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John Carter - Zwischen zwei Welten

John Carter (2012), US Laufzeit 132 Minuten, FSK 12, Abenteuerfilm, Actionfilm, Fantasyfilm, Science Fiction-Film, Kinostart 08.03.2012


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5.7
Kritiker
38 Bewertungen
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6.3
Community
5604 Bewertungen
255 Kommentare
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von Andrew Stanton, mit Taylor Kitsch und Lynn Collins

In Disneys Mars Abenteuer verschlägt es John Carter aus dem wilden Westen auf den Mars. Dort gerät er mitten in einen Krieg verschiedener Mars-Bewohner.

Irgendwo in den Weiten Arizonas, kurz nach dem Ende des amerikanischen Bürgerkrieges: Konföderierten-Veteran John Carter (Taylor Kitsch) wagt einen Neuanfang als Goldsucher. Als er von Apachen angegriffen wird, flüchtet John Carter in eine geheimnisvolle Höhle, nur um sich wenig später an einem gänzlich anderen Ort wiederzufinden: dem Mars (bzw. Barsoom, wie er von den Bewohnern genannt wird). Kurz nach seiner Ankunft wird John Carter von hünenhaften Kreaturen gefangen genommen, den Grünen Marsianern.

Er befreundet sich jedoch schon bald mit dem Anführer Tars Tarkas (Willem Dafoe), der anders als seine kriegerischen Stammesgenossen die Fähigkeit der Empathie besitzt. Auf einem Erkundungstrip rettet John Carter die humanoide Prinzessin Dejah Torris (Lynn Collins), die den verfeindeten Roten Marsianern angehört, aus den Händen der Tharks, einem anderen besonders gefährlichen Stamm der Grünen Marsianer. Als die Grünen gegen die Roten Marsianer in den Krieg ziehen, erkennt John Carter schnell, dass die Zukunft der Marsianer in seinen Händen liegt.

Hintergrund & Infos zu John Carter
Hollywood geht weit zurück in die Vergangenheit auf der Suche nach geeigneten Stoffen: Basierend auf A Princess of Mars aus dem Jahre 1912 bietet John Carter Gelegenheit zu einem umfassenden Franchise, stellt Princess doch nur den ersten Teil einer insgesamt elfteiligen Serie dar. Der mögliche Erfolg von John Carter wird es zeigen, doch zunächst sollten die Produktionskosten von geschätzten 250 Millionen Dollar eingespielt worden sein. Hundert Jahre, nachdem Edgar Rice Burroughs (bekannt vor allem als Erfinder von Tarzan) seine Abenteuer rund um John Carter erstmals veröffentlichte, ist es an Regisseur Andrew Stanton, den Mensch auf dem Mars auf die Leinwand zu bringen. Für Stanton ist es der erste Live-Action-Film. Zuvor machte er sich bei Pixar einen Namen durch die Inszenierungen von Findet Nemo und Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf. Taylor Kitsch ist den meisten am ehesten bekannt durch seine Rolle als Gambit in X-Men Origins: Wolverine bekannt. Hier arbeitete er auch zum ersten Mal mit Lynn Collins (aka Silverfox) zusammen. Weitere Rollen in John Carter besetzen u.a. Bryan Cranston, Mark Strong und Thomas Haden Church. (EM)

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Mehr Bilder (18) und Videos (18) zu John Carter - Zwischen zwei Welten


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails John Carter - Zwischen zwei Welten
Genre
Abenteuerfilm, Actionfilm, Fantasyfilm, Science Fiction-Film
Zeit
1870er Jahre
Ort
Mars
Handlung
Amerikanischer Bürgerkrieg, Angriff, Angriff durch Monster, Angriff durch Tier, Außerirdischer, Buch, Bürgerkrieg, Duell, Einzelkämpfer, Erbe, Festnahme, Fremde Lebensform, Freunde, Freundschaft, Gefangenschaft, Geiselnehmer, Grün, Identität, Indianer, Krieg, Krieger, Kriegsgegner, Kriegsstrategie, Lebensretter, Luftangriff, Menschenopfer, Moral, Neue Freunde, Opfergabe, Opferung, Prinzessin, Rettung, Rettung der Welt, Roman, Rot, Schusswechsel, Schwert, Schwertkampf, Stamm, Stämme, Suche nach vermisster Person, Tagebuch, Verbündete, Verfolgungsjagd, Verlieben, Zweite Chance
Stimmung
Spannend
Zielgruppe
Familienfilm
Tag
3D Konvertierung, Literaturverfilmung
Verleiher
Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH
Produktionsfirma
Walt Disney Pictures

Kritiken (28) — Film: John Carter - Zwischen zwei Welten

Movienerd: Movienerd.de Movienerd: Movienerd.de

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6.0Ganz gut

Dabei holt Pixar-Veteran Andrew Stanton tatsächlich noch Einiges aus der verstaubten Vorlage heraus. Das größte Kompliment, das man ihm wohl machen kann, ist, dass die sehr trashige und unkonventionelle Mischung aus Sci-Fi-Western, Sandalenfilm und Melodram fast immer ordentlich unterhält und tatsächlich in sich geschlossen scheint. Da passt auch Shooting-Star Taylor Kitsch als recht profilloser und bärtiger Schönling genauso rein wie das gewöhnunsbedürftige Design der Tharks: Barsoom ist eben mit all seinen Charakteren, Orten und Konflikten ein fast schon (historisches) Sammelsurium des Absurden – und auf seine ganz eigene Weise damit auch authentisch und zutiefst sympathisch.

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Julio Sacchi: Das Manifest

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4.0Uninteressant

Dem Film ist zwar ein gewisser Wille anzusehen - eine recht pfiffige Montage von Ausbruchsversuchen, die Carter als unnachgiebigen Querulanten charakterisiert, macht zu Beginn noch Laune - aber der Ofen ist blitzschnell aus. Der Pitch war wahrscheinlich STAR WARS meets GLADIATOR, aber rausgekommen ist RIDDICK meets STARGATE, und zwar die viel zu komplexen Völkerverstrickungen aus RIDDICK und die süß-lieben Rebellenaußerirdischen aus STARGATE. Kitsch ist genauso steif-bräsig wie in BATTLESHIP und SAVAGES und hat damit den 2012-Hattrick geschafft, die anderen Darsteller sind Makulatur, nur Dauerbösewicht Mark Strong bringt kurzzeitig sowas wie Schauspiel rein. Nach einer Dreiviertelstunde ist das alles nur noch sandige Langeweile, da diesem Budgetkoloß auch noch ein erstaunlicher Mangel an Schauwerten vorgeworfen werden muß: Die Spezialeffekte mögen technisch okay sein, sind aber uninteressant in Szene gesetzt und stehen genauso allein neben den Realszenen wie in BATTLESHIP, wo sie wenigstens noch mit Wumms inszeniert waren. In den besten Momenten ist JOHN CARTER wie ein italienischer Endzeitheuler aus den 80ern, in den meisten anderen wie EPISODE I.

3 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

der cineast

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Wusstest du eigentlich, dass EPISODE 1 toll ist, Hasko?


SuperXenon

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also zur meinung haskos zum film will ich nichts sagen weil ich von dem film begeistert bin aber ALTER EPISODE 1 toll ? wuhaha ( des war kein lacher sondern schauder und gänsehaut über den rucken XD ) viel spaß beim haten


evants.com: eventsandtrends.com

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6.0Ganz gut

"John Carter" ist auf dem ersten Blick ein merkwürdiger Film. Von einem 250-Millionen-Dollar-Budget erwartet man bestimmte Dinge: Tolle Effekte, Stars, die an ihre Grenzen gehen und im besten Falle eine noch nie da gewesene Story. Aber Letzteres wird zu keinem Zeitpunkt erzielt, was man allerdings nicht dem Film vorwerfen kann - schließlich basiert er auf einer fast 100 Jahre alten Geschichte, die viele andere Science-Fiction-Bücher und -Filme beeinflusst hat. So finden die Zuschauer Verweise zu anderen Geschichten, die eigentlich keine sind, da es John Carters Story schon vorher gab. Der Vorlage entsprechend hat die Verfilmung auch einen gewissen Trash-Appeal, den man bei einer so teuren Produktion nicht vermuten würde. Wer mit den richtigen Erwartungen an den Film geht, wird seinen Spaß haben, auch wenn sich an manchen Stellen die Frage stellt, was da eigentlich warum passiert.

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GrammatonCleric: Equilibrium, X-RATED, DAS M...

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8.0Ausgezeichnet

Vielleicht liegt es gerade daran, dass "John Carter" im Prinzip ein Best-Of aus "Star Wars", "Stargate", "Aladdin" und vielen anderen ist, was ihn so interessant macht. All die Sachen, die schon in den entsprechenden Filmen gefallen haben, wie z.B. der Arena-Kampf, den ich schon in "Attack of the Clones" geliebt habe und der auch hier ein sehr schönes action set piece markiert. Und nicht nur hier macht der Film keine Gefangenen, denn er ist keinesfalls der kleine, niedliche Disney-Film, der sich an Kinder richtet, sondern zeigt Gewalt und ihre Auswirkungen. Das ist nicht nur ehrlicher, sondern auch konsequenter als man es von verwandten Welten aus "The Chronicles of Narnia" oder "The Golden Compass" kennt. Interessanter als diese ist "John Carter" ohnehin, auch wenn es nicht unbedingt weiterer Sequels bedarf. Das erste wurde bereits angekündigt und ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. So magisch und entführend wie dieser ökonomische Flop ist Disney-Kino schon lange nicht mehr gewesen.

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Corsovilla: SchönerDenken

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7.0Sehenswert

Ein bsschen barock, bisschen banal, sehr unterhaltsam: unterhaltsamer Fantasykitsch. Da sieht man auch mal, wo die Ideen für Avatar herkommen :-) Der Film nimmt sich selbst nicht ernst und daher verzeiht man ihm auch einiges.

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sushi25: movie-fan.de

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6.0Ganz gut

John Carter ist kein richtig großer Wurf im Stiele eines Star Wars oder Herr der Ringe. Liegt es an der schon einige Jahre auf dem Buckel habenden Buchvorlage, oder an fehlenden Gespür für den Zeitgeist, in jedem Fall trifft John Carter wohl nicht den aktuellen Geschmack der Zuschauer. Die schauspielerischen Leistungen sind nicht besonders, die Fähigkeiten von John Carter from earth, der aufgrund geringerer Schwerkraft auf dem Mars rumhüpft wie Flip in Biene Maja sind ja mal nett, aber auf Dauer nicht wirklich filmtragend. Wer einen netten Popcornfilm sucht, und sich auf das Thema einlassen kann - ohne drüber nachdenken zu wollen, wird seinen Spaß haben.

Offensichtlich sind das aktuell zu wenig Zuschauer, sonst würde J. C. nicht unter den 10 größten Misserfolgen der Filmgeschichte gelistet. Da gibt es aus meiner Sicht allerdings aus Qualitätssicht ganz andere Kandidaten. Dass der Film seine Kosten nicht einspielt, ist wohl eher für den Regisseur und das Studio bitter.

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CineKie: CineKie.de

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5.0Geht so

“John Carter – Zwischen zwei Welten” bietet ordentliche Schauwerte in Form guter Effekte und eines knackig aussehenden Hauptdarstellerpaares, lässt ansonsten aber so ziemlich alles vermissen, was einen guten Film ausmacht.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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2.5Ärgerlich

„John Carter“ ist ein großes Spektakel, vollgestopft mit allem was so ein phantastisches Abenteuer benötigt, vielleicht sogar zu viel davon, denn die 250-Millionen-Dollar-Odyssee des John Carter ist ein überfrachtetes, unstimmig wirkendes und zäh erzähltes Märchen, dessen Faszination sich für mich über die gesamte Laufzeit einfach nicht erschlossen hat. Für mich das größte Problem des Films war es, das alles so unglaublich gekünstelt wirkte. Sei es der Held und dessen zwanghaft tragische Vergangenheit, die Prinzessin (Lynn Collins ist mein persönlicher Vorschlag für den Actress Razzie 2012) die außer Eye Candy und schmalzigen, steif vorgetragenen Sätzen nichts anderes zu bieten hatte oder die außerirdischen Kreaturen, die ihre Herkunft aus den Disney-Rechnern trotz aller technischer Perfektion nicht verbergen konnten und deswegen ihren Fremdkörper-Status nie wirklich abstreifen konnten. Alles wirkt unpassend, teils unglaublich unpassend. In diesem Wirrwarr, welches vor allem im ersten Viertel unharmonisch erzählt wird, ging dann auch jeder Versuch von Spaß und Unterhaltung baden. Das 3D ist zudem nutzlos. Da fehlte mir echte Tiefe und Räumlichkeit. Schon irgendwie scheiße, wenn der Werbespot für Gummibärchen beeindruckender in 3D wirkt, als der gesamte Hauptfilm.

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ChristiansFoyer

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Danke für dein Mitgefühl. Ich geh jetzt erstmal zum Briefkasten, da müssten drei, vier neue Rezensionsexemplare drin sein... Hach ja.....


stuforcedyou

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Memo an mich: Den Blog "ChristiansFoyer" meiden ;-P


Sascha Koebner: Filmdienst Sascha Koebner: Filmdienst

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7.0Sehenswert

Sollte sich John Carter wider Erwarten zum Reinfall entwickeln, dann ist dies zumindest nicht der Qualität des Films geschuldet.

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Anton Gorodezki

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und so jemand nennt sich Film Kritiker? Verwunderlich....


sebastian-schoepflin

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Wo ist der Film denn bitte handwerklich Murks?


Wolfgang M. Schmitt jun.: www.die-filmanalyse.de

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3.5Schwach

Der Regisseur Andrew Stanton hat mit „John Carter – Zwischen zwei Welten“ seinen ersten Film mit 'echten' Menschen realisiert. Der Science-Fiction-Film in 3D beruht auf dem hundert Jahre alten, amerikanischen Fantasy-Klassiker „Die Prinzessin vom Mars“ des Kultautors Edgar Rice Burroughs. Kein anderer Autor hat so stark die Science-Fiction- und Comic-Industrie geprägt wie Burroughs. Sein Einfluß ist mal explizit, mal implizit sichtbar. Man sagt, die gesamte abendländische Philosophie bestünde nur aus den „Fußnoten zu Platon“; man könnte ebenso sagen, daß Star Wars, Superman, und was es sonst noch so gibt, sich bis heute an Edgar Rice Burroughs abarbeiten. Höchste Zeit also, daß der Urtext selbst verfilmt wird. Aus Respekt vor uns selbst, sollten wir jedoch auf eine Inhaltsangabe keinen Wert legen. Denn was da 130 Minuten lang geschieht, ist unerheblich. Der Held John Carter schlittert von einem Kampf in den nächsten, ein Abenteuer folgt dem anderen – sinnvoll ist das an keiner Stelle und spannend leider auch nicht.
Nur so viel sei zum Inhalt gesagt: Es gibt eine Rahmenhandlung. Edgar Rice Burroughs tritt höchstselbst als junger Mann auf und erbt die Tagebücher seines vermeintlich verstorbenen Onkels John Carter. Die Aufzeichnungen beginnen im Jahre 1868, wir sehen für ein paar Minuten einen Western. John Carter, ein Draufgänger, flüchtet vor wilden Apachen in eine Höhle. Durch eine mysteriöse Kraft verselbständigt sich seine Seele und flieht auf den Mars in eine Kopie seines Körpers. Gleichzeitig erhält er übermenschliche Energie und trifft sofort auf grüne Marsmenschen, die aussehen wie mutierte Indianer. Hollywood kann so ungeschoren seinen Imperialismus weiterführen – die primitiven Wilden – Avatar winkt einem – sind Marsindianer, die auf die Rettung des weißen Mannes warten. Der weiße Mann John Carter wird von Taylor Kitsch verkörpert. Bei ihm von einem guten Schauspieler zu sprechen wäre – mit Verlaub – unanständig. Die Stärke des gelernten Personal Trainers liegt in seiner Fitness. Die weitere Handlung verläuft nach Schema F. Man führt Kriege gegen mächtige Feinde, kämpft um ein Amulett und um eine Prinzessin. Die Rolle der Prinzessin hat Lynn Collins übernommen, die die Früchte ihrer professionellen Schauspielausbildung gut zu verbergen weiß. Doch so dämlich der ganze Film ist; wir sehen in ihm, wie Populär- und Alltagsmythen entstehen. Edgar Rice Burroughs hat das Prinzip der Mythenbildung begriffen – das legt der Film offen.

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Donzaffi

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Endlich mal jemand der sich nicht durch Effekte blenden lässt


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.5Sehenswert

Was für ein angenehm-altmodischer Film. Obwohl ich die Trailer eher uninteressant fand und auch kein Freund von Sandalenfilmen bin, hat es John Carter geschafft mich gut zu unterhalten.

Als Sci-Fi sollte man das ganze allerdings nicht betrachten, denn auch wenn es um Aliens und den Mars geht ist John Carter näher an Indiana Jones und dem Prince Persia, als an Star Wars oder Avatar. Die Story ist auf den ersten Blick recht simpel, hat aber einige nette Wendungen und Facetten, die dem Zuschauer konstante Aufmerksamkeit abnötigen. Wer nicht aufpasst kann gerade am Anfang schnell verpassen, in welcher Konstellation die Figuren zueinander stehen und wer da jetzt warum mit wem Zoff hat.

Ob es geschickt ist den Zuschauer erst mit einer Mars-Schlacht zu ködern und ihn dann durch die Exposition auf der Erde und im Wilden Westen zu führen, anstatt gleich dort anzusetzen und den Sprung auf den Mars tatsächlich als Überraschung wirken zu lassen, sei mal dahingestellt. Die Vorgeschichte ist notwendig und charmant umgesetzt, wirkt aber natürlich unspektakulärer... wirklich Fahrt nimmt der Film erst auf, als es nach Barsoom geht. Dort schüttelt der Film auch seine anfänglich noch recht ernsthafte Stimmung ab und wird zu einem abenteuerlichen Wilde-Ride, der sich seiner Pulp-Herkunft an jeder Stelle bewusst ist.

Andrew Stanton nimmt seine Figuren mit dem notwendigen Humor, was hilft die im Grunde hanebüchen-altmodische Mars-Prämisse zu schlucken. Lässt man sich jedoch darauf erstmal ein, erwartet einen eine sehr lebendige Welt, die viel andeutet und erahnen lässt ohne alles plump auszubuchstabieren.

Viel Spannender als der Grundkonflikt um den machthungerigen Sab Than, der sich von den mächtigen Therns manipulieren lässt und der Prinzessin Deja Thoris zur Heirat zwingen will, sind die Thargs - die vierarmigen Marsbewohner mit ihrer faszinierenden Krieger-Kultur. Großartig animiert sind sie in jeder Szene präsent und fühlen sich nie nach Special-Effects an. Stanton vermittelt mit wenigen Skizzen wie die Tharg-Kultur funktioniert, welche Ehrbegriffe, Rituale und Lebensabläufe sie haben. Sie alleine sind das Ansehen des Films wert, denn dieses Volk fühlt sich so lebendig und spannend an, dass ich fast wünschte, der Film würde sich nur ihnen widmen.
Was nicht heißt das die Auseinandersetzung zwischen den Roten und Blauenm zwischen Zodanga und Helium (okay über die Namen muss man auch erstmal wegkommen) nicht spannend wäre, aber sie wirkt naturgemäß gewöhnlicher und weniger exotisch.

Es braucht auch etwas sich auf das Retrodesign, die Kleidung und die Sets einzulassen - denn wer nicht gerade auf Xena und Co. steht wird sich mit den tätowierten Mars-Menschen wahrscheinlich etwas schwer tun. Akzeptiert man den Look, offenbaren sich aber viele sehr schicke Designs und das steampunkige Luftschiff-Design ist eine wohltuende Abgrenzung zum üblichen glatten Look jüngerer SciFi-Filme.

Schauspielerisch gibts auch wenig Grund sich zu beschweren. Taylor Kitsch als raubauziger Held, ist ein symphatischer Normalo, während Lynn Collins als emanzipierte Prinzessin mit wissenschaftlichen Background durchaus mit Prinzessin Leia mithalten kann, was ihren Witz und ihre Wehrhaftigkeit angeht. Willem Dafoe verleiht Tas Tarkas mittels Performance Capturing eine eindrucksvolle Präsenz und auch Thomas Haden Church holt aus seiner kleinen Rolle raus, was sie hergibt. Dominic West ist sicherlich nicht der eindrucksvollste Bösewicht, was im Kontext des Films allerdings passt, denn er ist kein geniales Mastermind sondern ein eher simpler Haudrauf der letztlich nur Handlanger der manipulativen Therns ist.

Die Nebenrollen sind ebenfalls passend besetzen und überraschen mit hochkarätigen Akteuren wie Ciarán Hinds, Mark String, James Purefoy oder Ex-Spy-Kid Darryl Sabara.

Etwas durchwachsener sind die restlichen Effekte, die von sehr cool bis zu offenkundiger Greenscreen-Kulisse reichen. Die in der realen Wüste in Utah gedrehten Szenen überzeugen durchweg, während die Palastkulissen immer einen gewissen Pappdeckelcharme versprühen, der gerade in Verbindung mit dem nachträglich (und gegen den Willen des Regisseurs) beschlossenen 3D bisweilen ungelenk wirkt. Die Actionszenen sind routiniert und (bis auf eine überflüssige und zum Glück sehr kurze Podrace-Paraphrase) unterhaltsam ohne allerdings neue Akzente zu setzen.

Der Monsterhund Woola wird die Zuschauer sicher ebenfalls spalten, denn er ist eindeutig Comedy-Relief, als solches aber mir zumindest deutlich sympathischer als die entsprechenden Figuren aus den neuen Star Wars-Filmen und nicht halb so penetrant.

Leicht wird es John Carter nicht haben. Denn auch wenn die Romane von Edgar Rice Burroughs letztlich als Inspiration für alle modernen SF/Fantasy-Epen von Flash Gordon, über Conan bis zu Star Wars und Avatar diente - der Film wird zweifelos mit diesen Werken verglichen werden, die den Vorteil haben, dass sie einen zeitgemässeren Look haben. Das Retrofeeling und die unverblümte B-Movie-Erzählweise wird nicht jedermanns Sache sein und wenn schon in den USA John Carter-Comics und Bücher nicht jeder kennt, dürften sich die Fans hier wohl noch schwerer finden lassen.

Wer sich darauf einlässt, der hat allerdings die Chance einen sympathischen Film zu erleben, der wirklich in eine lebendige, komplexe Fantasy-Welt entführt und sich dabei nie übermässig ernst nimmt. This should be a fun ride.. und yes it is. Not for everybody, though.

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Matthias0330

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Anscheinend war ich einer der wenigen, die den Film gut fanden.


Eneb

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Komplex? Zwei Menschenparteien, die sich bekriegen, engelhafte Kriegstreiber und Wilde aus der Wüste, findest du komplex? Oder hab ich was vergessen?


M. Phillips: Chicago Tribune M. Phillips: Chicago Tribune

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5.0Geht so

John Carter hat nicht viel zu bieten - oder vielmehr: er hat zu viel zu bieten und zu wenig in seiner Kombination aus seltsamen und verklumpten Elementen. Aber immerhin - es ist eine denkwürdige Form von Unklarheit.

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Ben Sachs: Chicago Reader Ben Sachs: Chicago Reader

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5.0Geht so

Anders als Stantons unvergessliche Animationsfilme ist John Carter überraschendarm an Humor oder einnehmenden Charakteren. Aber die Spezialeffekte sind fantastisch!

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Owen Gleiberman: Entertainment Weekly Owen Gleiberman: Entertainment Weekly

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2.5Ärgerlich

Nichts an John Carter funktioniert wirklich, da man alles im Film schon so viele Male und besser gemacht gesehen hat.

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Mick Lasalle: San Francisco Chronicle Mick Lasalle: San Francisco Chronicle

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2.5Ärgerlich

In John Carter gibt es nichts zu sehen, nichts zum Nachdenken, nichts, für das man sich interessieren könnte, und nichts zu fühlen, nur Leere. Und diese Leere wird im Verlauf der 132 langen und öden Minuten nicht gefüllt.

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Kahn

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du wurdest in deiner Schulzeit bestimmt gehänselt oder verkloppt! Also ich hätte es auf jeden Fall getan. Kommst auf dem Foto so leicht wie ein armes Opfer rüber.


Jane_Doe

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Sehr sinnvoller Kommentar. In Wirklichkeit sind nur leider die Bullys immer die wirklich armseligen Opfer, in deren Seele nur gähnende Leere herrscht.


J. Berardinelli: ReelViews J. Berardinelli: ReelViews

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7.5Sehenswert

John Carter ist im Ergebnis eine unterhaltsame Ablenkung, aber ihm fehlt die Größe, die es bräuchte, um das Anfangskapitel eines Möchtegern-Franchises darzustellen.

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Joe Neumaier: New York Daily News Joe Neumaier: New York Daily News

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6.0Ganz gut

Was Andrew Stanton mit John Carter aus Burroughs' uralter Vorlage hervorgebracht hat, ist tatsächlich ziemlich spaßig.

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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7.0Sehenswert

[...]„John Carter“ geizt nicht lange um seinen Reiz herum, ähnlich wie James Camerons Pandora-Spektakel besteht der zu einem großen Teil aus der präsentierten Welt. Statt mit üppigem Dschungel und Farbenpracht kommt der Mars, oder besser Barsoom, natürlich vergleichsweise karg daher, die Symptome der Realitätsdepression, die nach „Avatar“ grassierten, dürften sich hier also nicht wiederholen. Letztlich Geschmackssache, welche Welt einem nun mehr zusagen mag, die rot-braun-erdige und felsig-zerklüftete von „John Carter“ ist auf ihre Art jedenfalls keine weniger phantastisch gestaltete. Weite Panoramen, Flugschiffe und die eindrucksvollen Städte Helium und Zadonga, dazu ein erstes rummsendes Luftgefecht – fast schon gewagt, dass der Film nach ein paar Minuten zunächst mal die good old Erde zum Schauplatz der Story macht, die rund um den Titelhelden schließlich erstmal gescheit in Gang gebracht sein will.[...]

[...]So richtig rund wirkt er nicht, der Einstieg in „John Carter“. Die standesgemäß in blau-rote-Farbsymbolik gekleidete Auseinandersetzung der Marsvölker wird nicht mehr als ihrer gut/böse-Ecke zugewiesen, Carter wird erstmals in den 1880ern gezeigt, um eine Szene darauf für tot erklärt zu werden und den Neffen ins Spiel zu bringen, dessen Part eigentlich völlig unnötig ist, wenn er sich auch als ganz nette Anspielung auf den Autor der Vorlage ergibt. Nach kurzem Intermezzo in den 1860ern hat’s „John Carter“ endlich auf den Mars geschafft und Realfilmdebütant Stanton rumpelt etwas in die Saga hinein, bis er alles hat wohin es muss.[...]

[...]Natürlich ziert sich der kriegsmüde Carter, in einen Krieg einzugreifen, der zig Millionen Kilometer von seiner Heimat entfernt begonnen hat und nun an seinem Höhepunkt ausgetragen wird und natürlich ist’s klar, wo dieses Zieren enden wird. An der Spitze einer Streitmacht und in den Armen einer Prinzessin. In dieser Gewissheit wirkt die Geschichte „John Carter“s nicht nur hundert, sondern ein paar tausend Jahre alt, verzichtet auf ihrem Weg aber auf platte Methaphorik und eine omnipräsente Rechtfertigungsmoral und bietet stattdessen ein Fantasyabenteuer um des Fantasyabenteuers willen. Allen zuvor gewonnenen Eindrücken zum Trotz bekommt Taylor Kitsch den Vorreiter von Flash Gordon, Buck Rogers, Jake Sully & co. mehr als überzeugend aus seiner einhunderjährigen Verankerung gestemmt. Und Andrew Stanton bekommt’s gewuppt, dass sein Held eben keine »I don’t wanna fight… Okay, I’m gonna fight«-Routine runterhechelt, sondern tatsächlich zu einer nachvollziehbaren und nicht allzu gehetzt wirkenden Überzeugung gelangt, den Kampf um den Mars…äh…um Barsoom aufnehmen zu müssen.[...]

[...]„John Carter“ wird es vermutlich nicht zuletzt wegen seines horrenden Budgets nicht leicht haben, in die Gewinnzone zu rutschen, und ähnlich wie vor zwei Jahren bei „Prince of Persia“ wäre das schon ein bißchen bedauerlich. Gutes, gleichermaßen unblödes und nicht ambitionsüberfrachtetes Abenteuerkino, bei dem es einfach Spaß macht, es sich im Kino- oder dem heimischen Sessel so richtig gemütlich zu machen, ist selten und „John Carter“ bietet genau das: Relax-o-tainment. Die unvermeidliche Love Story ist zwar nicht so dolle, der Film im Gesamten zwar nicht immer ganz rund, einige Einzelmomente aber sind großartig, durchaus auch mal emotional mitreißend und trotz dem Alter des Stoffes und seiner zahlreichen Verwerter ist die Geschichte und die Welt, in der sie spielt, einnehmend genug, um sich noch ein, zwei Abenteuer mehr in ihr zu wünschen. Taylor Kitsch und Lynn Collins mögen beide in „X-Men Origins: Wolverine“ grässlich gewesen sein (du bist NICHT Gambit, Kitsch, DU NICHT!), das machen sie hier aber wieder gut, so wie der ganze Film dafür entschädigt, dass so gar nix von ihm zu erwarten war.[...]

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ChristiansFoyer

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Klasse... Und ich hab's nicht mehr zu lesen geschafft, bevor ich's dir zugeschickt hab...


ChristiansFoyer

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Ich hab einfach so wenig Zeit, du hättest das Paket heute noch nicht. Vielleicht bestell ich das Buch einfach bei Gelegenheit nochmal.
Freut mich, dann muss jetzt ja nur noch der Film was taugen!


Markus Ostertag: Movie Maze Markus Ostertag: Movie Maze

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8.0Ausgezeichnet

Wer mit der manchmal nicht ganz so überzeugenden Geschichte von John Carter klar kommt und sich auf die Mars-Welt voll einlässt, den erwartet ein optisch ansprechendes Spektakel, das vor allem in den letzten 15 Minuten nochmal so an Fahrt aufnimmt und einen sehr zufrieden aus dem Kinosaal entlässt.

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TJD265

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mein reden


Andreas Fischer: Radio Köln Andreas Fischer: Radio Köln

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5.0Geht so

Statt Originalität gibt es CGI-Animationen aus dem Blockbuster-Baukasten, einen standardisierten Handlungsablauf und humorlose Dialoge. [...] John Carter ist ein Fantasy-Spektakel unter vielen.

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Alle Kritiken (28)


Kommentare (226) — Film: John Carter - Zwischen zwei Welten


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simbosambo

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Bewertung6.5Ganz gut

Deutlich besser als sein Ruf und ne gute Popcorn-Unterhaltung!

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Filmfan30

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Bewertung4.5Uninteressant

Als Berieselung wenn man nebenbei noch was anderes macht ganz nett, aber nichts wirklich Besonderes.

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Sliwowitz

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Bewertung4.0Uninteressant

ich wusste es doch, alles Marklar

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Moviegod

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Bewertung7.0Sehenswert

Dieser Film hat den Misserfolg so tatsächlich nicht verdient. Er ist unterhaltsam, spannend und optisch einfach genial. Was hier für Effekte und Actionszenen geboten werden, ist einfach der Wahnsinn. Man kann sich jetzt im Ansatz vorstellen, was uns bei den neuen Star Wars Filmen von Disney auf diesem Gebiet erwartet. Auch Taylor Kitsch überzeugt in meinen Augen (wie immer). Ich sehe in ihm sowieso einen besseren Schauspieler als die meisten Kritiker. Leider ist die Handlung sehr minimal geraten, was letztendlich dazu führt, dass sich nicht viel vom Film nach dem Anschauen bei dem Zuschauer einprägt. Einen Blick ist er auf alle Fälle wert.

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DonJohnOneIsOn

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Verdammt noch eins, Disney. Schenk uns eine Fortsetzung von diesem tollen Abenteuer. Durch Star Wars dürfte doch bestimmt genug Geld eingefahren werden, dass man einen zweiten Teil riskieren könnte. Vielleicht dieses Mal mit einer besseren Werbekampagne oder einem geringeren Budget.

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Co-Pilot

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Bewertung7.5Sehenswert

Ich wusste vor Filmbeginn nicht, um was es auch nur im Ansatz ging...
Ich kannte zuvor keinen einzigen der Schauspieler...
Ich war 132min gefesselt...
Ich freue mich auf "The Gods of Mars"...
Ich liebe den "Hund"...
Ich vergebe 7,5 starke Punkte...

Das war einfach toll - mehr davon. Danke :)

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DonJohnOneIsOn

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Ich finde auch, dass der Film mächtig Laune macht. Allerdings ist die Verfilmung eines zweiten Teiles momentan eher unwahrscheinlich, nachdem dieser Teil gefloppt ist.
Stanton, Kitsch und Dafoe haben zwar gesagt, sie wären sofort wieder dabei wenn Disney einen zweiten Teil fordert, allerdings war das im Juni 2012. Dann hat Stanton aber bekannt gegeben Findet Nemo 2 zu drehen und Kitsch will ohne Stanton keinen zweiten John Carter drehen...
Bei einem Budget um 250 Mio. ist das Risiko wohl zu hoch.


Growlf

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Bewertung7.5Sehenswert

Also, mich hat der Film im Heimkino- Liegesessel bestens unterhalten. Zumal mir die literarische Vorlage ein Begriff ist.

All jenen, die hier von Abklatsch reden, sollte eine gewisse Literaturkenntnis gut tun: Edgar Rice Burroughs (u.a. der Autor von "Tarzan") hat mit der Trilogie "John Carter of Mars", deren erster Teil "A Princess from Mars" (1917 erschienen) hier mehr oder weniger adaptiert wurde, das Sciene fiction/ Fantasy- Genre erst begründet.
"Barsoom" ist seit dieser Zeit ein Begriff für alle, die dem Alltag mal entfliehen und Abenteuer unter fremden Himmeln erleben wollen, und etliche Autoren haben dem auch nachgeeifert, u.a.
- L. Sprague du Camp ("Krishna- Zyklus")
- und besonders Alan Burt Akers mit seinem schier endlosen "Scorpio"- Zyklus.

Gutes bis exzellentes 3D, gute CGI, Massenschlachten, die typische Mittelalter- SciFi- Mischung der "heroic fantasy", insgesamt ein gut gemachter, wenn auch darstellerisch etwas blasser Streifen, den man sich auch gerne mehrfach reinziehen kann.

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Oliver0403

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Bewertung5.5Geht so

Allzu dolle war er nicht gerade. Haufen Special Effects gut und schön, aber der ganze Rest war schon zigmal besser wonders zu sehen.

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Lom

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Bewertung3.0Schwach

Der "Hund" war toll!!!

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LowRidah

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Bewertung6.5Ganz gut

Nette Geschichte, bedient sich den allseits beliebt/bekannten Elementen: Liebe und Tot.

Kann man sich mal ansehen (war Anfangs auch skeptisch^^)

Ahja: besser als "Avatar" und Konsorten ist der um MEILEN! :)

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Line3105

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Bewertung3.5Schwach

Was soll ich hierzu sagen? Sexy Taylor Kitsch ist irgendwie fehlbesetzt in der Rolle des John Carter.

Schauspielerische Künste gleich Null. Anzusehen ganz nett. Ich stehe ja generell nicht auf Fantasy-Abenteuer. Aber hier kam ich nicht umher mehrfach gekonnt mit den Augen zu rollen. Der Regisseur Andrew Stanton ist eigentlich mehr für seine Animationsfilme, Findet Nemo und Wall-E bekannt… hier dreht er also zum ersten Mal einen Monumentalfilm. Aha. So ähnlich sieht das auch aus. Effekte sind ganz nett, Viecher auch gut dargestellt.

Aber Story ist eben sehr, sehr dünn. John Carter, ein normaler Mensch, der auf unerklärliche Weise, plötzlich auf dem Mars landet, versteht die Welt nicht mehr. Er findet schnell raus, dass er aufgrund von Schwerkraftveränderungen Superkräfte auf dem Mars hat und weiß diese bald zu nutzen. Eigentlich will er nur zurück nach Hause. Aber das gestaltet sich eben nicht so einfach… sonst wäre ja der Film gleich nach den ersten zehn Minuten wieder zu Ende. Lach*

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Filmfan30

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Derselbe Regisseur wie Wall-E? Dann wird mir manches klar.


Bandrix

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Bewertung6.5Ganz gut

Eigentlich ist es unheimlich schade, dass „John Carter“ dermaßen gefloppt ist.
Wenig Kinozuschauer, mich selbst leider auch ausgenommen, dazu ein astronomisch hohes Budget – nicht zu vergessen die immensen Werbekosten.
Zwar bekommt der Zuschauer für das Geld auch einiges an Schauwerten geboten, doch liegt es an dem fehlenden Charisma des Hauptdarstellers und der nicht gerade originellen Geschichte, dass „John Carter“ einfach nicht der Hit ist, der er gerne sein möchte.
Die Verfilmung kommt einfach viel zu spät.
Man darf nicht vergessen, dass die Buchvorlage von Edgar Rice Burroughs quasi der Ursprung der Science Fiction ist, wie wir sie heute kennen.
Vor hundert Jahren legte dieser Autor den Grundstein für Klasssiker a la Star Wars oder „Stargate“. So kommt einem auch das meiste vor, wie schon mal gesehen. Der Kampf in der Arena zwischen Carter und Alienvieh gleicht doch sehr dem Kampf der Jedis im Finale von „Star Wars – Angriff der Klonkrieger“. Einzelne Versatzstücke wie diese lassen sich über den gesamten Film verteilt, finden.
Das schadet „John Carter“ natürlich, ist er doch kaum überraschend oder gar spannend.
Immerhin sind die Kämpfe rasant und ansprechend gefilmt, die Kulissen teils atemberaubend und die Alien-Rasse doch nicht uninteressant.
Wie so oft bei hochbudgetierten Genrefilmen lassen sich die hochkarätigen Darsteller in Nebenrollen finden. Der wie immer überzeugende Mark Strong beispielsweise, der in geplanten, jedoch nie vollendeten Sequels eine größere Rolle eingenommen hätte, oder auch Bryan Cranston und Ciaran Hinds. Sie alle überzeugen und machen Dumpfbacke Kitsch beinahe wieder wett.
Wie gesagt, beinahe. Taylor Kitsch taugt nicht zum Leading Man. Das wird hier mehr als nur offensichtlich. Seine physische Präsenz mag zwar der eines John Carter entsprechen, jedoch verzieht er im gesamten Film keine Miene, hat immer denselben tumben Gesichtsausdruck drauf. Da fällt eine Identifikation mit dem Hauptdarsteller mitunter doch etwas schwer. Es ist schon bezeichnend, wenn eine animierte Comic Relief – Figur mehr Charisma ausstrahlt als eine Person aus Fleisch und Blut.
Die Verantwortlichen können sich also an die eigene Nase fassen, Regisseur Andrew Stanton tut mir leid. Seinem Realspielfilmdebüt hätte ich mehr gegönnt.
Ambitioniert – auf jeden Fall. Wirklich schlecht ist „John Carter“ immerhin auch nicht. Berieseln lassen ist eine Stärke des Films, doch der Flug in höhere Unterhaltungssphären fällt dem Film nicht so leicht wie das meterhohe Springen des Protagonisten auf dem Mars...

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jollyroger

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Noch sehr gutmütige Wertung von dir. Ich hätte ja noch das 0815-Stangenware Drehbuch mit in den Mix geworfen. Das einem so viel bekannt vorkommt liegt IMHO auch ganz stark daran. Die ganze Liebesgeschichte z.b. kommt so fast 1:1 inkl. Dialogen in gefühlt 100 anderen Blockbustern auch so vor.


wenzel.venohr

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Bewertung3.5Schwach

Als Fan von Sci-Fi habe ich ihn mir nun doch angeschaut und muss sagen, dass ich wirklich enttäuscht bin. Die Vorlage mag revolutionär sein, der Film ist unterdurchschnittliche Unterhaltung. Problem dabei ist, dass man in die Handlung katapultiert welche einem im weiteren Verlauf mit Expositionsgelaber immer nur erklärt wird. Noch dazu verfrans sich der Film in langen Szenen die zu nichts führen, was dazu beiträgt, dass die Story nicht ordentlich voranschreitet. Taylor Kitsch als John Carter weiß zu gefallen und ist eine greifbare Hauptfigur, mehr auch nicht. Strahlen tut Willem Dafoe als Tarka. Mark Strong tut das, was er immer tut und Dominic West ist eine absolute Fehlbesetzung. Lynn Collins kaut einem die Story vor ohne wirklich dazu beizutragen. Aber viel schlimmer ist, dass der Film einem alles nur erklärt aber nicht zeigt. Show don't tell - lautet die Regel im Film! So wurde mir nichts greifbar gemacht. Man versteht es zwar, aber glaubt es nicht. Auch die Effekte sind sehr schwach. Die Animationen sehen ehr aus wie aus einem Shrek Film und sogar die Green Screen aufnahmen lassen zu wünschen übrig. Insgesamt hat der Film kaum was zu bieten. Kein Humor, keine Spannung, keine beeindruckende Action, keine interessante Story. Einzig das Ende weiß durch einen kleinen Aha-Effekt zu gefallen. Alles in allem wirkt John Carter für einen Fantasy/Sci-Fi-Film zu weit weg für den Zuschauer. Nur wenig ist wirklich greifbar und wird einen an diese Welt erinnern. Schade, sehr schade sogar. John Carter war früher die Vorlage für Star Wars und ähnliches, heute wirkt es wie ein billiger Abklatsch...

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Kara92

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Bewertung7.5Sehenswert

Hab mir den Film nun auch mal zu Gemüte geführt und war gar nicht mal so enttäuscht, wie ich nach den vielen negativ Bewertungen gedacht hatte. Sicher strotzt der Film nicht gerade vor Action, aber dafür hat er einen relativ guten Unterhaltungswert als Gesamtpaket. Ich denke der Film ist durchaus für die ganze Familie geeignet und es ist für jeden was dabei.
Mein persönliches Highlight ist hierbei das kleine Schwabbelviech, dass den Helden ständig verfolgt :-D

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natedb

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Bewertung3.0Schwach

John Carter bietet weder gute Action, noch überdurchschnittliche Spezialeffekte oder eine gute Story und zusätzlich einen wenig interessanten Helden, was zusammengenommen einen ziemlich öden Film macht. So langweiliger, unorigineller und seelenloser CGI-Quatsch, dass ich nicht einmal wirklich Lust habe noch viel mehr darüber zu schreiben.
Einfach lame.

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jacker

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Haha, letztere gibt es sogar haufenweise ..


natedb

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Oh ja :D


MrMo

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Bewertung5.0Geht so

also lange zeit konnte ich ja vor dem film fliehen. gründe dafür stehen fest: mars filme floppten einfach immer in den letzten 10 jahren, disney studios bringen selten ernsthafte filme raus, die dann noch taugen und diese ganze scifi/fantasy mix scheisse, schlechte kritiken weltweit (sollen aber nie davon abhalten einen film zu sehen - und das dachte ich mir jetzt einfach mal und sah den kram). es können sich spoiler eingeschlichen haben...

ich find ihn auch um einiges besser als avatar. avatar hat sich wohl aus der romanvorlage ordentlich bedient, wenn man bedenkt welches alter die urgeschichte zu john carter hat. avatar würd daher gleich nochmal sinken, wenn er nicht schon hassfilm auf meiner liste wäre ;) wäre john carter vor avatar in die kinos gekommen, hätte er auch größeren erfolg gehabt. einiges erinnert mich auch irgendwie an terry pratchett und die scheibenwelt... unglücklich wenn man an manchen stellen einfach mal lachen muss.

zum john carter, tja was soll ich sagen. der film geht ne gefühlte stunde zu lang. in echt geht er etwa eine halbe stunde zu lang. ich mochte noch nie einen mix aus scince fiction und fantasy / mittelalterzeugs. ich kann auch nichts mit flash gordon anfangen, es stört mich einfach, moderne techniken zu besitzen, aber trotzem in ritterrüstung rum zu laufen und mit schwertern zu kämpfen. das ist so ein schlimmer widerspruch in sich, selbst wenns bei john carter nicht so schlimm erscheint, da die moderne technik ja irgendwie im hintergrund bleibt (gott sei dank).

der film ist trotzdem auf seine art interessant, irgendwo auch spannend, aber das wars dann auch. richtig emotion oder mitgefühl für die characktäre gibts nicht. john carter selbst wird als "kriegsheld" dargestellt, es gibt ein paar kleine rückblenden, aber ansonsten bleibt die figur blass, so wie alle anderen auch. die ganze handlung tropft so vor sich hin und man ist mitten drin im krieg, der sehr kurz in einer vorgeschichte dazu erläutert wird.. aber ist irgendwie zu wenig geschichte für einen so langen film. auch die verschiedenen handlungsstränge nerven etwas. man versucht zuviel handlung (ohne tiefgründige geschichte) in den zu langen film zu packen und erwartet vom zuschauer, sich den ganzen scheiss zu merken. gut nur, dass der film ansonsten nicht viel mehr fordert, so kann man dem ganzen gut folgen. fürs einmal anschauen als pro sieben sonntag nachmittags film wirklich gut geeignet, großes kino ists aber einfach nicht.

am aller besten fand ich diesen marshund, der irgendwie aussieht wie ein dünnerer, jüngerer und agiler jabba the hut.

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gajer1978

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Bewertung4.5Uninteressant

Ich hab mich lange dazu durchringen müssen, den Film anzuschauen...nun weiss ich auch warum... gut, wenn man mit wenig Erwartungen an einen Film rangeht, kann man eigentlich nur positiv überrascht werden...wurde ich hier aber nicht...Effekte ganz ok, Story hat mir nicht wirklich gefallen...alles in allem ein Film der Sorte "1x anschauen reicht vollkommen"...

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puppetmasterSD

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Bewertung9.0Herausragend

Für mich ganz Persönlich der inoffizielle Nachfolger des grandiosen Stargate Films. Hätte es jemals so einen gegeben, hätte er genauso sein müssen!

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howannes.warrakhjan

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Für mich zumindest Unterhaltsamer und besser als Avatar (das nur wegen seiner 3D Effekten) Punkten konnte. Irgendwie sagt mir das Setting, die Charaktere etc. weit mehr zu. Und Taylor Kitsch spielt seine Rolle recht Ordentlich, zwar Zurückhaltend aber gut.

Ansonsten ist er auch recht Amüsant und bietet mit Bryan Cranston, Willem Dafoe und Mark Strong recht gute Cast ergänzungen, auch wenn der erstgenannte zu kurz Auftritt. Klar hat es viele Anleihen zu Star Wars und Avatar, mann muss aber auch bedenken das die Geschichte rund um John Carter schon mehrere Jahre "vor" den beiden Filmen da war, Cameron und Lucas bedienten sich sogar an der Story von John Carter vom Planeten Mars das vom Author "Edgar Rice Burroughs" stammt. Eine Verfilmung war bis dato leider nicht möglich gewesen, weswegen es nun "Gefloppt" ist und die meisten Unwissenden meinen es wäre ein Abklatsch/nachmache.

Jedenfalls ich wurde gut Unterhalten, klar ging wesentlich mehr, aber wer keine zu Hohen Erwartungen hat wird eventuell Positiv Überrascht!

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daniel.wolf.7731

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Gelungener Mix aus Sience Fiction und Fantasy. Visuell großartig, nur etwas emotionslos geraten. Wäre der Film zu einer anderen Zeit angelaufen (am besten vor Avatar) hätte das Einspielergebnis sicherlich besser ausgesehen. Allein schon der "Auftritt" der affenähnlichen Kreaturen war die Kinokarte wert.

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