James Bond 007 - Casino Royale - Kritik

GB 2006 Laufzeit 145 Minuten, FSK 12, Actionfilm, Thriller, Kinostart 23.11.2006

  • 3 .5

    Puuuh.. der james bond der mich am meisten nervt. Ich weiß nicht warum aber der Film ist nervig.

    • 9

      Der 21. Teil der Bond-Reihe läutet eine neue Ära des Bond-Franchises ein. Alles wird auf null gestellt. Es gibt keine Gadgets, kein Q und keine Moneypenny. Judi Dench als M hat man immerhin noch behalten. Aber das ist auch alles. Daniel Craig spielt den Bond großartig. Er ist kalt, rau, kantig, ruppig, kaltschnäuzig, cool und dennoch auf seine Art charmant. Sein Bond wirkt wie ein echter Killer. Eine moderne und erfrischend abwechslungsreiche Interpretation der Figur des James Bond. Bond-Bösewicht Mads Mikkelsen ist zwar nicht der beste Bösewicht, dennoch ein richtig guter. Bond-Girl Caterina Mourino sieht richtig gut aus, ist dennoch sehr farblos. Liegt aber auch daran das ihre Rolle nicht so groß ist. Da kann Eva Green's Bond-Girl Vesper Lynd mehr eindruck machen. Sie kann Bond definitiv die Stirn bieten. Sie lässt sich auch nicht so leicht rumkriegen wie andere Bond-Girls. Das macht die Beziehung die sie zueinander aufbauen umso reizvoller. Die Story ist mega-spannend. Besonders in den Poker und Actionszenen. Was ich auch besonders begrüße in diesem Film ist das die Action spärlicher eingesetzt wurde. Vor allem ist die Action nicht mehr Over-the-Top. Sie kommt viel Handfester und bodenständiger rüber. Sie ist auch überwiegend Hand gemacht. Bond kann jetzt ähnlich wie Jason Bourne kämpfen. Was ich sehr gut finde da genau das in Jason Bourne richtig gut rüber kam. Nicht umsonst werden Craig-Bonds auch Bourne-Bonds genannt. Aber das trifft wohl eher noch auf die Fortsetzung zu. Klar dieser Bond-Film ist auch schon recht schnell geschnitten in den Actionszenen, dennoch finde ich die Action immer noch übersichtlich. Die Action macht Spaß! Was ich noch gut fand ist die Organisation die im Hintergrund eingeführt wird. Bond-Kenner dürften schon geahnt haben welche Organisation eingeführt wird. Dennoch ist es schwierig zu deuten in wie fern die Reihe neu aufgelegt wurde. Aber ich denke das wird sich noch zeigen. Es ist aber auch genau das spannende bei den Craig-Bonds. Wenn man noch nach den Film ein bisschen Zeit hat sollte man sich den Nachfolger direkt mit ansehen. Denn dann ist das Bond-Erlebnis noch intensiver. Vor allem aber weil dieser hier offen endet. Casino Royale ist eine mehr als gelungene Neuausrichtung des Bond-Franchise. Das Cast, die Action und die Story ist unterhaltsam und ein echtes Highlight im Bond-Universum! Der Film macht Spaß und ist für mich einer der Besten!

      Verdiente 9,0 Punkte!!!

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      • 6 .5

        Jetzt bin ich nicht der größte Bond-Fan und mein letzter liegt auch schon wahrscheinlich über ein Jahrzehnt zurück, ich hatte also überhaupt keine Erwartungen an Craig in der Rolle des 007. Und dafür bekommt man doch einen ordentlichen Actioner geboten, der einen auf jeden Fall bei der Stange hält. Zwar geht Craig so ein bisschen der Gentleman ab und Eva Green ist jetzt auch nicht das Ober-Bond-Girl, aber Spaß bereitet "Casino Royale" schon.

        Leider wirkte das Ende auf mich etwas zu lang und das Rad wird natürlich auch nicht neu erfunden, aber doch, auf jeden Fall würde ich mir die weiteren Bond-Teile mit Craig auch angucken, und wahrscheinlich auch vor dem Ablauf eines neuen Jahrzehnts.

        An dieser Stelle nochmal ein Dank an MP für die DVD beim Weihnachtsgewinnspiel – auch wenn es etwas gedauert hat, bis ich mal in den Genuss dieses Streifens gekommen bin.

        7
        • 8

          Ein frischer Bond.
          Der Beste von den drei Filmen mit ihm.
          Was mir besonders gefallen hat, ist dass der Gegenspieler mehr gedrungen von seinen Geschäftspartnern als aus eigenem Willen handelte.
          A la "selbst in der Klemme"

          Das hat dem Film eine etwas besondere Note gegeben.

          1
          • 8 .5
            Andy Dufresne 03.07.2015, 00:59 Geändert 04.07.2015, 01:49

            James Bond ist ein Mensch.

            Wenn er angegriffen wird, fühlt er Schmerz, blutet er, leidet er.
            Wenn er liebt, dann ganz und gar.
            Wenn er trauert, dann vollkommen.
            Und er behält seine Verletzungen, seine Narben bleiben ihm.

            James Bond ist ein Mensch.

            Es brauchte "Casino Royale", und somit Bond Nr.21, um das so deutlich, so klar und so unmissverständlich herauszustellen.

            Denn Bond, so wie auch Ian Fleming seine Figur verstand, ist eben Mensch und nicht unbesiegbare, nichtfühlende MI6-Maschine.
            Er braucht eben keine unsichtbaren Autos, keine tausend Frauen im Quartal und schon gar nicht ist er unfehlbar, ganz im Gegenteil.

            Und so wurde aus "Casino Royale" nicht nur ein mehr als gelungener Neuanfang der Reihe, der geglückte Versuch den Agenten in die Moderne hinüberzuretten.
            "Casino Royale" schaffte es vielmehr, was weitaus bedeutender ist,
            007 zu seinen Wurzeln (zurück) zu führen, ihn sich nicht nur neu erfinden zu lassen, sondern ihn sich selbst finden zu lassen, ihn bei sich selbst ankommen zu lassen.
            Ihn, den Mann mit der Lizenz zum Töten, zum fühlenden, verletzlichen Individuum zu machen. Und ihm dabei seine Härte, seine Brutalität zu lassen, seine raue Schale, ohne die er in seiner gefährlichen Welt sofort verloren wäre.

            Eine Parallele zwischen klassisch und modern, zwischen Vorgängern und Neuausrichtung, zwischen Gefühl und Gewalt, zwischen Mann und Marke, zwischen Erbe und Zukunft.
            Diesen Spagat haben die Bondmacher mit "Casino Royale" mit Bravour hinbekommen.

            Eine wirklich besondere, beeindruckende Leistung, denn einen schwereren Brocken, ein größeres Damoklesschwert, als dieses jahrzehntealte, mit so viel Bedeutung aufgeladene, hochverehrte Riesenfranchise auf den Schultern sitzen zu haben, mit so vielen Möglichkeiten zu scheitern, mit so vielen Fallstricken, kann es nur schwerlich geben.

            Man muss schon den Krieg der Sterne heraufbeschwören, um die Größe des Bond-Kosmos - und die Gefahr beim "es anders machen" massiv zu versagen und damit die halbe Welt gegen sich aufzubringen - in den passenden Fokus zu rücken.

            Daniel Craig is not Bond?
            Ich glaube ihm alles, was er hier macht.
            Wie er liebt, wie er leidet, wie er kämpft.
            Daniel Craig is Bond!

            Für mich sind "Casino Royale" und Daniel Craig auf Augenhöhe mit "Goldfinger" und Sean Connery.
            Mehr Lob geht also nicht.

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            • 8

              Ein sagenhaft guter James-Bond-Film; ein so guter James-Bond-Film, dass er nicht nur als Frischzellenkur temporär überzeugt, sondern glatt zur Renaissance taugt, einfach weil er von den besten James-Bond-Filmen zehrt und gelernt hat: Die Abenteuer von George Lazenby und Timothy Dalton liegen hier als Folie über dem Geschehen und wurden in ihrer Verletzlichkeit und Geradlinigkeit punktgenau fusioniert. „James Bond 007 – Casino Royale“ ist so herausragend, weil er die Figur James Bond (Mit dem Kopf durch die Wand: Daniel Craig) genau dorthin entwickelt, wo man sie als Zuschauer auch sehen möchte: Als einen Menschen, dessen soziale Inkompetenz nur Fassade ist, dessen stahlblaue Augen nur im ersten Moment von abgestumpfter Rohheit berichten. James Bond darf sich wieder verlieben, James Bond darf sich von seinen Gefühlen vollends versteinern lassen. Ihm gegenüber steht mit dem Blut weinenden Mads Mikkelsen ein Zerrbild seiner selbst; ein Gegner, der mehr Spiegelung ist und dem es nicht um das Geld geht, es geht ihm rein um das Siegen, um den Selbsterhaltungstrieb und nur darum, James Bond in die Knie zu zwingen: Das Pokerspiel ist hier die Abstraktion des manierierten Schwanzvergleichs. „James Bond 007 – Casino Royale“ ist die Kollision zweier Überegos und ihren lächerlichen Männlichkeitsidealen. Regisseur hat die legendäre Doppelnull zurück ins Leben geholt, um ihn mit dem Tod zu konfrontieren, einmal durch das Gift im Drink, einmal durch den Verrat der Liebe, allerdings auch, um ihn durch sein Scheitern wachsen zu lassen. Dass die Action selbst mal wieder richtig scharfe Härte in das Sujet bringt, ist erfreulich, genauso toll ist aber auch die Cinephilie des Films: Da wird dann auch mal Nicolas Roegs „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ zitiert, während James Bond einem roten Mantel durch das labyrinthische Venedig nachspürt.

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              • 7 .5

                Toller Actionfilm.

                • 9

                  Mit Skyfall der Beste Bond Film mit Craig.

                  • 6

                    Casino Royale ist kein schlechter Film. Er ist nur ein schlechter James Bond Film. Das liegt aber weniger an der Story, sondern mehr an Daniel Craig. Der Kerl ist nunmal kein James Bond, sondern ein ungehobelter Haudrauf. Wenn man also so tut, als würde James Bond, Hans Klein heissen wird man ganz gut unterhalten. Leider funktioniert das aber nur mit Abstrichen. Fazit: Hans Klein 006 - Casino Royale ist ein guter Action Film, der streckenweise richtig Spaß macht.

                    6
                    • 8 .5

                      War im Kino begeistert von diesem neuen, raueren und irgendwie auch menschlicheren Bond. Solider Action-Kracher ohne wie ein Stetham-Film daherzukommen. Ein James Bond der sich dank ausgeklügelter Technik nicht die Finger schmutzig machen muss wirkt auf mich heutzutage auch einfach albern. Konnte deshalb wohl auch nicht viel mit dem Drehbuch von "Skyfall" anfangen, dass ja sonst so gelobt wurde.

                      • 10

                        "das war es für mich", dachte ich damals, als Daniel Craig vorgestellt wurde. Meine Bondära, seit dem 77iger "Spion" ist vorbei. Ich haderte schon mit dem letzten Brosnan-Bond. Und dieses Männchen, dieser Craig, soll nun Bond sein? Tschüss! .... Aber dieser Mann passt. Er ist schlichtweg brilliant. Der Film? Ein wahrer Geniestreich. Bondtypisches Beiwerk ist auf der Strecke geblieben, die Zeiten ändern sich eben. Ehrlich gesagt, ich habe Q nicht vermisst. Der Film ist rasant und unterhält prächtig. Gespannt war ich auf die Casinoszenen, geschickt gelöst ohne den Spannungsbogen zu lösen. Auch ohne Eva Green hätte ich 10 Punkte vergeben, aber sie ist das i-Tüpfelchen, eine starke Frau. Sie und Craig beherrschen die Leinwand. Der Film ist dennoch auch in den Nebenrollen bestens besetzt. Ausgezeichnete Kamerafahrten und ein pompöser Soundtrack runden die ganze Geschichte ab. Casino - und Folterszenen sind nah an Flemings Original, das hat mir ebenso gefallen wie die Smokingszene, die wurde regelrecht zelebriert. Mag vielen unwichtig erscheinen, ich musste lächeln als Craig vorm Spiegel stand, smart und elegant, begleitet vom Bondthema. Wie auch immer, der Film ist scharf, durchaus empfehlenswert. 2, 3 Dinge waren überflüssig im Film, darüber sehe ich gern hinweg. 9 Jahre hat der Schinken auch schon wieder auf dem Buckel. Wenn ich die DVD einlege kommt es mir vor als wäre er gerade erst erschienen:-)

                        • 9 .5

                          Der beste Bond-Film.

                          • 7
                            RockyRambo 21.05.2015, 13:09 Geändert 21.05.2015, 13:11

                            Starker Neustart für Bond welcher sich sogar sehr stark an die Vorlage hält. Leider konnten die beiden Nachfolger dieses Niveau nicht einmal im Ansatz Aufrecht erhalten. Für mich der letzte wirklich gute Bondfilm.

                            • 8

                              Der Neu Anfang der James Bond Franchise ist sehr gut gelungen!
                              Ich gebe es zu, als Daniel Craig als neuer Bond vorgestellt wurde, war ich auch sehr skteptisch. Aber man hat ihn noch nicht spielen sehen als Geheimagent. Also hat man ihm auch eine Chance gegeben.
                              Es ist eine positive Überraschung, was Craig aus seiner Rolle gemacht hat.
                              James Bond ist ein richtiges Greenhorn geworden. Sicherlich ist er härter und kompromissloser als seine Vorgänger. Er ist aber auch verletzlicher geworden.
                              Gut gemachter und bodenständiger Agententhriller mit urbanen Actionsequenzen ohne grosse technische Spielereien. Der Neu Anfang der Reihe ist gefestigt und man ist grosser Erwartungen, wie es mit James Bond weitergeht!
                              Fazit: Solide und klassisch, dass Lust auf mehr macht!

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                              • 10

                                der beste "moderne" Bond .....hat einfach Alles ...Top

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                                • 7 .5

                                  Auch wenn ich Daniel Craig nicht unbedingt als optimalen Bonddarsteller betrachte, hat mir Casino Royal doch sehr gut gefallen, vor allem wegen Eva Green. Mit ihr als Vesper konnte man in diesem Film nichts besser machen!

                                  • 10

                                    Beim erneuten Sehen musste ich einfach was feststellen:
                                    Von allen Bonds, die ich bisher gesehen habe, hat mir ,,Casino Royale" richtig gefallen.(Achtung Spoiler)
                                    Sehr viele haben weder an den Film geglaubt noch an Daniel Craig, der jetzt die Rolle übernimmt des eiskalten, Wodka Martini-liebenden Agenten, der eine große Schwäche fürs andere Geschlecht hat. Ein blonder Bond? Geht überhaupt so was?
                                    Daniel Craigs Darstellung beweist, dass es auch anders funktionieren kann...und besser!
                                    Hier blicken wir ein bisschen in die Vergangenheit unseres britischen Helden mit seiner kultigen Knarre, der den Doppelnull-Status erlangt hat.
                                    Bond hat aber leider ziemliche Schwierigkeiten sich bei M beliebt zu machen, da er seine Aufträge nicht immer erfüllt wie geplant.
                                    Doch Bond muss seine Fähigkeiten unter Beweis stellen, als ein neuer Feind auf den Plan tritt: Le Chiffre, ein Ass im Poker und in der Kriminalität.
                                    Zu Hilfe hat er Rene Mathis und die hübsche Vesper.
                                    Trotz anfänglicher Schwierigkeiten entwickelt sich zwischen den beiden eine Beziehung, die Bond noch für keine Frau empfand.
                                    Doch das Böse schlägt hart zurück und Bond lernt seine erste Regel kennen:
                                    Vertraue niemandem!
                                    Der Film gefällt mir so sehr, da er nicht so rüberkommt, als wäre es NOCH ein Abenteuer von unserem Lieblingsagenten. Die alten Bond-Filme hatten irgendwas von einer Checkliste: Actionreicher Anfang CHECK, Ein Blick in Bonds derzeitiges Leben CHECK, Auftritt des Bösewichts CHECK, Auftritt des Bond-Girls CHECK, Spielzeuge von Q CHECK, Anfang der Reise CHECK, erster Hinterhalt CHECK usw.
                                    Der Film beginnt als Schwarz-Weiß-Film, was so einen gewissen Charme hat und einem förmlich sagt:,,Das hier ist Bonds Vorgeschichte, kein weiteres Abenteuer unseres perfekt organisierten Helden!"
                                    Und was wäre ein Bondfilm ohne einen Song zu Beginn? Ich weiß, sehr viele schwärmen für den Song ,,Skyfall", aber ich liebe ,,You know my name". Den Song könnte ich mir tagelang anhören, so wie das Video. Statt ein bisschen zu viel vom Film zu verraten oder überall tanzende Frauen zu sehen, sehen wir ein gemaltes Paradies im Stil der Casino Royale-Karten und einen coolen Bond, der die bösen Kerle fertig macht. Sehr nette Idee, dass aus seiner Pistole Piks, Karos, Herze und Kreuze rauskommen und Bond schwarz angemalt ist und die Bösen rot. Als zu Ende des Videos Bond auf die Leinwand zuläuft und sich die schwarze Bond-Figur sich in Daniel Craig umwandelt wusste ich:,,Craig wird ein prima Bond sein!"
                                    Mir gefällt im Film, dass Bond diesmal auch Fehler macht, da er in den alten Bond-Filmen immer alles richtig machte. Da hat man schon das Gefühl, dass Bond ein Anfänger ist.
                                    Was den Film auch so besonders macht sind die grandios inszenierten Verfolgungsjagden, ich erinnere mich noch wie ich bei der 10-minütigen Verfolgungsjagd des Bombenlegers mich nicht traute zu blinzeln, da es hier richtig losgeht und in jeder Sekunde ein brillianter Stunt verübt wird. Ich will nicht wissen, wie lange sie an dieser Szene gearbeitet haben.
                                    Auch die am Flughafen ist ein wahrer Augenöffner.
                                    Obwohl der ganze Mittelteil sich um ein Kartenspiel im Casino Royale dreht wird einem nie langweilig. Es ist fast wie ein Psychespiel zweier Gegner.
                                    Es geht nicht nur um Geld, der Sieg von Le Chiffre wäre verheerend für die Menschen. Es ist wie als würde Bond mit einer Zeitbombe Karten spielen. Man bettelt ja förmlich, dass Bond die richtigen Karten hat, um ihn zu bezwingen.
                                    Doch es wird nicht immer auf die Karten geschaut, Bond hat sehr viel zu tun, um währrend des Spiels am Leben zu bleiben: Er wird vergiftet und er muss in einem Treppenhaus sich unbewaffnet um 2 böse Jungs kümmern.
                                    Das Einzigartige an dem Film ist dass das Bond-Girl Vesper nicht nur für Eyecandy da ist oder für Bonds tägliche ,,Ablenkung": Sie beweist Stärke, Schwäche und Gefühle, ähnlich wie Natalia Signonova aus ,,Goldeneye". Sie ist keine Heldin oder eine Meisterin der Kampfkunst, wie es schon andere Bondgirls waren, dennoch respektieren wir sie. Bond ist zum ersten mal wirklich verliebt.
                                    Das Beste an dem Film ist dass man nach Le Chiffres Tod glaubt, es wäre vorbei.
                                    Nichts da! Mit einem actionreichen Finale in Venedig schlägt der Film wieder zu.
                                    Und Vespers Tod wird sicher jeden hart treffen.
                                    Es sind zwar auch sehr oft Bonds Mädchen gestorben, aber das ist anders. Wir sind emotional dabei, als Bond verzweifelt versucht die Gitterstäbe des Aufzugs unter Wasser zu öffnen und Vesper unter Wasser weint. Brilliant, einfach brilliant.
                                    Und wir können einfach nicht aufhören zu grinsen, als Bond Mr. White ins Bein schießt und dieser erscheint und sagt:,,Mein Name ist Bond! James Bond!"
                                    Super Film, Bond wurde brilliant von Daniel Craig wieder erweckt und ich bin schon sehr auf ,,Spectre" gespannt!
                                    P.S. Wem gefällt es auch, dass Bond jetzt so direkt ist, z.B. nennt er Vesper einfach so eine blöde Kuh.
                                    Und die meisten Bond-klischees wurden auch entfernt.
                                    Bond:,,Ein Wodka Martini, bitte!"
                                    Kellner:,,Geschüttelt oder gerührt?"
                                    Bond:,,SIEHT ES AUS ALS OB MICH DAS INTERESSIERT?"

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                                      James Bond kommt mit Daniel Craig ganz anders rüber, das mag ich halt als Bond Film nicht so ganz, aber so als reiner Action Film ist der ganz gut

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                                        Alles nach dem visuell überragenden Vorspann war pure Verschwendung von Lebenszeit - da konnte auch Mads nichts mehr retten.

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                                          Martin Canine 23.03.2015, 00:24 Geändert 23.03.2015, 07:42

                                          Dies ist meine erste Review zu einem James Bond-Film, wenngleich ich alle vorangegangenen Teile gesehen habe.
                                          Es war mir bislang nicht möglich, einen richtigen Text zu der allseitsbeliebten Spionagesaga zu verfassen, obwohl ich es ab und an versucht habe. Die 007-Reihe gleicht für mich aus heutiger Sicht einer TV-Serie. Die einzelnen "Episoden" ähneln sich in Aufbau und Stil, bringen ihre Running Gags und wiederkehrenden Stilelemente, und sorgen für gute Unterhaltung, nicht mehr und nicht weniger. Der einzige Unterschied besteht darin, wie gut sie letztlich unterhalten, die Art und Weise ist ohnehin immer die gleiche. Ich verwechsle auch Bond-Filme untereinander. Ich weiß, da gab es den einen mit den Karate-Girls, den mochte ich, dann den mit den schwulen Killern, den fand ich relativ fade, aber welcher welcher ist, kann ich nun auch nicht mehr sagen. Die Texte zu James Bond-Filmen würden allesamt etwa einen Absatz lang sein, und in "hat gefallen" oder "hat nicht gefallen" konkludieren. Von daher ein überaus sinnloses Unterfangen.
                                          Aber "Casino Royale" ist anders. Er ist Bond und auch nicht. Er ist ein Reboot der Reihe, aber eher ein eigenständiges Werk, als eine Fortführung derselben. Ehrlich gesagt, er zieht einen radikalen Strich unter die vermeintliche Serie und beginnt nun, echte für sich stehende Filme zu machen.
                                          Die Bezeichnung 'James Bond' stünde fast schon für ein eigenes Genre. "Casino Royale" gehört diesem aber nicht mehr an.

                                          James Bond wurde hier gerade erst in den Status eines Doppelnullagenten versetzt. Er ist brillant in seinem Beruf, aber sein Ego hindert ihn daran, mit anderen gut klarzukommen, etwa mit seiner Vorgesetzen M (nachwievor von Judi Dench verkörpert).
                                          Bond bekommt den Auftrag... aber egal. Der Plot ist nicht viel anders als der gewöhnliche 007-Film. Ein letztes Überbleibsel einer abgeschafften Tradition.
                                          "Einen Martini", bittet Bond. Wir wissen ja, was kommt. "Geschüttelt oder gerührt?" "Sehe ich so aus, als ob mich das interessiert?" Denkste.
                                          Craigs Bond fackelt nicht lange, um zu zeigen, dass er anders ist.
                                          Weg ist die ungestüme Ader eines Sean Connery, das leichtfertige Augenzwinkern eines Roger Moore und selbst die gehobene Gentleman-Attitüde eines Pierce Brosnan wird in Schwarz/Weiß im Waschbecken auf der Toilette überaus gewaltsam ertränkt.
                                          Craigs Bond ist echter, und seriöser. Ein nach Außen steinharter Mann, der doch auch einsam und verletzlich sein kann. Er ist kein Superheld mehr, kein Mann, der in einen Blumenladen geht, als 'Alibi' einen Strauß kauft, dann im Handundrehen einen Mann erschießt, und mit einem Lächeln den Strauß für die Beerdigung anbietet. So ist Craigs Variante des Agenten nicht. Er empfindet echte Gefühle und versteckt sich auch nicht hinter Charme und Testosteron, sondern Verschwiegenheit und Eigensinn. Er passt in die heutige Zeit.

                                          "Casino Royale" beginnt nach seinen Opening Credits mit einer knalligen und rasanten Actionszene, doch diese wird eine Ausnahme darstellen. Und ist, das soll gesagt sein, wesentlich greifbarer als alle HighTech-Verfolgungsjagden und -Schießereien, die man sonst vom Agenten erwarten konnte. Man braucht zwei Kräne und eine glaubhafte Höhe, zwei Charaktere, und man hat eine der eindrucksvollsten und nervenaufreibendsten Sequenzen im gesamten Bond-Universum. Der 21. 007er, oder besser gesagt der erste Film der neuen Saga, ist vor Allem ein Psychothriller. Ein Großteil des Filmes wird sich an einem Tisch in einem Casino abspielen und zig Minuten lang Dialoge und Spielzüge einer Pokerrunde abfilmen, diese für eine kurze Handlungsszene unterbrechen, und sich dann wieder am Tisch einfinden. Es sind Momente wie dieser, die den Film dominieren. Das war zu Connery-Zeiten undenkbar. Wer schon seufzt, der sollte es lassen und sich einen der ersten 20 Bond-Teile ansehen. "Casino Royale" setzt nicht auf Spektakel, sondern Suspense.
                                          Beim Pokern - und keine Sorge, ich verstehe selbst nicht allzu viel vom Kartenspiel und kam trotzdem sehr gut mit - wechseln sich Blicke ab, Sätze treffen die wunden Punkte des Kontrahenten, Gesten werden analysiert und ein Gedanke muss stets verborgen bleiben oder bewusst an die Oberfläche getragen werden. Craig ist der beste Bond-Darsteller. Das ist keine Sympathiefrage, sondern eine Tatsache, da er der einzige von allen jemals eingesetzten Akteuren ist, dem über weite Strecken schauspielerisches Talent und einfühlsame Charakterzüge abverlangt werden. Er wird nie den Kultstatus eines Moore erreichen, aber er erbringt die größte Leistung.

                                          Genauso wie "Casino Royale" am Meisten auf Qualität setzt und Raffinesse, ausgefeilte Dialoge und eine ganze Reihe inszenatorischer Kniffe einflechtet, die zuvor teilweise oder zur Gänze gefehlt haben. Er ist überaus ruhig und zehnmal so hart wie ein gewöhnlicher, bislang handelsüblicher Bond-Film. Hier wird Bond in eine Folterkammer eingesperrt, durch die kaum Licht strömt, und, nackt an einen Stuhl gefesselt, mit einem verknoteten Seil, welches mit Wucht gegen seinen Schritt geschwungen wird, aufs Brutalste zugerichtet. Dennoch ist selbst diese Szene von der gewohnt leichten Action eines 'Goldfinger' meilenweit entfernt. Leicht und locker war gestern, hier baut sich langsam und behutsam eine dichte Atmosphäre auf, die man sonst von Filmen wie 'Das Schweigen der Lämmer' kennt, mit einer psychologischen Komplexität besagten Werkes.

                                          Wie kommt es, dass ich gerade diesem selbstverliebten Macho ein Happy End wünsche? Wieso möchte ich ihn, James Bond, 007, geläutert und im Einklang mit sich selbst sehen? Wieso mache ich mir Sorgen um das klassische Bond-Girl und habe Angst um sie? Vielleicht, weil es in "Casino Royale" erstmals Gefühle im Bond-Universum gibt. Weil die Figuren, egal ob gut, böse oder professionell, selbst auch Angst empfinden können; weil sie, egal, wer sie sind, reflektieren und entscheiden können und im Grunde verletzlich sind, und durchaus auch verletzt werden. Weil es hier nicht "den Helden", "das Bond-Girl", "den Schurken", etc. gibt, sondern Personen und Existenzen, die aufeinandertreffen.
                                          Und das macht "Casino Royale" auch zu dem ersten James Bond-Film, welcher außerhalb seiner kleinen Nische ein filmisches Meisterwerk darstellt.

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                                            • also: wenn man nichts über Bond wüßte, würde man die Handlung, dass die Welt durch ein Pockerspiel mit darauffolgender Banküberweisung gerettet werden soll, um dessen Passwort es dann ein saftiges Geriss gibt, einer billigen RTL-TV-Trash Serie o.ä. zuordnen. Wie anders plötzlich die Welt wird, handelt es sich aber um die Doppelnull.

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                                                Verwirrende Story über durch Put Optionen finanzierte Terroranschläge und deren Refinanzierung über ein Pokerturnier. Trotzdem ein Super Film mit viel Action und Spannung an schönen Drehorten. Bin schon auf die Fortsetzung gespannt.

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                                                  Leider immer noch geil: Im schwarzweißen Grobkorn erwacht die Legende zum Leben, ein nüchterner Dialog manifestiert ihren Status und dann setzt Chris Cornells unverkennbare Stimme ein, den rauen Tenor des Films fortsetzend. Bereits in diesen ersten Minuten wirkt Casino Royale so selbstbewusst wie kaum ein zweiter Bond-Film. Über 40 Jahre konnte sich der Geheimagent im Auftrag ihrer Majestät ausprobieren. Auch Martin Campbell lenkte eine gute Dekade zuvor Pierce Brosnan gekonnt ins erste Abenteuer einer neuen Wodka-Martini-Ära. Spielend leicht gelingt ihm infolgedessen die – durchaus radikale – Generalüberholung der Anthologie. Ein Mythos wird dekonstruiert und im gleichen Atemzug neu erschaffen. Und das mit einer solchen Präzession und Aufmerksamkeit, die kein Detail im perfekten Timing vergisst. Schon jeder Schnitt zu Beginn der unfassbaren Verfolgungsjagd via pedes sitzt im Takt zu David Arnolds treibendem Score und kaum löst sich ein Körper vom Boden, wirbelt Staub auf und der physische Vorgang ist regelrecht spürbar.

                                                  Rennen, klettern, springen: Es ist auf der einen Seite atemberaubend, wie befreit von jeglicher Last die Kamera von Phil Meheux die einzelnen Figuren verfolgt – sei es beim waghalsigen Manöver in schwindelerregenden Höhen oder schlicht der Ankunft im neuen Ambiente. Auf der anderen Seite bleibt Casino Royale eine Erfahrung im direkten Treiben. Die Übersicht beim Sprung entsteht dabei gerade durch die assoziative Aneinanderreihung des Bewegungsvorgänge. In der Mitte der Zweikampf, das Duell auf Leben und Tod; im großen Ganzen geht dennoch ein Tohuwabohu sondergleichen vonstatten. Martin Campbell visualisiert die Kollision im Augenblick ihres Geschehens mit eindringlicher Wucht und liefert dennoch den weitsichtigen Blickwinkel im Gerangel. Obgleich sich sich der Action-Moment bereits in eine mitreißende Furie verwandelt hat, wächst das Gezeigte mit jedem Schlag, mit jedem Tritt. Abwechslung am Rand zum Episodischen und trotzdem läuft am Ende das Abenteuer in einer narrativ ausgefeilten Conlusio zusammen. Die Dynamik ist wahrhaftig spürbar und geradezu bedrohlich. Selbst beim Pokerspiel im abgesteckten Rahmen geht der Wachstum des Gezeigten nicht verloren.

                                                  Die überschaubare Runde am Spieltisch entwächst förmlich der mechanischen Abfolge des Kartenziehens und fokussiert sich auf jenen spannenden Moment, in dem die Karten herumgedreht werden. Fast schon zu gut kennt Martin Campbell das Kartendeck und noch besser weiß er die Karten einzusetzen, die er in Händen halt. Das Ass im Ärmel bleibt jedoch Daniel Craigs vorherigen Kollegen im Geiste überlassen – aber ohne Aufregung und Spaß eine Absage zu erteilen. Später regieren für den Bruchteil einer Sekunde Tränen der Ereignisse. Der Körper – ganz egal wie stählern, formvollendet und unantastbar er ins Scheinwerferlicht tritt – kann auch bluten. Ein Händewaschen und kurz darauf romantisch vernichtende Regentropfen in der Dusche, die jeglicher Mechanik, die an solcher Stelle folgen müsste, entsagt. So geerdet dieser James Bond sein mag, so platonisch erfolgt die Erzählung seiner Geschichte. Die Poesie resultiert natürlich aus dem schmalen Grad, der sich zwischen diesen beiden Polen erhebt: Ein Berserker zerbricht im Überschlag der Unschärfe.

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                                                    Der Neustart der Bondreihe ist anders aber gut. Dies ist aber nicht unbedingt Daniel Craig zuzuschreiben sondern liegt am gutem Drehbuch was nah am Orignalroman von Ian Flemming anliegt sondern sowie an Eva Green und
                                                    Mads Mikkelsen die in ihren Rollen mehr als überzeugend waren.
                                                    Nach diesem Film ging es leider ziemlich Bergab mit der Reihe sodass ich alle weiteren Daniel Craig Bonds nur noch schauen werde sobald sie auf dem Grabbeltisch zu haben sind.

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