Jane's Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall

Jane's Journey (2010), DE Laufzeit 107 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 02.09.2010

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7.0
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von Lorenz Knauer, mit Jane Goodall und Pierce Brosnan

Was Dian Fossey für Gorillas war (immer wieder sehenswert: Sigourney Weaver als die Verhaltensforscherin in Gorillas im Nebel – Die Leidenschaft der Dian Fossey), ist Dame Valerie Jane Goodall für Schimpansen: In Jane’s Journey – Die Lebensreise der Jane Goodall wird ein Leben gewürdigt, das sich mit aller gegebenen Kraft der Erforschung und dem Schutz der Schimpansen widmete. Nachdem sie bereits 1976 das „Jane Goodall Institute for Wildlife Research, Education and Conservation“ gegründet hatte, ist sie nunmehr unermüdlich auf der ganzen Welt unterwegs, um sich für den Erhalt der Umwelt stark zu machen. Zwei Jahre lang hat Regisseur Lorenz Knauer Jane Goodall begleitet, um ein vielschichtiges Portrait zu schaffen, das sich einer schillernden Persönlichkeit nähert. Zu Wort kommen in Jane’s Journey – Die Lebensreise der Jane Goodall auch berühmte Umweltaktivisten wie Angelina Jolie und Pierce Brosnan. (EM)

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Kritiken (9) — Film: Jane's Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall

Christian von mehrfilm.de: Mehrfilm.de

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7.0Sehenswert

Ihr Leben – eine Reise, eine Lebensreise. Doch nicht der Weg ist ihr Ziel. Auch das Ziel selbst hat nur eine geringe Bedeutung. Die Verbreitung einer Botschaft ist Weg, Ansporn und Ziel zugleich. Ihre Botschaft heißt Hoffnung. Und wer ein Porträt über die Tierschützerin und Aktivistin Jane Goodall machen wollte, sollte nicht die Schönheit des Naturschutzgebietes in Tansania einfangen, in dem sie selbst ihr halbes Leben verbracht hat, der Filmemacher sollte diese eine Botschaft vermitteln, mit der die mehrfach ausgezeichnete Aktivistin 300 Tage im Jahr um die Welt reist: Hoffnung. Hoffnung auf Erhalt und Hoffnung auf Verbesserung.

Doch wie setzt man filmisch den Transport der Botschaft Hoffnung um? Abseits von pathetischen Pamphleten und industriell-finanzierten Werbefilmen a la „Home“ (Yann Arthus-Betrand, 2008) oder „Die 4. Revolution“ (Carl-A. Fechner, 2009)? Keinem Filmemacher hatte Jane Godall trotz zahlreicher Filmprojekte über ihre Arbeit in den letzten 50 Jahren ihr Vertrauen…

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.0Ausgezeichnet

Warum es so wichtig sei, sich ehrenamtlich zu engagieren, fragt einmal ein jugendlicher Reporter die große Dame. Jane Goodall überzeugt ihn mit dem Hinweis, dass man, wenn man anderen helfe, indirekt auch für sich selbst etwas tue, und dass es ein wunderbares Gefühl ist, etwas Sinnvolles, Gutes zu tun. Es sind solche Momente in Lorenz Knauers einfühlsamem, bewegenden Porträtfilm, die einem bei aller Resignation über die selbstherrliche, uneinsichtige, profitgierige Natur des Menschen doch noch etwas Hoffnung auf eine Rettung unserer Erde geben. (....) Es ist bewundernswert, mit welcher Energie, Liebe und Hingabe die Pionierin ein Projekt nach dem anderen ins Leben ruft. Eines, das besonders beeindruckt, heißt »Roots & Shoots«: In 120 Ländern lernen Kinder und Jugendliche, eigene Projekte zu entwickeln - für Menschen, Tiere und Umwelt. Diese Kinder sind ebenso bildungsfern wie die schwer integrierbaren, jungen moslemischen Gewalttäter, die seit Kirsten Heisigs Bestseller im Fokus der öffentlichen Diskussion stehen. Unweigerlich wünscht man sich, es möge eine weitere »Roots & Shoots«-Dependance in Berlin-Neukölln eröffnen. Was wäre das für eine vielversprechende Sache!

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Cord Riechelmann: taz Cord Riechelmann: taz

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8.0Ausgezeichnet

Mit dem Film "Jane's Journey. Die Lebensreise der Jane Goodall" ist es dem Regisseur Lorenz Knauer gelungen, ein Leben in Bildern zu spiegeln, das schon lange über sich hinausgegangen ist. Ein Leben, mit der Betonung auf dem unbestimmten Artikel, das zwar von einer Person namens Jane Goodall gelebt wird, das aber in seinen Bewegungen und Intensitäten nur noch wenig mit der Schimpansenforscherin zu tun hat, die wahrscheinlich neben Einstein die berühmteste Wissenschaftlerin des 20. Jahrhunderts ist.

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Thomas Klingenmaier: Stuttgarter Zeitung Thomas Klingenmaier: Stuttgarter Zeitung

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6.5Ganz gut

Lorenz Knauers Dokumentarfilm "Jane"s Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall" führt uns noch einmal Bilder aus jenen Jahren vor, lässt auch ein wenig hinter die Arbeit blicken und zumindest ahnen, dass diese Lebensform private Opfer gefordert hat. Doch wir sehen auch, was danach kam und bis heute anhält [....]
Für Goodalls Charisma ist die Kamera kein Hindernis, wir erleben die UN-Friedensbotschafterin und Spendeneintreiberin einer eigenen Stiftung nie anders als berückend. Allerdings hat sich Knauer auch sichtlich entschlossen, einen bruchlosen Werbefilm für die gute Sache zu drehen: Wir sehen ein Leben im besten Licht.

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Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Knauers intimes Portrait der unprätentiösen Umweltaktivistin erschöpft sich nicht nur in wunderbaren Tieraufnahmen, um die wichtigste Stationen in ihrem abenteuerlichen Leben nachzuerzählen. Durch ein dichtes Netz von Rückblenden, dramaturgisch eingängig aufeinander aufgebaut, nähert sich der Münchner Regisseur auch der privaten Person, zeigt am Ende seines sehenswerten Films wie sich ihr gespanntes Verhältnis zu ihrem heute 43jährigen Sohn positiv verändert hat.

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Reinhard Lüke: Film-Dienst.de Reinhard Lüke: Film-Dienst.de

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5.5Geht so

Die Sequenzen, die etwa das erste Drittel des Films ausmachen, nehmen sich durchweg interessant aus, zumal die aktuellen Aufnahmen durch zahlreiche bewegte Archivbilder aus jenen Jahren ergänzt werden. [...] So bewundernswert das Engagement und die scheinbar nie versiegende Energie der „Kämpferin für das Gute“ auch sein mögen, stellt sich beim Betrachter dieses Porträts irgendwann ein gewisser Ermüdungseffekt ein. [...]
Ansonsten ist dieses durchweg wohlmeinende Porträt einer interessanten Figur ein allenfalls mäßig spannender Film. Woran weder die vielen Slomo-Sequenzen noch der auf Weltmusik getrimmte Soundtrack und der Titelsong von Katie Melua etwas ändern können.

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Daniela Sannwald: der Tagesspiegel Daniela Sannwald: der Tagesspiegel

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7.0Sehenswert

„Jane’s Journey“ ist ein klassischer biografischer Film, der seine Protagonistin auf einen Sockel stellt und nicht mehr herunterlässt. Als engagierte Öko-Aktivistin und UN-Friedensbotschafterin hat Goodall sich große Verdienste erworben, wie viele ihrer Mitstreiter in Interviews bezeugen. Dass ihr Sohn eine Zeit lang die Aktivitäten seiner Mutter durch seine Hummerfischerei im großen Stil vor der Küste Tansanias konterkarierte, hätte Anlass zum kritischen Nachfragen geben können, aber das lag den Dokumentaristen fern.

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P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter P. Bühler: Berliner Zeitung, fluter

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8.5Ausgezeichnet

Der deutsche Regisseur Lorenz Knauer macht Jane Goodalls Charme sich, in seiner alles in allem gelungenen Dokumentation eines gelungenen Lebens, kräftig zunutze.
Was die Umweltaktivistin Goodall antreibt, so scheint es zumindest, ist weniger missionarischer Eifer als britischer Sportsgeist. Sie kann etwas tun, also tut sie es. Man stelle sich eine Dame vor, die jede Konferenz oder Ehrung für ihr Lebenswerk mit einem lauten Affenschrei einläutet, und dabei ganz Dame bleibt. Die brav eingespielten Interviews mit prominenten Bewunderern wie Angelina Jolie oder Pierce Brosnan ("Sie ist ein Star!") hätte es gar nicht gebraucht. Mit warmem Humor und humanistischer Grundüberzeugung rettet sie auch über die zweite Hälfte des - mit herrlichen Naturaufnahmen reich gesegneten - Films, die vor allem aus Werbung für ihre zahllosen humanitären Projekte besteht.

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Filmering: Filmering.at

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5.0Geht so

Teilweise geht die Rechnung des Films auf, aber nur in dem Sinne, dass die Ausstrahlung von Jane Goodall zumindest dafür sorgt, dass der Film akzeptabel bleibt. Aber nach der Afrika Episode verkommt Jane's Journey leider zum bloßen Abspulen einiger Stationen und es ist keinerlei Vision der Filmemacher mehr zu erkennen. Hier wird es auch zum Problem, dass man über solch grundgute Menschen auch keinerlei schlechte Dinge erzählen darf, oder vielleicht auch nicht kann. Das Problem dabei ist nur, dass solche „gute Menschen Filme“ bald schon recht langweilig werden, gibt es nicht zumindest einige mitreissende Dinge zu erzählen. Und abgesehen von Jane's Vergangenheit in Afrika ist leider kaum etwas dabei, das wirklich begeistert.

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Kommentar — Film: Jane's Journey - Die Lebensreise der Jane Goodall


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Rümmler

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ich finde es sehr schade, daß dieser Film(und andere durchaus wertvolle Filme) nur in wenigen Kinos gezeigt wird. Oder man muß kilometerweit fahren um diesen Film zu sehen.

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