Kiss, Kiss, Bang, Bang - Kritik

Kiss, Kiss, Bang, Bang

US · 2005 · Laufzeit 102 Minuten · FSK 12 · Actionfilm, Drama, Komödie, Kriminalfilm, Thriller · Kinostart
  • 10

    Von meinen Moviepilot-Freunden sind mir die meisten egal und ich sympathisiere wahrscheinlich mit noch wenigern als man mir eh schon unterstellen würde. Höchstwahrscheinlich interessierst du, der das hier liest, mich ungefähr so wenig wie wir miteinander kommunizieren. Also gar nicht. Und das liegt nicht daran, dass ich ein besonders schlechter Mensch bin oder du einfach nichts zu sagen hast, sondern, dass ein "Like" einfach kein Ersatz ist um jemanden mitzuteilen, dass man seiner Meinung ist. Naja, dass hier ist immerhin noch ein Filmforum und keine Selbsthilfegruppe, weshalb es natürlich völlig legitim ist 200 und mehr Freunde zu haben, die einen wegen einer Filmbewertung oder einem Profilbild eine Freundschaftsanfrage senden. Das gegenseitige und anonyme Gloryhole Gelutsche geht dann in der Kommentarsektion des Gästebuchs weiter, wo mit maximaler Herzchen-Anzahl und vielen Grüßen mal ordentlich das Anblasen beginnt. Die professionellen Vertreter der kommentierten Beglückung lassen dann ihre Körperflüssigkeiten regelmäßig unter wirklich schönen Reviews. Toll! Herzerwärmend! Einfach schön!
    Manche sind mir aber nicht egal. Und einer davon war Bang. Entweder hat er sich abgemeldet oder wurde gelöscht. Ich schätzte Bang sicherlich nicht wegen seiner im Suff geschriebenen Texte oder seinem teilweise grauenhaften Filmgeschmack. Seine Reviews bestanden maximal aus ein Paar Sätzen. Doch Bang war jemand, der mir seine Meinung gesagt hat. Nämlich, dass man mit der Wahrheit nichts verändern würde. Und wenn ich die harten Worte einmal unter der Gürtellinie ansetzte, dann gab er mir Zuspruch. Er hat erkannt, dass ich nicht beleidigen will. Dass ich nicht sinnlosen Hass streue. Er konnte darunter Blicken. Und er hat mir gesagt, dass ich mich nicht verstellen soll. Dass er mein MP-Freund ist, weil er meine Texte gerne liest. Weil ich ihn unterhalte und seine Meinung in Worte ummünze, auch wenns unnütz, weil sinnlos, wäre. Er gab mir keine Flatrate-Bestätigung in Form eines Abnickenden Likes. Sondern er gab mir das Gefühl, dass sich hinter seinem Namen ein Mensch verbirgt. Vielleicht kein Mensch, den ich im echten Leben meinen Freund nennen würde. Aber ein Mensch.
    Ein Charaktermerkmal, dass ich hier nur den wenigsten Namen zuschreiben kann.
    Kisses für den Bang

    7
    • 8

      Sehr Skurriler Streifen.
      Der Humor, die Charaktere, die Geschichte (besonders die Art und Weise wie sie erzählt wird) und der Erzähler sind top. I like!

      • 0

        Hab ich in einer sneak preview gesehen. Seitdem gehe ich nicht mehr in solche Vorstellungen!

        • 0
          Rogjen 14.10.2015, 08:14 Geändert 14.10.2015, 08:20

          2 Mal hab ich fast gelacht und ganze drei mal gar nicht. Der Film ist Langeweile pur.

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          • 7

            Kiss Kiss, Bang Bang (2005, Shane Black)

            Selbstironie ist eines der wichtigsten Ingredienzen des Buddy-Movie-Genres. Nahezu jeder Film dieser Gattung lebt im Prinzip von den Ungleichheiten und Differenzen zwischen den beiden Protagonisten und zieht daraus meist einen grossen Anteil Situationskomik und Humor. Kiss Kiss, Bang Bang, das Regiedebüt des auf Buddy-Movies wie Lethal Weapon und Last Action Hero spezialisierten Drehbuchautoren Shane Black, bildet da keine Ausnahme. Mit dem Unterschied, dass Kiss Kiss, Bang Bang rundum als Parodie auf das Genre angelegt ist und die Humorkelle von der ersten bis zur letzten Minute komplett ausschöpft.

            Zu Beginn des Films landet der Protagonist Lockhart (Downey), ein tollpatschiger Feigling, der sich bislang mit kleineren Diebstählen über Wasser gehalten hat, aufgrund einer Verwechslung in Hollywood. Er soll eine Rolle in einem Film übernehmen, auf die er sich gemeinsam mit dem schwulen, perfektionistischen Privatdetektiv Perry van Shrike (Kilmer) vorbereitet. Plötzlich aber taucht noch Harmony (Monaghan) auf, die als Kind von Downeys Figur zersägt und angehimmelt wurde, und ehe es sich irgendjemand versieht ist ihre Schwester tot, eine weitere Leiche landet in einem See, dubiose Killer machen Jagd auf Robert Downey und immer wieder gilt es, die lästige Leiche loszuwerden, mit der ihm offenbar eine Straftat angehängt werden soll.

            Der Stoff ist genau der richtige für eine skurrile und mit bösem, schwarzem Humor aufgepeppte Kriminalfilmkomödie, die es sich nicht nehmen lässt, neben den typischen Mustern des Film-Noir-Genres gleich noch die gesamte cinematische Scheinwelt Hollywoods auf die Schippe zu nehmen. Neben den meist sehr amüsanten Dialogen - nur von zu Zeit zu Zeit schleicht sich mal ein überflüssiger Flachwitz ein - und der energetischen Straffheit des Regietempos ist es vor allem die Erzähltechnik durch Hauptdarsteller Robert Downey, die den Humor ankurbelt. Downeys Figur, die Hauptcharakter und allwissender Erzähler zugleich ist, durchbricht des Öfteren die vierte Wand und dringt immer wieder in die visuelle und erzählerische Struktur des Films ein, um beispielsweise anhand einer nachträglich eingefügten Rückblende zusätzliche Hintergrundinformationen einzureichen. Andernorts parodiert er das Überleben seines zuvor in einer Schiesserei anscheinend tödlich getroffenen Kameraden und lässt mit ihm gleich noch einmal alle zuvor verstorbenen Filmcharaktere (und Abraham Lincoln) auftreten. Was ausserdem mehr als nur stimmt ist die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern Downey und Kilmer. Beide hatten anscheinend Spass an ihren Rollen und scheuen sich auch nicht, das auf der Leinwand zu zeigen.

            Shane Wests Kiss Kiss, Bang Bang ist kein Film der einen vom Hocker reisst und erfindet das Komödienrad nicht neu. West mischt jedoch die meiste Zeit souverän Versatzstücke des Genres angereichert mit einigen guten neuen Ideen und verpackt das Ganze in der ersten Hälfte mit hohem Tempo und einer hohen Dichte an gelungenen Pointen. In der zweiten Hälfte verliert sich der Film dann teilweise ein kleines bisschen in seiner verworrenen und verwickelten Detektivgeschichte, bleibt aber weiterhin unterhaltsam. zwei gut aufgelegte Hauptdarsteller runden das Gesamtpaket ab und machen aus Kiss Kiss, Bang Bang eine angenehme, skurrile und witzige Krimiparodie.

            Wertung: 7 / 10

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            • 6 .5

              >PENG<
              Perry: 'Was, hast du gerade getan?!'
              Harry: 'Ich hab nur eine Kugel reingetan oder?!'
              Perry: 'Du hast scharfe Munition da rein gesteckt?!'
              Harry: 'Ja klar war doch höchstens ne 8-prozentige Wahrscheinlichkeit!!!'
              Perry: 'Acht?!?!...wer hat dir Mathe beigebracht?!'
              ...
              Kurzweilige Krimi-Komödie, deren Humor oftmals ins Schwarze trifft!
              Val Kilmer (Frozen) & Robert Downey Jr. (Tropic Thunder) geben ein herrliches Buddy-Gespann ab, das durchgängig bei Laune hält...
              ...Kritik hagelt es meinerseits in puncto Story, denn diese gestaltet sich zunehmend verworren und langatmig zugleich!
              Weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen, nichtsdestotrotz muss man das prächtig harmonisierende Ermittlungs-Duo Harry & Perry bei ihrer knaupligen Detektiv-Arbeit einmal erlebt haben, allein schon die unvergessliche Russisch Roulette-Szene dürfte es wert sein :D
              ...
              6,5 / 10 Schwuchtelkanonen für, KISS KISS BANG BANG

              10
              • 8 .5

                Ein wirklich unheimlich unterhaltsamer und leichtfüßiger Noirkrimi mit passender Melancholie und einem wirklich gelungen Drehbuch. Der jazzige Soundtrack und die clever verwobene Detektivstory ergeben mit dem gekonnt satirischen Hollywoodkakao ein unvergleichliches Gemisch. Das dieser Film dann auch noch als kongeniales Buddymovie für viel Wiederschauwert sorgt, ist in zweiter Linie den großartigen Schauspielern zu verdanken.

                Michelle Monaghan als quirlige und starke Frau zwischen dem herrlich auf sich selbst anspielenden Val Kilmer und dem Trumpf des Filmes. Downey Jr., der damals am Ende seines Karrieretiefes stand, überzeugt als peinlicher Dieb, der durch einen komplett dämlichen Zufall zum Schauspieler/Detektiv in einen turbulenten Wahnsinn verwickelt wird, dem der wandelbare Schauspieler mit viel überladener Arroganz und fremdschämender Energie meistert.

                Was für ein herrlich überstrapazierter Irrsinn...8.5

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                • 7 .5

                  Herausragend. Genial. Rundum gelungen.

                  So hätte mein Fazit ausgesehen, wenn der Film nach ungefähr einer dreiviertel Stunde zu Ende gegangen wäre. Das Tempo, was hier nämlich zu Beginn an den Tag gelegt wird, ist beachtlich. Drehbuch, Darsteller, Soundtrack - alles auf sehr hohem Niveau.
                  Schade, dass man irgendwann leider das Gefühl hat, der Film hätte all seine Trümpfe ausgespielt. Die Sprüche, die man anfangs nämlich noch so genial fand, wollen nicht mehr so recht zünden. Die Geschichte, die anfangs noch mit einer solchen Coolness vorgetragen wurde, kommt langsam ins Stocken. Das Drehbuch, welches anfangs nur so vor kreativen Ideen strotzte, verliert sich immer mehr und mehr im Durchschnitt. Auch wenn der Film gegen Ende wieder anziehen kann, hängt ihm der nur solide erscheinende Mittelteil extrem nach, was die Euphorie im Finale etwas nach unten drückt.
                  Klar, der Film ist und bleibt absolut sehenswert, auch wenn die Kritik hier vielleicht einen anderen Eindruck erweckt. Man hat aber eben leider dieses Gefühl, den Sprung verpasst zu haben, hier etwas größeres daraus werden zu lassen. So bleibt man letztendlich mit einem lachenden und einem weinenden Augen zurück - lachend, wegen der ersten Hälfte und weinend, weil man sich so sehr gewünscht hätte, der Film würde das Tempo die ganze Laufzeit über halten können.

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                  • 8
                    TheBirdman 04.05.2015, 22:09 Geändert 04.05.2015, 22:24

                    Oh man, war das abgedreht! Nachdem ich von Shane Black "Iron Man 3" gesehen hatte, war ich sehr auf seinen Erstling gespannt. Und siehe da, "Kiss, Kiss, Bang, Bang" war noch um einiges humorvoller und verrückter, als der dritte Auftritt von Tony Stark.
                    Die Idee, dass der Erzähler und gleichzeitig Protagonist die "vierte Wand" durchbricht, war passend gemacht und hat mir persönlich sehr gut gefallen. Allein die letzte Szene vor dem Abspann, wo Harry seine Geschichte zu einem würdigen Abschluss bringt, ist super inszeniert. Das liegt vermutlich auch an Robert Downey Jr.´s Talent, verrückte und exzentrische Rollen zu verkörpern und stellenweise ganze Szenen zu improvisieren. Wo wir gleich beim nächsten Punkt wären. Der Cast ist hervorragend gewählt. Das vollkommen unterschiedliche Trio, bestehend aus Kilmer, Downey Jr. und Monaghan, sorgt in einer Tour für Schmunzelmomente. Gerade Val Kilmer fand ich als schwulen Privatdetektiv richtig gut. Die Dialoge machen einfach nur Spaß, gerade Wortgefechte zwischen Perry und Harry hatten es stellenweise echt in sich.Durch das Spielen der Hauptakteure bekommt der Film eine unglaubliche Dynamik, bis es dann gegen Ende hin zu einem richtigen Showdown kommt, der teilweise etwas übertrieben wirkt. Was dem Ganzen allerdings keinen Abbruch tut, da sich der Film generell nicht sehr ernst nimmt, auch wenn die Thematiken Inzest, Mord und Verrat zentrale Rollen einnehmen.

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                    • 0 .5

                      Was bringt einen menschen dazu so einen Dreck zu verfilmen? Schlechte Darsteller, schlechte Story und das ganze auch noch schlecht umgesetzt. Nicht mal stoned und besoffen zu ertragen. scheissfilm. scheisse. richtiger schrott.0,3 punkte für den irrefürenden trailer und 0,2 für die Blondine.

                      • 8

                        Sehenswert auf jeden Fall. Hat aber für mich den Moment verfehlt ganz groß zu werden. Vielleicht, weil so ein unsicherer Erzähler mir bereits aus anderen Filmen bekannt ist. Der Streifen wird mindestens noch ein weiteres Mal gesichtet! Und beim Shoppen sogar was für die heimische DVD-Sammlung, denn auch mit Freunden bestimmt sehr unterhaltsam.

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                        • 2 .5

                          Wer den Humor hat, wird ihn lieben, wer ihn nicht hat, wird den Film eher verabscheuen :)

                          • 6

                            Der Film beginnt stark mit hohem Tempo und Downey Jr., welcher als Sprecher das Geschehen witzig auflockert.
                            Leider verliert er sich dann schnell ins Belanglose und auch wenn die Story immer noch gut vorankommt, lassen Witz und Spannung doch arg nach.
                            Zusätzlichen Punktabzug gibt es für die penetrante Synchro-Stimme von Monaghan.

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                            • 7 .5

                              Ganz witzig und unterhaltsam. Zwischendurch verliert man irgendwie den Überblick weil die Auflösungsstory leicht verworren ist.

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                              • 7
                                NewSTARs 01.01.2015, 20:26 Geändert 01.01.2015, 20:27

                                Mit einem energiegeladenen Tempo erzählt "Kiss Kiss Bang Bang" vom schauspielernden Privatdetektiv, der weder das eine noch das andere ist. Die komplexe Story wird mit genialen Dialogen und cooler Action gespickt, während die typischsten Filmklischees entlarvt und selbstironisch veralbert werden. Robert Downey jr. blüht regelrecht in seiner Rolle auf, wobei Michelle Monaghan ebenfalls eine klasse Performance ablegt. Ein sehr sehenswerter Film, welcher großen Spaß macht zu schauen und keine Minute zu ruhig wird.

                                "Sleep badly. Any questions, hesitate to call."

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                                • 7 .5

                                  Atemberaubende Achterbahnfahrt zwischen das Beste und das Schlechteste.
                                  Ich bin gern gefahren.
                                  Bonus: Erinnerung an das Bang Bang Lied meiner Kindheit.
                                  www.youtube.com/watch?v=Chh3Gohm2tM

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                                  • 2 .5

                                    Ein Film, wie er alberner und langweiliger kaum sein kann, dank belanglosen Dialogen und völlig überzogenen Charakteren (ganz im Stile Guy Ritchies)

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                                    • 6 .5

                                      Kann man sich schon mal so anschauen, war ganz nett.. Aber nach den ach so krassen Kritiken hier hab ich schon einiges mehr erwartet. Versucht zwar öfter mal lustig zu sein und die absurden Dialoge sind teils auch nich schlecht, aber lachen musst ich dann doch nie wirklich.. Also: 6,5/10

                                      • 10

                                        Was für ein Wahnsinns Film! Shane Black ist einfach nur ein Gott. Drehbuch, Regie und die Darsteller; einfach alles in diesem Film strotzt nur so vor Genialität. Alles andere als "Lieblingsfilm" wäre eine Beleidigung für diese Meisterwerk.

                                        • 5 .5

                                          Wenn ich für jeden von mir gesehenen Film, der vielversprechend beginnt, aber unterdurchschnittlich endet, einen Cent bekommen würde, hätte ich sicherlich schon einen Döner davon kaufen können.
                                          Denn auf dem Papier klingt auch dieser Streifen erst einmal mehr als gut: Es gibt ordentlich was zu lachen, man spielt mit episierenden Elementen (Erzähler und Texttafeln), der Film eröffnet häufig einen Metadiskurs über sein eigenes Medium hinweg und der Erzähler beginnt mit einer modernen Schnoddrigkeit wie aus einer Detektivgeschichte von Raymond Chandler.
                                          Leider kommt all dem ein sprunghafter, kaum nachvollziehbarer Krimiplot in die Quere, eine Handlungsführung, der wirklich alles egal ist und die nur für den aktuellen, kurzweiligen Moment funktioniert, sowie eine Charakterzeichnung, neben der selbst die Nebenfiguren aus Transformers tiefer wirken.
                                          .
                                          Besonders schlimm stieß mir die Optik auf: Einerseits bin ich mehr als begeistert von den gezeigten Bildern, toll inszenierten Szenenbildern und Kameraeinstellungen. Leider wird das aber immer durch den Schnitt verschandelt. Das Bild springt unruhig hin- und her, völlig orientierungslos, völlig unzusammenhängend.
                                          Vor allem in den schnellen Actionszenen stößt dies bitter auf. Generell verhindert der Schnitt ein ernsthaftes Verständnis für das Geschehen, sowohl auf logischer als auch auf emotionaler Ebene. Der Regisseur scheint ein „Tunneldenken“ an den Tag zu legen und ist krampfhaft auf die Figuren konzentriert, nie gibt es irgendwelche Establishing Shots für die Szenerien. Besonders schlimm ist das, wenn die Handlung plötzlich von einem Ort zum nächsten springt - vorher war die Figur noch dort, jetzt ist sie auf einmal hier. Das hätte man durch einen ruhigeren Schnitt und eine kurze Einführung der Umgebung super einfach beheben können, so wie es sonst doch auch jeder andere macht. Auf der angesprochenen emotionalen Ebene gibt einige arg melodramatische Handlungsverläufe, die geradezu kaputt geschnitten werden - einen traurigen Moment kann man nicht durch einen zittrigen Schnitt nach jeder Sekunde vermitteln, es ist einfach nicht möglich.
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                                          Kiss, Kiss, Bang, Bang hat defintiv Stil, büßt aber alle Stärken durch seinen affektierten ADHS-Charakter ein. Schade.

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                                          • 9

                                            ist mal was anderes, aber im positiven Sinn
                                            geniale Dialoge, die Chemie zwischen den Darstellern passt perfekt und einfach rabenschwarz
                                            wer wieder mal richtig lachen will, muss sich den geben

                                            • 7

                                              Dieser Film hat mich bei der etwas arg verspäteten Erstsichtung etwas zwiespältig hinterlassen, trotz der teils hervorragenden Performance von Robert Downey Jr. und Val Kilmer. Das hätte in meinen Augen ein wirklicher Klassiker werden können, einige Dialoge und Szenen sind wirklich sehr witzig bzw. gut gelungen.

                                              Aber letztendlich muss ich leider eingestehen, das ich eigentlich nie über ein amüsiertes Lächeln hinweggekommen bin und auch der Story irgendwann einfach nicht mehr gefolgt bin. Nicht, weil es mir nicht gelungen wäre, sondern weil irgendwann der Geduldsfaden riss. Irgendjemand hätte dem Regisseur zwischendurch mal auf die Schulter tippen sollen und sagen: "Ey, Shane, lass uns mal ´ne Pause machen und einen Blick ins Drehbuch werfen".

                                              Bei den Jokes gibt es richtig starke, die hier schon größtenteils zitiert wurden, aber es gibt auch unendlich flache. Mag sein, es liegt an der Synchronisation. Val Kilmer hat den Vorteil, das er in diesem Film vom überragenden David Nathan übersetzt wurde, das gibt seinen Passagen die nötige Trockenheit. Michelle Monaghan fand ich in ihrer Rolle ziemlich nervig.

                                              Vielleicht habe ich mich auch einfach über das verschenkte Potential geärgert, habe meine Tage oder ´ne Depression, darum bewerte ich den Film auch einfach mal so hoch, wie es gerade noch geht.

                                              GOOD NIGHT AND GOOD LUCK!

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                                              • 5

                                                Neo-Noir-Bewertungsreihe #2
                                                "KISS, KISS, BANG, BANG"

                                                Während „Sin City“ neben dem Neo-Noir-Feld auch noch sehr exploitativ und überzeichnet war, fügt „Kiss, Kiss, Bang, Bang“ dem ganzen eine sehr komödiantische Note hinzu. Robert Downey jr. erweist sich hierbei als Idealbesetzung, der hier einen Kleinkriminellen spielt, der durch Zufall in die engere Wahl für die Besetzung in einem Hollywoodfilm gerät und einmal in der Stadt der Engel angekommen, kann er seinen Kopf auch gar nicht mehr aus dem Schlamassel ziehen in, dass er hineingeraten ist.
                                                Dieser Film hat mir eines klar gemacht, nämlich wie gerne ich doch Val Kilmer sehe. Hier in der Rolle des schwulen Privatdetektivs Gay Perry hat er mich köstlich amüsiert und Robert Downey jr. perfekt ergänzt. Zusammen bildeten beide sowohl eine Parodie als auch eine Hommage an die Noir-Filme der dreißiger Jahre, die Hollywood groß gemacht haben. Regisseur Shane Black, der hier sein Debut abliefert, bleibt zwar inszenatorisch unoriginell brav, doch sein Drehbuch, das gekonnt mit ein paar Seitenhieben auf das System in Hollywood aufwartet, ist absolut die größte Stärke des Films. Während Downey uns Zuschauer oftmals direkt anspricht und es dabei schafft nie wirklich aufdringlich zu wirken, sind auch die Dialoge erste Sahne und lassen einen oftmals laut auflachen.

                                                Aber, und das ist das Manko, das den Film davon abhält besonders zu sein, Shane Black tut sich vor allem mit einem schwer, nämlich damit, Spannung zu erzeugen. Weite Strecken des Films sind zäh. Die Handlung verliert an Interesse am Zuschauer und alles wirkt zeitweise enorm schleppend und das bei einer Laufzeit vorn gerade einmal 102 Minuten. Auch der Soundtrack hätte cooler sein können, das gedudel, dass den Film untermalt, erinnert zu sehr an „L.A. Confidential“ – gewollt oder nicht, ich bin immer von diesem Sprichwort überzeugt: „Never remind your audience in the middle of your crappy movie of a better movie“

                                                „Kiss, Kiss, Bang, Bang“ ist zwar außerordentlich ambitioniert und steht an Referenzialität einem Tarantino auch in nichts nach, aber schafft es jedoch gerade was Spannung betrifft (und die ist mir eben wichtig bei so einer Geschichte) den Zuschauer nicht dauerhaft zu fesseln, was Schade ist den Kilmer und Downey jr. sind wunderbar anzusehen in ihren Rollen!

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                                                • 10

                                                  Ich kann Menschen verstehen, die sagen, dass sie diesen Film nicht mögen. Er ist derb, er ist grade gegen Ende etwas kompliziert und eine schauspielerische Oscarvorstellung wird natürlich auch nicht geboten (Obwohl ich sagen muss, dass ich mich unglaublich gefreut habe nochmal Val Kilmer zu sehen, den ich früher geliebt habe, grade mit Filmen wie Top Secret und ich muss immer öfter frage, wo er nur geblieben ist). Aber was soll ich sagen? Ich gehöre nicht zu diesen Menschen. Dieser Film macht einfach spaß zu gucken. Wenn man den Humor nicht mag, dann wird man keine Freude daran haben aber sollte man diese Art von schwarzem Humor, der immer wieder unter die Gürtellinie geht, bevorzugen, dann kommt man auf alle Fälle auf seine Kosten. Vielleicht sollte man auch mit einem Gewissen Augenzwinkern an den Film rangehen und nicht alles so ernst nehmen. Dann macht er auch gleich nochmal doppelt so viel Spaß!

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                                                  • 7

                                                    Wunderbar trocken und absurd. Außerdem politisch inkorrekt, daher fette Pluspunkte. So macht Kino Spaß! Leider hält der Spannungsbogen nicht durchgängig was er könnte, daher "nur" sieben Punkte.

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