Jesus Camp
Jesus Camp (2006), US Laufzeit 84 Minuten, Dokumentarfilm, Kinostart 01.11.2007
5 Bewertungen
Skala 0 bis 10
260 Bewertungen
30 Kommentare
Keine ?
von Heidi Ewing und Rachel Grady,
Sie beten zu Gott, verehren Präsident Bush und sind überzeugt, im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein: amerikanische Kinder im evangelikalen Sommercamp “Kids on fire” in North Dakota, USA. Von Erweckungspredigern der evangelikalen Bewegung werden sie dort mit suggestiven Methoden zur “Armee Gottes” ausgebildet. “Demokratie und Freiheit zerstören sich selbst” – davon ist die resolute Predigerin Becky Fischer, die “Kids on fire” organisiert, überzeugt. In den fünf- bis zwölfjährigen Teilnehmern ihres Camps sieht sie die künftigen Anführer einer politisch-religiösen Erneuerung der Vereinigten Staaten. Der oscarnominierte Dokumentarfilm von Rachel Grady und Heidi Ewing zeigt ein martialisches Christentum, das nicht nur in den USA an Zulauf gewinnt, und stellt unter Beweis, dass Fundamentalismus und radikaler Glaube nicht allein im Islam vorkommen.
Cast & Crew
-
Heidi Ewing
-
Rachel Grady
-
Heidi Ewing
Regie
Schauspieler
- Genre
- Dokumentarfilm
- Handlung
- Charisma, Christentum, Glaube, Gottheit, Kind und Jugendlicher, Kirche, Patriotismus, Radikalismus, Religiöse Erziehung, Religiöser Fundamentalismus, Sommerlager
- Mitmachen
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Filmdetails Jesus Camp
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Kritiken (2) — Film: Jesus Camp
alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenGod's Army is ready! Agitorisches Brainwashing bei Kindern im Namen des Herrn im fundamentalistischen und wachsenden Bible-Belt der USA. Ewing und Grady sparen sich jeglichen Kommentar und lassen die angsteinflössenden Bilder sprechen. Non-fiktionaler Horrorfilm mit der evil Becky Fisher als intolerante Bibel-Propagandistin.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenSpannende Dokumentation, die wirklich Angst macht, angesichts der dort gezeigten Fanatiker, die keineswegs eine vernachlässigbare Minderheit darstellen.
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Kommentare (28) — Film: Jesus Camp
Kommentar schreibenmikkean 2011/10/22 01:30:51
Kommentar löschenDas ist mehr als nur 'ne Doku, das ist ein Blick in den ideologischen Abgrund Amerikas. Religionsfreiheit? Ist für'n Arsch, was in der Stätte Kids On Fire School Of Ministry vor sich geht, hat mit Glauben nur noch bedingt was zu tun. Heidi Ewing und Rachel Grady haben mit "Jesus Camp" ein gruseliges Stück Zeitgeschichte geschaffen, eines, bei dem kein wichtiges Ereignis festgehalten oder analysiert wird. Sondern vielmehr der Zustand eines christlichen Irrsinns, der sofort abgeschafft gehört. Da predigen Ultrakonservative wie die fette Satans-Gestalt Becky Fischer von der Endzeit der Gesellschaft, der bösen Aura des falschen Götzen Harry Potter, dem Niedergang des amerikanischen Rechts-Systems und formen mit äußerster Unterdrückung und Manipulation kleine Kinder zu den nächsten "Gotteskriegern." Das hier ist nichts anderes als ein Horror-Trip ins Land der Fanatiker, die sich auf Kreuz und Bibel berufen und sich unter der Freiheit der Verfassung selbst in Monster verwandeln. Da liegt der Fokus nicht auf Idioten, die an der Evolution zweifeln oder ihren Kindern mal ein Kinderbuch verbieten. "Jesus Camp" zeichnet ein grausiges Bild des Fanatismus, bei dem im Namen Gottes Kinder gebrochen werden. Da stehen sie dann am Ende, werden vom Horror-Wipper Lou Engle dazu gebracht, um die abgetriebenen Seelen ihrer Geschwister zu weinen und mit zugeklebten Mund vorm Capitol zu demonstrieren. Schrecklich, ich möchte wegschalten und bin doch bis zum Schluss fasziniert bis gelähmt. Neben einem Einschreiten der Vernunft, der Behörden, der Regierung wünsche ich mir nur eine riesige Klatsche, die ich den Eltern und den Betreibern ins Gesicht schlagen kann. Denn die müssen ja beide Wangen hinhalten. Definitiv zermürbend und äußerst wichtig, denn bei "Jesus Camp" wird klar, in Amerika sind die Grenzen zwischen Glauben und gefährlichem Fanatismus nicht nur verwischt. Da bildet sich eine grausige Unter-Gesellschaft, die immer mehr Einfluss zu gewinnen droht. Man könnte meinen, da beginnt der Untergang der Demokratie, nicht in irgendeinem Terroristen-Hirn. Schlimm, schlimmer, fabelhaft. Real-Life Horror eben.
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Tachitalili 2011/10/19 16:49:08
Kommentar löschen???!!!???
Wäre die Organisation für Erwachsene, hätte ich mich schlappgelacht...
Erstaunlich wohlbeleibt, die ganzen erwachsenen Prediger und dann sagt die wohlbeleibteste auch noch "Wir sind hier nicht bei MacDonalds, wo man sich den Bauch vollschlagen kann. Wenn ihr Gottes Weg beschreitet [...] dann müsst ihr euch auf eine lange Wartezeit einstellen..." oder so ähnlich. Hat eine gewisse Komik, die Szene...
Doch es geht um Kinder, daher ist der Film weniger amüsant.
Das was hier gezeigt wird, wäre in Deutschland (hoffentlich?) zurecht illegal.
Manipulation und Gehirnwäsche an Kindern. Intoleranz und Blindheit wird offenbar gezüchtet. Als die Predigerin abging, von wegen dass der Teufel kleine Kinder verfolgt, oder dass Harry Potter als Zauberer verbrannt gehört... Mir blieb mir der Mund offen angesichts derart grenzdebiler Selbstverständlichkeit mit der da so ein Zeug propagiert wird. Die Prediger stellen sich dar, als wären sie in Besitz Gottes Plans und Gottes Wahrheit und findens keine Spur etwas zu vermessen. Und Kinder plappern selbstverständlich alles nach.
Tut weh und macht Angst.
Macht wütend.
Gut, es gibt schlimmeres, als von Kind an religionstechnisch indoktriniert zu werden.
Aus Kindern werden Erwachsene, die hoffentlich etwas mehr differenzieren können.
Ich habe kein Problem damit, wenn jemand seinem Kind von der Bibel usw erzählt.
Aber ich habe ein Problem wenn ein Erwachsener zwischen "Ich glaube" und "Es war so" nicht unterscheiden kann und seine ganze "Begeisterung" auf ein Kind überträgt, welches weder differenzieren, noch kritisch betrachten, noch auf diese Art sich selbst für/gegen den Glauben entscheiden kann; ein Kind macht eins: es nimmt die Dinge wörtlich...
Wundert man sich dann noch über die Wahl von Bush?
Soviel zum mächtigsten Volk der Welt.
Nachtrag: Erinnerte mich an die "Meistgehasste Familie der USA"-
eine weitere Doku mit garantierter Gesichtsentgleisungswirkung.
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agynessa 2011/10/16 14:13:13
Kommentar löschenDa ich diese euphorische Verehrung für etwas, das bisher kein Mensch gesehen hat, sich weder in irgendeiner Art und Weise beweisen lässt und somit in meinen Augen sinnlos ist nicht teilen kann, finde ich die hier offensichtlich gezeigte Vergewaltigung an kleinen und unschuldigen Kinderseelen einfach nur schrecklich und nicht nachvollziehbar. Natürlich ist diese Farce eine schonungslose, offenkundige Doku- welche die Zuschauer dadurch mitreißt, da sie das gesehene gar nicht glauben oder auch nur ansatzweise nachvollziehen können. Trotzdem sollte man sie so kritisch betrachten, daß der Zuschauer sich fragen muß wie der Regisseur diese drehen konnte, ohne darin wirklich einzugreifen und diese Kinder davor zu beschützen, daß ihnen weiteres Leid erspart bleibt. Ich finde es auch erschreckend wie sich Kinder im Alter von 10 Jahren schon artikulieren als wären sie Erwachsene("Ich hatte zuvor keine Freude im Leben und ähnliches") Da fragt man sich wiederum einmal mehr, wo sind die Gesetze in Amerika, die diese Kinder davor bewahren den Glauben der Eltern übernehmen zu müssen??? Und der Vergleich das Kinder in anderen Ländern dafür ausgebildet werden Waffen benutzen zu können ist ja wohl unterirdisch und gleicht für meinem Verstand einer Straftat. Ich verstehe auch die äußerst positive Bewertung für den Film nicht, da hier ein real, gezeigter Mißbrauch stattfindet und ich nicht der Meinung bin man sollte diesen mit positiven Bewertungen unterstützen! Deshalb gebe ich dieser Dokumentation auch 0 Punkte und appeliere an die amerikanische Regierung solchen "evangelikalen" Familien den Hausunterricht zu verwehren in dem die Kinder einer tagtäglichen Gehirnwäsche unterzogen werden.
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based_god 2011/10/16 16:36:25
Antwort löschenEin Jahr noch und das Präsidentschaftsamt ist wieder mit so jemandem besetzt...
agynessa 2011/10/16 17:55:36
Antwort löschenwas soll man dazu noch schreiben...
okami6 2011/12/11 22:25:47
Antwort löschenDa Du die positiven Bewertungen nicht nachvollziehen kannst, möchte ich als einer, der das positiv bewertet hat, mal beantworten.
Eine Dokumentation sollte sich bemühen, die Dinge so zu zeigen wie sie offensichtlich sind, und das tut diese Doku, mehr, sie bezieht nicht einmal Stellung, weil die Wirkung absolut ausreicht. Aber es gelingt ihr, das zu zeigen, was Dich anwiedert, mich übrigens auch. Das einschreiten des Kamerateams hätte nun wirklich nichts gebracht, ausser vermutlich einen Rauswurf + Drehverbot und damit die genommene Möglichkeit, die Dinge so zu zeigen wie sie sind. Vielleicht haben sie mit diesem Film viel mehr bewirkt, als wenn sie ihn nie hätten zeigen können. Davon abgesehen müsste in jeder 2. Doku eingeschreitet werden, was soll das bringen? 2. Wie willst Du Kindern helfen, die schon auf eine so derbe Art verblendet sind, das sie Dich vermutlich eher verspotten würden, als Dir auch nur eine Minute zuzuhören? Kommen wir zu den Gesetzen in Amerika: Dir ist klar, wer zu der Zeit amtierender Präsident war und wofür er stand? Klar, schließlich hast Du die Doku ja gesehen. Von daher erübrigt sich die Sache. Übrigens, radikal evangelikale Christen gibt es überall, auch hier.
Wenn Du dich also fragst, warum die Regisseurinnen diesen Film ohne einzugreifen abgedreht haben, liegt die Antwort sicher darin, das die gefilmten mit ihrer Darstellung zufrieden sind und die Macher weitaus mehr gegen die eklige Kultur getan haben, als Du und ich es vermutlich je tun können. Denn eines merkt man sofort: dieser Film ist kein pro, sondern contra.
agynessa 2011/12/12 05:49:15
Antwort löschenJa die Dinge unverblümt zu zeigen ist den Machern äußerst gut gelungen, nur leider haben sie meiner Meinung nach damit gar nichts verändert, außer die Kinder vorgeführt. Du glaubst doch wohl nicht im Ernst das es diese Gruppierungen nicht mehr gibt, nur weil sie den Film veröffentlicht haben? Hier fehlen einfach die Gesetze, die es den Eltern verbieten müssten, ihre Kinder für ihre eigenen Zwecke zu missbrauchen. Da auch zum Ende des Filmes nicht eingeschritten wurde und ich mir zu 100% sicher bin, das sich mit dem Film dort 0,000% verändert hat, bekommt er von mir auch nicht einen einzigen Punkt.
okami6 2011/12/12 18:47:56
Antwort löschenEs stand ja auch nicht zur Debatte, die Leute zu verändern, die darin mitwirkten, habe ich Dich da richtig verstanden? Diese Doku tut nichts anderes als 1000 andrere, sie klärt auf, und das ohne den Zeigefinger zu heben. Ich finde das eigentlich ziemlich wichtig. Denn wenn man versucht, mir eine Meinung aufzudrücken, kann das nach hinten losgehen. Natürlich wird es diese Gruppierungen immer geben, genau so wie es immer Krieg oder andere negative Gesellschaften geben wird, wenn man jedoch ein wenig daran mitwirkt, darüber aufzuklären, das eine schon ziemlich einflußreiche Gesellschaft (Gruppierung kann man das schon nicht mehr nennen) stetig an Macht gewinnt, ist das gerade für Menschen wichtig, zukünftig nicht in diesem Maße beeinflusst zu werden. Den Kindern kann man nicht mehr helfen, allein schon wegen der Eltern, davon abgesehen ist die Religion in den Köpfen dieser Leute zu sehr geprägt durch ständige Indoktrination. Daher müsste unter Deinem Gesichtspunkt so gut wie jede Dokumentation 0.0 bekommen, denn um eine große Veränderung zu bewirken, braucht es wahrlich andere Mittel.
agynessa 2011/12/12 19:28:41
Antwort löschenIch glaube trotzdem kaum das diese jetzigen und die zukünftigen Christen durch die Doku dazu bewegt werden, den Verstand einzuschalten und nachdenken was sie ihren Kindern antun. Man kann sie auch nicht mit 1000 anderen Dokus vergleichen, sie beschreibt ja nicht die Vergangenheit, sondern die Gegenwart, die sich im hier und jetzt befindet und jederzeit zu ändern wäre. Und ich empfinde es auch als großen Unterschied ob Tiere in Dokumentationen oder Menschen bzw. speziell Kinder gequält werden. Da hört bei mir einfach die Aufklärungsfunktion einer solchen Sendung auf, wenn die Macher nicht den Mut haben einzuschreiten und das gefilmte als gegeben hinnehmen. Warum sind sie denn nicht wenigstens zum Ende des Filmes eingeschritten und haben den Leuten mal ihre Meinung gesagt? Stumm sein und die Kamera raufhalten kann doch jeder. Ich finde sie hätten Stellung beziehen müssen, schon allein der Kinder wegen.
okami6 2011/12/12 20:15:43
Antwort löschenStellung wird meiner Meinung nach bezogen, nähmlich indem man diesen Film veröffentlichte. Stumm bleiben und draufhalten kann vermutlich nicht jeder, wir sind zwei Beispiele. Davon abgesehen glaube ich nicht, das die Kinder sich quälen, im Gegenteil, ihnen wird große Aufmerksamkeit zuteil, indem man sie zum Mittelunkt macht und sie sich dazu bestätigt fühlen, ihren Glauben intensiver auszuleben, das ist ja der Sinn, den diese "Kirche" verfolgt. Und eine Einschreitung bewirkt leider absolut nichts, denn diese Gruppierung tut nichts illegales in den Augen des Gesetzes, das macht es ja so schlimm.
Wenn also selbst das Gesetz, ja sogar der Staat das Vorhaben dieser Gruppierungen nicht unterbindet, wie soll denn ein kleines Kamerateam das tun? Statt also den Machern Untätigkeit vorzuwerfen, sollte man doch lieber höhere Istitutionen anklagen, die die Macht hätten, diesen Irrsinn Einhalt zu gebieten. Also geht es nur auf diese Art, man muß in den Köpfen der Menschen etwas auslösen, den Wahnsinn zeigen, die Angst nehmen, die einen an den Glauben klammert, die scheibar gerade bei Amerikanern aufgrund ihrer Politik sehr leicht zu beeinflussen ist.
Nun, agynessa, ich respektiere Deine Meinung und möchte hier auch nicht überzeugen, die Sicht der Dinge liegt nunmal bei jedem anders. Aber danke für Deine Antwort.
reveal 2011/12/21 20:29:52
Antwort löschen@agynessa
Sinn einer Dokumentation ist es, möglichst neutral zu berichten und das Licht auf etwas zu lenken, was sonst leicht im dunkeln bleibt. Die Macher des Films haben nicht die Kinder bloßgestellt, sondern die Eltern und den Sektenzirkel drumherum. Da soll kein Einzelschicksal verändert, sondern das Problem des christlichen Fanatismus beleuchtet werden.
Du solltest dir auch vor Augen führen, dass nichts von dem im Video gezeigten wirklich illegal oder eine Begründung, den Eltern ihre Kinder wegzunehmen wäre. Jedenfalls in den USA. (Aktuell geht der Trend eher in die Richtung, diese Art Eltern zu bestärken, wenn man sich die Kandidaten der Republikaner mal ansieht.)
Dass der Zustand, wie in der Doku dargestellt, tolleriert oder sogar akzeptiert wird ist der Kritikpunkt, den man aus dem Film entnehmen sollte. Wobei eine gute Dokumentation sich auch dadurch auszeichnet, dem Zuschauer das Denken zu überlassen.
agynessa 2011/12/21 20:56:33
Antwort löschenJa das kann ja alles gut möglich sein, in Deinen Augen, ich sehe das nun mal anders. Ich finde das man in diesem Film alles andere als neutral hätte bleiben sollen. Ich verstehe ja auch das ihr mir alle erklären wollt, das eine Doku nur aufdeckt und nicht kommentiert, aber ich als Zuschauer hätte mir in diesem Fall einfach mal eine andere Reaktion erhofft. Ich meine die Macher waren vor Ort und haben alles mit ihrer Cam aufgezeichnet, sie haben sich die Lügen dieser Menschen angehört und gesehen was sie den Kindern antun und haben meiner Meinung nach keine wirkliche Reaktion darauf gezeigt. Stattdessen haben sie den Film veröffentlicht( sich damit eine goldene Nase verdient) und es wie so oft es ist, den anderen überlassen darauf zu reagieren. Sie haben ja nicht mal Möglichkeiten aufgezeigt, wie man als Zuschauer in das Gesehene eingreifen könnte. Man schaut sich den doch auch nur an, spricht darüber, aber wirklich etwas bewirken, kann man auch in diesem Fall nicht, weil man gar nicht die Möglichkeit dazu hat. Aber sie hätten an den Tagen des Drehs die Möglichkeit gehabt, verstehst Du was ich meine? Und das mache ich ihnen zu Recht zum Vorwurf!
okami6 2011/12/22 00:35:54
Antwort löschenGanz ehrlich, der Eingriff wäre nach hinten los gegangen. Hast Du schon einmal versucht, einen religiösen Fanatiker zu überzeugen?
Natürlich können wir als Zuschauer nicht in das Gesehene eingreifen, aber wir wissen dafür alle, was passieren kann, wenn wir uns mit dem Gesehenen nicht auseinandersetzen. Deine Absichten sind nobel, hätten aber nicht den erwünschten Erfolg gebracht.
reveal 2011/12/22 01:51:56
Antwort löschen@agynessa
Spiel einfach mal im Kopf alle Möglichkeiten durch, was sie stattdessen hätten machen sollen. Nur mal beispielsweise:
Keine Doku drehen - das Problem bleibt gar nicht angesprochen und Christen können bei der Formulierung "Christlicher Fanatismus" weiter unschuldig mit den Schultern zucken und betonen, das wäre seit den Kreuzzügen vorbei.
Der Qualle da ins Gesicht kotzen - die Qualle hätte dies als Beispiel genommen, den Kindern aufzuzeigen, wie sehr sie als Christen doch unterdrückt und angefeindet werden.
Die Doku kommentieren, Fehler aufzeigen anprangern - für jeden nicht indoktrinierten nicht nötig und die gefilmten Personen hätten wahrscheinlich keine Veröffentlichungsgenehmigung gegeben. (Das Beachtliche ist ja, dass alle gefilmten Personen der Veröffentlichung zugestimmt haben.)
Die Behörden einschalten - nichts, was da gefilmt wurde, ist in den USA illegal. Guck dir wie gesagt mal die Vorstellung der aktuellen Kandidaten der Republikaner an. Da hast du den gleichen Bibelfanatismus, das gleiche Aufhetzen gegen Wissenschaft und das Selbstbild von unterdrückten Wissenden. Nichts wäre damit erreicht, abgesehen davon, dass die Doku nicht entstanden wäre und die Macher der Doku sich evtl. rechtlichen Konsequenzen ausgesetzt sähen.
Die Kinder entführen und versuchen ihnen The God Delusion, God is not Great usw. vorzulesen bevor die Behörden kommen und die Entführer verhaften und die Kinder wieder zurück zu ihren rechtlichen Eltern verfrachten - löblich, aber auch nicht zielführend. Siehe die vorhergehenden Punkte. Keine Doku, nutzbares Beispiel, keine Gesetzesänderung. Nichts sinnvolles erreicht.
Sie haben schon die sinnvollste Möglichkeit genutzt.
p.S. Wenn es um Geld gehen würde, wäre es sinnvoller einen Film zu machen, der ein Religionsbild bestätigt - das der Mehrheit. (Passion Christi *hust*) Allgemein ist Dokumentation nicht gerade das Kassenschlager-Genre.
p.p.S. Wenn du meinst, dass der Film nichts bringt/ändert, warte den nächsten Moment ab, wenn jemand in deiner Umgebung über den Islam (nicht einzelne Islamisten, sondern die Religion) hetzt und gleichzeitig ein Kreuz um den Hals trägt.
agynessa 2011/12/22 06:35:06
Antwort löschenJa wenn jeder so denken würde wie Du, würden wir wahrscheinlich immer noch in der Steinzeit leben, wie wäre es denn mal mit Unterschriftenaktionen, oder das einschalten von anderen ausländischen Behörden, welche sich dem Thema annehmen? Und warum hätte man nicht zum Schluss des Filmes, nochmal auf die entsprechenden Personen zugehen sollen und seinen Eindruck dazu schildern? Ein Versuch wäre es auf jeden Fall wert gewesen! Ein wenig mehr Publicity für den Film wäre wahrscheinlich auch nicht schlecht gewesen. Eine Demonstration einzuleiten hätte ich auch für sinnvoll empfunden! Aber stattdessen ist nichts passiert. Ich muss auch ehrlich sagen, das wenn mich hier zum Film Jesus Camp niemand angeschrieben hätte, hätte ich den Film schon längst aus meinem Gedächtnis gestrichen. Wer den Mund nicht aufmacht, der wird in der Welt auch nichts verändern können ( mal abgesehen von unseren Politikern, die sich jeden Tag um Kopf und Kragen reden :-) und trotzdem nicht viel sinnvolles heraus kommt).
reveal 2011/12/22 13:28:53
Antwort löschen@agynessa
Es gibt einen Unterschied zwischen kurzfristigem Aktionismus und langfristig sinnvollem Handeln.
Unterschriftenaktion - gegen was oder wen genau? Religiöse Indoktrination von Kindern? Das verkaufen von Religiösen Dogmen als wissenschaftlich hinterlegte Fakten? Zu allem: Jeder Nicht-Religiöse Mensch wird sofort unterschreiben. Jeder halbwegs religiöse Mensch wird zögern, weil die Kinder immerhin an Gott glauben und in die Kirche gehen sollen. Diese Gruppe bekommst du eher zu einer Unterschrift, wenn du ihnen Jesus Camp zeigen kannst. Die Fanatischen Gläubigen und Biblical Literalists wirst du zum einen nie zu einer Unterschrift bekommen und zum anderen werden sie jede Unterschrift innerhalb ihres Zirkels gegen dich verwenden. (Guck dir doch mal die 'War-on-Christmas'-Hysterie aus den USA an.)
Einschalten ausländischer Behörden - und das bringt was genau? Frau Merkel (ein Mitglied einer Partei mit einem C im Namen) spricht Präsident Bush (laut eigener Aussage ein christlicher Fundamentalist) darauf an, dass da ein paar Christliche Fundamentalisten in seinem Land ihren Glauben praktizieren und den Kindern einimpfen - alles in seinem Land legal. Wenn du irgendwelche Amerikanischen Rechte aufzählen kannst, die verletzt wurden, dann wäre es ein Ansatzpunkt für die dortigen Behörden. Bei verletzten Menschenrechten ein Ansatzpunkt für die Außenpolitik.
Gespräch nach der Doku - Zwei Punkte. Zum einen setzt das Veröffentlichen der Doku die Einwilligung vorraus und ich würde mich an der Stelle der Macher hüten, eine Diskussion anzufangen, bevor die Unterschrift vorhanden und die Veröffentlichung durch ist. Zum anderen hab ich keine Informationen darüber, was nach diesem Zeitpunkt passiert ist, würde aber annehmen, dass sie es nicht versucht haben. Die einzigen, bei denen Reden helfen würde, sind die Kinder und die müssten dafür erst einmal aus dem dauerhaften Selbstbestätigungsfeld des Zirkels rauskommen.
Marketing/Bekanntheit - kostet Geld. Jesus Camp lässt eine Religion im schlechten Licht darstehen, welche die meisten nicht im schlechten Licht sehen wollen. (Da wird kein FOXNews drüber berichten.) Ich glaube, die Islam-Dokus sind im Nahen Osten auch weniger bekannt als hier. Dafür können die Doku-Macher aber nichts. Sie haben den ersten Schritt gemacht und den Film angefertigt. Für die restlichen kann man sie nicht mehr alleine verantwortlich machen.
agynessa 2011/12/22 16:40:01
Antwort löschenAlso bist Du der Meinung man sollte abwarten bis die Kinder irgendwann mal groß sind, ihren Verstand eventuell einschalten, oder auch nicht und ansonsten nichts tun- weil es ist ja alles aussichtslos etwas dagegen zu unternehmen. Ich glaube trotzdem, das die Art und Weise, wie dieser Fanatismus dargestellt wurde, mit der eigentlichen, christlichen Religionslehre, wenig bzw. gar nichts mehr zu tun hat. Auch wenn Du es nicht glaubst, denke ich doch das es hierzulande Behörden oder Einrichtungen geben wird, die sich diesen Fall annehmen würden und etwas bewirken könnten. Es muss ja nicht unbedingt eine Frau Merkel sein, die hat im Moment sowieso ganz andere Sorgen, aber moderne Menschen, welche in christlichen Vereinigungen arbeiten und religiös gesehen, scharfsinnig beurteilen können, hätten da schon eine ganz andere Wirkung.
reveal 2011/12/22 18:15:57
Antwort löschen@agynessa
Das dokumentierte Sommerlager, so wie die gesamte dokumentierte Geschehen spielt in den USA. Keine deutsche Behörde hätte irgendeine Befugnis, sich da einzuschalten - es sei denn es ginge um eine Verletzung der Menschenrechte und auch dann nur im Rahmen der amerikanischen Rechte.
Also nein, ich bin nicht der Meinung, man sollte einfach abwarten. Ich bin der Meinung, man sollte Versuchen, den Kindern auf allen möglichen Arten zu helfen. Zum Beispiel, in dem man auf eine Änderung der Religionswahrnehmung und eine Änderung der Gesetze hinarbeitet, damit man die Kinder dort herausnehmen kann. Zum Beispiel in dem man eine Dokumentation dreht, welche das Problem aufzeigt.
p.S. Die Formulierung "eigentlich christliche Religionslehre" setzt Wissen voraus, was den hier dargestelten Fanatikern, sowie auch mir vorenthalten ist. Denn für den ganzen Hass, den die Fanatiker predigen existieren rechtfertigende Bibelstellen. Es finden sich natürlich auch genügend widersprechende Stellen, welche Toleranz predigen, aber zu sagen, dass eine Stelle richtiger wäre als die andere (=eigentlich) heißt nur, sich seinen Glauben selbst auszusuchen. (Es geht gar nicht anders, weil die Bibel inkonsistent ist, aber zu behaupten, eine Interpretation der Bibel wäre richtiger als die andere, ist schwachfug, weil sie zu viele Standpunkte von zu vielen verschiedenen Autoren aus zu vielen Zeiten enthält.)
agynessa 2011/12/22 19:42:42
Antwort löschenIch habe die Bibel nie gelesen und sie hat mich auch noch nie interessiert, da ich nicht religiös bin und nur an Sachen glaube, welche auch wissenschaftlich belegt sind, oder belegt werden könnten. Im Grunde genommen habe ich auch nichts gegen religiöse Menschen, wenn sie ihren Glauben im Rahmen ausleben und anderen ihren Glauben nicht aufzwingen. Jeder sollte für sich selbst entscheiden woran er glaubt. Bei Kindern ist es jedoch etwas anderes, sie sind noch nicht reif genug um selbst Entscheidungen zu treffen und werden durch ihr Elternhaus geprägt. Außerdem ist es doch ein immenser Unterschied ob ich meinem Kind vor dem Essen das Beten anerziehe, oder ob ich sie dazu erziehe "anders" zu sein und ihnen durch die Abkapselung von der Umwelt ihrer Kindheit entziehe, das ich es als richtig empfinde das diese Kinder Gleichaltrige meiden, welche nicht dem religiösen Wahn verfallen sind. Da besteht für mich der Unterschied! Helfen kann ich persönlich den Kindern nicht, das können nur höhere Instanzen, welche auch die Macht dazu haben etwas zu bewirken, der kleine Mann kann da sowieso nichts ausrichten und schon mal gar nicht Gesetzesänderungen herbeirufen.
okami6 2011/12/23 15:54:02
Antwort löschenDa gebe ich Dir völlig Recht, auch das Filmteam gehört nicht zu den höheren Instanzen. Frohes Fest. :-)
agynessa 2011/12/23 18:12:37
Antwort löschenIm Prinzip wird niemand etwas dagegen ausrichten können, der sich nicht wirklich dafür einsetzt und sich in erster Linie über das Thema ausreichend informiert. Wenn man wirklich an der dargestellten Situation etwas würde verändern wollen müsste man zuständige Behörden einschalten. Es bringt in meinen Augen auch nichts wenn man nur darüber philosophiert. Da man aber schon von vorneherein mit der Erwartung an die Sache ran geht das die Mittel die einem zur Verfügung stehen recht aussichtslos sind und man auch nicht über den Ehrgeiz oder eher noch über die finanziellen Möglichkeiten verfügt, dem Einhalt zu gebieten, sieht doch der ganze Aspekt sehr düster aus. Wer schwimmt den schon über den großen Teich und setzt sich wirklich relevant dafür ein, die Antwort lautet:"Niemand"! Aus den Augen und aus dem Gedächtnis, lautet auch aus dem Sinn. So ist es nun einmal. Mögen die evangelikalen Christen in Frieden ruhen.
agynessa 2011/12/23 21:15:06
Antwort löschenLieber Tacheles, das ist halt meine Meinung, bla bla etc., nee mal im Ernst, natürlich verurteile ich in erster Linie die Eltern welche es zulassen das ihre Kinder traumatisiert werden. Doch in zweiter Linie erwarte ich auch von den Machern sich zu einer Seite zu bekennen und nicht wie in allen Dokumentationen speziell bei diesem Film "nur" aufzudecken und zu berichten. Mehr als 0 Punkte kann und will ich der Doku auch nicht geben, weil ich einer Aufdeckung eines Missbrauchs an Kindern, ohne Einschreitung dagegen nicht als positiv bewerten kann. Wenn Du der Meinung bist das man die Doku und ihre hiermit verbundene Aufklärung über die Missstände in dieser Gesellschaft mit Punkten belohnen sollte, dann tue dies. Ich werde dieses nicht tun! Meine Bewertung richtet sich auch nicht gegen die Filmemacher selbst, sondern gegen den Film, der aus Videoaufnahmen der Sekte besteht. Die Macher sind für den Film insofern verantwortlich, das sie das Geschehene aufnahmen. Nicht mehr und nicht weniger. Soll ich sie jetzt dafür belohnen, das sie einen Missbrauch filmten? Das spricht leider gegen meine Prinzipien. Und ich muss zusätzlich dazu sagen, das mir der Film gar nichts gebracht hat, außer das ich mir offenkundig dargestellte psychische Gewalt angeschaut habe. Ich, Du und wahrscheinlich auch der Rest der Welt, werden dagegen sowieso nichts ausrichten können, weil es zu viele religiöse Menschen auf der Welt gibt, die die gleichen Ansichten vertreten, wenn auch nicht in so einer extremen Art und Weise. Wie ich schon einmal erwähnte "aus den Augen, aus dem Sinn", ich bin nicht persönlich davon betroffen, ich kenne diese Menschen nicht, ich kann die Situation nicht ändern und morgen ist Weihnachten, also shit happens.
okami6 2011/12/24 14:39:01
Antwort löschenWozu brauchst Du ein Bekenntnis der Macher? Dir wird ein Einblick gewährt, der zweifellos schockierend ist. Wenn Dir also nicht klar ist, auf welcher Seite das Filmteam steht, nimmst Du die Art der Dokumentation einlach völlig anders wahr.
Wir alle haben ein Weltbild, so wie auch Du deines hier darlegst, wenn man also einen Missbrauch an Kindern darstellt, der auf diese Art und Weise gezeigt wird, kann das dafür sorgen, das zukünftig das ein -oder andere Kind von solchen Dingen verschont bleibt.
Und bitte rede nicht von Einschreitung, dies ist eine Dokumentation, kein Stallone-Film.
Es gelingt uns ja nicht einmal, Dich zu überzeugen, was soll es dann bringen, solchen Fundamentalisten die Meinung zu sagen? Diese Art von Meinung darf nicht in einer plumpen Form der moralischen Bekehrung seitens des Filmteams stattfinden, das mit erhobenen Zeigefinger die radikalen Anhänger belehrt. Es ist immens wichtig, das man sich ein eigenes Bild macht, dann ist das Verständnis dafür auch besser, als wenn einem die Meinung aufgedrückt wird.
Davon abgesehen hätte es für einen gezeigten Missbrauch an Kindern durch einen Film, der nichts bewirken kann sicherlich auch keine Oscarnominierung gegeben. Das wäre ja ein Skandal.
agynessa 2011/12/24 15:07:06
Antwort löschenDa heute Weihnachten ist, habe ich beschlossen das Ihr alle recht habt, mit Euren Meinungen und Ihr mich alle überzeugt habt.Meine Ansichten des Filmes waren demnach falsch. Ich habe auch ehrlich gesagt keine Lust mehr hier schriftlich rumzudiskutieren und werde mich in Zukunft an die Meinungen anderer Piloten halten um in keinster Weise bei dieser Seite anzuecken. Da ich schon oft genug festgestellt habe, das man hier mit einer gegensätzlichen Meinung nicht akzeptiert wird. Außerdem habe ich auch keine Lust mehr auf das Prinzip einer gegen alle und alle gegen einen. Ich kann Eure Ansichten schon verstehen, betrachte aber dies Geschehen aus einem anderen Blickwinkel. Leider steht man hier als Rebell ziemlich alleine da und wird von den anderen Usern ausgeschlossen. Schade auch, aber hier gilt wohl nur der Slogan:"Gemeinsam sind wir stark"!
okami6 2011/12/24 15:36:13
Antwort löschenUm Himmels Willen, Du wirst doch nicht ausgeschlossen. Ich sagte ja vorher schon, daß ich Deine Meinung respektiere, dies ist jedoch halt ein Meinungsportal, daher artet das manchmal aus.
Bitte nicht böse sein, vertrete weiterhin Deine Meinung, was wichtig ist und Deine Persönlichkeit auch ausmacht.
Ich wüsche Dir entspannte Feiertage. :-)
reveal 2011/12/24 17:13:47
Antwort löschen@agynessa
Aus Wikipedia:
- Toleranz, auch Duldsamkeit, ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten.
Im Unterschied zu (ebenfalls Wikipedia):
- Akzeptanz (von lat. „accipere“ für gutheißen, annehmen, billigen) ist eine Substantivierung des Verbes akzeptieren, welches verstanden wird als annehmen, anerkennen, einwilligen, hinnehmen, billigen, mit jemandem oder etwas einverstanden sein.
Wenn jemand deine Meinung nicht toleriert, versucht er z.B. deine Posts löschen zu lassen oder greift dich persönlich an. Wenn jemand deine Meinung toleriert, aber nicht akzeptiert, dann versucht er mit dir zu diskutieren und dich umzustimmen. Duldet dich aber so oder so.
Du kannst von niemandem Akzeptanz verlangen (der Knackpunkt ist der Definitionsteil mit dem Einwiligen und Hinnehmen), welcher anderer Meinung ist. Toleranz dagegen schon. Das Angreifen und Diskutieren über eine Meinung ist etwas anderes als Intoleranz und versteh es bitte nicht als persönlichen Angriff. (Da würde ich mich hüten, denn die Tatsache, dass dich die Qualle in dem Film aufgeregt hat, zeigt mir schon, dass das Herz bei dir am rechten Fleck sitzt.)
In diesem Sinne. Frohes Fest und Schöne Feiertage.
Alle 25 Antworten zeigen
ihre-herrlichkeit 2012/02/01 17:20:16
Antwort löschenHaha! Der Knaller! Sowohl der Kommentar als auch die Diskussion dazu. Ich bin entsetzt und amüsiert zugleich. Dass es hier einige mit der Verfasserin gut meinen und sich auch noch die Mühe der Diskussion machen, tut mir fast im Herzen weh.
Diese Frau ist ein Unikat hier. Man sollte sie huldigen. Sie hat wirklich Durchblick.
Lieblingszitat: "Man kann sie auch nicht mit 1000 anderen Dokus vergleichen, sie beschreibt ja nicht die Vergangenheit, sondern die Gegenwart" HERRLICH! Ich lache Tränen!
agynessa 2012/02/01 17:50:42
Antwort löschenDer Tierpfleger hat gerade bei mir angerufen, ihm tut es wirklich sehr leid, Du brauchst nicht mehr böse sein...
jazzfan 2011/10/13 07:39:11
Kommentar löschenDer Film sollte in Schulen mit anschließender Diskussionsrunde gezeigt werden. Die Extremisten decouvrieren sich selbst in dem Film, kein OFF-Kommentar etc. Großartig gemacht und einfach erschreckend!
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Jack_Torrance 2011/09/21 18:52:52
Kommentar löschenMeine Großmutter besucht eine ähnliche religiöse Gemeinschaft. Glücklicherweise werden dort keine Kinder psychologisch deformiert oder zu "Gotteskriegern" erzogen. Nach etlichen Gesängen (Mein Favorit: der Synthie-Pop-Song "Gottes Liebe ist wie der Sonnenschein") und Vorträgen stellen sich alle auf die Knie und fangen an zu beten, d.h sie wimmern unter Tränen und bitten Gott darum allen näheren Bekannten zu helfen und Kraft zu geben. Wenn ich einfach so vorbeigehen würde, würde ich vielleicht denken, da schaue jemand "2001"... (Ich hab dich trotzdem lieb, Omi <3)...
Hier aber ist dieser Fanatismus noch extremer und geschmackloser dargestellt durch Becky Fisher, eine Frau, die Kindern gegenüber Predigten hält. Ich finde es natürlich schön, wenn man Kindern versucht Gott näherzubringen, aber wenn Kinder anfangen zu weinen und sogar hysterisch werden, dann geht Mrs. Fisher eindeutig zu weit.
Die beiden Regisseurinnen sind aber so clever und lassen Becky selbst und Gegner solcher Glaubensarten zu Wort kommen. Das bringt den Zuschauer zum "nachdenken": Man ertappt sich immer wieder dabei, wie man von Becky beeinflusst wird, wie sie ähnlich wie Hitler durch ihre Reden und Aussagen Leuten Nonsens in den Kopf setzt.
Man wird aber auch Zeuge dessen, wie Kinder zu Maschinen werden, zu Maschinen Beckys, sie sind wie untergeworfene. Generell ist die religiöse Gesellschaft gleich einer Armee, einer Armee der "Gotteskrieger"...
Liebe Eltern: Wenn ihr euren Kindern selbiges antut und sie nicht zu gläubigen, sondern zu SKLAVEN Gottes macht, dann habt ihr versagt. Ihr habt ohne wenn und aber VERSAGT !
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Ichundso 2011/09/21 20:39:47
Antwort löschenSo absurd es klingt, aber früher hat Religion durchaus teilweise die Funktionen von Ethik und Moral übernommen. Die ersten funktionierenden Staaten und Gesellschaftssysteme wären ohne Religion vielleicht in Anarchie gemündet. Aber mittlerweile sollte man eigentlich auch selbst wissen, was gut und böse ist, ohne in einem Buch nachschlagen zu müssen.
CarrionFairy 2011/09/21 21:03:53
Antwort löschenethik und moral sind keine erfindungen der neuzeit, auch dann, wenn immer noch gesetze und strafen nötig sind, um menschen davon abzuhalten, das falsche zu tun, gab es sie noch lange BEVOR dieser geistig umnachtete müll jemals verfasst wurde.
Ichundso 2011/09/21 21:42:18
Antwort löschenEthik und Moral sind natürlich keine Erfindung der Neuzeit, aber heute berufen sich viel viel mehr Menschen auf sie als vor tausend Jahren.
CarrionFairy 2011/09/22 08:24:16
Antwort löschen@ichundso das stimmt nur bedingt, sie war lediglich z. t. eine andere, gegeben hat es sie da allerdings auch schon längst.
@greetling das kommt dem zumindest im religiössen sinne schon recht nahe
ihre-herrlichkeit 2011/09/22 11:09:09
Antwort löschenDie ganzen griechischen Philosophen haben auch unabhängig von der Religion ethisch und moralisch argumentiert.
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LokisSon 2011/10/11 02:20:56
Antwort löschenEher nur ethisch, denn die Moral wurde erst vom Römer Cicero "erfunden" - aber selbstverständlich beide abseits religiöser Vorstellungen!
ihre-herrlichkeit 2011/10/11 11:11:16
Antwort löschenDann nur ethisch.
freakualizer 2011/09/21 10:36:20
Kommentar löschenErschreckend, verstörend, aber irgendwie überhaupt nicht überraschend.. USA USA!
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freakualizer 2011/09/21 19:49:26
Antwort löschenUnd die Einmischung in die Politik war nicht so furchteinflössend..
ihre-herrlichkeit 2011/09/21 09:36:24
Kommentar löschenEin hübsches Filmchen über die Liebe zur Religion und der pflichtbewussten Moralerziehung unserer Kinder. Wenn nur alle Eltern sich so hingebungsvoll um die Entfaltung der kindlichen Wertvorstellungen kümmern würden, wäre die Welt eine bessere.
Es bleibt abzuwarten, wann Jesus unser Erlöser die Welt regieren wird, bis dahin müssen wir uns wohl oder übel mit der Demokratie rumschlagen.
Hoffentlich fährt der heilige Geist bald auch in mich, damit ich von meinem Zynismus geheilt werde.
And now let's speak in tongues! alslsadsaaaallaaalaaahaaanbrraaaa!
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peppermind 2011/09/20 22:08:04
Kommentar löschenAm Ende des Films gehen zwei der Kinder selbst auf Mission an den Straßenrand. Sie fragen einen älteren Mann, ob er wisse, wo er nach dem Tod sein würde. "Im Himmel", antwortet er. "Sicher?" "Ja, ganz sicher". Enttäuscht drehen die beiden ab, murmeln im Vorbeigehen: "Das waren bestimmt Moslems!"
Nur wenige Dokumentationen schaffen es, Indoktrination so subjektiv und realistisch zu offenbaren. Und dabei bleibt "Jesus Camp" wirklich puristisch dokumentarisch - kein Kommentar, keine Dramatisierungen.
Aber das ist auch gar nicht nötig - in erschreckender Weise zeigen Becky Fisher und Co. selber, wie sehr sie Kinder manipulieren und sie einer überaus gefährlichen politischen Propaganda aussetzen, die sie in ihrem Alter zum Einen noch gar nicht Begreifen und Verarbeiten, zum Anderen aus dem Brei religiöser, pseudowissenschaftlicher und politischer Ideologien nicht ansatzweise herausfiltern können.
Der Film zeigt den Stolz dieser "Missionare" ebenso unverfälscht wie die Verzweiflung eines Mike Papantonio oder die grenzenlos loyale Begeisterung der Kinder bei der Predigt.
Von jenem Mike Papantonio, einem Radiomoderator, wird die Predigerin während eines Interviews damit konfrontiert, dass die Kinder bei ihr nicht lernen sondern indoktriniert würden. Das sei doch falsch. Nein, das finde sie nicht. Die Moslems machten das ja auch. Und die dürfte man auf keinen Fall gewinnen lassen.
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Hellbilly 2011/09/20 22:03:28
Kommentar löschenGlaube – schön und gut. Von mir aus kann jeder glauben, was er will, wann er will und warum auch immer er will. Aber das sollte sich wie alles im Leben in einem einigermaßen vernünftigen Rahmen bewegen.
Was dabei rauskommt, wenn dieser Rahmen gesprengt wird, sieht man bei Fundamentalisten jeglicher Couleur viel zu oft. Was die Herrschaften in diesen Camps treiben, hat mit einem vernünftigen Bezug zum Glauben nix mehr zu tun. Das ist krank. Das ist beängstigend. Bislang verläuft das anscheinend noch in geraden Bahnen ohne den großen Drang zu aufdringlicher Radikalität. Aber wer kann denn versprechen, dass sich das nicht irgendwann ändert? Was ist, wenn sie ihre Ziele nicht auf diesem Weg erreichen können? Gibt’s dann ein Revival der Kreuzzüge? Einflussreich sind die Evangelikalen jetzt schon.
Und es geht ja nicht nur um sie – die Kirchenlandschaft in Amerika ist groß, der Trend zur individuellen Glaubenswahl springt immer mehr auf Europa über, die Vielfalt der Kirchengemeinschaften wird weiter wachsen und damit auch zwangsläufig die Radikalität bei einigen davon.
Und was dann? Eine westliche Welt, die zunehmend wieder von religiösen Einflüssen geprägt wird, kann und will ich mir nicht vorstellen. Mag dran liegen, dass ich selbst in einer Phase meines Lebens bin, in der Religion keine große Rolle spielt, aber für mich ist Glaube etwas, das man im Privaten ausleben und im Privaten lassen sollte.
Für mich sind so was Sekten und gehören verboten. Die betreiben doch nix anderes als Gehirnwäsche. Da kommt mir echt die Galle hoch, wenn ich diese Kinder sehe, wie sie vorgekaute Sätze en masse rauswürgen, dabei ganz heilig schaun und sich regelmäßig soweit reinsteigern, dass sie weinend zusammenbrechen!
So, das musste jetzt mal raus. Dass ein Großteil viel zu provokant, subjektiv und einseitig geschrieben ist, weiß ich selbst, aber muss auch mal sein.
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Sepf 2011/09/20 22:07:26
Antwort löschengefällt mir, bis auf den letzten absatz. stimmt doch. ;)
fanofmovies 2011/09/20 21:46:42
Kommentar löschenAm schlimmsten waren diese ganzen weinenden, schreienden, völlig weggetretenen Kinder!! Das war so ziemlich das perverseste, was ich seit langem gesehen habe. Sehr sehr erschreckend!
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Sepf 2011/09/20 21:54:31
Antwort löschennaja kann ich vertreten. das ganze sache an sich ist ja pervers, nicht die doku. fand übrigens auch die szene am schlimmsten :(
fanofmovies 2011/09/20 22:15:14
Antwort löschenja die Doku ist sicherlich sehenswert. Ich denke man sollte sie mal gesehen haben, da man sonst wahrscheinlich nicht glauben kann, dass es sowas in der heutigen - eigentlich relativ aufgeklärten - Zeit wirklich gibt. Was Eltern da ihren Kindern antun ist einfach unglaublich und die Verehrung der Bush-Pappfigur hat den Vogel abgeschossen
Sepf 2011/09/20 21:09:52
Kommentar löschenWie steht es schon von Anbeginn der Zeit geschrieben:
Sepf 6,66 : "Oh Teufel, bring mich bitte zu dieser aufgeblähten Bibelbitch und ich mache ihr die Hölle heiß. Obwohl, dass ist eher dein Job.."
Ich weiß gar nicht, ob diese Doku für überzeugte Gläubige vielleicht sogar noch verstörender ist, als für mich als Atheisten. Ich entfinde jetzt allerding nur noch unglaublichen Hass. Die Erwachsenen sind mir sowas von egal, sollen sie sich in ihrem Wahn die Augen auskratzen und ihren Gott preisen, aber die armen Kinder..
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Gentle 2011/06/20 14:35:49
Kommentar löschenVerstoerend gut!
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Thadeuz 2011/06/17 15:32:01
Kommentar löschenJesus Camp begleitet einige Kinder und ihre Familien vom Homeschooling über das namensgebende Ferienlager bis zum berühmt berüchtigten Ted Haggard und zeigt dabei eine Indoktrination an diesen Kindern, wie man sie sonst eigentlich nur aus Geschichtsdokus über das dritte Reich und die Hitlerjugend kennt. Ersetzt man gedanklich Jesus durch Führer, christian durch arisch und Harry Potter durch Juden, wird aus dem fröhlichen Ferienlager ganz schnell eine Napola oder eine SS-Junkerschule.
Handwerklich nicht immer perfekt, zeigt Jesus Camp eine Welt auf, die so abstrus und seltsam wirkt, dass es schon fast inszeniert sein könnte. Das Schlimme ist jedoch, dass man genau weiß, dass sie echt ist; dass diese Kinder tatsächlich zu christlichen Dschihadisten herangezogen werden. Dabei wird auf Kommentare aus dem Off komplett verzichtet und die Macher überlassen es den Akteuren selbst, zu zeigen wie wahnsinnig sie und ihre Sache tatsächlich sind.
Am Ende bleibt ein erschreckender und verstörender Einblick in die Welt bzw. das Weltbild (amerikanischer) christlicher Fundamentalisten. Und der leise wenngleich auch vergebliche Wunsch, dass man vielleicht doch einer bitterbösen Mockumentary aufgesessen ist...
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THE_JUDGE 2011/06/08 20:49:03
Kommentar löschen"Who`s in the house? J.C.!"
Diese Doku ist nicht besonders doll gemacht, dafür aber mal wieder der absolute Beweis das die Realität hart und erschreckend sein kann, bzw ist. Das Jesus Camp ist eigentlich nichts anderes als religiös-republikanische Gehirnwäsche bei denen die leider wie immer am wenigsten dafür können und dafür auch noch am empfänglichsten sind, die Kinder. Vom Elternhaus die Grundausbildung erhalten und im Jesus Camp endgültig zu völlig hirnlosen, degenerierten Glaubenskämpfern geformt. Diese Kinder sind Teil eines Rattenschawanzes der sich noch durch Generationen ziehen wird. Es ist mir immerwieder unbegreiflich, wie in einer Zeit wie heute, die ja allgemeinhin als ziemlich aufgeklärt gilt, der Glaube an höhere Mächte oder ähnlichen Humbug erwachsene Menschen dazu bringt sich aufzuführen wie im tiefsten Mittelalter oder eben im Jesus Camp. Mir drängt sich hier auch ziemlich stark der Vergleich zur sogenannten Milizbewegung auf, deren verschiedene Gruppen in Amerika schon seit längerem agieren und ähnliche Gehirnwäsche, bzw. Volksverdummung betreiben. Der Vergleich hinkt ein wenig, aber dennoch passt er denke ich, immehin wollen beide "den Abschaum" von der Erde spülen (oder so), um es mal umgangssprachlich zu formulieren.
Die Doku ist auf jeden Fall JEDEM Theisten sowie Atheisten zu empfehlen, auch wenn sie wie schon erwähnt, kein audiovisuelles Meisterwerk ist. Gesprächsstoff ist danach auf jeden Fall vorhanden.
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Jaliju 2011/06/07 13:26:44
Kommentar löschenOh je.... Was für ein abartiger Horrorfilm! Nur leider wahr. Diese Fundamentalisten-Tante gehört echt weggesperrt und Eltern, die es zulassen, dass ihre Kinder zu unaufgeklärten gehirnamputierten Jesus-Zombies werden, sollte man das Erziehungsrecht nehmen. Gegen diese Art von Gehirnwäsche sollte man demonstrieren. Das ist nämlich, im Gegensatz zur Abtreibung, wirklich Zerstörung von (bereits vorhandenem) Leben.
PS: Eigentlich habe ich auf youtube eine deutsche Dokumentation namens "Jesus Freaks" gesucht, den ich vor längerer Zeit gesehen habe, und bin dadurch auf diesen Film gestoßen. ABER: "Jesus Freaks" kann ich durchaus auch sehr empfehlen, wenn man sich für das Thema interessiert.
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THE_JUDGE 2011/06/08 20:54:17
Antwort löschen"Das ist nämlich, im Gegensatz zur Abtreibung, wirklich Zerstörung von (bereits vorhandenem) Leben." Word!
Vincent van Gore 2011/06/05 20:21:23
Kommentar löschenOh man, als die fette Frau (Name ist mir gerade entfallen, irgentwas mit Fish) vor den ganzen, aufmerksam zuhörenden Kindern rumspringt und Zeugs wie ''Harry Potter ist böööse, er muss verbrannt werden!'' predigt, muss man sich doch echt fragen in welchem Jahrhundert die ganzen Spinner da leben. >.<
Wirklich teilweise erschreckte & absolut sehenswerte Doku, die deutlich zeigt, dass christliche Fanatiker in den USA keine zu unterschätzende Gefahr sind.
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Fabes 2011/05/08 03:35:48
Kommentar löschenAmerica, Fuck Yeah!
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Harald Polter 2011/05/08 02:29:25
Kommentar löschenerschreckend & verstörend
hab ich kurz vorher gesehen:
westboro baptist church
http://www.youtube.com/watch?v=5zzjNlPCDZE
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reveal 2011/02/06 01:26:46
Kommentar löschen"Der Teufel nimmt sich die Kinder vor, sie können sich noch nicht wehren." - Exakt.
Eine sehr gute Dokumentation beispielloser Ignoranz. Es stellt sich die Frage, ob die beteiligten Erwachsenen sich selber einmal zugehört haben oder diese von ihnen geschätzte Bibel tatsächlich irgendwann aufgeschlagen und verinnerlicht haben.
"Würde es nach dem alten Testament gehen, wäre Harry Potter hingerichtet worden?" - Von der Lächerlichkeit mal ganz abgesehen: Würde es nach dem Alten Testament gehen, wäre die Qualle arbeitslos, denn da im Pentateuch nie etwas von einem Leben nach dem Tod erwähnt wird, wär es etwas schwerer, Gottessoldaten zu motivieren.
Nun, dass es Fanatiker gibt, ist nichts Neues. Erschreckend ist jedoch, dabei zusehen zu müssen, wie Eltern ihre Kinder ihrem Fanatismus unterordnen. "Wer will sein Leben für Jesus hingeben? Jubelnde Kinder. Daneben lachende Eltern." Das war so ziemlich das perverseste, was ich seit langem gesehen habe und der späteste Zeitpunkt an dem das Jugendamt einschreiten sollte. Mir kann doch keiner erzählen, dass diese Eltern die Geschichte von Abraham und Isaac gelesen und darüber nachgedacht haben.
Die Doku schafft es erschreckend gut, hervorzubringen, warum die Beteiligten sich an Kindern vergreifen. - Weil sie niemand anderen überzeugen können und die Kinder nicht überzeugen müssen. Sie können lügen und rumspinnen, wie es ihnen gefällt.
Man besorge mir bitte die Adresse, von dem Typen, der da mit den Mini-Puppen inklusive Mini-Gesichtern ankam und den Kindern erklärt hat, so würden 7 Wochen alte Phöten aussehen; Ich möchte ihm eine Eintrittskarte zu Körperwelten schenken. Das Thema ist schwierig genug, da muss man es nicht auch noch mit Lügen aufblasen, um uninformierte, verblendete Plappermaschinen heranzuzüchten.
"Es gibt für mich nur zwei Arten von Menschen: Die, die Jesus lieben und die, die ihn nicht lieben." - Die Rechtfertigung für die absolute Instrumentalisierung unschuldiger Wesen. Jeder im Film ist sich sicher, die absolute Wahrheit gepachtet zu haben und damit dürfen sie alles. Eine bessere Lektion, wie dringend notwendig das ständige Überprüfen der eigenen Ansichten ist, kann es nicht geben. Denn bleibt es aus, verstümmelst du irgendwann den Geist deiner Kinder und merkst es nicht einmal mehr. Die selbe Lektion lässt sich auf die Trennung von Staat und Kirche ausdehnen. - Über Religion kann man nicht diskutieren, wenn sie den absoluten Wahrheitsanspruch vorgibt. (Wieder etwas, was ich in der Bibel nicht finden kann.) Also hat sie nichts in der Politik, ganz besonders nicht in der Bildungspolitik, verloren.
"Ich gehe auf einen Spielplatz zu Kindern, die noch nie was von Christus gehört haben und in Nullkommanichts kann ich sie zum Herrn bringen. Schon bald haben sie Visionen und vernehmen die Stimme Gottes, denn sie sind völlig offen. Sie sind ausgesprochen nützlich für das Christentum [...]"
Ganze 4 Minuten hat die Qualle gebraucht, bis bei mir der Kragen geplatzt ist. Trotzdem hätte ich mit ihr gerne mal eine Bibelstunde. Wir würden Matthäus 7 lesen, Vers 22-23.
"Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan?
Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!"
p.S. An das seltsame Comic-Buch von dem einen Mädchen hab ich mich wieder erinnert. Wenn ich mich nicht irre, ist das "Left Behind". Wer die Doku schon erschreckend fand, sollte sich mal die Buchreihe genauer angucken.
(Hier hatte ich das erste Mal was darüber gelesen: http://www.zeit.de/2004/42/Amerika_2fNeiman )
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doctorgonzo 2011/02/05 23:56:36
Kommentar löschenGinge es allein um die Botschaft, so würden 10 Punkte wahrscheinlich nicht ausreichen.
Religiöse Hardliner sind eine Gefahr. Ganz gleich, welchem Glauben sie anhängen.
Man kann meinetwegen an alles glauben, woran man möchte, von Gott über Allah bis zu Johnnie Walker und Fußball. Aber wenn man den Bezug zur realen Welt verliert und im Rahmen seiner Verblendung weitere Menschen radikalisiert, dann ist das nicht besser als das, was die Nazis damals angestellt haben.
Und was Lernen wir daraus? Säkularisation kann nie ausgeprägt genug sein!
Aber das lernen wir nicht zwangsläufig aus diesem Film. Dass diese Jesuskasernen auch nicht anders sind als die Lager, in denen man simple und beeinflussbare Gemüter im Nahen Osten darauf vorbereitet, sich an stark frequentierten Orten in die Luft zu jagen, sollte man vorher schon gewußt haben.
"Jesus Camp" zeigt aber, welche Macht solche Wahnsinnigen überall haben, wenn sie gegen Evolution, Abtreibung, Harry Potter, Naturgesetze, die böse Sexualität und den gesunden Menschenverstand allgemein ankämpfen.
Die Idee, das Ganze ohne großen Kommentar zu präsentieren, ist gelungen und auch entlarvend.
Allerdings erinnert das potentiell sinnentstellende Schneiden der Interviews an Michael Moore und unterwandert die Möglichkeiten dieses Filmes.
Und das ist schade, denn wenn man ein solches Thema behandelt, sollte man den Verblendeten dieser Welt keine Ansatzpunkte zum Gegenangriff geben. Es ist nämlich zu wichtig, als dass man diesen Religiös-Militanten irgendein Mittel in die Hand geben darf, sich im Recht zu fühlen.
Das Gezeigte ist trotz aller Formfehler ein Plädoyer für Denken, Säkularisation und Laizismus, aber für mich leider oftmals bedenklich nahe an der oberflächlichen Herangehensweise eines Michael Moore, was dem Film merklich an rationaler Überzeugungskraft nimmt.
Ansehen sollte man sich das aber allemal.
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LokisSon 2011/02/06 12:00:22
Antwort löschenDanke für den Tipp und das Plädoyer für mehr Säkularismus!
Eine Anmerkung sei mir allerdings gestattet: "von Gott über Allah" ist ungefähr gleich sinnvoll wie "von Gott über God bis hin zu Dieu" zu schreiben, da Allah einfach nur arabisch für Gott ist.
doctorgonzo 2011/02/06 16:21:11
Antwort löschenJa, das war beabsichtigt, denn das sehen viele eben nicht!
LokisSon 2011/02/06 16:41:25
Antwort löschenOk, dann verstehe ich nicht ganz wie diese Formulierung helfen soll gegen dieses Missverständnis anzukämpfen. Oder habe ich einfach den Wink mit dem Zaunpfahl verpasst?
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doctorgonzo 2011/02/06 18:56:16
Antwort löschenNaja, das ist Teil des Problems, leider bemerkt eben nicht jeder die bewußt doppelt gemoppelte Bezeichnung, mit der sich einerseits die Gemeinsamkeit und gleichzeitig der Unterschied zwei der großen Buchreligionen präsentiert.
_Garfield 2011/06/07 21:32:20
Antwort löschenToll geschrieben:) und die Kritik ist durchaus angebracht.