Jason und der Kampf um das Goldene Vlies - Kritik

US 2000 Laufzeit 180 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Fantasyfilm

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Kommentare (2) — Film: Jason und der Kampf um das Goldene Vlies


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Rukus

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Bewertung3.5Schwach

Mit Iason und der Suche nach dem Goldenen Vlies ist es, wie mit vielen alten Sagen, es gibt mehr als eine Version. Dieser Film hier jedoch streubt sich sehr, sich mit einigen nicht ganz unwichtigen Details akurat umzugehen. Die Argonauten waren keine Ansammlung komischer Vögel, es waren große Helden, die Iason um sich geschart hat. Castor und Pollux (wieso auch immer hier die lateinischen Namen verwendet werden) waren keine tumben Steinmetze. Pollux, auch bekannt als Polydeukes, war ein Sohn des Zeus, ebenso Herkules, der nicht Sohn der Hera war und ihr erst recht nicht als Erfüllungsgehilfe zur Seite stand. Heras liebstes Hobby war es, zu versuchen, Herkules zu töten. Die Serie mit Kevin Sorbo ist in puncto "akurater Umgang mit der griechischen Mythologie" Meilen voraus. Das stört nicht unbedingt jeden, aber mir verhagelt das den Spaß an diesem Streifen gewaltig. Jemand, der sich wirklich gut mit den alten Griechen auskennt, dürfte noch viele mehr Ungereimtheiten bemerken. Zum Beispiel die Kleinigkeit, dass Odysseus Vater in diesem Film vorzeitig ablebt ... Pech für Kirk Douglas!

Die Suche nach dem Goldenen Vlies ist eine der größten Sagen der griechischen Mythologie. Insofern ist es durchaus gerechtfertigt, dass man hier nicht nach 90 Minuten durch ist. Man könnte noch deutlich ausführlicher werden. Wenn man die Geschichte im Ansatz vernünftig erzählen will, müsste man wohl eine komplette Serie oder einen Mehrteiler daraus machen. Erzählt man ausführlich und vernünftig, würde man 10 Stunden und mehr füllen können. In dieser dreistündigen Verfilmung wurden etliche Passagen der Reise und Suche gestrichen und andere mehr oder minder stark verändert. Natürlich, Hollywood will ein Happy End, da käme das originale Ende beim normalen Publikum wohl kaum an. Dafür müsste man ja kurz überlegen, dass es eine andere Erzählkultur ist, aus der dieser Stoff stammt. Je mehr ich über diesen Film nachdenke, desto weniger gefällt er mir. Ich bemerke immer mehr Punkte, die mich wirklich stören. Vorne dabei sind einige der Effekte. War Poseidon noch "nur" irritierend gestaltet, von der Szene ganz abgesehen, so waren spätestens die Harpyien auf Trash-Niveau. Vom dem, was Iason auf dem Aresfeld zu bezwingen hatte, ganz zu schweigen. Dazu gesellen sich ein paar Plotholes, die man sonst von SyFy erwartet.

Insgesamt ist der Film weit davon weg, etwas besonderes oder gar gut zu sein. Es wurde zu viel mittelmäßig umgesetzt, ein paar bekannte Namen helfen dem Film nicht wirklich, und bis auf Herkules kann ich zumindest unter den Argonauten keinem den antiken Heroen so wirklich abnehmen. Es passt irgendwie nicht ins Bild der epischen Heldenansammlung, aber da hat der Film ja bewusst einiges mehr als nur verdreht. Namen, ja, aber die sind meist nur mangelhaft gefüllte Hüllen. Es gibt eine ausgedehnte Abenteuergeschichte, mehr aber auch nicht. Ich hoffe nur, dass keine Schulkinder dieses Werk als Basis für ihren Geschichtsunterricht heranziehen ...

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Tytus

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vorgemerkt

klingt eher nach "Jason und der goldene schiss" , Jolene Blalock wackelt wohl oft mit ihrem Vorbau, vielleicht sehenswert ;-)

bedenklich? 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir 2 Antworten

invwar

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Leider sieht man den Vorbau aber nie, da sie eine Gardine vor hängen hat, schaut einen höchstens mit ihren Rehaugen an. Ansonsten ist der Film auch mau und eindeutig zu lang. Da doch lieber die etwas ältere Odysseus Verfilmung (in dessen Fahrwasser das sicher produziert wurde)


Tytus

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oh schade ;)



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