Keith Haring
The Universe of Keith Haring (2008), FR/IT Laufzeit 90 Minuten, FSK 12, Dokumentarfilm, Kinostart 23.07.2009
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von Christina Clausen,
Keith Harings Erbe ist überall um uns herum. Seine Bilder sind überall, an Wänden, auf Postern, T-Shirts, Uhren, in unseren Erinnerungen und Fantasien – moderne Ikonographien. “Kunst ist für Jeden.”, so formulierte es Keith Haring, als er die Bedeutung seiner stilisierten Silhouetten zusammenfasste, mit denen er Straßen auf der ganzen Welt dekorierte. Ein echtes soziales Phänomen, das die gegenwärtige Kunst im Zeitraum von nur einer einzigen Dekade (1980-1990) revolutionierte. Als vielleicht am meisten gefeierte Persönlichkeit in einer Dekade der Persönlichkeiten – den 80er Jahren – baute er seinen Ruf als Maler, Graffitikünstler und Designer außerhalb der geschlossenen Welt des Kunstestablishments aus, inmitten der Vitalität der Straßenkultur. Als er mit nur 31 Jahren Opfer der Aids-Epidemie wurde, hatte Haring bereits einen Weg markiert, der weit über seinen amerikanischen Geburtsort hinausging, von Amsterdam bis Australien, von Rio de Janeiro bis Tokio. Ein Jahr vor seinem Tod bat Keith Haring den bekannten Kulturjournalisten und Biograf John Gruen darum seine Lebensgeschichte aufzuschreiben (“Keith Haring: The Authorized Biography”). Ausschnitte der Original-Tonaufnahmen der dafür aufgenommenen Interviews sind im Film enthalten, darunter auch Harings lebhafter Bericht seiner Beteiligung in der New Yorker Untergrundkunstwelt und homosexuellen Subkultur.
Cast & Crew
-
Christina Clausen
Regie
Schauspieler
- Genre
- Dokumentarfilm
- Zeit
- 1980er Jahre
- Ort
- Kleinstadt, New York City, Pennsylvania
- Handlung
- Ausstellung, Kindheitserinnerung, Kunstwerk, Künstler, Maler, Ruhm
- Stimmung
- Berührend
- Mitmachen
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Kritiken (1) — Film: Keith Haring
Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...
Kommentar löschenClausens Film ist jedoch mehr als nur ein Künstler-Portrait. „The Universe of Keith Haring“ funktioniert zugleich als das spannende Dokument einer gesellschaftlichen Sollbruchstelle. Auf die liberalen Siebziger folgte der Konservatismus der Reagan-Ära. Die Veränderungen des gesellschaftlichen Klimas bekam insbesondere die schwule New Yorker Subkultur zu spüren, der Haring angehörte. Mit dem Aufkommen von AIDS, zunächst despektierlich als „gay cancer“ umschrieben, war vielen nicht mehr nach ausschweifenden Partys und sexuellen Abenteuern zu Mute. Im Film wird dieser Stimmungsumschwung durch die Überblendung mit Harings frühem Tod noch verstärkt. Er lässt einen nachdenklich und voller Wehmut zurückblicken.
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