Jud Süß - Film ohne Gewissen
Jud Süß - Film ohne Gewissen (2010), AT/DE Laufzeit 120 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 23.09.2010
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43 Kommentare
Keine
von Oskar Roehler, mit Tobias Moretti und Moritz Bleibtreu
Propaganda ist das probate Mittel, um gerade zu Zeiten des Krieges (gegen wen oder was auch immer) die Massen zu beeinflussen und zu dem erwünschten Zweck zu führen, sich geschlossen hinter die propagierte Idee zu stellen. Das Medium Film eignet sich durch seine besonders suggestive Weise perfekt zum Mittel der Manipulation. Das erkannte keiner so gut (oder schlecht) wie der Propagandaminister des Dritten Reiches, Joseph Goebbels. Der von ihm in Auftrag gegebene Film Jud Süß ist das vielleicht anschaulichste Werk zur Mobilisierung gegen die Juden. Oskar Roehler hat in seinem Film Jud Süß – Film ohne Gewissen die Entstehungsgeschichte des Originals aus dem Jahre 1940 als Drama inszeniert. Darin wird der österreichische Schauspieler Ferdinand Marian (Tobias Moretti) von Joseph Goebbels (Moritz Bleibtreu) persönlich für die Rolle des Jud Süß gecastet. Regie soll Veit Harlan (Justus von Dohnányi) führen, der für Goebbels schon mehrere antisemitische Filme inszenieren durfte. Marians Frau Anna (Martina Gedeck) sträubt sich gegen die Aufnahme der Rolle, ist sie doch Jüdin. Da die Chance auf Erfolg aber zu reizvoll ist, lässt sich Ferdinand Marian auf den Pakt mit dem Teufel Goebbels ein, mit dramatischen Konsequenzen für ihn und seine Frau.
Jud Süß – Film ohne Gewissen lief zum ersten Mal 2010 im Rahmen der 60. Internationalen Filmfestspiele von Berlin und wurde mit gemischten Gefühlen wahrgenommen, was sowohl die Handlung als auch die Schauspielleistungen anbelangt. Während Tobias Moretti einhellig in seiner Darstellung des Jud Süß-Akteurs Marian gefeiert wurde, musste Moritz Bleibtreu so manche Schelte über sich ergehen lassen. Das Original Jud Süß lief übrigens auch auf einem Festival, nämlich den Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Aufgrund seiner immensen antisemitischen Propaganda-Qualitäten ist Jud Süß in Deutschland immer noch verboten und darf nur zu ganz besonderen Anlässen und unter strikten Auflagen aufgeführt werden. (EM)
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Cast & Crew
- Genre
- Biopic, Drama, Kriegsfilm
- Zeit
- Nachkriegszeit
- Handlung
- Antisemitismus, Besetzung, Betrogene Ehefrau, Dreharbeiten, Drittes Reich, Ehemann-Ehefrau-Beziehung, Exekution, Film, Filmfestspiele, Filmgeschichte, Filmstar, Filmstudio, Geliebte, Gestapo, Herrenrasse, Hitlerjugend, Joseph Goebbels, Jude, Judenstern, Judentum, Judenverfolgung, Jüdin, Jüdische Wurzeln, Jüdisches Leben, Kino, Mord an Ehefrau, NSDAP, Nazi, Nazi-Vergangenheit, Propaganda, Regisseur, Rehabilitation, Ruhm, Schauspieler, Schutzstaffel (SS), Unterschlupf, Verlust der Ehefrau, Verlust einer geliebten Person, Verrat, Verräter, Versteck
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Ernst, Verstörend
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Kritiken (23) — Film: Jud Süß - Film ohne Gewissen
Dietmar Kesten: Filmmag.de
Kommentar löschen[...] „Jud Süss“ bleibt nicht in der Erinnerung. Und das ist gut so. Meistens treten die Charaktere, die der Film zu bieten hat, dermaßen undifferenziert auf, dass die Brüche offensichtlich sind. Etwa: Gudrun Landgrebe, die sich im Bombenhagel vor einem offenen Fenster penetrieren lässt, oder Armin Rohde mit seinen Judenwitzen. [...]
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Kubrick_obscura Sun, 17 Oct 2010 15:11:37 -0000
Antwort löschenDas war Gudrun Landgrebe
Dietmar Kesten Mon, 18 Oct 2010 15:10:20 -0000
Antwort löschenStimmt. Danke für den Hinweis.
Christian H.: Kino, TV und Co, Wicked Vis...
Kommentar löschen[...]Ohnehin ist dann doch einiges an Roehlers Film problematisch. Dies gilt weniger für die dezidiert das Recht künstlerischer Freiheit einfordernden Szenen, wie jene, in der Marian die Frau eines Lagerkommandanten (Gudrun Landgrebe) im Bombenschein, die Vergewaltigungsszene aus „Jud Süß“ imitierend, am geöffneten Fenster nimmt, sondern für den intentionalen Anspruch des Films, den Roehler in diesem Film offensichtlich vertritt. Vieles, was in „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ erzählt wird, ist ja nun bekanntlich historisch nicht verbürgt, sondern aus dramatischen Gründen in das Narrativ implementiert worden. Das gilt für die jüdische Ehefrau, die Marian ebenso wenig hatte wie den jüdischen Freund Adolf Deutscher, den er erst bei sich versteckt, bevor dieser dann doch denunziert und deportiert wird. Es ist offensichtlich, dass Marians Beweggründe Goebbels zu Willen zu sein, angesichts seiner jüdischen Frau in einem anderen Licht erscheinen müssen. Dies stellt jedoch erst einmal grundsätzlich…
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Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ... Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ...
Kommentar löschen"Jud Süß - Film ohne Gewissen" über die Entstehung von Veit Harlans Machwerk, ist wie alle Roehler-Filme – unausgeglichen. [...] Jud Süß – Film ohne Gewissen bereitet die Geschichte um den raffiniertesten Propagandafilm des Naziregimes, bei dem Joseph Goebbels sozusagen die Produzentenrolle einnahm, nicht als Farce auf, um sie endlich verdaubar zu machen. Nein, der Film wird im direkten Sinne nicht mit seinem Thema fertig, hat das auch nicht vor – und darin liegt sein großer Reiz.
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Christiane Peitz: Der Tagesspiegel Christiane Peitz: Der Tagesspiegel
Kommentar löschenDas Problem ist jedoch weniger die Ethik als die Ästhetik. [...] Moretti hat das Zeug zu einem zutiefst zwiespältigen Helden, aber Roehler ist nicht Tarantino – seine Bizarrerien bleiben brav. [...] er schwankt zwischen Tragödie und Groteske, dem Mitgefühl für das Dilemma des Staatskünstlers und der Lust, sich darüber zu mokieren. Derart unentschlossen, gewinnt der Film etwas Läppisches und überhebt sich an seinem Sujet.
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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de
Kommentar löschenHier passt einfach zuviel nicht zusammen und setzt nur auf billige Effekte. Mit einem deutschen Abwehrreflex hat das dann auch wenig zu tun. Mit einem schlichtweg schwachen Film schon eher.
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H. Oehmsen
Kommentar löschenRoehler hat "Jud Süß" eben nicht als dokumentarisches Geschichtsdrama angelegt, wie das viele seiner Kritiker gern gesehen hätten, sondern als hochkarätig besetztes Melodram mit leicht satirischer Überhöhung. [...]
Doch Roehler ging es in seinem Film darum, die besondere Atmosphäre der nationalsozialistischen Filmwelt einzufangen, in deren Zentrum Goebbels stand. Und das ist ihm gelungen. "Jud Süß - Film ohne Gewissen" ist das ungleiche Duell zwischen dem mächtigen Nazi-Führer (gespielt von Moritz Bleibtreu) und dem Schauspieler vom Typ schmieriger Vorstadt-Casanova (Tobias Moretti).
Roehler und sein Drehbuchautor Klaus Richter schaffen ein Klima, das sich dicht an historischer Realität orientiert, und sie gehen der Frage nach, wie der Einzelne sich in diesem System verhält.
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R. Schenk: Berliner Zeitung R. Schenk: Berliner Zeitung
Kommentar löschenUnd so lädt Oskar Roehler dazu ein, namhaften Darstellern dabei zuzusehen, wie sie der Eitelkeit und den Ängsten ihrer prominenten Vorgänger Gestalt geben und dabei, zumindest indirekt, ihre eigene Rolle in der Medienindustrie ins Spiel bringen. Das Ergebnis ist zwiespältig – nicht zuletzt weil Roehler relativ frei mit biografischen Tatsachen umgeht. Seinen Spielfilm deswegen als misslungen zu entsorgen, ist freilich der bequemste Weg, mit dessen durchaus gegenwärtigen Themen umzugehen.
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Jörn Hetebrügge: fluter Jörn Hetebrügge: fluter
Kommentar löschenOhne erkennbare Linie schlingert der Film zwischen Farce und Melodram, greift Roehler, wohl um seinem Ruf gerecht zu werden, mal zu pseudoprovokanten Geschmacklosigkeiten, mal, mutmaßlich aus Angst vor der eigenen Courage, zu öden Stereotypen. [...] Immerhin: Tobias Moretti nutzt diese Gelegenheit zu einer großartigen Darbietung eines verführten Verführers, ebenso Martina Gedeck und einige andere. Moritz Bleibtreu dagegen gefällt sich als lärmende Goebbels-Parodie.
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Chr. Buß: Spiegel Online Chr. Buß: Spiegel Online
Kommentar löschenDummerweise tut Regisseur Roehler, [...] nichts anderes, als eben nur den Eros von Macht und Verführung zu beschreiben. [...] Fellatio und Faschismus - derart erotoman reduziert hat noch niemand die Wirkungszusammenhänge im Dritten Reich beleuchtet.
[...] Schon gar nicht sind "Jud Süß - Film ohne Gewissen" antisemitische Tendenzen vorzuwerfen, [...] Roehlers Film als Ganzen rettet das indes nicht, zu sehr regiert hier die entschuldigende Sicht des Sexualtherapeuten. Und statt der historisch genauen Analyse gibt es nur die Kolportage: Heißa, so wild trieb es die Reichshauptstadt!
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Josef Nagel
Kommentar löschenRoehler scheitert so an seiner Ambition, die Rolle der Filmindustrie, der Mitläufer darzustellen. Auf die allgegenwärtige Tendenz zu Schmiere, Spekulation und blossem Voyeurismus deutete bereits der Arbeitstitel hin: «Jud Süss – Sympathie für den Teufel». [...] Moritz Bleibtreu gibt Goebbels, seinen Mephisto, überdreht, in clownesker Karikatur, und gefällt sich im Chargieren ohne Erkenntniswert.
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Michael Kohler: www.filmdienst.de
Kommentar löschenEin ärgerlicher Missgriff ist die Verwandlung von Marians Ehefrau in eine Halbjüdin. Hier schielt Roehler auf das ganz große Melodram, doch wäre diesem Ansinnen auch mit einer weniger verfänglichen Figur gedient gewesen; mit einer Kommunistin beispielsweise oder einfach mit einer moralisch integeren Deutschen. Ist der Film deswegen ein Skandal? Eher nicht. Oskar Roehler dehnt die Grenzen der künstlerischen Freiheit, um seiner Hauptfigur eine tiefere Tragik zu verleihen, als es dem realen Marian vermutlich zusteht. Er wollte nicht die Geschichte eines Mitläufers erzählen, sondern das dunkelste Kapitel des deutschen Films neu lesen. Dabei ist er oft auf halbem Wege stehen geblieben, vielleicht, weil ihn die Angst vor der eigenen Courage erfasste. Ein interessanter Versuch ist sein Film trotzdem; außerdem hat er einen weiteren Beweis dafür geliefert, dass nicht nur Hollywood schillernde Nazis besetzen kann.
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Anke Leweke: taz, Deutschland Radio Anke Leweke: taz, Deutschland Radio
Kommentar löschenUnter anderem wurde "Jud Süß - Film ohne Gewissen" von der Kritik vorgeworfen, dass Marians Ehefrau (Martina Gedeck) von Roehler zur Halbjüdin umdeklariert worden sei, um die Erpressbarkeit des Schauspielers durch die Nazis klarer zu machen. Man kann eine solche Tatsachenverfälschung bei einem so sensiblen Thema instinktlos finden.Vor allem aber nimmt sie dem Film seine dramaturgische Brisanz. Denn die spannende Frage, ob und wie man sich als Künstler durch die Auswahl seiner Rollen schuldig macht, tritt so in den Hintergrund. Schade! [...]
Von ausgesucht gutem schlechten Geschmack ist eine Szene mit Gudrun Landgrebe, die sich als Gattin eines Sturmbannführers vom "Juden" Marian von hinten vögeln lässt. Man hätte sich mehr von diesen trashigen, durchgekallten und unter die Gürtellinie gehenden Einlagen gewünscht. Doch letztlich kann sich Roehler nicht entscheiden zwischen schriller Karikatur und einer Political correctness, die ihn an die Baugruben von Auschwitz führt. Es ist diese Unentschlossenheit, die man diesem Regisseur vorwerfen kann, aber nicht seine freie Interpretation geschichtlicher Fakten.
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Gebhard Hölzl : br-online Gebhard Hölzl : br-online
Kommentar löschenTobias Moretti spielt den zerrissenen Schauspieler Ferdinand Marian, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird, höchst glaubwürdig. Moritz Bleibtreu brilliert als Goebbels, weiß in puncto Gestik, Mimik und Diktion zu überzeugen. Roehler erzählt historisch über weite Strecken korrekt vom Werden und Wesen des Propagandafilms "Jud Süß". In Bild, Ton(alität) und Ästhetik kommt Roehler der Vorlage sehr nah. [...]
Wegen vieler unnötiger Exkurse, die gleichzeitig zu einem Schaulaufen deutscher Stars verkommen – Armin Rohde als Heinrich George, Ralf Bauer als Fritz Hippler sowie Robert Stadlober oder August Zirner – verliert Roehler das eigentlich Spannende seiner Story aus den Augen.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenDass Roehler sich diesen auf wahren Figuren und Zusammenhängen basierenden Stoff so zurechtbiegt, wie es ihm in den dramaturgischen Kram passt, und Marians Ehefrau eine jüdischer Herkunft andichtet, gehört zu den unverzeihlichen Patzern des Films, der seine Figuren zudem gerne als grob geschnitzte Marionetten präsentiert. Wie beispielsweise Moritz Bleibtreu als berüchtigter Propagandaminister. Bleibtreu spielt Goebbels als hinkenden Knallchargen mit bösartig blitzenden Augen, der mit jedem seiner lächerlichen Auftritte beim Zuschauer mühelos körperliches Unbehagen gepaart mit einem Fremdschämrefelx auslöst. Dies spiegelt die generelle Tendenz dieses, von Roehler im visuellen Stil der damaligen Zeit nicht sonderlich aufregend, ohne viel Feingefühl und mit Hang zum Nazi-Schmierentheater inszenierten Biopic wider. Immer wieder kippt sein Melodram ins Lächerliche, was in einer Sexszene mit Gudrun Landgrebe über den Dächern eines brennenden Berlins seinen peinlichen Höhepunkt erreicht. Vielleicht sollte Oskar Roehler sich in Zukunft mehr auf seine eigenen Stärken und Ausdrucksmöglichkeiten konzentrieren, anstatt sich am Stil anderer Regisseure wie Lynch oder Fassbinder zu orientieren.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenIns Auge springt zunächst einmal, dass der von Justus von Dohnányi dargestellte „Jud Süß“-Regisseur Veit Harlan zu einer Nebenfigur, seine Frau Kristina Söderbaum, die immerhin in Harlans Film die wichtige Rolle der Dorothea Sturm spielte, zur bloßen Staffage degradiert wird. Oskar Roehler richtet hingegen seine Aufmerksamkeit auf die Beziehung zwischen Goebbels und Marian, weil – so betonten Drehbuchautor Klaus Richter und der Regisseur selbst auf der Berlinale-Pressekonferenz – ihr Film in keinen Dokumentarismus verfallen sollte. Dass eine bloße Aufeinanderreihung von Fakten noch keinen tauglichen Kinofilm ausmacht, wurde dem Zuschauer etwa bei Uli Edels „Der Baader Meinhof Komplex“ ja allzu deutlich. „Jud Süß – Film ohne Gewissen“ muss sich denn auch an der von Klaus Richter beanspruchten „innere(n) Wahrhaftigkeit, die nicht unbedingt mit der äußeren, der dokumentarischen identisch ist“, messen. In diesem Sinne will der Regisseur nach eigenem Bekunden einen realistischen Spielfilm…
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Christoph Huber: Die Presse Christoph Huber: Die Presse
Kommentar löschenTatsächlich ist Jud Süß – Film ohne Gewissen vor allem irritierend widersprüchlich: Für Marians Tragödie mobilisiert Roehler melodramatische Mittel, die teilweise aufs Kino der Kriegs- und Nachkriegsjahre zurückgreifen, kreuzt das bewusst mit grotesken Entgleisungen ins Absurde. Bleibtreus enthemmter Goebbels führt sich wie ein eitler Karnevalsprinz auf und schwingt zwischendurch Hassreden zur „Judenfrage“. [...] Aber die absichtlich geschmacklose, befreiende Subversion kollidiert immer wieder mit einem Drama, dass sich den Zwängen dann doch nicht ganz entziehen kann: Vielleicht hätte der Stoff – gerade mit seinen zweifelhaften historischen Freiheiten – eher als Schlüsselfilm angelegt werden sollen. So geht das Resultat zwar öfter produktiv zu weit, aber letztlich auch nicht weit genug.
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Kyra Scheurer: Schnitt Kyra Scheurer: Schnitt
Kommentar löschenDer Spagat zwischen satirischer Überhöhung und psychologisch plausiblem Melodram scheitert und produziert Retro-Kitsch und Klischees – selbst Moritz Bleibtreu erliegt der Versuchung, das Original Goebbels ins Clowneske überdehnt einfach nachzuspielen, statt das Wagnis einer eigenen Interpretation einzugehen.
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LuGr: MovieMaze / multimania u.a.
Kommentar löschenWenn Charlie Chaplin oder Mel Brooks - also Filmemacher mit Talent - auf dem Regiestuhl gesessen hätten, hätte aus "Jud Süss - Film ohne Gewissen" eine durchaus amüsante Persiflage auf die Entstehungsbedingungen des NS-Propagandafilms werden können. So - mit Roehler und Drehbuchautor Klaus Richter - bleibt der Film ein unfreiwillig komisches, hölzernes Drama mit einer riesigen Ansammlung tumber Klischees von Figuren, ein mieses Schmierentheater ohne einen Hauch von Intelligenz, welches dem ernsten, heiklen und auch wichtigen Thema nicht annähernd gerecht wird.
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Christoph Egger: Neue Zürcher Zeitung Christoph Egger: Neue Zürcher Zeitung
Kommentar löschenKeinerlei Botschaft, sondern blosse Herumfummelei mit prekär besetzter (Film-)Geschichte kennzeichnet Oskar Roehlers unbedarften «Jud Süss – Film ohne Gewissen». Roehler und sein Drehbuchautor Klaus Richter (der wiederholt für Joseph Vilsmaier gearbeitet hat) vermögen sich nicht zu entscheiden zwischen historiografischer Darstellung und frei assoziierendem Melodrama. So werden die Vorgänge von 1939/40 um die Produktion von Veit Harlans Hetzfilm «Jud Süss» bald detailgetreu nachgestellt – vor allem formal, in der Verwendung beziehungsweise digitalen Bearbeitung des historischen Bildmaterials und durch ein weiches Licht mit ausgewaschenen Farben; bald werden munter die historisch-biografischen Fakten verdreht, erhält der von Tobias Moretti verkörperte Ferdinand Marian – worauf Friedrich Knilli, sein Biograf, im Vorfeld der Premiere hingewiesen hat –, der Darsteller des Joseph Süss Oppenheimer, anstelle einer Katholikin eine Halbjüdin zur Frau, wird er vom Mitläufer zum Opfer geadelt.
Wie man mit den Exponenten des Nationalsozialismus filmisch sehr frei umgehen und sie trotzdem der entlarvenden Analyse unterziehen kann, hat etwa Hans-Jürgen Syberberg mit «Hitler – ein Film aus Deutschland» (1977) gezeigt. Wie ihre joviale Brutalität und eiskalte Gefährlichkeit beschaffen gewesen sein mag, illustrierte meisterhaft die Umsetzung von Klaus Manns «Mephisto» durch István Szabó, dem sichtlich die Erfahrung des Totalitarismus im Nacken sass. Was Roehler und Richter über die Figur des Joseph Goebbels wohl zeigen wollen, das Faktum der genuinen Schmiere, das die Nazigrössen charakterisierte und verband, gerät in Moritz Bleibtreus eindimensionaler Interpretation jedoch zur plump-harmlosen Karikatur.
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Gary Rohweder: programmkino.de Gary Rohweder: programmkino.de
Kommentar löschenZu den wenigen Lichtblicken des Films zählen all jene Montagen, die das 1940 inszenierte Original „Jud Süß“ passagenweise nachstellen. Hier fällt vor allem ein Armin Rohde in der Rolle des Heinrich George, welcher seinerzeit den Herzog von Württemberg mimte, positiv auf. Leider einer der wenigen Darsteller, die man für ihre Arbeit explizit loben möchte. Wenngleich ein Tobias Moretti als Ferdinand Marian eine durchaus solide Leistung abliefert und in den besten Momenten sogar zu glänzen vermag. Als absolute Fehlbesetzung entpuppt sich dagegen ein Moritz Bleibtreu, der hier ausnahmsweise mal kein glückliches Händchen bei der Rollenauswahl beweist. Seine Interpretation eines Joseph Goebbels ist in keiner Sekunde glaubhaft. Sie leidet spürbar unter der Unentschiedenheit des gesamten Films.
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Alle Kritiken (23)
Kommentare (20) — Film: Jud Süß - Film ohne Gewissen
BlueEyedDevil80 Thu, 21 Mar 2013 18:42:53 -0000
Kommentar löschenLeider wird hier das "Deutsch=Nazi" - Klischee in einem Maß bedient, der den Film unglaubwürdig wirken lässt. Es wird so ziemlich jede handelnde Person, bis zu den kleinsten Statisten als Gehorsamer des Nazi-Regimes dargestellt.
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longus69 Tue, 18 Dec 2012 21:52:35 -0000
Kommentar löschenDie Begriff NAZIPLOTATION, den ich in einer Kritik gelesen habe trifft es genau auf den Punkt... Und ja... mir hat Bleibtreus Goebbels im Rahmen einer überzogenen Satire (die Goebbels auch im realen Leben war) gut gefallen...
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ezemeze Sun, 14 Oct 2012 15:24:20 -0000
Kommentar löschenEinen Film über einen Film zu machen, der ein Vorbehaltsfilm ist und den dementsprechend kaum einer gesehen haben kann, der Roehlers Film ansieht, ist von vorne herein problematisch. Ich hab mich lange davor gedrückt, mir diesen Film anzusehen weil ich aufgrund der damaligen negativen Berichterstattung selbst in den Kulturreportagen auf 3Sat mich hab verleiten lassen, ihn nicht zu sehen. Jetzt hab ich ihn mir angeguckt, und ich fand ihn nicht schlecht, sondern eigentlich gut gemacht. Moritz Bleibtreu als Pferdehuf Goebbels empfand am Anfang als gewöhnungsbedürftig wurde aber, wie auch ein anderer Kommentar vor mir schreibt, von Minute zu Minute besser. Es wird auch gesagt, dass Bleibtreus eher humoresque angelegter Goebbels mit dem Grundtenor des Films brechen würde, das find ich überhaupt nicht, für mich symbolisiert es eher die Abgehobenheit, die Selbstüberzeugtheit und Überschätzung und damit im wahrsten Sinne des Wortes die Arroganz der Macht. Moretti und Gedeck, Rohde liefern eine Glanzleistung ab, an sich ist der Film schauspielerisch sehr stark, vielleicht auch, weil versucht die Welt der Schauspielerei und entstehende Konflikte zu beleuchten.
Den Vorwurf, Roehler würde versuchen, die Geschichte umzuschreiben indem er Marians Frau von einer Katholikin zu einer Jüdin macht ist in der Hinsicht berechtigt, da Roehler mit der Fiktion Spielfilm in dem Augenblick bricht, als er Originalfilmaufnahmen der Goebbelskinder zeigt, die dem Propagandaminister eine Zelluloidbotschaft zum Geburtstag zukommen lassen. Hätte er nicht diesen Bruch vollzogen, wäre die Kritik vermutlich nicht so extrem harsch gewesen.
Wobei ich mir auch gerade wieder die Frage stelle, wieviele Journalisten den Original Jud Süß gesehen haben mögen, wahrscheinlich auch kaum welche. Hätte ich das Original nicht vorher gesehen, wären mir viele Sachen weniger verständlich gewesen. Wenn man das Wort Propagandafilm vernimmt, wird häufig von davon ausgegangen, dass es sich um einen plakativen plumpen Film handelt. Dass Propagandafilme und speziell eben Jud Süß eben nicht plump und plakativ war, sondern äußerst subtil unterschwellig seine gefährliche Botschaft ans Volk bringt, wird zwar gut von Roehler thematisiert, jedoch fehlt dem heutigen Publikum das Wissen, weil sie höchstens ein Paar Ausschnitte und dann meist die expliziteren Parts präsentiert bekommen haben. Vielleicht wäre ein Doppelfeature die Lösung gewesen.
An sich doch positiv überrascht von diesem Film, hatte schlimmeres erwartet.
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Freidenker Sun, 14 Oct 2012 15:50:36 -0000
Antwort löschenAuch wen ich mit dir eine 90% Übereinstimmung habe,so muss ich dir doch sagen das ich hier mit dir bewertungmäßig doch sicher sehr weit auseinander liegen würde,falls ich mit diesen Film überhaupt mal ansehen würde.
Aber alleine Moritz Bleibtreu als Goebbels schreckt mich so was von ab,in den Szenen die ich bisher gesehen habe wirkt seine Darstellung so was von unglaubwürdig,ja schon fast unfreiwillig komisch.
ezemeze Sun, 14 Oct 2012 16:23:34 -0000
Antwort löschenAls ich das erste Mal den Trailer mit Bleibtreu gesehen hab, hatte ich auch schon keinen Bock mehr. Bleibtreu hat die Rolle des Goebbels dann doch aber gut gespielt. Vielleicht liegt das auch darin begründet, dass es abschreckend wirkt, weil im deutschen Film anders als im anglophonen Raum nicht viel mit Dialekten und Akzenten gesprochen/gearbeitet wird.( Deswegen reagiert man z.B. irritiert, wenn eine Gedeck wirklich wie Ulrike Meinhoff spricht im Baader Meinhof Komplex) Abgesehen davon ist es eine Rolle die doch sehr vom üblich gesehenen Spektrum Bleibtreus abweicht.
Zum unfreiwillig komischen: An sich waren ja sowohl Hitler und Goebbels in ihrer Gestik und in ihrer Mimik ja eigentlich Karikaturen. Zwar extrem gefährliche Karikaturen aber Karikaturen.
Markus Zöllner Wed, 11 Apr 2012 23:48:12 -0000
Kommentar löschenIch war wirklich lange am überlegen warum ich für diesen Film nicht mehr als die Wertung '5' geben kann... Hätten die nicht Moritz Bleibtreu sondern jemand anders als Goebbels besetzt wäre es ein richtig, richtig guter Film. Obwohl ich Bleibtreu für einen grandiosen Schauspieler halte... Da ist er KOMPLETT fehlbesetzt! Dann lieber wieder zu "Chicko"
Tobias Moretti und auch Martina Gedeck liefern hier eine wirklich Grandiose Leistung ab und auch die Nebenrollen sind bis ins Detail super besetzt... Weshalb ich dann doch noch einen Punkt drauflege. Aber mehr geht beim besten willen nicht, seid mir ned bös'...
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rolandschupp Sun, 08 Apr 2012 22:24:12 -0000
Kommentar löschenUnfreiwillig komischer Trash mit namhafter Besetzung. Tobias Moretti spielt gut, der Rest ist farblos bis schlecht. Aber der Bleibtreu zieht eine dicke Show ab in der Rolle als Göbbels - irgendwo zwischen genial und Parodie oder auch völlig daneben. Man weiss es nicht genau. Aber der Ferdinand Marian hat jede zweite Frau im dritten Reich vernascht, Nazis kann man an schlechten Witzen erkennen und Gudrun Landgrebe parodiert sich selbst. Schade, hatte ja noch auf Bernhard Hohecker als Hitler gehofft.
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Rukus Fri, 10 Feb 2012 01:55:12 -0000
Kommentar löschenUnd wieder wurde ein abstossender Aspekt des Naziregimes filmisch offengelegt, damit die breite Masse davon erfährt. Hand aufs Herz, wieviele kannten den Film Jud Süß vorher?
Ich hätte mir nur gewünscht, dass es besser gemacht worden wäre. Sinnleere Verdrehung historischer Fakten bringt einen nicht weiter. Da wäre insbesondere die "Vita" von Marians Frau. Durch diese Verfälschung verliert der Film als ganzes zu einem gewissen Grad an Glaubwürdigkeit. Moretti spielt wirklich gut und ich persönlich finde Bleibtreus Interpretation von Goebbels zumindest interessant. Sein Auftritt vor der Presse, als er den Schreiberlingen fast wörtlich diktiert hat, was sie zu schreiben und zu lassen hätten, war beinahe beängstigend. Dennoch scheint irgendwie, was ich weniger passend fand, Bleibtreus komische Seite durch.
Im Endeffekt bleibt ein fahler Beigeschmack und die Erkenntnis, dass man das Thema deutlich besser hätte bearbeiten können.
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stalker Sat, 26 Nov 2011 20:47:42 -0000
Kommentar löschenGut, kenn ich jetzt die verbotene Strophe, kann ich ja endlich auch mal ins Stadion gehen, in Bierzelte, auf Fanmeilen, mich an Autobahnnotrufsäulen ketten, womit ich bei Hitler wäre, also beim Film, also bei Röhler, der ja schon mit "Elementarteilchen" zeigte, dass ihm eigentlich alles schnuppe ist, nur nichts ernst nehmen und ist doch nur Spaß oder zumindest lang her und Scheiß auf Anspruch, weil ist doch nur Film, der aussieht wie Theater hinterm Vorhang und von diesen Etepetete-Nazis kann man sich doch prima distanzieren und da wird es doch mal Zeit für das Bundesverdienstkreuz.
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BlueSquirrel Sat, 26 Nov 2011 21:56:53 -0000
Antwort löschenIch nehm auch eins. Plus zwei sum mitnehmen.
Piy Sat, 12 Nov 2011 01:48:46 -0000
Kommentar löschenwt (entschuldigt die wortwahl :P) f?
ich habe noch nie einen so guten göbbels gesehen wie bleibtreu. er spielt ihn mit jeder minute besser.
abgesehen davon, dass ich großer fan des films "jud süß" bin, weil es einfach ein filmisch guter und mit heutigem wissen geradezu kabarettistischer film ist, ist diese "geschichtliche" nacherzählung wirklich interessant.
wen das thema allerdings interessiert, sollte sich den originalfilm ansehen. was leider nicht so leicht ist, wir leben schließlich in einem "rechtsstaat", der einen davor beschützt, böse sachen zu sehen. mal ehrlich, glaubt ihr, es gibt einen nazi, der schlau genug ist, die propaganda in dem film zu verstehen? der film "jud süß" taugt doch heutzutage nurnoch als frühe filmkunst und politische farce. aber genau dafür sehr gut.
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kristiaan Thu, 08 Sep 2011 22:07:02 -0000
Kommentar löschenDie erste Hälfte nicht schlecht, außer dieser Bleibtreu. Dann wird es regelrecht albern. Unglaubwürdige Szenen hinterlassen bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Vielleicht habe ich den Film nicht so richtig verstanden. Möglicherweise ist auch das Gras dran schuld. Na ja, trotzdem geht so, der Film.
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Tuvok Sat, 04 Jun 2011 18:40:50 -0000
Kommentar löschenEin bisschen vom 1940er Original und so herum:
Was ich nie verstehe wieso alle so ein Ärgernis machen um etwas dass 60 Jahre vorbei ist. Der Krieg, genau, Wir haben Guantanamo, das ist genauso wie die Zeit damals fast, und da regt sich keiner auf oder traut sich keiner. Nun kommt in die Kinos ein Film der 1940 im Original auch so geheißen hat, und den Veit Harlan verfilmt hat. Ein Film der absolut Nazipropaganda war, ich hoffe dass bei einer DVD Veröffentlichung dieser Alte Film auch als Bonus mit darauf gepackt wird, aber ich fürchte dass es nicht so wird, denn der Alte Film ist einfach beschlagnahmt und im Murnau Filminstitut hinter irgendeinem Tresor gelagert oder so.
Damals hat die NS Propagandazeit so gut gewirkt dass man sich dachte, he wieso nicht gleich einen Film machen, und der wurde dann einer der schlimmsten Propagandafilme, die bis heute bekannt sind, weil sie einfach Sammelobjekte sind. Ich kenne die Filme fast alle, und ich muss sagen, ja es gibt ärgeres, die Aussagen sind allesamt Dreck, das ist klar, aber der Film nun der ist gar nicht Mal so übel, für die damalige Zeit, und hat einen gewissen Kunstcharakter.
Die Handlung war ja einfach damals. Also der Joseph Süß Oppenheimer ist ein Finanzamtsbeamter oder wie das heißt, so ein Typ den keiner so richtig leiden kann, und er ist Jude. Der ist 1698 in Heidelberg geboren und 1738 in Stuttgart geköpft worden. Der hat damals den Herzog überredet sein Volk zu knechten, damit er im Luxus weiterleben kann. Dann gibt´s eine Revolution, die wird niedergeknüppelt. Und er ist auf die Arische Dorothea scharf, Arisch ist so ein Wort dass da im Film oft vorkommt und für Joseph wichtig ist. Er vergewaltigt sie, sie bringt sich um, Revolte kommt, und wie es damals im Begriff Rassenschande angedeutet wird, wird er ja geköpft oder gehängt weil er Sex ist einer Christin hatte. Am Schluss bettelt Joseph um Gnade, und nur deswegen weil Propagandaminister Joseph Goebbels das wollte. Und während des Filmes gibt es halt so Aussagen wie dass Juden Volksschädlinge sind, die sich gut mit Geld auskennen und alle ausbeuten und so einen Dreck. Der Film wurde vom Drehbuch oft umgearbeitet, und was auch verwundert, die Novelle im Ursprung ist von Wilhelm Hauff geschrieben worden und hier im Film eben umgearbeitet worden.
Besitzer ist heute die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, der Film war von den Alliierten eingezogen worden und darf heute nur aufgeführt werden im Kino wo Leute der Stiftung sitzen die den Armen Deutschen der sich hinten und vorne nicht auskennt erklärt dass es ein Propagandafilm ist. Alleine darf man sich ja den Film nicht angucken, ist ja streng verboten. Angeblich hat der Film auch dazu beigetragen dass viele Juden eben umgebracht wurden. Emil Jannings hat für die Rolle abgelehnt, so bekam ja damals die Hauptrolle der Ferdinand Marian, den eh keiner kennt. Und jetzt kam eben die Neufassung ins Kino wo Tobias Moretti den Marian spielt und Moritz Bleibtreu den Göbbels. Von 1937 – 1941 gibt es ca. 50 so genannte Vorbehaltsfilme. Also Filme die man sich nicht so ansehen sollte, weil sie Propagandamist sind. Oder solche Szenen beinhalten wie der Film „Der ewige Jude“ In Amerika gibt es den Film auf DVD, in Deutsch mit nicht ausblendbaren Untertiteln. Ja und das war die Story vom 1940 er Original in Kurz.
Jetzt kommt alles rund um den Film von 2010 und einige Dinge rund um den Film:
Worum es hier geht ist einfach. Also der Ferdinand Marian hat 1938 oder so keinen Film mehr gemacht, der ist ja Schauspieler und erfolglos. Er ist übrigens Österreicher. Da kommt Propaganda-Minister Joseph Goebbels und trifft sich mit ihm und meint, dass er für eine Rolle im Film „Jud Süß“ vorsprechen soll. 1984 übrigens gab es so ne ähnliche Doku Mal über den Film. Er will zuerst nicht, er hat zu viel zu tun, er ist nämlich mit vielen Frauen im Bunde. Frauenheld halt. Und 1940 wird der Film dann gedreht. Veit Harlan (Justus von Dohnányi), hat so viel Einfluss auf den Ferdinand dass er sich irgendwie verändert. Anna Marian, (Martina Gedeck) ist ziemlich traurig über ihn.
Damals haben das Original mehr als 20 Millionen Leute gesehen und hier in der Neufassung wird auch ungefähr so ein Teil gedreht dass der Film so erfolgreich ist. Nach dem er den Film drehte reißt sich jeder um ihn, jeder will ihn sehen, jeder ist vom Film begeistert, es ist die Zeit wo das Volk wirklich glaubte die Juden sind schuld.
Ferdinand ist aber nicht dumm, er kommt dahinter was die NS Typen wirklich so für Typen sind. Und ganz arg, er hat sogar einen Jüdischen Schauspieler versteckt, Adolf Wilhelm Deutscher, den die Haushälterin verratet. In einer Szene übrigens sieht man recht gut Moritz Bleibtreu wie er Moretti droht, den Film zu machen.
Na Ja Ferdinand wird dann Säufer und da ja seine Frau geflüchtet ist, oder weg ist oder so, findet er Zuflucht bei der Tschechin Vlasta. Nachdem aber Goebbels die Frau von Ferdinand deportieren lässt, um ihn zu erpressen wendet sich Ferdinand gegen ihn. In einer Szene übrigens gut zu sehen wie Moretti den wütenden Göbbels entgegen tritt, denn Marian will ja den Film gar nicht machen. Er will ja nach Hollywood.
Marian hat den 2. Weltkrieg übrigens überlebt, aber seit bekannt wurde dass er so einen Film dann doch gemacht hat, darf er nie wieder Schauspieler sein. Veit Harlan dagegen ist rehabilitiert worden, wieso weiß ich auch nicht. Und irgendwann so nach 1945 oder so trifft er auf den Adolf Wilhelm den er Mal versteckte, er hat eine Nachricht von seiner Frau für ihn die damals deportiert wurde.
Ja so ungefähr klingt das ganze. Nicht gerade sehr spannend, aber nett Mal so den Hintergrund zu sehen vom Film. 2006 war der Film schon fast fertig, oder besser gesagt, das Drehbuch. Übrigens im Film spielt auch Armin Rohde mit. Da ja damals Moretti im 3 Teiler „Speer und Er“ eine sehr gute glaubhafte Rolle spielte, hat man sich für ihn entschiede. Er hat ja damals den Hitler gespielt.
Da ja der Film nicht so gedreht werden konnte wie damals, Also wegen einiger Aussagen und was weiß ich, hat man den Film einige Male umschreiben müssen. Übrigens eine Szene vom damaligen Originalfilm hat man in den Film sogar digital reinkopiert, aber das sieht man fast nicht. Und zwar die damalige Schlussszene von dem alten 1940 er Film.
Der 2010 er Film übrigens basiert ich Glaube auf so einem Roman oder so. Ich Glaube so an die 100 Minuten dauert der Film, keine Ahnung. Was mir am meisten gefallen hat, Bleibtreu als Göbbels, der ein bisschen zu übertrieben seine Konsonanten und seine Worte im Satz erhebt, immer so redet als wäre er ein Dramatiker. Irre der Typ. Guter Schauspieler. Auch Moretti war gut, allerdings hat mir eines nicht gefallen. Der Film war stinklangweilig. Passiert ist wenig im Film.
Was ich gut fand, Hans Moser ist Film aufgetaucht, als neuer deutscher Schauspieler, ich Liebe die Moser Filme, ja der war immer der Lieblingskomiker von Hitler. Er konnte nur überleben weil er eben so gut war, und da war er auch ein Problemfall weil er ja mit einer Jüdin verheiratet war. Er hatte im 13. Bezirk ne schöne Villa die heute noch steht. Die Erben sind alle zerstritten. Wie es halt so ist. Kristina Söderbaum spielt auch mit, Also die Rolle. Die Alte originale Kristina jedenfalls ist wirklich viel besser als die neue deutsche. Irgendwie ist der Deutsche Film nicht übel, aber der ist langweilig leider, aber nicht übel. Es ist Mal interessant so ein Drama zu sehen über einen Film den wirklich fast jeder kennt oder viele, die sich mit Film beschäftigen.
Man merkt dass der Regisseur irgendwie Schwierigkeiten im Film hatte die Rollen so zu führen als wären sie echt. Das liegt daran dass man vieles von damals nicht nachrekonstruieren kann. Der Film der ja den Titel hat, ist aber nicht ein Film der sich mit dem Film auseinandersetzt sondern eher mit der Person Marian. Übrigens anfangs vom Film ist Marian als Othello zu sehen in einer Szene mit Jago, ja Shakespeare halt, die Szene fand ich so langweilig, so Direct to Video irgendwie, irgendwie wie ein blödes Theater, gar nicht so gut, dann fing ja der Film an und zeigt eben die wichtigen Darsteller.
Die Story mit der Anna und dem versteckten Juden ist natürlich eine Erfindung vom Regisseur des 2010 er Filmes, das gab es Glaube ich damals nicht, ich hoffe ich irre mich jetzt nicht, und dass ist deswegen weil der Regisseur Glaube ich irgendwie darstellen wollte was Marian für einen Konflikt mit sich trägt. Na Ja es geht ja eben um Marian der eben kein Judenhasser ist, der Mitgefühl hat, es nicht zeigen kann und trotzdem ein Deutscher sein möchte. Ja irgendwie halt ein Konfliktfilm halt.
Übrigens Robert Stadlober spielt mit, Lutz heißt er im Film, einen SS Typen spielt er. Erwähne ich deswegen weil einige so Szenen im Film vor kommen die eigentlich Klischees sind, hat man deswegen gefilmt dass man wenigstens ein bisschen Altertümliches mit sich nach Hause trägt, ein bisschen 1940 er Atmosphäre, ein bisschen Authentisch soll der Film auch sein ist er aber nicht so ganz, Na Ja ist halt nach einem Buch gefilmt.
Wenn ich jetzt den Film so kurz beachte, ja er ist glaubhaft gespielt, Moritz ist besser als Moretti, dafür Moretti ist im Film so ein Typ wo man nicht weiß was er denkt, ja der spielt gut, Moritz aber ist im Film hervorragend als Göbbels, echt gut gespielt, nur eines fehlt, die Spannung im Film.
Irgendwie ist mir der Film zu sehr Kammerspiel, leider. Und noch was, wie heißt das? Ja Kitschig, irgendwie ist der Film mir etwas kitschig vorgekommen, der Regisseur ist ja nicht übel, aber er hätte den Film viel spannender drehen können, und das habe ich hier vermisst. Eines ist mir auch noch so aufgefallen, wieso hat man den Film nicht so gedreht wie es damals war? Das ganze ist ja ne TV Produktion für das Kino, man hätte es meiner Meinung nach so machen müssen wie es damals war. Dreckig, Naziverseucht, Antijüdisch und echt Scheiße. Das hat hier gefehlt. Leider.
Was im Film auch fehlt ist die Auswirkung auf das Publikum, die waren ja damals alle verrückt nach dem Film als er in Venedig uraufgeführt wurde, hier im Film sieht man das nicht, hier sieht man dafür wie Schauspieler versuchen ein paar Irre Nazis zu spiele.
Noch was hat gefehlt, der Film wurde zwar viel in Wien gedreht um die Alte Atmosphäre einzufangen aber eines fehlte, der Alte Glanz alter UFA Filme, das hat irgendwie hier gefehlt. Und so ist vom Film nicht viel geblieben als eine Neuauflage von einem Klischeestreifen mit guten Schauspielern, über einen der meistgehassten Filme des 20. Jahrhunderts. Eines war gut, so schnell du oben bist, so schnell bist du auch wieder unten.
Irgendwie langweilig und zu TV mäßig. 55 von 100 Punkten.
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stuforcedyou Wed, 18 May 2011 12:35:02 -0000
Kommentar löschenEs ist schade, denn obwohl ich das Projekt sehr interessant fand und einige Szenen durchaus gelungen waren, hinterlässt „Jud Süss – Film ohne Gewissen“ doch einen schalen Eindruck. Die Erkenntnis vom Ruhm und seinen Schattenseiten sowie seinen Verlockungen ist ebenso konservativ und banal erhalten wie das versteinerte Spiel von Martina Gedeck. Ein wahres Highlight des Films ist Moritz Bleibtreu als Goebbles. Seine Darstellung ist beachtlich, wirkt aber so karikiert, dass er in einer Komödie wesentlich besser aufgehoben wäre.
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simvlacrvm Fri, 08 Apr 2011 19:34:54 -0000
Kommentar löschenMoritz Bleibtreu ist ein sympathischer, wenn auch leicht schizophrener Goebbels. Der Film ist recht unterhaltsam, wenn man nicht zusehr auf Details achtet. Nervig: Die verklärende Attitüde aller Nazis, cholerische und stumpfe Bluthunde zu sein. (zB: Ein Nazi wird in ner Bar umgeschubst und feuert daraufhin erstmal sein Magazin in die Menge.)
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Brennegan Fri, 01 Apr 2011 23:46:48 -0000
Kommentar löschenDie ewige Geschichte des nach Ruhm gierenden Deutschen, der sich für dieses Verlangen an das Regime Adolf Hitlers verkauft.
Auch wenn Moretti hier eine gute Leistung abliefert, die Geschichte an sich ist nicht neu und in ähnlicher Art des Öfteren passiert. Ob die Besonderheit Marians als Propagandaobjekt jetzt unbedingt einen Film wert ist, kann Roehlers Werk zumindest nicht beantworten. Zu banal wirkt die Zusammenstellung, zu bescheiden ist der Konflikt in diesem Mann dargestellt, geschweige denn der Konflikt mit seinem eigenen Mephisto Goebbels. Wenn schon Abweichungen von der Realität, dann doch hier, bei der dämonischen Figur, die Bleibtreu so sehr verkörpern will, dass er Morettis Leistung geradezu überstrahlt ... oder um aktuell zu bleiben, sollte man sagen, verstrahlt. Denn die Darstellung des Schauspielers wirkt wie ein erzwungener Versuch sich wie ein Bruno Ganz durch Überspitzung der Figur zu nähern. Was schon bei dem Schweizer einen faden Beigeschmack hinterlässt, wirkt bei Bleibtreu durch sein weit geringeres Talent eher lächerlich und wird zeitweise sogar unerträglich …
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chrissi7 Tue, 15 Mar 2011 20:31:55 -0000
Kommentar löschenDieser Film ist ein Spiel- und kein Dokumentarfilm, deshalb darf er historische Tatsachen verdichten und erweitern. Marian wird dadurch, dass er eine halbjüdische Frau hat, ja nicht sympathischer. Der Film versucht auch nicht, ihn als Opfer darzustellen. Er ist ein Verführter, der aus eigener Schuld erbärmlich zugrunde geht. Tobias Moretti spielt den Marian meisterhaft, nuanziert, bringt alle Fazetten dieser Person zum Ausdruck. Sein Gegenspieler, Bleibtreu, allerdings spielt seinen Göbbels als Karikatur, ohne jeglichen schauspielerischen Anspruch spielt er ihn einfach nur runter - eine grandiose Fehlbesetzung. Und daran krankt der Film, wenn Göbbels eine farcenhafte Karikatur ist, versteht man den ganzen Konflikt des Marian und die ganze historische Situation nicht.
Trotzdem wagt der Film viel, regt zum Nachdenken an (sind wir alle verführbar?) und ist absolut sehenswert.
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J0J0 Mon, 01 Nov 2010 21:16:32 -0000
Kommentar löschenGerman Opfer Kino oder Parodie? Irgendwie beides? Ich weiß es nicht. Wirklich schlimm fand ich den die ganze Zeit durch meinen Kopf wabernden Gedanken daran, wie viele Leute beim Genuss dieses "unmoralischen Films" wohl sowas dachten wie: "So war das also! Der arme Mann! Und dann wird er auch noch für einen Juden gehalten!"... "Jud Süß" könnte wirklich, wie Kubrick_Obscura oben schrieb, eine Satire auf das deutsche Nazikitschkino der Gegenwart sein. Zu befürchten ist aber, dass das außer dreieinhalb Kritikern niemand merkt.
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mikemacbean Wed, 20 Oct 2010 15:49:06 -0000
Kommentar löschenIch war bei der Premiere in Stuttgart, fand den Film nur mäßig aber was viel schlimmer war: Der Regisseur, Oskar Röhler kam 1. verspätet und 2. nicht zur Fragerunde, da ihm der Kinosaal nicht voll genug war. Ein ziemliches A****loch
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Sundance_Kid Sat, 25 Sep 2010 16:42:33 -0000
Kommentar löschenIch weiß ehrlich nicht, warum so viele Leute ein Problem mit dem Film haben, ich fand ihn eher belanglos. Bleibtreu spielt den Goebbels meines Erachtens richtig gut. Warum man nicht etwas ändern bzw. fiktionalisieren darf, vor allem, wenn man das dann auch noch deutlich und offen sagt (im Abspann) verstehe ich nicht. Seit wann muss sich ein Film im Detail an geschichtliche Ereignisse halten, noch dazu, wenn es darin um zeitlose Themen geht?
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philopee Sun, 26 Sep 2010 17:12:31 -0000
Antwort löschenBei "Inglourious Basterds" hat es ja auch niemanden gestört!
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Fialar Tue, 28 Sep 2010 17:50:25 -0000
Antwort löschenBei "Inglourious Basterds" war das ne völlig andere Sache. Bei "Jud Süß" werden einem Naziverbrecher 'ne jüdische Ehefrau plus jüdische Freunde angedichtet um ihn zu einem sympathischeren Charakter und einer geeigneteren Identifikationsfigur zu machen, und das ist schlicht und ergreifend geschichtsrevisionistisch und hat nix mehr mit Kunstfreiheiten zu tun.
Sundance_Kid Tue, 28 Sep 2010 21:52:12 -0000
Antwort löschenDu meinst also zu wissen, was Roehler intendiert. Wieso soll der Marian dadurch sympathischer werden, dass er im Film eine jüdische Ehefrau hat? Also mir kam er (deswegen) weder sympathisch vor, noch schien er mir eine geeignete Identifikationsfigur zu sein. Ich hatte überhaupt nicht das Gefühl, als wolle der Film geschichtliche Erkenntnisse revidieren. Die geschichtlichen Tatsachen sind bekannt, der Film erzählt eine fiktionale Geschichte. Den Vergleich mit "Inglourious Basterds" find ich aber auch unpassend.
Keoma Thu, 23 Sep 2010 19:26:19 -0000
Kommentar löschenDie dt. Schauspieler, die beim Casting für "Inglourious Basterds" durchgefallen sind (Ausnahmen sind Moretti und Dohnanyi, die sich recht wacker schlagen) bekommen die Chance in einem zünftigen Nazistadl mitzuwirken und nehmen diese Möglichkeit gerne wahr. Moritz Bleibtreu spielt zum ersten mal in einem Film NICHT Moritz Bleibtreu, der versucht einen Charakter darzustellen sondern Goebbles und er spielt ihn wie eine Mischung aus Keyser Soze und Hubert Bonisseur de la Bath, was in diesem Falle KEIN Lob darstellen soll. Am bizarrsten ist tatsächlich die Szene mit Gudrun Landgrebe, die ich noch nie als sonderlich hübsch oder talentiert empfunden habe, da waren wahrscheinlich Drogen im Spiel.
Über die verzerrte Historie haben sich schon genug Leute aufgeregt, daher sage ich nur noch so viel: Das "Bestinszinierte" an "Jud Süß - Film ohne Gewissen" sind tatsächlich die akribisch nachgestellten Szenen aus "Jud Süß", was leider beweist, dass Veit Harlan, so abscheulich sein Werk auch ist eines war, ein talentierter Mensch. Roehler ist ein solcher nicht.
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filmtipp Wed, 01 Sep 2010 07:08:36 -0000
Kommentar löschenUm Himmels Willen... bei diesem Film fehlen selbst mir die Worte!
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thomf Thu, 23 Sep 2010 09:36:28 -0000
Antwort löschenbei einer übereinstimmung von 91% glaube ich gerne an dein urteil über 'jud süß'
FutureInstitute Sun, 28 Feb 2010 13:01:05 -0000
Kommentar löschenunnecessary
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samploo Wed, 23 Jun 2010 17:15:04 -0000
Antwort löschenGib Marty endlich seinen Delorean zurueck.
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Snajper Thu, 23 Sep 2010 18:56:33 -0000
Antwort löschenManchmal reicht ein Wort aus, um alles gesagt zu haben, was man über einen Film gesagt haben muss.
LokisSon Wed, 12 Jan 2011 19:44:46 -0000
Antwort löschenVor allem, wenn es 50% der verwendeten Wörter ausmacht.