Khadak
Khadak (2006), BE/DE Laufzeit 103 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 17.04.2008
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3 Kommentare
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von Peter Brosens und Jessica Hope Woodworth, mit Tsetsegee Byamba und Dugarsuren Dagvadorj
“Khadak” erzählt die Geschichte von Bagi, einem 17-jährigen mongolischen Hirtenjungen, der mit seiner Familie in der Steppe lebt. Er sieht sich mit seinem Schicksal, Schamane zu werden, konfrontiert – ein Schicksal, das er nicht akzeptieren will. Als eine Viehseuche das Land überfällt, werden zwangsweise alle Herden in Quarantäne gebracht. Die Nomaden werden gewaltsam in Bergarbeiterstädte umgesiedelt. Bagi entdeckt, dass die Seuche nichts als eine Lüge war, um den Nomadismus auszurotten. Mit Hilfe der schönen jungen Kohlediebin Zolzaya gelingt es ihm, eine Revolution heraufzubeschwören.
Kinostart in Deutschland: 17.04.2008
HandlungUmsiedlungBagi (Batzul Khayankhyarvaa) ist 17 Jahre alt und lebt gemeinsam mit seinen Eltern in der mongolischen Steppe. Sie leben hier gemeinsam mit einer Herde von Tieren und ernähren sich traditionell von dem, was ihnen die Natur bietet. Doch eine mysteriöse Seuche geht um und so wird die nomadisch lebende Familie zwangsumgesiedelt. Ein Vorwand der Regierung um die Kultur der Nomaden auszurotten. Doch die Familie nimmt die Veränderung hin und so wohnen sie bald in einer heruntergekommenen Wohnsiedlung einer Bergarbeiterstadt. Bagi trägt nun mit einem Mottorrad Post aus. Der Schock über die hier herrschenden Zustände weckt dennoch Bagis Misstrauen. Er erkennt langsam, wie wichtig seine Kultur für ihn und die Familie ist. Ganz im Gegensatz zu seiner Mutter, die sich mit den neuen Umständen gut arrangiert hat.
Mystische WeltenAls Bagi das Leben der attraktiven Kohlediebin Zolzaya (Tsetsegee Byamba) rettet, ändert sich sein Leben von neuem. Er trifft auf einen Gruppe von Menschen die Widerstand leisten wollen. Kurz darauf hat Bagi einen epileptischen Anfall, nicht der erste. In diesem Zustand durchlebt er eine Reise in eine Traumwelt und meint sogar, die Stimmen der getöteten Tiere zu hören. Im Krankenhaus attestieren ihm die Ärtze Epilepsie, doch die Shamanin seines Dorfes weiß, das seine Anfälle keineswegs krankhaft sind. Bagi driftet mehr und mehr in eine Traumwelt ab.
RevolutionDie mystische Welt des Shamanismus und die rationale Weltsicht der Ärzte treffen in ihm aufeinander. Bagi nimmt aus seiner Traumwelt Kontakt zu Zolzaya auf und läßt schließlich hunderte blaue Halstücher vom Himmel regnen. Während draussen eine Revolution unter den Stadtbewohnern beginnt, stirbt Bagi noch im Krankhaus.
Wissenswertes
Khadak bezeichnet das im Film gezeigte blaue Halstuch. Es wird bei buddhistischen Ritualen oft als zeremonielles Tuch benutzt und steht für den Himmel. In der Mongolei wird der Himmel als der ultimative Richter über das Handeln des Menschen angesehen.
Eigentlich plante Regisseur Peter Brosens eine Dokumentation über Luftfahrt und Sozialismus. Im Fortschreiten seiner Rechergen in der Mongolei entschied er sich allerdings dazu, einen Spielfilm zu drehen.
Hauptdarsteller Batzul Khayankhyarvaa ist eigentlich Maschinenbaustudent und wurde von den Regisseuren bei einer Preisverleihung in Darkhan entdeckt. Er wurde schließlich aus 500 gecasteten Jugendlichen ausgewählt.
Weiterführende Informationen
Auch Die Geschichte vom weinenden Kamel, Mongolian Ping Pong und Die Höhle des gelben Hundes spielen in der Mongolei
Weitere Informationen im Internet
Kritik von Michael Meyns auf Programmkino.de
Zusammenstellung von Links auf filmz.de
Rezension von Maria Garcia auf Filmjournal.com (engl.)
Gesammelte Kritiken auf Rottentomatoes.com (engl.)
Zusammenstellung von Film-Kritiken auf film-zeit.de (deutsch)
Interview mit Co-Regisseurin Jessica Woodworth auf Indiewire.com (engl.)
Quellen
Infoseite beim deutschen Verleiher
Mehr Bilder (3) und Videos (2) zu Khadak
Cast & Crew
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Peter Brosens
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Jessica Hope Woodworth
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Tsetsegee Byamba
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Dugarsuren Dagvadorj
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Banzar Damchaa
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Tserendarizav Dashnyam
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Batzul Khayankhyarvaa
Regie
Schauspieler
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Peter Brosens
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Jessica Hope Woodworth
- Genre
- Coming of Age-Film
- Ort
- Landschaft, Mongolei
- Handlung
- Adoleszenz, Armut, Art House-Film, Bergarbeiter, Epidemie, Kulturrevolution, Meditation, Menschliches Zusammenleben, Natur und Umwelt, Nomade, Nomadenfamilie, Religion und Übersinnliches, Revolution, Revolutionär, Umsiedlung, Unterwerfung, Zwang
- Stimmung
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Drehbuch
Filmdetails Khadak
Trailer zum Film Khadak
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Kritiken (1) — Film: Khadak
Gnislew: Sneakfilm - Kino mal anders
Kommentar löschen“Khadak” arbeitet mit viel Symbolik. Leider ist diese Symbolik für den westlichen Zuschauer wenig bekannt und so verliert der Film ein wenig an Faszination. Zum Glück funktioniert die Story des Films auch ohne jegliche Symbolik zu verstehen und so bekommt man einen ordentlichen Film zu sehen, bei dem man einen Blick riskieren kann.
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Kommentare (2) — Film: Khadak
Kommentar schreiben8martin 2009/06/24 18:20:56
Kommentar löschenNachdem man sich an die überlangen Einstellungen gewöhnt hat, erschließt sich einem diese mongolische Zauberwelt. Mit teils surrealistischen Bildern wird eine erahnbare Geschichte erzählt: eine unerfüllte Beziehung vor dem Hintergrund einer Land-Stadt Problematik, hier eher Steppe–Plattenbau, die durch einen symbolischen Song ’Hier ist was faul’ verdeutlicht wird. Die Frage, ob der Schamane Epilepsie hat, entlockt uns ein Schmunzeln. Vor allem weckt der Anfang das Interesse der Zuschauer und leitet in die fabelhafte Welt jenseits der Realität hinüber.
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Bradbury 2009/06/15 03:02:51
Kommentar löschenThema: Urbanisierung, damit einhergehend Verlust der eigenen Identität, Konflikt von Tradition und Moderne. "Khadak" ist verfilmte Performance-Kunst, voll von Symbolismen und Metaphern, anstrengend bedeutungsschwanger und dabei stinklangweilig.
Ein guter Film ist nicht nur inhaltlich ambitioniert, sondern schafft es auch, zu unterhalten. "Khadak" tut das nicht.
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