Jesus Camp - Kritik

US 2006 Laufzeit 84 Minuten, Dokumentarfilm, Kinostart 01.11.2007

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Kritiken (2) — Film: Jesus Camp

alviesinger: bummelkino

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8.0Ausgezeichnet

God's Army is ready! Agitorisches Brainwashing bei Kindern im Namen des Herrn im fundamentalistischen und wachsenden Bible-Belt der USA. Ewing und Grady sparen sich jeglichen Kommentar und lassen die angsteinflössenden Bilder sprechen. Non-fiktionaler Horrorfilm mit der evil Becky Fisher als intolerante Bibel-Propagandistin.

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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9.0Herausragend

Spannende Dokumentation, die wirklich Angst macht, angesichts der dort gezeigten Fanatiker, die keineswegs eine vernachlässigbare Minderheit darstellen.

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Kommentare (31) — Film: Jesus Camp


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Cayopei

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Warlocks are enemies of God...and had he been in the old testament, Harry Potter would have been put to Death! - Amen!: Oh!mein!Gott!, man möchte sie alle die ganze Zeit kräftig schütteln...

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movie.critic

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Bewertung0.0Hassfilm

Dieser Film übertreibt maßlos!
Hier wird wieder einmal deutlich, wie sehr die Medien das Bild der Wirklichkeit verzerren.
Atheisten werden beim Zusehen in ihren Überzeugungen bestärkt. Jede Art des christlichen Glaubens wird in dieser Dokumentation als negativ dargestellt.
Es fehlt an einer Darstellung des Gegenüber. Nicht jeder Christ ist auch Fudamentalist. Die Dokumentation ist viel zu einseitig und setzt sich kaum mit der Thematik auseinander.

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longus69

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Puzzlestück mehr welches mich zum fundamentalistischen Atheisten macht ....

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Redapple

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Bewertung4.0Uninteressant

Mit der keineswegs verwerflichen Absicht christlichen Radikalismus in den USA aufzuzeigen legt "Jesus Camp" los und präsentiert uns einen, angeblich ganz neutralen, Einblick in ein evangelikales Sommercamp. Allerdings büßt er vor allem durch seine Machart jedgliche Wirkung ein und scheitert letztendlich leider (Gottes) an der Subjektivität der beiden Filmemacherinnen.
Denn wo zum Beispiel Bill Maher seine religiöse Fundamentalisten immer mit einem, manchmal auch selbstironischen, Augenzwinkern vorführt, bleibt dieser Film bierernst, dramatisiert zugleich allerdings ganz deutlich und versucht das gezeigte, offenbar mit Erfolg, auf eine Stufe mit Kindesmissbrauch zu stellen.
Dabei trägt auch dieser Film seine politische Botschaft nicht viel weniger penetrant auf der Zunge als Becky Fischer, die wirklich unglaublich verrückt und aggressiv wirkende Oberchristin. Weil er aber im Grunde mit denselben demagogischen Mitteln arbeitet kann "Jesus Camp" leider kaum als neutraler, überführender Dokumentarfilm angesehen werden.
Wäre der Film subtiler vorgegangen, hätte er tatsächlich einfach nur den Alltag der Kinder gezeigt, sich die ein oder andere reißerische Szene gespart und dafür seinen Protagonisten ein wenig mehr Interesse entgegengebracht (KEINE Kommentare/Fragen aus dem Off sind ganz toll - bei Tierdokumentationen vielleicht, verdammt nochmal!), so hätte er auch sicherlich einen stärkeren Eindruck auf mich gemacht. Wirklich schade, denn so bleibt leider nur der fahle Nachgeschmack von Kindern, die für die Sensationsgier der Filmemacherinnen benutzt wurden. Mit solchen Mitteln agieren diese nicht wirklich besser als diejenigen die sie, völlig zurecht, zu kritisieren versuchen.

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Martinmartin

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Ich finde, der Vergleich mit Religulous hinkt ein wenig - hätte Maher diesen als Dokumentation gedreht hätte ich ihm seine Michael Moor'schen Methoden angekreidet, besonders seine ironischen Kommentare aus dem Off, oder unfaire Schnitte. Für mich ist der Film allerdings (sehr gelungene) Comedy, was diese Mittel wiederum rechtfertigt.
Jesus Camp ist mit Sicherheit keine Comedy, obwohl man manchmal nicht weiß, ob man nun lachen oder weinen sollte. Aber von der reißerischen Sensationsgier, von der du sprichst, habe ich nun wirklich nichts mitbekommen, noch nicht mal irgendeinen Kommentator aus dem Off gibt es (abgesehen von dem Radiomoderator, der hin und wieder zu Wort kommt, den hätte der Film auch nur bedingt nötig). Die Tatsache, dass die gefilmten dem Anschein und Interviews nach zu urteilen mit ihrem Porträt zufrieden waren, spricht auch Bände. NICHTS ist in meinen Augen penetranter als diese Becky Fisher, vor allem nicht diese sehenswerte Dokumentation ;)


Redapple

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Der eine Film ist in meinen Augen genauso wenig Doku wie der andere. Da beide an ihrem Rohmaterial wild herumschneiden und sich die Szenen rauspicken, die ihren Zwecken am besten dienen kann man sie wohl am ehesten als AgitProp bezeichnen. Mit dieser Tatsache gehen die beiden Filme aber völlig unterschiedlich um. Bei Religulous war mir immer klar, dass es sich da nur um einen kleinen Bruchteil von Menschen handelt und dass der Film in erster Linie unterhalten und Spaß machen soll. Jesus Camp gibt sich selbst einen vermeintlich wichtigen und aufklärerischen Anstrich, ist dafür dann aber viel zu undifferenziert. So oft wie möglich weinende Kinder, schon auf dem Cover, anscheinend als ultimatives Totschlagargument. Kam mir ziemlich reißerisch und eher schon propagandistisch als wirklich neutral vor und dabei befinde ich mich politisch mit Sicherheit viel mehr bei den Filmemacherinnen als sonstwo. Zu allem Überfluss dann noch dieser Radiomoderator, wirklich überflüssig und irgendwie merkwürdig.
Auf eine Stufe mit Becky Fischer kann man den Film wohl wirklich nicht stellen, das war dann mein Zorn über all das verschenkte Potential hier. :)


Fu-Jay

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Ich weiß nicht ob ich mir diese Dokumentation angucken kann ohne auszurasten, aber ich versuch's.

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LavaBaer

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geht mir genauso^^


Skar

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Interessanter Film, der zeigt, dass der religiöse Wahnsinn sich nicht nur zwischen Gesichtern wie Osama Bin Laden versteckt, sondern auch in der Nachbarschaft in der eigenen Religion vertreten sein kann. Der Film stellt außerdem gut dar, dass man Religion auf tausende verschiedene Arten interpretieren kann und die meisten Anhänger dieser eigentlich gar nicht wissen was in ihren Glaubensbüchern steht oder auf welchen Prinzipien ihr Glauben basiert. Als überzeugter Atheist fand ich diesen Fanatismus umso erschreckender.
Zu diesem Film passt eigentlich ganz gut ein Zitat von Jesus, auf dessen Prinzip die Moraleinstellung dieser Religionsgruppe basieren könnte:

"Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein." - Matthäus 10:34-36

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mikkean

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Bewertung9.0Herausragend

Das ist mehr als nur 'ne Doku, das ist ein Blick in den ideologischen Abgrund Amerikas. Religionsfreiheit? Ist für'n Arsch, was in der Stätte Kids On Fire School Of Ministry vor sich geht, hat mit Glauben nur noch bedingt was zu tun. Heidi Ewing und Rachel Grady haben mit "Jesus Camp" ein gruseliges Stück Zeitgeschichte geschaffen, eines, bei dem kein wichtiges Ereignis festgehalten oder analysiert wird. Sondern vielmehr der Zustand eines christlichen Irrsinns, der sofort abgeschafft gehört. Da predigen Ultrakonservative wie die fette Satans-Gestalt Becky Fischer von der Endzeit der Gesellschaft, der bösen Aura des falschen Götzen Harry Potter, dem Niedergang des amerikanischen Rechts-Systems und formen mit äußerster Unterdrückung und Manipulation kleine Kinder zu den nächsten "Gotteskriegern." Das hier ist nichts anderes als ein Horror-Trip ins Land der Fanatiker, die sich auf Kreuz und Bibel berufen und sich unter der Freiheit der Verfassung selbst in Monster verwandeln. Da liegt der Fokus nicht auf Idioten, die an der Evolution zweifeln oder ihren Kindern mal ein Kinderbuch verbieten. "Jesus Camp" zeichnet ein grausiges Bild des Fanatismus, bei dem im Namen Gottes Kinder gebrochen werden. Da stehen sie dann am Ende, werden vom Horror-Wipper Lou Engle dazu gebracht, um die abgetriebenen Seelen ihrer Geschwister zu weinen und mit zugeklebten Mund vorm Capitol zu demonstrieren. Schrecklich, ich möchte wegschalten und bin doch bis zum Schluss fasziniert bis gelähmt. Neben einem Einschreiten der Vernunft, der Behörden, der Regierung wünsche ich mir nur eine riesige Klatsche, die ich den Eltern und den Betreibern ins Gesicht schlagen kann. Denn die müssen ja beide Wangen hinhalten. Definitiv zermürbend und äußerst wichtig, denn bei "Jesus Camp" wird klar, in Amerika sind die Grenzen zwischen Glauben und gefährlichem Fanatismus nicht nur verwischt. Da bildet sich eine grausige Unter-Gesellschaft, die immer mehr Einfluss zu gewinnen droht. Man könnte meinen, da beginnt der Untergang der Demokratie, nicht in irgendeinem Terroristen-Hirn. Schlimm, schlimmer, fabelhaft. Real-Life Horror eben.

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Tachitalili

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Bewertung6.5Ganz gut

???!!!???

Wäre die Organisation für Erwachsene, hätte ich mich schlappgelacht...
Erstaunlich wohlbeleibt, die ganzen erwachsenen Prediger und dann sagt die wohlbeleibteste auch noch "Wir sind hier nicht bei MacDonalds, wo man sich den Bauch vollschlagen kann. Wenn ihr Gottes Weg beschreitet [...] dann müsst ihr euch auf eine lange Wartezeit einstellen..." oder so ähnlich. Hat eine gewisse Komik, die Szene...

Doch es geht um Kinder, daher ist der Film weniger amüsant.
Das was hier gezeigt wird, wäre in Deutschland (hoffentlich?) zurecht illegal.
Manipulation und Gehirnwäsche an Kindern. Intoleranz und Blindheit wird offenbar gezüchtet. Als die Predigerin abging, von wegen dass der Teufel kleine Kinder verfolgt, oder dass Harry Potter als Zauberer verbrannt gehört... Mir blieb mir der Mund offen angesichts derart grenzdebiler Selbstverständlichkeit mit der da so ein Zeug propagiert wird. Die Prediger stellen sich dar, als wären sie in Besitz Gottes Plans und Gottes Wahrheit und findens keine Spur etwas zu vermessen. Und Kinder plappern selbstverständlich alles nach.

Tut weh und macht Angst.
Macht wütend.

Gut, es gibt schlimmeres, als von Kind an religionstechnisch indoktriniert zu werden.
Aus Kindern werden Erwachsene, die hoffentlich etwas mehr differenzieren können.
Ich habe kein Problem damit, wenn jemand seinem Kind von der Bibel usw erzählt.
Aber ich habe ein Problem wenn ein Erwachsener zwischen "Ich glaube" und "Es war so" nicht unterscheiden kann und seine ganze "Begeisterung" auf ein Kind überträgt, welches weder differenzieren, noch kritisch betrachten, noch auf diese Art sich selbst für/gegen den Glauben entscheiden kann; ein Kind macht eins: es nimmt die Dinge wörtlich...
Wundert man sich dann noch über die Wahl von Bush?

Soviel zum mächtigsten Volk der Welt.

Nachtrag: Erinnerte mich an die "Meistgehasste Familie der USA"-
eine weitere Doku mit garantierter Gesichtsentgleisungswirkung.

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bobo-lemon

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Sehr schön zusammengefasst!


agynessa

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Bewertung0.0Hassfilm

Da ich diese euphorische Verehrung für etwas, das bisher kein Mensch gesehen hat, sich weder in irgendeiner Art und Weise beweisen lässt und somit in meinen Augen sinnlos ist nicht teilen kann, finde ich die hier offensichtlich gezeigte Vergewaltigung an kleinen und unschuldigen Kinderseelen einfach nur schrecklich und nicht nachvollziehbar. Natürlich ist diese Farce eine schonungslose, offenkundige Doku- welche die Zuschauer dadurch mitreißt, da sie das gesehene gar nicht glauben oder auch nur ansatzweise nachvollziehen können. Trotzdem sollte man sie so kritisch betrachten, daß der Zuschauer sich fragen muß wie der Regisseur diese drehen konnte, ohne darin wirklich einzugreifen und diese Kinder davor zu beschützen, daß ihnen weiteres Leid erspart bleibt. Ich finde es auch erschreckend wie sich Kinder im Alter von 10 Jahren schon artikulieren als wären sie Erwachsene("Ich hatte zuvor keine Freude im Leben und ähnliches") Da fragt man sich wiederum einmal mehr, wo sind die Gesetze in Amerika, die diese Kinder davor bewahren den Glauben der Eltern übernehmen zu müssen??? Und der Vergleich das Kinder in anderen Ländern dafür ausgebildet werden Waffen benutzen zu können ist ja wohl unterirdisch und gleicht für meinem Verstand einer Straftat. Ich verstehe auch die äußerst positive Bewertung für den Film nicht, da hier ein real, gezeigter Mißbrauch stattfindet und ich nicht der Meinung bin man sollte diesen mit positiven Bewertungen unterstützen! Deshalb gebe ich dieser Dokumentation auch 0 Punkte und appeliere an die amerikanische Regierung solchen "evangelikalen" Familien den Hausunterricht zu verwehren in dem die Kinder einer tagtäglichen Gehirnwäsche unterzogen werden.

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agynessa

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Der Tierpfleger hat gerade bei mir angerufen, ihm tut es wirklich sehr leid, Du brauchst nicht mehr böse sein...


reveal

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@agynessa

Das Camp aus dem Film wurde aufgrund von Protesten als Reaktion auf den Film geschlossen.[1]

[1] http://seattletimes.com/html/nationworld/2003365311_jesuscamp08.html


jazzfan

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film sollte in Schulen mit anschließender Diskussionsrunde gezeigt werden. Die Extremisten decouvrieren sich selbst in dem Film, kein OFF-Kommentar etc. Großartig gemacht und einfach erschreckend!

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freakualizer

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Bewertung7.0Sehenswert

Erschreckend, verstörend, aber irgendwie überhaupt nicht überraschend.. USA USA!

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ihre-herrlichkeit

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein hübsches Filmchen über die Liebe zur Religion und der pflichtbewussten Moralerziehung unserer Kinder. Wenn nur alle Eltern sich so hingebungsvoll um die Entfaltung der kindlichen Wertvorstellungen kümmern würden, wäre die Welt eine bessere.
Es bleibt abzuwarten, wann Jesus unser Erlöser die Welt regieren wird, bis dahin müssen wir uns wohl oder übel mit der Demokratie rumschlagen.
Hoffentlich fährt der heilige Geist bald auch in mich, damit ich von meinem Zynismus geheilt werde.
And now let's speak in tongues! alslsadsaaaallaaalaaahaaanbrraaaa!

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peppermind

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Am Ende des Films gehen zwei der Kinder selbst auf Mission an den Straßenrand. Sie fragen einen älteren Mann, ob er wisse, wo er nach dem Tod sein würde. "Im Himmel", antwortet er. "Sicher?" "Ja, ganz sicher". Enttäuscht drehen die beiden ab, murmeln im Vorbeigehen: "Das waren bestimmt Moslems!"
Nur wenige Dokumentationen schaffen es, Indoktrination so subjektiv und realistisch zu offenbaren. Und dabei bleibt "Jesus Camp" wirklich puristisch dokumentarisch - kein Kommentar, keine Dramatisierungen.
Aber das ist auch gar nicht nötig - in erschreckender Weise zeigen Becky Fisher und Co. selber, wie sehr sie Kinder manipulieren und sie einer überaus gefährlichen politischen Propaganda aussetzen, die sie in ihrem Alter zum Einen noch gar nicht Begreifen und Verarbeiten, zum Anderen aus dem Brei religiöser, pseudowissenschaftlicher und politischer Ideologien nicht ansatzweise herausfiltern können.
Der Film zeigt den Stolz dieser "Missionare" ebenso unverfälscht wie die Verzweiflung eines Mike Papantonio oder die grenzenlos loyale Begeisterung der Kinder bei der Predigt.
Von jenem Mike Papantonio, einem Radiomoderator, wird die Predigerin während eines Interviews damit konfrontiert, dass die Kinder bei ihr nicht lernen sondern indoktriniert würden. Das sei doch falsch. Nein, das finde sie nicht. Die Moslems machten das ja auch. Und die dürfte man auf keinen Fall gewinnen lassen.

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Hellbilly

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Glaube – schön und gut. Von mir aus kann jeder glauben, was er will, wann er will und warum auch immer er will. Aber das sollte sich wie alles im Leben in einem einigermaßen vernünftigen Rahmen bewegen.
Was dabei rauskommt, wenn dieser Rahmen gesprengt wird, sieht man bei Fundamentalisten jeglicher Couleur viel zu oft. Was die Herrschaften in diesen Camps treiben, hat mit einem vernünftigen Bezug zum Glauben nix mehr zu tun. Das ist krank. Das ist beängstigend. Bislang verläuft das anscheinend noch in geraden Bahnen ohne den großen Drang zu aufdringlicher Radikalität. Aber wer kann denn versprechen, dass sich das nicht irgendwann ändert? Was ist, wenn sie ihre Ziele nicht auf diesem Weg erreichen können? Gibt’s dann ein Revival der Kreuzzüge? Einflussreich sind die Evangelikalen jetzt schon.
Und es geht ja nicht nur um sie – die Kirchenlandschaft in Amerika ist groß, der Trend zur individuellen Glaubenswahl springt immer mehr auf Europa über, die Vielfalt der Kirchengemeinschaften wird weiter wachsen und damit auch zwangsläufig die Radikalität bei einigen davon.
Und was dann? Eine westliche Welt, die zunehmend wieder von religiösen Einflüssen geprägt wird, kann und will ich mir nicht vorstellen. Mag dran liegen, dass ich selbst in einer Phase meines Lebens bin, in der Religion keine große Rolle spielt, aber für mich ist Glaube etwas, das man im Privaten ausleben und im Privaten lassen sollte.
Für mich sind so was Sekten und gehören verboten. Die betreiben doch nix anderes als Gehirnwäsche. Da kommt mir echt die Galle hoch, wenn ich diese Kinder sehe, wie sie vorgekaute Sätze en masse rauswürgen, dabei ganz heilig schaun und sich regelmäßig soweit reinsteigern, dass sie weinend zusammenbrechen!

So, das musste jetzt mal raus. Dass ein Großteil viel zu provokant, subjektiv und einseitig geschrieben ist, weiß ich selbst, aber muss auch mal sein.

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Sepf

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gefällt mir, bis auf den letzten absatz. stimmt doch. ;)


fanofmovies

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Bewertung7.5Sehenswert

Am schlimmsten waren diese ganzen weinenden, schreienden, völlig weggetretenen Kinder!! Das war so ziemlich das perverseste, was ich seit langem gesehen habe. Sehr sehr erschreckend!

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Sepf

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naja kann ich vertreten. das ganze sache an sich ist ja pervers, nicht die doku. fand übrigens auch die szene am schlimmsten :(


fanofmovies

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ja die Doku ist sicherlich sehenswert. Ich denke man sollte sie mal gesehen haben, da man sonst wahrscheinlich nicht glauben kann, dass es sowas in der heutigen - eigentlich relativ aufgeklärten - Zeit wirklich gibt. Was Eltern da ihren Kindern antun ist einfach unglaublich und die Verehrung der Bush-Pappfigur hat den Vogel abgeschossen


Gentle

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Verstoerend gut!

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Thadeuz

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Jesus Camp begleitet einige Kinder und ihre Familien vom Homeschooling über das namensgebende Ferienlager bis zum berühmt berüchtigten Ted Haggard und zeigt dabei eine Indoktrination an diesen Kindern, wie man sie sonst eigentlich nur aus Geschichtsdokus über das dritte Reich und die Hitlerjugend kennt. Ersetzt man gedanklich Jesus durch Führer, christian durch arisch und Harry Potter durch Juden, wird aus dem fröhlichen Ferienlager ganz schnell eine Napola oder eine SS-Junkerschule.

Handwerklich nicht immer perfekt, zeigt Jesus Camp eine Welt auf, die so abstrus und seltsam wirkt, dass es schon fast inszeniert sein könnte. Das Schlimme ist jedoch, dass man genau weiß, dass sie echt ist; dass diese Kinder tatsächlich zu christlichen Dschihadisten herangezogen werden. Dabei wird auf Kommentare aus dem Off komplett verzichtet und die Macher überlassen es den Akteuren selbst, zu zeigen wie wahnsinnig sie und ihre Sache tatsächlich sind.

Am Ende bleibt ein erschreckender und verstörender Einblick in die Welt bzw. das Weltbild (amerikanischer) christlicher Fundamentalisten. Und der leise wenngleich auch vergebliche Wunsch, dass man vielleicht doch einer bitterbösen Mockumentary aufgesessen ist...

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THE_JUDGE

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Bewertung7.5Sehenswert

"Who`s in the house? J.C.!"
Diese Doku ist nicht besonders doll gemacht, dafür aber mal wieder der absolute Beweis das die Realität hart und erschreckend sein kann, bzw ist. Das Jesus Camp ist eigentlich nichts anderes als religiös-republikanische Gehirnwäsche bei denen die leider wie immer am wenigsten dafür können und dafür auch noch am empfänglichsten sind, die Kinder. Vom Elternhaus die Grundausbildung erhalten und im Jesus Camp endgültig zu völlig hirnlosen, degenerierten Glaubenskämpfern geformt. Diese Kinder sind Teil eines Rattenschawanzes der sich noch durch Generationen ziehen wird. Es ist mir immerwieder unbegreiflich, wie in einer Zeit wie heute, die ja allgemeinhin als ziemlich aufgeklärt gilt, der Glaube an höhere Mächte oder ähnlichen Humbug erwachsene Menschen dazu bringt sich aufzuführen wie im tiefsten Mittelalter oder eben im Jesus Camp. Mir drängt sich hier auch ziemlich stark der Vergleich zur sogenannten Milizbewegung auf, deren verschiedene Gruppen in Amerika schon seit längerem agieren und ähnliche Gehirnwäsche, bzw. Volksverdummung betreiben. Der Vergleich hinkt ein wenig, aber dennoch passt er denke ich, immehin wollen beide "den Abschaum" von der Erde spülen (oder so), um es mal umgangssprachlich zu formulieren.
Die Doku ist auf jeden Fall JEDEM Theisten sowie Atheisten zu empfehlen, auch wenn sie wie schon erwähnt, kein audiovisuelles Meisterwerk ist. Gesprächsstoff ist danach auf jeden Fall vorhanden.

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Jaliju

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Oh je.... Was für ein abartiger Horrorfilm! Nur leider wahr. Diese Fundamentalisten-Tante gehört echt weggesperrt und Eltern, die es zulassen, dass ihre Kinder zu unaufgeklärten gehirnamputierten Jesus-Zombies werden, sollte man das Erziehungsrecht nehmen. Gegen diese Art von Gehirnwäsche sollte man demonstrieren. Das ist nämlich, im Gegensatz zur Abtreibung, wirklich Zerstörung von (bereits vorhandenem) Leben.

PS: Eigentlich habe ich auf youtube eine deutsche Dokumentation namens "Jesus Freaks" gesucht, den ich vor längerer Zeit gesehen habe, und bin dadurch auf diesen Film gestoßen. ABER: "Jesus Freaks" kann ich durchaus auch sehr empfehlen, wenn man sich für das Thema interessiert.

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THE_JUDGE

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"Das ist nämlich, im Gegensatz zur Abtreibung, wirklich Zerstörung von (bereits vorhandenem) Leben." Word!


Vincent van Gore

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Oh man, als die fette Frau (Name ist mir gerade entfallen, irgentwas mit Fish) vor den ganzen, aufmerksam zuhörenden Kindern rumspringt und Zeugs wie ''Harry Potter ist böööse, er muss verbrannt werden!'' predigt, muss man sich doch echt fragen in welchem Jahrhundert die ganzen Spinner da leben. >.<
Wirklich teilweise erschreckte & absolut sehenswerte Doku, die deutlich zeigt, dass christliche Fanatiker in den USA keine zu unterschätzende Gefahr sind.

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