Kampf der Totenköpfe

Legend of Hell House (1973),
Laufzeit 91 Minuten, Horrorfilm

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Kampf der Totenköpfe - Bild 4590233
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von John Hough, mit Pamela Franklin und Roddy McDowall

Irgendwo in einer abgelegenen Gegend von England im Nebel liegt das Höllenhaus, einstmals Residenz einer mysteriösen Person, die Macht ausübte und Willenskraft über alles schätzte. Jetzt ist es ein gefürchtetes Spukhaus…

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crab1973

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Bewertung7.0Sehenswert

Dann schauen wir mal, was sich hinter Türchen Nummer 2 des ungeheuerlichen Adventskalenders verbirgt. Es ist:“Kampf der Totenköpfe“. Häh?
Ich gebe es ja zu: Unter diesen Namen habe ich auch noch nie von dem Film gehört und das scheint nicht nur mir so zu gehen. Anders kann ich mir es jedenfalls nicht erklären, dass hier noch kein Kommentar abgegeben wurde, gilt dieser Streifen im allgemeinen doch als einer der besten Spukhausfilme aller Zeiten. Allerdings nur unter seinem, viel bekannteren Namen „Tanz der Totenköpfe“ oder aber „The Legend of Hell House“.
Hätten wir das mit dem Namen also geklärt. Bleibt also die Frage ob der Film wirklich so gut ist, wie immer behauptet wird und ob ich mich dabei immer noch so grusel wie als Halbstarker, als ich den Film das erste mal gesehen habe.
Irgendwie nicht. Ich würde so gerne mehr Punkte auspacken aber wenn man es ganz genau betrachtet hat Autor Richard Matheson („I am Legend“) nur eine Variante von Robert Wises „Bis das Blut gefriert“ abgeliefert und das ganze mit etwas mehr sexuellen Komponenten und Blut aufgeladen.
Das soll jetzt nicht heißen, dass der Film schlecht ist. Obwohl 1973 gedreht, lässt er Jan de Bonts Gurke „Das Geisterschloss“ immer noch weit hinter sich. Allerdings ist er auch nicht der Semi Klassiker zu dem er gerne gemacht wird, dafür kupfert er doch etwas zu sehr bei Robert Wises ultimativen Spukhausfilm ab.
Spannend ist das Ganze trotzdem und wir haben sogar eine unheimliche und beeindruckende Kameraführung, die mehr als einmal an Dario Argento erinnert.
Die Schauspieler geben sich auch alle Mühe und auch das Setting ist sehr gelungen. Das Gemäuer ist ausreichend gruselig und die Tricks sind souverän gelöst, wenn auch nur Standard für die Zeit.
Einige Sequenzen, bei den Seancen erinnern etwas an „Der Exorzist“, ob da abgekupfert wurde oder sich Matheson nur bei einem, zu der Zeit angesagten Thema bedient hat weiß ich nicht.
Die Musik ist nicht weiter erwähnenswert, halt Standard. Sie nervt allerdings auch nicht, wie leider so oft bei 70er Horrorfilmen.
Ein bisschen trashiger Charme kommt sogar auch noch auf als der Physiker sein „High Tech“ Gerät auspackt und ein Medium versucht, dieses mit einem Brecheisen zu zerstören. (Mädchen, Du bräuchtest einen Panzer um das Ungetüm auch nur zu zerbeulen!)
Nebel, schwarze Katzen, verängstigte Frauen und ratlose Helden. Also alles da um einen vergnüglichen Abend im Hell House zu verbringen und sich ein wenig vom grauen Alltag abzulenken. Durch die eingeblendeten Zeit und Datumseinträge kommt sogar fast ein wenig Dokumentarfeeling auf.
Nicht jetzt so super originell aber immer noch weitaus besser als das meiste, was einem sonst so von der Spukhaus Front so aufgetischt wird.

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