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Kasimir der Kuckuckskleber

Kasimir der Kuckuckskleber (1977), Laufzeit 85 Minuten, Erotikfilm


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7.5
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3 Kommentare
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von Hans Billian, mit Sepp Gneissl und Jane Iwanoff

Der Gerichtsvollzieher Kasimir Zwickelhuber hat für alle Frauen, die nicht wollen, dass ihre Ehemänner von der Pfändung mitkriegen, eine tolle Lösung gefunden: Er pfändet einfach ihre Hintern und versteigert sie dann an einer Auktion für einmaligen “Gebrauch” an den Höchstbietenden. Als jedoch ein Ehemann davon Wind kriegt, muss sich Kasimir vor Gericht erklären…


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Filmdetails Kasimir der Kuckuckskleber
Genre
Sex-Film
Handlung
Auktion, Gericht, Oralsex, Orgie
Zielgruppe
Männerfilm, Über 18

Kritiken (1) — Film: Kasimir der Kuckuckskleber

kobbi88: Die Drei Muscheln

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7.5Sehenswert

„Oh Schreck, der Gerichtsvollzieher steht vor der Tür! Was soll ich nur tun? Huch, mir ist mein Rock nach oben gerutscht.“ (Oder so ähnlich)

Oh Nein, die Hausfrauen können ihre Schulden, oft mehrere tausend Mark, nicht mehr zurückzahlen. Für Kasimir kein Problem, denn der pfiffige Beamte hat eine ganz eigene Rückzahlungsmethode entwickelt, die sowohl für den Beamten wie auch für die Damen angenehmer ist. Dabei gibt’s nicht nur skurrile und verdammt witzige Situationen, sondern tatsächlich sowas wie eine richtige Story, sowas ähnliches wie eine Dokumentation der Ängste und Fantasien der 70er-Jahre-Gesellschaft und viele parodistische Anspielungen auf Bürokratie und Beamtentum, die einen die Schuhe (und mehr) ausziehen. Kleines Meisterwerk der 70er-Jahre-Schmuddelfilmchen.

Fazit (mit schweinischen Grüßen an Amely): Für Frauen und für Vater Staat ist sich der Beamte nie zu Schad.

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 5 Antworten

kobbi88

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Danke :) Bist halt ne Inspiration ;)


Copacabanasun

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Oh das kann ich nur zurückgeben :)



Kommentare (2) — Film: Kasimir der Kuckuckskleber


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wichtel

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Lustiker 70 Jare Film,Über Hausfrauen .

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keddschabb

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Damit wir uns gleich zu Beginn nicht missverstehen: "Kasimir, der Kuckuckskleber" ist ein Erwachsenenfilm aus den Bahnhofskinos der Bonner Republik, der deshalb auch von allen gemieden werden sollte, deren Wertesystem unter der Last dieses Films zusammenbrechen könnte. Wer aber damit klar kommt, sieht den vielleicht besten Pornofilm aus deutschen Landen... - aller Zeiten!

Hans Billian, zuvor Regie-Assistent am Thalia-Theater und ein Jahrzehnt lang Produktionsleiter und das, was wir heute wahrscheinlich "Script Doctor" nennen würden, für den ehrwürdigen Constantin-Filmverleih, schrieb und drehte nach seinem Ausstieg aus dem seriösen Geschäft die für die 60er und 70er typischen Bahnhofskino-Loops. Als Freigeist und Protagonist der sexuellen Revolution, der im Jahr 1969 die Wilhelm Reich-Raubdrucke von Frankfurter Studenten so verstand, dass die Zeit für qualitativ gute deutsche Pornographie reif war, musste er zunächst wegen der deutschen Gesetzeslage im liberaleren Schweden drehen, bevor man ihn dann ab Anfang der 70er auch in Deutschland ließ.

Die von Billian in vielen seiner frühen Loops und Filmen erreichte Qualität der Drehbücher, Dialoge und schauspielerischen Leistungen ist in meinen Augen für das Genre einzigartig. Dementsprechend landete er mit "Josephine Mutzenbacher" auch den erfolgreichsten deutschsprachigen Porno, der wegen seiner faszinierenden Hauptdarstellerin sogar in den USA als "Sensational Janine" einigen Erfolg hatte. Doch auch dieser Film blieb trotz aller Lust am Tabubruch, trotz der opulenten Sets und Kostüme und trotz des drolligen Wiener Schmähs nicht Billians Meisterwerk.

Denn in "Kasimir, der Kuckuckskleber" verbindet Billian auf brillante Weise typische Phantasien der Bundesbürger in den 70ern - die Nymphomanin, der verführte Klempner, die enthemmte Frigide, die lüsterne Höhergestellte - zu einem kurzweiligen Plot: Kasimir (Sepp Gneissl) ist Gerichtsvollzieher, der mit Bauchansatz, schütterem Haar, Schnauzbart und Bayerndialekt ein x-beliebiger deutscher Beamter wäre, wäre er nicht auch unglaublich gewitzt und spitz wie Nachbars Lumpi. Mit der deutschen Beamten gerne nachgesagten Gewissenhaftigkeit macht er sich dann auch an die Eintreibung von Schulden. Seine außerordentlich kreative Idee - wie auch die des Drehbuchs - ist die, Ehefrauen im Konsumrausch und Studentinnen in Geldnot lieber den Arsch zu verpfänden als Fernsehgerät und Pelzmantel. Das funktioniert auch zur außerordentlichen Zufriedenheit des Gerichtsvollziehers, der Schuldnerinnen und Gläubiger sehr lange gut, wegen eines eifersüchtigen Ehemannes jedoch muss Kasimir sich für seine unbürokratischen Methoden eines Tages dann doch vor Gericht verantworten. Diese Gerichtsverhandlung wird zu einem Höhepunkt der Erwachsenenfilmgeschichte.

Billians Muse und ehemalige Lebensgefährtin Patricia Rhomberg, die im Jahr zuvor als Josefine Mutzenbacher glänzte, ist in diesem Film in einer ihrer letzten Rollen zu sehen. Ihr, Gneissl und Billian zu Ehren ist es heute, mehr als 30 Jahre später, an der Zeit, diesen Film als ein Phänomen zu würdigen, dem sein rechtmäßiger Platz in der deutschen Filmgeschichte natürlich bisher verwehrt blieb. Ich wünsche mir, ein Dokumentarfilmer würde sich nach dem Vorbild von "Inside Deep Throat" dem Billianschen Werk von 1969-76 widmen.

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pellekraut007

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Dann, mein lieber Keddschabb, sehe ich mir den doch mal gerne an... Grunz!