Kinshasa Symphony

Kinshasa Symphony (2010), DE
Laufzeit 98 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 23.09.2010

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7.7 Kritiker
7 Bewertungen
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von Martin Baer und Claus Wischmann,

Kinshasa, Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, drittgrößte Stadt Afrikas. Hier wohnen fast zehn Millionen Menschen, die zu den ärmsten Bewohnern unseres Planeten zählen. Es ist die Heimat des einzigen Symphonieorchesters Zentralafrikas – L’Orchestre Symphonique Kimbanguiste. Kinshasa Symphony ist ein Film über den Kongo, über die Menschen in Kinshasa und über die Kraft der Musik. Die Filmemacher Claus Wischmann und Martin Baer entführen in Kinshasa Symphony den Zuschauer in eine Welt, wie man sie noch nicht gehört hat.

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Kritiken (7) — Film: Kinshasa Symphony

Geri Krebs: Neue Zürcher Zeitung Geri Krebs: Neue Zürcher Zeitung

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8.0Ausgezeichnet

Kinshasa Symphony zeigt eindrücklich, wie Menschen aus einem Land, wo man das nicht erwarten würde, ihre Begeisterung für klassische Musik auf andere übertragen. [...] in seinen besten Momenten wird die rhythmisch stimmige Dokumentation zur – afrikanischen – Symphonie einer Grossstadt, und man wünscht sich dann, der Film möge ganz ohne Worte auskommen. Doch die aufgeworfenen Fragen sind so aufschlussreich, dass man sich auch wortreiche Passagen gerne gefallen lässt.

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Christina Wittich: Sächsische Zeitung Christina Wittich: Sächsische Zeitung

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8.0Ausgezeichnet

„Kinshasa Symphony“, ein Dokumentarfilm des Afrika-erfahrenen Kameramanns und Regisseurs Martin Baer, ist ein unvoreingenommenes Porträt Kinshasas, der gebeutelten Hauptstadt des Kongo, ihrer Einwohner und des dort ansässigen Orchestre Symphonique Kimbanquiste.

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Martin Wertenbruch: Schnitt Martin Wertenbruch: Schnitt

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7.0Sehenswert

Die Protagonisten repräsentieren unterschiedliche ökonomische Verhältnisse und bilden einen Querschnitt des zweihundert Personen starken Orchesters ab. Was sie verbindet, ist ihre Begeisterung für klassische Musik. Claus Wischmann und Martin Baer setzen diese Begeisterung kontrastiv zum Großstadtmoloch in Szene.

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Cristina Moles Kaupp: fluter Cristina Moles Kaupp: fluter

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8.0Ausgezeichnet

Das einzige Symphonieorchester von Zentralafrika spielt seit 15 Jahren gemeinsam gegen alle Widrigkeiten an. [...] Die Frauen und Männer spielen in dem Orchestre Symphonique Kimbanguiste und was das für sie bedeutet, vermittelt die Dokumentation von Claus Wischmann und Martin Baer so lebensnah wie möglich.

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Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,... Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,...

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8.0Ausgezeichnet

Die Filmemacher betonen die Absurdität durch inszenierte Bilder der von ihnen porträtierten Protagonisten: die Violine vor einem halb zerfallenen Gebäude, die Tuba auf einem Hocker mitten auf einer Straße zwischen Hektik und Trubel. Die schematische Gliederung eines Orchesters, die wohlgeordnete Struktur einer Partitur, wird zum Symbol für Ordnung und Struktur in einem Land auf der Suche nach seinem Weg aus dem Chaos, in eine bessere, eine andere Welt. Zugleich geht es auch um den Ehrgeiz von Menschen, die etwas erreichen und mehr sehen möchten als nur den täglichen Kampf um die eigene Existenz – eine Perspektive.
Es geht dem Film nicht darum, dass das L’Orchestre Symphonique Kimbanguiste oft noch klingt wie ein besseres deutsches Schulorchester – es geht ihm um Freude und die Bereitschaft, etwas zu lernen und zu verändern. Ein Funke Hoffnung auf dem schwer gebeutelten und vernachlässigten Kontinent, hervorgerufen durch Menschen mit großer Kraft und dem Willen, sich nicht kampflos in ihr Schicksal zu ergeben. Wenn die Kamera während des großen Konzerts über glückliche und zufriedene Gesichter gleitet, dann ruft dies echte, nachhaltige Bewunderung für jeden einzelnen Protagonisten hervor.

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Zoran Gojic : br-online Zoran Gojic : br-online

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8.5Ausgezeichnet

"Kinshasa Symphony" wirft einen angenehm unpädagogischen Blick auf eine Welt, die im Westen gerne völlig ignoriert wird. Zu Unrecht, wie man nach diesem Film weiß.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.0Sehenswert

Claus Wischmann und Martin Baer ist es zu verdanken, dass man Einblicke in die Arbeit des ersten und bislang einzigen schwarzafrikanischen Sinfonieorchesters erhält, dessen Existenz über den Kontinent hinaus bislang kaum bekannt war. Und das, obwohl es schon seit fünfzehn Jahren existiert! Doch streift der Film die Entstehungsgeschichte dieses außergewöhnlichen Klangkörpers nur in groben Zügen. Das ist ein wenig schade, da man letztlich nicht erfährt, durch welche Impulse die Pioniere der ersten Stunde, die sich noch wenige Instrumente teilen und in Schichten proben mussten, die klassische Musikkultur für sich entdeckten und was sie daran faszinierte.
Gleichwohl ist "Kinshasa Symphony" ein mitreißender Film, der einen mit seinen vielseitig talentierten Persönlichkeiten überrascht und Lust auf etwas weckt, was auch bei jüngeren Generationen in Deutschland selten geworden ist: gemeinsames Musizieren.

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Kommentar — Film: Kinshasa Symphony

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doc_flunder

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Bewertung7.0Sehenswert

hochinteressante, herzerwärmende und technisch gut umgesetzte doku,
die für meinen geschmack allerdings etwas zu unkritisch gegenüber der
kimbanguisten-bewegung ist. außerdem hätte ich mir mehr (eindrucksvolle) bilder der tropenmetropole selbst gewünscht. trotzdem: anschauen!

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