Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte - Kritik

US 2009
Laufzeit 105 Minuten, FSK 6, Dokumentarfilm, Kinostart 12.11.2009

Kritiken (8) — Film: Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte

Betsy Sharkey: Los Angeles Times Betsy Sharkey: Los Angeles Times

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3.5Schwach

[...] Diesmal steuert der Dokumentarfilmemacher keine Unternehmenstitanen [...], sondern das Konzept "Kapitalismus" an sich an, und damit auch Amerika als das Land, was scheinbar ohne es in seiner Existenz erlöschen würde. Weitergehend betrachtet sind wir alle Moores Ziel, [...] wir, die Leute, die Kapitalismus mit Demokratie verwechseln. [...]. Ein sehr riskanter Eröffnungsschachzug, und Moore weiß das. [...]

Seine provokativen Gegenüberstellungen [...] sind nun nach Jahren nichts ungewöhnliches mehr. Sie fühlen sich sehr aufgeweicht an in diesem Film. Er spürte wohl die Notwendigkeit den Kurs seines Filmes genauer abzustimmen, stellte Betrachtungen aus dem alten Rom, und warum das Reich unterging [...] neben die Aufnahme des Spazierganges mit seinem 88jährigen Vater, der melancholisch über eine stillgelegte Zündkerzenfabrik sprach, in welcher er 4 Jahrzehnte gearbeitet hatte. [...]

Es gibt Diagramme, Kurven und Graphen, die erklären, wie die Wall…

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.0Ausgezeichnet

Doch trotz allem trifft Moore den wunden Punkt und rührt mit einer (naiven) Vision besserer Zustände. 1936 schützte Roosevelts Militär streikende Arbeiter in Flint vor Polizei und Schlägertrupps. Der Präsident schlug eine neue Verfassung vor, die das Recht auf Arbeit, auf ein Dach über dem Kopf, auf Mindestlöhne, Gesundheitsversorgung und Altersfürsorge enthielt. Kurz darauf starb er. Und mit ihm eine Hoffnung, die Moore neu entfachen will. Aber weder Film noch Krise scheinen Wirkung zu zeigen: Die Steuerzahler bezahlen die Rechnung noch Jahrzehnte lang, während die unverschämt Reichen schon wieder zocken.

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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film

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7.0Sehenswert

Beinahe könnte man diesmal sein Vergnügen haben an Moores Pamphlet. Nicht dass Moore zum Klassentheoretiker gereift wäre, ein mehr als nur oberflächliches Interesse an soziologischer oder ökonomischer Analyse entwickelt hätte oder auf die penetrante - wenngleich dann doch immer wieder lustige - Selbstinszenierung als Gewissen eines gewissenlosen Systems verzichtete. Es kommt dazu, dass "Kapitalismus. Eine Liebesgeschichte" immer mal wieder ziemlich fetzt.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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7.0Sehenswert

Michael Moore ist der Mann fürs Grobe. Bei ihm regieren eine schlagkräftige Mischung aus schlichter Gut-Böse-Polarisation, Polemik und offener Provokation. Und Moore versteht es ganz vortrefflich, Kompliziertes so runterzubrechen, dass jeder eine Ahnung davon hat, wie schlecht die Welt ist und vorneweg die, die sie regieren. Die Finanzkrise ist da natürlich ein gefundenes Fressen für den weltweit wohl bekanntesten Dokumentarfilmer: Auf der einen Seite die armen Hausbesitzer, die ihre Kredite nicht mehr bezahlen können. Auf der anderen skrupellose Immobilienmakler, die aus dem Leid der Zwangsgeräumten noch Profite schlagen. Über allem thronen die Wall Street-Bosse in trautem Schulterschluss mit den Politikern in Washington. Auf breiter Front wettert der selbsternannte Anwalt des kleinen Mannes gegen den sich ausbreitenden Kasino-Kapitalismus und das ist wie immer bei Moore in hohem Maße unterhaltsam. In vielen Punkten möchte man ihm nicht widersprechen, in einigen schon: Kann es wirklich die Aufgabe des Staates sein, die Menschen vor ihrer eigenen Leitgläubigkeit zu schützen? Aber Moore mäkelt nicht nur herum, er bietet auch ein Rezept an gegen die sich ausbreitende Ungerechtigkeit: Die Solidarität der Menschen untereinander und eine stärker demokratisch legitimierte Kontrolle der Finanzmärkte. Und nennt in diesem Zusammenhang sogar Deutschland als Vorbild. Na, da werden sich unsere Kanzlerin, der Guido und der Ackermann Joseph aber freuen!

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Thorsten Funke: critic.de

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Moore verbringt viel Zeit damit, von besseren Zeiten zu erzählen, von den Jahren seiner Kindheit, als eben dieser Kapitalismus durchaus vermochte, die Menschen glücklich zu machen. [...] Am Ende ruft Moore den Zuschauer direkt auf, ihm dabei zu helfen, aus dem Kapitalismus wieder eine Demokratie zu machen. Doch trotz solcher kämpferischen Beharrlichkeit – zum Abspann wird die Internationale in einer musikalisch durchamerikanisierten Swing-Version gespielt – ist auch eine gewisse Einsicht in die eigene Wirkungslosigkeit spürbar.

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D. Kamalzadeh: Der Standard D. Kamalzadeh: Der Standard

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4.5Uninteressant

Moores Dilemma ist sein generalisierender Ansatz, er muss notgedrungen arg simplifizieren, um zum Punkt zu kommen. In "Roger & Me" war ein verwandtes Thema noch lokal begrenzt, von Film zu Film wurde sein Anliegen dann immer größer. Nun ist es ein System, das er nur zu erfassen vermag, indem er sich zum messianischen Vermittler eines verschütteten kritischen Bewusstseins stilisiert. Da ist es kein Zufall, dass in "Capitalism: A Love Story" die katholische Kirche für Expertisen herangezogen wird: Kapitalismus - das ist das Böse schlechthin.

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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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4.5Uninteressant

Aber Moore wird diesmal nicht Herr über sein Thema. Bislang fand er immer ein klares Feindbild, das er genüsslich vorführte. Wen aber kann man für den Kapitalismus zur Rechenschaft ziehen? Die Immobilienhaie? Die Versicherungen? Die Börse? Die Banken? Seinen Film begann Moore im Frühjahr 2008, da konnte noch nicht einmal er die Finanzkrise voraussehen. Die bestätigt zwar sein Theorienkonstrukt, zerstört es aber zugleich: Denn mit den Banken kollabiert ja der Kapitalismus selbst. Wie ihm in „Fahrenheit 9/11“ der Irakkrieg dazwischen kam, versucht er auch jetzt, den aktuellen Geschehnissen hinterherzufilmen und zeigt doch nur Bilder, die wir schon sattsam kennen. Und dann wird auch noch Obama Präsident. Moore geht damit seine ewige Zielscheibe, George W. Bush, verloren und damit auch sein Fokus. Die letzte halbe Stunde ist nur noch so etwas wie eine verspätete Wahlsiegparty, in der der neue Präsident wie ein Erlöser dasteht. „Obama: Eine Liebesgeschichte“ wäre der treffendere Titel gewesen.

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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...

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6.0Ganz gut

Die bildet auch den Schlussakkord von "Capitalism: A Love Story", in der Moore in gewohnter Weise völlig unzusammenhängende, aber interessante Fakten zu seinem Thema, hier also Geschichte und Gegenwart der Finanzwirtschaft durcheinander mischt, mit zum Teil altbekannten, zum Teil wirklich ganz originellen Thesen und Einfällen mischt, wie man das ganze Elend ändern könnte. Vielleicht ist der Grassroots- und Bürgeraufstandsoptimismus, der im Film die Lösung aller Probleme sein soll, etwas wohlfeil, zumal in dem naiven Ton, in dem er vorgetragen wird, aber er macht sich jedenfalls gut - und die Sowjethymne passt dazu perfekt.

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Kommentare (19) — Film: Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte

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Keky

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Erschreckend, aufschlussreich, Real!
Die USA am Rande des Wahnsinns. In typischer Michael-Moore-Art zeigt der Film die teils wahnsinnigen Missstände in den USA. Hier werden Abgründe aufgetan, von welchen kaum jemand zu träumen wagte. Wirklich erschütternd wieviel Lug, Trug und Dekadenz uns umgibt. Einfach ein Michael Moore Film!
Mehr braucht man nicht dazu zu sagen. Wieder mal ein klasse Film von ihm. Erzählt auf seine direkte aber scheinheilig unwissende, aber witzige Art und Weise grausame Realität. Diesen Film sollte wirklich "JEDER" gucken. Passend zum aktuellen Schuldenthema ein Pflichtfilm. ;)

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badboyblue

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Bewertung10.0Herausragend

Ja, da muss man schon lachen, das dieser Film so viele Ereignisse vorwegnimmt. Moore beweisst hier wiedereinmal sein große extraklasse den Finger in die richtige Wunde zu legen.

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TheNumber

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Bewertung7.0Sehenswert

also ich muss sagen, bowling for columbine fand ich um längen besser als diesen michael moore film. er ist zwar auch etwas schockierend und manipulativ, doch irgendwie fehlt an manchen stellen dieser witz von michael moore. deswegen war der film an manchen stellen etwas öde, wenn er auch dennoch im großen und ganzen interessant und sehenswert war.

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mikkean

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ach, Michael Moore - ich weiß noch, damals hast du den Englisch-Unterricht meiner letzten Schuljahre gehörig auf den Kopf gestellt. "Bowling For Columbine" oder "Stupid White Men" waren wichtig, jedenfalls hast du den Finger ganz tief in die Wunden einer Gesellschaft im Koma-Zustand gelegt. Leute, die wie blöde Waffen horten, hier und da Hass predigen, in der arabischen Welt Scheiße bauen und sich wundern, wenn ihre Kinder mit den Knarren Amok laufen oder radikal gläubige Terroristen ihr Land angreifen. Dass Moore selbst auch ein ziemlicher Zampano und Selbst-Darsteller ist, fiel dabei kaum störend auf. Man kann ihn lieben oder auf ihn scheißen, aber Moore kam zur rechten Zeit. Und er hat eine unnachahmliche Masche, die Wut und Verzweiflung des kleinen Mannes zu portraitieren: Er räumt in seinen Filmen viel Platz für das Elend der Leute ein. Nach niedergeschlagenen Familien, die ihre Kinder im Irak oder in Afghanistan verloren oder den Opfern des US-Gesundheitssystems, widmet sich Moore nun also dem Giganten überhaupt: dem Kapitalismus. Und wieder bringt er das Leid auf den Punkt. Leute werden aus ihren Häusern geworfen, können sich nichts mehr leisten, während die dämlichen Pressesprecher- und Experten-Roboter im Fernsehen milliardenschwere Rettungspakete verkünden. Es ist was faul im Staate Wirtschaftsordnung, dass macht "Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte" mehr als deutlich. Und es tut wiederum weh, darauf sollte ich eigentlich vorbereitet sein. Aber Michael Moore packt mich jedes Mal wieder. Wie sagt doch die Tochter zu Beginn so schön, als der Sheriff ihre Haustür einschlagen lässt: "This is America!" Verdammt richtig, aber auch als Nicht-US-Staatsbürger ist der Wahnsinn, den der Film da geschichtlich nachzeichnet absolut nachvollziehbar. Schließlich macht eine Wirtschaftskrise nicht vor Staatsgrenzen halt. Klar, ein bisschen Interesse am Thema sollte da schon vorausgesetzt werden, aber keine Angst, Moore geht sicher, dass er die wichtigen, öffentlichkeitsscheuen Strippenzieher genau vorstellt. Ja, man kann sich auch hier wieder auslassen, Polemik und Manipulation vorwerfen, schlimmstenfalls, dass Moore seit fast zehn Jahren immer wieder den selben Film (nur mit anderem Fokus) dreht. Ist okay, kann oder sollte man eher hinnehmen, um "Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte" zu genießen, wenn man dann davon sprechen kann. Ist schließlich die sagenhafte Analyse vom Niedergang der Wohlfühl- und Reichtums-Träume-Ära der 50er und 60er Jahre. Als Menschen noch im Mittelstand lebten und keine Existenzängste kannten. Heute sieht es dagegen irgendwie so aus, wie es John Carpenter schon bei "They Live!" karikierte, die Gesellschaft ist auf dem besten Weg zur Hölle. Ich bin wie immer positiv hin und her gerissen, auf dass Herr Moore noch mehr solche Filme macht. Der Stoff geht ja nicht aus. Welcome to Third World America!!!

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MovieMonster

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Hehe, den merk ich mir doch direkt mal vor. :)


guggenheim

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wer Michael Moores ‚Fakten’ für voll nimmt, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Es gehört nicht viel dazu, die Verknappungen und rein fachlichen Fehler zu erkennen, die in „Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte“ stecken. Die synonyme Verwendung von politischen und wirtschaftlichen Begriffen, Vermengung diverser Fachtermini nach Gutdünken, ideologisch-intellektuelle Reduzierung der Daten – das sind bekannte Vorwürfe, denen sich Moore schon immer stellen musste und muss, und die er nie entkräften konnte. Wie immer bei Moore ist also auch dieser Film mit Vorsicht zu genießen, schon deswegen, weil seine ‚Lösungswege' populistischer Minimalismus sind. Aber wie seine Bücher sind auch Moores Filme schlicht sehr unterhaltsam. Damit hat er vielen Nachahmern im von ihm populär gemachten Genre der Propamentary (Propaganda Documentary) einiges voraus.

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marcowski

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Zwar plakativ und populistisch, aber auch beeindruckend einfach und klar wird ein krankes System entlarvt, das kurz vor seiner Selbstvernichtung zu sein scheint.

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stalker

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Bewertung5.0Geht so

Natürlich ist Kapitalismus scheiße und der sollte doch endlich mal abgeschafft werden, irgendein Endlager wird sich dafür gewiss finden lassen und die arbeitslosen Manager schicken wir zum Spargelstechen, sind doch alles Schweine die Reichen, verbrauchen mehr Strom, produzieren mehr Müll und haben für ihr Bildungsniveau ziemlich beknackte Meinungen und da mag es den einen oder anderen gewiss freuen, wenn der Michael Moore mal wieder die Reichen verulkt und die Geschundenen würdigt und ich möchte auch gar nicht meckern über diese populistische Ironie, über die Reduzierungen und Verkürzungen, falschen Zusammenhänge, dubiosen Schlussfolgerungen und die Hoffnungsmacherei am Ende, nein, ich will nicht meckern und wenn ich in einem Duell zwischen Michael Moore und dem Kapitalismus entscheiden müsste, Michael würde siegen und der Kapitalismus endlich sterben. Wird er leider nicht. Wird in naher Zukunft sogar noch richtig fies werden, der Kapitalismus, mit Arbeitslagern für Arbeitslose und Sterbelagern für mittellose Alte und deswegen sollen die Moorefans ruhig lachen, solange sie noch lachen können, mir ist jedenfalls schon lange das Lachen vergangen.

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stalker

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Was mir auffiel, der hat den ganzen Film über nicht gegessen, nicht einen Burger hat er verdrückt, gar nichts, das gab mir dann schon zu denken.


Ichundso

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Hat bestimmt Super Size me gesehen.


hullehood

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Bewertung7.5Sehenswert

Moores oftmals einseitige Sicht zu Trotz,
eine nette "Doku" um zwischendurch mal auf die Stoptaste zu drücken
und zu diskutieren.
Ein guter Ausgangspunkt quasi.

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Sozionaut

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Bewertung7.0Sehenswert

Scheiß Kapitalismus!

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cruzha

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Bewertung7.5Sehenswert

Man kann Moore vieles vorwerfen: Polemisch und oberflächlich zu sein und auf die Tränendrüse des Zuschauers zu drücken. "Kapitalismus" funktioniert aber trotzdem. Moore hat mit seinen Kernaussagen recht, er geht das Thema wie immer recht pointiert und unterhaltsam an. Da bleibt zwar mal ein Argument auf der Strecke, aber wir sind ja auch alle mündige Bürger mit eigenem Kopf.

Moore nimmt den Standardamerikaner an der Hand und haut ihm sein eigenes Bild von der selbsternannten größten Demokratie der Welt erbarmungslos um die Ohren. Was die Finanzkrise in der Praxis und im Alltag der Amerikaner bedeutete, zeigt er ebenso wie die mittlerweile völlig außer Kontrolle geratene Casinowelt der Wall Street.

Ich bekenne mich als Moore-Fan - dennoch wird auch dieser Film die Gemüter erregen.

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stuforcedyou

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Bewertung7.0Sehenswert

Der große Samariter der amerikanischen Mittelschicht ist zurück: Michael Moore, Dokumentarfilmer, Meinungsmacher, Entfant Terrible und Feind Nr. 1 der Konservativen Amerikas. Sein neuster Streich, eine zweistündige Predigt gegen den Kapitalismus bzw. gegen die Form die er angenommen hat. Moore bleibt sich dabei treu: Wie immer nutzt er Interviews, gestellte Bilder und große Gesten um die Zuschauer auf seine Seite zu ziehen, dabei hätte er es diesmal gar nicht nötig gehabt. Die Beispiele der für seine These präsentiert sowie die Schlagzeilen und Untergänge teils gigantischer Firmen wie z.B. Quelle in Deutschland, dürften ausreichen um Moore zuzustimmen dass etwas gehörig schief läuft. Vielleicht hätte es "Kapitalismus: eine Liebesgeschichte" ganz gut getan, wenn Moore seine satirischen Spitzen und populistischen Netze diesmal etwas zaghafter eingesetzt hätte, aber dennoch ist auch diese polemische Doku wieder sehenswert und höchst unterhaltsam, was leider auch daran liegt dass Fassungslosigkeit und aufgezeigtes Elend genau so kurzweilig sein können wie Explosionen und Verfolgungsjagden.

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Kris

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Bewertung7.5Sehenswert

Achtung, es folgt eine rein subjektive Meinung: Dass Michael Moore ein alter Polemiker ist, ist kein Geheimnis. Und obwohl auch Dokumentationen niemals wirklich objektiv sein können, würde ich seine Herangehensweise vermutlich weit mehr kritisieren, wenn er mir nicht immer so sehr aus der Seele sprechen würde. Punktum.

Moore klagt den Kapitalismus an. Er geht dabei argumentativ nicht immer ganz sauber vor und weiß auch nicht wirklich viel Neues zu berichten. Trotzdem präsentiert er ein paar aufrüttelnde Fakten, z.B. dass US-Konzerne Lebensversicherungen auf ihre Angestellten abschließen, so dass diese tot für sie wertvoller sind als lebendig. Zahlreiche Einzelschicksale stimmen zudem nachdenklich. Hier wird den Opfern des Systems eine Stimme verliehen. Das nimmt im Film beinahe genauso viel Raum ein, wie die Anklage der "Täter". Und am Ende ist Moore sogar vorsichtig optimistisch.

Obwohl dieser Film vermutlich niemanden überzeugt, der nicht ohnehin der gleichen Meinung ist, obwohl es hier kaum Erkenntnisgewinn gibt und einem einige Argumente nicht ganz schlüssig erscheinen, bin ich – wie bei Moores vorherigen Filmen – froh, dass es jemand sagt. Auf möglichst unterhaltsame Weise.

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Kris

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Hähä. Ja, Peter Jackson ist ja leider inzwischen viel zu schlank. Und natürlich viel zu beschäftigt. Aber natürlich billige ich diese Respektlosigkeit gegenüber fettleibigen Mitmenschen keinesfalls ;)


Sheeeeep

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da fällt mir eine Szene von Family Guy ein:
http://www.youtube.com/watch?v=L4GW9LWGavE


emily

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Kapitalismus:Eine Liebesgeschichte ist ähnlich aufgebaut wie Michael Moores vorherige Dokus: Er behandelt ein sozialkritisches Thema (dieses Mal eben den Kapitalismus) und zwar wie immer mit einer guten Portion Sarkusmus, viel Ironie und am Ende führt Mr. Moore wie immer eine wahnwitzige Aktion durch. Da alle Reportagen von ihm im Grunde gleich sind ziehe ich jetzt mal den Schluss, dass man seine Dokus entweder mag oder nicht. Ich bin ganz klar auf der Mögen-Seite. Ich mag seine ironische Art die Dinge anzugehen und zu hinterfragen, immer in dem Bewusstsein dass Herr Moore ab und an zum Übertreiben neigt bzw. gerne auch auf die Tränendrüse drückt - natürlich nur im guten Namen der Sache :)
Da mir Kritik am Kapitalismus doch sehr am Herz liegt, hat mir der Film natürlich um so besser gefallen und wer sich noch nicht wirklich mit dem Thema Kapitalismus beschäftigt hat, dem lege ich die Doku, als Einstieg in das Thema, doch sehr ans Herz!

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no_warrior

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Bewertung9.0Herausragend

Ich denke, dass "Kapitalismus - Eine Liebesgeschichte" ein wirklich gelungener Film ist! Michael Moore berichtet zwar nicht immer objektiv, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch. Er schafft es immerhin, dass die Menschen dem Thema Finanzkrise in den USA Aufmerksamkeit schenken - Und damit ist doch schon viel erreicht!

Ich bin seit jeher Fan von den Filmen von Michael Moore und bin auch von "Kapitalismus - Eine Liebesgeschichte" begeistert!

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spanky

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Bewertung7.0Sehenswert

Gewohnt unterhaltsame wie nachdenklich stimmende Abrechnung Moores mit seinem Lieblingsfeind. Und gerade wegen seiner flappsigen, unwissenschaftlichen Vorgehensweise wird er jeweils zu gleichen Teilen (zurecht) kritisiert und verehrt. Ich mag diese Art, wie er dem Durschnittsamerikaner den Spiegel vorhält und sein eigenes Dilemma erklärt.

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Strikerth

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Bewertung10.0Herausragend

Mr. Moore nun sind sie an der Reihe..

So hies es und so wird es immer sein, denn seine Dokumentationen sind immer freundlich, frisch und schaffen es selbst über Stunden den Zuschauer auf dem Sessel zu halten und das wach!

Der Kapitalismus ist weder witzig noch eine einfache Angelegenheit von der wir vielleicht schon total übersättigt sind, doch nicht darüber zu reden ist wie die Sache in Polen und so vor nen paar Jahren. Dort drüben haben doch mal irgendwelche deutschen schlimme Dinge gemacht, aber naja was kümmert uns das heute, wenn man doch wegschauen darf in diesem freien Land.

Michael Moore hat seine Lieblinge und eine spezielle Art Dinge zu sehen aber er ist oft auf der richtigen Seite. Ich denke man muss nicht bei allem der gleichen Meinung sein was er sagt, aber man sollte man seinen Arsch hochbekommen und für das Richtige einstehen.

Auch bei "Kapitalismus: Eine Liebesgeschichte" ist die Story nicht unbedeutend und vorallem wichtig, dass man sie sich immer und immer wieder vor Augen führt. Die Erzählweise von ihm ist wie immer gelungen und könnte mich glatt dazu bewegen die Doku nocheinmal anzusehen.

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Ronny Roger

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Bewertung3.0Schwach

Kapitalismus, nun, klar ist, egal welche Wirtschaftsform, Macken haben’se alle. Dieser Streifen bringt nichts Neues zu Tage, sondern kaut lediglich Altbekanntes wieder und versucht dabei noch ein wenig auf die Tränendrüse zu drücken. Diese Welt ist ach so gemein. Bush, Reagan, dies waren keine Heilsbringer, keine Frage, aber, verehrter Herr Moore, Obama ist definitv ebensowenig der Messias, den wir so gerne hätten.

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Strikerth

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ein film ohne emotionen? eine story die irgendwie schoneinmal da war? wo ist obama nun der übermessias? ist michael dir denn nicht symphatisch, dann kann es ja nichts werden oder?

ich gebe dir mal tipps in der reihenfolge meiner fragen:

schau dir mal andere filme an, holocaust; mittelalter oder wwII wieso sollte man nicht alte sachen nochmal erzählen? , ich schau mir doch auch keine sportart an wenn ich sie nicht mag!


notsch

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Bewertung7.0Sehenswert

Pointiert wie immer bringt Michael Moore in "Kapitalismus" überzeugend seine Kapitalismuskritik an den Mann. Er zeigt vor allem auf, wie der Kapitalismus seit den 80er Jahren zu unglaublichen (einschneidenden) Mißständen in der amerikanischen Gesellschaft geführt hat und wie diese Mißstände heute noch aufrecht gehalten werden.

Nicht alle Passagen wirken 100% überzeugend, aber ihm stichhaltig in den Kernaussagen zu widersprechen sollte nicht so einfach werden.
Schade ist es, dass kaum noch jemand wichtiges mit Moore sprechen will, die Anzahl der Interviews in diesem Film ist sehr gering...aber das spricht natürlich auch für Michael Moore und auch ohne diese Interviews ist der Film Moore-typisch insgesamt sehr unterhaltsam und informativ montiert.

Joa, wer Moore zu subjektiv findet oder ihn einfach nicht mag wird sich hier wieder bestätigt sehen, der Rest kann interessante Einblicke in die amerikanischen Verhältnisse bekommen.

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strangelet

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Man wird Michael Moore wieder vorwerfen, oberflächlich zu sein, die Fakten durcheinanderzubringen, billige Polemik zu fabrizieren, und wahrscheinlich wird irgend ein Haufen humorloser linker Spinner früher oder später auch behaupten, er schade "der Sache" mehr, als er ihr nütze.

Das ist aber alles total irrelevant, und zwar aus dem ganz einfachen Grund, dass "Kapitalismus" Spaß macht - weil es immer eine Gaudi ist, wenn jemand den Großkopferten ans Bein pinkelt, mag er jetzt inhaltlich recht haben oder auch eher nicht.

Kritisieren könnte man allenfalls, dass der fürsorgliche, starke Staat, den Moore sich dort zu erträumen scheint, wo er gelegentlich annähernd konstruktiv wird, aller Erfahrung nach auch bloß ein Hort der Unterdrückung sein würde, und womöglich ein noch schlimmerer. Aber das ist eine Diskussion, die man natürlich besser unter einem ernsthaften Film führen sollte.

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alanger

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:D


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