Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte

Capitalism: A Love Story, US 2009

Community:

6.3

Ganz gut

bewerten

 

Kritiker: 5.7

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Genre
Politische Dokumentation
Inhalt

Michael Moore kehrt mit "Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte" zurück zu der Frage, die vor 20 Jahren bereits seine Karriere eingeleitet hat: Welche Auswirkungen hat das desaströse Verhalten von Großunternehmen und ihr ungebändigtes Profitstreben auf das Leben der Menschen? Nach "Roger & Me", "Bowling for Columbine", "Fahrenheit 9/11" und "Sicko" untersucht er nun gewohnt kritisch und mit bissigem Humor die Ursachen und Auswirkungen der globalen Finanzkrise.

Cast
Michael Moore Mehr
Regisseure
Michael Moore
Autor
Michael Moore
Laufzeit
105 Minuten

Über diesen Film

Mit der Bekanntgabe des Titels seines neuen Films offenbart Michael Moore, dass es für ihn Zeit war, eine „Liebesgeschichte“ zu drehen: „Es ist ein ausgezeichnetes Date-Movie. Es beinhaltet alles, was dazu gehört – Begierde, Leidenschaft… Mehr

Poster und Merchandise zum Film im Fanshop

Kritiker — Geht so 5.7

Der Film Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte wurde von 7 Kritikern bewertet.

Betsy Sharkey: Los Angeles Times

3.5Schwach

[...] Diesmal steuert der Dokumentarfilmemacher keine Unternehmenstitanen [...], sondern das Konzept "Kapitalismus" an sich an, und damit auch Amerika als das Land, was scheinbar ohne es in seiner Existenz erlöschen würde. Weitergehend betrachtet sind wir alle Moores Ziel, [...] wir, die Leute, die Kapitalismus mit Demokratie verwechseln. [...]. Ein sehr riskanter Eröffnungsschachzug, und Moore weiß das. [...]

Seine provokativen Gegenüberstellungen [...] sind nun nach Jahren nichts ungewöhnliches mehr. Sie fühlen sich sehr aufgeweicht an in diesem Film. Er spürte wohl die Notwendigkeit den Kurs seines Filmes genauer abzustimmen, stellte Betrachtungen aus dem alten Rom, und warum das Reich unterging [...] neben die Aufnahme des Spazierganges mit seinem 88jährigen Vater, der melancholisch über eine stillgelegte Zündkerzenfabrik sprach, in welcher er 4 Jahrzehnte gearbeitet hatte. [...]

Es gibt Diagramme, Kurven und Graphen, die erklären, wie die … Mehr

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G. Jekubzik: Filmtabs

8.0Ausgezeichnet

Doch trotz allem trifft Moore den wunden Punkt und rührt mit einer (naiven) Vision besserer Zustände. 1936 schützte Roosevelts Militär streikende Arbeiter in Flint vor Polizei und Schlägertrupps. Der Präsident schlug eine neue Verfassung vor, die das Recht auf Arbeit, auf ein Dach über dem Kopf, auf Mindestlöhne, Gesundheitsversorgung und Altersfürsorge enthielt. Kurz darauf starb er. Und mit ihm eine Hoffnung, die Moore neu entfachen will. Aber weder Film noch Krise scheinen Wirkung zu zeigen: Die Steuerzahler bezahlen die Rechnung noch Jahrzehnte lang, während die unverschämt Reichen schon wieder zocken.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

7.0Sehenswert

Beinahe könnte man diesmal sein Vergnügen haben an Moores Pamphlet. Nicht dass Moore zum Klassentheoretiker gereift wäre, ein mehr als nur oberflächliches Interesse an soziologischer oder ökonomischer Analyse entwickelt hätte oder auf die penetrante - wenngleich dann doch immer wieder lustige - Selbstinszenierung als Gewissen eines gewissenlosen Systems verzichtete. Es kommt dazu, dass "Kapitalismus. Eine Liebesgeschichte" immer mal wieder ziemlich fetzt.

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Alle Kritiken (8)


Kommentare — Ganz gut 6.3

Der Film Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte wurde von 71 Mitgliedern bewertet.

GMU

Bewertung3.0Schwach

Kapitalismus, nun, klar ist, egal welche Wirtschaftsform, Macken haben’se alle. Dieser Streifen bringt nichts Neues zu Tage, sondern kaut lediglich Altbekanntes wieder und versucht dabei noch ein wenig auf die Tränendrüse zu drücken. Diese Welt ist ach so gemein. Bush, Reagan, dies waren keine Heilsbringer, keine Frage, aber, verehrter Herr Moore, Obama ist definitv ebensowenig der Messias, den wir so gerne hätten.

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notsch

Bewertung7.0Sehenswert

Pointiert wie immer bringt Michael Moore in "Kapitalismus" überzeugend seine Kapitalismuskritik an den Mann. Er zeigt vor allem auf, wie der Kapitalismus seit den 80er Jahren zu unglaublichen (einschneidenden) Mißständen in der amerikanischen Gesellschaft geführt hat und wie diese Mißstände heute noch aufrecht gehalten werden.

Nicht alle Passagen wirken 100% überzeugend, aber ihm stichhaltig in den Kernaussagen zu widersprechen sollte nicht so einfach werden.
Schade ist es, dass kaum noch jemand wichtiges mit Moore sprechen will, die Anzahl der Interviews in diesem Film ist sehr gering...aber das spricht natürlich auch für Michael Moore und auch ohne diese Interviews ist der Film Moore-typisch insgesamt sehr unterhaltsam und informativ montiert.

Joa, wer Moore zu subjektiv findet oder ihn einfach nicht mag wird sich hier wieder bestätigt sehen, der Rest kann interessante Einblicke in die amerikanischen Verhältnisse bekommen.

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strangelet

Bewertung8.0Ausgezeichnet

Man wird Michael Moore wieder vorwerfen, oberflächlich zu sein, die Fakten durcheinanderzubringen, billige Polemik zu fabrizieren, und wahrscheinlich wird irgend ein Haufen humorloser linker Spinner früher oder später auch behaupten, er schade "der Sache" mehr, als er ihr nütze.

Das ist aber alles total irrelevant, und zwar aus dem ganz einfachen Grund, dass "Kapitalismus" Spaß macht - weil es immer eine Gaudi ist, wenn jemand den Großkopferten ans Bein pinkelt, mag er jetzt inhaltlich recht haben oder auch eher nicht.

Kritisieren könnte man allenfalls, dass der fürsorgliche, starke Staat, den Moore sich dort zu erträumen scheint, wo er gelegentlich annähernd konstruktiv wird, aller Erfahrung nach auch bloß ein Hort der Unterdrückung sein würde, und womöglich ein noch schlimmerer. Aber das ist eine Diskussion, die man natürlich besser unter einem ernsthaften Film führen sollte.

2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten

alanger

:D


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