Es gibt ja einige Fakten die nahelegen, dass das "James Bond"-Franchise erheblich unter dem Fall des Eisernen Vorhangs gelitten hat. Obgleich ich Brosnan als 007 mochte, zeichnete sich doch auch schon hier das ab, was den beiden Reboot-Filmen das Genick bricht: Dem Geheimagenten seiner Majestät gehen die Gegner aus. Die Irrenanstalt für Superreiche hat ihre Pforten verriegelt; die typische Cold-War-Paranoia, auf der die meisten 007-Abenteuer der früheren Dekaden basierten, ist lange passé und konnte trotz der unterhaltsamen Klischeelawine bezüglich Nordkoreas in "Die Another Day" nicht ohne Abnutzungserscheinungen wieder vollständig recycelt werden. "Casino Royale" hat nun die vermeintlichen Fehler der Vorgänger erkannt, und versucht die Uhren auf Null zu setzen: James Bond anno 2006 ist kein smarter Über-Agent mehr, sondern einer der auch mal bedröppelt aus der Wäsche gucken darf, und seine Angebetete nach der passenden Krawatte zum…
Es gibt ja einige Fakten die nahelegen, dass das "James Bond"-Franchise erheblich unter dem Fall des Eisernen Vorhangs gelitten hat. Obgleich ich Brosnan als 007 mochte, zeichnete sich doch auch schon hier das ab, was den beiden Reboot-Filmen das Genick bricht: Dem Geheimagenten seiner Majestät gehen die Gegner aus.
Die Irrenanstalt für Superreiche hat ihre Pforten verriegelt; die typische Cold-War-Paranoia, auf der die meisten 007-Abenteuer der früheren Dekaden basierten, ist lange passé und konnte trotz der unterhaltsamen Klischeelawine bezüglich Nordkoreas in "Die Another Day" nicht ohne Abnutzungserscheinungen wieder vollständig recycelt werden.
"Casino Royale" hat nun die vermeintlichen Fehler der Vorgänger erkannt, und versucht die Uhren auf Null zu setzen: James Bond anno 2006 ist kein smarter Über-Agent mehr, sondern einer der auch mal bedröppelt aus der Wäsche gucken darf, und seine Angebetete nach der passenden Krawatte zum Smoking fragt. Umso kurioser ist es allerdings, dass der neue James trotz Beamter-in-der-Midlifecrisis-Attitüde bisweilen unliebsame Anhängsel unnötig brutal gen Jordan befördern darf.
Und wo der Held ein Waschlappen ist, da darf man ihm auch keine charismatischen Gegner vorsetzen - deshalb gibts auch nur einen grießgrämig daherschauenden Börsenzocker, dessen Name - Le Chiffre - noch das spannendste am ganzen Kerl ist, und statt den mörderischen Fights auf Raketenbasen oder Südseeinseln von damals gibts eben nur ´ne Runde Poker in Monaco.
Ja, auch der neue 007-Kosmos ist in sich geschlossen und verfolgt ein stringentes Konzept - bei diesem Punkt kann man schwerlich Kritik üben. Ich sehe auch darüber hinweg, dass Daniel Craig - den ich in anderen Sachen ganz gut leiden kann - nach wie vor mehr von einem ukrainischen Preisboxer als von einem smarten Geheimdienstler hat, schließlich ist man ja liberal und weltoffen.
Der wirkliche Vorwurf, der mir den Spaß an den beiden letzten Bond-Filmen nimmt, ist die Gesamtkonzeption: Die Tatsache, dass sie aus der Marke "James Bond" zum ersten Mal ein herumhüpfendes Etwas mit pseudoemotionalen Unterbau gemacht haben. "Casino Royale" ist in jeder Hinsicht ein Zugeständnis an den jetzigen Zeitgeist - und wird mit eben diesem in ein paar Jahren wieder verschwunden sein. Und das nicht so sehr wegen der inhaltlichen Komponente - diese funktioniert bei den alten Filmen auch heute noch passabel - sondern wegen seiner Anbiederung in puncto Optik und Machart.
Vielleicht ist die Bond-Reihe ein Überbleibsel aus Zeiten des Kalten Krieges gewesen, vielleicht (wenn nicht sogar ziemlich sicher) war sie ein Panoptikum aus klischeebeladenen Abziehbildchen, vielleicht funktionieren manche Figuren aber als schwarz-weiß-denkende Ikonen auch einfach besser als als ambivalente Persönlichkeiten. Bond und Bodenständigkeit - das sind zwei Dinge, die nur schwerlich zusammenpassen.
Denn für was steht die Reihe nun?
Eine difuse Mischung aus Jason Bourne und Jack Bauer, die die eigenen Ursprünge verleugnet und sich nach intellektueller Anerkennung sehnt, in Wirklichkeit jedoch austauschbarer und langweiliger nicht sein könnte.
dann Sonntag auf jeden Fall den Tatort !!!
Danke, du hast mich wohlmöglich vor einem großen Fehler bewahrt..wobei ich sagen muss das mir der ganze "JB" Quatsch eh schon immer am A. vorbei ging ;)
Aber dein Kommentar macht es nicht unbedingt schmackhaft, ihn mir anzusehen. (frag mich nicht, weshalb ich bis gerade eben ein AUSGEZEICHNET hier stehen hatte......eine Sünde aus meinen MP Anfängen, wo einem ja wild Filme vorgesetzt werden die man ohne Sinn und Verstand einfach bewertet- teilweise auch ohne Kenntnis, man möge mir verzeihen...da konnte ich anscheinend noch nicht denken...naja, manche behaupten auch ich könne das auch heute noch gar nicht :D)....
ich bin dir dankbar, dann doch den Berliner Tatort...wunderbar, mein Sonntag ist verplant. :)
Ich bin auch kein 100%iger Bond-Fanatiker, aber so ab und an schaue ich die Filme ohne craig´sche Beteiligung ganz gerne. Aber ich denke, in diesem Fall, kann ich dir ruhigen Gewissens den "Tatort" ans Herz legen :D
Samstag laufen die alten auf Kübel1 mit Sean Connery & Roger Moore.
@Hitmanski guter Kommentar, mir gefallen die neuen gar nicht, der letzte ist einfach nur übeler scheiB auf dem man nenn James Bond Sticker geklebt hat.
Damit bist du ja nicht alleine - wenn ihr euch jetzt alle zusammen rauft, dann habt ihr schon eine ganze Therapiegruppe und könnt gemeinsam an der Lösung des Problems arbeiten ;)
Die Münsteraner sind doch die mit Liefers, die immer so locker witzig sein wollen aber immer nur aufgesetzt sind, furchtbar. Da lobbt man sich die Schimis und manchmal findet man unter den neueren auch noch Perlen wie manche mit maria furtwängler die mit ihrer unaufgesetzten art auch den einen oder anderen Tatort Knaller hervorrgebracht hat. Postel und die Münchner sind bisweilen auch recht ordentlich
Hitmanski Hitmanski............
Der "Tatort" ist sowieso ein überbewertetes Relikt, welches die schnarchende Rentnerschaar sanft von der Lindenstraße hinüber zu Anne Wills Quasselrunde befördert.
Schimanski war für seine Zeit gut, setzt aber heute vorallem in seinen ersten Fällen auch schon ordentlich Staub an. Furtwängler funktioniert - wie eigentlich alle KommisarINNEN - für mich kein Stück. Diese ganzen aufgeplusterten und überzogenen Privatproblemkisten, dieser Pseudoanspruch - ätzend...
München funktioniert manchmal, ebenso Köln - aber die beste Unterhaltung liefern die Münsteraner - und das nicht nur wegen meinem Lokalpatriotismus...
ja, die Münsteraner sind wirklich die geilsten :)
Und sonst beteilige ich mich an solch bösen Ausdrücken über meinen TATORT nicht.......ich glaube aber ich bin einer der wenigen meiner Altersklasse der sich ihn Sonntag für Sonntag reinzieht, da haste schon recht...aber ich liebe es einfach :)
Da könnt ihr erzählen was ihr wollt. ;)
Der deutsche Film ist ja auch so ein Minenfeld, welches man nur mit einem sehr konkreten Tipp betreten sollte, oder es andernfalls großräumig umgehen sollte :D
Bitte nicht den vom Sonntag, da könntest du einen falschen Eindruck gewinnen. Laut meiner Fernsehzeitung soll er gaaaaaaaaaaanz schrecklich sein. ;)
Aber sonst bist du herzlich eingeladen. :)
Ich möchte ja nicht ständig mit meinen Anmerkungen nerven, aber wieder einmal kann ich mich nicht zurückhalten:
1. Die alten Bond-Filme waren doch ebenso für den Mainstream-Geschmack konzipiert und von anderen Spionagefilmen abgekupfert (z.B. strahlt der unsichtbare Dritte eine ähnliche Leichtigkeit aus); der Erfolg der Reihe resultiert größtenteils aus der Erfüllung von Männerträumen; der differenzierte Umgang stellt auch eine, wie ich finde, lobenswerte Anpassung an eine kritischere Zeit dar, die das Grau sehen kann.
2. Glücklicherweise für dich wurden bei der Adaption von Flemings nicht lesenswerter Vorlage noch "extremere" Aspekte getilgt; Bond sympathisiert beispielsweise doch tatsächlich mehr mit LeChiffre als dem eigenem MI6 und zweifelt die Rechtmäßigkeit des eigenen Systems an. Unerhört!
Die Erwartungen durch die älteren, abgehobeneren Filme werden womöglich nicht erfüllt, dennoch ist, soweit ich das beurteilen mag, der Film Casino Royale noch am ehesten im Sinne Flemings.
Ich finde es schade, dass so viele bei diesem Film an ihrer Erwartungshaltung scheitern.
Ach, ich freu mich doch über jeden Kommentar - eine schöne Abwechslung von den sonst langsam lanweilig werdenden Semesterferien - insofern: nur zu ;)
1) Ja und Nein. Sicherlich waren auch die alten Filme immer am Mainstreamgeschmack orientiert, haben aber trotzdem dem sonst eher realistisch-biederen Agentenfilm neue Aspekte hinzugefügt - und sei es auch nur der Technik-Fetisch.
Ich weiß auch nicht, ob es zu weit gehen würde, damaligen Filmen generell eine höhere Beständigkeit einzuräumen - aber tatsächlich funktionieren viele alte Bond-Filme auch heute noch ziemlich gut - wenn auch nur an den Maßstäben des eigenen Genres gemessen. Ich weiß nicht, ob man jenes von dieser ultraschnell geschnittenen MTV-Action in ein paar Jahren auch noch sagen wird (ich weiß, ich bin anmaßend mit meiner Zukunftsprognose^^)...
2) Ich habe die Vorlage nicht gelesen, anscheinend gibt es auch keinen Grund dafür - aber selbst wenn dem so wäre, gebe ich zu bedenken: Das Bond-Universum hat sich seit seinen Anfangstagen so sehr filmisch verselbstständigt, dass ich das Messen mit der ursprünglichen Literaturfigur als unglücklich betrachte. In 20 Filmen hat man die Figur "Bond" mal mehr, mal weniger stark als das fehlende Bindeglied zwischen Mensch und Superheld installiert - da empfinde ich dieses "back-to-the-roots"-Gehabe der neuen Filme als unglücklichen Bruch mit einer liebgewonnenen Tradition.
Ich bin mir letzten Endes unschlüssig darüber, ob ich die Weiterführung der Reihe nach den letzten Brosnan-Filmen überhaupt noch für sinnvoll erachten soll: Einerseits spricht des Eskapismus dieser Filme zwar für das praktizierte "back-to-the-roots", auf der anderen Seite ist auch diese Strömung ja nicht vollkommen unbekannt. Auf die - gemessen an der damaligen Zeit - relativ gadgetversessenen Moore-Episoden folgten die beiden Dalton-Filme, die - den jetzigen Craig-Reboots nicht unähnlich - alles wieder etwas mehr auf Realismus und Härte zu trimmen. In diesem Ausnahmefall deckt sich meine Meinung mal mit der damaligen Publikumsresonanz: Es war und ist ein Flop - wie bereits gesagt: Bond und Bodenständigkeit sind zwei Dinge, die für mich nicht zusammengehen - Flemings Ursprungskonzeption und die filmischen Anfänge hin oder her. Mit den beiden letzten Filmen wird es sich meiner Meinung nach ähnlich verhalten. Auch die Neuinterpretation einer ikonenhaften figur kann funktionieren, Nolans "Batman"-Verfilmungen stehen dafür Zeuge - aber "Casino Royale" und insbesonders "Ein Quantum Trost" schaffen es doch nie, Unterhaltung auf dem Niveau zu bieten, dass ich über persönlichen Unzulänglichkeiten des "neuen" Bonds hinwegsehen kann.
Vielleicht muss man konstatieren, dass das Höher-schneller-weiter-Prinzip mit "Die Another Day" seinen übersteuerten Höhe- und möglicherweise auch einen wünschenswerten Schlusspunkt gefunden hätte und spätesten jetzt in Frieden ruhen sollte...
Jetzt hab ich doch aus Versehen tatsächlich deinen Comment gelöscht, als ich meinen nochmal überarbeitet habe - großes Sorry ;)
Ich hoffe, diese Diskussion interessiert nur noch uns beide, sonst könnten jetzt Verständnisschwierigkeiten entstehen :D
Ich mag die Dalton-Bondfilme (die Verfolgungsjagd im Bourne-Ultimatum über die Dächer Tangers war offensichtlich von einem dieser inspiriert, womit sich der Kreis wieder schließt^^) und verabscheue "Stirb an einem anderen Tag", was noch durch den Tatbestand gesteigert wird, dass es sich dabei um meine erste DVD gehandelt hat :'(
So müssen wir wieder mit dem unbefriedigenden Abschluss vorlieb nehmen, der alle Geschmäcker akzeptiert. Als Fakt soll aber nicht übersehen bleiben, dass das Publikum die Filme nicht bloß angenommen hat, sondern sie (Quantum sogar vor Casino) die erfolgreichsten der Reihe darstellen, sodass man einen dauerhaften Wert nicht ausschließen sollte ;-)
Ich glaube, an dieses Fazit unserer Diskussionen haben wir uns ja schon gewöhnt ;)
Aber der Kreis schließt sich in der Tat wieder, denn als ich damals bei "Casino" im Kino saß, fielen mir sofort die - mir in schlechter Erinnerung gebliebenen - Dalton-Filme ein...
Die Einspielergebnisse waren mir zwar noch nicht bekannt, sind aber nicht so überraschend, wenn man bedenkt, dass der Kinokonsum sich seit den Anfängen des Bond-Mythos stetig gesteigert haben dürfte. Somit fallen eigentlich nur die Brosnan-Geschichten in den eigentlichen Vergleichsbereich - und nunja: es ist ja nicht das erste Mal, dass sich das Publikum falsch entschieden hat ;)
Hallo!
Dass „Ein Quantum Trost“ mehr eingespielt hat als seine Vorgänger, liegt nicht an der Besucherzahl, sondern an den stetig steigenden Ticketpreisen.
Es gibt eine schöne Bondfan-Seite und ein sehr schönes Diagramm, da werden die Bondfilme tatsächlich nach Besucherzahlen gemessen.
1. Feuerball
2. Goldfinger
3. Liebesgrüße aus Moskau
4. Leben und sterben lassen
5. Casino Royale
Auf Platz sechs folgen dann „Ein Quantum Trost“ und „Der Spion, der mich liebte“, so weit ich noch weiß.
Zum Film:
Casino Royale finde ich eigentlich wirklich gelungen. Für mich hat er das Flair der alten Bondfilme. Außerdem finde ich, dass dies der beste Bondfilm seit „Der Hauch des Todes“, vielleicht auch „Lizenz zum töten“ ist.
Keine hektische Kamerabewegungen und Schnitte, oder brachial eingesetzte Action wie im sehr schwachen Nachfolger.
Auch scheint mir Daniel Craig hier sympathischer.
Bond-Filme wurden in ununterbrochener Folge immer mehr von den Bond-Gadgets dominiert und immer weniger von der Persönlichkeit James Bond. Casino Royale führt uns da zurück zum ursprünglichen Bond.
[...]
Daniel Craig ist möglicherweise der beste und ernsthafteste Schauspieler, der je für 007 auserkoren wurde, und Casino Royale zeigt ihn in seiner vollen Bandbreite. Außerdem ist er der robusteste und maskulinste Schauspieler seit Russell Crowe als Maximus in "Gladiator". Die zahlreichen Aufnahmen seines Torsos und seinen durchbohrenden blauen Augen machen, so vermute ich, viele im weiblichen Publikum verdammt glücklich.
Und er entwickelt den Charakter sehr talentiert. [...] Sehr oft rennt und springt Craig selbst - in der Tat innerhalb einer halben Stunde mehr als Roger Moore es in all seinen Auftritten zusammen hinbekommen hat.
Es gibt ein wirkliches Problem in Teilen des Films, eine Vorsätzlichkeit in der Vorgehensweise, die von Martin Campbell getroffen wurde, der den ersten Brosnan-Bond, Goldeneye, inszenierte. Viele der Actionsequenzen passieren bevor wir überhaupt darüber bescheid wissen, wen Bond gerade verfolgt oder mit wem er sich gerade auseinandersetzt. Generell ist M (Judi Lench) dafür verantwortlich, uns nach den Geschehnissen die entsprechende Erklärung zu liefern.
[...]
Ich wollte gerade eine eigene Kritik schreiben, bis ich Deine gelesen habe. Und die ist wirklich so treffend, dass mir ehrlich gesagt kaum noch was zu Ergänzendes einfällt. Ausser vielleicht, dass ich diesen Bond ein kleines bischen schlechter als Du bewerte, da mir die Pokerspielszene etwas zu langatmig gewesen ist. Ansonsten bin auch vollen Lobes für Craig, von dem man sicher noch Einiges hören wird. Denn ich halte ihnen neben seinen physischen Eigenschaften auch für einen glänzenden Darsteller!
Bond ist doch gerade der technisierte, komische Agent, der sich selbst immer ein bisschen auf die Schippe nimmt - sozusagen Actionfilm und Parodie auf einen Actionfilm in einem, das macht Bond doch aus!
Jetzt kommt so ein ernsthafter, verbissener Craig daher und macht mit seiner "Persölichkeit" meines Erachtens nach alles bondige kaputt - auch wenn der Film unzweifelhaft gut ist, aber eben kein Bond...
James Bond, der Geheimagent ihrer Majestät ist ein Phänomen und hält etliche Rekorde. Etliche Filme der Reihe kann man ohne Zweifel als ein Stück Kinogeschichte bezeichnen, auch wenn andere Teile eher schwach waren. Im inzwischen 21. (!) Teil der populären Reihe wird mit Daniel Craig ein neuer Hauptdarsteller eingeführt.
Doch man hat der Filmreihe nicht nur einen neuen und im Vorfeld sehr kontrovers diskutierten Hauptdarsteller verpasst, sondern gleich eine Generalüberarbeitung unterzogen. Gleich zu Beginn der erste Stilbruch: Keine „Gunbarrel-Sequenz“, die erste Szene ist in Schwarz-Weiß und der James Bond Kenner ist erst einmal etwas verstört. Sie zeigt in einem Rückblick wie sich unser Held seine Sporen als Doppelnull-Agent verdient, denn „Casino Royale“ ist die chronologisch erste Geschichte um den Britischen Agenten mit der Lizenz zu Töten. Was man in den folgenden knapp zweieinhalb Stunden an allen Ecken und Enden merken wird, wenn man sich mit den Filmen…
James Bond, der Geheimagent ihrer Majestät ist ein Phänomen und hält etliche Rekorde. Etliche Filme der Reihe kann man ohne Zweifel als ein Stück Kinogeschichte bezeichnen, auch wenn andere Teile eher schwach waren. Im inzwischen 21. (!) Teil der populären Reihe wird mit Daniel Craig ein neuer Hauptdarsteller eingeführt.
Doch man hat der Filmreihe nicht nur einen neuen und im Vorfeld sehr kontrovers diskutierten Hauptdarsteller verpasst, sondern gleich eine Generalüberarbeitung unterzogen. Gleich zu Beginn der erste Stilbruch: Keine „Gunbarrel-Sequenz“, die erste Szene ist in Schwarz-Weiß und der James Bond Kenner ist erst einmal etwas verstört. Sie zeigt in einem Rückblick wie sich unser Held seine Sporen als Doppelnull-Agent verdient, denn „Casino Royale“ ist die chronologisch erste Geschichte um den Britischen Agenten mit der Lizenz zu Töten. Was man in den folgenden knapp zweieinhalb Stunden an allen Ecken und Enden merken wird, wenn man sich mit den Filmen auskennt. Doch das ist nicht als Kritik gemeint, im Gegenteil, der „neue alte“ Bond ist menschlicher, verletzlicher und dennoch härter als je zuvor.
Doch eins nach dem anderen. Der Privatbankier Le Chiffre (Mads Mikkelsen) spekuliert mit dem Geld internationaler Terroristen an der Börse und unterstützt diese so. Doch bei seinem letzten Coup kommt ihm James Bond (Daniel Craig) in die Wege: Der vereitelte Anschlag auf einen Flugzeugprototypen verhindert dass die entsprechenden Aktien an Kurs verlieren – und Le Chiffre verliert auf einen Schlag 100 Millionen. Seine Kunden gehören allerdings nicht zu jener Sorte Klientel, die für solche Unzulänglichkeiten Verständnis haben und so steht im das Wasser buchstäblich bis zum Hals. Er lädt zu einem exklusiven Pokerspieler im Casino Royale in Montenegro, wo er mit dem Gewinn seine Gläubiger auszahlen will. Doch der MI 6 schleust seinen besten Pokerspieler ein, um Le Chiffre seinerseits im Spiel das Geld abzujagen und ihn so unter Druck zu setzen. Den Einsatz von läppischen 15 Millionen liefert das Schatzamt ihrer Majestät, einschliesslich der zuständigen Beamtin Vesper Lynd (Eva Green), die ein Auge auf Bond und eines auf das Geld haben soll. Nach einem turbulenten Start ins Turnier, bei dem Bond zu unterliegen scheint, wendet sich das Blatt buchstäblich zu seinen Gunsten. Doch das kann Le Chiffre nicht akzeptieren, denn seine Häscher warten schon auf ihr Geld...
Ich bin wirklich überrascht, auch wenn es ein Stück weit zu erwarten war, dass der neue Bond anders sein wird. Ich bin nicht nur überrascht, ich bin sogar begeistert, denn auch der 21. Bond ist unverkennbar James Bond, und doch so neu und an vielen Stellen anders, dass es eine wahre Freude ist, die spannende Geschichte mit etlichen Twists auf der Leinwand zu verfolgen. Besonders beeindruckt hat mich die Tiefe der Charakterzeichung, die von Craig hervorragend gespielt wird. Man erfährt, wie Bond zu dem Mann wurde, den wir aus 20 Filmen schon zu kennen scheinen, und das auf äußerst interessante Art und Weise. Seine Vorliebe für Smokings, Wodka Martinis und Aston Martins Luxuskarossen. In diesem Zusammenhang fasziniert vor allem die Tatsache, dass Bond Fehler macht und sich erst im Laufe des Films entwickelt. Zwar weiß man immer noch, dass Held am Ende siegen wird, aber seine Siege sind hart und blutig errungen und haben den bitteren Beigeschmack des Verlustes. Doch daneben bietet der neue Bond all das, wofür wir ihn lieben: Coolness, Action, spektakuläre Stunts der Extraklasse und natürlich die obligatorischen Bond-Girls. Ich stimme mit jeder Menge internationaler Kritik überein: Dies ist zweifellos der beste Bond seit langem, der lediglich an zum Teil etwas hölzernen Liebeszenen leidet und auch 20 Minuten kürzer hätte sein dürfen. Trotzdem: Wer gegen Härte und Blut keine Allergie hat, sollte sich diesen hervorragenden Action-Thriller ansehen. Er ist nicht nur für Bond-Fans empfehlenswert.
Die Neueinführung von 007 ist bis kurz vor Schluss wie aus einem Guss, spannend und flüssig inszeniert und die Wortgefechte zwischen Bond und Lynd sind ein wahrer Genuss. Nach zwei Stunden hat sich die Spannung dann aber erschöpft; die letzten 30 Minuten wirken aufgesetzt.
[...]Der Film kommt ohne CGI-Einlagen und Gimmik-Firlefanz aus. In einigen Momenten, wie zum Beispiel der Körperwelten-Szene und dem Poker-Duell, ist er klassisches Spionage-Suspense-Kino. Die Action-Einlagen sind aufwendig, aber ausgewogen, präzise und bodenständig. In seiner Gewaltdarstellung geht "Casino Royale" dabei weiter als sämtliche Vorgänger, ohne dabei in Selbstzweckhaftigkeit zu verfallen. Bezüglich der körperlich-martialischen Duelle lassen sich sicher Parallelen zur "Bourne"-Trilogie ziehen, doch der gewisse glamouröse Tick der Bond-Welt lässt das Ganze nicht zur visuellen Kopie werden. Auch bietet der Film mehr Ruhemomente und mehr Dialog. Hierbei offenbart sich, dass man sich nicht nur auf Craigs Physis verlassen kann. Besonders im Zusammenspiel mit der ebenbürtigen Eva Green stellt er Bonds innere Konflikte beinahe greifbar dar und verleiht dem Agenten Ihrer Majestät damit Tiefe und Identität. Sein Portrait ist roh, ungeschliffen und damit wird er nicht bloß zum Erfüllungsgehilfen einer austauschbaren Effekte-Orgie. Craig ist die pulsierende Seele des Films, die durch die brilliante Inszenierung wie eine Urgewalt tobt.[...]'Arm yourself because no one else here will save you' heißt es im Titelsong von Chris Cornell, 'You know my name'. Und dem bleiben Film und Hauptdarsteller treu, bewaffnen sich mit dem Bestmöglichen und retten so die Bond-Reihe vor dem Abrutschen in bedeutungsloses Effekt-Kino. Eine Rettung, die bei einem Einspielergebnis von über 594 Millionen mehr als gelungen ist.[...]
[...] Dank durchweg mehrdimensionalen Hauptcharakteren, der handgemachten Action und dem besonders rauen Grundton ist „Casino Royale“ der eindrucksvollste Bond seit langem. Die Neuinterpretation des weltberühmten Agenten ist mehr als gelungen. Und spätestens als ganz zum Schluss der Satz kommt, der nicht fehlen darf, ist man überzeugt. – „Mein Name ist Bond, James Bond.“
James Bond ist wieder da und das Einspielergebnis gibt den Machern Recht. Weg von den übertriebenen High-Tech-Spielereien hin zu einem Bodenständigeren Bond war das Motto und es hat funktioniert. Daniel Craig als 007 ist sehenswert.
Das, ist er also, der (jetzt schon nicht mehr ganz so) neue Bond, der Nachfolger von “Stirb an einem anderen Tag”. Obwohl - Nachfolger? Viel hat dieser Film mit seinen Vorgängern nicht mehr gemein.
Schon die Eingangssequenz zeigt, wo die Reise hingeht: Schwarz-Weiß, düster, brutal und kompromisslos wird Bonds zweiter Mord gezeigt, der ihn in den Doppel-Null-Status befördert. Und so geht es weiter: Nach den Credits folgt eine atemberaubende Verfolgungsjagd über eine Baustelle, am Ende wird dann gleich eine halbe Botschaft in Schutt und Asche gelegt. Dann lässt es der Film für kurze Zeit etwas ruhiger angehen, man muss ja auch erfahren, worum es geht.
“Wie konnte dieser Bond sich nur so dumm anstellen. Ich gebe ihm Doppel-Null Status, und er feiert es indem er eine Botschaft zusammenschießt!”
Also es geht darum, wer von wem Geld bekommt. Das ist alles. Da will niemand die Weltherrschaft. Der Böse kämpft nicht gegen Bond, weil dieser ihm bei seinen…
Das, ist er also, der (jetzt schon nicht mehr ganz so) neue Bond, der Nachfolger von “Stirb an einem anderen Tag”. Obwohl - Nachfolger? Viel hat dieser Film mit seinen Vorgängern nicht mehr gemein.
Schon die Eingangssequenz zeigt, wo die Reise hingeht: Schwarz-Weiß, düster, brutal und kompromisslos wird Bonds zweiter Mord gezeigt, der ihn in den Doppel-Null-Status befördert. Und so geht es weiter: Nach den Credits folgt eine atemberaubende Verfolgungsjagd über eine Baustelle, am Ende wird dann gleich eine halbe Botschaft in Schutt und Asche gelegt. Dann lässt es der Film für kurze Zeit etwas ruhiger angehen, man muss ja auch erfahren, worum es geht.
“Wie konnte dieser Bond sich nur so dumm anstellen. Ich gebe ihm Doppel-Null Status, und er feiert es indem er eine Botschaft zusammenschießt!”
Also es geht darum, wer von wem Geld bekommt. Das ist alles. Da will niemand die Weltherrschaft. Der Böse kämpft nicht gegen Bond, weil dieser ihm bei seinen bösen Plänen im Weg steht, sondern nur, um seinen eigenen Arsch zu retten. Und wie könnte man Konflikte besser lösen als mit einer Runde Poker? Also schon mal erste Bondmerkmal, welches wegrationalisiert wurde. Dann war Bond immer ein Macho, vögelte alles was nicht bei drei auf den Bäumen war. Das ist vielleicht nicht unbedingt politisch korrekt, gehörte aber dazu (Stichwort “Bond-Girl”). Aber hier ist Bond gleich verlobt, dementsprechend monogam und ja soo verliebt, Kitschszenen kurz vor Schluss inklusive. Eigentlich gibt es aber noch mehr Szenen, die so wenig James Bond sind wie George Clooney Batman. Doch all das ist ja schon bekannt und wahrscheinlich auch gewollt, Bond sollte ja zurück zu den Wurzeln, quasi ein Reboot.
Im Grunde ist “Casino Royal” ein neuzeitlicher Actionfilm, dessen Protagonist zufällig so heißt wie ein Agent in 20 Filmen zuvor. Diesen Part macht er aber gut, erinnert teilweise auch stark an die Bourne-Filme, hat aber teilweise Längen und Belangloses zu bieten. Die “Bewertung” ist also eine Mischung aus Bond-Film (6/10) und Action-Film (8/10). Wer wissen möchte, wies ausgeht: “Ein Quantum Trost” spielt zwei Minuten nach der letzten Szene aus “Casino Royal”.
Ich war nie so richtig ein Bond-Fan. Das kommt vielleicht daher, dass ich dieses Franchise in From von Pierce Brosnan kennengelernt habe. Die Filme, die ich mit ihm gesehen habe, sind mir nicht lange in Erinnerung geblieben, so kann ich auch eigentlich nichts über diese sagen. Vor zwei Jahren ( ist es wirklich schon so lange her? ) habe ich dann Casino Royale gesehen. Brosnan hat den Raum verlassen, Craig hat ihn betreten. Und wie er ihn betreten hat! Die Welt schrie und rannte vor seinen blonden Haaren. Quark, ich übertreibe. Ich habe keinen Plan wie die Welt auf ihn reagierte, war mir auch egal. Ich kann mich nur erinnern, dass ich Casino Royale nicht wirklich mochte. Jetzt hab ich ihn nochmal geguckt und muss dasselbe bedauerlicherweise wieder durchmachen.
In Casino Royale muss Bond…Ich hab keine Ahnung was Bond muss und was nicht. Man merkt, dass ich wahrlich kein Bond-Fan bin. Ich kenn seine Vorgeschichte bzw. Hintergrundgeschichte nicht, deshalb kann ich nichts zum Franchise…
Ich war nie so richtig ein Bond-Fan. Das kommt vielleicht daher, dass ich dieses Franchise in From von Pierce Brosnan kennengelernt habe. Die Filme, die ich mit ihm gesehen habe, sind mir nicht lange in Erinnerung geblieben, so kann ich auch eigentlich nichts über diese sagen. Vor zwei Jahren ( ist es wirklich schon so lange her? ) habe ich dann Casino Royale gesehen. Brosnan hat den Raum verlassen, Craig hat ihn betreten. Und wie er ihn betreten hat! Die Welt schrie und rannte vor seinen blonden Haaren. Quark, ich übertreibe. Ich habe keinen Plan wie die Welt auf ihn reagierte, war mir auch egal. Ich kann mich nur erinnern, dass ich Casino Royale nicht wirklich mochte. Jetzt hab ich ihn nochmal geguckt und muss dasselbe bedauerlicherweise wieder durchmachen.
In Casino Royale muss Bond…Ich hab keine Ahnung was Bond muss und was nicht. Man merkt, dass ich wahrlich kein Bond-Fan bin. Ich kenn seine Vorgeschichte bzw. Hintergrundgeschichte nicht, deshalb kann ich nichts zum Franchise ansich schreiben. Aus diesem Grund habe ich diesen Aspekt einfach außer Acht gelassen und mir die unglaublich langen 144 Minuten so angetan.
‘Angetan’ ist sogar das richtige Wort, da ich ab und an wirklich kämpfen musste nicht gleich die Stopptaste zu drücken. Nicht nur, dass es ein Bond-Film ist, eher gibt es in dem Film manche Längen und ich hätte mir sehnlichst gewünscht man hätte den Film doch bitte 20 oder 30 Minuten kürzer gestaltet. Manch einer wird wahrscheinlich die Pokerpartie als langweilig bezeichnen, ich find sie hingegen recht amüsant, besonders im Hinblick auf den letzten Pott - so unglaublich unrealistisch, aber egal.
Ich glaube wirklich, dass mir nur ein paar wenige Sequenzen gefielen. 1.Die Anfangscredits, die sehr schön und kunstvoll aussehen und mit einem tollen Lied begleitet werden. 2.Die Verfolgungsjagd in Madagascar. Anscheinend springt jeder auf den Parcour-Zug. Und auch wenn mir diese Verfolgungsjagd - so wie auch vieles andere - immens lange vorkam, ist sie doch sehr beeindruckend gewesen. 3.Die paar Momente, in denen ich Eva Green mochte. Manchmal konnte sie mich in ihren Bann ziehen, die meiste Zeit aber wirkte sie wie immer: Wie auf Drogen. Hier komme ich dann auch zu den Szenen, die unfreiwillig komisch sind. Zum Beispiel die Folterszene, in der Le Chiffre, der übrigens doch ganz gut von Mads Mikkelsen gespielt wird, Bond die Eier zerstört. Eigentlich schmerzhaft, aber durch die Reaktion Bonds ( Er macht Witze und lacht! ) nochmals komisch angehaucht. Insgesamt verhält sich Bond sehr verspielt, was zum einen - in meinen Augen - nicht zu Bond passt und zum anderen eigentlich überhaupt nicht witzig ist. In der Szene im Hotel als sich Vesper ( Green ) mit Bond über ihre Abendgarderobe unterhält musste ich schon stutzen.
Um endlich zum Ende zu kommen: Craig ist okey als Bond, jedoch besitzt er neben seinem gequälten Gesichtsausruck lediglich nur noch einen weiteren. Es gibt einige Sachen, die mir gefallen haben, die aber keineswegs ausreichen den Film unbedingt gesehen zu haben. Genau wie Star Wars oder Indiana Jones, so kann ich mit James Bond auch sehr wenig mit anfangen. Ich werde mir sicherlich noch das Quantum Trost ansehen, vielleicht bekehrt mich dieser ja endlich. Glaube ich aber nicht.
Dass "Casino Royale" im letzten Drittel einbricht, wird angesichts der Vorzüge des Films fast nebensächlich. Die Pokerszene im Casino, als ungute Vorahnung vorgespiegelt in Gunther von Hagens Körperwelten-Ausstellung, will einfach nicht enden, und die Auflösung muss im Dialog erzählt werden - denn in der Schluss-Sequenz, in der ein venezianischer Palazzo in den Fluten der Lagune versinkt, steckt eigentlich ein ganzer weiterer Film.
Dass der Abschluss der Bondwerdung trotzdem gelingt, liegt an einem einzigen Satz. Wenn Daniel Craig sich am Ende als "Bond, James Bond" vorstellt, wird eindrucksvoll klar: Das war ja erst der Anfang.
Der Film ist trotz expliziter Gewalt ab 12 Jahren freigegeben, mit einem Elternteil sogar ab 6 - aus unserer Sicht unverantwortlich.
"Casino Royale" ist die Summe einer Menge richtiger Entscheidungen und insgesamt wahrscheinlich der beste Bond-Film, den ich bis jetzt gesehen habe. Grundsolide Unterhaltung mit Stil, Schauwerten, einem markanten Hauptdarsteller und ohne große Ausrutscher. Und sowieso besser als die bizarr-groteske "Casino Royale"-Verfilmung von 1967.
Ein neuer Bond und alles bleibt wie gehabt. Die Filme setzen keine Standards mehr wie zu ihren besten Zeiten, sondern hecheln den Trends hinterher. Sah man sich im "Matrix"-Zeitalter sogar genötigt Autos unsichtbar werden zu lassen, um auch noch den unsinnigsten Technik-Schnickschnack zu feiern, begnügt man sich im neuen Bond lediglich mit dem ausgiebigen Ablichten von Handy-Displays.
Alles soll diesmal eine Nummer härter, ehrlicher und authentischer sein, denn mittlerweile schwebt der große Schatten von Jason Bourne über dem Agenten-Film-Genre und selbst Ethan Hunt hat in seine dritte Mission spritziger erledigt, als Daniel Craig in seinem Debüt. Dabei macht er einen ordentlichen Job! Er transportiert eine Menge Steve McQueen-Charisma, trotzdem degradiert ihn das Skript lediglich zu einem Schläger im Auftrag ihrer Majestät. Bond wirkt über zu weite Strecken wie ein mies gelaunter Hooligan, dessen neue Rüpelhaftigkeit im sattsam bekannten Postkarten-Ambiente…
Ein neuer Bond und alles bleibt wie gehabt. Die Filme setzen keine Standards mehr wie zu ihren besten Zeiten, sondern hecheln den Trends hinterher. Sah man sich im "Matrix"-Zeitalter sogar genötigt Autos unsichtbar werden zu lassen, um auch noch den unsinnigsten Technik-Schnickschnack zu feiern, begnügt man sich im neuen Bond lediglich mit dem ausgiebigen Ablichten von Handy-Displays.
Alles soll diesmal eine Nummer härter, ehrlicher und authentischer sein, denn mittlerweile schwebt der große Schatten von Jason Bourne über dem Agenten-Film-Genre und selbst Ethan Hunt hat in seine dritte Mission spritziger erledigt, als Daniel Craig in seinem Debüt.
Dabei macht er einen ordentlichen Job! Er transportiert eine Menge Steve McQueen-Charisma, trotzdem degradiert ihn das Skript lediglich zu einem Schläger im Auftrag ihrer Majestät. Bond wirkt über zu weite Strecken wie ein mies gelaunter Hooligan, dessen neue Rüpelhaftigkeit im sattsam bekannten Postkarten-Ambiente eines Bond-Films noch deplazierter wirkt. Da scheut man sich auch nicht Bikini-Chicks auf Schimmeln einen Sandstrand entlang reiten zu lassen, während Jason Bourne in den grauen Kulissen Moskaus oder Berlins auf der Suche nach der eigenen Identität ist. Wo Bournes Radikalität nachvollziehbar und im Rahmen bleibt, wird Craigs Bond reichlich ungeschickt zum Badboy ausgebaut, der sich selbst in mancher Szene auch noch für den Dümmsten erklären muss. Das scheint sich auch auf sein Liebesleben mit Eva Green auszuwirken, denn eine ähnlich gestelzte Romanze ist mir zuletzt nur zwischen Anakin und Amidala untergekommen...
Ausgerechnet in der Folter-Szene wird James mal wirklich so tough, wie er sonst behauptet. Da platziert er einen prima Oneliner und man hat für ein paar Sekunden den Verdacht, dass Bond ausnahmsweise mal nicht Herr der Lage und tatsächlich verzweifelt ist. Das alleine macht natürlich keinen spannenden Film und Regisseur Campell unternimmt auch keine weiteren Anstalten. Die Eröffnung ist noch recht flott inszeniert. Ich meine sogar ein Augenzwinkern auf den "Goldeneye"-Staudamm-Blödsinn erkannt zu haben, mit dem sich Brosnan und der gleiche Regisseur vorstellten. Der Rest ist höchstens als ausreichend zu bezeichnen. Wie in allen Filmen zuvor üblich rennt der Bond-Darsteller gerne mal durch ein Sperrfeuer von Knallkörpern - irgendwann findet man dafür auch noch eine neue Einstellung. Vielleicht sogar im TV bei Serien wie "Autobahnpolizei Cobra 11". Die könnten bereits zeigen, wie man Auto-Stunts besser inszeniert...
"Casino Royale" sei durchaus dafür gewürdigt, im Rahmen seiner Möglichkeiten neue Wege zu beschreiten. Aber anscheinend kann man an der Bond-Figur nur herumdoktern, den Agenten-Film wird er jedenfalls nicht mehr neu erfinden...
Trotz Überlänge verging die Zeit wie im Fluge, der Film hatte keine Längen, sondern konnte mich die ganze Zeit über gut unterhalten. James Bond ist nicht mehr genau der Bond, den wir bis Brosnan gekannt haben, aber ich gehöre zu denjenigen, die das gar nicht mal so schlimm finden. Ein wenig frischer Wind hat dem Charakter ganz gut getan. Auch wenn Clive Owen nach wie vor die bessere Bond-Besetzung gewesen wäre, hat der Herr Craig seinen Job wesentlich besser gemacht als es all die Kritiker prophezeit haben.
Wirklich ein super Bondfilm, nach all den verkorksten Pierce Brosnan dingern...
Der Anfang des Filmes war echt genial, jedoch flacht er zum Ende hin immer mehr ab und es wurden auch zu viele Twists eingebaut. Dennoch gut zu sehen das Bond wieder oben auf ist und ich freu mich schon auf den nächsten!
Sicher ist die Story eher platt, aber was will man von einem 00-Film erwarten. Und es war eben an der Zeit, Bond neu zu erfinden, um die Reihe als Kassenschlager weiterzuführen. Der radikale Wechsel tut etwas weh, aber lieber ein Ende mit Schrecken... Und am besten geht es, indem man das Alte parodiert, so antwortet Craig beispielsweise auf die berühmte Martini Frage kess: 'Sehe ich so aus, als ob mich das interessiert!?' Nur eines ist unverständlich, wieso Q beerdigt wurde, obwohl der Übergang zu Cleese doch so gut geklappt hat?
Das Töten von Menschen ist für [James Bond] kein Spaß, sondern Schwerstarbeit. Wenn er getroffen wird, tut es richtig weh. Mehr Glaubwürdigkeit verleiht auch der insgesamt modernere, reduzierte Look des Films, der sich um Glamour so wenig schert wie der neue Bond um seinen Martini.
Analog zur Philosophie des umstrittenen Leichenfledderers, Nerven, Skelette, Muskeln freizulegen, um "innere Gesichtszüge" aufzudecken, wird hier ein Filmmythos von allen Gimmicks enthäutet, um den wahren Bond zu erkennen. [...] "Casino Royale" ist also weit mehr als eine Frischzellenkur. Es ist ein radikaler Neubeginn. Der beste Bond seit Jahren.
Bin von dem neuen Bond begeistert.
Endlich muss der berühmte Agent auch mal so richtig körperlich schuften und schwitzen.
Die Action-Szenen sind Spitze, Craig überzeugt in allen Lagen.
Die Welt war ihm, so scheint's, noch nicht genug: 42 Millionen Dollar Gage soll Vorzeige-Bond Pierce Brosnan gefordert haben - zuviel für die Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson. Entzogen ward ihm die Lizenz zum Töten. Und wer war da in Folge nicht alles für die Rolle des Doppelnull-Agenten im Gespräch: Hugh Jackman, Ewan McGregor, Colin Farrell, Eric Bana und Clive Owen. Doch der eine wollte nicht, der nächste durfte nicht und als sich abzeichnete, wer da in Brosnans Fußstapfen tritt, war die Aufregung ebenso hell wie dessen Haar. Nicht ohne Grund. "Dekonstruktion" ist das traurige Credo, unter dem "Casino Royale" in unsere Kinos kommt. Und mit ihm der Hauch des Todes.
Als 08/15-Actionfilm vielleicht passabel. Als Bondfilm ein ärgerlicher Totalausfall. Verzweifelt versucht man die Figur zu einem Jack Bauer-Abklatsch zu machen und beraubt sie damit ihrer Identität. Was als "neue Härte" gefeiert wird macht Bond zu einer austauschbaren, zynischen Actionfigur die vielleicht in die Zeit passt, letztlich aber hochgrad vergessenswerte Abenteuer erlebt. Die Actionszenen erinnern fatal an TV-Dutzendware und werden zum Finale hin immer langweiliger. Eine Doppel-Null in jeder Hinsicht.
Der Regisseur Martin Campbell hat einen perfekten Mix aus Action und Story geschaffen. Die Geschichte ist bis zum Schluss wie aus einem Guss, spannend, flüssig und tiefgründig inszeniert wurden. Aber auch die Kameraführung, die mir besonders bei der Verfolgungsjagd in Madagaskar, sowie in den Pokerszenen sehr positiv aufgefallen ist, macht den Film noch realistischer und spannender.
Der Musik-Komponist David Arnold untermalt den Film mit schönen Orchester und elektronischen Elementen.
Daniel Craig als James Bond ist hart, ernst, sportlich und lässig-zynisch. Man nimmt ihn die Rolle als den „harten Hund“ voll und ganz ab. Er ist ein Mann dem es nichts ausmacht zu töten. Er kennt keine Gefühle und Emotionen. Genau so sollte ein Agent des 21. Jahrhunderts aussehen. Wenn er in eine Schlägerei gerät, dann blutet er und kommt nicht ungeschadet davon. Gegen Ende des Films gerät Bond sogar in eine unausweichliche Lage, was bei den Vorgängern, die in einem Kampf keinen einzigen Tropfen Martin verschüttet haben, nie der Fall war. Genau diese veränderten Eigenschaften machen den Geheimagenten nun viel glaubwürdiger.
Die Macher haben sich auch dazu entschlossen viele weltbekannten Sprüche Bonds wegzulassen oder zu veralbern. So bestellt er z.B. im Film nun nicht mehr seinen heißgeliebten, geschüttelten Wodka Martini. Als Bond jedoch im Film ein einziges Mal einen Wodka Martini bestellt, kommt die unvermeidliche Frage des Barkeepers: „Geschüttelt oder gerührt“, die Bond mit einem unfreundlichen „Sehe ich so aus als ob mich das interessiert“ beantwortet. Viele Traditionen werden also bei „Casino Royale“ auf den Arm genommen, was ich persönlich jedoch als sehr amüsant empfunden habe.
Das Bongirl Eva Green spielt die schöne Finanzbeamtin Vesper Lynd. Die Wortgefechte zwischen Bond und Lynd sind ein wahrer Genuss, die vor Ironie sprühen. Vesper ist zunächst eine undurchschaubare Persönlichkeit, deren ungewohntes und abweisendes Verhalten umso anziehender auf Bond wirkt. Hier haben die Dialogschreiber sehr gute Arbeit geleistet!
Allerdings muss man sich von vielen Figuren aus den früheren Filmen trennen, wie z.B. „Q“ oder „Monneypenny“, was meiner Meinung nach aber nicht weiter störend ist.
Fazit:
Casino Royale ist ein sehr gelungener Neuanfang der Reihe und meiner Meinung nach der beste Bond aller Zeiten. Der Film glänzt vor allem mit den gut gecasteten Schauspielern (allen voran Daniel Craig) und der grandiose Story. Martin Campbell hat es geschafft den perfekten Mix aus Story und Action zu finden. David Arnold hat den Film mit seiner Musik gut untermalt.
Ich verleihe deshalb 11 von 10 Punkten und kann jedem nur raten, den Film in seine Filmesammlung aufzunehmen.
Warum um alles in der Welt muss man diesen guten Actionfilm "Bond" nennen?
Kann man einen guten Film deswegen schlecht bewerten, weil nicht drin ist, was draufsteht?
Daniel Craig ist kein Bond- Typ, der ist doch viel eher einer für Filme wie die "Bourne" - Reihe, die einzigen Filme, die überhaupt keinen Humor haben und trotzdem gut sind.
Aber Bond? Wiso? Bond ist witzig, technisch überlegen, manchmal seinen Emotionen unterlegen und er nimmt alles etwas leichter - ganz im Gegensatz zu Craig, der sich - eben wie ein Bourne - verbissen durch den Film kämpft...
Fazit: guter Film, falsch benannt.
Kommt ganz darauf an was man unter "Bond" versteht - der Film lehnt sich nämlich meines Wissens viel stärker an die literarische Vorlage (Bond als zynischer Eisklotz und nicht als sprücheklopfender Charmeur) an und kommt somit dem "Original-Bond" viel näher als die bisherigen Verfilmungen.
Für mich als Bond Fan ist Casino Royale das was für Star Wars jener Satz in das Imperium kehrt zurück war. Statt wie damals mit einem Luke ich bin… fängt bei Casino Royale die Offenbarung bei der ersten(in schwarzweiß gedrehten) Einstellung an, streift, schwelgt und lässt es dannach ordentlich Krachen: von Madagaskar über Montenegro bis nach Venedig. Dank fähiger Regie wird an den richtigen Stellen der Wind aus den Segeln genommen.
Einige nennen das Langatmig, andere nennen es kurz Luftschnappen ich nenne es perfekt getimte Dramaturgie mit spitzbübisch, zynischem Humor(Vesper”I M the Money” Bond:”Every Penny of it”) sowie rührend/Tiefgehenden Momenten( Auf Deutsch. Vesper:“Du steckst wieder in deinem Panzer. “Bond “Ich habe keinen Panzer mehr du hast in mir aus gezogen. Alles was ich bin, wirklich alles was ich bin gehört dir.”)
Die Action ist zugegebener massen wohl dosiert qualitativ aber etwas vom besten, erstklassige Stunts(free Runnig zu beginn)und ein körperlich ungemein stark auftrumpfender Daniel Craig sei Dank. In Kombination mit dem ungemeinen Charme von Eva Green (einem der besten Bond Girl überhaupt) bewährt sich Craig nicht nur als erstklassiger (wen nicht sogar als(vorsicht gewagt:) als bester )Bond sondern räumt alle Vorwürfe er sei bloss ne Doppel Null vom Tisch. Mikkelsen als le Chiffre ist Grossartig, auch Dench ist erneut wunderbar und mit Jesper Christensen hat man zudem einen weiterführenden Joker im Ärmel.
Im grossen und ganzen gibt an Bond 21 wenig zu schütteln. Dank einer bis zu letzt funktionierenden Geschichte welche einerseits ähnlich wie Bonds Neu Anzüge(by Tom Ford der später, a Single man verfilmte) perfekt sitzt und mit Unterstützung von l.a Crash Regisseur Paul Haggis auch Dialog technisch bestens funktioniert ist nicht nur Plot technisch alles im Lot sondern man taucht auch das erste mal tiefer in den Charakter des Bond ein welcher hier erstmal auch der Mensch sein darf der Fehler macht und der sich erst noch seinen Platz in der Welt suchen muss.
Ersteres leistet sich der Film selbst kaum, letzteres findet er in Bezug auf den Bond Kosmos jedenfalls in der Top 5 der besten Bondfilme aller Zeiten. Der Mix aus klassisch und modern, hart und verletzlich und nicht zuletzt elegant und kaltblütig machen den Film einerseits zum Ereignis, halten andererseits den Mythos lebendig und macht nicht zu letzt Lust auf (den wie wir mittlerweile wissen etwas enttäuschenden Nachfolger)Quantum of Solace. Bleibt nur noch zu sagen:”You know my name …is Bond ,James Bond.”
Die neuen Bonds sind gut Action-Filme, keine Frage, aber es sind keine Bonds. Campbell hat einfach das Subgenre Bond verlassen. Das Ergebnis ist zwar sehenswert, aber sollte nicht mit '007' betitelt werden. Naja... :-)
Auch wenn Daniel Craig ein toller Schauspieler ist für die Rolle als James Bond kommt er meiner Ansicht nach nicht in Frage. Das was die vorherigen James Bond ausgemacht hat, war der Charme von 007, seine Autos und die Frauen, seine technischen Spielereien und damit die verbunden witzigen Dialoge zwischen Q und Bond. Leider schafft es Craig nicht den alten Glanz von den vorherigen James Bond filme rüber zu bringen.
Lies die Romane. Daniel Craig verkörpert James Bond vom Wesen her wesentlich besser als Pierce Brosnan, George Lazenby und Roger Moore. Vor allem Pierce Brosnan war eine Schande. Auch wenn es hart klingt, und obwohl Sean Connery unbestreibar der beste Bond ist, war auch Timothy Dalton näher an der Romanfigur als jeder andere Darsteller.
Eigenlich bin ich kein großer Bond Fan. Hab zwar die meisten gesehen aber ich war nie wirklich ein Freund davon. Doch Casion Royale hat mich richtig gefesselt! Daniel Craig als Bond ist super!
Die Mimik und Gestig von ihm sind einfach super! Die Action ist rasand! Die Spannung bring einen fast um! Casino Royale ist einer der wenigen Filme die ich mir immer anschauen kann!!!
Daher 10.0 Punkte für einen Film der von den Schauspielern, Story bis hin zur Musik einfach nur stimmig ist!!!!
Härter, kompromissloser, gewalttätiger, schockierender und blond! Brutale Schlägereien im Treppenhaus, rasante Verfolgungsjagden bei dem einen der Atem stockt, eine unheimliche Intensität während der Poker-Sequenzen sind das was Casino Royale ausmachen. Denn hier ist nichts wie es scheint. Daniel Craig beweist was er drauf hat und lässt sämtliche Nörgler verstummen, Green ist einfach nur unwiederstehlich, Mikkelsen einer der genialsten Widersacher überhaupt, Giannini der Sympathiebolzen schlechthin und Dench eine Göttin. Blond ist das neue Braun! Hier geht es ernster und realistischer zu als bei allen anderen Bonds, die Action- und Spannungsschraube wir bis zum Anschlag gedreht, keine Zeit zum Luftholen, schnelles und atemberaubendes Geschehen zu jedem Moment. Die Grausamkeit spiegelt sich unverblümt wieder, eine Grausamkeit die einem den Angstschweiß gefrieren lässt, jeder Atemzug fällt schwerer. Der auflockernde Humor ist fast gänzlich verschwunden, einen rettenden Anker vor der Gewalt sucht man vergebens. Denn das hier fühlt sich so real und echt an dass man nach nur kurzer Zeit nicht mehr unterscheiden kann ob das ein Film oder die Realität ist, was sich da abspielt. Denn hier zeigt man auch die tragische Seite eines Mannes für den es fast unmöglich scheint, ein beschauliches und ruhiges Leben, mit einer eigens gegründeten Familie, zu führen. Bond ist hier ein Mensch der Schicksalsschläge und Leid am eigenen Leib erdulden muss. Letztendlich deswegen zu dem wird was er ist. Man fühlt mit ihm, man versteht ihn. Ein Drink der‘s in sich hat und den man erstmal sacken lassen muss. Aber genüsslich wie kaum ein anderer. Bond ist im Heute angekommen und ich begrüße es nur zu sehr. Ob man nun entsetzt ist oder vollkommen begeistert, man kann es nicht leugnen. Dieser Bond hier rules! You know his Name!
Seit der Film vor fünf Jahren am 23/24.11. in den bundesdeutschen Kinos startete, gehört er für mich einfach in die letzte Novemberwoche. Aus diesem Grund wird innerhalb meiner persönlichen 007-Retrospektive die Besprechung des 21. Bondfilms namens JAMES BOND 007 - CASINO ROYALE hiermit einfach vorgezogen, nachdem ich ihn ja ohnehin am Sonntag mal wieder gesehen habe.
Die gleichnamige Vorlage von Ian Fleming war der erste Roman, den dieser im Alter von 44 Jahren in seinem Haus "Goldeneye" auf Jamaika schrieb. Zwischen der Veröffentlichung des Buches im Jahr 1953 und dessen Verfilmung innerhalb der offiziellen Reihe liegen also sage und schreibe gut 53 Jahre.
In der Logik der Bondverfilmungen ergibt sich mit dieser Adaption ein wirkliches Verständnisproblem, denn wie üblich wird Bond ganz im Stil der Entstehungszeit gezeigt, was für 2006 bedeutet, dass der Kalte Krieg längst vorüber ist (M bedauert dies in einer Szene wortreich und witzig), gleichzeitig ist es der erste Film der Reihe, in welchem begründet wird, warum Bond so geworden ist, wie wir ihn all die Jahre im Kino erleben konnten. Schwer zu akzeptieren, aber in sich schlüssig und konsequent.
Über den im Film erstmals gezeigten neuen Bond - Daniel Craig - werde ich mich an dieser Stelle nur insofern auslassen, als ich ein älteres MP-Posting von mir selbst zitiere: "Ich mochte Connery, weil er cool war, Moore weil er britisch und selbstironisch war, Lazenby, weil er in meinem anderen Lieblingsbond ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE sehr gut spielte, Dalton, weil er die Rolle in schwierigen Zeiten verkörperte, Brosnan, weil seine Frisur immer sitzt und Craig für alles zusammen." Ja, richtig gelesen, Craig ist mein Lieblingsbond. Und ich mag Eva Green hier sehr, vielleicht weil die beiden so perfekte Heimkinder sind. Das klingt vielleicht sentimental, ist aber in einer Klassengesellschaft wie der britischen ein unglaublich dicker fiktionaler Pluspunkt, da sowohl Vesper als auch James somit nicht sozial (und auch in sonst keiner Hinsicht) verortbar sind, was die beiden unberechenbar macht.
Schließen möchte ich mit drei Punkten:
1. POKER: Im Film wird gepokert, wohingegen in der Buchvorlage Baccara gespielt wird.
2. TOP 3: Da wir ja hier sozusagen am vorgezogenen Ende meiner Bond-Rezensionen-Reihe sind, kann ich ja mal meine drei Favoriten nennen: Platz 3 - DR. NO (9 Punkte), Platz 2 - CASINO ROYALE (9,5 Punkte), Platz 1 - ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE (Ten points).
3. DRINKS: 'A dry Martini,' Bond said. 'In a deep champagne goblet. Three measures of Gordon's, one of Vodka, half a measure of Kina Lillet. Shake it very well until it's ice cold, then add a thin slice of lemon peel. Got it?' 'Certainly, monsieur.'
[Zitat vom Rückcover der UK-Taschenbuchausgabe von Penguin Books]
Anmerkung von mir: Als "Kina Lilllet" wird die Spirituose seit der schon länger zurückliegenden Einführung der Marken "Lillet Rouge" und "Lillet Blanc" nicht mehr verkauft. Der bitterschmeckende Aperitif "Lillet Blanc" ist aber gut erhältlich und es spricht für die französischen Produzenten - die Brüder Paul und Raymond Lillet aus Podensac in der Gironde -, dass sie den Bond-Hype einfach ignoriert haben.
Dann antworte ich mal mit 4 Punkten: 1. Daumen hoch für den klasse Kommentar, die Wertung und die Craig-Lobpreisung! 2. DR NO sieht man auch nicht alle Tage in einer persönlichen Bond-Top-3. 3. Juhu, ich bin nicht der Einzige der den Tick hat, das zu bestimmten Zeitpunkten im Jahr bestimmte Filme geschaut werden müssen. ;-) 4. Ich habe anscheinend eine andere Ausgabe von CR (aus der neuesten Auflage mit den stylishen Damen-Silhouetten auf den Buchrücken).
Hattest du eigentlich deine eigene Topliste mal veröffentlicht? Bin ja noch nicht so ewig hier und es könnte sein, dass mir das entgangen ist. Falls du es noch nicht getan hast, werde ich natürlich geduldig warten :D
Eine Top3 nur in den Antworten zu meinem eigenen CR-Kommentar, hatte nur so ein bißchen im Hinterkopf nächstes Jahr zum 50sten gleich ein paar Ranglisten in einem Post zu veröffentlichen (Filme, Fleming-Romane und vielleicht Scores). Hier schon mal meine
Filmrangliste:
01 THE SPY WHO LOVED ME
02 CASINO ROYALE
03 ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE
04 THE LIVING DAYLIGHTS
05 YOU ONLY LIVE TWICE
DIAMONDS ARE FOREVER
FOR YOUR EYES ONLY
LIVE AND LET DIE
09 FROM RUSSIA WITH LOVE
10 TOMORROW NEVER DIES
11 MOONRAKER
GOLDFINGER
LICENCE TO KILL
GOLDENEYE
15 DR NO
16 A VIEW TO A KILL
16a (NEVER SAY NEVER AGAIN)
17 DIE ANOTHER DAY
QUANTUM OF SOLACE
19 OCTOPUSSY
THUNDERBALL
THE MAN WITH THE GOLDEN GUN
22 THE WORLD IS NOT ENOUGH
Aber das ist relativ, sogar die vermeintlich Schwächeren schaue ich mir immer mal wieder gerne an. Ein User in einem großen Fan-Forum hat es mal sehr treffend formuliert: Die Bond-Filme sind wie eine Lieblingsspeise die es in bisher 22 Geschmacksrichtungen gibt - man mag sie zwar alle, aber manche natürlich mehr als andere!
Alle Schauspieler die diesen Agenten verkörperten waren auf ihre Weise am geeignetsten für die Rolle, jeder der Protagonisten hatte seinen eigenen Charakter. Siehe Connery, der etwas härtere Herzensbrecher, ein echter Mann. Lazenby, eine Mischung aus Connery und Moore. Moore, der wohl unterhaltsamste Bond von allen, nicht umsonst haben er und Connery am meisten Bond-Filme abgeliefert. Dann Dalton, meines Erachtens der charmanteste von allen. Ja und Brosnan mag zwar am besten gepasst haben von allen, doch man hat wirklich die beste Entscheidung getroffen, als man damals beschlossen hatte mit Craig einen Neuanfang zu starten. Denn wenn wir ehrlich sind wurden die Bondfilme immer unglaubwürdiger, kitschiger und immer vollgepackter mit neuen Hightech-Special-Effects, sodass man bald nicht mehr wusste "Bin ich da in einem Bond-Film oder in StarWars!". Ich bin ein total kranker Bond-Fanatiker und bin echt stolz auf die Entscheidung endlich wieder handgemachte Action in die Bond-Filme zu integrieren und alles realistischer zu gestalten, sprich; ein Bond der auch mal blutet wenn er auf die Hucke bekommt (bestes Beispiel dafür ist eben nun Casino Royale) und um so etwas zu realisieren kann man eben keinen smarten und gelackten Pierce hernehmen; man stelle sich vor Brosnan mit Platzwunde auf der Stirn und blutüberströmte Visage alla Stirb Langsam, sowas passt einfach gar nicht, da muss man eben einen etwas härteren Bond kreieren, eben einen Kerl wie Craig ihn verkörpert (nichts gegen Brosnan, für seine Filme passte er perfekt). Was mir fehlt, sind eben lediglich die Gadgets und die altbewährten Figuren.
Aber ein James Bond Film? - Nein, das ist er nicht.
Daniel Craig ist ein guter Schauspieler und auch ein guter Action Held aber ein James Bond ist er nicht.
Auch ist der Plot nicht wirklcih 100% nachvollziehbar, hätte man den Bösewicht doch auch direkter und effizienter ausschalten können. Stattdessen wird ein Poker Tunier um 3 stellige Millionenbeträge gespielt?!
Der 007 Charme bleibt von anfang an auf der Strecke, schon beginnend mit dem leicht albernen rumgehüpfe auf der Baustelle.
Wie gesagt... ein guter Actionfilm, mehr nicht. Einmal anschauen und vergessen paßt da auch.
Sehr spannend und unterhaltsam. Abgesehen davon, dass Daniel Craig manchmal etwas zu ernst guckt, spielt er die Rolle ganz gut und Mads Mikkelsen ist als "Bösewicht" einfach großartig.
"Casino Royale" überzeugt als Actionfilm größenteils : Die Action ist überschaubar und kurzweilig , stellenweise aber etwas zu schnell geschnitten. Dazu bleibt der Film von Anfang bis Ende spannend.
Was "Casino Royale" jedoch das Genick bricht und ihn Unsympathisch macht , ist das der Schriftzug "James Bond" nur als Werbung missbraucht wird :
Zum einen geben sich sich die Macher größte Mühe den Mythos James Bond zu zerstören. Und zwar durch fehlende Lässigkeit , Charme , Stil und Coolness und extrem coole Sprüche durch extrem erbärmliche Sprüche ("Geschüttelt oder Gerührt ? " "Seh ich so aus als ob mich das interresiert ?" AUA , tat das weh") ersetzen.
Zum anderen interresiert die Macher ihr Product Placement mehr , als die Chronik der Bond Filme. So ist die Handlung in der Gegenwart und nicht in den 60ern angesiedelt , obwohl es sich um die Anfänge James Bonds handelt. Zudem handelt es sich bei Bonds Chef M um Judi Dench , welche schon in den letzten Brosnan Filmen in der Rolle zu sehen war.
Ein weiteres Problem stellt Hauptdarsteller Daniel Craig dar. Zwar handelt es sich bei ihm nicht um einen schlechten Schauspieler , aber er passt mit seiner festgefrohrenem Mimik und seiner Art gar nicht zu Bond sondern eher zu Jason Bourne. Mads Mikkelsen ist als Schurke lahm und blass. Eva Greens Rolle und ihre Love Story zu Bond macht in ihrem Kitschfaktor fast Titanic Konkurenz.
Ist nunmal eine moderne Form, und gerade die Momente wie deine beiden Zitate, in der es weg vom lässigen Superman geht, fand ich sehr erfrischend.. Bei M gebe ich dir zwar Recht, da wäre eine Auswechslung konsequent gewesen um zu zeigen, dass es sich wirklich um einen Neustart handelt, aber sonst? Wieso nicht mal neue Wege gehen als den nächsten Gadget Overkill a la Die another Day, was mittlerweile einfach völlig überzogen und unzeitgemäß wirkt.
Meiner Meinung nach ist das ein totaler Drecksfilm.
Ja, man kann ihn sich ansehen, aber mögen tut man diesen Film nicht.
Zumindest ich mag ihn nicht.
Der Grund dafür ist Daniel Craig.
Nicht, das seine schauspielerischen Leistungen nicht ausreichend gut wären, es ist nur, dass er einfach kein James Bond ist.
Für mich bleiben Roger Moore, Sean Connery und Pierce Brosnan die einzig wahren 007 Agenten!
James Bond - Casino Royale - Kritik
GB 2006 Laufzeit 145 Minuten, FSK 12, Thriller, Drama, Actionfilm, Kinostart 23.11.2006
Kritiken (20) — Film: James Bond - Casino Royale
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschenEs gibt ja einige Fakten die nahelegen, dass das "James Bond"-Franchise erheblich unter dem Fall des Eisernen Vorhangs gelitten hat. Obgleich ich Brosnan als 007 mochte, zeichnete sich doch auch schon hier das ab, was den beiden Reboot-Filmen das Genick bricht: Dem Geheimagenten seiner Majestät gehen die Gegner aus.
Die Irrenanstalt für Superreiche hat ihre Pforten verriegelt; die typische Cold-War-Paranoia, auf der die meisten 007-Abenteuer der früheren Dekaden basierten, ist lange passé und konnte trotz der unterhaltsamen Klischeelawine bezüglich Nordkoreas in "Die Another Day" nicht ohne Abnutzungserscheinungen wieder vollständig recycelt werden.
"Casino Royale" hat nun die vermeintlichen Fehler der Vorgänger erkannt, und versucht die Uhren auf Null zu setzen: James Bond anno 2006 ist kein smarter Über-Agent mehr, sondern einer der auch mal bedröppelt aus der Wäsche gucken darf, und seine Angebetete nach der passenden Krawatte zum…
Kritik im Original 17 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 31 Antworten
fabel 2010/09/23 19:49:12
Antwort löschendann Sonntag auf jeden Fall den Tatort !!!
Danke, du hast mich wohlmöglich vor einem großen Fehler bewahrt..wobei ich sagen muss das mir der ganze "JB" Quatsch eh schon immer am A. vorbei ging ;)
Aber dein Kommentar macht es nicht unbedingt schmackhaft, ihn mir anzusehen. (frag mich nicht, weshalb ich bis gerade eben ein AUSGEZEICHNET hier stehen hatte......eine Sünde aus meinen MP Anfängen, wo einem ja wild Filme vorgesetzt werden die man ohne Sinn und Verstand einfach bewertet- teilweise auch ohne Kenntnis, man möge mir verzeihen...da konnte ich anscheinend noch nicht denken...naja, manche behaupten auch ich könne das auch heute noch gar nicht :D)....
ich bin dir dankbar, dann doch den Berliner Tatort...wunderbar, mein Sonntag ist verplant. :)
Hitmanski 2010/09/23 20:12:04
Antwort löschenIch bin auch kein 100%iger Bond-Fanatiker, aber so ab und an schaue ich die Filme ohne craig´sche Beteiligung ganz gerne. Aber ich denke, in diesem Fall, kann ich dir ruhigen Gewissens den "Tatort" ans Herz legen :D
Tytus 2010/09/23 20:34:09
Antwort löschenSamstag laufen die alten auf Kübel1 mit Sean Connery & Roger Moore.
@Hitmanski guter Kommentar, mir gefallen die neuen gar nicht, der letzte ist einfach nur übeler scheiB auf dem man nenn James Bond Sticker geklebt hat.
Marie Krolock 2010/09/23 20:41:50
Antwort löschenIch fand Casino Royal großartig! :D
Tytus 2010/09/23 20:44:30
Antwort löschender erste war noch auszuhalten, aber der letzte war wort wörtlich nur ein Quantum Trost XD
Hitmanski 2010/09/23 20:46:00
Antwort löschenDamit bist du ja nicht alleine - wenn ihr euch jetzt alle zusammen rauft, dann habt ihr schon eine ganze Therapiegruppe und könnt gemeinsam an der Lösung des Problems arbeiten ;)
fabel 2010/09/23 22:40:56
Antwort löschenOhja, ich würde die Therapiegruppe wirklich zu gerne mal in Action sehen. ^^ :D:D
Und wehe der Tatort ist kein Brüller, Hitmanski......^^
Hitmanski 2010/09/23 22:58:37
Antwort löschenDa bin ich der falsche Anprechpartner - außer mit dem Münsteraner "Tatort" kann ich mit deutschen TV-Krimis nicht wirklich was anfangen :D
der cineast 2010/09/24 01:05:55
Antwort löschenDie Münsteraner sind doch die mit Liefers, die immer so locker witzig sein wollen aber immer nur aufgesetzt sind, furchtbar. Da lobbt man sich die Schimis und manchmal findet man unter den neueren auch noch Perlen wie manche mit maria furtwängler die mit ihrer unaufgesetzten art auch den einen oder anderen Tatort Knaller hervorrgebracht hat. Postel und die Münchner sind bisweilen auch recht ordentlich
Hitmanski Hitmanski............
Hitmanski 2010/09/24 01:15:14
Antwort löschenDer "Tatort" ist sowieso ein überbewertetes Relikt, welches die schnarchende Rentnerschaar sanft von der Lindenstraße hinüber zu Anne Wills Quasselrunde befördert.
Schimanski war für seine Zeit gut, setzt aber heute vorallem in seinen ersten Fällen auch schon ordentlich Staub an. Furtwängler funktioniert - wie eigentlich alle KommisarINNEN - für mich kein Stück. Diese ganzen aufgeplusterten und überzogenen Privatproblemkisten, dieser Pseudoanspruch - ätzend...
München funktioniert manchmal, ebenso Köln - aber die beste Unterhaltung liefern die Münsteraner - und das nicht nur wegen meinem Lokalpatriotismus...
fabel 2010/09/24 14:49:41
Antwort löschenja, die Münsteraner sind wirklich die geilsten :)
Und sonst beteilige ich mich an solch bösen Ausdrücken über meinen TATORT nicht.......ich glaube aber ich bin einer der wenigen meiner Altersklasse der sich ihn Sonntag für Sonntag reinzieht, da haste schon recht...aber ich liebe es einfach :)
Da könnt ihr erzählen was ihr wollt. ;)
Marie Krolock 2010/09/24 16:28:37
Antwort löschenIch gucke auch so oft wie möglich Tatort :) Es gibt wahrlich viel schlechtere Unterhaltung!
Hitmanski 2010/09/24 16:30:53
Antwort löschenAber auch soooviel bessere ;)
Marie Krolock 2010/09/24 16:32:12
Antwort löschenHmm...was deutsche Filme angeht fällt mir ehrlich gesagt wenig ein... :)
Hitmanski 2010/09/24 16:34:58
Antwort löschenDer deutsche Film ist ja auch so ein Minenfeld, welches man nur mit einem sehr konkreten Tipp betreten sollte, oder es andernfalls großräumig umgehen sollte :D
Marie Krolock 2010/09/24 16:36:35
Antwort löschenGenau! :D Und bei einem Tatort werde ich selten schwer enttäuscht, darum gucke ich sie gern (zumindest die meisten).
Hitmanski 2010/09/24 16:39:16
Antwort löschenNaja mal sehen, was Sonntag sonst noch so läuft - vielleicht lasse ich mich ja wieder mal dazu hinreißen, einen anzusehen ;)
fabel 2010/09/24 17:14:59
Antwort löschenBitte nicht den vom Sonntag, da könntest du einen falschen Eindruck gewinnen. Laut meiner Fernsehzeitung soll er gaaaaaaaaaaanz schrecklich sein. ;)
Aber sonst bist du herzlich eingeladen. :)
Dolly Zoom 2010/09/25 18:27:38
Antwort löschenIch möchte ja nicht ständig mit meinen Anmerkungen nerven, aber wieder einmal kann ich mich nicht zurückhalten:
1. Die alten Bond-Filme waren doch ebenso für den Mainstream-Geschmack konzipiert und von anderen Spionagefilmen abgekupfert (z.B. strahlt der unsichtbare Dritte eine ähnliche Leichtigkeit aus); der Erfolg der Reihe resultiert größtenteils aus der Erfüllung von Männerträumen; der differenzierte Umgang stellt auch eine, wie ich finde, lobenswerte Anpassung an eine kritischere Zeit dar, die das Grau sehen kann.
2. Glücklicherweise für dich wurden bei der Adaption von Flemings nicht lesenswerter Vorlage noch "extremere" Aspekte getilgt; Bond sympathisiert beispielsweise doch tatsächlich mehr mit LeChiffre als dem eigenem MI6 und zweifelt die Rechtmäßigkeit des eigenen Systems an. Unerhört!
Die Erwartungen durch die älteren, abgehobeneren Filme werden womöglich nicht erfüllt, dennoch ist, soweit ich das beurteilen mag, der Film Casino Royale noch am ehesten im Sinne Flemings.
Ich finde es schade, dass so viele bei diesem Film an ihrer Erwartungshaltung scheitern.
Hitmanski 2010/09/25 19:09:39
Antwort löschenAch, ich freu mich doch über jeden Kommentar - eine schöne Abwechslung von den sonst langsam lanweilig werdenden Semesterferien - insofern: nur zu ;)
1) Ja und Nein. Sicherlich waren auch die alten Filme immer am Mainstreamgeschmack orientiert, haben aber trotzdem dem sonst eher realistisch-biederen Agentenfilm neue Aspekte hinzugefügt - und sei es auch nur der Technik-Fetisch.
Ich weiß auch nicht, ob es zu weit gehen würde, damaligen Filmen generell eine höhere Beständigkeit einzuräumen - aber tatsächlich funktionieren viele alte Bond-Filme auch heute noch ziemlich gut - wenn auch nur an den Maßstäben des eigenen Genres gemessen. Ich weiß nicht, ob man jenes von dieser ultraschnell geschnittenen MTV-Action in ein paar Jahren auch noch sagen wird (ich weiß, ich bin anmaßend mit meiner Zukunftsprognose^^)...
2) Ich habe die Vorlage nicht gelesen, anscheinend gibt es auch keinen Grund dafür - aber selbst wenn dem so wäre, gebe ich zu bedenken: Das Bond-Universum hat sich seit seinen Anfangstagen so sehr filmisch verselbstständigt, dass ich das Messen mit der ursprünglichen Literaturfigur als unglücklich betrachte. In 20 Filmen hat man die Figur "Bond" mal mehr, mal weniger stark als das fehlende Bindeglied zwischen Mensch und Superheld installiert - da empfinde ich dieses "back-to-the-roots"-Gehabe der neuen Filme als unglücklichen Bruch mit einer liebgewonnenen Tradition.
Hitmanski 2010/09/26 22:31:20
Antwort löschenIch bin mir letzten Endes unschlüssig darüber, ob ich die Weiterführung der Reihe nach den letzten Brosnan-Filmen überhaupt noch für sinnvoll erachten soll: Einerseits spricht des Eskapismus dieser Filme zwar für das praktizierte "back-to-the-roots", auf der anderen Seite ist auch diese Strömung ja nicht vollkommen unbekannt. Auf die - gemessen an der damaligen Zeit - relativ gadgetversessenen Moore-Episoden folgten die beiden Dalton-Filme, die - den jetzigen Craig-Reboots nicht unähnlich - alles wieder etwas mehr auf Realismus und Härte zu trimmen. In diesem Ausnahmefall deckt sich meine Meinung mal mit der damaligen Publikumsresonanz: Es war und ist ein Flop - wie bereits gesagt: Bond und Bodenständigkeit sind zwei Dinge, die für mich nicht zusammengehen - Flemings Ursprungskonzeption und die filmischen Anfänge hin oder her. Mit den beiden letzten Filmen wird es sich meiner Meinung nach ähnlich verhalten. Auch die Neuinterpretation einer ikonenhaften figur kann funktionieren, Nolans "Batman"-Verfilmungen stehen dafür Zeuge - aber "Casino Royale" und insbesonders "Ein Quantum Trost" schaffen es doch nie, Unterhaltung auf dem Niveau zu bieten, dass ich über persönlichen Unzulänglichkeiten des "neuen" Bonds hinwegsehen kann.
Vielleicht muss man konstatieren, dass das Höher-schneller-weiter-Prinzip mit "Die Another Day" seinen übersteuerten Höhe- und möglicherweise auch einen wünschenswerten Schlusspunkt gefunden hätte und spätesten jetzt in Frieden ruhen sollte...
Hitmanski 2010/09/26 22:33:29
Antwort löschen@ Dolly Zoom
Jetzt hab ich doch aus Versehen tatsächlich deinen Comment gelöscht, als ich meinen nochmal überarbeitet habe - großes Sorry ;)
Ich hoffe, diese Diskussion interessiert nur noch uns beide, sonst könnten jetzt Verständnisschwierigkeiten entstehen :D
Dolly Zoom 2010/09/26 23:03:29
Antwort löschenHaha, so macht man seine Gegner mundtot.
Ich mag die Dalton-Bondfilme (die Verfolgungsjagd im Bourne-Ultimatum über die Dächer Tangers war offensichtlich von einem dieser inspiriert, womit sich der Kreis wieder schließt^^) und verabscheue "Stirb an einem anderen Tag", was noch durch den Tatbestand gesteigert wird, dass es sich dabei um meine erste DVD gehandelt hat :'(
So müssen wir wieder mit dem unbefriedigenden Abschluss vorlieb nehmen, der alle Geschmäcker akzeptiert. Als Fakt soll aber nicht übersehen bleiben, dass das Publikum die Filme nicht bloß angenommen hat, sondern sie (Quantum sogar vor Casino) die erfolgreichsten der Reihe darstellen, sodass man einen dauerhaften Wert nicht ausschließen sollte ;-)
Hitmanski 2010/09/26 23:21:34
Antwort löschenIch glaube, an dieses Fazit unserer Diskussionen haben wir uns ja schon gewöhnt ;)
Aber der Kreis schließt sich in der Tat wieder, denn als ich damals bei "Casino" im Kino saß, fielen mir sofort die - mir in schlechter Erinnerung gebliebenen - Dalton-Filme ein...
Die Einspielergebnisse waren mir zwar noch nicht bekannt, sind aber nicht so überraschend, wenn man bedenkt, dass der Kinokonsum sich seit den Anfängen des Bond-Mythos stetig gesteigert haben dürfte. Somit fallen eigentlich nur die Brosnan-Geschichten in den eigentlichen Vergleichsbereich - und nunja: es ist ja nicht das erste Mal, dass sich das Publikum falsch entschieden hat ;)
alanger 2010/12/20 21:35:16
Antwort löschenachso, neben dem rumgetrolle fast vergessen. ich teile deine meinung natürlich nicht. kraftvoller neuaufguss mit coolem gegner und supersexy bondgirl.
"geschüttelt oder gerührt?
seh ich so aus als ob mich das interessiert?"
aber smarte kritik, ohne frage ;)
Hitmanski 2010/12/20 21:54:22
Antwort löschenDanke :D
Ahhh, ganz grausige Denkmalschändung dieses Zitat ;)
Tytus 2010/12/22 12:45:25
Antwort löschenObjektivität was ist denn dat und bekommt man das in der Apotheke?
alanger 2010/12/22 12:47:54
Antwort löschennur auf rezept, für spezialpatienten.
Tytus 2010/12/22 12:57:29
Antwort löschenDu meinst das benommen nur die Personen im Paket mit zB. Benperidol
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alanger 2010/12/22 13:07:49
Antwort löschenmuste ich kurz googlen, ja stimmt!
Bond, James Bond 2011/02/06 01:25:19
Antwort löschenHallo!
Dass „Ein Quantum Trost“ mehr eingespielt hat als seine Vorgänger, liegt nicht an der Besucherzahl, sondern an den stetig steigenden Ticketpreisen.
Es gibt eine schöne Bondfan-Seite und ein sehr schönes Diagramm, da werden die Bondfilme tatsächlich nach Besucherzahlen gemessen.
1. Feuerball
2. Goldfinger
3. Liebesgrüße aus Moskau
4. Leben und sterben lassen
5. Casino Royale
Auf Platz sechs folgen dann „Ein Quantum Trost“ und „Der Spion, der mich liebte“, so weit ich noch weiß.
Zum Film:
Casino Royale finde ich eigentlich wirklich gelungen. Für mich hat er das Flair der alten Bondfilme. Außerdem finde ich, dass dies der beste Bondfilm seit „Der Hauch des Todes“, vielleicht auch „Lizenz zum töten“ ist.
Keine hektische Kamerabewegungen und Schnitte, oder brachial eingesetzte Action wie im sehr schwachen Nachfolger.
Auch scheint mir Daniel Craig hier sympathischer.
Chris Tookey: Daily Mail Chris Tookey: Daily Mail
Kommentar löschenBond-Filme wurden in ununterbrochener Folge immer mehr von den Bond-Gadgets dominiert und immer weniger von der Persönlichkeit James Bond. Casino Royale führt uns da zurück zum ursprünglichen Bond.
[...]
Daniel Craig ist möglicherweise der beste und ernsthafteste Schauspieler, der je für 007 auserkoren wurde, und Casino Royale zeigt ihn in seiner vollen Bandbreite. Außerdem ist er der robusteste und maskulinste Schauspieler seit Russell Crowe als Maximus in "Gladiator". Die zahlreichen Aufnahmen seines Torsos und seinen durchbohrenden blauen Augen machen, so vermute ich, viele im weiblichen Publikum verdammt glücklich.
Und er entwickelt den Charakter sehr talentiert. [...] Sehr oft rennt und springt Craig selbst - in der Tat innerhalb einer halben Stunde mehr als Roger Moore es in all seinen Auftritten zusammen hinbekommen hat.
Es gibt ein wirkliches Problem in Teilen des Films, eine Vorsätzlichkeit in der Vorgehensweise, die von Martin Campbell getroffen wurde, der den ersten Brosnan-Bond, Goldeneye, inszenierte. Viele der Actionsequenzen passieren bevor wir überhaupt darüber bescheid wissen, wen Bond gerade verfolgt oder mit wem er sich gerade auseinandersetzt. Generell ist M (Judi Lench) dafür verantwortlich, uns nach den Geschehnissen die entsprechende Erklärung zu liefern.
[...]
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tomas_w 2010/04/20 13:52:55
Antwort löschenIch wollte gerade eine eigene Kritik schreiben, bis ich Deine gelesen habe. Und die ist wirklich so treffend, dass mir ehrlich gesagt kaum noch was zu Ergänzendes einfällt. Ausser vielleicht, dass ich diesen Bond ein kleines bischen schlechter als Du bewerte, da mir die Pokerspielszene etwas zu langatmig gewesen ist. Ansonsten bin auch vollen Lobes für Craig, von dem man sicher noch Einiges hören wird. Denn ich halte ihnen neben seinen physischen Eigenschaften auch für einen glänzenden Darsteller!
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Bond, James Bond 2011/02/06 01:27:04
Antwort löschenWas ist denn das für ein Kriterium für einen guten Film?
Craig rennt mehr als Moore???
Bond muss nicht rennen. Das ist ja mal so was von stillos :-P
Checker0815 2012/01/22 10:53:47
Antwort löschenBond ist doch gerade der technisierte, komische Agent, der sich selbst immer ein bisschen auf die Schippe nimmt - sozusagen Actionfilm und Parodie auf einen Actionfilm in einem, das macht Bond doch aus!
Jetzt kommt so ein ernsthafter, verbissener Craig daher und macht mit seiner "Persölichkeit" meines Erachtens nach alles bondige kaputt - auch wenn der Film unzweifelhaft gut ist, aber eben kein Bond...
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenJames Bond, der Geheimagent ihrer Majestät ist ein Phänomen und hält etliche Rekorde. Etliche Filme der Reihe kann man ohne Zweifel als ein Stück Kinogeschichte bezeichnen, auch wenn andere Teile eher schwach waren. Im inzwischen 21. (!) Teil der populären Reihe wird mit Daniel Craig ein neuer Hauptdarsteller eingeführt.
Doch man hat der Filmreihe nicht nur einen neuen und im Vorfeld sehr kontrovers diskutierten Hauptdarsteller verpasst, sondern gleich eine Generalüberarbeitung unterzogen. Gleich zu Beginn der erste Stilbruch: Keine „Gunbarrel-Sequenz“, die erste Szene ist in Schwarz-Weiß und der James Bond Kenner ist erst einmal etwas verstört. Sie zeigt in einem Rückblick wie sich unser Held seine Sporen als Doppelnull-Agent verdient, denn „Casino Royale“ ist die chronologisch erste Geschichte um den Britischen Agenten mit der Lizenz zu Töten. Was man in den folgenden knapp zweieinhalb Stunden an allen Ecken und Enden merken wird, wenn man sich mit den Filmen…
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenDie Neueinführung von 007 ist bis kurz vor Schluss wie aus einem Guss, spannend und flüssig inszeniert und die Wortgefechte zwischen Bond und Lynd sind ein wahrer Genuss. Nach zwei Stunden hat sich die Spannung dann aber erschöpft; die letzten 30 Minuten wirken aufgesetzt.
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ChristiansFoyer: http://christiansfoyer.de/
Kommentar löschen[...]Der Film kommt ohne CGI-Einlagen und Gimmik-Firlefanz aus. In einigen Momenten, wie zum Beispiel der Körperwelten-Szene und dem Poker-Duell, ist er klassisches Spionage-Suspense-Kino. Die Action-Einlagen sind aufwendig, aber ausgewogen, präzise und bodenständig. In seiner Gewaltdarstellung geht "Casino Royale" dabei weiter als sämtliche Vorgänger, ohne dabei in Selbstzweckhaftigkeit zu verfallen. Bezüglich der körperlich-martialischen Duelle lassen sich sicher Parallelen zur "Bourne"-Trilogie ziehen, doch der gewisse glamouröse Tick der Bond-Welt lässt das Ganze nicht zur visuellen Kopie werden. Auch bietet der Film mehr Ruhemomente und mehr Dialog. Hierbei offenbart sich, dass man sich nicht nur auf Craigs Physis verlassen kann. Besonders im Zusammenspiel mit der ebenbürtigen Eva Green stellt er Bonds innere Konflikte beinahe greifbar dar und verleiht dem Agenten Ihrer Majestät damit Tiefe und Identität. Sein Portrait ist roh, ungeschliffen und damit wird er nicht bloß zum Erfüllungsgehilfen einer austauschbaren Effekte-Orgie. Craig ist die pulsierende Seele des Films, die durch die brilliante Inszenierung wie eine Urgewalt tobt.[...]'Arm yourself because no one else here will save you' heißt es im Titelsong von Chris Cornell, 'You know my name'. Und dem bleiben Film und Hauptdarsteller treu, bewaffnen sich mit dem Bestmöglichen und retten so die Bond-Reihe vor dem Abrutschen in bedeutungsloses Effekt-Kino. Eine Rettung, die bei einem Einspielergebnis von über 594 Millionen mehr als gelungen ist.[...]
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Flibbo: wieistderfilm.de
Kommentar löschen[...] Dank durchweg mehrdimensionalen Hauptcharakteren, der handgemachten Action und dem besonders rauen Grundton ist „Casino Royale“ der eindrucksvollste Bond seit langem. Die Neuinterpretation des weltberühmten Agenten ist mehr als gelungen. Und spätestens als ganz zum Schluss der Satz kommt, der nicht fehlen darf, ist man überzeugt. – „Mein Name ist Bond, James Bond.“
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Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschenJames Bond ist wieder da und das Einspielergebnis gibt den Machern Recht. Weg von den übertriebenen High-Tech-Spielereien hin zu einem Bodenständigeren Bond war das Motto und es hat funktioniert. Daniel Craig als 007 ist sehenswert.
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Xander8112: at the movies
Kommentar löschenDas, ist er also, der (jetzt schon nicht mehr ganz so) neue Bond, der Nachfolger von “Stirb an einem anderen Tag”. Obwohl - Nachfolger? Viel hat dieser Film mit seinen Vorgängern nicht mehr gemein.
Schon die Eingangssequenz zeigt, wo die Reise hingeht: Schwarz-Weiß, düster, brutal und kompromisslos wird Bonds zweiter Mord gezeigt, der ihn in den Doppel-Null-Status befördert. Und so geht es weiter: Nach den Credits folgt eine atemberaubende Verfolgungsjagd über eine Baustelle, am Ende wird dann gleich eine halbe Botschaft in Schutt und Asche gelegt. Dann lässt es der Film für kurze Zeit etwas ruhiger angehen, man muss ja auch erfahren, worum es geht.
“Wie konnte dieser Bond sich nur so dumm anstellen. Ich gebe ihm Doppel-Null Status, und er feiert es indem er eine Botschaft zusammenschießt!”
Also es geht darum, wer von wem Geld bekommt. Das ist alles. Da will niemand die Weltherrschaft. Der Böse kämpft nicht gegen Bond, weil dieser ihm bei seinen…
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Khitos: Kälte Reich
Kommentar löschenIch war nie so richtig ein Bond-Fan. Das kommt vielleicht daher, dass ich dieses Franchise in From von Pierce Brosnan kennengelernt habe. Die Filme, die ich mit ihm gesehen habe, sind mir nicht lange in Erinnerung geblieben, so kann ich auch eigentlich nichts über diese sagen. Vor zwei Jahren ( ist es wirklich schon so lange her? ) habe ich dann Casino Royale gesehen. Brosnan hat den Raum verlassen, Craig hat ihn betreten. Und wie er ihn betreten hat! Die Welt schrie und rannte vor seinen blonden Haaren. Quark, ich übertreibe. Ich habe keinen Plan wie die Welt auf ihn reagierte, war mir auch egal. Ich kann mich nur erinnern, dass ich Casino Royale nicht wirklich mochte. Jetzt hab ich ihn nochmal geguckt und muss dasselbe bedauerlicherweise wieder durchmachen.
In Casino Royale muss Bond…Ich hab keine Ahnung was Bond muss und was nicht. Man merkt, dass ich wahrlich kein Bond-Fan bin. Ich kenn seine Vorgeschichte bzw. Hintergrundgeschichte nicht, deshalb kann ich nichts zum Franchise…
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Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten Bernd Haasis: Stuttgarter Nachrichten
Kommentar löschenDass "Casino Royale" im letzten Drittel einbricht, wird angesichts der Vorzüge des Films fast nebensächlich. Die Pokerszene im Casino, als ungute Vorahnung vorgespiegelt in Gunther von Hagens Körperwelten-Ausstellung, will einfach nicht enden, und die Auflösung muss im Dialog erzählt werden - denn in der Schluss-Sequenz, in der ein venezianischer Palazzo in den Fluten der Lagune versinkt, steckt eigentlich ein ganzer weiterer Film.
Dass der Abschluss der Bondwerdung trotzdem gelingt, liegt an einem einzigen Satz. Wenn Daniel Craig sich am Ende als "Bond, James Bond" vorstellt, wird eindrucksvoll klar: Das war ja erst der Anfang.
Der Film ist trotz expliziter Gewalt ab 12 Jahren freigegeben, mit einem Elternteil sogar ab 6 - aus unserer Sicht unverantwortlich.
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Perry Simm
Kommentar löschen"Casino Royale" ist die Summe einer Menge richtiger Entscheidungen und insgesamt wahrscheinlich der beste Bond-Film, den ich bis jetzt gesehen habe. Grundsolide Unterhaltung mit Stil, Schauwerten, einem markanten Hauptdarsteller und ohne große Ausrutscher. Und sowieso besser als die bizarr-groteske "Casino Royale"-Verfilmung von 1967.
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GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin GR0BI: Cinegate/Deadline-Magazin
Kommentar löschenEin neuer Bond und alles bleibt wie gehabt. Die Filme setzen keine Standards mehr wie zu ihren besten Zeiten, sondern hecheln den Trends hinterher. Sah man sich im "Matrix"-Zeitalter sogar genötigt Autos unsichtbar werden zu lassen, um auch noch den unsinnigsten Technik-Schnickschnack zu feiern, begnügt man sich im neuen Bond lediglich mit dem ausgiebigen Ablichten von Handy-Displays.
Alles soll diesmal eine Nummer härter, ehrlicher und authentischer sein, denn mittlerweile schwebt der große Schatten von Jason Bourne über dem Agenten-Film-Genre und selbst Ethan Hunt hat in seine dritte Mission spritziger erledigt, als Daniel Craig in seinem Debüt.
Dabei macht er einen ordentlichen Job! Er transportiert eine Menge Steve McQueen-Charisma, trotzdem degradiert ihn das Skript lediglich zu einem Schläger im Auftrag ihrer Majestät. Bond wirkt über zu weite Strecken wie ein mies gelaunter Hooligan, dessen neue Rüpelhaftigkeit im sattsam bekannten Postkarten-Ambiente…
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschenTrotz Überlänge verging die Zeit wie im Fluge, der Film hatte keine Längen, sondern konnte mich die ganze Zeit über gut unterhalten. James Bond ist nicht mehr genau der Bond, den wir bis Brosnan gekannt haben, aber ich gehöre zu denjenigen, die das gar nicht mal so schlimm finden. Ein wenig frischer Wind hat dem Charakter ganz gut getan. Auch wenn Clive Owen nach wie vor die bessere Bond-Besetzung gewesen wäre, hat der Herr Craig seinen Job wesentlich besser gemacht als es all die Kritiker prophezeit haben.
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Evie: www.inderzange.de
Kommentar löschenWirklich ein super Bondfilm, nach all den verkorksten Pierce Brosnan dingern...
Der Anfang des Filmes war echt genial, jedoch flacht er zum Ende hin immer mehr ab und es wurden auch zu viele Twists eingebaut. Dennoch gut zu sehen das Bond wieder oben auf ist und ich freu mich schon auf den nächsten!
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C. Friedrich: aka Filmclub (a.D.)
Kommentar löschenSicher ist die Story eher platt, aber was will man von einem 00-Film erwarten. Und es war eben an der Zeit, Bond neu zu erfinden, um die Reihe als Kassenschlager weiterzuführen. Der radikale Wechsel tut etwas weh, aber lieber ein Ende mit Schrecken... Und am besten geht es, indem man das Alte parodiert, so antwortet Craig beispielsweise auf die berühmte Martini Frage kess: 'Sehe ich so aus, als ob mich das interessiert!?' Nur eines ist unverständlich, wieso Q beerdigt wurde, obwohl der Übergang zu Cleese doch so gut geklappt hat?
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschenDas Töten von Menschen ist für [James Bond] kein Spaß, sondern Schwerstarbeit. Wenn er getroffen wird, tut es richtig weh. Mehr Glaubwürdigkeit verleiht auch der insgesamt modernere, reduzierte Look des Films, der sich um Glamour so wenig schert wie der neue Bond um seinen Martini.
Kritik im Original 72 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenAnalog zur Philosophie des umstrittenen Leichenfledderers, Nerven, Skelette, Muskeln freizulegen, um "innere Gesichtszüge" aufzudecken, wird hier ein Filmmythos von allen Gimmicks enthäutet, um den wahren Bond zu erkennen. [...] "Casino Royale" ist also weit mehr als eine Frischzellenkur. Es ist ein radikaler Neubeginn. Der beste Bond seit Jahren.
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Thomax: Saarbrücker Zeitung Thomax: Saarbrücker Zeitung
Kommentar löschenBin von dem neuen Bond begeistert.
Endlich muss der berühmte Agent auch mal so richtig körperlich schuften und schwitzen.
Die Action-Szenen sind Spitze, Craig überzeugt in allen Lagen.
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Patrick Wurster: www.indiskretion-ehrensache...
Kommentar löschenDie Welt war ihm, so scheint's, noch nicht genug: 42 Millionen Dollar Gage soll Vorzeige-Bond Pierce Brosnan gefordert haben - zuviel für die Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson. Entzogen ward ihm die Lizenz zum Töten. Und wer war da in Folge nicht alles für die Rolle des Doppelnull-Agenten im Gespräch: Hugh Jackman, Ewan McGregor, Colin Farrell, Eric Bana und Clive Owen. Doch der eine wollte nicht, der nächste durfte nicht und als sich abzeichnete, wer da in Brosnans Fußstapfen tritt, war die Aufregung ebenso hell wie dessen Haar. Nicht ohne Grund. "Dekonstruktion" ist das traurige Credo, unter dem "Casino Royale" in unsere Kinos kommt. Und mit ihm der Hauch des Todes.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenAls 08/15-Actionfilm vielleicht passabel. Als Bondfilm ein ärgerlicher Totalausfall. Verzweifelt versucht man die Figur zu einem Jack Bauer-Abklatsch zu machen und beraubt sie damit ihrer Identität. Was als "neue Härte" gefeiert wird macht Bond zu einer austauschbaren, zynischen Actionfigur die vielleicht in die Zeit passt, letztlich aber hochgrad vergessenswerte Abenteuer erlebt. Die Actionszenen erinnern fatal an TV-Dutzendware und werden zum Finale hin immer langweiliger. Eine Doppel-Null in jeder Hinsicht.
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Kommentare (193) — Film: James Bond - Casino Royale
Kommentar schreibenStarkiller84 2012/01/29 15:35:49
Kommentar löschenjames bond ist immer geil!
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filmfreak180 2012/01/24 16:05:22
Kommentar löschenDer Regisseur Martin Campbell hat einen perfekten Mix aus Action und Story geschaffen. Die Geschichte ist bis zum Schluss wie aus einem Guss, spannend, flüssig und tiefgründig inszeniert wurden. Aber auch die Kameraführung, die mir besonders bei der Verfolgungsjagd in Madagaskar, sowie in den Pokerszenen sehr positiv aufgefallen ist, macht den Film noch realistischer und spannender.
Der Musik-Komponist David Arnold untermalt den Film mit schönen Orchester und elektronischen Elementen.
Daniel Craig als James Bond ist hart, ernst, sportlich und lässig-zynisch. Man nimmt ihn die Rolle als den „harten Hund“ voll und ganz ab. Er ist ein Mann dem es nichts ausmacht zu töten. Er kennt keine Gefühle und Emotionen. Genau so sollte ein Agent des 21. Jahrhunderts aussehen. Wenn er in eine Schlägerei gerät, dann blutet er und kommt nicht ungeschadet davon. Gegen Ende des Films gerät Bond sogar in eine unausweichliche Lage, was bei den Vorgängern, die in einem Kampf keinen einzigen Tropfen Martin verschüttet haben, nie der Fall war. Genau diese veränderten Eigenschaften machen den Geheimagenten nun viel glaubwürdiger.
Die Macher haben sich auch dazu entschlossen viele weltbekannten Sprüche Bonds wegzulassen oder zu veralbern. So bestellt er z.B. im Film nun nicht mehr seinen heißgeliebten, geschüttelten Wodka Martini. Als Bond jedoch im Film ein einziges Mal einen Wodka Martini bestellt, kommt die unvermeidliche Frage des Barkeepers: „Geschüttelt oder gerührt“, die Bond mit einem unfreundlichen „Sehe ich so aus als ob mich das interessiert“ beantwortet. Viele Traditionen werden also bei „Casino Royale“ auf den Arm genommen, was ich persönlich jedoch als sehr amüsant empfunden habe.
Das Bongirl Eva Green spielt die schöne Finanzbeamtin Vesper Lynd. Die Wortgefechte zwischen Bond und Lynd sind ein wahrer Genuss, die vor Ironie sprühen. Vesper ist zunächst eine undurchschaubare Persönlichkeit, deren ungewohntes und abweisendes Verhalten umso anziehender auf Bond wirkt. Hier haben die Dialogschreiber sehr gute Arbeit geleistet!
Allerdings muss man sich von vielen Figuren aus den früheren Filmen trennen, wie z.B. „Q“ oder „Monneypenny“, was meiner Meinung nach aber nicht weiter störend ist.
Fazit:
Casino Royale ist ein sehr gelungener Neuanfang der Reihe und meiner Meinung nach der beste Bond aller Zeiten. Der Film glänzt vor allem mit den gut gecasteten Schauspielern (allen voran Daniel Craig) und der grandiose Story. Martin Campbell hat es geschafft den perfekten Mix aus Story und Action zu finden. David Arnold hat den Film mit seiner Musik gut untermalt.
Ich verleihe deshalb 11 von 10 Punkten und kann jedem nur raten, den Film in seine Filmesammlung aufzunehmen.
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Checker0815 2012/01/22 10:50:55
Kommentar löschenWarum um alles in der Welt muss man diesen guten Actionfilm "Bond" nennen?
Kann man einen guten Film deswegen schlecht bewerten, weil nicht drin ist, was draufsteht?
Daniel Craig ist kein Bond- Typ, der ist doch viel eher einer für Filme wie die "Bourne" - Reihe, die einzigen Filme, die überhaupt keinen Humor haben und trotzdem gut sind.
Aber Bond? Wiso? Bond ist witzig, technisch überlegen, manchmal seinen Emotionen unterlegen und er nimmt alles etwas leichter - ganz im Gegensatz zu Craig, der sich - eben wie ein Bourne - verbissen durch den Film kämpft...
Fazit: guter Film, falsch benannt.
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Snake Charmer 2012/02/03 08:37:53
Antwort löschenKommt ganz darauf an was man unter "Bond" versteht - der Film lehnt sich nämlich meines Wissens viel stärker an die literarische Vorlage (Bond als zynischer Eisklotz und nicht als sprücheklopfender Charmeur) an und kommt somit dem "Original-Bond" viel näher als die bisherigen Verfilmungen.
rranzen 2012/01/10 16:32:33
Kommentar löschenDer bisher beste Bond mit Daniel Craig!
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keinohrhase20 2012/01/07 14:14:25
Kommentar löschenFür mich als Bond Fan ist Casino Royale das was für Star Wars jener Satz in das Imperium kehrt zurück war. Statt wie damals mit einem Luke ich bin… fängt bei Casino Royale die Offenbarung bei der ersten(in schwarzweiß gedrehten) Einstellung an, streift, schwelgt und lässt es dannach ordentlich Krachen: von Madagaskar über Montenegro bis nach Venedig. Dank fähiger Regie wird an den richtigen Stellen der Wind aus den Segeln genommen.
Einige nennen das Langatmig, andere nennen es kurz Luftschnappen ich nenne es perfekt getimte Dramaturgie mit spitzbübisch, zynischem Humor(Vesper”I M the Money” Bond:”Every Penny of it”) sowie rührend/Tiefgehenden Momenten( Auf Deutsch. Vesper:“Du steckst wieder in deinem Panzer. “Bond “Ich habe keinen Panzer mehr du hast in mir aus gezogen. Alles was ich bin, wirklich alles was ich bin gehört dir.”)
Die Action ist zugegebener massen wohl dosiert qualitativ aber etwas vom besten, erstklassige Stunts(free Runnig zu beginn)und ein körperlich ungemein stark auftrumpfender Daniel Craig sei Dank. In Kombination mit dem ungemeinen Charme von Eva Green (einem der besten Bond Girl überhaupt) bewährt sich Craig nicht nur als erstklassiger (wen nicht sogar als(vorsicht gewagt:) als bester )Bond sondern räumt alle Vorwürfe er sei bloss ne Doppel Null vom Tisch. Mikkelsen als le Chiffre ist Grossartig, auch Dench ist erneut wunderbar und mit Jesper Christensen hat man zudem einen weiterführenden Joker im Ärmel.
Im grossen und ganzen gibt an Bond 21 wenig zu schütteln. Dank einer bis zu letzt funktionierenden Geschichte welche einerseits ähnlich wie Bonds Neu Anzüge(by Tom Ford der später, a Single man verfilmte) perfekt sitzt und mit Unterstützung von l.a Crash Regisseur Paul Haggis auch Dialog technisch bestens funktioniert ist nicht nur Plot technisch alles im Lot sondern man taucht auch das erste mal tiefer in den Charakter des Bond ein welcher hier erstmal auch der Mensch sein darf der Fehler macht und der sich erst noch seinen Platz in der Welt suchen muss.
Ersteres leistet sich der Film selbst kaum, letzteres findet er in Bezug auf den Bond Kosmos jedenfalls in der Top 5 der besten Bondfilme aller Zeiten. Der Mix aus klassisch und modern, hart und verletzlich und nicht zuletzt elegant und kaltblütig machen den Film einerseits zum Ereignis, halten andererseits den Mythos lebendig und macht nicht zu letzt Lust auf (den wie wir mittlerweile wissen etwas enttäuschenden Nachfolger)Quantum of Solace. Bleibt nur noch zu sagen:”You know my name …is Bond ,James Bond.”
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Tolar 2012/01/03 22:33:10
Kommentar löschenDie neuen Bonds sind gut Action-Filme, keine Frage, aber es sind keine Bonds. Campbell hat einfach das Subgenre Bond verlassen. Das Ergebnis ist zwar sehenswert, aber sollte nicht mit '007' betitelt werden. Naja... :-)
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Tetsumi 2011/12/30 01:05:49
Kommentar löschenAuch wenn Daniel Craig ein toller Schauspieler ist für die Rolle als James Bond kommt er meiner Ansicht nach nicht in Frage. Das was die vorherigen James Bond ausgemacht hat, war der Charme von 007, seine Autos und die Frauen, seine technischen Spielereien und damit die verbunden witzigen Dialoge zwischen Q und Bond. Leider schafft es Craig nicht den alten Glanz von den vorherigen James Bond filme rüber zu bringen.
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Eigenbrötler 2012/01/03 16:36:09
Antwort löschenLies die Romane. Daniel Craig verkörpert James Bond vom Wesen her wesentlich besser als Pierce Brosnan, George Lazenby und Roger Moore. Vor allem Pierce Brosnan war eine Schande. Auch wenn es hart klingt, und obwohl Sean Connery unbestreibar der beste Bond ist, war auch Timothy Dalton näher an der Romanfigur als jeder andere Darsteller.
Snakeeater 2011/12/25 13:51:35
Kommentar löschenEigenlich bin ich kein großer Bond Fan. Hab zwar die meisten gesehen aber ich war nie wirklich ein Freund davon. Doch Casion Royale hat mich richtig gefesselt! Daniel Craig als Bond ist super!
Die Mimik und Gestig von ihm sind einfach super! Die Action ist rasand! Die Spannung bring einen fast um! Casino Royale ist einer der wenigen Filme die ich mir immer anschauen kann!!!
Daher 10.0 Punkte für einen Film der von den Schauspielern, Story bis hin zur Musik einfach nur stimmig ist!!!!
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Weltenkind 2011/12/26 00:10:23
Antwort löschenGestig, aha.
Snakeeater 2011/12/26 14:48:53
Antwort löschenIch meinte Gestik, entschuldigung. ;)
thomf 2011/12/11 18:15:45
Kommentar löschenDas Charisma des Craig-Bonds verhält sich indirekt zur Muskelmasse von Craig, geht also gegen Null.
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JohnnyKee 2011/12/03 15:07:19
Kommentar löschen„Eine weitere Silbe und ich lasse sie umbringen!“
Härter, kompromissloser, gewalttätiger, schockierender und blond! Brutale Schlägereien im Treppenhaus, rasante Verfolgungsjagden bei dem einen der Atem stockt, eine unheimliche Intensität während der Poker-Sequenzen sind das was Casino Royale ausmachen. Denn hier ist nichts wie es scheint. Daniel Craig beweist was er drauf hat und lässt sämtliche Nörgler verstummen, Green ist einfach nur unwiederstehlich, Mikkelsen einer der genialsten Widersacher überhaupt, Giannini der Sympathiebolzen schlechthin und Dench eine Göttin. Blond ist das neue Braun! Hier geht es ernster und realistischer zu als bei allen anderen Bonds, die Action- und Spannungsschraube wir bis zum Anschlag gedreht, keine Zeit zum Luftholen, schnelles und atemberaubendes Geschehen zu jedem Moment. Die Grausamkeit spiegelt sich unverblümt wieder, eine Grausamkeit die einem den Angstschweiß gefrieren lässt, jeder Atemzug fällt schwerer. Der auflockernde Humor ist fast gänzlich verschwunden, einen rettenden Anker vor der Gewalt sucht man vergebens. Denn das hier fühlt sich so real und echt an dass man nach nur kurzer Zeit nicht mehr unterscheiden kann ob das ein Film oder die Realität ist, was sich da abspielt. Denn hier zeigt man auch die tragische Seite eines Mannes für den es fast unmöglich scheint, ein beschauliches und ruhiges Leben, mit einer eigens gegründeten Familie, zu führen. Bond ist hier ein Mensch der Schicksalsschläge und Leid am eigenen Leib erdulden muss. Letztendlich deswegen zu dem wird was er ist. Man fühlt mit ihm, man versteht ihn. Ein Drink der‘s in sich hat und den man erstmal sacken lassen muss. Aber genüsslich wie kaum ein anderer. Bond ist im Heute angekommen und ich begrüße es nur zu sehr. Ob man nun entsetzt ist oder vollkommen begeistert, man kann es nicht leugnen. Dieser Bond hier rules! You know his Name!
„Ich bin das Geld.“
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Sigrun 2011/11/22 15:10:30
Kommentar löschenBond #21 - Casino Royale
Seit der Film vor fünf Jahren am 23/24.11. in den bundesdeutschen Kinos startete, gehört er für mich einfach in die letzte Novemberwoche. Aus diesem Grund wird innerhalb meiner persönlichen 007-Retrospektive die Besprechung des 21. Bondfilms namens JAMES BOND 007 - CASINO ROYALE hiermit einfach vorgezogen, nachdem ich ihn ja ohnehin am Sonntag mal wieder gesehen habe.
Die gleichnamige Vorlage von Ian Fleming war der erste Roman, den dieser im Alter von 44 Jahren in seinem Haus "Goldeneye" auf Jamaika schrieb. Zwischen der Veröffentlichung des Buches im Jahr 1953 und dessen Verfilmung innerhalb der offiziellen Reihe liegen also sage und schreibe gut 53 Jahre.
In der Logik der Bondverfilmungen ergibt sich mit dieser Adaption ein wirkliches Verständnisproblem, denn wie üblich wird Bond ganz im Stil der Entstehungszeit gezeigt, was für 2006 bedeutet, dass der Kalte Krieg längst vorüber ist (M bedauert dies in einer Szene wortreich und witzig), gleichzeitig ist es der erste Film der Reihe, in welchem begründet wird, warum Bond so geworden ist, wie wir ihn all die Jahre im Kino erleben konnten. Schwer zu akzeptieren, aber in sich schlüssig und konsequent.
Über den im Film erstmals gezeigten neuen Bond - Daniel Craig - werde ich mich an dieser Stelle nur insofern auslassen, als ich ein älteres MP-Posting von mir selbst zitiere: "Ich mochte Connery, weil er cool war, Moore weil er britisch und selbstironisch war, Lazenby, weil er in meinem anderen Lieblingsbond ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE sehr gut spielte, Dalton, weil er die Rolle in schwierigen Zeiten verkörperte, Brosnan, weil seine Frisur immer sitzt und Craig für alles zusammen." Ja, richtig gelesen, Craig ist mein Lieblingsbond. Und ich mag Eva Green hier sehr, vielleicht weil die beiden so perfekte Heimkinder sind. Das klingt vielleicht sentimental, ist aber in einer Klassengesellschaft wie der britischen ein unglaublich dicker fiktionaler Pluspunkt, da sowohl Vesper als auch James somit nicht sozial (und auch in sonst keiner Hinsicht) verortbar sind, was die beiden unberechenbar macht.
Schließen möchte ich mit drei Punkten:
1. POKER: Im Film wird gepokert, wohingegen in der Buchvorlage Baccara gespielt wird.
2. TOP 3: Da wir ja hier sozusagen am vorgezogenen Ende meiner Bond-Rezensionen-Reihe sind, kann ich ja mal meine drei Favoriten nennen: Platz 3 - DR. NO (9 Punkte), Platz 2 - CASINO ROYALE (9,5 Punkte), Platz 1 - ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE (Ten points).
3. DRINKS: 'A dry Martini,' Bond said. 'In a deep champagne goblet. Three measures of Gordon's, one of Vodka, half a measure of Kina Lillet. Shake it very well until it's ice cold, then add a thin slice of lemon peel. Got it?' 'Certainly, monsieur.'
[Zitat vom Rückcover der UK-Taschenbuchausgabe von Penguin Books]
Anmerkung von mir: Als "Kina Lilllet" wird die Spirituose seit der schon länger zurückliegenden Einführung der Marken "Lillet Rouge" und "Lillet Blanc" nicht mehr verkauft. Der bitterschmeckende Aperitif "Lillet Blanc" ist aber gut erhältlich und es spricht für die französischen Produzenten - die Brüder Paul und Raymond Lillet aus Podensac in der Gironde -, dass sie den Bond-Hype einfach ignoriert haben.
James Bond will be back in THUNDERBALL.
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Hendrik 2011/11/22 18:49:45
Antwort löschenDann antworte ich mal mit 4 Punkten: 1. Daumen hoch für den klasse Kommentar, die Wertung und die Craig-Lobpreisung! 2. DR NO sieht man auch nicht alle Tage in einer persönlichen Bond-Top-3. 3. Juhu, ich bin nicht der Einzige der den Tick hat, das zu bestimmten Zeitpunkten im Jahr bestimmte Filme geschaut werden müssen. ;-) 4. Ich habe anscheinend eine andere Ausgabe von CR (aus der neuesten Auflage mit den stylishen Damen-Silhouetten auf den Buchrücken).
Sigrun 2011/11/22 19:45:04
Antwort löschenVielen Dank! 1.-3. Jaa in allen Punkten :) und zu 4. Die Ausgabe ist von 2006 und nicht ganz so stylish :)
Sigrun 2011/11/23 21:06:49
Antwort löschenHattest du eigentlich deine eigene Topliste mal veröffentlicht? Bin ja noch nicht so ewig hier und es könnte sein, dass mir das entgangen ist. Falls du es noch nicht getan hast, werde ich natürlich geduldig warten :D
Hendrik 2011/11/23 23:39:23
Antwort löschenEine Top3 nur in den Antworten zu meinem eigenen CR-Kommentar, hatte nur so ein bißchen im Hinterkopf nächstes Jahr zum 50sten gleich ein paar Ranglisten in einem Post zu veröffentlichen (Filme, Fleming-Romane und vielleicht Scores). Hier schon mal meine
Filmrangliste:
01 THE SPY WHO LOVED ME
02 CASINO ROYALE
03 ON HER MAJESTY'S SECRET SERVICE
04 THE LIVING DAYLIGHTS
05 YOU ONLY LIVE TWICE
DIAMONDS ARE FOREVER
FOR YOUR EYES ONLY
LIVE AND LET DIE
09 FROM RUSSIA WITH LOVE
10 TOMORROW NEVER DIES
11 MOONRAKER
GOLDFINGER
LICENCE TO KILL
GOLDENEYE
15 DR NO
16 A VIEW TO A KILL
16a (NEVER SAY NEVER AGAIN)
17 DIE ANOTHER DAY
QUANTUM OF SOLACE
19 OCTOPUSSY
THUNDERBALL
THE MAN WITH THE GOLDEN GUN
22 THE WORLD IS NOT ENOUGH
Aber das ist relativ, sogar die vermeintlich Schwächeren schaue ich mir immer mal wieder gerne an. Ein User in einem großen Fan-Forum hat es mal sehr treffend formuliert: Die Bond-Filme sind wie eine Lieblingsspeise die es in bisher 22 Geschmacksrichtungen gibt - man mag sie zwar alle, aber manche natürlich mehr als andere!
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Sigrun 2011/11/24 07:12:00
Antwort löschenWahre Worte und eine fabelhafte Liste! Vielen Dank :o)
Sigrun 2011/11/24 07:14:23
Antwort löschenP.S. 16a ist übrigens goldig! Überleg auch schon lange, wie ich dieses Phänomen unterbringe.
Mr. K R I T I K 2011/11/12 16:18:45
Kommentar löschenAlle Schauspieler die diesen Agenten verkörperten waren auf ihre Weise am geeignetsten für die Rolle, jeder der Protagonisten hatte seinen eigenen Charakter. Siehe Connery, der etwas härtere Herzensbrecher, ein echter Mann. Lazenby, eine Mischung aus Connery und Moore. Moore, der wohl unterhaltsamste Bond von allen, nicht umsonst haben er und Connery am meisten Bond-Filme abgeliefert. Dann Dalton, meines Erachtens der charmanteste von allen. Ja und Brosnan mag zwar am besten gepasst haben von allen, doch man hat wirklich die beste Entscheidung getroffen, als man damals beschlossen hatte mit Craig einen Neuanfang zu starten. Denn wenn wir ehrlich sind wurden die Bondfilme immer unglaubwürdiger, kitschiger und immer vollgepackter mit neuen Hightech-Special-Effects, sodass man bald nicht mehr wusste "Bin ich da in einem Bond-Film oder in StarWars!". Ich bin ein total kranker Bond-Fanatiker und bin echt stolz auf die Entscheidung endlich wieder handgemachte Action in die Bond-Filme zu integrieren und alles realistischer zu gestalten, sprich; ein Bond der auch mal blutet wenn er auf die Hucke bekommt (bestes Beispiel dafür ist eben nun Casino Royale) und um so etwas zu realisieren kann man eben keinen smarten und gelackten Pierce hernehmen; man stelle sich vor Brosnan mit Platzwunde auf der Stirn und blutüberströmte Visage alla Stirb Langsam, sowas passt einfach gar nicht, da muss man eben einen etwas härteren Bond kreieren, eben einen Kerl wie Craig ihn verkörpert (nichts gegen Brosnan, für seine Filme passte er perfekt). Was mir fehlt, sind eben lediglich die Gadgets und die altbewährten Figuren.
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Philisiphie 2011/11/11 12:09:28
Kommentar löschenWas soll denn nur dieses sinnlose Töten?!
Mads Mikkelsen ist genial! Daniel Craig einfach nur langweilig und fehlbesetzt!
Die Geschichte ist ok aber verbesserungswürdig.
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mikadoapache 2011/10/29 23:42:44
Kommentar löschenpassabler action streifen - für die james bond reihe aber einfach nur lächerlich
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Falkenmond 2011/10/27 17:22:51
Kommentar löschenCasino Royal ist ein guter Actionfilm.
Aber ein James Bond Film? - Nein, das ist er nicht.
Daniel Craig ist ein guter Schauspieler und auch ein guter Action Held aber ein James Bond ist er nicht.
Auch ist der Plot nicht wirklcih 100% nachvollziehbar, hätte man den Bösewicht doch auch direkter und effizienter ausschalten können. Stattdessen wird ein Poker Tunier um 3 stellige Millionenbeträge gespielt?!
Der 007 Charme bleibt von anfang an auf der Strecke, schon beginnend mit dem leicht albernen rumgehüpfe auf der Baustelle.
Wie gesagt... ein guter Actionfilm, mehr nicht. Einmal anschauen und vergessen paßt da auch.
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M4x1k1ng 2011/10/25 22:14:51
Kommentar löschenDaniel Craig erziehlt, mit seinem eigenen Stil, einen Royale Flush.
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FilmeGuckerAusBerlin 2011/09/28 21:14:47
Kommentar löschenSehr spannend und unterhaltsam. Abgesehen davon, dass Daniel Craig manchmal etwas zu ernst guckt, spielt er die Rolle ganz gut und Mads Mikkelsen ist als "Bösewicht" einfach großartig.
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halifa167 2011/09/10 20:10:49
Kommentar löschenDer allerbeste Bond-Film bis jetzt! Daniel Craig ist genial!
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DerDude_ 2011/09/05 17:14:39
Kommentar löschen"Casino Royale" überzeugt als Actionfilm größenteils : Die Action ist überschaubar und kurzweilig , stellenweise aber etwas zu schnell geschnitten. Dazu bleibt der Film von Anfang bis Ende spannend.
Was "Casino Royale" jedoch das Genick bricht und ihn Unsympathisch macht , ist das der Schriftzug "James Bond" nur als Werbung missbraucht wird :
Zum einen geben sich sich die Macher größte Mühe den Mythos James Bond zu zerstören. Und zwar durch fehlende Lässigkeit , Charme , Stil und Coolness und extrem coole Sprüche durch extrem erbärmliche Sprüche ("Geschüttelt oder Gerührt ? " "Seh ich so aus als ob mich das interresiert ?" AUA , tat das weh") ersetzen.
Zum anderen interresiert die Macher ihr Product Placement mehr , als die Chronik der Bond Filme. So ist die Handlung in der Gegenwart und nicht in den 60ern angesiedelt , obwohl es sich um die Anfänge James Bonds handelt. Zudem handelt es sich bei Bonds Chef M um Judi Dench , welche schon in den letzten Brosnan Filmen in der Rolle zu sehen war.
Ein weiteres Problem stellt Hauptdarsteller Daniel Craig dar. Zwar handelt es sich bei ihm nicht um einen schlechten Schauspieler , aber er passt mit seiner festgefrohrenem Mimik und seiner Art gar nicht zu Bond sondern eher zu Jason Bourne. Mads Mikkelsen ist als Schurke lahm und blass. Eva Greens Rolle und ihre Love Story zu Bond macht in ihrem Kitschfaktor fast Titanic Konkurenz.
Fazit: Solider Actionfilm ,aber enttäuschender Bond. Schade :(
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Puni 2011/09/06 04:46:05
Antwort löschenIst nunmal eine moderne Form, und gerade die Momente wie deine beiden Zitate, in der es weg vom lässigen Superman geht, fand ich sehr erfrischend.. Bei M gebe ich dir zwar Recht, da wäre eine Auswechslung konsequent gewesen um zu zeigen, dass es sich wirklich um einen Neustart handelt, aber sonst? Wieso nicht mal neue Wege gehen als den nächsten Gadget Overkill a la Die another Day, was mittlerweile einfach völlig überzogen und unzeitgemäß wirkt.
Jack55555 2011/08/07 17:43:48
Kommentar löschenMeiner Meinung nach ist das ein totaler Drecksfilm.
Ja, man kann ihn sich ansehen, aber mögen tut man diesen Film nicht.
Zumindest ich mag ihn nicht.
Der Grund dafür ist Daniel Craig.
Nicht, das seine schauspielerischen Leistungen nicht ausreichend gut wären, es ist nur, dass er einfach kein James Bond ist.
Für mich bleiben Roger Moore, Sean Connery und Pierce Brosnan die einzig wahren 007 Agenten!
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