Jean Tinguely
Tinguely (2011), CH Laufzeit 87 Minuten, Dokumentarfilm, Kinostart 17.05.2012
3 Bewertungen
Skala 0 bis 10
4 Bewertungen
2 Kommentare
Keine
von Thomas Thümena,
“Es bewegt sich alles – Stillstand gibt es nicht!” Jean Tinguelys Credo gilt nicht nur für seine verrückten Maschinen, sondern für sein ganzes Leben. 20 Jahre nach seinem Tod erinnert sich die “bande à Jean” an den Schweizer Ausnahmekünstler, der nicht nur in seiner Arbeit, sondern auch privat alle Konventionen sprengte. Jean Tinguely war wie eine seiner verrückten Maschinen, die sich vor den Augen der Zuschauer selbst zerstört hat: ein Meilenstein der modernen Kunstgeschichte – und ein nonchalanter Provokateur, der sich durch seine grenzenlose Energie beinahe selbst zugrunde richtete. Geboren 1925 in Fribourg, aufgewachsen in Basel und zu Beginn seiner Karriere noch bettelarm, brachte Tinguely als Teil der Pariser Avantgarde bald schon Bewegung in den Kunstbetrieb – im wahrsten Sinn des Wortes. Anfangs der sechziger Jahre erlebte er einen kometenhaften Aufstieg, der ihn schliesslich zu einem der international bekanntesten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts machte. Exploit um Exploit verfolgt der Film Tinguelys exemplarischen Werdegang, bis aus dem ehemaligen Bürgerschreck gegen Ende seines Lebens ein Volksheld wurde – oder, wie seine Lebenspartnerin Niki de Saint Phalle es sarkastisch ausdrückt, “le roi des Suisses”. Vor allem aber wird mit dem spannenden Archivmaterial und den Erinnerungen der “bande à Jean” der Mensch hinter der Legende Tinguely fassbar: ein mal heiterer, mal melancholischer Blick zurück auf ein bewegtes Leben – verbunden mit der Aufforderung, den Aufbruch jeden Tag neu zu wagen, denn: Stillstand gibt es nicht.
Mehr Bilder (6) und Videos (1) zu Jean Tinguely
Cast & Crew
- Genre
- Dokumentarfilm
- Zeit
- Vergangenheit
- Ort
- Schweiz
- Handlung
- Bildhauer, Bildhauerei, Kreativität, Kultur, Kunst, Kunst und Kultur, Maler, Malerei, Publikum, Rückblick, Öffentlichkeit
- Stimmung
- Eigenwillig, Geistreich





















Kritiken (2) — Film: Jean Tinguely
Susanne Sitzler: fluter Susanne Sitzler: fluter
Kommentar löschenChronologisch verfolgt er den Werdegang Tinguelys und dessen Rezeption in einer Form, die dem Künstler sicherlich nicht gepasst hätte: nämlich geordnet, strukturiert und vermittelnd. Die Doku ist somit eine Art Retrospektive, eine Hommage, ein Porträt.
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Stefan Volk: film-dienst Stefan Volk: film-dienst
Kommentar löschenThomas Thümena [...] inszeniert mit Jean Tinguely eine Art Ausstellungskatalog in Bewegtbildern, immerhin einen ausgesprochen umfassenden, kenntnisreich und sorgfältig recherchiert.
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