Jenseits der Stille

Jenseits der Stille (1996), DE
Laufzeit 109 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 19.12.1996

7.0 Kritiker
18 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.4 Community
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12 Kommentare
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von Caroline Link, mit Hansa Czypionka und Sylvie Testud

Was für ein Geräusch macht die Sonne, wenn sie aufgeht? Wie klingt der Schnee, wenn er auf die Wiese fällt? Das Erraten von Geräuschen ist das Lieblingsspiel von Lara und ihrem gehörlosen Vater. In ihrer Familie ist Lara die Einzige, die hören und sprechen kann. Von klein auf unterhält sie sich mit ihren Eltern in der Gebärdensprache und hilft ihnen als Übersetzerin in allen Lebenslagen. Doch als Teenager entdeckt Lara ihr Interesse für die Musik und beginnt, Klarinette zu spielen. Ihr Vater interpretiert dies als persönlichen Affront und distanziert sich immer mehr von seiner Tochter. Erst durch einen Schicksalsschlag findet er allmählich Verständnis für Lara.

HandlungDas FamilienlebenSchon früh lernt Lara (Tatjana Trieb) was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Als Tochter von zwei taubstummen Eltern sind diese auf die Hilfe ihrer Tochter angewiesen, wenn es darum geht, die Gebärdensprache in Worte zu fassen und umgekehrt.

Schon früh erkennt Lara auch die Vor- und Nachteile, die ihr diese Position zwischen ihren Eltern und der Aussenwelt verschafft. Ob es sich nun um einen Liebesfilm im Fernsehen, um Bankgeschäfte oder Elternsprechtage in der Schule handelt, das aufgeweckte Mädchen wird immer hinzugezogen. Oft muss ihre Mutter sie aus dem Unterricht holen, damit sie bei wichtigen Gesprächen übersetzen kann, was zur Folge hat, dass sie Schwierigkeiten bekommt, im Unterricht mitzuhalten.

Obwohl das Familienleben von Harmonie und Liebe geprägt ist, leidet Lara nicht nur unter der Verantwortung, die sie trägt, sondern auch darunter, dass es Dinge gibt, die sie nicht mit ihren Eltern teilen kann.
Als Lara das Radfahren lernt, wünscht sie sich, dass auch ihre Mutter (Emmanuelle Laborit) mit ihr fährt. Diese hat aufgrund ihrer Gehörlosigkeit jedoch Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht. Zudem ist sie hochschwanger. Sie verspricht aber ihrer beharrlichen Tochter, dass sie es versuchen werde, sobald das Kind geboren…

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Kommentare (12) — Film: Jenseits der Stille

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quellecair

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Bereits die ersten Einstellungen von „Jenseits der Stille“ bezaubern den Zuschauer: Eine Frau läuft auf einem gefrorenen See Schlittschuh, während ein Mädchen fasziniert zuschaut. Sofort wird einem klar, dass dieser Film eine ganz eigene Sprache spricht. Regisseurin Caroline Link, die auch für das Drehbuch verantwortlich ist, nimmt den Zuschauer mit in eine Welt, die man nur fühlen kann – diejenige der Gehörlosen.

Lara wächst als Kind gehörloser Eltern auf. Ihre Kindheit ist schwierig, da sie sich als Kind mit Angelegenheiten herumschlagen muss, die ihre schulischen Leistungen ernsthaft beeinträchtigen. Trotz allem weiss sich Lara immer wieder zu helfen und erweist sich wiederholt als clevere Mittlerin ihrer Eltern. Die Zeit vergeht und Lara entdeckt ihre Liebe zur Musik, eine Welt, in die ihr Ihre Eltern nicht folgen können. Und hier beginnen die Spannungen des Erwachsenwerdens, der Umgang mit Verantwortung und das Beschreiten des eigenen Lebensweges.

Es ist schlichtweg grossartig, wie Regisseurin Caroline Link eine so feinfühlige Thematik in diesem Film umsetzt: befindet man sich gerade noch in einer Milieustudie über Gehörlose, wo vor allem Gefühle und Nachempfinden massgebend sind, kommt auch der Humor nie zu kurz; und genau hier verweist "Jenseits der Stille" mit Authentizität und Frische die Konkurrenz von Hollywood auf die Plätze.
Ohne Frage lebt der Film von unvergesslichen Bildern, die von wunderschöner Musik bekräftigt werden – Momente, wo jedes Wort verstummt und man die Welt der Gehörlosen nachzuempfinden scheint. Unbedingt ansehen!

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plattfuss69

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Bewertung6.5Ganz gut

Ganz hübscher Film. Die Konstellation des Films ist ein bisschen zu rührselig, trotz der guten schauspielerischen Leistungen. Den Soundtrack höre ich heut noch ab und zu.

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reveal

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Bewertung7.5Sehenswert

Gute Darstellungen, schöne Musik. Sehenswerter Einblick.
Besonders die Beziehung zwischen Lara und ihren Eltern lässt einen am Film kleben. Man bekommt sehr schön präsentiert, wie sich die Verhältnisse zu Mutter und Vater unterschiedlich entwickeln. Auch der Unterschied zwischen der Entwicklung von Lara und ihrer kleinen Schwester ist hervorragend dargestellt. (Wie ernster Lara, welche als kleines Kind mehr in die Verantwortung genommen wurde, die Sachen nimmt.) Selbst ohne das Thema der Gehörlosigkeit, wäre der Film damit gut.
Wirklich sehenswert wird er durch jeden Moment, in dem die Eltern auf ihre Kinder als Schnittstelle zur restlichen Welt angewiesen sind. Man bekommt im Ansatz mit, wie schwer wir es Menschen machen, die wir vielleicht nicht immer wahrnehmen.
Leider kam die Darstellung der nebenläufigen Liebesgeschichte für mich nicht wirklich an die Qualität der restlichen Geschichte heran - eher Serien- als Filmniveau. Was ich mir auch noch mehr gewünscht hätte, wäre das Eingehen nicht nur auf die offensichtlichen Probleme mit der akkustischen Sprache, sondern auf die Verständnisprobleme der üblichen Schriftsprache, siehe z.B. http://www.taubenschlag.de/cms_pics/BA_Sprachbarrieren_Lisa_Moebus_Internetversion.pdf

(Bis ich mich vor kurzem mal damit beschäftigt habe - weshalb ich auch auf den Film gekommen bin - war mir das nicht bewusst und für Programmierer bzw. allgemein alle, die mit Medien und Internetcontent zu tun haben sollte das ein wissenswerter Fakt sein.)

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Nayuma

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Bewertung10.0Herausragend

Ein sehr authentischer Film, bedient sehr viele Klischees wodurch eher umso realistischer wirkt. Schade fand ich, dass mehr lautsprachebgleitende Gebärden genutzt wurden und nicht reine Gebärdensprache, aber gut, da steigt ein Normal-Gucker wohl eh nicht hinter. ;) Auf jeden Fall ist auch der Soundtrack empfehlenswert. Auf jeden Fall gewinnt man einen guten Einblick in die Gehörlosenkultur.

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reveal

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Im Umgang mit Hörenden (besonders bei Kindern) war LBG zu der Zeit vlt. realistischer.


_Milena_

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Bewertung6.5Ganz gut

Wunderschön feinfühlig. Zum Teil bekommt man sehr schöne Bilder zu sehen. Die Charaktere sind jedoch zum Teil stark überzeichnet. Großen Abzug gibt es bei mir für die schauspielerische Leistung, die mich nicht überzeugen konnte.

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KAtii

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wunderbar gefühlvoller Film mit schöner Musik. Beeindruckend auch zu sehen, wie es ist, taub zu sein.Echt sehenswert!

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biney

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wunderschöner Film, fabelhafte Musik (ich würde sagen, bisher Niki Reisers bester Soundtrack), schade, dass Tatjana Trieb nicht weiter gefördert wurde.

bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

oschi

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Bewertung5.0Geht so

Na ja... Ich hätt mir den Film ja nicht angeschaut, wenns nicht in der Schule gewesen wär. Muss die gute Musik und die Darsteller aber trotzdem loben.

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El_Wray

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Unglaublicher Film mit ebenso unglaublicher Musik!

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blaubunt

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Bewertung1.5Ärgerlich

Bin eingeschlafen. War aber vorher nicht müde.

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ElGuapo

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Bewertung7.5Sehenswert

Wunderschön, nicht zuletzt wegen der phantastischen Musik.

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holgerd

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Bewertung9.0Herausragend

Verzaubernd.

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