Daniel Craigs erster Bond Einsatz der beste Bond Film!

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Ener

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Darsteller passt optisch wunderbar in die Rolle. Eine Mischung aus Schaf im Wolfspelz und vor allem umgekehrt. Grundsätzlich finde ich aber, ist das Thema seit langem vollkommen ausgelutscht. Andererseits kämen Veränderungen einem Stilbruch gleich. Unter den Umständen kommt schon was Gutes dabei raus, aber irgendwie... grob ausgedrückt langweilt er mich als Ganzes gesehen, im Detail jedoch wieder gut. "Filmisch" gibt es eigentlich kaum was zu meckern. Außer das Parcour-Rumturnerei in Filmen doof und die Pokerei auch ziemlich dämlich ist.

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Splinter95

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Der beste Bond! Kein übermächtiger Agent mehr der jeder Situation gewachsen ist sondern ein Mensch.

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Moviegod

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Bewertung9.5Herausragend

Das ganze Jahr 2006 über war ich skeptisch, was das für ein Bondfilm mit einem Blondschopf werden sollte. Die negativen Meldungend er Presse wie "Angst vor Schusswaffen, Höhenangst, etc" taten da noch ihr übriges. Doch als ich dann im Kino saß, war ich vom ersten Moment an gefesselt wie selten zuvor. Endlich wieder handfeste Action, keine schlechten CGI und eine Story, die einen auch wieder mitreißt und nicht nur gezwungen konstruiert wirkt. Daniel Craig hat es allen gezeigt und einen super Bond-Film abgeliefert, der gleichzeitig der bis dato erfolgreichste der ganzen Reihe wurde. Jetzt, sieben Jahre später hat Craig noch zwei weitere Bondfilme gedreht und ist neben Sean Connery der einzige der Bonddarsteller, der sich auch außerhalb des Franchises auf der großen Leinwand etablieren konnte.

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Deine Meinung zum Film James Bond 007 - Casino Royale